verugryrek 25 Pfg. monatlich MerielMrttch TO Psy., vorauszahlbar, frei in» Hau». . Abgeholt ttt unlrort Expedition oder in den Zweig» «Sgabeftellen -i-EMich 60 Pfg. - Erscheint Mittwoch- und GamStagö. — Redaktion: Seiler», weg 83. — Mir Süffbewahrung oder Rücksendung nicht verlangter vtnwffprlple wird nicht garantiert, t vertag der „Gtrchener Zeitung" «. m. b. Konkurs in Wegfall. Platzvorfchriften ohne Verbindlichkeit. Druck der Gietzcncr Berlagsdruckcrei, Albt» Klein. Nr. 80. . Mittwoch, den 28. Oktober 1914. Telephon Nr. 362. 26. Jahrg. Der Kampf um den englischen Kanal. 42 em-Geschütze vor Ostende ausgestellt. Deutsche Unterseeboote im englischen Kanal. Deutsche Truppen rücken ihre Stellungen in Nordsraulreich vor. 590 Engländer gesungen. Nahe 300hüll Kriegsgesangeue in Deutschland. Die Riesenschlacht an der Weichsel. 10000 Nüssen von den Oesterreicheru gesangeu. Warschaus Hauptbahnhos zerstört. Die deutsche Luftflotte im Kamps über Warschau. amtliche Tagesberichte. WTB. (Amtlich.) Großes H a u p t q u a r t i er, 25. Oktober vormittags. Der 2) ser - Ppres - Kanal ist zwischen Nieuport und Tirmudc nach heftigen Kämpfen am 24. Oktober von uns mit weiteren starken Kräften überschritten worden. Oeftlich und nordöstlich ?)pres hat sich der Feind verstärkt. Trotzdem gelang es unseren Truppen an mehreren Stellen d u r ch- zudringen. Etwa 500 Engländer, darunter 1 Oberst Md 28 Offiziere, wurden gefangen genommen. Im O st e n haben unsere Truppen die Offensive gegen Augustowo ergriffen. I» der Gegend von Iwangorod kämpften unsere Trnppeü Schulter an Schulter mit den österreichisch-ungarischen. Sic machten 1800 Gefangene. WTB. Großes Hauptquartier, 26. Okt., vormittags. Westlich des Y f e r k a n a l s zwischen Nieuport und D i r m u d e, welche Orte noch vom Feinde gehalten werden, grifien unsere Truppen den sich dort noch hartnäckig wehrenden Feind an. Das am Kampf sich beteiligende englische Geschwader wurde durch schweres Artillerie-Feuer zum Rückzüge gezwungen. Drei Schiffe erhielten Volltreffer. Das ganze Geschwader hielt sich daraus am 25. Oktober, nachmittags, allster Sehweite. Bei Pper n steht der Kamps. Südwestlich SJpea'n sowie westlich und südlich Lille machten urrscre Truppen in, Angriffe gute Fortschritte. Im erbitterten Häu- serkampse erlitten die Engländer große Verluste und liehen über 500 Gefangene in unseren Händen. Nördlich A r r a s brach ein heftiger franzöfi chcr Angriff unter unserem Fetter zusammen. Der Feind, hatte starke Verluste. Aus dem ö st l i ch e n Kriegsschauplätze schreitet unsere .Offensive gegen Nu g u st ü w vor,wärts. Bei Iwangorod steht der Kampf günstig. Eine Entscheidung ist noch nicht gefallen. » WTB. Wien. 25. Okt., mittags. Amtlich wird gemeldet: Ach dem nordöstlichen Kriegsschauplatz stehen nunm ehr unsere Akrtneen i md starke 'deut che rüste in einer säst ununterbrochener Front, die si ch vo n den er- sten 9 kbfällen der östlichen Karpathen, üb er Stl rry-Se nn- bor, das östliche Borgelän de der Festung Prze mpsl, ven unte das po lnische Weichst -Anla nd dir in d'° E »egend von Plozk erstreckt, im Ko mp sc gegen die Hau. tmacht der Russen, >ie auch ihre k aulchi' chen,! Übt- rischci und turle' tanischen Kräfte 'heranfü l)r1en. Ittfcre Osse isrve übe r die Karpatb en Ko lere feiriM Kf)ctc Kräfte auf sich gezogen. In Mitt lgatiz crt, wo b eide Gegner besesttgte Stellungen h ndcn, steht die •Schla cht im allg emcinen. Südöstlich Pi zemys ls l ii b ! am unteren San erreichten unsere Truppen auch in den | letzten Tagen mehrfach Erfolge. In RUssisch-Polen wurden beiderseits starke Kräfte eingesetzt, die seit gestern südwestlich der Weichsel- straße Jwangorod-WarschaU kämpfen. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabes: von Hoefer, Generalmajor. WTB. Wien, 26. Okt. Amtlich wird bekannt gegeben: Seit dem 23. d. Mts. werden Erfolge unserer Tr-Uppen zwischen Rakro und Rogttka gemeldet. Die Operationen zur Säuberung des bosnischen Gebietes machten weiter erfreuliche Fortschritte. Der aus Veliko - Brod und Vracevica westlich von Visegrad eingehokte und gestellte Gegner wurde am 24. abends angegriffen und nach Visegrad zurückgeworsen. Unsere versolgenden Truppen erreichten gestern die Drina bei Visegrad und Anegjepa, Gorazda und westlich davon nahmen die östlichen Positionen bis zur Drina. Bei dieser Aktion er- beuteten wir zwei Geschütze und eine große Menge Infanterie und Artillerie-Munition. Tie montenegrinischen |. Abteilungen trennten sich von den Serben Und ziehen