Vez«§MM » Pf-, monatlich arnrtWrl i1) Vk W^, MMuiiaigltmT, frei i»>» H«u! »k^chstt t> »ch», >WMkw»n »der in den Zwei«. MdW»»chO »O — Reduktion: Seite*», »eg 88. — UGr »»stu nu d rung »der Rü-klendnng nicht »ertunGerr ebuorifctptt wird nicht garantiert. Bertag der Zeitung" «. «. d. « LxpedNio«: 5 r11 er § weg 83. Mtrchener Tagedlatt) Knzeigenpreir 15 Pfg. » die 44 nun breite Petit,eile für Auswän» SO Pfg Die 80 wio breite Reklame-Zeile 50 Pfennig Extrabeilagen werden nach Gewicht und Gröhr berechnet. Rabatt kommt bei Ueberfchreitung de» Zahlung». ,ielcS (30 Tagef, bei gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs in Wegfall. Piatzvorfchriften ohne Verbind lichte!. Druck der Gieheucr BcrlagSdruckerei. Aldin Mein Mittwoch, den 8. Juli 1914. relevbon Vr. E 20. Jahrg. Nr. 54 Del cp Kon t S!r. 362. vie Uerfcbwöruna von Zerajrwo. Bvn den B e r s ch w ö r e r n, die mit Bomben u. Revolvern ausgerüstet in den Straßen von Seros.«- w o Aufsieliung genommen hatten und auf die Vorbei- sahrt des Tf>ronsolgerpaares lauerten, wurde in Semlin der s e ch st e in der Person des Serajewoer Gymnasiasten Svetozar Popocwitsch, der vcn dort Mchtete und über SeiUlin nach Belgrad zu gelangen trachtete, verhaftet und nach Serajcwo zurückgebracht. Unter den verhafteten Serben, deren Zahl 150 beträgt, befindet sich auch ein reicher Kaufmann aus Tusla namens I o w a si o w i t s ch, in dessen Wohnung angeblich Munition und Bomben gesunden wurden! S e r a j e w o. Alle kroatischen und moslemischen Advokaten haben beschlossen, die B e r t e i d i g u n g der Attentäter abzulehnen, auch wenn sie hierzu von Amlswegrn delegiert würden. Sie wollten eventuell lieber die auf sie entfallende Strase bezahlen. Belgrad. Wie das Blatt „Der Balkan" meldet, macht sich unter der serbischen Kaufmannschaft eine SIrömuug bemerkbar, auf die Verfolgung der Serben in Bosnien mit einem Boykott der ö st e r r e i ch - i s ch e n Waren zu erwidern. Das serbische Publikum hat bereits begonnen, die österreichischen Schiffstinter - nehmungen in aller Stille zu boykottieren. • Na cd einer Meldung aus Belgrad batten zwei Armeekorps vorgestern Abend den Befehl erhalten, sich in Mitrowitza und den benachbarten Dörfern zu ! versammeln. Die Truppenkonzcntrierungen seien ledig - | lich als Vorsichtsmaßnahmen gegen die Rückwirkung an- j geordnet worden, die ein etwaiger Aufstand, der durch die jüngsten Verfolgungen und Gewalttätigkeiten ans- gcreizten serbo-krootischen Bevölkerung Oeslerreich-Un - garns in Serbien zur Folge haben könnten. serbische Frechheiten. Das Wiener Lorrespondenzburcau meldet aus Belgrad: Dem „Mali Journal" zufolge hat die serbische Polizei Nachforschungen nach dem Komitat- schi Liganovic angestelll, gegen den der Verdacht laut wurde, daß er an dem Attentat gegen den Erz - Herzog Franz Ferdinand beteiligt war. Die serbische Polizei habe aber bisher von Liganovic keine Spur finden können. Das Blatt „Odzek" verzeichnet ferner das' Gerücht, daß die serbische Regierung zugestimmt habe, die Untersuchung über das Attentat von einem österreichischen Polizeikommissar führen zu lassen. Das Blatt erklärt dazu, es könne nicht daran glauben, daß Belgrad den Skandal und die Schande erleben sollte, einem österreichischen Kommissar untergeordnet zu werden. Das Blatt „Balkan" erklärt, daß das erwähnte Gerücht um so unsinniger sei, als gerade Oesterreich - Ungarn wegen Verfolgung Unschuldiger unter internationale Kontrolle gestellt werden müsse. Für österreichische Beamte und Soldaten gebe cs in Serbien nur «inen Empfang: die Spitzen der Bajonette. Politifcoe Rundfcbiäu Deutschland. * Der Kaiser hat seine diesjährige Nordland- reise angetreten; sie wird sichtlich aus eine ernste Note gestimmt sein und dadurch in fühlbarem Gegensatz zu den bisherigen Nordlaudfahrlen stehen. * Prinz Heinrich v o-n Preußen ist mit seiner Gemahlin und seinen zwei Söhnen heute nachmittag in St. Moritz zum Kuraufenthalt eingetrosten. * Im Ministerium der östentlichen Arbeiten fand, wie aus Berlin gemeldet wird, eine Besprechung zur Vorbereitung der wirtschaftlichen Untersuchungen und Projektierungsarbeiten für die K a n a l v e r b i n d - ung vom Rhein zur deutschen Nordsee statt. Ms Sachverständige nahmen Vertreter der großen Seereedereien, verschiedener Handelskammern und der Küsten- und Binnenstädte an der Sitzung teil. * Oberstleutnant v. Winterfeld 1 verließ Sonnabend in Begleitung seiner Gemahlin Erisol- Ies und begab sich nach A U c o m v i l l e bei Toulouse, wo er seine völlige Genesung abwarten will. Bor der Abreise sprach Frau von Winterseldt dem Bürgermeister ihren Dank sür die liebenswürdige Aufnahme seitens der Bevölkerung aus. Oesterreich. * Kaiser FranzJosef ist gestern früh nach Bad Ischl abgereist. * Kaiser Franz Joses ist Dienstag mittag in Bad Ischl wieder eingetroffen. Er hat vor seiner Abreise von Wien, wie nach einer Wiener Meldung der „Post" aus bcstunterrichtcler Quelle verlautet, den Generalftabschef Conrad v. Hötzendorf in stündiger Audienz empfangen. Für Dienstag vormittag war auch noch der Kricgsminister Crobatin zum Kaiser befohlen. Auch der Erzherzog Friedrich wurde am Montag vom Kaiser in einstündigcr Audienz empfangen. Am 15. Juli erfolgt die offizielle Verlautbarung der Ernennung des Erzherzogs zum Eeneralinspektor der Ar,mee. Das General- inspektorat der Marine übernimmt der Marinekomman- danl Haus. Erzherzog Friedrich wird bereits die Ober- leitutrg über die diesjährigen großen Manöver führen und sich vermutlich noch vorher nach Deutschland begeben, um sich Kaiser Wilhelm in seiner neuen Eigenschaft vorzustellen. ' Kaiser Franz Josef empfing den Grafen B e r ch t o l d in 1% stündiger Audienz und daran anschließend den gemeinsamen Finanzminister v o n B i- l i n s k i. Kaiser Franz Josef empfing am Sonntag den neu- crnannten Botscbafter fiir Berlin, den