®Bfcp l 'l io Wlti, Di, «tat» >h|5 ; i uiu ton. s als 't tr= 8 soll, >4los, litt. ’ fifa« . Oberbcltzlcki« Volks,cituno crfchetnt leben Werltag Abend in Redaklion und (krvcdltiot» -sten. Der Abonncmentsprcir beträgt wöchenllich 15 Pfg.. monatlich Dieken. Babnbotlirakc 23. Ecke LSWengasie. Pfg. cinicbl-Brüigcrlodn. Durch die Bost bezogen vicrtcljährl.l^OMk relcvbon 2008. Organ für die Interessen des werktätigen Volkes der Provinz Oberheffen nnd der Nachbargcbiete. Inkcrate kosten die 8 mal gcwalt. NolonelzcUc oder deren Raum 15 lßs». Bei gröberen Aufträgen Rabatt Anzeigen wolle man bi» adcndt V übr kür die folgende Nummer in der Expedition aufgeden. Nr. 244 Gießen, Mittwoch, den 21. Oktober 1914 9. Jahrgang toter. dnf. itmiw ünjbti Idilrnin 4t Hai % twiti, ist bei » «■ . Ti! t fl!’ (fabln (fio. W. »0*» M iit in 4tif|tti, in im lichtige» :n ich' M er- geflribn tifaiticn (», -r«t- roji na" im 8*1* oSfinrnt' 'Cit. l>ch n. ?°ch itjiibw- m4 ««' »« lurßib« 11 btjotjtf ich!" **’ lollnt» 111 ’ bei de« gltii"”’ Wie lange noch? In dcr letzten Woche sind die Preise für Weizen loiedcr um Jarl, die fiir Roggen und Hafer uni 8 Mk. gestiegen. „Weizen", übt die Deutsche Tageszcitnng, „ist bereits auf 264 Mk. gc- ,cn, ein Preis, dcr seit d c in L c i t e r s ch c n Weizen- ner noch nicht erreicht worden ist." Achnliche issteigerungcn sind auf dem Kartvsfelmartt zu verzeichnen. >ci ist die deutsche Kartoffelernte nach dem Bericht des Land- tschaftSrats durchaus nicht schlecht, sie ist mit 47 Millionen ne» über dem Durchschnitt der letzten zehn Jahre geblieben ist als eine Mittclcrnte zu bezeichnen, „die eine sichere Ilnter- für die BolkScrnährung während des Krieges bis zum sie» Erntejahr gewährleistet". Trotzdem ist dcr KartossclprciS stcrlin und anderwärts in den letzten Tagen nm 10 Mark pro ne hinansgegangen. Wer trägi die Schuld? I» der Fachpresse beginnt sich schon rer dcr anmutige Streit z» entfalten, dcr uns aus den Zeiten Friedens genugsam bekannt ist. Ter Handel ist geneigt, die (Id ans den Produzenten zu schieben, der Produzent dt die Schuld auf den Handel. Man klagt auf dcr einen tc über Zurückhaltung der Vorräte durch die L a n d- rtc, ans dcr anderen über Preistreibereien der i s ch c n h ä n d l c r. Fiir die Maste der Verbraucher ist cS 'i ziemlich gleichgiltig. bei wem dcr größere Teil des Gewinns zen bleibt, desto sicherer ist ihre Ueberzeugung, dast es nicht v e i t e r g e h e n kann wie bisher. Tie Umsätze, die gemacht werden, sind gering. Ans dem nSmittelmarkt ist eine Stockung cingetrctcn, weil man allein die angckiindigte Festsetzung von Höchstpreisen durch den desrat erwartet. Kein Händler will auf dem „freien Markt" icre Vorräte kaufen, die er später vielleicht auf Grund der ordnung zu bick tigeren Preisen hergcben mutz als zu denen ie gelaust hat. Aber auch die gntorganisierte Landwirtschaft urückhaltcnd. „Die Zufuhren bleiben klein, und das Angebot turiickhaltend und teuer", schreibt die schon zitierte Deutsche eszcitung. Danach kann die Landwirtschaft auch nicht ganz huldig sein, wenn die Preise einen höheren Stand erreicht :u als seinerzeit bei den berüchtigten Preistreibereien deü rilanischcn Wcizcnspcknlantcn Leiter. Aus den ersten Blick will es scheinen, als läge cs im Interesse Landwirte, die gegenwärtige glänzende Konjunktur durch reiches Angebot auSznniitzen. Aber die organisierte Landwirtschaft t weiter, sie weis;, daß durch ein starkes Angebot die Konjnnk- gcdriickt werden könnte, und sie weist noch mehr: nämlich dast Höchstpreise, die sestgcsctzt werden sollen, ihren Jntcr- n desto bester entsprechen werden, je höher im Augenblick er Festsetzung die Notierungen der Produktenbörse sind. Würde t durch starkes Angebot dcr Marktpreis g c d r ii ck t werden, so rde der Bimdesrat die Höchstpreise entweder ans dem erreichten ocau oder vielleicht noch etwas tiefer scstsetzen. Werden da- l?” Preise jetzt unsinnig in die Höhe getrieben, so wird der '.V5 i ?^fleicht etwas gröber sein, aber dcr festgesetzte Höchstes wird immer noch hoch genug bleiben, um den Produzenten ?"^tiezeichnctes Geschäft zu garantieren. » 3 e i t p e r s ü u in ii i s vermehrt die Verwirrung und Ä^'.-«esghr, dos, die Höchstpreise mit Rücksicht ans den inlaniich gesteigerten Marktpreis zu hoch angcsctzt werden. Der oolkcrung ist aber natürlich nicht an der Festsetzung von Höchst- licn an sich gelegen, sondern daran, daß die Preise angcmcstcn 1Im 4. ,r 0 c j. nc einigcrmastcn erträgliche Lebensführung zu ge- .!'■ sie verlangen m ii st , ist ein rasches und c n c r - 1 ' 11 fl r c i f c ii des Bundcsrats. Mit einen, rgilchen Ruck miistcn die Preise aus einen Stand z n r ii ck g e - ln ?”■ der es den Landwirten ermöglicht, ihre dnrch- tltlichcn Produktionskosten zu decken, der aber auf spcku- lve Interessen keine Rücksicht nimmt. Dast dabei cin- C s« ,"":desatzt werden, ist unvermeidlich, aber cs liegt im en des Krieges, dast er die Schädigung vieler einzelner Privak- nch bringt, nnd wo der Schaden so grost iit, dast dcr chadtgte in seiner Existenz gcsährdct wird, mag die llnter- un« «.^Mitteln dcr Allgemeinheit helfend eingreifcn. Die i notige «ummc ivird inimcr noch viel geringer sein als was die Konsumenten auszubringen hätten, wenn sie die bis- gen Prcsic oder am Ende noch höhere dauernd bezahlen ® lr Stoß diese Summen sind, läßt sich n,ir annähernd schätzen, enkt man aber, dast die Getreidcpreise -— bei einem Jahres- r> von 10 Millionen Tonnen — seit Kriegsausbruch Preis- erungen von 50—00 Mark erfahren haben, rechnet man die Steigerung der Kartoffeln und sonstiger wichtiger Lebens- iz h"k.Zu, so kommt man zu einem Betrag, dcr eine Mii- ° ö ledenfalls weit übersteigt. Ein sehr großer Teil dieses aber Leuten zugute kommen, die nach ihrer ganze» » e * net Unterstützung aus Mitteln der Allgemeinheit -oegs bedürftig sind: Grobgrundbesitzer und Großhändler. baruüi mehr als begreiflich, dast die Frage, wann unk, - 1 e F» Kietzung der H ö ch st preise erfolgen .^'»welcher Höhe sie erfolgen soll, alienthalbcn mit en 'ii , 'tleduld erörtert wird. Das ganze Volk ist bereit, di- iat nh ^' c ® ev Krieg notwendigerweise mit sich da« «i "jemand würde eine» Zustand verteidigen können, der ungeheuren Mehrheit überflüssig cr- • rhtvrt Ucinen Minderheit aber in angenehmer Weise ■> !>. > ^ ic Volksernährung im Kriege darf nicht dcr Ecgcn- !Ikw,nnsi,chtigcr Spekulationen sein! Portugal. Bis jetzt hat Portugal noch nichtdcn Krieg er- r t. Es fehlt also noch die amtliche Bestätigung der über eaur gekommenen Meldung, daß es zum Kriege entschlossen ist. Aber überraschend oder unerwartet wird eS niemand kommen, wenn Portugal, dem Gebote Englands folgend, einiges Kriegsvolk auf die Beine bringt, um die bunte Karte unserer Gegner im Westen um eine Nuänee zu vermehren. Politisch und militärisch fällt das wenig oder gar nicht ins Gewicht, als Symptom für die Art der englischen Feindschaft und Kriegsführung ist es von Wert. Aufruhr gegen Deutsche in London: In London kam es gestern zu Aufruhrszenen, bei denen Läden, die Tentschcn gehören, geplündert wurden. Der Aufruhr ivar die Folge eines von der Regierung verbreiteten Tpionenmärchens in dcr Vorstadt Depton. Truppen stellten die Ordnung wieder her. Die Regierung verhaftete zwanzig Kellner von Wiener Cafes dcr Neiv Oxford Street unter Spionenvcrdacht: deutsche Läden ivnrdcn auch in der High Street vernichtet. Tic Szenen haben sich heute früh mit großer Heftigkeit wiederholt. Es entstand ein regelrechter Kampf zwischen Polizeitruppen und dem Mob, dcr deutsche Läden plündern wollte. Mehrere Polizisten wurden dabei verwundet. England kann Japan nicht hindern! London, 19. Okt. (W. B. Nichtamtlich.) Aus Ncwqork wird dem Reutcrschen Bureau vom 15. Oktober gemeldet: Nach einem Telegramm aus Peking hat Großbritannien auf den Protest gegen die japanische Inbesitznahme dcr Schantungbahn erwidert, es sei außerstande, seine» Verbündeten zu hindern. Japan habe keine Wahl gehabt, da die Eisenbahn den Deutschen gehörte, die sic zu militärischen Zwecken denutzt hätte». Englische Treibereien in Kamerun? Die >tolonial-Korrespo»de»z meldet: Ter Ausbruch des Krieges hat die Eingeborenen von Kamerun, besonders die Dnala lebhaft becinfiustt nnd zu hochverräterischen Umtriebe» geführt. Mit erfreulicher Umsicht und Tatkraft hat der Kameruner Gonver- nciir Ebcrinaicr sofort cingcgrifscn und den Haupträdelsfiihrcr, M a n g a Bell, der schon während dcr Enteignungsverhand- lungen