sich südwestlich zurück. Gleichzeitig fanden auch im Save- j und Drina-Gebiet (Matschwa) für uns erfolgreiche Käm- ! pfc statt Bei Ravnja und Ardenkovic gelang es rm- ; seren Truppen nach 'entsprechender Artillerievorbereitung : trotz starker Drahthindernisse zwei hintereinander gelegene ! feindliche Positionen zu erobern, wobei vier Maschinen- s gewctjle und 600 Gewehre erbeutet, sowie zahlreiche Gc- ! sangene gemacht wurden. Heftige Gegenangriffe der ! Serben brachen blutig zusammen. WTB Wien, 27. Okt. (Amtlich.) Die Situation 21UVI ji 1 « « n t 5, in Galizien ist unverändert. Südwestlich von - Iwangorod stehen unsere bravourös fechtenden j Korps, von welchen eines allein t0 000 Gefangene > machte, im Kamps gegen überlegene Kräfte. , uit, wie uie mitioimgcrc der Verbündeten behaupteten, seit Anfang der Woche von den Deutschen geräumt sein sollte, war am 24. Oktober in undestrittenenr deutschen Besitz. -st- Haag, 26. Okt. Die Stadt Rousselaerie (französisch: Röulers) ist zum dritten Male von deutschen Truppen besetzt worden. Diese Tatsache wird von allen Meldungen bestätigt. » Um Bclfort. Ein ernster Artilleriezusammenstoß hat am Freitag im südlichen SundgaU stattgefunden, wo die Franzosen versuchten, die deutschen Stellungen bei Sept und Largitzen zu stürmen. Die deutsche Artillerie schoß von Bisel-Feldbach. Die Franzosen haben die Räumung von Sept angeordnet. Eine wichtige Aktion ist in der Gegend von Sept bis Bise! und Feldbach zu erwarten. Wie Augenzeugen bestätigen, herrscht von Bcl- fort bis Mülhausen fieberhafte Tätigkeit. Die Ortschaften im Festungsbereich werden zu kleinen Festungen aüs- gebaut. Aus Furcht vor, der Belagerung durch schwere deutsche Ariillcrle wurden sic stark befestigt und mit großen Trupp«ninassen belegt, wie auch die ganze Gegend von großen französischen Truppeumassen belegt ist, so namentlich die Umgebung von Dammerlirch bis Pfctter- haufen. (Eir. Bin.) Krieg im We^er? Vom MvHp im Osten. lieber Warschau sind am 27. Oktober deutsche Luftfahrzeuge erschienen. Mehrere Vom - den haben den Hauptbahnhof fast ganz zer- st ö r t, wobei 7 Personen getötet und eis verwundet wurden. (Nordd. Altg. Ztg.) Nach sicherer Quelle ertrank bei den ersten Kämpfen südlich von Warschau rund der dritte Teil eines sibirischen Armeekorps, das damals die alleinige Stadtbesatzung war, während der Flucht über die Weichsel. (Dtsch. Tgztg.) Mrscdsir-MilMoli. Zwischen Nieuport und Ostende sind sehr geschickt i sck. wcre Batterien in gut gedeckte Stellungen g- ^ } vrächt, die ein ununterbrochenes heftiges Feuer gegen die e n g l i s ck. e n K r i e g s s ch i s s e unterhalten. Den bis! : als zuverlässig erwiesenen Zeiii<■■’.'*= richten aus Belgien und Nordsrankrcich zufolge si u'zwischen Lille und B a i l l e u l sämtliche Ortschaften von j den Deutschen besekt worden. Südlich Dirmuden j befindet sich die deutsche"Frontlinie in beträchtlicher Verschiebung nach dem Westen. (Clr. Bin.) Mb. Rotterdam, 25. Olt. Nach dem „Nieuwe > Retter, .n'isä :: Courant'' l aben die Deutschen ihre Ge- sechtsli.ite.über 5 0 Kilometer nach Westen (also j vorw-i s)"verlcgt und liegen gerade vor Arr, as. Un- ' amhqrlich donnern die Geschütze. Die Kampffront vcr ! läuft gegenwärtig in der geraden Linie von A r r a s nacb Slp^rn- Dirmuden. In D o u a i sowie in vielen anderen Städten ist die Bevölkerung geflohen. Die Franzosen haben sich bei B a I e n c i e n n e s ohne Kamps schnell z u- s r ü ck g e z o g e n. Die Kämpfe in der Gegend von Iwangorod, wo nach dem neuesten Bericht unseres Hauptquartiers die Deutschen niit den österreichischen Truppen Schütter an Schmier kämpfen, lenkt die Aufmerksamkeit auf den Unken Flügel der 350 Kilometer langen Eesechtslinie der Verbündeten, die juh vom Dnjrftr bei Sambor längs des Laufes des Sanffuffes bis zu dessen Mündutig in die Weichsel, von da längs des Laufes der Weichsel über Iwangorod und Praga-Warschau bi? zu dem befestigten Nowa-Georgiewsk erstreckt. Hier befindet sich ! das Fejiungssyftem Warschau (Lagersestung) Prpga - Nowa-Georgiewsk Bei Nowa-Eeorgiewsk mündet der Bug in die Weichsel, die kurz vorher die Narew in sich aufnimmk. Die Narewlinie verteidigt mit sumpfigen Ufern die rechte Flanke der Stellung cor und um War schau. Ihre wenigen Uebergänge sind durch Forts von größerer wie niederer Bedeutung gegen Preußen ge sperrt. So bei Pultusk, Ostrolcnka, Lomza und Osso EÜIßC. Welche Bedeutung der Festung Warschau zuzusprechen ist, evstellt, wenn man in Betracht steht daß hier die drei