von jrii» irnorj :hau- iendi vojj mit Kur] [ha u , dfi s ro4 ,r i \ fällt- ,eod j Isorj da"'! ' SB Pf-, monatlich MneWtMrUq » „r«u»,ahlb»r, frei in* H,u». >d,«H»lt t» >»M»M »Wedtrton »der in den Zweig. ,»»««»». — Redaktion: Selier». »eg 8B. — Mir Ansbrwahrurig ober RLiksendung nicht »eelanGter RtameSripie wird nicht garantiert. Verlag »er «iecheaer Zeitung" «. m. h. - Lxpeditio«: -«Ilersweg 8S. Nt. 46 Telephon: Nr. 362. MlltW0ch, dkN 10. JllNl 1914. Anzeigenpreis 15 pfg. « die 44 mm breite Petitzelle für Auswärts 20 Psg Die 90 mm breite Reklame-Zeile T>0 Pfennig Lktrabetlagen werden nach Gewicht und Gröh» berechnet. Rabattkommt bei Ueberfchreilung de« Zahlung«. zielcS >30 Tage), bei gerichtlicher Beitreibung oder t>e, Konkurs in Wegfall. Platzvorfchristen ohneBerbindlichtet.. Druck der Gießencr BerlagSdruckcrci. Albin Klein Telephon Rr. 362. 26. Polififcbc Rundfcbau Deutschland. • Der deutsche Kaiser besucht deu österreichischen Erzt^rzog-Thronfolger und ist begleitet von Staatssekretär Tirpitz. Die Wiener „Reichspost" gedenkt in anerkennenden Worten der Bedeutung des Staatssekretärs Tirpitz für die Schaffung der gewaltigen deutschen Flotte; Wenn Deutschland heute «ine Seegewalt besitzt, so dankt sie es in allererster Linie seinem Kaiser und seinem Großadmiral von Tirpitz. In Oesterreich aber freut man sich aufrichtig, dah der Kaiser gerade von dem gro- hen Flottenorganisator begleitet ist, wenn er diesmal nach Konopischt fährt. Oesterreich steht am Wendepunkt seiner Flottenpolitik. Niemand hat der Kriegsmarine, wenn sie jetzt sich kräftig zu entwickeln vermag, wärmere Förderung angedeihen lassen, als ihr Admiral, der Erzherzog-Thronfolger Franz Ferdinand, der unserer Seewehr so viel neue Impulse gab. Unter dem fürstlichen Dach von Konapischt wird der grotze Organisator, der deutschen Flotte ein lieber und hochgeschätzter East sein, dessen Werk ganz Oesterreich zu ehren weih. • Der Herzog und die H e r, z o g i n von Braunschweig mit'dem Erbprinzen sind in Emünden eingetroffen. Die Stadt ist sestlich geschmückt. Das Kurpublikum Und die Bevölkerung be- grühte das Hegzogspaar mit herzlichen Zurufen. • Die Vermählung des Staatssekretärs v o n I a- g o w mit der Gräfin Luitgard zu Solms-Latt- b a ch wird am 18. Juni aus Schloß Arnsburg iU Oberhessen stattfinden. • Der durch den Tod v. Massows verwaiste Rcichstagswahlkreis LabiaU-Wehlau, seit 1884 im Besitze der Konservativen, war 1910 in einer Nachwahl an die Fortschrittler gefallen. Bei den Reichstags- wahlcn 1912 erhielten Oberst v. Massow 8356, der fortschrittliche Kandidat 5850 und der Sozialdemokrat 2961 Stimmen. In der Sttchwahl wurde Herr von Massow mit 9101 gegen 8694 Sttmmen gewählt. • Nachdem die Münchener sozialdemokratische Presse die Haltung der Liberalen beim Kaiserhoch des Reichttztagspräsidenten als „Pflege einer Tanzmeifterkultur" charakterisiert hatte, erregt es in den dortigen politischen Kreisen nicht geringe Heiterkeit, dah der sozialdemokratische zweite Vorstand des Münchener Eemeindekollegiums, W i t t i, im Königlichen Schlosse nicht nur an der Galatasel zu Ehren des Eroß- herzoglichcn Paares von Hessen teilnahm, sondern auch in die H-o chs auf den Kaiser und die Landes - Herren mit einstimrnte. ' Am Sonntag wurde in Trier eine katholische Frauenvereinigung für die deutschen Kolonien gegründet, die ganz Deutschland umsaht und zur Fürsorge für; Frauen und Mädchen in den deutschen Kolonien dient. Ehrenvorsitzende ist die Fürstin Aloys Löwenstein in Kleircheubach in Bagern. Den Vorsitz hat Frau Oberbürgermeister von Bruchhausen - in Trier übernommen. * Das bisherige Ergebnis der Rote Kreuz- Sammlung in Deutschland beträgt nach vorfichttger Schätzung rund 1% Millionen Mark, wovon aus Preußen rund 900 000 Mark entfallen. Da die Sammlung erst am 1. Dezember d. Is. ihren Abschluß findet, ist mit einem bedeutend höheren Gesamtergebnis zu rechnen. Frankreich. * Paris, 8. Juni. Heute vormittag wurde hier unter dem Vorsitz des Handelsministers Peret der I n° ternationale Kongreß der Handelskammern und der kaufmännischen und industtiellen Vereinigungen mtt einer seierlichen Sitzung in der Sor,- I bonne eröffnet, lieber 80 deutsche Handelskammern ! und kaufmännische Vereinigungen haben zu dem Kon- ! greh ihre Delegierten entsandt, darunter den Pgäfidenten I und Vizepräsidenten des deutschen Reichstages Dr. ! Kaempf und Dove, ,ferner Achelis, Andreae, Richard ! Schmidt, Sötbeer, Ravenee, Münsterberg, Richter, Professor Apt usw. Aus Oesterreich sind die Delegierten von 43 Handelskammern erschienen. England. * Der König vcn England wird am 19. Juni eine große Flottenrevue in Spitheod abnehmen, wobei 400 Schiffe versammelt sein werden. Dies dürste die größte Flottenparade sein, dse jemals abgehalten wurde. Bulgarien. * Zwischen Bulgarien und Oesterretch- Ungarn ist eine Postkonvention abgeschlossen worden, durch welche di! Brieftaren in dem Verkehr, mit den beiden Ländern wesentlich herabgesetzt und den Jn- landtarifen gleichgestellt und auch die Herabsetzung der Telegrammtare Und die Herstellung einer direkten Telegraphenlinie Wien—Sofia in Aussicht genommen ist. flu$ Albanien. * Der Hofmarschall des Fürsten von Albanien, v. Trotha, schiffte sich in T r i e st auf einem Lloiyd- dampfer nach Albanien ein. * Die englischen Kreuzer „Wareior" und „Defend" haben Befehl erhalten, sofort mit voller MunitionsauS- rüstung und Verpflegung in See zu stechen. Es heißt, dah die Schiffe nach Skutari abgegangen sind. * Rußland habe sich ebenfalls zur Entsendung von Kriegsschiffen entschlossen. V * Die Wiener „Neue Freie Presse" erfährt von besonderer Seite aus Belgrad: Hier geht das