vl s ; a 7 Vsr»-,WM M Pf-, monatlich 't AxIMDtzlltch H —wn» | nt) lb«T, fiel tu» H,uS. Utp«ch«kt t» «HE* Hye*tti*n aber ra den Zweig. KMmM «O (Mrft«#*• — Redaklion: Gelter». w«S W. — DUr >»M»ahrunft oder Rücksendung nicht »rrian0ii Mnnochripte wird nicht garsnliert. Werl«» der Zeitung" G. m. b. » Nt. 51» kelep hon: Nr. 362. Expedition: -eltersweg 8S. Samstag, den 27. Juni 1914. Dich euer r,ge»l««) Anzeigenpreis is Pfg. * Me 44 mm breite Petit,eile für AuSwärt» 30 Pfg Die SO mm breite Reklame.Zeile 50 Pfennig Lxlrabeilagen werden nach Gewi,tu und Grütze berechnet. Rabatt komm! bei Ueberfchreitung des ZahlungS. ziele» >30 Tage), bei gerichtlicher Beitreibung oder t»n Konkurs in Wegfall. Platzvorschriften ohneBerbindü» Druck der Miehcucr «erlagSdruckcrci. Aldiu Mein. Telephon Nr. » 12 . 26. Jahlft. Der sterrog von Meiningen f. Herzog Georg II. von Sachsen - Mei - ingen ist am Donnerstag nacht 2.25 Uhr in Bad- vildungen im Wler von 89 Jahren gestorben. Georg II. war der Sohn des im Jahre 1882 ver- orbenen Herzogs Bernhard und einer Prinzessin von U )essen-lKass«i. Ms im Jahre 1866 Herzog Bernhard ie Regierung niederlegte, folgte er ihm auf dem Thron, -eine erste Tal war die Bereinigung Sachsen-Meinin- ens mit dem Norddeutschen Bund. Für Meiningen at er während seiner langen Negierungszeit Großes gern, so durch die Beseitigung des Streites über die her- oglichen Domänen. Die Hauptstadt des Landes ver- ankt ihm ihren Ausbau und vor allem den unerhör- J :n Aufschwung ihres Kunftlebens. Die „Meininger" - oben vom Hoftheater in Meiningen aus in ganz 5i Deutschland eine Reform des Bühnenstils durchgeführt, < nd Herzog Georg, der Regisseur auf dem Throne war ,r Lehrer und Leiter. Seit 38 Jahren stand an der -eite dos kunstsinnigen Fürsten eine frühere berühmte lünfllerin. Helene Franz, die er als Freifrau v. Held- | urg zu seiner morganatischen Gemahlin erwählte. Der ' , lteste Sohn aUs erster Che, Erbprinz Bernhard, ist er Gemahl der Schwester Kaiser Wilhelms II. Dreimal war der Herzog verheiratet. Zuerst mit l charlotte, Prinzessin von Preußen (f 1855), dann mit f feodore Prinzessin zu Hohenlohe-Langenburg sh 1872) md zuletzt mit Helene Franz (geb. 1839). Sein Rach- ll »lger ist Erbprinz Bernhard (geb. am 1. April 1851), § epnählt mit Charlotte Prinzessin von Preußen. Dieser LH« ist nur ein« Tochter (Fedora) entsprossen, die mit Irinz Heinrich Reuh j. L. oerheiratet ist. vom albanlfcben flulltand. DUrazzo. Die Hoffnung auf geordnete Zustände t wieder einigermaßen erwacht, um so mehr, als die v lerhandlungen mit den Aufständischen in den letzten Ta- > en begonnen haben. Die Rebellen verlangen in erster p time die Demission des Ministeriums Turkhan Pascha, , ann die Abschaffung der Kontrolllommission und ver- K hiedener Rogierungsangehöriger. Der Fürst beschwich- >gt sie, so gut es in feiner Macht steht. Alle ihre Wün- =1 he kann er selbstverständlich mcht erfüllen. Bon ihrem verlangen, einen muselmanischen Vorgesetzten aus dem 'hron von Mbanien zu sehen, kommen die Aufständi- 1! [•! ler im st ich jte m * an hA 60 d hen immer mehr ab. Der Bruder der Fürstin, Prinz Günther v. Schön- Urg-Waldcnburg