1 ) Diegeucr lagcdiatt) Vrz>-M«t» LA pfg. monatlich •»««iMriich 7» W», »«»»»»»abibar, frei tu» Hau» t» wta»n > tzM » iti «n oder in den Zweig. axtgafeftaOo' >« aUWWW» ch «0 Psg. — «richeinl MiM>,ch» u>» > >«»»«>». — Redaktion: Gelier», weg «. — Mi »«Mwahrung oder Rütkiendung nichl vertangrer »aHDfflttmr wird nicht garantiert, •erlag der «iechemer Zeitung" «I. m. d. » Lxpedltlo«: Selterrweg 8r. Anzeigenpreis 15 pfg. » Me 44 mm breite Petitzeile für Auswärts 20 Psg Die 90 mm breite Reklame. Zeile 50 Pfennig Extrabeilagen werden nach (»eiuuiit und Grütze berechnet. Rabatt kommt bei Ueberschrcitung dcS Zahlung», ziele» l30 Dagei, bei gerichtlicher Beitreibung oder ve> Konkurs in Wegiall. Platzvorschriften ohnrBerbind!iU:e-. Druck der Kiictzcncr Berlagsdruckerei. Albin Klein Nr. 42 Delep hon: Nr. 362. Mittwoh. den 27. Mai 1914. Telephon Sir. 362. 20. Iabra. Polinrebe Rundfebau Deutschland * Der deutsche Kronprinz hat gestern abend eine Generalstabsreisc angetreten. Er ist um 10.13 Uhr vom Anhalter Bahnhose in Berlin abgefahren. ' Den Kaiserpreis im Prinz Heinrich-Fluo erhielt Leutnant Frhr. v. T h ü n a, den Preis des Prinzen Heinrich der Zioilstieger K r u m s i c k. * Bei dem vorgestrigen Festmahle der Stadt Köln für bk Teilnehmer am Prinz Heinrich-Flug hielt Prinz Heinrich u. a. folgende Ansprache: Wer heutzutage Gelegenheit hat, in der Welt Umschau zu halten, der kommt zu dem Resultat, dasz der Deutsche hochgeachtet und im Auslande gern gesehen ist und daß das Land, dem er entstammt, hoch geachtet und von sehr vielen viel beneidet wird. Wüßte nur ein jeder, der sich Deutscher nennt und den dieses dentsche Vaterland geboren hat, was cs h e i ß 1, e i n D « u t- s ch c r zu sein. Mancher würde vielleicht die Sprache nicbl sprechen, die er spricht. Man wird uns vielleicht auch auf diesem Gebiete, das üns am nächsten liegt, beneiden. In kurzer Zeit hat vermöge der Opserwittigkeit des Volkes, der Opferwilligkcit der Städte sowie der, einzelnen Bundesstaaten das Flugwesen eine Entwickelung genommen, die uns mit -berechtigtem Stolze erfüllen darf. * Prinz Oskar von Preußen hat sich in Vüslow bei Teterow in Mecklenburg mit der Gräfin Ina Marie von Pettcwitz verlobt. Der Kaiser, hat seine Einwilligung gegeben. ' Bei der vorgestern vollzogenen Stichwahl im Wablkrcise Ostcrburg-Stendal erhielt - H o e s ch (kons.) 11561, Wachhorst de Mente (natl.) aber 14 436 Stimmen. Der nationalliberalc Kandidat ist somit gewählt. * Auf der Landesversammlung der deutsch- hannoverschen Partei wurde beschlossen, den 70. Geburtstag des Herzogs von Cumberland durch eine große Feier in Hannover zu begehen. * Der P a p st hat zu Kardinälen ernannt den Erzbischof Felii v. Hartmann-Köln, Erzbischof Dr. Frz. v. Bellinger-München-Freisrng, den Fürstbischof von Wien, Dr. Gustav Piffl rmd den Erzbischof von Gran und Fürstbischof von Ungarn, Johannes Czernoch. Der bisher in petto reservierte Kardinal ist Msgr. Bello, Patriarch von Lissabon. An Stelle des verstorbenen Kardinals Oreglia hat der Papst den Kardinal Della Volpe zum Kämmerer der heiligen römischen Kirche ernannt. * Osnabrück, 26. Mai. Bei der heute erfolgten B i s ch o f s w a h I wurde der Religions- und Oberlehrer Dr. Wilhelm Berning in Meppen zum Bischof von Osnabrück gewähtt. Ungarn. * Budape st, 26. Mai. In der gestrigen Plenarsitzung der ö st e r r e i ch i s ch e n Delegationen berührte Graf B e r ch t o l d auch die Lage Albaniens. So führte er u. a. aus: Oesterreich-Ungarn und Jtaiien seien bezüglich Albaniens einig, sich möglichst wenig einzumischen, weil sie den Grundsatz verfolgten, ein selb - ständiges Albanien zu schaffen, und die Einrichtung des Staates tunlichst der nationalen Regierungsgewalt, die wieder von der internationalen Kontrollkommission beraten sei, überlassen wollten. Wenn, fuhr Graf Berch- told fort, im konkreten Falle besondere Maßnahmen notwendig erscheinen, so geschieht dies auf Grund s p e- ziellen Ei-n Vernehmens mit Italien. Dieses ist auch bezüglich der, provisorischen Schutzmaßnahmen anläßlich der jüngsten Vorfälle in Durazzo der Fall gewesen, welche in der Landung einiger Matrofen- Tetachements sowie darin bestauben, daß i'brei Kreutzer und einige kleine Einheiten unserer Kriegsmarine vorsichtshalber vor Durrazo liegen. Unzweifelhaft hat das junge albanische Staatswesen gegenwärtig einen e r n- st c n Moment dnrchzumachen. England. * Das englische UMerhaus hat in dritter LesuNg die Homerulebill mit 351 gegen 274 Stimmen angenommen. Rußland. * Einer offiziösen Meldung zufolge, hat Kaiser Nikolaus den Präsidenten P o i n c a r « e eingeladen, gegen den 20. Juli nach P e 1 e r s b u r g zu kommen. Der Zar habe dem PräsideMen gleichzeitig mit- teilen lassen, er würde sich freuen, wenn sein Ausent - halt vier Tage dauern würde, anstatt der ursprünglich in Autzsicht genommenen drei Tage. Präsident Poinca- ree, der die Reise nach Petersburg zur See unternehmen werde, dürste sich am 16. Juli einschiffen. Auf der Rückfahrt werde sich Präsident Poincaree nach Kopenhagen begeben, um den ihm von dem dänischen Kö- nigspaar abgestatteten Besuch zu erwidern. Italien. * Mailand, 25. Mai. Das in Udin« liegende italienische Alpenjäger-Bataillon Cividalehat Befehl erhalten, sich zum Abgang nach Albanien bereit zu halten. * EssaS Pascha ist plötzlich mit dem Abend- schnellzUgc von Rom nach Neapel zurückgekehrt. Ob diese Rückkehr mit der Zurückberufung nach Durazzo zusammenhängt. ist noch ungewiß. Türkei. * Die deutsch-türkischen Verhandlungen haben gestern in Konstanliuopel begonnen. Albanien. * Durazzo. Die Verhandlungen zwischen den Aufständischen und der Regierung sind bisher ohne Resultat geblieben. Die Lage ist kritisch. * Der Kreuzer „G o e b e n" hat den Befehl erhalten, sich nach Durazzo begeben. flu$ (km Rudrgebjel. Dti Verein für diebergbaulichenJn- teressen im Oberbergamtsbezirk