Prinzen Hohen- lohe-Schillingsfürst, in längerer besonderer Audienz. * Der Kaiser bat die Kinder des verstorbenen Erzherzogs Franz Ferdinand in einer 20 Minuten dauernden Audienz empfangen. Längs des We- Eine erfolgreiche Kosrsulta rou. Humoreske von Adolf Thiele. „Wie lange dauert denn heute wieder das Abständen ? Bringen Sie mir jetzt meine Medizin!" Die Frau Eebeime Regierungsrälin erhob sich ein wenig voir dem Divan, auf dem sie ruhte und nahm einen Löffel der Medizin ein, die ihr die Zose gebracht! „Sie schmeckt zu fade", jagte jic darauf, „ich glaube Dr. Rüils versteht nichts. Geben Sie mir mein Buch!" >auchte sie dann und las einige Teilen in dem Romane, den sie vor einer Stunde begonnen. lieber, das erste Kapitel war. die Frau Geheimrätin allerdings nichts hinausgekommen. Mußte sie ihre Lektüre doch allzuost unterbrechen, um ihr Stubenmädchen zu — verbessern. Nach einer Viertelstunde warf sic das Buch — es war das neueste Meisterwerk eines unserer größten Rcman- schriftstcller — zu Boden und füllte das gediegene Ur- >eil: „O Gott, wie langweilig! Dieser veraltete Idealismus ! Und nicht eine einzige Toilette beschrieben! Lächerlich!" „Bringen Sie mir die Zeitungen !" herrschte si« sodann. Sophie 3. gehorchte. Sophie war wirklich erst die drille ihres Namens, welche die angenehme Stellung eines Stubemnüdibcns bei der Frau Geheimrätin bekleidelek Sie folgte auf Maie 4. und deren Vorgängerin war Anna 6. gewesen. Sophie, eines der lammsrommsten Mädchen ihres Zeitalters, war überdies bereits 3 Wochen bei der „gnädigen Frau" und glaubte in hoffnungsverblendeten Augenblicken, es wirklich noch die gleiche Zeit aushallen zu können. Nach einigem Hin- und Herblättern bemerkte die I Frau Geheiinrätin, eine Bäckerin der Potsdamcrftraßc j mache frischen Psannenkuchen bekannt. „Sagen Sie der Ksichin, sie solle mir sür 60 Psg. holen!" „Die Köchin hat gerade den Braten über dem Feuer", berichtete Sophie zurückkehrend. „So gehen Sie selbst!" sagte die gnädige Frau in sehr ungnädigem Tone. „Aber nicht so langsam wie gewöhnlich." Sophie flog. Auf der Straße angelangt, hörte sie vom Fenster des ersten Stocks aus ihren Namen rufen. Die Frau Geheimrätin geruhte mit selbsteigener Stimme hinabzurufen, Sophie solle noch einnral herauskcmmen. Sophie eilte die Treppe hinauf und erhielt den gemessenen Befehl, nicht sür sechzig, sondern für siebzig Pfennig Pslaumenkuchen zu holen. Atemlos kehrte sie nach einiger Zeit zurück und war sehr verwundert, nicht wie sonst ausgcscholien zu werden. Vielmehr plauderte die Frau Geheimrätin, wäb- rend sie den Kuchen mit Behagen verzehrte, in der heitersten Weise. Pfllautnenkuchcn hat, wie sich der erfahrene Leser ges vom Bahnhof zum Schönbrunner Schloß standen zahlreiche Männer und Frauen, um die Waisen zu begrüßen. Wie verlautet, hat der Kaiser den drei Kindern des Erzherzogs Franz Ferdinand eine jährliche Apanage von 400 000 Kronen angewiesen. Der älteste Prinz soll den Titel Herzog von Hohenberg erhalten. Wien, 6. Juli. In einer Versammlung des Katholischen Volksbundes hielt Erbgraf v. Traut- mannsdorff eine aussehenerregende Trauerrede anläßlich der Ermordung des Thvonfolgerpaares, deren Spitze sich gegen den Obersthosmeisler Fürsten Monte- nuovo richtete, dem kleinliche Engherzigkeit bei dem Arrangement der Traüerseierlichkeiten vorgeworfen wurde. Schließlich wuhdcn Huldigungsdepeschen an'den Kaiser und den jetzigen Thronfolger Karl Franz Josef abgesendet. Im österreichischen Hcchadel macht sich eine starke Bewegung gegen den 1. Oberhosmeister, Fürsten Mon- tenuovo, geltend, den man unzulänglicher Vvricnrun- gen für das prunklose Zeremoniell der Leichenfeier beschuldigt Der Hpchadel hat gegen diese Prunklosiigkeit protestiert, indem er, dem Zeremoniell entgegen, 120 Angehörige an dem Zuge zur Westbahn teilnehmen ließ. A g r a m. Im kroatischen Landtage zu Agram kam es zu neuen serbenfeindlichen Tumulten, sodaß die Sitzung stundenlang rmterbrochen werden mußte. In Laibach vemnftaltete die slowenische Volkspartei eine große Kundgebung gegen die großserbische Propaganda. Etwa 400 Personen beteiligten sich daran. Auch in R a g u s a kam es zu einer großen kroatischen Demonstration, wobei serbische Läden de- mcliert und eine serbische Fahne zerrissen wurde. Militär muhte einschreiten und die Demonstranten zerstreuen. Rußland. * Die Waffenübungen der einberufenen 650 000 russischen Landwehrmänner, und Reservisten sind bis zum 1. Oktober verlängert. Die „Reichspcst" erblickt darin eine russische Rückendeckung sür Serbien, um im Falle eines bewaffneten Einschreitens Oesterreichs gegen Serbien Oesterreich in den Rücken zu fallen. England. * London. Etwa 8000 Arbeiter der größten englischen Heeres- und Marincwerkstätle, des Arsenals von Woolwich, traten in den Ausstand. Die englische Regierung erkannte die Forderungen der Arbeiter nicht an, wollte auch Herr im eigenen Hause sein und schloß sämtliche Werkstätten des Arsenals. * Aus B e l f a st wird gemeldet, daß Sonnabend zum ersten Male ein Regiment von Ulster- entsinnt, die bemerkenswerte Eigenschaft, überaus glatt und fltott über den Gaumen hinabzugleiten, dann aber eine rührende Anhänglichkeit an den Magen zu zeigen. Kein Wunder war es daher, daß die gnädige Frau einen ihrer lustigsten Scherze mit dem Bemerken unter - brach, sie habe wieder ihre Migräne. Mii den Armen wild hcrnmfahrend, ging sie schnell im Zimmer auf und ab. „Soll ich vielleicht einen kalten Umschlag machen?" wagte Sophie in sanftem Tone zu fragen. Die Gnädige antwortete nicht. „Oder wollen gnä' Frau nicht etwas ruhen, wie es der Herr Doktor geraten?" „Ach was, mit Ihrem Herrn Doktor! Wenn ich ruhen und Umschläge macben will, brauche ich keinen Her.rn Doktor. Ich will leben, wie es mir paßt." Einige Pillen, ein Gläscben Likör und ein paar Nervenplätzchen, die jetzt verschluckt