2f Pf-, monatlich >elter*. »•8 «. — Qlk fcrfbtioetrrunfi oder Rü Blendung v icht 111 il«m»i »t uau B i ' Ui it wird nicht jatunnm. 9etiaa »er Mt«ch»»»r Zeituuq" K. m. b. 9 > '.'er. «6. Bekanntmachung. Mit Bezugnahme aus den Ausruf des Landsturms warne ich die unausgebildeten L a n d st U r m - pflichtigen, voreilig ihre Stellung oder ihren Berus auszutzeben. Alle Arbeitgeber ersuche ich.dringend, diesen Leuten wegen Verbleibens in ihren Stellungen oder beim Suchen neuer Stellungen keine unnötigen Schwierigkeiten zu machen, weil diese Leute, die sich nach Ziffer 5c des Aufrufs zunächst nur zur Stammrolle zu melden hatten, voraussichtlich nicht oder nur zu einem ganz geringen Teil zur Aushebung kommen werden. Ziffer t des Landsturmaufrufes besagt ja auch bereits ausdrücklich, daß zunächst nur militärisch ausgebildet» Landsturmpflichtige zur Einstellung kommen werden; auch von diesen wird voraussichtlich zunächst nur ein geringer Teil zur Einstellung gelangen. Frankfurt a. M.. 1t. August 1911. Der kommandierende ckicncral: Freiherr v. Eall, General der Infanterie. Bekanntmachung. Zur Vermeidung von Mißverständnissen wird hiermit öffentlich bekannt gemacht, daß die im Bahnbewachungsdienst befindlichen Leute angewiesen sind, alle Militär- und Zivilpersonen, die sich in Krastsahrzcugen ver Bahn nähern, anzuhalten und nur nach Vorzeigung einer Legitimation weiter fahren zu lassen. 4. Mob.-Tag, 5. August 1914. Eroßh. Bezirkskommando. Bekanntmachung. Bclr.: Die Einstellung von Kriegsfreiwilligen. Junge Leute, die das wehrpflichtige Alter — das vollendete 17. Lebensjahr — noch nicht erreicht haben, haben bei etwaiger Meldung als Kriegs freiwilliger zwar kein Recht artf Einstellung, können aber, da gesetzliche Bestimmungen nicht entgegenstehen, dennoch eingestellt werden, wenn ihre Unbedingte Tauglichkeit festgestellt wird. Bei der Meldung ist beizubringen : die Eimvilliguirg des gesetzlichen Vertreters — der Eltern oder des Vormundes — und ein obrigkeitliches Führungszeugnis. Gießen, den 15. August 1914. Grotzh. Kreisamt Gietzcn. Dr. U s i n g e r. Bom Weltkrieg. Wien, 13. Aug. Heute mittag 1% Uhr ist der, englische Botschafter im Ministerium des Auswärtigen erschienen und hat erklärt, datz sich England von gestern (Mittwoch Mitternacht) an als mit Oesterreich - Ungarn im Kriegszustand besindlich betrachte. Gleichzeitig hat der Botschafter seine Pässe gefordert. — Für Deutschland bietet Englands Kriegserklärung an Oeitsrrcich-Ungarii den Vorteil, daß wir, jetzt im strengsten Sinne des Wortes Völkerrecht die Möglichkeit haben, im Mitlclmcer mit der Seemacht der Donaumonarchie gemeinsam zu operieren und österreich-ungarische Häsen wie die eigenen zu behandeln. Die Kriegserklärung Frankreichs an Oesterreich-Ungarn hat die Lage wesentlich geklärt und damit auch die verruchte Tat der serbischen Mörder und Mordhelfcr an dem österreichischen Thronsolger nun un- tcrftützt. Armes Frankreich, wie ist es so tief gesunken. Der ägyptische Ministerrat erklärte Aegypten mit Deutschland im Kriegszustand und vertraute das Land dem englischen Schutz an. Die englischen Streiikräste können daher im ganzen Lande und in allen Hafen Kriegsrecht ausüben. * Sofia, 13. Aug. Das Blatt „Eambana" führt in einem Leitartikel aus, daß Bulgarien keinesfalls mit Rußland gehen dürfe, weil selbst in dem unwahrscheinlichsten Falle eines russischen Sieges nur Crpcöttfoi: Zeltersweg 88. Samslag, den 15. August 1914. Serbien auf Kosten Bulgariens groß werden würde. Bulgarien müsse jedenfalls alles ausbieten, um zur Vernichtung Serbiens beizutragen und mit der Türkei und dem Dreibund innigen Anschluß sru chen. Jede andere Politik könne für Bulgarien böse Folgen haben. Rußland hat an Bulgarien in dringender Form das Verlangen erneuert, daß es gemeinsam mit Serbien vorgehe. Bulgarien lehnte ab, seine Neutralität aufzugeben. Aus Sofia wird gemeldet, daß Mazedonien von serbischen Truppen fast ganz geräumt wurde. Bulgarisch sprechende Mazedonier und Mohammedaner weigern sich, einzurücken. * Die Stimmung in Finnland. Nach Mitteilungen aus H e l s i n g f o r s macht es den russischen Behörden ungeheure Mühe, die dienst- pfiichtigen Reservisten zur Stelle zu schaffen. Aus Holzkellern hat man Kriegspslichtige heraustreiben müssen; viele hatten sogar Heringstonnen als Schlupfwinkel benutzt. Alles in Finnland hofft auf baldigen Einmarsch der Deutschen. Sympathien der Nordländer. Die in München lebenden Schweden, Norweger u. Finnen haben ein Komitee gewählt, das Hilfsmaßnahmen für die Deutschen in die Wege leiten will. In einer Versammlung brachte man die warmen Sympathien für Deutschland zum Ausdruck. In der gleichen Versammlung sprachen die Schweden die Hoffnung aus, mit ihrer Flotte und ihrem Heere Deutschland zu Hilfe kommen zu können, um an der Niederlage Rußlands milzuwirken. Schweden hat die Mobilisierung beendet. Amtlich wird erklärt, daß die Mobilisierung nur zur Verteidigung der schwedischen Neutralität erfolgt sei. Prinz Wilhelm von Schweden begab sich zur Flotte, um das Kommando eines Torpedoboots zu übernehmen. Dänemark und Spanien haben strickte Neutralität auch jetzt wieder beschlossen, nachdem Oesterreich - Ungarn mit Frankreich und England im Kriegszustand sich befindet. Die ersten 4 eroberten französischen Geschütze stehen bereits vor dem Kaiserpalast in Straßburg i. E. und 4 eroberte russische Geschütze stehen bereits vor dem Generalkommando in Allenstein in Ostpreußen. Die österreichisch-ungarischen Truppen sind weiter in Russisch-Polen eingerückt. Ungefähr 700 russische Deserteure wurden nach Linz, Salzburg und Innsbruck eingebracht. Bezeichnend für den Geist der österreichischen Truppen ist die Tatsache, daß ein in Ge- sangenschast geratener Husar am nächsten Tage auf einem Kosakenpserde zu seiner Abteilung einrückte. 150 i n a kt ive deutsche Generale haben sich in Berlin als Kriegssreiwillige gemeldet, um in Reih und Glied ohne Rang uird Chargen mit ins Feld ziehen zu dürfen. * * * Als deutsche Warnung ist an Frankreich und Belgien durch Vermittelung einer neutralen Macht mitgeteilt worden, daß Privatpersonen, welche meuchlings auf deutsche Soldaten schießen, Telegraphendrähte durchschneiden, Sprengungen vornimmt, kurz : in irgend einer Weise u nb e r e ch - t i g t an der .Kriegsbandluna teilnimmt, als Franktireur behandelt und sofort standrechtlich erschossen wird. « » » Die französisch-russischen Abmachungen. Die „Wiener Allgemeine Zeitung" schreibt bezugnehmend aus frühere Meldungen über die französisch - russische Militärkonvention und den Besuch Pojncarces in Petersburg 1912: Anzeigenpreis 15 vfg. » dte 14 nun breite Petitzeile für Auswärts 90 Pfg Die 90 mm breite Reklame-Zeile 50 Pfennig Extrabeilagen werden nach Gewicht und Grötze berechnet. Rabatt kommt bei Ueberichreitung des Zahlung», ziele? «30 Tage), bei gerichtlicher Beitreibung oder ve, Konkurs in Wegiall. Piayvorichriiteit ohneBerbinblichle'.. Druck der «iiegener Berlagsdruckerei. Blbiu Klein. Telephon Nr. 362. 