D o rt- lii u n d veröffentlicht seinen Geschäftsbericht für das Jahr 19 13. Der Bericht über,trifft seinen Vorgänger vom Jahre 1912 an Umfang, ein Zeichen für die abermalige Steigerung der allgemeinen Arbeitsleistung des Vereins. Aus dem Inhalt sei nachsolgend einiges heransgehivben: Dem Grubenreltungswesen hat der Verein auch im verflossenen Geschäftsjahr wieder seine besondere Aufmerksamkeit zUgewandt. An dem Wettbewerb für den vom Verein ausgeschriebenen Preis von 25 000 Mark für das Modell einer elektrischen Grubenlampe mit zuverlässigem Schlagwetteranzeiger haben, als den Einzelbestimmungen des Ausschreibens entsprechend, 52 Erfinder teilgenommen, mit einer Ausnahme nur deutsche. Die in Betracht kommenden Lampen wurden teils von der Rettungsstelle des bergbaulichen Vereins selbst, teils von der berggewerkschastlichen Versuchsstelle in Derne praktisch geprüft; die Prüfung ist noch im Gange, da sich Zuverlässiges über, den Wert der Lampen erst nach mehrmonatigem Gebrauch scststellen läßt. Bei 42 im Geschäftsjahr vorgekommenen schwereren Unglückssällen im Bergbau wurden 20 mal Wiederbelebungsversuche mit besonders dafür hergestelllen Geräten, 22 mal ohne Geräte vorgenommen-, bei beiden Arten war, die Hälfte erfolgreich. Von nennenswerten Stockungen im Eisenbahnverkehr ist der rheinisch-westsälische Jndustriebeziqk diesmal verschont geblieben. Nichtsdestoweniger tritt an die Frei! — Frei? Novelle von Eugen Werner. (Schluß.) Margaretha blieb. Die Diagnose des Arztes stimmte. Während die Sowie im Westen versank, brachen die Pharttasien wirklich aus. Mit zusammengepreßten Zähnen saß die junge Frau am Bette und lauschte den wirren Reden; ein einziges großes Geständnis der Liebe und Sehnsucht nach ihr. — So vergingen mehrere Tage, ohne daß indeß im Befinden des Kranken eine Besserung eingetreten wäre. Daß derselbe aber wenigstens die Nahrung, die man ihm zusührte, behielt, erklärte der Medizinalrat als ein gutes Zeichen, wurde doch arff diese Art dem Krästezerfall wenigstens Einhalt geboten. So vergingen drei Wochen; und noch immer regte sich nichts zur Besserung. Margaretha schwand dahin. Sie glich nunmehr einem Schatten. Das Bewußtsein, ihren Mann nun trotz aller Pflege dennoch verlieren zu müssen, warf sie zu Boden. „So kann das nicht weitergehen, Schwester Hedwig", tadelte eines Morgens der erfahrene Arzt, als Margaretha bleich und erschöpft von ihrem Stuhle aufftand, um ihm entgegenzUtreten. — »Schwester Margaretha ist nun bald am Ende ihrer Kraft. Von nun an gestatte ich ihr nur noch die Woche von morgens 3 bis mtttags 11 Uhr, verstanden!" »Herr Medizinalrat, die Nacht ist so schön bat Margaretha. „Ihre Augen und Wangen noch schöner; wenn Sie gesund sind", schnitt ihr der Arzt kurz das Wort ab. »Es bleibt bei dem, was ich gesagt habe!" Unter der Türe drehte er sich noch einmal uM. „In einigen Tagen wird es sich übrigens zum Besten wenden. ' Das Fieber hat nachgelassen und auch sonst gl i überall rasche Genesung ersichtlich." Als der Arzt am anderen Morgen wiederkam, machte er ein äußerst vergnügtes Gesicht, trotzdem Margaretha und Hedwig ihm klagten, daß die Phantasien heute Nacht stärker gewesen seien als je. „Ganz recht — ganz recht", meinte er lächelnd. „Da für dürfen Sie, FraU Margaretha, auch heute Nacht allein wachen." „Sie glauben, Herr Medizinalrat — — — In Margas Stimme lag ein seliger Jubel. „Ja, ganz wie Sie vermuten, liebes Kind. Er wird "heute nacht erwachen und ich zweifle nicht, daß seine Genesung mit Riesenschritten vorwärts schreiten wird, sobald die Lust zum Leben aufs neu« in ihm vacht." — — — Und die schwer geprüfte Frau saß wieder bei schnöder Sonne am Bette, sah wie die langen Schatten c Nacht sich arff das blaffe Gesicht des Schläfers senk- ,, sah sein, von der schweren Krankheit schmal gewor- rtes Gesicht. Würgend stieg es in ihr empor. Mit ier übermenschlicher Kraft unterdrückte sie das heiß in - aufsteigenlre Weinen, neigte sich über die abgezehr- i Hände, die kraftlos ans der Decke lagen, und preßte -e bebenden, durstigen Lippen daraus. Als ob ihr von der fleischlosen Hand neue Kraft nmen könne, hielt die junge Frau diese fest — immer ier. Ihr Kopf sank müde auf die Decke, ein heiliger jede schwebte auf sie nieder und der Engel des Leas kühle den bleichen Mund des Genesenden. Ver- rndert schlug am frühen Morgen Erwin zum erften- >le die Augen auf. Sein Blick fiel auf die.Schwester : vom Schlaf überwältigt. immer ncch seine Hand 1t. Er lächelte leise in sich hinein und besann sim- fl ja. er wollte verreisen. Das Heimweh hatte ihn er- ' griffen nach seiner FraU, und da war dann irgend ein Unglück geschehen. Seine FraU! ? Der Kranke stöhnte leise auf. Dann rief er: „Margaretha..." Jäb erwachend fuhr die Schläferin empor. Eine namenlose Furcht hatte sie ergriffen. Noch immer spürte sie den Druck seiner Hand. „Margaretha, mein Engel, meine Welt!" Margas Augen entquoll ein Tiänenftrom. Sie beugte sich über ihn und schlang ihre Arme um seinen Hals. Sie weinte und der Kranke, hingerissen von dieser Liebe und unerwartetem Glück konnte sich eben - falls der Tränen nicht mehr erwehren. Nachdem die erste Freube sich gelegt, richtete der Kranke sich empor und schloß seine Marga mit den Worten in seine Arme : „Nun habe ich Dich wieder, mein gutes, liebes Weib, jetzt lasse ick Dich nicht mehr bis zu meinem Tode." „Erwin ! . . . mein einzig guter Erwin ! Du kristollreiner edler Charakter; jetzt erst habe ich Deine reine, edle Liebe so recht eckannt, die ich Dir bis zu meinem Ende lohnen werde!" War es das Fieber, das von neuem an ihm wütete? Zitternd stand die junge Frau still und starr in die weit geöffneten Augen, die sie mit unglaublichem Staunen betrachteten. Nein, was aus diesen herrlichen Augen leucbtete, war kein Fieber — Liebe, grenzenlose Liebe und ein unfaßbares Glück war es. „Marga ! sag, daß