'r di« Qfgen . K d°- ; t Don I >n bij. Mnlicr. I ~bent! Itintcn. ■ e OberdcMIrbe Volks,ritun, erscheint leben Werktag Abend in 'nie z„ I eße-r Der AbonncmentSvrelS beträgt wöchentlich lb Psg„ monatlich dend-ii > Bka-emichl-Bringerlodir Durch die Polt bezogen vierteljäbrl.ILoMk Organ für die Interessen des werktätigen Volkes der Provinz Oberhcffen und der Nachbargebiete. Redaktion und Eivcdltio» Sieben. B-bnb-fltraI,e 23. tL-kc Löwen,aste, relevbon 200«. Inserate kosten die 8 mal gelbalt. Koloncizeilc oder deren Raum bä Pia. Bei gröberen Aufträgen Rabatt. Anzeigen wolle man b>S abend«?Abr für die solgende Nummer in der Expedition ausgeben Nr. 245 Gießen, Donncrstlig, m\ 22. Oltolicr 1914 9. Jahrgang on die on de, J«f% d- unb 8ä dt, ie tiQfjtn W -tri. Grand ilometer d. worin mpie b„ | «"8. "rghk | 0 Ron» tu iider- | iier tni. twerpen lagern,! bkschlag. ] Eigen. chte öde Icht» i >M. die Wiiäl«, munbe !t jilfii, lliuiä- toi di« t... dir m im M IV, e* »* SW a»fniW»n i («■finttfll Land M utc itfft'l KW W| chen 0# che» bat ifcno (imt c von i* genon» aiisab. to|| «es» tttt ll an- eines W it nicht & Kgl«»« ich auch « t Jlü4l# miM * ***£ cht rc«^ iu t'anl» tt. bW; igtt L«. -chl-xltt f J«9 rt w". di- b'* bring«.“ Trod" .„tu* *t in ClM rt t-ri d-lit',' ssä-' Die Fricdensfrage. Die Nachricht eines französischen Blattes, dasi die deutsche Reinig den Präsident«,, der Vereinigten Staaten um seine 5>vi«= •oermililutifl gebeten l»rbe, erklärt eine ossiziüs« Stimme in der | ntfd>cn Z ei taug srlir entschiede» für unrichtig. Tie deutsche Re- ung lmbc Herrn Wilson ,l,r«,i Tank für seine Bcmühnngcn um Friede,, ausgclprochcn, aber daraus hingciviesen. dasi England >lerhvlr crktürt j>abe. eg werde den Krieg bis ',11111 äusierstcn e». Sie wolle in, iibrigen keinen Zwcisel darüber lassen, das; deutsche Volk, das soläte Cpkr gebracht habe, nur einen Frieden chmcn könne, der ihm Bürgschasten für seine Sicherheit in der unst bringe lind es vor neuen Ucbersällen schütze. TaS ist eine Bedingiing. die sich in ihrer Allgemeinheit weder itiqeii, itocf) bcslrcite» läsil. Und sie in »lle» Einzelheiten zu kern, ist „das bcutfdjc Volk" einstweilen durch die Presiezcnsur ndert. Einigerniasien ins einzelne gelten aber ander« offiziös« »men. d,c anfangs in schonender Form und nicht ohne eine Rc- g des Mitleids von de», schweren Schicksal Belgiens sprachen, aber wenigstens znm Teil nmgcsallcn sind unb Belgien kurz- als deutsche Kriegsbeute nicht nur für den Augenblick, sondern immer — betrachte», unter der Begritudung, der verblendeten ischen Regierung dürfe nichts geschenkt werde» und die belgische olkerung müsse für die ungeheure Schuld bllsien, die sic gegen- ' den deutsäpm Flüchtlingen und det, deutschen Soldaten aus sich den l>abe. Nehme» wir an, diese Säiuld sei so grosi. wie nur denkbar, so sie jcdensalls mit dem künsttgcn Schicktal Belgiens nichts zu tun. klassisckten Zeugen dafür rufen wir Bismarck an. der sich immer . bekannt hat. dasi der Gesichtspunkt vergeltender Eiercchligkeit in die Politik gehöre. Als die preusiischcn Truppen im Fahre , österreichische Gebietsteile besetzt hatten, di« der König Wil- > nach demselben >!riegsrcchte, wonach jetzt über Belgien ent- den werden soll, nicht wie-der hcrausgeben wollte, erklärte ihm inarck. wie er selbst in seinen Denkwürdigieitrn erzählt: „Wir en nicht eines Nichtcranttes zu walten, sondern deutsche Politik reiben: Oesterreichs Rivalitätskampf gegen uns sei nicht stras- 'r, als der nnsrige gegen Oesterreich." Bekanntlich setzte Bis- ck seinen Willen durch und ermöglichte dadurch srcnndnachbar- ■ Beziehungen zwischen Tculschland und Oesterreich, über deren ? heute kein Wort verloren zu werden braucht Scheiden also alle moralischen Erwägungen bei der Entscheidung , was ans Belgien werden soll, so ist die Frage politisch cni- :de,i durch das Wort de» Kaisers, mit dem „das deutsche Volk", wir »nter den obwaltenden Umstünden seine Anschauungen »men können, vollkommen einverstanden ist, nämlich durch das r>: .Wir sühren keinen Eroberungskrieg". An diesem Kaiscr- rte sollte mm,, namentlich dem Auslande gegenüber, nicht drehen > deuteln. Tie internationale Stellung Deutschlands wird da- ™i nidu gebessert. «. «ro übrige» ist cs ganz vcrsriiht, heute darüber zu verhandeln, '• ™> »alle des Friedens geschehen soll und wird. Das hängt M vo„ d <7 Wucht und Zahl der deutschen Siege ab. und noch viel inger von tzrr Geschicklichkeit der Tipionialcn. sondern ernsach lkder der Kriegführenden beim Friede,isschlnsi „och i Macht besitzt Lies;:,, sich die Machtverhältnisie tb* ^ !o 25 n Staatengruppen. wie sic sich in der Fcuer- »oc des Krieges heraiusgestrUi habe», in gcnancn Zissern ans- >,re„. ,o märe der Friede ein ciniaches Nccheiierempcl. Das geht »>°i!£io a "' ,u, * ) kill gewisser Spielraum mag der diplo- r,m»en xunit bleiben. Aber cs ist wie ans ökonomtschcin Gebiete: Warenpreise unterliegen bestimmten dkeictzcn. ivcnn sic auch t» innen * >cm willkürliche» Belieben prciSgezcben :n sei» ,^0? -wildert Fahren, bei den Pariser Friedcnsschliisicn von die Prcnsicn kehr schlecht ab. obgleich sie im c c w,a 'i lmtlen und die Wucht wie die Zahl ihrer iaL?’kI. ^.wünschen übrig ließen. Tamals sagte der alte rrJri 1 'i ,rC ^ r " der Tiplomgtcn hätten verdorben, was die verier per «oldatcn erworben hätten. Das gcilügelic Wort nianchein andern seinesgleichen das Schicksal, die l-rllcn. F» Wirklichte,t war es in erster die schlechten Jriedensichlüsic verschuldete. . m,»er littncher Entrüstung über das Ungeheuer Sinpoteon. r au-, irgend emem vrcusiischc» Fntcrcsse. aber znm geheimen eoium »nd Nutzen des rui>>ichc„ Zaren rieb er das preutzische .i->,■ fä'Bt sich „ock> gar nicht absehcn. Zwciiellos kam, 'diiduitrievolk von einigen sechzig Millionen nicht nieder- p,t iverden. ober die Geschichte kennt auch keine» Fall, worin ^'vtzmacht einer Mehrzahl von Grosi»,ächten die Bedingungen rr lmt &cr Spitze des Schwertes vorgeschriebe» hat. Was aV’*- ' C ” tvrie&en sagen lägt, ist nur soviel, dasi er nach i>Cr "aibstern des Kriegs bleiben musi, insofern, on " --'"-st'iian. mit denen wir heute in bl„l:gei„ Kriege t^^wwal wieder in Firnndschast und Frieden lebe,, müssen. sT/wtwc,ie„ vertraut das „deutsche Volk" dem Worte des dag djg hggischg,, Hgrre kenven Erobermigskrieg sühren. Italien bleibt neutral! » fSlI Okt. (6tr. Stift.) Bezeichnend sür die Tämv- vnrZ»" ^ , o.widcutschcn Kriegsbegcistcrung nach den, Fall^ Ant lNl-"' DOllä „.,K .....uv = Iiuu; uv.ui O““ V I d angesichts des Vorrllckens der Tentichcn und Oester I n, n stkusiland ist der Leitartikel der Tnriner I,„,r--' .ainas Organs, das bisher bereitwillig seine Spalten i,o„al,st,,chv„ Kriegshetzer» gcvssnct hatte. Es hcisit da, die pniiJla ’S-jy k ° wplizicrt, dasi die Zurückhaltung des hiniwL?. 