Haupt-Eisenbahnen Zusammenstößen, die Polen mit dem Innern des russischen Reiches verbinden: die Bahn Warschau-Wil- na-Pelersburg, die Bahn Warschau-Brest- sLagersestung) Minsk-Moskau, die Bahn Warschau-Brest-Kiew, mit Abzweigung nach Odessa. Nach Deutschland aber führen von Warschau die Bahnen über Thorn-Bromberg nach Berlin, nach Kalisch-Breslau, und nach Oberschlesien über Tschenstochau. Iwangorod, drei starke Tagemärsche südlich von Warschau an dem Knotenpunkte der Bahnen Radom-Brest und Warschau-Lublin und an der Weichsel gelegen, bildet, den rechten Flügel des Zentral-Festungs- Systems von Russisch-Polen. Die Festung besitzt eine bastionierte Stadtumwallung und neun kleine Werke auf dem rechten Weichselufer. Auf dem linken User befinden sich ein starker Brückenkopf (Fort Eortschakow) und drei vorgeschobene Forts. Die meisten Werke auf dem rechten Ufer sind in den Jahren 1877—1884 erbaut und entsprechen mithin den Anforderungen jener Zeit. Warschau ist eine große Gürtel- und Lagersest- ung. Die auf dem linken Ufer gelegene Stadt besitzt eine Zitadelle, die als Zwingburg Warschaus wirkt, außerdem auf der inneren Umfassung sechs, auf der äußeren fünf Forts. Auf dem rechten Weichselufer liegt die Borstadt Praga, die mit 5 Forts, davon das eine gegenüber der Zitadelle, versehen wurde. Obwohl in letzter Zeit für die Verstärkung der großen LagersestuNg Brest (am Bug) mehr als für Warschau' in fortifikato- rischer Hinsicht geschah, so bietet Warschau dennoch in Verbindung mit Ncwa-Georgiewsk sür die Russen in ihrer Stellung längs der Weichsel eine starke Flügelanlehnung, und, da die Lagerfestung Raum für den Aufenthalt und die Gelegenheit für den Durchzug starker Truppenmassen bietet, ein geeignetes Ausfalltor. Anderseits bietet die Weichsel zwischen der galizischen Grenze und Warschau ein starkes Hindernis, und Iwangorod hier die einzige Gelegenheit zum Uebergang. Dieses Verhältnis spricht zugunsten der Deutschen, das anscheinend auch mit Erfolg ausgenutzt worden ist, denn nach einer italienischen Meldung, stehen die Deutschen schon 12 Kilometer vor Warschau, das von der Bevölkerung verlassen wird. vom autzereuropäischen UriegLfchauplcch. Die offizielle Bestätigung der Nachricht, daß die Japaner die Marschall-Jnseln besetzt haben, hat in Washington große UnrUhe hervorgerufen, zumal, da die deutsche Botschaft entgegen der japanischen Behauptung versicherte, daß der Regierungssitz Jaluit nicht als Flottenbasis für das deutsche ostasiatische Geschwader benutzt werden könne, weil dort keine Befestigung irgend welcher Art eristiere. Allerlei Uriegsnachrichten. Wie aus dem Großen Hauptquartier mitgeteilt wird, ist General v. Moltke an Leber- und Gallenleiden erkrankt. Die Krankheit gibt keinen Anlaß zu Besorgnissen. General v. Moltke befindet sich in guter ärztlicher Pflege im Großen Haupt - quartier. In seinern Zustand ist bereits eine wesentliche Besserung eingetreten. Seine Geschäfte sind dem Kriegsminister General v. Falkenhayn übertragen worden. " Kapitänleutnant Weddigen hat den Orden PoUr le merite erhalten. * Die deutsche Zivilverwaltung Belgiens erwägt die Einführung der deutschen Arbeiterschutzgesetze in Belgien. Bei dem Besuch des Kaisers bei dem Armee - führer, Generalobersten Kronprinz Rupprecht von Bayern, hatte eine Landsturm-Kompagnie die Ehrenwache. Der Kaiser spendete den tapferen Landstürmern 1000 Kaiserzigarren und Wein. m. K ö l n, 25. Oktbr. Als Kriegsgefangene wurden in rheinischen Festungen 16 Bürgermei st er Belgiens eingeliesert, die den Kriegsmaßnahmen der deutschen Behörden im Vertrauen auf die Versicheruy- gen der gewesenen Antwerpener Regierung passiven W i d e r st a n d entgegengesetzt hatten. Im „Corriere della Sera" schreibt General Galli einen Artikel über Deutschland und führt u. a. aus: Ein Staat, ein Volk, wo nicht nur Männer, sondern auch die Frauen, von der Aristokratin bis zur Arbeitergattin, mit eisernem Willen i're Arbeiten und zwar nicht nur die geheiligte Arbeit der, Krankenpflegerinnen, sondern auch die der Pofttelegraphen und Bureaus, mit Pflichttreue erfüllen, ein solches Volk ist Unbesiegbar und zu den größten Leistungen befähigt. (B. T.) Lvannung zwischen England »nd König Albert. St. Rotterdam, 25. Okt. (Eig. Drahtbericht.) Privysmcldungen aus Londoner Banfierkreisen lauten dahin, daß eine gewisse Spannung zwischen der belgischen und der englischen Regierung entstanden sei. Es stehe jedenfalls fest, daß König Albert mehrfach den Wunsch äußerte, einen Separatfrieden mit