anzeigenpreir 15 pfg. * He 44 mm breite Petit,eile fiu Auswärts 30 Pfg Die 90 mm breite Reklame-Zeile so Piennifl Extrabeilagen werden nach Äewick!, und Grötze berechnet. Rabatt kommt bei UeberschreinmgdeSZahiungS- zieleS Tafle), bei flerichtlicher Beitreibung oder , Konkurs in Weg!all. Piayvorschriiken ohneBerbindlitbtet.. Truck der Girtzener «erlagsdruckerei. Blbiu Klei» J 2S pfg. monatlich MertutMrtich Ai PG, »ruuszahibar. frei in» Hau». >b,«h»lI i» a|Mt ApeMtion oder in den Zweig. : «o Pfg- - «rschetu. Lxpeditiov: Zelter 5 weg 8S. Mi«,»och» uoch >,«»»,,». — Redaktion: Selters- »eg W. — A»r Lufbewabrunl, »der Rü-kiendung nicht »erlangter St nau slr ip ie wird nicht garantiert. Bert», der „G«eHe«er Zeitung" ch nach Wien u n d nach Petersburg sich gleichmäßig freies, .halten, einet gewichtige selbständige Macht darstellen, iq, deren Freundsckraft eifrig gesucht und unter Umständen gut bezahlt wird. nd Ob der russische Minister Ssasancw bei der ZU- in sammenkunft in Konstwntza außer dem Heiratskoittrakt luL auch noch politische Abmachungen zu Papier bringt, werden die österreichischen Diplomaten eher erfahren, als rw wir. Sollte es der Fall sein, dann darf man sich im- db Mer noch sagen: Bange machen gilt nicht ! König Karl '$■ wird gewiß klug genug sein, sich nicht in Fesseln lchla- VOD QU von. d eä m infc aal® lief. 13» 5 der Mit- ?err eile. Um des Hairers willen. Eine heitere Kaisergcschichte von Ad. Bauer,Opladen. Nachdruck verboten. War doch der Kaiser, der einzige Mann aus der Welt, den die „Niebeqehrte" von jeher angeschwärm! hatte. Das bewies schon das große Kaiserbild in ihrem Wohnstübchen, der einzige Bilderschmuck außer ihrem und ihrer Nichte Konsirmalionsbild. < Zwei Stunden vor Ankunft der hoben Herrschaften iam Aenne Groß .in Köln an. In der 'Nähe des Bahn- hofportals, den wichtigen Moment abzuwarten, wie sie vor hatte, war völlig ausgeschlossen. Ihre zierliche Film verschwand förmlich in dem Menschcnschwarm. Sie übwebte mehr, - als sie gehen konwe. Und trafen ihre kleinen Füße nral hin und wieder Gottes Erdboden, so 'rreichle sic dadurch nur, daß ihr von den großen Men- ichen um sie herum auf die Hühneraugen getreten uurde. 3' Mein, dann doch lieber schwebend zugrunde gehn", löhnte die kleine Märtyrerin, zog die Füße an und Lickte wie anllagend gen Himmel. Ach Gott, nabte denn 'es Weltuntergang?! Nur ein kleines Stückchen Him- uel war zu sehen. Wie -lange würde sie überhaupt die Ouetsch- und ^chwebcsahrt, die sie bald vorwärts, bald rückwärts. 'Äd nach dieser, bald nach jener Himmelsrichtung hin- 'eförderte, ausbalten? gen zu lassen und Oesterreich kann und soll nach wie vor, seine Beziehungen zu Rumänien aus alle Weise zu verbessern suchen. Jetzt ist es noch Zeit. Also können wir immer noch mit Ruhe der Entwickelung entgegen - sehen, — vorausgesetzt, daß Oestergeich aus dem Posten bleibt — sowohl in Bukarest als in Durazzo. * Odessa, 15. Juni. Der Zar und die Zarin sind mit ihren Kindern an Bord der Kaiserjacht „Stan- dart" hier eingetrofsen. Unter großen Ovationen der Bevöllerung hat Sonn- tad abend die Zarenfamilie an Bord der Kaiserjacht „Standart" die Reede von C o n st a n tz a verlassen und die Rückreise nach Rußland ange- tr.eten. Zur Verabschiedung hatten sich an der Reede König Carol, der Thronfolger eingefunden. Der Abschied zwischen den beiden Herrschern trug einen sehr herzlichen Charakter. Uoni albanischen fluiftand. Durazzo, 15. Juni. Die Aufständischen haben heute morgen um 4 Uhr die Stadt an drei Stellen angegriffen. Gegen 6 Uhr ist Oberst Thomson gefallen. Es tobt ununterbrochenes Gewehr- und Geschützfeuer. Der Fürst leitet die Verteidigung der Stadt. Die Angreifer kamen von Rastbul una Kowaja. Der Sturm auf Durazzo ist glücklich abgeschlagen. Die Aufständischen waren der Stadt schon bedenklich nahegekommen, als das Eintreffen von 1500 Malijso- ren bei dem Fürsten ihnen den Mut nahm. Sie sind abgezogen, und da auch an anderer Stelle die Regierungspartei siegreich war, kann die Hauptgefahr als beseitigt gelten. Das Feuer dauerte gestern bis zuni Einbruch der Dmckelheit. Nach kleineren Kämpfen in den Abendstunden wurde festgestellt, daß der erste Versuch der Aufständischen, Durazzo zu überrumpeln, als gescheitert betrachtet werden konnte. Die Aufständischen zogen sich, 3000 Mann stark, nach Norden und Westen zurück. Der Rückzug wurde wahrscheinlich durch die Ankunft von 1500 Malissoren aus Aleffia und durch die Nachricht, daß Bibdoda mit Truppen vorrückt, verursacht. Die Wiener Allgemeine Ztg. meldet, daß Tirana, der