0 t u ". i> -ainer Regierung und ihre Sorge und U„- K sicnheit bcgrcislich erschienen. Wenn das Volk nicht so einig im Willen sei wie vor dem libpschc» Kriege und die Regierung noch nicht mitgerisicn. io folge das daraus, dasi ein grcisbarcs Ziel nicht zu sehen sei, die schweren Folgen eines möglichen M i si c r s o I g s gegen übermächtige Kräfte zügelte» die kriegerischen Gelüste. Nicht nur die Ehre des Heeres, oder manch: Grenzprovinz, sondern das Tasei» der N a I i o n stehe ans dem Spiele. Tcnigcgcniiber diirsle» Drohungen, Ftaiien von dem Kongrcsi anSzuichliesicn, der die Karte Europas neu scstsetzen werde, das Land nicht cinschüchtcrn. Tie Lage Europas sei setzt so schwer und furchtbar, dasi Italien nur mit „bleiernen Füsicn" gehen dürfe. Die Italiener besehen Valona. Rom, 21). Okt sEtr. Frkst.) Ter Mesiaggero gibt ein Extrablatt aus, wonach Vaiana durch eine Matrosciikompagnir des Kreuzers „Agordai" und des Torpcdobootszerstörcrs „Tardo" b c s c I; t wurde. Das Fnsanterie-Rcgimcnt 47 aus Lcccc sei gleichsalis dorthin unterwegs Tic Regierung gibt zwar cir Tementi aus, doch höre ich aus bester Quelle, dasi das Tenicnti n»r kurze Zeit ausrccht erhalten wird, weil man bald vor einer vollendeten Tatsache stehen wird. England und die dcntsche Flotte. Tic Times diskutiert i» einem Artikel die Aktionsmög- lichkcitcn der deutschen Flotte. Sie übe Zurückhaltung, um ihre Bereitschaft in der Nord- und Ostsee zu bewahren. Ebenso beschirme sie die Küsten. Dadurch gewinne sie mehr an Wert, als einige Armeekorps. Ein Verlassen der Häfen wäre ein verzweifeltes Abenteuer, zumal wenn man das Verhältnis der deutschen und. englischen Flotte von 2 zu 1 in Betracht ziehe. Die Anspielung des Abg. Erzberger, die Alliierten könnten mit allerlei Ilcberraichungen, ähnlich den der 42 ,-m-Geschütze rechnen, nimmt di« Tiities nicht ernst. Eine pcrlorcne Seeschlacht sei eine Preisgabe Deutschlands. Eine russische Landung in Deutschland, ebenso wie eine deutsche Landung in England erklären englische Seeoffiziere sür einen Wahnwitz. Tie Beglcitslötte würde durch die Nebermacht einfach vernichtet, ebenso die Transportschiffe durch Torpedoboote und Torpedojägcr. Abgesehen davon sei die ganze Küste von Leith bis Harvich durch eigene und fremde stNinen tlnpassierbar. Es bliebe also nur die südliche stkordsee offen. Aber auch dort sei die Ucbcrfahrt gefährlich. 200000 Man«» über den K>r«ral nach Frankreich? Stockholm, 20. Okt. Gewaltige Transportslottcn bilden seit einer Woche fast eine zusammenhängende Brücke über bei; Kanal zwischen Ramsgate, Toocr und Folkestone an der englischen Küste und von Dünkirchen, Calais und Boulognc an der französischen Küste. ES wird berechnet, dah britische Korps in einer Stärke von mehr als 200 000 Mann binnen wenigen Tagen auf französischem Boden stehen werden, Tie englische Presse erklärt, daß es sich für Großbritannien um einen Kampf ans Leben »nd Tod handelt, um die Vcrwirk- liamng der deutschen Pläne zu verhindern, die sich hinter dem verzweifelten Versuch, /ich am Kanal fcstzusetzen. verberge. Der Kommandant von Dover hat die ausländischen Flüchtlinge aufgefordcrt, die Stadt innerhalb einer Woche zu verlassen. Portugal in Kricgsvorbereiiuttt,? Amsterdam, 20. Okt. (Ctr. Frkst.) Reuter meldet anS Lissabon: Ter Pais bestätigt, daß das Parlament am Mitt- woch zusammentritt. Dienstag oder Donnerstag werde daS Ministerium abtreten und Freirc werde ein neues Kabinett bilden, das aus Vertretern aller Parteien znsam- mcngesetzt sei. Tie Tcuischen in England. London, 20. Okt. Zu den dcntsch-feindlichen Ausschreitungen schreibt die Daily Mail: Das Volk har die Wahrung der Gesetze selbst in die Hand genonimen, erregt über die Gleichgültigkeit der Regierung, die diese gegenüber den in England lebenden Deutschen und Oestcrreichern an den Tag legt, obwobl diese die Sicherheit bedrohen. Ihnen müsse die Möglichkeit genommen werden, dem englischen Volke Schaden zuzufügen. Etrglische C)ewcrk>che.ftler gcgcn deutsche 21rbciter. Ten allgemeinen Tenlschenhatz in England machen sich sogar viele Gcivcrischasten, eifrig hierin von dem Tag.blat! der Aröeitcr- partci unterstützt, zunutze. So jchreivi Taly, der Sekretär des auch der Fnternalionale angeliörenden Schneidervertwndes, dasi er mit seiner Forderung, kern« Teutschen in der Unstormschneiderei mehr zu beschäftigen, beim Unternehinerverbande volles Verständnis gesunden habe. Manche grosie Firmen haben daraufhin die drntichen Arbeiter schon durch Engländer ersetzt. Allgemein sei das leider nock, nicht gelungen, weil die Tcutickr«» vicliach die Anschncidcrposicn inn« und dadurch aus die Besetzung der anderen Stellen givsien Einfluß hätten. Auch sonst gäben die Teutschen zu Klagen Anlasi und sei» Verband werde danach trachten, die Teutschen ganz anszu- ichaltc» und dem Briten ein« Ehancc zu geben. Tic islamitische Bewegung. Wien, 20. Olt. (W. I',. Nichtamtlich.) Tic Südslawische Korrespondenz meldet au.z Konsianüiiopel: Tic gauzc türlischc Preise bc- schäsiigt sich mit der in alle» musclnianischen Ländern beginnenden islamitischen B c m c g u » g. Terdschuman-i-Hakikal bemerkt, die allgemeine Bewegung des Fslam stamme nicht etwa aus dem Haste der Mohanimedaiicr gegen die tlicgicrungcn der Triple Enteilte, sonder» aus kein Strebe», sich bei der grosie,, 2ibrcchnu»g ! nach dem Kriege die Existenz zu sichern. Taswir-i-Eskiar I erklärt, die ä g n p i i s ch e Frage itchc in engstem Zusammenhang i mit der ganzen Oriciitsragc. — Türkische Blätter vcrösscnllichcn ! den Arlitel des in Odessa crschcincndc» Odrsskij Listok, drr wcgc» i drs Falles von Antwerpen i» scharsc» klusdrückcn ge g k » England schrieb, Englando Borgehen erwecke den Glauben, ats wolle cs sich von den anderen die Kastanien aus dem Feuer hole» lasten. Tic BcOarrdinng der De»»tscher» in AcgOPten. Tic Deutschen in Argnptcii wurden von den dortigen Militärbehörden genötigt, solgendes Schriftstück zu unterschreiben: 1. Der Inhaber dieses Scheines darf nicht ohne ichristlichc Erlaubnis des General kommet nöoS der britisckicn Militärmacht in, Aegypten a) versuchen, dlegypton zu vcrlaste» oder L>) sich in den Sliniden von ... bis ... von seiner Wohnnnp zu entfernen, »der c) eine Waffe tragen oder im Besitz von Wassc» oder Mnnitivn sein. 2. Er soll keine Bcrbindungen geschästlichcr oder anderer Art mit den Feinden Englands oder mit Personen im Lande unter, halten, die gegen di« Fntercstcn Englands und seiner Verbündeten sind. I. Er soll aus keine Weise Anlasi zur Beunruhignug ober zu Feindseligkeiten gegen England oder seine Verbündete» geben. 4. Er soll in blindem Gehorsam allen Besehlen des Gcncral- komniandanten der britischen Militärmacht in Aegypten gehorchen. Fch, der llntcr.zeichnetc. habe von obigen ?)estimmungen Kenntnis genommen und willige sür meine Person und die mitunter- schricbenen Mitglieder meines Haushaltes ei», mich ihnen zu unterwerfen. (Fotgt Unterschrift.) Betlimann nild Belgien. Don den zahlreichen alldeutschen Stimmen, die gegen den Reichskanzler wegen seiner Art, die belgische Nentralitäts- fragc zu behandeln, Anklage erhoben haben, sei eine hier lvortlich wicdergegebcn. In der Tägl. Rundschau schreibt H. Rippler: „Und noch eins haben die klktciistücke unabweisbar und unbestreitbar ergeben. Belgien war kein ncntralcr Staat, sondern unseren Feinden verbündet. Wir haben keinen Völkcrrcchtsbrnch begangen, sonder» hatten das unzmeifclhaste Recht gehabt, Belgien von vornherein als Feind zu behandeln. Warnni das nicht geschehe» ist, warum unser Reichskanzler in übergrosier Gerechtigkeit das deutsche Volk eines Völkerrcchlsbruchcs zieh, den cs gar nicht begehen konnte, wird nach den neuen Enthiil- limgen erst recht unverständlich. Wenn wir auch den geheimen Schriftwechsel des Antwcrpcncr dlrchivs nicht kannten, so konnte doch imscre Diplomatie, wenn sic aus dem Posten war, über die Gesinnung Belgiens nicht im Unklare» sein. Und überdies waren vor unserem Einmärsche französische Flieger über 2telgien acsiogen, ohne dasi Belgien Einspruch erhoben hatte. Warum hat unsere Rcgiernnn nicht verkündet: „Nachdem 2)clgic» sich schon seit Jahren znm Bundesgenosse» unserer Gegner gemacht bat, nachdem der Einmarsch französischer Truppen in Belgien jeden Angcnblick zu erwarte», wenn nicht erfolgt ich, nachdem französische Flieger unbclästigt Belgien überziehe» durften, haben auch wir unseren Truppen den Bcsehl zun, Einmarsch gcgebe». Unsere Rcgicriing wählte de» Weg der Selbstanklagk, weil sie auch in diesem Falle nur mit völlig klarem, hieb- und stichscstem Bcwcismatcrial Vorgehen, und lieber ein Unrecht aus sich nehmen, als einen andern eines noch nicht cluwandsrei bc- wiescncn