ist hier «ingetroffen. Ein allgemeiner lrtiklerieangriff ist geplant, während die Stadtbatterien i« feindlichen Stellungen am Räsbul bombardieren :llrn. Auch soll die „Herzegowina" die Stellungen in er Richtung aus Kavaja Und bei Sasso Bianca be- hießen. ^ Für «in Freiwilligenkorps f ür A lba - > i e n, zu dessen Blldung von Privatleuten in Wien in Aufruf erlaffen ist, haben sich im Lause des Tages 200 Personen gemeldet. Insgesamt sollen 600 Mann zusammengebracht werden. Eine große Analst Freiwilliger sind ehemalige Offiziere sowie Studen- m und Aerzt«. Am MoMag ftüh soll eine Kolonne och Durazzo ab gehen. Anknüpsend an die Wiener Meldung über die Schaffung eines albanefifchen Armeeftam- t e s bemerkt die italienische „Tribuna", daß stalien diese Gedanken, dem auch andere Mächte im roßen und ganzen nicht Unsympathisch gegenüberstän- en, begrüßt und unterstützt. Danach sollen 3000 Mann infanterie und Artillerie unter Oberst Philipps und an- eren europäischen Offizieren in etwa 8 Wochen aus - «bildet werden, doch sei vorauszusetzen, daß der alte elstcr, die Christen gegen die Mohammedaner auszu- nelen, vermieden werde, weil sonst kein Ergebnis zu roarten sei. Ismail Kemal soll in B a l o n a und in den süd- chcn" Gebieten, wo er Einfluß besitzt, eifrig bemüht sein, n Freiwilligenkorps zu sammeln, um den orrückenden Aufständischen entgegen zu treten. Durazzo. Der deutsche Gesandte hat in Erwartung eines größeren Angriffes eine Lchnellfeuer-Kg- one von der „Breslau^ landen lassen. Es bestätigt sich, daß P r e n k B i b D o d a's puppen in der Stärke von 4000 Mann von den lebellen teils vernichtet, teils gefangen genommen worden sind. Auch sonst sind die Aus - ständischen allenthalben siegreich. Fast ganz Mittelalbanien ist in ihren Händen. Nach Elbassan und Fieri ist nunmehr auch Luschini gefallen, wobei auch einige deutsche Offiziere getötet wurden. Ismail Kemal B e y hat sich entschlossen, wegen der Balona drohenden Gefahr, mit den Aufständischen zu verhandeln. Politifcbc Rundfcbau. Deutschland. * Der Kaiser empfing an Bord der „Hohen - zcllern" den englischen Admiral und Kommandanten der englischen Schiffe zur Meldung und stattete später dem Admiral Scheer, dem Flottenchef, und dem Staatssekretär! v. Tirpitz auf ihren Flaggschiffen Besuche ab. * Der. Kaiser wird die Leipziger Buchgewerbe- Ausstellung am 4. oder 5» Juli besuchen. O Montenegro. * Der König und der Kronprinz von Montenegro sind zu längerem Aufenthalt in München angekommen und im Kontinentalhotel abgcstiegen. Xus Stadt ußd Land. * Die Großherzogin begab sich am Donnerstag nachmittag 3 Uhr mit Gefolge im Auto nach Bad-Nauheim, wohnte daselbst im Kurhaus dem Konzert zum Besten des Alice-Frauen-Vereins an und kehrte 8 l / 2 Uhr nach Jagdschloß Wolfsqarten zurück. * Verliehen wurde vom Groß Herzog dem Kabinettssekretär Dr. Wilhelm Wehner in Darm- stadt das Ritterkreuz 1. Klasse des Sterns von Brabant und dem Postsekretär Louis Dahmer in Gießen das Ritterkreuz 2. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen. n Gießen, 26. Juni. In der gestrigen Stadtverordnetenversammlung wurde der neue besoldete Beigeordnete, Herr EüntherJIrenzien durch Herrn Oberbürgermeister Keller in sein AMI eingeführt. r, Gießen. Nächsten SonMag besucht der D a r m- städter Gewerbeverein die Ausstellung. Er trifft gegen 10 Uhr ein. Um 1 Uhr findet «in gemeinsames Mittagessen in der Festhalle statt und danach Besichtigung der Stadt. n Gießen. Bei dem am 23. und 24. JuNi ab- gehaltenen Viehmarkt waren ausgetrieben 1496 Stück Rindvieh und 153 Schweine. Der nächste Viehmarkt findet am 7. und 8. Juli d. Is. statt; am letzteren Tage auch Krämermarkt (Kirschenmarkt). o Lollar, 27. Juni. Das Fest der goldenen Hochzeit feierten gestern die Eheleute Schmidt, die Eltern des jetzt amtierenden Bürgermeisters Schmidt, in geistig und körperlicher Frische. Der Vater Schmidt war viele Jahre Polizeidiener unserer Gemeinde. ! H o f h e i m> Die förmliche UMersuchung gegen den wegen Raubmord angeklagten Bäckergehilsen Flörsch ist nun von der Staatsanwaltschaft abgeschlossen. Die Vernehmung der beiden schwerverletzten Mbdchen wird erst in einigen Wcchen möglich sein, da sich ihr Befinden immerfort, aber nur langsam bessert. Das Befinden der ältesten Tochter ist noch sehr ernst und ist dieselbe meist bewußpos, während die jüngere sich viel wohler fühlt, aber das «ine Auge verlieren wird. Handelskammer Gießen. (Schluß.) 5. Eisenbah n°A ngelegenheiten. a) Das Kgl. Eisenbahn-Zentralamt Berlin als geschästsführende Verwaltung des Deutschen Staatsbahn-Wagenverbandes hat der Kammer «ine Bekanntmachung für die Verkehrs- treibenden übersandt, in der auf die im Herbst zu erwartende starke Inanspruchnahme des Wagenparks hingewiesen und gebeten wird, die rechtzeitige Befriedigung des Bedarfs an Güterwagen den Eisenbahnverwaltungen zu erleichtern. Demgemäß richtet die Handelskammer auch ihrerseits an die Verkehrstreibenden die Bitte, | zum eigenen Vorteil und zum Vorteil der Gesamtheit sich den frühzeitigen Bezug ihres Herbst- und Winter- bedarss angelegen sein zu lassen, das Ladegewicht der Wagen möglichst autzzunutzen und die Wagen möglichst schnell zu behandeln. Hierbei sei noch besonders darauf hingewiesen, daß bei Ausnutzung des Ladegewichts der Güterwagen von 15 und mehr Tonnen Ladegewicht in einer Reihe von Fällen ein Frachtnachlaß gewährt wird. b) Bon Seiten mehrerer Mitglieder der Kammer wurde Klage darüber geführt, daß in dem Personen- Zuge 530 (ab Fulda 6,49 Uhe N., an Gießen 9,51 N.), welcher 7.19 Uhr N. in Salzschlirf abgeht, an Sonn- und Feiertagen großer Platzmangel herrscht. Die Kammer hat sich deshalb in einer Eingabe an die König!. Eisenbahndirektion Frankfurt a. M. mit der Bitte gewendet, für die Beseitigung dieses Mihftandes durch Einstellen eines oder mehrerer Wagen Sorge zu tragen. c) Auf Anregung der Kammer ist der Anschluß in Köln vom Zuge D 248 von Holland an den Zug 82 nach Gießen zum 1. Mai d. Is. hergestellt worden. Der Zug D 248 trifft um 6,03 Uhr N. in Köln ein, D 82 fährt um 6,13 N. daselbst ab. d) Zur Verbesserung der Zügverbindung zwischen Gießm und den Orten der Strecke bis Nieder-Walgern nach den Orten der Linie Nieder-Walgern-HerbvrN hat die Kgl. Eisenbahndirektton Frankfurt a. M. auf eine