sich aufsässig gezeigt hatte, hinrichten lassen. Wie an unterrichteter Stelle mitgeteilt wird, ist gegen Manga Bell ans Anzeige des mächtigen Häuptlings Joiga von Bamnm ein Verfahren cingeleitet worden. Er wurde beschuldigt, schon zur Zeit dcr Entcigiiungsverhanblungcn versucht zu haben, unter den Häuptlingen einen Ausstand zu entfachen. Manga Bell wurde verhafte:. Das Verfahren hat dann so viel belastendes Material gegen Manga ergeben, dast seine Verurteilung und Hinrichtung erfolgte. Englische Not in Indien nnd Aegyten. Ans Indien. (W. B. Nichtamtlich.) Tie Blätter geben eine dem halbamtlichen afghanischen Organ Saradjulahbar entnommene Meldung wieder, nach der infolge der Verhaftung des muselmanischen Offiziers Mehmed Hafiz, des Bruders dcr Fürstin von Bhopal, einer dcr bcdentcndstcn innsclmanischen Fürstinnen Indiens, sich die S t ä in m e, deren Chef Mehmed Hafiz ist erhoben habe n. Dcr englische Gcncralgouveriienr habe versprochen, dem Gefangenen die Freiheit wicderzugcben. Ter anfständische Stamm Tjib- bour drängt die Inder zur Erhebung gegen die Engländer. Ll«s Aegypten. (VV. B. Nichtamtlich.) Wie das Blatt Tasvir i Efkiar erfährt, haben die Engländer in den letzten Tagen 120 ägyptische Bc- amtcn abgeseyt und 200 ägyptische Offiziere aus dem Heercsver- band entfernt. Man ist dcr Meinung, daß diese Maßnahmen getroffen wurden, um die Situation der Engländer in Aegypten zu retten. Aus Kairo wird telegraphiert, das, England Versuche unternommen habe, die ägyptischen Truppen zu entwaffnen. Die Eingeborenen widcrsetzten sich »nd es kam zu einem regelrechten Gefecht zwischen Aegyptcrn nnd Engländern, in dessen Verlauf beiderseits 150 Mann fielen. Auch in Alexanricn haben sich ähnliche Kämpfe abgespielt. Die Engländer entschlossen sich, den Truppen vorerst ihre Massen zu belassen. Unter den indischen Soldaten greift die Rassensluckit um sich- An einem einzigen Tag wurden 00 Mann gehenkt. Auch die Pest macht in Indien große Fortschritte. Täglich sterben 25 Mann. Ausstarid im Lomaliland. Die türkischen Blätter haben von glaubwürdiger Seite erfahren, daß die Muselmanen des Sonialilandes sich ec- hoben haben und die Stadt Berbern, dcil Hauptort der Kolonie, unter dem Oberbefehl von zwei Scheichs ange- griffen haben. Sämtliche englische Offiziere der Garnison sind gefangen genommen nnd die Stadt von den Muselmanen besetzt worden. Berbern ist feit 1881 englischer Besitz. 1871 wurde der Hafen von den ägyptischen Regierung besetzt und als Freihafen erklärt. Der KurLeikaufstaird. Konstantinopcl, 1!). Okt. (W. B. Nichtamtlich.) Heute nacht hier eingctroffene Telegramme ans Wan melden neue Kämpfe zwischen Kurden und Russen in der Nähe von Targhevar. Tie Russen wurden geschlagen und ergriffen die Flucht. In Urinia herrscht eine Panik. Infolge dcr Vce- Haftung der Chefs des Knrdcnstainmes dcr Zerza hat sich die Erbitterung gegen die Russen noch gesteigert. Nach dem Tanin wurde die erste Erhebung der Kurden des Stammes der Kardar gegen die Russen dadlirch verursacht, daß die Russen das Torf Goni durch Artillcricfeuer z e r st ö r t e n und eine große Anzahl der Einwohner ermordeten. Wie es in Südasrik«r nussicht. Eine Persönlichkeit, die zu de» acht Arbeiterführern, welche An sang dieses Jahres durch einen Genxrltstreich Bothas aus Südafrika nach England deportiert worden sind, jetzt übrigens wieder zu rückt ehren dürjen, jehr enge Fühlung unterhält nnd die Verhältnisse in Südafrika aufs beste zu beurteilen ver-- niag, hat sich vor «inniger Zeit über die dortige Lage in folgender Weise geäußert: „Tie von der englischen Presse mit dcr ehr eigen»» Geschicklich-, icit verbreitete Meldung, dast die Buren am Kriege an der Seiw von England aküv in Europa teiluehmen würden, verdient, aufs energischste kritisiert nnd bezweifelt zu werden. Die Buvendevöl- kcrung in Südafrika ist weit davon entfernt, eiiglands reu »blich ge-i stimmt zu sein. Man darf in Europa fest überzeugt sein und die Zukunft wird dies beweisen, dast nicht ein Bur gefunden wird, dcr für England in Europa zur Waffe grriist. Die Buren l>abcn den Krieg mit England noch nicht vergessen, edensowenig die schrccklichcir Greuel, die dieser Eroberungskrieg im Gefvlge hatte. Tie Hundert« von Friedhöfen ju Südafrika, auf denen mehr als 25 000 uafchutdige Bnrenfrauen mid Burenkinder begraben liegen, die in den Äon- zentrationslagcru durch die unmenschlichsten Entbehrungen grausam, in den Tod getrieben wurden, sind nnd bleiben einem joden Buren< herzen für alle Ewigkeit eine Erinnerung an di« Tchinach «nd Schande der britischen Armee. Die britische Regierung weist genau, ivas sic den Gefühlen der Bnronbevölkeiung schuldet. Sie kemit die Willenssiarle dcr Be-- völkcruiig, wofür als Benieis dienen mag die Zustimmung zum Bau des hcrrlicheu Monuments, das, bezahlt vom ganzen Buren-, volle, in der Nähe von Bloemfontein auf einer Anhöhe errichtet ist, weithin sichtbar mit seinen großen Emblemen, die Elend nud Trauer: versinnbildlichen. Dieses Denkmal ist ein Wallfahrtsort und das Mekka des AsrikanerknmS geivordcn. Die edelste Persönlichkeit des, Landes, Präsident Steyn, ivar der Errichtcr dieses markanten Ausdrucks des Bnrenhaffes gegen Britannien »nd der würdige Gen erat Hcrtzog sorgt dafür, dast sein Volk nicht vergißt, ivas ihm von England angetan ist. Dast nicht alles in Siidasrika so ist. wie die Briten es gerne sehen würden, wird man verstehen, wenn man sich oer Weigerung des General Beyers erinnert, des Oberbcsehlshabcrs des Vertei- digungshecreS. Er lehnte es ab, dem Befehl« Bothaö Folge zu geben, agrefsiv gegen Deutschland aufzutrctcn. General Beyers ist lin Sohn des Volkes, das ihn verehrt. Er ist sicher nicht der Mann, dcr bereit ist, mit seinen Leuten Bvthas Schmutzrcgicrung blindlings zu unterstützen. In jüngster Zeit ist in Südafrika etwas geschehe», n»as die britische Presse ans Befehl dcr Regierung verheimlicht: General Telarcy. ein alter Veteran aus dem Kriege mit England, hat mit zwei anderen Personen heftig gegen Bothas Politik protestiert. Die Folge von Beyers Weigerung und Dclareys Protest A>ar dcr Befehl, beide gefangen zu nehmen. Auf einer Autofahrt nach Dclareys Landgut wurde das Auto durch die Polizei, die "„natürlich" englisch ist. angerufen. Ehe noch der Ehauftenr anlmlien konnte, wurde geschossen und der greise Tclarey tödlich getrosfcn. Es han-delt sich hier nicht um ein zu fälliges Mißgeschick, wie di« englifckfe Presse glauben machen will, sondern um einen Vorfall, bei dem außer General Tclarey noch fünf, Menschen erschossen worden sind, nämlich: zwei Polizei beamte, der Ehcsrcdakteur Memott, ein Dr. Graser nebst Frau, während bereu Tochter schwer venvundct imirde. All diese Dinge darf das englisch« Volt nicht wissen. Ta nun Beyers sich geweigert hat, hat Bokha, der von englischem Kapitol gekauft worden ist, die Leitung des Heenes unter großmi Auftvand und Beifall der Laudoner Presse, übcvuommcn. Sein Heer steht in Wirklichkeit nur auf dem Papier, denn die Buren werden ihm nicht für England gegen Deutschland folgen. Wer ihm folgt, sind die Engländer in Südafrika, aber nicht ein einziger Minen- oder Eifenhahnmaim. Keiner von diesen Leuten ist mit der heutigen Regierung zufrieden, iusbcfondere wegen des rohen Auftretens der 9!egierung im Januar d. I. Die Gcsangeniiahme von Tausenden dieser Mäiiucr, die rohesten Mißhandlnngeu dieser Leute, sowie die allem Recht und Gesetz hvhnsprcchcnde Teporiatiou der 8 Arbeiterführer nach England, hat viel böses Blut gemacht. Dafür wird die Regierung Bothas bei den kommenden allgcineincn Wahlen schwer büßen. Ganz Südafrika liegt übrigens „aus dem Rücken". Das wirtschaftliche Leben ist durch gewaltig« ArbeiterstreikK empfindlich gestört. Infolge des Krieges liegen alle Tiamantmiuen still. Den Golbminen fehlt Quecksilber und Ehanid, das man „aus Feindesland", nämlich Deutschland, bezogen Hai. Tie Goldprodnktion ist auf die Hälft« bereits jetzt vermindert. Biele Tausende von Arbeitern, weiße wie schivarzc, sind arbeitslos. Der Eisenbahnverkehr ist eingeschränkt, ei» unbedeutender Tchisssverkcyr wird noch mit England und der übrigen Wctt unterhalten. Di« Cinkominenquellen sür di« Staatskasse fliesten daher viel spärlicher, was ein nicht zu unterschätzender Fahtor ist. Frieden wird in Siidasrika nicht eher einkehren, bis diese Regierung gefallen ist und Präsident Steyn und General Hertzog das Stoatsruder in ihrer Hand haben. Nochmals will ich hervorhcbcn, daß die Buren kein