SeMMPtttr 29 pfg. monatlich MeetetMUtch ft wiauliablbaT, frei ins H«u», Ub^chott » w*BW OtzDidilien über in den Zweig. «■»gcMMta Wm«tM»Sch «0 Pfg. — ffrfdmir u»» Bei» De« ui. — Redaktion: Teller». Vf 88 . — Wr t tetttwab nmp oder Rückt enbung n ichi »t Hipn SRaae&rivtr wird nicht garannerr. Deel«« dir „ Gt»tze«er Zeitung " <«. m. b. H. Nr. 60 . U Blatt. Expedition: Zelters weg 88. Mittwoch, den 29. Juli 1914. Anzeigenpreis 15 Pfg. * Me 44 mm breite Petitzeile für Auswärts 20 Mg Die 90 mm breite R e k la m e - Z e i l e r>0 Pfenni« Ertrabeilagen werden nach Geiv i - und Grötzt berechnet. Rabmi kommt bei Ueberichreitung deS Zahlungs- zieled lNO Taqe), bei gerichtlicher Beitreibung oder Konkurs in Wegfall. Platzvorfchristen ohneVerbmdlirdlea. Druck der Kiehener Berlagödruckerei. Albiu Mein relevbon ttr. »62. 20. JülN'Ü. Oefterreich-Ungarn erklärte Serbien den Krieg. — Englands Vermittlung abgelehnt. Die Kriegserklärung. Wien, 28. Juli. (4.30 Uhr) Auf Grund Allerhöchster Entschließung Seiner k. u. l. apostolischen Majestät vom 28. Juli 1944 wurde heute an die königl. serbische Regierung eine in französischer Sprache abgesatzte Kriegserklärung gerichtel, welche in deutscher Uebersetzung solgendermahen lautet: Da die königlich serbische Regierung die Note, welche ihr vom österreichisch-ungarischen Gesandten in Bel- gvad am 23. Juli 1914. übergeben worden war, nicht in befriedigender Weise beantwortet hat, so sieht sich die k. u. k. Regierung in die Notwendigkeit versetzt, selbst für die Wahrung ihrer Rechte und Interessen Sorge zu tragen und zu diesem Ende an die Eewall der ÄZassen zu appellieren. Oesterreich-Ungarn betrachtet sich daher von diesem Augenblicke an als im Kriegszustände mit Serbien befindlich. Der österreichisch-ungarische Minister des Acutzern Graf Berchlold. Vormarsch der Ocsterreichcr. Wien, 28. Juli. * Wien, 28. Juli. Erzherzog Fried- r i ch, dem jüngst die militärischen Funktionen des ermordeten Erzherzogs Franz Ferdinand übertragen worden sind, ist das Oberkommando über die österreichische Armee gegen Serbien im Aufträge des Kaisers übergeben worden. Nach einer Meldung des „Lokalanzeigers" haben die österreichischen Truppen die serbische Grenze überschritten, und mit dem Vormarsch nach M i- t r o v i c a den proigrcrmmätzigen Punkt erreicht. Die Serben sind überall zurückgeworsen worden. In Wien wurde die Nachricht von dem Ausbruch der Feindseligkeiten mit großem Jubel ausgenommen. Eine weitere Wiener Meldung des „Lokalanzeigers" besagt, auf der Donau bei Kozewo wurde ein serbischer Truppentransport auf dem Dampfer „Nardar" und „Zar Nikolaus" von der, österreichischen Boolssltotlille aufgebracht. Hier wurden die ersten serbischen Gefangenen gemacht. * Wien, 27. Juli. Nach amtlichen Mitteilungen fand bei Temes Kubin an der Donau ein Geplänkel zwischen serbischen und österreichischen Truppen statt, die vom serbischen Donauuser aus die auf ungarischem User befindlichen Oesterreicher beschossen. Diese erroie- derten das Feuer. Auf beiden Seiten gab es Verwundete. Einzelheiten schien noch. kttabrung eines Eandmädcbens aus dem vogelsberg über die giessener Gewerbe-Ausstellung. Von E. K. Keil, Bietzen. ' (Fortsetzung.) Aon Stempel braach net jeder Mann, Doatz is ja klipp un klar, Doch jed' Geschäft, das mutz an hau Un jeder Advokai. Uf jed' Behörde mutz er sei Für alle Aktestücke, Un aach in jeder Kanzelei Do wirst du ihn erblicke. Un wer, was hält uf sei Geschäft, Der läßt sich offeriere, Dah jede Rechnung, die er schickt, Mit Nam und Stempel lut quittiere. Doch wenn du mal an Stempel brauckst Un willst 'en goute seh, Dann mutzt du mal nach Linnes zu Zum Stempelkreuter geh. — Der Spearhase, der hoat ausgestellt Viel Waage nett un klci, Ich denk' doch für die Bauersleu, Sein die doch viel zu fei. Denn wenn mer Käs un Burrer wiege Un Kinkel, Gäns dazu, Kartoffel, Lickwurz, Eelcerllwc, Dann müsse 'mer a grötzer