26. IlltW. Wir können heute aus guter Quelle den Zweck des letzten Besuches Poincarees in Petersburg im Juli 1914 enthüllen. Poincaree stellte mit Sasonow in langen Unterredungen fest, daß die russische und französische Armee Ende 1915 mit ihren Vorbereitungen fertig werden, um eventuell eine kräftige Offensive gegen Deutschland und Oesterreich-Ungarn führen zu können. Es wurde diese Frage in allen Details sowohl nach der militärischen wie nach der finanziellen Seite erörtert und 1916 als der Termin festgestellt, in dem das Ue- bergewicht Rußlands und Frankreichs in Europa, sei es auf Grund zweier schlagfertiger Armeen, sei es mit den Waffen, feftzulegen sei. Wie sich jetzt zeigt, verfolgten die beiden Poincarees Ziele, die für die Erhaltung des europäischen Friedens sehr gefährlich waren. Die Abmachungen, die Poincaree mit Sasonow in diesem Jahre in Petersburg getroffen hat, sind ein deutlicher Beweis der wahren Absichten, die bei den in Petersburg und Paris maßgebenden Stellen herrschten. Die 4000 gefangen genommenen Belgier sind nach dem Sennelager bei Münster i. W. gebracht und werden dort zu Straßenbauten verwendet. Prinz Heinrich von Bayern hat in einem der letzten Gesichte mit seiner Eskadron eine Abteilung französischer Dragoner attackiert und vernichtet. Kriegsfreiwillige Flieger werden noch gesucht. Dieselben müssen entsprechende technische Vorbildung haben. * * * Schweigen ist (Kold. In den ernsten Zeiten, die über uns hereingebrochen sind, fordert das Vaterland neben vielen und großen Opfern auch eine unbedingte Verschwiegenheit über alle Maßnahmen, die mit dem Kriege in Zusammenhang stehen. Dies gilt nicht nur von den militärischen Maßnahmen, sondern auch von den Anordnungen der Zivilbehörden, den Vorgängen in Privatbetrieben und sonstigen Verfällen irgend welcher Art, die von dem alltäglichen Leben abweichen und dadurch den Feinden zu Schlüssen über die militärischen Maßnahmen Veranlassung geben können. Insbesondere dürfen Nachrichten, die Angehörige vom Kriegsschauplatz senden, nicht weitergegeben werden. Auch über Vorkommnisse und Maßnahmen bei unseren Verbündeten muh Stillschweigen beobachtet werden. Achtung! Daß Spione immer noch im Lande sind, besagt folgende Nachricht: Köln, 12. August. Aachener Meldungen zufolge wurden dort 5 Zivilisten standrechtlich erschossen, weil sie aus dem Hinterhalt aus deutsche Soldaten geschossen hatten. Aus dem gleichen Grunde wurde ein weiterer Belgier zum Tode verurteilt. Ein schwer verwundeter deutscher Soldat ist in Aachen eingetroffen. Man hatte ihn in ein belgisches Haus gebracht, an dem die Bewohner die Rote-Kreuz-Fahne aufgesteckt halten. Der hilflose Mann wurde aus dem ersten Stockwerk auf die Straße geschleudert. Danzig, 13. August. Das Garnisonkommando teilt mit, daß während der letzten Nächte mehrere russische Spione in Hast genommen worden sind, die sich aus den Dächern in die Anschlußieitungen nach dem Bezirkskommando und dem Garnisonkommando eingfr - schaltet halten. Anscheinend sollte die Kriegstelegraphenbereitschaft durch Auffangen der amtlichen Depeschen gestört werden. Die Spione wurden kriegsgerichtlich zum Tode verurteilt und erschossen. * Keine