wurden, bcitte» den Erfolg, daß die Kranke noch ungeberdigcr wurde. Dann probierte sie einen Löffel ihrer Medizin, sprudelte diese jedoch mit einer höchst originellen Gesichtsverzerrung wieder heraus. „Dieser Doktor versteht doch gar nichts", ries sie zornig. „Das ist nnu schon der zweite Löffel, den ich heute nehme, und es hilft nicht das Geringste. Sophie, sofort gießen sie die Medizin weg!" (Fortsetzung folgt.) Freiwilligen in vollen Wafsenausrüstung durch die Straßen marschierte, was ungeheures Aufsehen hervorrief. Es kam zu keinerlei Ruhestörungen. Belgien. * Der belgische Kolonialrat nahm gestern den Gesetzentwurf der Regierung an, der eine Erhöhung der Kopssteuer sür die Eingeborenen, die der Vielweiberei huldigen, bezweckt. Frankreich. * Der radikale französische Deputierte A r m e z, der sür das Dreijahrgesetz gestimmt hat, brachte einen Gesetzesantyag ein, durch den die Rückkehr zur zweijährigen Dien st zeit ermöglicht werden soll. Armez schlägt vor, alljährlich 40 000 Freiwillige anzuwerben, die sich verpflichten sollen, füns Jahre zu dienen und dafür einen erhöhten Sold und nach beendeter Militärdienstzeit eine Prämie von 2500 Francs erhalten würden. Hierdurch würde es dem Kriegsminister ermöglicht werden, die übrigen Mannschaften bereits nach zweijähriger Dienstzeit zu entlassen. * Paris, 7. Juli. Dem „Matin" zufolge war die heute zur Ausgabe gelangende französische 805 Mil- lionemAnleihe gestern abend bereits an 3 0 m a l überzeichnet. Man dürste eine 40sache Ueberzeichnung erwarten. Spanien. * Der spanische Senat hat das französisch - spanische Abkommen betr. die Eisenbahn Tanger—Fez angenommen. Türkei. * K o n st a n t i n o p e l, 5. Juli. Die Kammer begann gestern in Anwesenheit sämtlicher Mitglieder des Kabinetts die Beratung des Budgets. Der Finanzmi- nistec Dschavid Bey erstattete ein eingehendes Finanz- erpojee und mit der in Paris abgeschlossenen groben Anleihe, für die die Türkei Frankreich ewig werde erkenntlich sein müssen. Der Minister erwähnte auch das französisch -i deutsche Uebereinkommen bezüglich der B a g d a d b a h n und sagte, die Franzosen, die auf die Beteiligung an diesem Unternehmen verzichteten, erhalten als Gegenwert für ihre Bagdadbahnobligationen Titres im Betrage von drei Millionen Pfund Sterling, die den zweiten Abschnitt der mit deutschen und österreichischen, sowie ungarischen Banken abgeschlossenen türkischen Anleihe darstellen. Somit gebe cs keine schwebende Frage zwischen der Türkei u. Frankreich. Das türkisch-französische Abkommen sei von außerordentlicher politischer Bedeutung, da Frankreich die Verpflichtung übernommen habe, an der Pariser Börse künftig türkische Anleihen zuzulassen. Albanien. * Turkhan Pascha gibt zu, daß die Kinder des albanischen Fürstenpaares wegen der großen Hitze in Durazzo demnächst nach S i n g i a zur Königin von Rumänien gebracht werden. Dies sei jedoch schon eine längst beschlossene Mahregel. Die F ü r st i n bleibt jedenfalls in Durazzo. Die Freiwilligenwerbung in Wien hat bereits Schule gemacht. In Berlin hat sich, wie jetzt bekannt wird, dieser Tage ein Komitee gebildet, um ausländische ausgediente Soldaten aller Wagen - gattuNgen als Freiwillige nach Durazzo zu senden. Den Vorstand des Komitees bilden Konsul a. D. Richard Wackcrvw und Hauptmann a. D. Hans Walter. Die Kosten für den Transport der Freiwilligen einschließlich Verpflegung bis Durazzo übernimmt das Komitee und gewährleistet Rückfahrtkosten. Die weitere Verpflegung wird ^gestellt. Kochkessel, Menageschalcn und womöglich auch Zelte seien erwünscht, so wird aus Durazzo bestätigt. (Es kann sich hier — entsprechend den Verhältnissen in Oesterreich — nur um Richl-Rcichsdeulsche handeln, die sür Albanien geworben werden sollen. — D. Red.) Auch in London soll einem Telegramm zufolge, ein Kcmitee in Bildung begriffen sein, das die Anwerbung von Freiwilligen für die Armee des Fürsten Wilhelm von Albanien beabsichtigt. * Einer offiziösen Mitteilung zufolge bat das syan- zösische Ministerium des Aeußeren den Gesandten in Durazzo, de Fontanap, beauftragt, alle erforderlichen Maßnahmen zur Befreiung der von den Aufständischen festgenommenen Franzosen zu treffen. Die Zahl der gefangenen Franzosen, unter denen sich eine Frau und ein Kind befinden, beträgt nach einer gestern eingetroffencn Meldung sechs. Amerika. * Das erfreuliche Ergebnis der Vermittelungskon- ferenz von Niagara Falls, das Meriko den Frieden bringen soll, sollte der Präsidentschaft des Generals Huerta das Ende bereiten, wie es auch die Streitigkeiten zwischen den Vereinigten Staaten und Meriko glücklich beendet hat. In Meriko hat jetzt entsprechend dem Schlußprotckoll von Niagara Falls eine neue Präsidentenwahl stattgesunden, deren Resultat die Wiederwahl Huertas gewesen ist. Es ist also dem alten Fuchs nochmals gelungen, nach außen hin als der Erwählte seines Volkes zu gelten. Der „Stern von Hrabant". Ein neuer hessischer Orden. Der G r o h h e r z o g von Hessen hat am 24. Juni einen neuen Orden verliehen. In der von der Ordenslanz'-i veröffentlichten Stistungs urkunde heißt es: „Um das Band, das Fürsten und Volk innig verbindet, mit einem sichtbaren Zeichen zu bekräftigen, das wir aus besonderer Huld Männern und Frauen verleihen wollen, die sich in unserem Dienst oder durch Werke der Nächstenliebe oder durch dem allgemeinen Besten dienende Bestrebungen zur Wohlfahrt des Landes auszeichnen, finden wir uns bewogen, einen Orden zu stiften. ZuM Andenken an unseren erlauchten Ahnherrn, der hl. Elisabeth Enkel, den ersten Landgrafen ven Hessen und Begründer, unseres fürstlichen Hauses Heinrich aus dem Herzogsstamm von Brabant, benennen wir den Orden „Stern von Brabant" und bestimmen den Geburtstag unseres erlauchten Vorfahren, den 24. Juni, zum StistuNgstage. Der Orden „Stern von Brabant" steht unserem Verdienstorden Philipps