Organ für die Interessen des werktätigen Volkes der Provinz Oberheffen und der Nachbargebiete. obcrbclMck« JiolfSjf Itung ftldjetni ledrn Werktag Abend tn ;en. Der aionntmtnWprti« beträgt wochenUich 15 Psg, monatlxd kg.r«niLI.I8ri"ger>»bn. Durch bie Post bezogen vierteljäbrl.lchOMt Redaktion nnd Ervcdition Sieben. B-bnbotitr-iie 23. «ike SSweniane reledbon 20»8. Inserate losten bie 8 mal gespült. Jlolondacile oder deren Raum 15 iftsg. Lei »roheren Aufträgen Rabatt. Anzeigen wolle man in» abend» 7 Mir für die folgende Rümmer in der Erpcditron aufgebe». Nr. 240 Gikßcii, Freitag, üen 23. Oltolicr 1914 9. Jahrgang ! kllpell der amerikanischen an die europäischen Sozialisten. 1 l 3 3 3 3 3 s 'S 7 7 1 3 Ke>t 50 Bersnche, durch eine internationale joziaüstijch« Konscreni die iter Ker vcrschiodeiicn Länder wieder zu gemeinsamer Aktion lnuneln und dadurch einen baldigen Frieden bereiten zu helfen, -cn soivoh! non der schweizerischen und holländische» Partei wie seitens der sozialöa>nok>alisck>sn Partei der Bereinigte» tei, gemocht, wie ivir schon kurz niitgctcii! haben. Tic letztere xn sämtliche dem interno-tionalen sozialistischen Bureau ongc- ssenen Parteien den solgende» Ausruf gerichtet: »Tie Sozialisten der Bereinigten Staaten Amerikas ent Neu den s>! einen, Weltkrieg verwicktlten europäischen Arbeitern n: fiesgcsiihitc Sn»,pa!hic und Bruderhand. Es criidrig., sich von den Verwüstungen dieses snrchlbaren lsainnienftotzes zu reden. Toriibcr wird die Geschichte ihr Ur- l sälleu. Aber u>ir müsse» uuicvcm Schmerze darüber Ausdruck den. dast Arlwitcr der ausgeklärlcslci, Länder Europas die dnrck> ! Bonde internationoler Brüderlichkeit nnd Solidarität nin- lungen sind, sich heule m blutigem Ringen gegenübcrstehcn. Wir ivcrden »ns nicht beronsnchmen. über die Haltung nn- er Bruderpaileieii in Europa zu Gericht zu sitzen. Wir beeisen wohl, dost sie die Opscr des jetzigen verdorbenen in- striesten, politistlien nnd niilitäriichcn Systems sind und dos sic es toten, was unter diese» Umstände» in ihrer Macht lag. Möge die Geschichte den Angreifer fest stellen. Unser Land icdoch ist in dem jetzige» Konflikt »eutrol ge- eben. Wir erachten cs daher für unsere Pflicht, einen Ausruf r den Friede» a„ unsere unglücklichen Genossen in den krieg- ärenden wie auch an unser« Genossen in den nicht am Kriege tciligtcn Ländern zu richten. ES handeit sich jetzt nicht darum, welche Regierung der an- ciiend« Teil gewesen ist in diesem entsetzlichen Konflikt. TaS übrigens mich nicht die ivichtigsle Frag«. Darüber wird die «schichte zu Gerick« sitze». Wir appellieren an Euch im Namen s Toziaiismus und. im Einklang mit Euren eigenen Prokla- tlionen, kordcrn wir Euch aus, uns behilflich zu sei», uni diesen, affenmord ei» Ende zu bereiten. Ihr hobt selbst in jedem Lande erklärt, dast .ihre diesen Krieg cht nwlltet. Eure edlen und beredten Erklärungen tressen imer noch, zu. . Wir wiffeii, dast keine Nation von einer Forl- uer des Krieges gewinnen kann, Zrgendwelchen Nutzen ober orieilc. die der Krieg bringe» könnte, werden nur den herr- rendcn Klaffe» zusolleu. Alle Opser. Leiden und Schmerzen >er. die er mit sich bringt, iverden der Anteil der Arbeiter sein, nd an jedem Tage, den das Gemetzel iKiitcrt, iverden Tausende nserer Brüder und Genosse» gelütcl werden. Tos Gelübde, für den Frieden zu wirken. Auf dem international«» Kongrcst iu Stuttgart wurde eine «soiutio» angcnoninicn. durch welche die internationale soziolistt- me Bewegung gelob!« »ich, nur alle Anstrengungen zn machen, m den Ausbruch eines Krieges zu verhindern, sonder» auch, den tu einem schleunige» Ende z» bringen. Sozialist«» der vom Kriege bctrossenen Länder habe» veu und beroiich ,n> Sinne des ersten Teile? dieser Resolution cwirlt. aber ihre Stiinnic» ivurden erstickt durch die Kononen er leindlichei, Armee». Ter kapitalistische Militarismus erwies ch «> stärker wie der junge Geist sozialistischer Brüdcrlichse!!. Ttc Lozialisteg der ganzen Welt müffen sich sasort an die temisterung des zweiten Teiles jener Resolution mache» — dcu »u einem schleunigen Ende zu bringen. ^ Eine austerordenttichc Friedcnstagung. . /-"^'"^"loiionole sozialistische Bureau sunktionicrl zurzeit ffloubt die sozialistische Startes der Bereinigte» -tagten Amerikas. dg» rs ihre Pslickrt ist. olle dem iuteriiationa- Biireou angrschivffenen Länder zur Entsendung ihrer rcgu- ->"»bi von Delegierten zu einer austerordeniliche» ricdenstuqung des interiiotionalen Sozialisten- u»d Eteiverk- Krttstongreffes ein zuladen. Derselbe wäre rniweder in Europa >cr >n .lmrrika abzuhallen. Ter Zeitpinilt der Tagung wäre Itzuictzen. iobaid die Zustimmung der verschiedenen dem Bureau igeichlvsicnen sozialistischen Organisationen ringeht. Wir «ordern die Sozialistische Partei oder die sonst zur Te!e- ition zum ssntrrnatioualen Kongrcst berechtigte Körpcrschns: >i. an,zugeben, ob sie die Avhaimng des Kongrcffcs iu Europa >er in Amerika vorzieht. Eventuell würden wir Vorschlägen. >8 zwischen Kapciilmgen und dem Haag gewähii »»erde. Einladung noch Woshington. Wir laben unsere Genoffen dringend ein, die Tagung i» den creinigtei, Slaoten und zwar j» Wosliington. T. E. abzuhaltrn. ollten unsere europäischen Genosse» in Amerika zusaminentom- en. so erklärt die Sozialistische Partei Amerikas sich l»crcii. um i dein Erfolg« des Kongresses bcizntragc». alle notwendigen ue^aben für .> Telegierte sür jede zu 2» Slimmeu bercckitigtcn an»» zu übernrhinen, wie auch weiter im Bcrhäitnis zur Zahl " ^tiegiirten. Rindestzohl soll, entsprechend der Mm Zutciiiaüonoien ' saiiltischen Bureau geltenden Bertrotung, zioei Tesegirrt« , 8 - be ^ ^ogesordnung dieses Kongresses würde die Erörterung -Oiiitei und Wege sein, wie dieser Krieg am schnellste» und -^"^tiollstc» beende: werden kann, wie auch eventuell andere "ix den Wcltsriedcn berühren. ,,, ^ffoffen, unter Berufung aus die Erfolge der Bergangen- - . an, die ZuknnstShossnunig der Menschheit crlaffcn wrr diesen dringen in Euch, m» Eure zustimnicndc und schleunige JTJ”®"- Wir ersuchen, dast so schnell wie möglich geGrnüelt und den obige» Richtiinten durch unseren Zentralsekvetär 'entuell Aniioort erteilt ivei-dc. . >.er geschästssührcndc Borstand der Sozialistischen Partei: rclor Berger, I. Stitt Wilson, iiameS H. Maurer, Adolph Germer, Lewis I. Tuncan. Ter chikicsisllic Protest qe,;c»r Aapa,t. Amsterdam, 21. Olt lEtr. ^rlst.s Tie chinesische Regierung, bat nach dem Ricuwc Rotlerdanische Eonrant solgende» Rundschreiben a» ihre Vertreter im Auslände gerichtet: „Mit Rücksicht ans die Feindseligkeiten, die sich im Gebiet vo» Schantnng zivischcn Engländern, Japaner» und Tcnischcn ab- spielen, und mit Rücksicht ans die freundschastlichcn Bcziehunge'i dieser Mächte zu Ehina hat die Regierung ähnlich ivic im russisch- japanische» Kriege allen Machtest mitgeteilt, dast sic eine „m i I i tärische Jon c" von bestimmter Ausdehnung abgcstcckt habe, die als notwendig für die g-eindscligkeiten erachtet wird. Sosort stach der Landnna der iapanischc» Truppe» z» Lunkan hat die chinesische Regierung erklärt, das, die japanische» Truppe» »ich! bis »ach Aeisicn Vordringen dürsten »nd das, die Eisenbahnlinie Tstuaiisn—Wcisien deshalb durch chinesische Truppe» b e s c v I iverde. Bor einige» Tagen jedoch haben die Behörden von Schantung ivicdcrholt telegraphisch gemeldet, das! mehr als 1 not» iapanischc Soldaten plötzlich in Wcisien cingctrofsc» sind und die Eisenbahnstation besetzt haben. Ter Vertreter ,sapans in Peking hat folgende Erklärung gegeben: „Ta die Eisenbahn von Kiaulscho» nach Tsinans» Eigentum der Teilt scheu ist und durch die japanischen Truppen besetzt und verwaltet iverde» must, hat bie japanische Regierung die Absicht, nnvcrzüglich Truppen zur Bc- setzung aller Eisenbahnstationen bis Tstiianfn abzuienden." Tie chincffjchc Regierung bemerkt zu dieser Erklärung, das, die Eisenbahn von Kiaulschou »ach Tsinansu einer ch i n c s i s ch - d e» t - scheu Gcsciischaft gehört und das, die auf »nbcstrcitbar neutralen, Gebiet gcicgcne Eisenbahn von Wcisien nach Tsinansu sehr weit von Kiautschon entfernt ist und in keinerlei Hinficht mit den Kriegsvcrrichtnngc» im Znsainnieiihang steht. Tic japanischen Truppen besetzen jetzt unter dem bereit» genannten B v r w a » d die Eisenbahn »nd rücken vor, eine Tatsache, die eine deutliche B c r I c tz u n g unserer Neutralität darstcUt. Ta die chinesische Regierung diese .Handlungsweise „»möglich dulden kann, bat sie dagegen bereits offi-icll protestiert und ihre» Bcr- tretcr in Tokio beanstragt, bc: der japanischci, Rcgierimg vorstellig zu werden. Um ,z„ vermeiden, das, die mit Ehina befreundeten Mächte zu einem Irrtum verleitet werden, teilen mir diese Tatsache mit nnd crsnchcn, sic zur Kenntnis des Ministeriums des Acnstern der Regierung z» bringen, bei der Tic akkreditiert sind." Tie LNftlischen Vref;angriffe gesten die Neutralen. 