V«;stzMM 2S pfg. monatlich M«rtetMr!lch 7» Jtfr, »«r«>»»ahibar, frei in» Hau». >bg«D»4t i» ItzDrbiiion oder in den Zweig- «n»,»d«steaen M«ejM«vch SO Pfg. — Grfcheioi lfilM»4< NO» — Redaktion: Selter», weg 83. — g#r S^fbrwahrung oder Rückfendung nicht verlangter »dumftrtpte wird nicht garantiert, •erlag »er Glechener Zeitung " Kl. m. b. H. Wietzeucr Tageblatt) SnzelgenpreK 15 pkg. ^ b«e 44 mm breite Petitzeile für Auswärts 30 Pfg Die 90 mm breite Reklame-Zeile 50 Pfennig Lrtrabeilagen werden nach Genuin und Gröhr berechnet. Rabatt kommt bei Ueberfchreitung des Zablung». ziele« >30 Taget, bei gerichtlicher Beitreibung oder \ Konkurs in Wegfall. Platzvorfchriften ohneBerbindlich.'»:.. Druck der «licstener PerlagSdruckerei. Albin Klein. Nr. 41. Telep hon: Nr. 383. Samslag. den 23. Mai 1914. Telephon Nr. 382. 26. Jghtg. fln$ Jflbanicn. lieber Essad Pascha ist, wie zu erwarten war, das Urteil rasch gefällt worden: er ist des Landes verwiesen. Noch am Mittwoch Abend verbreitete die „Ag. Stesani" aus Durazzo folgende Meldung: Der Fürst beschloh nach einer langen Konferenz, an der der italienische Geschäftsträger und der österreichisch- ungarische Gesandte teilnahmen, Essad Pascha, nachdem er eine Erklärung, ohne Erlaubnis des Fürsten nicht mehr nach Albanien zurückzukehren, unterzeichnet hatte, an Bord des italienischen Kriegsschiffes „Bengasi^ nach Brindisi bringen zu lassen. Der Dampfer verlieh Durazzo 3 Uhr nachmittags. Bon Brindisi aus, wo die Ankunft abends 11 Uhr erfolgte, ist Essad Pascha mit seiner Frau am Donnerstag nach Neapel weitergereist. Damit ist es dem Fürsten von Albanien delungen, den Hauptverschwörer gegen den jungen Staat oder sein Oberhaupt noch im richtigen Augenblicke von sich abzu- schütteln. Im übrigen wollen wir die wichtigsten Meldungen zu der ganzen Angelegenheit selber sprechen lassen : Durazzo, 21. Mai. Der Fürst hat die demissionierenden Minister ersucht, die Portefeuilles zu behalten. Der Minister des Hast- und Telegraphenwesens, Hassan Bei Prischtina, übernahm einstweilen zu seinem Ressort die von Essad Pascha bisher innegehab ten Ministerien des Krieges und des Innern. Die Ausstandsbewegung der Bauern vor Durazzo ist friedlich beigelegt worden. In der Stadt herrscht vollkommene Ruhe. Durazzo, 21. Mai. Die italienischen und österreichisch-ungarischen Matrosen besanden sich noch am Mittwoch erbend aus Wunsch an Land, um die fürstliche Familie und die auswärtigen Gesandtschaften zu schützen. Eattaro, 21. Mai. Der kleine geschützte Kreuzer „Admiral Spaum" erhielt gestern Befehl nach Durazzo zu gehen. ' Neapel, 21. Mai. Essad Pascha und Frau sind hier eingetroffen. PolitiFcbe Rundfcbau. Deutschland. * Der, Kaiser stattete dem Reichskanzler Dr. v. Bethmann Hollweg einen langen Besuch ab. - Der bayerische König ist von seinen ungarischen Gütern nach München zurückgekehrt. * Berlin, 21. Mai. Das „Militärwochenblatt" Reldet: Messing, Inspekteur des Militär-, Lust-, Kraft- und Fahrwesens ist zum Generalleutnant befördert worden. England. * Das Zweite englische Schlachtschiffgeschwader, bcftelicrtb aus vier Schlachtschiffen und