(«teilen er r«ge»tatt) v«;»gLyrrtr 25 Pf-, «onaüich < «err ettt tzr ttch « Vk», e--rau»,ahlbsr, frei tn» Ha»». Ar,eh»tl t» < #m t Zeiinng" ». ». b. t>. $elttt$®«g 85 anseiflenpcds 15 Pfg. die 44 mm breite P ettt^ei l e für AuSwürtS 90 Pfg. Die 90 mm breite Re »me-Zeile 60 Pfennig Extrabeilagen werben nach Gewicht und Gröhe ' berechnet. Rabatt koonn» bei ll^berfchreitung des Zahlung». ✓ ziele» (80 Lage), bei gerichtlicher Beitreibung oder bei , Kontur» tn Wegfall. Playvorfchrtsten ohneBerbtndltchkeit. Druck der Gietzener BerlagSdrnckerei, Albin (Nein. , Nr. 92. Donnerstag, den 19. November 1914. Telephon Nr. 363. 26. Jührg. Günstiger Fortgang im Osten und Westen. 28000 Russen gesaugeu, 8V russische Maschinengewehre erobert. Der Gouverneur von Warschau gesaugeu. Der Zusammenbruch Serbiens amtliche Tagesberichte. WTB. Großes Hauptquartier, 15. Nor>. (Amtlich.) Die Kämpfe auf dem rechten Flügel zeititz- len auch gestern, durch das Ungünstige Wetter beeinflußt, nur geringe Fortschritte. Bei dem mühsamen Vorarbeiten wurden einige Hundert Franzosen u>. Engländer gefangen genommen und 2 Maschinenge - wehre erbeutet. Im Argonnenwalde gelang es, einen starken französischen Stützpunkt zu sprengen Und im Sturm zu nehmen. Die Meldung der Franzosen, sie hätten eine deutsche Abteilung bei Coincourt südlich von Marsal in Unordnung gebracht, ist erfunden. Die Franzosen hatten vielmehr hier erhebliche Verluste, während wir keinen Mann verloren. WTB. Trotzes Hauptquartier, 16. Nov. (Amtlich.) Auf dem w e st l i ch e n Kriegsschauplatz war gestern die Tätigkeit beider Parteien infolge der herrschenden Stürme und Schneegestöber nur gering. In Flandern schritten unsere Angriffe langsam vor - wärts. Im Argonner Walde errangen wir jedoch einige grötzere Erfolge. Die Kämpfe im O st e n dauern an. Gestern warfen unsere in OstpreUtzen kämpfenden Truppen sen Feind in der Gegend südlich von Stallupönen. Die in Westprcuhen operierenden Truppen wehrten bei S o l- d a U den Anmarsch russischer Kräfte erfolgreich ab und warfen am rechten Weichsel-User den Vormarsch starker russischer Kräfte in einem siegreichen Gefecht bei L i p n o auf Plozk zurück. In diesen Kämpfen wur - den bis gestern 5000 Gefangene gemacht Und 10 Maschinengewehre genommen. In den seit einigen Tagen in Fortsetzung des Erfolges bei W l o z l a w e z stattgehabten Kämpfen fiel die Entscheidung. Mehrere uns entgegengetretene russische Armeekorps wurden bis über K u t n o zurückge - warfen. Sie verloren nach den Feststellungen 23000 Mann an Gefangenen, mindestens 70 Maschinengewehre und Geschütze, deren Zahl noch nicht seststeht. Oberste Heeresleitung. WTB. Trotzes H a u p 1 q u a r t i e r, 18. Nov. vormittags. (Amtl. Telegr.) Die Kämpfe in W e st - s l a n d « r n dauern fort,, die Lage ist im wesentlichen unverändert. Im Argonnerwalde wurden unsere A n- griffe erfolgreich vorgetragen. Fyanzö - fische Angriffe südlich von Verdun wurden abgewiesen. Ein Angriff gegen unsere bei St. M i h i e l auf das westliche Maasufer geschobenen Kräfte brach nach anfänglichem Erfolge gänzlich zusammen. Unser Angriff südöstlich von C i r e t) veranlatzte die Franzosen, einen Teil ihrer Stellungen aufzugeben. Das Schloh Chatillon wurde im Sturm von unseren Trup - pen genommen. In Po'len haben sich in der Gegend nördlich von Lodz neue Kämpfe entspannen, deren Entscheidung noch aussteht. Südöstlich von S o l d a u wurde der Feind zum Rückzüge auf Mlawa ge - zwmitzen. Auf dem äußersten NordMtzel ist starke ruf- sische Kavallerie am 16. und -17. November geschlagen unb über Mllkallen zurückgeworfen worden. Die v b e r st e Heeresleitung. WTB. Berlin, 14. Nov. (Amtlich.) Ueber das Seegefecht von Coronel ist auf funkentele - graphischem Wege noch folgender Bericht des Chefs des Kreuzergeschwadeks eingegangen: Am 1. November trafen auf der Höhe von Coronel S. M. Schiffe „Schamhorst", Eneifenau", „Leipzig" und „Dresden" die englischen Kreutzer „Good Hope", „Monmouth", „Glas - gow" und den Hilfskreuzer „Otranto". S. M. Schiff „Nürnberg" war während der Schlacht detachiert. Bei schwerem Seegang wurde das Feuer auf große Entfernung eröffnet und die Artillerie der feindlichen Schiffe in 52 Minuten zUm Schweigen gebracht. Das Feuer wurde nach Einbruch der Dunkelheit eingestellt. „Good Hope" wurde durch Artilleriefeuer und Eiplofion schwer beschädigt, in der Dunkelheit aUs Sicht verloren. „Monmouth" wurde auf der Flucht von der „Nürnberg" gefunden. Sie hatte stark Schlagseite, wurde beschossen und kenterte. Rettung