es kein Traum ist..." Mit krampfhaftem Schluchzen warf sie sich in seine ausgebreiteten Arme, um bei dem Genesenden Heilung zu suchen für ihr eigenes, totwundes Herz. ~~ Königliche Ltaatsregierung die dringende Fordermrg heran, im Bau von Güterwagen wie neuer Bahnlinien ernstlich weiter sortzusahren; denn es mutz seslgeftelll werden, datz der diesmalige Wegfall von Stockungen im wesentlichen auf das im Geschäftsjahr 1913 leider, zu beklagende Sinken der gesamten wirtschaftlichen Lage zu- rllckzulführen ist. Was das Wasserverkehrswesen betrifft, so gibt der Bericht einen guten Ueberolick über die Kämpfe um die Besahrungsabgaben und sonstigen Bestimmungen für den Verkehr auf dem Rhein-Weser-Ka- nal, die noch frisch in Erinnerung stehen dürsten, sodatz ein erneutes näheres Eingehen hieraus an dieser Stelle erübrigt. In sozial- und kommunalpolitischer Hinsicht besonders aktuell sind die den preußischen Landtag noch dauernd beschäftigenden Enlwürse des Wohnungs- und Kommunalabgabengesetzes. Beide haben den Berq- bauverein zu Gegenäutzerungen gn Staatsministeyum und Landtag Veranlassung gegeben. Auch gegen den Leuchtölmonopolentwurs der Reichsregierung hat der Vorstand des Vereins eine dringliche Eingabe an den Reichsstaatssekretär des Reichsschatzamtcs gerichtet, die bisher leider bei diesem aus wenig Entgegenkommen geflohen ist. Ueber die Bergarbeiterlöhne während des Ge- , schästsjahres 1913 sagt der Bericht u. a.: Der Schicht - verdienst hat im Berichtsjahr in den 3 Bezirken seine aussteigende Entwickelung vom Vorjahr zunächst fortgesetzt! diese Bewegung ist jedoch im «aarbezirk bereits rm ersten Vierteljahr zum Stillstand gekommen, in Ober- schlesien ergibt sich sür das 4. Quartal nur noch «ine ganz geringfügige Lohnerhöhung und im Ruhrbecken ist ( zu dieser Zeit bereits der Rückschlag eingetreten. Für das ' ganze Jahr ist aber in den 3 Bezirken eine recht erfreuliche" Steigerung des Schichtverdienftes festzuftellen; jie ist am Stärksten im Ruhrrevier, wo der Schichtverdienst aus den Kops der Gesamtbelegschaft gegen das Vorjahr um 33 Pfg. gestiegen ist. Im Saarrevier stellte er sich um 23 Psg. und in Oberschlesrcn um 13 Psg. höher als 1912. Es stand im Durchschnitt des Berichtsjahres im Oberbergamtsbezirk Dortmund der Schichtverdienst höher als in Oberschlesien und im Saarbergbau ; aus den Kops der Gesamtbelegschaft um 1,73 Mark gleich 47,66 Prozent und 0,91 Mk. gleich 20,45 Prozent und aus einen Hauer (Gruppe A) um 1,62 Mk. gleich 33,40 Prozent und 1,29 Mk. gleich 24,90 Prozent. Ferner r,t von Interesse die nachfolgende Feststellung des Allgem. Knappschastsvcreins ZU Bochum: Die höchste Lohnklasse, welcher alle Vereinsmitglieder unfeinem 5 Mark übersteigenden Tagesverdienst (nicht Schichtverdienst) angehören, zeigte im Zusammenhang mit der Steigerung des Schichtverdienftes im letzten Jahr eine Zunahme ihres Anteils ander Milgliederzahl des Vereins von 77,7 auf 81 2 Prozent. Entsprechend ist der Anteil der anderen Lohnklassen gesunken-, 2,60 Mk. und weniger verdienten in 1913 nur 17 169 Mann gleich 4,2 Proz. (4,2 Prozent im Jahr vorher) der Belegschaft — an der, woraus hierbei hingcwiesen sei, die jugendlichen Arbeiter mit 3,7 Prozent beteiligt waren —. 11 287 Mann oder 2,8 (4,0) Prozent der Gesamtzahl blieben mit ihrem Lohn zwischen 2,61 und 3,80 Mk., 48 322 oder 11,8 (14,1) Prozent verdienten 3,81 bis 5,00 Mk. jHa* di u d tad » Postscheckverkehr. Die neuen F o r - mularmuster zu Zahlkarten, zu Nachnahmekarlen, Nachnahme-Paketkarten (bisher Postpaketadr,essen) und Postauslrägcn mit anhängendcr Zahlkarle sowie das Muster zum neuen Scheckoricsumschlag sür den Verkehr der Kontoinhaber mit den Postscheckämtern sind erschienen. Die Forrnulare können sämtlich auch von der Privatindustrie hergcstelll werden, wenn sie in der Grütze und Farbe des Papiers sowie im Vordruck und, abgesehen von den Tcheckbricsumschlägen, auch in der Stärke des Papiers mit den amtlichen genau übereinstimmen. Die Muster sowie eine gedruckte Beschreibung über ihre Grö- tzenvcrhältnissc und die Beschaffenheit des zu verwcn - denden Papiers können von den Postscheckämtern kost,en- los bezogen werden. Zur Vermeidung von Weiterungen empfiehlt es sich, datz die Privatdruckereien vor der Herstellung jeder neuen Auslage einen Probcabdruck dem Postscheckamt zur Prüfung einsenden. Die von der Pvst bezogenen blauen Zählkarten des bisherigen Musters sowie die bisherigen braunen Rachnaümcsormulare mit anhängender Zahlkarte können bis auf weiteres aufge- braUcht werden. Hierbei wird darauf aufmerksam gemacht, datz auch die Formulare zu Nachnahme-Paket - karten und Nachnahmekarten mit anhängendcr Postan - Weisung geändert werden, und datz die Poltpaketadressen die Bezeichnung Pakcckarte erhalten. In Aussicht genommen ist ferner, neue Fonnulare sür Postausträge mit anhängender Postanweisung einzuführen und die Herstellung dieser Formulare der Privatindustrie sreizrv geben. Wegen der Muster für diese Formulare u. s. w. wird näheres noch bekannt gegeben werden. "Gießen, 25. Mat. Der Provinzialtag für Oberhessen beschloß auf Antrag des Provinzial- aurschusses, die alsbaldige Versorgung der Kreise Alsfeld und Lauterbach sowie des nördlichen Teiles des Kretscs Schotten mit elektrischer Energie gemeinsam durch die Provinz und durch ein industrielles Unternehmen (gemeint ist das Buderus-Werk in Wetzlar) vorzunehmen, da die Provinz Obeihessen allein wegen des damit verbundenen großen Risikos nicht in Frage kommt. Es soll in allernächster Zeit ein außerordentlicher Provtnzialtag etnberufen werden, um über eine spezialisierte Vorlage Beschluß zu fassen. Auf Antrag dttz Grafen Wilhelm zu Solms-Laubach beschloß der Provivzialtag ferner, den Provinzialausschuß der Frage einer öffentlich-rechtlichen Lebensversicherung nähertreten zu lassen, selber diele Frage ebenfalls zu prüfen, und sich mit den beiden anderen hessischen Prownzialvei Wallungen ins Benehmen zu setzen, um gegebenenfalls mit diesen gemeinsam zur Verwirklichung des Gedankens vorzugehen. * Gießen. Tas Ergebnis der Wehrbeitragsveranlagung für den Finanzamtsbeziik Gieß, n beläuft sich auf etwas über 900000 Mk, wovon 130000 Mk. auf die Landgemeinden entfallen. Die Zustellung der Veranlagungsbescheide wird Ende dieses Monats er- foigrn, so daß das erste Drittel des Wehrbeitrages bis Ende August l. I. zu entrichten wäre. * Der Bergbau des Grotzherzog- t um s Hessen. Kurze Uebegsicht über geschichtliche Entwickelung und gegenwärtigen Stand des Berg-, Hütten- und Saltnenwesens, vornehmlich in der Provinz Oberhessen. Mit 29 Abbildungen und 2 Karlen. Unter Benutzung amtlichen Materials zusammengestellt von C. K ö b r i ch, Erotzhl Bergrat. Darmstadt 1914. Staatsverlag. 