hü. Des Dreibunds SlcllunZ. Der Dreibund hat sich auch bei diesem Anlatz glänzend bewährt. Das Deutsche Reich und Italien wünschen aufrichtig, datz der Konflikt zwischen Oesterreich-Ungarn und Serbien lokalisiert bleiben möge; sie lassen aber anderseits keinen Zweifel aufkommen, datz sie treu an der Seite ihres Verbündeten stehen werden) wenn der Brand weiter um sich greifen sollte. Demgegenüber erweist sich die Triple-Entente nicht als ein so festes Band, datz sie auch England in einen Krieg an Frankreichs und Rutzlands Seite gegen Deutschland und Oesterreich-Ungarn hineinzerren könnte. Es verlautet über Rom, datz die englische Regierung dem russischen Botschafter erklärt habe, sie sei an den gegenseitigen Vorgängen zwischen Oesterreich-Ungarn und Serbien vollkommen desinteressiert. Kommt es also trotz der Besprechungen, die jetzt zwischen den Kabinetten im Bange sind, zum europäischen Kriege, so wird die Mäschte-Bruppierung nicht lauten: > Hie Dreibund! hie Triple-Entente! sondern Rußland und ! Frankreich würden allein dem Dreibund gegenüberstehen. Rumänien, dessen Mithilfe man in Petersburg und Paris etwas voreilig eskompiert hatte, hält sich zurück. Kaiser Wilhelm, der unter dem Eindruck der ernsten politischen Nachrichten seine Nordlandreise vorzeitig abbrach, hat in einer in freundschaftlichem Tone gehaltenen Depesche dem Zaren jede direkte Einmischung in den Konflikt widerraten. Oesterreich-Ungarn, so sehr es sein gutes Recht betont, seine Rechnung mit Serbien nach eigenem Gutdünken regeln zu dürfen, enthält sich jeder Herausforderung Rußlands. Das geht daraus hervor, datz es nicht seine ganze Armee mobilisiert - was ja automatisch Gegenmatzregeln Rutzlands auslösen müßte —, sondern nur acht Korps, also die zur Riederringung Serbiens unbedingt notwendige Trnppenmacht. Roch ist daher die Hoffnung auf die Erhaltung des europäischen Friedens nicht ganz aufzugeben. Das erlösende Wort mutz aus Petersburg kommen. Aus Oesterreich. * Der 62 Jahre alte Präsiden! des Herrenhauses, Fürst zu Windisch-Grätz, der Major der Landwehr ist, meldete sich beim Landesverteidigungs - minister zum freiwilligen Truppendienst in der Front, i Auch das 54jährige Mitglied des Herrenhauses, Fürst I Karl Auersperg, hat sich entschlossen, gleichzeilig mit Für Apothek un für Chemie, Für Labratvrium, Die müsse solche Waage hu, Wie hier se steh'n herum. Da sei'n Maschine alle Sorte Für Landwirt un für Hausbedarf Zum schneide, säe un aach egge Mit Messern un nrit Zinke scharf. Der Borrmann und der. Tröster hawe Maschine ohne Zahl, ZuM wasche, keltern, mähe, zackern In großer un verschiedner Wahl. Un wenn dü eine kaafe willst, Kann ick dir beide Herrn empfehle, A jed' Maschin sie arbeil gut, Tut net ihr'n Zweck verfehle. B u d e r u s's ch e Werke sind vertrete Mit Heizkörper, e groß Partie. Ganz grüße nn aach ganz kleene, Bolierl un angestriche schie. Da war 'en alter Bauersmann, Der sät: „Sie junger Herr„ So'n Bakofe, tut mer aach gefall'n, Was is denn der da wert." Da sät der junge Herr zu ihm: „Ja Vater! Zum backe is das nichts, Im Winter, wenn's ist eisig kalt, Dann wärmt der Stub' un Küch!" „Ei was! das sell' en Owe sei, Daß is en praktisch Ding, seinem zur Truppe cinberusencn Sohne srciwiltig «inzurücken. * Nach dem Abbruch der diplomalischen Bezieh - ungen zwischen Oesterreich-Ungarn und Serbien hat die russische Botschaft in Wien den Schutz der Interessen der in der Monarchie lebenden serbischen Staatsangehörigen übernommen. * O f c n - P e sl, 27. Juli. Beide Häuser des ungarischen Reichstags sind aus morgen zu einer Sitzung cinberufen worden. Sie werden dann sofort wieder entlassen werden. * Ischl, 27. Juli. Als dem Kaiser der Bericht über die Festnahme des serbischen Eeneraislabschcss Generals P u 1 n i k, vorgelegt wurde, verfügte der Monarch sofort die Absendung eines telegraphischen Befehles nach Osen-Pcst, datz der General sreigelassen