Unrechts bezichtigen wollte. Unsere Gegner lobten diese peinliche Rcchtslicbc mit der bekannten Hetze ivegcn des cingestandcnen Völkcrrechtsbrnchcs, die uns die Stimmung in den neutralen Staate» verdarb." Tie von den Alldeutschen beanstandete Stelle in dee Acichstagsrede des Reichskanzlers vom 4. August lautet: „Wir sind jetzt in der Notwehr, und Not kennt kein Gebot! Unsere Truppen habe» Luxemburg besetzt, vielleicht auch belgisches Gebiet betreten miisien Das widerspricht den Geboten des Völkerrechts. Tic französische Regiernng hat zwar in Brüstel erklärt, die Neutralität Belgiens reipcktiercn zu wollen, so lange sic der Gegner respektiere. Wir wusiten aber, dasi Frankreich zum Einfall bcrcitstand Frankreich konnte warten, mir aber nichi, Und ein französischer Einfall in unsere Flanke am Untcrrheiu hätte verhängnisvoll werden können. So waren wir aezwungen, uns iibcr die Proteste der luxemburgischen und belgischen Regierung hinwegzusetzcn. . . . Das Unrecht, das wir damit tun, ivcrde» wir wieder gut zu machen suche», sobald unser militärisches Ziel erreicht ist. Wer. wie wir, um das Höchste lämpst, darf nur daran denken, wie er sich durchhaut . . . Wir haben der englischen Üiegicrnng die Erklärung abgegeben, dasi. solange England sich neutral verhält, unsere Flotte die Nordküste Frankreichs nicht angreifen wird, Mid dasi wir die icrritorialc Fntegrität »nd Unabhängiakeit Belgiens nicht an,asten werden. Diese Erklärung wiedcrhole ich hiermit vor aller Well . . Man sieht genau, auf welchen Punkt sich die Frage zu- spitzt. Hat Deutschland an Belgien ein Unrecht gutzu- niachen? Und gilt die „vor aller Welt wiederholte" Erklärung, daß Deutschland die territoriale Integrität und Unabhängigkeit Belgiens nicht antasten werde, unter allen Umständen oder gilt sie nur für den Fall, daß Belgien den deutschen Durchmarsch gestattete und daß England neutral blieb? Von einem Staat, an dem man ein Unrecht gut zu machen hat und dessen territoriale Unversehrtheit und Unabhängigkeit man zu achten versprach, kann man füglich keine Gebietsteile annektieren. Tic Erklärung des Reichskanzlers steht den Absichten der Alldeutschen hindernd im Wege. Darum ihr großer Zorn gegen sie. Das Zas-lungsverbst gegen Frankreich. Berlin, 20. Okt. lW. B.) Nach einer im Reichsgcsetzblatt veröffentlichten Verordnung des Stellvertreters des Reichskanzlers werden die Vorschriften der Verordnung betreffend das Zahlungsverbot gegen England im Wege der Vergeltung auch auf Frankreich und die französischen Kolonien und ans- tvärtigcn Bcsitzmigen für anwendbar erklärt. Die schweizerische» Parlame»twal»le». Am 25. Oktober finden die.Parlamcntswahlen in der Schweiz statt, zu einem Zeitpunkte, da nahezu die Hälfte der Aktiobürger im Felde steht. Zwar ist de» Truppen trotz der technischen Schwierigkeiten die Teilnahme am Wahlgeschäft und die Wahlsichcrheit garantiert, aber naturgemäß leidet die Agitationskraft. Deswegen habe» die Parteien aller Landcstcilc eine» Kompromiß beschlossen und sich gegenseitig den jetzigen Besitzstand zugcsichert. Die sozialdemokratische Fraktion verbleibt also in ihrer jetzigen Stärke. I» den Kantonen jedoch, in denen durch Tod oder durch Rücktritt Vakanzen entstanden sind, sind Wahlkämpfe unvermeidlich. Für die Sozialdemokratie kommen da nur die Kantone Basclland und Thurgau in Betracht. Bo» der schwedischen Küste. W. U. Stockholm, 20. Okt. (Nichtamtlich.) Es wird bekannt gegeben, das; die Leuchtfeuer, Feuerschiffe und Leuchtboje» an der westlichen und südlichen Küste Schwedens vorläufig auszulöschen sind, ausgenommen die Leuchtfeuer von Helsingborg und Malmö, die Leuchtbojen bei der Einfahrt nach Malmö, das Trelleborger Feuerschiff und das Leuchtfeuer und die Leuchtbojen bei der Einfahrt nach Trcllcborg. Die Tentsche» i» Japan. Wie dem Deutschen Kurier aus Zürich berichtet wirb, erklärte die japanische Regierung dem amerikanischen Botschafter, daß die in Japan ivcilendcn Deutsche» japanische» Schub genießen sollten, wenn Deutschland die von ihm fcstgehaltcncn japanischen Studenten frei lasic. 24 deutsche Lehrer, die a» japanischen Negierungsschulen tätig waren, seien frcigclasscn und in die Heimat abgpereist. Der deutsche Zcitnngsheransgebcr Ostwald sei nur aus administrative» Gründe,, nach Schanghai gebracht worden. Kämpfe an der persische»! Grenze. Konstantinopcl, 20. Lkt. Der Tan!» meldet aus Wa», daß die Nusien an der Grenze den Kurdcnstamm Kardar in Soma! au- grissen. Sie belagerten Go»i und beschaffen cs durch Artillerie. In den Dörfern der Umgebung von Goni griss die Russen die Bevölkerung mit Bajonette» au. Auch bei Tarkkevar und anderen Orten sandc» heftige Gefechte statt. Die Russen erlitte» eine große Niederlage. In Knmoge verhastetcn die Ruffcn eine» kurdischen Nomadcnfllhrer, was »nlcr der Bevölkerung große Erregung hervorries. Erhebliche Unruhen »nd ein Umsichgreifen des Ausstanbcs wird die Folge sein. Deutsches Gold in die Türkei? London, 20. Okt. (Ctr. Bln.) Der Korrespondent der Limes in Athen meldet seinem Blatte, die Deutschen hätten init Ersolg eine Million Gold nach Konstantinopel befördern können. Cinbcrllfltltg griechischer Reservisten? Bukarest, 21. Okt. Wie mehrere hiesige Blätter berichten, sind in Calafat in den letzten Tagen zahlreiche griechische Reservisten cingctroffen, die telegraphisch zu ihren Truppenkörpern einberufen worden waren. Riissischc Dampfer beförderten die griechischen Reservisten von Calafat nach Ra- dilkcwatz, von wo sie sich über Nisch nach Saloniki begeben werden. Staatliche Notstandsarbciten. Zu den Aufgaben des an, Donnerstag zusammentretendcn Landtags gehört auch die Beratung der Noiverordiinng, beircssend ein vereinfachtes Entcignungsvcrfahren znr Beschaffung von Arbeitsgelegenheit und zur Beschäftigung vvn Kriegsgefangenen. Ein Erlaß des SiaatSniinisicriums bezeichnet die Arbeiten, für die das Afra ja. Ein nordischer Roman von Theodor Müggc. 02 Jetzt sah cs hier oben anders ans wie damals, wo er zuerst, durch Sumpf und Eis watend, die Beschwerden dieser bahnlosen Wildnis kennen lernte. Halme, Moose und grüne Plätzchen gab es nun hier genug; Birkcngestrüpp und Brom- beerrankcn wucherten an geschützten Orten, und die überall zu findende, wohltätige Moltebecre warf einen scharlachroten Schimmer über die ganze, weite Hochebene, auf welcher der Sumpf so ziemlich ausgctrocknct war. Von den höchsten Stellen blickte er auf die beiden Meercs- armc in Buchten und Schluchten nieder, wo der Omnisjok und'andere Gcbirgswasser tobend ihre Bahn gebrochen hatten. Durch nianchcs Geklüft »nd manches steile Ufer hinab und hinauf mußte ihn das Pferd tragen, über unabsehbare Moos- teppicbe, durch Einöden, in denen sich kaum ein paar dürftige Flechten um gebröckelte Gesteine klammerten; dann und wann aber stiegen in der Ferne Rauchsäulen aus. Es war ihm wie Glockcngcklingel, das der Wind herbeiführtc, und in mehreren der tiefen Einschnitte, welche mit Gestrüpp bewachsen zum Seeufer niedersenkten, glaubte er einen Wald zackiger Geweihe zu erkennen. Sicher wunderten dort Lappen mit ihren Herden und führten in seiner Nähe ihr nomadisierendes Hirten- ijnd Sommerlcbcn, ohne daß er ihre Gammen sehen konnte. Und war cs denn ein Unglück, in dieser schrankenlosen Freiheit zu leben, ein Sohn dieser unekmeßlichen Wüste- zu sein? Die Luft war so frisch unb rein, die Sonne so funkelnd warm, ^.uellcn rauschten an Felsen hin, die dicht mit blauen und roten Alpenblumen und Lustigen Kräutern bestickt vereinfachte Eiiteignungsvcrfahren zunächst Anwendung finden soll. Es kommen in Betracht: A. Eifrnbahiiverwaltung. 