f veragrMt» 25 pfg. monatlich KnMevpretr iS pfg- zahlbar, frei ln» Hau«, on oder t» den Zweig- SV ¥fg. — Erscheint Itllfcinp mß — (Rtiaftton: Leiter». «eg D. — gth MWewahrung ober Rücksendung MG« Ihn W «mMkripte wird nicht garantiert. » GqM» Mr ^M deO »», r Zeitung" 8. ». b. H. Hk 44 um breite P e»i»»gechi>« sttr AuSwärtS SV Pfg. Die 90 ww breite R e kk»-m«- Z e tle SV Pfennig , Lxirabetlagen werde« nach Gewicht und Grühe .' berechnet. Rabatt konnu» bei NGerlchretinnst des Zahlung«. ^ Z ziele» (80 Lage), bei gerichtlicher Beitreibung oder bei „ t Sonkur» tn SBegtall. Ptllpvsrschrisle« ohneBerbmdlichkett. ' Druck der Giehencr Verlagsdruckerei, Albiu Mein. Nr. 99. Donnerstag, den 17. Dezember 1914. r-leph°n Nr.3«2. 26. Jahrq. Erfolgreiche Kämpfe der deutschen und österreichischen Truppen. In den letzten Schlachte« wurden insgesamt über 69099 Russen gefangen genommen. Deutsche Hochseestreitkräfte beschoffen die englische Ostküste. amtliche Tagesberichte. WTB. Großes Hauptquartier, 12. Dezember, vormittags. In Flandern griffen gestern die Franzosen in der Richtung östlich Lungemarck an. Sic wurden zUrückgeworsen und verioren etwa 200 Tote und 340 Gefangene. Unsere Artillerie beschoß den Bahnhof Ypern zur Störung feindlicher Truppenbewegungen. — Bei Arras wurden Fortschritte ge - macht. Zn Gegend Souain-Perthes griffen die Franzosen erneut ohne jeden Erfolg an. Zm Argonnenwalde versuchten die Franzosen nach wocheniangem rein defensivem Verhalten einige Vorstöße. Sie wurden überall leicht abqewiesen. Dagegen nahmen die deutschen Truppen wiederum einen wichtigen französischer Stützpunkt durch Minensprengung. Der Gegner erlitt starke Verluste an Gesallenen und Verschütteten. Außerdem machten wix 200 Gefangen«. Bei A p r e m o n t, südlich St. Mihiel, wurden mehrere heftige Angriffe derFranzosen a b g e w i e s e n. Ebenso ans dem Vog«sen-Kamm in Gegend westlich Markiych. An der oft preußischen Grenze warf unsere Kavallerie russische Kavallerie zurück und machte 350 Gefangene. Südlicb der, Weichsel in R o r d p o l e n entwickeln sich unsere Operationen weiter. In Südpolen wurden russische Angriffe von österreichrsch-ungarrischen und unseren Truppen abgeschlagen. Ober st e Heeresleitung. 11 ttOO Russen Befangen. WTB. Großes Hauptquartier. 13. Dezember, vormittags. Nachdem am 11. Dezember, die französische Offensive aüs A p r e m o n t. südlich St. Mihiel gescheitert war, griff der Feind gestern nachmittag in breiter Front über Flirey (halbwegs St. Mrhrel- Pont-Moufson) an. Der Angriff endete für die Franzosen mit dem Verluste von 600 Gefangenen und einer großen Anzahl vvn Toten und Verwundeten. Unsere Verluste betrugen dabei etwa 70 Verwundete. Im "übrigen verlies der Tag aus dem westlichen Kriegsschauplatz im wesentlichen ruhig. . 3n Nordpolen nahmen wir eine Anzahl feindlicher Stellungen. Dabei machten wir 11000 Gefangen« und erbeuteten 43 Maschinengewehre. Aus Ostpreußen und Südpolen nichts Neu«s. O b e r st e Heeresleitung. WTB. Großes H a u p t q U a r t i e r„ 14. Dez., vormittags. Schwächere französische Angriffe gegen Teile Unserer Stellungen zwischen Maas und den V o g e- s e n wurden leicht a b g e w i e s e n. Zm übrigen ,|t vom westlichen Kriegsschauplatz sowie aus Ostpreußen und aus S ü d p o l c n nichts Wesentliches zu melden. Zn Nordpolen nehmen unsere Operationen ihren Fortgang. Zu den russischen und französischen amtlichen Nachrichten ist folgendes zu bemecken: UM Petersburg wurde am 11. Dezember amtlich gemeldet: Südöstlich Krakau setzten wir unsere Offensive fort, erbeuteten mehrere deutsche Geschütze und Maschinengewehre und etwa 2000 Gefangene. Tatsächlich ist nicht ein Mann, nicht e i n G e- s ch ü tz oder Maschinengewehr unserer „südöstlich Krakau" kämpfenden Truppen in russische Hände gefallen. ^ Die amtliche Pariser Mitteilung vom 12. Dezember behauptet: „Nordösüich Vailli) wurde eine deutsche Batterie völlig vernichtet. Zn Deurnouds, westlich Vigu- eülles-les-Hattonchatel wurden zwei deutsche Batterien zerstört, eine großkalibrige und eine für Flugzeuge bestimmte Zn derselben Gegend wurde von Franzosen ein Blockhaus gesprengt und wurden mehrere Gräben zerstört." Alle diese Meldungen sind erfunden. Ober sie Heeresleitung. WTB. Großes Hauptquartier, 15. Dezember, vormittags. Die Franzosen griffen gestern an mehreren Stellen vergeblich an. Ein Angriff gegen unsere Stellungen südöstlich Ypern brach uMer starken Verlusten für den Gegner zusammen. Ein seindlicher Vorstaß aus der Gegend nordöstlich S u i p p e s wurde ebcttfo wie ein feindlicher Angriff nordöstlich Orues (nördlich Verdun) unter schweren feindlichen Verlusten abgewiesen. Zn der Gegend von Ailly-Apre- motil (südlich St. Mihiel) versuchten die Franzosen in viermaligem Ansturm unsere Stellungen zU nehmen; die Angriffe scheiterten. Ebenso mißlang ein erneuter seindlicher Vorstoß aUs Richtung Flirey (nördlich ToUl). Zn den Vogesen sind die Kämpfe noch im Gange. Bei der Rückeroberung des Dorfes Steinbach (westlich Sennheim) machten wir. 300 Gefangene. Aus O st p r e-u ß e n nichts