des Großmütigen gleich." Die StistungsurkuNde führt dann die Klaffen des Ordens auf. Der Orden „Stern von Brabant" hat folgende Klassen: Großkr,euz. Eroßkomtur mit Türkisen, Grohkomtur 1. Klasse, Eroßkomtur 2. Klasse; Komtur 1. Klasse, Komtur 2. Klasse; Ehrenkreuz 1. Klasse, Ehrenkreuz 2. Klasse; Ritterkreuz 1. Klasse, Ritterkreuz 2. Llasse; Silbernes Kreuz 1. Klasse, Silbernes Kreuz 2. Klaffe. Zu dem Großkomturkreuz 2. Klasse, den Komturtreuzen, Ehrenkreuzen, Ritterkreuzen und Silbernen Kreuzen kann auch die Krone verliehen werden. Außerdem werden noch Medaillen des Sterns von Brabant erteilt. Der Damenorden des Sterns von Brabant zersällt in 5 Klassen, nämlich in: Ehrenkreuzdame des Sterns von Brabant, Dame des Sterns von Brabant I. Klaffe, Dame des Sterns von Brabant 2. Klasse, Dame des Silbernen Kreuzes und Dame der Meda lic. Hu$ Stadt und Land. * Die am 4. Juli in Barmen begonnene Weit- wettsabrl um den Vierländey-Pokal brachte dem Ballon des Eießener Luftfahrer-Verein einen vollen Erfolg, trotz des recht ungünstigen Wetters. Der Ballon hat die Strecke von Barmen nach Andernach, Beuel und zurück nur um etwas mehr als die Hälfte an Zeit gebraucht als der nächst beste Ballon. * Der deutsche Kaiser wird hessischen militärischen Vereinen nur noch nach 50jährigem Beste! en eine Fahnenschleife gewähren. Dagegen wird der Großherzog von Hessen allen militärischen Vereinen eine Fahnenschleife verleihen, wenn sie 2 5 Jahre bestanden haben, dem Landesverbände Haffia angehören und mindestens 30 aktive Mitglieder zählen. Kriegervereine, denen schon die Kaiserschleife verliehen wurde, wird erst nach 50jährigem Bestehen die Fahnen- schleise des Großherzogs verliehen. -Hk- Auf Veranlassung des Reichskanzlers sollen während des Kalenderjahres 1014 Ermittelungen über das Durchschnittsgewicht der Schlachttiere stattsinden. Die Ermittelungen der Gewichte haben als Grundlage der Fleisch oerbrauchsberechnung für das Deutsche Reich zu dienen, weshalb es darauf ankommt, möglichst zuverlässige Zahlen zu gewinnen. Großh. Ministerium des Innern hat sich in einem eingehenden Autz- schreiben in dieser Beziehung an die Großherzoglichen Kreisämter gewandt und Grundsätze aufgestellt, in welcher Weise die Ermittelungen vcrzunehmen sind. Die Durchführung dieser Anordnung stößt in den Kreisen des Metzgergewerbes auf Schwierigkeiten, da vielfach angenommen wir;d, die Ergebnisse der Verwiegung fänden im Steuerinteresse Verwendung. Die Handwerkskammer hat sich daher aus Veranlassung Gr. Ministeriums mit dem deutschen Fleischer,verband ins Benehmen ^gesetzt und erkennt der Verbandsvorsland an, daß das Fleischergewerbe das größte Interesse an einer Statistik über das Gewicht der Schlachttiere habe. Vor allem aber auch daran, daß dieser Statistik nicht angenommene, durch Schätzung erhaltene Gewichte zu Grunde gelegt, sondern nur solche, die auf Grund von einzelnen Verwiegungen eingesetzt werden. Wert wird weiter darauf gelegt, daß tatsächlich nur das F l e i s ch g e w i ch t festgestellt und deshalb Nieren- und Schlußfett vorher zu entfernen find. Der Verbandsvorsland hält es für seine Pflicht, die Behörden bei einer Aufstellung zur Statistik zu unterstützen, weshalb die Angelegenheit die verschiedenen Bezirkstage und den Verbandslag beschäftigen sollen. Die Hand - Werkskammer weist daraus hin, daß diese statistischen Erhebungen im Interesse des Metzgergewerbes liegen, weshalb cs sich empfiehlt, der Aufforderung der Großherzoglichen Kreisämter auf das genaueste nachzukommen. Die Er. Kreisämter, sowie Metzgerobermeister Lautz zu Darmstadt sind jederzeit bereit, entsprechende nähere Aufklärung zu geben. * Für den 6. Verbandstag der D e t a i l l i st e n- Vereine im Großherzogtum Hessen in Darmstadt am 11. und 12. Juli ist u. a. folgendes Programm ausgestellt: Hauptversammlung am Sonntag vormittag mit folgender Tagesordnung: Eröffnung des Verbandstages; Jahresbericht des Vorstandes; Rechnungsablagc; Vortrag des Herrn Bürgermeister Dr. Eberle-Noffen: „Die Gegenwart und die Zukunft des Detaillistenstandes"; Wahl des Vorortes und des Vorstandes 1914-15 ; Wahl des Ortes für den Verbandstag 1915. * Die Lan desversamm lung der hessischen Fleisch- und Trichinenbeschauer, die in Bingen stattfand und recht gut besucht war, stand unter der Leitung des Verbandsvorsitzenden, Herrn Dahmer- Offenbach. Am Schluffe des Berichtsjahres zählte der Verband 503 Mitglieder. Leider sei die beantragte Gebührcnerhöhung und die Neuregelung der Gebührenordnung bisher noch nicht eingettctra. SrrlSveterinär- arzt Dr. B ei l i n g - Mainz hielt einen Bortrag über „Die Fleischversocgung Deutschlands*. Die hohen Flcischpreise, die im Jahre 1913 ihren höchsten Stand erreicht hätten, seien vor allen Dingen auf die Zunahme des Fleischkonsums zurückzuführen. Gerade tn den mittleren und unteren Schichten würde jetzt mehr Fleisch als früher verbraucht. Die Fleischbestände hätten tn der letzten Zeit ebenfalls zugenommen, sodaß Deutsch, land das nötige Fleisch selbst produzieren könne. Der Berkauf von billigem Fleisch durch die Städte sei in der Theorie sehr schön, tn der Praxis würden ftch aber so viele Schwierigkeiten ergeben, daß davon nur abge» raten werden könne. KreiSveterinärarzt Dr. Fauerbach - Bingen sprach über „Der Landesverband der hessischen Fleischbeschauer und seine Bedeutung". Redner regte in seinem Vortrage an, daß der Landesverband dahin vorstellig werden soll, daß die Laienfleisch- beichauer jedes Jahr etwa 8 bis 10 Tage an einem öffentlichen Schlachhofe einen neuen Kursus durch- machcn müßten. Zum Ort der Tagung im nächsten Jahr wurde Gießen gewählt. *, Die Verpflegung der Truppen im diesjährigen Kaisermanöver Durch die Ver- einigunp großer Truppcnmassen, werden, wie eikiärlich, im diesjährigen Kaisermanöver große Schwierigkeiten entstehen. Gerade daourch aber wird das