> I > I i , l ' l l! . i t ' i * | i irt I ;l f 1 5 28 Pf-, monatlich MuWKtzrttch 7» »««»ladlbar, frei in» H«u». i» »ft«» «tzMMrinn oder in den Zweig. .' ff»*» M wb- - «rkchei»! Expedition: 8 «Ite rrw e g 83. »h >»» » *»» <. — Redaktion: Setter», weg W. — >Gr U«ft»i»ahrunq oder Rülksendung nicht «ertsuMer Rwwffripie wird nicht garantiert. Deal«, der „Mtetzener Zeitung" c«. m. d. H, Anzeigenpreis 15 pfg. « die 14 mm breite Petitzeile für Auswärts 30 Pfg Die 90 mm breite Reklame. Zeile 50 Piennig Extrabeilagen werden nach Gewicht und Gröhr berechnet. Rabatt kommt bei Ueberschrettung des Zahlung», z.eles (30 Tage), bei gerichtlicher Bcitrerbung oder l.ei Konkurs in Wegfall. Platzvorschriften ohneBerbindlichlei.. Druck der Gietzencr Bcrlagsdruckcrci. Albin Klein. Ml* 53. Telcp hon: Otr. 363. Nach dem Attentat. 93_u' d a p est, 3. Juli. Der die Untersuchung führende Staatsanwalt hat 11 junge Serben verhaften lassen, die zweifellos an dem Attentat beteiligt find. Ihre Namen werden geheimgehaltcn. — Wie die Abendblätter melden, weisen sichere Anzeichen daraus hin, daß der Sekretär des großserbischen Vereins „Narodna Ob- rana", namens Ijan Pribitschewitsch, Major der serbischen Armee, an dem Attentat beteiligt ist. In Bosnien Und derH e r z e g o w i n a herrscht jetzt das S t a n d r e ch t. Die österreichische Regierung geht jetzt energisch gegen jede Ausschreitung von serbischer Seite vor. Einer der Hetzer hat bereits die ganze Schwere des Standrechts gespürt, ein serbischer Agitator ist es, der aufreizende Reden an das Volk gehalten hat. Er ist von Beruf Kaufmann und heißt Rikolic. In einer seiner Hetzreden hatte er gesagt: „Fürchtet Euch nicht, bis übermorgen werden viele Tausende serbische Soldaten da seien, die dann die Plünderungen an den Serben rächen werden. König Peter und Kronprinz Alerander sind mit der serbischen Armee bereits an der Grenze und werden übermorgen, um 3 Uhr nachmittags, bereits in Sarajewo einmarschicren. Auch die russische Atome ist mobilisiert." — Die Gendarmerie verhaftete den Rikolic. Er wurde sofort dem Kriegsgericht überstellt. Der „Köln. Zig." wird aus Sarajewo gemeldet: Die Polizei verhörte bisher mehr als 700, das Gericht an 400 Personen. Der Untersuchungsrichter verhörte Princip und Tschabrinowstsch wiederholt. Das Ergebnis war die Bestätigung der Annahme der Budapester Geheimpolizisten, daß «ine Verschwörung vorliegt und die 7 Verhafteten noch Mittäter haben. Aus die Frage, woher Bomben und Waffen zu beschaffen seien, seien sie zu Milan Pribitschewitsch gegangen, einem gewesenen österreichischen Oberleutnant, der jetzt Major und «ine wichtige Person beim serbischen Eencralstab sei, der sie an Tschiganowitsch, «inen bekannten Komitadschi, verwies. Es würden ihnen Bomben aus dem Kragufe- watzer Arsenal versprochen, wenn sie die Weisungen pünktlich befolgten. Sie sollten 6 Bomben und 6 Revolver erhalten, wenn sie noch 4 Attentäter beizulbrin- gen wüßten. Rach dem Wurf der ersten Bombe sollten sämtliche anderen Bomben geworfen werden. Sie seien mit der rechten Hand zu werfen und aus der linken sei bereitgehaltenes Zyankali sofort einzunehmen, das sie gleichzeitig erhielten. Tschabrinowitsch und Princip fanden in Belgrad noch Helfer in der Person der bosnischen Studenten Trisun und Laresch. Princip bekannte im Verhör, daß er wirklich die Bomben von Tschiganowitsch erhalten habe. Er verweigert aber die Angabe der Mittäter und der Herkunft des Geldes. Plötzlich von Todesfurcht übcrmannt, schrie er auf: „Ich bereue meine Tat, weil mich meine feigen Gesithr- ten im Stiche ließen; auch sie hätten ihre Bomben zur Erpiosion bringen müffen; dcch taten es die feigen Schurken nicht. Deswegen werde ich mich an ihnen rächen und sie verraten. Jetzt laßt mich in Ruhe. Morgen früh um 8 Uhr werde ich alles gestehen." Samstag, den 4. Juli 1914. Wien, 3. IM. Um 4 Uhr nachmittags fand in der Pfarrkirche der Hofburg die L e i ch e n s e i e r statt. Der Kaiser, der gesamte Hofstaat, die Minister, die Präsidenten und Abordnungen der Parlamente, der päpstliche Nuntius, sämtliche Botschafter und Gesandten, viele militärische Deputationen, die Bürgermeister von Wien, Budapest und Agram wohnten der Feier bei. Unter großer Assistenz nahm Kardinal-Fürstbischof Palffi die feierliche Einsegnung vor. In tiefer; Ergriffenheit folgten die Trauergäste der Handlung, nach deren Beendigung die Kirche