Sezugspreis 25 pfg. monatlich vierieilährlich 75 Pfg., vornuszab^bar, jrei ins Haus. Abgeholt in unierer Expedition oder in den Znuuft- auSgabestellen vicrteliährlich 60 Pfg. — Erscheint EkPköltl0N! Mittwochs und SamStagS. — Redaktion: Tellers. weg 83. — Für Aufbewahrung oder Rücksendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. Verlag der „NieKencr Zeitung" G. m. b. H. Anzeigenpreis 15 pfg. die 44 mm breite PctiIzcile für Auswärts 20 Pfg. Die 90 mm breite Reklame-Zeile 50 Pfennig SCltfrStDCa 85. Extrabeilagen werde» nach Gewicht und Gröfu berechnet. Rabatt komnit bei Ucberschrcitung des ZahlungS- zieleS (30 Tage), bei gerichtlicher Beitreibung oder bei »ankur» in Wegfall. Piavvorfchriften ohne Verbindlichkeit. Truck der Eictzcncr VcrlagSdruckcrci. 2llbi» Klein. Nr. 74 Samstag, den 12. September 1914. Telephon Nr. 362. 26. Jührg. Weltkrieg. Fraurreichs letztes Aufgebot. Die Muffen wieder geschlagen. Deutschlands Kriegsanleihe. Die deutschen Armeen auf der Linie Paris-Verdun-Toul-Nancy-Belfort. Pom Krieg im Westen. Nene Erfolge. WTB. ($ r o e s Hauptquartier, 10. Sep. Der deutsche Kronprinz bat heule mit seiner Armee die befestigte feindlich« Stellung südlich von Verdun gcuom- men. Teile der Armee haben die südlich von Verdun liegenden Sperrforts genommen; die Forts werden seit gestern durch schwere Artillerie beschossen. WTB. Großes Hauptquartier, fo. Sep. (Amtlich.) Die ö st l i ch P a r i s in der Verfolgung an und über die Marne vorgedrungenen Heeressäulen sind aus Paris und zwischen Meaur und Montmirail von überlegenen Kräften angegriffen worden. Sie haben in schweren ^tägigen Kämpfe» den Gegner aufge- halten und selb st Fortschritte gemacht. Als der Anmarsch starker feindlicher Kolonnen gemeldet wurde, ist ihr Flügel zurückgenommen worden. Der Feind ist an keiner Stelle gefolgt. Als Siegesbeute dieser Kämpfe sind bisher 5 0 Geschütze und einige Tausend Gefangene gemeldet. Die westlich Verdun kämpfende Heeressäule befindet sich in fortschreitenden Känipfen. In Lothringen und in den Vogesen ist die Lage Unverändert. Auf dem ö st l i ch e n Kriegsschauplatz hat der Kampf wieder begonnen. Am Sedanlage war zwischen Reims und Verdun durrt, die Befiegung von 10 franzöfifchen Armeekorps ■: der Durchbruch des französischen Zentrums gelungen. Unter Anlehnung an Verdun zogen sich die rechts von der Durchbruchsstelle stehenden französischen Truppen - teiie nach Süden zurück, wo sie bisher die zahlreichen - Speryforts zu beiden Seiten der Maas zwischen Verdun und Tont als Rückendeckung hatten. Run ist cs dem - deutschen Kronprinzen gelungen, die Höhe» südöstlich von Verdun zu nehmen. Die notwendige Folge war . das Zurückgehen der Franzosen hinter die Sperrsort - Linie, gegen die — wie aus der Meldung des Gene - - ralquart.crmeistcrs hervorgeht — der Angriff nun ebenfalls eingeleitct ist. Ein Durchbruch zwischen Toul und Verdun würde den Fall dieser beiden grotzen Fesmn- r gen sicher beschleunigen, die sich mit zäherer Ausdauer S halten, als die bisher eroberten. Immerhin wird die Arbeit hier nicht allzu leicht werden; denn ohne die den. Maasübcrgang mitbeherrschendcn Außcnforts von Verdun und Toul liegen zwischen diesen beiden güoßen Festungen nicht weniger als 6 starke Sperrscrts, die einzeln beschaffen und gewonnen sein wollen. Es sind dies (von Norden nach Süden): Geincourt (bei Diene), Troyon, St. Mihiel, Lionville (Aprcmont), Gironvillc und Iouty sous les Lotes (Boucq). Verdun selbst, der n ö r d l i ch st c Kops der langen Maas—Mosel-Sperrlinie, ist gleich Toul in einem ilnckreise von 40 Kilometern, also mit einem Durch - messer von 13 Kilometer, mit Befestigungen umgeben. Nach der deutschen Seite hin, auf dem rechten Maas - ufcr, liege», nördlich angcsangen, in einer wcslösllickicn Linie die Forts Cote de Froidc, Terre, Dormuinont, Vaur, in einer südlichen Linie gleicher Erstreckung die Forts Belleville, Souville, S. Michel, Tavannes. Vanr. Tavannes, Mouiainville und Rozellier bilden die vor geschobene Nord-Südlinie, hinter der westlich im Zwischenräume zwischen den beiden letztgenannten Forts die Befestigung von Belrupt liegt. Alle diese Forts find möglichst auf beherrschenden Anhöhen angelegt, ebenso das südlichste Fort Hauhüville. Links der^Maas liegt im Süden auf einer steidrn Anhöhe das Fort Dugnv, mit H-rubainville das Maastal sperrend, westlich das Fort Landrecout. dann nördlich die Befestigungen Re- qret, Ehaume und Marie, letztere auf der Höbe der erstgenannten Westostlinie Cote de Froide a.erre-Dam- loup. Die Stadt Verdun selbst hat eine alte Befestig - ung, die von Vauban herrührt, und eine Zitadelle; sie hielt 1870 die Deutschen vom 13. Oktober bis 8. November auf, an welchem Tage sie sich ergab. Die vorliegende erste Meldung zeigt dann scrner, das; der deutsche Kronprinz mit seiner Armee sich bis - Zeichnet die Kriegsanleihe! Wir stehen allein gegen eine Welt in Waffen. Vom neutralen Ausland ist nennenswerte finanzielle Hilfe nicht zu erwarten, auch für die Geldbeschaffung sind wir auf die eigene Kraft angewiesen. Diese Kraft ist vorhanden und wird sich betätigen, wie dyautzen vor dem Feinde, so in den Grenzen des deutschen Vaterlandes jetzt, wo es gilt, ihm die Mittel zu schaffen, deren es für den Kampf um feine