6in neuer heftiger Prcstangrisf in einer englischen Zeitung hat die schwedische Mißstiminnng derart verschärft, das; die englische Gesandtschaft in Stoaholm den Artikel öffentlich deöavouiren mutz. Tie britische Gesandtschaft in Kristiania lästt durch daS olorsk Telcgrainniburean erklären: Tie Angriffe englischer Blatter gegen Neutrale, die dort als Lieferanten von Kontre- bände an Kriegführende hingestellt werden, entsprächen nicht der Auffassung, die innerhalb der englischen Regierung herrsche. Terartigc Zeitungsänßcrungcn gingen ans eigene Rechnung der betreffenden Blätter oder ihrer Berichterstatter. Spioiiensurcht in (»itglanv. Tic Tally News nicldet, dast ivcgcn der Bcsürchtung, das; deutsche Spione als belgische Flüchtlinge verllcidct »ach England loinmc» könnte», das Ministerium des Innern gestern versügt hat, dast leine belgischen itckiichiiingc mehr an der Citfiifte zugciasic» iverden. Eine grostc Anzahl von belgischen irlüchtlingcn, die sich bereits in Hiiil iiicdergelaffc» hatten, sollen von dort entfernt werden. Angeblich sind iO deutsche Spione als Flüchtlinge verkleidet in Tover entdeckt wurden. Bulgarische Stimmung. Sofia, 21. Lkt. Hiesige Blätter melden, das, »ntc- starkein Schutz 15 griechische Eisenbahnzüge mit Lebcnd- mittcln die serbischen Städte Beles »nd Uesküb passierten, ferner seien russische Schisse mit 2000 Soldaten, 70 Kanonen und Munition über den bulgarischen Hasen Silow nach Serbien gefahren. Tas hiesige Presse-Bureau sandte vor einen, Monat an sämtliche russische Blätter ein Communique über die mazedonische Lage, mit dem ivarmcn Appell, Ruß- land möge Serbien zur Bcrnunst bringen. Serbien seinerseits sei gr a » s a in und vernunsilos und dies iniilse eine revolutionäre Erhebung der Bedrückten zur Folge haben. T-as Blatt Kambana bemerkt, bisher habe kein russisches Blatt das Connnunique abgcdruckt, was beweise, dah Rusiland Serbiens Grausamkeiten fördere. Protest gegen die Verletzung der Ge«»fer Konvention. Tic Nordd. Allg. Zeitung veröffentlicht am Dienstag eine Tcnkschrist, worin gegen das völkerrechtswidrige Verhalten französischer Truppen „nd Freischärler scharfer Protest erhoben wird. Tic Tcnkschrist wird de, französische» Regierung sowie den Re gierungei, der neutralen Mächte zugche». Fn 15 Anlage» ivcrden eine Reihe Fälle angeführt, die teilweise durch eidliche gerichtliche Vernehmungen sestgcstellt worden sind. Wir greisen nachstehend einige dieser Fälle heraus. Ter Zager zu Pferd Mcvihen vom Zäger-Rcgi»ie»t zu Pferde Nr. 7 sagte auS: Nach dem Gefecht gegen die drei französischen EsladronS an, 7 . d. SK., etwa 10 Kilometer südwestlich von Arlons ans belgischem Gebiet, hatte ich mich in der Nacht in einem Strohdiemen versteckt. Bon meinem Versteck ans habe ich gesehen, wie die Franzosen vcr wnndctc dcntschc, noch iebcndige Zager z„ Pferde mit ihre» Lanzen erstachen. Ich sah sie in der Helle» Nacht aus dem Gescchtsfcid iimhergehen »nd hier und da sich bewegende daliegendc Zager z» Pferde erstechen. Einmal richtete sich ei» Zager über sei» Pferd ans, er ivnrdc sogleich erstochen. Ter Musketier Kampe» vom Znfantcrie-Regimcnt Ar. 78 be- kundet unter feinem Eide folgendes: Am 2!). August war ich in der Schlacht von St. Lliicnti» in der Nähe des Torscs Gnisc durch einen Tchnst in» rechte Knie verwundet liegen geblieben. Als unsere Truppen sich etwas z» rllckgczogcn halten, tarnen etwa gegen 8% Uhr ungefähr 50 französische Svldatcn unter Führung mehrerer Ossiziere Sic gingen im Zickzack über» Schlachtfeld, »nd ich sah, dast die Svidaicn mit dem Bajvnett ans mehrere am Boden liegende Berwni'dcicn ein - stachen. So stachen sic auch ans einen Verwundeten, der höchstcn» 10 Schritt von mir entfernt lag. Ais er um Hilfe ries, schost ihn ein sranzöstschcr Ossizier mit einer Pistole in den Mund, woraus er sofort tot war. Zch weist bestimmt, dast der Täter ein Ofsi- zier war. Sie kamen dann an mich heran. Zch stellte dich toi, sic stachen mehrfach mit einem Bajonett auf mich ei», aber nicht tief. Zch habe neun leichte Bcrlctziingc» davongctragen Tie drehten mich auch mit den Bajoncltspitzen aus die andere Seite. Ein Bajonettstich ist gesiihrt von der rcchlcn Seite quer durch den beim und hat die linke Hand, die ich wohl an der linken Ropsscitc Ii'egeu hatte, zwischen Ring- »nd kleinen Finger verletzt. Tic Feinde haben dann noch einige Verwundete in ähnlicher Weise behandelt und sich dann, da prcustischc Truppen erschienen, zurückgezogen. Ter KoinnianbcÜr des Znsantcrie-Reginients Nr. 70. Oberst Schuber, erstattete an die oberste Heeresleitung folgende Meldung: Bcthcnconrt, den 10. September 1014. Am 8. September sind zwei Automobile mit Vcrmuiidctcn. die die Genfer Flagge führten, im Foret domaniale von einer fran Mischen Radfahrerabteiiung unter Führung eines Offiziers über- sailcii worben. Verwnndcic nnd Führer wurden crniordct und beraubt. Nur zwei Mann sind verwundet entkomme» und haben diese Angaben dcnt Slabsarzt ihres Bataillons geniacht, der sie der Sanitätskompagnic in Gondrcvillc am 0. «bergab. Tic 27. Tioisio» meldete dem Gciieralkoiiimanöo: Ticdenhofen, 14. August 1014. Nach bcstininttcr Aussage von Aiigciizciigcn wurde der Oberarzt Tr. Stainer. Ulancn-Regimcnts Nr. 10 lEskadron Landbeckj. bei Billers la Montagne nicht von Franktircnrs, sondern von französische» Schützen lRadsahrcrnj aus nächster Entscriiung erschossen. Oberarzt Tr. Stamer war vom Rittmeistcr Landbcck zuriick- geschicki worden, um einem verungliicktcn Ulanen zu Helsen. Tic französischen Schützen miisttc» die Roic-Krc»zbi»dc unbedingt sehen, und bildet dieser Borsast eine aiigenschciiiliche Vcrictzung des Völkerrechts durch reguläre französische Truppen. gcz. Graf von Pfeil. Ti« 6. bayerische Ziisaytzeriediviston berichtet: Arracourt, 27. August, kl Uhr vormitlags Am 20. AnAiist »achwittags wurde das vor der jetzigen Gcsechts- srvnt der Ti Vision geiegenc Gescchtssrld 0» der Gegend von Maire! dnrck, Krankeitträgerpatrouillen der Santtätskompagnic nach Ucgen- geblicbenen Venvu:rdeten abgcsucht. Tiefe Patrouillen wurden von srawzüsischrr Znsrntcrie, ohne Riicksichi aus das Rote Kreuz. b<- fchoffcii iiiid zersprengt: zurzeit sehic» noch, cttva 10t> Mann der San'itätskoiiipagnie. von Gcbsatlel. Ter Koinniandeur der 2. San-itäksionipog»ie berichtet an di« 10. Jiisanrerie-Dwision: St. Maurice, den 24. September 1014. Als am 22. d. ?1>. d>: Krankenträger der 2. Soiiitätskompagnie mit deni Absncheii des Gcsechlsscides noch Verwundeten beschäftigt ivarcn, erschien plötzlich aus der Ostspitzc des St. Remycr Waides feindliche Znsanteri«, cliva 40 bis 50 Man», unter Führung von zwei Ossizicrcn. Obwohl diese sahen oder jedenfalls sehen mutzten, käst sic vor sich nur Kvairlenträger hatten, dtc aus Tragen schon L-erwiindete Irugcn oder mit Tragen nach Berwundetzcii siichten, und obwohl sic ferner die in der Nähe befindlichen Krantenioage» nntiediiigt ft öen mutzten, ciötsnctcn sic sosort aus 50 Meter Ent- sernuitzi aus die Krgn'kcnträgcr und Krankenwagen^ ein hesttges Feuer: einige von ihnen ltescn sogar mit dein Ruse: > vc i» France!" auf teil ihnen zunächst besindlichcii Äronkeinvagen zu, cr- tchvffcn die drei in denselben bciciis eiiigelieserte» Verwundeten, den Wagengcrretteii, den Fahrer und di« beiden Pferde. Tie 2. Tanitätskoinvagnic hat durch dies Vorgehen der Frairiofe» den Verlust von 8 Toten, 0 Schiververletzien nnd 2 Lcicht- vermnndcten zu beklageii. Tie ineisteii noch übriq gebliebenen Krankenträger l>aben unbedeutende Stveisichiissc erhalten. Geradezu ungeheuerlich aber lantete der Bericht der Oberärzte Tr. Neumaun und Tr. Grinifelder vom banerischen Ptonier-Rea!- ment an die Etappenkominandaiittir der 7. Avnicc über die Beraubung und Bcrstliuimeiuna bcitticher Soidalcn bei Orchis». Baleiicienncs, den 20. September 10l4 Tas 1. Bataillon des bayerische» Pionier-Regiinenls hatte den Auslrag, gegen den Ort Orchics. 