m ^att 14 in “ i|i > k>«. fl«. rnier efe und hiss- tont Ütnt tn 9 hem Organ für die Jntereffen des werktätige» Volkes der Provinz Oberhesfen und der Nachbargcbiete. Die Oderdclstlld« volköaettun, erlcheint ,eden Werttag Abend tn «isteheir Der LbonnementSvreiS beträgt wöchentlich lb Psg., monatlich 10 Pta. euilchl. Brnigrrlobn Durch die Polt bezogen vierteljährl.lBOMf Redaktion and Eivcdition Gießen. BabndoNiraiie 22. »cke Löwen,atze. Televbon 2008. Inlceaie losten die v mal aeivail. Kolonclzcile oder deren Raum 16 ?icsic Mittel ist. Arbeitsgelegenheit zu beschaffen. Belebung der Industrie läßt sich nur erreichen durch Belebung des Konsums. Tic Volkswirtschaft jedes Landes gleicht nach dem Kriegsausbruch einem Ertrunkenen, der nur durch das Mittel der künstlichen Atmung viedcr ins Leben zurückgebracht werden kann. Je rascher alles milcrnommcn wird, um die inS Stocken geratene volkswirtschaftliche Zirkulation wieder in Gang zu bringen, desto sicherer ist der Erfolg. So dankenswert und verständig auch die Versuche sind, der leutschen Exporlindustrie wieder etwas Lust zu schaffen, so bleibt 's darum doch wahr, dah die deutsche Volkswirtschaft während des krtegcs mehr denn je aus den inneren Markt angewiesen ist, lrbeitS- und Einkommcnlostgkeit schafft also immer mehr Arbcits- ostgkeit, denn wenn ein erheblicher Prozentsatz der Bevölkerung hnc Einkommcii ist, dann sinkt auch die Nachfrage nach den wich- igstcn Mitteln des Lcbensbcbarss und die Stockung nimmt zu. Imgekehrt: wenn man die Arbeitslosen mit dem Nötigsten aus- lattct, dann sind sie wenigstens in bescheidenerem Matz wieder in -fand gesetzt, als Verbraucher ans den Markt zu treten, und da- nirch kommt auch so manche Maschine wieder in Eiang. Oder um 'ie Sache aus eine knappe Formel zu bringen: Drei nichtuntcrstllvtc 'lrbcitslvse machen einen Arbeitslosen mehr. Drei unterstützte Ar- >citslosc machen aber einen Arbeitslosen weniger. In bürgerlichen Blättern tauchen wieder Klagen darüber auf, iah trotz der vorhandenen Arbeitslosigkeit nicht genügend Strafte für Erd- und landwirtschaftliche A r b e i t c n zu haben feien. Wie weit der Vorwurf, der in dieser Silage liegt, begründet ist. könnte nur von Fall zu Fall untersucht werden. In der heutigen Zeit darf niemand vor einer Arbeit, die er leisten kann, zurück- schtecken. Wenn sie ihm auch sauer fällt, so wird er daran denken ■uüRen, dah die im Felde stehenden Volksgenossen zu noch viel chwereren und gefährlicheren Anstrengungen genötigt sind. Man wird aber aus der anderen Seite, soweit das Problem als Ganzes >» Frage kommt, nicht auster Acht lasten dürfen, dast der Krieg ge- • , c ^ stärksten und widerstandfähigsten Elemente aus der Ar- veiterbevölkerung heranzieht und dah sich der Prozentsatz derer, die flf . 01 f |!tl stielende harte Arbeit bei den üblichen Bedingungen Überhaupt leisten können, dementsprechend verringert. Man darf ststet der Not der Arbeiter auch nicht die Not der A n g e - n l u tn ""st der in freien Berufen Tätigen vergessen. Ihnen allen bis an die Grenze des Menschenmöglichen zu helfen, ist nnab- ZoeiSbarc Psstch« 0 . .t’ea'e lommen für die Unterstützung der Arbeitslosen in erster ~in,e die Gewerkschaften in Betracht, in zweiter Linie die «> e in e i n d e n , die sich unter dem Truck der Not zur Einsührung eer llnterftutzung verstanden haben. Aber weder die einen noch eie andern werden aus die Tauer der ihnen gestellten riesengroßen 21 ufgabe gewachsen sein. Nur das Reich mit seiner Fähigkeit, über eas ganze Reichsgebiet einheitliche organisatorische Einrich- tungcn zu schassen, nur das Reich mit all den gewaltigen Hilsö- mitteln, die ihm zur Gebote stehen, ist imstande, etwas Entscheiden- dE» SU tun. .stich die Linderung der Arbeitslosennot gehört zu den ^"tteln der Kriegssührunq. auch für sie soll und muh der Strc&it >eo Reiches in Einspruch genommen werden. Geschieht dies, dann Derben es die Sozialdemokraten gewih nicht an ihrer Mitwirkung ehlen lasten, wenn cs gilt, das Gleichgewicht des Ncichshaushalt,' | viedcr herzustellen, das durch den Krieg ohnehin die empsind- ichsten «tvrnngen erleiden mnh. Auf eines dieser Mittel haben wir dieser Tage schon hinae- viesen. Es ist eine den veränderten llmständen angepahte Ab- '"sterung der V e r m ö g e n s z u m a ch s st e u e r. Tie lleber- chune, die zur Kriegszcit von manchen Unternehmungen angehäuft verden, dürften sich insgesamt ans mehrere Milliarden ielanien. Was liegt näher im Sinn eines gerechten sozialen Aus- Ueichs und im Sinne der jetzt allgemein gepredigten nationalen -otidarität als die Benutzung dieses Neberflnstes zur Linderung öl f", t , ben Volksnot? Freilich, die Not ist jetzt schon da. und 'S. ueberschüste werden erst später für das Reich erreichbar sein. °>ese gefährliche Zeitspanne zu Überdrücken, dazu dient eben Krebst- unbedenklich in Anspruch genommene Mittel des ängstlichem Bedenken und Zurückschrcckcn vor technisch- olle »sL?iischen Schwierigkeiten ist jetzt nicht die Zeit. Fetzt, wo 6ntih»ii2? te u . m die Welt ringen, gilt nur die Großzügigkeit des Teniig>Ü^M st'0 entschlosten aufs Ganze geht. Wenn jetzt das es dalliv «r’ä* draußen ein Barbarenstaat genannt wird, so gibt lm Gr;„ r „ . e glänzendere Revanche, als wenn dieses Reich mitken iwina« ^ sturch sein Vorbild die feindlichen Staaten zur Nachfolge wünschen, daß das Land, das wir verteidigen, seine , eilsf r deweist durch eine vorbildliche Lösung der A r- e'tsloieiifürsorge I Vom serbischen Kriegsschauplatz. ^ Wien, 8. Okt. (SV. 15. Nichtamtlich.) Das Neue Wiener zvurnal meldet aus Sofia: Der bulgarische Militärattachec >ndte aus Nisch an seine Regierung einen ausführlichen Bericht über den Zustand des serbische» Heeres, in dem er bemerkte, daß die durch die neue Offensive der österreichisch- ungarischen Armee bewirkten Kampfe in der Umgebung von Krupanj noch andauern. Die österreichisch-ungarische Armee sei bemüht, die ihr gegenuberstehendcn serbischen Kräfte, die die Hauptmasse des serbischen Heeres bildeten, zu vernichten. Die Serben kämpften sehr tapfer; besonders die Offizier: zeichneten sich durch Tapferkeit aus. Die Berluste der Serben seien sehr groß. Die Offensive der österreichisch-ilngarischcn Armee sei geeignet, gegen die Serben einen entscheidenden Schlag zu führen. Budapest, 8. Okt. (SS'. 15. Nichtamtlich.) Die Budapestcr Korrespondenz meldet, daß die serbische Regierung von Nisch nach Uesküb übergesiedclt ist. Diese Meldung stellt — ihre Richtigkeit vorausgesetzt — ein erfreuliches Zeugnis für die Fortschritte der Ocsterrcicher auf dem Balkan-Kriegsschauplatz dar. Die Dardanellenspcrre. Wien, 8. Okt. (SS'. 