Errftenz und seine Weltgeltung bedarf. Die Siege, die unser herrliches Heer schon jetzt in West und Ost errungen, berechtigen zu der Hoffnung, das; auch diesmal wie einst nach 1870-71 die Kosten und Lasten des Krieges schließlich auf die - jcnigen fallen werden, die des Deutschen Reiches Frieden gestört haben. Vorerst aber müssen wir uns selbst Helsen. Großes steht auf dem Spiele. Noch erwartet der Feind von unsrer vermeintlichen finanziellen Schwäche sein Heil. Der Erfolg der Anleihe mutz diese Hoffnung zerstören. Deutsche Kapitalisten ! Zeigt, daß Ihr vom gleichen Geiste beseelt seid wie unsere Helden, die in der Schlacht ihr Herzblut verspritzen! Deutsche Sparer! Zeigt, daß Ihr nicht nur für Euch, sondern auch für das Vaterland gespart habt! Deutsche Korporationen, Anstalten, Sparkassen, Znftitme, Gesellschaften, die Ihr unter dem mächtigen Schutze des Reichs erblüht und gewachsen seid ! Erstattet. dem Rriche Eue in Dank in dieser schicksalsschweren Stunde! Deutsche Banken und Bankiers! Zeigt, was Eure glänzende Or>;anisation, Euer Einfluß aus die Kundschaft zu leisten vermag! sfticht einmal ein Opfer ist cs. was von Euch verlangt wird! Man bietet Euch zu billigem Kurse Wertpapiere von hervorragender Sicherheit mit ausgezeichneter Verzinsung! Sage Keiner, daß ihm die flüssigen Mittel fehlen ! Durch die Kriegsdarlehnskassen ist im weitesten Umfang dafür gesorgt, daß die nötigen Gelder sltis- sitz gemacht werden können. Eine vorübergehende kleine Zinseinbuße bei der Flüssigmachung mutz heute jeder' vaterländisch gesinnte Deutsche ohne Zaudern auf sich nehmen. Die deutschen Sparkassen werden den Einlegern gegenüber, die ihre Sparguthaben für diesen Zweck verwenden wollen, nach Möglichkeit in weitherziger Weise auf die Einhaltung der Kündigungsfristen verzichten. Näheres über die Anleihen ergibt die B e- kannimachung unseres Reichsban k-Direkt o r i u m s, die heute an anderer Stelle dieses Blattes erscheint. > des bayerischen Kronprinzen, deren Vordringen durch ; die Panzerkctte ToustNancy-Epinal-Belfortz gehemmt ! wird. Die zweite deutsche ununterbrochene'Front steht an der Marne im Raume Paris-Reims. Und wie für die sranzöfifchc Ostarmec Verdun der Stützpunkt des linken Flügels ist, so bildet hier die Hauptstadt des Landes, deren weitere Befestigungen mit fast unmenschlicher Anstrengung betrieben wird die äußerste linke Spitz«. Deutsche Truppenteile, die östlich von Paris bis zur Marne und über dieselbe vorgedrungen waren, sind autz strategischen Gründen zurückgcnommcn worden, wie es in diesem Kriege bei uns und den Verbündeten bereits häufig vorkam. * * * Frankreich braucht Soldaten. Der französische Ministerrat unterbreitete dem Präsidenten Poincaree zur Unterschrift einen Erlaß, durch den diejenigen Männer, die bisher d i c n st u n- tauglich oder zurückgestellt waren, aufgesordcrt werden, sich einer neuen ärztlichen Untersuchung zu unterziehen. Diejenigen, die als diensttauglich befunden werden, sollen Unverzüglich ausgebildet, und diejenigen, die sich nach dem Erlaß nicht stellen!, als d i e n st t a u g l i ch angesehen werden. Vom törica i n Osten. Tic Runen ii» Riickzuqe. WTB. Großes Hauptquartier, 10. Sep. Generaloberst v. Hindenburg hat mit dem Ost - Heer den linken Flügel der noch in Ostpreußen befind - lichen russischen A r m e e geschlagen und sich dadurch den Zugang in den Rücken des Feindes geöffnet. Der Feind hat den Kampf aufgegcben und be- sindet sich in vollem R ü ck z n g e. Das Osthcer vcr- solgl ihn in nordöstlicher Richtung gegen den Njemen. Das 22. nisjische Armeekorps (Finnland) hat versucht, über Lyck in den Kampf in Ostpreußen einzu - greifen. Es ist bei Lyck von dem 17. Armeekorps unter Führung seines kommandierenden ' Generals von M a ckle n s o nn z U r ü ck g e s ch l a g c n worden. Die 8. Armee hat jetzt den Weg frei zum Angriff in den Rücken der russischen Truppen. Wien, 10. Sept. (Etr. Bln.) Der Kricgskorre - spoudcnt des „Neuen W. Tg'ok." meldet von den neuen Kämpien bei Lemberg, daß die österreichisch-ungarischen Truppen es waren, die dort neuerdings die Offensive ergriffen loben. Er bestätigt, daß eine große Schlacht im Gange sei. * * * ^österreichische Wuffenerfolge. Eine etwa ans 1500 Mann bestehende Abteilung der bei M i t r o w i tz a zersprengten Serben wurde bei Iudia nach kurzem Gefecht teils getötet und teils gefangen gestammen. Wien. Nach zuverlässigen Mitteilungen beträgt bisher die gesamte Za' I der Anineldungen von Kriegsfreiwilligen für die österreichisch-ungarische Armee über 1 250 000. — Die freiwilligen Sammlungen fiir das Rote Kreuz und die Kriegsfürforge in den öfter - re isiben Kronlondcn weisen bis jet;t über 205 Müli onen 'Kronen auf. her an dem Vorstoß gegen die Marne nicht beteiligt bat, wie wir es am 5. September annahmen. Seine Truppen bilden jetz-t eine gradlinige Front mit den in Fran- zösifckpLothringen stehenden Armeen v. Heeringen und Allerlei Uriegsnachrichten. WTB. Berlin. 