24 Kilometer von Ü~aIcncicnnct- entsernt, vorzuigehe» Als das Bataillon 500 Meter von Orchiss cntscrnt war, lieincrlte dic Spitze im Ttrastengraben den Leichnam eines deittschen Kameraden v»,n Landwehr-Reginicnt Nr. 35. Es fielen sofort Jic bei sämtlichen Tote» wiedcrkehoenöen Erscheinungen aus, daß der Leichnam seiner Schuhe und Strumpfe beraubt »ich sämtlicher Erkennungszeichen bar ivar. Der Mann war von rückwärts niedcrgcschosicn worden, lag aber auf dem Nucken und hatte Mund und Nasenlöcher mit Sägespähiien vollgepfropft. Der rechte Arm war wie beim grössten Teil der Leute in typischer Abwehrstellung erstarrt; di« Totenstarre war noch nicht vollkommen gelöst. Nach weiterem Abstiche» Leo großen Feldes fandcn wir noch 20-Soldaten desselben Regiments, Ein Manu, der etwa 200 Meter vor der Windmühle vor dem Sri« lag, hatte eine Hicbvcrlehung an dem rechten Ohre erhalten und mar sodann, da die Verletzimg nur eine Fieischwundc nach sich gezogen hatte, in lmrbarischer Weise inißhandelt worden; das linke Shr war glatt abgeschnitten, das Gesicht blau-rot. eine Folge des Erstickungstodes, an dem der Mann zugrunde ging; Mund. Nase mid Augen waren mit Dägcspänen vellgestopst. am Hals« Witrgezcichen zu sehen. Das Gras ritigs »um dcit Toten war in eitlem »nikreis vott etwa 20 Metern vollkommen miedergctreten, woraus hervorgeht, das; die harlmrischc Tat das Werk mehrerer war, Zu diese» Gefallen«» gesellte sich noch ein Bizeseldwcbel, dem das Schädeldach zertrümmert ivar, das Geht«! guoll heraus. Ein Vierter zeigte a» der Irrte» Schiäie eine Schnittwunde, die nicht tödlich geivirlt l>abc„ kann; der Goldfinger mar diesem Manne glatt am Knöchel abgeschnitteti und i» der Bauch- wand saßen vier Schnßlöcher, die vom Pulvcrschmauch eingefaßt ivaren, ein Zeichen, daß die Schüsse ans unmjttelbarer Nähe abgegeben waren; den Einschußöffnungen entsprachen vier Ausschuß- öffnungen an. Rücket,, Außerdem ivaren noch fünf Leute erschlaget, ' worden. Sie zeigten nur Verletzungen, die durch stumpfe Gewalt herbcigesuhrc sein konnten, Ei» Mann hatte am rechten Nasen- slügel einen Streifschuß, der die Oberlippe und das Kinn abriß. Das Gesicht war von Pulverschmauch geschwärzt, die Wundränder verbrannt, ein Beweis für die unmittelbare Nähe des abgegebenen Schuftes, Am barbarischsten schiene» die Leute der Gegend mit einem Manu umgegangen zu seiit, dem die Angen ausgestochen waren. Das rechte Auge >var vollkommen cuthöhlt, das linke ausgelaufen. Tie Todesursache dieses Menschen konnte nur auf diese Verletzung zuriickgefiihrt werden. Aus den festgestellten Tatsachen ergab sich, daß ein großer Teil der Leute unverwuiibet in der Hände der Feinde gefallen war, denn die Feinde hatten «inen Fluchtversuch unserer Kameraden dadurch zu verhnrdern versucht, daß sie ihnen die Hosenträger durch- schnitten, sämtliche Knöpse abgetrennt und sic der Schuhe bcranbl hatten. Kein Man» hatte seinen Ring mehr an der Hand; die Stelle, wo der Ring saß, »rar deutlich erkennbar, Deutsche Menschlichkeit. Wir lesen im Londoner Dali» Telegraph vom 17, Oktober: Ein Gemeiner vom Regiment« Black Watch, jetzt im Hospital in Newcastle, erzählt: An der Aisne lag ich stundenlang verwundet. Ein Deutscher kam herbei und verband meine Wunde unter schwerem Feuer, Als er mich zurechtgemacht hatte, wollte er sich cntsernen, aber eine verirrt« Kugel tras ihn, und dicht bei mir fiel er tot hin. Nach S o! s s o n s serzählt Korporal Houston, von den Seaforthss, lag ich schwer verwundet aus den, Felde. Nahe dabei ivar ein junger Bursche vom Northomptonshire-Regiment, lieber ihn beugte sich c i n d c u t s ch c r I n s a n t c r i st, hielt eine Wasscr- slasche an seine Lippen und suchte ihn zu beruhigen. Der verwundete Mann war im Delirium uud ries sortwährend „Mutter, bist du da?" Ter Deutsche schien zu verstehen, denn er strich sanft mit der Haitd über di« fiebernde Stirne und liebkoste den armen Zungen so zart, wie eine Jynu, es nur gekonnt hätte, Ter Tod kam zuletzt, , und als die Seel« des Berioundeicn zur letzten Abrechnung hiniiber- ging, sah sch den Deutschen, wie er seine Tränen zu verbergen juchte, Mas;lose Verhetzung der Franzosen und Engländer. Zwei Proben aus hochangeschcnen bürgerliche» Orgäncn Frankreichs und Englands, die wir hier falgen lassen, inögen einen Begrisf geben von der ungeheuren und unfaßbaren Verhetzung des französischen nnd englischen Volkes gegen Deutschland durch einen Teil der biirgerlichen Presse der beiden Länder. Ein französchcr Akademiker <— h ö ch st e Bildung! —, Herr Nich e pin, predigt in wirklich unerhörten Ausdrücken im Petit Journal Haß gegen die deutschen „Unmenschen" (brutes). „Wenn es- möglich fein sollte, daß für sie im sranzösischc» Volkscmpfindcn »och eine Spur von Mitleid vorhanden wäre, so ist es notwendig," schreibt dieses erleuchtete Mitglied der sranzösischc» Akademie, „es wie eine Giftpslanze anszurotteii ' und an seine Stelle unauslöschlichen H a s; zu pslanzen. Nicht de» bestialischcti Haß, der die deutsche Volksseele wie ein fürchterliches Geschwür anschwelle» läßt nnd sie zu allen Scheußlichkeiten antrcibt, sonder» der Haß, der nur bei der cdeln und vornehmen sraiizöstschcn Zivilisation möglich ist. Wer unter uns hätte den Mut, aus Ambulanzen zu schießen, die uiibcwasfncte Bevölkerung »icdcrziimachc», unschuldige Geiseln unser» zum Afra ja. Ein nordischer Roman von Theodor Mügge. 93 Wie viel gab es nun zu sprechen und zu fragen! Er hotte es gar nicht besser treffen können. Paul Petersen und Vjörnarne waren seit einer Woche schon nach der Jniel Loppcn gereist, um Dogeljagd zu machen. Die beiden jungen Mädchen hüteten somit allein das Haus, nnd Hanna ließ Helgestaüs Lehnstuhl herbcibringen; der holländische Tabak nnd die stattliche Posenpfeife war bald zur Hand. Jlda bereitete in ihrer sorgfältigen Weise den Kassee, nnd nun, zwischen seinen beiden Beschützerinnen sitzend, mußte er ihnen sein ganzes Leben und Treiben am Balsfjord schildern und nahm dafür unter nianchcr scherzhaften Abschweifung um- ständliche Nachrichten über alles in Empfang, was seit seiner Abwesenheit im Gaard von Oercnäcs vorgefallcn war. Das war nun freilich im Grunde nicht gar viel, und dennoch hörte er es mit Freuden an. Jlda hatte in ihrem Gärtchen den Versuch gemacht, Kartoffeln zu pslanzen, die mächtig ins Kraut schossen, hinter den Fenstern standen ein paar Töpfe mit grünen Erbsen, welche wirklich schon blühten, auch glaubte Hanna, daß Olaf nicht umsonst unter den Felsen im Süden Hafer gcsäet habe, der in dünnen Halmen eben aufgegangen war. Sonst hatte sich nichts verändert. Eine neue Magd war gemietet, ein alter Mai)n war gestorben, der Pfarrer Henrik Sture hatte am letzten Sonntag wieder gepredigt. „Und wo ist mein alter Freund Klans?" fragte Mar- strand. „Ganz in der Nähe," sagte Hanna. „Wir haben Nachricht, daß er vor einigen Tagen noch in Tromsö verweilte. Jetzt reist er auf den Inseln umher, dann wird er zu uns kommen, — bald kommen," fügte sic mit einem Blick auf Jlda hinzu. Marstrand zog Erkundigungen über Helgestad ein und hörte, daß erst vorgestern ein Nachbar aus Bergen zurück- Angrisf vorgehenden Truppen entgcgcnzustcllen, auf offene Städte Naphtbabomben zu werfen, betvohntc Häuser mit Petroleum zu bciprißen, junge Mädchen in Anwesenheit ihrer Eltern zu schänden und die Spscr dieser Scheußlichkeiten z» zwingen, ihr Grab selbst zu schaufeln, und sic dann hinzu- mordcn, 4000 Jünglinge von 15 bis 17 Jahren in Gcfangcnschast abzusührcn, diesen tiinstigen Helden die rechlc Hand abzuhacke», Gefangene nach ihrer Verstümmelung zurückzuscndcn, wie cs kürzlich mit Kosaken geschah, die man mit abgeschnittenen Naien und Ohren und ausgcstochenen Auge» nach Rußland zurück- schicktc? „ Tiirstc sich bei uns ein Offizier finden, der solche Schenßliljß eiten befehlen würde'? Sie find aber »och viel schlimmer. Es gibt unter ihnen Schriftsteller, Philosophen, Pro- sesioren, die solche Handlungen nicht nur billige», sondern behaupten, daß sic die logische Folge des Krieges seien." Stoch wüstere Leistungen womöglich produziert die c n g - I r s ch e Presse, Ein Freund unseres Chemnitzer Parteiblattes stellt einen Artikel ans der angesehenen englischen Finanz- Zeitschrift Financial News zur Verfügung, ans dem wir folgende Absätze anführen: „Es ist vicllcicht nur natürlich, baß man in Verbindung mit allen den guten Nachrichten vom Kriegsschauplatz jetzt, da die Tcutschcn auf dem Rückzuge sind, anfängt, vom Frieden zu reden. Wir können überzeugt sein, baß ein deutscher FricdcnSvorschlag erst nach einer deutschen Niederlage kommt, und daß dieser nur die Absicht haben könnte, Zeit zu gewinnen und Gelegenheit zu neuen Nnubcrtatc», Aber unsere Ausgabe ist cs, Deutschland aus den ticsstcn Notstand zu treiben, auf welchem uni» sich jeder Willkür unterwersen muß. Eine Nation, welche