entsprechende Eingabe der Kammer den Personenzug 795 zum Anschluß an den Personenzug 703 von Frankfurt a. M. früher gelegt und bis Nieder-Walgern durch- geführt (an 1,40 Uhr, N.), wo er unmittelbaren Anschluß' an den 1,50 Uhr N. abgehenden Personenzug 3376 hat. e) Die Herstellung einer späteren Abendverbindung von Kassel nach Frankfurt m M., um welche sich die Kammer schon sett Jahren bemüht, muß wegen dringender Bedürfnisse auf anderen Strecken zunächst noch zurückgestellt werden. f) Ebenso war die Kgl. Eisenbahndirekticn Frankfurt a» M. nicht in der Lage, dem dringenden Ersuchen der Kammer, betr. Wiedereinschaltung des Aufenthalts des Ei lz Uh es 2 2 7 Gießen-Fulda (Gießen ab 2,16 Uhr N.) in Mücke zu entsprechen. Der Aufenthalt mußte aufgehoben werden, um die Kreuzung in Alsfeld mit dem Eilzuge 228 Fukda-Eießen (Alsfeld ab 3,26—3,28 Uhr N.) und die pünktliche Durchführung beider Eil- züge sicherzuftellen. Indessen! dürsten hierdurch allgemeine Verkehrsinteressen mcht geschädigt werden, weil den Beteiligten die Personenzüge 525 und 527 (Gießen ab 12,08 und 3,33 Uhr N.) zur Verfügung stehen und der Zug 5,27 Uhr N. unmittelbaren Anschluß an den Zug 4274 nach Hungen (Mücke ab 4,27 Uhr N.) erreicht. g) Die von der Kammer beantragte Weiter- f ü h r U n g des P e r f o n e n z u g e s 4 21 auf der Strecke Weilburg — Wetzlar (Weilburg ab '4,57 Uhk V., Wetzlar an 5,37 Uhr V.) bis Gießen, konnte die Kgl. Eifenbahndireftion Frankfurt a. M. nicht in Frage ziehen, da die Besetzung vorausschtlich «ine viel zui geringe wäre. Die Weiterführung dieses Zuges würde seine FrüherleguNg auf der Strecke Weilburg^— Wetzlar um 20 Minuten erfordern, weil sein Material für den Zug 422 (Wetzlar ab 6,02 Uhr V., Weilburg an 6,42 Uhr V.) verwendet werden muß. Die Später- legung des Zuges 422 ist aber wegen des nachfolgenden Schnellzuges D 126 und seines Eegenzuges 423 (Weilburg ab 6,54 Uhr V., Gießen an 7,58 Uhr V.) nicht möglich. Mit Rticksicht auf die geringe Zahl der von der StreckeWeilbuhg—Wetzlar in Betracht kommenden Personen und die empfindliche Schädigung andererseits, die sich für die zahlreichen JnteresseMen dieser Strecke durch die Früherlegung des Zuges 422 um 20 Minuten ergeben würde, nmßte die Kgl. Eifenbahndirek- iion hiervon Mstand nehmen. h) Trotz wiederholter Ablehnung ihres Antrages hat sich die Handelskammer von neuem bei der Königlichen Eisenbahndirektion Franffurt a. M. für die B e - sörderüng des Personenzuges 542Grün- berg — Gießen (Gießen an 6,34 V.) an Sonn- und Feiertagen verwendet. i) Mf Antrag der Kammer wurde die Station Lollar mit Wirkung vom 1. JuUi d. Is. in den Ausnahmetarif 4 für Eisen und Stahl im Verkehr nach Hallingborg und Malmö einbezogen. k. Zur Klärung einer schwebenden TarisieruNgs- frage ist der Kgl. Eisenbahndirektion Elberfeld ein Gut- Jede verständige Mutter gibt ihren Kindern Kathreiners Malzkaffee. Denn Kathreiners Malzkaffee erhält die Kinder frisch und kräftig und macht den Kleinen die Milch schmackhaft. Tausende von Ärzten empfehlen ihn. achten über den Begriff „R a d i a t o r e n" (Röhren für Heiz- und Kühlanlagen) sowie über deren Produktions- Preisverhältnisse u. dgl. erstattel worden. 