10. Sep. (Amtlich.) Prinz Joachim von Preußen ist gestern durch einen Schrapnellschuß verwundet worden. Die Kugel ging durch den rechten Oberschenkel, ohne den Knochen zu verletzen. Der Prinz war als Ordonanzoffizier auf dem Gefechts- selbe tätig gewesen. Er ist in das Nächstliegende Gar- nisonlazarelt üvergesührt worden. Prinz Joachim ist der jüngste, im Jahre 1890 geborene Sohn des Kaiser - paares. Berlin, 10. Septbr. (Ltr. Bln.) H e l m u t f) Hirth, unser ausgezeichnetster Flieger, der seit Kriegs- beginn bei der Fliegertruppe tätig ist, hat aus dem Kriegsschauplatz das Eiserne Kreuz erhalten. * Ritter d e s Eisernen Kreu'zes. Sechs Flugzeugführern, die unter der hervorragenden Führung des Hauptmanns v. Dewall in den letzten dreivierlel Jahren hauptsächlich aus dem Truppenübungsplatz in Darmstadl tätig waren, den Herren Leutnant Ihn, Leutnant v. Kaysenbexg, Leutnant R e i n h a r dt, Leutnant Otto v. S c a n z o n i, Leutnant Zahn und Vizewachtmeister K n o t h e mit ihren Beobachtern zusammen, von denen nur Leutnant v. Fraüenberg namentlich bekannt ist, wurde am 28. August ds. Js. das Eiserne K r e ü z für hervorragende Flugleist - ungen durch Herzog Albrechl von Württemberg persönlich überreicht. Bon der Kohlengewinnung. Der erschienene statistische Teil des Jahresberichts des Vereins für die bergbaulichen Interessen im Ober- bergamtsbezirk Dortmund zu Essen für das Jahr 1913 enthält, wie üblich, reiches Zahlenmaterial und bietet außer näheren Angaben über das letzte Jahr wieder ein Bild 'der Entwickelung unseres Bergbaues und des Bergbaues der übrigen wichtigeren Länder. Aus der großen Fülle der interessanten Zusammenstellungen, die allerdings infolge der Neuregelung der Reichsmontanstaliftik nicht in allen Fällen voll vergleichbar sind, seien folgende Angaben wiedergegeben. Die Kohlengewinnung der Welt wird vom Verein für das letzte Jahr aus 1350 Mill. Ton- nen geschätzt und hat danach die Förderung von 1912 um mehr als 100 Mill. T. übertroffen. Die Hauptge- winnungsländer waren an der Welffördcrung folgendermaßen beteiligt: Ver. Staaten von Amerika mit rd. 38 Proz., Großbritannien mit 22 und Deutschland mit 21 Proz.-, aus diese 3 Staaten zusammen entfielen über 80 Prozent der Kohlenförderung der Welt. Die K o k s h e r st e l l u n g der Welt hat in 1913 113 Mill. T. betragen gegen 107 Mill. T. im Jahre vorher. Die Ver. Staaten von Amerika waren an dieser Produktion mit 42 Mill. T., Deutschland mit stark 32 Mill. T. beteiligt. An Briketts wurden im letzten Jahr 43 Mill. T. hergcftellt gegen 40 Mill. T. im Jahre 1912. Hauptlieferant von Briketts ist Deutschland, das im letzten Jahr stark 27 Mill. T. dieses Brennstoffes herstellte. Die beiden nächstwichtigen Länder, Frankreich und Belgien, verzeichneten nur eine Gewinnung von 3,4 Mill. und 2,6 Mill. T, Die Steinkohlengewi nn-ung D e u> t s ch- l a n d s, zu der Preußen fast 94 Prozent beitrug, stellte sich im letz-'en Jahr aus 191,5 Mill. T. gegen 174,9 Mill. T. im Vorjahr. Außer dem Oberbergamtsbezirk Halle, der gegen 1912 eine unbedeutende Ahnahme seiner ohnehin geringen Förderung an Steinkohle zu verzeichnen hat, sind alle Bezirke an der Zunahme beteiligt. Der Anteil des Ruhrkohlenbeckens (d. i. Oberbergamtsbezirk Dortmund zuzüglich der im niederrheinisch-wcht- sälischen Bergbaubezirk gelegenen linksrheinischen Zechen) an der Kohlengewinnung Preußens stellte sich aus 63,66 Proz.; von der Förderung im Ruhrhecken ent- sielen 88,75 Prozent aus die im Rh e i n i s ch-W e st- €in stiller Mensel). Roman von Paul B l i ß. Nachdruck verboten. Uiiwittiq sab er aus. Sein Gesicht war leicht qe- rötct und die Zornadern schwollen ein wenia an. Dann sagte er, beinahe heftig iverdend: „Schcn wieder nach Berlin? Bereits das dritte Mal in dieter Woche. Das wird mir nachgerade doch ein bißchen tu bunt mit dem Jungen." Die Schwester wurde immer erstaunter ..Was hast Du denn oebobt, daß Tn so ansgeregt bist?" Aber das berulna'c ihn nun aar n.'cht Mißmutig erwiderte er: „sich bin durchaus nich, errea» -Aber dies ''o'ie Leben von <>nr> Keboat mir ans die Tauer aanz und dar nicht. Das wird sich ändern und zwar 'schon von f'r.t'e an. Dasiir werde ich sorgen." Danw Merle sagte nichts vorn. Sie kannte ihre Leute Sie witßte. wann e? am f -titelt war. t» sebwci- acn. Deshalb ging ne teyt biil ßjnnns und sah in der 'tiiche nach dem Rechten. Dnlwiichen lrag c der alte Herr drüben im Kontor '' dem Broknr: !cn. ob e'w.--. ner-etontnten 'ei. das jungen Herrn nach Berlin o->r»len habe. Als er ur nur n-rneiue-tde Antworten bekam nahm seine üble "dittt" ne eh mehr tu Somit wor die Stimmnna ci Dtich nicht rosiger 'eit - en, di» draußen vom slntscher ertahren batte, daß 'r Borntittags-Aiiet'ng nach e-erick-'et war. 'anbte letzt natürlich den Grund sür die brüderliche erl-ttternna zu kennen. S'c meinte es gut "ttv wollte einl-nten. deshalb o'e sie iehl: ..Aergere Dich doch über die olle lüe- 'D'chte nicht mehr Du tveißl doch, daß daran nichts teer ändern ist." s-rstaunt sab er von seinem Teller aus. „Wovon '-rietst Tu denn?" „Von der So^'e mit den, Bruno. Ich hörte, daß Du d-an'en b"' tön, meint " Aber nun t-rtam -t erst rech, einen rn'en sson! D 'r -ante filtoll nt-er die erlittene Demüiign»', ne achte in sällschcn Kohlen-Syndikal vereinigten Zechen, gegen 91,00 Prozent im Jahre 1912; dementsprechend ist der Anteil der nichlsyndizierten Zechen au der Förderung im Rührbecken von 9 auf 11,25 Prozent gestiegen. Aus Oberschlesirn entfielen 24,14, aus den niederschlesischen Bezirk 3,07 Prozent der Eesanrtsörderung