aus reiner und böser Zcrstörnngssucht Lüttich verwüstet, welche Kinder auf die Bajonette spießt, welche die Hände der Krankenpfleger und Soldaten abschneidet, welche Weiber vergewaltigt, welche Greise nicdecsäbclt, welche den Verwundeten die Augen ausrciht, welche den Franc» die Brüste abschneidct, welche seine Soldaten zu Gewalttätigkeiten aufsordcrt, welche Vergnügen nur an Unzucht I findet, welche nicht z» Druck gebracht werde» kann, und die Nation, die all dseS tut mit Ueberlegung, mit Begeisterung und auf Besch! vom Kaiser, diese Nation ist ganz cinsach eine Bande von Räubern und Mördern und verdient genau so viel Rücksicht, wie solche Jndioidue» verdienen. Britannien ist dazu da, ein solches Volk zu unterdrücken. Laßt uns nur nicht glauben, daß das deutsche Volk nicht in voller llebcreinstimmnng mit der gekrönten Canaille ist, die jetzt aus Frankreich hcrausgctriebcn wurde, gerade als er glaubte, daß er im Triumph in die repubükanischc Hauptstadt einzichen könne, welche er ohne Grund überfallen hatte. Sein Volk findet seinen Ruhm in seinen feigen Tcnscls- t a t e n. Es ist in diesem Kriege keine Untat geschehen, keine hilflose Mutter niedergeschosicn, kein ängstliches Kind gemartert worden, was nicht herzlichen Beifall gcfniidc» hätte bei der deutschen Nation, ebenso oben bei bei» blutdürstigen Professor Harnack, wie herunter bis zu dem niedrigsten Ardcitsman» auf einer Eisenbahnstation, Das deutsche Volk muß liegen, wie es sich gebettet hat. Böse Seelen fordern kostbare Medizi» und müsse,, darnach bezahlen, Tic engüsche Ocsscntlichkcit muß nun damit beginnen, a» die Grundlinien der kommenden Friedciisaufgabe zu denken. Die Hohenzollern miisicn fort mit Haut »nd Knoche», Wen» der Kaiser die Niederlage überlebt, ist seine Internierung aus einer abgelegenen Insel der einzige beruhigende Abschluß seiner Lebensbahn, St, Helena eignet sich nicht dazu, da sich hier die Erinnerung an einen Mann kniipst, welcher trotz aller Fehler ein Mensch war und nicht. ein Wchrwols, Tristan d'Acunha eignet sich Hefter, Hierauf kommt die Frage um die Kriegs- kostenerstattung, »nd zwar die grüßte, welche Deutschland bezahlen kann, ohne vollkommenen Bankrott. Eine Milliarde Psund ist ein angemessener Ausgangspunkt für eine Diskussion, Zum dritten muß das jetzige Deutsche Reich in seinen Bestandteilen aufgelöst werde» und in einem Grade, wie es von Mr, Churchill vorgcschlagcn worden ist, müssen seine Grenze» umrcgulicrt werden nach nationale» Gesichtspunkten. Tic Werkstätten von Krupp miisicn dem Erdboden glcichgcmacht, die deutsche Flotte den Siegern übergeben »nd alle Bcscstigungc» von Helgoland demoliert werden, der Kieler Kanal mutz international werden und endlich müssen diese Beschlüsse von den Heeren der Alliierten in Berlin diktiert werden; der Kriegsherr und sein Gefolge darf nicht die Möglichkeit haben, gleichzeitig während er aus die Fricdensbcdingungcn der Verbündeten cingcht, durch die deutsche Presse zu vcrliinden, daß London, Newyork und Paris von deutschen Truppen besetzt seien und daß „der König von England zusammen mit dem Präsidenten von Frankreich und den Vereinigten Staaten in Potsdam sitzen," Ter Artikel schließt mit dem unzweideutigen Worte; „Delenda est Germania" — Deutschland muß zerstört werden. Das ist nicht die vereinzelte Stimme eines Tobsüchtigen, sondern leider noch die Vorstellung der weitesten englischen Bourgeois- und Staatsniannskrcise, welche die Leiden und Opfer des Krieges sehr wenig empfinden und deshalb leicht wnt- und übermut-geschwollene Redensarten machen können. Gegen Roheit nnd Geschmacklosigkeit. Ter Unfug, der mit rohen und geschmacklosen Kriegskarter verübt wirb, nimmt dcrinaßcn an Unfug zu, daß sich immer mej> Militär- und Ortsbehörden veranlaßt sehen, dagegen cinju schreiten, W,r haben erst kürzlich ans eine Reihe derartiger regeln hingewicscn. Jetzt macht auch der Breslauer Stadtko»,, Mandant bekannt: In den Auslagen zahlreicher Papiergcschäfic und B»L händlcrlädcn befinden sich i» Postkartenform rohe und gcschmaz, lose, auf de» Krieg bezügliche Darstellungen. Insbesondre werden aus dem Gebiete der ausgestellten Schcrzkartcn di, Grenzen des Geschmacks vielfach überschritten, so z, B, dadurch, daß Deutschlands Feinde als gezüchtigte dumme Jnngens, Tip, und dergleichen dargcstellt werde», Solche Darjtcllu»gc» ent. sprechen weder der Würde des um seine Existenz kämpfeniq deutschen Volkes noch dem Ernst der Lage, Sic finde» auch b,j unseren draußen im Felde kämpfenden Landsleuten keineswez, Beifall, Es bedarf deshalb wohl statt der Ergreifung weiter» Schritte nur dieses Hiirweiscs, daniit die Ladeninhaber derarü» Tarstelliingcn aus den Auslagen entfernen und aus dem Vn> lehr znriickzichcn. Dieses Vorgehen verdient Anerkennung und Nachahmung, j I Der Reichstag. Berlin, 22 . Ott. (SB. B. Nichtamtlich.) Wie verlaute^ wird der Reichstag Anfang Tczciubcr zu einer kurzen SM raiung ziisammcntrcten. Freiwilliges Skilättferkorps. Der Vorstand des bayerischen Skiverbandes erläßt einen Aus ruf an die Skiläufer, der einleitend auf die wertvollen Dienst, hinwcist, die von den Skiläufern in einem Wintcrseldzugc unseni Heeren geleistet werden können. Dan» heißt es: Das Kgl, Bayer, Kriegsministerium ist mit der Bildung eint, Freiwilligen Tkiläufcrkorps durch den Bayerische» Skiverbmil einverstanden, Diese Organisation ist siir uns nicht nur ei« vaterländische Pflicht, sondern für die Tkivcrbändc und Vereine ein satzungsgemäß sestgelegte Aufgabe, da z» ihren vornchmliche, Zivecken auch die „Ausbildung von Skiläufern für das Heer" gr hört, ES gibt auch für uns Skiläufer icinc Parteien nichr, Äü sicheren und erfahrenen Skiläufer, Mitglieder nnd Nichtmitgliedc, sollen sich melde». Und auch diejenigen können initarbciten, bi nicht selbst ins Feld ziehen, denn cs gilt die Freiwilligen gut im vollständig auszurüsten, Auskunft nnd die siir die Meldungen nötigen Papiere sind In den Herren: A. Eanzcnmiillcr, Blumcnstr, 47, Karl I, Luthe, Elisabethstr. 15, und E, Wunderlich, Jmplerstr. 38, sämtlich ti München, zu erhalten. Dorthin sind auch die seit der Mobilmachun cingetrcteuen Aenderunge» der Adrcsicn bayerischer Vereine bald möglichst zu sendcu. Zum Schluß wird die Notwendigkeit betont, eine», wenn au, beschränkten Skibctricb in der Heimat weiter zu pflegen, abgesche von dem sportlichen und gcslindhcitlichcn Wert auch aus Riicksich ans die von diesem Sport wirtschaftlich abhängigen Existenzen, 0 *m Zentrumsblatt bcrboten. Das stellvertretende Generalkommando des l, borjeri scheu Armeekorps hat das Erscheinen der Augsburger Post zcitung, des führenden Blattes des bayerischen Zentrum; j wegen schwerer Störung des konfessionellen Friedens ans dre Tage verboten. t i p- pn I BtfJ fort« I Seine penigc Sn kftW ficntUf jangcn 3?d Krtuzel „ütnni snnnnll „Cifoti aufiner stimm» Kcham Türkei geheiis. M Portugal gründen, getrmg, Loldeler teils Er »bend b> Spanien portuflic Wie «niestet Br weitere Verwendung für unsere Artillerie hergcrichtct werde, Auch die zur Aufstellung als Sieges-Trophäen bestimmten >•«■ schädigten Geschütze werden dort instand gesetzt, Tie Kämpfe im Rordwcften. Immer noch teilte Entscheidung. Amsterdam, 22 . Okt. Aus Sluis wird dem Telegne gemeldet: Aus der Linie Apern-Nieuwpoort wird sortwis- rend gekämpft. In Brügge werden viele deutsche Verwm- dete eingcbracht. Tort kam gestern auch ein Zug franK- lischer Gefangener an. Das Gefcchtstcrrain bei NieuwMt bietet viele Schwierigkeiten. Es wird vom Fluß ssiscr un> vielen kleinen Kanälen nnd Gräben sumpfig gemacht. T:c Zugang zur Stadt Nieuwpoort ist wegen der Kanalarme, durch sechs Schleusen mit dem Hafen verbunden M schwierig. Belgische Truppen sind an diesem Kampfe beteiligt. In Ostende haben die Deutschen Kanonen aufgestcll'. Von dort fährt noch die Straßenbahn- nach der niederländischen Grenze. Aber weiter ist aller Verkehr mit der Straßen und Eisenbahn zwischen Seeland und Belgien aufgehoben Do beir, bi, onseort l tcokiiU dn Leg! Mim > itatten, d fa. (Sill M«n, nWt|( Bit; gekehrt sei, der ihn wohlauf getroffen habe. Ter Fischmarkt war über alle Maßen gut gewesen: kaum jemals konnten sich alte Leute solcher Preise erinnern, nn5 mit jeder Stunde mochte Niels zu erwarten sein, denn seine beiden Jachten lagen in Ladung, als der Nachbar den Hafen verließ. Das klang alles gut »nd tröstlich kür den jungen Gaard- yerrn. Er saß lächelnd und kalkulierend in Hclgestads Stuhl. a!S wäre dessen Geist aus dem farbigen Lcdcrpolster in ihn gefahren. Er übcrrcchncte seinen Gewinn, und im stillen stärkten sich seine Hoffnungen auf sein Glück. Wie er hier den kahlen, armen Fclscngrund betrachtete, dem kann: ein diirstig Stückchen Hascrfcld abzugewinnen war, erkannte er erst, um ivie viel besser der Boden am Balsfjord sei. Dazu war das Meer so fischreich, wie es niemand geahnt hatte. Olaf selbst war darüber erstaunt — nnd endlich der Wald, die mächtigen Bäume, welche ans Mcilcnlängc wuchsen, während hier nur in den Schluckten nnd Gehängen dürftiges Birkenholz aufwuchertc. Marstrand wurde immer froher gestimnil- je mehr er überlegte und Vergleiche anstellte, um so be- stimmtcr wußte er, daß er einen köstlichen Besitz in Händen hatte, und wenn jetzt Hclgestad den reichen Fischgewinn nach Hauie brachte, war Geld in Ueberfluß vorhanden. Er hatte bisher nur obenhin nach Björnarne und Petersen nach deren Reise gefragt, mit deni Glück zufrieden, daß der fatale Schreiber sich fortgcmacht hatte; jetzt hörte er mehr davon. — Das Felscneiland Loppen gehörte Helgcstad; cs war der Brüteplatz unzähliger Vögelschwärme. In dieser Zeit.