Gericht, daß die griechische und serbische Regierung den Großmächten mitgeteilt hätten, daß sie unter km rettender Gedanke. Eine Studcntengeschichte von Adolf Thiele. Nachdruck verboten. (Schluß.) „Werte Frau Zimpfel", erwiderte Daus für seinen Freund, „Ich will Ihnen sagen, warum unser guter Bernhard die Stelle verloren hat: er war zu — tüchtig dazu. Sie staunen, aber sehen Sie, die Kinder, die er unterrichtete, brachten so glänzende Zensuren nach Hause, daß sich die Eltern sagten, ihre begabten Sprößlinge brauchten keine Nachhilfe mehr, und so wurde Bernhard denn mit innigen Dankwortcn entlassen. Gebe der Himmel, daß die Kinder recht bald wieder jaul und dumm werden." Frau Zimpfel machte zu diesem sonderbaren Segenswunsch zuerst ein stagendes Gesicht, dann aber fuhr sie in ihrer einem Mühlengcklapper ähnlichen Zungcn- arbeit fort. „Sehen Sie, Herr Daus, man kann ja nickt, wie man will", sagte sie. „Da fehlen ja die Mittel. Das ist bei unsereinem auch nicht so wie bei dem Herrn Geheimrat, der Ihnen damals aUs Gute ihr künstlickcs Bein geschentt hat. Entschuldigen Sie, daß , ick Sie daran erinnere, aber es ist nun eimnal so! Sehen Sie, Ihr Bein, das tut mir so leid, aber es kann doch nichts Helsen, Ihr Bein, ja ja, es kann nichts Helsen." In diesem Augenblicke schellte es an der Vorsaaltür, nnd Frau Zimpfel fand so Gelegenheit, sich zu empfehlen. „Olle Schraube!" brummte Daus, indem er seine ausgegangene Pfeife wieder anzündcle. ;Freiiich kann das Bein nichts helfen!" Plötzlich verstummte er und versank in ein so tie- ses Nachdenken, daß er seine geliebte Pseife wieder aus- l gehen ließ. „Was hast du, Daus?" fragst Bernhard er,taunt. ! „Nichts, nichts!" murmelte dieser und blickte starr j auf einen Punkt. Fragend sah Bernhard den Freund ! an, in dessen Seele Großes vorgehen mußte. Lange starrte Daus vor sich hin, dann sagte er halblaut:' „Ja, : ja, ja!" „Was hast du denn nur, Daus?" fragte Bernhard j jetzt ganz ängstlich. „Nichts weiter, als eine ganz famose Idee, oller , Schwede!“ rief nun Daus, der plötzlich wieder Leben bekam. „Die Zimpfel meint, das Bein könne nichts ; Helsen. Natürlich irrt sich die alte Tranlainpe. Weiht du was, wir versetzen das Bein!" „Versetzen — das — Bein? lallte Bernhard und wankte etwas nach rückwärts. „Na, ja, was ist dabei, ich schnalle das Bein ab, und du trägst es heute zu unserm guten Freunde Silbermann." Bernhard lachte hell auf. keinen Umständen zulassen werden, daß ein mohammedanischer Prinz den albanischen Thron besteiget. • Man hofft jetzt im fürstlichen Palais zu D u - r a z z o auf eine Niederwerfung des Aufstau d e s, da unter den Rebellen ernste Zwisttgkcitcn ausgebrochen sind. Ein Teil der Aufständischen hat sich gegen die Beis, d. h. die türkischen städtischen Beamten, erhoben, ein anderer Teil lehnt sich dagegen auf, daß das Schulwesen modernisiert werben soll. * Die albanische National! st enpar- t e i, deren Mitglieder zum Fürsten Wilhelm halten, erhob Protest gegen die in ausländischen Blättern verbreiteten Lügenmeldungen über den unvermeidlichen Zusammenbruch des jungen Fürstentums. Sic erklärte, daß das neue Albanien in wenigen Tagen alle Schwierig - keilen überwinden und die von seinen Feinden verführten Söldlinge nlederwerfen werde. Die albanischen Nationalisten sind also davon überzeugt, daß die Aufstandsbewegung in Mittelalbanien von italienischen Agenten angezettelt wurde. — Wegen der Verhaftung italienischer Persönlichkeiten in Durazzo, die sich verdächtig gemacht hatte», mit den Aufständischen vor der Hauptstadt Lichtsignale ausgetauscht zu haben, entschuldigt sich die albanische Regierung und versprach volle Genugtuung. Die Verhafteten waren nach einer Untersuchungsvast von wenigen Stunden wieder in Freiheit gesetzt worden, da ein Beweis für die gegen sie erhobene Anschuldigung nicht zu erbringen wär^ ' Die albanische Regierung hat sich mit dem Ergebnis der von dem internationalen Aussichtsausschuß in Korsu geführten Verhandlungen über Epirus einverstanden erklärt. Daher wird der Ausschuß sich demnächst nach Korfu begeben zu? Durchführung der Ein- i richtung der Verwaltung in Epirus. Die Verständig u n g s b e d i n g u n g e n sind die folgenden: Die örtliche Gendarmerie darf nicht außerhalb Epirus verlegt werden, außer wenn dies durch höhere Gewalt erfordert wird. Es wird volle kirchliche Freiheit gewährt. Die griechische und albanische Sprache werden in den drei untersten Klassen gelehrt werden. Die griechische Sprache wird als Verwaltung?- und Gerichtssprache in Epirus gebraucht werden. Der schriftliche Verkehr mit der Regierung in Durazzo wird in albanischer Sprache erfolgen. Die beiden Verwaltungen in Goritza und Agy- rokastro werden durch christliche Gouverneure geleitet werden, die von der albanischen Regierung ernannt werden. Es werden zwei Verwaltungsbeiräte durch allgemeine Volksabstimmung geschaffen, denen die Gouverneure wahrscheinlich verantwortlich sein werden. Die Beschwerden der Chimarioten werden den Mächten unterbreitet werden. Die albanische Negierung wird eine allgemeine Amnestie den Eingeborenen von Epirus gewähren, die ttnter Waffen bleiben werden, um mit ihren Offizieren die Grundlage für die neue Gendarmerie zu bilden; die fremden Freiwilligen werden das Land verlassen. Diese Neuordnung wird eingerichtet und überbracht werden von dem internationalen Aufsichtsausschuß, „Das ist doch das tollste", ries ei;, „was mir noch vorgekommen ist!" „Toll oder nicht!" entgegnete ruhig der Dicke. „Es bringt Geld ins Haus. Also bleibt es dabei!" Und blieb dabei. Am Abend eilte Bernhard mit einein länglichen, sorgfältig verhüllten Gegenstand unterm Arm nach