der Besatzung war wegen des schweren Seeganges und aUs Mangel an Booten nicht möglich. „Glasgow", anscheinend leicht beschädigt, entkam. Der Hilfskreuzer flüchtete nach dem ersten Treffer aUs dem Feuerbereich. Auf unserer Seite keine Verluste, unbedeutende Beschädigungen. Der stellvertretende Chef des Admiralstabes: gez. B e h n cke. » » » WTB. Wien, 15. Nov. Amtlich wird verlaut - bayt: 15 . November, vormittags: Die Verteidigung der Festung P r z e m y s l wird, wie bei der ersten Ein - schlietzung, mit großer Akttvität geführt. So jagte «in gestern nach Norden unternommener, Ausfall den Feind bis in die Höhen von Rojietnica z u r ü «k. Unsere Truppen hatten bei dem Vorstotze nur minimale Verluste. In den Karpathen wurden vereinzelte Vorstöße feindlicher Detachements mühelos abgewiesen. Auch an der übrigen Front versagten die rUssischen V 0 r st ö tz e. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs: von H ö f e r, Generalmajor. WTB. Wien, 17. Nov. Amtlich wird verlaut- bart, 17. Nov., mittags: Aus dem Bereich von Krakau vorbrechend nahmen Unsere Truppen gestern die vorderen Besesligunqs- linien des Feindes nördlich der Reichsgrenze. In dem Räume Wolbrom-Pilica gelangten die Russen zumeist nur in das Bereich unseres Artilleriescuers. Wo feindliche Infanterie angriff, wurde sie a b g e w i e - sen. Eines unserer Regimenter machte 500 Gefangene und erbeutete 2 MaschiNengewehrabteilungen. Der deutsche Sieg bei Kutno äußert bereits seine Wirkungen auf die Eesamtlage. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabes: von H ö f e r, Generalmajor. WTB. Wien, 18. Nov. Amtlich wird verlaut- bart: 18. November. Die Operationen der Verbündeten zwangen die russischen Hauptkräfte in Russisch-Po- len zur Schlacht, die sich an der ganzen Front . unter günsttgen Bedingungen entwickelte. Eine unserer Kamps- gruppen machte gestern über 3000 Gesängen«. Gegenüber diesen großen Kämpfen hat das Vordringen russischer Kräfte gegen die Karpathen nur untergeordnete Bedeutung. Beim DeboUchieren aus Grybow wurde st a r k e Kavallerie durch überraschendes FeUer unserer Batterien zersprengt. Der Stellvertreter des Chefs des Eeneralstabes: von H 0 e f e r, Generalmajor. WTB. Wien, 18. Nov. Von dem südlichen Kriegsschauplatz wird amtlich gemeldet: 18. November: Auf dem südöstlichen Kriegsschauplatz finden mehrfach größere Kämpfe an den zerstörten K 0 l u b a r a - Uebergängen statt. Eigene Kräfte sind bereits an dem jenseittgen User. Am 16. November wurden 1400 Gefangene gemacht und viel Kriegsmaterial erbeutet. Bor» Krieg im Westen. Der Korrespondent der „Daily Mail" berichtet vom Sonntag aus Calais, nachdem er den Kampf um ein Gehölz bei Mer,n beschrieben hat: Es ist weder zu beschreiben, noch zu glauben, daß Menschen ausftalten können, was die Deutschen in diesem Gehölz g e l e i st e t haben. In den Vajonettkämpsen wurde Pardon weder gegeben noch verlangt; weit und breit sieht man keine Verwundete, nurTote. Der Kampf um Wern rvar der Kampf des Kn'eges. Das Ergebnis für die Verbündeten war ein paar Kilometer Fortschritt! und! große Verluste, für den Feind aber enorme Verluste. (B. Z.) m DT. Kopenhagen, 16. Nov. Der Vorstoß Dirmuiden— Dp«t;n ist die bedeutendste Operation seit Beginn des Krieges. Es waren größere Truppenmas- sen attio, als je zuvor. Am Donnerstag erschienen über Wer.n zwei Flieger, die Bomben warfen, die u. a. die Kirche und das Ratharts zerstörten. • WTB. A m st e r d a m, 16. Nov. „Telegraaf" meldet aUs Sluis: Die Küste von Ostende bis nach Knocke ist jetzt ganz in Verteidigungszustand versetzt. Bom Krieg im Osten. Eine schöne Siegeskunde ist nach längerer Pause aus dem Osten zu uns gedrungen: die Russen haben wieder einen jener schon weltberühmten Hindenburgi - scheu Schläge zU fühlen bekommen, 28000 Gefangene, 80 Maschinengewehre und eine noch nicht festgestellte Anzahl von Geschützen verloren. Wie ein Aufatmen ist es bei dieser neuen Siegesnachricht durch ganz Deutschland gegangen, zumal in den letzten Wochen die Besorgnis nicht ganz unbegründet schien, daß den Russen ein neuer Einbruch in Ostpreußen gelingen könnte. Aber die Ereignisse haben zu unserer Freude wieder bewiesen, daß wir festes Vertrauen in unsere tapfere, wenn auch verhifftnismäßig kleine Ostarmee Und in die nun schon so oft bewährte geniale Strategie ihrer Führer haben dürfen. Dagegen sind alle die Millionen Rußlands wie wirkungslos, und jedwede Furcht vor diesem Riesenreiche erweist sich immer mehr als unbegründet. Man stand diesem Rußland ja