kricgeristfas Volk sind. Es ist ftir jedett Kenner undenkbar, daß die Buren ihr Land virlasien, »m ftir England tu Frankreich oder svnftwo zu kämpfen." (Franks. Ztg.) Die englischen Arbeiter und der Krieg. Entgegen den Nachrichten über eine kriegsfeuidliche Strömung in der englischen Arbeiterschaft schreibt der Daily Citizen, das Tageblatt der Arbeiterpartei: „Tic Führer der Arbeiterpartei sind stets Befürworter des Friedens gewesen tmb tvcrdc das auch bleiben. Augenblicklich kann der Friede über nur zustande kommen durch große Opfer, heftigen Kampf und den festen Willen, den Kampf zu Ende zu führen. Wir müssen jetzt alle einig fein zur Erhaltung unseres Vaterlandes." Es wird dann nachzuwciscn versucht, daß der deutsche Militarismus den Krieg vom Zaune gebrochen habe, weil er sich das übrige Europa sonst habe nicht unterjochen können. Es heißt dann weiter: „Wir stehen jetzt mitten im Kriege und müssen ihck fort- führen. Da kann es keine halben Maßnahmen geben. Wir dürfen nicht ruhen, bis die Macht, welche Belgien geplündert und fast ganz Europa in dies entsetzliche Elend des Krieges gestürzt hat, niedergeschlagen ist. Was in der deutschen Presse über die angebliche Uneinigkeit in unserem Lande in bezug auf die Durchführung des Krieges die Runde macht, ist purer Unsinn." Ein Hilferuf aus Belgien. Tic Invasion der Deutschen in Belgien hat über dieses unglückliche Land großen Kummer und Elend gebracht. Handel und Industrie liegen fast gänzlich darnieder. Das trifft insbesondere auch zu auf die Stadt Gent. Tort sind die große Mehrzahl der Werkstätten und Fabriken schon seit Beginn des Krieges geschlossen. Einige Fabrikanten lasten zwar noch arbeiten, aber mehr aus philantropischen Gründen und nur einige Stunden die Woche. Die Organisationen der Arbeiter haben ihr möglichstes getan, ihre arbeitslosen Mitglieder Z» unterstützen; ebenso tut der ösfent- lichc Arbcitslvsenfonds seine Pflicht. Tie Stadtverwaltung selbst verteilt täglich an verschiedenen Stellen der Stadt über 10 000 Liter Suppe mit Brot an die Arbeitslosen. Tic Mitcl der Gewerkschaften sind aber nur gering, zum Teil bcsindcn sic sich in den Zentralkassen, mit denen infolge der Besevung durch deutsche Truppen eine Verbindung zurzeit unmöglich ist. So können schon jetzt die Gewerkschaften weit weniger zahlen als sonst in Friedcnszeiten. Tic Metallarbeiter, die sonst 16 Francs, und die Holzarbeiter, die früher 14 Francs pro Woche zahlten, können ihren arbeitslosen Mitgliedern jetzt nur noch einen Francs pro Tag zahlen. Tie Zukunft sicht also für die Gcntcr Arbeiterschaft recht trübe aus. Tie Arbeitcrsekretäre der Genter Gewerkschaften haben sich deshalb, wie wir dem Daily Citizen vom 10. Oktober entnehmen, an die englischen Gewerkschaften mit dem Ersuchen gewandt, ihnen zu Hilfe zu kommen. Fn dem Schreiben der Genter Genossen heißt cs u. a.: „Wir können nicht voraussehen, wenn diese schreckliche Zeit vorüber sein wird, aber mit Bangen sehen wir dem Moment entgegen, wo die Mittel der Gewerkschaften erschöpft sein werben. Es wird das der traurigste Tag sein im Dasein unserer Organisation. Ein kummervoller Tag, der sicherlich kommen wird mitten im Winter, der schlimmste» Zeit des Jahres, wenn unsere Arbeiterfamilien vom Hunger und der Kälte hart betroffen werden. Eine traurige Zukunft, an die wir nicht zu denken wagen." Die Gcntcr Gewerkschaften erklärten sich bereit, eine Delegation nach England zu schicken, die den englischen Arbeitern die nötige Aufklärung über die Lage zu geben bereit wäre. In banger Vorahnung der kommenden Ereignisse mahnen sie die englischen Arbeiter zur höchsten Eile, da die Verbindung vielleicht bald unterbrochen sein werde. — Das parlamentarische Komitee der cng- lichen Gewerkschaften hat zugunsten der Genter Arbeiterschaft daraufhin einen Ausruf au die englischen Arbeiter erlaflcn, in welchem es die Gcwerkschaslen auffordcrt, den Gcntern mit Untcr- stützungeu beizuspringc». Die Not in Polen. Der Nowoje Wremja in Petersburg zufolge empfing der russische Handelsminister eine Deputation aus Warschau und Lodz, die um Maßnahmen gegen die ungeheure Not in Polen bat. Tie Lage der Arbeitslosen sei unerträglich. Ter Vertreter von Lodz ersuchte um die Erlaubnis, eine Anleihe von 2 Millionen Rubel zur Steuerung des entsetzlichen Elends in der Stadt aufzunehmen. Der Minister versprach, Ordnung in die Verhältnisse zu bringen. Ein sozialistisches Manifest gegen die italienische Neutralität. IK. Tic ilalienischc sozialistische Partei hat erst kürzlich durch einen mutigen Beschluß ihren festen Willen kundgctan, die Neutralität des Landes in den, jetzigen Kriege und damit den Frieden um jede» Preis hochzuhaltcn. Es besteht jedoch eine nicht unbeträchtliche Minorität in der Partei, die anderer Meinung ist. Die bedeutenderen Führer dieser Richtung haben nun zusammen mit syndikalistischen und anderen revolutionären Gruppen ein gemeinsames Aktionskomitee gebildet, das im ganzen Lande die Agitation gegen die passive Neutralität Italiens in dem jetzige» internationalen Kriege betreiben soll. Afraja. Ein nordischer Roman von Theodor Mügge. 91 „Um dessentwegen", sagte Afraja endlich, „kannst du nie- malS wünschen, daß mein Kind wieder zu euch hinabsteigen soll. Laß sic, ich bitte dich, bei denen, die sie lieben und als Afrajas Tochter ehren, und sage den Toren, die sie suchen wollen mit ihren blinden Augen, daß sie auf ihrer Schwelle sitzen mögen, im Schatten ihrer Häuser, fern von uns und Unseren Gammen, die sic uns gelassen haben." „Ich höre dich mit Erstaunen", sagte Marstrand. „Wären alle Männer deines Stammes so verständig wie du, so würde auch der Sinn derer sich ändern, die euch bis jetzt verfolgt haben." „Nichts würde sich ändern, Jüngling," antwortete Afraja. „Wen hassen sie zumeist? Mich, weil sie niich klug nennen. Wenn die Männer meines Staninics mir glichen, würde ihr Haß jeden verzehren wollen." „Sie hassen dich, weil sic dich fürchten," sprach der Junker, .„dein Volk aber verachten sie und verlachen es. Macht, daß sie nicht mehr lachen, so wird es besser werden. Haß kann man versöhnen oder mit starkem Haß vergelten, wer verachte! und verlacht wird, ist kein Feind, der Besorgnis erregt." Afraja hörte still zu. Er saß »achdenkend auf dem Stein, seine kleinen, rötlichen Augen rollten hin und her und richteten sich lauernd auf den Ratgeber. „Laß uns von deinen Angelegenheiten sprechen," begann Lr darauf, als Marstrand schwieg; „ich bin darum gekommen. Oft schon, wenn du schlaflos auf deinem Bette lagst, flüsterten deine Lippen meinen Namen. Du riefst mich." „Du weißt mehr als ich selbst," sagte Marstrand. „Du riefst mich, weil du mich brauchst," fuhr der Alte fort. „Du gibst viel Geld ans, ernährst viel Leute. Deine Säcke und Kasten werden leer, deine Silbcrtalcr gehen in anderer Männer Taschen." ^.Da hast du recht," antwortete der Gaardherr. „Ich Das Komitee, bas an allen Orten Subkomitees einsetzen will, hat einen langatmigen Ausruf au das italienische Volk erlösten. Darin wird die Notwendigkeit eines militärischen Eingreifens zugunsten der Staaten, die in Europa die Sache der Bildung und deS Friedens vertreten: Frankreich England und Belgien, begründet. lR u ßland hat man vergessen!j Diese Pflicht ergebe sich für jeden, der der schassenden Menschheit eine teuere Zukunft wünsche, der für den Triumph der Arbeitcrsachc und der sozialen Revolution und für das Ende aller Kriege kämpfe. Daher müste die Regierung gezwungen werben, in diesem Sinne sich vorzubcrcitcn und vorzugehen. Unter den Unterzeichnern des Manifestes finden sich u. a. folgende auch im Auslande bekannte Namen: Masotti, Maria Rygier, Livio Eiardi. Titelli. Mario Sartt, Nonconi, A. de Ambri, Decio Papa. Eesarc Rosst, Silvio Rossi, Corridoui usw. Der wegen seiner vielen Preßprozcste bekannte Gcuoste 6! a l a s s i, der Gcschästsfllhrcr und verantwortliche Redakteur des sozialistischen Zentralorgans Avanti, trat von seinem Posten zurück, weil er ebenfalls sür de» Anschluß au den Dreiverband und mit der Haltung des Partcivorstandes nicht einverstanden ist. Er gehört zur äußersten Linken der Partei. Bekannte „Revolutionäre" sind sogar freiwillig in das französische Heer cingetrcten, in dem sie unter Führung des jungen Garibaldi besondere Regimenter bilden sollen. Dazu gehören z. B. die Eisenbahnersührcr Pietroni und Eiardi usw. Auch die Syndikalisten Eorridoni und De Ambri haben sich angemeldet und der Zuzug von Freiwilligen hält täglich an, trog der Versuche der italienischen Regierung, die Anwerbung zu verhindern. Burzew. Zürich, 19. Okt. (Ctr. Frist.) 