Neuäs. Die deutsche, von Soldau über Mlawa in Richtung Ciechonow vorgedrungene Kolonne nimmt vor überlegenem Feinde ihre alte Stellung wieder ein. Zn Russisch-Polen hat sich nichts Wcsent - liches" ereignet. Die ungünstige Witterung beeinflußt unsere Maßnahmen. Die ober st e Heeresleitung. WTB. Großes Hauptquartier, 16. Dezember, vorm. Im W e st e n versuchte der Gegner erneut einen Vorstoß über Neuport, der dupch das Feuer seiner Schiffe von See her unterstützt wurde. Das Feuer blieb gänzlich wirkungslos. Der Angriff wurde abgetotefen; 450 Franzosen wurden gefangen genommen. Auf der übrigen Front ist nur die Erstürmung einer vom Feinde seit vorgestern zähe gehaltenen Höhe westlich Sennheim erwähnenswert. Von der o st p r e U ß i s ch e n Grenze ist nichts Neues zu milden. Zn N o r d p o l e n verlaufen unsere Angriffsbewegungen normal. Es würden mehrere starke Stützpunkte des Feindes genommen und dabei etwa 3000 Gefangene gemacht und 4 Maschinengewehre erbeutet. Zn Südpolen gewannen unsere dort im Verein mit den Verbündeten kämpfenden Truppen Boden. O b e r st e Heeresleitung. Deutsche Hochseeschiffe vor England. WTB. Berlin, 16. Dezember, amtlich. Teile unserer Hochseestreitkräfte machten einen V o r st o ß nach der englischen Ostküste und beschossen am 16. Dezember früh die beiden besestigten Küstenplätze S c a r- b o r o u g h und Hartlepool. lieber den weiteren Verlauf der Unternehmung können, zur Zeit noch keine Mitteilungen gemacht werden. Der , Chef des Admiralstabes der Marine: gez. v. P o h l. » » • WTB. Wien, 12. Dez. Ungeachtet aller Schwierigkeiten des winterlichen Gebirgsgeländes setzten unsere Truppen ihr Vorrücken in den Karpathen unter fortwährenbenl siclgreichen Gefechten, in den«n gestern über 2000 Rüssens gefangen genommen wurden, fort. Die Pässe westlich des Lupkower Paffes sind wieder in unserem Besitz. Zm Räum« südlich Gor- lice, Grybow und Neu-Sandec begannen größere Kämpfe. Die Schlacht in W e st g a l i z i e n, deren Front sich aus der Gegend östlich Tymbark bis in den Räum östlich Krakau hinziehl, dauert fort. Gestern brachen wieder mehrere Angriffe der, Russen in unserem Artil- leriefeuer zusammen. Die Lage in Polen hat sich nicht geändert. Die Besatzung vonlP rzemysl brachte von ihrem letzten Ausfall 700 gefangene Russen und 18 erbeutete Maschinengewehre mit sehr viel Munition heim. Der Stellvertreter des Chefs des Eeneralstabes: v. H ö f e r, Generalmajor. WTB. Wien, 13. Dez. In der Schlacht in West- qalizien wunde der südliche Flügel der Russen gestern bei Limanowa geschlagen und zum R ü ck z u g gezwungen. Die Verfolgung des Feindes ist eingeleitet. — Alle Angriffe auf unsere übrige Schlachtfront bra' chen ebenso wie an den früheren Tagen zusammen. Unsere in den Karpathen vorgerückten Kräfte setzten wieder uMer mehrfachen Kämpfen die Verfolgung energisch fort. Am Nachmittag wurde Neu-Sandec genommen. Auch in Grybow, Gorlice und Zmigrvd rückten unsere Truppen ein. Das Zempliner Kvmitat ist von dem Feinde vollkommen gesäubert. Zn den abseits von den Schauplätzen der großen Ereignisse gelegenen östlichen Waldkqrpathen vermochte der Gegner südlich des Gebirgskammes nirgends wesentlich Raum zu gewinnen. Im allgemeinen halten unsere Truppen die Paßhöhen, in der Bukowina die Linie des SUcza- wa-Tak«s. — Zn Südpolen wurde nicht gekämpft. Nördlich Lowitz setzten unsere Verbündeten den An- ariff. auf die stark besestigten Stellungen der Russen erfolgreich fort. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs: von H ö f« r, Generalmajor. 9000 Russen gefangen. WTB. Wien, 14. Dez. Die Verfolgung der Russen in W e st g a l i z i e n wuyde fortgesetzt und gewann abermals unter kleineren und größeren Gefechten allenthalben nordwärts Raum. Nun ist auch Duk 1 o wieder in unserem Besitz. Unsere in den Karpathen vorgerückten Ko - tonnen machten gestern und vorgestern 0000 Gefangene und erbeuteten 10 Maschinengewehre. Die Lage an unserer Front von R a i b r o 1 bis östlich KrakaU und in Südpolen ist unverändert. Nördlich L o w i tz drängen unsere Verbündeten im Angriff weiter gegen die untere Bsura vor. Der stellvertretende Chef des Admiralstabes: von Hoefer, Generalmajor. 31 000 Russen gefangen. WTB. Wien, 15. Dez. Die Offensive unserer Armeen in West-Galizien hat hier den Feind zUm Rückzuge gezwungen und auch die russische Front in S i> d p o l e n zum Wanken gebracht. Unsere den Feind in W«st-Ealizien von Süden her unermüdlich verfolgenden Truppen gelangten gestern bis in die Linie Zyslow-Rajbrot. Bei dieser Verfolgung' und in der letzten Schlacht wurden nach den bisherigen Meldungen 31 000 Russen gefangen gcnopi - men. Heule liegen Nachrichten über rückgängige Bewegungen des Gegners an der gesamten Front Rajbrot— Niepvlcmice und Wolbrom—No wo—Radomsk—Piotr- kow vor. In dem karpathischen Hochgebirgefind gegen das Vordringen feindlicher Kräfte in das Lator- cza-Tal entsprechende Mahnahmen getroffen. Der Stellvertreter des Chefs des Eeneralstabes: von H ö f e r, Generalmajor. WTB. Wien, 16. Dez. In Galizien und in Südpolcn wird der zurückgehende