Preußens. Der Anteil des Saarbezirks belief sich im Berichtsjahr auf 7,23 Prozent. Die Braunkohlengewinnung Deutsch- lands ist in 1913 von 80,9 Mill T. im Vorjahr um 8,08 Prozent aus 87,5 Mill. T. gestiegen. Preußen war an dieser Förderung mit 80,71 Prozent beteiligt, das Königreich Sachsen mit 7,22 und Sachsen-Altenbuhg mit 5,61 Prozent. Die Koksherstellung des Deutschen Reiches (32,2 Mill. T.) weist gegen 1912 eine Zu- nahme um 3 Mill. T. aus. Der Dortmunder Bezirk war bei einer Steigerung seiner Produktion um 2,6 Mill. T. mit 24 drei Viertel Mill. T. an dem Gesamtergebnis beteiligt. An Briketts wurden in Deutschland 5,8 Mill. T. aus Steinkohle und 21,4 Mill. T. aus Braunkohle gewonnen. Auf den Oberbergamisbezirk Dortmund, der nur Steinkohlenbriketts liefert, entfielen säst 5 Mill. T. Der Wert der gesamten deutschenBerg- w e r k s p r o d u k t i o n (einschließlich des Wertes der Nebenprobuktengewinnung und zuzüglich der Werterhöhung durch Verkokung und Brikettierung) war in 1912 (sür 1913 liegen die Angaben noch nicht vor) bei 2,76 Milliarden Mark um 425 Millionen größer als in 1911. Die Zahl der in der deutschen Bergwerksindusttie beschästigten Personen (bcrussgenossenschaft- lich Versicherte) stieg von 822 000 in 1911 aus 842000 in 1912; davon waren 611 000 im Steinkohlenbergbau und 55 400 im Braunkohlenbergbau beschäftigt. Die Kohlengewinnung der Ver. Staaten von Amerika belief sich im letzten Jahr aus 517 Mill. T. und war damit Um mehr als 32 Mill. T. größer als in 1912. Entsprechend der Zunahme der Förderung und der Erhöhung des Tonnenwertes von 6,03 auf 6,18 M. zeigt der Gesamtwert der Förderung eine Steigerung von 2,92 Milliarden auf 3,19 Milliarden Mark. — Der Wert der K o k s p r o d u k t i o n, die bei 42 Milk. T. eine Zunahme um stark 2 Mill. T. erfuhr, stieg von 469,3 Milk, auf 541,6 Mill. M. Der Werl einer Tonne hob sich von 11,76 aus 12,89 Mark. An Brikelts wurden im Berichtsjahr in der Union 165 000 T. hergestellt (200 000 T. im Jahre 1912) im Werte von 4,23 Milk. Mk. Die Zahl der im amerikanischen Kohlenbergbau beschästigten Arbeiter stellte sich in 1912 aus 722 662; davon entfielen 548 632 aus die Weichkohlengruben und 174 030 aus die Anthrazitgruben Pennsifivaniens. 1913 wurden in letzteren Bergwerken 175 745 Arbeiter beschäftigt. In G r o h b r i t a>n ni e n und Irland wurden im letzten Jahr 292 Mill. T. Steinkohle gefördert. Angaben über den Wert dieser Förderung und die Zahl der im Berichtsjahr beschäftigt gewesenen Arbeiter waren nicht zü erlangen. 1912 betrug der Wert der Förderung bei 265 Mill. T. säst 2% Milliarden Mark, beschäftigt wurden 1,07 Mill. Arbeiter. — Die K o k s- produktion (einschl. Gaskoks) betrug 1912 — dem letzten Jahr, über das berichtet ist — 18,6 Mill. Tonnen im Werte von 282 Mill. Mk. gegen 19,3 Mill. Ton. und 254 Mill. Mk. im Jahr vorher. Die Brikett- erzeugung ging gleichzeitig von 1,81 Mill. aus 1,78 Mill. T. zurück, während ihr Wert sich noch von 24,9 Mill. ans 27,5 Mill. Mark hob. tmtt ans. svdast ihm vor Prremma fast der Bisten im Halse stecken blieb und er aar nichts antworten konnte. „Es ist doch wirklich nicht per Rede w-r^. über den Trotzkops überhaupt noch ein Wort in verlieren." wollte sie trösten. Doch er mußte olle grast rnsammennehmen. um seht nicht ein berbes Wort zu saacn. Mit verbaltcner Erreattna sprach er endstch: „Bitte, laß das, ein sür alle Mal: ich wünsche nick"s mehr über diese Angelegenheit hier }it hören * Damit stand er aus. verließ den Tisch und oina in sein Zimmer Nun war das Tantchen aber doch über alle Maßen erstaunt, denn so aufgeregt batte sic ja den Bruder seit nndentlichcr steit nicht tneb- ae?»ben Das mußte ja draußen in Schönau c ; rc böse Sr an- aeaeben haben. Das Schlimmste war nur. daß sie ieyt aar nichts Genaueres darüber tu erfahren bekam denn wie die Stimmt'na ic"» war. durste sie vom Bruder doch sicher keine nähere Mikteiluna darüber erbosten. Erst oegen Abend ließ sieb Herr -rr>e»r Büttner wieder blicken. Er batte Versuchs, ein m-ni" ,>, rnhcn, aber auch das war ihm m'^t"nge>>. denn der Aeraer mit Bruno, aber auch d'e Soroe s'tter otur's Nettes Leben ließen ihn den ersehitten Sck'l.ii nicht finden Miß- launia, wie selten kam er w'eder tum Vorschein. Acrgerlich griff er tum Kursbuch und blättert- darin. Natürlich suchte er die Züac. die nan Berlin kamen. Aber wütend wars er den Band zur Seite. Vor neun Uhr kam kein Zug an. „Wenn der Junge nur offen zu mir spräche." begann er endlich wieder, „dies oftmalige nach Berlin Fahren beunruhigt mich natürlich; ich muß wissen, was dahinter steckt." Tante Marie, die für ihren Liebling bangte, war natürlich sofort zu seiner Verteidigung bereit. „Was soll denn Großes dahinter stecken? Er wird mit seinem früheren Regimentskameraden zusammen sein. Vielleicht hat man sich gestern hier verabredet." „Aber dreimal in einer Woche diese Fahrten, das ist mir zuviel, das will ich nicht." „Mein Himmel, mach doch nicht so viel Aufhebens davon. Ein junger, lebensfroher Mensch wie er. kann doch hier in dem Nest nicht versauern." Die Braunkohlen sörderung inO e ft e r r e ich verzclchuete bei 27,4 Mill. T. einen Wert v. 127 Mill. M. — An Steinkohle wurden 16 l / t Mill. T. im W. von l46 l / 3 Mill. Mk. gewonnen. — An