1. Die ErgLiizungsbauien sowie Erweiterungen „nd Umgcstaliuiigen für bestehende Cisenbahn- aniagcn, Stationen. Rangicraniagen. Gebäude, Werkstätten und dergleichen, siir welche die Geldmittel durch den Etat der Siaats- eisenbahnvcrwaltnng unter Kap. 23, Tit. 8 der dauernden Ausgaben oder bei Kap. 9 der einmaligen »nd außcrordcniiichen Ausgaben bcrciigcstellt sind, sowie 2. die Eisenbahnbauicn, siir weiche Geldmittel durch besondere Eiscnbahnaiiicihcgcscvc bewilligt sind (Bau neuer Eijcnbahne», Herstellung von zweiten und weiteren Gleisen, sowie sonstige Banaussührungen zur Bervollstänbigniig des Staatsciscnbahnnetzes). 0. Waffcrbanverwaltung. 1. Ausbau der Oder auf der Strecke von Kobian bis Annabcrg. 2. Beseitigung der Auflandungen auf den Bnhiic» »>id Userräiidcrn der Oder im Bereichender Odcrsirombauvcrwalinng. 3. Herstellung des »cberlaus- uiid Staupolders Pcisierwitz-Jelisch. 4. Eincbniingsarbcite» der Vorländer der Oder aus der Strecke von Kilometer 530 bis 542 iSchidlowj. 5. Bauten zur Ausführung de» Gesetzes, betreffend die Bcrbesicrung der Odcrwafferstraße unicrhaib Breslau vom 3». Juni 1913. 8. Ausbau des Plauer Kanals. 7. Hochwasser- regulicrnngsarbcitci, an der Elbe. 8. Herstellung des Lippe- Sciicnkanals auf den Strecken Wesel-Datteln und Hamm-Lippstadi. C. Landwirtschaftliche Verwaltung. 1. Die Entwässerung des lichter Moores, Regierungsbezirk Hannover. 2. Melioration des Hahnenmoorcs. 3. Regulierung der neue» Aue und des Adam- grabcns. 4. Entwässerung des Ostenholzer Moores. Ein Kaufmann Zivil-Gonvcrncnr vor» Antwerpen! Der Senator und Großkaufniann Justus Strandes in Hamburg ist zum Zivilgouverncur von Antwerpen ernannt worden. Herr Strandes war früher Mitglied des kolonialen Beirats bei der Kolonialverwaltung in Berlin. Ein „Sieg der deutschen Sozialversicherung". Landesrat Dr. Schmittmann-Dllsseldorf sucht in einem längeren Artikel in der Köln. Volkstg.: „Der Krieg — ein Sieg der deutschen Sozialversicherung", nachzuweiscn, daß die deutsche Arbcitcrvcrsichernng eine Kriegsvorbcrcitung im größten Maßstabe gewesen sei. Sic erhielt, so schreibt er, zahlreiche Kräfte, die sonst einem vorzeitigen Siechtum an- hcimgefallcn wären; sic verhinderte, daß die Jndustrieali- sierung Deutschlands eine Verelendung der Volksinasscn im Gefolge hatte. Tie Opfer, die die Industrie für die Ar- bciterversichcriing gebracht habe, machten sich jetzt glänzend bezahlt, indem sie ein Bollwerk gegen die drohende Ver- nichtung der Industrie schufen. Einverstanden kann inan mit den Nutzanwendungen sein, die Schmittmann aus allem zieht: „Was nützt »ns der glänzendste Wasfensicg, wenn danach dein deutschen Volke die Kinder fehlen, die in die Fnßtapfcn unserer Helden treten, um das durch sic Errungene ausznbaucn. Also Mutterschutz, Säuglingspflege, Kinderfürsorgc in erhöhtem Umfange, das ist die soziale Frage der nächsten Zukunft. Und die Sozialversicherung ist die berufene Trägerin dieser Aufgabe. Schon sind die Grundlagen gelegt, aber nach glücklicher Beendigung des Krieges wird wohl eine Ausgestaltung der hier vorgesehenen Maßnahmen nicht zu umgehen sein. Menschcnökonoinic tut zins nach dem inenschcnniordendcn Krieg not!" Man wird abwarten müssen, ob nach dem Kriege derartige Erwägungen die starken Widerstünde gegen die Sozialversicherung brechen. Droelstra in Berlin. Wie Het Volk, das Zentraiorgan der holländischen Partei, mii- tcilt, ist Gen. Troclsira nach Berlin acreist. um mit de» lcitenden Parieikreisen weaen des Krieges Rücksprache zu nehmen. Von hier ivird er sich noch zum gleichen Zwecke nach Stockholm ivciiden und dort auch an dem Koiiarestc der schwedischen Partei teil »chmcii. Daraufhin beabsichtigt Troelsira, auch mit den Schweizer Genostc» persönliche Fühlung zu nehmen und deren Kongreß in Bern beizn- wohncn. Zugleich wird er überall wegen der Verlegung des Internationalen Sozialistischen Bureaus, das zur Zeit nicht funkiioiiicrt, verhandeln. Wahrscheinlich durfte er in der letzteren Angelegenheit auch noch nach England reisen. Fünf Briivcr gefalle». Berlin, 29. Okt. In den erste» Woche» des Krieges wurde eine Todesanzeige bekannt, daß kurz hintereinander drei Brüder v. König, alles Offiziere, gefallen sind. Ein vierter Bruder zeigte den Tod an. Bald ivar auch dieser gefalle», und heute zeigt die Witwe des letzten, fünften Bruders, der Hauptmann der Reserve gewesen ist, an, das; er seinen voransgegangcucn Bruder» gefolgt ist. waren. Tie Plagen der Menschen, die sich gesittet und gebildet nennen, reichten nicht hier hinauf, wo man nichts bedarf, um z» leben, als Milch »nd Fleisch des Rennticrs, eine Büchse zum Jagen, ein Netz zum Fischen, sechs Stangen und ein grobes Linnentnch, um sein Hans zu bauen. — Träumerisch ließ der Reisende sein Pferd, wie cs wollte, weitcrgehen und dachte an Gula, die in irgend einem tief versteckten Tale wohnte, wo Anemonen und Königskerzen blühen, wo ein schäumiger Bach durch die Enzianbüschel rauscht und wo sie an einem prächtigen Wasserfalle sitzen und an ihn sich erinnern mochte. Bei dieser Vorstellung sah er unruhig umher, es kam ihm vor, als höre er seinen Namen ruftzn. Aber cs war nichts als Einbildung. Ein Schneehuhn, das der Sommer braun gefärbt hatte, flog mit seinem klagenden Schrei durch das Birkcngestrüpp, und lveit in der Ferne stand ans einer Felsen- spitze, die aus nacktem Geröll insclartig aufragtc, eine regungslose Gestalt auf einen langen Stab gestützt. Ob es ein Stein oder ein Mensch war, ließ sich nicht unterscheiden. Vielleicht war es Afraja selbst, aber der ein- saine Wanderer hatte keine Lust, eine nähere Untersuchung anzustellen. Wenn er in seinen romantischen Träumereien dieses Hirtcnleben gepriesen hatte, so belehrte ihn die Wirklichkeit, daß es doch gar mancherlei Unannehmlichkeiten habe, die ein Kulturnicnsch schwer ertragen könne. Schwärme und Wolken von kaum sichtbaren Schnaken iznd Gnitzen samt Stechfliegen der verschiedensten Art, darunter die große Renn- tierflicge, deren Stich die empfindlichsten Schmerzen der- ursacht, sammelten sich um sein Pferde, und hier konnte er die Wahrheit der Erzählungen erproben, die er öfter schon über diese Plage gehört hatte. Menschen und Tiere haben zur Sommerzeit auf diesen Hochfjeldern fast unerträgliche Pein Eine Schickjalsschlacht. Kämpfe nur Meer. Die Deutsche»! rücke»! weiter vor! Mailand, 21. Lkt. Tic Stampa vcrösfcntlicht Mittest, uiigen ans dem nordöstlichen Frankreich, welche besagen, i>a> das Geschick Frankreichs, Belgiens, Englands und Tcnjjchi lands von dem Ausgang der größten Schlacht der Welt »b. j hängt, die jetzt im Rordwcsten Frankreichs geschlagen hii«, jf Während die Verwundeten von der Front wcggcbracht ui», 1 den, findet hinter den Fcuerlinien ein immerwährender A,-. tausch mit frischen Truppen statt. Es ist unmöglich, die Mtz, schcumassen abzuschätzcn, die ans beiden Seiten kätzips,^ jedenfalls in enormer Zahl. Kopenhagen, 21. Okt. Ter Korrespondent der TimeSij, Nordfrankreich drahtet: In der Gegend von Litzse ist ein« heftige Schlacht in der Entwicklung. Die Bt d c u t u n g der Ereignisse in Nordfrankreich und in Beigst kann kaum hoch genug angeschlagen werdet Unsere Streitkräfte erhielten eine Ausgabe und eine Stellun zugctcilt, denen nach allen einleitenden Kämpfen zu urteilt, ein günstiges Ergebnis beschiedcn sein muß. Wie gewalt, die Känipfe sind, ersieht man am besten ans der großen Ar zahl der Verwundeten, die in verschiedenen Hospitälern ist Nordfrankreich ankommcn. Der Kampf am Meer Bei Dünkirchen wird geivaftiger Ka»oi«e»dmm«r seit geflit: morgen gehört. Wie verlautet, solle» auch Torpedoboote un! .Kanonenboote verwendet werden. — Der Korrespondent des Doll, Chroniclc meldet, die Deutschen würden ivahrscheinftch den Versvc machen, bei Dünkirchen dnrchzubrcchen, um in den Besitz d> französischen Küste von Calais bis Bonlogne zu gelangen. — Ae, einem Torf bei ?