werde und seine Reise ungehindert fortsetzen solle. • Aus Serbien. Das serbische Armeeoberkommando ist bereits gebildet. Als Oberbefehlshaber fungiert der Krcnprinzregent. Als militärischer Berater des Kronprinzen und Chef des Generalstabs der Operationsarmee wird General Pütnic fungieren. * Risch, 28. Juli. Prinz Merander hat von dem Befehlshaber des vierten Korps die Versicherung erhalten, innerhalb von 8 Tagen werden an der Grenze 300000 Mann aufgestellt sein. Die im Raume bei Sawandria versammelt gewesenen serbischen Truppenteile sind in südlicher Richtung im Morgwatal vermutlich gegen Svilajnak a b - marschiert. Unmittelbar an der Donau stehen nur schwächere Kräfte, darunter Landsturm. Die Truppen, die in R e u s e r b i e n bei Jstip i nächst der bulgarischen Grenze standen, sind mit der ' Balm nach Norden gebracht worden. Einige serbische Fluhdampser und requirierte Handelsschiffe, die eilends als Minenleger eingerichtet wurden, haben versucht, an gewissen Punkten der Donau und der Save Fluhminen zü legen. Diese Versuche sind bisher völlig gescheitert. ' Belgrad, 28. Juli. Nach einer ergänzenden Mobilisierungsorder sind in Serbien alle Wehrfähigen vom 18. bis znm 60. Lebensjahr einberufen worden. Das bedeutet also eine allgemeine Mobilisienmg. Das Hauptquartier befindet sich in N i s ch.__ Denn wenn's aam zu viel stiere tut, Dann setzt mer sich 'e nin!" En Heizkörber is was wirklich gutes Un patzt in jedes Haus, Mer braach ka Owe in de Stuwe, Kann net ersticke an Kohlegas. Un in dem Zimmer newe 'a Sei Schreinereimaschine, A Möwelausstattung kann 'mer da Für 30 Pfennige kriege. Das is' a flotte Sägerei, Das git schrupp schrupp, schrupp schrupp; Un fertig is 'a Ausstattung Für e Mädche oder e Büb. Doch all' Maschine, wo sein hier,, Für Säge, howele, schlichte, Die sollt 'e jeder Schreiner hu Für Eicheholz un Fichte. Jean D e r n, der hat aach ausgestellt In Sache vielerlei, Für inne un für Autzebau Un Plättcher hübsch un sei. Das is ja aach en alt Geschäft, Schon viele Jahr in Gietze, Für prompte Lief'rung un gute Mar Den Rns tut es genieße. (Fortsetzung folgt.) In Podgoritza kam ein höherer serbischer Ge- neralslabsoffizicr an. Er halte mit dem montenegrinischen Kriegsminister eine Besprechung. In der Gegend von Prjepolje steht eine montenegrinische Brigade mit Gebirgsartillerie. Ue- ber weitere Truppenbewegungen Montenegros ist nichts Authentisches bekannt. * * * Lokalisierungs-Verhandlungen. Ueber einen Depeschenwechsel zwischen dem Kaiser und dem Zaren, dem man große Wichtigkeit beimißt, ist bereits gemeldet worden. Heute liegt — allerdings nicht verbürgt — die Nachricht vor, daß auch der Kaiser und König Georg in einen Briefwechsel getreten sind. Gestern Nachmittag sand eine zweistündige Unterredung des russischen Botschafters Schebeko mit dem Grafen Berchtold stall. Schebeko verlangte eine temporäre Sistierung der Feindseligkeit e n, jedoch isi die Unterreoung yesuttatlos verlaufen. Die Verhandlungen, die zwischen den Kabinetten aller europäischen Mächte eifrig betrieben werden, verfolgen, wie an Wiener amtlicher Stelle verhaltet, den Zweck einer Lokalisierung des Konfliktes. Sowohl in Wiener politischen Kreisen als auch in den Kreisen der auswärtigen Diplomatie wird der Erwartung Ausdruck gegeben, daß diese Bemühungen von Erfolg begleitet sein werden. In Oesterreichs Antwort an England ist zu lesen, daß Oesterreich fest entschlossen sei, wie dies auch seine Kriegserklärung beweise, für immer in seinen gespannten Beziehungen mit Serbien nun endgültige Ordnung zu bringen. Was aber die Lokalisierung des Konflikts betreffe, so sei Oesterreich - Ungarn mit England eines Sinnes, nämlich durch diese Lokalisierung des Krieges mit Serbien einen europäischen Zusammenstoß zu vernrciden. < * # * * i» Aus Deutschland. * Im Deutsche uR eiche herrscht überall, im Süden wie im Norden, im Osten wie im Westen, eine gehobene