11m die große Erregung über die Verhaftung Burzews zu beschwichtigen, beschloß der russische Ministerrat die Prüfung des Aktenmaterials, die nach russischen Verhüllnissen sicherlich erst nach Beendigung des Krieges erfolgen wird. Burzew selbst ist danach nicht entlassen, sondern sitzt bis zur Beendigung der „Prüfung des Aktenmaterials" natürlich in einem russischen Kerker. Strenge Justiz. Das französische Kriegsgericht des MarncdcpartcmcntS verurteilte, wie dem Berl. Lokalanzeiger gemeldet wird, einen dort ansässigen deutschen Landwirt und seine Schwester zum Tode, weil sie bei dem Rückzug der deutschen Armee sächsische Soldaten in ihrem Hause versteckt hatten. Ein Bruder der zum Tode Verurteilten und ein Knecht wurden zu fünf Jahren Zwangsarbeit verurteilt. Sämtliche Angeklagten waren geständig. Die preußische Kredilvorlage. Keine ArbeitsloseuunLerstützuug. Die Kreditforderung, die das preußische Staatsministerium stellt, beträgt nach der Vossischcn Zeitung V/j Milliarden Mark. Bis zu dieser Höhe soll der Betriebsfonds der Schatzanweisungeu verstärkt werden. Tic Vcrweudungszlvecke sind verschiedenartig: Deckung der Einnahnicn-Anssälle bei den Eisenbahnen, Steuern usw. Ferner Hilfe für Ostpreußen und die betroffenen Teile Westpreußens, Fürsorge für Be- amte und Angestellte, Notstandsarbeiten, Moorkultur, erleichterte Ernährung. Bestätigt sich diese Nachricht, so wird eine schwere Enttäuschung nicht ausbleiben. Denn Mittel zur Unter- stützung der Arbeitslosen sind in dieser Aufzählung nicht genannt. Diese wichtige Aufgabe würde dem Reiche verbleiben. Wie notwendig ihre Lösung ist, geht neuerdings u. a. auch ans einer Aufstellung des Vorwärts hervor, nach der die freien Gewerkschaften in Groß-Berlin allein im September 861885 Mark an Arbeitslosenunterstützung ausgezahlt haben, wovon auf die Stadt Berlin ohne Vororte 576 723 Mark entfallen. Der städtische Zuschuß an die ge- lverkschaftlich organisierten Arbeitslosen betrrig nur 166 817 Mark. Nur wenige kleinere Gemeinden um Berlin haben sich dem Vorgehen des Berliner Magistrats angeschlossen, dagegen hat die große Vorortgemeinde Schöneberg, die in der Friedenszeit die Arbeitslosenunterstützung eingeführt hatte, jetzt aufgehört, die Unterstützung in der bisherigen Weise zu zahlen. Tie Bnntscheckigkeit der Bilder, die Groß-Berlin ergibt, muß sich natürlich noch steigern, wenn man den ganzen Staat oder das ganze Reich in Betracht zieht. Die Notwendigkeit einer allgemeinen Regelung und der Zahlling von Zuschüssen fürchte selbst, daß ich cinhalten muß und mein Werk nicht vollenden kann." Afraja lachte heiser auf. „Tu es nicht, Väterchen," sagte er, „dein Werk ist gut. Helgestad wird kommen und dich loben." „Wird er mich auch ferner mit Geld und Waren unterstützen trotz deiner Warnungen?" „Er wird kommen, der gute Vater, und wird seine Nase reiben. Deine Sägemühle wird ihm gefallen, und dein Fleiß wird ihm gut dünken." „Wenn aber Hclgestad sich zurückzieht, Afraja, kann ich dann auf dich rechnen?" Der Zauberer antwortete mit einem falschen Grinsen und Nicken. „Laß uns sehen, Väterchen", murnielte er, „laß ihn kommen und sprechen, du wirst ihn hören. Geh dann, wenn cs dir gutdünkt, an den Fjord hinab, bis dahin, wo einst Jubinal seine Hand ausstreckte und den bösen Vogt in seinem Hause zermalmte. Tahin gehe, wenn die Sterne scheinen und rufe mich. Wo ich auch sein mag, Jüngling, ich werde deine Stimme hören. Sprich meinen Rainen leise, wie wenn Syda, der Gott des Windes, über die Spitzen des jungen Grases tanzt, Afraja wird bei dir stehen." Teiii Junker kam es fast vor, als sollte er einen Pakt mit dem Bösen schließen, und doch war ihm der alte, ungeheuerliche Mann, von dem er Hilfe forderte, und der mit allerhand Gaukelei auch bei ihni seinen Hercnmeisterruf bewahren wollte, weit eher belustigend, als fürchterlich. „Ich darf dir also vertrauen, Afraja?" fragte er so ernsthaft er konnte. „Tn mußt es tun, Väterchen — wirst cs tun!" antwortete der alte Mann. „Und was verlangst du von mir für deine Dienste?" „Nichts! nichts, Väterchen!" sagte der Lappe so schein» heilig, wie ein echter Teufel. „Ich habe Geld sür dich, habe :o viel du begehrst. Doch jetzt laß mich gehen. Mein Weg ist weit. Mein Land ist ohne Ende. Niemand kennt cs, sie nennen es eine Wüste. Komm selbst und sieh, ob cs nicht an Gemeinden, die ihren Verpflichtungen gegenüber den Ar beitslosen nicht Nachkommen können, drängt sich da von selb! auf. Gegen die geschmacklosen Kriegspostkartcl wendet sich auch das badische Ministerium in scharfer Weise. In dc amtlichen Auslastung wird gesagt, daß durch die geradezu in Rohe, uusartende Verhöhnung der mit der deutschen Armee im Jtti. 1 befindlichen Staate» und ihrer Heere nicht nur beim Publikum sondern auch bei unseren Truppen im Felde Acrgernis cregt mir! da die Karten ein ganz falsches Bild von dem Gegner geben, mi dem unsere Truppen im schärssten .Kampfe stehen. Das badisch Ministerium des Innern erblickt in der Auslegung derartiger Potz karten groben Unfug im Sinne des § 360 Ziffer 11 R.-Ttr.-G.-i und hat Anweisung gegeben, daß derartige Postkarten auS de Schaufenstern der Geschäfte zu entfernen sind. Beschlagnahme feindlicher Zollgüter. Der Bundesrat hat Bestimmungen über die Beschlcv nähme feindlicher Zollgüter zum Zwecke der Vergeltung b> schlossen. Feindliche Waren, die vom 15. Oktober ab inne halb der Reichsgrcnze sich befinden, werden durch die Zol bchörde vorläufig fcstgchalten. Als feindliche Waren wc den die betrachtet, die für Rechnung einer natürlichen od juristischen Person lagern, die in Belgien, Frankreich, Gro I britannien oder Rußland oder in den Kolonien und au I wärtigen Besitzungen eines dieser Länder ihren Mohns I oder Sitz hat. Der Reichskanzler kann im Wege der Berge! I nng anordnen, daß die festgchaltenen Waren zugunsten d s Reiches cingezogcn werden. Aus der eingezogcnen Wa I sind vorweg die Ansprüche der Personen im Inland, weg, I Aufwendungen ans die Ware zu befriedigen. Schwere Strafe für dummes Geschwätz. Das Kriegsgericht in Straßburg verurteilte den Hündl 1 Birgcutzle wegen Verbreitung falscher Gerüchte zu einem Moo Gefängnis. Er hatte in einem Restaurant erzählt, bei Reims sei 80 000 Deutsche gefangen genommen worden. Deutschland ha fast keine Soldaten mehr, während die Verbündete» geringe V, lüste hätte». Die neutralen Mächte Italien, Schweden, Simen! hielten zu Frankreich, und Deutlchland müßte an Belgien 25 M! liarden Kriegsentschädigung zahlen. Verrat militärischer Geheimnisse. Tie Münchener Zeitung hatte eine Reutermeldung »eröffc: licht, in der von angeblichen Trnppcnverschiebungcn bei Antwerl i die Rede war. Ter Staalsanwalt erhob deshalb gegen zwei ß I dakieurc und den Direktor des Verlags Anklage wegen Verr, militärischer Geheimnisse. Das Urteil lautete nach geheim durch sllhrter Verhandlung auf 150 Mk. Geldstrafe für den Chcfrcdaftk Gras v. Bothmcr, ans je 100 Mk. für de» Redakteur Schmid v den Vcrlagsdirektor Büchner. Das Gericht hat angenommen, k die Angeklagten in gutem Glaube» gehandelt haben und sah d halb von der beantragten Freiheitsstrafe ab. Ein pricsterlicher Hochverräter. Stettin, 19. Okt. In der Aula des Marien-GyninasiumS hi gestern abend ei» Prediger Frank aus Straßburg ini Elsaß cu gut besuchten Vortrag, in dessen Versauf er sich in Schmähum und Beleidigungen der Deutschen erging. Ter größte Teil der ; Hörer verließ den Saal. Hieraus erschien die Polizei und vcrhafi I Frank, gegen den wegen seiner hochverräterischen Acnßeriiiigcn I Verfahren cingeleitet worden ist. Eine falsche Behauptung. tf! 3 It i V jji H' li« &i«l ßi JOfi Jre auf tttn ftin. Dil ist > lDCtP feitio ward jungi edta Die tichir Auto schied 3 HM« tröffe mit, i IflWl UW tzkiwil frierst Hiera in fi gut e k (in g- proini allen fltni löneft uclbi tdcqi »lall L«ick Ter Parieivorstanb schreibt uns: Ter Daily Citizen bringt in feiner Nr. 62i vom 10. Ostoi einen Bericht eines Berliner Korrespondenten iibcr das „Ber des Vorwärts". In diesem Bericht wird einleitend gesagt, dal „die sozigidemokratische Partei am 4. August sür die Arie krcdite stimmte allein wegen einer Uebercinkunst mit der Re, rnng, daß die sozialistische Prcste während des Krieges alle Ai heilen der übrigen Preste genießen würde". Die Redaktion fügt dieser Korrespondenz eine Erklärung in der cs u. a. heißt: „Eine