Kaiser- Manöver in diesem Jahre zu einer außerordentlich lehrreichen Hebung für Generalstab und Intendantur in der Verpflegung unter Verhältnissen, die denen des Krieges nahe kommen. Auf eine völlig kriegsmäßig durchgeführte Verpflegung muß allerdings auch in diesem Kaisermanöver verzichtet werden. Die Aufstellung sämt- lichec KriegsverpflegungSkolonnen würden ungeheure Kosten verursachen und der Bevölkerung der betreffenden Gebiete zu viele Fahrzeuge entziehen. Aus diesem Grunde muß auch die Ausstellung der Gtoppen-Ber- pflegungskolonnen unterbleiben. Die Verpflegung wird sich wie folgt gestalten: Die Fußtruppen entnehmen ihren Bedarf den unmittelbar bei ihnen befindlichen Feldküchen. Diese ergänz,» sich ouS den Lebensmittel- wogen, welche sich bet oer großen Bagage befinden. Die berittenen Truppen, die nicht über Feld- küchen verfügen, veipstegen sich unmittelbar auS den Lebensmittel- und Fulleiwagen. Die Wtedeifüllung dieser geschieht aus den Kolonnen, welche ten Armeekorps oder Divffionen mit kriegsmäßigen Abständen folgen. Auch von freihändigem Ankauf der VelpstegungS- vorrüle zur Wuderfüllung der Lebensmittel- und Jutter- wagen wird weitgehender Gebrauch gemacht werden, lote eS auch im Kriege, soweit rS die im Lande Vorgefundenen Vorräte erlaubrn, der Fall >etn wirb. Die Veipflegungskolonnen ergänzen ihren Bedarf aesVer- Pfiegungszügcn der Eisenbahn, die von der Intendantur nach Bedarf vorgezogen werden. Die den Armeen vorauSgchende HeereSkavollerie kauft ihren Hafecbcdarf im allgemeinen freihändig auf, für den Notfall werden ihre Lastkraftwagenkoionnen füc den Haferersatz zur Verfügung flehen, während sämtliche Truppen, wie im Kriege, für dcu Notfall eiserne Portionen mir sich führen. o L i ch. Am 11., 12. und 13. Jrcki wird hierunter dem Protektorate des Fürsten Kart von Solms-Ho- hensolms-Lich das 30. Bundesjest des L a h n 1 a l - Sängerbundes abgchvlten werden. Es vierspricht besonders schön zu werden, denn ein prächtiges Programm liegt ihm zugrunde. Am Samstag nachmittag finden vor dem Schlosse ein Konzert der Kapelle des Leibdrayoner-Regiments und abends Kommers statt. Ter Sonittag bringt von 10 Uhr vormittags ab das Wcrtungssingen der Bundesvereme in Steins Saalbau unter der Kritik des Kgl. Musikdirektors Parlow aus Frankfurt a. Pt. Am Nachmittag bewegt sich ein Fcst- zug nach dem Festplatz zum großen Festkonzert. Für Montag früh ist ein Ständchen vor dem Fürstenfchloh vorgesehen; daran schließen sich der Süngertag im „Holl. Hof" unter Leitung des Bundespräfidenten und -nachmittags Konzert. — Bemerkt sei noch, daß Sich die Vaterstadt des Frankfurter Sangesmeifter und Männerchor- Dingenten N e e b ist. *) Bad-Nauheim. Die Nachricht, daß die i Elizabeth Drmcan-Schule aus Darmstadt am 15. Juli * (nachmittags 5 Uhr), eine Fest-Aufführung im Großh. Kurhaus zu Bad-Nauheim veyanstakten wird, begegnet unter den Kurgästen, wie unter dem einheimischen Pub- - likum allgemeinem und sehr lebhaften Jnlercsse. Ist doch der Ruf der Schule Elizabeih Duncans international . und in der ganzen Welt begründet. Man weiß heule allgemein, daß- auf der herrlich gelegenen Maricuhöhe bei Darmstadl, unter dem persönlichen Schutze des Großherzogs von Hessen, Elizabeth Duncan (die Schwester der berühmten Tanzkünstlcrin Isidora Duncan) eine Schule für; edelste Körperkultur gegründet hat. Hier sollen keine Tänzerinnen ausgebildet weiden! Es ' gilt lediglich den Körper des jungen Menschen zu seiner vollendetsten Ausbildung zu führen. Daß sich die Grenze von Gymnastik und Kunst hierbei allmählich verwischt und, ganz wie von selbst, aus diesen Kindern und jun- : gen Mädchen Künstlerinnen der Bewegnng werden, das ist das Wunderbare und Schöne bei der Sache. Neuerdings hat es sich die Schule zur Ausgabe gemacht, auch Lehrerinnen auszubilden, die den Geis! 'der Schule in die Welt hinaustraqen. Ebenso sollen Zöglinge der Schule von ibrem Wirken und ihren Erfolgen aus der Olympiade 1916 zu Berlin Zeugnis ablegcn. -B- Beuern, 5. Juli. Unser M i s s i o n s f « st, das zur Erinnerung an die vor 2 Jahren erfolgte Ordination des von hier gebürtigen Missionars Heinrich 9B a-I 4 h«r alljährlich anfangs Juli dahier gefeiert wird, fand Heutes nachmittag in unserer geräumigen Kirche statt. Die vereinigten Posaunenchöre von Bersrod und Beuern eröffnelen die Feier mit dem Niederländischen Dankgebet, wonach der Kirchengesangverein mit dem Lied „Wunderbarer König" folgte. Die anregende Festrede hielt Pfarrer H o s m a n n-Winnerod im Mark. 16 V. 15 über unsere Pskcht zur Missionsarbeit. Nach einem weiteren Vortrag der Posaunenchöre und des Kirchengesangoereins erzählte Missionar Meyer aus Kamerun, von seiner Tätigkeit in dieser unserer Kolonie. Er sprach in fesselnder Rede von dem leiblichen und geistigen Elend der Heiden, ihrer Krankheitsnot, der unwürdigen Stellung der Frauen, Aberglauben, Zauberei n. a. und zeigte dem gegenüber die Liebesiätigkeit der Mission und ihre Erfolge. In Deutsch-Kamerun stehen zur Zeit 54 Missionare, 40 Missionssrcmen, 400 Missionsgehilfen und 3 schwarze Pfarrer an der Arbeit. Aus 16 Stationen und 400 Außenstationen hat die Baseler Mission 17 000 Gelaichte und 23 000 Schüler, ein Beweis von der Lebenskraft des Evangeliums und eine Bürgschaft für fernere Erfolget Mit einem nochmaligen Vortrag des Posaunenchors und dem gemeinsamen Gesang von „A'ch bleib mit deiner Gnade" schloß das sehr schöne Fest, das von fast 1000 Personen aus nah und fern besucht war. * Schotten. Der Gcscimtverei" des Vogels- berger tzöhenklubs veranstaltete Sonntag, den 5. Juli, auf dem Hoherodskops das alljährlich wiederkchr- cnde Hoherodskopffest, das sich in den letzten Jahren zu einer Volksfeier für den gesamten Vogelsberg gestaltet hat. Außerdem gaben stch bei dieser Gelegenheit alleZweigvereine des Klubs ein sroheS Stelldichein, nachdem sie auf den