Feind auf der ganzen Front verfolgt. Bei Lisko, Krosno, Iaslo und im Biallatal leisten starke russische Kräfte Widerstand. Im Dunajctztal drangen unsere Truppen kämpfend bis Zaktiezyn vor. Auch B o ch n i a ist wieder von uns genommen. In Südpolen muhten die feindlichen Nach - hüten überall nach kurzem Kampf vor den Verbündeten weichen. In den Karpathen haben die Russen die Vorrückung aus das Lataraza-Tal noch nicht ausgegeben. Im oberen Tal der Hadwarnaer Bystrzyra wurde ein Angriff des Feindes, zurllckgewiesen. Die Besatzung von Przemysl unternahm einen neuerlichen g.r o h e n Ausfall, bei dem sich ungarische Landwehr durch Erstürmung eines Stützpunktes mit Drahthindernissen auszeichnete. Wie gewöhnlich wurden Gefangene und erbeutete Maschinengewehre in die Festung gebracht. Der Stellvertreter des Chefs des Eeneqalstpbs: von H ö s c r, Generalmajor. Vom Krieg im Westen. Aus Genf, 12. Dezember, wird berichtet. Der in Flandern kommandierende französische General Fach konnte trotz umfassender Befestigungen der französischen Stellungen nicht verhindern, dah den Deutschen dank dem Zusammenwirken von Genietruppen, Jnsan- terie und Artillerie bei Ypern ein Durchbruch der Linie gelang. Die Franzosen wollten da zwar einen kleinen Teil des verlorenen Geländes zurückgewonnen haben, aber der Hauptersolg ist, dah die Deutschen jetzt alle Stellen geringen Widerstandes am Yserkanal kennen und ihr feineres Vorgehen danach lichten werden. Der Stand der Deutschen bei Arras und Umgegend ist sehr g ü n st i g. (rtr. bin.) Bom Krieg im Osten. Die Kämpfe um Lodz. Die Räumung von Lodz durch die Russen geschah! heimlich des nachts, daher ohne Kampf und zunächst unbemerkt. Sie war aber nur das Ergebnis der vorhergehenden dreitägigen Kämpfe. In diesen hatten die Russen ganz ungeheure V e r l u st e, besonders durch unsere schwere Artillerie. Die verlassenen russischen Schützengräben waren mitTo- ten buch st üblich angefüllt. Noch nie in den gesamten Kämpfen des Ostheeres, nicht einmal bei Tannenberg, sind unsere Truppen über sc- viele russische Leichen hinweggeschritten, als wie in den Kämpfen um Lodz, L o' w i tz und überhaupt zwischen Pabianice und der Weichsel. Obgleich wir die Angreifer waren, blieben Unsere Verluste hinter denen der Russen weit zurück. Wir haben insbesondere im Gegensatz zu ihnen ganz unverhältnismähig wenig Tote verloren. So fielen bei dem bekannten Durchbruch unseres 25. Reservekorps von diesem Heeresteil nur 120 Mann, gewih eine ausfallend niedrige Zahl. Für die Verhältnisse ist demgegenüber bezeichnend, dah allein €tn lllller IHenlcb. Roman von Paul Blitz. Nachdruck verboten. Sinnend saß er und blickte traumverloren in die Nackt hinaus, — — — sternhell und niondlickt war es draußen, tau und mild; und ein Windhauch brachte den Dust von frisch gemähtem Heu, die ganze Lust war voll von sähen Düsten: und durch die heilige Stille klane von fernher vas sehnsüchtige Schluchzen einer Rachtig-' — — — ja, so, genau so war auch damals jene Na die nun wieder mit allen Wonnen und mit alten Schauern vor ihm erstand. Die Grete, die braune Grete, Ha, ja, er hatte " geliebt, er hatte üe angebctel, — fic war sein Zaubc. träum gewesen! Damals als er aus der Ferne hcimgckchrt war. als er sich drangen jahrelang hatte hcrumstoßen lassen, als er unter Püffen und Knuffen des Schicksals zum ernsten Mann herangereist war, da hatte er sie, seine Angebetete, gesunden. Er übernahm sein mütterliches Erbteil, das Gut. Einsam und von allen, aber ^uch von allen verlassen, stand er da. Und seine Seele suchte nach einem Freund, nach einer gleichgestimmten Seele. Und da plötzlich fand er sic, sie, sein Alles. — Der Himmel ging ihm aus, der ganze Himmel mit all sei- neu Seligkeiten. Denn er liebte zum ersten Mal. All das tiefe Gefühl, das jahrelang im Herzen zurückgedrängt und versteckt gehalten war, nun brach es hervor mit der ganzen heiligen Keuschheit der ersten, reinen, wahren Liebe. Sein Bestes, sein Hehrstes, sein Alles war er bereit, seinem Mädchen zu opsern----- Und da geschah das Furchtbare, das Ungeheuerliche. Als er sie fragte, ob sie sein Weib werden wollte, da sah sie ihn ganz naiv erstaunt an und antwortete: .Ja, hast Du denn den kleinen Flirt so ernst genommen? Hast Du denn wirklich auch nur einen einzigen Augenblick gehofft, ich würde meine schöne Jugend hier draußen in der Oede vertrauern? Nein, mon ami, dann hast Du Dich geirrt, ich bin ein Weltkind!' — Aus und davon war sie gerannt. Und er stand da und wußte sich nicht zu Helsen. Plump, ungeschlacht, ratlos stand auf einer Höhe, südlich Lutomjersk, westlich Lodz, nicht weniger als 8 7 7 tote Rüssen gefunden und bestattet worden sind. Auch die russischen Eesamtverluste können wir, wie in den früheren Schlachten, ziemlich zuverlässig schätzen. Sie betragen in den bisherigen Kämpfen in Polen mit Einschluh der von uns erbeuteten 80 000 Gesangcnen, die inzwischen mit der Bahn nach Deutschland befördert worden sind, mindestens 150000 Mann. Di: Russen gehen zurück. Petersburg, 11. Dez. Die Blätter melden von einer furchtbaren