Stimmung. Ueber Sympathiekundgebungen für Oesterreich laufen Meldungen fast aus jeder größeren Stadt ein. Deutschland hat die Vorschläge Sir Edward Ereys a b g e l e h n t. Es geht aus der Antwort hervor, dag Deutschland auf keinen Fall Oesterreich daran hindern wollte, diejenigen Schritte gegen Serbien zU unternehmen, die die verbündete Monarchie im Interesse ihres Ansehens für notwendig befindet. Andererseits will Deutschland an der Vermeidung eines Ucbergrei- fens des serbisch-österreichischen Konflikts auf unoeteiligte Mächte gern Mitarbeiten. Man handelt in Berlin durchaus logisch, indem man die englische Vermittlungsaktion ablehnt, wünscht aber ganz begreislicherweise dieserAblehnung jede Schärfe gegen England zu nehmen. In den Berliner leitenden Kreisen glaubt man, daß der Sache des Friedens besser gedient würde, wenn die bereits mit bestem Erfolg begonnene V e rmittelUngsaktion von Slot binet zu Kabinet fortgesetzt würde. In diesem Sinne hat man den englischen Vorschlag beantwortet. Insbesondere wird hierbei auch die Tatsache hervorzuheben sein, daß bis zur Stunde die direkten diplomatischen Unterhandlungen zwischen Wien und Petersburg fortgesetzt werden. Man würde also vielleicht schneller zum Ziele kommen, wenn die Mächte, sei es gemeinsam, sei es einzeln, ihre ganzen Bemühungen an denjenigen Stellen einsetzen wollten, die hierfür vielleicht in erster Linie in Betracht kommen würden: in Petersburg und in N i s ch. Deutschland ist jedenfalls entschlossen, mit allen Kabinetten im Gedankenaustausch zu bleiben, um dieses Ziel zu erreichen. Berlin, 27. Juli. Die Ankunft des Kaisers auf der Station Wildpark bei Potsdam erfolgt heute nachmittag 3 Uhr. Berlin, 27. Juli. Der Kaiser hatte heute nach seiner Rückkehr nach Potsdam Besprechungen mit dem Reichskanzler, dem Staatssekretär des Reichsmarineamts v. Tirpitz und dem Kriegsminister v. Falkenhayn. Potsdam, 27. Juli. Die Kaiserin ist um 7 Uhr 33 Minuten von Wilhelmshöhe in Wildpark angekommen und begab sich ins Neue Palais. * Gestern nachmittag hatte sich, wie man den „L. N. N." meidet, vor dem Fürstenbahnhos Wildpark bei Potsdam eine ungeheure Menschenmenge angesammelt, um den Kaiser zu begrüßen, der in ernster Stunde seine Nordlandreise unterbrach, um die Geschäfte der Reichs - leitung wieder in die Hand zu nehmen. Der, Kaiser wurde um 3.10 Uhr erwartet. Ein starkes Polizeiaufgebot sperrte den Platz vor dem Bahnhof ab. Kurz vor 3 Uhr trafen die Herren des Hauptquartiers und Ge- neralstabsöffiziere mit dicken Mappen unter dem Arm auf dem Bahnhof ein. Um 3 Uhr fuhr die Kaiserin im Automobil vor und begab sich ebenfalls auf den Perron, wo sie die anwesenden Heryen begrüßte und ins Gespräch zog. Punkt 3 Uhr 10 Minuten rollte der Sonderzug in die Halle. Der Kaiser in Admiralsuniform entstieg ihm zuerst. Er schritt auf die Kaiserin zu und überreichte ihr mit einem Handkuß einen großen Rosenstrauß, dann ging er auf die Herren des Gefolges zu, die er einzeln mit Handdruck begrüßte. Hierauf wandte er sich dem Reichskanzler zu. Die ernste Miene dies Kanzlers siel allgemein auf. Dagegen trugen die Heryen der Generalität ein munteres Wesen zur Schau. Als der Kaiser, der sehr frisch , und sonnenverbrannt aussah, das Bahnhofsgebäude verlieh, bereitete ihm die Menge die begeistertsten Huldigungen. Brausende Hurra- und Hochrufe ertönten die Straße bis zum Palais entlang. Selten hat Potsdam so stürmische Ovationen gesehen. Der Kaiser dankte mit ernstem Kopfnicken für die Huldigung des Publikums. In Equipagen und Autos folgten die Herren der Umgebung zum Neuen Palais nach. ' Der deutscheKronprinz trifft heute Mittwoch früh in Potsdam ein und nimmt im Mar - morpalais Wohnung. Die deutscheHochseeflotte ist heimbeordert worden. Hamburg, 27. Juli. Die in Hamburg auf Urlaub befindlichen Angehörigen der Marine haben telegraphisch Anweisung erhalten, sofort in ihre Garnisonen