verschiedensten Routen dem Ziele zugewandert waren. Die Festleitung lag dieses Jahr in den Händen dcs Zveigvereins Schotten, unterstützt von dem Gesamtvorstand. Die Festrede hielt der neuerwählte Vorsitzende, Krelsrat Dr. Merck. An Stelle dcs Lehrers Karl Linck-Rudinashain wurde der Rechner Glock von Schotten zum Kassenwart des Ge- samtverelns bestimmt. * Wetzlar, 7 Juli. Heute wurde der neue Bürgermeister Herr Dr. Kühn, der bisber in dem Berliner Vororte Oberschönweide die Stellung eines Beigeordneten bekleidet hatte, durch den Regierungspräsidenten Herrn Scherenberg in sein neues Amt eingeführt. De. Kühn ist am 25 Februar 1882 in Gießen grboren. Nachdem er das Gymnasium durchlaufen hatte, studierte er in Gießen und Leipzig und legte im November 1903 das Reserendarcramen ab. Die Vorbcrcitungszeit für den höheren Verwaltungsdienst machte er in Gießen dureb. Die große Staatsprüfung legte er 1908 in Darmstadt ab, wurde kurz darauf zum Regieiungsass.ssor ernannt und dem Erb- schaftsstcueramte in Darmstadt zur Hülfeleistung znge- teilt. Am 1. März 1910 trat er zur informatorischen Beschäftigung in den Komnnaldienst der Stadt Frankfurt a. M., aber bereits Ende Juli desselben Jahres erfolgte seine Wahl zum Magistratsasstssor in Rendsburg und nicht ganz 2 Jahre später seine Berufung nach Oberschönwcide auf die Beigeordnetensiclle, auf die sich neben ihm noch 116 Bewerber gemeldet hatten. Im September wurde er einstimmig zum Bürgermeister der Stadt Eschwege gewählt, trat diese Stellung aber nicht an, da famil äce Verhä'tnisse ihn daran hinderten. Seine Wahl zu unserem Bürgermeister geschah am 4. Mat 1914 mit 14 von 23 Stimmen. * Niederflor st ad t. Zahlreiche hier beheimatete Soldaten, die während ihres Urlaubes an einem hiesigen Feste teilnahmen, bei dem der sozialdemokratische Landtags-Abgeordnete Bus old die Festrede hielt erhielten in ihren Garnisonen Arrcststrafcn von 3 bis 10 Tagen. 'Hanau, 6. Juli. Heute nachmittag bat sich auf der Landstraße Frankfurt Hanau in der Nähe von Wilhelmsbad ein recht schwerer Automobilunkall zuge- tragen. Gin aus der Richtung von Frankfurt kommen des, den Adlerwerken Frankfurt gehörendes Automobil übericklug sich infolge Versagens der Steuerung. Von den 7 Insassen des Automobils wurden 4 schwer, 1 leicht verletzt. Die Insassen waren ein Ehauffeur'ehcmeistcc und sechs Ehauffeurprüslinge. * Frankfurt a. M. Für die Beamten und Arbeiter der Stadt war eine Gehaltserhöhung von zusammen 420000 Mk. geplant Diese Summe sollte den durch die Erhöhung des Wassergeldes erzielten Mchreiunahmen entnommen werden. Da der Wehr- b ei trag dem Stadtiäckcl jetzt jedoch ein Plus von einer Millionen Mark bringt, hat der mit der Gebalts- festsetzung betraute Sonderausschuß für alle Beamte und Arbeiter eine über den Rahmen der Magistrats- Vorlage Hinausgeherde Gehaltsaufbesserung beantragt. * Frankfurt a. 37?. Für die Sommerferien bat die Stadtverwaltung Schulhöfe als Spielplätze den daheim gebliebenen Schulkindern zur Verfügung gestellt. Auch erwachsene Personen dürfen ohne besondere Erlaubnis die Lchulhöfe zur Erholung abends aufsuchen. Von der Vergünstigung wird seit dem Fertcn- bcginn bereits reichlich Gebrauch gemacht. * Frankfurt a. M Unter dem Vorsitz des Professors Frey-Posen fand hier eine starkbesuchte Versammlung von Vertretern deutscher Jmkerverbände statt. Nahezu einstimmig beschloß man die Auflösung des deutschen Jmkerverbandcs und die Gründung der „Vereinigung deutscher Jmkerverbände"' Dieser gehören nunmebr alle Verbände mit 160000 Mitgliedern an. Zum Präsidenten wurde Frof. Fre y- Posen gewählt, zweiter Präsident wurde Oekonomierat Büttner- München. Die Geschäftsführung übernahm Lehrer Kuttn er-Köslin. * Kassel, 7. Juli. Die Kaiserin, Prinz und Prinzessin Eitel Friedrich, Prinz Oskar nebst Gefolge unternahmen heute nachmittag tu Automobilen eine Spazierfahrt in die Umgebung von Kassel und trafen dann gegen ‘/ 2 6 Uhr im Pcinzenpalais in der Oberen Köntgstraße ein, um dem heute Morgen von einer militärischen Uebung zurückgekehrten Prinzen Joachim einen Besuch abzustatten. Die Herrschaften nahmen im Palais den Tee ein und fuhren nach einstündigem Aufenthalt wieder nach Wilhelmshöhe zurück. ): ( Kassel. Der Nachtwächter einer Fabrik in der Unterneustadt erlebte eine fteudige Ueberraschuug. Er wurde von seiner Tochter nach Hause geholt, da ein „Schreiben vom Gericht" angekommen sei. Unwillig ging er mit. Als er das Schreiben zu Haufe erbrach, stellte sich heraus, daß es sich um die Mitteilung eines auswärtigen Gerichts handelte, demzufolge er als Erbe eines Kapitals von 24 000 Mark in Betracht käme. flu$ aller Mit. ::: Eisenach, 2. Juli. Der Verein für Schiff- barmachung der Werra hielt heute seine Hauptversammlung hier ab. Nach dem gedruckt vorliegenden Jahresbericht soll der Kanal für Schiffe von 1000 T. Tragkraft eingerichtet werden. In den Talsperren im Werragebiet sollen 400 bis 500 Millionen Kubikmeter Wasser ausgespeichert werden. Der an die kanalisierte Werra anschließende Kanal von Meiningen nach Bamberg wird eine Länge von 119 Kilometern haben, wovon 9 Kilometer auf den Schiffahrtstunnel entfallen. Die Gefamtkcsten werden 96 Millionen betragen. Die Speisung soll durch Talsperren erfolgen. Durch Verbesserung der bayerischen Kanäle soll die Wasserstraße bis nach München weiter geführt werden. Das Projekt ist der preußischen Regierung zur Prüfung eiligereicht worden. Wegen der 46 Schleusen und der zu günstig erscheinenden Berechnungen hegt die Regierung Bedenken. Ueber die geplanten Talsperren berichtete Ingenieur Dy. Wolf. An Stelle von 6 Talsperren im oberen Lauf der Werra sollen nur 3 treten, die aber bedeutend erweitert werden, nämlich in der Schleuse, bei Kloster V e s c a und in -der Hasel bei Meiningen, die zusammen 130 Millionen Kubikmeter Wasser, fassen sollen. Da aber außer den beiden Sperren