Hauptsitz der Anhänger Essad Paschas und der Aufständischenbewegung gegen den Fürsten, in die Hände der Anhänger des Fürsten gefallen ist. Achmed Bei, einer der führenden Notabeln Albaniens, hat mit 1500 Mann die Stadt genommen. Ein großer Teil der Aufständischen in Tirana erklärte sich nach der Besetzung der Stadt durch Achmed Bei für den Fürsten. Südwestlich von Elbassa kam es zu einem Zusammenstoß, bei dem die Aufständischen in die Flucht geschlagen wurden. Die Königin empfing den Major der albanischen Da veckündelen Böllerschüsse die Ankunft der Majestäten. Die Kaiserglocke im Dom Hub an zu läuten, und das Hurrarufen schien schier kein Ende nehmen zu wollen. Verzweifelt rief Aenne unter Tränen: „Soll ich denn nie den Kaiser sehen dürfen?!" Ein waschechter Kölner neben ihr erwiderte aus ihren Stoßseufzer: „Dat sit ühr selber Schuld, Fräulein, ühr sollt dä Likör ufem Lies geloose Hann, dann wärt ühr nitt so klein geblivve — die Flasch lu'hrt jo noch us ührem Handtäschchen erus." ... • ... „Da ist doch nur Kaffee dnn", verteidigte ,ich Aenne. . _ Wer den Schaden hat. braucht fiir den spott nicht "zu sorgen", tröstete sie eine große Dame, die jedoch das Lacken kaum verbeißen konnte. Inzwischen wurde das Hurrarufen immer schwä- her. "Die Kaiserlichen Herrschasten schienen schon auf der Weitersabrt begriffen. Allmählich lockerte sich der Menschenknäuel, und als Nenne sicki wieder unizublicken vermochte, fand sie sich ruf der Südseite des Domes vor dem Donchotel wieder. Wie war das möglich? Vom Hauptbahnhof bis mm Domhotcl hatte sic sage und schreibe 3 stunden zebraurbt. Ein Stück Weges von 5 Minuten bei nor- nalen Verhältnissen. _ „ Was nun anfanuen? Wieder unverrichteter -a»e ieimkehren und Tante Jettes Lamento über das w>e- oerum vergebens ausgegebene Fahrgeld sowie deren Spöttereien wochenlang anhören? Gendarmerie, S l u y s, um von ihm Einzelheiten über die Schwierigkeiten zu erfahren, denen die holländischen Offiziere in Albanien begegnen. Der Fürst von Albanien sandte an die Königin der Niederlande ein Tele- ! gramm, in dem er, ihr den Tod Thomsons meldet, dessen heroischer und kluger Führerschaft der Sieg zu verdanken sei. Die „Neue Freie Presse" erhält aus Durazzo einen Spezialbericht über die Ereignisse des heutigen Tages, dem wir folgendes entnehmen: Um % 5 Uhr morgens ertönten ganz unerwartet Kanonenschüsse, denen bald ein anhaltendes Gewehrfeuer folgte. Die I n s u r g e n- 1 e n, die dieser Tage von vier Seiten angegriffen wey- den sollten, sind dem Angriff zuvorgekcmmen. Sie versuchten, über die Brücke etwa 300 Meter vor der Stadt vorzudringen. Andere durchwateten die daneben liegende Lagune, um in die Stadt zu gelangen. Der Angriff erfolgte anscheinend von zwei Seiten. Die Verteidiger waren etwa 8 0 0 M a l i s s o r e n, serner in geringer Zahl albanische Gendarmen und endlich albanische und europäische Freiwillige. Die letzteren wurden besonders zum Dienst bei den Geschützen verwendet. Ein Schncllfeuergeschütz wurde auf einem Hügel vor der Stadt ausgestellt, das von einem österreichischen Ingenieur und zwei Reichsdeutschen bedient wird. Gegen 6 Uhr morgens wütete der Kampf am stärksten. Dieser Kampflärm dauerte mehr als eine Stunde. Fürst Wilhelm leitete nach dem Tode des Obersten Thomson das Gefcck)t selbst. Durazzo, 15. Juni. Die albanische Regierung hat ein Schiff des Oefterreichischcn Lloyd geschartcrt, das heute nach San Giovanni di Medua fährt, um dort 1000 Miriditen zur Unterstützung nach Durazzo zu' holen. Aus dringendes Ersuchen des Fürsten gehen zwei österreichische Torpedoboote nach Valona und San Giovanni di Medua, Um den Befehl des Fürsten an die dort versammelten Streilkräfte zu überbringen. San Giovanni d iM e d u a, 15. Juni. Heute nachmittag sind 1500 Malissoren von Alcssio nach Durazzo abgegangen. Von deutscher Seite ist der kleine Kreuzer „Breslau^' nach Durazzo entsandt worden, der an der Küste des Ionischen Meeres kreuzte. Die „Breslarck hat etwa 300 Mann Besatzung. * Die holländische Negierung wird den in Du- razzo gefallenen Oberst Thomson nach Holland überführen lassen. Poliurcbe Rundschau Deutschland. * Köln, 16. Juni. Der 17. allgemeine Ver- iretertag der nalionalliberalen Partei sindet erst am 10. und 11. Oktober d. Js. hier statt. mMnxTwmrv am mrnmrwm m -x manwimn I Nein, auf keinen Fall. Ein sreund??chel Schutzmann, dem sie getreulich ihr Leid klagte, riet ihr, sick) in der Nähe einen Platz zu sichern, da die hohen Herrschaften in ungefähr einen Stunde vorbeikommen würden, um nach dem Gürzenich zu