drei Kreutzern, besucht Kiel vom 23. Juni bis 30. Juni, das Erste Schlachtschiffgeschwader, bestehend aus vier Schlachtkreuzern und zwei leichten Kreutzern, besucht Reval am 17. Juni, Eronstadt am 22. Juni und Riga am 30. Juni. Das Zweite Kreuzergeschwader verweilt in Trondjheim und Bergen vom 15. Juni bis 1. Juli, das Dritte Kreutzergeschwader, bestehend aus drei Schiffen, in Chri- stiania vom 15. Juni bis 23. Juni. Ein Schiff läuft Christiansund an. Alsdann besuchen, alle Schiffe Kopenhagen vom 24. Juni bis 1. Juli. Rußland. ' Der russische Marineminister hat in der ReichsÄuma eine geheime Gesetzesvorlage betreffend die Gewährung eines Kredits von hundert Millionen Rubel zur Verstärkung der Flotte des Schwarzen Meeres eingebracht. Schweden. * Der König und die Königin von Schweden sind am Mittwoch abend 8 Uhr 30 Minuten über Trelleborg und Lahnitz nach Berlin abgefahren. Eine starke Volksmenge brachte den Majestäten am Bahnhose begeisterte Kundgebungen dar. * Der König von Schweden ernannte vor seiner Abreise von Stockholm den Professor Soederblom, der an der Universität Leipzig als Professor der Theologie wirkt, zum Erzbischos von Upsala und Prokanzler der Universität Upsala. Amerika. * Auls Washington wird gekabelt: Der stellvertretende Marinesekretär erklärte, es werde von den Ver - einigten Staaten jede Anstrengung gemacht, Tampico sreizuhalten. Obwohl noch keinerlei Befehl erteilt worden sei, wurden doch Schritte unternommen, um, falls es notwendig ist, eine Blockade seitens der Bundestruppen oder der Konstitutionalisten zU verhindern. ' In Niagarasalls haben die Unterhandlungen in der merikanischen Frage am Mittwoch nach- inittag offiziell begonnen. Huerta stellt allerlei Gerüchten gegenüber entschieden in Abrede, das; er den Delegierten aus der Konferenz in Niagarasalls die Zu- > cherung gegeben habe, er werde ab.d a nken, falls es zur Lösung des Konflikts notwendig sei. Die englischen Arbeiter in der Aelchshauptsiadt. Die seit Dienstag in der Reichshauptstadt weilenden englischen Arbeiter und Angestellten folgten am Mitt - woch Vormittag einer Einladung der Stadt Berlin nach dem Rathause. Oberbürgermeister Dr. Mermuth bewill- kommnete die Gäste, Und wies sodann in englischer Sprache aus die Bedeutung der Adult. Schools hin, in deren Zeichen die englischen Gäste als Apostel der Arbeit gekommen seien. Am Nachmittag war der Empfang durch die Regierung in der blumengeschmückten Halle des Bundesrats im Reichstaasgebonde. Der Reichskanzler hatte zu seinem Vertreter Staatssekretär Dr. Delbrück bestellt. Anläßlich des Besuches der englischen Arbeiter und Angestellten in Berlin fand abends sodann eine vom Empfangskomitee veranstaltete Massenkundgebung für den Frieden zwischen Deutschland und England im Saale der „Neuen Welt" in der Hasenheide statt; die weiten Räume waren Kopf an Kops gefüllt. Die Gesangvereine des deutschen Merkmeisterbundes trugen einige Lieder vor. Dann begrüßte Staatssekretär a. D. Dernhurg die Engländer in englischer Sprache und sprach im Rainen der eigentlichen Kameraden der Gäste, der deutschen werktätigen Bevölkerung und