6ezagro«t» 25 pfg. monatlich mrrtttWtaiKfi TO *%., »oraurzablbar, frei in« Hau». *b*tb»lt in uticm 8^ppbttinn ober im den Zwtig- nmSqabrstellem wta t ä ß &H ä) 80 P(g. — Erichcint Mittwoch« und G umtSt agS. — Redaktion: Selter«, weg 88. — UM «mchrwahrung oder Rücksendung nicht v eriun gt er Mmotskripte wird nicht garantiert. « «erlog der „«Mch—rr Zeitung" «. «. b. ». Gkp»ch»>ch0Gr ItUMIOtl 85 anzeigenpreir 15 pfg. Mt 44 mm breite Pe44rg«ile ittr Auswärts 30 Pfg. Die 90 mm breite R ekla rne . Zeile 50 Pienntg Extrabeilagen werden nach Gewicht und Gröste berechnet. Rabatt kommt bei Nebersidreitung deS Zabtuna«- - V . ziele« 180 Taget, bei aerichtlicher Beitreibung oder bei - Kontur« in Wegfall. Plavvorichrifte« oyneBerbindlichkeit. Druck der Gicstcncr BerlaoSdruckcrei, Llibin Klein. Nr. 83. Dienstag, den 24. November 1914. Telephon Nr. 862 . 26 . Jahrg. Gute Fortschritte auf allen Kriegsschauplätzen. Die österreichischen Truppen machten 15000 Gefangene. — Die Türken schlugen die Engländer. 100000 Buren stehen nnter Dewets Oberbefehl. Amtliche Tagesberichte. WTB. Trotzes Hauptquartier, 19. Rov. (Amtlich.) Gencratqualtiermeister Generalmajor von Boigt-Rhetz ist in der Nacht vom 18. zum 19. November unerwartet einem Herzschläge erlegen. Sein Nachfolger ist noch nicht bestimm!. WTB. Trotzes Hauptquartier, 19-Nov. vormittags. In W « st s l a fri b e i n und in Nord - frankreich ist die Lage u-noeländert. — Ein deutsches FlUgzeuggeschwader zwang ans einem Eitundungssülkge zwei feindliche Kampfflugzeuge zum Landen und brachte ein feindliches zum Absturz; von Miseren Flugzeugen wird eins vermitzl. — Ein heftiger französischer Angriff in Gegend S e r v o n am West- randc der A r g o n n e n wurde unter schweren Verlusten für die Franzosen zurückgeschlagen. Unsere Vei> lnste waren gering. — Ans dem ö st l i ch e n Kriegs - schonplatze sind die erneut eingeleiteten Kämpfe noch im Gange. Oberste Heeresleitung, s WTB. Trotzes Hauptquartier, 20. Nov. oormittags. In Westslandern und in N o r d - s r a n k r e i ch keine wesentlichen Aenderungen. Der ausgeweichte, halbgefrorene Boden und Schneesturm bereiteten unseren Bewegungen Schwierigkeiten. Ein französischer Angriff bei Combres, südlich Verdun, wurde ab- gewiesen. An der Grenze O st p r e N tz e n s ist die Lage unverändert. Oestlich der Seenplatte bemächtigten sich die Russen eines unbesetzten Feldwerkes und der darin stehenden alten unbeweglichen Geschütze. Die über M l a w a und L i p n o zurückgegangenen Teile des Feindes setzten ihren Rückzug fort. Südlich P l o z k schritt unser Angriff fort. In den Käm - pfen um Lodz und östlich E z e n st o ch a u ist noch keine Entscheidung gefallen. Die ober st e Heeresleitung. WTB. Trotzes H a u p t q u a r t i e r, 23. Nov. vormittags. Die Kämpfe bei N e u p o r t u. 2) p e r n dauern fort. Ein kleines englisches Geschwader, das sich zweimal der Küste näherte, wurde durch unsere Artillerie vertrieben. Das Feuer der englischen Marinegeschütze blieb erfolglos. — Im Argon- nenwalde gewinnen! wir Schritt für Schritt Boden. Ein Schützengraben nach dem andern, ein Stützpunkt nach dem andern wird den Franzosen entrissen. Täglich wird eine Anzahl Gefangener gemacht. — Eine gewaltsame Erkundung gegen unsere Stellungen östlich der Mosel wurde durch unseren Gegenangriff verhindert. In Ostpreußen ist die Lage unverändert. In Polen schiebt das Auftreten neuer russischer Kräfte aus Richtung Warschau die Entscheidung noch hinaus. In Gegend östlich Ezen st ochau und nordöstlich Krakau wurden die Angriffe der Verbündeten Truppen fortgesetzt. Ober st c Heeresleitung. « » » WTB. Berlin, 19. Nov. Am 17. November haben Teile unserer Ostsee-Slreitkräste die Einfahrten des Libauer Hafens durch versenkte Schisse gesperrt und die militärisch wichtigen Anlagen beschossen. Torpedoboote, die in den Innenhasen eindrangen, stellten fest, datz feindliche Schiffe nicht im Hasen waren. Der stellvertretende Chef des Admiralstabes: gez.: B e h n ck e. WTB. Wien, 19. Nov. Die Schlacht in Russisch-Polen nimmt einen günstigen Fortgang. Nach den bisherigen Meldungen machten unsere Truppen 7 0 0 0 Gefangene und erbeuteten 18 Maschinengewehre und auch mehrere Geschütze. Der Stellverlrcter des Chefs des Eeueralftabs: von H ö s e r, Generalmajor. WTB. Wien, 22. Nov. Amtlich wird verlaut - ! bart: 32. November mittags: Die Verbündeten ! setzen ihren Angriff in Russisch-Polen energisch und erfolgreich fort. Unser südlicher Schlachfflügel erreichte den Szreniawa-Abschnitt. Vereinzelte Vorstötze des Feindes wurden abgewiesen. Bisher machten die K. K. Truppen über 