so hilflos in seinen Begriffen gegenüber. Das weite unbekannte Land gibt uns auch jetzt noch keinen Anhaltspunkt, um die Schwierigkeiten ermessen zu können, die unsere Truppen dort zu überwinden haben. Dann diese große unbekannte russische Armee, über die man immer in Phantasievorstellungen lebte. Phantastisch sind, den Millionen entsprechend, die sie immer von neuem aus sich selbst gebiert, ja nun die Erfolge geworden, die in ihrer Größe immer wieder, erstaunen machen. Aber wir haben an diesen Erfolgen auch gelerM, die russische Millionenarmee richtig einzuschätzen und sie als den undisziplinierten, schlecht ausgerüsteten und ungeschickt geleiteten Heereskörper zu erkennen, der niemals unseren vcm Geist des Opfermutes uud der Siegeszuversicht getragenen Truppen aewachsen sein wird. Wir dürfen fest überzeugt sein, bald wieder von neuen und noch gröberen Niederlagen der Ruffen z» hören, und dieser sichere Glaube läßt uNs erst den ganzen Glanz des letzten Sieges erleben. » V Ter Gouverneur von Warschau gcsangcn. WTB. Berlin, 17. Nov. (Nichtamtlich.) Unter den in der Schlacht bei Kutn» Gefangenen besindet sich auch der Gouverneur von Warschau, van Korff, mit seinem Stab. DT. Kopenhagen, 15. Nov. Das „Svenska Dagblad" erfährt, die russische Flotte habe Hel- singfors verlassen und den Kurs nach Südwesten genommen. Sie soll die Absicht haben, der deutschen Flotte eine S ch l.a ch t zu liefern. In Besprechung der Kriegslage bemerkt das „Frem- demblatt": Der glänzende deutsche Sieg bei Kutno erweise sich als eine überaus schwere, ja entscheidende Niederlage der dort angesetzten Hauptgruppe des russischen rechten Flügels. Aber nicht bloh die großen personellen und materiellen Verluste fallen in die Wag - schale, es zeige sich auch, daß durch die Niederlage der russischen Warschau-Armee nicht nur die Lage bei den russischen nördlichen Flügelarmeen, sondern vielmehr die Eesamtsituation auf dem ganzen Kriegsschauplatz beeinflußt wird. » * » Ein großer Sieg über dir Serben. WTB. Wien, 16. Nov. Amtlich wird verlaut- bart: 16. November: Feldzeugmeister Potiorek, der Oberstiommandierende unserer Balkänslreitkräste, hat heute an sein« Truppen folgenden Ausruf erlassen: Nach neuntägigen heftigen Kämpfen gegen einen hartnäckigen, an Zahl überlegenen, in fast unbezwingbaren Befestigungen sich verteidigenden Gegner, nach neuntägitzen Märschen durch unwegsame Felsgebirge und grundlose Straßen bei Regen, Schnee und Kälte, haben die tapferen Truppen der 5. und 6. Armee die Kolubare erreicht und den Feind zur Flucht gezwungen. Ueber 8000 Gefangene wurden in diesen Kämpfen gemacht, 42 Geschütze, 31 Maschinengewehre und reiches Kriegsmaterial, erobert. Das Vaterland wird dieser Leistung seine Dankbarkeit und Bewunderung nicht versagen. Meine Pflicht ist es, die hervorragende Haltung aller Truppen voll anzuerkennen und allen Offizieren und Soldaten der 5. und 6. Abmee im Namen des allerhöchsten Dienstes wärmsten Dank zu sagen. Trotz der unter schweren Opfern und gewaltigen Leistungen erzielten Erfolge dürfen wir noch nicht ruhen. Doch der heryorragende Geist der mir unterstellten Truppen bürgt dafür, daß wir die uns gestellten Aufgaben auch sieg - reich zu Ende führen werden zur Zufriedenheit unseres allerhöchsten Kriegsherrn, zum Ruhme des Heeres und zum RNhm« des Vaterlandes. P o t i o r e k, Feldzeutz- meister. — Dieser Ausruf, der sogleich allgemein zu verlaUtbaren ist, wird gewiß allenthalben begeisterten Widerhall finden. Ich habe die tapfere Balkanarmee und ihren siegreichen Führer zu den weiteren glänzenden Erfolgen, die den völligen ZusalmmenbrNch des zähen Gegners anbahnten, im Namen aller mir unterstehenden Streickräfte beglückwünscht. Erzherzog Friedrich. Belgrad vor der Erstürmung. Budapest, 17. Nov. (Ctr. Bin.) Ueber die Lage auf dem südlichen Kriegsschauplatz erhält der „Pester Lloyd" von verschiedenen Korrespondenten folgende Telegramme: Die Beschießung der Belgrader Festung von Sem- lin aus dauert fort. Auf dem Kalimegdan sind fast alle militärischen Gebäude, auch das Palais des Ee- neralstabes zerstört. Der Konak sowie mehrere öffent - liche Gebäude im Stadtinnern haben stark gelitten. Die Fortsetzung des serbischen Rückzuges dürfte auf Kragu- jewacz erfolgen, da die allgemeine Offensive der österreichisch-ungarischen Armeen begonnen hat und das Vorrücken über die DonarUSave-Linie den baldigen Fall Belgrads ohne besonderes Kraftaufgebot bewirken dürfte. Falls die aus mehreren Tausend Mann bestehende Belgrader Besatzung den Anschluß