der , wohlbekannten Stätte, wo bereits die Taschenuhren bci- j der Freunde „studierten". „Guten Abend! Was bringen Sie denn da?" „Ein Bein, Herr Silbermann!" „Wie heißt, ein Bein?" rief der Pfandleiher erstaunt. ;Geh'n Sie mir weg mit dem Bein!" „Aber Herr Silbermann, solch einen guten Kunden werden Sie doch nicht in einer so peinlichen Lage fitzen lassen!" Schließlich natbm ihm der Geschäftsmann, der im Grunde eine gemütliche Haut war, das Bein ab, und um 25 Mark reicher kehrte Bernhard zurück. Daus, der nicht mehr weit vom Eiamen stand, hatte nun die schönste Gelegenheit zrrm „Ochsen". Bernhard, sein „Rabe" ließ Essen und Bier holen, brachte Tabak und Zeitungen herbei, und nach 10 Tagen, als der beliebteste aller Sterblichen, der Geldbriefträger erschienen war, schlich Bernhard unter dem Schleier der Nacht zum hilfreichen Mann und war bald darauf in der angenehmen Lage, den Körper seines Freundes komplettteren zu können. der sich nach Chimara begeben wird. Die Ausführung und Beobachtung der genannten Zugeständnisse wird ven den Mächten verbürgt werden. * Durazzo, 8. Juni. Die M i r d i t e n haben eine Versammlung abgehalten, woraus sie vor das Fürstliche Palais zogen und hier Ovationen darbrachten, sür die das Fürstenpaar dankte. — Infolge der Verhängung des Belagerungszustandes. ist die Einsetzung eines Kriegsgerichtes verfügt worden. ' Nach einer noch unbestätigten Meldung haben die RegieruNystruppen die Aufständischen bei T'irano angegriffen nnd vollständig geschlagen. ' Valona, 8. Junik Oberstleutnant Thomson ist zur Teilnahme an der Versammlung der Ro° tadeln hier eingetrossen. Seine Aufforderung zul Bildung eines Freiwilligenkorps gegen die Rebellen wurde mit großer Begeisterung und Ovationen für den Fürsten ausgenommen. Thomson kehrte nach Durazzo zurück. Die Entwicklung des Verkehrs auf dem Dortmund-Ems-Knnai. Der Güterverkehr auf dem Dorlmund-Ems-Kanal hatte im Jahre 1913 eine weitere günstige Aufwärts - entwickelung zu verzeichnen, die in erster Linie der gewaltigen Steigerung des Kohlen-Ver- s a n d e s zuzufchreiben ist. Der Gesamtverkehr ist von 119 500 T. im Jahre 1898 (Eröffnungsjahr) auf 4 268 706 T. in 1913 gestiegen. Schon nach fünf Jahren überschritt die auf dem Kanal bewegte Gütermenge 1 Million T., die zweite Million wurde in 1907, die dritte in 1910 erreicht, und im letzten Jahre ist der Gesamtverkehr zum erstenmal über 4 Millionen T. hinausgegangen. Im Jahre 1913 wurden kanalabwärt s 2M6 (i. D. 1.705) Mill. T. bejördert, davon waren 1,636 (1,298) Mill. T. Kohlen, 0,051 (0,056) Mill. T. Eisen Und Stahl und 0,358 (0,349) Mill. T. andere Güter; kanalauswärts wurden versandt 2,223 (2,077) Mill. T., davon warben 1,500 (1,376) Mill. T. Erz, 0,113 (0,181) Mill. T. Holz, 0,232 (0,187) Mill. T. Getreide, 0,126 (0,139) Mül. T. Sand und Steine und 0,251 (0,192) Mill. T. 'andere Güter. Bon den zu Berg beförderten Gütern hat die Beförderung von Erz (es handelt sich wohl fast aUsschlictzlich um Eisenerz) eine autzerordentlrch starke Zunahme erfahren. Sie ist vion 0,072 Mill. T. im Jahre 1901 auf 1,500 Mill. T. im Jahre 1913 (1912: 1,376) gestiegen. Während in den ersten Jahren nach Eröffnung des Kanals nur die Dortmunder Union ihre Eisenerze über diesen bezog, benutzen in neuerer Zeit auch das Eisen- und Stahlwerk Hoesch und die Aktien- Gesellschast Phönir (Hörder Verein), nachdem sie durch die Dortmunder Kleinbahn direkten Anschluß an den Kanal erhalten haben, diesen für ihren Erzbezug. Hiermü hängt in erster Linie die große Zunahme der Erzbe - förderung zusammen-, 1913 entfielen mehr als zwei Drittel des Bcrgverkehrs auf Erzladungen. Der Bezug von Getreide war trotz seiner Steigerung um 45 000 T. noch um 173 000 T. kleiner als in 1911. Der Grund hierfür liegt in den damals für landwirtschaffliche Ey Zeugnisse eingeführlen Ausnahmetarisen auf der Eisenbahn, die auch im Jahre 1913 aus den Getreidctrans - port auf dem Kanal ungünstig einwirkten. Beim T a l v e r t' e h r beruht, wie schon erwähnt, die Zunahme des Verkehrs fast ausschließlich auf der erheblichen Steigerung des Kohlenversandes. Dns letzte Jahr zeigt gegen das Vorjahr eine Zunahme uin 337 000 T. gleich 25,96 Prozent. In den ersten Jahren nach der, Eröffnung des Kanals zeigte der Kohlenvetzand zunächst nur eine geringe Zunahme, und in den Jahren 1903 bis 1907 geriet die Entwickelung sogar völlig ins Stok- ken-, darin brachte jedoch das Jahr 1008 den Anfang einer Aufwärtsentwickelung, die bis 1913 zu einer Erhöhung der Versandmenge auf mehr als das sechsfache ihres Umfanges vom Jahre 1907 führte. Die 1908 einsetzende große Steigerung hängt in erster Linie damit zw sammen, daß die Brikettfabrik des Kohlen- Syndikats in Emden, die bis 1908 sttllgelegen hatte, in diesem Jahr den Betrieb wieder aufnahm und beträchtliche Mengen Feinkohle über den Kanal bezog. Außerdem ist der Kanal seitdem auch weit stärker als vorher zum Uebär seeversand der nieder- rheinisch - w e st f ä l i s ch c n Zechen» ^herangezo- gen worden. Im Versand von Eisen und Stahl und in der verringerten Einfuhr von Baumaterial machte sich der allgemeine Rückgang der Konjunktur bemerkbar. Wie es in dem jüngst veröffentlichten Jahresbericht des Bergbaulichen Vereins in Essen, dem die vorstehend angeführten Zahlen über die Entwickelung des Verkehrs auf dem Doytmund-Ems-Kanal entnommen sind, heißt, spricht die Tatsache, daß dieser Niedergang nicht auch im Versand von Kohle und Erz in die Erscheinung trat, sür die Entwickelungsmöglichkeil des Kanals; ob der Ge- samwerkehy auf dem Kanal durch die demnächstige Verbindung mit der Rhein-Schiffahrtsstraßc eine besonders große Belebung erfahren wird, lasse