15000 Gefangene. Die Entscheidung ist noch nicht gefallen. Auch westlich des Dinajes und in den Karpathen sind größere Kämpfe im Gange. Der Stellvertreter des Chefs des Eeneralstabes: von H ö s e r, Generalmajor. » WTB. Wien, 23. Nov. (Nichtamtlich.) AUrtlich wird vcrlautbart: 23. Nov. mittags: In Rufsisch-Polen ist noch keine Entscheidung gefallen. Die Verbündeten setzten ihre Angriffe östlich gegen Ezenstochau und nördlich Krakau fort. Bei der Eroberung des Ortes Pilica machten unsere Truppen gestern 2400 Gefangene. Das Feuer unserer schweren Artillerie ist von mächtiger Wirkung. — Die über den unteren Dunajec vorgegan- gcnen russischen Kräfte konnten nicht durchdringen. Die Kriegslage brachte es mit sich, datz wir einzelne Karpathenpässe dem Feinde vorübergehend überließen. Am 20. November drängte ein A u s s a I l aus Przemysl die Einschlietzungstruppen vor der West- und Südwestsront der Festung weit zurück. Der Gegner hält sich nunmehr außer Geschützerlrag. Der Stellvertreter des Chefs des Generatstabes: von Hoeser, Generalmajor. Generalmajor Keim; Provinz N a m u r: General - major Ritter von Longchamps-Berier; Pro - vinz Brabant: Generalleutnant Gras von Rödern; Provinz O st f l a n d e r n: Generalmajor von Manteusfel; Provinz Hennegaur Generalmajor von Gladis; Provinz W e st f l a n d e r n: Generalleutnant v. K r a m st a; Provinz Antwerpen: Generalleutnant v. Weller. Reichstagsabgeordneter Bassennann ist, wie schon gemeldet, Adjutant des Generalleutnants v. Weller. Englische Truppentransporte im Kanal eingestellt. DT. Rotterdam, 17. Nov. Die englischen Truppentransporte über den Kanal wurden wegen des Auflauchens der deutschen Unterseeboote eingestellt. Die Transporte werden über Irland geleitet. Der Londoner Korrespondent der italienischen „Ea- zetta del popolo" schreibt: Der Zufluß von Rekruten in England gehe jetzt derart zurück, daß eine Reihe von Werbebureaus überflüssig wurde. DT. Paris, 18. Rov. Das „Echo de Paris" berechnet die bisherigen Kriegsausgaben Frankreichs auf 5% Milliarden Franken. Bom Krieg im Osten. Kopenhagen, 23. Rov. (Ctr. Bin.) Die Ko- penhagener Presse läßt sich aus Petersburg melden, daß die russische Heeresleitung den strategischen Rückzug aus die Warschauer Verteidigungsstellung angeordnet habe. Die russischen Zeitungen bringen bis heute kein Wort von den letzten Niederlagen in Ostpreußen und Polen. Wien, 21. Nov. Nach privaten Meldungen der „Voss. Ztg." aus Galizien steht die Schlacht im Osten außerordentlich g ü n st i g. Die Rückzugsbewegung der Russen in Galizien schreitet fort. (Ctr. Bin.) Bom Krieg im Westen. Englischer Flieger über Fricdrichshascn. Samstag mittag lag eine kurze Nachricht übereinen erfolglofen Abschlag englischer Flieger aus die Luftschiffwerst in Friedrichshafen vor. Diese Meldung wird nun durch folgende Telegramme ergänzt: WTB. Friedrichshasen, 21. Nov. Heute mittag gegen 1 Uhr erschienen zwei englische Flugzeuge über der Stadt und versuchten, einen Angriff auf die Lustschiffwerst auszuführeu. Einer der Flieger, der in 400 Meter Höhe über der Halle kreiste, konnte alsbald von dem Ballonabwehrkommando mit Schrapnell- und Mafchinengewehrfeuer herabgeschossen werden. Dem anderen Flieger gelang es, zu entkom - men. Der Insasse des hcrabgcschossenen Flugzeuges ist ein englischer Marineoffizier. Er wurde schwer verletzt ins Krankenhaus geschafft. Die Einlagen des Luftschiffbaues find unbeschädigt geblieben. Durch die Bombenwürfe des heruntergeschoffeuen Fliegers wurde ein 21 Jahre aller, aus der Schweiz gebürtiger Schneider-Geselle namens Wiedmann ans der Stelle getötet. Zwei Frauen wurden schwer verletzt, eine am Kopf und an der Achsel, der anderen wurde der linke Unterarm weg- gerissen. Tonische Miliiärvcrwalinng in Belgien. Wie der „Tägl. Rundschau'' gemeldet wird, sind für das Generalgouvernement Belgien „zur Durchführung d-o deutschen Herrschaft und Verwaltung" folgende Mi- litärgorwerneure ernannt: Für die Provinz Lüttich: Generalleutnant Gras v. Sch ulen bürg; Provinz LuremdUrg: Kgl. Bayer. GeneralleutnaM Hurt; Provinz Limburg: Berlin, 18. Nov. Ein gestern in T h o r n autz- gegebener Armeebefehl des Generalobersten von Hindenburg besagt laut „Bert. Tagebl.": Seine Majestät haben auf meine gestrige telegraphische Meid - ung folgendes Allerhöchst geantwortet: Generaloberst von Hindenburg! Für den schon gestern und heute erreichten schönen Erfolg der von Ihnen geleiteten Operationen spende ich Ihnen in höchster Freude meinen kaiserlichen Dank. Auch Ihres Generalstabschess und Ihrer anderen Mitarbeiter' im Stabe gedenke ich mit höchster Anerkennung. Ihren braven, nie versagenden Truppen entbieten Sie ebenfalls meine Grüße und Dank für die unübertrefflichen Leistungen in Marsch und Gefecht. — Meine besten Wünsche begleiten Sie für die kommen - den Tage. Wilhelm, I. R. Diese Allerhöchste Anerkennung soll uns ein Sporn sein, auch fernerhin unsere Pflicht zu tun. Der Oberbefehlshaber im Osten. von Hindenbur q.