Vepl-rysM 10 pfg. monatlich Mirt AMe Uch » WG, »n»ilzablb»r. srrt tn» H,u» t» Ml^W» G^pedtrwn oder tn den Zwetz- Mittt»,ch» »ch »,««,,». — Redaktion: Teller». I»«g W. — KOr «»W»»»hrunfl »der Rücktendung nicht ,e»t«W»er vi nnn skr tti ie wird nicht zanmtieri. W«ei«I der „»ietzener Zeitung" G. m. b. H. Nr. L«. Anzeigenpreis 15 pfg. ^ die 14 mm breite Petitzeile für AuSwärtr SO Pfg Die 90 mm breite Reklame. Zeile SO Pfennig Iterrweg 85. Extrabeilagen werden nach Gewicht und Grübt berechnet. Rabatt kommt bet Ucberfchreilnng de»Zahlung», jtelcr (30 Tagef, bet gerichtlicher Beitreibung oder vei Konkurd in Wegfall. Platzvorfchrlftcn ohneBerbindlichlei.. Lxpedltio«: re _ Druck der Gicgcncr BcrlagSdruikcrci. Albt« Klein. Telephon: Rr. SW. _ Mittwoch, VM 24. JUNl 1914. Telephon Rr. »«S. 20. Iahkst. vom albanischen Nulslaild. ' Durazzo, 23. Juni. Der Fürst hat Meh- med Bei Konetza zum Minister des Aeuhern ernannt. Durazzo. Die deutsche Gesandtschaft hat zu ihrem Schuhe um 60 Matrosen vom Kreutzm „Breslau" gebeten. Diese wurden sofort gelandet. Durazzo, 23. Juni. Die Lage des Mbret, die in den letzten Wochen so gefahrvoll war, scheint sich jetzt, dank dern energischen Vorgehen der Großmächte, z» bessern. Die Rebellen wären zwar mit dem Hose von Durazzo vielleicht fertig geworden, indessen den Schiffs- kanoncn und den fremden Truppen sind sie doch nicht gewachsen. Das sehen sie auch ein und deshalb wollen sie klugerweise mit dem Mbret in Verhandlungen treten. Heute sollen sie auf der LaguNenbrück« beginnen. Die Lagune legt sich wie ein gewaltiger Festungsgra- ben an die kaum eine halbe Quadratmeile umfassende und nur durch zwei schmale Landzungen mit dem Feft- lande verbundene Insel an, auf der Durazzo liegt. Während man von Norden aus die Lagune umgehen und auf dem schmalen und langgestreckten Verbindungszipfel auf die Insel und nach Durazzo gelangen kann, hat man von Süden, also von Schiak bezw. Rästbul aus, auf dem Wege nach Durazzo eine Brücke zu passieren, die über einen die Lagune mit dem Meere verbindenden Graben führt. An dieser Brücke, d. h. unmittelbar vor den Gcschützmündmrgen der fremden Kriegsschiffe in der Bei von Durazzo, sollen die Verhandlungen stallfinden. Die Brücke ist außerdem noch durch viele Schützengräben und ein Schnellfcucrgeschütz gesichert. — Es heiht nun, dah die Rebellen von Schiak zur Unterwerfung bereit sind. Sie wollen die Regierung des Fürsten und die albanische Flagge anerkennen. Uvber die Vorgänge in Albanien liegen folgende Depeschen vor: Aus Skutari wird gemeldet: In der letzten Zeit konnte vielfach festgeftcUt werden, datz aus Montenegro ein umfangreicher W affenschmuggel nach Albanien zugunsten der Aufständischen getrieben worden ist. Demzufolge wurden strenge Grenzmahnahmen gegen Montenegro verfügt. Durazzo, 23. Juni. Nachdem ein zweitägiger Waffenstillstand mit' den Aufständischen abgeschlossen worden ist, scheint ein Teil von ihnen jetzt zur b e - ding Ungs losen Unterwerfung bereit zu sein. Mit den Südtruppen bei Semeni und den Nordtruppen bei Slinza ist die Verbindung hergeslellt. — Das Offizierskorps des hier «ingetroffcnen deutschen Kreuzers „Breslau" ist gestern nachmittag vom Fürsten empfangen worden. Wie in Durazzo verlautet, sollen die Aufständischen bereit sein. Frieden zu schlieszen. Sie verlangen jedoch Belastung der Waffen Und volle Amnestie, und Um des Raiters willen. (Schluß.) „Genug, Herr Kaiser, treiben Sie Ihre» Spott nicht weiter mit mir. Geben Sie den Weg frei, dah ich wieder herau^komme", fuhr Aenne empört auf und wollte hinauseilen. „Füllt mir im Traum nicht ein", lachte der Unverbesserliche, spreizte Arme und Beine aus, um ihr den Ausgang zu verwehren. „Was geht denn hier im Korridor, vor?" lieh heb von "oben eine Helle Frauenstimme vernehmen. Lieselottes Eltern kamen die Treppe herunter, um den von ihrem Töchterchen angekündigten, unerwarteten Besuch zu begrühen. v _ . „Um Hilfe, Schwesterchen und Schwager, das kleine Fräulein Aenne Groh tötet mich mit ihren Blicken Und will Reihaus nehmen, weil ich noch keine Fran habe und ich nicht Lieselottens Vater bin. Ach, Schwager Kurt, willst Du mir nicht Deine Vaterschaft für kurze Zeit' abtreten? ries Mar in erheuchelter Verzweiflung seinen Verwandten zu. Diese muhten nicht, wie sie sich das Korndordrama ausdcuten sollten. Dort an der Tür der ausgespreizte, sidcle Mar, eiftigst bemüht, die junge, ftemde Dame zurückzuhalten, die vergeblich dem Ausgang zusteuern wollte. Aenne Groß wandte sich jetzt dem Ehepaar zu: „Verzeihen Sie bitte, meine Herrschaften, ich verweigern die Stellung von Geiseln. An ihrem Standpunkt dürste ein etwaiger Versöhnungsversuch abermals scheitern. Durazzo. Das neutz freiwillige Artille r i st e n k o r p s hat den p r e u h i s ch e n Offizier von der Lippe zum Kommandanten berufen, der seinerseits den holländischen Offizieren unterstellt ist. Der Fürst erklärte sich damit einverstanden. Der geplagte Fürst Wilhelm hat aber auch noch andere Sorgen. Kriege kosten Geld und er hat keins. Wie wir aus gut unterrichtetet Quelle hören, befindet sich der Fürst von Albanien in schwerer finanzieller Bearängnis. Sowohl die Verwandten des Fürsten, die Familie Wied, wie auch die Angehörigen