101 Seiten. Broschiert. Preis 1 Mk. — Die Literatur über den hessischen Bergbau ist. bislang sehr spärlich. Seit H. Tasches kürzer Beschreibung aus dem Jahre 1858 ist kein Buch mehr erschienen, das den Hess. Bergbau zusammensassend darstellt. Bei der kräftigen Entwickelung der bergbaulichen Industrie in Oberhessen, von der nur wenige mehr als eine ganz entfernte Kenntnis haben, kommt das jetzt vorliegende Büchlein recht erwünscht. Es führt in übersichtlicher Form den Leser ein in das Werden Und Wesen des hessischen, vorzrigs- weise oberhessischen Bergbaues, des Hütten-, und Sali- nenbetriebes. Besonders willkommen wird allen denen, die weniger die technische Seite als die geschichtliche Entwickelung interessiert, die reiche Zusammenstellung historischer Daten aUs dem hier behandelten Spezialgebiet sein; so die Nachrichten über die zahlreichen Salinen, die srüher in Oberhessen vorhanden gewesen sind und an die kaum noch eine Erinnerung sortbesteht, über die alten Blei- und Silberbergwerke, den blühenden Kup- serbergbau bei Haingründau, die Eoldwäscherei in der Eder usw. Auch die zahlreichen Heil- und Minerdl - quellen sind nach langer Zeit wieder einmal zusammengestellt. Ebenso sind mannigfache Nachrichten von den Bergleuten aus srüheren und neueren Jahrhunderten zusammengetragen. Den HaUptteil des Buches freilich nimmt die Darstellung der gegenwärtig wichtigsten Zweige, des Eisenerz- und Braunkohlenbergbaues ein, auch sie beide in geschichtlicher, Entwickelung dargestellt. Zahlreiche hübsche Bilder, gutes Papier und guter Druck geben dem ganzen ein gefälliges Aussehen. Die Anschaffung des Büchleins kann besonders auch Volks- u. Schulbibliotheken empfohlen werden. * Gießen Unglücksfall. Am Samstag nachmittag ist der Fuhrknecht des Getreidehändlers Dreist:?, Trechs- ler, von seinem eigenen Fuhcwcrk auf dem Wege zum Küterbahnbos in der Hammstraße überfahren worden. Ec trug erhebliche Verletzungen am Kops und am linken Arm davon, di-- vermutlich durch Husschlä,,c der Pferde hervorgerufen sind De- Unglücksfall ist dadurch entstanden, daß der Fuh'knecht während der Fahrt aus der Wagendeichsel stand, um scheinbar etwas an dem Riemenzeug der Pferde zu ordnen Hierbei sind die Pferde unruhig grworden und durchgegangrn, wobei der Verletzte unter die Pferde geriet. — Von Glück kann ein kleines Kind sagen, das im letzten Augenblick zur Seite sprang, da es sonst auch überfahren worden wäre. Rach Anlegung eines Notvcrbandes im Städtischen Elektrizitätswerk wurde der Verunglückte durch die SanitätS-Kolonne in die Klinik gebracht. * Gießen Bei dem am 19. u-d 20. Mai abgehobenen Viebmarkt waren aufm trieb, n 1203 Stück Rindvieh und 585 Scheine. Der nächste Btarkt findet am M'iwocb, den 3. und Donnerstag, d-n 4 Jan, d I. statt. * Der Vorschlag eines Reichstarifs für b i e A r b e i 1 s- und Eehaltsverhält- nisse der Rechtsanwaltsbureaubeam-- t e si ist vom Vertretertag des deutschen Anwollsvereins mit der Begründung abgelehnt worden, datz die Verschiedenheit der ärztlichen Verhältnisse die Festsetzung und Beobachtung gleichmäßiger Grundsätze nicht gestatte. Deshalb haben die Vertreter der beteiligten Bureauange - ! stelltenorganisationen beschlossen, einmüttg gegen diese ! Stellungnahme der Organisation der Rechtsanwälte Verwahrung einzulegen, zugleich aber überall da, wo lokale Anwaltsvereinigungen bestehen, mit diesen in örtliche Tarisverhandlungen einzutreten. Es wird zu diesem Zwecke die Ahhaltung eines Allgemeinen Deutschen Anwaltsange st ellten-Tages geplant, der am 7. Juni in Leipzig stattfinden wird. * Die tzauptv rsammlung desLandeSgewecbe- Vereins sind,l im Herbst d. I. in Erbach i. O. statt. o Rockenberg. In dem Hause des ehemaligen Gastwirts Klöh brach ein Brand aus, der größere Di- ; nienstonen annahm. Nachdem der Brand gelöscht war, j fand man bei den Ausräumungsarbeiten zwei K i n- d e r l e i ch e n eines Bewohners des Hauses. Die Kinder haben anscheinend in Abwesenheit ihrer Eltern mit Feuer gespielt und dadurch den Brand verursacht, der ihnen das Leben kostete. * UI ci A ft ein. Der Landbriefträger Kraft, ein noch junger Mann, Vater von zwei Kindern, wurde vom Blitz erschlagen. Er befand sich auf dem Heimweg von seinem Botenrana nach Helpershain, als ihn das Gewitter überraschte. Do er um die gewohnte Zeit nickt zurückkehrte, ging ihm seine Frau entgegen. Sie fand ihren Monn tot auf dem Wege liegen. Ein Loch in seiner Mütze und ein versengtes Hosenbein verrieten den Weg, den der Blitz genommen. * Berstadt. Bei dem Sturm am SamStag war der Landwirt Josef Diefenbach mit seinem Sohne in den Waid gefahren, um Brennholz zu holen. Dabei wurde Herr Diefenbach, der hinter dem Wagen herging, von einer umstürzenden Tanne so furchtbar getroffen, daß er nach wenigen Minuten starb. Der Sohn mußte die Leickie seines Vaters auf den Wagen nehmen und brachte sie so zu der unglücklichen Familie zurück * Lindenfels Am 20. ds. Mts. waren es 25 Jahre, daß die Personevpost Lindenfels—Reichels- heim verkehrt. Während dieser Zeit wurde der Postbetrieb ununterbrochen vom Posthalter Pfeifer V. in Lindenfels verwaltet * Bens heim. Bei seinem Onkel in der Hasen- gasse stürzte der 12 Jahre alte Sohn der Witwe Mittecke durch dos Sckeuergebälk und erlitt lebensgefährliche Verletzungen. Im vorigen Jahre ist »in Bruder des Verunglückten auf tragische Weise aus dem Leben geschieden. * Fulda. Die vier Zigrunerweiber Ebrnder, die über V/a Jahre im Arbeitshaus« Brritenau zugebracht hoben, sind entlossen wordrn und hoben sich hier wieder niedergelassen. Sie wollen sich bemühen, „irgendwo ehrliche Arbeit" zu finden. Jli!