Verschleuderung von Vieh. ' Alle Landwirte undViehbesitzcr können beruhigt sein, daß Futter in Deutschland reichlich vorhanden ist und die einzelnen Regierungen dafür sorgen, daß die Futterpreise nicht allzu hoch werden. Darum Achtung! Denn gewissenlose Viehhändler sind bereits an ihrer sträflichen Arbeit, den Landwirten das Vieh unter Vorspiegelung falscher Tatsachen zU ganz niedrigen Preisen abzulockcn. Allo Deutschen, auch die Frauen, werden von vielen Erwerbs- und Fabrikanten-Organisationen gebeten, nur deutsche Waren zu kaufen und zu verwerten. Wir hoffen, daß dieser sehr berechtigten Bitte voll und ganz entsprochen wird. Ausländische Zeitungen wolle man s o s o r t nach Eingang an die Lektion UI B. des (Stoßen General st abes senden. Bekanntlich sind es die großen ausländischen Nachrichten-Bureaus, welche über Deutschland die haarsträubendsten Nachrichten verbreiten und dem muß entgegengearbeitet werden. Gehaltsverzicht zugunsten der Loldatenfamilien. Wie aus Stuttgart gemeldet wird, haben sämtliche Magistratsräte der Stadt Fürth für die Dauer des Krieges auf die ihnen zustehenden Zahlungen aus der Stadlkasse zugunsten der Liebesaktion für das deutsche Heer Verzicht geleistet. Ebenso gaben die sämtlichen Mitglieder des Eemeinderates in Ludwigsburg in der letzten Sitzung der, städtischen Kollegien bekannt, daß sie auf ihre Gehälter verzichten zugunsten der sozialen Fürsorge für die Familien der Kriegsteilnehmer. * * * Verschiedene Kriegs-Nachrichten. * Darmstadt. Vertreter von 34 Beamtenver- einigungen Hessens mtt über 10 000 Mitgliedern fordern auf, durch regelmäßige Gehaltsabzüge dem Roten KreUz Beiträge zu spenden. * Das hessische Ministerium der Justiz hat in der „Darmstädler Zeitung" die Verordnung des Vun- desrates betr. Anordnung einer G e s ch ä f t s a u f si> ch 1 zur Abwendung des Konkursverfahrens während der Kriegszeit veröffentlicht. Die Handelskammern find beauftragt, geeignete Personen vorzuschlagen, die geeignet und bereit sind, das Amt einer Aufsichts - person wahrzunehmen. - General der JnianterteFrhr.v. Gall, der seit 1907 zur Disposition steht, hat die Stellung als stellvertretender kommandierender General beim 18. Armeekochs übernommen. Ec ist den bessischen Truppen kein Fremder, entstammt er doch einer Darnistädter Offiziersfamilie, die e Spitze der 25. Division, die er mit großer Auszeichnung 1905 im Kalfcrmanö- ger in Nassau führte. Das Gouvernement der Festung Köln übernahm Frhr. o. Gall 1906, dort wurde er zuin General der Infanterie befördert, a!s welcher er sich 1907 zur Disposition stellen ließ. H o s r a t K a t t n e r, der seit über 30 Jahren im deutschen diplomatischen und konsularischen Dienst in Rußland tätig war und bei der kürzlich erfolgten Abreise des Grafen Pourtales in Petersburg zurückgeblieben war, wurde von dem blutdürstigen Mob ermordet. Die Bolksmassc ist in die deutsche Botschast ein- gedrungen, hat zunächst den greisen deutschen Beamten niedergemacht und dann das Palais in Brand gesteckt. Die Bistumverweser von Posen und G n e s e n erließen am 1. Auigust in Posen und Enesen einen Aufruf an die Geistlichkeit und die Gläubigen beider Diözesen zum Kampf gegen Rußland. Der Oberbürgermeister von Köln hat angeordnet, daß der Zentner Kartoffeln mit h ö ch st e n s 7 Mark zu bezahlen ist. Die Preise waren auf 12—15 Mark getrieben worden. R r t t e r d a m, 13. Aug. Bei