an die zurückgehende eigene Armee versäumt so wird sie von unseren vorrückenden Truppen im Mücken ersaßt und wird sich daraus kampflos ergeben müssen. Türkische Kriegsmeldungen. WTB. Konstantinopel, 15. Nov. Der, Sultan hat ein M a n i s e st an seine Armee und Flotte erlassen. Darin heißt es u. a.: Angesichts der aufeinander folgenden Akte verräterischer Feindseligkeiten waren wir gezwungen, den Frieden aufzugeben, welchen wir immer wünschten, und im Verein mit Deutschland und Oesterreich-Ungarn zu den Waffen zu greisen, um unsere gesetzmäßigen Rechte zu verteidigen. Seit 3 Jahrhunderten hat Rußland unserem Reiche schwere Nach - teile zuyefügt und sich immer bemüht, sei es durch Krieg, sei es durch jede Art von List und Intrige, jede sich kundgebende Ausrichtung, die zur Erhöhung unserer nationalen Kraft und Größe hätte führen können, zu unterdrücken. Rußland, England und Frankreich, welche Millionen von Muselmanen unter ihrer tyrannischen Verwaltung Hallen, haben niemals auf- gehört, Hintergedanken gegen unser erlauchtes Kalifat zu hegen, mit welchem die Muselmanen durch Religion u. Gefühl verbunden sind. Sie sind die Urheber und Anstifter allen Unglücks und Ungemachs, das gegen uns gerichtet war. Durch den großen heiligen Krieg, den wir heute unternehmen, werden wir mit Gottes Hilfe den Angriffen ein Ende setzen, welche einerseits gegen den Ruhm unseres Kalifats, andererseits gegen die Rechte unseres Reiches gerichtet waren. Meine heldenmütigen Soldaten! Lasset nie ab von der Festigkeit und der Ausdauer in diesem heiligen Kriege, den wir gegen die Feinde eröffneten, die unsere heilige Religion und unser teures Vaterland angreifen wollen. Stürzet Euch wie Löwen ungestüm aus den Feind, weil ebensowohl wie unser Reich auch das Leben und die künftige Eristenz von 300 Millionen Muselmanen, die ich durch das heilige Fetwa zum heiligen Krieg aufgerufen habe, von Eurem Siege abhängen. Die Wünsche und Gebete von 300 Millionen unschuldiger, gedrückter Elärü- bigen, welche in den Moscheen und Meschdis sowie in der Kaaba sich mit der JNsbrunst an den Herrn der Welten wenden, sie begleiten Euch. Ich bin überzeugt, daß wir autz diesem heiligen Krieg glorreich und mächtig hervorgehen werden. Vergesset nicht, daß Ihr in diesem Krieg die Waffenbrüderschaft mit zwei der bedeutendsten Und mächtigsten Armeen der Welt eingeht. Mögen Eure Märtyrer den Märtyrern, die Euch vor- angegangen sind, einen neuen glücklichen Sieg bringen. Möge der Säbel derjenigen, die überleben werden, scharf sein. ge. M e h m e d R e s z a t. , DT. Konstantinopel, 14. Nov. Anläßlich des Aufenthaltes der drei kaiserlichen türkischen Prinzen im d e u t s ch e n H a U p t q u a r t i e y in Flandern hat Kaiser Wilhelm ein in herzlichen Worten abge- saßtes Begrllßungstelegramm an den Sultan 1 h- mcd gerichtet. DT. Wien. Die „Reichspost" meldet: Der Emir von A f g h a n i st a n zeigte der russischen/Regierung an, daß er den Aufruf des Sultans zur Verteidigung des Islams befolgen wolle. Der russische Botschafter hat Kabul bereits verlassen. WTB. Athen. Nach einer Mitteilung auS guter amtlicher Quelle wird der K h e d i v, begleitet von 50 Personen, demnächst Konstantinopel verlassen, um das Kommando in dem Feldzuge gegen Aegypten zu übernehmen. WTB. Konstantinopel, 15. Nov^ Die Proklamation des Heiligen Krieges durch den Sultan-Kalifen, die ein großes historisches Ereignis darstellt, ruft ungeheure Erregung hervor und wird in allen Kreisen in dem Sinne erörtert, daß sie bei allen muselmanischen Völkern einen gewaltigen Widerhall finden und auf den Gang des Krieges großen Einsluß autzüben werde. Du BlöNer heben die große Bedeutung des kaiserlichen Fetwas, betreffend den heiligen Krieg, hervor und stellen fest, daß von heute an jeder Muselman, der Massen tragen kann, selbst Frauen, gegen die Mächte, die der Kalif als Feinde des Islam erklärte, kämpfen müsse. Der Krieg werde auf diese Weise Pflicht nicht nur für alle Ottomanen, sondern auch für die 300 Millionen Muselmanen der Erde. WTB. K o n st a n t i n o p e l, 15. Nov. Amtliche Mitteilungen aUs dem Hauptquartier: Unsere Truppen haben die Stellung von Kotur in der persischen Pro- vkstz Aserbeidschaft besetzt, die bisher von den Russen besetzt war. Diese wurden geschlagen Und flohen. Heute haben leichte Gefechte zwischen unseren verfolgenden Truppen Und ihrer Nachhut stattgefunden. Die Kämpfe bei Köpriköi waren sehr heftig. Unsere Truppen zeigen eine wirklich außergewöhnliche Tapfer - keil. Ein Regiment machte drei