sich mit Rücksicht auf die Bedenken, die einstweilen dem staatlichen Schleppbetrieb und der Höhe der Befahrungstarise entgegen gebracht werden müßten, nicht übersehen. Xus Stadl und Land. :) Von der Landesuniversität. Nach einer statistischen Uebersicht über die Studierenden in Gießen fanden im vorigen Halbjahr 1348. im gegenwärtigen Halbjahr 391, in Summa (nach Abzug von 307 Abge- ganginen) 1432 Immatrikulationen statt. Davon sind 32 Immatrikulationen Studentinnen. Nach dem Studienfach stellt sich die Statistik wie folgt: Theologie 117, Rechtswissenschaft 146, Medizin 358, Tierheilkunde 203. Philosophie 40, Pädagogik 13, Mathematik 49, Natur- Wissenschaften 6t, Chemie 39, Pharmazie 29, Forstwissenschaft 35, Landwirtschaft 106, Geschichte 17, Klassische Philologie 50, Neuere Philologie 169. Hessische Studierende waren insgesamt 842. Aus Preußen waren 403, Bayern 48 , Sachsen 7, Württemberg 10, Baden 20, Elsaß-Lolhringen 11. Aus sonstigen deutschen Staaten waren insgesamt 40. Aus anderen europäischen Staaten waren Russen 32, Engländer 4, Sonstige 16. Aus den Vereinigten Staaten, aus Japan, aus der Türkei je 1. * Herbstmanöver. Im 18. Armeekorps ist die Manövereinteilung wie folgt: Das Korps hat je zwei Tage B'igade- und Divisionsmanöver, einen Tag Korpsmanöver gegen Flaggenfeind und vom 14. bis 18. September 5 Tage Katsermanöver. Die Leitung des Ko>psmanövers gegen Flaggenfeind hat Generaloberst v. Bülow. * Ein Offenbacher in hohen Ehren. Im Jahre 1870, vor Beginn des deutsch-französischen Krieges, nahm ein geborener Offenbacher, Herr Otto Fulda, den damals 15jährtgen Sohn Jean des hiesigen Leder- fabrikanten Anton Ahrens mit nach Moskau, um ihn in seinem Drogen- und Farbwaren EncpoSgeschäst die Kaufmannschaft erlernen zu lassen. Zwanzig Jahre war Herr Ahrens bei der Firma tätig, wo er sich durch Intelligenz und als eminente Arbeitskraft das ganze Vertrauen seines Chefs erwarb uno eine bevorzugte Vertrauensstellung bekleidete. 1890 gründete Jean Ahrens eine Gesellschaft unter der Firma: Handelsund Industrie-Gesellschaft Poufie, Ahrens u. Co-, der er heute noch als erster Direktor vorsteht und die eine der bedcutcnsten in Moskau ist. Sein Name hat dort einen sehr guten Klang. Durch das große Interesse, das Herr Ahrens seiner zweiten Heimat tm allgemeinen und deren Wohlfahrtseinrichtungen im besonderen ent- gegcnbrachte, wurde er schon vor längeren Jahren zum erblichen Ehrenbürger der Stadt Moskau und von der Regierung zum Kommerzienrat ernannt. Später wurde er Staatsrat und jetzt bringt die Moskauer deutsche Zeitung folgende Lokalnachricht: Der Kurator der Moskauer Dolgorukow - Heilanstalt des Roten Kreuzes, Mitglied des Moskauer Kommerzgerichts Staatsrat I. Ahrens wurde für besondere Verdie. ste zum Wirklichen Staatsrat mit dem Titel Exzellenz befördert. — Die Anhänglichkeit an die alle Heimat hat AhcenS aber nicht verloren und fast in jedem Jahr kommt er mehrere Wochen lang zu Besuch nach Offenbach. * Fahrpreisermäßigung zum Be ° such der deutsche n W e r k b U n d a u s st e l l U n g Köln 1914. 1. Auf den Strecken der Preußisch-Hessischen Staatseisenbahnen, der Reichseifenbahnen; der Grotzherzoglich-Mecklenbuygifchen Staatseisenbahnen und der Bayerischen Staatseisenbahnen (Pfälzisches Netz) werden zum Besuch der deutschen Werkbundausstellung Köln 1914 sowohl auf der Hin- als auch auf der Rückreise in der 3. Klasse zum halben Fahrpreise für Eilund Personenzüge, in Schnellzügen außerdem gegen Zahlung des vollen tarifmäßigen Zuschlages befördert: A. a) Vexlicherungspflichtige Mitglieder von Kranken - kaffen im Sinne der RcichsversicherungsordnUng (Orts- krankenkafsen, Landkrankenkassen, Betriebskrankenkassen, JnnUngskcankenkassen), von Versicherungsvereinen auf Gegenseitigkeit, die als Ersatzklassen zugelassen sind, sowie von eingeschriebenen Hilfskassen und von knapp - schaftlichen Krankenkassen; b) Versicherungspslichiige Versicherte der Versicherungsanstalten und der Souverän - stallen im Sinne der ReichsversicheruNgsordnung; c) Freiwillige Mitglieder btr unter A a) und b) genannten Kaffen und Versicherungsanstalten, deren jährliches Gesamteinkommen 2500 Mk. nicht übersteigt- d) Versicherte der. Reichsverficherungsanstalt für Angestellte, deren jähr- liches Gesamteinkommen 2500 Mk. nicht übersteigt, soweit es sich um handwerksmäßig beschäftigte Arbester, einschließlich der sogenannten gelernten Arbeiter in Fabriken, sowie um sonst im technischen Betriebe von Fabriken Angestellte handelt. B. Selbständige Handwerker, die in ihrem Gewerbebetriebe nicht mehr als 8 Gesellen beschäftigen. 2. Von den unter 1A. a) bis d) aufgeführten Personen müssen sich auf der Hliueise mindestens 10 Teilnehmer zu einer gemeinschaftlichen Reise zusam- menschlichcn. Die Rückreise kann auch einzeln ausgesührt werden. Nähere Auskunft ertellen di« Fahrkarten-Aus- gaben. " Die Süd westdeutsche Zuverlässig- k e i t s s a h r t, die sich einer besonderen Aufmerksamkeit seitens der Automobilisten und der Industrie durch ihr jährliches Wiederkehren, und di« scharfen Propofitionen, d,e ihr zugrunde gesetzt werden, «rfteuk, wird in die^ sem Jahre am 25., 26. und 27. Juli wiederum vom Hessischen Automobilklub, der mit dem Kaiserlichen Automobilklub kartelliert ist, veranstaltet werden. Nennungsschluß zur Fahrt ist der 20. Juli d. I. Die Strecke mit etwa 1000 Krlomeler führt von Darmstadt durch den Odenwald über Eberbach nach Stuttgart, durch den Schwarzwald nach Ueberlingen am Bo- dcnsee, woselbst das Tagesziel des 1. Tages liegt. Am 2. Tade geht die Tour von Ueberlingen nach Friedrichshasen, Ulm, Geislingen nach Rothenburg über Nürnberg, Würzburg, durch