Steinkotz- len k o k s wurden 2 y 2 Mill. T. hergestellt im Werte von 41 Mill. Mk. — Die Brikett Produktion cfr reichte 250 000 T., die einen Wert von 2/ Millionen Mark darstellen. Der Steinkohlenbergbau beschäftigte im Berichtsjahr 78 409, der Braunkohlenbergbau 57 755 Arbeiter. Ueber die Ergebnisse bcs, Kohlenbergbaues in U n° g a r n liegen Angaben erst bis 1912 vor. In diesem Jahre betrug die Braunkohlen gewinnung 8,3 Mill. T. im Werte von 68,6 Mill. Mk., die Stein- k o h l e n sörderung 1,3 MUl. T. im Werte von 14,4 Mill. Mk. An Koks würden 150 000 T. im Werte von 3,7 Mill. Mk. hergeftellt, an Briketts 119000 T. im Werte von 1,9 Mill. Mark. (Schluß folgt.) jHu$ Südf Hi d Land. * Die Groß Herzogin hat am 9. September den Oberlehrer an der Oberrealschuke zü Gießen Prosessor Georg H e d d e r i ch auf sein Nachsuchen uüt- ler Anerkennung seiner langjährigen treuen Dienste in den Rühestand versetzt und ihm die Krone zu dem Ritterkreuz 1. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen. • Das Großherzogliche Ministerium des Innern hat verfügt, daß die Immatrikulation von Studierenden solcher Staaten, die Krieg mit uus führen, an unseren Hochschulen sür erloschen zu gelten und Neuausnahmen von Studierenden, Hörern und Gästen aus diesen Staaten nicht stattzufinden haben. Assistenten solcher Staatsangehörigkeit sind zu entlassen, Dozenten zü einer Lehrtätigkeit ferner nicht zuzulassen. " Po st send ungen für den Landsturm. Die mobilen Landsturmbataillone sind nicht mit Rutn- mcrn bezeichnet, sondern tragen die Städtebezeichuung ihrer Formierung. Werden diese Bataillone nun an anderen Orlen oder im Felde verwendet, so empfiehlt sich zur Vermeidung schlechter oder unrichtiger Beförderung von Feldpostsendungcn an Angehörige solcher Landsturmbataillone, die Städtebezeichnung, die das betreffende Bataillon kennzeichnet, bei der Adressenangabe nicht an die gewöhnliche Stelle der Ortsbezeichnimg zu setzen, sondern vielmehr etwa: „An das Landslurmbataillon Darmsladt" in eine Zeile, und sodann an jene Stelle, wo sonst, der Bestimmungsort steht, nur die Bezeichnung „Feldpostbrief", „Feldpoftkarte" usw. " Es ergeht immer wieder dir dringende Bitte an alle Beteiligten, auf Feldpostbriefen an Angehörige des Feldheeres keinen Bestimmungsort, sondern nur den Truppenteil anzugeben. Rur Sendungen an Truppen in festen Standgüartieren (Festimgsbesatzungen und dergleichen), an Kranke uüd Verwundete in Lazaretten sollen eine Bestimmungsan- gave enthalten. — Im weiteren wird daran erinnert, daß verschlossene Privvtbriefe nach Elsaß- Lothringen nicht zü lässig sind. Fahrpreiserlcichtcrung für Arbeiter. Der jetzige Geschäftsgang in zahlreichen industriellen und gewerolicheu Unternehmungen hat Betfiebsein- schränknNgeu und Einlegung von Feierschichten zur Folge gehabt, die es den Arbeitern vielfach unmöglich machen, die Arbeiterkarten in der bisherigen Weise zu „Alles vinß eine Grenze haben. Vergnügen 'ann er sich gcnng schaffen, ich gönne es ihm. aber cs Vars nicht ausartcn." „Das wird es auch sicher nicht." „So, meinst Du das? Ich bin anderer Ansicht. Ich habe mir beute mittag sein Privatkonto angesehen. Und ich bin erschrocken. In den letzten vier Wochen bat er nahezu zehntausend Mark verbraucht. Na. wohin soll denn das führen? Frag' Dich doch mal selbst danach!" In der Tal, jetzt erschrak auch sie. Aus eine solche Summe war sic nicht gesaßl. Wie war das nur mög- lich? Das begriff sie einfach nicht. Aber dennoch sah sie sofort ein, daß sie ihren Liebling jetzt erst recht nicht im Stich lassen durste. „Nun ja," gab sie zu. „es ist ja ein bißchen viel, aber vielleicht hat er irgend eine große Ausgabe gehabt, ich meine, eine einmalige Ausgabe." „Unsinn, noble Passionen hat er, zn noble Passionen sür meine Kasse, das ist die ganze Erklärung." warf der ergrimmte Alte ein. Schnell milderte sie. „Sei nicht ungerecht, lieber Waldemar, wie der Junge nun einmal erzogen ist, kann er doch nicht gul wie ein Duckmäuser leben." Aber nun wetterte er erst los. .Natürliche Leider ist es so! Und das ist ia eben mein Hanptkummer. daß ich so schwach war, Dir darin stets so freie Hans ge- taffen zu haben!" Tantchen wurde plötzlich puterrot. Bebend entgeg- nete sie: „Na hör' mal, das finde ich aber ein bißchen stark von Dir, mich jetzt dafür verantwortlich machen zu wollen. Du scheinst ganz und gar vergessen zu haben, was ich Dir und Deinem Hanse geopfert habe. Wäre ich nicht damals, als Dir Deine zweite Frau ab- berufen wurde, zu Dir gekommen, wer weiß, was aus Euch geworden wäre." Unwillkürlich mußte er lächeln. „Na, verkommen wären wir wohl auch nicht." „So, so," ries sie empöri, „man hak ja Beispiele genug, wie es in solchen Häusern zngeht, in denen nichi die Frau nach dem Rechten siebt." Fortsetzung folgt. benutzen. Um dieser Sachlage Rechnung zu tragen, haben wir folgende Erleichterungen angeordnet: 1. Anstelle von Arbeiterwochenkarten, die nur an 6 aufeinander folgenden Arbeitstagen zwischen Wohnort und Arbeitsstelle gelten, können auf Wunsch sür die Dauer von Betriebseinschränkungen usw. A r - beiterrücksahrkarten verabfolgt werden. Für die Ausgabe dieser Karten ist, die Bescheinigung des Arbeitgebers erforderlich, daß die Arbeit an bestimmt zu bezeichnenden Tagen