I c st st e I l u n g ist besonders intcrestant. Es schc daß das berühmte Votum der Sozialisten für die Kriegskrc durch die deutsche Regierung erkauft wurde gegen verschied Kunzessionc». Tie Regierung hat aber nun ihr Wort nicht halten und das Ucbereinkommen ist jetzt gebrochen." Wir stellen gegenüber diesem Bericht des Dail» Citizen, angeblich von einem „führenden deutschen Sozialisten" stami soll, folgendes fest: Vor der Abstimmung der sozialdemokratischen Reichste sraktion vom 4. August habe» keinerlei Verhandlung mit der RcichSregicrung darüber stattgefunden, welche S tung die Regierung zur Sozialdemokratie während der De Früchte trägt, bessere als am Lyngenfjord wachsen. Ich l| dir zeigen, was keiner je gesehen hat, nun aber lebe wohl: merke, was ich dir sagte. — Am Grabstein sitz' ich, m> I Augen sind offen. Ein Seidmann bin ich, der vieles li| und kann!" Mit diesen Worten, die er halb singend sprach, tom| auf sein Tier gestiegen und hatte den Halfter ergriffen, lese um den Hals des klugen Geschöpfes hing. Mit eil| leisen Schlage brachte er cs in Gang, die beiden gelben Hv folgten ihrem Herrn, und rasch kletterte das gehörnte P mit seinem greisen Reiter an der steilen Wand auf, welcher die Balsclf niedcrstürzte. Marstrand blickte ihnen nach, bis sie ans der Höhe schwanden. Dann kehrte er nachdenkend um, aber er fi sich wesentlich beruhigt. Afiaja hatte Geld für ihn, im Hclgestad Böses im Schilde führte; was aber konnte b'| ihm vorwcrfcn, warum sollte er ihn hilflos lassen, da er mit größter Anstrengung alles getan hatte, was er sollte' Als er den Gaard erreichte, war er entschlossen, sofor > den Lyngenfjord zu reisen, da Olaf überzeugt war, Helgi I miijic jetzt zurück sein. Er bat Olaf, sein Versprechen zus füllen »nd auf einige Zeit die Oberaufsicht zu führen, Vorratshaus fertig zu bauen, dabei keine Arbeit im Wald | hindern, bis er selbst aus Oerenäes zurllckgekehrt sei. Olaf war bereit dazu. „Ich werde dir ein tüchtiges !l ratshaus cinrichten," sagte er, „aber du wirst keine Vor haben. Sich zu, wie du cs machst; hindern will ich ni | Jedermann muß wissen, was ihm gut ist." Ter sorgenvolle Gaardherr wies die Zimmerleute was sic angreifen und vollenden sollten, dann nahm er I nächsten Morgen dos beste unter den acht Pferden, die er geschafft hatte, um die Arbeiten zu fördern, und machte | ans den Weg. Das junge, kräftige Tier trug ihn bald den Gebirgssattel, der den Balsfjord voin lllvfjord tri I und als der Mittag herankam, war er auf dein Fjcldc, bo [ den Lyngenfjord führt. (Fortsetzung folgt.) D »l ei- »M« Wji wrtf tat 1 fei ns ft ii 811 fiii t»l T oefoi dein, Deut m H'a «tu Mi 5iii5i » 2* if. ,lU >» Sj :e itn i ' P»b,' ' Heben bnt "%n kfettJ Ölli «et. ; Bes,. S^Itung r ob in, ch die öoren Iiifien «ich, g, und f n Weh, der 33et| Sanften enen Ianb, fei de» HA einem K i Heims ji tWmi b Mi« } den, Slmn Igien L J -ssc. ms neiöHf ei Sliilmi len zwei lesen Am leim 6utb (ibcfrctiat r 2d)imb: enomtnen, unb jat] i tcr. muipnniä si (jlliiS f Jdjmiu: •.Stil in, ai ntthal ijetunjei; t &* „ 10. » das „* geI-S>> it die Sn mit der S ieges alle gtlletm; nt. es» c An-M it« neitön Seit iw ien-' . ln (situ« ifteu" !>» je« Heiß* landln» n-elch-« cnb der» jpra& B ® • etgt'lfe" r * gehörnt^ ia nb auf- berÄ aber erJ 1 ir , formte - jjen, ^ ? a8« „ s !lt«^ SÄ ' 1 w*i- Si K' Je8 Krieges einnetzmen würbe. Die Haltung ber Negierung zur Sozialdemokratie hatte nicht den gering st en Einfluß auf bie Abstimmung der sozialdemokratischen Reichstagofraktion vom 4. August. Tie deutsche Sozialdemokratie hat von jeher eine Schacher- Politik abgelehnt, bei der ihre Haltung durch Konzessionen iti Regierung hätte bestimmt werden können. Bor und an dem st August ist Am keiner Seite innerhalb oder außerhalb der Fraktion auch nur der Bersuch gemacht worden, der sozialdemokratischen Fraktion eine solche Konzessionspolitik vorzuschlagen. Ein solcher Versuch hätte auch sofort eine einmütige Zurückweisung ersahren. Die Feststellung im Daily Citizen entspricht deshalb in keiner Weise den Tatsachen. Ein japamscherKrcnzer vernichtet. W. B. London, 20. dt. Das Reuterburea» meldet ans Tokio: Nach amtlicher japanischer Bekanntmachung ist der Kreuzer „Takatschio" am 17. Oktober in der Kiautschoubuchr auf eine Mine gelaufen und gesunken. Bon der 264 Mann betragenden Besatzung sollen 1 Offizier und 9 Mann gerettet sein. Die Franzosen bei Upern zurücksiewoifen. Rotterdam, 19. Okt. Rach Meldungen hiesiger Blätter Ist der französische Flügel bei Ätzern zurückgeworsen worden. Antwerpener Beute. Rotterdam, 20. Okt. Tic Deutschen erbeuteten in Ant- loertzen auch 400 Automobile. Diese waren vorher durch Be- seitigung der Motore und der Zündung unbrauchbar geinocht worden. Aber die Deutschen wußten sich zu helfen. Ein junger Freiwilliger, dessen einst wohlgepslegte Hände mit Schwielen bedeckt waren, sagte: Wir Deutschen machen alles. Die Bestände der großen Antomobilfabrik wurden beschlagnahmt, worauf die Deutschen mit ihren eigenen Leuten die Autoniobile wieder in Ordnung brachten und sie den verschiedenen Divisionen zuteilten. Die englischen freunde. In Endhove,, sind, wie dem Berl. Lokalanzeigcr berichtet wird, holländische Kommissäre ans den sranzüsiichen Seestädten «inge- trossen; einer derselben teilte dem Kriegsberichterstatter des Blattes mit, daß die englischen Truppenlandungen sür die französischen Deparlenients Seine Jnferireure und Pas de Calais ein schweres Unglück seiet». Alles wird von den rücksichtslos austretenden Bundesgenossen Frankreichs niit Ate schlag belegt. Tie Ladungen von Ge- srlerfleisch, Kaffee, Salz und Reis bleiben allein sür die Engländer reserviert. Was sich in den Lagerhäusern befindet, soll ans Befehl der fvanzösischcn Heeresleitung den engllschen Bundesgenossen zugute kommen. Jolm Bull schlägt aus der Freigebigkeit der Franzosen gehörig Kapital. Er versorgt sich vorläufig mit den Boden- produktci! Frankreichs unbekümmert um die Hungersnot, die in fast allen Seestädten, von Dünkirchen bis nach St. Rlalo, Jammer und Elend verbreitet. Di« Begeistcvung für die Engländer ist schon längst geschwunden. Die Angst in London. Rom. 20. CH. Ein Privattclcgramm der Gazctta dkl Popolo Meldet, daß deutsche Zeppeline und Unterseeboote, die durch Funkcn- trlcgraphic miteinander verbunden sind, Angriffe aus die englische Flotte und Küste planen. e^ iptadt zu verlassen. Tie Bevölkerung Warschaus wurde aufgefordert, sich schleunigst schon jetzt aus der Skndt zu ent- fernen, weil die Festung, wie der Kommandant von Warschau durch Anschlag bekanntgibt, mit allen Mitteln und bis zum äußersten verteidigt werden solle. Am Samstag zeigten sich siidlich von Czenstochau hinter Radom zwei Zeppeline, die von den Russen erfolglos beschossen wurden. Die russische Regierung gegen die jüdischen Studenten. Daß die Versprechungen des Zaren an die Juden nicht besonders ernst gemeint waren, zeigt sich immer mehr. Aus dem Haag wird über den Mißerfolg einer Abordnung der aus Deutschland beim Kriegsausbrüche ausgewiesenen jüdischrussischen Studenten bei dem russischen Unterrichtsministec Passow berichtet. Bekanntlich darf bei den Universitäten in Rußland nur ein gewisser Prozentsatz der Studenten aus Juden bestehen. Man bat nun um Dispensation von dieser Bestimmung auf Grund der außerordentlichen Verhältnisse. Tie Antwort des Ministers lautete, es könne dic-s unter keinen Umständen geschehen. Außerdem fügt er hinzu, daß die Ge- suchssteller, weil sie „bei den Barbaren" studiert hätten, auch das Recht, als Einjahrig-Freiwillige zu dienen, verwirkt batten. Dabei waren sie wie Tausende ihrer Kollegen, nur durch die genannte Vorschrift gezwungen, ihren Studien im Uuslaphx zu folgen. Die indische» Hilfstruppen. Mailand, 20. Okt. Tie Ossiziere des van Sansibar in itapci eingetrosscncn Dampsers Port Said teilten mit, daß sic aus >,«hrt van Sansibar bis Suez zahlreich« englische und sranzö- üiT « öd ' ii!c ungctrosse» hätten, vollbesetzt mit indischen Truppen Aegypten, wo die Erpedilionskorps der Kolonialiruppen vorbereitet werden, China und Amerika. 19 Okt. Nach Meldungen aus russischer Quelle teilen o,e Baseler Nachrichten mit, daß China und die Vereinigten «taatcn in der Form eines Schiedsgerichtsabkommens eine Militär- und Flatten-Konvention van großer Tragweite abgeschlossen «eiten sollen sich verpflichtet haben. Ihre milttäri. Ichen Rüstungen jy, gegenseitigen Einvernehnie» dnrchzusllhrcn. Auch über Verstärkungen des Heeres und der Marine sollen ge- mcinsame Beratungen stattfinde». Ebenso sollen sich beide Staaten über Verbesserungen aus militärischem Gebiet gegenseitig unterrichten. » Hessen und Nachbaraebiete. «iehk,» und Umgebung. Verlustliste des Jnf.