den Spessart nach Darmstadt. Seitens des Klubs, sowie der JMutstrie winken zahlreiche Preise den Siegern. n Gieße.i, 8. Juni. Der Besuch der Eewerbe- aUsstellung ani Samstag uNd am Sonntag ist recht gut gewesen. Die Wege konnten zeilweise das lustwandelnde Publikum nicht fassen, so daß kleine Stockungen vorkamen, die aber schnell wieder behoben wurden. Die Festhalle Und auch Althessen wagen voller Besucher und Fröhlichkeit herrschte überall, und zwar selbst dann noch, als am Sonntag abend die Lust sich plötzlich abkühlte und ein anhaltender Regen niederfiel. Am letzten Sonntag waren die Gewerbevereine von Braunfels a. d. L. und von Gladenbach in der Ausstellung. Am Vormittag vereinigten sich in der Festhav« die Teilnehmer von der Taufe unseres Luftballons „Gießen" zu einem festtäglichen Frühstück. Die Kauflinst der Besucher ist auch in der vergangenen Woche munter geblieben, so sind u. a. allein ungefähr weitere 30 Arbeitsmaschinen verkauft worden. n Gießen. Ein 15jähriger Lehrling wurde als der B r a n d st i f t e r ermittelt. welcher vor einiger Zeit die Scheune von Winn am Aulwege Und den Stroh- schuppen auf dem Gelände der früheren Akticnbrauerei in Brand setzte. Er ist auch weiter geständig, in acht Fällen kleine Brände in HaUsfkureu angelegt zu haben, die aber bald entdeckt und ohne größeren Schaden zu verursachen abgelöscht werden konnten. * Gießen. Der Ballon .Gießen" des Groß, herzoglichen Vereins für Luftfahrt, der von der Fürstin zu Solms-Hohensolms-Lich, der Schwägerin des Groß Herzogs von Hessen am Sonntag gekauft worden war, ist nach einer siebenstündtgen Fahrt bet Volpriehausen in Hannover glatt gelandet. o Butzbach, 7. JuNi. Das 40jähr,ige Jubiläum der Kriegeckamcradfchaft Maffia", verbunden mit dem Jubiläum ihres Schriftführers, des Medizlnal- rates Dr. V r g t und gleichzeitig des Kriegcrvercins Butzbach, gestaltete sich bei der heutigen Mitgliederversammlung des Verbandes zu einer außerordentlichen Für Stotternder Es wird hier nochmals auf dir von Herrn Dir. Wac- necke-Hannover durch Inserat in der letzten Ausgabe dieser Zeitung augekündigt. Sprechstunden in Metzln» am Donnerstag, den 11. d. Mts. von 11—1 Uhr und 2—7 im Hotel Kessel aufmerksam gemacht. Die Warncckc'sche Selbstunterrichtsmrthode hat sich in sehr schweren Fällen und auch bei solchen Leidenden, die schon Kurse ohne Erfolg obsolvlcrt hatten, vorMgllch bewährt. Auch in Metzlar und Umgegend haben sich schon viele Leidende ^urch diese Methode von ihrem liebe! befreit. Es ist dringend zu empfehlen diese Methode an,zuwenden, da dieselbe auch noch den Vorzug Hot. sehr billig zu sein. Wie aus dem Inserat zu ersehen, ist für den Besuch der Sprechstunden nur eine Gebühr von 1 Mark zu entrichten. Dr. Öeiker’s ,Jackin (gesetzlich geschützt!) Wer es kennt, gebraucht es immer, Etwas besseres gibt es nimmer! haben! 1 Päckchen 10 Pfg. Sgtfritus -1 jägingelicht MARLA 3 brennt mal so billig Petroleumilcht Probelampe ohne Kaufzwang Gebr.tautirtiact} . Berlin S. 0.389. Oranienstr.183 Jede verständige Mutter gibt ihren Kindern Kathreiners Malzkaffee. Denn Kathreiners Malzkaffee erhält die Kinder frisch und kräftig und macht den Kleinen die Milch schmackhaft. Tausende von Ärzten empfehlen ihn. Kundgebung und Ehrung für die Jubilare. Die Feier amrde schon gestern durch die Präsidialsitzung, Vesich- rgckng der Sehenswürdigkeiten und einem F eftk o m- n e r s im Hessischen Hofe eingeleitet. Heute vormUtag logen die Hassiakameraden zum Kriegerdenkmal bei der Äadlkirche, wo eine Gedächtnisfeier stattfand. Pfarrer Loos hielt eine zu Herzen gehende Ansprache, ncrauf Hassiapräsidcnt General Freiherr von Heyl, tzauptmann Waldecker und Medizinalrat Dr. Vogt üränze an dem Denkmal niederlcgten. Musikstücke und besangsvorträge ergänzten die erhebende Feier. Um 10 tlhr begann die Mitgli-ederversammlungim Hessischen Hose", die mit einem Hoch auf Kaiser und broßherzog durch den Vorsitzenden, General Freihcrrn >. H e y l, eröffnet wurde. Dieser bcgrützte dann die bästc, insbesondere den Vertreter der Regierung, Ober- egienmgsrat Dr. Stammler, Krcisrat Frhrn. Schenck u Schweinsbcrg, den Bürgermeister, von Butzbach und üe Vertreter benacbbarter Verbände. * Burkhardsfelden. Vor etwa 2 Jahren iedclte ein Oitsbürger nach Westprcußen über, wo er in Gut von der Ansudclungskommisston üb.rnahm. Dieses Beispiel hat Nachahmung gefunden. In diesen lDagen hat wieder ein Landwirt Burkhardsfelden ver- affen, um sich 1 in Ansjcdclungsgebicte arzukausen, und In kürze wird ein dritter diesem Beispiel folgen. " Frankfurt a M Die Verwaltung der Frank- I urter llniveriität b-nblicktlat, am linkm Molnufer in der Nähe des städtischen Krankenhauses einen großen Spiel- und Sportplatz für die Studierenden rin- zurichten. ):( Frankfurt a. M. In dem Salvar- san-Proz«ß gegen Karl Waßmann beantragte der Staatsanwalt 6 Monate Gefängnis. Um 11^ Uhr nachts wurde das Urteil gesprochen. Es lautete auf 1 Jahr Gefängnis. Waßmann wurde sofort ver- verhaftet. * Cronberg. Die Königin von Griechenland traf mit ihren Töchtern Irene und Katharina zu einem vierwöchentlichen Aufenthalt beim Prinzenpaar Friedrich Karl auf Schloß Friedrichshof ein. Die Schloßherschaften holten die griechischen Gäste im Automobil vom Frankfurter Hauptbahnhof ab. Aus aller Mit. * Der Reichsverband der deutschen Städte, der gestern seine Tagung in Berlin abhielt, wählte als Ort der nächstjährigen Tagung Leipzig. ::: Etwa 40 Fischerboote sind in einem furchtbaren Sturm an der Küste von Neu-Braunschweig gescheitert. 