deutschen Offensive aus Koluski, also weit östlich von Lodz. Die Rüssen hätten Tusczyp nördlich Petrikau räumen müssen. Es verlautet, dah jetzt auch Petrikau selbst aus strategischen Gründen geräumt werden müsse. Das Generalkommando, das sich in Petrikau befand, ist weiter zurückverlegt worden. — Diese Meldung, von russischer Seite stammend, und daher sicherlich nicht zu unseren Gunsten gefärbt, beweist, dah die deutsche Offensive auch südöstlich von Lodz erfolgreich vorwärts geht. (ctr. bln.) Bom Krieg im Süden. Belgrad von de» Dcstcrrcichcrn wieder geräumt. WTB. Wien, 15. Dez. Vom südlichen Kriegsschauplatz wird amtlich gemeldet: 15. Dezember: Die durch das notwendig gewordene Zurücknehmen des eigenen rechten Flügels geschaffene operative Lage lieh es ratsam erscheinen, auch Belgrad z u n ä ch st aufzügeben. Die Stadt würde kampflos geräumt. Die Truppen haben durch die überstandenen Strapazen und Kämpfe wohl gelitten, sind aber vom besten Geiste beseelt. Nordalbauic» gegen Serbien. Aus S k u t a r i kommt die beglaubigte Nachricht, daß die nordalbanesischen Stämme an Serbien den Krieg erklärten. Ein Widerstand Montenegros gegen Nordalbanien ist bei dem großen in den Schwarzen Bergen herrschenden Elend nicht zu besorgen, sodah die Albanesen ihre ganze Kraft gegen Serbien verwenden können, (ctr. fst.) Türkische Kriegsmeldungen. WTB. K o n st a n t i n o p e l, 15. Dez. Mitteilung des Großen Hauptquartiers: An der Grenze des Vila- jets Wan dauern die Zusammenstöße der russischen Truppen mit unseren Abteilungen zu unseren Gunsten an. Die russische Kavallerie hat an der persischen Grenze bei Sarai unsere Kavallerie angegriffen, deren Gegenangriffe von Erfolg gekrönt waren. Die Russen wurden zurück- geschlagen und zersprengt. * WTB. Konstantinopel, 16. Dez. Amtlich wird gemeldet: Die Kämpfe, die seit einiger Zeit an der O st k ü st e des Wlajets Wan andauerten, haben z u unseren G u n st e n geendet. Die Stellung bei S a- r a i, die von dem Feinde erbittert verteidigt wurde, ist nach einer umfassenden Bewegung unserer Truppen in unsere Hände gefallen. Der Feind zog'sich in der Richtung auf Kotur zurück, verfolgt von unserer Kavallerie. Unsere Truppen sind in Sarai eingezogen. Ein englischer Kreuzer hat vergebens einen unserer Wachtürme, zwischen Jaffa und Gaza beschossen. Der russische Kreuzer „Askold". hat zwei kleine Schiff« vor Beirut in Grund gebohrt. ließ fle lasse«, —1vstier, immer weiter, — bis sein Auge sie nicht mehr sah. Dann ging er still, mit zusammengebiffeuen Zähnen ins Haus und begrub seinen Traum, seinen ersten und seinen einzigen Traum. — — er hatte sein Bestes, sein Heiligstes gegeben und sie nahm es nur als einen leichten Flirt, — — das gab ihm den Rest, das machte ihn zum ernstes stillen Menschen. So, so war es damals gewesen. Und nun wollte sie wiederkommen? Run sollte er sie gar Wiedersehen? Nun sollten all die alten, längst vernarbten Wunden wieder ausgeriffen werden? Rein! nein! Das sollte nicht geschehen! Nie wollte er sie Wiedersehen, nie, nie! Aus und vergessen und begraben sollte alles bleiben! Ja! so sollte es werden! Still und gefaßt suchtz er sein Lager aus. Abe- S«»s sand er nicht. — — Vnd unter demselben Dach war noch jemand, dessen «tugen keine Ruhe fanden. Es war Fräulein Berta, die junge Wirtin. Auch sie kanMe den Roman, der ei»N sich zwischen Bruno und Grete abgespielt hatte. Sie ahnte wohl, daß es ihm damals tiefer ans Herz gegangen war, als er es zeigte, und deshalb weinte sie nun still und versteckt, denn sie fürchtete, daß sie ihn noch jetzt verlieren könnte.-- Das Leben im alten Hause Büttner u Sohn ging nun wieder in seinen gewohnten Bahnen weiter, ruhig, gleichmäßig, ein Tag wie der andere. Und der junge Herr Kur« saß nun regelmäßig und mit peinlicher Pünktlichkeit an keinem Pult und tat mit ernster Pffichtersüllung seinen Dienst. Er hatte gehalten, was er versprocken. Am Morgen nach jener entsetzlichen Nackt, die wie ein mahnend dunllcr Punkt in seinem Dasein stand, hatte er ein neues Leben begonnen Alle Beziehungen zu seinen Berliner d-rennden schränkte er aus ein Minimum ein. und wo es sich so schnell tun ließ, brach er sie ganz ab. Ein anderer wollte er nun werden, das batte er sich geschworen Der Verlust des allen Kasernenschiffes „M e s s u - d i j e" ist nach einer endgültigen Untersuchung entweder der Berührung mit einer abgetriebenen Mine odereinem gegen dieses Schiff geschleuderten Torpedo zuzü - schreiben. , 0 WTB. K o n st a n t i n o p e l, 16. Dez. (Nichtatl.) Mitteilung des Hauptquartiers: Ein« russische Kavallerie-Brigade, verstärkt durch ein Bataillon Infanterie, griff am 13. Dezember ein von unserem rechten Flügel entsandtes Detachement in einer wichtigen Stellung an, ist aber zurllckqeworfen worden. An der Grenze des Vilajets Wan ergriffen unsere Truppen die Offensive. Bei Snt a.i griffen sie einige feindliche Stützpunkte an, die im Sturm genommen wurden. Eine unserer Abteilungen in Aserbaidschan ist in Richtung aus S e l m a s (Diliwan) in Persien vorgegangen. Bei Seldos, am südlichen Ufer des