zurückzukehren. * Auf der Pariser Börse sand gestern ein geradezu ungewöhnlicher Küysstürz statt. Die Bedeutung dieses Vorgehens erhellt daraus, daß Berliner maßgebende Finanzkreise von dieser Tatsache nicht nuy überrascht, sondern über sie aufs höchste bestürzt sind. Man fragt sich hier, welche unbekannte Ursache dieses Ereignis herbeigeführt hat und ob dieses nicht in militärischen Vorkehrungen Frankreichs zu suchen ist. Diese und andeye Tatsachen ließen in Berlin die Stimmung höchst pessimisttsch erscheinen. * Aus Rußland. Petersburg, 28. Juli. Folgende amtliche russische Mitteilung wird veröffentlicht: Zahlreiche patriotische Kundgebungen der letzten Tage in der Residenz und in anderen Städten des Reiches beweisen, daß die feste und ruhige Politik in den breiten Schichten der Bevölkerung sympathischen Widerhall gefunden hat. Die Regierung hofft jedoch, daß der Ausdruck der Volksgefühle durchaus nicht die Färbung vonMißgunst gegen Mächte einnehmen werden, mit denen Rußland sich im Frieden befindet und unveränderlich sich im Frieden zu> befinden wünscht. Indem die Regierung aus dem Aufschwung des Volksgeistes Kraft schöpft und ihre Untertanen auffordert, Zurückhaltung und Ruhe zu bewahren, verharrt sie auf der Wacht für die Würde und die Interessen Rußlands. Petersburg, 26. Juli. Der allgemeine Eindruck ist nach einer Unterredung des Ministers des Äußeren, Sasonow, mit dem österreichisch-ungarischen Botschafter Grafen Szapary günstig, wenn auch die Lage kritisch bleibt. Rußland hat im Prinzip dem englischen Kon- serenzvorschlag zugestimmt. Gleichzeitig wünscht Rußland den direkten Meinungsaustausch mit Wien foyt- zusetzan. Petersburg, 28. Juli. Hier ist eine Meldung cerbreitet, daß der König von England einen persönlichen Brief an seinen Vetter, den deutschen Kai- s e r, gerichtet habe, in dem er diesen bittet, für die Erhaltung des Friedens sich cinzusetzen. Russische TrUppen besetzten denEyenzbahn- bahnhof Wirr ballen und zwar Pioniere, Kavallerie, Artillerie und zwei Regimenter Jnfanteyie. Außerdem haben die Russen alle ihre Erenzwege besetzt. Eine Schwadyon Ulanen ist deutscherseits aus Stal- lupönen nach- dem Grenzbahtthof Eydtkuhnen abgegangen. Längs der ganzen deutsch-russischen Grenze hat der Grenzverkehr auf die letzten Nachrichten hin eine große Stockung erlitten. Um 11 Uhr vormittags wurde aus Rußland bekannt, daß keine Pässe mehr nach Deutschland ausgegeben werden. Die Nebenstelle der russischen Reichsbank hat Anweisung erhalten, alles verfügbare Metallgeld unverzüglich nach Petersburg zu senden. S k a l m i e r e z y c z e, 28. Juli. Das r u> s s i - s ch e Infanterie-Regiment, das vor zwei Monaten von Kalisch nach Lodz entsandt war, ist heute plötzlich utt- erwartet hier angekommen. Der Oberst des Regiments gab Befehl, sich marschbereit zU halten. Die Mühle bei Kalisch, die auf einer Anhöhe liegt, wird militärische Besatzung erhalten. »: Ans Frankreich. Frankreich hat nicht die Absicht, sich für Serbien zu exponieren, allerdings, wenn Rußland ange - griffen werden sollte, müßte der, Bündnisfall eintteten und Frankreich seine Bundesp'flicht erfüllen. Frankreich bemüht sich, die Lokalisierung des Konflikts herbeizu- fühyen und hoffe, daß Deutschland das gleiche tue. Aus England. * London, 28. Juli. Prinz Heinrich v. Preußen stattete gestern nachmittag dem König einen längeren Besuch ab. Der deutsche Botschafter spyach gestern nachmittag im Auswärtigen Amt vor und wurde von Sir Arthur Nicolson, dem ständigen Sekretär, empfangen. Der deutsche Botschafter blieb über eine Stunde im Auswärtigen Amt. Vorher hatte Sir Arthur Nicolson dem österreichischen und dem russischen Botschafter Besuche abgestattet. Die englische Unterseebootsflottille hat den Hasen verlassen. Die Torpedobootszerstörerflotte liegt unter Befehl, sich zum sofortigen Auslaufen bereit zU halten, im Hasen. Die erste Schlachtstotte hat bei Portland Anker