^wo cs so wenig im Hause zu tun gab, hatte Björnarnc eine Schlupp bemannt, um die Fedcrvorräte abzuholen, welche auf der letzten diesjährigen Hcrbstreisc nach Bergen mit auf den Markt genommen werden stellten. Petersen hatte ihn begleitet, um einen großen Fang zu veranstalten oder, wie Marstrand heimlich dachte, sich Loppcn in nächster Nähe an- zusehen und dessen Wert kennen zu lernen. Die Entfernung des widerwärtigen Bräutigams war ihm » lieb, daß er seine Gefühle nicht ganz unterdrücken könnt! ■ — „So bin ich denn zur guten Stunde gekommen!" rief e I aus, „da ich das Haus nur von schutzlosen Frauen bewohn I finde, denen ich Beistand leisten kann, wenn es not tut." „Hoffentlich wird unser Frieden nicht gestört werden, I erwiderte Hanna, „aber wir lassen cs uns gern gefallen, wem > unsere Einsamkeit durch die Gegenwart und Teilnahme eine I so ritterlichen Herrn belebter und angenehmer wird.'" „Gern trete ich in mein altes Amt ein," fuhr Marstran I lachend fort, „nnd bleibe, bis Herr Helgestad am Packhauj > ankert. Ich helfe, wo es zu helfen gibt, vergesse, daß ich au I Lcrcnäesgaard verbannt bin, und denke mir die Zeit zuriic I loo meine gütige Beschützerin, Jlda, niich in die Lehr« nah> I nnd ihre Huld mir zuwandte." „Hätte sie denn je damit ausgchört?" fragte Hanna sckaii I hast, „Herr Marstrand hat, wie ich meine, ein so gutes I denken hier hinterlassen, daß am ganzen Lyngcnfjord vo» ihm mit Lust und Liebe gesprochen wird. Die alten 3# I erzählen sich von ihm fast eben so viel wie die jungen Dam««- > „Und was sagt Jungfrau Jlda?" siel Marstrand ein, „Sie sagt," antwortete diese, „daß Hanna eine arg s'i Schwätzerin ist, doch darin recht hat, daß fast kein Tag itl , \ ging, wo nicht von dir gesprochen wurde. Wir alle haben W i I vermißt, lieber Johann, und nun du wieder bei uns bw j I wollen wir dich so lange behalten, wie cs angeht." „Am besten, wir schlagen ihn in Fesseln, daß er imwc! I bleiben muß!" rief Hanna, indem sie Jldas Faden nabw: j ihn fest band und die Enden in die Hände ihrer Freund" U drückte. „Ilebermütiges Mädchen," sagte Jlda, „wir müssen a" » andere Mittel sinnen, um diesen jungen Herrn bei gu>- 8 Laune zu erhalten. Singe ihni ein Heimatslicd, wäh"" D ich das Haus bestelle." (Fortsetzung folgt.) tii« %| 81 Ji r »«■ SW s H in {•»toi, / t,. 2. Q Sj u ’S, i.So lifcc «Win S» %lt nt SS..«, ' I >uct 1,'J J 1 ' .uns i| ' U ? 1 ' Rjt- V- *• ted Klingens » JftEUimgE,, ,? WniBf, fm&e,, ce '?Brq ij, ’f " ous. s (l ' In SacS van Gent wird fortwährend Kanonendonner ge- hört- Auch in der Gegend zwischen Brügge und Gent scheinen kleine Gefechts im Gange zn sein. Tie Verwundeten in Brügge werden sämtlich nach Brüssel und Gent gebracht. Haag, 22. Clt Times melden von der französischen Mtc: Während zwei englische Kanonenboote gestern in ein Zeuergefecht mit deutschen Küstenbatterien verwickelt waren, wurden sie von deutschen Unterseebooten angegriffen. — Tie Kanonenboote beschießen die Kiistcnbatterien weiter. Von der Festung Belsort. Berlin, 22. Ott. Einzelheiten über dig Befestigung Bel- sorts finden sich in italienischen Blättern. Darnach sind außer den eigentlichen Forts alle Dörfer der Umgegend in kleine Festungen verwandelt. Außerdem seien Kanäle vorhanden, durch welche die ohnehin unwcgsanie Gegend in wenigen Minuten überschwenimt werden könne. •Hatinulm ’Jftla,, I !t kürzt,» % ei ttcoBei leibzug r Bild -kn Z «iä)t ins ®e b »ott t bo« eien n iBitaibeitn, eilige» gui’i ünpitre (itl! JmI a. 5M 38, iämllH 't Siobitaii n Seteint h toten, neu, I fiesen. I net) n,,s Stift I len ßriftcitsei I ten. des !. Segel er:,-: Je I ficn ,jenir*B ieSeirj aut feI ' jtStaiuSsW'. nü no$ io d e * M» '[Ot I jetidiiet iwe lifftimtniee »eiten. | -Mg. .gt-§a"Ä c,ni°L L, I,e alte” ? .junge”* Mrstr°" Sai>"° 7j; ist ff a d-r f gchi-. g) in? t ihre- r wir’yi y London wird befestigt? Aus den verschiedensten Milicilungcn soll, wie die Berliner Morgenblätter sestsiellcn, hervorgehen, da» London zur Zeit stark bescstigt wird. Zwei russische Regimenter gefangen. Wie», 22. Ott. Tic Reichspost meldet, daß bei den Kämpfen südlich von Przemysl zwei russische Regimenter ge- sangen genommen wurden. Die rastlose „Emden". Von London wird nichtamtlich gemeldet, daß der deutsche Kreuzer „Emden" die britischen Dampfer „Ehilka", „Troilus", „Bcnuiohr", „Clan-Grant" und de» für Tasmanien bestimmten Bagger „Conrabbel" versenkt nnd den Dampfer „Oxford" gekapert hat. Türkische Mahnung an Serbien. Die türkische Regierung hat das serbische Kabinett daraus aufmerksain gemacht, daß neuerdings entgegen den Bestimmungen des türkisch-serbischen Friedensvertrages .Mohamedaner zum Heeresdienst gezwungen werden. Die Türkei fordert das sofortige Ein st eilen dieses Vor- gehcns. Warum Portugal den Krieg erklärt. Nach Meldungen französischer Blätter verlautet aus London, Portugal werde seine Kriegserklärung an Deutschland damit begründen, dass die Deutschen von Ostafrika aus in Mocambique cin- gebrungeu und dort einen portugiesischen Unterossizier und vier Soldaten ermordet hätten. Das portugiesische Kabinett soll bereits Erklärungen von Deutschland verlangt haben. Seit gestern abend begeben sich viele in Portugal wohnende Deutsche nach Spanien. In Gibralatar sollen 10 Transportschiffe zum Abholcn portugiesischer Truppen bereit liege». Wie die Chemnitzer Allgemeine Zeitung aus Berlin nicldet, verlaßen die Portugiesen bereits seit Freitag die Rcichshauptftadt. Tie Choleragefahr. Der preußische Eisenbahnminister hat umfassende Vorschriften detr. die llcbcrwachiing der aus dem Osten kommenden Reisenden angeordnet. Das Zugbcglcitungspcrsonal ist angewiesen, in den Zügen die Reisenden aus ihren Gesundheitszustand unauffällig zu beobachten und für peinliche Sauberkeit, besonders in den Aborten der Wagen, zu sorgen. Bei festgcstclltcn Erkrankungen ist auf der nächsten geeigneten Station dem Bahnhofsvorstand Meldung zu erstatten, der das weitere Erforderliche unverzüglich zu veranlassen hat. Eine ärztliche Untersuchung der Reisenden auf den Grenzstationen, die an einzelnen Stellen angcordnet sein soll, ist zu unterlassen. Italien mobilisiert weiter. Zürich, 22. C ft. Ter Tagcsonzcigcr meldet aus Turin: Die Mobilmachung der italienischen Landwehr, beginnend mit der Einberufung der Jahresklasse 91, ist angeordnet worden. Vom Biergsrieden. W. B. (Nichtamtlich.) Altona, 22. Okt. Die städtischen Kollegien haben bei der Ersatzwahl für den Provinziallandtag anstelle verstorbenen Geheimrats Sieveking den sozialdemokratischen Stadtverordneten Thomas zum Provinziallandtagsabgeordncten erwählt. Für ihn hat auch der Magistrat gestimmt. T«r Ltrcit mit die Gcmrinvcwayle» in Bayern. . Tie bayerische Regierung hat unter Hinweis auf die gesctz- Inaen Aestimmizugen die Vornahme der Gemcinbewahlcn ange- ordn-t. Tie größeren Städten wollen nun gemeinsam an die Regierung Iierantrclcn mit der Bitte, den Landtag sofort cinzube- ruie» und von diesem ein Notgesctz beschließen zu lassen, durch das lil Gemeindewahlen bis nach dem Krieg verschoben werden. Lessen und Nachbargebiete. «ietzen «uv Umgebung. Verlustliste des Jnf.-Reqiments Nr. 116 Gießen. 1. Bataillon. Allxnicellcs am 6.. Parguy und Maurupt vom 7. bis 10., oborlet und La Neuville vom 17. bis 19. 9. 1914. Leib-Kompagnie: Res. Heinrich Simon H., Altena, vm. —- Muck. Heinrich Schott, Steins»«, Kr. Lautcrbach, vm. — Hornist »ricdrich Seiv. Hohen-Limburg, schvw. — Res. Mathäus .Korn- gioöcl. Altona, schvw. — Res. Wilhelm Wunderlich. Altena. lvw. — Sitf. Konrad Nikolaus Hast», Bebra, lvw. — Res. Otto Luft. Jlbcs- hauscn, lvw. — Musk. Joseph Ddackowiaek. Wanne, lvw. — llnlcross. d. Sf. Adam Lehr, Bulla», tot. — Res. Karl Kiobcler, Altona, t o:. 