der E d e r und D i e- m e l mit zusammen 220 Millionen Kubikmeter Wasser noch weitere 400 bis 500 Millionen zur Speisung der Weser und des Mittellandkanal nötig sind, so sollen noch weitere Talsperren im Gebiet der Rhön und im Quellgebiet der Fulda ausgearbeitet werden, so im F u l- d a 1 a I, im 1lIstertal, in der Schwalm usw. ::: Paris, 7. Juli. Eine 49 Jahre alte Frau namens Marie Amiot stürzte sich in einem Anfall von Ncurastbenie aus ihrer im fünften Stock gelegenen Wolmung auf das' Straßenpsllaster hinunter. Sie winde bewußtlos ins Krankenhaus geschafft, kam jedoch nach etwa einer halben Stunde zu sich und konnte ohne die gering st e Verletzung in ihre Wohnung zurückkehren. L n o n. In dem Rennen um den französischen Automoöil-Grand-Prir wurden die Deutschen Lau- tcnschläger aus „Mercedes 2." Erster, Wagner auf „Mercedes 4" Zweiter und Salzer auf „Mercedes 3" Dritter. Lautenschläger, der von vornherein als heißester Konkurrent der französischen Wagen galt, legte dievor- oeschriebenen 20 Runden von je 37,6 Kilometern, also insgesamt 752 Kilometer, in 7 Stunden 7 Minuten zurück. _ Die ßcöculWH i)ir iUemiierfitdit. Die soziale und wirtschaftliche Bedeutung der Kleintierzucht wird in neuerer Zeit immer mehr erkannt. Für den Arbeiter, bet in der Lage ist, eine oder mehrere Arten von Kleinvieh zu halten, bedeutet dies eine nicht zu unterschätzende Verbesserung der Lebenshaltung. Besonderes Interesse dürfte eine von fachmännischer Seite unlängst vorgenommene Berechnung der Erträge aus den verschiedenen Zuchten beanspruchen. Es ergibt z. B. die Aufzucht von 2 Ziegen einen jährlichen UeberschUß von 100 Mk., die Zucht von 2 Schweinen 190 Mk. und die Schweinemast (zweimal 2 Schweine) etwa 200 Mk. Die Hühnerzucht und Gänsezucht werfen einen Nutzen von je 61 Mk., die Enten - zucht von 42 Mk. ab. Durch die Kaninchenhaltung (etwa 25 Tiere), kann ein Nutzen von 130 Mk. erzielt werden. Außerordentlich ertragreich ist die Bienenzucht, die allerdings nur in Gegenden mit Wald oder Gebüsch, Wiesen- und Gartenbau betrieben werden kann ; sie bringt einen jährlichen Ueberschuh von 440 Mk. Dabei wird ausdrücklich betont, daß die angegebenen Erträge sehr niedrig gegriffen sind und sich bei einigem Geschick der Züchter leicht erhöhen, ja verdoppeln lassen. Man kann es nur mit Genugtuung begrüßen, wenn die Arbeitgeber sich bemühen, das Interesse der Arbeiter an der Klcintierzüchtung zu wecken und zu fördern. In besonderem Maße geschieht dies bereits im rheinisch-westfälischen I n d u st vi e b e z i r k, wo infolge der ständig wachsenden Ausdehnung des Kleinwohnungswesens eine günstige Grundlage für die Kleintierzucht gegeben ist. Gerade der Bergmann, der mehr über freie Zeit verfügt als andere Arbeiter (kürzere Schichtdauer), ist ja auch der gegebene Kleintierzüchter. Bei Anlage der neueren Arbeiterkolonien, die zumeist aus Einfamilienwohmmgen mit umliegendem Gärtchen bestehen, ist man in der Regel schon daraus bedacht^ gewesen, durch Einrichtung von zweckentsprechenden Stallungen den Leuten den praktischen und nutzbringenden Betrieb der Kleintierzucht zu ermöglichen. Die Kleintierzucht hat denn auch in den letzten Jahren im Ruhrkohlenbezirk einen gewaltigen Aufschwung genommen. Die Leute haben sich vielfach in Klciitticrzuchtvereinen und diese in dem „Verband der Kleintierzüchter im Jndustriebczick" zusammengeschlossen. Vorsitzender des Verbandes ist Geheimrat Müservon der Harpener Bergbau Akt.-Ges., Hautptgeschästsführer Dy. Mülle r, Direktor der Landwirtschaftlichen Schule in Dortmund. Zu den Vcrwaltungskostcn leisten der Bergbauliche Verein in Essen und einige größere Verg- werksgesellschasten namhafte jährlichckBeiträge. Ende 1912 gehör,en dem Verband 336 Vereine mft 15 845 .Mitgliedern an. Davon betreiben Ziegenzucht 9776, Geflügelzucht 1521, Kaninchenzucht 3887, sonstige Kleintierzucht 563, Bienenzucht 98 Mitglieder. Etterarifcbes. ? Städte und Burgen an der Lahn. 20 Federzeichnungen von Otto U b b e l ö h d e. Preis 3 Mark. Dieses Heft erschien vor wenigen Tagen im rührigen hessischen Verlag von N. G. E l w e r t zu Marburg. Es sind dargeslellt: Marburg, Staufenberg, Gleiberg und Vetzberg, Wetzlar, Braunfels, das turm- reiche, sowie das dreifache Tor, Löhnberg, Weilburg (2 mal), Runkel, Dietkirchen, Limburg, Diez. Balduinstein, Laurenburg, Kloster Arbstein, Langenau, Nassau, Lahneck und Greifenstein. Wir wünschen diesem Heft eine Massenverbreitung nicht nur auswärts im Interesse des Lahntals, sondern auch vor allem im Lahntal selbst. Möchte sich der Verlag entschließen, an alle Schulen zu noch billigeren Partiepreisen das ohnedies schon erstaunlich billige Kunsthest zu liefern. Vielleicht finden sich aber auch hochherzige Stifter, damit jedem Gelegenheit gegeben wird, die Heimat künstlerisch sehen zu lernen. ? „Das flammende Kätche n." Rvmcm von Paul Oskar Höcker. Verlag Ullstein u. Co., Berlin- Wien. Preis 1 Mk. Das neue Weck Höckers trägt seinen Namen von einer gelbroten, ins Orange spielenden, großblühenaen Nclkcnarl, die aus der Ausstellung im Londoner Krystallpalast den zweiten Preis bekommt, und mit ihrer Farbenschönheit der deutschen Blumen - zucht Ehre macht. Aber ein „flammendes Kätchen" ist auch die Eigentümerin der wunderbaren Nelke, die junge Katharina Lutz in Sonnenberg bei Wiesbaden, die tapfer und stolz um ihr Glück ringt und, als sie sich schon verlassen glaubt, gegen die drohenden Anfeindungen sich durchsetzt. Voll Wahrheitsdrang, trotzig und herb ist diese von Höcker mit Wärme gezeichnete Mädchenfigur, und der Anteil, den wir an ihrem Schicksal nehmen, wird dadurch noch vermehrt, daß ihr Kamps zugleich der Kampf um eine gioße, von Berechnung und Hochmut gefährdete Liebe ist. Die sommerlich bunten Landschafts- gärten unter den Bergen des Taunus sind der Hintergrund des Romans, dessen Freilusikapitel sich wie