fahren. Sie lehnte sich an den eisernen Zaun der südlichen Domanlagen, um dort den quälenden Hunger zu stillen. Doch was war das?! Aus dem Innern ihres Pompadours starrte ihr ein Chaos von zerquetschten, mit Eigelb und Eierschalen garnierten Brotkrumen entgegen. Geldtäschchen und Rückfahrkarte schwammen ebenfalls im Eigelb. Sogar ihr Taschentuch hatte eine gelbe Färbung angenommen. Als Aenne damit unwillkürlich über die nassen Augen wischte, erregte sie ein schallendes Gelächter. O diese Kölner ! Aenne glaubte in die Erde sinken zu müssen vor Scham. Rasch schloß sie ihre uüapipc- titliche Speisekammer und wollte die Flucht ergreisen. Doch das war rascher gedacht wie getan. Der Menschcn- knäuel um sie herum zog sich immer enger wieder z><- sammen. Der Hunger war Aenne vergangen, aber desto stacker machte sich der Durst bemerkbar. Gar zu gerne hätte sie einen Schluck aus der unversehck gebliebenen Kaffeefvasche genommen. Doch damit hätte sie wieder die Svottlust der unverbesserlichen Kölner wackigerufcu. | Hatte man ihr doch vorhin ihren hannlosen Mokka alr l Schnapps verleumdet. * Bei der Beratung der Geschäftsberichte des schweizerischen Bundeskates, erklärte das Bundesratsmitglied Calender namens des Bundesrats bei der Besprechung der Binnenschiffahrtsbestrebungen, dah der Bundesrat die größte Ausmer,ksamkeit vorerst der Rheinschiffahrt zuwenden werde. Hier seien die Verhältnisse am meisten geklärt und infolge der Haltung Badens dränge die ganze Frage zu einer raschen Entscheidung. Das Ziel der schweizerischen Fluhschiffahrts- polilik sei erstens freie Zufahrt vom Bodensee-Basel nach der Nordsee und alsdann freie Zufahrt vom Genfer See nach dem Mittelmeeq. Oesterreich. ' Kaiser Franz Joses lieg durch seinen Kabinetts-irektor mündlich dem niederländischen Gesandten sein Beileid zum Heldentod T h o m s o n s aussprechen. Wiener leitende Kreise sind durch die Borgänge in Albanien nicht beunruhigt. Man hält dafür, der Für st von Albanien werde sich behaupten. Auf das Zuberlässigste kann ich mitteilen, das; die Quertreibereien bezüglich des österreichisch-italienischen Verhältnisses jedweder positiver Grundlage entbehren. * Erzherzog-Thronfolger Franz Ferdinand begibt sich am 12 .September in Begleitung des Chefs des Eeneralstabes Frhrn. v. Conrad mit Gefolge zu den deutschen Kaisermanövern. fiellilcder Landtag. Sitzung der H. Kammer am 16. Juni 1914 Der Antrag Ulrich und Gen., betr. „die nationale Einheitsschule soll auf der Grundlage der allgemeinen obligatorischen Volksschule eingeführt werden", wird abgclehnt gegen die Stimmen der Abg. Schott, Bach und Schönberger (Ntl.), der Fortschrittlichen Volkspartei und der Sozialdemokraten. Der Antrag Dr. Osann, „die nationale Einheitsschule auf der Grundlage der allgemeinen Volksschule unter Beibehaltung des konfessionellen Religionsunterrichts einzuführen", wird einstimmig angenommen. Punkt 2 des Antrages, sämtliche Vorschulen aufzuheben, wird angenommen gegen die Stimme des Zentrums. Punkt 3 brg Antrages, „der fremdsprachliche Unterricht in den höheren Schulen soll bis zum Beginn des 4. Schuljahres hinausgeschoben werden", wird abgelehut gegen die Stimmen der Sozialdemokraten. Dafür wird der Antrag des Abg. Ucstadt (Foitschr. Vp), nach dem „der fremdsprachliche Unterricht in der untersten Klasse aller höheren Schulen beseitigt wird", einstimmig angenommen. Punkt 4 des Antrages „der Lehrplan für die drei untersten Klassen der höheren Schulen soll mit dem für das 4,5. und 6. Schuljahr der allgemeinen Volksschule in Uebereinstimmung gebracht werden", wird abgelehnt gegen die Stimmen der Sozialdemokraten. Dafür wird der Antrag des Abg. Ucstadt (Foctschr. Vp.), nach dem „der Lehrplan für die unterste Klasse der höheren Schul-m mit dem für das 4. Schu fahr der allgemeinen Volks schule in Uebereinstimmung zu bringen ist, so daß der Uebertritt aus diesem in eine höhere Schule noch nach Abschluß des 4. Schuljahres ohne Schwierigkeit geschehen kann", angenommen gegen die Stimme des Zentrums. Punkt 5 des Antrages, „die Zahl der Schüler darf auch in den Volksschulklassen in der Regel 40 nicht überschreiten", wird abgelehnt gegen die Stimmen der Fortschrittlichen Volkspartei und die der Sozialdemokraten. Dafür wird angenommen gegen die Stimmen der Abg. Lutz und v. Helmolt (Bbd) der Antrag des Abg. Korell- Jngelheim, „die Zahl der Schüler auch in den Volksschulklassen entsprechend den Forderungen der Pädagogik fcstzusetzen". jHu$ Stadt und Land. * Gießen, 15. Juni. Die Entwürfe für den Umbau der alten Klinik sind am Samstag