dem Dorfe Ars - deck im Regierungsbezirk Aachen wurde ein englischer Flieger heiuntergeschossen. Er wurde nach Rheydt gebracht. * Frauenhilfe im Kriege 1914. Unten diesem Namen haben sich die vereinigten Darmstädler Frauenvereine unter dem Protektorat der G r o ß h e r - z o g i n von Hessen zufammengeschlofsen. Die Vorsitzenden sind Frau Staats-Minister v. Ewald und Frau Professor Dr. E o l d st e i n. Die Geschäftsstelle befindet sich Waidstraße 19 und ist geöffnet von morgens 9 bis abends 7 Uhr. Die einzelnen Arbeitsgebiete sind: 1 . Bermittlungs arbeiten für das Rote Kreuz. Hier werden vermittelt: Freiwillige Hilfsleistung für ausgebildete Krankenpflegerinnen, Erfrischungs- staiion und Verbandshilse, Nähen, Bureauarbeit, Küche, Anmeldungen zu Pflegerinnenkursen, Eehilsinnen für Hausbesuche, Eehilsinnen für Röntgenaufnahmen, Korrespondenz der Verwundeten, Berbandschwestern Und verfügbare Räume. 2. Selbständige Arbeiten u. Arbeiten im Anschluß an bestehendeEin- richtUngen. Dort handelt es sich um: Kindersür- sorge, Säutzlingssürforge, freiwillige Hilfe in Staat und Gemeinde, Arbeitsnachweis für Arbeitgeber und Arbeitsuchende, BermitteluNg von Hilfsarbeit auf dem Lande, Nähen und Heimarbeit. — Jede Frau, die helfen kann und will, ist herzlich gebeten, sich zu melden. Diejenigen, die noch unentschlossen sind, weiden gerne zweckentsprechend beraten. Auch Arbeitgeber und Arbeitnehmer mögen sich melden. * Kriegslazarette. Die Deutsche Gesellschaft für Kaufmanns-Erholungsheime (Ferienheime für Handel und Industrie) hat chre Heime mit mehr als 500 Betten dem Kaiser als Lazarette zur Verfügung gestellt. * Bei der Zentralsammlung für die Kriegsfürsorge sind bis jetzt 1 103 654 Mark freiwillig eingegangen. * Für Maßnahmen zur Krankenpflege, zur Verhütung von Seuchen ufw. hat der Vorstand der Lan- desversicherungsanstall Großh. Hessen zu Darmstadt dem Hessischen Landesverein vom Roten Kreuz erstmalig 1 0 0 0 0 Mark zur Verfügung gestellt. * rankfurt a. M. Für hervorragende Waffentaten des 18 . Armeekorps stelln die Herren I, C. Junior und Direklor I. Woiff in Frankfurt dem kommandierenden General je 1000 Mark zur Verfügung. * Baden-Baden, 12. Aug. Der Großkaufmann Hermann S i e l ck e n stellte der Sladtgemeinde zur Linderung der Not während der Dauer des Krieges monatlich 10 000 Mark zur Verfügung. Frankfurt a. M. Für die Kriegsfürsorge sind durch den Verein Rotes KreUz in Frankfurt a. M. in 5 Tagen 30 Millionen Mark gesammelt worden. ! Traben-Trarbach, 8 . Aug. Eine hochherzige Kriegsspende hat Herr Julius Kayser hier, Inhaber der Weingroßhandlung Kayser U. Co., gestif-. tet. Er stellte der deutschen Heeresverwaltung 2 Krankensäle, die zirka 60 Betten fassen, zur Aufnahme und Pflege Kriegsverwundeler aller Nationen zur Verfügung. Gleichzeitig spendete er für diesen Zweck 5000 Mark in bar, 1000 Flaschen 1910er und 1911er Moselwein. Keine Feldpostpakete k Den Postanstalten entsteht dadurch eine unnötige Arbeitslast, daß die Beamten der Paketaufgabeschalter immer wieder belehrend erläutern müssen: „Es gibt keine Feldpoftpakete!