ein unterhaltendes Brevier der Gartenkunst lesen. Und eine mondäne Jnlrigue, die die Haupthandlung durchkreuzt, gibt Höcker Gelegenheit, auch das elegante Wiesbaden, die Stadt des Heilung spendenden Kochbrunnens und eines verwöhnten, internationalen Publikums zu schildern. Griebens Reiseführer. (Verlagsbuchhandlung Albert Goldschmidt, Berlin W. 33). Band 137: „Der Spessart, 2. Auslage. Mit 2 Kaizen. Preis 1 Mk. Der mit größter Sorgfalt neu bearbeitete Führer zeigt überall, daß der Verfasser, der sich auch um die zweite Auslage sehr verdient gemacht hat, das ganze Gebiet gründlich kennt. Vielfach führt er den Wanderer auf Wege, die abseits von den allge - meinen Markierungsrouten liegen und gerade darum recht empfehlenswert sind. Von großem Interesse dürfte allen Besuchern dieses Gebietes die in einem eigenen Kapitel gebrachte Beschreibung des Spessartwaldes sein, dem ja das Gebirge in erster Linie seinen Ruf als Tou- ristenaebiet verdankt. Di« dem Führer beigegebcnen Karten sind genau revidiert. kttckättiiche;. — Zur Grenze des ewigen Eises! Furchtbar, gewaltig redet die Natur in ihrer urewigen Tchönheit zu uns Menschen, in einer Sprache, die auch auf denjenigen einen ttefen Eindruck macht, der sonst nicht gerade sentimental veranlagt ist. Dort, wo die Mitternachtssonne über endlose Eis- und «chneefeldcr stravlt, wo die Einsamkeit kein Laut unterbricht und aas Schweigen der Unendlichkeit groß und erhaben herrscht, da verlieren Raum und Zeit ihre Begriffe, da fühlt der Mensch sich dem Ewigen, dem Göttlichen näher, als irgendwo unter dieser Sonne. Und wunschlos genießt er in stummem Betrachten das Wunder, das die All- mutter Natur vor seinen entzückenden Augen barbietet. Solches Wunder, solch märchenhafte Pracht bietet uns die Insel Spitzbergen an der Grenze des ewigen Eises! Glücklich, wem es vergönnt, dort eine kurze Zeit lang weilen zu können. — Im Hochsommer dieses Jahres wird ein stolzer, Dampfer, der „Prinz Friedrich Wilhelm" vom Norddeutschen Lloyd, eine. Schar Vergnügunzsreisende in diese arktische Welt hinübertragcn. Am 18. Juli beginnt die Fahrt von Bremerhaven aus und endet nach 29tägiger Dauer am 15. August wieder an der Welermündung. Drei volle Tage wird das Schiff sich in den Gewässern Spitzbergens aufbalten, aber auch das romantische, vulkanische Island und die malerischen Fjorde Norwegens werden auf der Fahrt berührt, so- dah allen Teilnehmern wohl ein einzigartiger Genuß gebeten wird, der auch dann noch eine Quelle reinster Freude bleibt, wenn die Reife selbst langst vorbei. Verantwortlich: A l b i n Klein, Gießen. Gewerbe-Ausstellung Giessen 1914 für Oberhessen und angrenzende Gebiete Mai—August Protektor: Seine Kgl. Hoheit Grossherzog Ernst Ludwig von Hessen und bei Rhein Ausstellungsplatz: Liebigstrasse, eine Minute vom Bahnhofe entfernt Hervorragende Einzel - Ausstellungen der oberhessischen Gewerbe, Industrien und Künste — Lieber 400 Aussteller Vorführung von Althandwerken im Betrieb: wie Handweberei, Nagelschmiede, Kunsttöpferei u. 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Französ., Geschichte, Geographie. Ausiabe A: Landwirt^clialtsschule Ausgabe B: Ackcrbausclmle • \usgabe C: Landwirtscbaffl. Wintersclinle Ausgabe 0: I,audv»irtscliaTtliclic Fachschule Obige Schulen bezwecken, eine tüchtige allgemeine und eine vorzügliche Fachschalbildung zu verschaffen. Während der Inhalt der Ausgabe A den gesamten Lehrstoff der Landwirtschaftsschule vermittelt u das durch das Studium erworbene Reifezeugnis dieselben Berechtigungen gewährt wie die Versetzung nach der Obersekunda höh Lehranstalten, verschaffen die Werke B u. C die theoretischen Kenntnisse, die an einer Ackerbauschule bzw. landwirtschaftlichen Winterschule gelehrt werden. Ausgabe D ist für solche bestimmt, die nur die rein landwirtschaftlichen Fächer beziehen wollen, um sich die nötigen Fachkenntnisse anzueignen. Auch durch das Studium nachfolgender Werke legten sehr viele Abonnenten vortreffliche Prüfungen ab und verdanken ihnen ihr ausgezeichnetes Wissen, ihre sichere einträgliche Stellung: Der Einj.-Frelw., Das Abifurienfenexamen, Das Gymnasium, Des Realgymn., Die Ober- realsdiule, Das Lyzeum, Der geh.Kaufmann. Ausführl Prospekte u.g linzende Dankschreiben über bestandene Prüfungen, die durch das Studium der Methode Rustin abgelegt aind, gratis. — Hervorragende Erfolge. — Bequeme monatliche Teilzahlungen. — Brieflicher Fernunterricht. — Anelelits- aendungen ohne Kaufzwang bereitwilligst. Bonness & Hachfeld, Verlag. Potsdam 8 0. ■ - in unseres bedeutend. Unternehmens (keineVersicherung od.dgl.) Abteilung: Qiessen ist per sofort zu besetzen. (Wohnsitz am Platz nicht Bedingung.) Sofort beginnende, laulende Einnahmen. Bei entsprechender Tätigkeit kann ein erzielt werden. Es kommt nur seriöser Herr (auch Offizier od. Beamter a. 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Sinfoniekonzert) der Kurkapelle unter Leitung des Königlichen Professors Hans Winderstein. Freitag, 10. Juli, nachm, von 4'/z—6 Uhr, abends von 8—10 Uhr auf dty Terrasse Konzert der Kurkapelle Abends im Kurhaussaale Theater: Wie einst im Mai, Posse. Samstag, 11. Juli, nachm, von 4—6'/, Uhr, abends von 8 — 10 Uhr auf der Terrasse Konzert der Kurkapelle des Artillerie-Regiments Nr. 61 aus Darmstadt. nach den Rordfee- "Bädern flmrum, Baltrum, Borkum, Helgoland, lullt, Langeoog, nordemey, Spiekeroog, Sylt, Wangerooge, Wyk a Töbr über Bremen, Bremerhaven oder Wilhelmshaven. Tahrpläne u. direkte Tabr- karten auf allen grösseren eilenbahnrtattonen nordfee Rundfahrkarten zn ermässigien Preifen. nähere Auskunft Druek- racben u Tahrpläne durch Rorddeutfcber Cloyd Bremen und reine Vertretungen Giessen: Theodor Loos, am Kirchenplatz. Butzbach: Victor flugult Kraft. näss. u. trockene Schuppenflechte, Bartriechte, skroph. 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