geschlossen wurde. Das Publikum bereitete dem Kaiser und dem Erzherzog Karl Franz Joses bei der Rückfahrt nach SchönbiUNu stürmische und begeisterte Ovationen. Während der Vormittagsstunden vor der Trauerseier defilierten Tausende und Abertausende in der Hofburg-Pfarrkirche vor den geschlossenen Särgen, an deren Kopfende 2 weiße Blumenkränze von den Kindern der Verblichenen lagen. Die Leichen des Erzherzogspaares wurden dann am Abend 10.50 Uhr in Begleitung des Hofstaates des Erzherzogs nach Groß-Pöschlarn übergesührt, und mit der Fähre um 2 % Uhr nachts über die Donau nach Artstetten gebracht, und dort in der Pfarrkirche auf- gebahrt. Heute vormittag erfolgt die Beisetzung der Särge in der Gruft des Schlosses zu Artstetten. Kaiser Wilhelm hat den deutschen Botschafter Freiherrn v. Tschirsky und Bögendorff mit seiner Vertretung bei der Trauerseier für den Erzherzog und seine Gemahlin beauftragt. Ein weiter«» Opfer von Terajcwo. Der Generalstabs-Oberstleutnant von Merizzi, der bei dem Bomben-Asüentat, das dem Revolvev-At- tentat auf den Thronfolger vorausging, leicht verletzt wurde, liegt im Hauptspital von Sarajewo im Sterben. Die Wunde, die er bei dem Attentat davongetragen hatte, führte zu Blutvergiftung und es ist StaÄrampf hinzutzeireten. Albanien. Während F ü r st Mi l h e l m sich den mohammedanischen Rebellen gegenüber, die unausgesetzt Du- razzo bedrohen, in äußerster Bedrängnis befindet, so- | daß bereits von der Zurückberufung Essad Paschas die Rede ist, verschlimmert der erneute Ausbruch nordepirotischer Unruhen seine Lage. Die Epi - roten haben überall ihre eigene provisorische Regierung wieder ausgerichtet und die albanische davongejagt. Da Griechenland auch hinter der neuen Aufstands-Bewegung steckt, so haben die Regierungen der Groß - Mächte auf Albaniens Ersuchen ernste Vorstellungen in Athen erhoben. Natürlich ist man dort mit der Antwort keinen Augenblick in Verlegenheit: Griechenland fügt sich durchaus den von der internationalen Grenz - regulierüngs-Kommisfion getroffenen Anordnungen und verurteilt die Taten griechischer Irregulärer in den Ortschaften, die Albanien zugesprochen wurden. Wie stark das offizielle Griechenland an dem nordepirotifchen Aüf- stand beteiligt ist, geht daraus hervor,, daß der Führer der epirotifchen Aufständischen, Zographos, in Athen Telephon Nr. 863. 26. Jühkls. nicht nur vom Ministerpräsidenten Veniselos, sondern auch vom König Konstantin empsangen wurde. Die Wiener „N. Fr. Pr." erfährt aus informierten politischen Kreisen, daß F ü r st W i l h e l m sich in einer so gefährlichen Lage befindet, dah j e d e n A w genblick eine Krise eintreten könne. Der Fürst verfügt über keine Hilfstruppen mehr. Die Großmächte sind bereit, die Regierung Albaniens durch die Internationale Kontrollkommission übernehmen zu lassen, und es fanden auch bereits Besprechungen über eine eventuelle Nachfolge des Fürsten statt. Der Regierungswechsel könne in den nächsten Tagen eintreten. Ministerpräsident Turkhan Pascha ist vorgestern nachmittag von Rom nach Wien abgereist. " Bukare st, 2. Juki. Fünfzig Freiwillige für Albanien sind unter der Führung von drei rumänischen Reserveoffizieren heute nach Albanien abgegangen. Politifebe Rnndfebau. Deutschland. * In der zweiten Aüguftwoche wird der Kaiser für kurze Zeit nach Homburg v. d. H. kommen. Während der Kaisermanöver wird sich der Kaiser zur großen Truppenschau nach Mainz begeben und der Einweihung der Waldeck-Talsperre beiwohnen. * Das Erträgnis des Wehrbeitrages in Baden beläuft sich auf etwa 32 Millionen Mark. Bei einer, Einwohnerzahl von 2 122 000 Personen entfällt aus den Kopf der Bevölkerung der Betrag von 14,94 Mark. * Herzog Bernhard 3. Dort Sachsen- Meiningen beabsichtigt autz Anlaß seines Regier - ungsantritts einen umfangreichen Gnadenerlaß ergehen zu lassen. Der Landtag des Herzogtums ist für den 13. Juki nach dem Residenzschloß in Meiningen einberufen. Dem Vernehmen nach hat der verstorbene Herzog größere Summen für künstlerische und kulturelle Zwecke seines Landes ausgesetzt. Oesterreich. * Wien, 3. Juli. Wie hier bekannt wird, hat Kaiser Wilhelm an Kaiser Franz Joses die Anfrage gerichtet, ob sein Besuch in Ischl genehm wäre. Nachdem eine zustimmende Antwort nach Berlin abge- gaugen ist, wird Kaiser Wilhelm im Laufe der nächsten Woche in Ischl dem greisen Monarchen persönlich kondolieren. * Wien, 