der Woche ruht. 2. Für Arbeiterrückfahrkarten, die bestimmungsgemäß nur: a) am Tage nach einem Sonn- oder Festtage zur Fahrt vom Wohnort nach der Arbeitsstelle oder b) am Tage vor einem Sonn- oder Festtage zur, Fahrt von der Arbeitsstelle nach dem Wohnort gelöst werden dürsen, kann die Lösung und Benutzung auch an anderen als den vorgenannten Tagen gestattet werden. Auch hier ist die Bescheinigung des Arbeitgebers nötig, an welchen Tagen der Woche die Arbeit ruht. Anträge auf Zulassung der Lösung und Benutzung von Arbeiterkartcn sind an das zuständige Verkehrsamt (Frankfurt, Gießen, Limburg, Fulda) zu richten. Tie hessische Handwerkskammer hat an sämtliche Reichs-, Staats-, Militär-, Eisenbahn-, Post-, Kirchen- und Kommunalvehörden das folgende Rundschreiben gerichtet: Durch die in den Tagen vor der Mobilmachung und den Tagen der kriegerischen Ereignisse eingetretene Stockung im Handel und Verkehr sind besonders dem Handwerker- und Eewevbestande schwere, kaum wieder einzuholende V e r I u st e entstanden. Allmählich tritt aber die so notwendige Beruhigung im Erwerbsleben wieder ein. Unter dem Eindruck der Ereignisse der letzten Tage, der großartigen Erfolge unserer tapferen Truppen tritt eine Entspannung ein und man bemüht sich in allen Schichten des erwerbstätigen Volkes mit aller Kraft, die in der Heimat so zahlreich fehlenden Hilsskräste durch unermüdliche Tätigkeit zu ersetzen. Der Handwerkerstand, dem man gerade in den letzten Monaten mehr denn je Vertrauen entgegen gebracht hat, war wohl teilweise durch den plötzlich auftretenden Bedarf an Ausrüslungsgegensländcn sür das Heer beschäftigt. Weite Schichten dieses Standes sahen fich aber gezwungen, ihren Betrieb wesentlich einzuschrän- kcn, in zahlreichen Fällen sogar säst vollkommen stillzu- legcn Mi! den fortgesetzt gemeldeten glänzenden Erfolgen der deutschen Waffen kehrt Ruhe und Vertrauen zurück, auch der Handwerker will sich seiner Berufsarbeit wieder eifrig widmen und damit in der Heimat zur Erhaltung des nationalen Gutes sein Möglichstes beitragen. Er will und muh dafür sorgen, daß die Familienangehörigen daheim ihr Auskommen finden, daß aber auch den siegreich Zurückkehrenden der Boden zur auskömmlichen, wirtschaftlichen Tätigkeit erhalten bleibt. Man hat in diesen schweren Tagen in allen Be- russkrciscn mit den verschiedensten Mitteln versucht, die Lage der Zurstckoleibenden und Wiederkehrenden zu ordnen. Manch gute Einrichtung wurde getroffen, cs darf aber gerade bei unserer Interessenvertretung nicht vergessen werden, daß es sich um tausende von kleineren Betrieben handelt. So segensreich z. B. die Bestrebungen auf Förderung des Kredits find, so stoßen diese doch bei der praktischen Durchführung im Handwerk aus recht empfindliche Schwierigkeiten. Demgegenüber sind wir der Ansicht, daß dem Handwerk wirksam nur oder doch in erster Linie durch Zu^ Weisung von Arbeit gedient werden kann. Die Arbeits- Zuweisung bringt Beschäftigung in weile Kreise, sie vermittelt in dieser schweren Zeit für Meister und Gesellen und viele andere Personen Verdienst und sichert die Erhaltung selbständiger Betriebe. Bekanntlich wurden unter dem Druck der, Kriegserklärungen auf fast allen Gebieten die weniger eiligen Arbeiten ganz eingestellt, viele bereits geplante größere Arbeiten, insbesondere im Bau- handwerk, wurden zurückgestellt, auch die Arbeiten sür Private hörten mit einem Schlage aus. Erfreulicherweise ist nuU anstelle des großen Pessimismus wieder Vertrauen und Zuversicht eingekehrt und wenden wir uns deshalb im Interesse des Handwerks an alle Behörden ohne Ausnahme mit der dringenden Bitte, wieder ausgiebige Arbeitsgelegenheit zu schaffen, damit auch dem Handwerksmeister die schwersten Sorgen abgenommen werden. Das Vorgehen der Behörden wird zweisellos auch bei Privaten günstige Wirkung Hervorrufen, wofür das Handwerk doppelt dankbar sein wird. In anerkennenswerter Weise haben die Behörden die Bestrebungen der Interessenvertretungen des Hand- j wcrks in der letzten Zeit weseMlich unterstützt und hierbei zweifellos gute Erfahrungen gemacht. Der Kriegs- • zuftand stellt auf allen Gebieten unseres handwerklichen Lebens die höchsten Anforderungen; riesige Lieferungen ' sind insbesondere erforderlich, um die notwendigsten AuS- ! stattungsgegenstände zu beschaffen. Da bieten die Hand- j Werkskorporationen, die Innungen und Vereinigungen die beste Gewähr für richtige Lieferung. Die Berücksichtigung dieser Korporationen bürgt aber auch dafür, daß die in schwerer Zeit so notwendige Erhaltung selbständiger Betriebe uMerstützt und die Verteilung des wirtschaftlichen Gewinns füg eine große Zahl der verschiedenen Berussangehörigen gesichert ist. Kürzlich hat sich ein „Kriegsausschuß für die deutsche Industrie" gebildet, der sich u. a. auch die Vermittelung von Arbeiten und Lieferungen an die Industrie zur Aufgabe gestellt hat. Der preußische Minister sür Handel und Gewerbe wies die amtlichen Handelsver - tretunqen auf die wohlwollende Berücksichtigung dieser Einrichtung hin. Auch die Generalvertretung des deutschen Handwerks wandte sich in gleichem Sinne an di« gleiche Stelle, um für seine Berufsangehörigen tatkräftig einzmreten. Wir pichten das ergebenste Ersuchen an Sie, die inbclracht kommenden