Oesterreich und Deutschland zu schließen, da er auf Deutschlands Ritterlichkeit hinsichtlich der Friedensbedingungen für Belgien rechnen zu können glaube. Zwischen Churchill und König Albert kam es darüber bereits in Antwerpen zu angeblich heftigen D i s- k u s s i o n e n. England soll jetzt der belgischen Regierung auch die Zinszahlung der belgischen Staatsyenten verweigert haben; es wird eventuell nur die Zinsen der in London untergebrachten 300 Millionen Franken belgischer Schatzbonds bezahlen. * 296 869 Kriegsgefangene. Bis zum 21. Oktober waren in deUffchen Kriegsgefangenenlagern untergebracht: Franzosen: 2472 Offiziere, 146 897 Mann, Russen: 2164 Offiziere, 104 524 Mann, Belgier: 547 Offiziere, 31 378 Mann, Engländer: 218 Offiziere, 8669 Mann, darumer 6 französische und 18 russische Generale (einschließlich zwei kommandierende Generale) und 3 belgische Generale; alles in allem also bis zum 21. Oktober 296 869 Gefangene. Amsterdamer Blätter melden aus London, daß die Chinesen England zu verlassen beginnen. Ein amerikanischer Dampfer, der vorige Woche von Liverpool abging, hatte als Passagiere 280 wehrfähige Chinesen an Bord, die in ihre Heimat befördert werden sollten. (Post.) * Wir brachten die Notiz, daß «in rheinisches D i e n st m ä d ch e n ihre Gesamtersparnisse von 2196 Mk. dem R'otenKreuz überwiesen hatte. Heute ersahren wir, daß dem opferwilligen Mädchen von unserer Kaiserin ein Gebetbuch mit einem Anschreiben übersandt wurde, welches die eigenhändige kaiserliche Unterschrift trägt: „Ihre dankbare Auguste Viktoria I. R'.". So hat auch diese so überaus opferwillige Tat ihren reichen Lohn gefunden, und in stillen Stunden wird die opferfreudige Geberin sich oft ihrer hochherzigen, dankbaren Kaiserin erinnern. Die deuifcbe Sozialdemokratie und der Krieg. Der sozialdemokratische Abgeordnete Scheidemann hat in einem Schreiben an die „New Porter Volksztg." die Gründe auseinandergesetzt, welche die Sozialdemokratie im Reichstage veranlaßt haben, die Kriegskredite zu bewilligen, und noch jetzt ihre Stellung zuM Kriege bestimmen. Er führt darin aus: „Den Krieg hat in Deutschland niemand gewollt. Dem widerspricht auch nicht die Tatsache der deutschen Kriegserklärung an Rußland und schließlich auch an Frankreich. Hätte Deutschland, das über die Vorbereitungen seiner Nachbarn genau! unterrichtet war, noch einige Zeit gezögert, dann wäre Rußland mit seiner längst heimlich betriebenen Mobilmachung fertig geworden und hätte unser im Osten nur mäßig beschütztes Land mit seinen Kosaken überflutet, lind dann wehe uns ! .... Auf Rußland lastet die Hauptschuld an dem jetzigen Krieg. Noch während der Zar mit dem deutschen Kaiser im Depcschenwechsel stand, um scheinbar für den Frieden zü wirken, ließ er heimlich nicht nur gegen Oesterreich, sondern auch gegen Deutschland rüsten. Daß Frankreich, daß das republikanische Frankreich, auf Tod und Verderben mit dem russischen Absolutis - muS verbündet ist, ist eine schier unfaßbare Tatsache. Und daß England, das parlamentarisch regierte, demokratische England, Seite an Seite mit den Russen gegen Deutschland kämpft, um „für Freiheit und Kultur" einzutreten, das ist eine Heuchelei von wahrhaft gigantischer Schamlosigkeit. Rußland, Frankreich, Belgien, England, Serbien, Montenegro und Japan stehen im Kampf, um „für Freiheit und Kultur zu kämpfen", das heißt: gegen das Deutschtum zU kämpfen, das der Welt Goethe, Kant und Karl Marr geboren hat ! Es wäre zum Lachen, wäre die Situation nicht so verzweiselt ernst." Scheidemann betont weiter, daß die deutsche Sozialdemokratie die Pflicht hatte, sich gegen den Zarismus zu wenden, und sagt weiter: „Auch wir Sozialdemokraten haben nicht aufgehölt, Deutsche zu sein, weil wir uns zur sozialistischen Internationale bekennen. Und wenn wir im Reichstage einstimmig die Kriegskredite bewilligt haben, so haben wir lediglich wahr gemacht, was oft genug von unseren Besten von der Reichstagstribüne versichert worden ist. . . Mir haben als überzeugte Sozialisten für die K egskredite gestimmt... Auch wir wollen unser Vaterland schützen . . . Von welcher Seite man immer das Problem betrachtet, wir deutschen Sotzialisten konnten nicht anders handeln, als wir gehandelt haben. Das ganze Volk ist entschlossen, koste es, was es wolle, den Krieg so schnell als möglich, und zwar siegreich zu beenden. Kein Mensch hatte hier Groll gegen Frankreich, und jedermann wünschte, daß zwischen Deutschland uUd Frankreich so bald als möglich ein ehrenvoller Frieden