20 Fischer haben dabei den Tod gesunden. ::: Bei dem internationalen Tennisturnier errang die 16jährige Französin SUzanne Leralen die Damenweltmeisterschast. ::: Ein empfindlicher We 1 tersturz ist in den hohen Lagen des Schwarzwaldes und der V o- g e s e n eingetreten. Bei einer Temperatur von Minus 1 bis 2 Grad fällt feit Sonntag abend Schnee, der sich auf den Kämmen behauptet und mehrere Zentimeter doch- liegt. In dem Feldberggebiet reicht die Schneegrenze bis auf 1250 Meter herab. Citerarifebes. tKriebenS Reiseführer. (Berla^Sbuchhandlung Albert Noldschmidl, Berlin W. 35). Band 98: „H o l l a n d", 14. Aufbage. Mit 9 Karten und 2 Grundrissen. (Mk. 3.—.) Die soeben erschienene Neuausgabe des Griebenschen Reiseführers Holland hat tertlich eine ganz bedeutende Erweiterung erfahren. Die einzelnen Ortsbeschreibungen sind teils genau' revidiert, teils Vollständig umgearbeitet worden, wobei Mu>- seen Und Sammlungen besondere Berücksichtigung fanden. Von den Neueinfügungen sei vor allem die ausführliche Beschreibung des Friedenspalastes im Haag erwähnt. Auch die Umgebungen der interessanten holländischen Städte wurden diesmal eingehender als bisher behandelt. Die Reiserouten find auf das Praktischste zu- sammenaestellt: überhaupt ist die Anordnung so gehalten, daß sich jeder mit Leichtigkeit orientieren kann. Und da auch das reiche Kartenmaterial in jeder Hinsicht dem neuesten Stand entspricht, so wird der Führer jedem Holland-Reisenden als zuverlässigster Begleiter sehr willkommen sein. Band 22: „Belgien", 14. Auslage. Mit 13 Karten. (Mk. 3.—.) Alle in dieser Neuauflage des Füh- Sfetken^dMe die beste lii;enrm1ch-5ciTa von Bergmann L Co., Radebeul, für zarte weiße Haut und blendend schonen Teint, a Stück 50 Pfg. Überedl zu haben. rers „Belgien" enthaltenen Angaben über Hotelpreise Besuchsstunden der Museen, Straßenbahnen, Vergnügt ungsorte ufw. sind einer gründlichen Durchsicht unterworfen worden. Auch Inbezug auf Museen und andere Sammlungen wurden Ergänzungen und Berichtigungen auf das Gewissenhafteste vorgenommen, sodaß die neue Ausgabe als die zurzeit denkbar genaueste angesehen werden kann. Da außerdem die Einteilung des Bandes besonders übersichtlich gehalten ist, und das beige- gebene^ reiche Kartcnmaterial gleich dem Tert dem neuesten Stand entspricht, dürfte der bereits bestens bekannte und beliebte Führer zu« seinen alten Freunden sicher zahlreiche neue gewinnen. — Zu gleicher Zeit erscheint «in Sonderautzdruck des Führers betitelt „Brüssel und Antwerpen" zum Preise von Mk. 1.20. öefcbätflicbes. :: Ein gutes Hausmittel bei Gesicht s a u> s s ch l ä g e n, Pickeln, Mitessern, Flechten, Hautjucken, äußerlichen Entzündungen u. dergl. ist die bekannte Zucke r's P a t e n t-M e d l z in a l f e i f e, die für wenige Groschen in jeder Apotheke, Drogerie U. Parfümerie zu haben ist und deren hervorragende Eigenschaften in dem unserer heutigen Gesamt-Auslage beiliegenden Prospekt von sachkundiger Feder gewürdigt werden. Man trägt den weichen Schaum genau' nach Vorschrift mehrere Tage hintereinander aus die betreffenden Hautpartien aus und läßt ihn über Nacht eintrocknen. Morgens wäscht man den Schaum leicht ab und nimmt etwas Zuckooh-Ereme, die durch ihre Milde Und Reinheit für die menschliche Haut ganz besonders zuträglich ist. In den meisten Fällen wird man in ganz kurzer Zeit die Freude erleben, daß sich das Uebel bald bessert und die Haut zur Gesundung schreitet. Dieses Rezept wird von jedem weiter, empfohlen, der es selbst einmal probiert hat. Unsere Leser seien auf den ebenso lehrreichen wie interessanten Inhalt dieses Prospektes noch besonders hingewiesen. Kirchliche Dachrichten. Katholische Gemeinde in Gießen. Mittwoch, den 10. Juni. Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gele- genheit zur hl. Beicht. Donnerstag, den 11. Juni. F r o h n l e i ch n a m s f e st. Vorm. 6 y t Uhr: Gelegenheit zur hl. Beicht. Vorm, um 7 Uhr: Die erste hl. Messe. Vorm» um 8 Uhr: Artsteilung der hl. Kommunion. Vorm. 9 Uhr: Hochamts Prozession. Vorm. 11 Uhr: Hl. Messe mit Predigt. Militärgottesdienst. Nachm. Um 3 Uhr: Fest-Andacht. Nach der Andacht findet die feierliche Errichtung der I u n g- srauen-Kongregation statt. Abends 8 l / 2 Uhr: Versammlung im VercinshaUse. St. Agnes, Festspiel aus der Diokletianischen Verfolgung. Donnerstug, Freitag und Samstag, abends utn 8Hz Uhr in der Kapelle: Religiöse Vorträge für Studierende. VeraMwortlich: Albin Klein. Gießen. ^egrOndeUUC, Undeiterfe^y wmmmGi iUndcrbcrg,: ■’ Boonekomp w b Maag Bittfll ® » , Semper Idem !‘VT* vßueijnwde ' V * p,,s » Md (in Ich habe in letzter Zeit wiederholt festgestellt, daß in meinen Originalflaschen mit gesetzl. geschütztem Bodenbrand andere Boonekamp- bzw. Bitterfabrikate vertrieben werden. Auch haben wiederholt Gastwirte und Restaurateure solche Fabrikate aus Flaschen verschänkt, die mit meinem, sowohl in seinen einzelnen Teilen, als auch in seinem Gesamtbilde geschützten Etikett versehen waren. Dies veranlaßt mich zu der Erklärung, dag ich im Interesse meiner verehrlichen rechtdenkenden Kundschaft und des konsumierenden Publikums von jetzt ab jede mißbräuchliche Benutzung meiner Original-Flaschen und Original-Etiketts strafrechtlich verfolgen werde. Zugleich mache ich darauf aufmerksam, dag außer anderen Warenzeichen-Eintragungen auch die Warenzeichen „Underberg*” SO wie „Underberg-Boonekamp” für mich in die Zeichenrolle des Kaiserlichen Patentamtes eingetragen sind, so dag also unter diesen Warenbezeichnungen nur mein Fabrikat verabreicht bzw. in den Verkehr gebracht werden darf. H. Underberg-Älbrecht Hofl. Sr. Maj. d. Kaisers und Königs Wilhelm H. Rh 6 mb erg* (Rheinland) Bekanntmachung. Discoi-talMall - 4.8c!m!I!