der deutschen Arbeiterschaft: Wir treten einander gegenüber als in selbstbewußter Stärke sühlende Nationen. Wir sind stolz aus unsere nationalen Institutionen und nationale Entwickelung. Wir, freuen uns des gemeinsamen Platzes an der Sonne und ver 'Prosperität der Wissenschaft und Kultur. Ich glaube deshalb Ihrer Zusttmmung sicher zu sein, wenn ich den bei loyalen Deutschen Und loyalen Engländern üblichen Ton gerade bei dieser Gelegenheit anschlage, indem ich Sie bitte, gemeinsam aus die Königshäuser der beiden großen Nationen anzustoßen. (Beisall.) Der Redner übersetzte hieraus seine Rede in die deutsche Sprache. Dann begrüßte Eeneralsuperintendent Lahusen die englischen Gäste im Namen der evangelischen Kirche Berlins, ebenfalls in englischer und deutscher Sprache. Andere deutsche und englische Redner schlossen sich an. Im weiteren Verlaus der Massenkundgebung schlug der Vorsitzende, Staatssekretär a. D. Dernburg, vor, den beiden Monarchen Huldigungstelegramme zü senden. Der Vorschlag wurde begeistert ausgenommen. Frei! - Frei? Novelle von Eugen Werner. (Fortsetzung.) „Wird er es überwinden, Herr Medizinalrat?" Vor dem Bette des schwerverletzten Gatten stand Margaretha. Ihr Blick glitt von seinen mit Tüchern dicht verbundenen Kopse und den verhüllten Augen hinüber ' zu dem freundlichen Arzt. „Das läßt sich jetzt noch nicht sagen, gnädige Frau. Aber hoffen wir das Beste." „Seine Bewußtlosigkeit — wird sie noch lange andauern ?" Der Arzt lächelte unmerklich. „Gnädige Frau sragen zu viel. Ihr Mann scheint keineriei innere Verletzungen zu haben bläß die Wunden am Kopse sind bedeicklich — und dann hat er ferner, eine heftige Gehirnerschütterung davongetragen, welche vielleicht zu Besorgnissen Anlaß geben könnte. Etwas Bestimmtes läßt sich jetzt noch nicht sagen. Wir müssen vor allen Dingen abwarten, wie lange seine Bewußtlosigkeit anhält — ob nur wenige Stunden oder mehrere Tage — oder... Das einzige, was ich voraus sehe, ist, daß wir es mit Delirium zu tun bekommen, die außergewöhnlich starke Nerven erfordern. Deshalb muhte ich auch Ihrer Bitte um Transportierung des Schwerverletzten nach seiner Heimat so energisch ent- gegeMrelen. Es geschieh, ja nur zum Besten Ihres Herrn Gemahls, gnädige Frau!" „Und lassen es die... die..." Frau Margaretha stockte. „Nun, gnädige Frau?" Sie raffte sich zusammen. „Ich wollte sragen, ob es anginge, daß ich meinen Mann pflegen dürfte." Nun war es heraus. Der Arzt räusperte sich. Nach einer Weile eMgegnete er zögernd: „Ich würde gern die Ver- aMwortung eines solchen Schrittes übernehmen, wenn Sie sich entschließen könnten, Ihr Aeußeres der Umgebung anzupassen." „Wenn es sein muß, gewiß!" „Also gut, ich werde Ihnen Schwester Hedwig senden, sie wird Ihnen gewiß gerne die nötige Garderobe abtreten." „Ich danke Ihnen, Herr Medizinalrat!" Der Arzt machte ihr eine Verbeugung und ging, Margaretha in dem kleinen Zimmer allein zurücklassend. Langsam sentte sich die Nacht aul die Erde. Ihr Schleier verhüllte das Leid, das so urplötzlich sich in die Menschenseelen genistet. Margaretha saß vor dem schneeweiß überzogenen Bette. Die