im Sitzungssaal der Stadtverordneten ausgestellt worden. Der Besuch ist sehr rege, doch sind cs zumeist Fachleute, die sich einfinden und an den Plänen oft scharfe Kritik üben. Eewerbeausslellüng Eiehen. Auch der letzte Sonntag hatte viele auswärtige Besucher nach Eiehen gebracht. Die Gewerbevereine von Grünberg u. Lich, der Radfahrerverein von Eroh-Felda sowie der Kongreh des Bezirksverbandes der mittleren Staatsbeamten weilten hier. Der gute Ruf unserer Eewerbeaus- stelluNg führt täglich iMeressaMe Besuche nach Giehen. Insbesondere sind es Bürgermeister von aufstrebenden Städten, Lehrer, Volkswirte und neue Einkaufsquellen suchende Kaufleute und zwar nicht zum Schaden unserer Ausstellung. Die Konzerte am Nachmittag und am Abend lockten aufs neue viele Besucher herbei, welche bei dem ab und zu einsetzenden Regen sich gerne in der Feslhalle und in All-Hessen niederliehen und dort den humoristischen Vortragsweisen lebhaften Beifall zollten. * Ein oberhessischer Jüngmei st erlag findet anläßlich der Gewerbeautzstellung Gießen 1914 am Sonntag, 21. Juni, in Giehen statt, um den Jutrgmeistern Oberhessens Gelegenheit zu geben, mustergültige Erzeugnisse des Handwerks und der Industrie zu schauen. Seit Einführung der Meisterprüfung ist den Jungmeistern Oberhessens noch keine so vorterilhaste Gelegenheit geboten gewesen, eine solche Fülle des Anregenden uttd Interessanten in so übersichtlicher und lehrreicher Zusammenstellung vereint zu finden. Eine besondere Bedeutung gewinnt diese Tagung noch durch einen Vortrag des Rechtsanwalts Kaufman n, der darüber sprechen wird, welche rechtlichen Bestimmungen der Jungmeister bei Eröffnung seines Betriebes kennen mutz. Zu der Tagung gibt die Ausstellungsleitung besondere Eintrittskarten heraus, die zum beliebigen Ein- und Austritt am 21. Juni gelten. Vormittags um l / 2 10 Uhr findet die Begrüßung durch die Ausstellungsleitung statt, darauf folgt der Vortrag des Rechtsanwalts Kaufmann. Abschließend erfolgt unter sachkundiger Führung in kleinen Gruppen ein RNNdgang durch die Ausstellung Nach dem gemeinsamen Mittagessen in der Festhalle, ''an dem auch Familienangehörige und BekanMe der Jungmeister teilnehmen können, ist Konzert in der Festhalle uNd in Alt-Hessen. * Die Techniker Hessens und der angrenzenden Gebiete veranstalten am 4. und 5. Juli aus Anlah- der Gewerbeausstellung Eiehen 1914 eine Tag- ung von Angehörigen aller technischen Berufe, um der EewerbeauSstellung einen Besuch abzustatten und durch Vorträge der OeffeMlichkeit kund zü tun, welche Fragen die Angehörigen der technischen Berufe u. a. bewegen. Samstag, 4. Juli, findet zunächst eine Besichtigung der Eail'schen Dampfziegelei statt. Abends schließt sich die festliche Begrüßung in Steins Garten an, wobei neben heiteren Vorträgen aller Art Ing. E. Burmester über den Wert und die Wertupg technischer Arbeit sprechen wird. Sonntag vormittag wird die Ausstellung unter sachkundiger Führung besichtigt, worauf eine öffentliche Versammlung imAUsstellungsrestaurant stattsinden wird. Hier wird zunächst Werkmeister Stimmeg-Giehen über „Einheitliches Angestelltenrecht" sprechen, woraus Dr. Höfle aus Berlin sich über „Techniker und Volkswirtschaft" aus- lassen wird. Nach der Tagung und dem gemeinsamen Mittagessen, das ebenfalls im Ausstellungsrestauranl abgehalten wird, ist eine zwanglose Besichtigung der, Ausstellung und der Stadt vorgesehen. Durch das Entgegenkommen der Autzstellungsleitung erhalten die Teilnehmer Dauerkarten zur Ausstellung, die drei Tage gültig sind, zum Preise von 50 Pfg. Für unentgeltliche Unterkunft in Privatquartier wird bei rechtzeitiger Anmeldung Sorge getragen werden. Mitteilungen, Anfragen Und Anmeldungen sind an Kulturtechniker R e i tz, Gießen, Liebigstrahe 58, zu richten. o L a u b a ch. Fräulein Johanna Otto stiftete der Stadt Laubach 110 000 Mark mit der Bestimmung, daß die Zinsen zur Ausbildung von Kindern Laubacher Ortsbürger verwendet werden müssen. Der Deutschamerikaner Christian Dähler,, ein Sohn Laubachs, schenkte der Stadt 4200 Mark. Es soll davon eine Badeanstalt angelegt werden. Dähler ist 1836 in Lau'bach geboren. Er machte in Amerika aus Seiten der Nordftaaten den Bürgerkrieg mit. o Friedberg. Im Kreis Friedberg beträgt der Wehrbeitrag 789 435 Mark. Das ist eine sehr hohe Summe, da außer den beiden Städten Bad-Nauheim <195 000 Mk.) und Friedberg <162 000 Mk.) nur kleine Lllndstädtchen und Dörfer vorhanden sind, in denen allerdings neben den wohlhabenden Wetlerauer Bauern eine Anzahl Standesherren wohnen oder begütert