Ur- mia-Sees, schlug die türkische und persische KcrvälUrie ein Kosakenregiment, welches 40 Tote und viele Verwundete verlor. Der Feind wurde auf Urmia verfolgt. Ein russisches Dampsboot und die in Urmia sich befindlichen Munitionsvorräte würden genommen und zerstört. Einzelheiten folgen. Die persischen Stämme kämpfen Schulter an Schulter mit uns mit Begeisterung gegen den Jahrhunderte alten Feind; wir wissen von heldenhaften Taten aus diesem Kampf. Acgnptcn von zwei Seiten angegriffen. Der italienische Abgeordnete Bevione teilte mit, dah die Angriffe der Senüssi gegen die Engländer bereits begonnen haben. Bei den Senufsi befinden sich weihe Offiziere, die weder englisch noch französisch reden. Der Angriff aus Aegypten werde won zwei Seiten erfolgen, im Osten durch das reguläre türkische Heer, im Westen durch die Senuffi. Selbstverständlich, schreibt Bevione, werde es den Senuffi nicht einfallen, sich auch gegen die Italiener zu wenden. Serbien bittet Griechenland um Hilfe. Nach einer Wiener Meldung aus Sofia, die indessen noch der Bestättgung bedarf, hat die s er b i s che Regierung von Griechenland unter Berufung auf den Bündnisvertrag um dir Entsendung eines Hilsskorps von 100000 Mann gebettm Di« Athener Regierung sei unter folgenden Bedingungen dazu bereit: Serbien eckennt an, daß Griechenland «inen rechtmäßigen Anspruch aus die StÄtM o n a st i r habe, die durch den Bukarest«! Vertrag aus Serbien fiel. Es aibt seine Zustimmung zu einer Berichtigung der serbisch-griechischen Grenze durch «ine gemischte Kommission. Serbien setzt bei den Drenxrbandmächten durch, daß letztere Griechenland gegen einen eventuellen Angriff Bulgariens helfen. Die griechische Regierung gibt auch zu erkennen, dah, im Falle di« Dreioerdandniüchle Monastir den Bulgaren überlaffen, Griechenland dies mit Waffengewalt verhindern werde, (ctr. bin.) Griechenland deutschfreundlich. Die Zeitung „Mir" erklärt, die von der Presse zum Ausdruck gebrachte Befürchtung, daß Griechenland im Interesse Serbiens bezw. des Dreiverbandes gegen Oesterreich zu den Waffen greifen köimt«, für ünbe- gründet. In den politischen Kreisen Sofias habe man sichere Beweise dafür in den Händen, daß Griechenland in freundschaftlichen Beziehungen zu Deutschland stehe. Ein 1 ' greultb Deutschlands könne kein Feind Oesterreichs fein. • (ctr. bin.) -leB Glezch am nächsten Tag. mv« >-ner Gravcvsitack» batte ibn der alte Herr z» sich imiffn und ihn trtit milden, ober eindruckssickeren Werfen daran erinnert, daß er der Mitinbnbcr und Nacksokaer einer uralten Firma sei. und was er seinem Hauke und ckeincur Namen schulde. Mit lieben und doch sehr ernsten Worten zeigte er >bm den Wen. den er nun aehen ,aüsie vnd den sckon alle seine Borsahren aeqangen waren. Aber alles das wäre qar nicht notwendicr gewesen, denn Kurt selber hatte sich in lener schlaflosen, martt-ri vollen Nacht, in der er von endlosen Vorwürfen hin- und heraeworsen wurde, seinen neuen Lebcnsvlmi zu. rech» gemacht. Er wußte nun. was er zu tun hs»«e. um sein leichtsinniaes Leben wieder autzumacken. Er wollte nun all seine K^ast und all sein Können nur seinem Hause widmen, sein Erbteil in Ebren bakten und ein würdiger Nachfolger' seiner braven Vorfahren wer- den. Das alles gelobte er sich in iener Nacht. lind darum konnte er dem alten Ba'er. als dieier so eindringlich zu ihm lvrack. mii gutem Gdwisien versprechen. seinen Wunsch nun zu erküllen. So hatte er sich denn, reis und lcbensernsi durch die solaerrschwere Katastrophe geworden, mit aller ihm zu Gebote siebenden Energie an die Arbeit gemacht und suchte sich mit sestcm Willen hineinziisindev >n dgs weitverzweiqte Getriebe des ausgedehnten Geschiftis. Und er sand allseitig Ane-'enn»na Sowobp . dev alte Prokurist, wie auch der areise Papa sahen, väß es ihm ernst mit der Arbeit mar. Am glücklichsten natürlich war Tarne Mckrlci/' Jubelnd erklärte sie dem Bruder: .S,sichst Du, wer hat nun wieder recht! Hab' ich nickt immer gesagt, daß im,hem Jungen e-n guter Kern steckt! Nur anstoben müßte er sich erst! Und das ist doch das Recht der Jugend! Jetzt wird er uns schon Freude machen, daran darfst D» gonr sicher glauben!' >ü>i, ,, vwrä)< Fortsetzung folgt. "if m," • , - i /'il.oini. - Ubsi , , Strien gegen die Engländer. Das „Beck. Tagebl." meldet aus Konftanti - nopel: Der Scheich von Ghasal, dessen Gebiet sich südlich von Bagdad bis zum persischen Gols erstreckt, und dessen Unterstützung die Engländer erkauft haben, ist, wfe verlautet, von seinen Brüdern ermor- d « t worden. 