>pern in Automobil«, «„getroffene holländsttz Herren erzählen dem Nicnwe Rotierdomsche Courant zusoige, fc: in der Nähe von Apcrn sch,ver gekämpft iverde. Französisch« uu englische Truppen stehen dort" den Toni sehen gegenüber. Sit mehreren Orten der Umgegend sind Verstärk»«,gen «rigelrosftn. Fortschritte im Westen. Wie die holländischen Blätter melden, haben die Tein schen die Vorstöße der Verbündeten bei Arras und Rohe c r s o I g r e i ch a b g c w i c s e n. Desgleichen schreitet dc deutsche Vormarsch bei D i x m n i d e n trotz der Mitwirknm der britischen Schisssgeschützc, die von der Sccseitc her eie greisen, unaufhaltsam fort. Wie die Blätter weiter melden, dauern westlich »nd siid westlich von Lille die Besetzungen weiterer Ortschastu durch die vorrückenden Deutsche fort. Tie sranzösist Heeresleitung hat die holländischen Kriegsberichterstatte ausnahmslos aus der Front der kämpfriiden Truppen ent fernen lassen. tzi-l Jfä (1 ft (U Hl* fjWti l«t« »O Gcjlii Ter i tziob schlast Trup Linie «rjer eine ( 11 unä ginifü Tem r-m ?»gc Tcutfc K Tiat bl fonfl i ju m ri. liste gegeni Mge Naiioi soweit Cchlad geheilt in M Iviltm heftet Schlechtes Wetter. Ter Kriegs-korrespondent des Tailp Chronic!« berichtet iiix die Kämpfe in Nordfranlkrcich: Tic Operationen a» der Nordjro« würden durch die anhaftenden Regengüsse der letzten Tage ich bccinirächiigt. An einzelnen Stellen glichen die Laudjtiazft zwischen den kämpsendcn Arnrec» wüsten Mvvaststrccke», in dem Mannschaften und Pferde stecken blieben. Oesilicher Tagesbericht. Wien, 21. Okt. Amtlich wird verlautbart: Die Schlch in Mittclgalizicn hat namentlich nördlich des Stritt,« sinsses noch an Heftigkeit zugcnommcn und der Angriff p wann stetig Raum nach Osten. Um einzelne der wichiigst» , Höhen wurde von beiden Seiten mit äußerster Erbitten»! U gekämpft. Tic Versuche des Feindes, die Magicra zu übn " schreiten, scheiterten. Dagegen eroberten unsere Truppen di> vielnmstrittene Baumhöhe nordöstlich von Ttzszkowizc. Eü lich der Magicra wurden die Russen aus mehreren Ortschaft» geworfen. In diesen Kämpfen wurden wieder viele Russ», darunter ein General, gefangen genommen. Auch Maschine« gcwchrc wurden erbeutet. Die Gefangenen berichten von da . furchtbaren Wirkung unseres Artilleriefeuers. Südlich da t Striwiazslusscs, wo »nscre Front über Stary-Sambor va j läuft, steht die Schlacht. Tic Linie ^tryj-Körösmczö-Serlß M wurde von unseren Truppen in Besitz genommen. Ucbcr die Ereignisse wird dem Armeeoberkommando il- Ä richtet: von den unzähligen Mücken und Fliegen zu erdulden. Jh«i I wegen füllt der Lappe seine Gamme mit dichtem Rauch, »» » die Quälgeister abznhaltcn, ihretwegen auch treibt das Ren« I tier seinen Herrn zur Seeküste und an die kühlen Fjordarm > hinab, wo die kleinen, gefräßigen Feinde von den Wind I strömungen fortgcwcht werden. Der Reisende war endlich froh, als er die gelben Räude I des Fjcldes erreicht hatte und der Lyngenfjord zu ihm hina»! blitzte. Ta lag das blaue Meeresbecken wie ein schmale Spalt tief unter ihm, und in der Felsenbucht erkannte e Helgcstads rotes Hans, das ans dem Grün der Birken hervos sah. Ein Gefühl heimatlicher Sehnsucht drang in die Beul des jungen Mannes. Der Balsfjord mit seinen liebliche» kleinen Tälern, dem Walde und dem rauschenden Stro«» war ohne Zweifel romantischer und fruchtbarer zu gleich^ Zeit; dennoch dünkte ihm alles hier viel schöner und freu««' licher. Er trieb sein Tier in die steil abfallende Schlucht, 4 nach einer halben Stunde war er unten und konnte fe' ne ® Hut mit einem lauten Hurra seinen Frezindinnen entgeh schwenken, als sein Tier aus den klippigcn Wänden sich 5" vorarbcitctc. Tenn an dem Tische, der mitten auf dem platze vor dem Gaard stand, saßen Jlda und Hanna, und kaM hatten sie ihn erblickt, als beide nach ihrer Weise ihn bel»'^' kommneten. Hanna eilte ihm entgegen und rief ihm frohe Worte ä“ Jida legte das Linnentnch fort, an welchem sie nähte, Untat keinen Schritt, doch als der lang entbehrte Gast vor >» stand und ihr die Hand reichte, überwältigte sie die Der Ernst wich von ihren Lippen, und ihre Augen h>^° ihn mit solcher Innigkeit willkommen, daß er entzückt hin^' schaute. (Fortsetzung folgt.) kl slvijchc einem «in di «Nil, \ Gelt Mt mchw Wer i Sri ff«! $' Wtltil *«ii|!r Wl«j( J* «kr II A, Ft« 1r e 281 26.7, 23.51 bcuj, ueirj ®Qti f^rinc "dr/ ß «onn j v 38 - t'i'tto Am Morgen des 19. ds. Mts. fand auf der Höhe von Dstro ein Scharmützel von mehreren Unterseebooten, nebst «incm Luftfahrzeuge und dem französischen Panzerkreuzer Valdcck-Rousscau statt. Trotzdem der Kreuzer unsere Ein- hcitcn plötzlich beschoß, rückten sic unversehrt ein. Das Leuchtfeuer von der Spitze von Ostro wurde von dem französischen Kreuzer ebenfalls beschossen. Doch wurden nur unbedeutende Beschädigungen angerichtct. Das weiter seewärts beobachtete franzüschc Gros verliest nach Sichtung der Unterseeboote schleunigst unsere Gewässer. Tic eigenen Torpcdosahrzcuge unternahmen in früher Morgenstunde des 18. einen Raid auf den Hasen von Antivari und zerstörten und beschädigten aus nächster Nähe einige Magazine und geladene Waggons durch Gcschützscucr. Der stcllvertr. Chef des Geueralstabcs v. Höscr, Generalmajor. Der russische Rückzug in Galizien. Ter Korrespondent des Observer in Petersburg meldet: Großfürst Nikolajew habe beschlossen, die Entschcidungs- schlecht auf russischem Gebiet zu schlagen und die russischen Truppen, die fast bis Krakau vorgcdrungcn waren, auf eine Linie zurückzuziehen, die von den Karpathen südlich von Przemysl, im Norden längs des San und der Weichsel auf eine Entfernung von über 200 Kilometer sich erstreckt. Andauernde Gefechte in Ostafrika. W. B. Mailand, 20. Cft. Mit einem Dampfer aus Port Said und Neapel ongckommeiic Passagiere aus Jtalicnisch-Ostasrika und Sansibar, erzählen, das; zwischen den Engländer» und de» Deutschen in dem ganzen Innern der Kolonie beständige Kämpfe mit wechselndem Erfolg staitsinden. Tic allgemeine Lage sei unverändert. In Mombaza haben die Engländer 05 Deutsche z» Gesänge»«, gemacht und 100 Bürgerliche auSgcwicscn. Italiens Neutralität und die Sozialdemokraten. Nom, 2t. Okt. Die Leitung der sozialistische» Partei hat beschlossen, i» Bestätigung ihres Mitglicüerbcschlustes von Anfang August für die absolute Neutralität Italiens weiter z» wirke». Der Beschlnst wurde gegen eine einzige Stimme qcsaht. Tie bulgarische«» Sozialdemokraten gegen Serbien. Sofia, 21. Okt. (W. B. Nichtamtlich.) Tas Sozia- l i st e n b l a t t Narod wendet sich rnit Schärfe gegen das gegenüber der bulgarischen Bevölkerung Mazedoniens eingeschlagene Vorgehen Serbiens. Tie Griechen wollten sie ihrer Nationalität durch eine Schreckensherrschaft berauben, die soweit gehe, die mazedonischen Rekruten in die vorderste Schlochtreihc zu stellen. Tie Zeitung crklärt.cs laut für eine -geheiligte Pflicht, daß Bulgarien die bulgarische Nationalität in Mazedonien verteidige. Der Schrecken des gegenwärtig wütenden Krieges, der fast ganz Europa umfaßt, sagt Narod, befreit uns nicht von dieser Pflicht. Gin Zusannnenstos; in Lissabon. Lissabon, 2t. Okt. 90» Freitag abend hat ein Zusammenstoß zwischen portugiesischen Reservisten und deutschen Matrosen in einem hiesigen Wirtshaus stattgefunden. Tie Deutschen solle» sich über die Portugiesen und die Verbündeten lustig gemacht und dabet wenig schmeichelhafte Worte gebraucht haben. Einer der Deutschen erhielt einen Messerstich in den Rücken: er muhte ins Hospital gebracht werden. Die anderen wurden unter polizeilicher Bewachung nach ihren Booten zuriickgebracht, aber auch sie wurden jpäter verwundet in den Strahcn liegend aufgefunden. Die Rekrutierung in Kanada. Kristiania, 21. Okt. Aus Ottawa wird telegraphiert, verschiedene Distrikte Kanadas hätte» Ordre bekomme», sofort mit der Rekrutierung zu beginnen. Im Lause eines Jahres l!