der Fürstin, die bekanntlich eine Prinzessin von Schönborn-Wald enduNg ist, und aus Sachsen stammt, haben bedeutend Wittel hergegeben, um des Fürsten Stellung zu Durazzo zu stärken. Der Bruder der Fürstin, Prinz Günther von Schönburg-Waldenburg, reiste am Montag von Bukarest ab und ist inzwischen wahrscheinlich in Durazzo angekommen. Hoffentlich kommt die Hilfe nun doch noch zur. rechten Zeit. Die Gründung der Albanischen Staatsbank ist gesichert. Das Kapital wird 75 Millionen betragen, zu dem sämtliche Mächte mit gleichen Anteilen beitragen. Oesterreich und Italien werden die Direftion beistellen. Politifcbe Rundfcbau Deutschland. * Der nationalliberale Reichstagsabgeordnete und langjährige Parteiführer, der Mannheimer Rechtsanwalt und Stadtrat Ernst Bassermann, vollendet am 26. Juli sein 60. Lebensjahr. Innerhalb der nationalliberalen Partei werden zu diesem Tage g r o h e Ehrungen vorbereitet. * In einer Zentrumsversammlung in Berlin erklärte der Abgeordnete T r i m b o r n, die bürgerlichen Parteien mühten sich aufraffen und die Regierung müsse «inen Arbeitsplan vorlegen, der durch das Zusammenarbeiten der bürgerlichen Parteien durchzuführen sei. Bei der zielbewuhten Arbeit gegc»r die Sozialdemokratie habe die Regierung die Führung zu übernehmen. * Die Zweite badische Kammer hat den Staats- vertrag zwischen Baden Und Hessen über den BaU einer Eisenbahn von N e ck a r st e i n a ch nach SchönaU im Odenwälder Steinachtal einsttmmig ge- nehmig,. . ' In D a r m st a d t hat der Parteitag der hessischen Fortschrittlichen V o l k s p a r t e i ge- . tagt. Parteisekretär K u h l m a n n gab den geschäst - lichen Jahresbericht. Landtagsabgcordneter Henrich gab in Stellvertretung des erkrankten Landeskassiereis Sanitätsrat Dr. Kolb den Kassenbericht. Landtagsab- gcordnetcr Prof. II r ft n b 1 erstattete den Bericht der Landtagssraktion. Abg. Henrich erstattete ein Referat über die politische Lage in Hessen und über die bevorstehenden Landtagswahlen. Nach kurzer Debatte, an der sich auch Reichstagsabgeordneter Kopsch beteiligte, wurde einstimmig folgende Resolution angenommen: „Die Partei tritt in den Wahlkamps ein mit der Parole: für die politische, kulturelle und wirtschaftliche Vorwärtsentwik- kelung des Landes und gegen alle diejenigen, die die Entwickelung hindern. Demzufolge ist jegliches Zusammengehen mit den Parteien der Konservativen, des Zcir-- trurns, des Bauernbundes, des Bundes der Landwirte und der Antisemiten ausgeschlossen, ebenso eine Unterstützung der Kandidaten dieser Parteien. Der Engere Ausschuß ist ermächtigt, die zur Einleitung der Wahlbewegung erforderlichen Schritte zu unternehmen und etwaige Verhandlungen mit andere» Parteien zu führen. Wahlabkommcn der Einzelvereinc mit anderen Parteien dürfen nur nach vorheriger Verständigung mit dem Parteivorstand abgeschlossen werden." ' Der 9. Kongreß der freien Gewerkschaften Deutschlands wurde in München im , großen Saale des Münchener Kindl-Kellers eröffnet. Aus dem Rechenschaftsbericht der Generalkommission ist zu entnehmen, dah an Arbeitslosenunterstützungen gezahlt wurden im Jahre l91l: 7 368 975 Mk.,' 1912: 8 920 342 Mark und 1913: 13 037 435 Mk. Die Zahl der Abonnenten der Arbeiterjugend ist von 54 000 aus 104 000 gestiegen. Die gewerkschaftlich-genossenschaftliche ! Versicherungsgesellschaft „Volksfllrsorye" hat im ersten j Jahr ihres Bestehens 74 776 Versicherungsanträge mit j einer Versicherungssumme von 13% Millionen aufzu - : weisen. Für Streiks und Aussperrungen wurden in den letzten Jahren 1 573 145 Mk. a» Unterstützungen autz- gegcben. Oesterreich. " Wien. Der Kaiser empfing den albanischen Gesandten Suraya Bei Vlora in Audienz. Der Gesandte überreichte sein Beglaudigungsschreiben. Frankreich. * Frankreichs Staatsschulden betragen nach Ausnahme der neuen 800 Millionen-Anleih« 32 Milliarden Francs. * Präsident P oincaree hat offiziell dem Hose in Stockholm mitteilen lassen, dah-er am 24k Juli dem König Gustav einen Besuch abstatten werde. * Nach einer Meldung aus Toulon wird der ' russische Generalstabschef Russin sich heute in Be- „Ne, ne, ich bin Erster", rief jetzt Mar Kaiser, verlieh rasch seinen Tskrhüterp osten und stellte vor: „Fräulein Aenne Groß, Lehrerin aus Dingsda im Belgischen, werdende Frau Mar Kaiser, Leutnant der Reserve und Diplomingenieur — Berlin. Mein Schwager Direftor Kurt Sluniberg, ebenfalls Leutnant der Reserve — meine Schwester, geborene Else Kaiser." Sekundenlanges Schweigen folgte der Vorstellung. Erstaunen und Zweifel kennzeichneten sich in den Mienen der Vorgestellien. , .. . .. „ , „Meinen herzlichsten Glückwunsch beidersetts, lreh sich Herr Stumberg zuerst mft seiner tiefen Grabesftrin- me vernehmen uni, schüttelte seinem Schwager und der ganz verdutzt dreinschauenden neuen Schwägerin herzlich die Hand. .. „Sichst DU, Else", wandte er sich letzt lachend an sein« "Frau, „jetzt bekommt Mar doch noch eine Frau ohne Dein Dazutun." Du Teufelsjunge", schimpfte Frau Else, gab dem Bruder einen flüchtigen Kuh und Umarmte und kühle Aenne immer und immer wieder. Sanft löste sich diese aus der Umarmung und stotterte verlegen: „Ich verstehe nicht, gnädige Frau —— „Was — gnädige Frau?