“ Tie Serben auf vollem Rückzug. Nach Meldungen aus Sofia ist die serbische Regierung im Begriff, wegen des Vordringens der österreich- ungarischen Truppen in Serbien den Regierungssitz nach lleskueb in Mazedonien zu verlegen. Rach anderen Berichten Tin. mehrere 1000 Russen, Offiziere und Mannschaften, in Serbien eingetroffen. B u d a p c st, 19. Rov. (Ctr. Bin.) Wie der „Az Est" meldet, ist O b r e n o w a I s ck, der zeitweilige Sitz des serbischen! Hauptquartiers, von den Oester- reichern mit dem Baionctt genommen worden. Dem italienischen „Messagero" wird aus Risch belichtet: Die serbischen Truppen sind erschöpft., « die Waffen verbraucht und dazu wird der Munitionsmangel immer empfindlicher. Man hoffte, italienische Stahlwerke zur Lieferung von Granaten bestimmen zu können, aber die nach Brescia, Ferni und Neapel entsandten Offiziere kehlten unverrichteter Dinge zurück, da die Fabrikanten für das Kontrc'oande-Eeschäft nicht zu gewinnen waren. Aehnlich erging es einigen Kommissaren, die große Mehleivkäufe besorgen sollten. Sie fanden angeblich überall verschlossene Türen. (Ctr. Bln.) Türkische Kriegsmeldmrgerr. DT. K o n st a n t i n o p e l, 17. Nov. Aus Beirut, Jaffa, Haifa, Jerusalem und besonders aus Damaskus liegen Drahtmeldungen über begeisterte Kundgebungen der Bevölkerung aus Anlaß der Verkündig - ung des Heiligen Krieges vor. WTB. K o n st a n t i n o p e l, 19. Nov. Amtlicher Bericht des Hauptquartiers: Seit zwei Tagen greift unsey Heer mit Macht das russische Heer an, das seine Stellung in der Linie Azab- Zazak-Khahab in der Umgebung der Grenze eingenommen hat. Mit der Hilfe Gottes eroberte unser Heer durch einen Bajonettangriff die Höhen in der Umgebung von Azab, die der Feind außerordentlich stark be- festigt hatte. Der Kampfs der heftig ist, nimmt für uns einen f;f)r günstigen Verlauf. Unsere in Richtung Datum vorrllckenden Gruppen brachten dem Feinde ein« weitere große Nieder - läge bei und besetzten die Stellungen von Zavotlar und Koura. Sie erbeuteten bei Zavotlar eine ruffische Fahne, machten 6 Offiziere, darunter einen Oberstleutnant und einen ^Hauptmann von den Kosaken, sowie mehr als 100 Soldaten zu Gefangenen. Sie eroberten 4 Kanonen, ein Automobil, eine Menge Pferde und viel Lebensmittel. Die russischen Verluste sind groß. Der Rest rettete sich in ordnungsloser Flucht in der Richtung Datum. Unsere Truppen, die in A s e r b e i d s ch a n vor- rückten, hatten am 16. November ein Gefecht mit einer starken russischen Abteilung in der Nähe von Salmas. Die Russen wurden geschlagen und verloren an Toten 2 Offiziere und 100 Mann. Die Häupter der persischen Stämme, die bis jetzt zu den Nüssen gehalten haben, haben sich samt ihren Stämmen mit unseren Truppen vereinigt. WTB. K o n st a n t i n o p e l, 19. Nov. Mitteilung des Hauptquärtiers: In den Kämpfen bei Kö- p r i k ö i nahmen die türkischen Truppen den geschla - genen Russen außer den bereits gemeldeten noch sünf Maschinengewehre ab. Kampf am Schatt-el-Arab ist sestgeslelll, daß die Eng - länder 750 Tote und ungefähr 1000 Verwundete hatten. vom außereuropäischen Kriegsschauplatz. A in st e r d a m, 23. Nov. (Ctr. Bln.) Nach Meldungen autz Durban (Natal) besorgt die englische Regierung einen Angriff der Buren aus Bloemsontein, in dessen Umgebung 3000 Buren versammelt sind, während zur Verteidigung nur 500 Mann Regierungs - truppen vorhanden sind. Nach Privatbriefen holländischer Handelshäuser stehen fast 100 000 Buren unter dem Oberbefehl Dewets. allerlei Kriegsnachrichten. MTV. Berlin, 21. Nov. Prinz August Wilhelm erlitt bei einem Automobilunfall auf einer dienstlichen Fahrt einen komplizierten Unterschenkelbruch und eine Kieferkontusion. Wilhelmshaven, 20. Nov. Gleichzeitig mit dem Grafen S p e e ist auch dem verdienstvollen Kommandanten des kleinen Kreuzers „Karlsruhe", Fregattenkapitän Köhler, das Eiserne Kreuz 1. Klasse verliehen worden. ' Berlin. 