15. Nichtamtlich.) Tic Nachricht, daß die Dreiverbandsmächte an die Türkei wegen der Dardanellensperre ein Ultimatum gestellt hätten, ist, wie die Reichspost meldet, unrichtig. Es entspricht vielmehr den Tatsachen, daß die Engländer die Türkei zuerst mit Versprechungen, dann aber mit Drohungen bestimmen wollten, eine dem Dreiverband genehmere Haltung einzunehmen. Wie der Pforte nahestehende Kreise versichern, haben die englischen Mittel keinerlei Erfolg gehabt. Es gibt keinen Druck, dem die Türkei weichen könnte. Man weiß hier vielmehr ganz genau, daß England jedem offenen Zwist mit der Türkei ans dem Wege gehen möchte, da cs heute zu schwach i st, um den Kampf gegen das Kalifat aufzunehmen. Der heiße englische Wunsch nach der Demobilisierung wird von der Türkei nicht erfüllt. Russische Spionage. Krakau, 8. Okt. (SV. 15. Nichtamtlich.) Im Frühjahr wurde hier, wie die hiesigen Blätter berichten, ein Kon- sortium gebildet, an dessen Spitze Graf Monjeau stand, um ein an der galizisch-ungarischen Grenze gelegenes Naphtha- tcrrain anzukaufcn, dessen Preis mit 20 Millionen festgesetzt wurde. Zwei Millionen wurden als Anzahlung erlegt, eine Million für Provision und Spesen verausgabt. Der Rest der Kaufsumme sollte im Juli gezahlt werden. Französische Ingenieure nahmen das gesamte Gebiet kartographisch auf. 'Nunmehr stellte sich heraus, daß es sich bei dem ganzen Unternehmen nur um Spionage handelte, welche den Russen den jüngsten Einbruch über die Karpathen ermöglichte. Die gtoste» Mörser. London, 8. Cf t. (SV. B. Nichtamtlich.) Tailtz Ehroniele meldet ans Petersburg, dah an den .Kämpfen an dem Niemen auf lujsischer Seite Mörser eines neuen Modells von den Putilowwerken teil- genommen hätten, die ein sehr großes .Kaliber besähen und gleichzeitig felir beweglich wären. Artilleriesachverständige erklärten, dah das neue Geschütz dem, was ans deutscher Seite bisher an der Lst- grenze au Geschützen gezeigt worden sei, vollkommen gleichwerttg sei. Andererseits sollen die Engländer Angebote von amerikanischen Mörsern erhalten haben. Wie Tailn Telegraph ans Newpork meldet, werden in dieser Woche drei hervorragende amerikanische Ingenieure in London cintressen, um dem Kriegsmiimterimn das Modell eines Mörsers anzubieten, der an Leisttiugssähigkeit den deutschen grohen Haubitzen gleichkommen soll. Ltimmnntrsumschwttffsi in Italien! Rom, 8. Okt. Tie gestrige Kundgebung italienischer Gelehrter und Künstler wirkt auf alle deutschfreundlichen, d. h. wirklich gebildeten Kreise geradezu zündend. Immer neue Männer der Wissenschaft und Kunst melden sich, um ihre Sympathie für Deutschland auszudrücken. Auch bei dem Offizicrkorps und dem hohen Klerus herrscht eine entschieden deutschfreundliche Stimniung. Der Berichterstatter des Berliner Tageblattes weiß positiv von einem General, der im Tripoliskriege populär wurde, sowie auch von anderen, daß sie sich geradezu begeistert über Deutschland ausgesprochen haben. Demgegenüber wirkt es fast tragikomisch, daß Puccini, der Deuftchland immerhin einiges verdankt, das seltsame Beispiel seines Kollegen Leoncavallo nachahmt. Er hat zwar nicht wie Leoncavallo gegen deutsche Barbarei protestiert, er hat sich jedoch geweigert, die Sympathieadresse zu unterzeichnen. Dasselbe gilt leider von einem hoch- angesehenen Kunstforscher, von Corrida Recci, der im gelehrten Deutschland bisher zahlreiche Sympathien genossen hat. In den letzten Tagen brachten die römischen Blätter Auszüge aus den Predigten hoher französischer Geistlichen, in denen diese zum Deutschenhaß anreiztcn und auffordcrtcn. Daher mahnt ein offizieller Leitartikel des Osservawre Romano die Geistlichen eindringlich, sowohl im privaten Umgang wie besonders in der Kirche alles zu vermeiden, was mit Recht andere kriegführende 'Nationen kränken muß, damit nicht die katholische Kirche im allgemeinen für dos anti- christliche Verhalten solcher Geistlichen verantwortlich gemacht werden kann. LttifforSei-ting z»m Wortbruch. Wie der Berichterstatter der Kölnischen BoltiSztp. milteilt, wurden in den Tasckien eines belgischen höheren Offiziers zwei Armeebefehle l>es»nden, in denen die Aussordevung an die Lsji,ziere gerichtet wird, ein in der Gejaiigensckmjt abgegebenes Ehrenwort nicht zn beachten. Es heißt in dem Befehl: „Eine Vev- xslichtniig während des Krieges nickst gegen Teutschland oder gegen Oesterreich zu kümpsen, besitzt gar keinen Wert und ist absvlitt nichtig. Im Gegenteil hat sich der ans der Gcjangenschast Zurilck- gekchrte sofort wieder ans seinen Posten bczw. zn seinem Regiment z» begeben." Zur Begriindnng dieses Befehls wurde gleichzeitig folgender Runderlah hinausgcgeben: „WahrhettSgett-euen Berichten »ach werden die belgischen Kriegsgefangenen in Teutschland in die bcutiriK Armee eiligereitit und gegen Rußland ins Feld gcjührt. Ten Mannsckmsten soll dringend ans Herz gelegt werden, dah e? vorzuziehen sei, als braver Svidai für sein eigenes Ltaterland zn kämpfen, verwundet oder selbst getötet zu werden, als sich gesangcn- nehmen zu lasten, um für die Unterdrücker und Verwüster imscwos Vaterlandes zu kämpfen und guf diese Weis« getötet zu warben," Deutsche .Kpiegsgesanftene in Frankreich. Nach einer Blättermelimng sind am Freitag in Marseille 500 deutsche Kriegsgefangene angelangi, darunter 100 Zivilisten ans dem Reichsland, die sich sogenannter Untreue während des kurzen Aufenthalts der Franzosen in den Reichslanden schuldig gemacht haben. Deutsche Spione in Sllgier. Aus Tavger erfährt die Times, daß 8 deutsche Kaufleute vor ein Kriegsgericht gestellt werden sollen. Sie seien spiouageverdächtig und hätten die Eingeborenen zum Aufruhr aufzuhetzen versucht. Die Verhandlung soll beweisen, daß ein deutsches Komplott existiert habe, zu dem Zweck, die Eingeborenen aufzuwicgcln und die Franzosen zu ermorden, worauf Deutschland nachher Beschlag auf Algier legen wollte. Die tzliolera. Wien, 8. Okt. (SS'. B. Nichtamtlich.) Bon dem Sanitäds- dcpartement des MntisterinmS des Innern wird mitgeteitt: Am 7. Oktober sind je ein Fall asiatischer Eholera in Wien und Graz, zwei Fälle in Mähren, Groh-l>!ienttsck>itz, Bezirk Auspitz, je ein Fall in Iägerndorf und Teschen, sowie in Schlesien und Galizien, zwei Fälle in Piatkoma, Bezirk Nenfandee, bakteriologisch ermittelt worden. In Wien, Graz, Iägerndorf sowie Grosz-Nieintjchitz liandelt es sich >,m Personen, die vom nördlichen Kriegsschauplatz em° getroffen sind. Ferner sind nach einem am 0. Oktober an ge langten Lterickst in Gorlice ststaiizien) 20 Fälle bei Mititärpersonen durch bakteriologisckie Untersaichnng sestgestellt worden. Mindestqebot bei Zwangsversteigerungen. Berlin, 8. Okt. (SV. 15. Nichtamtlich.) Der Bundesrat hat, wie schon kurz genieldet, eine Verordnung erlassen, die für die Versteigerung körperlicher Sachen, soweit sie im Wege der Zwangsvollstreckung nach der Zivilprozeßordming statt- findet, allgemein ein M i n d c st g e b o t einführt. Der Zuschlag darf nur auf c>n Gebot erfolgen, das wenigstens die Halste des gewöhnlichen Verkaufswcrtes des Pfandes erreicht. Bei gepfändeten Wertpapieren darf der Verkaufs- Wert, wenn das Papier in der letzten Woche vom 31. Jul: 1914 einen Börsen- oder Marktpreis hatte, nicht unter deni letzten in dieser Woche anitlich notierten Börsen- oder Marktpreis festgestellt.werden. Bei Wertpapieren, die Darlehns- kasscn beleihen, darf das Mindestgebot nicht hinter dem Betrage zurückbleiben, zu dein die betreffenden Papiere von den Tarlchnskassen bestehen werden. der Reisekosten, freie Wohnung und 25 Mark pro Tag. Dafür müssen sie zahlungsunfähige Patienten umsonst behandeln. Der Entscheidttngskampf in Frankreich. Tie National Tidendc meldet aus London: Alle vorliegenden Nachrickstcn stimmen darin überein, daß diese Woche die Entscheidung satten muh. Die Kämpfe auf dem linken Flüge! werden mit einer selbst unter diesen blutigen