geworfen und ist zum Auslaufen bereit. Aus Italien. Die italienische Regierung ließ der österreichisch-ungarischen Regierung eine Erklärung zukommen, daß in einem eventuellen bewaffneten Konflikte zwischen Oesterreich und Serbien sie eine freundschaftliche und dem Bündnisverhältnis entsprechende! Haltung einnehmen wird. Diese spontane Erklärung reiht sich würdig der von der ganzen Monarchie begeistert begrüßten glänzenden Bekundung der Bundestreue des Deutschen Reiches an und ist in Wien als Erwiderung der bewährten Gesinnung Oesterreich-Ungarns mit dem Ausdruck der Befriedigung und des Dankes entgegengenommen worden. * * » Sensationelle Verhaftung in Ungarn. * Der Budapester „Hirlap" meldet, daß der Multimillionär Lazar Dungyorszki in Rrseskcrek verhaftet worden ist. Der Verhaftete, der ungarischer Staatsbürger und serbischer Nationalität ist, ist 80 Jahr alt. Bei der Haussuchung wurde der Beweis geführt, daß er an der Spitze einer umfangreichen Verschwörung gestanden hat und Mitglied der Narodna Obrana gewesen ist, der er bedeutende Beträge zugewandt hat. In dem Keller seines Hauses wurden Bomben gefunden. Von seiner, Familie wird -erklärt. daß sie bisher noch nichts von der Verhaftung des Genannten wisse. * * * * Brüssel, 27. Juli. Der Ministerpräsident Brogueville, der das Kyiegsportefcuille innehat, hielt gestern im Kriegsministerium eine Konferenz mit den Generalen ab. Es handelte sich darum, die gebotenen Vorsichtsmaßregeln für den Kriegsfall zu treffen. Es wurde Befehl erlassen, daß sämtliche beurlaubten Mannschaften und Offiziere zu ihren Truppenteilen zurückgerufen und alle Vorbereitungen getroffen werden, um die Jahrgänge 1910»—1912 der Reserve einzuberufen. * S o f i a, 27. Juli. Der bulgarische Major Atanasow beabsichtigt, ein bulgarisches Freiwilligenkorps gegen Serbien zu bilden. Die maze- dänischen Kreise sind kriegerisch gestimmt. Ji«$ aller Welt * Paris, 28. Juli. Frau Eaillaur ist freigesprochen worden. Bei der Verkündigung des Wahrspruches brach ein Teil des Auditoriums in lauten Beifall, ein anderer Teil in sttirmische Proteftrufe aus. $ M\ Ü&d to;d. Gießen. Die dem Roten Kreuz schon vor der Eröffnung der Gewerbe-Ausstellung gegebene Zusage wegen Abhaltung eines Roten-Kreuz-Tages fand am Samstag seine 'Verwirklichung. Trotzdem das Wetter unHünstig war, hatten sich viele auswärtige Besucher in der Ausstellung eingefunden, so daß die hiesige Ortsgruppe des Roten Kreuzes eine ihr zu gönnende schöne Einnahme erzielte. n Gießen. Der langersehnte und dem Vorsitzenden der Ausstellungsleituny zugesagte Besuch Seiner König!. Hoheit des Gyoßherzogs erfolgte letzten Samstag nachmittag um 5 Uhr. Allgemein erhöht wurde die Freude dadurch, daß auch Ihre Kgl. Hoheit die Groß- herzogin ihren hohen Gemahl bcglcttete. Am Portal wurden die hohen Herrschaften durch den Ehrenvorsitzenden des Ausstellungsvorstandes, Oberbürgermeister Keller und dem Vorsitzenden der Ausstellung, Prof. Dr. K r a u s m ü l l e r, empfangeri. Mit stürmischer Begeisterung begrüßte das, trotz des wenig günstigen Wetters überaus zahlreich erschienene Publikum die hohen Gäste. Am Eingang zum Hauptgebäude übeyreichte Frl. Elisabeth Krausmüller mit einigen Motten der Groß - Herzogin ein Nclkenbuketl. Sodann wurden durch den Vorsitzenden die Mitglieder des Gefchastsführenden Ausschusses den hohen Herrschaften vorgesirllt. Hieraus erfolgte der Rundgang durch die einzelnen Ausstellungsräume unter, Führung der beiden Vorsitzenden und den Herren des Geschäflssührenden Ausschusses. Die allerhöchsten Herrschaften besichtigten eingehend die ausge - stellten Arbeiten und gaben wiederholt ihrer Freude über die Reichhaltigkeit und Gediegenheit derÄusstellung Ansdruck. Insbesondere bekundeten sie lebhaftes Interesse für die verschiedenen Arbeiten des Kleinhandweckes im Vogehsfterg. Nach dem Rund gang im Hauptgebäude nahmen die hohen Gäste in dem zum ersten