40 000 Krieger, über die er verfügte, haben jetzt den Engländern den Krieg erklärt. In Darfur, im südlichen Sudan, hat die Bevölkerung den Kampf gegen die Engländer ausgenommen. u ' Vorn Seekrieg. WTB. Berlin, 16. Dez. lNichtamtlich.) Nach englischen Meldungen sind in Hartlepool über 20 Personen gelötet, 80 verwundet und beträchtlicher Schaden angerichlet worden. Der Gasometer brennt. Die Beschietzung der Festung W e st - H a r t l« - Pool begann zwischen 8 und 9 Uhr früh. — In Scarborough sind zwei Kirchen beschädigt und mehrere Dächer «ingestürzt. In Whitby soll die historische Abtei teilweise zersliKt sein. Die Bevölkerung flicht in das Innere des Landes. WTB. London, 16. Dez. Die englische Admiralität teilt mit: Eine wichtige deutsche Flottenbewegung fand heute früh in der Nordsee statt! Scarborough und Hartlepool wurden beschossen. Unsere Flottillen sind an verschiedenen Punkten in Kämpfe verwickelt. Die Aktion wird fortgesetzt. Reuter meldet aus London: Der japanische Ma- rineniinister hat Churchill die Glückwünsche der japanischen Flotte zu dem „Seesieg" bei den Falklandinseln telegraphiert, worauf Churchill antwortete: „Das; das britische Geschwader die Deutschen entscheidend schlagen koimte, verdankt es zmn grotzen Teil der kräftigen, unschätzbaren Hilfe der japanischen Flotte." Zu der Seeschlacht bei den Falkland s- Insel umschreiben die „Basler Nachrichten" u. a.r Es ist kein englischer Erfolg, datz die Deutschen endlich im fünften Kriegsmonat der Uebermacht erlegen sind, sonderst,,«in deutscher Erfolg, datz sie sich so über alles, Erwarten lang halten konnten. Hätte der Kcheg, wie anfangs alle Welt glaubte, nur ein Vierteljahr gedauert, so wären alle deutschen Auls- landsschiff« siegreich und heil geblieben. — Die eng - lischt Admirchstät verschweigt, aus welchen Schiffen sich das Geschwader Slurdees zufammenfeht, sowie den Hergang der' Schlacht bei den Falklandsinseln, solange die Kreuzer ^Dresden", „Bremen" und „Königsberg" das Meer befahran, da all« Angaben diesen nützlich sein können. i Dem holländischen „Telegraaf" wird gemeldet, datz die „Dresden" wohl entkommen sein müsse. Wie nun auch in englischen Zeitungen mitgeteill wird, hat der,,türki'sche Schlachtkreuzer „Sultan Jawus ^lelim" am 10. Dezember Datum erfolgte sich beschossen, und der geschützte Kreuzer ,,„M i d t (Jj ij, bombardierte Sebastopol. Allerlei Nriegrnachrichten. Der ächtest« Sohn des Reichskanzlers mann - H w « g ist dem „Berl. Tagebl." zufolge auf einem Patrouillemilt im Osten v «r w u n d e t worden und Tn -r.u s s i s ch e Gefangenschaft geraten. Die Psizpupdung ist ziemlich schwerer Natur, da es sich nutzer Mi ein« Verwundung am Bein um einen Kopfschutz handelt. , ^ England bezahlt die portugiesischen Kricgokostcn. Nach einer Meldung des „Telegraaf" überwies die b r i t i s ch e Regierung dem portugiesischen Staate einen. Vorschutz von 600 Millionen Schilling zur, Durchsührung der portugiesischen Mobilisierung, deren Kosten! das portugiesische Parlament alzgelehnt hatte. — England denkt sich eben, um Geld ist alles käuflich, much das Leben fremder Staatsangehöriger. • » Eine Verschwörung in Petersburg. Das „Dagblad" bringt interessante Einzelheiten über den Umfang " einer in Petersburg aufgedeckten Verschwörung, welche die Verhängung des -verschärften Kriegszustandes über Petersburg zur Folge hatte...D>e Petersburger Universität sowie alle ander«„!itz o ch s ch u l e n sind polizellich q « s ch l o s s en wordene ** Reisende berichten aus Rutzland, datz nicht nur die" Führer der sozialistischen, sondern auch überhaupt tfll e radikalen Mitglieder der Duma verhaftet worden sind. Line nordische Nönigskonferenz. Das schwedische, offiziöse „Swenska-Telegrascn-Büro" meldet:' Auf .Anregung des Königs von Schweden wird am Freitag, den 18, Dezember, ein«_ Zusammen- fünft zwrsch^y, den Königen von S ch w e d e n. D ä- n e m a r k und Norwegen in Malmö stattfinden. Die Könige werden von ihren Ministern des Auswärtigen begleitet sein. Diese Zusammenkunft ist ein Ausdruck ftir das gute Verhältnis zwischen den drei nordischen Reichen und für die zwischen ihnen bestehende vollständige Einigkeit, ihre bis jetzt beobachtete Neutralitätspolitik aufrecht zu erhalten. Das Zusammentreffen bezweckt insbesonders, den beteiligten Regierungen Gelegenheit zu geben, sich über die Mittel zu beraten, die in Frage kommen könnten, um die wirtschaftlichen Schwierigkeiten, die der Kriegszustand ftir die drei Länder mit sich bringt, zu begrenzen und zu hemmen. JHu$ Stadt «ad Land. Hessische Kammersiyung. * D a r m st a d t, 16. Dez. Die beiden Kammern der Landstände sind heute oprmittag zu einer kurzen KaMmersitzung zusaMmengetretcn. Um ]/ 2 11 Uhr erfechte zunächst die Konstituierung der Kammern durch die Regierungskommissarc. Im wesentlichen wurden in beiden Kammern die bisherigen Vorstände uud AuS- schutzmitglieder beibehalten. Um y 2 1 Uhr wurden die beiden Kammern durch den Staatspiinister Dr. von Ewald in feierlicher Weise offiziell eröffnet. Der Finanzaüsschutz derZ weiten K am- m e r hat sich gestern abend bereits mit den hauptsächlichsten Vorlagen für die bevorstehende Tagung beschäftigt und sie sämtlich genehmigt. Er stimmte zu>, datz die Regierung ermächttgt wird, den bereits früher bewilligten Betrag von 38 Millionen Mack durch Schatzanweisungen zu begeben. Ferner wurde der Gesetzentwurf, in welchem der Regierung 8 Millionen Mark für die Gewährung von Darlebn an Gemeinden und Gemeinde-Verbände zur Verfügung gestellt werden, genehmigt und die Vorlage angenommen, in welcher dem Hostheater mit Rücksicht auf die schweren Kriegszeiten eine einmalige Zubutze von 50 000 Mk. und ein Darlehen von ebenfalls 50 000 Mk. zu 3% Prozent verzinslich auf 15 Jahre gewährt werden soll. Der Aus - schütz stimmte auch der weiteren Vorlage zu, für die Bereitstellung von Mitteln zur Beschaffung von Arbeits - gelegenheil insgesamt Mk. 1 127 280.