>«ückk BM^rein. Die Generalversammlung des A SchaafThausen'schen Bankvereins vom 23. Mai 1914 hat beschlossen, das Vermögen des Bankvereins als Ganzes unter Ausschluss der Liquidation an die Direktion der Disconto-Gesellschaft gegen Gewährung von neuen Disconto-Kommandllauteilen und Einlösung der Gewinnanteilscheine des Bankvereins für 1914 mit 4 °/o zu übertragen Entsprechend hat die Generalversammlung der Disconto-Gesellschaft vom 29. Mai 1914- diesen Erwerb und die Erhöhung des Grundkapitals um nom M> 75000000 durch Ausgabe von 62 560 Stück neuen, auf den Inhaber und über je M. 1200 lautenden Anteilen, die ab 1. Januar 1915 gewinnberechtigt sind, beschlossen. Nachdem diese Beschlüsse und deren Durchführung in die Handelsregister eingetragen worden sind, fordern wir die Aktionäre des A. SchaafThausen'schen Bankvereins zur Einlieferung ihrer Aktien und zur Empfangnahme der darauf entfallenden Disconto-Kommanditauteile nach Massgabe der folgenden Bedingungen auf. 1. Die Aktien des A. SchaafThausen’schen Bankvereins sind mit Gewinnan'eilscheinsn fir 1914 ff. und Erneuerungsscheinen bei Vermeidung späterer Kraftloserklärung bis zum 30. Juni 1914 einschliesslich in Berlin bei der Direction der Disconto-Gesellschaft (Emissionsstelle Behrenstrasse 43/44) und deren Depositenkassen sowie ferner bei deren Niederlassungen und Depositenkassen in Bremen, Essen (Ruhr), Frankfurt a. M., Mainz, Saarbrücken, Cüstrin, Frankfurt a. 0, Höchst a. M., Bad Homburg v. d. H., Offenbach a. M , Potsdam, Wiesbaden, „ Cöln „ dem A. SchaafThausen'schen Bankverein A. G und dessen Depositenkassen sowie ferner bei dessen'Niederlassungen und Depositenkassen in Berlin, Beuel, Bonn, Cleve, Cöpenick, Crefeld, Duishurg, Dülken, Düsseldorf, Emmerich, Godesberg, Grevenbroich, Kempen, Moers, Mülheim (Rhein), Neuss, Neuwied, Odenkirchen, Oranienburg, Potsdam, Rheydt, Ruhrort, Viersen, Wesel, „ Aachen „ der Rheinisch-Westfälischen Disconto-Gesellschaft A.-6., „ Augsburg „ „ Bayerischen Disconto- und Wechsel-Bank A G, „ Barmen „ dem Barmer Bank-Verein Hinsberg, Fischer & Comp,, „ Breslau „ „ Schlesischen Bankverein, „ der Schlesischen Handelsbank A G , „ dem Bankhause E. Heimann, „ „ „ G. v. Pachaly’8 Enkel, „ Cassel „ „ „ b, P f e i f f e r , „ Coblenz „ der Mittel rheinischen Bank, „ Cöln „ dem Bankhause Sal. Oppenheim jr. & Cie, „ „ ,, ^ >-evy, „ Dresden „ der Allgemeinen Deutschen Credit-Anstalt, Abteilung Dresden, „ dem Bankhause Philipp Ellmeyer, „ Duisburg „ „ A. SchaafThausen'schen Bankverein A G. Filiale Duisburg, „ der Mittelrheinischen Bank, „ „ Rheinischen Bank, „ Elberfeld „ dem Bankhause von der Rheydt-Kersten &. Söhne, „ Essen (Ruhr) „ der Direction der Disconto-Gesellschaft Filiale Essen, „ „ Rheinischen Bank, „ Frankfurt a. M. „ „ Direction der Disconto-Gesellschaft sowie deren Depositenkassen, „ „ Deutschen Effecten- und Wechselbank, „ Halle a. S. „ dem Halleschen Bank-Verein von Kulisch, Kaempf & Co,, „ „ Bankhause Remhold Steckner, „ Hamburg „ der Norddeutschen Bank in Hamburg, „ Hannover „ „ Hannoverschen Bank, „ dem Bankhause Hermann Bartels, „ „ „ Ephraim Meyer &. Sohn, ,, „ „ A. Spiegelberg, „ Karlsruhe i. B. „ der Süddeutschen Disconto-Gesellschaft A -G., „ dem Bankhause Veit L. Hornberger, „ „ „ Straus & Co. „ Leipzig „ der Allgemeinen Deutschen Credit-Anstalt und bei deren Abteilung Becker &, Co, ,, Magdeburg „ dem Magdeburger Bank-Verein, „ ,, Bankhause F, A. N ubauer, „ Mannheim „ der Süddeutschen Disconto-Gesellschaft A. G., „ Meiningen „ „ Bank für Thüringen vormals B. M. Strupp A G , „ München „ „ Bayerischen Hypotheken- und Wechsel-Bank, „ „ Bayerischen Vereinsbank, „ Nürnberg „ „ Bayerischen Disconto- und Wechsel-Bank A. G., „ Stuttgart „ „ Stahl L Federer A G „ „ Königlich Württembergischen Hofbank, G. m. b. H. unter Beifügung eines einfachen Nummernverzeichnisses während der bei jeder Stelle üblichen Kassenstunden einzureichen. 2. Auf je nom. .4 200*1 Aktien des A. Schaaffhausen’schen Bankvereins werden nom. M> 1200 neue vollgezahlte Disconto-Kommanditanteile mit Gewinnanteilscheinen für 1915 ff. und Erneuerungsschein gewährt, ferner wird der Gewinnen teilschein des A. Schaalfhausen’schen Bankvereins für 1914 mit 4 °/ 0 in bar eingelöst, d. h. mit M> 40 bei den Aktien Lit. A und mit jH 18 bei den Aktien Lit B. 3. Insoweit Beträge von weniger als M 2000 Aktien des A. Schaaffhausen’scben Bankvereins ein- gereiebt werden, sind die Empfangsstellen bereit, den Zukauf fehlender und den Verkauf über- schiessender Aktien zu vermitteln. Auch wird sich die Disconto-Gesellschaft nach Möglichkeit bemühen, solchen Aktionären, die nur eine Aktie des Bankvereins über M 1000 oder eine derartige Spitze besitzen, im Wege eines anderweit, von ihr zu besorgenden Umtausches alte Kommanditanteile über nom .4 600 mit Gewinnanteilscheinen für 1915 ff. und Erneuerungsschein zu gewähren. Insoweit hierdurch eine Regelung nicht erfolgen kann, müssen die eingereichten Aknen, die den Nennwert von .4 2000 nicht erreichen, zur Verwertung für Rechnung der Beteiligten zur Verfügung gestellt werden, andernfalls sie der Kraftloserklärung gemäss 8 * 00 BGB. unter liegen. Aktien, die bis zum 30. Juni 1914 bei keiner der erwähnten Stellen zum Umtausch eingereicht worden sind, können nur noch bis zum 15 September 1914 einschliesslich bei der Direction der Disoonlc Gesellschaft in Berlin gemäss vorstehenden Bestimmungen zum Umtausch singereicht werden. Bis zu dieser Frist nicht eingereichte Aktien unterliegen der alsbal'.igen Ki aftloserklärung gemäss § 290 IIGB. Die an Stelle der für kraftlos zu erklärenden Aktien Betenden neuen Disconto-Kommenditanteile werden bestmöglichst verkauft und der Erlös den Beteiligten zur Verfügung gestellt werden 