$ aller Mit. feine Versteigerung junger Mädchen. Eine merkwürdige Sitte herrscht in dem dicht bei dem Badeort Kreuznach im Süden der Rheinprovinz grlcgenen Tö- schen R ü d e s h e i m. In der Woche vor dem langersehnten Kirchweihtoge wird eine regelrechte öffentliche Versteigerung der jugendlichen Tänzerinnen vorgenommen. Am festgesetzten Tage versamm ln sich die Torfschvnen in drm Tanzlokal, wo die Krrmisburschen ihrer harren. Ist die ganze tanzlustige Jugend des Dorfes versammelt, so tritt ein Ausrufer vor, der die Ranren aller anwesenden Mädchen verliest. Die Burschen bieten nun in heißem Wettbewerb aus die Person d-r- jenigen Maid, d e sie sich als Tänzerin für die Kirmestage wünschen. D'e Angebote sind s,hr verschieden. Schönheit, Jugend und Fertigkeit in der edlen Tanzkunst fallen besonders ins Gewicht. Bei manchen schlauen Burschen ist indes auch das Vermögen des Mädchens in erster Linie sür sein Gebot ausschlaggebend, denn nicht selten entwickelt sich, wie dos ja auch sonst Vorkommen soll, aus den gemeinsam verlebten Ktrmes- freuuen ein Bund fürs Leben. Diesmal wurden einzelne Tänzerinnen schon für den gewiß billigen Preis von 20 Pfg. erstanden. Einzelne besonders zugkeäfrtge „Nummern" kamen aber auch aus 4—6 Mk. zu stehen, da sich jetzt auch in wachsender Zahl die Kurgäste des durch feine Nadiumsurrde bekannten nahen Badeortes Kreuznach des Scherzes halber zu den seltsamen Veranstaltungen einfinden und wohl auch mitbieten. Verantwortlich: Albin Klein, Gießen. Zum ist jede Hausf. au da echt, einen wohlgelungerren selbstgebackenen Festkuchen auf den Kaffeetisch bringen. Si- wird stets Ehre mit ihrem Kuchen einlegen, wenn sie dazu das echte Dr. Oetker's Backpulver „Blilkrn" verwendet. (De, Name „Backin" ist gesetzlich für Dr. Oetkers Fabrikate geschützt und darf nicht nachgemacht werden.) I)r. Oetker’s Festkuchen. Zutaten, 250 g Butter, 200 g Zucker, 7 Eier, das Weihe zu Schnee geschlagen, 500 g Weizenmehl, 1 Päckchen uon Tr. Oetker's „Baltin", 100 g Korinthen, 100 g Rosinen, 50 g Sukkade, das adgericbene Gelbe einer halben Zitrone, 7« bis Liter Milch. Zubereitung: Die Butter rühre schaumig, gib Zucker- Eigelb, Milch, Riehl, dieses mit den. Backin gemischt, hinzu und zuletzt die Korinthen und Rosinen, die Sukkade, das Zitronengelb und de» Eierschnec. Fülle die Masse in die gcscttcic und mit Mandeln ausgestrente Form und backe den Kuchen in rund 1'/- Stunde». Rnmertning. Man gibt ,u dem Teig so viel Milch, daß er dick vom töffrl flirftt. I .J Spiritus* MARLA 3 brennt mal so billig Petroloumlicht Probelampe ohne Kaufzwang Gübr.Lauterbach Berlin 5 . 0 . 369 , Oranienstr.183 mi was rUl Muk 3BE Ls Kann die Ehre dieser Welt Dir Keine Ehre geben, was dich in Wahrheit hebt und hält. Muß in dir selber leben. BE Räch' an deinen feinden dich, so wie sich rächet die Palme: Datteln wirst sie herab, wirfst du Steine hinan. Zur viechunderljährigen Geburtstagsfeier Barbara Uttmanns, der Wohltäterin des Erzgebirges. vierhundert Jahre sind dahingegangen, seit in Annaberg non Barbara llttmann und ihren Töchtern die SpitzenKlöppelci cingeführt und sie im Erzgebirge SOO fraucn init dem Anfcrtiaen fein« Spitzen beschäftigten. In einer Zeit des wirtschaftlichen Iliedergangcs hatte es die Iran des angc- sehenen Bergherrn Christoph von Uttmann verstanden, zur Linderung der Not arnicr Erzgcbirgler dadurch betzutragen, daß sie ihnen durch den verkauf der feinen Spitzen eine Einnahme verschonte, Die „Annaberger Spitzen" erlangten bald eine solche Berühmtheit, daß auch Anna, die Kurfürstin von Sachsen, am S, Oktober 1560 bei der Christoph Utlmannin etliche Borten bistclllc Die dankbaren Erzgebirglerinuc» umwobc» jedoch die Gestalt der Barbara Ilttmattn im taufe der Jahrhunderte mit so vielen Sagen und Legenden, daß ein klares Bild ihrer Wohltäterin wohl kaum mehr festzustellen ist, zumal zahlreiche feuersbrünste in Annaberg fast alle sebriflltchen Auf. Zeichnungen über diese edle frau zerstört haben, so daß sich weder der Tag ihrer Geburt noch der Ort, an dem sie das Licht der Welt erblickt hatfmit Gewißheit angeben läßt, wie bei komer Nt Griechenland, so streiten sich auch die verschiedensten Städte ln Deutschland und kolland um die Ehre, Sie Geburts- stätte Barbara Uttmanns zu fein, feststehend ist dagegen ihr Gcburtsjabr 1514, das also zum vicrhundertjien Mal« wieder. _ ist, weshalb die Annaberger sich auch diese Gelegenheit, das Andenken an die tatkräftige frau in gebührender weise zu ehren, nicht entgehen lassen und am 17. Mai ein fest zu Ehren der Jubilarin begehen wollen. Ebensowenig wie Geburtsort und Geburtstag läßt sich ermitteln, ob Barbara, wie früher allgemein angenommen, die Erfinderin der Spitzenklöppelei in Sachsen, ob sic die^e feine ä^unst in kolland selber erlernt oder ob vertriebene Brodau- tcrinnen, die im Erzgebirge Ausnahme gefunden, sie diese kand- arbcit gelehrt haben. Das letztere wird im allgemeinen als das Richtigere angenommen, doch mag auch der eine dieses, der andere jenes für wahrscheinlicher halten, Tatsache ist und bleibt, daß die „Uttmannin" ihrem engeren vaterlande eine reiche Guclle des Segens durch die Einführung der Klöppelei erschlossen hat. Das einzige, im Museum zu Annaberg befindliche Bild der Jubilarin, das