2. Kompagnie: Res. Heinrich Lachinann, Psordt, lvw. — AP. Karl Dören, Altena, lvw. — Res Bernhard Markus. Altena, Ww. — Res. Balthasar Will, Oberscheld, lvw. — Rci. Wilhelm LKudor II., Vollertohausen, lvw. — Res. Wilhelm Ltngciibcvg. Wiplingwerd«. lviv. 4. Kompagnie: Gesr. Eduard Hazemann. Hohwald, lvw. sT oV‘ C| ". Caspar, Hetmertshauicn. Kr. Alsfeld, lvw. — Gesr. o. J!. Heinrich Ruth. Gießen, lvw. — Nitterofs. d. R. Wilhelm Egly, Giegen. schvw. ^ 3. B a t a i I l o n. 9- Kompagnie: Unterosf. d. R. Ludwig Hofmann, Lollar, ~ Ussz. d. R. Adolf Othlinghaus, Winkhausen. lvw. — Musk. Heinr. Hirschhäuscr, Seckbach, lvw. — Musk. Friede. Heinr. f"^"ogen. Holzterhausen, lvw. — Musk. Karl Bingol, Gainbach, ^ Musk. Hermann Franz, Saßmannshausen, lvw. — Musk. chemr. Glotzixich Mainz, lvw. — Musk. Sill). Heppncr, Stamm- *• — Minsk. Jacob Schämet. Badcnhcim. schvw — Musk -rhicl. Straßburg. tot. — Musk. Carl Phil. Fraub. Gimbs- «nm, lvw. — Musk. Lndiv. Kaiser, Stock»»,, lvw. — Musk. Heinr. ^.Mrm, Berg-Neustadt, tot. — Res. Ehristian Bloch. Schlechten- vogen, lvw. — Res Heinr. Lust I., Eichelhain, lvw. — Gesr. d. R veim. Paul Hoss«. Gießen, schvw. — Res. Moritz Nieder, F-egers- ^ m' ichviv. — Res. Karl Butzen, Frischborn, lvw. — Gesr. o. R. Johannes Thört, Bönstadt, lvw. — Res. Theodor Hofmann,! «chotten. low — Res. Johannes Krug, Schwarz, kvm. — Dehrin. tleorg Karl, Engolrod. lvw. — Wchrni, Friede. Peppler, Hörgcnau. ~ w ~r "O- Johann«» Srehr, Stvrndorf, lvw. — Wehrm Johauuoö spohrer. Hovgonoi, lvw. — Sehrmann Thood Jul. Fricdr. Zeiße, Marburg, lmv. — Musk. Balthasar Dictz. Krssellmch. lvw. - Musk. Johann «chniull, Weckoudorf. lvw. — Res. Will,. Friede. Sckemidt, Wevdorf, to k. — Musk. Adolf Priem»», Gelsriikirchcu, tot. — s ■ "k Tambour Phil. Oppcr, Ettinghausen, lvw. — Vizesoldiv. ö. R. Heinr. Blaß, Jugenheim, Kr. Bingr», lvw. — Ussz. Heinr. M ngou. lvw. — ltzofr. Otto Groß, Obbornhose», lvw. — ;-™ r Mayer, Groß-Gerau, lvw. — Gesr. Hermaini Sack, ^vbe, lvw. — MuSk. Stephan Sinaedz, Bnkoivitia, lvw. — Gesr. , rl vieiicr. Gießen, low. — Musk. Georg Engel. Gonsenheim, s?'”-Musk. Freedr. Karl Fi,aub. Bodcnhcim. lvw. — MuSk. Fricdr. «chledholm, Worms, lvw. — Musk. Johann Schlunp. Guirtersblunr. lvw. — Res. Heinrich Männchc. Ehringshauscn, Kreis .llsscld, lvw. — Res. Ludwig Schombert. Ktridorf, Kr. Alsfeld, lvw. — Gifr. Hernvjch Wenibcrger. Lanrgcnhoiu, Kr. Laulevbach. tot. — Gefr. Konrad Kögler. Klein-Felda. Kr. Alsfeld, lvw. — '^e t r. Karl Klar. Wißmar, lvw. — Res. Karl Ri chm. Lollar, lvw. — Re). Adolf Leim, Ehringshauscn, lvw. — Res. Wilhrlm Same», Grüningen. lvw. — Res. Hermann Grotciisoh», Altena, Imv. — Res. Paul Münzer. Alt-Neuhcida». lvw. — Gefr. d. R. Wilh Heinr. Falk, Burgsolms, lvw. — Res. Heinrich Mohr, Kütschhausc», lvw. — Gefr. d. R. Wilhelm Kreiling. Hcuchelheini, Kr. Gießen. lvw. — Uff?- d R (sg. Lutnvig 2kceb, Angers buch. lvw. — Res. Fritz Schäfer, Mandeln, Dillkreis, schoiv. — Welirm Karl Boß. Hövgenau, lvw. — Res. Heinr. Holler, Hörbach. lvw. — Res. Georg Krug, Schwarz, schvw. — Wehrm. Joiyuui Ochs, Hövgenau, lvw. — Gesr. ö R. Wilhelm Schütz, Oberndorf, lvw. — MuSk, Ernst Pettp, Wiesbaden, lvw. — Musk. Heinr. Nell«. Hildrshciin. lvw. — Musk. SlMttslmis Kaezmavek, Kadgewo. vm. — Musk. Georg Pfeiffer II., Groß-Bieberau, vin. — Musk. Will). Gregdr Röder, Rauuiingcn. vm. — Musk. Johann Dietz I., Rüddingslausen, vin. — Musk. Öcinr. Phil. Matth. Bürgel, vin. — Musk. Jakob Relbold, Eberstadt, Kr. Tarmsiadt, vm. — Res. Heinr. Otto Schars, veimerts- bausen, vnu — Res. Karl Fischer UI., Ober-Glceu. Kr. Alsfeld, vm. — Res. Heinrich Bocher. Lchrbach Kr. Alsfeld, vm. — Res. Heinrich Hcibertshausen, Ruttershausen, vm. — Res Jol,. List, Frischbor», vm. — Res. Karl Johann Hofmann II., Mctzlos-Gchag. vm. — Res. Konrad August Schäfer V., Mandeln, vm. — Res. Karl Heinr. Hahn, Burgsolms, vm. — Res. Ko irr. Will). Rai», Burgsolms, vm. — Res. Heinr. Lust II.. Engelrod, viü. — Gesr. b. R. Aug. Herbst, BiergsolmS, vm. — Gesr. Johs. Habicht. Engclröd, vm. — Gesr. Albert Kreiling, Heuchelhcim, vm. — Res. Will). Rüth. Alsfeld, vm. — Wehrm. Heinr. Schmitt, Alten-Buseck. vm. — Res. Wilh. Heinr. Keiner, Werdors, vm. — Res. Alb. Blagge, Wallstett, vm. — Res. Peler Kilian, Hernshcim, vm. — Reis. Wilh. Baumeister, Wattenscheid, vm. — Wehrm. Heinr. Greb, Engelrod, vm. — Res. Albert Heide, Brühl. v»>. — Wehrm. Wilhelm Kreiling. Heuchelhcim, vni. — Musk. Karl Eimer. Villingen, vni. — Musk. Karl Klein, Mousey, vm. — Musk. Otto Johs. Adam Muhl, Fried- l»crg, vni. — Musk. Karl Schäfer, Bkeißenheim, vni. — Musk. Ernst Wetter, Verscrörde, vm. — Gesr. d. R. Hch. Habicht, Engclrob, vm. — Res. Ludwig Heinr. Kraus. Burgsolms, vm. — Res. Friedrich Martin Schäfer. Mandeln, vm. — Gefr. Christ. Heinr. Däumcr, Garbenhcim, vm. — Res. Theodor Heinr. Louis Grote, Kleinfelba, vm. — Res. Karl Rahn, Eichelhain, tot. 10. Kompagnie: Friedrich Kark Thron, Kohden, vw. — Musk. Heinrich Wagner, Wallersdors, Kr. Alsfeld, tot. — Gefr. Wilhelm Goubeand. Dutenhofen, vw. — MnHk. Paul Füllbeck. Altena, verw. — Musk. Konrad Sany, Bug-Gcmllnden, tot. — Musk. Aug. v. Eiff. Lmibgch. vw. — Musk. Heinrich Zkuppert, Pfeddersheim, vcriv. — Gefr. Her,nanu Dictz. Reu-Jsenburg, vw. — Ussz. Hermann Riihl. Schotten, vw. — Res. Wilhelm Rücker. Bellersdorf, mv. — Res. Wilhelm Oßwald. Wiefeck. vw. — Res. Richard Wingescld, Fel-dkrllckc», vw. — Musk. August Hähuel. Taaruuivn. v,v. — Musk. Heinr. Schwarz. Gemünden. viv. — Gefr. d. R. Otto Jost, Uirichstei.n, vw. — Res. Karl Hildebvandt. Zlllendorf. Kr. Gießen, vm. — Gefr. Otto Bischofs. Niederrad. vw. — Bizefcldw. d. R. Möller, vw. — Ussz. Johannes Körbel, Bottrop, tot. — Ussz. 6. R Paul Möller, Gemünden, Kr. Unterfraiiken. tot. — Ussz. d. 91. Heinrich Der». Leihgestern, vw. — Ussz. Wilhelm Rabenau. Krsselbach. vw. — Musk. Ernst Klamberg, Dillcn- burg. vw. — Ussz. b. R Karl Karl, Bg.-Gemündcn, vw. — Musk. Friedrich Lerch. Osthofen. Kr. WorniS, viv — Musk. Franz Lies. Uitter-Hambach. vw. — Res. Karl Lenz. Stockhcsm, vw. — Ussz. Heinrich llieutzel. Melbach, vw. — Muss. Gottfried Rudolph, Bockcu- bcim. vw. — Gesr. b. 31. Karl Rühl. Stanfeuberg. vm. — Ussz. PH. Schmidt, Darmstadt, vw. — Tambour Jakob Schreiner, Drci- bausen, vw. — Muss. Jos. Schorb. Holbach. vw. — Wehrm. Friedrich Weber, Heuchelhcim. vw. — Res. Heinrich Zimmer. Ulfa. vm. — Res. Hrch. Rinn I., Hcuchelheim. vw. — Gesr. Otto Bi schoss. Frankfurt a. M., vw. — Res. Karl Bast. Ramrod, vw. — Musk. Emil Perlt, Grüustadt. vw — Gesr. Hrch. Preicher. Düdelsheim, vw. — Vizcsvldw. Peter Letsch, vw. — Res. Karl Bischofs, llstichclbach. vm. — Musk. Matthäus Horncsf, Gundernhausen, vm. — Res. Georg Laus, Bcnzendors. Bartern. vm. — Res. Otto Schelte. Ohle. vm. — 9ics. Hermann Strack Villingen, vm. — Res. Christ. Walbadt. Garbenttich. vm. — Gefr. Ernst Büichul, Merkenbach. vm. — Res Hrch. Krug. Schwarz, vm. — Res. Wilh. Ester. Villingen. vm. — 9!cs. Isidor Kali. Wabeul'orn, vm. — Rei. Wilh. Martin. Edingen- Sinn, vm. — Musk. Adolf Engelbrecht. Ahanse», vm. — Gesr. Hrch. Mull. Bademod. Kr. Alsfeld, vm. — Gefr. Karl Steuernagel. Groß- Fclda. vm. — 9tcs. Hrch Mahr. Homberg, vm. — Res. Paul Busch. Hcrscheidt. vm — Res. Karl Becker. Ndr.-Gcmllnden. vm. — Vizc- feldw. d. 9t. Alb. kullmann. Oberhürgeni. vm. — Res. Hrch. Dörr. Erbcubausen. vm. — Res Otto Dickert, Echzell, vm. — Rcs. Hrch Dort. Gr.-Bnseck. vm. — Res. Dietrich, vm. — Mns-k. Friedr. Engel. Göhcnbain. vm. — Res. Otto Edelmann Ttornfels, vm. — Hornist Hrch. Paul Flach Bruchenbrücken, vm. — Rcs. Herrn. Grotcnsohn >., Altena, vm. — Rei. Adolf Grote»,oh» II.. Altena, vm. — Res Friedr. Göv. Uitterlais, vni. — Res. Hrch Greb. Leusel, vm. — Gefr. Alfred Hcrrb, Taargemlind. vm. — Gefr. d. R Otto Hon>- mann. Bellersheim, vm. — Musk. Georg Korn. Magdeburq. v», — 9!cs. Wilh. Löchel. Reiiihardtshaiu. vm. — Res. Just. Heß. Wolferode. Kr. Klrchkain, vm. — 9>es. Hrch. Mengrs. Gioßcu-Liiidcu. vm. — Rcs. Wilh. Rack. Dom. Ailcuhcim. vm. — Res. Karl Schäfer II.. Grebenhain, vin. — Webrm. Eberhard Vogel. Alten-Bnicck. vm. — Musk. Hrch. Wcnz. Bcnshtim. vm. — Rcs. Josci Wille, Tlrutb. vni. — Rei. Ewald Schüttler. Hardtuvcken, vni. — Res. Bernhard Stipp. Olpe, vm. — Res. Hrch. Schild, Kotzcnsurt. vm. — Res. Karl Hof- mann. Itödgcn. Kr Gießen, vm. — Res. Karl Hildebrandt. Wetzlar, vm. — Gefr. d. SR. Willi. Herget, Eichclsochsen, vm. — Gesr. d. R. Adam Hofmann. Liederbcch. vm. — Wehrm. Ludwig Steinmllller. Allendorf. Kr Gießen, vm. — Res. Otto Koch. Villingen. vm. — Res. Herm. Kröck. Heu-belheim. vm. — Res. Ludwig Röhrsheim. MLiiizlar. vm. — Rcs. Rud. Roes. Dillbrecht, vm. — Musk. Pcter Nies. Mainz, vermißt. 