sind. o Alsfeld. Die Eisenbahnstrecken, die den nördlichsten Teil Oberhessens mit Nieder-Aula verbinden, werden im Laufe isieses Jahres eröffnet. Die Strecke Schlitz—Nieder-Aula wird am 15. August dem Veckehr übergeben, und am 1. Oktober folgt die Teilstrecke Grebenau — Nieder-Aula. Die Eröffnung der letzten Teilstrecke Grebenau — Alsfeld erfolgt voraussichtlich erst 1915. * Darmstadt, 15. Juni. Der Raubmörder Flörsch hat heute vormittag in vierstündiger Vernehmung vor dem Oberstaatsanwalt Dr. Lchwarz und Kriminalkommissar Daniel ein volles Geständnis in der Hofhcimer Mordangelegenheit abgelegt. Der Mörder erzählt, daß er seinen Meister bis vors Bett geschleift und ihn dann mit Petroleum übergossen habe. Ebenso habe er alle Betten mit Petroleum übergossen und sie dann angezündet. Dann habe er sich gewaschen und das Haus verlassen. 827 Mark habe er mitgenommen, sich dann auf den Weg nach Worms gemacht und dort die Nacht hindurch getrunken. Ec sei dann mit der Bahn nach Herrnsheim gefahren, dort ausgesttcgen und nach Abenheim gegangen. Zwischen Herrnsheim und Abenheim habe er das Geld ins Ko n geworfen. Er gibt an, noch Hilfe gehabt zu haben, will aber nicht mehr wissen, wie der Mann heißt. Das Geld wurde an dem bezeichnetcn Platze vorgefunden. Die beiden schwerverletzten Mädchen befinden sich auf dem Wege der Besserung. )( F r a n k f u r t a. M., 15 Juni. Im „Frankfurter Hof" tagte heule die Hauptversammlung des Vereins „Deutsche Rh ein mündung" urter dem Vorsitz des Unterstaatssekretärs a. D. Fritsch - Berlin. Dem Geschäftsbericht zufolge haben die Bestrebungen des Vereins, dem Rhein durch de» Bau eines Kanals bis an die Nordsee eine deutsche Mündung zu schaffen, steigende Beachtung im deutschen Volke gesunden. Das preußische Ministerium der öffentlichen Arbeiten läßt gleichfalls seit kurzer Zeit Erhebungen über die Durchführbarkeit des Projektes anstellen. An der öffentlichen Sitzung nahmen Vertreter fast aller nicderrheinischen Städte und Gemeinden teil, durch deren Gebiet der | Kanal führen soll, ferner zahlreiche führende Persönlichkeiten der gesamten rheinisch westfälischen Handels- und! Jndustriewelt. Sodann sprach Prof. Dr. Arndt-Berlin über „die Verkehrs- und wirtschastSpoltttsche Bedeutung einer Rheinmündung". Vom neuen Kanal erwartet Prof. Arndt eine gewaltige Steigerung des Verkehrs^ da der Rhein allein 83 Proz. der gesamten Binnenschiffahrt nach dcm Auslande vermittelt. Es wird sich! in den Einmündungshäfen Emden und am Rhein eine große Sammeltätigkeit von Gütern einstcllen, die sonst vom Binnenlande nach Antwerpen oder Rotterdam zur [ Verladung auf die Ueberseedampfer bestimmt waren Endlich verschließt der Kanal ein ganz neues Gebiet! mit reichen Industrien und Bodenschätzen. Einen zweiten | Vortrag mit Lichtbildern hielt Generalsekretär Dr. Cop Pius-Berlin über „Vergangenes und Gegenwärtiges über | die deutschen RheinmündungSbestrebungen". * Haigcr, 15. Juni. Die Tausendjahrfeier! brachte eine Reihe glanzvoller Veranstaltungen. Aw Montag vormittag u urde die Gedenktafel an der Kirch, enthüllt. Mittags begann in Anwesenheit von fast 15 000 Zuschauern der h i st o r i s ch e F e st z u g, der vor Dr. C. Döngcs-Dillenburg entworfen war. Es wacer hübsche Gruppen zu sehen. Besonders hervorzuhcben sint die Gruppen: „Einzug König Heinrich III. in Hatgei | 1048", die „Weihe der Tauskirche durch Erzbischof Eber hard von Trier und Bischof Arnold von Worms"! Imposant wirkten die „Naffauer in der Schlacht bc Waterloo". Ter „Einzug der siegreichen Truppen" un!! ein Garmaniawagen bildeten den Schluß des schöner! Zuges. Am Nachmittag fand ein Festesten im Hote Nassau statt, auch erfolgte eine Wiederholung des Fest spiels. Morgen findet eine Eir Weihung des neuer städtischen Spielplatzes auf drm Haarwefen statt unn hierauf noch ein Volksfest auf dem Festplatz. "Kassel, 15. Juni. Das Schwurgericht vcrur teilte heute nach 15stündigec Verhandlung den 34jährtgc>. Stadtkasscn-Assistenten Friedrich Hofmeister aus Esch i Wege, der in der Zeit von 1910 bis Ende 1913 zun, Nachteil der Stadt Eschwege und der dortigen Orts kcankenkasse 8 in verschiedenen Einzeldeträgcn insgesam 21 589,96 Mark unterschlagen und um diese Unters schlagungcn zu decken, falsche Eintragungen in den vo: ihm geführten Büchern gemacht hatte, wr^en Amts : Unterschlagung in 5 Fällen, tvegeo Untreue und eins facher Unterschlagung in zwei weiter«» Fällen zu insgr j samt 3 Jahren Gefängnis. ):< Kassel, 15. Juni. Der Scharlach ist in der I Stadtteil Bettcnhausen in verschiedenen Fällen auftp