6. Mitteilungen. Von unterrichteter Seile liegen der Kammer noch folgende Mitteilungen vor: a) In New-?)ork hat sich eine Deutsch-amerikanisch; Handelskammer unter dem Namen Chamber of GermamAmerican Commerce konstituiert. 2) b) Die Semliner Lagerhäuser der Landeslagerhäuser A.-G. bitten die Kammer, Interessenten davon in Kenntnis zu setzen, datz sie in der Lage sind, bei der lbwickelüng des Verkehrs mit dem Balkan, insbeson- ere mit Serbien, bedeutende Vorteile zu bieten. c) In der Kammer vorliegenden Ausrufen fordern >ie Deutsch-Türkische Vereinigung sowie der Deutsch - ihinesitche Verband zum Beitritt aus. d) Das Konsulat der Republik Columbien in Mainz teilt der Kammer mit, daß ihm der neue Zolltarif, der nunmehr Gesetzeskraft erlangt hat, zugcgangen ist, und datz das Konsulat zu Auskünften über Zollerhöhungen und Zollverminderungen gerne bereit ist. e) Durch das Staatssekretariat des Reichsmarineamts wurde der Kammer ein Verzeichnis der Ende 1913 bestehenden, in das Handelsregister des Kaiser!. Gerichts in Kiautschou in Tsingtau eingetragenen nicht chinesischen Firmen nebst Veränderungsliste sür 1913 zür Verfügung gestellt. f) Das Reichspostamt hat der Handelskammer zwecks Einbürgerung des Postscheck Verkehrs einige Drucksachen sowie die neuen Muster für Zahlkarlen, Vordrucke mit anhängender Zahlkarte nebst einer Beschreibung übersandt. g) Das BerwaltuNgsressort der Kaiserlichen Werst in Wilhelmshaven hat der Kammer die bei Lieferungen für die Marine gültigen technischen Bedingungen zur Einsichtnahme sür die Interessenten übersandt. h) Vertrauliche Berichte über die wirtschaftliche Lage in der asiatischen Türkei, Verschlechterung der Geschäftslage in Harbin (China), Winke für die Einfuhr aus Griechenland, Tätigkeit der neuseeländischen Handels - agentcn und Warenlieferungen nach Neuseeland und zweifelhafte Firmen in Bulgarien, Frankreich, Griechenland, Erotzbritannien, Russland, Serbien, asiatische Türkei. '■I Nähere Auskunft über vorstehende Mitteilungen erhalten Interessenten auf dem Sekretariat der Handels - kammer. Au$ aller (Uelt. Der Kaiser Wilhelm-Kanal ist wesentlich vergrötzert worden, so datz jetzt die Ghotzkamps- schiffe der Marine fortan den Kanal passieren können. SteckenpM-Siifi die beste Lflienmilth-Seife von Bergmann & Co., Radebeul, für zarte weiße Haut und ::: Bonn, 26. Juni. Der Professor der Zoologie A. König vermachte der Universität sein neuerbautes H a ü s im Werte von mehreren Millionen. ::: Essen, 26. Juni. Bei der Firma Krupp wurde ein Vorzeichner, namens Andreas Wiederhoid, verhaftet. Er soll Staatsgeheimnisse an eine auswärtige Macht, wie es hciht, an Frankreich, verraten haben. ::: Düsseldorf, 25. Juni. Wegen Landesverrat sind hier 3 Personen festgenommen worden. Sie sind verdächtig, an eine fremde Macht Material geliefert zü haben. ::: DukSs bürg. Für die Wohnungsnot kinderreicher Familien im Industriebezick sind folgende Vorfälle charakteristisch: Seit dem 1. Mai haust hier eine Familie mit 7 Kindern, die keine Wohnung bekommen kann, in einer Selterswasserbude an der Arndtstratze u. eine andere mit 4 Kindern