“ Für Dich bin und bleibe ich „Else", Du kleiner, lieber, reizender «obold. Du bist viel zu schade für den Frechdachs von Mar Aber, ich bin ja überglücklich, dah er endlich gewählt hat. Da wir verwaist sind, blieb mir doch nichts anderes übrig als Mutterstelle an ihm zu vertreten, oo- schon Mar noch zwei Jahre älter ist als ich. Nun ist er in Berlin, und ich bin inKöln, da soll der Kuckuck einen so großen Bengel bemuttern", sprudelte die redelufttge junge Dame hervor und sah dabei Aenne glückselig in die Augen. „Aber ich — —“ „Ach, Else, Hunger, Hunger, Hunger haben wir alle Drei von der Kaiserbesichtigung mitgebracht", schnitt Mar absichtlich Aennes Rede ab. „Ach ja, verzeiht, ich will eben noch ein Gedeck mehr auftragen lassen", entgegnete Frau Else und verschwand in der Küche im Erdgeschoß. ^ „Und ich will inzwischen das edelste Nah aus dem Keller holen zur Feier des Tages", rief ihr Gemahl und beeilte sich nach dem Keller zu gehen. Das Brautpaar war allein. „Um Gottes willen, Herr Kaiser — —“ „Mar", verbesserte der Schelm. „Wie soll das enden?" rief jetzt Aenne in heller Verzweiflung. „Mit einem delikaten VerlobUngsschmautz, mein« liebe, lurzige, kleene Aenne. Bin ich denn ein so unausstehlicher, schrecklicher Europäer, dah Du mir nicht ein wenig gut sein kannst, und mir nicht einmal den Verlobungskuh geben willst?" Dabei sah er sie so bittend mit seinen Schelmenaugen in ihr verwirrtes, glückstrahlendes Gesicht, dah sie die Augen niederschlUg-- und sein« Küsse duldete. „So nun bist DU verrazt", flüsterte er ihr ins Ohr, „und mir auf Leben und Tod verfallen." gleitustg des französischen Marine-Eeneralsisabs - chefs Pivet an Bord des Panzerschiffes „Lourbes" einschiffen, um insbesondere den Schießübungen der Kriegsflotte an der Küste von Korsika und sodann mehreren Flottenmanövern in der Nähe von Toulon beizuwohnen. Handelskammer Gienen. Gießen, 8. Juni 1914. Anwesend sind die Herren: Geh. Kommerzienrat S. Heichelheim als Vorsitzender, Kommerzienrat Schirmer als 1. stellvertretender und Kommerzienrat Erüne- waid als 2. stellvertretender Vorsitzender, Friedverger, Kommerzienrat Hoos, Jhring, Noll, Nowack, Rämspeck, Rinn, Stammler, Vollmüller, Dr. Zeidler, Syndikus, Dr. Buderutz, wissenschastlicher Hilfsarbeiter. 1. Die Wirkungen des hessischen E e- m ei nde Umlagengesetzes. Vielfache Klagen aus den Kreisen der Kaufmannschaft des GrohherzogtuNrs über die Wirkungen des neuen Eemeindeumlagengesetzes, besonders hinsichtlich der Gewerbe- und Grundsteuer, hatten den Landtagsabgeordneten Dr. Osann s. Zt. veranlaßt, an die Er. Regierung das Ersuchen zu richten, über die bei der ersten Veranlagung des Gemeindeumlagengesetzes hervorgetretenen Anstände und Beschwerden der Zweiten Kammer der Landstände eingehende Mitteilungen zugegen zu lassen. -Diesem Wunsche ist nunmehr entsprochen worden, indem die Ministerien des Innern und der Finanzen den Landsländen 214 Druckseiten umfassendes Material in Form einer Regierungs- Mitteilung zur Verfügung gestellt haben. Nach Anhörung eines Reserates, in welchem die Regierungsmitteil- ung im einzelnen einer eingehenden Besprechung unterzogen wurde, fand eine längere Debatte statt. Die Kammer hielt besonders die Frage der sorgfältigsten Erwägung für wert, ob die Normalrente von 6 Prozent des rauhen Vermögens, welche bewirke, daß bei kleineren u. mittleren Betrieben der Arbeitsertrag des Unternehmers viel stärker als bei Großbetrieben mit zur Kapitalisierung herangezogen wird, nicht höher anzusetzen sei. Ihre endgültige Stellungnahme zu dieser Frage sowohl als auch zur Regierungsmitteilung überhaupt, wird die Handelskammer auf dem voraussichtlich im Herbst staltsindenden hessischen Handelskammerlage vollziehen. 2. Regelung des Lehrlingswesens im H al n d e l s g e w e r v e. Auf eine entsprechende Anfrage des Herrn Oberbürgermeisters bezüglich der Ausbildung von Lehrlingen im Handelsgeweroe hat sich die Kammer gegen die Aufstellung einer Lehrlingsskala als einer unzweckmäßigen und auch undurchführbaren Maßnahme unter eingehender Begründung ihres Standpunktes ausgesprochen. 3. Staatszuschüsse für die Handelskain mein und die kaufmännischen Fortbildungsschulen. Im Staatsvoranschlag für 1914 sind die Handelskammern selbst wie auch den von ihnen geleiteten oder unterhaltenen kaufmännischen Un- terrichlsanslallen erhöhte Slaalszuschüsie zur Bersügung gehellt woroen. Dre von den Handelskammern gemeinsam eingereichten Vorschläge über die Verteilung dieser Staalszujchüsse haben die Billigung des Großy. Mini- sleriums des Innern gejuuben. Einer in der Vertreler- konferenz der hessischen Handelskammern von Herrn Geheimen Konnnerzienrat Heichelheim gegebenen Anregung cntsprecheird, ist in dem diesbezüglichen Bericht an das Erotzh. Ministerium des Innern u. a. auch darauf hin- gewiescn worden, daß es wohl mit Dank anzuerkennen sei, daß eine Erhöhung der Stadlszuschüssc sowohl für die Handelskammern als auch für die kaufmännischen Fortbildungsschulen staltgesunden habe. Die Zuschüsse für die Handelskammern wie auch für die kaufmännischen Fortbildungsschulen stünden aber in keinem Verhältnis zu denjenigen, welche die Landwinschaft und das Handwerk für ihre Zwecke erhielten, weshalb der Wunsch berechtigt sei, daß diese Zuschüsse in den nächsten Jahren eine weitere Erhöhung erfahren. 