Zniammenstößen bisher unbekannten Hestigkeil sortgescht. Die Deutschen juchen mit einer Hartnäckigkeit, von der man sich keine Vorstellung machen kann, sich der Eisenbahnlinie zu bemächtigen. Der Kamps nördlich der Somme hat einen derart furchtbaren Charakter, dah er unmöglich lange anhalten kann. Der Tag meldet aus Genf: Tie neueste französische Generalstabsnote kann keinen Vor- marsch eines sranzösiicheii TelachementS in der Gegend von Arras verzeichnen. Diese Wirkung hatte das rcjoluic Vorgehen der deutschen Reiterei, die nach sranzösischen Berichten nördlich von Lille für den heutigen Tag die Fortsetzung des grohen Umfang versprechenden Kampfes erwartet. In der weitere» Umgebung von Nonon machen die Franzosen große Anftrengiingeii, eine» deutsche» Durchbruch zu verhindern. Alles in allem gewinnt man den Eindruck, dah aus dem westlichen Flügel endlich die Entscheidung nah«, bei der die deuischc Kavallerie berufen sei, eine bedeutende Rolle zu spielen. Aus Lyon wird gemeldet, daß Frankreich gegen die dcutlche Armee die letzten Anstrengungen macht. Von der italienischen Grenze werden nunmehr alle Truppen zurückgeholt. die nicht direkt sttr die Ausrechterhaltung der inneren Ordnung notwendig sind. Bier Millionen Soldaten im Osten. Der militärische Korrespondent der Times schätzt die gesamte» deutschen und österreichischen Truppen im Osten! aus 88 Divisionen, mit allen zugehörigen Reserve», die der Russen auf etwa 100 Divisionen, welche ununterbrochen verstärkt werden, welche man mit der grössten Schnelligkeit nach der Front schasse. Es werden also gegen vier Millionen Truppen sich in der kommenden Riesenschlacht gcgcnübcrstchen. Vergebliche Friede,-sbestrebunsten. Kristiania, 9. Okt. Ter Aftenposten wird aus London telegraphiert: Der Vorsitzende der deutschen Friedcnsver- einigung ist neulich im Haag gewesen, um mit einigen hervorragenden Friedensfreunden verschiedener Länder zusammenzutreten, um die Möglichkeiten des Friedens und einen Friedensvorschlag zu beraten. Seine Mission ist mißglückt. Ein Versuch, den das Friedenskomitee in Bern in gleicher Hinsicht machte, mußte gleichfalls aufgcgeben werden. Die Bestrebungen sind jedoch mit großer Sympathie ausgenommen worden. Es ist wahrscheinlich, daß bald neue Schritte unternommen werden, eine solche Friedenskonferenz einzuberufen. Ein schwedischer Generalstabsoffijier über die Lage im Westen. Christian!«, 10. Okt. In einer Betrachtung über die Lage auf dem westlichen Kriegsschauplatz« in der „Aftenposten" schreibt ein Generalstabsoffizier: Wenn Antwerpen fällt, iverden nicht nur 200 000 Mann deutscher Truppen frei für Nordfrankreich, sondern auch ein« Maste Artillerie, was die Entscheidung bringen must. Der Umstand, dah di« Verbündeten aus Indien Verstärkungen hcran- zichen, sei nicht schwerwiegend, da deren Zahl noch nicht groß sein könne, sie auch nicht als gleichwertig zu betrachten seien. Wenn man sogen darf, daß aus ein« Seite der Sieg falle, so sei dies die deutsche Seite, Qpser »kr Sceminen. London, 8, Okt, Der britische Fischdampfer „Litt" geriet gestern in der Nordsee auf eine Mine und sank. Von der Mannschaft sind sieben Personen umgekommcn. Dir Pest. W. B. Paris, 8. Okt, (Nichtamtlich ) Die Agence HavaS meldet aus Saloniki, dast bas Gesundheitsamt Saloniki als pesl- versucht erklärt hat. Die Arbeiterjuaend und die militärischen Borübunqe». In Magdeburg faßte eine Versammlung der dortigen Arbeiterjugend folgenden Beschluß: „Die Magdeburger Arbeiterjugend hält die Beteiligung an den militärischen Vorübungen der Jungmannschast für zweckmäßig." Sie will aber die Einheitlichkeit der deutschen Arbeiterjugcndbewcgung wahren und bittet darum die örtliche Jugendleitung, erst dann die arbeitende Jugend öffentlich zur Beteiligung anf- zurufen, wenn damit die Geschlossenheit der Jugendbewegung nicht gefährdet erscheint. Wenn sich Jugendliche jetzt schon an den Uebungen beteiligen, dann soll darin kein Vergehen gegen unsere freiwillige Disziplin gesehen werden." Hefieu und Nachbargebiete. «setzen und Umgebung. Der Brotpreis und die Großmühlen. Ueber dieses Thema schreibt ein Bäckermeister in der Wormser Zeitung: „In dieser gewaltigen Kriegszeit, wie sie die Welt noch nie gekannt hat, muß die Frage der Volkscrnährung an erster Stelle stehen, besonders für Deutschland, da ihm säst alle Zufuhrstraßen gesperrt sind. Nach allen statistischen Angaben und Erfahrungen früherer Jahrgänge vermögen wir, dank unserer reichen Gctreidc- crnte von 1814, das ganze dcutlche Volk aus ein Jahr gut zu ernähren, d. h., wenn mit den Mehlergebnisten häuslich und praktisch gewirtschaftet wird. Ten Mangel an cingcsllhrtem Weizen werden Afraja. Ein nordischer Roman von Theodor Mügge. 82 Als er am Abend nach dem Hause zurückkehrte, traf er Jlda auf dem Vorplatze. „Ich Hobe dich erwartet," sagte sic, um mit dir noch einmal zu sprechen und dir Glück zu wünschen." Sie gingen über den grünen Platz, dessen Rand von Birkengebllschen besetzt war, die der Abendsonnenglanz sankt gerötet hatte. Zwei Mädchen waren von Jlda für den neuen Gaard gemietet worden, um den Haushalt zu führen und einige Kühe und ander Getier zu versorgen; ebenso waren aus den Familien am Lyngenfjord mehrere junge Männer willens, Marstrands Vasallen zu werden, wenn er ihnen Hütte und Brot geben wollte. Jlda erteilte guten Rat für die ersten Einrichtungen, bis endlich das Gespräch stockte und beide unter den frischen, duftigen Gebüschen stillstehend über den Fjord hinausblickten. „Morgen," sagte Jlda lächelnd, „wirst du diese Sonne am Balsfjord leuchten sehen. Möge sie niemals dir untergehen, Johann Marstrand, und wenn im nächsten Jahre die schöne Zeit wiederkehrt, wo das große Gottesgestirn sein Antlitz uns nicht entzieht, mögen dann, wenn nicht alle, doch viele deiner Wünsche erfüllt sein." „Und was soll ich dir wünschen, Jungfrau Jlda?" antwortete Marstrand. — Seine Augen schlugen sich zu ihr auff er ergriff ihre Hand und seine Blicke hefteten sich ausdrucksvoll und innig auf ihr Gesicht, aber er wagte nicht, was sie sagten, mit Worten zu begleiten. „Wünsche, daß es mir in Tromsö wohlgehe. Wenn du die Stadt besuchst," fügte sie lauter hinzu, „so vergiß uns nicht." „Wie könnte ich dich vergessenl Möge Tromsö nie ein glücklicheres Haus gesehen haben, als das deine." Sie schwiegen von neuem, bis nach einem Weilchen Jlda s mann, Gedern, low, — Res. Ernst Hönisch, Danmgarleii, Kiektz l Strehlen, tot. — Res. Heinrich Fett, Watzenbor'.t, tot. — Res. Hetnr. Philipp! I., Ruppertenrod, schvw. — Res. Karl LäNlgnchr,! Wettsemscn, Kr. Alsfeld, tot, — Res. Heinrich Wistner, Londorf, low. — Res. Christi an Schwtn dt, Grüntnge», tot. — Rcs. Karl Marschstellen I., Grüningon, lviv, — Rcs. Otto Marschstellen II., Grünt legen, lrw. — Gefr. Karl Schneider, Bannerod, Kr. Lauterbach, schvw. — Res. J-oh. Phi kippt ll., Oberoßmen, lvw. — Res. Johann Bruckner, Speichersdors, Kr. Kemnat, lvw. — Res. Heinrj Dich II., Burgsolms, low, — Rcs. Karl Mohr I., Niederlemp, ÄrJ i Wetzlar, lvw. — Gcfr. d. R. Fdriebrich Becker III., Bargsolins/I schvw. — Res. Karl Gath, Burgsolms, lvw. — Rcs. Peter Beiden^ ß AlbShau-scn, Kr. Wetzlar, low. — Res. Jakob Fries, K ölchhausent ; Kr, Wetzlar, schvw. — Res, Heinrich Schmidt VII., Burgsolms.I low, — Gefr. d. R. Andreas Post, AngerSbach, tot. — Rcs. Jul ins» Schäfer VI., Mandeln, Dlllkrols, tot. — Gcsr. d, R. Stephani Schlichting, Hirschfelde, Kr, Oppeln, lvw. — Unterosf. 6. 31. Oskarl Anmnker, Marksuhl, tot. — Must. Karl Inder!hal, Oberweidbachl I tot. — Musk. August Ewald, Offstein, Kr, Worms, schviv. — ResM Karl Kahn, Eichelhain, schvw. und vm. — Res. Heinrich Dicht ni.,j Gedern, schvw. und vm. — Res. Karl Rapp, Lanzenhain, Kr. Lauter-^ bach, tot. — Rcs. Hetnr. Frank, Kestrich, Kr, Alsfelds tot. —I Musk, Albert Airsinger, Straßburg, vm. — Musk, Wilhelm Fuhr II Holzhaiisen, Kr. St. Goarshausen, vm, — Musk, Alfred Michaelis g Jahn, Schillingheini, vm, — Musk, Peter Kullmann, Biedenkopf,! vm, — Res. Paul Schcrfer, Allen«, vm, — 31 cs, Wilhelm HeffnaiinA Altena, vni, — Rcs, Ernst Altchof, Altena, vm, — Rcs. Wilhelms Neuhaus, Altena, vm, — Res. Otto Schmelz. Wcidmos, vm, — Res. l Wilhelm Schmidt IV., Steinbcrg, Kr, Schotten, vm, — Res, August» Tiegel, Ehrili'ghauseit, Kr. AlSseld, vm. — Gefr. Karl Stock, Rödgen,!! Kr. Frlcdbcrg, vm. — Res. Richard Schmidt V,, Hiurgen, vm, —! Rc s Johannes Gräuel, Rinderbügen, Kr, Büdingen, vm. — Resj Fritz Schmidt VI., Oberueundors, Kr. Görlitz, vm. — Rcs. Karl! Fink, Kestrich, Kr. Als seid, vm. 12. Kompagnie. Fahne»lunker Gcfr. Georg Schulze- Burg, Kr. Magdeburg, vw. — Vrzcseldw. d. 31. Hermann Buß) Holzhcttn, Kr. Gießen, tot. — Gefr, d. R, Friedr, Wilh. Mönnig) Ilbeshausen. Kr, Lauterbach, tot, — Gefr. Aug. Becker. Aumenau/ Kr, Oberlahn, tot, — Gefr. Andreas Schäfer, Ilbenstadt, KrelÄ Friedbcrg, tot, — Unterosf. d, 31. Ernst Ludw. Heldmann. Kirch» brombach, tot. — NttrSk. Emil Uhlmann, Schittigheim, Kr. Strast- burg, tot. — Eins,-Freit». Unterosf. Friedr. Konr, Heister, Haffiff gründaii, tot, — Rcs. Emil Keil, Briorci, Kr. Hagen, tot. — Rcs. Friedr. Wikh. Hof I., Wandcrbach, Drllkreis, tot. — Res.s Wilh. Hcinr. Schmidt, Straßebersbach, tot. — 31es. Wilh. Hvs- niaiin, Niederbiel, Kr. Wetzlar, tot. — Res. Wilh. Fink, Oppenrod, Kr. Gießen, tot, — Unterosf, d, 31, Friedr, Konrad, Londorf, vw,! — Unterosf, d, 31. Heinrich Lepper, Gießen, vw. — Unterosf, d, 31. Heinr, Braun, Stockhausen, Kr, Lanterbach, vw. — Unterosf. d. 91.’ Hermann Weide, Engelbach. Kr. Biedenkopf, vw, — Gefr, d, 31.’ Ludwig Bindeburg. Annerod, viv, — Gefr, d, R, Philipp Schäfer, Annerod, vw. — Gefr, d, R, Karl Schniandt, Watzenborn, vw, —, Gcfr, d. R, Karl Lost, Gießen, vw, — Gefr, Karl Julius Etsele, Straßburg i. Elf,, vw, — Gefr, Ewald Kamp mann, Hagen, vw. — Gcfr, Heinrich Tie ich, Wcitershain, Kr, Gießen, vw. — Gefr. d, R, Waller Lmicnstern, Wcißenscls i, P., viv, — Gefr, d, R. Heinrich Grauman,,, Obcrhainer, Kr. Iserlohn, mv. — Unterosf, d. R, David Katz, Mainzlar, vw, — Musk. Heinrich Beck, Nlzcherrosbach, vw, — Musk. S. — MuSk. Eduard Sachs. Bnchrain, Kr. RegeuSburg, vw. — Musk. Johann>es Schimpf, Hcrlna. Kreiz Dieburg, vw. — Horn, Wilhelm Schneider, Hatzfeld, Kr. Biedenkopf, vw. — Musk. Hans Johann Striffler, Aub, Kr. Kitzingen, vw. — Mudk. Nikolaus Caspar, Lappstein, Kr. Zabern, vw. — Musk. Wilh. Karl Friedr. Christen, Bochuin, Hosstädtcn, vw. — Musk. Joseph Esfelberger, Nieder- Selters, vw. — Musk. Peter Cller, Eimsheim, vw. — MnSk. Georg « Elsäffcr I., Hamm, Kr. Worms, vw, — Musk. Andreas Euglert, » i Hemrichsthal, Kr, Unterfrankcn, vw. — Musk. Jakob Gödel II., I Laudach. vw. ■— Musk. Adam Heil, Scllbach, Kr. Obcrlahn, vw. — I Musk. Karl Friedr. Ennl Großmanu, Herborn, mv, — Musk, Jakob I Hcuß, Offstein, Kr. Worms, vw, — Musk. Wilh. Klinger, Tauzig/ vw, — Musk, Lndw. Ich, Friedr. Lauser, Osfendach, vw, — 3I!nsk. Edmund Georg Ästcyer I„ Straßburg, vw. — Musk. Jakob ©fltw mon, Braunfels, vw, — Musk, Auaust Sattler, Beerfelden, vw. —; Astusk. Hermann Georg Schiecker, WormS, mv. — Musk. Wilhelm Schmidt, Bischofsheim, Kr, Groß-Gerau, vw, — Musk, Adolf Echos- nlg, Trachenberg, vw, — Mnök. Ernst Alfred Seiber, Siraßbing, vw, — Musk. Franz Anton Sprenger, Bilstein, Kr, Olpe, vw. — ’ Musk. Georg Stark, Breitensteln, Kr. Biedenkopf, mv, — Musk, Gcora Weiß, Dolgesheim, Kr. Oppenheim, mv, — Musk. Gottlob Wurster, Agenbach. Kr. Ealw, vw. — Rcs. Heinr. Kaseinclkad, Klein-Tanzusken, Kr. Pillkalle», vw. — Res. Ernst Hohage, Hasten, . Kr. Altena, viv. — Rcs. Johannes Hübner, StockbanseN', Kr. Lauterbach, vw. — Rcs. Wilh, Ehl, Lciusfeld, vw, — 31cs, Joseph LIlpke, Grümlmghansen, vw. — Res. Karl Johann Hosheinz, Lüdenscheid, vw, — Rcs. Ernst Herrn. Herrmann, Wetzlar, vw, — Res, Ernst Heuser, Watzenborn, vw, — Rcs. Karl Eller, Mufchenheim, vw, — Reservist Otto Mcttenhcimer, Eichelsachsenz vw, — Resermft, , Wilhelm Schröder, Eichelsachsen, vw, — Reservist Otto Schnchard, Eschenrod, Kr. Schotte», vw, — Res. Karl Lompmanu, Wingers» Hausen, Kr, Schotten, vw. — 31cs. Louis Würz, Eichelsdorf, vw. — wir, gleich wie in früheren Jahren, gut auszuglelchen verstehen. Man sollte n,ithin annehmc», daß das wichtigste Nahrungsmittel für Militär und Zivil, das tägliche Brot, ohne wesentliche Verteuerung weiter hergestellt werden könnte. Leider wird das Bild, wenn nicht unvcrziiglich ganz strenge, allgemeine Gegenmaßnahmen für daS ganze Deutsche Reich getrofse» werden, ein ganz wesentlich anderes. Um jedem Leser ein Bild von der unerhört ungerechten Mchlvertcuernng zu geben, seien folgende Zahlen angeführt: Die Oktobcrpreise vorigen Jahres waren: Roggen für 100 Kilo 17 Mk„ Noggeiimchl. Basis 0—1, 23.50 Mk„ Spannung zwischen Roggen und Ällehl 0,50 Mk,, Brotpreis für 2 Kilo 54 Pfg,: Oktoberpreisc dieses Jahres: Roggen für 100 Kilo 22 Mk,, Roggen mehl, Basis 0—1, 3 3.50 Mk,, Spannung zwischen Roggen und Mehl 11.50 Mk,, Brotpreis kür 2 Kilo 80 Pfg. Mithin ist die Spannung von 3Ioggen zu Mehl minbcstciis um 5 Mk, höher als in gleicher Zeit 1013! Dabei darf nicht übersehe» werde», daß i» der jetzigen teuren Zelt alle Mehle noch höher aus- gebcutet sind und außerdem die übrigen Kleiebestände ganz gewaltig teurer verkäuflich sind als im Jahre 1913, Daß ferner der Nlüller zu Kriegszeiten nur noch gegen vorherige oder sofortige Kaste handelt, wird weniger ungerecht empfunden: daß aber deni Kasiekunden sofort der übliche Skonto von 1 Prozent gestrichen wurde, muß ebenfalls als ungerechte Berelchcrung angesehen werden, was bei jedem Sack Mehl nochmals 35—40 Pfg, eln- brlngt. Wenn jetzt eine wiederholte Brotpreiserhöhung vermieden werben soll, muß cs Aufgabe aller Reglerungsvcrtreter sein, in allererster Linie die G e t r e i d c h ö ch st p r e i s e fcstzusetzen: Roggen auf 20 Mk, und Welzen aus 24 Mk,, damit kann und ist auch unsere opferwillige (na! na!> Landwirtschaft bei Kriegszeiten zu- frleden. Dann müsien aber alle Me hip reise ans Grund der jrüheren Durchschnittsergebnisie und Durchschnittspreise des Mehlverfahrens strenge geregelt werden, damit nicht der ungleich hohe Verdienst der Mühlen große Maste» zum Bettler und den Einzelne» zum Millionär macht. Sollten wider Erivarlen diese neue» Gesichtspunkte von den Mühlen nicht genügend beachtet werden, dann ist es die heiligste Ausgabe der deutschen Staaten, die Herstellung von geeignete» Mehlen selbst in die Hand zu nehmen," Es ist durchaus zutreffend, was der Bäckermeister sagt: aber, wie wir schon öfters betonten, hätte die Festsetzung des Höchstpreises schon viel früher, noch während oder sofort nach der Ernte erfolgen niüssen. Zu spät ist cs jetzt aber auch noch nicht, Pflicht der Behörden wäre cs, sofort einzugreifen, was aber einheitlich für das ganze Reich ge- schchcn müßte. Berlnstliste des Jnf.-Reqiments Nr. 116» Gießen. 9. 9 o m » « fl n i c. Hauptm, Robert Wolf, Stralsund, schviv, — Feldw, Ernst Heller, 31e>ttsche», Kr, Welßensels, tvt, — Scrg, Johannes Werner, Erainseld, tot, — Feldw. Wilhelm Bechtold, Eschenrod, Kr, Schotten, lvw. — Unterosf. Adolf Fritsch, Ober- Seemen, schvw, — C'Vefr. Fritz Banckloh, Weltinghosf, Kr, Altena, lvw, — Unterosf, Konrad Schmidt, Angersbach, tvt. — Musk, Anton Bender, Marhcim, Kr, Höchst a. M., tot, — Tambour Wilhelm Brauer, 3>larbnrg, lvw, — Mu>sk, Heinrich Fenschel, Franksiirt a, M., lvw, — Musk, Job. Garski, Zichcn, Kr, Lcban, tot. — Musk, Adalbert Koptewicz, Blütcnan, tot, — Tanibour Karl Krämer, Mainzlar, schvw, — Tainb, Konrad AHengel, Ron- haußen. Kr, Allarburg, tot, — Gefr, Ludwig Schmidt I,, Gießen, lvw, — Gefr, Kurt Reumann, Gießen, low, — 3Rusk. Wilhelm Bahn. Usenborn, schvw, — Musk, Josef De iß, Dietesheim, Kreis Offenbach, tot, — MuSk, Johann Dich! I,, Guntersblnm, schvw. — Musk. Paul Karl Heinrich Ehrhardt, Metz, lvw. — Ättisk. Emil Erb, Blschweller, tot, — Musk, Johannes Frey, Kleln-Bocken- heim, Rheliipfalz, tot, — MuSk, Robert Hirsch, Wanzenau, Kr, Straßburg, schviv, — Musk, Emil Hoffmann, Rödgen, Kr, Fvied- berg, sKvw, — Musk. Emtl Katz, Steinberg, Kr. Gießen, lvw. — Musk. Peter Kusel, Kleffi-Winternhelm. Kr, Mainz, schvw, — Musk, Karl Knöscl, Straßburg i. E,, schvw, — Musk, Georg Lob, Lerselhelm, Kr, Wonnö, schvw. — Musk. Josef Mcdest, Fnlida, schvw. — Musk. Peler Petty. Wirhausen, schvw! — Musk, Theodor Riff«, Sindlingen, tot, — Musk, Peter Rnpp, Framersheim, Kr, Alzen, sckmw, — Musk, Jost Schäfer II., Lohra, schvw, — Musk Jakob Schäfer I„ Rinderbügen, lvw. — Musk. Philipp Echnccker, Allerlöhausen, Kr. Gi>es»en, schmv. — Musk. Ernst Schulz, Salzungen, lvw. — Musk. Heinrich Schwarz, Offenbach a, NI,, lvw. — Musk. Emil Wiste»bach, Darmstadt, lvw, — Musk. Ludwig Heck, FriedenSdors, Kr, Biedenkopf, lvw, — Musk. Wilhelm Kornett, Konstan-z, lvw, — Rcs, Wilhelm Schmidt Hl,, Altena, tot, — Res, Friedrich Boedehovn, Grüneivlese, Kr, Altona, tot, — Rcs, Wilhelm Denkhaus, Altena, schvw, — Rcs, Wilhelm Oplerbcck, Hcldebickc, Kr, Olpe, lvw. — Res, Friedrich Krallmann, Altena, schvw, — 91c f. Julius Lok, Pollnitz, Kr. SckilockMi, lvw. — Rcs. Karl Weiß, EhringShausen, Kr. Alsfeld, lvw, — Res, Karl Ltmpert, Gedern, lmv, — Res. Johannes Saufet, Frohnhausen, Kr. Marburg, lvw, — Res, Wilhelm Die hl IV,, Gedern, lvw. — Res. Wilhelm Ackermann, Gedern, lvw, — Res, Reinhardt Dich! II,, C'k&evn, schviv. — Res. Heinrich Bnchwald, Großfclda, tot. — Res. Ludwig Hock, Holzhenn, Kr, Gießen, lvnz. — Res, Ludwig Lamd- sich nmwandte und zu dem fernen Kilpis hinaufblickte, dessen schwarzes Riesenhaupt ganz in rotbrennendes Licht getaucht n>ar. — „Das wilde Gebirge dort erinnert mich daran," sagte sic, „daß ich mit dir von Gula sprechen muß. Du weißt, daß sie plötzlich uns verlassen hat, Björnarne und unsere Freunde sie vergebens suchten." Marstrand nickte ihr schweigend zu, und Jlda fuhr mit einer großen, schärferen Betonung fort: „Sie hat uns verlassen, weil ihres Herzens Ruhe vom Bösen, was in jcdenl Menschen wohnt, überwältigt war. Gott hat es so gewollt, sein Wille ist allmächtig! Blicke mich nicht so stolz an, Johann Marstrand." „Nicht ich," sagte er mit Heftigkeit, „glaube niir, nicht ich habe Gula diese Ruhe genomincn und sie sortgetriebcn." „Nein," war ihre ruhige Antwort, „nicht du. ich weiß cs. Des Himmels Gnade über das arme Kind! Wenn du am Balsfjord wohnst, wirst du Gelegenheit haben, viele Lappen zu sehen. Auch Afrajas Herden weiden auf der Halbinsc!, andere besitzt er, die bis an das weiße Meer ziehen. Frage nach Gula, vielleicht gelingt es dir, von ihr zu hören." „Weißt du denn, ob sie noch lebt?" fragte er. „Ihre Verwandten leugnen, sie gesehen zu haben." „Sie lebt," sagte die Jungfrau und aus ihrer Tasche zog sic einen gefalteten Zettel. „Tics Papier," sagte sie, „fand ich gestern aus dem Tische in der Bohnenlaube, als ich am Morgen wie gewöhnlich in mein Gärtchen ging." Sie reichte es. Marstrand hin. „Sorge nicht um mich, geliebte Jlda," stand darin geschrieben, „aber verzeihe m:r all' deinen Kummer. Ich mußte fort, niemand hat mir Gewalt getan, ich mußtol Wie schön ist es hier! Alle Blumen blühen rot und blau, alle Wesen lieben mich. Die jungen Liere kommen und lecken meine Hände, Birkenzwcige neigen sich um mein Haupt. Ich zittre nicht mehr, meine Schwester, ich freue mich und Gott ist gütig, seine Macht ist groß, seine goldene Sonne scheint auf mich, wenn ich an dem fallenden Bach sitze und an dich denke. Denke auch an mich, geliebte Jlda, bete für mich, ich bin glücklich, ich bin frei bei denen, die zu mir gehören!" „Sie schwärnit," sagte Marstrand, indem er den Arm .inkcn ließ. „Ihre Seele ist bei uns," antwortete Jlda. „Einsam sißt sie in der unermeßlichen Wüste, wo niemand sie versteht. Mit Blumen und Birkcnzweigen ist ihre Brust geschmückt, weißt du, was das heißen soll? Sic soll einen Mann wählen." „Mortuno!" — „Ich habe mit dem Pfarrer gesprochen," fuhr die Jungfrau fort, „sprich auch du mit ihm. Klaus Hornemann zieht in wenigen Tagen bis an den Altenfluß. Er will Afraja auf- ! suchen, gib ihm Nachricht, hilf ihm, wie du es vermagst, denn ich fürchte, unser ehrwürdiger Freund wird vergebens suchen. Afraja wird seine Tochter auch vor ihm verbergen, I er wird heucheln und lügen und sie ihm nicht ausliefcrn." ! „Ist das die Absicht des Pfarrers?" fragte Marstrand- „Wir haben es überlegt," sagte sie. „Du weißt, in Trondenäes ist eine Schule, dorthin will Hornemann sii' bringen. Siehst du nicht, daß Tränen dies Blatt naß ge> macht haben, bemerkst du nicht, daß Afraja neben ihr stand, ’ als sie dies schrieb und ihr die Worte vorsagte?" Marstrand war bewegt über diese Mutmaßungen, dennoch empfand er Freude darüber, daß Gula bei ihrem Vater war. — „Wenn Afraja seine Tochter durchaus behalten' will," sagte er, „und wenn diese zu ihm ihre Zuflucht nahm, welch! Aussicht habe ich, sie aufzufindcn und in ihr Schicksal einzugreifen?" „Wenn du am Balsfjord wohnst", antwortete Jlda, „wird der alte schlaue Mann dich bald aufsuchen, chkr hat besonderes Vertrauen zu dir, du hast es zu erwerben gewußt." Johann errötete. Welche Kenntnis hatte Jlda von seinen verschiedenen Begegnungen mit Afraja? iL-ortsebung folgt.) 9W. Heinr. Heimbach. Ulfa, um. — Res. Karl Burk, Watzenborn, uw. — Res. Heinr. Maurer, Qbcrahnien, uw. — Res. August 3eipu, Hainbach, Kr. Alsfeld. vw. — Res. Peter Reib, Rüddings hausen, uw. — ©cfr. d. R. Heinr. Wagner, Lauter, Kr. Gießen, uw. — Res. Otto Dieb, Eichelsborf, Kr. Schatten, uw. — Res. Sttkol. Wilhelm Gütern,uth, Dahlherda, uw. — Res. Theodor Spieß, Friedberg, uw. — Einj.-Fretw. Heinr. Weller, Sprendlingen, Kr. Al-ei>. uw — Einj.-Frciw. Robert Ludw. Kahn, Selters, Kr. Unterwestern,., vw. — Res. Rudolf Allendörfcr, Gießen, uw. — Res. Gust. Aua. Hcrr- niaun, Nanzenbach, Dillkreis, vw. — Gefr. d. R. Hugo Bcckhoff. Dahlerbrück, um. — Gofr. d. R. Heimgpeter Keller, Lumda, um. — Musk. Adam Horrmug, Dieburg, um. — Musk. Wladislaus Nowa- kowski,, Borken, um. — Mnök. Heinr. Rudolf, Machtlos, un,. — Musk. Joh. Friedr. Schuhnianu, Neuhansen, Kr. Worms, um. — Musk. Georg Wiegand, Bürstadt, um. — Res. Jakob Dittmann, Holzhausen, Kr. Biedenkopf, um. — Res. Nikolaus Dillges. Heide, um. — Res. Karl Pampus, Hengsen, um. — Res. Will,. Karl Rob. Grotstück, Sisniewo. Kr. Corthos, uni. — Res. Wllh. Liehe, Obcr- Ohmen, um. — Res. Kasp. Harnischfeger. Ober-Seemen, Kr. Schotten, um. — Res. Adolf Gaul, Wingershausen, Kr. Schotten, um/ — Res. Karl Weber. Bieber, Kr. Biedenkopf, um. — Res. Phil. Ransbach, Biebrich, um. — Res. Heinr. Bauinann. Niederbiel. Kr. Wetzlar, um. — Res. Heinr. Lapp, Niederbiel, Kr, Wetzlar, um. — Res. Wilh. Demant, Wörborf. Kr. Wetzlar, um. — Res. Friedr. Will). Bieber, Hirzenhain, Tillkrels, um. Maschinengewehr-Kompagnie: Oberleutnant Kurt Kienitz, Weilburg a. Lahn, schuw, — Lt. Dietrich-liniert de Harde, Blankenburg, schvw. — Eins.-Frciw. Untcrosfiz. Karl Mörschel, Büdesheim, Kr, Friedberg, tot. — Musk. Heinr. Jung. Klein- Linden. schvw. — Untcrosfiz. Hermann Kersting, Dortmund, schviu. — Musk. Anton Stapf, Kr.-Hcubach, llntcrfrankeu, schvw, — Bize- feidw. ,"friedr. Bauer, Bellnrutb, Kr. Büdingen, Ivw. — Gefr. Heinrich Ohsendoht. Eppendorf ieichtuerwundel. — Musketier Johann Rutsch, Sehen, Kreis Mainz, Ivw. — Res, Karl Erb, Blciden- rod. Kr. Alsfeld, tot. — Gefr. d. Res. Ludwig Becker, Gießen, schvw. — Res. Karl Krall, Muschenhetm, schvw. — Musk. Ehrist. Schäfer, Griiningeu, schuw. — Res. Ehrest. Scheid. Gr.-Buseck, luw. — Eins - Ire iw. Gefr. Karl Scherz, Gießen, luw. — Feldwebel Heinr. Boefs. Köln, schuw. — Gefr. Heinr. Badonin. Schwobendors, Kr. Kirch- hain, schuw. — Musk. Heinr. Baumscheidt, Köln, schon'. — Musk. Anton Hubertus, Weisenau, schow. — Musk. Peter Wolf, Rauschhelm, Kr. Groß-Gerau, schino, — Unterossiz. Heinr. Säuger. Garbentelch, low. — Ilntcrosfiz. Wilhelm Sankel. Großen-Lindcn. luw. — Unteross. Güstau Genshcimcr. Darmstadt, luw. — Eins - Freiw. Otto Kohl. Newwicd, luw. — Musk. Karl Hohmeycr, Pfordt. Kr. Lauterbach, schuw. — Wahlverei» Gießen. Nächsten Montag, den 12. Okt,, hält der Wahlverein eine Mitglicdcr-Versammlnng ab, in welcher ein Referat über: „Ter Krieg und die Sozialdemokratie" gehalten werden wird. Da seit längerer Zeit keine Versammlung stattgefunden hat, darf wohl erwartet werden, daß sich die Parteigenossen am Montag zahlreich einfindcn. — Kartosfclpreisc. Wie von allen Seiten berichtet wurde, ist die Kartoffelernte in diesem Jahre ziemlich reichlich ausgefallen, der Verkaufspreis könnte also ein mäßiger sein. Das ist aber keineswegs der Fall, vielmehr werden Preise von den Landwirten gefordert, wie in Jahren schlechtester Ernte. Zwar hatte der Gicßener Oberbürgermeister den Höchstpreis für den Einzelvcrkauf auf 3 Pfg. das Pfund festgesetzt, doch dürfte damit den Konsumenten nicht viel ge- dient sein, denn an den beiden Markttagen dieser Woche, am Dienstag und Donnerstag blieben die Kartoffelvcrkäufer dem Markte einfach fern. Tie Festsetzung der Höchstpreis hätte schon früher erfolgen müssen und zwar für den Großhandel und für größere Bezirke. Tie Tetailhändler können natürlich nicht billig verkaufen, wenn sie erst hohe Einkaufs- preise bezahlen mußten. Von den Landwirten werden jetzt vielfach Kartoffeln zurückgchalten, weil sie hoffen, später höhere Preise erzielen zu können. Es wäre Aufgabe der Be- Hörden und auch der Gemeindeverwaltungen, hierauf ihr Augenmerk zu richten und die notwendigen Schritte zu unter- nehmen. Dazu ist es die höchste Zeit, denn der Winter wird noch größere Not bringen, unter welcher die Arbeiterschaft und die minderbemittelte Bevölkerung am schlimmsten zu lewen haben wird. Dem Lebensmittelwncher mutz mit aller Schärfe entgegengewirkt werden. — Städtischer Kartoffel-Verkauf. Heute vormittag wurden im alten Schulhaus in der Neustadt von feiten der Stadt Kartoffeln im einzelnen verkauft und zwar das Pfund zu 3 Pfennig. Es wurden aber nicht mehr als 10 Pfund an den einzelnen Käufer abgegeben. — Beendigter Gcmeinderatswahl-Prozcß. Bei der Ge- mcindcratswahl in Klein -Karben im September vori- scn Jahres wurden drei unserer Parteigenossen gewählt. Gegen die Wahl erhob der Bürgervcrein Einspruch; die Wohl wurde vom Kreisausschuß in Friedberg »nd dem Pro- vinzialauSschuß in Gießen für ungültig erklärt. Tic sozialdemokratische Parteileitung gab sich damit nicht zufrieden und wandte sich an die höchste Instanz nach Darmstadt. Hier wurde die Wahl am 26. September für gültig erklärt. Kriegsopfer. In den Reihen unserer Parteigenossen und Gewerkschaften reißt der Kricq klaffende Lücken. Jeden Tag kann man in den Parteiblättern zahlreiche Todesanzeigen lesen, int Hamburger Echo waren vor einigen Tagen solche für nicht weniger als sechzehn gefallene Partei- und Gewerkschaftsmitglieder enthalten. In den Partciblättern der größeren Städte erscheinen jeden Tag vier, sechs und mehr, was auf längere Zeit eine ganz erhebliche Zahl aus- macht. Auch in den kleinen Parteivereinen unseres Pcc- bicitungsgebietes machen sich die Verluste bereits empfindlich bemerkbar. In Heuchelhcim, Krofdorf, Launsbach, Staufenberg, Wieseck und anderen Orten haben wir schon eine Anzahl Genossen zu verzeichnen, die leider aus dem Kriege nicht mehr zurückkehrcn werden. — Tic amtliche Verlustliste ist jetzt bereits auf tausend Seiten ange- schwollen, was einer Ziffer von rund 220 000 an Toten, Verwundeten und Vermißten entspricht. Sollte cs noch lange so weiter gehen, dann kann es dazu kommen, daß Deutschland und Frankreich von den männlichen Bewohnern so ziemlich entvölkert wird. — Gefallene des Gicßener Regiments. Boni Jns.-Regt. Nr. 116 werden weiter als gefallen bekannt: Rescruist Heinrich Hcrr- mann ans Alsfeld. — Landwchrmann Frdr. Karl Hamincl aus Steinbach. — Landwehrmann Otto Ttcuernagel aus Daubringcn. — Rescruist Philipp Eonrad und Landwchrmann Tcuerin Le y rer, beide ans Elimbach. — Landwchrmann Geißler, Lehrer ans Slamniheim. — Rescruist Adolf S t ii b c r aus Wölfersheim, — Gefr. d. R. Seinmy Rothenberger, aus Gießen. — Rescruist Ang. Tröllcr ans Groß-Eichen. — Bizefeldwcbcl Karl Witkop ans Brannsels. — Reservist Karl Burk II. aus Watzenborn. — Gefreiter Ehr. Riihl aus Burkhardsfelden. — Musketier Hermann Sichling aus Gießen. — Musketier Fritz Dahmcn aus Giesen. — Weiter werden vom Jnfanteria-Rognnmt Nr. 110 als gefallen gemeldet: Laitdw ehrmann Friedrich Herber ans Lauterbach. —• Rescruist Ludwig Werkln a n n mis Darmstadt. — Gefallene ans Oberhessen und Nachbargebieten. Lenin, d. R. Hch. S ch a r f f aus Gießen, Jns.-Regt. Nr. 86. — Aehrmann Wilh Hof aus Gedern, Jnf.-Reg. Nr. 86. — Am 25. September: Musketier Karl Bittendorf, Fabrikarbeiter aus Watzenborn (geb. in Wißmars, Jnf.-Reg, Nr. 17. — Am 10. September: Hauptinan» Hugo Frhr. u. Nordeck zur Rabenau, Jns.-Regt, Nr. 81. — Am 8. Sept.: Musketier Hermann Hoffman» ans Burkhardsfelden, Jnf.-Reg. Nr. 168. — Hauptinan», d. R. Emil Rausch aus Gießen (fiel in Afrikas. — Vizeseldwebel d. R. Wilh. Born ans Gießen, Jnf.-Reg. 168. — Aus den Verlustlisten. lNur Vermißte und Schwerverwun- dete aus Oberhessen und Nachbargebieten.s Rescruist Heinrich Fehl ans Freiensteinau. Kr. Laulcrbach, Jns.-Regt. Nr. 83, »ermißt. — Unteroffizier Rudolf Rosenthal aus Wetzlar, Jns.- Regt. Nr, 80, uermißt. — Rescruist Friedrich Bügel aus Geln- haar, Jns.-Regt. Nr. 83. vermißt. — Für das Gesangciien-Lager auf dem Trieb werden große Hallen und Baracken errichtet, die letzteren zum großen Teil in Fachwcrk ausgeführt. Wann die Gefangenen cintrcffen sollen, darüber verlautet noch nichts. — Zwei weitere große Lager sind in Niederzwehren bei Kastei und bei Limburg a. d. Lahn errichtet. Das ersterc wird 20 606, das letztere 10 060 Kriegsgefangene »nd zwar Franzosen, Engländer, Rüsten und Belgier aufnehmen. Am 2. und 3. Oktober sind bereits 6000 unverwundete Kriegsgefangene in 10 Sonderzügen über Gießen auf Station Obcrzwchren cinge- troffcn und in das Kriegsgefangenenlager nach Niederzwehren überführt worden. Es waren uornehmlich französische Kriegsgefangene, darunter Turkos und Zuaven, 100 englische, sowie 300 belgische Zivilisten und belgische Rekruten, Unter den englischen vsefangcncn befindet sich ein Schlostcr, gebürtig aus Niederzwehren, der im Alter von 11 Jahren nach Großbritannien ausgewandert, vor kurzem sich für die englische Armee hat anwerben lassen und nun auf so tragische Art in seine Heimat wieder gelangt ist. In dem Gefangenenlager bei Limburg werden Ende dieses Monats die GcsangcncntranSporte einttcffen. Für die beiden Lager werde» zur Verständigung mit den Kriegsgefangenen zahlreiche Dolmetscher ans der Bevölkerung gesucht, die die französische, englische und russische Sprache beherrschen und sich für längere oder kürzere Zeit oder auch für bestimmte Stunden freiwillig zur Verfügung stellen. — Neue Eisenbahn-Prcllböcke. Im Frankfurter Hauptbahnhofe werden gegenwärtig aus den Einsahrtsglciscn die älteren Konstruktionen der Prellböcke entfernt und dafür solche mit automatisch wirkendem Gegendruck einmontiert. Die auf eine Strecke von etwa zehn Metern ans einer Zemcntbcttung gelagerte Vorrichtung besteht aus scherenförmigen, hintereinander gekuppelten und in ihren einzelnen Gliedern durch starke Federn verbundenen Teilen. Der etwa mit größerer Geschwindigkeit einsahrenbe Zug "drückt gegen das Hemmnis und bringt nach und nach die einzelnen Glieder in die Form einer gespreizten Schere. Dabei wächst der Gegendruck im Verhältnis zu der Zahl der sich durch die Wucht des Zuges öffnenden Glieder. Die selbst bei einer Fahrtgcschwinblgkeit von 12 Kilometern angestellten Versuche der automatischen Prellböcke zeitigten die günstigsten Resultate. — Vor der Strafkammer hatte sich am Freitag der Gclege.r- bcitsarbeiter Rudolf Ge ns he im er aus Gießen wegen falscher Anschuldigung und verl>eumd«rischer Beleidigung zu verauiivorien. Der Angeklagte, der schon unzählige Male vorbestraft ist, wurde im Mai d. Js. von der Strafkammer Gießen wegen schweren Ein- bruchsdi-ebstahls zu einer Zuchthausstrafe vv» 5 Jahren veruuleilt, die er gegenwärtig im Landeszuchthaus Marienschluß verbüßt. In diesem Termin, wo di« Verurteilung Gensheimers erfolgte, wurde auch der Großh. Untersuchungsrichter. Landgerichtsrat Schmälst als Zeug« vernommen, der über eine tu der Voruntersuchung mit Gcus- heimer gctzabte Unterredung Bekumdiingcn machte, die nach den An- gaben Gcnsheimerz nicht der Wahrheit entsprochen haben sollen. Kurz nach dem Termin ließ sich Gensheimer uorflihren und erstattet« gegen Herrn Laudgerichtsvat Schmach! eine Anzeige wegen wistentlichen Meineid. Obwohl er wiederholt daraus aufmerksam gemacht wurde, daß er sich eine Anklage wegen falscher Anschuldigung zutiohen könne, wenn der gegen den Untersuchungsrichter erhobene Vorwurf unwahr sei, blieb Gensheimer bei seinen Angaben. woraus die Staatsanwaltschaft ein Erwiitteliiiigsuersahren gegen Herrn Landgerichtsrat Selmrahl lucgcn Meineids einlertete. Dieses Verfahren mußte jedoch bald wieder eingestellt werden, da durch mehrere Zeugen feltglestellt wurde, daß Herr Schmahl die ihm von Gensheimer in den Mnnd gelegten Worte nicht gebraucht batte, stiege» die Einstellung des Verfahrens erhob Gensheimer beim Gencralstaats-giiiualt in Darmstadt erfolglos Beschwerde, lvoranf Herr Untersuch»ngsrichtcr Schmahl und mit ihm die Vorgesetzte Behörde Strafantrag wegen falscher Anschuldigung und ucrleumderi- scher Beleidigung stellten. Die gestrige Verhandlung gestaltete sich sehr interessant. Gensheimer lehnte zunächst den gesamten Gerichtshof wegen Befangenheit ab und machte später durch die Art, wie er sich zu verteidigen suchte, dem Vorsitzenden, Herrn Landgerichtsdirektor Prätorius, schwer zu schassen. Obgleich nun auch setzt durch die Zeugenaussagen sestgestcllt lvurde, daß an den ganzen Angaben des Gensheimer kein wahres Wort und die Anzeige gegen den Unterfuelmnasrichtcr gemeiner Rachsucht entsprungen ist, kam das Gericht (der Staatsanwalt hatte ein Jahr Gefängnis und 3 Jahre Ehtverlust beantragt) zu einem frei- sprechenden Urteil, weil, wie der Vorsitzende bei Begründung desselben hervorhob, durch die Verhandlung nicht einwandfrei fest- gestellt sei, das Gensheimer die Anzeige wider besseres Wissen erstattet habe. Gensheimer sei nicht nur ein rachsüchtiger, sondern auch ei» konfuser Mensch, der sich in einen einmal gefaßten Gedanken, daß ihm etwas geschehen oder etwas zu ihn, gesprochen sei, förmlich festreunc und daraus sei wohl auch die Erstattung der Anzeige zurückzuführen. Wenn aber Gensheimer bestimmt geglaubt habe, daß seitens des Untersuchnigsrichers eine strafbare Handlung begangen worden sei, so habe er als „Staatsbürger" die Pflicht gehabt, dies zur Kenntnis der Behörde zu bringen, um so mehr, da diese Angelegenheit nicht ohne Einfluß auf das gegen ihn schwebend« Verfahren wegen EiubruchSdiebsdahl war. Es nmßte aus all diesen Gründen aus Freisprechung erkannt und der Slaals- kasse die Kosten auserlcgt werden, — Feuer in Mainzlar. Donnerstag mittag brach ln einem Gehöfte in Mainzlar. am Eingänge des Ortes von Staufenberg her, Feuer aus, das in kurzer Zeit 3 Scheuern und Stallungen in Asche legte. Es soll durch eine» vierjährigen Jungen entstanden sein, der mit Streichhölzern gespielt haben soll. flrft# Wetzlar. y. Neue Höchstpreise. Der Bürgermeister von Wetzlar setzt die Presse für gemischtes Brot (1. Sorte) aus 58 Psg., Rundbrot (Schwarzbrot) ans 55 Pfennige und für Eier pro Stück aus 10 Pfennige fest. Für Mitte dieses Monats werden niedrigere Äartuffelpreise in Aussicht gestellt, ivas auch sehr notwendig ist, denn iit der Nachbarstadl Gießen kaust man heilt« gute Tpeise- kardosscln den Zentner zu 2.— Mk. bis 2,75 Mk. y Ei» Kriegogesaugenkn-Lazarett soll nach einer Bekanntmachung hier errichtet werden, wofür ziuiächst di« Lieferung von 20V Beiten und andern« Mobilien zur Ansschi'csbuug gelangt. Als Lazarett-Inspektor ist der Gcrichtssekretär Zimmermauu crnaimt, der perfekt fraUiZöstsch sprecheir und auch ander« Sprachen beherrschen soll. y Weitere Kriegsopfer oo» Wetzlar und Umgegend. Gestorben sind: Reservist Karl Klimpk«, Wetzlar, Jns.-Rog. Nr. 81. — Unteross. d. Landw. Gustav Grasse, Wetzlar. Ins. Reg. Nr. 81. — Landwchrmann Friedr. Beit aus Lausdorf. Jnf.-Reg. Nr. 81. — Unteross. Friedr. Straft aus Garbenhcim. Jnf.-Rg. Nr. 81. — Reservist Karl Brücke! aus Gr. Rechten dach, Jnf.-Reg. Nr. 81. — Landwchrmann Kuiivad Dicht, ans Lderndorf. Jnf.-Reg. Nr. 81. — Unteross. Georg Löw, ans Wetzlar, Jnf.-Reg. Nr. 65. — Musketier Karl Jung ans Albshanfen, Jnf.-Reg. Nr. 88. — Res. Will). Eckhardt aus DiLhrtm, Jnf.-Reg. Nr. 116. — Res. Karl Schaub aus Wetzlar, 2. Matr.-Art.-Neg. — Landwehriuaun Wilh. Lutz aus Burgsolms, Jirf.-Reg. Nr. 81. — Res. Anton Wolter aus Atzbach, Jnf.-Reg. 2tr. 81. Beeeinskalettder. Samstag, den 16. Oktober. Wetzlar. A r b .-G e s. - Verei n „Haffnung". Abends 9 Uhr bei Schreier. Gleiberg. Freie Turnerschaft. Abends 8'/- Uhr Mit- glieberversammiung im Vereinslokal. Telegramme. Antwerpen erobert! IV. 15. Trostes Haupiqnarlier, 9. Oktober, abends. Heute vormittag sind niehrcre Forts der inneren Bescstignugslinie von Antwerpen gefallen. Tie Stadt befindet sich seit heute iillchmittag in deutschem Besitz. Der Kommandant und die Besatzung haben den Fcstungsbcreich verlassen. Nur ein- zclne Forts sind noch vom Feinde besetzt. Der Besitz von Antwerpen ist dadurch nicht beeinträchtigt. (Amtlich.) Verilichtttttg dculscher .Handelsdampfer irr Antwerpen. Esicn n. d. 9!., 9. Okt. (Nichtamtlich.) Die Rhcinisch- Westsälische Zeitung verbreitet in einem Extrablatt folgende Meldung: Rotterdam, 9. Okt. Zweiuiiddreistig deutsche Handcls- dampser, darunter der Lloyddnmpser „Gueisenan" und viele andere große Secdainpfer, sowie über 20 Rhcinschisfc sind heute im Hafen von Antwerpen ans Betreiben der Engländer in die Luft gesprengt worden, da die Niederländer dem Verlangen, die Dampfer z»m Abtransport von Flüchtlingen (der siiarnison?) nach England dnrchzulasscn, nicht stattgnben. Die in Slniwerpcn zerstörten Dampfer. Von den in Antwerpen zerstörten deutschen Dampfer» gehören 11 nach Bremen, nämlich sieben der Neptun-Gesellschaft, zwei der Rolandlinie, einer dem Norddeutschen Lloyo, vier der Hansa Dampfschiffahrts-Gesellschaft-, zwölf gehören nach Hamburg, nämlich: einer von der Hapag, zwei von der Rickmers Nhedcrci und Schiffbau-Gesellschaft, drei von der Lcvante-Linie, vier von der Deutsch-Australischen Dampf- schifss-Gesellschaft, einer von der Bngsier-GeseNschaft, einer von der Hainbnrg-Südamerikanischen Dampfschiffahrts-Ge- sellsck)ast-, ferner zwei von der Oldenbnrg.Portngiesischen Dampfschisfs-Nhederei. Drei gehören nach Stettin, zwei nach Flensburg. Ter Gesamtladeranm beträgt 110 000 Tonnen Brutto. . Verantwortlicher Redakteur: F. Vetters, Gießen. Verlaa von 5lrumm & Cie., Gießen. Druck: Verlag Offenbachcr Abendblatt, G. m. b. H., Offenbach a. M. Beknnnlmachuna Betr.: Eingnartierung des Landsturm-Ersatz-Bataillons. Die Untcrossizicrc und Mannschasten des Landsturm-Ersatz- Bataillons sollen am 18. Oktober 1914 cinguarticrt werden. An- nieldiiuge» für neue Ounrtierc werden bis spätestens Samstag, den 10. Oktober d S. I r s., im Stadthaus — Zimmer Nr. 9 — entgegengenomnicii. Wer von den seitherigen Onariiergebern seine Leute behalten will, hat dies ebcnsalls anzumcldcn. Tie Vergütung beträgt für die neuen Quartiere 2 Mk. für den Tag. Für Tage, an denen keine Vcrpslcgung ftniisindci, wird nichts bezahlt. Tie Umgnarticrung erstreckt sich nicht aus die dem Bataillon angchärenden Gicßener. Gießen, den 6. Oktober 1914. Der Obcrbügermcister: Keller. __ MmMMeßeii Marktplatz II. Uhrmacher und Goldarbeiter. Reichholiiges Lager in Gold, und Sitbcrwaren. Lieferant des Konsum-Verein» Gießen u. Umg. und des Eisenbahn - Konsumvereins. — Man verlange Rabattmarken. — Kein anderer Waschzusalz erlorderlich, da hierdurch die Wirkung beeinträchtigt und der Gebrauch verteuert wird. 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Verschiedenes. Zahlreiches Erscheinen erwartet Der Vorstand. MVMUWWMVUWm? | Wegen vorgerückter Um ? verkaufen wir unser gesamtes Lager in ^ $ Fahrrädern * sP S iaÖhrl ftl* l()|K k 8 “□«SicsHen. Sudanlage 20. Telephon 102 Edgar Borrmann, Giessen Tolephon 165 Eisenwarenhandlung Neustadt empfiehlt 4- und k eckige Drahtgeflechte, Stacheldrahl, Spanndraht, Gartenstützen e'.st-ne Schiebkarren, Giesskannen, Kokosfr-x-'-stricke, Bast, Baum- kratzer, Baumschützer und Baumsägen, He 1 ken Reben- und Rosenscheren. Blumen- und Baumspritzen, Rast mä er, Gummischläuche, Schlauchwagen. Spaten, Rechen. Hacken, speziell Dölcherhacken mit auswechselbaren Blättern. ^ Hühner-Fress- u. Trankgefässe. Spezialität: solange Vorrat reicht, zu 8* a a B 8 8° b“ ■p 35000 Mark' zahlt der Konsnnnerein Giessen und Uingegeml in diesem Jahre zahlt der Konsnmverein Giessen nnd I iiijf.md in diesem Jahre fiSückvcrgiahfliig an seine Mitglieder in bar zurück. Die Auszahlung; erfolgt nach den Mitgliedsnummern im Büro, Schnnazeustrasse IC, an folgenden Tagen von nachmittags 2—5 Uhr: No. 1-300 Montag, 19. Oktober No. 301-600 Dienstag, 20. Oktober No 601—900 Mittwoch, 21. Oktober No. 901-1200 Donnerstag, 22. Oktober No. 1201—1,00 Montag, 26. Oktober No. 1501-2000 Dienstag, 27. Oktober No. 2001-2850 Mittwoch, 28. Oktober No. 2851 bis Schluss Donnerstag, 29. Oktober Tafel* Zuckerhonig garantiert rein, ausserordentlich wohlschmeckend und bekömmlich, durch grossen Absatz MT '3K2 In Wissmar Freitag, den 23. Oktober und in Kleinlinden Freitag, den 30. Oktober von nachmittags 4 l!br an. In den übrigen auswärtigen Verteilungs- steilen erfolgt die Auszahlung durch die (Lagerhalter zu derselben Zeit, aber auch nur gegen Rückgabe der Quittung. Die Auszahlung 5 Kilo-Postkolli gegen Nachnahme Mk. 3.25. Man verlange Preisliste. ktalabrik Gr.-Senn (Hessen). An 8cliul- plliclilige Kinder wird nicht ausgczahlt. eriolgl nur gegen Rückgabe der Ouitiung. * Der Konsumverein Giessen nnd Umgegend zählt gegenwärtig 2714 Mitglieder. Der Umsatz, im letzten Geschäftsjahr betrug über 549000 Mk., die Bäckerei hatte einen Umsatz von ca. 143 000 Mk. Die Mitgliedschaft kann jede männliche oder weibliche Person gegen ein Eintrittsgeld von 50 Pfg. erwerben. Anmeldungen werden in jeder Verteilungsstelle entgegeneenommen. Wer noch nicht Mitglied unseres Vereins ist, erinnere sich des alten Sprichwortes: Einigkeit macht stark! und trete dem Konsum verein Giessen hei. Der genossenschaftliche Zusammenschluss bringt grosse Vorteile lür jedes einzelne Mitglied. Militär nun H. Deutsch Fraoeoverein Ortsgruppe Gieße«. Auskunftstefle für Frauenberufe. Frauen und Mädchen erbalten unentgeltlich Rai und Auskunft für alle Berufe im alten Rathaus, Marktplatz 14, Dienstags nachm, van 6*/,—7‘/a Uhr. Nechtsschntzstelle. Franc« nnd Mädchen erhalten »ncntgaltlich Rat nnd Ausknnft in NechlSanzclegcnhciteu im alten Rathaus Marktplatz 14 Mittwoch nachmittags von 6 1 /. bis 8 Uhr. !! in besten Qualitäten schuhhaus W. Benier Marktstrasse. Feld-Westen neu eingetroffen Fabrik u.'Verkauf ssteii© Walltorstrasse 24. Wir empfehlen unsere vorzügl. Marken in. Einzelverkaufe zu 5, 6, 7, 8, 10 Pfg. und höher (Abgabe auch einzelner Kistchen) und offerieren gleichzeitig div. Zigarretten, Ranch- und Kautabak. Unsere Verkaufsstelle ist Werktags von 7—8 Uhr nnd Sonntags von 11—3 Uhr geöffnet. Die Geschäftsleltuiiff. Sicherster Schutz gegen Regen und Nachtkälte -qoa Sämisch Lederw esten mit Aermel Seiden westen mit Aermel, wasserdicht, als Brief zu versenden Feldweste „Lüttich“ aus wasserdichtem, imprägniertem Stoff mit Aermel auf Ia. 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