3. Juli. Kaiser Franz Joses empfing gestern abend den deutschen Gesandten v. Tschirschky und Bögendorff in einstündiger Audienz. England. * London, 3. Juli. Der frühere Staatssekretär für die Kolonien Sir Joseph C h a m b e r l a i n ist gestern abend g e st o r b e n. Das Glas des Erasmus. Humoreske von A. Thiele. (Schluß.) , „Unglaublich! Ganz eigentümlich! ries in diesem Augenblick, der Rentier Blume mit dem Ausdrucke höchster Verwunderung. Die Gesellschaft blickte erstaunt aus den Unterbrechenden, dieser faßte sich jedoch und rief: „Bitte fahren Sie fort, Herr Justizrat!" „Während ich nun das Glas von allen Seiten betrachte, erschallt plötzlich hiMer meinem Rücken ein entsetzliches Gepolter, als ob eine Höllenmaschine erplo- dier,le. Mit der Eeberde des eMsetzlichsten Schreckens fährt oder knickt vielmehr Holzbock vor mir zusammen, Und ich von dem so plötzlich Gehörten und Erschauten jählings übcrmannt, lasse das Glas fallen, das auf dem Boden in Scherben zerbricht." „Weiter ! weiter!" unterbrach Blume vor Spannung atemlos. Wieder blickten ihn die anderen erstaunt an. „Und was war, zusammengestürzt ?! fragte der alle Oberst von Bärenklau mit seiner ruhigen Stimme. „Es war nur ein aufgetürmter Häufe alten Gerümpels", erwiderte der Juftizrat. „Doch nun hätten Sie Holzbock sehen sollen! Sein Jammer, seine Ver- zweiftung waren grenzenlos. Auch meine Verlegenheit war ungeheuer und höchst peinlich war mir der Ge - danke, wie ich das kostbare, einzige Stück ersetzen sollte. Endlich gelang es mir, den verzweiselten allen Mann zu beruhigen, allerdings erst, nachdem ich mich schrist - lich verpflichtet, ihm als Sühne meines Ungeschickes Til- lys Reitersprossen nebst dem dazu gehörigen Dokument zu übersenden. Es war ein höchst unangenehmer Autz- weg, aber der einzige, der mir übrig blieb. Doch ich war damals noch jung, und es gelang mir, nach einiger Zeit den Verlust der geliebten Sporen zu' ver - schmerzen." „O Fuchs, schlauer Fuchs!" O Spitzbube!" rief in diesem Augenblick der Rentier Blume, seinem ausfälligen Wesen die Krone aufsetzend. „Hören Sie mich, Herr Juftizrat, hören Sie mich meine Herren ! Auch ich bin in früheren Jahren zu dem alten Christlieb Hoiz- bock gewandert, auch mir hat er das Glas des Eras - mus gewiesen, auch ich bin durch das Gepolter und Holzbocks jähes Zusammenfahren erschreckt worden, habe das Glas fallen und zerbrechen sehen." . „Und was hat er Ihnen abgenommen als Sühne?" fragte der Iufttzrat hastig, indes die anderen gespannt aufhorchten. „Ein paar kostbare Vasen und Geld obendrein", rief Blum. „Das ist stark! Ein solch geriebener Bursche!" riefen die Anwesenden durcheinander. „Gott habe ihn selig, den alten Gauner, aber das geht über das Mögliche." „Meine Herren!" unterbrach jetzt die ruhige, tiefe Stimme des Obersten von Bärenklau das allgemeine Gewirr. „Auch ich besuchte als LeutnaM dem guten Vater Holzbock, auch hinter mir hat es gepoltert und geraffelt, auch vor mir ist der selige LuMp gleich einem Taschenmesser zusammengefahren. Ich hielt jedoch das Glas fest, sah mich genau um und bemerkte, daß von dem Standpunkte des lieben Mannes zu jenem Gerümpel eine Schnur die Wand entlang führte. Ich konnte mir diesen sinnreichen Mechanismus damals nicht erklären, jetzt aber sehe ich ein, wozu er diente —“ „Nämlich zu einem famosen Knalleffekt", ergänzte der Juftizrat lachend. Premierminister Asqui 1 h hatte Donnerstag nachmittag «ine Audienz bei König Georg, um dem Herrscher über die drohende Lage in Irland Bericht zu erstatten. — Aus Belfast wird gemeldet, daß die Hausbewohner Vorräte und Proviant in ihren Häusern ausslapeln, um sich auf den Bürgerkrieg vorzubereiten. Aus B e l f a st wird dem ;,Berl. Lokal-Anz." gemeldet: Der Besehl des Rebellengenerals Sir George R i ch a r d s o n an die Ulsterrevolutionäre, der ihnen erlaubt, öffentlich Waffen zu ttagen und jeden Versuch, sie zu belästigen, mit Waffengewalt zu verhindern, erregt großes Aufsehen. Das nationalisttsche Komitee hat an das irische Volk einen neuen Ausruf gerichtet zur Sammlung vvn Geldmitteln für die irländische Nationalarmee. Es heißt, daß es in Irland kaum eine Ortschaft gibt, die nicht ihr eigenes gut eingeübtes Korps besitzt. Die allgemeine Erregung in Ulster ist so gewaltig, daß selbst Frauen zum Losschlagen drängen. Wie berichtet wird, sagte «ine in Gesellschaftskreisen sehr einflußreiche Dame: „Ulster