in einer Remise an derselben Strätze. Zu diesen zwei Familien, deren Möbel in einem Stalle bei der Polizei untergebracht sind, wird vcraussichklich zum 1. Juli noch ein« Familie, ebenfalls mit 7 Kindern, kommen. Dieser ist am 2. Pfingsttage gekündigt worden, und es ist ihr trotz eiftigen Suchens bisher nicht gelungen, irgend eine Wohnung ausfindig zu machen. Es dürfte noch in Erinnerung sein, datz kürzlich ein Arbeiter aus Duisburg, Vater einer kinderreichen Familie, Selbstmord verübte, weil es ihm nicht gelang, eine Wohnung zu finden. ::: Briest »rägerkrieq in Paris. Unter den Pariser Postangeschllten herrscht schon seit einiger Zeit Erregung, da der Senat die Erhöhung derWoh- nungstzeldentschädigung für die Bnesträger abgelehnt hatte. Diese veranstalteten daher mehrere Kundgebungen. Ms die Polizei einschritt, kam es zu' einem Auflauf. Zwei Briefträger wurden verhaftet, ein Postinspektor wurde geprügelt, und die Polizeibeamten muhten sich zurückziehen. Etwa 600 Bnesträger verbarrika- diecken sich dann im Innenhose des Hauptpostamtes und liehen sich durch das Gitter hindurch Lebensmittel bringen. Die Post nach der Provinz sowohl wie nach dem AuSlande konnte nicht abgehen. Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinde in Gießen. Gottesdienst. In der Stadtkirche. Sonntag, den 28. Juni, 3. nach Trinitatis. Vorm. 8 Uhr: Pfarrer Schwabe. Zugleich Christenlehre für die Neukonsirmierten aus der Mackusgemeinde. Vorm. 9^: Uhr: Pfarrer D. Schlosser. Beichte und hl. Abendmahl sür Matthäus- und Mackusgemeinde gemeinsam. Anmeldung vorher bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten. Vorm. Ilss^ Uhr: Kinderkirche sür die Matthäus -Gemeinde. Pfarrassistent Hoffwann. In der Iohanncskirche. Vorm. 8 Uhr: Pfarrassistent Hoffmann. Zugleich Christenlehre für die Neukonfirmiecken aus der Johannesgemeinde. Vormittags 9% Uhr: Pfarrer Bechlolsheimer. Vorm. 11 Uhr: Kinderkirche für die Lukasgemeindc. Pfarrer Bechtolsheimer. Katholische Grmeinde in Gießen. Samstag, den 27. Juni. Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Geh genheit zur HI. Beicht. Sonntag, den 28. Juni. 4. Sonntag nach Pfiihgstem Vorm. 6 Y t Uhr: Gelegenheit zur hi. Beicht. Vorm, um 7 Uhr: Die erste hl. Messe. Vorm» um 8 Uhr: Austeilung der hl. Kommunion. Vorm, um 9 Uhr: Hochamt mit Predigt. Vorm. 11 Uhr: Hl. Messe mit Predigt. Nachm. 2 Uhr: Christenlehre; darauf Andacht mit S> gen. Freitag vormittag um 6 Uhr fft Segensmesse. Diaspora: In G r ü n b e r g um 9% Uhr. In Hungen um 9 l A Uhr. Verantwortlich: 911 b i n Klein, Giessen. Bad-Nauheim. Zum Berten der internationalen Roten-Kftuz-Uerelne veranstalten am 25. und 26. Juli im Kurhaus Bai Nauheim Damen hiesiger Geselffchaft einen — Bazar ------- und bitten hierdurch alle Freunde dieser guten Sack um freundliche Unterstützung. In 8 Verkaufsbuden so len praktische Gebrauchsgegenstände ausgelegt oder i einer grotzen Tombola verlost werden, hessische Kuckst i besonders berücksichtigt. Kalte Buffets, Tee- und Kafft stubcn sorgen für das leibliche Wohl, während ein am erlesenes Liebhaber-Ueberbrettl beste Unterhaltung bi len wird. „Das Geschäftszimmer