23. Nov. (Ctr. Bln.) Der Bunde s ra t hat heute eine Verordnung angenommen, die den Aufkauf von Reichs-Goldmünzen verhindern soll. * Telegramme und telegraphische P o st a n w e i s u n g e n dürfen weder von Kriegsgefangenen noch an solche abgesandt werden. $udä mä Disd. Leib Dragoner Regiment Nr. 24. Es sind der Ersatz-Eskadron von so vielen Seiten Liebesgaben für das mobile Regiment zugegangen, daß sie auf diesem Wege allen gütigen Spendern im Namen der Kameraden in der Front herzlichsten Dank sagen möchte. Für das Weihnachtsfest übernimmt die Ersatz-Eskadron die Beförderung weiterer Gaben, auch privater Art, und kann deren sichere und rechtzeitige Ankunft gewährleistet werden, da die Gaben dem Regiment direkt zutzeführt werden. Alle Sachen und Pakete müssen, rechtzeitiger Beförderung wegen, bis spätestens 6. Dezember in dem Besitze der Eskadron sein. Bitte Sendungen per Post oder Bahn an die Ersatz-Eskadron Leib-Dragoner-Regiment Nr. 24 in> Dar m- st a d t oder persönliche Ablieferung in der Kaserne Holzhofallee Nr. 25 Geschäftszimmer. WTB. Konstantinopel, 19. Nov. Der heutige Bericht des Hauptquartiers besagt: Auf den Kriegsschauplätzen werden die Kämpfe sort- gesetzt. Unsere Truppen an der ägyptischen Grenze besetzten Kalatulnahl (?), das 120 Kilometer jenseits der Grenze liegt, und hißten dort die türkische Fahne. Unsere Truppen, die durch Lasislan nach Rutzlanh eindrangen, schlugen mit Gottes Hilfe die Russen nach heftigem Kampfe und fügten dem Feinde gqoße Verluste zu. Unsere Truppen machten 100 Gefangene und erbeuteten 2 Gebirgsgeschütze. WTB. K o n st a n t i n o p e l, 19. Nov. Das türkische Hauptqutzrtier meldet: Unsere Flotte, die auSge- lausen war, um nach der russischen Schwarzen Meer- Flotte, welche Trapezuut beschossen hatte, zu suchen, traf diese auf deü Höhe von Sewastopol. Die feindliche Flotte bestand aus 2 Schlachtschiffen und Hilfskreuzern. In dem Kampfe, der sich entwickelte, wurde ein russisches Schlachtschiff ernstlich beschädigt; die übrigen russischen Schiffe ergriffen, von unseren Kriegsschiffen verfolgt, die Flucht in der Richtung auf Sebastopol. WTB. K o n st a n t i n o p e I, 22. Novbr. Das Hauptquartier teilt amtlich mit: Die türkischen Tmppen sind' am Suez-Kanal eingetroffen. In einem Treffen bei K a n t a y a wurden die Engländer geschlagen und ergriffen unter starken Verlusten die Flucht. WTB. K o n st a n t i n o p e l, 22. Nov. Ausführ- lichere Meldung aus dem Hauptquartier: Mit Gottes Hilfe sind unsere Truppen am Suczkanal angclangt. In dem Kampfe, der zwischen Katasa und K e r t e b e, beide 30 Kilometer östlich vom Kanal und bei K a n - Iota am Kanal selbst stattsand, sind der englische Haüptmann Wilson, ein Leutnant und viele Soldaten gefallen und sebr viele Soldaten verwundet worden. Wir haben ziemlich viele Gefangene gemacht. Die englischen Truppen haben sich in regelloser Flucht zurückgezogen.' Englische Kameelreiter, die sich auf Vorposten befanden und Gendarmen, die bisher in englischen Diensten gestanden, ergaben sich unserer Armee. WTB. K o n st a n t i n o p e l, 22. Nov. Mitteil- ungung aus dem Großen Hauptquartier. Unsere Streit- kräfte, die aus Batum marschieren, haben die feindlichen Truppen völlig auf das andere Ufer des Flufles Tschuruk zurückgeworseiH Diese Gegend st e h t vollständig unter türkischer Verwaltung. Unsere Truppen, die auf A r t w i n vor.rücken, haben diesen Ort besetzt. — Nach Nachrichten über den n Gießen, 22. Nov. Im Hinblick auf die wachsende Bedeutung des veterinär-medizinischen Kollegiums an der hiesigen Universität wupde dieses in eine Fakultät umgewandelt. * Die Geschäftsräume des Eroßherzoglichen Hauptsteueramts Gießen bleiben am 25. November wegen der Feier des Geburtstages Seiner Kgl. Hoheit des Groß - Herzogs geschlossen. * Postdienst a n Groß Herzogs Geburtstag. Am 25. November findet eine zweimalige ByiesbestelluNg sowie eine einmalige Geld- und Paket- beslellung statt. Die Posischalter sind von 8—9 Uhr vormittags und von 11 vormittags bis \ l / z Uhr nachmittags geöffnet. * Hessische Handwerkskammer. Es ist erfreulich, Mitteilen zu können, daß zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit im Baugewerbe Verhandlungen mit der Eisendahndirektion dahin geführt haben, daß bereits in den nächsten Tagen eine große Zahl von Bauten aller Art, über den hessischen Kammerbezirk zerstreut, zur Ausschreibung gelangen. Bei den hierüber gepflpgenen Beratungen ist versichert worden, daß von jeglicher Vergebung an Eeneralunternehmer abgesehen und die Arbeiten soweit als irgend möglich direkt an die einzelnen Handwerkszweige gegeben werden sollen, auch werden die Lieferungstermine günstig sestgesetzt und soll breite Verteilung der Arbeiten stattfinden. Der Eisenbahndirektion erwächst hierdurch wesentlich mthr Arbeit, aber sie ist dem Wünsche der Handwerkskammer, den Handwerkern weitest entgegen zu kommen, in anerkennenswerter Weise