wird ganz England lehren, daß es noch Frauen und Männer gibt, die für ihre Ueberzeugung sterben können." Serbien. * Der Wiener „Reichspost" wird aus diplomatischen Kreisen zu dem zwischen Montenegro und Serbien beabsichtigten Abkommen über die Verschmelzung dieser beiden Staaten zu einem serbischen Bundesstaat mitgeteilt: Es soll ein serbischer Bun- dcsstaat aus den beiden serbischen Einzelstaaten gebildet werden, ohne daß jedoch die Souveränität des montenegrinischen Herrscherhauses und der montenegrinischen Gebiete berührt würde. Die praktische Durchführung dieses bereits abgeschlossenen Vertrages wird nicht lange mehr auf sich warten lassen. Es besteht kein Zweifel, daß die Vereinigung Montenegros und Serbiens zu einem Bundesstaat da? Werk der russischen Diplomatie ist. Serbien gelangt dadurch über Montenegro unmittelbar au das adriatische Meer. Die Gerüchte von einer Abdankung des Königs Nikolaus sind ebenso unbegründet wie die Errichtung einer Personal-Union zwischen Montenegro und Serbien. » Rußland. * Petersburg. Ein kaiserlicher Ukas erklärt die Ehe der Großfürstin Maria Pawlow- n a mit dem Prinzen Wilhelm von Schweden für y e l ö st. Xus Stadt und Land. * Gießen. Durch den Beschluß des Provinzial- tags der Provinz Oberheffen vom 27. Juni d. I. kann das Zieh die ganze Provinz mit elektrischer Energie versorgt zu sehen, nunmehr als erreicht gelten. Der Provinzialtag hat nämlich einen langer Hand vorbereiteten Vertrag mit der Rheinischen Schuckert- Gesellschaft in Mannheim angenommen, wonach diese Gesellschaft verpflichtet wird, in Gemeinschaft mit der Provinz den Kreisen Alsfeld, Lauterbach und dem nördlichen Teil des Kreises Schotten in einer verhältnismäßig kurzen Zeit Elektrizität zuzusühren. Von den in Betracht kommenden Gemeinden der genannten Kreise find 83 innerhalb zweier Jahre vom Abschluß des Vertrages an gerechnet, die übrigen voraussichtlich innerhalb weiterer vier Jahre anzuschließcn. Die Versorgung der genannten Gebietsteile gemeinschaftlich durch die Provinz und ein industrielles Unternehmen hat den nicht zu unterschätzenden Vorteil, daß die beteiligten Gemeinden viel rascher und früher zu Elektrizität kommen, als dies die Provinz in alleiniger Recke im Hinblick auf die Höhe der aufzubringendcn Mittel und des damit verknüpften Risikos hätte ermöglichen können. Gleichwohl werden die Gemeinden daraus, daß die Provinz nicht unmittelbar und allein die Versorgung übernimmt, keinerlei Nachteile verspüren. Denn abgesehen davon, daß der Bau der Fernleitungen und eines Teils der Ortsnetze auf eigene Rechnung der Provinz erfolgen wird und damit schon eine Gewähr gegeben ist, da^ man den Interessen der Gemcinven nach Möglichkeit Rechnung trägt, hat sich die Provinz auch darüber hinaus besonders für den Betrieb ein weitgehendes Aufsichtsrecht gesichert, das eine cinwa-ed freie unb den übrigen Gemeinden glcicknvertigc Versorgung und Bedienung bedingt. Der Charakter des überwiegend kommunalen Unternehmens hat vor allem auch die Einheitlichkeit in der Versorgung zur Voraussetzung. Dies ist dadurch gewahrt worden, daß die Elcktrizitätlieferung an die Gemeinden und ihre Einwohner auf Grund desselben Vertrags erfolgen wird, den die Provinz mit den Gcmcindcn ihrer Uebcrland- anlage abgeschlossen hat. Die Elektcizttätsiieferung wird also in der ganzer Provinz unter gleichen Bedingungen erfolgen. Außerdem hat sich die P ovinz das Recht Vorbehalten, den Betrieb schon nach kurzer Zeit ganz in eigene Regie zu übernehmen. " Drei goldene Hochzeiten fanden dieser Tage in Oberhessen statt: in Harheim feierte das Ehepaar Heinrich Schmidt 2., in Staden die Eheleute B e ck e l, in Lollar Karl Schmidt 3. das seltene Fest. * Kurse für Säuglingspflege. Die Gr. Zentrale für Mutter- und Säuglingsfürsorge in Hessen veranstaltete in ihren Räumen in Darmstadt, Heinheimerstraße 21, in der Zeit vom 15. bis 30. Juni 1914, abends 8 bis 10 Uhr einen Schwestern-Fortbil- dungsknrsus mit Demonstrationen. Der Kursus umfaßte 12 Besprechungen an aufeinander folgenden Wochentagen und behandelte die gesamte Pflege und Ernährung des Säuglings. Gleichzeitig fand vormittags von 10 bis 12 Uhr ein ebensolcher Kursus für junge Mädchen und Frauen statt. Die Kurse waren zusammen von insgesamt 32 Teilnehmerinnen besucht, die den Besprechungen außerordentlich lebhaftes Interesse cntgegenbrachten. Da bereits weitere Meldungen eingegangen