-Reqiments Nr. 116 Gießen. (Reserve-Regiment.) (Fortsetzung.) III. Bataillon. Stab: Major Sicgsr. Herrn. Theod. v. Buffe, Zochorta», t 0 *• — OLt. u. Adj. Erich Heinr. Hartwig Ouade, Göcken, lvw. 9. Kompagnie: Hauptm. Aug. Frhr. Raitz v. Frcnü, Koblenz, lvw. — Obltn. b, R. Friedrich Weimer, Gießen, vw. — Ltn. d. R. Hans Warnte, Gudcnsberg, vw. — Unteroff. Karl Ger- lad), Stockhcim, Kr. Büdingen, tot. — Ge fr. Friedrich Schütz, Friedberg, lvw. — Gefr. Friedr. Will,. Winter, Niedcr-WciscI, lvw. — Friedr. Hillgärtner, Bad Nauheim, lvw. — Fr. Engel, Homburg a. Ohm, tot. — Untossz. Joh. Hahn, Rieder-Mörlen, vw. — Gesr. Joh. Friedr. Kroncr, Vilbel, vw. — Gefr. Heinrich Zinn, Renyendorf, Alsfeld, vw. — Karl Veith, Reichelsheim, vw. — Ludwig Rcitz, Steinsurt. vw. — Herrn. Reutzcl, Burggräsenrod, vw. — Gustav Lohn, Wohnbach, vw. — Feldw. Heinr. Stork, Groß- Gerau, vw. — Vzscldw. Georg Singel, Gambach, vw. — Untossz. Friedr. Müller, Winterswciler, vw. — Untossz. Beruh. Wack, Gießen, vw. — Untossz. Sind. Walther, Reichelsheim, vw. — Untoffz. Ludw. Huber, Steinfurth, vw. — Untossz. Heinr. Weiden- hans, Griiningcn, vw. — Untossz. Fakob Ohlemutz. Gambach, vw. — Untossz. Karl Heberer, Tietzenbach, vw. — llntofsz. Fritz LSkar Anacker, Horchheim. vn>. — Feldwebelitn. Fritz Rerger, Görlitz, vw. — Karl Karter, Maffenhcim, vw. — Wilh. Kalbhen», Kaichcr, vw. — Wilh. Klippel, Nieder-Weiscl, vw. — Wilh. Kester, Niedcr- Eschbach, vw. — Heinr. Stephan Riemer, Nicder-Mörlen, vw. — Gefr. Phil. Krausch, Gambach, vw. — Joh. Krebs, Knctzgan i. Un- tcrsranken, vw. — Gesr. Friedr. Bernhardt, Biedenkops, vw. — Karl Kost, Petterweil, vw. — Untossz. Jakob Dapper, Sorgenloch, vw. — Wilh. Pirl, Wolfersheim, vw. — Karl Rciskohl, Vilbel, vw. — Konrad Rosenbechcr. Steinfurth, vw. — Karl Bolz, Burggräfen- rod, tot. — Gefr. G. Mathäus, Langenbcrg, vw. — Untossz. Otto Matern, Mnschenheim, tot. — Georg Werner, Fricbberg, vw. — Karl Schneider, Friedberg, vw. — Heinr. Schöhn, Berstadt, vm. — Heinr. Kremcr, Heldcnbcrgen, vw. — Joh. Lagicr, 5!aiserSlautern, vm. — Jakob Sigel, Steinfurth, vm. — Horn, Ludw. Silles, Steinfurth, vm. — Gesr. Albert Böhmer, Oberlängen, vm. — Jakob Broy, Biersdorf, vm. — Tamb. Eberhard Brod, Steinfurth, vm. — Jakob Breidert, Langen, vm. — Georg Back, Ober-Roßbach, vm. — Theodor Singet, Schwalheim, vm. — Tamb. Theodor Karl, Bellmuth, vm. — Rob. Kristfreund, Wiesbaden, vm. — Jakob Deiß, Harxheim, vm. — Karl Dickenberger, Ilbenstadt, vm. — Karl Topp, Usenhorn, vm. — Ouiri» Ebcrhardt, Ilbenstadt, vm. — Jakob Euler, Butzbach, vm. — Karl Faatz, Affenheim, vm. — Adolf Ernst, Fauerbach, vm. — Ludwig Falk, Steinfurth, vm. — Georg Fisch, Ossenbach. vm. — Heinrich Frank, Schwalheim, vm. — Franz Brauburger, Rosenheim, vm. — August Füller, Vilbel, vm. — Georg Feuerbach, Klein-Karbe», vm. — Gg. Geis, Strals- bach i. Slayern, vni. — Emil Goldmann, Schönau i. Sachsen, vm. — Adam Gönsch, Nieder-Eschboch, vm. — Karl Görtz, Heldenbcrgen, vm. — Hrch. Grieb, Elambach, verm. — Hrch. Gritninger, Butzbach, vcrm. — Fr. Phil. Gutltz Harheim, vcrm. — Gefr. Karl Guch, Nieder-Florstabt. venu. — Silex Gondorf, Friedöevg, verm. — Slug. Jakobi, Leidhccken, verm. -- Hrch. Jnng, Ni«Ler-Mörltn. verm. — Hrch. Lotz, Usenborn, verm. — Welch. Löscher, Assenheim, vrvm. — zkekichold Lorcg, Weckesheim, vcrm. — Christ. Los, Wolf, vcrm. — Ludwig Phikippi, Steinfurth, verm. — Christian Preschcr, Vilbel, vcrm. — Hrch. Röder, Dorheim, verm. — Gesr. Konrad Reinhardt, Gambach. verm. — Jakob Reicht, Gambach, verm. — Johann Rack, Nieder-Mörlen, vm. — Konrad Neinchardt, Harheim, vm. — Heinrich Rieß, Wölfersheim, vm. — Sldols Riehl, Ober-Erl-enbach, vm. — Heinr. RooS, Gettenau, vm. — Martin Grönlnger, Ockstadt, vm. — Karl Reitz, Usenboni. vm. — ttzefr. Herrn. Rcnß, Echzell, vm. — Adolf Zöll, Friedbcrg, vm. — Gefr. Wilhelm Volp, Skeinsurch, vm. — Wilh. Vath, Södel, vm. — Karl Macker, Ilbenstadt, vm. — Gesr. Wcnizcl Maas. Ssteder-Weisel, vm. — Wilh. Hinkel, Södel, vm. — Karl Hirsch, Nicder-Florstadt, vm. — Otto Holler, Bisses, vm. — Gefr. Heinr. Hofmann, Mainz, vm. — Karl Herzbsrger, Gettenau, vm. — Gesr. Emil Haustein, Friedberg, vm. — Joh. Alb. Hahn, Obcr-Erleichach, vm. — Gesr. Jose, Hollweck, Trautmannshofen, Alayern, vm. — Gefr. Otto Hofmann, Rödgen, vm. — Gesr. Wilh. Harth, Reichelsheim, vm. — Philipp Wäll. Södel, vm. — Friedr. Weisbecker, Helden berge», vm. — Heinr. Schultheis, Nieder-Wöllstadt, vm. — Karl Lieber, Skohrbach, vm. — Wilhelm Winter, Bingenheim, vm. — Thcvb. Weller, Henchekheim, vm. — Karl Werner, Bönstadt, vm. — Will). Wolf, Södel, vm. — Heinrich Steinhalier, Steinfurth- vm. — Peter Schulmeicr, Ilbenstadt, vm. — Sldam Schultheis, SUeder-Wöllstadt, vm. — Karl Teitz, Raustadt, vm. — Herrn. Seid, Erbstadt, vm. — Gefr. Jak. Schäfer, Harheim, pur — Gottfrwd Schmidt, vm. — Sldolf Stüber, Wölfersheim, vm. — Wilh. Schmidt, Södel, vm. — Sllsred Löwenberger v. Tchönholz, Dorheim, vm. — Ludw. Karl Tchnch, Praunheim b. Frankfurt, vm. — Wilh. Heinr. Stork, Schwalheim, vm. — Gefr. Start Schmidt, Burggräsenrod, vm. — Robert Tternberg, Limburg, vm. — Leonhard Schwimm, Steinbnch i. O.. vm. — Heinr. Justus Schanb, Elgershausen, vm. — Heinr. Friedr. Meiß. Klein-Karben, vm. — Otto Mohr, Gambach, vm. — Karl Ätkohr, Gambach, vm. 10. Kompagnie: Hauptznann Sllbert Tiehm, Neu-Ulm in Bayern, tot. — Lt. d. R. Heinr. Boic, Erfurt, tot. — Feldw.-Lt. d. N. Gustav Barth, Kellenheim, tot. — Feldw.-Lt. d. R. Ludwig Berger, Hanau, lvw. — Feldw. Emil Beerg, Klütz i. Mcklbg., lvw. — Uitterosf. d. SH. August Säpieider, Ostl»:im, lvw. — Unter»ff- Johann Slndr. Kilchert, Ncuhaus in Oberfranken, lvw. — Unterosf. Slugust Tröster, Griedel, schvm, — Unterosf. Jac. Wolf, tifambach, lvw. — Unterosf. Louis Bullmann, Gräsenwicsbach schviv. — Unterosf. Emil Dichl, Süibbach, lvw. — Unterosf. Herrn. Bocket. Bellersheim, lvw. — Unterosf. Philipp BackcS, Oberroßbach, lvw. Untcrofs. Sldolf Löeb, Vilbel, schvw. — Wilhelm Krämer, Friedberg, low. — Peter Christ, Rockenberg, lvw. — Wilh. Beruh. Langsdorf, Stad Stauheim, lvw. — Stalrh. Friedr. Weiscnstcin, Klein-Karben, schvw. — Herrn. Weil, Münzend erg, tot. — Wilh. Samos, Trais- Münzenberg, lvw. — Gilbert Walter, Bt-unzenderg. lvw. — Heinr. Martin, Koichen, tot. — Valentin Scheib«!, Ober-Mör!en. tot. — Wilh. Gorr, Münzenberg, lvw. — Wilh. Hartman«, Miinzenberg, lvw. — Karl Jung. Miinzenberg. tot. — Richard Stamm II., Bad Stauhein,, schvw. — Friedr. Hinkel, Berstadt ,low. — Karl Knipp, Bad Shrnheim, lvw. — Georg Pfeffer, Bad Nauheim, lvw. — Heinr, Warner, Sstrd Stauheim, lvw. — Tamb. Georg Phllipp Wien, Holzhansen. schvw. — Gefr. d. L. Luöivig Hartmann, Harreshausen, lvw. — Friedr. Klein, Lampertheim, schvw. — Heinrich Sltarr. Ober- re-ßbach, schvw. — Karl Rcnl, veldci,bergen, schvw. — Theodor Töngcs, Ockstadt, lvw. — Karl Merz, Nieder,Florstadt, lvw. — Gesr. d. SH. Johannes Wall, Holzhansc», lvw. — Gesr. d. R. Engelbert Dtatthäi, Holzhausen, low. — Karl Kuhlncr, Btünzcnl>erg, lvw. — Sally Bär, Griedel, tot. — Gesr. d. L. Heinr. Baßmann, Klap- pcnheim, lvw. — Joseph Pfeffer, Heidenbcrgen. low. — Gg. Eitel. Remlingen in Bayern, lvw. — Karl Hinkel, Vilbel, tot. — Joseph Pcppler. Ober-Mörlen, lviv. — Karl Seifen«, Naunheim, lvw. — Herrn. Bopp, Griedel, lvw. — Philipp Müller, Berstadt, low. — Konr. Allwohn, Wölfersheim, lvw. — Sllbert Brückmaun, Bruchenbrücken, lvw. — Heinr. Müller, Friedberg, lvw. — Martin Etenner. Hechtsheim, lvw. — Heinr. Kopp, Ober-Erl enbach, lvw. — Rud. Veith, Heuchelheim, lvw. — Adolf Greif, Bi n es, lvw. — Julius Borngäffer, Rodheim v. d. Hohe, tot. — Gefr. L Emil Sicngek^ Rvdsteim v. d. Hö!