“ Die Feldpost führt nur die Ueber- mittelung von Briefen, Posttarten, Eeldbriefen und Postanweisungen aus, wobei Einschreibsendungen in anderen als Militärdienst-Angelegenheiten, Postaufträge, Briefe mit Zuftellungsurkunde rmd Postnachnahmesendungen von der Beförderung durch die Feldpost ausgeschlossen sind. Auch Postpakete befördert die Feldpost nicht! Alle Paketsendungen, an im Felde stehende Soldaten gerichtet, unterliegen der Privat-Päckerei und werden nur gegen die sonst üblichen Portosätze angenommen. Ein Paket bis zu 3 Kilo Schwere kostet deshalb 20 Pfg. Porto und muß mit der Aufschrift „Soldatenpaket, eigene Angelegenheit des Empfängers" versehen sein. Unfrankierte Sendungen werden nichlk angenommen, Sendungen lediglich mit dem Vermerk „Felppostpaket" gelten als gewöhnliche Paketsendungen und müssen dementsprechend frankiert sein. }fu$ Stad! m<& Eastd. * Viele Mieter sind der Meinung, infolge des Ausbruches des Krieges sei die Pflicht zur Zahlung der Miete hinfällig geworden. Diese Ansicht ist natürlich völlig unrichtig. Durch den Kriegsausbruch ist keine Veränderung inbezug auf die Verpflichtung zur Erfüllung der Verträge eingetreten. Mieteschulden müssen ebenso wie andere Schulden bezahlt werden. * Die Eisenbahn paketadressen für die Auflieferung von Eisenbahn-ErprlßgUt (rctgeränderte weihe Psaketadresse) uNch' Eisenbahnpaketen (blaue Paketaüresse) sind nach einem Beschluß der deutschen Eisenoahnverwaltungen geändert worden. In den neuen Paketadressen ist der Absender nicht nur auf dem Abschnitt, der dem Empfänger mit der SenduNg ausgehändigt wird, einzutragen, sondern auch in der Paketadresse selbst in einer hierfür besonders vorgesehenen Spalte. Die Absicht der Aenderung ist, auch nach Aushändigung der Sendung ohne störende Rückfrage beim Empfänger schnell den Absender aus der Paketadresse ermitteln zu können und so etwa notwendig werdende Nachforschungen zu vereinfachen. Die alten Formulare dürfen bis zum 1 . März 1915 weiter verwendet werden. Es empfiehlt sich aber, auch in diese alten Formulare schon jetzt die Adresse des Absenders in der Spalte „Erklärungen" einzufetzen, was auch durch Firmenstempel geschehen kann. ' Gießen. (K i n d e r s ü r s o r g e.) Mm Donnerstag abend fand im Saale des Cafe Leib eine ziemlich gut besuchte Versammlung statt, in der die erschienenen Mütter über die in Aussicht genommenen Maßnahmen zur Beschäftigung und Versorgung der Kinder während der Kriegszeit belehrt wurden. Viele Mütter wissen schon jetzt nicht mehr — besonders sind es solche, die tagsüber einem Verdienst nachgehen müssen — wie sie ihre Kinder behüten sollen. Aller unbeaufsichtigten Kinder wollen sich nach Kräften die ins Leben gerufenen Kinderhorte annehmen. Sie bieten auch den besten Schutz gegen die in Kriegszeiten drohende Verwilderung der Jugend. Wir verweisen auf die in heutiger Nummer dieses Blattes erscheinende Bekanntmachung des „Ausschusses für K i n d e r f ü r s o r g e" und empfehlen dringend, dessen Bestrebungen zu unterstützen. ' Darm st ad t. Wir bringen hiermit zur Kenntnis, daß die Mobilmachung auch auf die Personalverhältnisse der hessischen Handwerkskammer eingewickt hat und wollen daher alle Handwecker-Korporationen und Handwerker düngend ersuchen, für die nächste Zeit nur in ganz wichtigen Angelegenheiten an die Kammer her- anzuireten. Literarischer. Griebens Reise-Notizbuch 1914-1915. (D. R. G. M. 486 968) Preis 1 Mk. Die soeben erschienene Neuausgabe des Griebenschen Reise-Notizbu- ches, das diesmal mit Doppeltem Kalendarium (1914 1915) versehen ist, dürste schon durch seine geschmackvolle äußere Aufmachung besonders ansprechend wicken. Der praktisch gehaltene Tert, der in seiner Zusammen - stellung einzig dasteht, ist u. a. durch Hinzufügung von Skat- und Bridge-Blocks sowie einer vorzüglich sach - männisch bearbeiteten photographischen Belichtungstabelle bereichert worden. Reisenden, die das Ausland besuchen, wird der Tarif der ausländischen Portotaren für Briefe und Depeschen nach Deutschland willkommen sein, ebenso wie die ausführlichen Angaben über zu verzollende Gegenstände, die man im Auslande gekauft hat. Perforierte vorgedruckte Wäschezettel sind wieder in reichlicher Anzahl beigegeben. Das vieffprachige Wörterbuch wurde unter besonderer Berücksichtigung seiner Bestimmung für, den Reisegebrauch neubearbeitet und er- weiteck. ? Der Haussrau „Sch a tz k ä st l e i n". Unentbehrliche Ratschläge für die Küche, Reinigung, Wie mache ich mir ein gemütliches Heim, Gesundheitspflege, Ratschläge! bei Krankheiten, Vergiftungen, Unglücksfülle, Krankenpflege, Kinderpflege, Wäsche, Schönheitspfleg«, Haar- und Zahnpflege, Vertilgung von Ungeziefer, Alphabetisches Sachregister, Gedenktage. Preis 0.35 Mk. Hos-Verlagsbüchhandlung Edmund Drmme, Leipzig. ? Was tut sich. Eine Sammlung herzerquik- kenden Frohsinns. Von Anton und Donat Hcrrnfeld. Preis broschiert 2 Mk., gebunden 3 Mk. Johannes Baum Verlag, Berlin W. 30. „Echt Hcrrnfeld!" — ruft man unwillkürlich beim Lesen dieser lustigen Sammlung herzerquickenden Frohsinns. Wer AMon und Donat Herrnfeld von ihrer Bühnenwicksamkeit her kennt, der fühlt sofort, daß sie mit diesem Buche ihre Populacktät noch erhöhen weiden. Ueberall, wo Sinn und Ver- ständniisl für einen gesunden, wohltuenden Humor herrscht, wird das Buch mit Freuden begrüßt werden. Was dieses Buch besonders vortellhaft auszeichnct, ist, daß sich jedermann nicht nur selbst daran erfreuen, sondern es auch in den Kreis seiner Familie «inführen kann. Airchüche Nachrichten. Evanmlischc Gemeinde in GilchlN. Sonntag, den 16. August, 10. nach Trinit. Gottesdienst. In der Stadtkirche. Vorm. 8 Uhr: Pfarrer D. Schlosser. Vorm. 9% Uhr: Pfarrer Schwabe. Beichte und hl. Abendmahl für Matthäus- und Markusgemeinde gemeinsam. Vorm. l\ l / 4 Ui)r: Müi:a,grttesdienst. Pfc. Schwabe. Nachm. 2 Uhr: Kinderkirche für die Markusgemeinde. Pfarrer Schwabe. In der Johanneskirch«. Vorm. 8 Uhr: Pfarrer Bechtolsheimer. Zugleich Christenlehre für die Neukonfirmierten aus der Lukasgemeinde. Vorm. 9Yi Uhr: Pfarrer Ausfeld. Vorm. 11 Uhr: Kinderkirche für die Johannesgemeinde. Pfarrer Ausfeld. Abenos 8 Uhr: Versammlung und Pibelbesprechung im Johannessaal. Ai i l t w o ch, den 19. August, abends 8 Uhr : Kiiegsbetstunde. Pfarrer Bechtolsheimer. Nächstkünftigen Sonntag, den 23. August, findet im Hauptgottesdienst Beichte und heiliges Abendmahl für die Lukas- und Johannesgemeinde gemeinsam statt. Jeden Mittwoch, abends 8 Uhr, wird «ine Kriegsbetslunde, abwechselnd in beiden Kirchen, gehalten. Versuchsweise sollen jeden Samstag zwischen 7 und y 2 8 Uhr beide Kirchen geöffnet und darin bei Orgelspiel Gelegenheit zur stillen Andacht gegeben werden. Katholische Gemeinde in Gießen. Samstag, den 15. August. Fe st Mariae Himmelfahrt. Nachm, um 2 Uhr: Festandacht mit Segen. Nachmittags 3—7 Uhr und abends 8—10 Uhr: Gelegenheit zur hl. Beicht. Abends iy 2 Uhr: Segensandacht. Sonntag, den 16. August. 