sind, beginnt ein neuer Kursus am 15. Juli d. Is., abends 8 Uhr. Die Teilnehmerkarten sind im BulkeaU der Gr. Zentrale zum Preise von 1 Mk. erhältlich. n Gießen. Donnerstag früh wurde in der Nähe der Badeanstalten die Leiche der 14jährigen Tochter des verstorbenen Dienstmannes R. geländct. Dav Mädchen hat Selbstmord verübt; bestimmte Gründe zu der Tat sind nicht bekannt. o Crainfeld. Die Söhne des ermordeten A. Stein treiben nun wieder in Crainfeld und in der Umgegend ihr Geschäft weiter. Das medergebrannte Haus, in dem die schauerliche Bluttat verübt wurde, wollen sie nicht wieder aufbauen lassen. An den Nachbar, dessen Haus bei dem Brande auch ein Raub der Flammen wurde, haben sie einen Teil des Platzes abgetreten, den anderen hat die Gemeinde gekauft, um an jenem Orte die Straße weiter auszubauen. Die Familie Stein bewohnt ein anderes Haus, das sie im Ort besitzt. 0 Ilsdorf. Wegen Ausbruches der Diphtheritis unter den Schulkindern, wurde die Volksschule bis auf weiteres geschlossen. 01 Büdingen. Vom 25. Juli bis 2. Autzuft wir,d hier das 500jährige Bestehen der Büdinger Schüt- zengescllschaft gefeiert. Der Wert der bis jetzt gestifteten Ehrenpreise übersteigt schon 7000 Mark. Auch der Grptz- herzog von Hessen hat sein Interesse durch Stiftung eines herrlichen Ehrenpreises bekundet. o. Mamba ch? Gestern vormittag zwischen 8 und 9 Uhr zog ein Gewitter über unsere Gegend. Es war so heftig, daß der Lehrer die Schulkinder aus der Schule entlief;; kaum war die Schule leer, da erfolgte ein gewaltiger Donnerschlag. Der Blitz hatte in das Schulgebäude eingeschlagen, im Schulzimmer die einzelnen Gegenstände, wie Schulbänke, Schultasel, Gestell, Tisch usw. zerstörend. * Fra n kfu rt a. M. Die Strafkammer verurteilte ein elternloses 17 jähriges Dienstmädchen wegen Erkrankung sein-s neugeborenen Kindes zu 9 Monaten Gefängnis. Die Verurteilte wird der bedingten Begnadigung empfohlen. ):l Frankfurt a. M., 3. Juli. Wegen umfangreicher Betrügereien verurteilte gestern die Strafkammer den 26jährigen Kraftwagenführer Karl B a l l- m e r t aus Gießen zu 3 Jahren Gefängnis. Ballmerl hatte erst vor kurzem eine 18monatige Gefängnisstrafe verbüßt und betrieb seitdem am Frankfurter Bahnhof Bauernfängerei, indem er stellensuchenden Butschen die Barschaften abschwindelte und dann die Leute mittellos sitzen ließ. ):( Obe rwie s b. Nassau. In der Nacht auf .Freitag ging im ganzen Unterlahntal ein schweres Gewitter nieder, wobei der Blitz hier in das An - wesen der Familie Pfaff einschlug und zündete. Das ganze Besitztum wurde ein Raub der Flammen. o O s f e n b a ck a. M., 3. Juli. Die Offenbachcr Stadtverordneten-Versamrnlung beschloß gestern endgil- tig den Ausbau des städtischen Elektrizitätswerkes zur U e b e r l a n d z e n t r a l e für den Kreis Offen b a ch und bewilligte hierfür eine erste Rote im Betrage von 1 520 600 Mark aus Anleihe. * Worms. Die Stadtverordnet n bewilligten eine Nacbtrogsfordernng von 22 000 Mo,k zum Bau eines Stadions in Worms, das insgesamt 72 000 Mk. kostet. * Mainz. Wie gefährlich es namentlich für Kinder ist, beim Kirschenessen Kerne mit hinunter zu schlucken, zeigt ein Fall aus hiesiger Stadt. Die 10jährige Schülerin Ehristtna Engel hatte am Samstag noch den Schulunterricht besucht und mußte am Sonntag wegen heftiger Blinddarmentzündung zur Operation ins Krankenhaus gebracht werden. Es zeigte sich, daß das Kind einen Kirschkern verschluckt hatte, der sich im Blinddarm festsctzte und dort eine Eiterung hcrvorrief. Das Kind ist kurze Zeit nach der Operation gestorben. Eine ernste Mahnung zur Vorsicht für Kinder und Eltern. ! M a i n z. In dem vorgestrigen ersten Vorlauf zum Grand Callenge Cup trat dem Mainzer Ruderver- ein die vorzügliche Mannschaft des Jesus College-Cambridge entgegen. Nach harter Gegenwehr gewann der Mainzer Ruderverein mit dreiviertel Längen, indem er die Strecke in 7.22 Minuten zurncklegte. (.) Mainz, 2. Juli. Die größte Herren- und Knabenkleiderfabrik Süddeutschlands, SchcuerLPlaut, feierte am 1. Juli ihr 25jähriges Geschäftsjubiläum. Im verflossenen Jahre hat die Firma an Gehälter und Löhnen 1 007 752 Mark ouSgcgeben. Die Bürgermeisterei und Handelskammer brachten ihre Glückwünsche dar. Montag nachmittag war das Geschäft geschloffen. Das Personal, 360 Perfonett, unternahm eine Rheinfahrt. Die Firma stiftete für ihre Leute ein Kapital von 25000 Mark; die