Kurhaus Bad-Nar heim" nimmt schon jetzt Gaben gern entgegen, man bi tel jedoch, solche nicht später als bis zum 20. Juli hi« her gelangen zu lassen. Die Damen des Borstands: Frau von Frankenberg und Pvoschlitz, Frau Kapse Frau- Nebel, Frau Scriba, Frau von Schenck zu Schweinsberg. Erbitterte Feinde des Menschen sind die in ihrer vc derblichen Wirksamkeit von der Wissenschasi immer mehr belem toten Bakterien, die in unermehlichcn Scharen jeden Augenbl unser Dasein umlauern. Ihnen gegenüber ist der Mensch so nur aus die Abwehr dadurch angewiesen, dass er ihnen möglick wenig Angriffspunkte bietet, und das fird vorzüglich ofsei Wuitde» nstv. Ost bringt cs jedoch der Berus mit sich, dah mc sich bei aller Vorsicht eine Verletzung zuzieht und da ist es der ein Gebot der Selbsterhaltung, sür schleunige Beseitigung i» Wunde zu sorgen. Hierbei ist es von Wert, sofort ein gecignen Heilmittel aa der Hand zu haben und als solches ist wegen ihr, vorzügliche» Eigenschastcn die altbewährte Rino Salbe st'hr / ewpschlen. Rino-Salbe heilt Geschwüre und Abzeffe mit dersrlb» überraschenden Leichtigkeit und Schnelle wie Wunden und Hau Verletzungen aller Art, und hat dabei, weil völlig frei von schä lichcn Bestandteilen, keinerlei schädliche Nebenwirkungen. 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(Cm mit dem Unterkleid übereinstimmender, seidener Kürtet »mschlieht die Taille. Schnitt zur Bluse unter llr. 4 dz» in 40. 42, 44. 4S, 48. so. 62 cm halber Oberweite 60 Pf., zum Rock unter Nr. 333 , in 96, 100, 108, 116 cm küst- weite 80 Pf. Nr. 370 *. Dieses hochelegante Gesellschaftskleid besteht aus einem malven- farbencn, seidene» Unterkleid, dem ein« kleine Schleppe angeschnitten ist, und einem Ucberkleid aus scegrünem Seiden- volle. Uebcr die anliegende malven- saibcnc Taille fallen die losen Htmono- tcile aus dem Scidenvoile, deren tiefer, spitzer Ausschnitt mit einer dekorativ wirkende» Silberborte umrandet ist, die sich an den kurzen 44imonoLrmeln wiederholt. Die vorn und hinten in sehr spitzen Zipfel» auslaufende Tunika ist ebenfalls mit breiter Silberborte eingefaßt und am äußersten Lnde mit einer schweren Silberguast« belastet. Der originelle Gürtel tritt vorn und im Rücken seitlich mit einer Ecke auf die spitz zugeschnittcnen Blusenteile. Lin schwarzer Samtumhang. mit Silber- Ivenn uns nicht alles täuscht, wird Mt Damengarderobe in der kommenden fkrifon ein recht wechselvolles Bild »Uten. Aus all dem Wirrwarr der Mannigfaltigen versuche namhafter Klodekünstler sind endlich einige trag- Bar« und deshalb brauchbare Modelle hervorgegangen, die zahlreiche Varia, tionen zulasten und fich vorausfichttich auf die Dauer behaupten werden. Da find vor allem di« Tuniken, die in den verschiedensten Sormen und Stoffen dem neuesten Geschmack angepaßt sind und sowohl in geradem Schnitt als auch panierartig, eiersörmig, spitz zulausend und abgerundet, genug: aus alle mögliche Art den Röcken aufgeordnet werden. Die gerade Linie scheint jetzt endgültig einer etwas gerundeten Platz zu machen, immerhin aber scheinen die Srauen absolut keine Neigung zu haben, zur .Ventre-Mode" überzugehen, sür di« in Paris