Bajonettangriff« gegen die Höhe 1905, in deren Verlaus der Kommandeur u. die meisten Offiziere eines Bataillons fielen. Endlich drangen unsere Truppen mit einer Tapferkeit, die auch in der ruhmreichen ottomanischen Geschichte ehrenvoll hervortritt, in diese Stellungen ein. Nicht ein Mann von der feindlichen Besatzung dieser Höhe ist entkommen. Unter der sehr großen Beute besindet sich viel Besestig- ungsmaterial. Gegen die bei F a o an der Küste in der Provinz Bassora gelandeten Engländerwubde ein heftiger Angriff unternommen; von den Engländern sielen sechzig. ^ WTB. K o nst a n t i n o p e l. Man glaubt hier, daß England, Frankreich und Rußland alle Maßnahmen treffen werden, damit die B e r k ü n d i g U n g des Heiligen Krieges durch den Kalifen in Indien, Mgier und Tunis, sowie in den anderen mohammedanischen Ländern nicht bekannt werde. Doch ist man überzeugt, daß die Nachricht auf jeden Fall dorthin gelangen werde. DT. Wien, 15. Nov. Die „Politische Korresp." berichtet aUs Konstantinopel: In manchen Nachrichten über das Ergebnis der türkischen Mobilisierung wurde behauptet, daß nicht mehr als ungefähr 600 000 Mann unter den Fahnen stünden. Diese Angabe, die offenbar darauf berechnet ist, die Bedeutung des Eingreifens der Türkei in den europäischen Krieg herabzusetzen, ist falsch. Die Stärke des Heeres übersteigt, wie sich versichern läßt, die vorerwähnte Ziffer Um Hunderttausend e. Xur Staat und Land. Nach einer Bekanntmachung des Polizeiamts Darmstadt haben alle Russen, Franzosen, Belgier, Engländer, einschließlich der englischen Kolonien, Serben, Monte - negriner und Japaner sich ohne Rücksicht auf Alter u. Geschlecht bis zutn 24. November, abends, aus dem Stadtbezirk Darmstadt zu entfernen. Feindliche Ausländer, die nach dem 24. November hier betroffen werden, sind sosorl sestzunehmen. Die gleichen Bestimmungen sind jedenfalls für das ganze Deutsche Reich erlassen worden und werden im garrzen Reiche ungeteilte Zustimmung finden. Ausnahmen find aller - dings gestattet. * Die Großherzogin hat dem Bürgermeister und Standesbeamten Julius Fenchel in Griedel das Silberne Kreuz des Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen. ' Ein Automobilunfall des Groß- herzogspaares. Das Grotzherzogliche Automobil, in dem sich das Großherzogspaar besaird, stieß am Sonntag nachmittag an der Ecke Dornheimer Weg und Feldbergslrahe mit einem Straßenbahnwagen zusammen. Wie durch ein Wunder erlitt das Großherzogs - paar nicht die geringste Verletzung. Das Großherzog- ttche Automobil kam die Feldbergstraße in langsamer Fahrt daher, der Straßenbahnwagen vom Haupkbahn- hos. Durch den Zusammenprall mit diesem wurde das Automobil umgewarfen. Das Großherzogspaar und die anderen Insassen blieben unverletzt. Die hohen Herrschaften setzten den Weg zu Fuß fort. Das Automobil ist stark beschädigt. * Die Vorstände und Vertrauensmänner f ä m t» licher Parteien der hessischen Zweiten Kammer waren am Montag nachmtttag im Ständehause zu einer gemeinsamen Besprechung zusammenge - ttelm, die unter Vorsitz des bisherigen Kammerpräsidenten, Oberbürgermeister Köhler-Worms, stattfand. Den einzigen Gegenstand der Beratung bildete die Frage der ErneuerUngswahlen zur Zweiten Kammer ohne Wahlkamps aus Grund des gegenwärtigen Besitzstandes der Parteien. Dieser Vorschlag war gelegentlich der gemeinsamen Beratung der Kammervorstände und Finanzausschüße mit der Groß- herzoglichen Regierung vom Abg. Ulrich angeregt und von der Regierung sympathisch ausgenommen worden; sowohl die Nationalliberale Partei, wie auch die Freisinnige Volkspartei hatten sich im allgemeinen ebenfalls damit einverstanden erklärt. In der fast vierstündigen Beratung ergaben sich nun aber dcch allmählich nicht unerhebliche Schwierigkeiten. Unter diesen Umständen konnte zwischen den verschiedenen Parteien eine Verständigung nicht erzielt werden und es soll deshalb in einer neuen in 14 Tagen einzubeyufen- den Versammlung ein weiterer Bereinigungsversuch unternommen werden. Die für die erst« Haßte des D e^- zember beabsichtigte kurze Notstandstagung der Landstände wird dadurch nicht beeinträchtigt. h. Der Reichstagsabgeordnete Drp med. Becker, der bei der letzten Wahl im Januar 1912 als national- liberaler Vertreter für den Reichstagswahlbezirk Bingen- Alzey gewählt worden ist, war schon vor mehr als einem halben Jahr an einem schweren Gallcnsteinleiden erkrankt. Nachdem er mehrere Monate im Stadl. Krankenhaus zU Darmstadt gelegen Mid sein Zustand wiederholt einen sehr bedenklichen