Zinsen sollen an in Not geratene Familien des Personals alljährlich verteilt werden. An Wohltätigkeitsvercine der Stadt hat die Firma 3000 Mk. verteilt. * Lampertheim. Vor dem hiesigen Schöffengericht sollte der Zigeuner Keßler nebst Frau obgeurteilt werden. Keßler war wegen Landstreicherei in Haft genommen worden und wurde auch wegen Betrügereien ver, folgt. Gegen Stellung einer Kaution von 700 Mark waren Keßler und seine Frau wieder in Freiheit gesetzt worden. Zu dcm Termin waren die Beiden nicht erschienen, so daß die Kaution dem Staat verfallen ist. ):( Erbach (Odenwald). Biele Gemeinden des Kreises Erbach sind durch die Niederschläge der letzten Wochen schwer geschädigt. Ganze Ernten sollen vernichtet sein. Zahlreiche Familien sind in bittere Not geraten. Daher wendet sich ein Komitee, bestehend aus dem Fürsten von Erbach-Schönberg, den Kreisbehörden, Landtagsvertretern und Bürgermeistern an die Oeffent- lichkeit mit der Bitte, öffentliche Sanrmelstellen für die Wassergeschädigten zu errichten, zUr Linderung der Rot. Dte eingehenden Beträge sollen zur Verfügung des Kreisausschusses stehen. ):( Gernsbach (Rhön). Der Rechnungsamt - mann 2 ! a p e s ist nach Unterschlagungen von 150 000 Mark geflüchtet. Xus aller Welt. ::: Malmö. Das endgültige Resultat der F üß- ballkämpfe bei den baltischen Spielen fft folgendes :' Deutschland erhält den e r st e n Preis, Schweden den zweiten und Rußland den dritten. ::: Wien? Der eiiste Internationale Kaufmannslag in Wien hat einstimmig befchloffen, aen nächsten Kausmannstag im Jahre 1916 in Berlin abzuhalten. * Stanisla u, 3. Juli. Gestern fanden a n - tideutsche Demonstrationen statt. Einetau- scndköpfige Menge warf Steine gegen die Wohnung des Pfarrers Zöckler, des Führers der Deutschen in Galizien und zertrümmerte die meisten Fensterscheiben des Pfarrhauses, der, evangelischen Schicke, sowie der unter Leitung des Psarrers stehenden Wohltäligkeitsanstallen. Auch die evangelische Kirche wurde nicht verschont. Das Geschäft eines deutschen Kaufmanns wurde verwüstet. Die Polizei verhaftete mehrere Unruheslisteiz Die Deine siftrationen sollen die Rache für das den Polen in Bielitz zugefügte Unrecht sein. Verantwortlich: Albin Klein, Gießen. Riiht de» Garten nlS Erhol un^stätte aus »nd macht ihn nutzbringend für den Haushalt durch Gemüsebau. Die wachsende Einwohnerzahl der Tlädlc »nd die damit zusammenhängende Dichtigkeit der Bevölkerung haben es mir sich geluncht, das, der Mensch der Nalnr, wenigstens dem eigenen Schaffen in der Natur, mehr und mehr befremdet wird. Dies ist vom Standpunkt der VolkSgcsundheit niis sehr zu bedauern. Tic Berrvaltungen der Grohslädte haben dies auch erkannt »nd find schon seit Jahren bemiiht, durch Schaffung von Schrebergärten einen Ausgleich herbcizusühren und die Freude an der Natur wieder z» beleben. Die gesteigerten Ansprüche an geistige nud körperliche Arbctls- leistung mache» andererseits aber eine gute Ernährung und a»s- gleichendc Erholung nötig. Beides zu fördern ist der Zweck eines praktischen Buches betitelt „Dr. Cclfcr’o Anleitung zn>» Ge »inscbau für den Hausgebrauchs. Jeder, der es eben ermöglichen kan», einen Garten oder ein Stückchen Land sei» eigen zu nennen oder zu pachten, sei in Gottes freie Natur verwiesen. Das erwähnte Buch gibt in schlichter Darstellung nichl nur die Grundregeln slir den Geiniiscba», sondern auch zugleich Ratschläge, wie nian die verschiedenen Gemüse richtig zubercstct.. Es ist somit in ziveisacher Hinsicht ein iverivotter Ralgcber, sowohl für den Haushern, ivie slir die Hausfrau. Interessenten erhallen daS Buch umsonst zugesandt von der Rähirnitielfabrik Dr. A. Oetker in Bieleseld. Die Beliebtheit der Ä«0rr-SUpPtNW Ürfel nimmt ständig zu. Das liegt an den, besondere» "BJohlgeschmaek und der Ausgiebigkeit der Marke: ,,Knorr"! Versuchen Cie: Knoil-Reissuppe, Rumiordsuppe, Erbsensuppe. 