Preis angekauften Speisezimmer des Hoflieferanten Brück den Tee ein. Die Tafel war prachtvoll geschmückt mit Blumen der Firma Dietz, mit Porzellan und Kristall der Firma Mettenheimer und mit ^ilbergerä! der Firma Brück Nachf. (Inh.: Hammcrmann). Die Getränke und Speisen reichte der Ausstellungswitt Kemper und fand allseitige Anerkennung. An dem Tee nahmen außer den Kgl. Hoheiten nebst Gefolge die Herren Oberbürgermeister Keller, Prof. Dr. Kyausmüller, Stadtverordneter L. Petri und Herr Geh. Kommerzienrat Dr. Gail teil. Trotzdem die vorgeschrittene Zeit weit überschritten war, ließen es sich die Allerhöchsten Herrschaften nicht nehmen, auch durch verschiedene andeye Ausstellungsräume außerhalb des Gebäudes noch zu gehen, wobei sie der Abteilung „Althandwrrk" reges Interesse cntgegenbrachten. Leider warmes ganz ittrmöglich, alle Aussteller aufzusuchen, da die hohen Gäste zu der Ausführung der Freilichtbühne kurz vor 7 Uhr abfuhrcn. Beim Verlassen der Ausstellung brachte rnan wieder den Königlichen Hoheiten begeisterte Ovationen dar. ^hre Anerkennung für die schönen Lcistimgen des Handrvcrks verliehen die Allerhöchsten Herrschaften rwch dadurch Aus- druck, datz sie von, verschiedenen Ausstellern Ausstellungsgegenstände erwarben, darunter auch einen Leuchter nach dem Entwurf des Bildhauers Ernst, Penzoldt in Kassel aus dem Ausstellungsraum der Firma Gail, der ihr Entzücken hervorgerufen hatte, o Gießen, 27. Juli. Der Postbote Aug. Heß rettete beim Baden in der Lahn den 17 jährigen Sohn des Metzgermeisters Hartmann unter eigener Lebensgefahr vom sicheren Tod des Ertrinkens. * Circus Barum kommt nach Gießen. Dieses gut renommierte Circus-Unternehmen, welches vor einigen Monaten durch die unfreiwillige Löwen - jagd in den Straßen Leipzigs das Tagesgesprech fast der ganzen Welt wurde, trifft in nächster Zeit mit seinen ßLachsigen Sonderzügen hierselbst ein, um einen nur auf wenige Tage berechneten Cyklus von Vorstell- ,ungen zu geben. Circus Barum ist zweifellos ein wanderndes Unternehmen modernster Art, mit internationalem Leben und mit Anhäufungen von Grotesken und Spezial-Attraktionen. Da sieht man Menschen aller Rassen, in ihren Produktionen, heimatlichen Sitten und Gebräuchen, indische Fakire und Derwische, Feuerfresser, Fackeltänzer, wilde Asiaten und verwegene Tscherkessen- reiter, Afrikaner, Chinesen, Araber, Japaner, buntbe - malle und geschmückte Original-Indianer und Cowboys beim Lassofang. Außerdem beherberge» die riesigen Zelt- anladen einen regelrechten wandernden Zoologischen Ear- Garten, angefüllt mit erotischen Tieren aller Gattungen. Bom kleinsten Isländer- und Shcttlandponny angefangen bis zum 75 Centner schweren Riesen-Elesanten, vom brüllenden Löwen zum zahmen Lama und Zebra, von den schneeweißen Polar^Eisbär,en, den braunen Grislybären, den schnatternden Gänsen, den Chimpan- sen und Affen, den bildschönen herrlichen Rassepferden, lic alle gehören zum eisernen Bestände dieser Riesen - schau und zeigen ihre oft ans Wunderbare grenzenden Künste. Circus Barum ist im wahren Sinne des Wortes eine Schau dec fünf Erdteile und darum baden auch leine Vorführungen einen wissenschaftlich bildenden Wert. Zurzeit gastiert das Unternehmen in Mühlhausen i. Th. und dürfte sein Eintreffen Ende August Hierselbst erwartet werden. Vad-Rauheim. Am Samstag ist es hier sehr lebhaft zugegangen, namentlich befanden sich die Russen in sehr großer Aufregung. Das gegenwärtig wenig günstige Wetter und der drohende Krieg werden, so befürchtet man, die Saison im ungünstigsten Sinne beeinflussen. Man hofft aber, daß die glänzenden Rauheimer Kurerfolge doch die meisten veranlassen werden, dort zu bleiben. Friedberg. Gestern ist die Oberklasse des Lehrerseminars von ihrer Nordlandreise wieder zurückgekehrt. Sie besuchte unter Führung des Seminarlehrers Gatzert Dänemark, Schweden und Norwegen. o Alsfeld. Auf Schloß Herzberg bei Alsfeld, diesem