bereitwilligst gefolgt. Für die Wintermonate wird hierdurch dem Baugewerbe, Meistern und Gesellen, willkommene Arbeitsgelegenheit verschafft. Zu wünschen wäre, daß diesem Beispiel auch die anderen maßgebenden Behörden folgten, um die wirtschaftliche Lage des Handwerks in dieser schweren Zeit vor Erschütterungen zu bewahren. ' Kriegssürsorge. Um den Kommunal - behörden die Fortführung öffentlicher Arbeiten zu ermöglichen und zur Auszahlung der Unterstützungen an die Familien der im Felde Stehenden hat die L a n - desversicherungsanstalt Großh. Hes- s e n den hessischen Kreisverwaltungen und einzelnen Gemeinden bisher etwa 5 Millionen Darlehn zur Verfügung gestellt. Zur Milderung der durch- den Krieg in Ostpreußen oentrsachtcn Notlage hat sie für Liebesgaben 2000 Mark bewilligt und der Landesversicher - ungsanftalt Elsaß-Lothringen zur Verstärkung ihrer Barmittel ein Darlehn von 500 000 Mk. überwiesen. ' Kriegsauskunftsstelle für Arbeiter- Und A n g e st e l l t e n v e r s i ch e r U n g bei der Landesversicherungsanstalt Groß-> herzogtu>-m Hessen. Die deutsche soziale Wer- I | sicherungsgesetzgebung hat in der gegenwärtigen Zeit für die Kriegsteilnehmer, ihre Angehörigen und Hinterbliebenen eine besondere Bedeutung gewonnen, und es liegt geradezu im nationalen Interesse, dafür zu sorgen, daß im einzelnen Fall die Berechtigten möglichst bald in den Genuß der ihnen gesetzlich zustehenden Bezüge gelangen oder diese ihnen doch sicheiUestellt werden. Da aber in den einzelnen Fällen nicht immer Klarheit über die Rechtslage besteht, da sich zudem unter den in Betracht kommenden Personen häufig Frauen befinden, die in Rechtssachen und im Verkehr mit den Behörden unerfahren sind, erscheint es zweckmäßig, auf dem Gebiet der Sozialversicherung für die Dauer des Krieges «ine besondere öffentliche Rechtsberatung zu schaffen. Der Vorstand der Landesversicherungsanstolt Großh. Hessen hat deshalb in seinem Verwaltungsgebäude in Daym- stadt, Wilhelminenftraße 34, eine Krkegsausstmftsstelle für Arbeiter- und Angestelltenversicherung eingerichtet und ist bereit, allen im Großherzogtum Heffen wohnenden Kriegsteilnehmern, sowie deren Angehörigen und Hinterbliebenen kostenlos mündlich und schrift - l i ch Auskunft in Angelegenheiten der Arbeitev-(Kran - ken-, Unfall-, Invaliden- und Hinterdliebenen-Verfichcr- ung) und Angestelltenversicherung zu erteilen. — Wir geben hiermit der Oeffentlichkeit von dieser Einrichtung Kenntnis und empfehlen den Interessenten ihre Benutzung. Schriftliche Anfragen wolle man an den Vorstand der Landesversicherungsanstalt Großh. Heffen in Darm- stadt, Wilhelminenftraße 34, lichten. * Hilfe und R a t für evangelische Ausländsdeutsche in Kriegszeiten. Der Evangelische Hauptvercin für deutsche Ansiedler u. Auswanderer in Witzenhaufen ist sofort nach der Mobil - machung in Kriegszustand versetzt worden. An Stelle der sonst vorwiegenden Auswandererberatung ist jetzt seine Vermittlung für verschollene Ausländsdeutsche und die Briefvermittelung ins Ausland in den Vordergrund getreten. Mit Hilse zahlreicher Vertrauensmänner in den neutralen Ländern hilft er allen denen, die über den Verbleib ihrer Angehörigen im Auslände im Ungewissen sind. Wer seine Angehörigen zu erreichen wünscht, möge sich vertrauensvoll an die Geschäftsstelle des Vereins in Witzenhaufen wenden. Di« unsicheren Postverhältniffe wegen empfiehlt es sich, gleichzeitig verschiedene Briese auf verschiedenen Wegen durch den Verein senden zu lassen. Die Briefe müssen offen und in deutscher Sprache abgesaßt sein. Sie dürfen nichts enthalten, was irgendwie mißdeutet werden kann, oder auf militärische Angelegenheiten Bezug nimmt. N.-B. * DerVorstand des Landesverbandes der Hausbesitzervereine im Großherzogtum Heffen hielt am 19. November in Offenbach eine Sitzung ab, wobei Mainz als Vorort vertreten war. Die Tagesordnung erstreckte sich auf das Thema: „Mietverhältnisse u. Hypothekennotlage während des Kriegszustandes". Es fand eine mehrstündige eingehende Besprechung statt und wurden die einzelnen Verbandsvorstände informiert, wie sie sich bei Schwierigkeiten in Mietverhüllnissen verhalten sollen, um eine einheitliche und für beide Teile zufriedenstellende praktische Behandlung solcher Vorkommnisse zu betätigen, um sie «intretenden Falles vermittelnd zum kostenfreien Austrage zu bringen. In diesem Sinne wird nun in den einzelnen Städten von den Geschäftsstellen der Verein« verfahren werde lmb ist bei deren sorglicher Leitung bestimmt zu erwarten, daß die weitaus größte Anzahl solcher Differenzen auf diese Weise beseitigt wird, wie das der äußerst