Charakter angenonv men hatte, unterzog sich Dr. Decker vor vier Monaten einer neuen schweren O p e r a t i o n in der Gieße- n e r Klinik bei dem als Spezialist weit bekannten Prof. Dr. P o p p e r t. Nachdem der chirurgische Eingriff seinerzeit glücklich gelungen war, hat sich in der Zwischenzeit der Zustand des Patienten soweit gebessert, daß er am Sonntag aus der Klinik entlaßen werden konnte. * Versorgung bet Städte mit K a r- löffeln. Die Landwiytschastskammer für das Eroß- herzogtum Hessen gibt bekannte In den Städten wird die Klage über ungenügende Anfuhr von Speisekartoffeln immer wieder und in einzelnen Stadtbezirken sogar in verstärktem Maße erhoben. Die städtische Bevölkerung unterschiebt den Landwirten eine absichtliche Zurückhaltung der Kartoffeln aus Epe- kulationszwecken. Wenn wir auch diesen Vorwurf nicht für berechtigt halten, da vielfach wirffchaftliche Gründe die Landwirte zwingen, nicht mit sehr großen Mengen aus den Markt zu kommen, andererseits die Nachftage eine außergewöhnlich große ist, so fordern wir doch unsere Landwirte nochmals auf, möglich ft alle für Verkaufszwecke verfügbaren Kartoffeln sofort zu!m Markte zu bringen bezw. jetzt ab- zUgeben. Die Landwirtschaft will und muß zeigen, daß sie mit der Stadtbcvölkeruttg einig bleiben will. * * Feldpostbriefe nach dem Feldheer im Gewicht über 250 Gramm bis 500 Gramm sind für die Zeit vom 15. bis einschließlich 21. November von neuem zugelassen. Die Gebühr bettügt 20 Psg. Die Vorschriften über die Verpackung sind während der ersten Zulassungszeit leider vielfach nicht gehörig beachtet worden. Jnfolgedeßcn sind zahlreiche Päckchen mit Wareninhalt schon bei den Poslsannnel - stellen beschädigt und mit teilweise verdorbenem Inhalt angekommen. Um der Wiederkehr solcher Erscheinungen vorzubeugen, wird nochmals dringend empfohlen, zur Verpackung nur sehr starke Pappkartons, festes Packpapier oder dauerhafte Leine w a n d zu verwenden. Für di« Wahl des Ver - Packungsstoffes ist die Natur des Inhalts maßgebend; zerbrechliche Gegenstände sind ausschließlich in starken Kartons nach vorheriger Umhüllung mit Papier oder Leinewand zu verpacken. Die Päckchen, auch die mit Klammerverschluß versehenen, müssen all gemein mit dauerhaftem Bindfaden fest nmschnürt werden, bei Sendungen von größerer Ausdehnung in mehrfacher Kreuzung. Die Aufschriften sind auf die Sendungen niederzuschreiben oder unbedingt haltbar auf ihnen zu befestigen und müßen deutlich Und i* $ # i itte ift pil w M tt 15 a d) ijitl i ii (t , f INI ($tn «l> ijJHl dar i[au 15 1 ! II' riib< 15 C I di l«T niti bnu pin, ifm s al P gn BOi f 4t i !i m k I na » I itzm w ii l chm «fi nmt “hi ml« ntaj tu m i! (tfeii iinst firt n l i de U mber W *Sti Uilffli im t ifiti me t A m die Stellung eines Assistenten am philolo- schen Proseminar der Landesuniversität. Auch leitete mehrere Semester hindurch mit groher Hingebung e Mademischen Fortbildungskurse für Ar- e jte r Nachdem er in seiner sehr tüchtigen Disser - tion erhebliche Teile einer verlorenen philosophischen christ des Cicero aus einer unerwarteten Quelle wie- rgewonnen batte, bereitete er eine kritische Ausgabe r pbhsischen Probleme des Aristoteles vor. die sich im ruck befand, als er die Feder mit dem Schwert ver- ufchen muhte. ^ =n= Gießen, 16. Nov. In unsere gegenwärtige ernst« Zeit brachte für unsere Stadt die Ortsgruppe des Alldeutsche n Verbandes einige Stunden künstlerischer Erbauung mit dem im Stadtthealer gestern Abend stattgefundenen Konzert, dessen Reingewinn für du Hinterbliebenen der gefallenen Eiehener bestimmt ist. Der Kgl. bayrische Kammersänger Heinrich Knote und der H o s p i a n i st Ernst R i e m a n n teilten sich in das Programm. Wer diese beiden hoch- besähiqten Künstler von früher her an ihren Leistungen kannte, wutzte, datz beide für ein Künstler-Konzert vollauf genügen, um dem Publikum einen abwechselungsreichen und für unsere ernste Zeit würdigen Kunstgenuß zu bieten vermögen. Wer aber Knote und Riemann bisher noch nicht gehört hatte, ist mit doppelter Befriedigung aus dem Konzert heimgegangen, zwei unserer allerbesten Künstler gehört und für ein gutes Werk sein Scherslein mit beigetragen zu haben. Die Vorträge Rie- manns am Flügel waren packend schön und Meister - hast, die Lieder des Heldentenors Knote aber noch ergreifender und herrlicher. Das Körner'sche „Gebet vor der Schlacht" und „Lohengrins Abschied" in dieser hinreißenden Vortragsweise hat in allen Herzen ein anhaltendes Echo geweckt. Knote ist in allen Modulationen voll