1 Würfel 3 Teller 10 Pfg. Ich lasse mich nicht überreden! Ich will keinen anderen! Ich will nur den echten Kathreiners Malzkaffee in geschlossenen Paketen mit Kneipp-Bild. Die erzieherischen werte von Turnen und Sport. Von Walter Sah. Viele Bewegungen wachsen aus ihrem anfänglichen Zweck und Umfang zu solchen neuen Formen und Zielen, daß das Ende oft über den Anfang staunen muh. Das Turnen, ursprünglich nur eine neue Form alter griechischer Gymnastik, erhielt von Jahn seinen großen vaterländischen Nebenzweck und wuchs in ungemessene Breiten. Der olympische Sport, einstens fremder Import und Privatvergnügen einer Gruppe von Leuten mit dem wenig volkstümlichen Namen „Leichtathleten", betonte desgleichen seinen die Allgemeinheit ergreifenden pratrio- tischen Zweck und.spannte weiter und weiter seine Flügel. Und in der jugendfrischen Bewegung des „Wandervogels" gar hat der Horizont stets die Farbe der Morgenröte. Es tagen da unaufhörlich neue Zwecke und Ideen. Wandern ist nicht mehr Fortbewegung der Beine, verbunden mit inbrünstigem Naturgenuß. Wandern ist auch liebevolle Pflege alten deutschen Wesens in Schel, Lied und Tanz. Wandern ist Ringen nach reiner und edler Lebensauffassung. Wandern ist Weltanschauung. Und wie hier, gewahren wir auf dem ganzen Felde der Leibesübungen überall Wachstum in Ausdehnung und Zweck. Doch über alle die Einzelzwecke hinaus ist allen gemeinsam der sittliche Ernst der Beschäftigung und die nahe Beziehung zum Leben. Aller Sport nämlich fordert, ernsthaft betrieben, die gleichen allgemein-menschlichen Eigenschaften wie jeder Lebensberuf und bildet sie auch. Er hat seine Lehr- und Meisterjahre. Und die vielfachen Widerstände, die jeder in seiner Verufslaufbahn erfährt, stehen dem Turner und Sportsmann gleichfalls hindernd im Wege. An ihnen schult er als Mensch seine Kampfnatur und stärkt sich im Spiele unbewußt für den Ernst des Lebens. Dafür sind uns die einzelnen Arten der Leibesübungen Beispiele. Beim Turnen handelt es sich um die Erzielung allgemeiner körperlicher Tüchtigkeit mittels vorgeschriebener, zweckvoller Hebungen an den mannigfaltigsten Geräten. Der Turner muh zunächst durch stetige Ausdauer in der Uebung körperliche Unvollkommenheiten beseitigen, seinen Organismus allseitig kräftigen, und andererseits durch Fleih auch seine Aufgabe in der Form gut zu lösen versuchen, d. h. nach Abrundung jeder Leistung streben. Beharrlichen Fleih in der Uebung, Sinn für Form, Ordnung und Regelmäßigkeit fordert das Turnen, Eigenschaften, die jeden auch im Leben zu einem zuverlässigen, tüchtigen, brauchbaren Menschen stempeln. Der olympische Sport, die Athletik, ist, vielleicht noch in höherem Maße als das Turnen, Ueberwindung von Widerständen persönlicher und sachlicher Art. Das Streben nach Höchstleistungen bietet auf seinem Wege bedeutende Hemmungen. Der olympische Sport sucht die Grenzen, welche die Natur in der Außenwelt und in ihm selbst dem Menschen gesetzt hat, weiter zu rücken. Der Sportsmann eifert dauernd, sich selbst zu überbieten. Hier geben die psychischen Mächte Ehrgeiz und Energie den Ausschlag, zwei Mächte von entscheidender Bedeutung für das Leben überhaupt. Sie sind gewaltiger Antrieb zu menschlichem Handeln und das Maß menschlichen Vermögens. Die Lust am olympischen Sport ist daher zum Teil die Lust befriedigten Ehrgeizes, die Lust am Erfolg starker Willensanstrengung, der Stolz auf ungewöhnliche Leistungen. Ehrgeiz, Willenskraft, Selbstzuversicht kennzeichnen den Eharakter des olympischen Kämpfers. So gewappnete Menschen fordert das Leben, und solche erhebt en auch. Bei einem gewöhnlichen Kampfspiel wie Fußball sind einerseits die rein technischen Schwierigkeiten groß und langwierig. Die sichere Beherrschung eines unge- bändigten Objekts, das in stetem Widerstreit zwischen Schwerkraft, Stoßkraft und Elastizität die eigensinnigsten und oft närrischsten Bewegungen vollführt, fordert zähe, ausdauernde Uebung und verleiht zum Lohne ein gewisses Kraftbewußtsein. Das Iusammenspiel ferner ist nicht nur eine Probe auf die Intelligenz des Einzelnen, die Fähigkeit, verschiedene Lagen blitzschnell zu erfassen und mit Energie auszunutzen, sondern birgt auch ein wichtiges soziales Moment. Das Zusammenwirken vieler zum Zweck eines Ganzen unter Rückstellung persönlicher Neigungen und Launen wirkt erzieherisch in gesellschaftlichem Sinne. Im Wassersport gesellt sich zu der geforderten Ueberwindung des Technischen einer Willenskraft, die durch beharrliche Uebung zur Steigerung der Leistung durch Kampf gestählt wird, noch das bei anderen Sportarten minder erhebliche Moment der Gefahr. Und das ist in erzieherischem Sinne unschätzbar. In der Gefahr und in der Not erst zeigt sich der Mensch in seiner Nacktheit als sittliches Indioidium, enthüllt er sich als Eharakter oder Schwächling. Keins von beiden ist er notwendig durch Geburt, also wird er beides möglicherweise durch