starke Verkehr auf der Geschäftsstelle des Mainzer Verbandes beweist, auf der tagtäglich eine erhebliche Anzahl solcher Differenzen zum gütlichen, außergerichtlichen Austrage kommen. „ * Die Schuhpreise steigen? Infolge des Krieges und des damit einqetretenen äußerst grvßen Bedarfs an Leder für Militärzwecke aller Art und der durch den Krieg gänzlich unterbundenen Zufuhr aller Sorten Leder und Rohhäute aus anderen Ländern, auf. die der große deutsche Verbrauch angewiesen fit, ist eine außergewöhnliche Knappheit an Leder eingetreten, die zur Preissteigerung geführt hat, wie der Lederhandel sie niemals 'gekannt hat. Verschiedene Ledersorten sind jetzt um 25, 50, ja sogar schon um 150 Prozent gegen die früheren Preise gestiegen. In Fachkreisen rechnet man damit, daß Schuhwaren in kurzer Zeit je nach ihrer Art 3 bis 5 Mark das Paar mehr kosten als bisher. o B a d - N a u h e i m. Bis zum 31. Oktober besuchten unseren Badeort 26 982 Kurgäste; die Bäder - abgabe erreichte 344 491. ! M a i n z. Da die Zufuhr von Kartoffeln auf dem Wochenmarkte in der, letzten Zeit so gering war, daß viele Kaüfliebhaber keine Kartoffeln bekommen konnten, wird die Stadtverwaltung Mainz auf dem Wo- chenmarkt Kartoffeln im Kleinverkauf abgeben. Weihnachten im Feld. Von der Obersten Heeresleitung wird folgendes bekanntgegeben: Es darf angenommen werden, daß das W e i h n a ch t s f e st in Millionen von deutschen Herzen den Wunsch rege machen wird, den Verteidigern von Haus und Herd Zeichen der Liebe und Dankoarkeit zukommen zü lassen, daß sie auffrem- der Erde kämpfen, daß sie fern sind von ihren Lieben in der Heimat. Der Wunsch, die einem treuen Gedenken entsprungenen Liebesgaben bestimmten Personen zuzü- ühren, bestimmte Truppenteile oder Hceresverbände besonders zu bedenken, ist uM die Weihnachtszeit so begreiflich. daß zu seiner Verwirklichung alles geschehen soll, was von militärischer Seite möglich ist, freilich in der bestimmten Hoffnung, daß die Opserfyeudigkeit des deutschen Volkes auch d i e Verteidiger des gemeinsamen Vaterlandes nicht leer ausgehcn lassen will, deren keine treue Mutter »der Gattin, kein sorgender Vater oder Freund besonder,? gedenkt. Deshalb muh den Militärbehörden das Recht bewahrt bleiben, nach billigem Ermessen auszugleichen und Sendungen, deren Empfänger sich nicht mehr beim Feldheere befinden, zum Besten der Allgemeinheit zu verwenden. — Für die Zuführung der Weihnächtsliebcsgaben an die Front sind folgende Bestimmungen in Aussicht genommen: 1. Liebesgaben für Einzelne. a) Bis einschließlich 250 Gramm kann die Zusendung in Briefen durch die Feldpost jederzeit erfolgen das Porto beträgt von 50—250 Gramm 10 Pfg. Briefe von 250—500 Gramm (Porto 20 Pfg.) wer - den voraussichtlich im Dezember eine Woche lang zugelassen werden. b) Für Paketsendungen bis einschließlich 5 Kilogramm ist nicht die Feldpost zuständig, sondern sind militärische Vorkehrungen getroffen. Die heimatliche Post nimmt in der Zeit vom 23. bis 30. November solche Pakete an und befördert sie bis zu dem zuständigen militärischen Paketdcpot in der Heimat. Das Porto beträgt 25 Pfg. Bei den militärischen Paketdepols kann auch unmittelbar von den Absendern — portofrei — aufgegeben werden. Die Namen der militärischen Paketdepots werden bei sämtlichen Poslanslaltcn des Deutschen Reiches angeschlagen werden. Die Pakete werden von den militärischen Paketdepols geordnet und über die militärischen Sammelstationen an die Etappenhauptorte gesandt. Hier werden sie von den Etappenbehörden übernommen, verteilt und der Truppe zugesührt. Vorbedingung für die richtige Zustellung aller Briefe und Pakete ist die richtige Adresse. Alle Ange - hörigen des Heeres sind erneut angewiesen worden, ihre genaue Adresse nochmals ihren Angehörigen in der Heimat mitzuteilen. Es wird sich empfehlen, wenn Spender von Liebesgaben, die in den nächsten Tagen keine deranige Nachricht erhalten sollten, vor Aösendung bei den nächsten Angehörigen ihres Freundes Erkun - digungen einziehen. 