herbeigeführt wird." Die weitbürgerliche Aufgabe des deutschen Großvolkes. Der Reichstagsabgeordnete D. FriedrichNau- m a n n, der f: ,cr bekanntlich einer Annäherung zwischen Deutschland und England freundlich gegenüber - stand, hat auf Grund der jetzigen Ereignisse seine Anschauungen überprüft und macht energisch Front gegei alle Flaumacher, die geneigt sind, einen halben Friede, zu schließe». Besonders auf England richtet er sein Au genmert. Er schrieb im „Berl. Börsew-Kurier^ u. a. sol gendes: Wir haben jetzt gar keine Wahl, was wir tui oder lassen sollen. Der Weg ist Uar oorgezeichnet. W i müssen siegen, um nicht besiegt zu-wer den. Auch alle diejenigen, die vorher sich an den Frie dens- und Veiständigungsvcrsuchen beteiligt haben, kön nen jetzt gar nichts anderes wollen als Kampf uni Sieg. Und in der Tat, keiner will etwas anderes Das deutsche Volk ist nicht am wenigsten gerade durä die englische Kriegserklärung zur festesten Einheit gewor den. Das Wort, das Fürst Bülow nach London hi, redete:' „Wer auf uns beißt, beißt auf Granit", ist jetz greifbare Wirklichkeit. Niemand in Deutschland wil gegenüber England einen halben und vorläu sigen Frieden. Wir Deutschen muffen in diesem Kamp größer und stärker werden an Kolonial- mrd Weitab sichten, wenn wir nicht kleiner werden wollen. Die rvell bürgerliche Aufgabe eines kämpfenden Großvolkes steig vor uns in die Höhe. Das gute, treue und bisweile, etwas langsame deutsche Volk wurde durch die englisch Kriegserklärung geradezu in Wcltpolitik hineingetrieben flu$ aller Mit. * Krieger- und Turnergräber ar Völkerschlachldenkmal. Für di« in den Leip ziger Lazaretten sterbenden Feldzuysteilnehmer hat de Rat der Stadt eine gemeinsame Ruhestätte am Fuß des Völkerschlachldenkmals zur Verfügung gestelll un di« Pflege der Gräber aus die Stadt übernommen. Nu sollen auch die beiden inzwischen verstorbenen Festturr warte des großen 12. Deutschen Turnfestes, Rudol Witzgall und Bernhard Striegler, nach einer am Vö> kerschlachtdenkmal gelegenen Stelle des Südsriedhofes un gebettet und dvrt das von der Deutschen Turnerfchai geplante Ehrenmal errichtet werden, wie denn überhaup die an das Denkmal sich anschließende Abteilung de Südfriedhofes für die Zukunft als Ruhestätte für ve, dienstvolle Turner vorgesehen ist. * Gin „H eld enviertel" in Lankwitz Berlin-Lankwitz hat als erste Gemeinde «in ganzes Ort< viertel nach den siegreichen Führern in Deutschlands He> und Flotte benannt. Für sechs im Bebauungsplan oo gesehene und zum Teil schon angelegte Straßen sin folgende Namen festgesetzt: Hauscnstrahe, Hindenburg straße, Wcddigenstraße, Kluckftraße, Ludendorffitrahe un Emmichstraße. • Madrid, 25. Okt. Di« Königin v o Spanien ist von einem Knaben entbunden wo den. ---- -------— Die Deutreben an die front. Wie war's gewitterschwül im Reich! Gottlob, da brach es los! I ■ Nun droht von Ost und West zugleich Des Feindes Todesstoß. Und sieh, zu Fuß, auf Rvsseshuf Gestalten, hoch und blond! Millionen auf des Kaisers Ruf: Die Deutschen an die Front! Klang's nicht aus eines Briten Mund, Der focht mit uns vereint? Nun gegen ihn werd's dröhnend kund! Der Brite ist der Feind! Warm»? Weil deutsche Emsigkell Am Himmelslicht sich sonnt! Nicht dulden will, sein Krämerneid Die Deutschen an der Front! « ii ii b l‘ !- fi (< Ii 9 s bi ö » U § 9 5 ii ta SJ w I fr i pi I« ti io «i di R M 15 ui u, «I II ÜC 0 M Pi Mi de 9t h! 8i 3. jit ii, 9( * Sein Schiff, sein Ruhm ist in Gefahr, In Not sein Geld und Gut! Und fließen soll, wie immerdar. Für ihn Europas Blut! Wie kam es, daß auf jedem Meer Sein Segel stolz sich sonnt? Sind wir so würdig nicht wie er? — Die Deutschen an d i r Front? Das ist des blutigen Ringens Preis: Ob künftig in der Welt Gier Albions oder deutscher Fleiß Der Menschheit Zepter hält? Der Eier bis auf das Messer Krieg. Ihr Männer treu und blond I Und Fleiß und Ehrlichkeit der Sieg? — Die Deutschen an ble Front? Albert Mnmmenhoff. ___ > Der mordproze$$ von Serajewo. WTB. Serajewo, 25. OS. Ueber den Yen gen Sitzungsverlauf des Hochveyratspr^effes wird m gemeldet: Nach den Plaidoyers der Verteidiger und 1 Replik des Staatsanwaltes erklärte der Angeklagte Ce brinovic, wenn auch Princip den Helden spielen wot ( tue doch allen Angeklagten das, was geschehen sei, ,> gemein leid. Sie hätten nicht gewußt, daß der Er« Herzog-Thronfolger Kinder habe. Die Angeklagte baten, man möge diesen Kindern milleilen, daß sie!