eine frau am Klöppelkissen darstcllt, ließ erst 186S der Annaberger Kaufmann Karl koste nach einer kleinen Elfenbeinfigur anfertigcn, die man im „Grünen Gewölbe" zu Dresden fand und von der man behauptete, sie trage die Züge der Uttmann, Kulturhjstorikcrn tpitf» es jedoch sofort aus. fallen, daß die Kleidung der aus dl.n Bilde dargestellten frau nicht mit den zur Lebzcit Barbaras üblichen Trachten überein- stimmt. Rach dem i»i Jahre 1553 erfolgten Tode ihres Mannes führte Barbara Uttmann die Geschäfte des verstorbenen selbstständig fort, da sie im Bergbau wohlerfahren und schon zu Leb- Zeiten des Berghcrrn ihm eine, talkräjtigc Mitarbeiterin gewesen war, wie viele annehmen, soll sic erst als Witwe den Spitzcn- handel erfolgreich betrieben haben, daß sie jedoch schon viel früher die erwähnte kandarbcit ausgcübt, beweist ein Schreiben aus dem Staatsarchiv zu Dresden, in dein es heißt, daß Barbara ihrem Lräutigan, einen feinen Spitzenkragen, wie sie damals auch von den Männern getragen wurden, geklöppelt habe, 22 Jahre überlebte sie ihren Gatten und mehrte in jeder kmsicht den Wohlstand ihrer familie, die aus 6 Söhnen bestand, wie groß die Zahl der Töchter ivar, läßt sich wieder nicht mit Bestimmtheit angeben, da urkundlich nur nachzuweisen, daß sie mit ihren Töchtern die Klöppelei betrieben und Laß eine Tochter den Münzmeister Biner geheiratet hat, der zu seiner kochzcit einen Rechenpfennig prägen lieh, besten eine Seite das Uttmannfche Wappen und dessen andere das Bincrfchc Ivappen trägt, (Siehe Abb, 5 und 4,) Dieses Uttmannfche Wappen hat sich in der familie bis auf den heutigen Tag erhalte», trotz der verschiedenen Schreibart des Hamens, die sich im Laufe der Zeit herausaebildet hat. Hoch im Jahre 1300 schrieb man U t h m ann oder von Uthmann, von der ursprünglich aus Breslau stanimcnden fainilie, die auch in Dresden das Amt eines Ratsherr» bekleidete, wandcrle Christoph von Uttinann »ach Annaberg, wo er als wohlhabender Bcrgberr lebte und Barbara von Elierlein heirateie. Er legte aber auf das Wörtchen von vor seinem Namen keinen Ivcrt, weshalb cs sich bei einigen seiner Nachkommen auch nicht mehr findet. Mehrere seiner Söhne betrieben später das Kupfcrschmicdehandwcrk in Zerbst, wo auch noch das von Uttinanns benutzte Petschaft der Kupfer- schmiede-Innung au'bcwahrt wird. In dieser Stadt finden sich nun in den Kirchenbüchern die Schreibart» Uttmann, Uthmann und Uthemanu vor, doch soll anderen Grtes auch Uhtmann ausgetreten sein. Nachkommen der familie leben noch heute in Dresden, Breslau, Posen, Berlin, Wiesbaden, Darmstadt und Kiel, die sich teils von Uthinann, teils nur Uthcmann schreiben, aber alle das hier im Bilde gezeigte Wappen führen. - I»I Jahre 1834 ließ der Chef der noch i» Annaberg bestehenden Kandelshäuser Eisenstuck u. Comp, über die der Barbara gesetzte Messing- platte aus Dankbarkeit ein Denkmal errichten, da der Wohlstand seines Kaufes aus der von Barbara Uttinann gepflegten Spitzcukunst erblüht war. Die Mcjsingplatte auf dem Grabe enthält die Inschrift: „MDLXXV (1575) Jar, den 14. Januar» ist die Erbare, und Erentugendsame, Fraw Barbara, des Erenvesten. Herrn Christof Uttmanns seelig, hinterlassene Wittfraw, in Gott seelig entschlaffen, deren Selen Gott der Herr gnad. Ires Alters LXI (61) Jar, hat erlebet LX1V (64) Kinder und Kindeskinder.“ Auf dem von dem Dresdner Bildhauer pettich entworfenen und ausgeführten Denkmal auf dem Annaberger Kirchhof sind folgende Worte zu lesen, durch die irrtümlicherweise auch das Jahr 1561 als der Zeitpunkt ihrer Tätigkeit als Klöpplerin und Barbara als Erfinderin der Spitzenklöppclci angegeben werden, »Hier ruhet Barbara Uttmann, gestorben den 14, Januar 1575, Sie ward durch das im Jahre 1561 von ihr erfundene Spitzenklöppeln di* Wohlthäterin des Erzgebirges.“ Auf der Rückseite erblickt man Anker, Mcrkurstab und mehrere Warenballen — Sinnbilder des Kandels — nebst einem Lorbcerkranze, sowie darunter die Worte: »Ein thätiger Geist, eine sinnige Hand, Sie ziehen den Segen ins Vaterland.“ Auch durch ein auf dem Marktplatz zu Annaberg im Jahre 1886 errichtetes Barbara-Uttmann- Denkmal ist die edle frau von der Nachwelt geehrt worden. Das von dem Dresdner Bildhauer Robert kcnze geschaffene Denkmal gilt noch heute als schönste Zierde de, Marktplatzes, Die für den 17,-24, Mai in Annaberg vom kaufmännischen Verein veranstaltete Spitzenausstellung, die Spitzen aus den ältesten Seiten bis zur Gegenwart enthalten soll, wird besonders auch durch die Vorbilder- sammlung in Spitzen der Annaberger Posamentenfachschule, sowie durch die Erzeugnisse der Schnee- berger Klöppslmusterschule interessieren. Der reiche Segen der Spitzcnklöpxclei für das Erzgebirge machte stch schon im 16, Jahrhundert «eltend. denn mehr als 10 000 Klöpplerinnen gewährte diese Kunst derzeit den Lebensunterhalt. Abb, i, Bildnis der Barbara Uttmann. Sette Mil vem uuman».Wappen. Pa« Uilmanntche Wappen. Die folgen des 30 jährigen Krieges legten freilich die Arbeit der sächsischen Klöpplerinnen etwas brach, während die Spitzenkunst sich im 17. und 18, Jahrhundert in frankreich und kolland zur höchsten Blüte entfaltete, doch nachdem Kauflcute aus Schottland die crzgcbirgischen Spitzen in den Welthandel gebracht hatten, lieferten sic den Erzgcb rglcrinuen immer noch ausreichenden Verdienst, und 1846 zählte mau noch 40000 Klöpxlcrinncu im Erzgebirge, bis durch die fortschreitend« Industrie (cs 10, Jahrhunderts die handgeklöppelte Spitze von der Masckinenspitze verdrängt wurde, so daß mau 1870 nur noch 20 000 Klöpplerinnen der! vorfand. Erst unserer Zeit war es Vorbehalten, die kandjpitze wieder zu Ehren zu bringen. Spitzen- klöppeljchulcn und Vereine zur fördcrung dieser Selnilen entstanden in allen Gegenden Deutschlands, und allein im Erzgebirge gibt es letzt, aunir der Schnccberger, die über 100 Jahre alt ist, 40 