— zu genehmigen. Die Regierung kündigte weiter noch die Vorlagen an, in denen für die Erweiterung des Amtsgerichtsgebäu- des in Offenbach 228 000 Mark, filr den N e U b a u eines mineralogischen chnstituts inGie- tz e n 316 000 Mk. und für den Bau einer H o f b i b- l i o k h e kmit Staatsarchiv,Md Denkmalsarchiv 1 150 000 Mark angefordert werden. " Die heffische Handwerkskammer weift daraus hin, datz am Donnerstag, den 17. Dezember, in Berlin ein« Sitzung des neck gegründeten „Kriegskeder- AUsrüftungsverbändes" stattfindet. Hierbei wird auch über die Aufnahme von Mitgliedern beschlossen. Vor kurzem hat die Handwerkskammer auf diese Neugrllndung unter näherer Angabe der Voraussetzmrg der Mitgliedschaft aufmerksam gemacht. Es sei daher hier nur bemerkt, datz Mitglied des Verbandes jeder selb - ständige Betrieb werden kaffn, der LederauShüstungs - stücke herftellt, ferner jede Sattleyinnuüg, Werkgenossenschaft, sowie jede vom Handweck gebildete Einrichtung, die Handwerksbetriebe dey genannten Art veckritt. Der Beitritt zu dem Verbände wird nochmals empfohlen, da hierdurch die Zuweisung von Aufträgen gesichert wird. " Hessisch- Handwerkskammer. Nach einer Verfügung Königl. Kriegsministeriums sollen Angebot? auf Heereslieferungen, von solchen Bewerbern!, die der Heeresverwaltung aus bisherigen Geschäftsverbindungen noch nicht bekannt sind, mit dann berücksichtigt werden, wenn ein Zeugnis der zuständigen Handelskammer oder Handwerkskammer darüber vorliegt, datz der Arrbietcr zuverlässig und leistungsfähig ist und dem Geschäftszweige angehöck, aus dem er Waren an- bielet. Die hessische Handweckskammer ersucht, d i e schriftlich einzureichenden Angebote, die a u f b e - stimmte Waren und an b e st i m m 1 e Adressen zu lauten haben, an sie einzusenden. Bon hier aus werden sodann die Angebote und Zeugnisse an die Militärbehörden weitergeleitet, bei der der Antragsteller anzubieten wünscht. Es wird -laut einer Minifterialoer - fügung als sehr wünschenswert bezeichnet, für den Winter Wagen für l a n d w i rt s ch a f t l ich e Zope ck« in erheblich grötzerer Anzahl und mit möglichster Beschleunigung herzustellen. Mit Rücksicht auf militärisch« Bedürfnisse sollen diese Wagen nicht weniger als 4 Meter Kaslenlänge haben. Die Handwerkskammer wandte sich an Korporationen und Einzelmeister des Wagner - und Schmiedegewerbes und machte auf diese Arbeitsge- leoenheit aufmecksam. Ebenso wurde mit den zuständigen Behörden und der Landwickschaftskammer in Ver- bindung getreten im Interesse der genannten Handwecks- zweige. Es steht zu hoffen, datz durch diese Anregung für die Winterszeit Arbeitsgelegenheit geschaffen wird, und auch diese Betriebe in der Lage sind, in schwerer Zeit sich zu halten. n G i e h e n. ' Rektor Ludwig Sch aa f, der am 8. Dezember einem Schlaganfall im Alter von 70 Jahren erlegen ist, hat über ein Menschenalter in Eietzen gewirkt. Er war geboren am 22. August 1845 zu Köddingen. n E i e tz e n. Die Hess. Tapferkeits-Medaille erhielten der Oberlehrer am hiesigen Realgymnasium Prof. Dr. Schmoll, Leutnant der Reserve im Inf.-Regt. 118 und Reservist Gefreiter Karl Schnatz e l hier, Jnf.-Regt. 116. — Das GietzenerMi s teinig üngsamt, das seit dem 3. September in Wirksamkeit ist, hat sich ausgezeichnet bewähck. Bisher sind unter dem Vorsitz des Oberbürgermeisters 40 Fälle von Mietsstreitiykeiten vor dem Einigungsamt durch Vergleich erledigt. Nur in einem einzigen Fall haben die Packeien das Gericht angerufen. n E i e tz e n. 14. Dez. Der Kontrolleur der Städtischen Stratzenbabn zurzeit Kom.-Feldwebel im Land- webv-Jnf.-Reat. Nr. 116, Heinrich Kr « U t e r, erhielt das Eiserne K r e Uz. ! Frankfurt a. M., 14. Dez. Ter frühere Direktor der „Frankfurter Zeitung", Theodor C ü r 1 i, ist in Thun an Herzlähmung gestorben. s Darm st ad t. Der zu Ehren des Zaren auf der Künstlerkolonie befindliche „Nikolaiweg" hat dieser Tage den Namen „H i n d e n b u r g st r a tz e" erhalten. tkeder l Milliarden mark Gold in der Reichsbank! Von berufener Seite wird uns geschrieben: Dank der in diesen schweren Tagen überwältigend grotzackig zutage tretenden Vaterlandsliebe und dem durch die Presse so nachhaltig geförderten Interesse der gesamten Bevölkerung an der Entwickelung unserer wickschastlichen Kräfte hat der Goldbestand der Reichsbank laut ihrem Ausweise vom 5. Dezember zum erstenmal seit Bestehen der Reichsbank die zweite Milliarde überschritten. Was sagen uns diese zwei Milliarden Mack Gold? Sie sagen uns ein Zehnfaches. Zum ersten. Der Goldbestand der Reichsbank der vor Jahresfrist noch nichi 1% Milliarden Mack be^ trug, hat heute schon eine Höhe erreicht, wie sie in sorglosen Tagen niemals auch nuy im entferntesten erreicht worden ist und erhofft werden konnte. Z U m zweiten. Unsere