« Tat bereuen. Die Kinder möchten ihnen verzeihen.'7 t Angeklagten seien keine Verbrecher. Sie Höllen sich sk eine Sache, die sie für gut gehalten Höllen, geopsc. Princip erklärte, in ihm sei der Gedanke des Atten- lals entstanden. Deshalb habe er das Attentat ausge- führt; er wolle sich nicht verteidigen. In dem Hochverratsprozeh beendigten die Verteidiger die Plädoyers. Die heutige Verhandlung wurdk sodann geschlossen. Die Verkündigung des Urteils erfolgt am 28. Oktober vormittags. "I Kjd >fti$ Siadt m<\ Land. »in «p* bei % mb iun im >H töll um (flfl upi b« KO »1 tls )te) 001) M w UHi Ot 001 '* Die Grohherzoigin hat die Tapserkeits - medaille bürt 1 Leutnants der Reserve des Leibgarde-In- fanterie-Rrgiments ^(1. Er. Hess.) Nr. 115 Morell (Ernst), M o r e l I (Erich) und Morell (Walter) verliehen. * D a s Eiserne Kreuz erhielten: Major v. A st e n, Hauptmann W e h r h e i m, Hauptmann R i eck, wberleutnant Fimenich, Leutnant B r e n d e l (Rü° dcls), Leutnant v. Specht, Leutnant Schroeder, Leutnant H a a g n e r, Leutnant B u ch h o l tz, Leutnant d. Res. H e l l w i g, Leutnant d. Res. Johlen und Bornemann, sämtlich vom Jns.-Regt. Nr. 116. Kommerzienral Dr. Wilhelm Opel, im Kaiser!. Freiw. Automobil-Korps, wurde das Eiserne Kreuz, sowie die Hessische Tapserkeitsmedaille verliehen. Höchstpreise für «pcisekartoffeln. Das Erohherzogliche Ministerium des Innern hat die Grohh. Kreisämter und die Oberbürgermeister der Städte beauftragt, sofort Hoch stp reise für Speise - karlosfeln seslzusetzen, die dem örtlichen Ernteertrag, den Verkehrs- und Äbsatzverhältnissen usw. anzupassen sind und einen bestimmten Betrag nicht übersteigen dürfen. Die Mahnahme stützt sich aus das Rcichsgesetz, betreffend Höchstpreise, vom 4. August 1914, und hat zur Folge, dah ein Besitzer von Kartoffeln, der diese Höchstpreise überschreitet oder Vorräte an Kartoffeln verheimlicht oder der Aufforderung der zuständigen Behörde, seine Vorräte zu den festgesetztem, Höchstpreisen zu verkaufen, nicht nochkommt, mit Geldstrafe bis zu 3000 M. oder^ im Unvermögensfalle mit Gefängnis bis zu 6 Monaten bestraft wird. Auch kann die zuständige Behörde die Kartoffeln übernehmen und auf Kosten und Rechnung der Besitzer zu den festgesetzten Höchstpreisen verkaufet), soweit sie nicht für dessen Bedarf nötig sind. — Pie Behörden sind angewiesen, die Vorschriften des Gesekes strengstens zu handhaben, damit die Bevölkerung d^s Landes sich mit diesem notwendigen Nähr,- ungsimÄel ZU Preisen, die das Interesse des konsumierenden Publikums berücksichtigen, daneben aber auch der Lage der Händler und Produzenten Rechnung tragen, versorgen kann. . . ..'i?;, ,i! am» n * Alle bisher von Militärbehörden an Privatpersonen ausgestellten - Au sweise für Eisenbahn- und A mt ftory bejahrten nach den Kriegsschauplätzen vom 24. Oktober ab nicht mehr, lieber die Ausstellung neuer Answeiskarten nach anderem Muster werden die hierfür erlassenen Bestimmungen demnächst bekannt« tzttgeben werden. * Vier Postwün s chc der Feldgraue,, keinen in den Feldpostbriefen immer wieder: 1. Sendet Feldpostkarlen mit Antwortkarte. 2. Legt jedem Briese Papi e r-und Umschlag zur Antwort bei. 3. Sendet Fcldpostänweisungen, damit wir unser Geld nach Hause' schicken können. 4. Sendet K o p i e r st i f te zum Aus füllen der Postanweisungen, da Bleististschrisi nicht genügt und Tinte nicht vorhanden ist. -w- Personen, die Auskunft über Kriegsgefangene wünschen, wenden sich zweckmähig ; mit einer Postkarte an folgende Adresse: An das In- ; ternationale Komitee vom Roten Kreuz, Ermittelungs - - bureau für Kriegsgefangene, Genf in der Schweiz. — j Die Rückseite der Postkarte ist nach folgendem Muster auszufüllen: Zu beantwortende Fragen: Name des Militärs, Vornamen, Rang, Truppengattung (Inkorporation)), Nummer, Datum und Ort, an welchem «r zuletzt gesehen, gefangen oder verletzt wurde, so genau wie möglich, Name und Adresse des Absenders. Die Ansprüche der Kriegs-Invaliden und der Hinterbliebenen gefallener Fcldzugteilnehmer an die Invaliden- und Hinterblicbcncnvcrfichcrung. (VI. Buch der Reichsversicherungsordnung.) Ueber diese Ansprüche, die neben den auf den militärischen Fürsorgegesetzen beruhenden Bezügen geltend gemacht werden können, bestehen in den interessierten Kreisen noch manche Unklarheiten, so dah eine kurze Zusammenstellung der maßgebenden Gesetzesvorschriften an- gezeigt ist. Die auf Grund der ReichsvcrsicheruUgsordnung gegen Invalidität versicherten Personen, die im Kriege oder später infolge der Feldzugsstrapazen invalide werden, haben Anspruch auf die Invalidenrente. Als invalide