4. Regelung des Ausverkaufswesens. Zwecks Herbeiführung einer Vereinheitlichung der von den einzelnen Kreisämtern erlassenen Verordnungen zur Regelung des Ausverkausswesens gemäß § § 7 und 9 des Gesetzes über den unlauteren Wettbewerb haben die hessischen Handelskammern in ihrer letzten Verlreterkon- serenz den Entwurf einer Normalausverkaufsordnung aufgestellt, welcher dem Gr. Ministerium des Innern unter ausdrücklichem Hinweis auf die Bedenken, die gegen die Unterstellung der Konkursausverkäufe unter die Normal-AuSverkaufsordnung erhoben wurden, unterbreitet worden ist. (Schluß folgt.) >1u$ Stadl und Land. * D i e Ferien an den Volksschulen. Bei der Kammer ist bekanntlich der Antrag eingegangen, die Regierung möge bei der Revision des Volksschulgesetzes die Volksschule bezüglich der Gesamtdauer der Fciicn den höheren Schulen gleichstellen. Darüber hat der Kammerausschuß verhandelt und beschlossen: die dem Antrag veigegebenen Gründe scheinen uns durchaus gerechtfertigt, da u. Ek kein Grund vorliegt, die Volksschule anders zu behandeln als die höheren Schulen. Die Regierung hat dem Antrag zugestimmt. Es versteht sich von selbst, daß in ländlichen Bezirken mit Rücksicht auf die landwirtschaftlichen Arbeiten zur Sommer- u. Herbstzeit teilweise eine andere Ferieneinteilung staitfinden muß als in städtischen Bezirken, wie dies ja auch schon jetzt gehandhabt wird. Der Ausschuß beantragt hiernach: dem Antrag stattzugeben. n Gießen. Letzten Samstag beging der 73- jährige, in dem Bergstädtchen Battenberg a. d. Eder, im ehemaligen hessischen Hinterland geborene Amtsgerichtsdirektor Geheimer Justizrat Karl G e b h a r d , die Wiederkehr des Tages, an welchem er vor 50 Jahren für den hessischen Justizdienst beim damaligen Hofgericht für die Provinz Oberhessen verpflichtet wurde. Der Jubilar, der 25 Jahre hindurch ununterbrochen den Vorsitz des Eießener Schöffengerichts führte, ist einer der populärsten Strafrichter in unserer Provinz. Er ist bei seiner Amtsführung abhold jeder Sensation, dabei kennt er die Menschen, ist kein Buchstabenjurist und läßt sich in seinen Urteilen von milden, menschlichen Erwägungen leiten. Ein besonderer Ruhm des Jubilars ist es, Privutbeleidigungsklagen durch Vergleiche ZU erledigen! Manch alten und hartnäckigen Streit zwischen Verwandten oder Nachbarn, der schließlich in einer Beleidigungsklage vor die Schöffen kam, hat er durch einen Vergleich persönlich beendet und die streitenden Teile mit ernster Ermahnung zum Frieden und zur Eintracht entlassen. Trotz seiner hohen Jahre denkt der noch jugendliche Iw bilar nicht daran, sich von seinem Amte zurückzutziehen; er will noch das im Bau begriffene Amtsgerichtsgebäude mit einweihen, und, so lange er noch die Kraft dazu hat, den Vorsitz, beim Schöffengericht führen. n Gießen. Heute findet hier die 32. Allgem. Psarrerkonferenz der evangl. Geistlichen der Provinz Oberhessen unter dem Vorsitz des Superintendenten Geheimen Oberkonsistorialrat D. Petersen-Darmstadt statt. Hauptgegenftand der Verhandlungen ist ein Vortrag von Pfarrer, S ch u l t e-Eroßen-Linden über: „Der Pfarrer und der Friedhof in Oberhessen". ):( Gießen. Samstag und Sonntag war ein überaus erfolgreicher Tag für die Gewecbeausstellung Am Samstag waren unter anderen die Bergleute der preußischen Nachbargebiete und Oberhcssens hier versammelt. Bergrat Köbrich, Darmstadt, begrüßte die Erschienenen und hielt einen sehr interessanten anschaulichen Vortrag über die Bedeutung des oberhessischen Bergbaues mit Ltchtbild-rn. Beim Mittagessen in der Fcsthalle begrüßte Prof. Dr. K r a u s m ü 11 er die Gäste seitens der Ausstellungslettung und betonte in seiner Rede, daß die Ausstellung der Bergindustrie ganz besonders Dank schulde, weil sie von vornherein sich bewußt gcwcftn sei, nicht in ihrem eigenen Interesse sondern für die Allgemeinheit hier auszustellen. Bergrat Köbrich gab seiner Freude darüber Ausdruck, daß sich die preußischen Kollegen in so stattlicher Zahl cinge- funden hätten, so hoch galt die Kollcy alität, die nicht durch Grcnzpsähle gehemmt sei. Der Jungmeister- tag am Sonntag war von über 600 Teilnehmern besucht. Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden der Ausstellungslettung und seitens der Handwerkskammer durch das Vorstandsmitglied Stadtverordneten L. Petri II hielt Rechtsanwalt Kaufmann einen Vortrag über das Thema: Welche rechtlichen Bestimmungen muß der Jungmeister kennen bet Eröffnung seines Betriebs? Allgemeinen Beifall fanden die klar verständlichen, lehrreichen Ausführungen, die mit persönlichen Erfahrungen aus der Praxis vorqetragen wurden. Während des gemeinsamen Mittagessens gedachte Reallehcer Hagen müller in seiner An prache der muftergiltigen Leistungen der Aussteller, die dem Oberhessischen Handwerk zur Ehre gereichen; ec brachte ein Hoch auf den hochherzigen Förderer unseres hcfsischen Handwerks, den hohen Protektor der Ausstellung Sr. König!. Hoheit den Großherzog aus, in das alle begeistert einstimmten. Rechtsanwalt Kaufmann toastete auf die Handwerkerfraucn, Stadtverordneter Petri auf gute Kollegialität im Handwerk Jungmeistec Rcuning