2. Liebesgaben für bestimmte Truppenteile und Heeresverbände, sowie Liebesgaben für die Allgemeinheit. Die Zuführung dieser Liebesgaben erfolgt nur durch Vermittelung der Organisation der freiwilligen Krankenpflegen a) Liebesgaben in ganzen Waggonladungen sind bei der A b n a h m e st e l l e für freiwillige Gaden 1 (fiir Verwundete und Kranke) und 2 (für Gesunde) am Sitz des für den Wohnort de» Spenders zuständigen stellvertretenden Generalkommandos anzumelden. Die Namen der Abnahmeftellen werden bei sämtlichen Postanstalten des Deutschen Reiches angeschlagen werden. Die Abnahmeftellen geben dann den Anmeldern Nachricht, an welche militärisch« Sammelstation sie die Wagen zu senden haben. Von der militärischen Sam- melstation werden die Wagen auf den für den allge - meinen Nachschub bestimmten Bahnen den Etappenbehörden zuges^rt, die die Weiterbeförderung der Liebesgaben an me Truppen bewirken. Es ist erwünscht, wenn sich Personen zur Verfügung stellen, die diese Eisenbahnzüge von der Sammelstation nach dem Etap- penhauiptort geleiten, um zur Sicherheit der Zu - sührtung beizutragen. Wenn ce die Kriegslage erlaubt, kann ihnen von den Etappeninspektionen auch die Erlaubnis zur Begleitung vom Etappenhauptort nach vorne gegeben werden. Die Auswahl treffen die stellvertretenden Generalkommandos im Einvernehmen mit den örtlichen Territoriak-Delegierten aus der Zahl der Personen, die sich bei der Organisation der Liebesga - bentätigkeit besonders verdient gemacht haben. Die stellvertretenden Generalkommandos stellen auch die Geleilscheine von der Sammelstation bis zum Etappen - hauptort aus. Grundsätzlich mutz jedoch die Fahrt im Eisenbahnzug erfolgen, der die Liebesgaben vorfühlst, und grundsätzlich mutz die Fahrt in der sammelstation ■I»Brucbkidende nehmen oft ihr Leiden zu leicht Mein Bruchband ohne Jeder „ilxrrahcqucui", eigenes Fabrikat, Tag und Nacht tragbar, hat sich auch bei veralteten Fällen glänzend bewahrt. .Zahlreiche Zeugnisse. Leib- und Borsallbindcn, Geradehalter. Mein Vertreter ist mit Mustern anwesend in Giehrn. Donnerstag. 26. November. Hotel Schütz. 10—3 Uhr. Broehb.-Spez. 5. Bogtsch Erben, Stuttgart, Schwabstrasse No. 38 A. Lazarett-Bettstelle« nnd Zugfedermatratzen alles aus Winkreleisen, ferner Schondecken u. Auflegematratzen liefert als eigene Fabrikate billigst P. A. Rentrop, AR J i. W. angetreten werden. Fahrten in Kraftwagen werden für Ueberbringer und Geleiter von Liebesgaben in keinem Falle gestaltet. b) Liebesgaben in geringerer Menge als ganze Wagonladungen sind ausnahmslos bei den gleichen Abnahmestellen der freiroilligcn Krankenpflege a b z u l i e s e r n. Von dort gelangen sie an die Zuständigen Sammclstationen. Weiter wird mil ihnen wie unter a)- angegeben verfahren, auch hinsichtlich der Begleitung. Vorbedingung für die Versendung aller Liebesgaben ist, datz alle Absender sich genau an die Bestimmungen über Inhalt und Verpackung halten; Gegenstände, die raschem Verderben oder Zerbrechen ausgesetzt sind, keinesfalls abscndcn. Sie müssen sich vergegenwärtigen, datz vom Tage der Aufgabe bis zur Zustellung etwa 4 Wochen vergehen, datz guter Wille uni führende Liebe sich hart stoßen an der rauhen Wirklichkeit des Krieges! Ervtzes Hauptquartier, 13. Nov. 1914. Der Generalquartiermeister. Die Etappenkommandantur 3 Darmstadt macht daraus aufmerksam, datz Weihnachtssend - ungen für die Truppen nur bis zutn 30. November aufzugeben sind, da sonst keine Aussicht auf rechtzeitige Beförderung vorhanden ist. Auch mutz jedem Paket eine Begleitadresse beigegeben werden. Vas energische Vorgehen der Türken im Kaukasus, Aegypten und im Schwarzen Meere hat den Wunsch nach einer neuen übersichtlichen Karte vom türkischen Kriegsschauplatz wachgeyusen. — Der Beifall, den unsere beiden Karten vom östlichen und westlichen Kriegsschauplatz gefunden haben, hat uns daher veranlaßt,, in gleicher Ausstattung zum gleichen Preise auch eine Karte vom türkischen Kriegsschauplatz unseren Abonnenten zugänglich zu machen. Diese Karte ist soeben erschienen. Sie umfaht im Matzftabe vonp 1 zu 4 000 000 die Gebiet« von Odessa nördlich bis Suez südlich und vom Kaspischen Meer östlich bis zur Ost - lüfte Italiens westlich, enthält also außer der; europäischen und astatischen Türkei noch Griechenland, Albanien, Bulgarsen, Rumänien, Ungarn, Bosnien, Montenegro, Serbien. Südrutzland mit der Krim (den Kaukasus), Westperfien, Lybien und Aegypten. Außerdem ist eine Sonderkarte von Ober-Aegypten (mit dem Roten Meer) beigegeben. Auch enthält diese im Formate von 55:80 Zentimeter erschienene Karte etwa 100 Kriegsfähnchen der Türkei, OesterreickMngarn — Deutschland — Rußland — England — Frankreich und Serbien. Sie ist ebenso wie die Karten vom östlichen und westlichen Kriegsschauplatz in mehrfachem Farbendruck hergestellt. Die Beschriftung ist llar und gut lesbar, das ganze Kartenbild übersichtlich und schön. Der, Preis beträgt nur 40 Pfg. Wir sind überzeugt, daß unsere Karte vom türkischen Kriegsschauplätze unseren Abonnenten ebenso willkommen sein wird, wie unsere beiden Karten vom östlichen uUd westlichen Kriegsschauplatz, die in neuer Aufllaoe, mit wesentlichen Verbesserungen zü dem Preise von je 40 