> oder weniger hasse mau 100 000 Manen unter de» Massen zu habe». Abteilungen davon sollten den jeweiligen Bedürsnisien des Kriegs- uiinisteriums entsprechend nach England abgchcn. Havarie eines englischen Zerstörers. Mailand, 21. Okt. Blättermeldungen zufolge ist in dem base» von Molsetta ein schwer havarierter englischer Torpedoboots- Zerstörer, dem beide Schlote weggeschoflen waren, eingclaufen. Man nimmt an, dah das Boot bei Eattaro beschädigt wurde. Eine englische Marinclverft brennt. Rotterdam, 21. Okt. Wie das Rotterdamsche Nicuive Blad weidet, steht die Aiarincwcrst von Shceruch in Flammen. Hessen u»ld Nachbargebiete. Gießen «nd Uingebnng. — Tic Lebensmittel- und Preisschraube. Auf dem Frankfurter Fruchtmarkte am Montag gingen die G c >' treidcpreisc fveitcr in die Höhe. Ter Weizen notierte 28 jKf. und darüber per Doppelzentner, gegen 20.50 bis 26.^., Mr. vor 8 Tagen: der Roggenpreis stieg von 23.— bis 23.50 Mk. auf 24.50 bis 25 Mk. — Eine unverschämte Ausbeutung des Volkes. Tiefe Brotwucherer sind schlimmere Feinde unseres Volkes als die Franzosen und Engländer! Warum bleiben aber die Behörden untätig? — Gefallene des Gicstcncr Regiments: Reservist Otto Müller aus Langgöns. — Unteroffizier d. Res. Gustav Wilhelm aus Gießen. — Reservist August Tiegel aus Ehringshausen. Kr. Alsfeld. — Am 7. Sept.: Gefr. d. Res. Karl Euler aus Ober-Ohmen. — Am 4. Okt.: Landwehrmann Konrad Fischer aus Brauerschwend. — Unteroff. Ludwig,H o f m a n n, Cchreinermeister aus Bersrod. — Reservist Alfred Müller aus Langgöns. — Gefallene nus Lbcrhcsscn und Rachbargcbicten: Philipp Weller aus Klcinlinden, Jnf.-Rcg. Nr. 118. — Lanüwchrmann Ferdinand Mank' aus Wetzlar, Jns.-Reg. Nr. 81.— Gefr. Karl Necb aus Naunheim, Jnf.-Reg. Nr. 138. — Landwchrmann Heinrich Treis aus Nauborn, Jnf.-Reg. Nr. 81. — Husar Ernst Gnifkowski aus Homberg a. Ohm, Husaren-Reg. Nr. 2 — Unteroff. Karl §errmann aus Vadenrod, Kr. Alsfeld, Jnf.-Rcg. Nr. 115. Neserv. Ludwig Schmidt aus Fellingshausen, Jnf.-Reg. Nr. Itz 7 , — Lanüwchrmann Karl Mandler aus Kinzen- bach, Jnf.-Rcg. Nr. 81. — Reservist Louis Krause, Mechaniker aus Wetzlar, Jnf.-Reg. Nr. 81. — Steigender Blutstrom. Mit jedem Tage mehrt sich die Zahl der Opfer, die im Kriege fallen. Biele, viele Familien sind durch den Verlust eines oder gar mehrerer Angehörigen in Trauer versetzt, diele Kinder verlieren den Vater, worunter manche ihr ganze-3 Leben lang zu leiden haben. Unsere Bewegung wird stark in Mitleidenschaft gezogen, sic stellt, wie wir schon öfters bemerkten, einen erheb- iichen Prozentsatz der Armee und hat infolgedessen auch starke Verluste zu verzeichnen. In der Tomitagsnummcr des Hamburger Echo waren nicht weniger als 47 Todesanzeigen für gefallene Partei- und Gewerkschaftsgenossen enthalten und in den anderen Großstädten ist es ähnlich. Die in den bisher erschienenen Verlustlisten anfgcführten Toten, Verwundeten und Vermißten belaufen sich ans rund 330 000 Mann. — Sollten die Völker nicht bald des furchtbaren Blutbades müde werden? .— T'et Landtag soll, wie der Fr. Ztg. berichtet wird, in der zweite» Hälfte des November zu einer kurzen Tagung ziisamme»- bcruscn werde», um verschiedene Masinahmc» ans dem Wcbictc der Arbeitsbeschaffung in der allgemeinen Fürsorge in Notfälle» z» berate» und die dakiir erfarderliche» Kredite bereit zu stellen. Tie Zweite Kammer, die in diesem Herbste durch Neuwahlen zur Hälfte erneuert werden sollte, ist zwar geschlossen, aber da nach dem neuen Wahlgesetz da» Mandat der aiisschcidcndcn Kammcrmitglicdcr ausdrücklich bis zur Ncnwahi Heilung hat, so will man während der Dauer des Krieges vo» Neuwahlen absche» und de» bestehenden Landtag einfach weiter amtieren lasten. — Bei den jetzigen Verhältnissen dürste cs sich allerdings nicht empfehle», die Landtagswahlcn vorznnchmcn und es ist schon bester, wenn sie bis nach dem Kriege zurllckgcftcllt werde». — Karlossclmarkt. Hestern wäre» wiederum fast gar keine Kartoffeln auf dem Gießcncr Wochenmarktc angcsahrcn. Ter Boykott des Marktes durch die Landwirte und Händler erfolgt natürlich z»m Zwecke der Preistreiberei. Me uns initgcicilt wird, agitierte Herr Weisel aus Hießen auf de» Mrser» für Fernbleiben vom Giestener Markte: er böte de» Landwirten 6 Mark und mehr für den Malter und liest die Kartoffel» noch selbst abfahren. Wen» das richtig ist, so ist diese Tätigkeit des Herrn Weisel allerdings nicht als konsnmcntensrcundlich zu bezeichne». Es sind Kartoffeln genügend vorhanden, die gegenwärtig verlangten hohe» Preise sind nicht gcrcchtscriigt, deshalb ist zu empfehlen, mit dem Einkauf so viel als möglich z u r ü ck z u h a l t e n. Das wird auch von Berlin her empfohlen. Uebrigcns wäre es gut, wenn von seiten der Provinzialvcrwaltung endlich die Höchstpreise festgesetzt und gegen alle, die darüber verlangen, energisch cingclchrittc» würde. Bom Oberbürgermeister ist das Erforderliche geschehe»: cs »sitzt dies aber nichts, itzenn nicht für weitere Bezirke Maßnahmen getroffen werden. — Folge» der „Kriegsspiclc". Gestern nachmittag wurde vo» einem halbwüchsigen Buben ein Herr, der in einem Auto die Plock- straste passierte, in der Nabe des Ease Asloria mit „Halt" angc- rufe», wobei der eine der Fungcns ein Luftdruckgewehr vorhiclt. Der Fahrer fuhr allerdings weiter, doch drückte der Junge ab und verletzte den Fahrer.leicht an der Hand. Die Sache ist »och gut abgelaufe», der Stopfen hätte aber cbcnfo gut eine schwere Verletzung Hervorrufen können. Nur immer langsam! Für die Annexion Belgiens trat der Gicßcner Anzeiger in seiner Tamsdags-Nllmmer ein. DaS Blatt schrieb dazu: „Unseve iniflelkirrcn Anstrengungen sind eines auch dem Volke sichtbaren Zieles wohl wert! Selbstverständlich wäre es müßig und unzweckmäßig, schon setzt Länder zu verteilen und künftige Grenzen zu ziehen. Einzelne Probleme indessen sind schon in sehr »reifbarc Nähe gerückt. Da ist zunächst Belgien. Es ist wohl kaum eine Frage, daß cs seine Selbständigkeit verlieren muß. Tein unerhörtes Verhalten beim Ausbruch des Krieges, die mörderische und brutale Behandlung Mtserer fliehenden Volksgenosse», der törichte Widerstand seiner verblendeten, mit den Feinden von Anfang a„ im Biuide gewesenen Regierung, und noch vieles andere gestattet nitnmebr den, deutschen Reiäx, lediglich nach seinen eigenen Bedürfnissen zu fragen, wenn die Zeit der Abrechnung gekommen ist. Belgien mit seiner Hauptstadt Antwerpen und den deutsche» Küstenplätzen wird deutsch! Keine zögernde Zerstückelung, sondern ganze Arbeit! Wir brauchen Platz an der Sonne, und an jenem Teil des Nordseestrandes werden wir uns auch der näheren Nachbar- schast mit England erfreuen!" Borsichtigcrwciic sollte man erst mal warten, bis die Sache sür uns glücklich ahgelaiefe» ist und dann erst von diesen Dinge» reden. Aber wenn wir auch, was wir wünsch:» müssen. überall Sieger bleiben, so fraat cs sich sehr, ob es für uns zweckmäßig und nützlich ist, nach den Wünschen des Anzeiger zu verfahren. Zunächst erklärte der Reichskanzler, daß wir keinen Eroberungskrieg führen wollten. Und die Annerion Belgiens kann »ns in der Tai größere Schwicrigkciien verursache» als Nutzen bringen. Das deutsche Volk hgt aber auch aar keine» Nutzen davon, ob ein Stuck Land mehr oder weniger zu Deutschland gehört — was bringt cs dem Volke sür Vorteile? Mebr schon, wen» dafür gesorgt wird, daß Verkehr und Handel mit den Bewohnern des Landes nach Möglichkeit erleichtert wird. — Kapital-Aufwendungen der hessischen Landrs-Vcrsicherunqs- anstalt für Krieaesürsorge. lins wird geschrieben: Der Ausschuß der Landesversicheruiiasanstalt Hroßh. Hessen bewilligte in seiner heutigen Sitzung gemäß dem Aniragc des Vorstandes für Zwecke der Krieasfiirsorqe für 1014 150 000 Mark, sür 1015 500000 Mark mit der Maßgabe, daß diele Mittel nötigensalls aus den Gesamtbetrag von l 500 000 Mark erhöbt werden können. Für Ausrüstung der hessischen Division mit warmem Unterzeug wurden bereits 15 000 Mark verausgabt. Um die K r e i S v e r w a l t u n g c n und H e »> c i n d e ii durch Tarlehn zu midcrstiihe». ivurden vorerst 0 000 000 Mk. bereit gestellt zum Zinsfüße von 5 Prozent. 