aus Nidda dankte den Veranstaltern des Jungmcister- tagcs und hob die hohe Bedeutungen solcher Tagungen aus Ausstellungen hervor. — Unter anderen besuchten noch in größerer Zahl die Ausstellung die OitSgewcrbe vereine Großfelda, Homberg, Allendorf a Lda. und die Gesangvereine Obccbessingen und Lich. Am nächsten Sonntag hat der Ortsgewecbevercin Darmstadt seinen Besuch angesagt. n Gießen. Die Freilichtbühne am Fichtenkopf ist jetzt soweit sertiggestelll, daß mit den Proben begonnen werden konnte. Die Bühne untersteht der Leitung des Oberregisseurs Dworkowsky. * AuS dem Vogelsbcrg. Die jüngsten Wolkenbrüche haben dem Landwirt deutlich den Nutzen der Hecke als Schutzmittel gegen das Wegschwemmen der Ackererde und das Durchbrechen der Raine vor die Augen geführt. Während an den Bergabhängen die Ackerkrume weggeflößt, die Raine fortgeschwemmt wurden, wo kein Heckenbestand war, zeigte sich bet Bergabhängen mit Hcckenbcstände kem Rainbruch und kein Abfließen der Ackererde. Die Hecke zeigt sich da durch ihr Flecht- werk unter und über dem Boden als das beste natürliche Schutzmittel gegen Wasserschäden. Ob diese Tatsache nun dem Ausrotten der Hecken einen Einhalt geben wird, ist zu bezweifeln. * Frau Schützenkönigin. Eine Sonder- 'tellung unter den deutschen Schützenkorporationen nimmt 'eit kurzem der Schützenverein des Hess. Ortes W ä ch - t e r s b a ch ein, der sich anläßlich seines jüngsten Schützenfestes einen weiblichen König erwählen mußte. Zur IleberraschUng aller gab nämlich beim Königsschießen das Mitglied Frau Kolb, die sich in scharfer Konkurrenz mit den routiniertesten Schützen des Vereins befand, auf die Königsscheibe den besten Schuß ab. Frau Kolb handhabte die Büchse mit bewundernswerter Sicherheit und so mußten sich die Vertreter des starken Geschlechts chließlich als geschlagen bekennen und die Königswürde diesmal weiblichen Händen anvertrauen. Eine selbst im Zeiialier der Frauenbewegung nicht eben alltägliche Erscheinung. o H e u s e n st a m m. Der Zusammenbruch der Spa» und Darlehnskasse Heusenstamm 1 zieht weitere Kreise. Das erst aus 62 000 Mark bezifferte Defizit ist jetzt auf über 100 000 Mark angewachsenk Die Staatsanwaltschaft hat sich veranlaßt gesehen, cinzuschreiteir. ):( Frankfurt a. Mk Die Frankfurter Universität, der der Kaiser in einem Erlaß seine Genehmigung erteilt hat, wird am 18. Oktober in Gegenwart des Kaisers eingeweiht werden. * Frankfurt, 22. Juni. Dir feierliche Eröffnung der Universität ist für den 18. Oktober vorgesehen. An ihr wird auch der Kaiser teilmhmen — Wie verlautet, soll die neue Hochschule den Namen Sencken- berg-Goethe-Universität erhalten. — Bei den Fundamentterungsarbeiten für doS Chemische Institut der Universität wurde in einer Tiefe von vier Metern inmitten eines ausgedehnten MoorfeldeS das beinahe vollständig erhaltene Skelett eines gewaltigen Auer- ochsen freigelegt. Der kostbare Fund konnte infolge der Aufmerksamkeit eines Arbeiters unbeschädigt geborgen werden. Ec kam in das Senckenberg - Museum und gelangte hier zur Aufstellung. Da man in M»»», Sumpfboden noch weitere Funde vermutetz werden die Ausschachtungsarbeitcn in größerem Maße als bisher vorgesehen war, fortgesetzt. — Bei dem geplanten Bau eines Schwimmbades in Bornhripr beabsichtigt man im Kellergeschoß ein Hundebad cinzurichten. s D a r m ft a d t. Infolge Ernennung des seitherigen Verbandeofinnanns, Hpupttehrer HUff-Darm- stadt zum Kreisschulinspektor des Kreises Alsfeld, übernimmt mit Wirkung vom 1. Juli der Verbandsvorsitz- ende, Landtagsabgeordneter B a ch-Mainz die Verbandsleitung des' hessischen Landeslehreivereins. ZUr Wahl eines neuen Obmanns wird voraussichtlich im Oktober eine außerordentliche Delegiertenoersannnlung des Landeslehrervereins abgehalten. ! Alzey. Bei der Landtagseisatzwahl im Wahlkreise Alzey»-GamOdernheim am 18. Juni erhielten Stimmen: Calman, Notzrr in Alzey (ntlb.), 2735; Kncll, Landwirt in Heimersheim (Fortfchr. Vollspartet), 1829; Lückel, Stadtverordneter in Alzey (Soz.), 352. Insgesamt wurden 4916 giltige Stimmen abgegeben. ! Reuwied. Gegenwärtig wird der Bau einer weiteren Rheineisendahnbrücke bei Neuwied vorbereitet. In erster Linie soll auch diese Brücke ähnlich wie die bereits im Bau befindliche bei Geisen - heim, strategischen Zwecken dienen. ! Worms. Der Kreistag des Kreises Wornrs hat zur Unterstützung des im starken Aufschwung befindlichen Wormser Eroßobstmarktes die Errichtung einer großen Ob st verkaufshalle beschlossen. Aus aller men. Elberfeld. In dem Mordprozeß gegen B. Milden und Dr. N o l 1 e n in Elberfeld verneinten die Geschworenen sämtliche Schuldftagcn. Beide Angeklagten wurden darauf sreigefprochcn. ::: Köln. Aus dem Militärflugplatz brauste ein Aeroplan, dessen Motor eben angcworfcn war, plötzlich davon, ehe der Flieger Platz nehmen konnte. In eie - gante,n Fluge erhob sich der Aeroplan, fliog so sicher dahin, als werde er von kundiger Hand gelenkt und landete schließlich in einem Haferfeld, Nur der Propeller ging dabei zu Bruch, sonst wurde kein Schaden an- gcrichtet. * Düsseldorf. Das Bcfinden von B r u n h i i d e Wilden gibt zu ernsten Bedenken Anlaß. Sie stcht infolge der erlittenen Untersuchungshaft vor einer schweren