treten. Von einer Familie starb die Frau, die Mutte j von drei Kindern, die ebenfalls «krankt sind. — Ar Samstag, seinem 8. Geburtstage, fiel gegen Aden der Sohn Ernst des Tagelöhn«s Grimm, während i j der elterlichen Wohnung die Hochzeit der älteste Tochter gefeiert wurde, unwett d» neuen Fuldabrückei den Fluh und kam nicht mehr zrkm Borschein. Zur Frage des Arbeitenvohuuugswesens. Im Ruhrkohlenrevier liefert der soeben erschiene, Jahresbericht des Westfälischen Vereins zur Förderin, des .Klein Wohnungswesens einen wertvollen Veit rari Der Bericht besaht sich zunächst mit der Tätigkett d< öffentlichen Arbeitgeber nnd bezeichnet < als besonders ersieulich, daß der Staat die von der Pr oatinduftrie in den letzten Jahren befchrittenen Wege be ser,er Siedlungsweife gleichfalls «ingeschlagen hat u*n Wert darauf legte, auch das KleinhaUs nach Möglichke zur Geltung zu bringen. Die Sinnme der vom Berg siskus im Bezick der Bergwerksdirettion Reckling vk. Oetker s Uanillin-Zucker -v Spiritus* j^ängelichtl (Schutzmarke: Oetker’a Hellkopf.) ist daß beste und billigste Gewürz für Kuchen, Puddings, Milch- und Mehlspeisen, Kakao, Schlagsahne, Tee ustv. Ein Päckchen zu 10 Pfg. (3 Stück 25 Pfg) ersetzt 2—3 Stangen guter Vanille. MARLA lli* -2 hrennt 1 Jmal so brllfg j.j'i wie Petroiaumlicht Ueberall zu haben! Man achte beim F.inkanf auf die Schntzmnrke, da oft minderwertige Fabrikate angeboten werden. Pro&efampi iS foiriiififlid i I KcrliiS.C Jtl I I : Oranienstr.183 l. i n t » i dt !t li i« in (8 i! J, J8 i! 4' NI m iti * ri li« "5 ta a, ni' ii im nt im ti rifl tn Op- dn Iti lim :4> iit Hausen für den Bau von Prbeiterwohnungen bereitgestellten Mittel belauft sich auf rund 11 Millionen Mark gegenüber einer Gesamtsumme von rund 22% Mill. Mk., die der Bergfiskus im ganzen für diese Zwecke ausgewendet hat. Bis Anfang 1912 hat der Vergsiskus im genannten Bezirk 1292 Häuser mit 3998 Wohnungen errichtet. Ferner sind in Westfalen erbaut worden vom Eisenvahnfiskus 2181 Häuser mit 5545 Wohnungen, vom Reichsposlfiskus 34 Häuser mit 114 Wohnungen, vom Militär-Fis- kus 29 Häuser mit 114 Wohnungen. Tie Gesamtsumme der von Reich und Staat den gemeinnützigen Baugenossenschaften zugewendeten Mittel beträgt 8,980 Millionen, wovon auf das Re-ch 6,248 Mill., auf den Staat 2,732 Mill. entfallen. Bon der ungeheuren Bedeutung der Wohnungs - fürsorge der privaten Arbeitgeber, so führt der Bericht weiter aus, könne man sich am besten eine Vorstellung machen, wenn man sich die Zusammenftell- ung der gesamten Leistungen in Zahlen vergegenwärtigt. Nach einer Zählung vom 1. Januar 1903 wurden damals in Westfalen 22 196 von privaten Arbeitgebern errichtete Wohnungen ermittelt. Dem stehen nach der letzten Zählung gegenüber 56 348 Wohnungen, das bedeutet eine Zunahme von 34 152 Wohnungen in 12 Jahren oder im jährlichen Durchschnitt 2846. Anfang 1910 waren insgesamt 45 351 Wohnungen vorhanden-, in 2 Jahren ist also eine Zunahme von 10 997 Wohnungen gleich 19,52 v. H. zu verzeichnen. In den einzelnen Regierungsbezirken wurden von den privaten Arbeitgebern bis Ende 1911 errichtet: Arnsberg 44 167 Wohnungen, Münster 11410 Wohnungen, Minden 771 Wohnungen. Bon den Wohnungen enthielten 2,72 v. H. je 2 Zimmer, 30,92 v. H. je 3 Zimmer, 45,52 v. H. je 4 Zimmer, 20,84 v. H. je 5 und mehr Zimmer. Die Gesamtzahl der von den privaten und öffentlichen Arbeitgebern errichteten Häuser beträgt 66,167. Rechnet man aus ein« Wohnung eine Einwohnerzahl von 5 Personen, so ergibt sich, daß durch die Tätigkeit der, gesamten Arbeitgeber in Westfalen für rd. 330 000 Personen oder rd. 8 v. H. der Gesamteinwoh- nerschast Unterkunft geschaffen wurde. Erheblichen Umfang hat auch die Erbauung von Rentengü- tern kleinsten Umfanges, sog. Aibeiterrenlengüiern, Das Ausland auf der Leipziger Weltausstellung für Kuchgewerbe und lKraph'K. Durch nichts kann besser und eindringlicher die weltumfassende Bedeutung der Internationalen Ausstellung für Buchgewerbe und Erapqik dokumentiert werden, als durch die Beteiligung aller Kulturftaaten der Erde. Von den verschiedenen Regierungen wurden grosze Summen zur Beschickung der Ausstellung und zum Teil zur Errichtung eigener prächtiger Staatsgebäude autzgewor- fen. So hat O e st e r r e i ch mit einem Kostenaufwand Qslerreichiichcs Llaawgröaude. von 200 000 Kronen einen 2000 Quadratmeter gro'tzen Pavillon errichtet, Frankreich, das 480 000 Frs. für die Beteiligung bewilligte, baute einen 2500 Quadratmeter großen Palast im vornehmen Louis-Seize - Stil, Italien hat 200 000 Lire ausgeworfen