Arme lagett auf der Decke in inbrünstigem Gebete verschlungen. Mit zuckenden Lippen saß sie da und heiß und zärtlich verschlangen ihre Augen den Bewußtlosen. Ihre erwachte Seele küßte ihn mit inniger Glut und ihre sehnsüchtigen Wünsche umschwebten ihn wie Eeisterhauch. Unermüdlich schaute sie aus den Mann, den sie verlassen und erstaunt fragte sie sich: „Warum nur — warum?" Was sie vor Monaten als selbstverständlich gehalten — heute war es ibr unfaßbar. „Aus innerstem Herzen ringt sich's in stummer Qual — Wie ein Verzweiflungsschrei: „Es war einmal!" „Es war einmal!" Was sie einst besessen, hier lag es im Todeskamps: — „Wer weiß, ob er noch einmal die Besinnung erlangt." So verbrachte Margaretha die erste schlaflose Nacht ihres Lebens, voll selbstanklagenden Vorwürfen und qualvollen Zweifeln. Die erste Nacht, die sie einer Pflicht opferte. Es wurde ihr schwer, furchtbar schwer, Die gewaltsam geöffneten Augen schlossen sich von Zeit zu Zeit trotz aller Anstrengung und müde sank der Kops aus ihre Brust. Aber immer wieder schreckte sie empor, starrte in das spärliche Licht der Nachtlampe und erstarkte an d'em Gefühl innerer Befriedigung, daß sie für ihn wachen, für ihn sorgen durfte. Noch dämmerte der Tag kaum, als Schwester Hedwig in das Zimmer schwebte. „Gnädige Frau bedürfen der Ruhe; dars ich bitten?" Margaretba stand zögernd auf. Die Glieder waren ihr wie gelähmt und die Schwester mußte sie stützen. Doch von Rühe wollte sie nichts wissen; nur etwas Bewegung wollte sie sich machen. Am Arm der Samariterin trat sie binaus in die seuchte Morgenlust und sog die erquickende Küble in sich hinein, während Schwester Hedwig ihr das Eisenbahnunglück näher schilderte. Dann nahm sie ihren selbstgewählten Platz an dem Krankenbette wieder ein und verharrte bis zur Inspektion des Arztes, der mit der Schwester gleichzeitig das Zimmer betrat. Nach kurzer Untersuchung wechselte er mit ihr einen schnellen, bedeutungsvollen Blick und sagte, zu Frau Margaretba gewandt: „beschleunigter Puls, Fieber! In einigen Stunden! werden die Phantasien ausbrechen. Sollten sie sich zu ungeahnter Macht steigern, dann lassen Sie mich sofort rufen." (Schluß folgt.) In raschem Siegeslauf bat sich der echte Kathreiners Malzkaffee den ganzen Erdball erobert. Er wird täglich von trieler Millionen Menschen getrunken. Der Gehalt macht's! Gewerbliche Hausarbeit in Gberhesien. Ueber die Hausarbeit in der Provinz Oberhessen schreibt der Gewerbcinspcklcr in seinem Jahresbericht folgendes : Nach den Erhebungen im Herbst 1913 findet das HaUsarbcitsgesetz auf 1103 hausgewerbliche Betriebe der Provinz Obcrheffen Anwendung. Gegenüber der erstmaligen Zählung nach Inkrafttreten des Gesetzes (1912) sind es 159 Arbeiter mehr. Eine auffallende Zunahme von 50 Hausarbeitern in einem Jahre hat in der Tabak-Hausindustrie im Slreis Eiehen stattgefunden, in der überhaupt seit einigen Jahren eine ständige Ver - mehrung der Hausarbeiter eingelreten ist. Im übrigen scheint die Zahl der beschäftigten Hausarbeiler, von denen ein grohcr Teil nur nebenbei oder periodisch die gewerbliche Arbeit verrichtet, stets