2 200 000 Mark wurden bisler schon in Anspruch genommen, sodaß der Betrog wohl weiter erhöht werden muß. Da die Landesvcrsichcrmiqs- anstalt diele Dorlehndmiitei sich selbst erst durch Lombard bei der Tarlehnskasse belassen und dieser zurzeit 814 Prozent Zinsen zahlen muß, logt sic bei diesen Darlehn 114 Prozent jährlich zu, um es zu ermöglichen, daß die Kommunolverwaltun-gen bei Auszahlung der Unterstützungen der Angehörige» unseres Heeres nicht durch Mangel an Barmitteln gehindert sind, und um ihnen die Fort- iübrung kommunaler Arbeite» zu ermöglichen. An der Kriegsanleihe beteiligte sich di« Landesversicherniigsanstalt mit 1500 000 Mark und überwies dem hessischen Landesverein d:s Roten Kreuzes beim Kriegsausbruch sofort 10 000 Mark. Das sind ganz bcdciiiende Kapitalien. die da aufgeweiidei werden. Bei einigen dieser hier auigezählten Posten kann man im Zweifel sein, ob die Helder d:r Versicherungsanstalt dazu verwendet werde» dürfen. Hoffentlich haben dir Arbeits-Invaliden nicht darunter zu leide». — Vortrag. Wir machen auf de:, Vortrag des Proicsiors Dr. Schi an: „Tie Olcrcchligkeit gegenüber unseren Feinden", der heule, Donnerstag, abend 8!4 Uhr, in der Neuen Aula der Universität ftattsäudet, nochmals ansmerksam. Der Ertrag ist wiederum zum Besten von Hintcrblicbencik im Felde gefallener Eichener bestimmt. Z» dem Fonds für Liebesgaben sind bei dem Oberbürgermeister weiter eingegangen: von Justizrat Griincwald 200 Mk.. von B. Hahn 20 Mk.. von Julius Nattmann sc». 2. Rate 25 Mk., von NcaUchrer Salomo» 10 Mk.. Von E. M. 3 Mk., von v. E. 10 Mk., von Stadtverordnete» Krumm sOktoberrates 100 Mk., von Eiscn- babn-llnteraisisient Theo Silk 0 Mk., von Schachspielern im Kassee Krämer 15 Mk., von Frau Weller Wwc. 10 Mk., von PH. Strack zu Indianapolis 25 Mk.. vom Verein für Rascnspielc 10,50 Mk., von Fcldbercinigunqsaeomcter Mayer 10 Mk., von k. F. 4 Mk., vo» Frau V. Lotz 8 Mk.. von Photograph Ludwig Ubl 0. Rate 15 Mk.. vo» Profesior Müller 20 Mk., vom Verein der Weichensteller und Bahnwärter 100 Mk., vo» Oberlehrer i. P. Profesior Stahl 20 Mk., Ertrag eines Wohltätigkeitskonzerts ehemaliger Militärmusiker unter Mitwirkung von Zivilmusikcrn, durch Musikdirektor E. Kraußc 100 Mk., Inhalt einer Sammelbüchse, ausgestellt bei der Auszahlung der Einqnartierungsgeldcr, 00,55 Mk., von Stadtbanmeister Kerbel 3. Rate 25 Mk., van Fräulein Klara Emmelins 20 Mk., von Wilhelm Keil, Kaminfeger, 20 Mk., vom Verein Hundc- sport 50 Mk., von K K. 15 Mk., K. ». H. 1,50 Mk., von Hosrat Hrünewald 1. Rate 150 Mk., von Robert Hecker Wwc. 30 Mk., zusammen 1188,35 Mk. Mit herzlichem Dank für diese Haben wird um weitere Zuwenduiige» gebclc». flrrt# Wetzlar. l>. Von de» Kartosselpreiseu. Trotz guter Ernte im KreiS Wetzlar und de» Nachbarkrciscn sucht man auch hier die Kartosseln ldcs arme» Mannes Brot) dieses Jahr ungerecht zu verteuern durch Zurückhaltung von Angeboten. Man kann deshalb de» verschiedene» „Liebesgaben" für unsere Krieger nicht den gebührenden Wert beimcsicn, wen» ans der andere» Seite Lcbciismiltelwnchcr getrieben wird. Daß cs aber auch noch cinsichiigc Leute in dieser schweren Zeit auch für die zurückgebliebenen Arbeiter gibt, beweist das Beispiel in Wchbach sKrcis Altcnkirchciis, wo das dortige große Walzwerk Kartoffel» lMagimm Immun und Industrie) für 2,65 Mark pro Zentner abgibt. Telegramme. ?l>Usbttilht i>cs forop Hslichmlitts. Die Land- und Seeschlacht an der belgischen Küste geht weiter. Deutsche Erfolge bei Lille. 2000 Engländer gesangen. W. B. Großes Hauptquartier, 21. Oktober üvrmittags. (Amtlich.) Am ?)f crfonnl stehe» unsere Truppen nock, in heftige» Kämpfen. Ter Feind »»tcrftülit seine Artillerie bum Meere nordwestlich Nicupoort aus. Ei» englisches Torpedoboot wurde dabei vo» »usercr Artillerie knmpf- uufähig gemacht. Tic Kämpsc westlich b v u Lille dauern an. Unsere Truppen gingen auch hier zur Offensive über und warfen den Feind an »ichrcrcn Stelle» zurück. Es wurden etwa 2000 Engländer zu Gefangene» gewacht und mehrere Maschine»- gcwchrc erbeutet. Aus dem östlichen Kriegsschauplätze ist keine Entscheidung gefallen. Die fommctifocn Ereignisse in Nord- Frankreich. Ter militärische Mitarbeiter des Secolo meint, deil Kämpfen im Westen komme eine größere Bedeutung zu als denjenigen ini Osten. Ta der nördliche Flügel beider Heere sich bis zum Meere ansdehne, seien künftighin Umgehnngc- vcrffiche möglich. Für Deutschland habe die Eroberung Bel- gicns insofern eine große Bedeutung, als es ihm dadurch möglich wird, die belgische Küste zu besetzen und England zu bedrohen. Wenn einmal die wichtigsten englischen Kriegs- Hasen und Festungswerke in den Wirkungsbereich deutscher Unterseeboote und Luftschisse gezogen werden können, wen,: die Schiffahrt längs der französischen und englischen Küste durch Minen fast nninoglich sein wird und wenn London wie Paris von deutschen Bomben bedroht werden, dann wird England natürlich eine starke Einbuße erleiden, ganz abgesehen, von dem seinem Handel zugefügten Schaden, Daher ist es niöglich, daß sich um den Küstenbcsitz heftige Känipse entipinnen, während unterdessen ans der übrigen Front Untätigkeit herrschen wird, Tie nächsten großen Ereigniss' seien daher wohl in Nordfrankreich und Belgien zu erwarten. Genua, 21. Okt. (Ctr. Bln.) Tie Fortsetzung des Widerstandes sttzr belgischen Truppew, die seit Sonntag unter der Kser schwere Verluste erlitten, gilt als fraglich. Von einer englischen Unterstützung zur See bei Nienwport ist heute in den französischen Meldungen keine Rede mehr. Aus amtlichen wie aus privaten Tepeschen gehr hervor, daß die deutsche Ofsensive längs der ganzen Front mit gleichmäßiger Energie fortgeführt wird, die den Franzosen die alleräußersten Anstrengungen auserlegt. Enttänschnng und Miszmut in Paris. Die Nat.-Zig- veröffentlicht eine» Pariser Brief, in dem es heißt: Der Befehl des Kricgsministers bctr. de» Schutz vor den deutschen Flugzeugen beruhigt die Bevölkerung nicht mehr als die fortwährenden amtlichen Sicgcsiiachrichien, welche durch Erzählungen Verwundeter und durch Briefe im Felde Sichender beträchtlich abgeschwächt ivcrden. Was Wunder, wenn anstelle der Angust- hegeistcrung Enttäuschung u» d M i ß m u t getreten sind. Meldungen der Blätter, weiche immer wieder dartun, daß die Ar.nce- verwaliung nicht mit allem Nötige» versehen sei, vermehren natürlich die Sorgen um die Soldaten. Bei den Parisern komme» »och Na h ru n g s s o rg« i« und die ungeheure Arbeitslosigkeit hinzu. Infolge des Moratoriums und des dadurch beding!