11. Kompagnie: 9!es. Rich. Franz Stein II, tot. — Rei. Balkans, lvw. — Rcs. Julius Stern, Breidcnbach, low. — Res. Hugo Mühlhoff, Bubecke, lvw. — Rcl. Wigand Gnau, Reddehausen, lvw. — Rei. Hamm lvw. — Res. Sestcrmann lvw. — Rcs. Hellers lvw. — Gefr Aler Berg. Gclsenkirchcn, lvw. — Musk. Karl Wilh. Gies. Salzschlirf, lvw. — Musk. Peter Ledrer. Norbbelm, lvw. — Musk. Otto Vondcrbeidt. Lißberg, lvw. — Res. Karl Schütz, Betzenrod, lvw. — Rcs. Karl Babenhausen, Wieseck. lvw. — Hornist Johann Ludwig Löffler. Weisenau, lv. — Res. Paul Hch. Will, Bouaincs. lvw. — Res. Heinr. Karl Koch, Wernges, lvw. — Res. Heinrich Naumann, Mnichenheim. lvw. — Res. Georg Joh. Vogel. Frohnhausen, lvw. — Wehrm. Philip» Schäfer, lvw. — Gesr. Emil Schäler. Grebenau, lviv. — Musk. Christian Werner, Worms. !vm. —Uosfz. d. Rcs. Wilhelm Stecker, Altcn-Buscck. lvw. — Vizeseldw. Friedrich Krüger, Essen, tot. — Hornist Friedr. Jak. Lohmann. Osthofen, lvw. — Rcs. Otto Kratz, Walbkirch, verm. — Rel. Heinrich LIemotz, Londorf, verm. — Vizeseldw. d. Res. Metz, verm. — HJeV Ewald Benninghaus. Kierspe, verm. — Res. Franz Napp, Altenbruch, verm. — Res. Heinrich Stein, Alten-Buscck, verm. — 9Ies. Ludwig Drommershausen, Wißmar, verm. — Gesr. ü. Rcs. Louiss Reinhardt, Allendors, Kr. Gieße», verm. 12. Ä o m p a g n i c. Uosfz. Paul Wiczorkc. Tchwciduitz, low- Uvss). David Wolter, Graudenz. lvw. - Gefr. d. 9Ics. Hugo Matthäus, Lüdenscheid, lvw. — Must. Christian Dässler, Hördttot. — Eini.-Freiw. Otto Arnold. Gieße», lvw. — Musk. Aüanil Eberls, Hoshcim, lvw. — Musk. Adam Müller, Hcvbach, lvw. — Res. Johannes Reichel, Paris, tot. — 9ics. Wilhelm Steller, Annerod. lvw. — Rcs. Karl Sack. Utphe, tot. Rcs. Johann Ranft, Ilbenstadt, lvw. — Res. Otto Reussurth, Kassel, lvw. —> Rcs. Karl Weg, Mainz, lvw. — Res. Heinrich Hammel, Aiiiicrod-, t v t. — Mnsk. Karl Dcprc. Groß-Umstadt, lvw. — Musk. Konrad Ernst, Brentthal, lvw. — Musk. Ad. Hosmann ll., Langen, Kr. Osscnbach, lvw. — Musk. Mar Seidel, Kappcl-Chcmiiitz, lvw. — Mnsk. Adam Stcinman», Grasselnbach, lvw. — Musi Frlrdrichi Haupt, Kosthcii». lvw. — Musk. Konrad Hof»,an» I., Vielbrun», lvw. — Musk. Herm. Scherer, Worms, lvw. — Res. Joses Rausch, Ober-Olm, lvw. — Rcs Heinrich Wehruni, Annerod, lvw. — 9tcs. Wilhelm Oppermann. Bergcbcrsbach, lvw. — Res. Heinrich Hof- O»»n I., Niederbiel, lvw. — Musk. Heinrich Sann, Hainbach, verm. — Res. Peter Kirchner, Braucrschwend, verm.'— Rcs. Karl Müller, Gießen, verm. — Rcs. Karl Herm. Schwarzer, Francn- hcim, vcrni. — Rcs. Hermann Tträmmer, Nanzenbach, verm. — Mnsk. Anw» Tomaszewski, Krolewitz, verm. Musk. Karl Helftenheim. Hajnbach. verm. — Mnsk. Wilhelm Keller, Worms, verni. — Rcs. Karl Stöhr, Glashlllten, Kr. Schotte», verm. — Rcs. Heinr. Klein, Oberciscnhausen, Kr. Bjedentops. verm. — Res. Wilhelm Oswald, Wieseck. verm. — Rcs. Heinr Mohr, Annerod, vermiß«. — Reservist Georg Bommersheim, Villinacn, vermißt. — Reservist Otto Kroll, Eckardtsbor», vermißt. -- Reservist Friedrich Helstenbein, Hainbach, vcrni. — Rcs. Fritz Rühlina, Kassel, verm. — Rcs. Ludwig Schäfer, Kcfselbach, verm. M a s ch i » e n g e w e h r - K o n, p a g n i c. Gesr. Friedrich Grumhccht, Gondershcim, lvw. — Musl. Peter v. d. Heydt, Haln- stadt, tot. — Vizeseldw. Wilhelm Braun, Hcblos, lvw. — Muik. Ludwig Jhni, Wieseck. lvw. — Musk. Jakob Kramer, Dlctens- hausen, lvw. — Musk. Karl Happel, Watzeuboru, Kr. Gieße», lvw. — Gefr. Klinkel, schvw. — Gesr. Heinrich Schucukcr, Ober, Gleen, schvw. — .Karl Häuser in «teinberg gestorben. Gestern wurden: wir tzon einer schmerzlichen Nachricht überrascht: unser Parteifreund Karl Häuser ist in der Nacht zum Donnerstag gestorben. Schon seit anfangs des Jahres lag er wegen^ eines Augenübels (Netzhautablöfüng) in der Augenklinik, seit voriger Woche erst war er wieder zu .Hetnse, da Besserung eingetreten war. Da traten vor einigen Tagen heftigel innerliche Beschwerden ans, Häuser mußte, weit in Steinberg kein Arzt zu bekommen war, wieder in die Klinik gebracht werden, wo ihm bald darauf der Tod ereilte. Er ist nur 38 Jahre alt getvorden. Seit früher Jugend batte er sich unsrer Bewegung angcschlossen und er versuchte mit Alcih in die wirtschaftlichen und politischen Jragen einzn-- dringen. Nicht ohne Ersolg; er lzatte sich, obwohl er nilr die Torsschnle besuchte und für seine Weiterbildung als gewöhnlicher Arbeiter auch nicht viel Aufwendliilgen machen konnte, reiche Kenntnisse erworben, die ihm bei seiner agitatorischen Tätigkeit gnt zn statten kamen. Mehrere Jahre hatte er den Vorsitz im Arbeiter-Turncrbnnd des 3. Bezirks. Bei der letzten Gemeindcratswahl wurde er mit der höchsten Stimmenzahl in den Gemcinderat gewählt. Er konnte als solcher leider keine größere Tätigkeit ansüben; nur wenigen Sitzungen hat er beigewohnt. — Alle Genossen werden ihnl ein gutes Andenken bewahren! — Billige Kartoffeln. Aus dem Odenwald wird berichtet, daß dort die Kartoffelernte sehr gute Erträgnisse geliefert habe. Der Preis stellt sich auf 2.50 bis 3 Mk. per Zentner für auserlesene Spcisekartofseln. Ta vom Rhcin- und Maintal vorzügliche Ernte gemeldet wird, halten hier die Landwirte nicht zurück »nd schlagen die Kartoffeln los, da. mit einem Sinken des Preises unter 2.50 bis 3 Mk. ztt rechnen ist. Nach fachinännischcn Urteilen ist ein Preis bis höchstens 2.60 Mark pro Zentner bei Deckung b{ä Winter- bcdarfs ausreichend. — Bei uns in Oberhessen dagegen sind die Preise so hoch, wie in Tenerlingsjahren, obwohl die Ernte ebenfalls als eine vorzügliche zu bezeichnen ist. Da die Gctrcidepreise sehr hoch stehen, wird von den Bauern alles Getreide verkauft und die Kartoffeln zn Viehfutter verwendet. Und wo das nicht möglich ist, halten sie mit dem Verkauf zurück. Es werden uns Aeußcrungcn von Bauer:, mitgctcilt, dahingehend, daß sie erst verkaufen würden, wenn der Malter 10 Mk. koste. Es ist unverständlich, daß mit Maßnahmen von Seiten der Behörden so lange gezögert wird. Verlustliste des Jnfa»tcrie-9lcaimc»ts Rr. 118, Gießen. 1. Bataillon. (Nur Auszus.) 1. Konipagnze: O.-Ltn. d. R. Friedr, Wcinier, Gießen, viv. — Lin. i>. 91. Konrad Huhn. Gießen, vw. 2. Kompagni e: Georg Scklinidi, Eisa, lvw. — Gefr. Johannes Dippel, Hcrgesdvrf, Kr. Alsfeld, vni. — 3. Kompagnie: Bizefcldw. d. R. Müller, Friedberg, tot. — Karl Jung, Lollar, lvw. — 4. Kompagnie: Lin. d. R. Willy Todt, Wetzlar, tot. — Karl Wenzel. Leusel, Kr. Alsfeld, viv. — Otto Mandler, Heuchelhcim, vermißt. — Verlustlisten. Von den Verlustlisten des Rcscrve-9iegi»iciies Nr. 110 haben wir erst die des 2. und 3. Bataillons abgedruül, weil bei diesen sich meistens Leute aus Lberhessen und de» Nachbargebietcn besinden. während das l. Bataillon sich vorwiegend von Leuten aus der Provinz Starkcnburg zusammensetzt. Tic Liste dieses Bataillons gelangt deshalb erst nachträglich zum Abdruck. Unser Generalkommando gegen die ausbciilendc» Arbeitgeber. Gegen diejenigen Arbeitgeber, die cs immer noch für notivendiz lyzlten, ihren Angestellten vom Gehalt oder Lohn« sogen. „Kricgsab- züge" zu machen, wendet sich imninehr auch das Slellvertrclcnüe Generalkommando unseres 18. Armeekorps mit folgender Warnung: ..Beim Generalkommando sind vielfach Klagen darüber erhoben worden, daß GeschastStuhaber nach Kriegsausbruch die Gehälter und Löhn« ihrer Angestellten in erheblichem Maße gekürzt haben. ES ist Pflicht der Geschältstiihaber als der durchweg ivirtsck>astlich Stärkeren, aus di« Lag« der Angestellten in der jetzigen Zeit doppelte Rücksicht zu nehmen, nnd cs muß als verwerflich bezeichnet werden, wen,, die gegenwärtige Notlage vieler Angestellter zu Lolinürückereicil benutzt wird. Wenngleich nicht verkannt werden soll, daß auch manche Geschäftsinhaber unter den augenblicklichen wivtschastlichci: Berhältnisien leiden, so gewinnt es doch den Anschein, als wem! die Lohnherabsetzuugen in einzelnen Fällen in ein» Weise erfolgen, die durch die Verhälttliffe des Geschäftsinhabers nicht begründet sind. — Das Generalkoinmando will in die Vertragssreiheit der Gcschästsinhaber in bezug auf die Abschließnng der AllsteIlung-c/ verttäge zunächst nicht eingreifen. gibt aber hiermit bekannt, daß alle diejenigen Geschäfte, bei denen in imzulässiger Weise eine