gröhcrcn Schwankungen zu unterliegen. Aus die einzelnen Kreise der Provinz ist die Hausarbeit folgendermahen verteilt. An der Spietzc fleh! der Kreis Eichen mit 176 Hausarbcilern, von denen diejenigen in der Tabakindustrie mit 321 Rollern und 80 Entrippern die überwiegende Mehrheit bilden. Es folgen 38 Schneider, 25 Weihzeugnäherinnen, 2 Haus- weber un d 10 Schirm Näherinnen in Gießen, lieber 'die Taugten der letzteren wurve foigenves clmtt- telt: Die Arbeit ist leicht und nicht ungesund. Die meiste» Näherinnen arbeiten nur wenige Stunden am Tag nach Bedarf, und wie es ihr Haushalt zuläht. Der Slutidcnlogn stellt sich nach Abzug für Zwirn, auf etwa 18 bis 23 Psg. Da am Sitze des Geschäftes nicht genügend Arbeitskräfte zu bekommen sind, beschäftigt die Firma noch etwa 30 weitere Hausarbciter in 2 benachbarten preußischen Städten. Im Kreis Alsfeld wurden 318 Hausarbeiler gezählt und zwar 100 Weber, 125 Stuhlflechter, 61 Säckenäherinnen, 23 Strickerinnen, 12 Schneider, 8 Kleidernäherinnen, 5 Polierer, 3 Zigarrcnmachcr, 3 Raf- peler, 3 Bürsteneinziehcr und 2 Holzdrcher. Der Kreis Büdingen zählt 21 Hausarbeiter.: 9 Schneider, 6 Strickerinnen und 6 Näherinnen. Der Kreis La ulerbach weist 308" Hausar - beiter auf, wovon 189 Weber sind. 50 Frauen und Mädchen garnieren Hüte, 10 nähen Säcke, 21 kleben Fellstücke auf Papier, 6 Frauen nähen Weihzeug und 2 Schneider fertigen Hcrfcnkleidcr im grohcn für ein Konfektionsgeschäft. Unter den 137 Hausarbeitern des Kreises S ch o 1- t c n nehmen cbensalls die 96 Weber die erste Stelle ein. Dann kommen 23 Taibak-Heimatbeiter, 17 Strumpf - stricker und 1 Schneider. Der Kreis Fried b erg zählt 113 Hausarbciter, die meistens für Frankfurter Firmen arbeiten. In diesem Jahre sind 10 Korsettnäherinnen und 7 Weihzeugnäherinnen iteu dazu gekommen. 21 Hausarbeiler werden mit Tütenkleben, 2 mit Handschuhnähen, 19 Schneider mit Konfektionsarbciien beschäftigt. Dazu kommen 51 Portefemller in der Stadt Vilbel. Diese arbeiten für Ossenbachcr und Frankfurter Fabriken. Es werden Börsen und Damentaschen sowie feinere Portcfeuillewaren angesertigt. Die Arbeit teilt sich in das Anschlägen von Bügeln und das Nähen der Taschen. Unmittelbar für die Geschäfte arbeiten nur wenige Hausarbeiler. Die meisten erhalten ihre Arbeit von Zwischenmcislcrn, die selbst Mitarbeiten. In diesem Herbst wurden 8 Zzpi- schenmcisler gezählt, die zusammen 10 Hausarbciter beschäftigen: deren Arbeit ist fast durchgängig keine gleichmäßige, sondern die Aufträge richten sich nach der Saison. Es findet anch, abgesehen von den Zwischenmci- stcrn, bei den meisten keine regelmäßige und ununter - brochenc tägliche Arbeitszeit statt. Die gewerblich« Beschäftigung geht Hand in Hand mit der Verrichtung der häuslichen Obliegenheiten. Im allgemeinen kann man dem einzelnen Hausarbeiler täglich 1 bis 6 Stunden Arbeitszeit zurechnen und den Stundenverdienst mit durchschnittlich 15 bis 18 Psg. veranschlagen, so dah ein Wochenverdienst von 5 bis 7 Mark herauskommt. Doch find höhere Einnahmen, die auch von der Art der Arbeit sowie der Geschicklichkeit abhängen, keine Seltenheit. Die