solcher Schi! en, durch ü,e der Ruf der sächsische» echten Spitze:,erzcugnisse so gehoben wurde, daß sie sogar itl Paris und Brüssel hochgeschätzt werden Außerdem hat der „fraucnbund zur fördcrung der deutschen Spitzenindustrie", der aus Düsseldorf hervorgcgangcu, auch itl anderen Städten, wie in kamburg und Stuttgart, Spitzenschulen errichtet. Die deutsche Spitzcnschule in Berlin, mit ihren Sweiaschule» in Elbing, Guedlinburg, Sto p und Tondcrn, die königlich banrische Schule in Schönsee und ibiesenbach, die schlesische Schule der fürstin plest, verschiedene Schulen in Thüringen, am karz, in kolstem, in der Eifel und manche andere Bestrebungen euer» mehr und mehr dem Siele nach, der dcutsihen echten Spitze überall Eingang zu ver: a en. Zahllosen kcimarbeiterinnen wird durch diese Schll'c Arbeit gegeben und der sozial wirtschaftliche wert, den die genannten f rderuuaen der Spitzenklöppelei in Deutsch, land nach si t> ziehen, keimte recht bedeutend werden, wenn deutsche franen die Ucberzcugung erlangten, daß die einheimische: Erzeugnisse aus dem' Gebiet der echten Spihenkunst den ausländischen durchaus niecht nachstchen und aus diesem Grunde nur deutsche Spitzen zu ihrer Kleidung benutzen möchten. kelene Grube, Bescheidenheit in der Sommerfrische. Nun naht sic w cdcr heran, die herrliche Zeit, in der jeder das 51c.; eben Erde anfsucht, das ihm am meisten bchagt: den sonnigen »(eeierstrand eder ein forsthaus mitten im Walde, ein weltfremdes Gebirgsdo-.f oder ein Modebad. Und in, ganzen Deutschen Reiche, hier und dort, sitzen die pensionsmüttcr und warten auf ihre Sommergäste Lange schon haben sie sich vorbereitet. Den langen Winter über sind Bettbezüge, Gardinen und Deckicn genäht worden. Die Einmachcgläscr und Kruken stehen gefüllt da, kofsnungsfreudig sehen die Wirtinnen dem Verdienst entgegen, den der Sommer bringen soll, 21I!cs ist teuer, Eier, fleisch, Milch und Butter koste» viel, Nicht nur in der Stadt, sondern auch auf dem Lande, - Und nun sind di« lieben Gäste gekommen und setzen sich zu Tisch, Jeder hat die löbliche Absicht mitgebracht, so viel zu futtern, wie nur irgend möglich. In der frischen Luft hat mau sich bald einen Bärenhunger geholt. In vielen verschiedenen Sommerfrischen habe ich meine Tischgenossen beobachtet. Es kam mir manchmal vor, als ob alle Menschen, gebildete und unge- bildete, junge und alte, ohne Unterschied, wohlerzogen, heit, Rücksichtnahme und Bescheidenheit zu kauf, lassen, sobald sie gegen festen Pensionspreis in einer Sommerfrische sind. Seht mal dort, die treue familienmutter. In dem edlen Bestreben, die Ihrigen möglichst gut zu vcr- sorgen, leert sie die ganze Schüssel Rührei, welche sicher die Tischrunde machen sollte, auf den Tellern ihrer Jungens aus. — Und da, der schmächtige Lehrer nimmt gleich zwei Kotelettcn auf einmal! Jeder kann »achzählen, daß pro Person aber nur eine gerechnet ist. — Kuh, und wie alle in die Lutter hauen! Gb sie das im eigenen kaufe auch tun? — Und seht mal den frechen Bengel da unten am Tisch! nimmt wahrhaftig den ganzen Rest Lachs vom Teller l Nun kann fein Nachbar, der alte kerr, sehen, wo er von dem delikaten Belag noch etwas bekommt. Nein, aber die Schlimmsten sind doch die beiden dicken Damen da drüben, die erst ihren Teller mit allen schönen Dingen füllen, so hoch es nur geht und dann schließlich ihren kund damit füttern oder einen großen Teil ungegessen liegen lassen, — Soviel steht fest: um nichts in der Welt möchte ich penstonswirtin in einer Sommerfrische sein; der Unbescheidenheit rücksichtsloser Gäste stände ich machtlos gegenüber. Es wäre mir ein unsagbar peinliches Gefühl, wenn all« Schüsseln wie ausgeschrabt zurück in die Küche kämen, so, als ob nicht genug darin gewesen wäre. Noch unangenehmer aber, wenn ein Gericht unangerührt wieder zurückwandert, weil irgend jemand ein (und sei es noch so unbegründetes) Bedenken gegen die Tadellosigkeit desselben ausgesprochen hat und alle Gäste, ohne 2lusnahme, naserümpfend seinem Beispiel folgen, — Ja, wenn alle Sommergäste so einsichtsvoll wären wie jene Mutter, welche sagte: „In einer teuren Pension kann ich nicht wohnen; und in einer billigen mag ich nicht wohnen, weil meine vier Jungens einen phänomenalen Appetit haben. Die Pensionsmutter würde nicht auf ihre Kosten kommen; und da» möchte ich nicht. Ich miete mir nun ein kleines kaus und wirtschafte selbst; dann kann ich die hungrigen Mäuler mit Buchweizengrütze und tüchtigen derben Brotschnitten, die auch einmal mit Margarine bestrichen sind, sättigen. Da» würde eine penstonswirtin Sdt« TM. t ----------stiinig, »It dem Ltner-Wappm nicht wagen und dann den Kürzeren ziehen.' 2l»nie Dhlert. Ab», s, Denkmal aas dem Annadeegie Nirchdsl- Uörperhaltung der Kinder. All« Eltern und Erzieher sollten der körperlichen kaltung ihrer Kinder, ganz besonders in der Zeit des oft so schnellen Wachsens, genaue Aufmerksamkeit schenken. Ein Nichtbeachten legt häufig den Grund zu körperlichen Mißbildungen und Gesundheitsstörungen, Die Kinder werden in solchen Zeiten häufig von einer allgemeinen Muskelschwäche heimgesucht und pflegen sich deshalb etwas „gehen zu lassen', wie es im volksmundc heißt. Sie verlieren ihren ursprünglichen kalt und neigen Kopf und Schultern so weit nach vorn, daß die für die Lunge durchaus notwendig« Erweiterung der Brust verloren geht, kier ist ein fortgesetztes warnen der betreffenden Eltern und Lehrer geboten. Den Kindern muß gar häufig ein: „lsaltet Euch gerade!" „Brust heraus!" und dergleichen zugerufen werden, vor allen Dingen, wenn sie schreiben und lesen. Sie vergessen es selbst zu leicht wieder, wenn sie auch den guten willen haben, und müssen immer aufs neue an ein« richtig- gesunde Körperhaltung erinnert werden. Auch Kurzsichtigkeit ist oft auf die schlecht« kaltung in der Jugend beim fertigen der Sckularbeiten zurückzuführen. E, Ernst. Briefpapiere, Briefumschläge, KorresfpondenzNarteti, Siegellacke in allen färben uit, Potsdamerstr. 