Reichsbank vermag dafür, datz ihr diese Summe Goldes in die Hand gegeben ward, über 6 Milliarden Mack Reichsbanknoten auszngcben, in Höhe dieses Betrages unserem wick - schastlichen Leben durch Ankauf von Wechseln finanzielle Hilfe zu leisten, auf solche Weise den grötzten Teil der deutschen Unternehmungen vor einschneidenden geldlichen Schwierigkeiten zu bewahren und eine gewaltige Zahl von Arbeitnehmern vor dem Brotloswerden zu schützen. Zu m^d ritten. Dank dieser finanziellen Wehr jrnd zum Ingrimm der feindlichen und zum Staunen der neutralen Mächte alle Voraussagungen, Deutschland werde schon nach kurzer Zeit wirtschaftlich zusammenbrechen und sich den schmählichen Forderungen seiner Gegner fügen müssen, kläglich zunichte geworden. Z u m v i e r t e n. In dem gegenwärtigen Ringen auf Tod und Leben, durch das England den deutschen Handel zerschlagen, die deutsche Industrie vernichten, die deutsche Bevölkerung dem Hungertode weihen will, ist der Sieg auf wirtschaftlichem Gebiete von der gleichen Wichtsgkeit, wie der Sieg auf dem Schlachtfelde. Zum fünften. Wie ein jeder Tagesbericht unserer unübertrefflichen Heeresleitung ein Zeichen militärischer Macht uüd Stärke ist, so gibt jeder Wochenbericht unserer Reichsbank der Welt Kunde von Deutschlands finanzieller Macht und Kraft. Zum s « ch st e n. Während selbst die gröhte aller ausländischen Banken, die Bank von England, zup Aufrechterkaltung des heimischen Wirtschaftslebens Gold aus den Kolonien, aus den Vereinigten Staaten von Nordamerika, aus Frankreich, aus Rutzland, kurz aus aller Herren Länder zusammenscharren muhte, hat das deutsche Volk aus eigener Kraft von Woche zu Woche den Goldschatz unserer Reichsbank sock und sock gesteigert. Zum siebenten. Als sich die Grenzen der deutschen Lande schlossen, öffneten sich die Herzen Und mit ihnen die Geldbeutel der deutschen Bevölkerung. Die Vaterlairdsliebe ward zum Schlüssel, der auch die sorg- samst verwahrten Truhen aufspringen lietz. Ein jeder, der sein Gold der Reichsbank zum Ilmwechseln brachte, trug nickt nur völlig gleichwertige Reichsbanknoten in der Brieftasche heim, sondern dazu auch noch das stolze Gefühl im Herzen : „Die goldene Wehr des Vaterlandes, sie ist auch mein Werk". Zum achten. Niemand sollte denken: Was kann Dein Goldstück Helsen ? Nur dadurch, datz Goldstück zu Goldstück kam, vermochte sich die Eolddecke der Reichs - bank machtvoll und immer machtvoller zu dehnen. 2 MUliarden Black Gold in den Kellern der Reichsbank: Das einzelne Goldstück hat dies getan! Zum neunten. Jeder deutsche Mann, jede deutsche Frau sage ich: „Hätte ich eine Waffe, sei es ein Schweck, sei es «in Gewehr oder dergleichen und das Vaterland bedürfte dieser Waffe, vergüte mir obendrein noch den vollen Weck, ich aber würde die Waffe in Verblendung heimlich verstecken, sie also dem Vater- lande zu seinem Schutze verweigern, dann wäye ich nicht weck, «in Deutscher zu sein". Im wickschastlichen Kampfe ist Gold Schwert , und Schild zugleich, darnach handele ein jeder! Zum zehnten. „Heber 2 Milliarden Mack in Gold!" Ein« gewaltige Summe und doch nur «in Teilbetrag der in Deutschland vorhandenen Goldmünzen. Mehr als 5 Milliarden Mack Gold find zU deutschen Münzen ausgeprägt worden. Ungeheuer glotz ist daher die Summe gemünzten Goldes, die in der Jetztzeit noch überstüffigerweise von Hand zu Hand läuft oder unnütz im Kasten ruht. Du, Leser, bist der Mann, mitzUhel- sen, datz sich die deutsche wickschastliche Rüstung immer mächtiger gestalte. Welchem Stande Du auch angehören mögest, erkenne, datz es eine fürwahr heilige Pflicht ist, in dieser Zeit der Anspannung aller Kräfte das Gold zu sammeln, um es der Reichsbank zu bckngen, wo allein es nutzbckngend wickt und dem Vaterlande dienstbar gemacht wird. Darum: Zur Reichsbank mit dem Golde! Man gebe dem Vaterlande, was des Vaterlandes ist! Die grotze Zeit duldet kein kleinlich denkendes Geschlecht! Sämtlich« Postonstalten im Deutschen Reiche sind verpflichtet, Goldmünzen in Papiergeld umzuwechseln uüd an die Reichsbank abzuliefern. VeraMwocklich: A l b i n Klein, Eietzen. Billige, gute Nahrungsmittel werden in jeder Familie gebraucht. Dazu gehören: Oetker-Puddings aus Dr. Metker's Puddingpulvern . . . . zu 10 Pfg. 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Juni 1851 ordne ich hiermit au: Das Zustecken von Etzrvareu oder anderer Sachen an Kriegsgefangene, das unbefugte Verkaufen, Vertauschen oder Verschenken von Sachen an Kriegsgefangene und das unbefugte Einbringen von Sachen in ein Kriegsgefangenenlager ist verboten. Zuwiderhandlungen gegen diese Verordnung werden nach § 9 des vorgenannten Gesetzes mit Eefänq - nis bis zu einem Jahre bestraft. Der kommandierende General: F r h r. v. E a l l, General der Infanterie. Was wissen Sie von der neuen Waschmethode? Versuchen Sie Persil und Sie brauchen nie mehr ein anderes Waschmittel, denn Sie stehen sich besser mit Persil und sparen viel Rerger, Zeit, Arbeit und Geld! eingetroffen. Druckerei Albin Klein, Seltersweg 83. liessener Zeitung. Papierhandlung. Giessener Zeitung.