und stellt tn einem im edelsten Renaissancestil aufgeführten 1000 Quadratmeter grojzen Pavillon aus, England errichtet auf einem Areal von 2400 Quadratmeter ein Staatsgebäude im Tudorstil, und Rußlands prächtiger Palast, der, mit einem Kostenaufwand v. 125 000 Rubel (260 000 Mark) auf einer Grundfläche von 2400 Russisches Linaisgcdaude. Quadratmeter errichtet wurde, ist eim genau« Nachbildung des berühmten Moskauer Kreml. Die übrigen Staa- ten, die keine eigenen Gebäude errichteten, sind in dem großen „Allgemeinen Auslandspavillon" untergebracht, und zwar die Schweiz, die N i e d e r l a n d e, B e l- gien, Schweden, Dänemark, Norwegen, Spanien und Portugal. Ungarn ist im »Haus der Frau" und in der Sonderausstellung „Der Kaufmann" vertreten, Nordamerika mit Druck - durch die Arbeitgeber angenommen. Insgesamt sind 131 Rentengüter errichtet worden, davon allein 104 von der Zeche Radbod bei Hamm. Auch die Art der A r- beiteransiedelung im Eigenhause durch Gewährung von Hypotheken von Arbeilgeberseite hat in Westfalen eine weile Verbreitung gefunden. 37 Arbeitgeber haben insgesamt rd. 3 Millionen Mk. dafür hergegeben. Besonderes Interesse dürste die Untersuchung über den Anteil des Kleinhauses an den Gesamtleistungen der Arbeitgeber beanspruchen. Von der privaten Industrie (ausschl. der Eelsenkircher Beygw.-Akt.- Ges., die mit 1388 Häusern bei der Berechnung leider ausscheiden muhte, da nur die Gesamtzahl der Häuser milgeteilt wurde) wurden insgesamt 15 590 Häuser errichtet. Davon entfallen aus das Kleinhaus 8186 gleich 52,51 v. H., auf das Mehrfamilienhaus 7404 gleich 47,49 v. H. Bedeutende Fortschritte sind, so heißt es am Schluß des Berichts, auch in qualitativer Hinsicht durch die offenbare Bevorzugung des Kleinhauses feft- zustellen. Sowohl was die innere Einrichtung und die Bauform der Häuser als auch die äußere Aufmachung der neueren Wohnanlagen, wie Straßenbau, Aufteilung des Geländes usw. anlangt, könne man diese Siedlungen als Muster, moderner Siedlungsweise und Baukunst ansprecken und sie als städtebaulich vorbildlich bezeichnen. Die neuesten Koloniebauten seien in Wahrheit Gartenstädte iw »Kleinen, wie sie zuerst in England unter der Initiative der Arbeitgeber entstanden sind. Verschiedene Leistungen unserer Arbeitgeber im Industriegebiet könnten sich den englischen Gartenstädten, namentlich was solide Bauausführung und die ästhetische bauliche Seite der Siedlungen anlangt, mindestens ebenbürtig an die Seite stellen. flu$ aller Mit. ::: Das Marineflugzeug Nr. 20 stürzte auf Helgoland in der Nähe des Kriegshafens aus noch unbekannten Ursachen ab. Verletzt wurde niemand. Das Flugzeug ist zerstört, der Motor jedoch noch brauchbar. ::: Der raffinierte Tabaktrust. Wie die „Frankfurter Ztg." aus gut unterrichteten Kreisen erfährt, versucht jetzt der Trust, verschiedene Organisationen — von Arbeitern und anderen Konsumenten — Jwuenisches SlaalSgebüude. pressen sowie mit einer AüSstellung seiner Staatsdtuk- kerei und einiger Bibliotheken. China, I a p a n, I n- dien, Siam, Korea treten mit eigenen Landes - gruppen in der „Kulturgeschichtlichen Abteilung" auf, außerdem noch in dem Pavillon der japanischen Holzschneider. Die Mehrzahl der fremden Staaten st schließlich, außer in ihren eigenen Palästen oder den genannten Gruppen, auch in der Abteilung „Zeitgenössische Graphik", Erste Internationale graphische Kunstausstellung, sowie in den Internationalen Sonderausstellungen und den Maschinenhallen I und II vertreten. Die fremden Nationen geben ihr Bestes und damit zugleich ein klares Spiegelbild ihrer geistigen Kultur sowie der aufstrebenden Entwickelung ihrer buchgewerblichen und graphischen Jndufttie. Der tatkräftigen Unterstützung, die der Ausstellung durch die Regierungen und maßgebenden Behörden zuteil wurde, entspricht auch die rege Anteilnahme, die das große Kuiturweft nicht nur in den Kreisen der Fachleute aller Welt, sondern bei allen gebildeten Ständen des gesamten Auslandes überhaupt fand. Auch die Presse des Auslandes hat dem Welt- unternehmen ihr höchstes Interesse zugewandt und schon lange vor ihrer Eröffnung in den größeren Tages- und Fachzeitungen über die Ausstellung berichtet, ebenso werden die bedeutendsten Blätter Englands, Frankreichs, Italiens, Rußlands, Amerikas, Japans, Chinas usw. ihre Spezialkorrespondenten nach Leipzig entsenden. Zahl- Französisches Llaalsgebäude. einzuwickeln, die eine sehr große Mitgliederzahl haben. Er naht sich ihnen gleichsam als Freund ihrer sozialen Zwecke, die er mit bedeutenden Mitteln zu sördcrn