4. Für die auf die eingereichten Aktien des A. Schaaffhausen’schen Bankvereins entfallenden neuen Disconto Kommanditanteile werden vorläufig Quittungen ausgegeben, gegen deren Rückgabe voraussichtlich m der ersten Hälfte des Monats Juli bei der Stelle, die die Quittungen ausgestellt hat, die neuen Disconto-Kommanditanteile gemäss noch zu erlassender Bekanntmaehuuf|erhobeu werden können. Berlin, im Juni 1914. Direction der Disconto-Gesellschaft Dr. Salomonsohn. Dr. Rüssel. ww' — Tofal-/\usverkauf — von Schuhwaren. Um schnell zu räumen verkaufe zu jedem annehmbaren Preise. Heinrich Bium, Ne ustadt i 9 . SrisehtEn näss. u. trockene Sehuppen- flechte, Bartflechte, skroph. Ekzema, Hautausschläge offene Füße Aderbeine, alte Wunden werden wirksam bekämpft durch die bewährte u. ärztl. empfohlene Rino-Salbe Frei von schSdl. Bestandteil. Dose Mk. 1.15 u. 2.25 Orig.-Packung ges. geschützt Rieh. Schubert tk Co., Weinböhla « Zu hohen In ollen Apotheken • DANK! Meine Frau litt schon lange Jahre an einem nervösen Magenleiden,Verdauungsstörung, Magenschmerzen. bei jedem Essen läss- tiges Aufstossen, Brennen und Druck im Magen, zeitweiligem Erbrechen, heftigen Kopfschmerzen, Misstimmung, Unruhe, Freudlosigkeit usw Da ich gelesen hatte, dass Herr A. Pfister in Dresden, Ostraallee 2 eine Frau Philipp Wiek in Biebelnheim bei Gau-Odernheim (Rheinhessen) von einem ähnlichen Leiden befreit hatte, wandten wir uns an diesen Herrn Pfister. Und nun fühlt sich in der Tat meine Frau durch dessen einf. schriftliche Anordnungen wieder ganz wohl u. gesund Conrad Knauft, Landwirt und Gemeinderechner in Niedergrenze- bach, Kr. Ziegenhain (Bez.Cassel). Hautleiden entflcbcn butO) unreines >Bmt, können deshalb auch »ur durch SBT iuuere Brh -udlg. gründlich ». dauernd geheilt w-'deu. Jetzt bin ich ln der Lage Ihnen meinen herstlchen Dank für Ihre wandervoll heilende Medizin die mich vollständig von dem schau derhasteu Hantieideu befreit hat, voll und ganz zu zollen, «uft-v Lichtiug. Müchel« (Be,. Halle ) Die Patentamtlich geschützten Hünlnillon finb n Werktagen von 3—5 Uhr nachmittags aui dem Verwaitun isbareau zur Einsicht offen. Angebote mit Mustern sind bs z mi Eöffiungs- termin: Wltlnioch, d. 24. Juni 1914, mittags 12 Wr, bei der Verwaltung abzugeben Die Zuschlagsfrist beträgt 14 Tage. Gießen, 27. Mai 1914. Großh. Direktion der chirurgischen Universitäts Klinik & I Poppert. Für eine neue Amerikanische Erfindung Vertreter gesucht. Haus-za-Haus-Verlrieb. Ueberall groß. Anklang findend. Familien kaufen 10-4D, Hotels, Cafes usw. 50-500 Garnit. Ueber 100 000 werden täglich in Amerika verkauft. Durch eine neue Einführungs-Methode sind Wert u. Notwendigkeit koslonlos in einer Minute zu demonstrieren. Muster frei. Kvergrip, Abt. 447, Berlin W.9, Potsdamerstr. 13. Die landwirtschaftlichen Fachschulen I Handbücher zur Aneignung der Kenntnisse, die an landwirtschaftl. J Fachschulen gelehrt werden, u. Vorbereitung zur Abschlussprüfung | der entsprechenden Anstalt. — Inhalt: Ackerbaulehre, Pllanten- I baulehre, landwirtschaftliche Betriebslehre und Buchführung, Tier- pi oduktionslehre, landwirtschaftliche Chemie, Physik, Mineralogie, | Naturgeschichte, Mathem., Dentsch, Französ., Geschichte, Geographie. Aus abe A: I^aiKlwirtsoliaftsschule Ausgabe B: Acker bausch ule • \usgabe C: rs*nüwirtNchaftl. Winterschule Ausgabe D: landwirtschaftliche Fachschule Obige Schulen bezwecken, eine tüchtige allgemeine und eine vor- I zügliehe Fachschulbildung zu verschaffen. Während der Inhalt der Ausgabe A den gesamten Lehrstoff der Landwirtschaftsschale vermittelt u. das durch das Studium erworbene Reifezeugnis dieselben ' Berechtigungen gewährt wie die Versetzung nach der Obersekunda höh Lehranstalten, verschaffen die Werke B u. C die theoretischen Kenntnisse, die au einer Ackerbauschule bzw. landwirtschaftlichen Winterschale gelehrt werden. Ausgabe D ist für solche bestimmt, die nur die rein landwirtschaftlichen Fächer beziehen wollen, um sich die nötigen Fachkenntnisse anzueignen. Auch durch das Studium nachfolgender Werke legten sehr viele Abonnenten vortreffliche Prüfungen ab und verdanken ihnen ihr ausgezeichnetes Wissen, ihre sichere einträgliche Stellung: Der Einj.-Freiw., Das ßbHurienfenexnmen, Das Gymnasium, Das Reaigynin., Die Ober- realsdiuie, Das Lyzeum, Der g 2 b. Kaufmann. Ausführl. Prospekte u.p .uzende Dankschreiben über bestanden© Prüfungen, die durch das Studium der Methode Rustin abgelegt sind, gratis. — Hervorri»tren«I© Erfolge. — Bequeme monatliche Teilzahlungen. — Itrlellirlier Fernnnterrlelit. — Anslclits- ftcnclungon oline Uniilznuii^ bereitwilligst. ^ _ Bonness L Hachfeld, Verlag. Potsdam 8.0. ^ Bei (Brightsche Krankheit) und 10 f Gill Gl CI 011 Blasenleiden verlangen Sie —- bitte kostenlos. Prospekt über die bekannten Dr. med Banho'zer’schen Hernia-PrSparate Versandstelle der Dr. med. Banholzer’schen Hernia-Präparate, München 19. BAD NAUHEIM Programm vom 7. Juni bis 13. Jnni 1914. Donnerstag, 11. Juni, nachm von 4—5 1 /* Uhr Konzert der Kurkapelle. Abends 8‘/i Uhr im Konzerthaus III. Sinfoniekonzert der Kurkapelle unter Leitung des Königl. Professors Hans Winderstein. Freitag, 12. Juni, nachm von 4‘/ 2 —6 Uhr, abends von 8—10 Uhr Konzert der Kurkapelle. Abends 8 Uhr im Kurhaussaale Theater: Die spanische Fliege, Schwank. Samstag, 13. Juni, nachm, von 4 l / 8 —6 Uhr, abends von 8—10 Uhr Konzert der Kurkapelle. Das Nachmittagskonzert unter Leitung des Königlichen Professors Hans Winderstein. Abends 8 l /s Uhr im Konzerlhaus: Tanz. Det Einfender von 12 verfchiedenen AßC-Anzci'jen erhält einen ganten Safy von 25 AÜC-Künftlevmarken von der Ei dal-Fabrik in Mainz.