>e, lvw. — Adolf Ster». ttzeiß-Nidda, lvw. — Heinr. Wall, SHodheim v. d. Höhe, lvw. — Sally Rosenbaum, Gam-- l>ach tot. — Hugo Scheib, Hcuchelhcim, Wcttcra», lvw. — Karl Etchhorn, Büdesheim. lvw. — Wilh. Brüder, Gambaä,, ivw. — Sing. Sulzbach, Oppershofen, tut. — Beruh. Bopj. Krrchgöns, lvw. — Altton König, Ohcr-SVvrlen, lvw. — Karl Silhardt, Büdingen, lvw. — Karl Staumi, Bad Sstuihrim, lvw. — Georg Hinkel, Büdesheim, lvw. — Heinr. Sauer, Griedel, tot. — Karl Winter, Büdesheim, lvwt — Wilhelm Heugle, Mcidenhcim a. d. Br., lvw. — Wilhelm Schepp, Pohlgöns, Ivw. — Friedr. Ptoßbach, Fricdbcvg, tot. — Wilh. Klöß, Polstgüns, Ivw. — Heinr. Ziegler Bad Stauheini, lvw. — Jacob Heinr. Bingmer, SHendel, Ivw. — Ludwig Karpi, Einards« ltausen, Täwtte», Ivw. — Georg Drcsiel, Höchst a. R., tot. — Heinr. Hosmann, SKrstadt, Ivw. — Phil. Seck Niger, Säuvall»eim, Ivw. — Friedr. Wilh. Slngelstcim, Dortelweil, Ivw. — Jacob Kapp, Obcr-Rvßbal), low. — Willtelm Leister, Vilbel, Ivw. — Jost Wilh. SIdami, Hauffcn, Ivw. — Hcinr. Köhler, Wisselsheim, lvw. — Wilh. Baysuß, Lchn>al'e»ri«d i» Bayern. Ivw. — Karl Simmerock, Frank- f»N a. M. schviv. — Heinr. Karl Salgmann, Sind Stauheim, tot. — Ludivig Junker, Groß-Kavben, lvw. — Albert Fisch, Bad Stau- hcim, lvw. — Gefr. d. L. Peter Becker. Obor-SHoßbach. lmv. — Slug. Opper, Stade», Ivw. — Karl Strauch. Friedberg. Ivw. — Will». Zippcrheim, Rodheim, lviv. — Gefr. d. L. Wilhelm Göbel, Pohlgöns, Ivw. — Gesr. d. SH. Johann Beck, Frankfurt a. M., lvw. —| Wilh. Tau« ruhe im, Miinzeul>era tot. — Hornist Heinrich Joh.. Schrödei. Rodheim. Ivw. — Simon Lau,zsdorf, Pohlgöns, lvw. — Jacob Datz, Ob«-Roßbach, ü»v. — Wilh. We»ö. Münzenbepg, tot.: Phil. Wilh. Huhir, Rodheim, ivw. — Herrn. Schultheis, Friedberg,' lvw. — Heinr. Schäfer, Butzbachs lvw. — Wilh. Hofnumittz Rödgen bei Nauheim, lvw. — Georg Joseph Kräh, Frantsurr a. M., lvw. — Vizcfelbw. d. R. Hern,. Jeckcl. Gcd«r», vm. — Unterosf. d. R. Wilh. Kuntz, Ohev-Rohl>ach, vm. — Unterosf. d. SI. Wilh. Scharre. Butzbach, vm. — Wilh Philipp Griff, Klein-Karben, vm. — Just»» Wilh. Gieß, Nieder-WLUstadt. vm. — Robert Heim. Schneit«, Stied«-Wöllstad!, vni. — Heinr. Fritz. Obcr-Wöüsladt. vm. — Hermann Byron, Hol zlMisen. vm. — Georg Fritz, Harheim, vm. — Wilh. Sckstifcr, Erbstadl, vm. — Jakob Düchöser, Miinzenberg, vni. — Heinr. Kitz, Holzhansen, vm. — Ludwig Ohly, Vilbel, vm. — Wllh. Lauiperk, Bad Stauheim, vm. — Wilh. Mohr, (Sambach, vm. — Emil Marler, Bad Stanlunm, vnic — Karl Hock, Lber-Roßl>ach, vnr. — Wilh. Blcchcr, Ober-!Hoßbaä>, vm. — Christ. Harlmaun, Bad Stauheim, vm. — Wilh. Tritsch, Pohlgöns, vm. — Jakob Baumauu, Gambach, vm. — Engelbert König. Ober-Morien, vm. — Gcfr.s Heinrich Riihl, Slerstabt, vm. — Jacob Kitz. Büdesheim, vm. — Franz Bayer, Oppershofen., vm. — Slndr. Philipp Kleiß, Bruchenbrücken, vm. — Friedrich Heil, Ober-Mörlen, vm. — Daniel Christ. Grob. Hersfold, vm. — Heinrich Zulauf, Mainz, vm. — Wilhelm Alt, Maldach. vm. — Karl Kaspar, Stieber-Lhmen, vm. — August Brock, Gudcnshera vm. 11. K ompagni«: Hanpimaun Fritz Christ. Goepel, Berlin,, lvw. — Leutn. d. SH. Heim S1K'. Eckardt, Wallltaiden, Ivw. — Feld- wcbel-Lentn. Gg. Staus,, Berlin, tot. — Vizefeldw. Karl Sähvartz, Vilhol. schvw. — Uzitero-ss. Slichavd Eckhardt, Unter-Säyiiitten, lvw. — Unteroff. Franz Börnhausen. Junkcrsdors. lvw. — Unterosf. Hermann Krem er, Nied«-Mörl«n, lvw. — Unteroff. Reinhard Mciß- ncr, Gianberg.. fttivw. — Unterosf. Rud. Dahnk, Stenstadt i. Ptcktbg..^ schvw. — Unteroff. Georg Gottmann,. Külte, lvw. — Gesr. Christ. Haffcrbcrth, Tarmstadt. low. — Gefr. Wilh. Wenzel. Oberau, schvw. — Adolf St öfter, Sticder-Eschibach, schviv. — Gesr. Wilh. StüdellliS, Frictzberg, säjvw. — Friedr. »nauh Düdelsheim, schvw. — Wilh. Herd, Glauben», lvw. — Ernst SamcS, Dorf Güll, schvw. — Joh'. Christ. Ober-Lambach, low. — Otto Lobsack. Rainrod, lmv. — Otto Slacr, Heegheim, schvw. — SticolanS Armbrust, Vilbel, lvw. — Karl Hof, Kefenrod, lvw. — Heinr. Hopp, Baucrnltcim, lvw. — Otto Bclzer, Borsdori. lvw. — Wllh. Michel, Borsdorf. Ivw. — Wllh. Mühlig, Reichelsheim, lvw. — Heinr. Mohn. Diebach a. Haag. Ivw. — Gefr. Otto Zoll, Rodheim, schvw. — Weih. Naumann. Bleichen» bach, schmerocrwundct. — Karl Krast, Blcichenbaä^ schmcroer- wnindct. — «er veiler Heinr. Krieger, Affen heim, tot. — Unterosf. Ernst Kühl, Gießen, schvw. — Karl Stagel, Mannheim, schvw. — Otto Michel. Slorsdorf. lvw. — Karl Gäu,»er. SHrndcrbügen, schviv. — Johann Schmatz, Geisenhauf«,. Stiederbayern, schviv. — Georg Hofmanit. Holzhauseitz schvw. — Heinr. Hummel, Vilbel, sclxvw. — Friedr. »och. Düdelsheim, lvw. — Phil. Inn«. Tvrii-Assenheim. lvw. — Peter Kramer, Bildet, schvw. — Christ. Betz, M.-Grundaii, lvw — Peter Faik. Steiusurt. lvw. — Philipp Kraft. Bruchenbrücken, lmv. — Wllh. Will, Vilbel, schviv. — Heinr. Sämeider, Slsf old «bach. fä>vm. — Ämtr. Weit«. Slieder-Roßbach. lviv. — Wilh. Wetter. Nieder-iHoftbach. s«l,vw. — Johs. Bolz. Biidcslreim, schvw. — Phi,. Hasser. Nieder-Weiscl, Ivw. — Moritz SHoscnlhal, Wentngs, tot. — Wilh. Klcer. Bindsachicn. lmv. — H«m. Lotz, Fricdberg, schvw. — Friedr. Schneider, Obeviciigsfctd. lvw. — Jak. Schee rer. O bermörlcu, lvw. — Heinr. Ä apeller, Bi ffes. schvw. — Friedr. Koch. ÄHctbach, lmv. — Wilh. Altval«, Gelnhausen, lvw. — Konr. Brill, Hatngründaiu, sä>vw. — Gesr. Joh. Werner, Grona», ivw. — Ludwig Kroncr, Vilbel, schvw. — Heinr. Geist, Cb«» WidderSheim, schvw. — Kaspar Beizer, Oberau, lvw. — Heinr. Bonrad, Altenstädt, schvw. — Heinr. G«Iach, Filzkirchen, lvw. — Friedr. Geist, Haiitgründau, schvw. — Gesr. Süilh. Eller, Hain» grüiidau, säww. — Gesr. Johannes Rcutzel. Kchenrod, lviv. — Admn End«s. Alttnstadt, schvw. — Joseph Lchetbel. Ob«mörlen. schvw. — Gustav Kreutz. Geist-Nidda, lmv. — Johannes Schmidt, Vilbel, lvw. — Karl Szcchthotd, SHavol.zhaujen, schviv. — Willtelm Stint II., Rodheim v. d. Höhe, schvw. — SHaphael Schuch, Frankfurt a. M, lmv. — Bolldrecht Sfagcl, Stammlteim. vm. — Otto Pfarrer, Weckenhcim, vm. — Wilh. Gonllon, Calbach, vm. — Franz Kreillin«, Vilbel, vm. — Michael Gutti, Harheim, vm. — Wilh. Schwarz. Höchst a. Nidder, vm. — Louis Seifst«. Vilbel, mn. —• Isidor Liebmann, Friedberg. vm. — Gefr. Georg Kreutz, Erleit- baih, vm. — Adam Heydrich, Grandenbo»», vm. 12. Komvaguie: Haupini. Theodor Friedr. Otto Ulrichs, Sstbeybeck in Heffcn-Nassau, vw. — Oberlcut. Hans Jul. Eberh. v. Mentz, Minden i. Pr., vw. — Feldiv. Slernh. Scheller, Zaggclii, vm. — Untevoss. Georg Karl (jkyl, Ossenbach, vw. — Unterosf. Rich. K. Slug. Theiß, Friedbcrg, vw. — Unt«oss. Kourad Wolf, Büdingen, vw. — Unteroff. Joh. Slug. Müller, Wöls«shcim, vw. — Unteroff. Jol>. Slug. Scheuwich. Ob«-Erlcnbach, vw. — Unt«osf, Otto Müll, Ganibaä), vw. — Unterosf. Rud. Unverzagt, Tarmstadt, vw. — Unteroff. Sing. Kais«, Steinbcrg. vw. — Unteroff. Frz. Alb. K. Schulz, Darmitzci. vw. — Vi.zcscldw. Theod. Jung. Tladccken, vw. — Gefr. Konr. Dämon, Hochwcisel, vw. — Gesr. Hrch. Dille- mulh, Rommelhausen, vw. — Gesr. Hcinr. Schaum. Hochivcisel, vw. — Unterosf. Otto SHanst, Bencm, vw. — Gesr. Phil. Älehm, Münster, vw — Gesr. Kourad Schaum, Hochweisel, vw. — Gesr. Gustav Schott, Haimbach, vw. — Gesr. Peter Ragest Vmthaufeii, vw. — Gefr. Johs. Tietz, Nicd«mörlen, vw. — Gefr. Joh. Jak. Weil, SHeckcrberg, vw. — Gefr. Joh. Faßbind«. Lorbach, vw. — Gefr. Wilh. Bickel, Blairb«», vw. — Gesr. H«maun Noyenbach, Wölfersheim, vw. — Gesr. Joh. Sing, Frankfnrt-Boiiames. vw. — Gesr. Will,. Hildebrandt, Oppershoicn, vw. — Gesr. Joh. Paul Starth, Ossenbach, vw. — Adaui Vagarenus, Blick,es. vw. —^vch. Naumann, Hcldenbergen. vm. — Hck>. Slug. Sommer. Nieder-,vlor- stadt, tot. — Georg Meißner, Haiiicheu, vw. — Wilhelm Kieier, Hainchen, vw. — Hch. Tricsch. Wenings, vw. — Hch. Groll,, Wenings, mv. — K. Frdr. Daittrich, Höchst, Kr. Büdingen, vw. — Karl .Hornberger, Kloppcnhaiu, vio. — Herrn. Bcrchter, Büdingen, vm. — Wilh. Mar. Kotcrmann. Mühlheim, vw. — Georg Maniekc, .