Kiirzung des Gehalts oder Lohnes der Angestellten erfolgt, von jeglicher Milttärliesernng ausgeschlossen werden. — Der^lom- marrdievende Genera! gez. v. Gall, General der Jnsanterie. Rfflö üelmatqag, HiöbeWabrik Knplansyaa.se 18- •Srhreiu«ro«ir. Xcneu BänelS. Jenn Dem & C5e,, Gießen gegr. J8S3 Westanlage 31 Kanin a teria li o n - Gro ßh ajidlg ZemenLvaren.'abr. bi. üotorbctricb* ISImneitgescIi Freie Turnerscliaft Watzenborn-Steinberg Heute morgen verschied nach langer Krankheit unser Turngenosse und langjähriger Bezirksleiter Wir verlieren in demselben ein jederzeit aufrichtiges und eifriges Mitglied, dem wir stets ein ehrendes Andenken bewahren werden. Der Vorstand. Die Beerdigung findet Samstag nachmittag 2‘h Uhr in Steinberg statt, Unsere Mitglieder wollen sich zahlreich an der Beerdigung beteiligen. hoffentlich verfehlt sie Bekanntmachung nicht ihre Wirkung; sie Mite allerdings schon früher er folge,, muffen. Zwar — mir Bekanntmachungen allein ist auch nichts getan. Lohnhöhe, wie überhaupt die Avbeitsbedinguttflen, hängen von stärkeren Einflüssen ab, als solche Erlasse ansüben tonnen: von den ganzen wirtschasrlichen Verhält» isie»! — Liebesgabe» für die 116et. Nachdem mit dem 2. Liobes- jgabentranSpori die Gaben de» Truppen „»mittelbar in die Front ^ugeführt werden komitcn, soll versucht werden, in Kürze eine weitere Sendung dem Reserveregiment aus dem gleichen Wege zu- zuführe». Es wird dies voraussichtlich die letzte Sendung sei», die auf diesem Wege vor dem Winter abgehen kann, da bei eintretendem starken Frost die Beförderung mir Krastmage» in Frage gestellt ist. Tie Stadtverwaltung hat daher die städtische Liebesgabensammei- istclle in der Baracke !m Hose der Stadtknabenschnle an der Nord- anlage wieder eröffnet und erlässt im SJeretn mit dem Zureignerem vom Noten Kreuz und dem Alicesrauenverei» in der heutigen Nummer einen neuen Aufruf zur Spendung von Gaben. Wohl sind die Gaben schon reichlich geflossen, es mangelt aber noch an vielem, wenn man möglichst alle von unseren 1 Ufern bedenken will. In erster Linie ist wollenes Unterzeug sehr stark begehrt. Wollene Hemden. Unterjacken, Strümpfe und Futzlappe». da? war allcist- chalben der erste Wunsch der Soldaten: erst in 2. Linie kamen Tabak. Zigarren, Zigaretten und Wurst. Tic von mehreren Ortschaften gestiftete Hausmacherwurst war natürlich ei» ganz besonderer Leckerbissen, hossentlich lässt sich für den nächsten Transport hiervon wieder etwas beschaffen. Es sei daher an Feden die dringende Bitte gerichtet: Gebt schnell und reichlich und helft dazu beitragen, dah nuferen tapferen Kämpfern eine Freude und Erleichterung im ihrem schweren Kampfe gemacht werden kann. Die Kriegssürsorge der Landesversiiherungsanstalt Grohh. Hesse». Um den Transport der Verwundeten aus der Front nach den Lazaretten z» erleichtern und z» beschleunigen, wurde» der Grohherzogin 30 066 Mark von der Landesversicherungsanftalt Grösst,. Hesfen zum Ankauf und zur Ausstattung zweier Autos zur Verfügung gestellt. Tie Firma Opel rüstet diese Autos schleunigst zweckentsprechend aus, damit sie schon in den nächsten Tagen der hessischen Division zu Diensten stehen. Anfrage» über Gefangene i» Riisifand. Das Internationale Komitee des Rote» Kreuzes in Gens hat, wie amtlich berschtet wird, «lenerbingS mitgeteilt, das, Anfragen wegen solcher Personen, die vermutlich in russische Äriegsgesangenschast geraten sind, nicht mehr nach Gens, sonder» an das dänische Note Kreuz in Kopenhagen zu richten sind, das sich zur Weitergabe und Beantwortung bereit erklärt hat. Sieiiibcrg. Tic Beerdigung unseres Genossen und Gemeinderats Karl Heuser IT. erfolgt morgen Samstag nachmitttag halb S Uhr. Kinzenbach. Tüchtiger Zeitungsträger oder Zeitungsträgerin für Kinzenbach ab 1. November gesucht. Meldungen bitte nm- lichcnd bei H. H e d e r i ck machen zu wollen. S. Darmstadt, 22. Okl. Sin trauriges Bild, lieber siebenhundert Frauen und Kinder aus der Umgebung von Verdun kamen Dienstag abend hier in einem Sonderzuge unter militärischer Bedeckung a». Sie stammen aus verschiedenen Orten bei Verdun, das zur Zeit heftig beschosie» wird. Tie Franzosen haben die Orte i» Brand gesteckt und dem Erdboden gleich gemacht, die Familien ihrem Schicksal überlassend. Unsere Truppe» haben die bedauernswerten Familien, deren Angehörige wohl meist gegen »ns kämpfen, in Schutzhaft genommen und nach Deutschland gebracht. Voraussichtlich werden sie nach einem bayerischen Gefangenenplatz kommen, da die hiesige» Unterknnstsränmc bis setzt nicht zur Aufnahme derartiger Leute hergerfchtet sind. Wir „Barbaren" können uns das leisten. Telegramme. Giitk ikiik non Schic» lind ftonkmii). Tie Feinde weichen. Im Osten Ruhe vor dem Sturm. W. B. Grosies Hauptquartier, 22. Oktober, Vormittags. ^Amtlich.) Tie Kämpfe am Vferkanal dauern noch fort. t?If englische Kriegsschiffe unterstützen die feindliche Artillerie. Östlich von T i x u d n e wurde der Feind zurückgeworsen. Auch iu der Richtung Apres drangen unsere Truppen erfolgreich vor. , Tie Kämpfe nordwestlich und westlich Lille waren sehr erbittert. Ter Feind wich aber auf der ganzen Front langsam zurück. Heftige Angriffe aus der Richtung Toni gegen die Höhen südlich Thiaucoitrt ivurden unter schweren Verlusten (für die Franzosen zurückgewiesen. CrS ist einwandfrei festgestellt, dass der englische Admiral, Äcr das Geschwader vor Ostende befebliat, nur mit 3R" r -- der Absicht, Ostende zu beschiesten, durch die belgischen Behörden abgebracht wurde. Aus dem nordöstlichen Kriegsschauplätze folgen Teile unserer Truppen dem weichenden Gegner in der Richtung O s s o w i a e. Mehrere 100 Gefangene und Maschinengewehre sielen in unsere Hände. Bei Warschau und i:: Polen wurde gestern nackt dem unentschiedenen Ringen der letzten Tage nicht gekämpft. Tie Verhältnisse befinden sich dort noch in der (Entwicklung, Verantwortlicher Redakteur: F. Vetters, Gießen. Verlag von Krumm & Cie., (Sichen. Druck: Verlag Osfenbacher Abendblatt. E. m. b. H., Offenbach a. M. 8 id)c$(|(il)C!t für das Reg. Kaiser Wilhelm Rr. 116 . -«- Tie für die tapferen 116er in überaus reichem Maße gestifteten Gaben konnten den aktiven und Landwehrtrnppen unmittelbar in ihre Feldstellungen gebracht werden und haben bei diesen große Freude und innige Dankbarkeit ansgelöst. Es ist beabsichtigt, in wenigen Tagen einen weiteren Transport abgehen zu lassen, der in erster Linie zum Reserveregiment 116 führen soll, uni diesem vor Eintritt der kalten Jahreszeit noch warmes Unterzeug pp. zu übermitteln. Die Bürgerschaft der Stadt Gießen wird daher nochmals gebeten, die in erster Linie not »vendigsten Liebesgaben, namentlich: Wollene Hemden, wollene Unterjacken, wollene Socken, Ansstappen aus Flanell oder Bicbcrtuch, ungesäumt ctma -45 em im Quadrat, Pulswärmer, Leib binden, Tabak, Zigarren, Streichhölzer, Dauerwurst, Schokolade, Dörrobst nsto. nsw. , 1ÜT möglichst reichlich und umgehend zu spenden. "Ms, Annahmestelle der Stadt: Stadtknabenschnle an der Nordanlage-Baracke im Hof, täglich von 8 bis 12 und 2 bis 6 Uhr. Annahm -stelle des Roten Kreuzes: Alte Klinik täglich von 8 bis 6 Uhr. Gießen, den 21. Oktober 1914. Der Oberliurgermcistcr: Keller. Zweigverein vom Rotcil Kreuz: Wiener. Alice - Frauenverein: Frau Gebhardt. D«G Allgemeines SterDbsro’s Feen ° Ict rite Best© erhältlich i. d. Kolocialw. Geschäft brauereien und Bierhandlunqe PI Alsfeld C utamobife u.[ Fahr räder HGobel Q Alicestr. 25 Tel. 736 u Adler-Autos u. Fahrräder 5 Kontrollkassen, It upfvksr . IbSade* Etnr joch icsn L Chr. Zimmer jj Bahnhofstraßc 12 D Spez.: Kupferkessel. 3 ei :ary^ - .: tj* xa- -•.er vzsz& fl. H. Jliriiig, Lieh Telephon 1 Bierbrauerei mit eigener Mälzerei Anerkannt vorzügliche holle und dunkle Exoort - Biere I Union- Brauerei Aklieti-Oesellech Giessen empfiehlt ihre ff. Biere und Kraitbler mit geringem Alkoholgehalt. Gerladi & Euler vormaJs J. Luy Walzlar * ) W. u. R a nibrinu s-BrauBrgi C. Jo WfleSchiior Butzbach Verlr.: Georg Hebstreit Gießen. Telephon 163 Eaportbra-ierei Juslts Hilöehraad II. in. h. Il> Pfungstadt Niederlage: Gießen oieSener Brauhaus ; ft A. \V. Dcnuinghofi J empfiehlt hollen.dttnkl jjDtor., iP'afS z e n leiiifEiEkEE:! j rrjr arx'J ~ OOL rirarzzr. S ^ Sr aller« len' und' Bier EiantlSun per« Kloster^rauerei Gg. Alimonrödcrjr. ur. waiflsc! L. WaliactTs ßierlirauerei Alsfeld (IIcsseB) Loger-Tnfelbler und Kraftbräu (alkoholarm) Brauerei Heiler. litii. HWäS] Säresntn» tnateriaüen ^Fleischereeen oiinoriÄ ff. Fleisch- u. 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