ausgiebigste Propaganda gemacht wurde. was nun den geschlitzten Rock an- betrifft, so ist dabei gegen einen kleinen Schlitz am unteren Rande nichts einzuwenden, ja er wird fich bei Röcken, die oben etwas bauschig gehalten, unten jedoch wieder enger werden, oft sogar als nötig erweisen. Geschlitzte Röcke jedoch, die die unteren Extremitäten bis an, ^ni« und oft noch darüber hinaus sichtbar werden lasten, sollten von jeder anständigen Dame gemieden werden, vor allem erfreut sich der Staffelrock, auch Stufen- oder Ltagenrock genannt, wegen der zwei oder drei übereinander- fallenden Teile, aus denen er zusammengesetzt ist, großer Beliebtheit, Jn Verbindung mit einer Russen, oder Schoß- bluse bildet der Schoß oft eine (Cr- gänzung zu den Staffeln des Rockes. Nr. 4öj*. Ll-id iiiil ci,8rniijer Tunika. Nr. 670*. vestlllchaststleid Mit ziplltger Tunika. Zu den glatten und den plisseerocken werden Schoß-, Lrack- und Russenblusen ebenfalls »och gern ge. nommcn, wie die Röcke, so sind auch die Blusen und Taillen gewissermaßen „völliger' geivorden. Zwar ist die Arnckugel meist »och angc. schnitten, doch wird ihr der untere Aermelteil — glatt oder gebauscht, rund oder eckig — angcsetzt. Sür die Straße wird zum kerbst das Jackenkleid eine bevor- zugte Stellung cinnehmen und der Mantel wohl nur für die Kalle Witterung in Einspruch genommen werden. Der pelz ist beliebter, denn je zuvor, und wird nicht nur für die Straße an Jacken und Mänteln benutzt, auch die dusligsten Spitzen-, (Chiffon-, Tüll- und andere derartige Gewebe, die wir zu Ball- und Gesellschaftskleidern zu verwenden pflegen, werden mit schmalen pclzröllchen garniert und mit den zartesten Blumen zusammen verarbeitet, da der pelz, der früher nur im Winter lei vorgeholt wurde, jetzt an keine Zeit gebunden ist. Lr wird sogar im Sommer von den Damen getragen, die ihn, besonders an Kühlen Abenden, als Stola oder breiten Pelzkragen gern um die Schulter schlagen. warum auch nicht? Bekleiden wir UNS Loch im kältesten Winter mit den leichtesten und klarsten Blusen I Sei der Mode ist eben kein Ding unmöglich, und besonders in unseren Tagen ist sie von einer taunen- Ha-Iigkeit, daß wir oft nicht wiffcn, woran wir eigentlich sind, und stets auf neue, sonderbare Ucbcrraschungen gefaßt sein müssen. Selene Grube. tte. 4*14. Dlei* mit abllechender Schoßtoitle. 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Und nun fühlt sich in der Tat meine Frau durch dessen eiuf. schriftliche Anordnungen wieder ganz wohl u. gesund Conrad Knauft, Landwirt und Gemeinderechner in Niedergrenzebach, Kr. Ziegenhain (Bez.Cassel). an jedermann auch geg, Raten- Bar Geld rückzahlg., reell, diskret u schnell verleiht Carl Winkler, Berlin 808, Friedrichstr 113 a; Provision erst bei Auszahlung, täglich eingehende Dankschreiben. Vorzüglicher Geldscnrank direkt vom Lieferanten äusserst billig abzugeben. Offerte unter 4876 an die Exp. dieses Blattes. Jung. Mädchen 21 Jahre alt, welches im Kochen und sämtlichen Hausarbeiten bewandert ist, sucht Stellung zum 1. Juli bei älterem Ehepaar oder einzelner Dame. Offerten unter 4910 an die Expedition dieses Blattes. **********