Pfg. ebenfalls noch in unserer Geschäftsstelle zü haben sind. — Auch unsere Boten nehmen Bestellungen aus unsere 3 Karten vom Kriegs - schauplabe (Frankreich, Belgien und England-westlich — Rußland. Oesterreich, Serbien-östlich und Türkei, Aegypten und Rußland-türkisch) ohne Preisäusschlag entgegen. Literarisches. ? Sobald Unsere Truppen englischen Boden betreten, wird ihnen zur leichten Verständigung mit der feindlichen Bevölkerung der soeben estänenene Deutsch'-- englische Soldaten- Sprachführer von Hauptmann S. Th. H a a s- m a n n wertvollste Dienste leisten. Ebenso wird unseren wackeren Soldaten in Polen der Deutsch-polnische Soldat« n-Sv r, achsührer von Hauiot- mann Haasmann außerordentlich willkommen sein. Von berrtsenller Seite bearbeitet, mit leichtiatzlicher Aussprache-Bezeichnung und praktischer, Aufschlage-Vorricht- ung versehen, sind die Bändchen für alle, die ohne begliche Kennlnis> fremder Sprachen sind, von gröhtem Nutzen. Der Preis beträgt nur 20 Pfg. Die Sprach - führer können durch unsere Buchhandlung, Seltersweg 83, bezogen werden. ? Der Gea Verlag, Berlin W. 35, läßt den bisher erschienenen Karten soeben eine „S p e z i a l k a r t e vom südöstlichen Kriegsschauplatz" im Mahstabe 1:1 250 000 folgen. Auch diese Karte ist von Professor W. Liebenow bearbeitet und zeigt in einer Grütze von 53:80 Zentimetern die Gebiete zwi - schen Breslau-Wien im Westen bis Berdiczew-Zitomirz im Osten und Prehburg im Süden bis zum Gouvernement Grodno im Norden. Die Karte läßt bei schönem, vielfarbigem Druck und einer außergewöhnlich reichen Beschriftung die Kämpfe der Deutschen und Oesterreicher gegen die Russen anschaulich versolgen. Einzelheiten wie Einzeichnungen der Sümpfe, sowie sarbige Wiedergabe . der Festungen erhöhen den Wert der Kaste. Der billige Preis von 50 Pfg. ermöglicht die Anschaffung jeder - mann. Unsere Soldaten wünschen u. a. auch Land - karten; den aus russischem Boden Kämpfenden sollte die handliche Kaste als Beigabe zu Liebesfcndungen zutze- sellt werden. ? „Durch Not Und To d". Schilderungen aus dem Weltkrieg 1914 unter Mitwistung von Hermann Frobenius j U n., gesammelt und bearbeitet von Hermann Frobenius, Preuh. Oberstleutnant a. D., Verlag von F. Tempsky in Wien, IV. Preis 1 M. In dem jetzt vorliegenden ersten Hefte sind h ö ch st interessant geschriebene Artikel enthalten über die eigenen Anschauungen vom westlichen und östlichen Kriegsschauplatz, die von festem deutschen Geist durchzogen sind. Airchüche Nachrichten. Gvaugrlische Grmeinde in Girhrn. Gottesdienst. In der Stadtkirche. Mittwoch, den 25. November, vormittags Um 10 Uhr: Vereinigter Zivil- und Militärgottesdienst zur Feier des Geburtstages Sr. Kgl. Hoheit des Grohher- Zvgs. Mittwoch, den 25. November, abends 8 Uhr: Kstegsbetstunde. Pfarrer Ausfeld. Freitag, den 27. November, abends % 6 Uhr: Vereinigung der konfirmierten weiblichen Jugend der Iohannesgemeinde. Nächstkünstigen Sonntag, den 29. November, als am 1. Advent, wird in beiden Kirchen «ine Kollekte für die durch den Krieg geschädigten Ostpreußen und Elsatz- Lcthstnger erhoben und im Hauptgottesdienst Beichte u. heiliges Abendmahl gehalten werden. Anmeldungen vorher bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten. Weitere Abendmahlsfeiern werden gehalten am 2. Advent für die Matthäus- und Lukasgemeinde und am 3. Advent für die Markus- und Iohannesgemeinde, jedesmal im Abendgottesdienst. Zu diesen Abcndmahls- feiern wirst besonders auH die konfirmieste Jugend eingeladen. _ Verantwortlich: AIbin Klein, Gießen. Betanutmackmug. Sämtliche, nicht mehr dienstpflichtige ehemalige ausgebildete Schirrmeister, welche bereit sind, sich zur Verwendung bei Train-Depots wieder zur Verfügung zu stellen, wollen sich u m- gehend, spätestens aber bis zum 2 7.No- v e m b e r 19 14, bei ihrem zuständigen Bezicksfeld - webel unter, Vorlage ihrer Militärpapicre melden. Gießen, den 23. Nov. 1914. Großh. Bezirkskommando. Naumann, Oberstleutnant und Bezirkskommandeur. Ingelheimer Rotwein ganz vorzügliche Qualität liefert in jedem Quantum P.C. Saalwächter Weinjjatsbesilater Xiedpr-IjurelhoiTn a.R Die Hauptagcntur einer deutsche» Bcrsicherungsge- sellschast ist mit bestehrn- dcm Inkasso zu vergeben. Hohe Bezüge werden gewährt. Vermittler werden ebenfalls angcstcllt. Offerten unter 0 8268 an Haasenstein & Vogler, A-G Frankfurt a M Zu Hause gemacht! Welche Freude machte und wieviel kann man sparen, wenn man im Haus Nadel und Schere richtig braucht. Man kann alles schneidern von der vornehmen Toilette bis zur Wäsche u. zum eint. 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