wunderbaren Punkte des Vogelsgebirges, der oft besucht wird, sind bei Nenovierungsarbeiten in der Kapelle durch den Bauleiter eine größere Anzahl guter,- haltener Oelgemälde, die sich an den Wänden befinden, aufgedeckt worden. Die Gemälde stammen aus der Zeit vor der Reformation und stellen die Kreuzigung und die Auferstehung Christi dar. 0 Mainz, 27. Juli. Heute früh wurden von Köln zwei Militärflugzeuge angemeldet, die auch beide gegen 10 Uhr landeten. Es handelt sich um zwei Eindecker. Der eine flog von Köln nach Gießen, und von dort nach dem Großen Sand, der andere kam aus der Richtung von Kassel. Beide Flugzeuge konnten nicht sofort landen, da noch Militär auf dem Sande übte. Hie zogen daher vor der Landung noch einige Schleifen und gingen dann nieder. ! Ober-Ingelheim. Die Kirschenernte ist dieses Jahr so reich wie selten zuvor. Bon einem Kirschbaum in hiesiger Gemarkung wurden z. B. volle sieben Zentner geerntet. Rechnet man das Pfund nur zu 50 Kirschen, dann trug dieser Baum also 35 000 Kirschen. )( Auf der Waldecker (Eder-) Talsperre ist schon seit längerer Zeit ein regelmäßiger Motorboot- Betrieb von der Tirma Gebr. C. u. E. Hittorff eingerichtet, der sich den zahlreichen Besuchern dieses gewaltigen Bauwerkes als eine recht angenehme Beförderungseinrichtung zeigt. * Pyrmont, 27. Juli. Russische Offiziere, die sich hier mit ihren Familien zur Kur aufhielten, haben telegraphischen Befehl erhalten, nach Rußland z u r ü ck z ü k e h r e n, wohin- sie im Laufe dieses Tages abreffen. Auch von Bad Oeynhausen sind bereits zahlreicke russische Familien, die dort zur Kur weilten, nach Rußland abgereist. ):( Fulda. Mit der am 1. Oktober zu eröffnenden Bahnstrecke Nieder a-ula — Schlitz wird wieder ein Teil von Oberhessen dem Eisenbahnverkehr erschlossen. Nun wäre es an derZeit, an eine Fortsetzung der Linie zu denken, die durch einen Bahnbau herge- stellt wurde, der folgende acht große Ortschaften im Fuldatal in den Verkehr einbezieht, nämlich Rombach,Pford, Uellershaufen, Hartershausen, Hemmen, Ludermund. Kämmerzell, Gläserzell; von hier aus könnte die Bahn am Aschenberg entlang hinter Horas in die oberhessische Bahn cinmünden. Technische Schwierigkeiten bietet die Herstellung nicht und es würde ihr an Personen- und Eüterveckehr nicht mangeln, auch der Holzreichtum der großen Forstbczirkc von Fulda und Oberhessen könnte besser verwertet werden, den Touristen würden herrliche Ausflüge in das durch Berge umsäumte Fuldatal und die großen Wälder, geboten. Es wäre zu wünschen, daß die Eisenbahn-direttion Frankfurt dem Projekt ihr Interesse zu Teil werden läßt. ütcrarifcbes. In der Sammlung von „Eriebens Reiseführern" ist eine neue Auflage des Bandes „Cassel u. W i l - h e l m s h ö h e" (Band 156) erschienen. Dieser sehr empfehlenswerte Reiseführer bringt am Schluß auch eine eingehende Schilderung von Wilhelmshöhe, Vorschläge für Ausflüge in die Umgebung Cassels, sowie eine Abhandluyg über die E d e r t a I s p e r r e, die als größter Stausee Europas ein erstrebenswertes Reiseziel geworden ist. Das gute Kartenmaterial unterstützt trefflich die tertlichen Ausführungen des Buches. Verantwortlich: A l b i n Klein, Gießen. VQQQQQQQQQQQQQQQQQQQQQQQQQQQQQ^ a ^ r . | Grösste Leistungsfähigkeit durch Grosseinkauf für eigene Geschäfte in Nürnberg Erlangen Amberg Würzburg Schweinfurt Aschaffenburg Fulda Giessen und weitere Verkaufsstellen Springmann’s Saison-Ausverkauf begann Samstag, den 25. Juli Die Preise sind ganz bedeutend herabgesetzt Auf sämtliche regulären Artikel gewähren wir, trotz unserer ohnehin billigen Preise einen Rabatt von 10 Prozent » 150 Für Kinder Blaue Militiirtueli-Pantoflfel 24—29 40 Pfg. do ......, . . . 30—35 50 Pfg. Braune und schwarze 8ejjeltnch-Schnür- Halbschuhe, Maschinen-Boden und Absatz 22—24 25-26 27-30' 31-35 95 Pfg. 1.25 1.45 1.70 Mk. Braune und schwarze Sandalen, 22—24 25—26 27—35 1.45 1.70 1.9