und' ganz Meister, das hörte man an dem „Fanget an", dem „Steuermannslied" und dem Monolog Siegmunds". Bewundern muh man, wie er die schwierigsten und höchsten Töne ohne Anstrengung und Ermüdung erreicht. Das zahlreiche Publikum gab beiden Künstlern rauschenden Beifall, den Sänger rief es außerdem wiederholt auf die Bühne, fodäß er noch 2 Lieder dem Programm einfügte. ):( Frankfurt a. M. Das Frankfurter Röte Kreuz hat einen eigenen Lazarettzug der Heeresverwaltung zur Verfügung gestellt. Der Zug besteht aus 21 Wagen. Jeder Krankenwagen enthält 12 Betten. Vorzüglich ist der Operationswagen eingerichtet. ):( Frankfurt a. M. Der sozialdemokratische Reichstagsabgeordnete Hermann Wendel, der zu Beginn des Krieges als Kriegsfreiwilliger beim Frankfurter Landsturmbataillon eintrat, wurde, nachdem er erst neulich zuür Gefreiten befördert war, jetzt bereits zum Unteroffizier ernannt. Wendel erhielt dieser Tage einen längeren Urlaub, um sich auf seine Tätigkeit im Reichstag vorbereiten zu können. ! B i s ch o f s h e i m. Beim Einfangen eines Bienenschwarms wurde die hiesige Schlosserssraü Marie S t o b e l dahier von den Bienen überfallen und t o 1- g e st o ch e n. ! Wiesbaden. Die hiesigen Kassenärzte haben sich bereit erflärt, alle hilfsbedürftigen Angehörigen von Kriegern, die keiner Kaffe angehören, u n e n 1 g e l t - l i ch zu behandeln. ! Wiesbaden. Konfistorialpräfident Dr. Ernst von hier ist als Kriegsfreiwilliger eingetre - ten. Er steht als Hauptmann in Oberlahnftein. Dr. E r n st ist Jurist und war, bevor er nach Wiesbaden kam, Verwaltungsgerichtsdirektor. Weihnachten im Feld. Von der Ober st tn Heeresleitung wird folgendes bekannigegeben: Es darf angenommen werden, daß das Weihnachtssest in Millionen von deutschen Herzen den Wunsch rege machen wird, den Verteidigern von Haus und Herd Zeichen der Liebe und Darckbarkeit zukommen zu lassen, daß sie auffrem- der Erde kämpfen, daß sie fern sind von ihren Lieben in der Heimat. Der Wunsch, die einem treuen Gedenken entsprungenen Liebesgaben bestimmten Personen zuzu - führen, bestimmte Truppenteile oder Heeresverbände besonders zu bedenken, ist um die Weihnachtszeit so be- greiflich, daß zu seiner Verwirklichung alles geschehen soll, was von militärischer Seite möglich ist, freilich in der bestimmten Hoffnung, daß die Opferfreudigkeil des deutschen Volkes auch d i e Verteidiger des gemeinsamen Vaterlandes nicht leer ausgehen lassen will, deren keine treue Mutter oder Gattin, kein sorgender Vater oder Freund besonders gedenkt. Deshalb muß den Militärbehörden das Recht bewahrt bleiben, nach billigem Ermessen auszutzleichen und Sendungen, deren Empfänger sich nicht mehr beim Feldheere befinden, zum Besten der Allgemeinheit zu verwenden. — Für die Zuführung der W e i h n U ch 1 s l i e b e s g a b e n an die Front sind folgende Bestimmungen in Aussicht genommen: 1. Liebesgaben für Einzelne. a) Bis einschließlich 250 Gramm kann die Zusendung in Briefen durch die Feldpost jederzeit erfolgen das Porto beträgt von 50—250 Gramm 10 Pfg. Briefe von 250—500 Gramm (Porto 20 Pfg.) werden voraussichtlich im Dezember eine Woche lang zugelassen werden. _ b) Für Paketsendungen bis einschließlich 5 Kilogramm ist nicht die Feldpost zuständig, sondern stütz militärische Vockehrungen getroffen. Die heimatliche Post nimmt in der Zeit vom 23 bis 30. November solche Pakets an und befördert sie bis zu dem zuständigen militärischen Paketdepot in der Heimat. Das Porto beträgt 25 Pfg. Bei den militärischen Paketdepots kan^ auch unmittelbar von den Absendern — portofrei — aufgegeben werden. Die Namen der militärischen Paketdepots werden bei sämtlichen Pvstanslalten des Deutschen Reiches angeschlagen werden. Die Pakete werden von den militärischen Paketdepots geordnet und über die militärischen Sammelstationen an die Etappenhaupt- orte gesandt. Hier werden sie von den Etappenbehörden übernommen, verteilt und der Truppe zugeführt Vorbedingung für die richtige Zustellung aller Briese und Pakete ist die richtige Adresse. Alle Angehörigen des Heeres sind erneut angewiesen worden, ihre genaue Adresse nochmals ihren Angehörigen in der Heimat mitzuteilen. Es wird sich empfehlen, wenn Spender von Liebesgaben, die in den nächsten Tagen keine derartige Nachricht erhalten sollten, vor Absendung bei den nächsten Angehörigen ihres Freundes Erkundigungen einziehen. 