gilt ohne Rücksicht auf das Lebensalter der Ver? sicherte, der infolge Krankheit oder anderen Gebrechen nicht mehr imstande ist, ein Drittel dessen zu erwerben, was gesunde Personen seiner Art mit ähnlicher Autz - bildung in derselben Gegend durch Arbeit zu verdienen pflegen. Ist die Invalidität dauernd, so beginnt die Rente mit dem Tage des Eintritts der dauernden Invalidität. Ist dagegen in absehbarer Zeit wesentliche Besserung zu erhoffen, so beginnt die Invalidenrente erst nach einer 26wöchigen ununterbrochenen Dauer der Invalidität. Was die Ansprüche der Hinterbliebenen der gegen Invalidität versichert gewesenen Feldzugsteilnehmer betrifft, so gilt folgendes: Witwenrente erhält die invalide (nicht die noch erwerbsfähige) Witwe des Versicherten. Für den Begriff der Invalidität gilt im wesentlichen dasselbe, was oben für die Invalidität des Mannes gesagt ist. Die Witwenrente beginnt in der Regel mit dem Todestag des Ehemannes. Ist in absehbarer Zeit Wiederherstellung der Erwerbsfähigkeit zu erwarten, so kann die Witwenrente auch erst nach 26- wöchiger ununterbrochener Dauer der Invalidität ge - währt werden. — Witwengeld erhält die Witwe (auch die noch nicht invalide) des Versicherten, wenn sie selbst auch gegen Invalidität auf Grund der Reichsverficher- unqsoydnung versichert ist. — Waisenrente erhalten nach dem Tode des versicherten Vaters seine ehelichen Kinder unter 15 Jahren, ohne Rücksicht darauf, ob die Mutter noch lebt und ohne Prüfung der Frage, ob Bedürftigkeit vorliegt. Ob die Anträge Erfolg haben, bängt im Einzelsall noch davon ab, ob weitere gesetzliche Voraussetzungen wie Erfüllung der Wartezeit, Erhaltung der Anwartschaft zutreffen. Die Ansprüche selbst sind bei der Bürgermeisterei des letzten Wohn- oder BeschäftiguNgsortes anzumelden. n G i e h e n. Die Eröffnungsvorstellung des Stadt- theaters am Sonntag, den 1. November, wird einge - leitet durch einen Prolog und ein lebendes Bild „Huldigung vor Germania": es folgt „Wallensteins Lager": den Schluh bildet das Lebensbild von Ernst Wichert „Das Eiserne Kreuz".- ! B i s ch o s s h e i m. Eine eigenartige, aber recht zweckmähige Gabe hat der aus Eisenbahnern bestellende Kaninchenzüchtcrverein von Bischofsheim für die im Felde stehenden Soldaten gestiftet. Der Verein lies; bei seinen Mitgliedern alle vorhandenen Kaninchenfelle, gegerbt und uNgegcrbt, sammeln und dem Roten Kreuz überweisen. Auf diese Weise kamen nahezu 100 Felle zusammen. Die Kaninchenfelle werden als vorzügliche Brustwärmer von unseren Soldaten besonders geschätzt. Es soll angeregt werden, daß alle Kaninchenzüchtervereine dem guten Beispiel folgen. Liicrarircbes. ? Der Land-Kalender für das Groß- Herzogtum Hessen, Ausgabe 1915, ist soeben im Grotzherzoglichen Staatsverlag zu Darmstadt erschienen und durch die in allen Städten und Gemeinden des Grohhcrzo^tums befindlichen Verkaufsstellen zum bisherigen Preise von 25 Psg. zu beziehen. Dieser „Land-Kalender" ist einer der ältesten, wenn nicht überhaupt der älteste aller in Deutschland erscheinenden Kalender, denn er steht jetzt im 205. Jahrgang. Die Ausgabe 1915 darf als die schönste und inhaltreichste bezeichnet werden, die bisher erschienen ist, enthält sie doch 86 Seiten in Quartformat und so zahlreiche große und kleine Illustrationen wie nie zuvor. Außer dem amtlichen Kalendarium für 1915 und dem amtlichen Verzeichnis aller im Jahre 1915 stattfindenden Messen und Märkte, hringt der „Land-Kalender" jetzt zum erstenmale einen weiteren a m t l i ch e nT e i l: „D a s G r o h- herzogtum Hesse n". Es ist dies sozusagen ein kleines Hof- und Staatshandbuch für jedermann, enthaltend eine Beschreibung und die wichtigsten Angaben über das Land, seine Verfassung, seine Wappen, das Erohherzogliche Haus, die Landesverwaltung — insbesondere die Landstünde, die Landes- und Lokalbehörden. Außerdem finden wir in dieser Kalender-AuSgabe noch zahlreiche andere nützliche Mitteilungen, Ratschläge und Tabellen, sowie erstklassige Originalaufsätze unter - haltenden uüd belehrenden Inhalts, darunter an erster Stelle eine fesselnd geschriebene und vorzüglich illustrierte Schilderung der Geschichte und Entwickelung der alten Freien Reichsstahl Friedberg. In Wort und Bild folgen dann die Darmstädter Künstler-Kolonie-AusstelluNg 1914, das Erohherzogliche Hoftheater in Darmstadt und vieles andere. Als Kunstbeilage erscheint diesmal eine Gesamtansicht von Friedberg. Alles in allem bietet der „Landl-Kalender 1915" soviel des Schönen und Nütz - lichen, dah