berett ist. Als Gegenleistung verlangt er „nur", daß diese Organisationen »nt ihren Organen und ihrer Presse eine billige Tnistzigarette lancieren ! Das wäre in der Tat ein Weg, wie die Truftfabrikate sehr an Boden gewinnen könnten. Man möchte annchmen, daß jene Organisationen nicht so töricht sein werden, dieser Versuchung zu unterliegen und, ganz abgesehen von den wirtschaftlichen Folgen, der politischen Reaktion ein geftmdenes Essen zu bereiten. Äuffallen muß es allerdings, daß das Angebot nicht glatt von der Hand gewiesen wurde, sondern interne.Besprechungen darüber stattfiuden. :: :^H a n n. M ü n d e n, 16. JuNi. Mehrere Göttinger Familien untcrnabmcn gestern per Wagen einen Ausskutz nach Münden. Der Schneidermeister JUnghans vergnügte sich damit, mit seinen zwei Söhnen auf der Fulda zu rudern. Sie wurden von der stacken Ström- ung sortgetrieben und bei dem Wehr kentecke das Boot und alle drei sielen in das Wasser. Ein 12jähriger Sohn des Schneidermeisters ertrank vor den Äugen des Vaters. ::: Brüssel, 16. Juni. Im Stadtpackc hatten 5 Personen unter einer großen Ulme Schutz gesucht vor einem Unwetter. Durch einen Blitzstrahl wurden zwei Männer, eine Frau und zwei Kinder niedergeworfen. Allein gestern nachmittag sind 12 Menschen durch Blib>- strahl getötet bezw. verletzt worden. ::: Paris. Montag nachmittag gingen über Paris Regengüsse nieder, die in den niedrig gelegenen Vierteln der Stadt zu zahlreichen Rissen der Kanal- und Wasserleitungen geführt. In der Umgebung der Kirche Saint Augustin ist es zu einer wirklichen Katastrophe gekommen. Ein Automobil mit einer Dame i st Unter dem Boden verschwunden uüd hat einen Passanten mit in die Tiefe gerissen. Die zwei Passagiere scheinen ertrunken zu sein. Vor einem Cafe l ist das Trottoir eingesunken, zehn Personen fielen in die I Tiefe. Man hofft sie retten zu können. In der Nähe ! des Barockes Chasy le Roi wurden 3 Eisenbahnarbei- ! ter durch Blitzschlag getötet, zehn schwer verletzt. Peraniwocklich: Albin Klein, Gießen. reiche Studienreisen und Eesellschastssahrten zur Ausstellung aus allen Ländern der Erde sind angemeldet worden, so eine Studienreise der Deutschamerikaner in j New-Pork, eine Gesellfchastsfahrt russischer Büchhand- j lungsgehilsenverbände in St. Petersburg, eine Kollek - tivreise der Veckreter des Spanischen Buchgewerbes, eine Gesellschaftsfahrt der Angehörigen der Papierbranche Italiens und zahlreiche andere geschlossene Besuche von Fachverbänden der ganzen Welt. Englisches Dtaaisgebüude. Alle Paläste der fremden Staaten liegen an der prächtigen „Straße der Nationen", die sich vom Eingänge B der Ausstellung bis zur gegenüberliegenden „Halle der Kultur" hinzieht. Die Straße der Nationen , ist in diesem Jahre der Sammelpunkt der ganzen ge- j bildeten Welt, und ein buntes internationales Leben wird sich auf ihr entfalten, wie es Leipzig bisher nie zu sehen bekam und wie es nur eine Weltausstelluüg Allgemeiner Ausianospavillon. größten Stiles mit sich bringen kann. All den fremden Gästen, die auf dieser Straße sich treffen, wird ebenso wie dem Deutschen selbst, der voll Stolz das auf deutschem Boden entstandene Weck vor sich sieht, das Bewußtsein aufgehen, daß in diesem friedlichen Wettkampf der Nationen auf den weltumfassenden Gebieten des Buchgewerbes und der graphischen Künste zugleich ein neues Band gegenseittger ÄnnäheruNg um die Kultuv- völker der Eyde geschlungen wurde. Streng reelles Angebot! 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Dies Zweck wird dadurch er- A. dassHWUnterricht wisaenschaft- lic.her x Lehranstalten naoiijjeahm! ß. dass ’ deiNjntcrricht in so einfacher undNjründllohsr Weise erteilt wird, nass jeder den Lehrstoff vereteheh muss, und C. dass bei dem brieflichen Fernunterricht auf die hulivlßuello Veranlagung jedes 8chirl v er» RÜoksloht genommen wird. Auslfk'irJ-icUe Broschüre sowie Dankschreiben bestanden e Examina gratis! C « ränüllche Vorbildung zur Ablegung von Aufnahme- und AbichliiM- ^rjlungen usw — vollständiger Er.atz IQr den Schulunterrlcht.\ / Bonness &. Hachfeld, Verlag, Potsdam S. O. \ Ul 111 [11 unseres bedeutend. Unternehmens (keineVersicheruug od.dgl.) Abteilung: dessen ist per sofort zu besetzen. (Wohnsitz am Platz nicht Bedingung.) Sofort beginnende, laufende Einnahmen. Bei entsprechender Tätigkeit kann ein erzielt werden. Es kommt nur seriöser Herr (auch Offizier od Beamter a. D , Landwirt oder Rentier) in Frage, der im Besitze eigener Barmittel von einigen tausend Mark ist.. 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