2. Liebesgaben für bestimmte Truppenteile und Heeresverbände, sowie Lie- des gaben für die Allgemeinheit. Die Zuführung dieser Liebesgaben erfolgt nur durch Vermittelung der Organisation der freiwilligen Krankenpflege: a) Liebesgaben in ganzen Waggonladungen sind der der A b n a h m e st e l l e für freiwillige Gaben 1 (für Verwundete und Kranke) und 2 (für Gesunde) am Sitz des für den Wohnort de» Spenders zuständigen stellvertretenden Generalkommandos anzumelden. Die Namen der Abnahmestellen werden bei sämtlichen Postanstalten des Deutschen Reiches angeschlagen werden. Die Abnahmestellen geben dann den Anmeldern Nachricht, an welche militärische Sammelstalion sie die Wagen zu senden haben. Von der militärischen Sammelstation werden die Wagen auf den für den all’gc - meinen Nachschub bestimmten Bahnen den Etappenbehörden zugesühkt, die die Weiterbeförderung der Liebesgaben an die Truppen bewirken. Es ist erwünscht, wenn sich Personen zur Verfügung stellen, die diese Eisenbahnzüge von der Sammelstalion nach dem Etap- penhauptort geleiten, um zur Sicherheit der Zu - sührüng beizutragen. Wenn es die Kriegslage erlaubt, kann ihnen von den Etappeninspektionen auch die Erlaubnis zur Begleitung vom Etappenhauptort nach vorne gegeben werden. Die Auswahl treffen die stellvertretenden Generalkommandos im Einvernehmen mit den örtlichen Territorial-Delegierten aus der Zahl der Personen, die sich bei der Organisation der Liebesga - beMätigkeit besonders verdient gemacht haben. Die stellvertretenden Generalkommandos stellen auch die Geleilscheine von der Sammelstalion bis zum Etappenhauptort aus. Grundsätzlich muß jedoch die Fahrt im Eisenbahnzug' erfolgen, der die Liebesgaben vorfühlrt, und grundsätzlich muß die Fahrt in der Sammelstation angetreten werden. Fahrten in Kraftwagen werden fiir lleberbringer und Geleiter von Liebesgaben in keinem Falle gestattet. b) Liebesgaben in geringerer Menge als ganze Wagonladungen sind ausnahmslos bei den gleichen Abnahmestellen der freiwilligen Kranken - pflege abzuliesern. Von dort gelangen sie an die Zuständigen Sammelstationen. Weiter wird mit ihnen wie UMer a) angegeben verfahren, auch hinsichtlich der Begleitung. Vorbedingung für die Versendung aller Liebesgaben ist, daß alle Absender sich genau an die Bestimmungen über Inhalt und Verpackung halten; Gegenstände, die raschem Verderben oder Zerbrechen ausgesetzt sind, keinesfalls absenden. Sie müssen sich vergegenwättigen, daß vom Tage der Aufgabe bis zur Zustellung etwa 4 Wochen vergehen, daß guter Wille und' rührende Liebe sich hart stoßen an der rauhen Wirklichkeit des Krieges! Großes Hauptquartier, 13. Nov. 1914. Der Generalquartiermeister. Die Etappenkommandantur 3 Darm ftadt macht darauf aufmerksam, daß Weihnachtssend - ungen für die Töuppen nur bis zuM 30. November aufzugeben sind, da sonst keine Aufsicht auf rechtzeitige Besörderunst vorhanden ist. Auch muß jedem Paket eine Begleitadreffc beigegeben werden. Verantwortlich: A l b i n Klein, Gießen. V Billige, gute Nahrungsmittel werden in jeder Familie gebraucht. Dazu gehören: Oetker-Puddings aus Dr. Metker's Puddingpulvern .... zu 10 Pfg. (3 Stückj25 Pfg.) Rote Grütze aus Dr. Oetker's riete Grützepulver......zu 10 Pfg. (3 Stück 25 Pfg.) Mehlspeisen und Suppen aus Dr. Metker's Gustin j in Paketen zu V-. '/> Pfund, (Nie wieder das cnglifchc Mondamin! Bester lst Dr. Oetkers Gustin.) I Preis 15, 3U, bU pfg. Ohne Preiserhöhung in allen Geschäften zu haben. Billig. Nahrhaft. rvehlschmeckend. ZZESZaSR'l Dauernde Freude V, sind heute wieder eingetroffen in der Druckerei Albin Klein, Seltersweg 83. Qiessener Zeitung. _Papierhandlung. Qiessener Zeitung. Hautleiden («tftcfcc» dorch u»rst»rS Blut, kö»« e» drShslb auch nur durch SW“ iaarrc Beh«»dlg. grüud- Itch». dauernd ,«h«tU wrrde». Jetzt bin ich in der Lage Ihnen meinen her^Lhen Dank für Ihre wundervoll heilende Medizin die mich vollstä-ndlg von dem schauderhaften Hautleide» befreit hat, voll und ganz zu zollen. Suftav Eichtiug, Mücheln Rnolgg»»««, i Der geb. I ist. DsnkMbnfhsn i Stadium dfer Meth geade Krfolre* — Aum . — Kiele« TeUsan»n| 4 HtoMMd, Verlag, Pottdam 8 . 0 . ~ 1 Mark pro Monai kostet ein Probe-Abonnement auf die d rohret ein ^rooe-nvonnement auf oie Knegsnummern der Lustigen Blätter die mit den herrlichen Gedichten von Rudolf Presber und den patriotischen Buntbildern von E.Heilemann, F.JütLner. Walter Trier. W.A.Wellner ein ungeheures Augenblicks-Interesse erregen, aber auch für jeden Deutschen dauernden Wert besitzen als bleibendes Kulturdokument aus großer Zeit Man abonniert in jeder Buchhandlung und bei allen Postanstalten ä &nauaw& iaÄ Verlag der Lustigen Blatter, Berlin GW =