Erziehung im Leben. Und eine gute Erzieherin ist eben die Gefahr, wie sie dem Wassersportsmann des öfteren droht. Der Kampf mit des Mindes und der Wellen Gewalt, feindlichen Mächten, die noch unberechenbarer sind als menschliche Entschlüsse und tückische Objekte, erheischt herzhaften Mut und kühle Besonnenheit. Und so wahr sich Mut und starke Gesinnung durch Gewöhnung und Uebung erziehen und mehren lassen, so wahr wird der Sportsmann ein Charakter sein, ein besserer Eharakter als der den seichten Genüssen der Großstadt ergebene Lebejüngling. Turnen und Sport sind also nicht nur eine besondere, edle Art, sich zu vergnügen, 'sondern sind Erziehung, weil sie neben dem leiblichen Behagen, das auch sie schaffen, Seelenkräfte bilden und das soziale und ethische Individium im Einzelmenschen zum Vorteile der Gesamtheit erziehen. Kirchliche Nachrichten. Evangrlische Gemeinde in Gießen. Sonntag, den 5. Juli, 4. nach Trinitatis. Gottesdienst. In der Stadtkirche. Vorm. 8 Uhr: Pfarrer D. Schlosser. Zugleich Christenlehre für die Neukonsirmierten aus der Matthäusgemeinde. Vorm. 9% Uhr: Pfarrer Schwabe. Vorm. 11 Uhr: Kinderkicche für die Markusgemeinde. Pfarrassistent Hoffmann. Mittwoch, den 8. Juli, nachmittags 3 Uhr im oberen Gemeindesaal, Kirchstraße 9: Jahresversammlung des Oberhessischen Vereins für die Baseier Mission, wozu alle Missionsfreunde, besonders auch die Mitglieder unserer Missionsvereine, eingeladen werden. Herr Missionar Müller wird von der chinesischen Inspektionsreise berichten. « I n bei Johanneskirche. Vorm. 8 Uhr: Pfarrer Bechtolsheimer. Zugleich Christenlehre für die Neukonsirmierten ans der Lukasgemeinde. Vorm. 9 l / 2 Uhr: Professor D. Schian. Vorm. 11 Uhr: Kinderkirche für die Johannesgemeinde. Pfarrer Adolph. Abcnos 8 Uhr: Versammlung und Bibelbesprechung im Johannessaal. Katholische Gemeinde in Gießen. Samstag, den 4. Juli. Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gele- genheit zur hl. Beicht. Sonntag, den 5. Juli. 5. Sonntag nach Pfingsten. Vorm. 6% Uhr: Gelegenheit zur hl. Beicht. Vorm, um 7 Uhr: Die erste hl. Messe. Vorm» um 8 Uhr: Austeilung der hl. Kommunion. Vorm, um 9 Uhr: Hochamt mit Predigt. Vorm. 11 Uhr: Hl. Messe mit Predigt. Militärgottes- dienst. Nachm. 2 Uhr: (Et)ri[tenlel)rc; darauf Andacht mit Segen. Nachm, um \ x / 2 Uhr: Jungftauen-Kongregation. Diaspora': In L a u b a ch um 10 Uhr. In L i ch um 9 V 2 Uhr. BAD NAUHEIM Programm vom 5. Juli bis II Juli 1914. Sonntag, 5. Juli, nachm, von U/ 2 —6 Uhr, abends von 8—10 Uhr auf der Terrasse Konzert' der Kurkapelle Abends 8 Uhr im Kiirhaussaale Theater: Die spanische Fliege, Schwank. Montag, 6. Juli, nachm, von 4‘/ 2 —6 Uhr, abends von 8—10 Uhr auf der Terrasse Konzert der Kurkapelle. Abends 8 Uhr im Kurhaussaale Theater: Der Adele Bauer. Operette. Dienstag, 7. Juli, nachm von 4’/s—6 Uhr, abends von 8—10 Uhr auf der Terrasse Konzert der Kurkapelle. Abends 8 Uhr im Kurhaussaale Lustiger Abend von Professor Marcell Salzer. Mittwoch, 8. Juli, nachm, von 4*/s—6 Uhr, abends von 8—10 Uhr aut der Terrasse Konzert der Kurkapelle. Abends 8 Uhr im Kurhaussaale Theater: Eine Frau ohne Bedeutung, Schauspiel. Donerstag, 9. Juli, nachm, von 4—5‘/ 2 Uhr auf der Terrasse Konzert der Kurkapelle. Abends 8 1 /« Uhr im Konzerthaus Richard Wagner-Abend (IV. Sinfoniekonzert) der Kurkapelle unter Leitung des Königlichen Professors Hans Winderstein. Freitag, 10. Juli, nachm, von 4‘/s—6 Uhr, abends von 8—10 Uhr auf der Terrasse Konzert der Kurkapelle Abends im Kurhaussaale Theater: Wie einst im Mai, Posse. Samstag, 11. Juli, nachm, von 4—6^/s Uhr, abends von 8—iO Uhr auf der Terrasse Konzert der Kurkapelle des Artillerie-Regiments Nr. 61 aus Darmstadt. Patentierte Orininal-Reformkästen DasUoükotmnmte zur geordneten, staubsicheren Aufbewahrung. von " Formularen, Akten, Schnellheftermappen Noten, Zeichnungen, Katalogen, Waren usw. Unentbehrliches Hilfsmittel für Kaufmännische Büros, Behörden, Rechtsanwälte, Bankiers, Auskunfteien, Versicherungsgesellschaften etc. Zum Zusammenbau vollkommener Schränke 1 Einzigartig! Prospekte kostenlos durch die I nerreicht! Papier- und Hthlll Kiwitt ^elteisweg 83 Formular-Handlung /liUlll 'ölv Telephon 362 Einige Schränke sind dort aulgestellt und werden Interessenten zur Besichtigung derselben höflichst eingeladen. VQQQQQQQQQQQQQQQQQQQQQQQQQQQQQ«? 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