11 . Sonntag nach Pfingsten. Vorm. 6 Uhr: Gelegenheit zur hl. Beicht. Vorm. 7 Uhr: Die erste hl. Meffe. Vorm. 8 Uhr: Austeilung der hl. Kommunion. Vorm. 9 Uhr: Hochamt mit Predigt. Vorm. 11 Uhr: Hl. Messe mit Predigt. Militärgottes- dienst. Nachm, um 2 Uhr: sakramentalischr Bruderschafts - Andacht. Abends um iy 2 Uhr: Segensandacht. Montag und Dienstag, vormittags rem 7 Uhr, ist Segensmesse. Montag, Dienstag und Freitag, abends uM 7% Uhr, ist Segensandacht. ' Diaspora. _ In L i ch um 9'A Uhr. _ Verantwortlich: Albin Klein, Gießen. Kriegs-Erfrischungen für unsere Söhne u. Brüder im Feldzuge zugleich unübertroffene Nähr- und Kräftigungsmittel, sind gute Stollwerck- Schokoladen, Pfeffermünz-Pastillen u.s.w. Ein schwerer Krieg ist ausgebrochen, von dessen Ausgang das Schicksal von Völkern, aber auch von tausenden Familien abhängt. 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Wirkungen einer Hauskar: Die ausserordentlich wichtige und folgenschwere Nierenarbeit wird erleichtert und angeregt, die Zylinder, welche die Nierenkanälchen verstopfen, werden herausgespült, der Eiweissgehalt des Harns verliert sich, Beklemmungen und Atemnot nehmen ab. die überschüssige Harnsäure, welche die Ursache zu allen rheumatischen u. gichtischen Leiden ist. wird abgetrieben. Gries und Nierensteine gehen ohne f besondere Schmerz-n ab. das Drücken und Brennen beim Urinieren fällt weg. der Magen. Nieren und Blase werden gereinigt und der Urin wird klar. Es tritt ein Wohlbefinden ein, welches früher nicht vorhanden war. Man frage den Arzt. Literatur frei durch Keinhardsquelle G m. I) II. bei Wildungen. Reinhardsquelle erhältlic.i in Apotheken und Drogerien, wo nicht, Lieferung direkt ab Quelle. __ Ankauf—Verkauf von flltetfc«, Sumst«, ftuorften, . Kupfer, äJWfiufl, Blet. Ziuk. Ziun, re. Mädeln, Betten, Wcitz- »ena, Gold - und Sildcilachen Münzen und Annquirären. 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Natioimlstiftung für die Hinterbliebenen der im Kriege Gefallenen. Telephon: Amt Moabit, Nr. 9106. Berlin NW. 40, Alsenstrahe 11 i Aufruf! Ein gewaltiger Krieg ist über Deutschland hereingebrochen. — Millionen deutscher Männer bieten ihre Brust den Feinde dar. — Biele von ihnen werden nicht zurüärkrehren. — Unsere Pflicht ist es, für die Hinterbliebenen dei Tapferen zu sorgen. - Des Staates Aufgabe ist, hier zu helfen, aber er kann es nicht allein, diese Hilfe inug ergänzt werden. Deutsche Männer, Deutsche Frauen gebt! Gebt schaell! Auch die kleinste Gabe ist willkommen! Das Bureau befindet sich Berlin NW. 40, Alsenstrahe ll. X Das Präsidium: L von Locbcll von Achsel Freiherr von Spitzeinberg Tlaalsminister und Minister des Innern Gcncralovcrst und Oberbefehlshaber Kabincisrat Ihrer Majestäi der Kaiserin - Selberg Schneider Berrmann Kommerzienrat Geheimer Obcrregierungsrat Kommerzienrat «zcschäslSsnhrender Vorsitzender Vortragender Rai im Ministerium des Innern Direktor der Deutschen Bank Bizepräsidenl als Siaalskommissar Schatzmeister Zahlstellen: Sämtliche Postanstalten, Reichsbankstellen und' u a. die Bank sür Handel und Industrie, die Mitteldeutsche Credil ^ bank, sowie die (Expedition der „Gicstcner Zeitung", SelterSwcg 83 i mittlerer Saden). Durch Gebrauch eines ift jedes verseuchte Wasser obk-r Gcfi.hr trinkbar. Sehr leicht an der Wasserleitung anzubringen. Preis TNk. 20.— bis Jttf. 5t).— pro Stück. Hansa Gement-’ u. Filter werket, Hai ge r, Dillkreis. Sommerfrischß und Luflkurort Hohenstein bei Bad Schwalbach im Taunus. 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