«! Gcidmaigüs ivird die Krisis auch in den Kreisen der Bcgiiteric» sehr cmpsunücn. Die Zufuhr ist vermindert, immerhin ist sic aber zurzeit noch genügend. In Paris sind die Butterprcise von 2.40 ans 4 Francs gestiegen: ebenso sind die Preise für Gemüse und Obst stark in die Höh: gegangen. Eine amtlich: Mitteilung behauptet zwar, daß die Getreideernte genüg:, streift aber doch am ^Schluß die Möglichkeit, amerikanisches Hetreidc einführe.i zu müston: Hiingersnoipreiie seien jedoch nicht zu befürchten. Beruhigt hat dies die ohnehin mrh- tnruisch gewordenen Pariser keineswegs. Tie Rückkehr der Belgier. Amsterdam, 21. Okt. (W. B. Nichtamtlich.) Telegraas meldet aus Bergen op Zoom von gestern: Tie Rückkehr der Belgier nimmt einen riesigen Umfang an. Gestern-reisten über 8000 Flüchtlinge ab. Tie ersten vier Züge, die heute ftüh abgingen, nahmen weitere 8000 mit. Nene srauzösischc Kriegsschiffe. Paris, 21. Okt. lEIr. Bln.) Die Agcucc Havas meldet aus St. Nazaire: Der sür die französische Marine bestimmte Ilcbcr- drcadnought „Normandie" ist am Montag glücklich vom Stapel gelüsten worden. Seine Wastcrvcrdrängung beträgt 25 200 Tonnen, seine Länge 175 Meter, seine Breite 27, sein Tiefgang 8,80 Meier. Tie Maschinen entwickeln mehr als 38 000 Pscrdcträftc: die vorgesehene Höchstgeschwindigkeit beträgt 21 Knoten. Tic Artillerie besteht aus zwöls 34 Zcntimetcr-Gcschiibcn, vicrundzwauzig H Zentimeter-Geschütze» und sechs Torpedorohren unter Master, -ttc Besatzung zählt an Offiziere» und Mannschaften 1200 Kopfe. Nach einer weitere» Havas-Meldung ist auch das Linienschiff ..Fi andre", das eine Wasserverdrängung von 25 000 Tonnen ausweist, am Montan vom Stapel gelaufen. Bon den Kämpfen im Osten. Wie», 21. Okt. (W, B. Nichtamtlich.) Amtlich wird ver- lautbart: 21. Oktober mittags: In den schweren und hartnäckigen Angriffen auf die verstärkten Stellungen des Fein- beS von Fclszti» bis an die Chaussee nördlich von Medyka g e w a n n e n w i r a n mehreren S t e l l e n T e r r d t rt, während die russischen Gegenangrisse nirgends durchzu- dringen vermochten. In der vergangenen Nacht e r st ü r m - t e n unsere Truppen die Kapellenhöhe nördlich Mizyniec, Südlich Magiern gelang es ihnen schon gestern .sich von den eroberten Ortschaften gegen die Höhen vorzuarbeiten. Aut dem südlichen Flügel lvird der Kampf hauptsächlich durch Artillerie geführt. Durch weitgehende Anwendung der modernen Feldbefestigung ninmit die Schlacht zum großen Teil den Charakter eines F e st u n g s k r i e g e s an. — In den Karpathen wurde gestern der Jablonica-Pns;/ der letzte der von einer russischen Abteilung besetzt gewesenen Uebergänge, ge- nommen. Aus ungarischen Boden i st kein Feind m e h r. Unsere Erkundung in die Bukowina erreichte den Großen Sereth. Die Wahrheit ans dem Marsche. Wie», 21. Okt, (W. B. Nichtamtlich,> Die Reichspost meldet aus Bukarest: Das Journal des Balcans, das sonst ausschließlich die Interessen des Dreiverbandes vertritt, stellt fest, datz die Lage der russischen Armeen einigermatzen zweifelhaft sei, ES sei wahr, das; die Russen Unglirn verlaffen und sich auf die HaupUnacht ihrer Armee zurück,stehen mutzten. Ebenso sei wahr, datz ihre Truppen die Stellung zwischen Przemnsl und Krakau verlaffen und sich ans den San zurückziehen mußten. Die Rüsten hätten angekündigt, daß sie einige Zeit hindurch Stillschweigen über die Bewegungen ihrer Truppe» beobachten werden, Tie Deutschen und Oesterreicher haben dagegen Siege und de» Marsch gcgcp Jwangorod und Warschau angekiindigt. Es scheine, datz die Tclmirmnmc der Deutschen und Oesterreicher die Wahrheit ausdriickten. Japans Raubzug in der Südsee. London, 21. Okt. (33. B. Nichtamtlich.) Das Reuterschc Bureau meldet aus Tokio vom 20. Oktober: Das Marine miiiisterinm gibt bekannt, daß die M a r s ch a l l -, M a r i - a n e n - und K a r o l i n e n - I n s e l n aus „militari- s ch e n" Gründen besetzt worden sind. wie ehrenhaste, kräftige und gesunde Leute sein. Einstellung kann, »ui erfolgen, wenn eine militärische Einberufung in absehbarer) Zeit nicht zu erwarten steht. Sämtliche in, Besitz befindlichen Papiere sind mitzubringen. Reisevergütnng kann nicht gewährt werden, Artilleriewerkstatt Lippstadt, Vereinskakender. Samstag, 24. Oktober, Wetzlar, Wah lv crci », Abends st-9 Uhr Versammlung bei Schreier. — Gesangverein „Hoffnung". Tiese Woche keine Zusammenkunft, Sonntag, 2 5. Oktober, Gicften, Fabrikarbeiter-Verband, Nachmittags 3 Uhr Versammlung im Gcwcrkschaftshans, Alle Mitglieder erscheinen! Die Marktpreise für Vieh und Frucht und die Gießener Fleisch- und Brotpreise am 14, Oktober 1914 Schkachtviehpteisc in Fra nkfnrt a. M. Fleischpreise in Gießen Ochsen Kälber Schweine 50kg Schlachtgewicht 95—100 50 !f. '/, „ . 105-110 Mk '/. . . 78-80 . kg 86-96 Pfg. , 100 „ '/- . 70—96 Getreidepreise in Mannheim, Brotpreise in Gießen Weizen Roggen 100 kg 28.50 — 29.25 Mk. „ . 24.50 — 25.25 „ W-itzbrot 2 kg 68 Pfg Schwarzbrot 2 „ 60 „ Berantwortli^er Redakteur: F. Vetters, Gießen. Verlag von Krumm & Cie,, Gießen, Truck: Verlag Ofsenbacher Abendblatt, G, m, b, H„ Osfenbach a, M. Nachruf. Auf dem Felde der Ehre starb am 22. August den Heldentod fürs Vaterland Heinrich Baiser aus Reiskirchen im Alter von 25 Jahren. Wir verlieren in ihm einen treuen Genossen und Sangesbruder und werden ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren Der Arbeiterverein Reiskirchen. Achtung! Achtung! Bekanntmachung. Tie Artillcricwcrkstatt Lippstadt sucht zum sofortigen Eintritt Sa t t I e r, welche schon ans Militär-Ausrüstungsstücke gearbeitet haben, Bewerber missten di« deutsche Rcichsangehilrigkeit besitzen, so- Friscke Sendung garantiert echter Hoiländerkäse cin- getrosfcn ä Psd. Mk. 1.—, ferner täglich frisch zu haben: I» Tafelbutter, la. Landbutter, Liter Vollmilch 20 Pfg., auf Wunsch frei ins Haus. Spezial-Geschäft Leltersweg 14: Inh,: A. Kriemcl. Deutscher Bauarbeiteroerband Zseipercii Giesse«-Wetzlar □□□El E3 E3 EU □ E3 E3E3E30ÖE1 Für die kältere Jahreszeit bringe den Wir erfüllen hiermit die traurige Pflicht unseren Mitgliedern Kenntnis zu geben, dass bisher folgende Verbandsmitglieder den Tod auf dem Schlachtfeld fanden: Maurer Heinrich Baiser, Beiskirclien hei Giessen Maurer Philipp Buchtaleck, Grossbuseck Er war einer unserer besten u. gewissenhaftesten Kassierer Maurer Friedlich Feiling, Atzbach Maurer Wilhelm Hildebrand, Heuchelheim Maurer Heinrich Koch, Waldgirmes Maurer Peter Müller, Sehwalbach Maurer Karl Schieferstein, Krofdorf Er ist stets und freudig dem Ruf des Verbandes gefolgt, wenn es galt die Interessen der Bauarbeiter zu vertreten, Maurer Georg Sehepp, Lindenstruth Kassierer der Zahlstelle seit Gründung derselben. Maurer Wilhelm Schütz Einganii der Neuheiten g in Paletots, Ulster, Bozener Mäntel, Capes, Joppen 0 Buckskinhosen u. praktisch. Knabenbekleidung Q in emptehlende Erinnerung. |"jj^ Militärpflichtige ^25 Unterhosen ohne Naht finden grosse Auswahl in nach tf , rsthri „, Pelz-Unterhosen p Unter-Jacken, Walk-Jacken, gestrickte Herren- LJ El Maurer Wilhelm Zickel, Niederwetz Einer unserer besten Agitatoren, den auch Maßregelungen der Unternehmer nicht in seinem mutigen Streben beirren konnten. ^ Westen, Hosenträger, Taschentücher etc. bd Die Gefallenen haben in Friedenszeiten bewiesen, dass von ihnen die Allgemeininteressen der Bauarbeiter höher bewertet wurden als Sonderinteressen. Dadurch haben sie sich in Kollegenkreisen ein dauerndes Andenken gesichert. Indqm wir im Sinne der Gefallenen weiter schatten, beweisen wir, dass wir ihr Andenken dauernd in Ehren halten. Der Zweigvereinsvorstand Mein Lager in Herren-Anzugsstoffen bietet bei reichhaltiger Auswahl die neuesten Ausmusterungen. s H. Kaess Nachf. e W. Morn Während des Neubaues Mäusburg 5. Mitglieder des Konsumvereins erhalten 5 °/o Rabatt. 3E3QS3Q C3 0 El E3 ÜH3EE3QI3 13 □ .35®^ FreieturnerldiaftStaufenäerg i Seinen bei der Verteidigung des Vaterlandes erhaltenen Verletzungen erlag im | l.azarett in Frankreich unser Mitglied Heinrich Geissler Reservist bei dem Reserve-Infanterie-Regiment Nr. 116. Wir verlieren in demselben ein ruhiges und braves I Mitglied, dem wir stets ein ehrendes Andenken bewahren. | Staufenberg, den 17. Oktober 1914. Der stellvertretende Vorstand. I _in iiiain i nr iTifnu r Wasserdichte KliMÜeii Wichen. Seltcrsweg 61 Telephon 916. Spezial.narke l.camler 10.50 12 50 14 50 16.50 18.50 20.50 Nriinlilinn» Kriedtilh Magiurs Inhaber: