* Organ für die Interessen des werktätigen Volkes der Provinz Obcrhcffen und der Nachbargebiete. Dt« Cberbcffifdie volks»«ttun» erschemt leben Werttag Abend ln Dieken Der AdonnementSvrelS beträgt wöchenUich lb Pkg- monatlich so Pin. ewichl-Bringerlodn Durch die Polt bezogen viertcüäbrl.ILVMt Redaktion n«d Gxvedtlion Bieiien. BabnbotiiraKe 23. Eile LSwengaüc. Televbon 2008. Inserate kalten die 6 mal gelpalt. Kolonelzetle oder deren Raum 15 Psg. Bei größeren Aufträgen Ra. alt. Anzeigen wolle man t»s adenb17Ilbr tür die iolgende Nummer m der Expedition autgeben Nr. 227 Gicßcn, Donnerstag, den 1. Oltoticr 19! 4 9. Jahrgang Eine kriegsstarke Division. Der Fränkischen Tagespost sNürnbcrg) entnehmen wir folgende zutreffende Darstellung: Wir wollen keine militärischen Geheimnisse verraten und doch ist die Division, von der wir heute sprechen wollen, militärisch und politisch besonders bemerkenswert und für Gegenwart und Zukunft sicherlich nicht gleichgültig, aber vielen ein Geheimnis. Es ist eine ganz anscbnliche Hccrcsmacht, die wir in Nordbaycrn stellen. Was hat cs mit ihr für eine Bewandtnis? Welcher Waffengattung gehört ste an? Ach in allen Waffen übt ste sich und mit dem Feinde hat sie schon gründlich viel zu tun gehabt. ES mag jetzt etwas mehr als eine Division sein, manch Bataillon mag noch dazugestosten sein. Aber als wir die politisch organisierten Parteigenossen zählten, die im Kriegsfall cingezogcn wurden, wobei wir die gar nicht zählten, die bei Kriegsausbruch aktiv bei der Truppe waren und vorher der sozialdemokratischen Partei als cingc- schricbcne und rcgelmästige Beiträge zahlende Mitglieder angc- hörten, da waren es 18 471 Mitglieder unserer politischen Organisationen. Eie tragen heute die Uniform, sie setzen heute ihr Leben ein, um von deutschem Boden den Feind sernzuhalten. Damals, als wir zählten — heute sind die Zahlen sicherlich gröber —, waren 3714 Prozent der Mitglieder unserer Organisation unter den Waffen. Von je acht politisch organisierten Partcigenoffc» stehen i in Nordbagcrn drei im Felde. Nicht nur Mannschaften haben wir gestellt, auch unsere Offiziere und Unteroffiziere sind aus ihrer Betätigung für die Partei ausgcschiedcn und wirken heute auf den blutigen Schlachtfeldern. 593 Funktionäre und Vorstandsmitglieder unserer Partei in Nordbaycrn wirken heute im niilitärischcn Kleide. Nach einer vor kurzem aufgcnommenen Statistik zählt die gcwerkschostliche Arbeiterbewegung in Nordbaycrn rund doppelt so viele Mitglieder als die politische Organisation der Arbeiter. In »och viel stärkerem Verhältnis als die Mitglieder der politischen Organisationen wurden die der gewerkschaftlichen zu kriegerischer Tat hcrangczogcn. Das Verhältnis der Militärpflichtigen zu den auherhalb eines militärischen Pflichtverhältniffes Stehenden ist wegen der gröberen Fugend, mit der man in die gewerkschaftliche Organisation cintritt, und aus anderen hier nicht näher zu erörternden Gründen gröber als bei der politischen Organisation. Tie Gewerkschaftsorganisationen Nürnbergs haben sestgcstcllt, das; von ihnen schon vor einigen Wochen 12 174 Mitglieder zur militärischen Dienstleistung herangezogcn wurden. Das sind mehr als doppelt so viel als die rund 6009 von der Nürnberger politischen Organisation festgestellten Parteimitglieder, die dem Rufe der Mobilisierung folgten. Man kann deshalb annehmen, dab rund ^ 5 00 0 gewerkschasdlich organisierte Arbeiter in Nordbagcrn, also sqst ein Armeekorps von der Mobilisierung ersaht wurde. So manche unter diesen sind natürlich auch politisch organisiert. Aber es bleibt die Tatsache bestehen, dab auch »ntcr umeren politisch organisierten Arbeitern ein Teil gewerkschaftlich ""tzl organisiert ist. Das stellen wir hier fest, um klarzulegen, dab die Regimenter, die aus der gewerkschaftliche» Arbeiterbewegung > dem ,,eind entgilgengestellt wurden, durchaus nicht die Gesamtzahl der ans Aordbaiiern in den Krieg ziehenden Mitglieder der moderne» Arbeiterbewegung darstellcn. Tie Zahlen, die wir hier angesiihrt haben, beweisen schon, dasi man damit rechnen m»b, dab S,. kinc Million, kaum viel weniger als zwei Millionen Mitglieder der modernen Arbeiterbewegung in diesem Weltkrieg au> deutscher Seite stehen und so ihre Pslicht und Schuldigkeit und sicherlich auch noch mehr tun, als man von ihnen verlangen kann. .rur die gewerkschaftlich organisierten Arbeiter besitzen wir vorcrsi nur die Zahlen von Nürnberg, die wir in dem Leitartikel unserer Ausgabe vom 14. September 1914 schon mitgetcilt. haben, tfiir die politische Organisation besitzen wir eine Statistik, die tinicrc Gauorganisation für Nordbagern erhoben hat zur Feststellung der Zahl der organisierten Sozialdemokraten, die durch die Mobilisierung ihrer politischen Wirksamkeit zeitweise entsrcmdet ! miü nun ganz von dem militärischen Pflichtenbercich ersaht sind. Fn einzelnen Wahlkreisen, wie in dem Bayrcuthcr, steht weit über die Hälfte der männlichen Mitglieder nutcr den Waisen, auch im Wahlkreis Forchhci»,-Kulmbach sind 57 Proz. der politisch organi störten Sozialdemokraten heute im militärischen Kleide. Im Rcichstagowahlkreis Bamberg sind cs zwei Fünftel, im Wahlkreis Furth-Erlangen annähernd jo viele, in den Wahlkreisen Eichstätt, | Tinkelsbühl-Giinzenhausen rund die Hälfte der Mitglieder, zwei Fünftel im Aschafsenburger Wahlkreise, annähernd so viele im Kitzinger Wahlkreise, am meisten, mehr als zwei Drittel, fast drei Viertel aller Mitglieder im Schweinfurter Wahlkreise. So stellt die Sozialdemokratie einen groben Teil ihrer Truppcit dem Feinde des Landes entgegen. Sic sind alle heute von der ihnen gestellten Aufgabe erfüllt, wie sie vor dem Kriege und gcw>b auch nach dem Kriege erfüllt sein werde» von den Aufgaben, die ihnen die Sozialdemokratie stellt: für die Besrciung aus der Lohn- Iklaverci als höchstes Ziel der Zukunft zu wirken, in der Gegenwart sich für die volle Gleichberechtigung der Arbeiter im politischen wd gesellschaftlichen Leben und siir die Hebung der Lebenslage, m "jf.körperliche Sicherung, für die geistige Schulung und für die >orali,che Festigung der Arbeiterklasse zu betätigen. Das französische Bulletin. ?"ris, 29. Sept. (Ctr. Frkft.) Tie Bulletins sind jetzt inct kürzer gehalten. Die Zeitungen beschränken ihre Kommentare auf allgemeine Bemerkungen, die wenig Aufschlug gcvcn. Parts ist in fieberhafter Erwartung. Vielfach wird angenommen, dag die Schlacht, die nunmehr schon siebzehn ^.agc dauert, ihrer Entscheidung nahe sei, doch lägt sich bei ocr unerhörten Hartnäckigkeit des Kampfes nicht sagen, ob o>es zutrifft. i ^ Tas Bulletin vom 28. September nachts 11 Uhr besagt: H>n Zentrum haben wir neue äußerst heftige Angriffe aus- Der Krieg. gehalten. Auf de» Maas-Höhen und iin Woevre werden die Operationen dukch dichten Nebel aufgehalten. In Lothringen und in den Vogesen ist die Lage unverändert. Londoner Bericht. Kopenhagen, 29. Sept. (Ctr. Bln.) Ter Londoner Korrespondent der Politiken meldet: Tic große Schlacht an der Aisne dauert fort. Tie Deutschen niachen übermenschliche Anstrengungen, um die Linien der Alliierten zu durchbrechen. Aller Wahrscheinlichkeit nach werden die Kämpfe der kommenden Tage ans diesem Teil der Schlachtlinic für die Entscheidung der ganzen Aisne-Schlacht als ausschlaggebend bezeichnet. Tie Alliierten ziehen sich etwas zurück, unternahmen aber zugleich einen heftigen Ansiall auf Verdun. Aus Paris incldet dasselbe Blatt: Der Kampf ist in den letzten Tagen mit großer Heftigkeit in der ganzen Gegend um Noyon ausgenommen worden. Tic Militärzcnsur unterdrückt sämtliche Einzelheiten. Tic eingelcitete Aktion hat schnell einen unerwartet großen Umfang angenommen. Vielleicht werden wir gezwungen, einige weniger wickstige Punkte anfzugebcn, man kann aber sein Urteil erst nach bcendetenOpe- rationcn fällen. Die Lage ist im allgemeinen befriedigend. Tie Entscheidung steht bevor! Berlin, 39. Sept. (Ctr. Bln.) Tie Berliner Blätter stimmen in der Meinung überein, daß, wenn auch das Hauptquartier aus dem Westen immer noch von unentschiedenen Kämpfen spreche, Nachrichten von größerer Tragweite doch bald von dort zu erwarten seien. Die nach langer Stille in der Berichterstattung aus Belgien cingetrosfenen Meldungen werden als sehr bedeutungsvoll angesehen. Das Schweigen in Frankreich. Berlin, 29. Sept. abc. Ter Eindruck in ^»ien. sPriv.-Tcl., Zens. Wien.) Die Vereinigung der deutschen und der österreichischen Streilkrästc auf dem nördlichen Kriegsschauplatz wird hier allgemein mit großer Genugtuung begrüßt. Tic österreichisch-ungarische Armee l>at die ihr zugcwicsen« Ausgabe, den Haupttcii des russischen Heeres iestznhalten, glänzend gelöst; die Meldung, daß wir bei B i c c z starte russische Kavallerie zersprengt haben, ist ein neuer Beweis siir den anhaltenden Ofsensivgeisl nn- sevcr Truppen. England fordert die Türkei heraus! Kolistantinopcl, 28. Sept. (Ctr. Frkst.) Tie Tarda- ncllenstraßc, die bisher für Handelsschiffe offen war, wurde heute gesperrt. Tie Maßregel wurde dadurch veranlaßt, daß gestern beim Auslaufen eines türkischen Kriegsschiffes ein englisches Torpedoboot dasselbe auffordertc, sich zurückzu- zichen, unter der Trohung, es zu bombardieren. Zwischen der Türkei und Englaild besteht gegenwärtig Friedenszustand. Tie Aufforderung des englischen Commodore ist daher ein feindlicher Akt, der umso schwerer ins Gewicht fällt, als er in türkischen Gewässern ciusgcübt wurde. (Franks. Ztg.) Türkische Anklagen gegen England. Die Südslawische Korrespondenz meldet auS Konstanti- nopel: Eine Sonderausgabe der angesehenen arabischen Zeitung Al Adel beklagt sich darüber, daß die englische Regierung Aegypten vollständig isoliert habe, die Prinzen des Landes zum Teil in Gefangenschaft halte und indische Truppen nach Aegypten gebracht habe. Aegypten gehöre ganz und gar der Türkei. England habe cs zu räumen und werde als der größte Feind des Islams heute seinen Lohn finden. Zn kcr englischen Heransfordernng ichrcibt die Franks. Zig.: England, das sich in einem völkerrechtlichen Vorwand einen freilich längst zerlöcherten Mantel für seine sorgfältig vorauSberechncte Teilnahme am Kriege gegen Deutschland zu schassen suchte, häuft gegen die Türkei ein solches Maß völkerrechtswidriger Handlungen auf, daß eine schier u n c r - trä gliche Herausforderung zustande kommt. Die Meldung, die wir heute von unserem Konstantinopeler Korrespondenten erhielten, kann daher kaum mehr überraschen, so unglaublich an sich der darin berichtete Vorgang ist: ein englisches Kriegsschiff bedroht in den türkischen Gewässern mitten im Frieden ein türkisches Kriegsschiff! Es scheint, daß England den Sultan zur Stellungnahme geradezu zwingen will. Nur wenige Stunden früher ließ es den Khediven von Aegypten, der, wie jeden Sommer, in scinein Palast am Bosporus weilt, niit einem Ultimatum zur Rückkehr auffordern, dessen Inhalt man leicht errät. Die strengen Herren in London haben ohne Zweifel dem Herrn Aegyptens einfach die Absetzung angedroht, wenn er sich ihren Wünschen nicht fügt, was in diesem Falle nichts anderes bedeuten könnte, als daß er sich selber den Unterdrückern seines Landes zur Geisel ausliefertc. England hat früher mehrmals ver- sucht, den ägyptischen Khediven gegen seinen Obcrherrn, den Sultan und Khalifen, auszuspielen — jetzt, wo Khcdiv Abbas den Plänen der Beherrscher Indiens ini Wege steht, gibt man sich nicht cinnml niehr die Mühe, ihn als dekorative Figur im Schachbrett vorzuschieben. Man droht ihm offen, man behandelt ihn wie einen der Vasallenfürsten der Maharadja- staaten. Eine lange Reihe englischer Verletzungen des Völkerrechts und der Verträge ist diesen beiden groben Herausforderungen voransgegangcn. Kalim war der Krieg auSgcbrochcn, verfügte England die Beschlagnahmung der zwei türkischen Großkampfschiffc, die auf englischen Werften gebaut wurden. Schon einige Wochen vor dem Kriegsausbruch begannen die englischen Werften die Ausrüstung der Schiffe, die schon abgcliefert werden sollten, für die aus der Türkei schon die Bemannung eingctroffen war, in auffälliger Weise zu verzögern — vermutlich nicht ohne Mitwissen der englischen Behörden. Diese vollendeten dann durch die Be- 'chiagnahmung den Rechtsbrnch. Für die Türkei, die sich in den letzten Jahren die schwersten finanziellen Opfer auf- erlegte, um die Bauraten der Schiffe regelmäßig zu entrichten, war die Wegnahme ein ganz unerwarteter Schlag, der in allen mohammedanischen Ländern znm schärfsten Proteste der Ocssentlichkcit gegen England führte. Dieses kümnlcrte sich aber nicht darum, wagte vielmehr einige Wochen später zu protestieren, als die beiden deutschen Schiffe „Gocben" und „Breslau", die Deutschland — ein Beweis mehr für seinen unerschütterlichen Friedenswillen — trotz der internationalen Spannung, die der Ucberreichung der österreichisch- ungarischen Note an Serbien voraufgcgangcn war, im Mit- tclmecr gelassen hatte, in die türkischen Gewässer cinlicfcn. Worauf cs England mit diesem Protest ankam, zeigte deutlich das Verhalten der englischen Marinemission, der in der Türkei vor dem Krieg eine ähnliche Stellung eingeräumt war wie im Heere der deutschen Mission des Generals Liman. Tie englischen Offiziere mißbrauchten ihre Stellung, wie jetzt nachgewicsen ist, um die türkischen Schiffe halbwegs unbrauchbar zu niachen, während andere Engländer noch vor dem Ausbruch des großen Kriegs in Selvastopol an der Reorganisation der im argen liegenden russischen Schwarzmeer- Flotte arbeiteten. Diese Arbeit konnte sich nur gegen die Türkei richten, den einzigen denkbaren Gegner Rußlands auf diesem Meere. Seit Anfang September ließ England außer- dent vor der syrischen Küste ein Geschwader kreuzen, als offene Bedrohung der ottomanischen Küstenplätze. Als dann am 10. September die Pforte sich entschloß, die K a p i t»- l a t i o n c n ausznheben, von denen allerdings Frankreich und England seit jeher den größten Nutzen hatten, wagte cS England, seine Zustimmung, die von der Pforte garnicht erbeten war, für die Zusicherung der türkischen Neutralität anzubieten und als dieses kaum ernstgemeinte Angebot abge- lchnt wurde, rücksichtslos zu protestieren. Dabei hatte England selber diese Kapitulationen in den letzten Wochen unzählige Male in der rücksichtslosesten Weise verletzt. In Aegypten blieb von dem international anerkannten Rechtsziistand, der die türkische Oberhoheit und nur eine englische Milirärbesetzung kennt, nicht viel mehr übrig, als der Rechtsschutz der Kapitulationen für die Ausländer, die darin gegen'englische Uebcrgriffe eine immerhin brauchbare Stütze fanden. Seit dem Kriegsausbruch hat England all das in Stücke geschlagen, es hat sich alle Rechte der Souveränität angcmaßt. Am 8. August erklärte es in Aegypten den Kriegszustand, vier Tage später verkündete cs, dag Aegypten mit Deutschland im Kriege sei. Tie ägyptischen Behörden, die einzigen, die völkerrechtlich anerkannt werden können, erklärten, daß dies alles wider ihren Willen geschehe. Am 2t. August verfügte daraus England, datz alle Hilfsmittel Aegyptens für die englischen Kriegszwecke zur Verfügung gestellt werden. Anfang September aber vollendete es das Werk der Vergewaltigung, indem es die deutschen und österreichisch-ungarischen Konsuln aus Aegypten auswies. Wenige Tage später beschlagnahmte es die öffent- lichen Gelder Aegyptens. All das widerspricht den. Kapitu- latloiten, den internationalen Verträgen und der besonderen Rechtslage, die zwischen der Türkei und Aegypten besteht, in offenkundigster Weise. England hat tatsächlich Aegypten cinvcrleibt, es hat das Reich des Khcdiven zu einer unfreien Kolonie gemacht. Daß es dabei den Landesfürsten noch mit Drohungen und Gewalt in sein Reich zurückzwingen will, das cs von indischen Truppen besetzen läßt, weil die einheimischen nicht mehr zuverlässig sind, ist schon fast grotesk. Die unmittelbare Folge scheint aber schon jetzt die zu sein, daß Araber und Türken ihre Mißhelligkeiten, die seit Jahr- zehnten künstlich von London aus angestiftet wurden, vergessen und erkennen, wo ihr wirklicher Feind zu suchen ist. Die Stimmuna der Mohammedaner. (WB. Nichtamtlich.) Die Daily Mail veröffentlicht einen Brief aus Jerusalem vom 8. September, in dem cs heißt: „Wenige gebildete Mohammedaner sympathisieren mit den Nerbllndeten. Tic Masse ist für die Dcntsen. Türkische Beamte äußerten Sympathie für Deutschland. In Damaskus, Beirut, Aleppo, Haifa und Jerusalem sind große Militärlager. Tie Soldaten trage» die deutsche Kopfbedeckung statt des Fez: bezeichnend ist, daß dieser Bruch mit der alten Sitte wenig l-cachtet wird. England wird allgemein für den Urheber allen Unheils gehalten. Die Mohammedaner zeigen den hiesigen Engländern gegenüber Hohn, daß der Handel stillstcht iirfolgc der Schließung der Banken." 9 uisiickie Journalisten verlassen die Türkei. (WB. Nichtamtlich.) Di« Blätter melden aus Konstanttnopel: Di« hiesigen Vertreter russischer Blätter haben gemäß der ihnen von der russischen Regierung erteilten Weisung dir Türkei verlassen. Von russischer Seit« wird di« Maßregel damit erklärt, daß man von der Absicht der ttirkischen Regierung, alle russischen Zcitungskor- respondenken aus den, vttomaittschc» Gebiet auszuweisen, Kenntnis erlangt und es für ziveckmäßig erachtet >>abe, der Ausführung des Planes zuvorzukommen. Die Kämpfe in Belgien. Bcschiessung von Mecheln. Nach einem offiziellen belgischen Communique aus Ant- wcrpen sind deutsche Truppenabteilungen, bestehend aus einer Jnfanterie-Brigade, zwei Kavallerie-Regimentern und 6 Batterien Artillerie, davon zwei Batterien schwere Ar. tillerie. im Marsch von Brüssel auf Tcrmonde über Alost mit belgischen Truppen zusammengestoben. Gestern beschossen die Deutschen Mecheln imb unternahmen mit außerordentlich starker Kraft eine allgemeine Bewegung auf die feindliche Front zwischen Mecheln und Alost. Dabei soll cs zu Kämpfen mit belgischer Kavallerie gekommen sein. Durch die Beschießung hat der Bahnhof von Mecheln sehr gelitten. Viele Häuser sind eingestürzt, andere stehen in Flammen. Gegen Antwerpen. Tie Mittagsblättcr aus London bestätigen alle Berichte, wonach die Deutschen Antwerpen von der Umgebung abgeschnitten haben und die Belagcrungsaltion bevorsieht. Afraja. Ein nordischer Roman von Theodor Müggc. 74 Während er hcrausstieg, kam die Sonnenkugel höher und beleuchtete mit vollem Glanz die schwarze, stille Gestalt. Hanna hielt die Hände gefaltet und blickte über Fjord und Meer hinaus. — „Wie süß und sriedcnsvoll ist diese Ruhe." sagte sic vor sich hin, „die mein erstarrtes Herz so weich macht, daß ich Tränen vergießen könnte." „Folgen Sie dieser sanften Stimme," erwiderte Mar- strand. „Wohin ein Mensch auch gehen mag, welche Leiden Gott ihm schickt, er sendet auch den Versöhnungscngcl. der ih»r befiehlt: Lege deine Rache in meine Hände und gehorche meinem Gebot." „Gewiß, ich will gehorchen," sagte sie im entschlossenen Tone. „Da koinmt der Mann, der entsetzlichste aller Menschen, dessen Anblick ich nicht ertragen könnte, wenn dre Stimme, von der Sie reden, mir nicht geboten hätte: Folge ihm! Ich bin ihm gefolgt, bin seiner Winke gewärtig, bin seine Magd. Er will mich haben, er soll mich haben!" „Das soll er nicht, HannaI" ries ihr Begleiter. „Sie sollen zu Ihrem Vater zurückkehren. Helgestad selbst wird nachdrücklichen Vorstellungen, wie ich sie im Sinne habe, nicht widerstehen können." „Weder ein Vater noch eine Heimat erwarten mich." war ihre Antwort. „Wo könnte ich leben? Wo ist meine Zukunft? Mein Trachten? Mein Gott?I Er, an den ich jetzt allein glauben soll, er nahm mir alles, was mein war. dafür gab er mir das Recht, ihm anzugehören. Der schwarz: Wurm, der mir ins Herz gestochen hat, ringelt sich zu meinen Füßen. Ich habe einen Bund mit ihm geschlossen, den soll kerncr je zerreißen. Ich habe es beschworen mit tausend Eiden, daß ich dafür leben will, sonst lebte ich nicht mehr. Ich will nicht von ihm lassen, will io viel Glück und Segen über ihn bringen, so viel Freude und so viel Heil, wie ich unter seines Gottes Beistand erdenken kann." — Ihre Augen Von der Südgrenze wirs gemeldet, daß die Teutt'chen sowohl östlich als westlich Antwerpens noch Narben vorgerückt sind. Amsterdam, 29. Sept. (Etr. Iris) Ter Nieuive Rottcrdamsch« Eoiiranl mcltwt, daß deutsch« Truppen Moll in Bclgisch-Linibnrg tctwa 50 Kilometer östlich von Antwcipen) besetzten. Die Belgier seien „sch Timrhout zurückgctrrebcn worden. Fliegerbomben. Am Samstag ivarf eine Tsube zwei Bomben über Düffel, die ober ins Wsffer sielen und keinen Schaden anrichteten. Noch der Nicuwe Gazette wurde damit die Zerstörung der Antwerpcncr Wsllerlcituug geplant. Am Freitag ließ ein deutscher Flieger über Calais und Boulogne Bomdcn fallen, di« angeblich nur unbedeutenden Sachsckiobeu anrichteten. Schonung der Kunstdenkmäler. WB. Brüssel, 29. Sept. (Nichtamtlich.) Bei dem Kampfe um Mecheln hatte die schwere Artillerie des deutschen Heeres den ausdrücklichen Befehl erhalten, nicht auf die Stadt zu schießen, damit die Kathedrale geschont werde. Die Belgier selbst aber warfen aus dem Fort Waelhcm nördlich von Mecheln schwere Granaten in die von den deutschen Truppen besetzte Stadt. WB. Brüssel, 29. Sept. (Nichtanitlich.) Das Komniando der Antwerpen belagernden deutschen Truppen hat bchufS Verständigung der belgischen Regierung dem amerikanischen und dem spanischen Gesandten in Brüssel folgendes mitge- teilt: Soweit die belgischen Militärbehörden sich verpflichten. Kunstdenkmäler, insbesondere Kirchentürme, nicht für militärische Zwecke nutzbar zu machen, sind die deutschen Belage- rungstrnppen bereit, diese Bauten bei einer Beschießung tunlichst, das heißt insofern es bei der ungeheuren Spreng- Wirkung der modernen Geschosse möglich ist, zll schonen. Die Kämpfe in Serbien. Wien, 29. Sept. (WB. Nichtamtlich.) Anitlich wird bekannt gegeben: Am 28. September trat nach mehr denn vierzehntägigen hartnäckigen Kämpfen, in deren Verlauf die Unsrigen die Drina und die Save neuerdings überschritten, auf dem südöstlichen Kriegsschauplätze eine Opcrationspause ein. Die Lesterreichcr stehen insgesamt auf serbischem Tcrri- torium und behaupten sich vorerst in den blutig errungenen Positionen gegen unausgesetzte heftige Angriffe. Diese enden stets mit bedeutenden Verlusten des Gegners. In den letzten Kämpfen wurden vierzehn Geschütze und mehrere Ma- schincngewehre erbeutet. Die Zahl der Gefangenen uns Ueberläufer ist bedeutend. Tie Nachrichten über eine serbisch- montenegrinische Offensive nach Bosnien sind durch den Einsall untergeordneter Kräfte in das Gebiet der Sandschak- grenze hervorgerufen worden. Maßregeln zur Säuberung des Gebietes sind unverzüglich getroffen worden. P o t i o r e k, Feldzeugmeistcr. Persien erhebt sich gegen Nntzland! Konstantinopel, 29. Sept. (W. B. Nichtamtlich.) Wie Jkdam erfährt, hat zwischen den Russen und dem persischen Stamme der Kardar ein Zusammenstoß stattgcfunden. Der Angriff der Russen ist abgeschlagen worden, ein Offizier und 20 Soldaten wurden getötet. Derselbe Stamm nahm den Scheich von Barzam und seine Anhänger fest, alles russische Parteigänger, die von längerer Zeit geflüchtet waren, und lieferte dieselben den türkischen Behörden ab. Bei Jaschkale an der persisch-russischen Grenze fand ein heftiger Kampf zwischen persischen Zomalis, einem Berg- stamm, und russischen Truppen statt. Diese erlitten eine empfindliche Niederlage. Zweihundert Russen und vier Offiziere sind tot, vierzig verwundet. Die Zomalis erbeuteten vier Maschinengewehre. Jkdam meldet, der Einir von Afghanistan habe an dck russischen Grenze 200 000 Krieger versammelt. Die Russen verlasicn Persien! Aus persischen Blättern übernimmt der Jkdam folgende Meldungen: Die Russen ziehen sich aus Persien zurück. Die russischen Kosaken sind aus Mesched üben Aschabad angerückt, haben aber einen Teil ihrer Waffen, Kanonen und Munition zurückgclasscn. Tic Russen haben funkelten mit dem Ausdruck des tödlichsten Hasses, während ihre Lippen lächelten und sanfter Sonnenglanz ihr Gesicht verklärte. In diesem Augenblick erscholl aus dem Innern der kleinen Fclsenkirche ein frommer, leiier Gesang. Die Töne des alten Kirchenliedes: „O Herr, nimm von uns jede Schuld und laß nach deinem Bilde in Milde uns tragen alles mit Geduld," drangen durch die finsteren Mauern und kleinen Fenster. Ter uralte Ban und das frische Frühlingsgrün schimmerten in goldiger Pracht. Die heilige Stille der Natur schien von Gottes Atem erfüllt. Groß und herrlich lag sie da in ihrer Unermcßlichkeit. Tie gigantischen Massen von einem rosigen Feuer llbcrglllht, die langen Linien der hohen Alpen duslig angehaucht und ihre Köpfe stolz in den Himmel reichend, der in durchsüchtigcr Bläue darüber ruhte. Alle Nähe und ferne war warm wie von liebenden Händen um- schlungen, die Unendlichkeit des Meeres, der Inseln, der zahllosen Tindcn und Kuppen gleich einem offenen Buche zu schauen, das von Gottes Liebe und Größe in Jubelgesängen spricht. Hclgcstad langte setzt auch oben an, entblößte sein Haupt »nd faltete seine Hände zum Gebet. Das gelbe, graugemischtc Haar siel ihm auf die Schultern, auch in seine harten Züge drang das Himmelslicht und schien diese zu erweichen. Der gewaltige Mann mit aller seiner List und Kühnheit beugte (eine Seele vor einer unsichtbaren Macht, die den vermessensten Sterblichen zuweilen erreicht, und mit halblauten Worten sagte er: „Da bin ich wieder, mein Gott, der d» inich aus üicicr Gefahr errettet »nd hierher geführt hast. Will's dir danken. Herr, so viel ich vermag, und will's getreulich halten, als Mensch und Christ auf deinen Wegen zu wandeln, um vor dich hinzutretcn ohne Furcht als den gerechten Richter." Er schielte nach Hanna hin, die unbeweglich ihn betrachtete, und sagte hierauf lauter zu Marstrand: „Habe mein Lebtag nichts Schöneres gesehen als diesen gesegneten Morgen. Ist ein edles Fest, wo der alte Adam abfallen soll und aus Angst vor der Revolution über alle von Muselmanen bewohnten Gebiete Rußlands den Belagerungszustand verhängt. Tie Nachricht, daß die Russen von den Oesterreichern und Deutschen geschlagen worden sind, hat eine heftiges Strömung gegen Rußland hervorgcrufcn. In Turkestan dauert der Transport von Truppen nach Rußland fort, der Post- und Handelsverkehr ist eingestellt. Die Russen verstärken die Befestigungen an der afghanischen Grenze bet Kuschk. Tie Afghanen haben den Hügel angegriffen, der den nach Afghanistan führenden russischen Tunnel beherrscht. Ter Tunnel soll eingestürzt und mehrere Russen sollen verschüttet sein. Der Emir von Afghanistan entsandte 180 000 Mann an die Grenze von Turkestan: diese Truppen sollen noch verstärkt, werden. Die Russen sollen auch befürchten, datz die Perserprovinzen Aserbeidschan und Chorassan gegen sic marschieren würden. Konstanttnopel, 29. Sept. (W. B. Nichtamtlich.) Nachrichten aus hiesigen liberalen Streifen zufolge wurde bcr Gcncralgouvcr- ncur von Aserbeidschan. der berüchtigte Samad Khan, ein Parteigänger Rußlands, a b g e s e d t und durch den jüngeren Bruder des Schahs, den Thronfolger Mehmed Hasian Mirza, ersetzt. Dem neuen Gcneralgouverneur wird der ehemalige Walt von Kcrman» schah, Prinz Ferma» Ferma. zur Seite gestellt werden. (Diese Meldung bestätigt indirekt die Räumung Persiens durch die Russen, denn solange diese dort die Herrschaft haben, könnten die Perser nicht wagen, die Kreatur Rußlands, Samad Khan, der auch als Subja »nd Doule bekannt ist, zu entfernen.) Japan und Rustland. Wien, 29. Sept. (W. B. Nichtamtlich.) Die KorrS- spondenz Rundschau meldet: Tie Errichtung japanischer Konsulate im Gebiete des rechten Amur-Ufers, in Aigun wwie im Zentrum von Barga und Chailar erregt in Petersburg die Befürchtung, daß Japan seine Erpansionsbestrebun- gcn bis an die sibirische Grenze ausdehnen werde. In russischen nationalistischen Kreisen äußert man immer lauter die Besorgnis, Japan werde seine Bnndesgenossenschaft in diesem Kriege benutzen, um die Aufmerksamkeit Rußlands ganz von Ostasien abzulenkcn und sich bis hart an die sibirische Grenze vorznschicben. Rußland müsse auf seiner Hut sein, denn Japan sei für das russische Reich als Freund gefährlicher denn als Feind. Russische Greneltaten in Ostpreusten. Von allen Seiten kommen noch glaubwürdige Nachrichten über das schreckliche Vorgehen der Russen. Im Regierungsbezirk Gumbinnen sind nach amtlichen Feststellungen allein über 860 Personen ermordet worden. In Opehlischken wurde am tt. September der Müller Nasiowitz von den Kosaken mißhandelt, an einen Baum gebunden und dann erschosien. Ter Man» hinterläßt seine Frau und zwei Kinder. In Schillgallcn bei Tilsit wurde die 18 Jahre alte Tochter des Gemeindevorstehers Funk durchs Fenster erschosien. Der 55 Jahre alte Schmicdemcistcr K u r m i e 8 und der 30 Jahre alte Maurer Schaak wurden aus den Häusern geschleppt und von den Kosaken durch Bajonett st tche getötet. Entsetzlich war das Geschrei der beiden Männer. Kurmics wies nicht weniger als 47 Stiche auf, als seine Leiche gesunden wurde. In Angerburg wurde von durchziehenden Kosaken zwei Männern bedeutet, aus dem Hause zu kommen. Als sie erschienen, mußten sie sich an die Wand stellen und wurden erschosien. In HeinrtchSwalde sollte angeblich von Zivilisten auf eine russische Patrouille geschosien worden sein. Deshalb lautete das Urteil: Alles soll des Todes sterben und der Ort wird nieder- gebrannt. Schließlich begnadigte man die Frauen und Kinder, doch die Männer wurden geknotet, bis sie in Ohnmacht sielen. In Petcrswalde bei Buttstabt kam, als die Kosaken erschienen, der Bruder des Besitzers K a t h c r mit einer Forke aus dem Stall, den er gereinigt hatte. Der Mann wurde erschosien. Das Gehöft steckten die Kosaken in Brand. Dabei verbrannte eine Tochter, die sich versteckt hatte: ein anderes Mädchen erlitt schwere Brandwunden. In Landsberg wurden sechs Zivilpersonen erschosien. Der Sohn des Stellmachermeisters G r a v hatte sich nur mit einem preußischen Ulanen unterhalten. Deswegen wurde er von den anrückenden Rusicn niedergeknallt. In B i s ch o f s st e i » und Umgegend sind 20 Personen erschosien. 14 von ihnen mußten sich in einer Reibe ausftellen und wurden getötet. Einer war nicht tödlich getroffen. Es gelang ihm, sich später in Sicherheit zu bringen. In Sturmhübel wurden elf Personen, darunter zwei Frauen, ermordet. In L o k a u wurde eine Anzahl Personen getötet. Ein Dienstmädchen und ein Kind verbrannten. Der im vierzehnten Jahre stehende Sohn des Besitzers Schmidt erhielt sieben Streifschllsie, die ihn alle Herzen sich zum Guten öffnen. Laßt uns in die Vorhalle treten und Gott unser» Preis bringen. Ist ein lange? Lied, das sie singen, können sie derweil betrachten, ohne daß sie uns inne werden. Denke, mein guter Freund Sture hat keinen Atem mehr für heut und wird die nächste Woche in; Heiserkeit zubringen, wenn das reiche Opfer nicht Wunder an ihm tut." Mit diesen unheiligen Spöttereien war der alte Geist zw Hclgcstad zurückgckehrt. Er öffnete die niedere Kirchtür und trat in den dunkeln Raum hinter dem Vorbau. Von hie: aus konnte er Gemeinde und Priester sehen, und seine Blicke flogen rasch über die dichtgedrängte Schar, hafteten auf der Stelle, wo seine Kirchenbank stand, und zogen sich finster zusammen, als er bemerkte, daß statt des dicken roten Pastors vom Lyngenfjord der silberhaarige Greis Klaus Hornemann das Altargebct verrichtete. Dann blickte er über die Versammlung, welche aus vielen wohlbekannten Gesichtern bestand, in denen sich häufig die Ungeduld malte, diese Kirchen- seicr zu Ende zu bringen, um ins Freie hinaus zu eilen; andere schienen ergriffen und bewegt zu sein, und Helgestad sah lange still aus seine Kinder, che er seiner Begleiterin beide nannte und zeigte. Sie saßen beisammen. An Jldas Seite tauchte der rote Kopf des Schreibers auf, hinter ihnen ragte Olaf empor, und neben Björnarne hatte ein Mann Platz genommen, dessen Anblick Hclgcstad ein lautes Grunzen ausprcßtc. Es war kein anderer als der Vogt von Tromsö in eigener Person. Das dicke Gesicht mit den kleinen bösartigen Augen, die feurige Rase und die breiten, hängenden Unterlippen konnten keinem als ihm angehören. Helgestad schien nicht recht zu wissen, ob er sich über die Anwesenheit dieses würdigen ersten Magistrates der Finnmarken freuen oder ärgern sollte. Er hatt«? absichtlich seine Jacht ans dem Rückwege bei Tromsö vorübcrlausen lassen, ohne anzulcgen, uni dem Platze ausznweichcn, jetzt saß dieser vor ihm, und um ein Kleines war er sicher nicht gekominen. (Fortsetzung folgt.) aber nicht töteten. In Gr.-Lemkenberg wurden zehn Personen erschossen. Lin katholischer Geistlicher aus dem Ermlande In Ostpreußen fuhrt in der Ermländischen Zeitung aus, daß an diesem Kerhalten der Russen die ostpreußische Bevölkerung selbst einen Teil Schuld habe Er schreibt u. a.: „Man muß sich wundern, mit wie wenig Vorsicht manche Leute gehandelt haben, als die Feinde in das Land einrückten. Man fand sie in den Häusern, selbst ans den Feldern, mit Flinten oder Revolver»: bisweilen hatten sie ihre Kriegervereinsmüben aus dem Kopf: manche gaben den Feinden prahlerische oder schroffe Antworten: andere versuchten, vor den Augen des Feindes schnell davon zu laufen oder davon zu fahren, ober erregten so Verdacht, Verräter zu sein. Die Folge eines solches Verhallens war dann gewöhnlich eine russische Kugel." Die englische Admiralität in der Verteidigung. Stockholm, 29. Sept. (Ctr. Frkf.) Dem Aftenbladet wird vus London gemeldet: Die britische Adniiralität erklärt, daß die Forderung, daß Helgoland angegriffen ilnd so ein Weg gebahnt werden solle, unmöglich erfüllt werden könnte. Der Vorwurf, daß die Flotte sich untätig verhalte, sei ungerecht. Um aber den Forderungen des Volkes in gewisser Hinsicht entgegenzukommen, sei eine gründliche und systematische Razzia mit kleinen Kreuzern, Torpedos und Unterseebooten einge- Icitet worden. Die Neutralität Italiens. (WB. Nichtamtlich.) Laut Agenzio Stefan! veröffentlicht bas Amtsblatt «ine Bekanntmachung, welche die Bürger, di« militärische Dienste in den kriegführenden Armeen angenommen haben, anzunehmcn beabsichtigen ober auf irgend «in« Weise Verletzungen der Neutralität fördern, davon in Kenntnis sekt. daß derartige Handlungen, die im Widerspruch stehen zu den Pflichten, die den Bürgern durch die Neutralität des Staates aus- «rlegt sind, von der Negierring nicht gebilligt iverdcn. Tie Regierung erinnert in bester Absicht daran, daß dies« Handlungen die Büraer nicht nur des Rechts berauben, sich auf ihr« Eigenschast als Untertanen eines neutralen Staates zu berrifen, sondern, daß sic sich auch den im Strafgesetzbuch und in deni Gesetz über di« staatsbürgerlichen Rechte vorgesehenen Strafen aussetzen. Rumänien siegen seine Kriegshetzer. Wien, 29. Sept. (Ctr. Frkf.) Die Südslawische Korrespondenz meldet aus B u k a r e st: Die rumänischeRe- g i e r u n g scheint entschlossen, gegen die seit einigen Tagen um sich greifenden Straßendemonstrationen, deren Hintermänner hier niemanden unbekannt sind, mit Wort und Tat energisch aufzutreten und gegen die Straßen- politik Front zu machen, die man als Auswüchse am gesunden Körper bezeichnet. Gendarmen und Militär werden von der Regierung aufgeboten, um den Straßendemonstrationen ein Ende zu machen, während die offizielle Presse in scharfer Weise gegen diese Strömungen eine systeniatische Kampagne eröffnet. Engländer nnd Franzosen an der Kamerun- Küste. Bordeaux, 29. Sept. WTB. Eine französisch-englische Expedition, die von Kriegsschiffen, besonders dem französischen Kreuzer „Bruix" und dem englischen Kreuzer Cumberland begleitet war, ist in Kamerun gelandet. Die Hauptstadt Duala ergab sich bedingungslos. Gefecht bei Hsiderihbucht. Lüderißbucht, 29. Sept. (WB. Nichtamtlich.) Meldung des Reuter-Bureaus: (Gestern fand ein sehr lebhaftes Gefecht bei Lllderjtzbucht zwischen Engländern und Deutschen statt. Die Deutschen hatten fünf Tote und zwei Verwundet«, di« Engländer drei Tote und vier Verwundete. Eine blödsinnige Verdächtigung. (Priv.-Tel., Ctr. Bln.) Mit welch frechen Verdächtigungen die russische Heeresleitung gegen die deutsche Armee arbeitet, beweist eine beim Kriegsministerium eingegangene telegraphische Mitteilung des Armee-Oberkomman- deurs der 8. Armee, in dem ein Originalbefehl des russischen Generals Schilinski mitgeteilt wird, in dem vor Benutzung von Brunnenwasser gewarnt wird, da bei der deutschen Armee bei Koch hergestellte Cholerabazillen mitgeführt würden. Freigabe der drei gefangenen deutschen Parlamentäre. Die Frankfurter Zeitung meldet: Drei deutsche Parlamentäre, die sich unter dem Schutze der wklße» Fahne einer französischen Stadt näherten, um sie zur Ilebergabe aufzufordern, waren, wie gemeldet, von den Franzosen widerrechtlich gefangen genommen worben, ohne daß bisher über i, «W«« etwas anderes als bas Gerücht, daß sie zu Fuß nach Paris hätten marschieren sollen, sestgestellt werden konnte. ES bsndclte sich um den Major v. Arnim von einem Potsdamer ^"^ekavallcrieregimcnt. den Rittmeister v. Kummer, Adjutant eines Generalkommandos und das bckaniiie Mitglied des König- >'wen Schauspielhauses Karl Elcwing, der den beiden Offizieren «i Ausbruch eines größeren Brandes il>reu Aufgaben voll und ganz gewachsen sein. Immerhin würde es gern gesehen, wenn ans den Kreisen der Bürgerschaft sich Leute zur Ausbildung im Ferrcrlvschdienst und als aktive Mitglieder zur Feuerwehr melde,, würden. Erfreulicher Weise konnten auch dieses Jahr «ine Einzahl Kameraden Dirnstans- zeichnungen erhalten und zwar das vom Großherzog verliehene Ehrenzeichen für 25jährige Dienstzeit die Kameraden F. Wenzel und 5t. Schmidt. Das von der Stadt verliehene Diplom für 15jährige Dienstzeit di« Kameraden K. Herbert und 5t. Heck. Das Abzeichen sür 20jährige Dienstzeit erhielten di« Kameraden H. Barth, 5t. Schmidt und E. Bändel, für lOsährige Dienstzeit die 5tan,eradcn H. Blum, C. Löwer und W. Schreiber. Die Betriebskrankenkassen während des Krieges. Wiederholt ist daraus hingewiesen worden, welche Nachteile die Betricbs- krankcnkassen solchen arbeitsuchenden Personen bieten, die infolge eines körperlichen Fehlers aus Grund ärztlicher Feststellung für „nicht tauglich" erklärt werden und folglich keine Ausnahme in solche , Betriebe finden können, in denen derartige Kasseneinrichtungen existieren. Besonders in der gegenwärtigen Kriegszeit macht sich dies bei der großen Masse von Arbeitslosen außerordentlich fühlbar. lieber eine größere Anzahl von Fällen wird uns berichtet, wo sich Arbeiter einer ärztlichen Untersuchung unterwerfen und wegen nichtssagender Fehler als „krank" für nicht betricbs- ausnahmesähig erklärt wurden. Soweit es sich um Privatbetriebe handelt, mag man das noch erklärlich finden, dort hat man sich an solche Maßnahmen schon längst gewöhnt, sodaß man sich daran überhaupt nicht mehr entrüstet. Daß man aber auch in staatlichen Betrieben in der jetzigen Zeit tagtäglich solchen Tatsachen begegnet, ist um so bedauerlicher, als die Not und Entbehrungen vieler tausender beschäftigungsloser Personen entsetzlich ist und es nicht Aufgabe des Staates sein kann, solchen Personen kurzerhand die Tür zu weise». Von der königlichen Pulverfabrik Hanau werben uns Fälle berichtet, wo die vorgenommencn Untersuchungen bei Arbeitscinsleüung mit einer solchen Peinlichkeit geführt worden sind, daß man sich über die Ergebnisse der ärztlichen Untersuchung einfach wundern muß. Im Laufe der letzten Woche wurde dort wieder eine größere Anzahl von Arbeitern zur Untersuchung beordert, von denen rund 25 Prozent für „krank" erklärt wurden. Es sollen Leute unter ihnen gewesen sein, die noch niemals in ihrem Leben weder krank gewesen noch irgend einer Kasse zur Last gefallen waren. Auf Vorstellungen bei der Betriebsleitung hat man diesen einfach erklärt: „Der Arzt ist für uns maßgebend: übrigens haben wir ein solches Angebot von Arbeitern, daß wir uns nur die allerbesten auswählen." In Arbciterkrcisen neigt man zwar der Ansicht zu, daß auch jetzt noch genau wie vor dem Kriege die politische Gesinnung mitbestimmend ist, aber solange wir hier keine triftigen Beweise haben, sind derartige Schlüsse nicht maßgebend, jedenfalls aber darf im Interesse der Arbeitsuchenden namentlich von staatlichen Betrieben erwartet werben, daß allzu große Härten vermieden bleiben. Zur gcfl. Beachtung! Diejenigen unserer Träger, welche noch mit der Abrechnung im Rückstände sind, bitten wir wiederholt dringend, diese sofort zu bewerkstelligen. Orte, die länger wie zwei Monate im Rückstand bleiben, werden wir sür die Folge veröffentlichen. 6pri). der Aerhejs. MMtlW, ®iep Das lebenslängliche Mitglied der I. Ständckammer Geh. Kommerzienrat W. I. D. Palckenberg in Worms, Inhaber einer bedeutenden Wollfabnk und Spinnerei, Stadtverordneter daselbst, ist im Alter von 70 Jahren gestorben. Achtung feindliche Brieftauben! Das stellvertretende Generalkommando des 18. Armeekorps erläßt folgenden Aufruf: Ter Verdacht tst gerechtfertigt, daß sich »och immer belgische oder französische Brieftauben im Land befinden. Diese Tauben werden nicht nur auf Taubcnschlägen. sondern in allen erdenklichen Schlupfwinkeln, in Kellern, Schränken, Kommoden, Körben, in Waldungen und Gebüschen versteckt gehalten. Hierdurch ist die Möglichkeit eines unerlaubten und für »ns nachteiligen Depeschenverkehrs nach dem feindlichen Ausland gegeben. Die Beseitigung aller belgischen und französischen Brieftauben wird deshalb dringende Pflicht. Zur Erreichung dieses Zieles genügt die Kontrolle der Ausstchtsbcamten aber nicht, die Zivilbevölkerung muß mithelfen und wird hiermit aufgefordert, sich an der im vaterländischen Interesse liegenden Arbeit der Ueberwachung unerlaubten Brieftaubenverkehrs zu beteiligen. — Verwertung von Hagebutten. Hagebutten gibt es setzt reichlich. Dies« Früchte, ansgebernt und mit etwas Zucker eingekocht, geben eine vorziigliche Marmelade. Diese ist auch als Fruchtsaft zu gebrauchen. Die Kenn« können getrocknet werden. Mit Wasser auf den Herd oder Ofen gestellt, und 3 — 4 Stunden langsam gekocht, geben sie einen herrlich schmeckenden Tee, der auch von gesundheitlicher Wirkung ist. — Schwurgericht. Wegen Meineids hatte sich gestern vor den Geschworenen der 78 Jahre alte Ehristian Münch aus Harbach iKreis Gießens zu verantworte». Wegen einer Bagatelle sitzt der bisher unbescholtene Mann, der in Harbach allgemeines Ansehen genießt und verschiedene Ehrenämter bekleidet ser ist u. a. Orts- gcrichtsmann), auf der Anklagebank. Ter Anklage liegt folgender Tatbestand zugrunde: Zwischen dem Angeklagten und dem Feld- schlltzen Münch in Harbach bestand schon seit Jahren ein gespanntes Verhältnis, was sich in gegenseitigen Anzeigen bei der Staatsanwaltschaft Luft zu machen suchte. Als nun der Schwager des Angeklagten gegen den Feldschützen eine Beleidigungsklage angestrengt hatte, über die am 17. Dezember 1913 vor dem Schöffengericht in Grünberg verhandelt wurde, trat Miinch als Zeuge aus. Er wurde zuerst vernommen und bestätigte unter seinem Eid die beleidigenden Aenßerungen des Fcldschiitzcn Münch. Als er gefragt wurde, ob er mit Münch ans gespanntem Fuß lebe, verneinte er dies und gab auf die weitere Frage, ob er jemals gegen Münch eine Anzeige erstattet habe, die Erklärung ab, daß dieses nicht der Fall se,. Beide Aussagen nahm er trotz Ermahnung des Richters auf seinen Eid, obwohl fcststand, daß er mindestens zwei schriftliche Anzeigen gcgen^ den Fcldschiitzen, davon eine erst vier Monate vor der fraglichen Schöffengerjchtssitzung, eingereicht hatte. Eine andere Anzeige, die seine Unterschrift trägt, hatte er im Jahre 1910 erstattet und darin den Fcldschllycn des Betrugs bezichtigt. Ter Angeklagte, der Schwerhörigkeit und Gedächtnisschwäche vorschüyt, bestreitet entschieden, sich der ihm zur Last gelegten Straftat schuldig geniacht zu haben. Er bestreitet ferner, daß er mit dem Feldschllve» in Feindschaft lebt, obwohl sich beide gegenseitig nicht ansehe,i und achtlos aneinander voriibergehe», auch will er sich nicht entsinnen können, vor dem Grllnberger Schöffengericht die von ihm einge- icichten Anzeigen in Abrede gestellt zu haben. Die Möglichkeit, daß er eine Anzeige mit seiner Unterschrift versehen hat, gibt er z». Es sind viele Zeugen und drei Sachverständige zu vernehmen und die Verhandlung nimmt fast den ganzen Tag in Anspruch. Von den Zeugenaussagen sind besonders diejenigen der Gerichtspcrsonen, der Herren Geheimrat Mickel, Gerichtsschreibcr Formhals» Gerichtsdiener Krömmelbein und Rechtsanwalt B e i I st e i n von Interesse, die übereinstimmend bekunden, daß ihrer Ansicht nach der Angeklagte über die ihm vorgelcgten Fragen nicht im Zweifel sein konnte und die Antworten darauf mit voller Ueberlcgung abgegeben hat. Die übrigen Zeugenaussagen sind weniger von Belang. Die Geschworenen bejahten die ihnen vorgelegte Frage auf wissentlichen Meineid, worauf der Vertreter der Anklage, Herr Gerichtsassessor Knauß. eine Zuchthausstrafe von 1 Jahr und 3 Jahre Ehrverlust beantragte. Das Gericht erkannte gemäß dem Anträge des Staatsanwalts. Krei- NlSfcld-Laulerbach» — Ei» entsetzlicher Unglücksfall hat sich am Montag beim Bahn- banbctiicb der Firma Werner & Lücke! in Alsfeld ereignet. In der „Stcinsirst" snahe dem Steinbrnchl entgleiste eine in voller Fahrt befindliche Lokomotive auf unaufgeklärte Weise. Die Maschine stürzte um und begrub den Lokomotivführer und den Heizer unter sich, wo sie als Leichen hcrvorgeholt werden mußten. Die beiden Verunglückten sind etwa zwanzig Jahre alt und stammen aus Russisch-Polen. Strtit Wetzlar. X Kriegsopfer. Aus Wetzlar und Umgegend haben weiter den Tod fürs Vaterland gefunden: Der Landwchrmann Wilhelm Strack aus Wetzlar, Feldart.-Reg. Nr. 25. Strack war Bicr- fahrer in der Brauerei Guth hier und als solider Mann allgemein beliebt. Ferner der Feldwebel Walter Wiese, Wetzlar. Jnf.-Reg. Nr. 188, Reservejägcr Wilhelm Vier ing. Wetzlar, Jägcr-Bat. Nr. 5, Reservist Hermann Olbrich aus D o r n h o l z h a u s c n . Jnf.-Reg. Nr. 118 «Gießen), Reservist Wilhelm Blasius aus Niederquembach, Jnf.-Reg. Nr. 116 (Gießen). — Berichtigung. Die Zahl der Verkaufsstellen im Wetzlar- Braunfelscr Konsumverein beträgt 29, nicht 10, wie in Nr. 225 vom 29. 9. der Obcrhcss. Volksztg. steht. — Gemcinderatswahl in Wißmar. Bei der am 25. September in Wißmar stattgesundcncn Gemcinderatswahl gelang cs unseren Genossen, trotzdem ein großer Teil derselben im Felde steht, den alten Besitzstand zu wahren. In der 3. Klasse erhielten unsere Genosse» je 21 Stimmen, während in der 2. Klasse sür die Sozialdemokratie 7 »nd für die Gegner 9 Stimmen abgegeben wurden- Telegramme. Im Westen weiter vorwärts. Zwei Forts von Antwerpen zerstört. Im Osten nichts Neues. WB. Grosses Hauptquartier, 30. Sept., abends 9.40 Uhr„ (Amtlich.) Nördlich und südlich von Albert vorgehcndc, überlegene feindliche Kräfte sind unter schweren Verlusten für fix zurückgcschlagcn. Auf der Front der Cchlachtlinic ist nichts nueH 3«' melden. Bei den Argonncn geht unser Angriff stetig, wenn auch langsam vorwärts. Vor den Sperrsorts an der Maaslime keine Ver» ändrrung. In Elsaß-Lothringcn stiesi der Feind gestern in den mittleren Vogesen vor; seine Angrissc wurden kräftig zurück, geworfen. Vor Antwerpen sind zwei der unter Feuer genommene« Forts zerstört. / Von dem östlichen Kriegsschauplatz ist noch nichts bk» sondcrcs zu melden. __ _ Verantwortlicher Redakteur: F. Vetters. Gießen. Verlaa von Krumm & Eie., Gießen. Druck: Verlag Olfenbacher Abendblatt. G. m.b.H., Olkenbach a.M. Fahrpreis der Straßenbahn. Aus Beschluß der Stadtrerordncten-Versammlung wird ab 5. Oktober 1914 der Fahrpreis für alle Militärpersonen ans 5 Pfg. für die Fahrt einschließlich einmaligen Umsteigens festgesetzt. Gießen, den 30. September 1014. Ter Oberbürgermeister. Keller. rXrX tYtY! E* Es 1 Es E> Es E> Es E* Es E* Wir haben für unsere Leser eine sehr exakt bearbeitete liebersichtsharte sämtlicher Kriegsschauplätze Europas in 8 Farben, Grösse ca. 60X70 cm, herausgegeben, welche sämtliche Kriegsschauplätze mit ihren Grenzen, Orten, Festungen, Flüssen und Eisenbahnen, soweit sie von der Militärbehörde zu veröffentlichen gestattet sind, darstellt « Preis nur 70 Pig*. OberhessischeVolkszeitung, Gießen Bahnhofstrasse 23 Telephon Nr. 2008 Versand nach auswärts gegen Einsendung des Betrages zuzüglich lOPfg. lür Porto <3 O 3 3 *3 <3 *3 *3 *3 «3 *3 *3 3 la Wiche Zwikbllii haltbare .Herbslwarc per rfd..» Plg. vom Laaer LchanzenUratzc 18 M.4.5Q per Zentner. pr. Sjirift- null Zulutknrtulfklit empfiehlt zu billigstem Tagespreis. I. Hantel Ncilklibüile 7. Telephon KI?. 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