seelischen Drcpression und mußte sich in Behandlung eines Arztes bereden. Sie wird, sobald es ihr Gesundheitszustand erlaubt, ein Sanatorium aufsuchen. " Friedrichshafen. Auf dem Bodcnsee setzte ein furchtbarer Sturm ein, der mehrere Fischer beim Fischfang überraschte. Zwei Fischerbotc wurden abgetrieben und kippten um. Fünf Fischer find dabet er- trunk.n * Detmold. In dem hiesigen Landkcankenhau'e sind mehrereFälle vonPockcnrrkrankungen vorgekommen, die von einem russischen Arbeiter einge- schleppt worden sind. Die Oberin des Krankenhauses, eine jüngere Schwester und zwei Männer wurden von der Krankheit ergriffen. Die jüngere Schwester und die Männer find gestorben. Die Oberin befindet sich außer Gefahr. * Newcastle. Suffragetten versuchten einen Eilzug nach Northumberland zu verbrennen. Die Bänke dritter Klasse waren mit Petroleum begossen, und Zelluloidkänime und verschiedenes anderes zünd- barcs Material lag umher. Der Wachsamkeit des Zugführers ist es zu verdanken, daß im letzten Augenblicke eine große Katastrophe verhindert wurde. Uermifcbfes. * Bertha v. Suttner ist im 72. Lebensjahre in Wien gestorben Mit ihr ist eine Schwärmerin dahin- gegangcn, der man die Anerkennung nicht versagen darf, daß sie es ehrlich meinte, und daß sie persönlich von der Möglichkeit der Abschaffung des Krieges fest überzeugt war. Ihr Buch „Die Waffen nieder" ist in alle Sprachen der Welt übcisetzt worden. Der Verstorbenen bleibt der Ruhm, die Urheberin der modernen Friedensbewegung geworden zu fein, die in allcn Kulturstaaten der Erde Anhänger in wachsender Zahl gefunden hat. In raschem Siegeslauf hat sich der echte Kathreiners Malzkaffee den ganzen Erdball erobert. Er wird täglich von vielen Millionen. Menschen getrunken. Der Gehalt macht's! ::: Ein königlicher Witz. In Leipzig erzählt man firf): Als König Friedlich August zur Eröffnung der „Bugra" kam und zwischen all dem Gerümpel hindurchschritt, aus dem sich später ein« wirklich schön« Ausstellung entpuppen sollte, blieb er mit einem- male ziemlich erstaunt stehen und fragte: „Ja, was soll ich denn da „eröffnen" ? „Wohl die Kisten ?!" ::: Lehrer und Rechtschreibung. Daß die deutsche Rechtschreibung auch vielen deutschen Lehrern nicht ganz bekannt ist, hat in Kiel aus der deutschen Lehrerversammlung der Lehrer Kossig nachgewiesen. Er erzählte, dah vor kurzem in einer Lehrerkonferenz die 4 Worte diktiert wurden: „Bloh ein bißchen Grieß" und dah von 50 Lehrern nur ein einziger einen Fehler gemacht hatte. Alle anderen hatten je 2 Fehler gemacht. Es iit wirklich hohe Zeit, dah Abhilfe geschaffen wird. Warum mag man sich nicht entschließen, das „h" noch ein wenig mehr zurückzudrängen? Könnte man nicht mit „blos ein bischen Gries" auch auskommen? Möglichst lautgerechte Schreibung würde Lehrern und Schülern viel Mühe und Arbeit ersparen. * Kaufmanns-Erholungsheim im Schwarz- wald In Anwesenheit des Großherzogs und der Großherzogin von Baden fand am Samstag die feierliche Einweihung des neuen Kaufmännischen Erholungsheims auf dem Bärenstein im Schwarzwald statt. Das Heim erhielt den Namen Friedrich Hilda-Heim. Die Lage des Heimes ist ivundervoll. In idyllischer Ruhe hoch oben auf dem Rücken des Schwarrwaldes, umrahmt von meilenwe^cn alten Buchen- und Tannenwäldern, ist das Heim wie geschaffen, jedcm, der sich müde gearbeitet hat, Ruhe und Erholung zu bieten. Das Heim selbst, ein stattlicher Bau in rotem Sandstein, bietet für etwa 90 Gäste bequem Unterkunft. Der Pensionspreis beträgt wie in den übrigen Heimen der Gesellschaft 2,80 Mark für volle Verpflegung und Wohnung. * Ein kurioser Vorschlag. Der Gehcimra- Dr. v. Boettinger (Elberfeld) hat dem Internationalen Handelskammer-Kongreß einen Vorschlag unterst breitet, der nichts anderes bezweckt, als im Sommer alle Uhren eine Stunde vorzustellen! Dr. v. Bocttinger weist daraus hin, daß auf solche Weise nicht weniger a'S 164 Stunden Tageslicht im Jahre gewonnen werden können, in Deutschland allein würde das eine Licht-Ersparnis von 92 Millionen Mark jährlich ergeben Und wenn die europäische Kulturwelt im Sommer eine Stunde früher aus den Federn käme, würde ihr das nichts schaden. * Der Bicrfilz ist eine Urkunde, so ent schied die erste Strafkammer des Landgerichts in einer Stratsache gegen den Kaufmann Koester. Der Angeklagte hatte in einer Wirtschaft gekegcll. Der Wirt vermerkte die von ihm gebrachte Zahl d r Gläser Bier auf einem Lterfilz durch Striche. Koester zerriß den Filz und fertigte mit einem neuen Filz eine neue Rechnung an, wobei ec zwei Gläser Bier zu wenig anschrieb. Ein anderer Gast verriet die Sache dem Wirt, der Anzeige erstattete. Das Gericht erkannte auf v ec Monate Gefängnis. CiferariTcbes. ? D e r berühmte Verteidiger. Justizrat Dr. Cello in Berlin war es, der den unglücklichen Hel- ! den dieses Bekenntnis-Romans in Dresden verteidigte: als das vernichtende Urteil gesprochen wurde, das einen makellosen Mann, von der Höhe des Glücks ins Gefängnis führte, war selbst der alte vielcrsahrene Jurist wie gebrochen. Der Held des Romans hat die merkwürdigen und packenden Ereignisse, die bis zu jener Verurteilung führten, jetzt selbst geschildert; alles ist selbst erlebt und erlitten und getreulich