kein« hessische Familie seine baldige Anschaffung versäumen sollte. ? Deutschen Gei st in der deutschenFa- milie hochzuhallen und zü pflegen, ist in diesen Zeiten der nationalen Erhebung die ehrenvolle Aufgabe der Daheimgebliebenen. Nicht nur unser TuN. sondern auch unsere Kleidung und unsere Lektüre sollen ohne törichte Uebertreibungen würdevoll deutsch sein. Kaum eine Zeitschrift unseres Vaterlandes kommt diesen Bedürfnissen aber in gerechterer und vielseitigerer Weise entgegen als die altbewährte Mode- und Fami- lien-Zeitschrift „Mode Und H a U s". Das letzte Heft nimmt in seinem Modeteil die Idee der deutschen Mode in einer maßvollen und auch mit bescheidenem Aufwand zu verwirklichenden Form auf, während eine re'che Bilderbeilage die neuesten Photographien von allen Kriegsschauplätzen bringt und eine Fülle von Romanen, Novellen, gut illustrierten Aufsätzen warm und unterhaltend zu dem vaterländischen Empfinden spricht. „M o d e u n d Haus" kostet trotz seines reichen In- balts pro Quattal nur 1 Mk., wofür 6 Nummern geliefert werden. Abonnements bei allen Buchhandlungen und Postanstalten. Probcnummern erhältlich bei elfteren und durch den Verlag John Henry Schwerin, G. m. b. H., Berlin W. 57. Verantwortlich: Alb in Klein, Eichen. , 1,0 ,)bt 6 »oi ifl lag« fir '0 ll. V I Drucksachen für Behörden 8 Formulare, tabellarische Arbeiten, 8 W Voranschläge, Mahn-u. Steuerzettel H 8 Quittungen, Berichtsbogen etc. etc. 8 Jahresberichte schnell und billig. 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Wirkungen einer llnnsknr: Die ausserordentlich wichtige und folgenschwere Nieren- arbeit wird erleichtert und angeregt, die Zylinder, welche die Nierenkanälchen verstopfen, werden herausgespült, der Eiweissgehalt de? Harns verliert sich, Beklemmungen und Atemnot nehmen ab, die überschüssige Harnsäure, welche die Ursache zu allen rheumatischen u. gichtischen Leiden ist, wird abgetrieben. Gries und Nierensteine gehen ohne besondere Schmerzen ab, das Drücken und Brennen .beim Urinieren fällt weg, der Magen, Nieren und Blase werden gereinigt und der Urin wird klar. Es tritt ein Wohlbefinden ein, welches früher nicht vorhanden war. Man frage den Arzt. Literatur frei durch Hoinhardsquelle G. m. b. II. bet wiidungen. Reinhardsquelle erhältlich iu Apotheken und Drogerien, wo nicht, Lieferung direkt ab Quelle. stark TI U weiche bei Störungen schon vieles andere erfolglos angewandt, bringt mein ' glänzend begutachtetes Mittel schnelle j p< Wirkung. Ueberr g cheud. Erfolg, selbst in harnäck. 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Die Betreffenden wollen sich daher umgehend beim Bczirlskommando- hier schriftlich oder, mündlich unter ] Vorlage ihres Führerscheines melden. Gießen, den 23. Oktober 1914. Oiroyk. Bezirkokommando. Naumann, Oberstleutnant und Bezirkskommandeur. Höhere Privatschule Darwftade. Grüner Weg 10. Fernsprecher 1512. Die Anstalt bereitet in sorgf. persönlichem Unterricht zur Eirj Prim.-, Fähnrichs- und Ueifeprüsung vor. Prüfungscrgebnisse und sonstige Mitteilungen durch den Vorsteher H. Rupp. »1« landwlrischaftlk Lehranstalten g durch aSStudiam d. weltberühmt. Selbst anterrichtswerke Method^Kusti«, x, ßieN^ndwirtschaftlichen Fachschdlen. • : Handbücher tfar Aneignung der Kenntnisse, die an UndwJHschaftlleben th Fachscnulen gelehrt werden, oud Vorbereitung zur Abschlussprüfung i, der entsprechenden Anstalt — Inhalt: Acker bau lehre. Pflanzenbaulehre, landwirtschWU. Betriebslehre und Buchführun^TTierproduktions- lehre, landwirtschaftliche Chemie, Physik, Mineralogie, N atu rgr sc hiebt«. Mathomatlk, Orn^tsch, Französisch, Geschirmte, Geographie. j, Ausgabe A: Lamlwirtschaltssclli | Aucgabe B: Ackeftbaosciiole ' Ausgabe C: LandxH^tsciL&ftlifehe Wlnterschule Ausgabe D: landwlrtecliaf^lcbe Fachechnle r* CMge8chalen bezwocken, elnevflchti« allgemeine u. eine vorzügliche . •cüjcbulbildung zu verschaffei^/^hrenAder Inhalt dor Auigibo A g den gesamten Lehrstoff der Land^rtschsftsschdlo vermittelt und das G durch das Studium erworbene I««fifc\ciignls dieselben Berechtigungen i > ^- ~&hrt wie die Versetzung neun der \loer*ekunda höb. Lehranstalten. versebaffeo die Werke B und/C die tbVo^tiftcben Kenntnisse, die an i einer Ackerbauachule bzw. eiber landwirl^haftlichen Wintorschnle ge- i lehrt werdon. Aasgabe D/ht für solobe bestimmt, die nur die rein : landwirtschaftlichen Fßoner beziehen wollöo, Fanbkenntnisse anznelgiva ' Auch durch dasStndbfm nachfo'.g. 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