13. 1 Trauen gebrauchen in discr. Fällen sofort mein (glänzend bewährtes unschädliches Mittel. Grosse Erfolge selbst in den hartnäck. Fällen, worüber Dankschreiben und Anerkennungen. Discr. Nachnahmeversand überallhin nur durch Oro^isl Bocatms, Berlin Bi., Schönhauser Allee 134 b. oaQOQoaaaQüüQaaaaa oc JisilenMcn "*ss ar Albin Hein, Giessen. Die Fleii'chucrdingung für den Standort Gießen für die Zeit vom I.JuN bis 3t. Dezember 1814 findet am 3. Juni 1014 10 Uhr vorm, im Geschäftszimmer der Garnison-Verwaltung Kaserne > statt. Die Lieferungsbedingungen liegen im GeschästSzimmer der Gar- nisonverwaliung aus,können auch gegen Bezahlung der Selbstkosten bezogen werden. Versiegelte Angebote mit der Ausschrist: „Angebot auf Fleisch- lieserung" sind im Geschäftszimmer der Garnisonverwaltung vor Beginn des Termins abzugcben. Garnisoiiverwaltung. EEha'gn näss. u. trockene Schuppenflechte, Bartflechte, skroph. Ekzema, Hautausschläge offene Füße Aderbeine, alte Wunden werden wirksam bekämpft durch die bewährte u. ärztl. empfohlene Rino-Salbe Frei von schädl. Bestandteil. Dose Mk 1.15 u. 2.25 Orig-.-Packung ges. geschützt Rieh. Schubert & Co,, Weinböhla O Zu haben in allen Apotheken » Junger Klempner nud Installateur per sofort gesucht. Terd Bender, Hervor», am Bahnhof. irrliraiiiTPi. Mir/, TTTTTTTTT «M6-, ■ Bi TDDTDDDTT Während der Pfingstfeiertage: Johannis-Bräu (ganz hell) Dunkles Märzen (Münchener Brauart) Vertreter iür Giessen und Umgebung: Gotthilf Röhrle’sBiergrosshdlg. Leonhard Kaiser, Marburperstrasse 7. Te’efon 344. ffletoUbelten Holzrabmenmatratz-u, Kinderbetten Eilenmöbelfabrik Lnhl i, Tbük. Eins tüchtige !<Öckin sofort gesucht. Offerte mit Ge haltsansprüche erbeten unt. 4874 an Hotel Wüsthofen,Bad Salzschlirf oder persönliche Vorstellung. 117-1« sein Wohn-, Geschäfts- * haus, Privat od. sonstiges Objekt an beliebigem Platze dem Verkauf aussetzen will, wende sich an Ernst Rosenberg, Frankfurt a. M.. Zeil 68 Vorzüglicher Geldschrank direkt vom Lieferanten äusserst billig abzugeben. Offerte unter 4876 an die Exp dieses Blattes. Dan c teilt es der andern mit: „Favorit, der beste Schnitt!“ VVeiche Freude und Erspar- nisliegtim selbstgefertigten Kleid! Wieviel Nützliches kann j edeDam e leisten, wenn sie Blusen, Röcke, Kinderkleider, Wäsche etc. selbst schneidert. Es gelingt ihr aufs Beste, wenn sie die so zuverlässigen und eleganten Favorit schnitte der Intern. Schnittmanufaktur, Dresden - N. 8 verwendet. Prospekt Nr. 20 gratis! Vergleiche auch die Favoritmodelle i. der Modenbeilage dieser Zeitung. Ausführliche Anleitung durch das großartig ausgestattete Favorit- Modenalbum (nur 60 Pf.), Jugend-Modenalbum (nur 50Pf.), Favorit-Handarbeitsalbum (nur 50 Pf.) * Gier erhältlich bei: Alex Salomon & Co., Schulstr. 28. £anöwirte, züchtet und mästet vur mit Scbwtizerifcbe Cacfina Pancbaud. Äeftea Milcherfairmittel für Me natürliche Milch, zur Aufzucht hon Junahieb. Kälbern, Ferkeln, Ziegen und Lämmern. Bedeutende Ersparnisse. I Liter Laetina - Milck kostet nur S 3 / 4 Pfg. In Beutel von 5 Kilo. Zeugnisse und Gebrauchsanweisung können hon der Fabrik in Kebl a. Rh. bezogen werden, sowie die Vertreter: bloss» vbamb-e, lieb; Co'nrad Funk, Sellnrod. Für die Formerei einer grossen Radiatoren-Giesse- rei werden mehrere tüchtige, verheiratete Vorarbeiter gesucht. Bewerbungen unter Angabe des Alters, Konfession und der Lohnansprüche sind zu richten unter 5577 an die Annoncen-Expedition Bonacker & Rantz, Düsseldorf. Bar 6e!ü an jedermann auch geg. Raten- rückzahlg , reell, diskret u schnell verleiht C’arl Winkler, Berlin 208, Friedrichstr 118 a; Provision erst bei Auszahlung, täglich eingehende Dankschreiben. Hautleiden entstehen bnttfe unreines Blut, löliucu deshalb auch nur dnr a, (narre Brhaudlg. gründlich n. dauernd geheilt werden. Jetzt bi» ich in der Loge Ihnen meinen herzlichen Dan! für Ihre w.!n: erhall Heilende Medizin die mich vollständig von dem schau drthofzcu Hautleidcu befreit bat, voll und ganz zu zollen. Gustav Sichling, Mücheln Ulaledalg, sowie ein lllerkreugltanen für Fahrradhändler und sonstig. Schmledewerlaeua zu verkaufen b. Ludwig JM1 Ulw., Raulen bei (Metzen. Deutscher _ Cognac aus Französischen Weinen IandauerI&IMacholl ^ HeIlbronn \Nur echt mit der Hammer-Schützmarke. Überall erhältlich^ Gesetzliche Mcistertzriisil ilgen für Handwerker. Die Gelmbe um Zulassung zur diesjährigen Meisterprüfung (8 133 der G.werbeocdnung) sind mit den er» forderlichcn Unterlagen bis spätestens am 15. Juni d. I. an oen Unterzeichneten Vmsitzendeu einzuceichcn. Die Pcüfungsgcbühc von 35 Maik ist an die Handwerks-' kammer in Darmstadt einzusenden und die Quittung dem Gesuche betzulegen. Gießen, am 15. Januar 1914. Die Meilterprüfungslrommiffron für die Provinz Gderhesten. Traber, Vorsitzender. In lei ^ ^ ss» «ra er» e« (»5Ti es - * «ya «STB eaa s 5 5 Man abonniert jederzeit auf das fchönfte und billigste Familien-Witzblatt | ffleggendorfer-Bläfter | 2 München ( 2 ) Zeitschrift für Humor und Kunst J g S üierteljährlidi 'Z stummem nur W. g S Abonnement bei allen Budihandlunpen und E Poftanftalten. Üerlangen Sie eine Gratis-Prob*' nummer vom Uerlag, München, UheaNuerfh'. 41 s Kein Befucher der Stad^ Flündi?n rh«n^.n tr 6 ßu 7,m’ u'i In den der Redaktion, 4tm befindliche, äußerst interelkanie Rus- Re UHQ tintl flrlnitialrrii+iminrtaM 7V7 .^ ____ j ___r... Th * ■: li ____ 6 0.7,7.»ennaiilne. auyerst interelkante Nus- - steilung von Origmalzricknungen der Mcoaemlorker-Liätter 8 » zu belldttigen. A 8 säglidt geölknel. kintritt kür jedermann frei! es csa i ' 'V yhn&ippelchalfvon Jpafbis früh: /\furJ*i%iciI-Sdiuhpirfz lobfe fie. Der Ein/ender von 12 vermiedenen ABC-Anzeigen erhält einen ganzen Safj von 25 ABC-Künftlermarhen von der Erdal-Fabrik in Mainz,