wiedererzählt, dann aber gesteigert, gestaltet und mit grohcrKunst über alle Sensation gehoben. Hier ist gewiß wirklich «in - mal die Phrase am Platze: ein Roman, der einen nicht loslätzt. So fehr natürlich Juristen und Anwälte die gegebenen Käufer des Buches sind, so wird es doch gerade von Laien gelesen werden. Wer gern spannende Romane liest, die immer schneller m'it sich sortreißen, kommt hier gewiß auf sein« Rechnung. ? Eine spottbillige Schweizerreise für 8 —10 Tage ist sicher für jedermann, der Haushalten muß, etwas Schönes und Begehrenswertes. Wer für eine solche Reise Lust und Neigung Hot, der Verfehle ja nicht, die neueste Nummer des über die ganze Erde verbreiteten Familien—und ModenblalteS „Mode und Haus", Verlag John Henry Schwerin, G. m. b. H., Berlin W. 57, zur Hand zu nehmen, worin ein sol- cher Artikel, mit illustrationen reich geschmückt, zu lesen ist, wobei die Route sowie die Kosten ausführlich behandelt werden. UebrtgenS ist auch diese Nummer wieder herrlich ausgestattet! „Mode und Haus" kostet trotz seines reichen Inhalts pro Quartal 'nur 1 Mk., wofür 6 Nummern geliefert werden. Abonnements bei allen Buchhandlungen uno Postanstalten. Pcobenummern er- hältlich bei elfteren und durch den Verlag John Henry Schwerin, G. m. b. H., Berlin W. 57. ? Raven st eins Toüristenkarte der Umgegend von Gießen. Markierungsibearbeit - ung vom Zweigverein Gießen des Vogelsberger Höhen- klüös, Maßstab 1 : 100 000, Preis aus Leinen M. 1.50 ist soeben im Verlag Ludwig Ravenstein, Frankfurt a. M. erschienen. Die Karte reicht von Marburg im Norden bis Nauheim im Süden, von Dillenburg im Westen bis Freienseen Und Nidda im Vogelsberg im Osten. Die touristisch interessante Gegend des Lahntales mit seinen Nachbargebietcn ist in überaus klarer, selbst dem Laien leicht verständlichen Weise durch 7sachen Farbendruck dargestellt. Besonders der Eindruck der Ortsplän- chen in rosa ünd die kräftig gehaltenen Markierungszeichen gestatten rasche Orientierung. Die Eebirgsdarstell- ung mit branner Kreideplatte gibt der Karte in Verbindung mit den grün gedruckten Waldslächen eine leichte Plastik, welche deutlich Höhen und Täler hervortreten läßt. Allen Wanderfreunden sei die in allen Buchbandlungen und beim Verlage käuflich« Karte bestens empfohlen. ? Die neue 6. Auflage des Offiziellen T a r«- n u s f ü h r e r s, herausgegeben vom Taunusklub, Preis Mk. 2.50, und der illustrierte Lahnhöh.en- weg-Führer, Preis Mk. 1.20, ebenfalls vom Tau- nüsklub sind soeben in Ludwig Ravensteins Verlag in Frankfurt a. M. erschienen Der Taunussührer wurde' einer gründlichen Revision unterzogen. Die seit Erscheinen der früheren Auslage vor 5 Jahren nötig gewordenen Zusätze und Verbesserungen, besonders im touristischen Teil, haben viele Aenderungen nötig gemacht. Der Umfang des Werkes ist aus 313 Seiten gestiegen. Zahlreiche Karten und mehrere Pläne erhöhen die Brauchbarkeit dieses touristischen Hilfsmittels. Die wegen ihrer eigenartigen Schönheit immer mehr in Aufnahme kommenden Wanderungen im Lahngebiet haben den Taunuskluib veranlaßt, auch dieses Gebiet in sein Arbeitsprogramm aufzunehmen. — In Wetzlar anfangend hat der Taunusklub den „L a h n h ö h e n- w e g" markiert, der bald abseits des Flusses, bald an oder dicht lloer ihm dahinziehend über Braunfels, Weil- burg, Villmar, Limburg, Diez, Schaumburg, Arnstein, Nassau und Ems bis nach Oberlahnslcin in mehrtägiger Wanderung führt. Als Wegweiser für diese Wander - ungen ist der mit 26 Bildern und 2 Karten reich illut strierte Lahnyöhenweg-Führer erschienen, dessen origineller Umschlag, das eigenartige Markierungsschild: ein schwarzes L auf weißem Grund nebst den Worten Wetzlar und Oberlahnslein mit Richtungspfeilen zeigt. Die terlliche Bearbeitung flammt von dem an der Lahn geborenen, als Reiseschriststcller bekannten Herrn Lehrer W. S ch ü tz - W e st e r s e l d, der sein Bestes in uneigennützigster Weise zur Förderung des Bekanntwev- dcns seiner schönen Heimat hergegeben hat. Beide Werke werden dem Wanderer in Taunus und Lahn willkommene, zuverlässige Berater sein. Die Führer sind in allen Buchhandlungen und beim Verlag Ludwig Ravenstein zu haben. Griebens Reiseführer. (Verlagsbuchhandlung Albert Goldschmidt, Berlin W. 35). Band 46: Strahburg und Umgebung, mit Ausflügen in die Vogesen. 8. Auflage (Mk. 0.80).' Mit 2 Karlen und einem Grundriß. Diese neueste Auflage gibt auch einen Blick in Straßburgs hochinteressantes Hinterland, die „Vogesen". Im Anhang sind „Aüsflügc" angegeben durch knappe Beschreibungen der schönsten und interessantesten Touren in die Hochvoqesen (Colmar und Drei-Aehren, Schwarzer und Weißer See, Münslertal und Schlucht, Großer Belchen) wie in das romantische an mittelalterlichen Baudenkmälern überreiche oberelsässische Rebland und nach den Schlachtfeldern von Wcerth. Es ist dabo- darauf Bedacht genommen worden, daß sämtliche Touren an einem Tage absolviert werden können. Die dem Führer beigcgebenen über - sichtlichen Karten gewährleisten eine schnelle und sichere Orientierung in und außerhalb Straßburgs. Band 36: Der S ch w a r z w a l d, 18. Aufläge. Mit 10 Karten und einem Panorama. (Preis 2.50.) In 18. Auflage erschien soeben in der rühmlichst bekannten