«seidenbergen, vw. — Georg Ncnmann, Heldenbergen, vw. — Karl Joh. Mein Hardt, Düdelsheim, vw. — Joh. Jmhoff, Gelnhaar, vw. — Wllh. Kühl. Bodenrod, vm. — Karl Koch, Langenbcrghcim. vm. — Friedr. Hofmanit, Heuchelheim, vw. — Joh. Heinr. Hardt, Hochweisel, vw. — Johann Karnelka. Bössesäß, vw. — Frdr. Ho>- manni, .Heuchelheim, vw. — Wilh Sorg»«, Merkenfritz, vw. — Stur. Jost. Burgbrachst tot. — Karl Hosmann. Münster, vw. — Peter Endcrs, Hochiveffel, tot. — Theod. König. Selters, t o t. Mar Will,. Rau, Ulm, vw. — Friedr. Emrich. Wippcnbach. vw. — Gcora Dillen,null,, Slommelshmifen. vw. — Otto Eittner. U,cndonst vw. — Karl Treust Büdingen, vw. — Heinr. Franz Hobs, .ueoez- Mörlen, vm. — Wilh, Wagner, Bindsachse», tmi. — Hcinr, Belten, Bleichend ach, vw, — Heine, Marl Diemer, Müeder-Florstcidt, tut. — Heine, Schcibert, Rcncnichinitten, vw, — Heine, Ehr, Robert Vogel, Hrrzenhain, vw, — Wilh, Hofmann, Darmstadt, tot, — Rüg, Wilh, Jcyh, Waller„Hause», vw, — Wilhelm Bär, Rohrbach , verwundet, -— Wilhelm Baumann, Bleichenbach, verwundet, — Untevoffizier Heinrich Wächter, Hinrbach, verwundet. — Georg Rcnhcl, Wenings, vw. — Koh, Wilh, Tchidel, Himbach, vw, — Heine, Hinkel, Ricder- Erlcnbach. vw, — Friede, Günther, Swckhauscn, Lauterbach tot, — Otto Ludwig, Ulfa, vw. — Otto Hermann, Effolderbach, vw, — Frlcdr, Me in Hardt, Düdelsheim, tot, — Online Frank, Himbach, vw. — Heine, Phil, Böinel, Vilbel, tot, — Heinrich Jost, Ober- Erlcnbach, vw, — Ich, Georg Ir, Port, Bonames, vw. — Otto Albvand, Babenhausen, 5tr, Büdingen, tot, — Andreas Gran, Will ich. tot. — Ludwig Kone, ftuljr, Groh-Karben, vw, — Heine, Langlib, Bindfachscn, vw, — Joh, Fuld, Himbach, vw, — Richard Wolf, Altenstadt, vw, — Konr. .Clipper, Aulcndiclbach. vw, — Wilh, Kmikel, Himbach, vw. — Wilh. Heimlich, Bodcnbach vw, — Phil, Wilh, He», Vilbel, vw, — Gustav Hetz, Vilbel, vw, — Konr, Dicht, Hochweisel, vw, — Otto Brauntng. Ttockhausen, vw, — Karl Gras;, Nieder-sslorstadt, vw. — Hetiir. Hirsch, Riedcr-FIorstadt, vw, — Heine, Witze nbcrger, Rockcnberg. vw, — Walter Schniemi, Obcr- drcffcldorf. vw. Beruh, Wilh, ,soh, Schreiber, Riedcr-Florstadt, vw, — Vizcseldm, Karl Malzen, Darmstadt, vw, — Ernst Paul Sauer, Gießen, um. — Christian Rcnhcl, Herings vm. — Kefr. Karl Heine, Jung, Hochwerscl, vm, — Gcfr, Ph, Heine. Will)«!»,, Holzhauscn. vm, — Gesr, Frd, Will,, Fels. Hansen i, Pr,, vm, — Gesr, Hcinr, Wilh. Schröder, Vilbel, vm, — Gcfr, Karl Schwarzhaupt, Ttockhcini, vm, — Gcfr, Heinrich Haas, Rieder-Mockstadt, vnl, — Mini). Schäfer, Rindcrbügcn, vm. — Hermann Schiniegcl, Mlicber-Florstadt, vm, — Konr, Jümmer, Rindcrbügcn, vni, — Louis Becker, Hochweisel, vm, — Christ, Schneider, Cronberg, vm, — Karl Sckunidt I,, Wenings, vm, — Otto Matter», Babenhausen, vm, — Heinrich Kling, WolferSborn, vm, — Jich, Aug, Heller, Nockenberg, vm, — Joh. Jeck, Pferdsbach, vm, — Hcinr, Huber, Münster, Kr, Fried bcrg. vm, — Hcinr. Ro-burger, Bisse«, vm. — Robert Toll, Borsdors, vm. — Otto Hofmann, Borsdorf, vm, — Hei irr. Karl Lehr, Nicder-Alorstadt, vm, — Milch, Berget. Michdau, vm, — Hcinr, Müller, Grcinscld, vi», — Wilh, Joh, Karl Kraft, .Rohrbach, vm. — Hcinr, Ritzel. Rockenberg. vm. — Kricdr. Krank, Langcnbcughcini, vn>, — Georg Flach, Düdelsheim, vm, — Kranz Kos, Merz, Rockcnberg, vm. — Ernst Stelz, Ricdcr-KIorstadt, vm, — Theodor Pfannkuch, Nidda, vm. — Karl Enirich, Rohrbach, vin, — Phil, Metzger, Gaiubachc vm, — Hcinr, Philipps, Fanerbach, vm, — Koh, Albert Kühl, Bodcnroth, vm, — Balthasar Gottschalk, Burg- bracht, vm. — Hcinr, Salzmonn, Hochiveiscl, vm, — Karl Wagner, Rodenbach, vm, — Al, Kos, Georg Paul», Rockcnberg, vm, Maschinengewehr-Kompagnie: Hanptmann Alcris Krhr, v, Buddenbrock-HetterSdorf, Ariezc», tot, — Lenin, d, Mi, -Rausch, lvw, — Ml da», Knhschcidt, Höchst a, MR,, low, — Gesr, Georg Scherer, Griesheim b, Darmstadt, tot, — Peter Käses Döbbelcr, Olpe, tot, — Frlcdr, Hcinr. Hanb, Hansen. Kr. Offenbach, toi, — Unteroff, Koh, Pforr, Braun,hausen, schvw, — Untcrofs, Hermann Geibel, Biebrich, schvw, — Gesr, Kaspar Kosef Jäger, Heusenstamm, ichvw, — Gcfr, Alsrcd Roth I,, Weidenau, lvw. — Johann Laue, Kelsterbach, lvw, — Johann Vctth, Budenheim, lvw, — Johann Schneider, Obcrnepscn, vw, — Mathias Schwenger, Haßloch, lvw, — Kerd, Adolf Philipp Griiinu, Vilbel, lvw, — Gcfr, Otto Lud, Hoax, Kastcnhausen, schvw. Die Kinder und der Krieg. Eine erschütternde Darstellung des Elends, in das der Krieg fauch die Unschuldigsten aller Unschuldigen stürzt, sinden wir in einem Feldpostbrief der Vosstschcn Zeitung, Da wird geschildert, ivic «in dcnifchcr Untcrossizier mit seiner hungrige» Mannschaft in «in zerschossenes Torf kommt. Ein Hans ist unversehrt geblieben. Die Leute treten ein, und ivaS sie finden, mag der Brieffchreiber selbst erzählen: Also dock) noch Menschen! Wir drängen heran! „Brot! Brot!" schreie» einige von unseren Leuten, „Du pain!" warf ich vcrbcnilichend dazwischen. Da wimmert cS ans der Eck« kläglich und kraftlos hervor: „Brot' non! IZrot non!" — Der Himmel weiß, ivic oft nacheinander und immer in demselben Ton der Bitte um Gnade und 'Uiitl-csb. ... Ich trete dicht heran: ein junges Weib in leidlich guter Kleidung, die dunklen Haare ungeordnet. im bleichen Gc stritt mit bcii ansgcriffencn Auge», sieben Kleine von etwa drei bis zehn Kahren um sie herum, zwei krampihaft in die Arme gepreßt, die andern an Miock und Schürze gehängt, „Brot non!" tönt cs »»aushörlich von de» bebenden Lippen, „Tie Kran lügt nicht, .Kameraden, das ist ein Hnngcr- tuvm". rufe ich meinen Leuten zu, „Macht nichts", verseht rasch entschlossen der Füsilier Fritz, der fireste vo), uns allen, „hier ist Wasser", fügt er schlürfend und mit den Lippen schnalzend hinzu, „trinkbares Wasser", indem er auf ei» Schass am Boden deutet, „Reisig liegt neben dem Herd, inacht Feuer an, sucht Euer Kafseepulver zusammen, ich bring' was zum Znbeißen und wenn ich'ö den, Deibel aus den Kralle,, reißen sollte, . . Das Kommando gilt. Das Feuer flackert bald im Herde, und da der schwarze Trank ins Brodeln gerät und wir „ach den crst- Frih schon zurück, Tornister, Helm, Hände und Taschen voll von frischen Rüben, die er mit erstaunlicher Behendigkeit ans der Erde gernffen. Ein Göttermahl, zu den, wir uns, wie cs gerade geht, setzen und lagern. Bin eben dran, den rauchenden Topf an den Mund zn führen, da — hast du nicht gesel)en — krabbelt mir etwas, auf den .Knien, zitpft mich am Bart und ruft „Papa, Papi!" bis ich den Topf abfctze und mich den, kleinen Belagerer zuiveul e. Das Dreijährige hat sich von der Mutter losgerissen, ein winziges Kerlchen mit offenen, Müulckzcn, blond und behend tvle imser Sans, nur m a t t und hohläugig vom gierigen Hunger, Ich gebe ihm z» trinken, stopfe ihm ein« Müibc ,zwischen die Lippen, und das Bürschchen klammert sich schinahcnd an mich, als wäre er bei mir ansgcivachsen. Die andern sechs Kleinen, die das bei», Flackerschein des HcrdcS beobachten, sind nicht länger von der Mutter zurückzuhalten. Geschwind wie die Wiesel kommen sic heran, sitzen nnsere» Leuten ans den, Schoße und taffe» sich füttern, solange der Vorrat reicht. Der reine Kindergarten inmitten von Tod und Verwüstung, Tie Kleinen sind hurtiger als wir, mindeste,ts drei Viertel der?.Vttvervcnrvn im Begriffe sind, henznstellen, und in einer derartigen Schilderung heißt es sogar: Es wundert mich, daß die Mlnttvcrpcner nicht die Fahnen hcransgesteckt haben, nn, die Dautschc.» zz, scicvn, Mloch niemals haben holländische Blätter anhadkeivd so viel SchnieichelhasteS über Dcutt'chland berichtet wie jetzt über die Besatzung von Mlnttvcnpcn und auch über die uim Gent, Fast könnte man sich wünschen, die Flüchtlinge, die zur Rückkehr ermuntert werden sollen, blieben noch) etwas länocvc Zeitz nt Holland, Jedenfalls tragen diese Zeiinngsberichte dazu bei, ein wenig die Siimimnig gegen die Deutschem zu besser» und das Schicksal derer, die nach Belgien zurück wollen, weniger beklagenswert erscheinen zu lassen. Hierzu tmnmt „och, daß aus den geössncteil Gcsängnisscn im Mlntwcrpcn eine Menge Gesindel nach Holland gef kommen ist, das aus der Landstraße seine eigenen Landsleute über<> fallen und ausgeraribt hat. Einer der gastlich Mlnfgenoinnlene» hak in der Miacht dankbar den Kaffcnschrank seines srcnndlick>cn Gastgebers ansgeknackt, MRan ist vor allem daraus bedacht, daß den Mädchen und Franc» der Flmchtkinge kein Leid geschehe, »nd nram hat ihnen Bcgleilevinne» bei ihren Ausgängen milgegcben. Im einer seht hübschen und reichen kleinen holländischen Stadt wurde vo» den guten Familien eine Reihe von belgischcn Damen anfgenolmnen, deren eleganter KlclduNig und gewandten Manieren man ansah, daß sie sicherlich den bcfferen Ständen angehörten, und ,'elbstvcrstäiidlich hat man dafür gesorgt, daß ihnen niemand zn nahe trete, Miach einigen Tagen aber machte man eine peinliche Entdeckung: Tic vornehme» Damen, die man so ängstlich behütet, waren wohl aus Mlitt- werpen, aber sie waren die gesliichicten Pensionärinnen eines jener öffentlichen Institut«, die mit Sittlichkeit und Sittsamkeit „ich! das gringste zu tun haben. Solche und ähnlich: Bvrkommmisie beginnen bei aller Teilnahme und aller edlen Opfcrfreudigkcit doch auch ein wenig zu ärgern, MKa» ist zwar weit davon entfernt, die Ftüchtigen zur Rückkehr zu zwingen. Mtber der königliche Kommissar von Mkordholland hat in einem Sck>vcibc» an den Bürgermeister von Mlmstcrdam zu erkennen gegeben, daß es vielleicht nicht verkehrt wäre, in jgnfter Weife bei den Flüchtenden ans Rückkehr zn drangen, Ikk!lisiksbkNlht iraicrcc MMMM Der russische Nü