Stellen anweisen zu wollen, daß unter Berücksichtigung vorstehender Ausführungen bei den inbetracht kommenden Arbeiten und Lieferungen in ! erster Linie die Innungen und Vereinigungen berück- > sichligl werden. Ein solches Entgegenkommen würde als 1 nationale Tat von dem gesamten Handwerkerstand freu»- ! dig und dankbar aneckannt werden. * Gießen. Von den aus der Stadt und dem j Kreise Gießen, sowie aus den nahegeleyenen preußischen I Ortschaften ausgehobenen Ersatzreservisten, die sich zur- 1 zeit in der Nähe von Mainz zur Ausbildung für den ! Kriegsdienst befinden, wurde eine Sammlung für ! das Rote Kreuz veranstaltet, an der sich auch die I Vorgesetzten dieser Rekruten beteiligten. Die Sammlung . der etwa 300 jungen Vaterlandsverteidiger ergab einen : Betrag von über 500 Mark, der nnn ihren im Felde stehenden Kameraden zugute kommen wird. * Worms. Hier ist in der letzten Woche der Schüler der Oberrealschule Friedrich Wagner ins Heer eingetreten, der am 15. Juni 1899 geboren und so - mit noch nicht 1 5% Jahre alt ist. Der junge Vater- landsvepteidiger zählt wohl zu den jüngsten im ganzen deutschen Heere. ! - Verantwortlich: A l b i n Klein, Gießen. Hirckücht Nachrichten. Evang, fische Hrmrindc in Hiehin. Sonntag, den 13. September, 11. nach Trinitatis. Gottesdienst. In der Stadlkirche. Vorm. 8 Uhr: Pfarrer D. Schlosser. Zugleich Ehristelnlehre sür die Neukonsirmierten aus der Malthäusgemcinde. Vorm. 9 l / 2 Uhr: Professor D. Eck. Beichte und hl. Abendmahl sür Matthäus- und Markusgeme nde gemeinsam. Anmeldung vorher bei dem Psprrer jeder Gemeinde erbeten. Vorm. Ul)r: M .ümgottesdienst. Pfr. Schwabe. Nachm. 2 Uhr: Kinderkirche für die Markusgcmeindc. Pfarrer Schwabe. In der Iohanneskirch«. Vorm. 8 Uhr: Pfarrer Bechtolsheimcr. Zugleich Christenlehre sür die Neukonsirmierten au- der Lukasgemeinde. Vorm. 914 Uhr: Pfarrer Ausfeld. Vorm. 11 Uhr: Kindeikirche für die Iohannesgemeinde. Pfarrer Ausfeld. Abenos 8 Uhr: Versammlung und Bibelbesprechung im Iohannessaal. Mittwoch, den 16. September, abends 8 Uhr: Kriegsbetstunde. Pfarrer Bcchtolsheimer. Nächitkünftigen Sonntag, den 20. September, findet im Hauptgottesdienst Beichte Und heiliges Abend - mahl für die Lukas- und Iohannesgemeinde gemeinsam statt. Anmeldungen dazu werden vorher bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten. Jeden Samstag zwischen 7 und 8 Uhr werden beide Kirchen geöffnet und darin bei Orgelspiel Gelegenheit zur stillen Andacht gegeben sein. Hathofische Gkmrinde in Girren. Samstag, den 12. September. Nachmittags uw 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gele- genheil zur hl. Beicht. Sonntag, den 13. September. 15. Sonntag nach Pfingsten. Fest Mariae Geburt. Vorm. 6 l / t Uhr: Gelegenheit zur hl. Beicht. Vorm. 7 Uhr: Die erste hl. Messe. Vorm. 8 Uhr: Austeilung dcp hl. Kommunion. Vorm. 9 Uhr: Hochamt mit Predigt. Vorm. 11 Uhr: Heilige Messe mit Predigt. Nachm. 2 Uhr: Andacht mit Segen. Sonntag, Montag, Dienstag, Mittwoch, Donnerstag, Freitag Samstag, abends um 7)4 Uhr ist Kriegs- Bittandacht. Diaspora: In Hungen um 10 Uhr. _In Grünbcrg um 9)4 Uhr. A^ssnde verdanke zerieSe StoSSunt#, ihr gediegenes Wissen und Können dem Stadium der weltbekannten Selbst-Unterrichts-Werke jtStfii Liera\;gp eingehendem brieflichen l'ornuij'terrlchl. vgpecbeu vom KtnMinnchen i.fhrlosj/lul. fifdljflert von Professor C. üzle Direktoren. 22 Professoren als Mi«prbelter. Das Gymnasium \ Dm RaalsVznnasiomSy D5* Cberitr.lschula P. Abitu er» ton - E y am. Dar E Die StudlemnslaM Das Lehrorinnen- v Seminar ber Präparand / DuvMIttelschullshför Das i£onservato m Der geti " ist küufl’i Einzelne Llefer et*. Kauknan I ;vi EJ iefer^nven k * D&r Bankbeamte er v/lss. geb. Mann Die Landwirtschaftsschule Die Ackorbauschule Die landwlrtschaftl. Fachschule leTernngen 00 PI. » Mark 1.23.) Ansicbtfi.ier.dungan ohr.s* Kaufzwang bereitwilligst i-r<* Vr ofko «!r,a gegen ruo-^U. Stutcuzcfiluni; von KSurU 3.— 15 brzJcWu. - II Die-i^Zweck wird dadurch er- dassNler Unterricht T^senscb; Jicher'i^ekranstalten naohgoahmt Die wisst nscbr.ftlichenUnterrUfCts- worke, M-.f’.ode Rustin, /Setzen kein« Vor);., -.ntnisse voraus m>il haben den Zweck, den Stu/ierenden l. den Besuch wissenschaftlicher Lehranstalten vollst^Udig zu ersetzen, den Schülern 2 eine umfassende, iediegeno Bildunc, besonders die «furch den Schulunterricht r,t^drwerbend. Kenntnisse zu vef Pfund, Preis 15, 30, 60 Pfg. Ohne Preiserhöhung in alle»» Geschäften zu haben. Rillig. Nahrhaft. wohlschmeckend. J entstehen dorch uuretnea Mur. können deshalb auch »nt durch innere Brh ndlg. gründlich n. duexdakh.ilttv-de». Jetzt bin ich in der Lage Ihnen meinen her.ltchen Dank für Ihre wundervoll b'ilende Med'stn die mir voll^ä-dlg van dem schau derhaf'eu Hantteiden befreit hat, voll und ganz zu -allen, «nftcv Lichtinq, Mücheln in ® ,eil * in der nduiplllull 'Etitfan A' viele zu Hab. B» Iteiseedek auch nach Auswä-tS. }{ypotrckip-J(apltal umergüiisligenBedingunf c-ndur ch Hypothen-Credit-Bank Berlin S. W. 47. Waschlxtract mitRo)band\ Salm.-Tirp.Kun ^^i u £uhnit ~Kßh __ > Ibtador * Bimsstein? ssssaum Huhns öeifen-Tabr/Hen : Garmen 11 Üiikauf—Verkauf von Alteisen, Lumpe». Knoche». Kopser, Messt»«. Blei. Ztnk. Zinn, rc. Möbeln, Betten, Weißzeug. Gold - und Silbersachen Münzen und Antiquitäten. LouiS Kothenberger, Gieße«. 