Sammlung der „Grieben" der wohl bewährte Führer durch den Schwarzwald, Vabei erfudr der reichhaltige Stoff ein« sorgfältige Neubearbeitung von einem guten Kenner des ganzen Gebietes, der auf alle seine Veränderungen Rücksicht nahm. Eine wertvolle Bereicherung erhielt das sorgfältig revidierte Kartcnmaterial in der Neuaufnahme der „Karte des mittleren Schwarzwalds" und des „Panoramas vom Mcckurturm". So ausgerüstet kann die neue Auf läge allen an sie von Besuchern des Schwarzwaldes gestellten Anforderungen aufs beste entsprechen. — Als Auszug von obigem Führer erschien Band 37, die „kleine Ausgabe" zum ! Preise von Mk. 1.20, die für einen kurzen Aufenthalt im Schwarzwald ausreichend sein dürste. Verantwortlich: A l b i n Klein, Gießen. BAD NAUHEIM Programm vom 21. Juni bi* 27. Juni 1914. Donnerstag, 25. Juni, nachm. 5 Uhr im Konzerthaus Festkonzert unter dem Protektorat l K. Hoheit der Grossherzogin zum Besten des Alice-Frauen Vereins. Mitwirkende: Frau RoIhwell-YVolff-St. Paul (Gesang), Herr Professor Kiefer-Berlin (Cello) und Kurkapelle. Leitung: Königlicher Professor Hans Winderstein. Nachm, von 3 _ 4 */ g Uhr, abends von 8—10 Uhr auf der Terrasse Konzert der Militärmusikschule Friedberg. Bei günstiger Witterung Lampionbeleuchtung auf der Kurhausterrasse. Freitag. 26. Juni, nachm, von 4'/> — 6 Uhr, abends von 8-10 Uhr auf der Terrasse Konzert der Kurkapelle. Ab nds 8 Uur im Kurhaussaale Theater: Der lachende Ehemann, Operette in 3 Akten von Edmund Eysler. Samstag, 27. Juni, nachm von 4V»—6 Uhr, abends von 8—10 Uhr auf der Terrasse Konzert der Kurkapelle. Das Nachmittagskonzert unter Leitung des Königlichen Professors Hans Winderstein. Abends 8‘/ ä Uhr im Konzertbaus Tanz. Vorläufige Anzeigen: Sonntag, 28. Juni, nachm, von 4— 6 1 /. Uhr, abends j von 8—:0 Uhr auf der Terrasse Konzert der Kapelle i des Infanterie-Regiments Nr. 168 aus Offenbach a. M. Abends 8 Uhr im Kurhaussaale Theater: Der Königsleutnant, Lustspiel in 4 Aufz. von Karl Gutzkow. Dienstag, 30. Juni, abends 8 Uhr im Kurhaussaale Vortrag mit Lichtbildern „Original-Oberammergau“. Donnerstag, 2. Juli, abends 8*-/* Ehr im Konzerthaus IV. Künstlerkonzert der Kurkapelle unter Mitwirkung der Klaviertuosin Frau Auguste Coltlow-New-York und unter Leitung des Königlichen Professors Hans Winderstein. Samstag, 4 Juli, abends bei günstiger Witterung Feuerwerk vor der Kurhausterrasse Abends 8'la —12 Uhr im Konzerthaus Ball mit Blumenwalzer. (Feuerwerk in den Pausen). 3 um Eiiimache» von Früchtcn für den Winter verwende man stets Dr. Oetkcr’s „Einmacbe-Biilfe“ 1 Päckchen 10 Pfg., 3 Stück 25 Pfg. Einfach, billig und trotzdem bewährt k Gebrauchsanwcisung steht auf jedem Päckchen. Ar ßerdem sind Dr. Oetker's vollständige Rezepte zum Einmachcn von Früchten, Fruchtsäften, Gelees in den Geschäften umsonst zu haben. Wenn vergriffen, schreibe man eine Postkarte an Tr. 91. Oetker, Llährmittelfabrik. Bielefeld. j Spiritus* ©s MARLA ^ brennt Omal so billig wie Petroleumlicht Probelampe ohne Kaufzwang Gebr.lauterbach . Berlin S.O.389, Oranienstr.183 VQQQQQQQQQQQQQQQQQQQQQQQQQQQQQZ <3 Q <3 <3 <3 <3 <3 <3 <3 <3 <3 <3 Zommsfffisokv und Luftkurort Hohenstein bei Bad Schwalbach im Taunus. Bahnstation der Strecke Diez-Wiesbaden, 14 Minuten von Bad Schwalbach. — Direkt am Walde gelegen. Bade- u. 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Ausgabe A den gesamten Lehrstoff der Landwirtschaftaschule vermittelt u. das durch das Studium erworbene Reifezeugnis dieselben Berechtigungen gewährt wie die Versetzung nach der Obersekunda höh Lehranstalten, verschaffen die Werke B u.C die theoretischen Kenntnisse, die an einer Ackerbauschule bzw. landwirtschaftlichen Winterschuie gelehrt werden. Ausgabe D ist für solche bestimmt, die nur die rein landwirtschaftlichen Fächer beziehen wollen, um sich die nötigen Fachkenntniase anzueignen. [ Auch durch das Studium nachfolgender Werke legten sehr viele Abonnenten vortreffliche Prüfungen ah und verdanken ihnen ihr ausgezeichnetes Wissen, ihre sichere einträgliche Stellung: Der Elnj.-Freiw., Das Abiturientenexamen, Das Gymnasium, Das Realgymn., Die Ober- I realscbule, Das Lyzeum, Der geb.Kaufmann. Ausführl. 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Und nun fühlt sich in der Tat meine Frau durch dessen e nf. schriftliche Anordnungen wieder ganz wohl u. gesund Conrad Knauft, Landwirt und Gemeinderechner in Niedergrenze- bach, Kr. Ziegenhain (Bez.Cassel). + Frauen + Bei Störungen beziehen Sie bitte unsere garantiert unschädl. Monats-Tropfen. 1. Mk. 4.55, II. Mk. 6.55. Fr. G. in C. schreibt: ,,Das bezogene Mittel II war vorzüglich u. wirkte schon nach drei Tagen.“ Diskreter Versand. Versandhaus Union. Abt 293, Berlin-Friedenau. Heiraten Sie nicht bevor über zukünftige Person u. Familie, über Vermögen, Mitgift, Ruf, Charakter, Vorleben etc genau informiert sind. Discrete Spezial-Auskünfte überall. „Globus“, Welf-Auskunftei u- Detektiv-Institut, Berlin W 35 Potsdamerstrasse 114. wurden glänzende Erfolge erzielt.mit meinem berühmten Geradehalter-Apparat Original-System ,Haas‘ Zahlreiche Auszeichnungen, zuletzt auf dem 17. Internat. Aerzte-Kohflress London 1913. 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