51« Deutsche Reichsschatzanweisungen 5 0,0 Deutsche ^e^chbuuteche^ unkündbar bi; 1 . Oktober 1924. (Kriegsanleihen.) Jur Bestreitung der durch den Krieg eewachsenen Ausgaben werden 5% Reichsschatzanweisungen und 5 °/ 0 Schuldverschreibungen der Reichsanleihe hiermit zur öffentlichen Zeichnung aufgelegt. Vcöiirgttirgeir. l. Zeicknnngsstelle ist die Reichsbant. Zeichnungen werden bis einschliesslich SonnabFKd, de« 19. September, mittags 1 Uhr bei dem Ko Nor dcr Rrichehoupidank für W>riprpicrc in Berlin und bei alle» N-ichSbank-Haaptstcllcn, RcichSbankstcllri! und RcichSbankNebenstcllcn mit Kasscncinrichtung entgegengenommen. Die Zeichnungen können aber auch durch Vermittlung der Königlichen Scchandlniiz (Preußischen Siaatöbauf) und der Preußischen Ceniral-Gcnossenschasts- faffe in Berbu, der Köiiiglistien Hauptbonl l i Niinivrrg und ihrer Zweiganstalten, sämtlicher deutschen Banken, Bankiers und ihrer Filialen, jeder deutschen öffentlichen Sparkasse sowie jeder deutschen Lebensversicherungsgesellschaft erfolgen. 2. Die Schatzanweisungen werden in Höhe von Mk. 1 ©O© 000 000 aufgelegt. Sie sind eingeteilt in 5 Serien zu je 200 Millionen Mark und ausgefertigt in Stücken zu: 100000, 50000, 20000, 10000, 5000, 2000, 1000, 500, 200 und 100 Mark mit Iinsscheinen zahlbar am 1. April und I. Oktober jedes Jahres. Der Zinsenlauf beginnt am 1. Oktober 1914, der erste Zinsschein ist am I. April 1915 fällig. Die Tilgung der Schatzanweisungen erfolgt durch Auslosung von je einer Serie zum 1. Oktober 1918, 1. April 1919, I Oktober 1919, 1. April 1920 und 1. Oktober 1920. Die Auslosungen finden im April und Oktober jedes Jahres, erstmals im April 1918 statt,' die Rückzahlung geschieht an dem auf die Auslosung folgenden 1. Oktober bezw. 1. April. Welcher Serie die einzelne Schatzanweisung angehört, ist aus ihrem Text ersichtlich. 3. Die Rcichsanlcibe ist in derselben Stückeeinteilung von 100000 bis 100 Mark ausgefertigt und mit dem gleichen Iiusenlauf und den gleichen Zinsterminen wie die Schahanweisungen ausgestattet. 4. Der Ieichnungspreis beträgt: a) für diejenigen Stücke der Rcichscnileihe, die mit Sperre bis 15. April 1915 in das Reichsschuldbuch einzutragen sind, 07,30 unter Verrechnung für je 100 Mark Nennwert, i von 5 Prozent b) für alle übrigen Stücke der Reichsanleihe und für die Schatzanweisungcn 87,50 ft für je 100 Mark Nennwert | Stückzinsen. 5. Die zugeteilten Stücke an Neichsschatzanweisungen sowohl wie an Reichsanleihe werden auf Antrag der Zeichner von dem Kontor der Reichshauptbank für Wertpapiere in Berlin bis zum 1. Oktober 1915 vollständig kostenfrei aufbewahrt und verwaltet. Eine Sperre wird durch diese Niederlegung nicht bedingt, der Zeichner kann sein Depot jederzeit — auch vor Ablauf dieser Frist — zurücknehmen. Die über vollgezahite Beträge ausgefertigten Depotscheine werden bei den Darlehnskassen wie die Stücke selbst beliehen. 6. Ieichnungsscheine sind bei allm Reichsbankanstalten, Bankgeschäften, öffentlichen Sparkassen und Lebensoersicherungsgesellschaften zu haben. Die Zeichnungen können aber auch ohne Verwendung von Zeichnungsscheinen erfolgen, und zwar brieflich mit etwa folgendem Wortlaut: „Auf Grund der öffentlich bekanntgemachten Bedingungen zeichne ich: • norrr. Mark g J 5% Reichsschatz mrweiMttgen nsm. Mark -v Reichsanleihe Das Nichtzutreffende ist sortzulaffen. bei Zeichnungen s ans Reichsanleihe / > 9. und verpflichte mich zu deren Abnahme oder zur Abnahme desjenigen geringeren Betrages, der mir auf Grund gegenwärtiger Anmeldung zugeteilt wird. Soweit meine Zeichnung auf Schahanweisungen bei der Zuteilung nicht berücksichtigt wird, bin ich einverstanden, das; statt Schatzanweisungen auch Reichsanleihe zugeteilt wird. Ich bitte um Zuteilung von Reichsanleihe, die mit Sperre bis 15. April 1915 für mich in das Reichsschuldbuch einzutragen ist, zum Preise von Mark. Ich bitte um Zuteilung von Stücken zum Preise von i>7,l»t) Mark. Die mir auf meine Zeichnung zugeteilten Stücke sind dem Kontor der Reichshauptbank für Wertpapiere in Berlin zur Aufbewahrung und Verwaltung zu übergeben." Die Zuteilung erfolgt tunlichst bald nach der Zeichnung. Ueber die Höhe der Zuteilung entscheidet das Ermessen der Ieichnungsstelle. Anmeldungen auf bestimmte Stücke und Serien können nur insoweit berücksichtigt werden, als dies mit den Interessen der der anderen Zeichner verträglich erscheint. Die Zeichner können die ihnen zugeteilten Betrüge vom Iuteilungstage ab jederzeit voll bezahlen; sie sind jedoch verpflichtet: - . 3 40" o des zugeteilten Betrages spätestens am 5. Oktober d. Is' 3C% „ ,: „ „ „ 26. Oktober d. Is. 30*/« „ „ „ „ „ 25. November d. Is. . 'Mi zu bezahlen. Beträge bis 1000 Mark einschließlich sind bis zum 5. Oktober d. Is. ungeteilt zu berichtigen. Die Zeichner erhalten vom Reichsbank-Direktorium ausgestellte Iwischenscheine, über deren Umtausch in Schuldverschreibungen bezw. Schatzanweisungen das Erforderliche öffentlich bekanntgemacht werden wird. Berlin, im Septeniber 1914. X% lehrt» irk - Dir ektor in. Havenstein. v. Grimm. sind heute wieder eingetroffen in der Druckerei Albin Klein, Seltersweg 83. Giessener Zeitung. Papierhandlung. Giessener Zeitung.