wirtschaftliche Lage der Hausarbeiterinnen ist mit wenigen Ausnahmen gut. Die Ablieferung an den Zwischenmeister am Wohnort ist der Mehrzahl der Hausarbeiter erwünscht. Sie sparen dadurch viel Zeit upd Geld. Auch den Geschäften ist die Vermittelung durch den Zwischenmeister angenehm. Von den letzteren halten einige Lehrbuben, andere lernen ihre eigenen Söhne an. Einige Hausarbeiter brachten auch Klagen vor, dah sie besonders in der stillen Geschäftszeit bei der Empfangnahme und Ablieferung von Waren über Gebühr warten mühten und dadurch eine durch die Natur des Betriebes nicht gerechtfertigte Zeitversäumnis erlitten. Die Eewerbeinspektion hat daraufhin von der Befugnis des 8 5 des Hausarbeilsgesetzcs Gebrauch gemacht. Die Arbeitsräume von 6 Zwischenmeistern und 20 Hautzarbei- tern sind besichtigt worden. Die ersteren haben sämtlich besondere Werkstätten. Einige der letzteren sprachen sich dahin aUs, dah die Räume, in denen regelmäßig längere Zeit tagsüber Portefeuilleahbeiten hergestellt würden, mindestens zum Schlafen nicht benutzt werden sollten. Auffallende Mihstände wurden in den besuchten Betrieben nicht vorgesuuden. Xu$ Stadt und Land. * Die Zentra lkasse der hessischen landwirtschaftlichen Genossenschaften m. b. H. hält ihre erste ordentliche Generalversammlung am Mittwoch, den 3. Juni, vormittags 10 1 /* Uhr, im Kaisersaal zu Darmstadt ab. Die Tagesordnung lautet: I. Bericht des Vorstandes über das erste Geschäftsjahr. Vorlage der Jahrcsrechnung und Bilanz. 2. Bericht des Aufsichtsrats über seine Tätigkeit, insbesondere über die Prüfung der Jahrcsrechnung und Bilanz, sowie über seine Vorschläge zur Verteilung des Reingewinns. 3 Beschlußfassung über die Genehmigung der Jahresrcchnung und Bilanz. 4. Beschlußfassung über die Gewit.nverteilung. 5. Beschlußfassung über die Entlastung des Vorstandes. 6. Wahl von drei Aufsichtsratsmitgliedern. 7. Bericht über die gesetzliche Revision. Erklärung des Ausftchtsrats über das Ergebnis dieser Revision. 8. Geschäftliches. * Fahrpreisermähig ungen für Handwerker und Arbeiter zuM Besuche der W e r k b u' n d - A u s st e l l u n g in Köln. Auf den Strecken der preuhischchessischen Staatsbahnen und der Reichseisen - bahnen sollen sämtliche in Handwerks- und Fabrikbetrieden beschäftigten Arbeiter mit einem Einkommen bis zu 2500 Mk. zum Besuche der Werkbund-Ausstellung eine Ermäßigung um die Hälfte des gewöhnlichen Fahrpreises erhalten. In diese Vergünstigung sind auch alle selbständigen Handwerksmeister eingeschlossen, die in ihrem Gewerbebetriebe nicht mehr als 8 Gesellen beschäftigen. * Gießen, 21. Mai. Ein Arbeiter von hier überfiel tm Sitzungssaals der Strafkammer eine Zeugin, die gegen ihn Anzeige wegen Sittltchkeitsver- brechens erstattet hatte, und schlug sie heftig. Ec wurde sofort in eine Haftstrafe von 3 Tagen genommen und in der anschließenden Verhandlung wegen des genannten Verbrechens zu 6 Monaten Gefängnis verurteilt. * Gießen. Zum beabsichtigten Umbau der alten Klinik als Rathaus war ein Preisausschreiben unter den Gießener Architekten erfolgt. Es sind insgesamt 14 Entwürfe eingegangen. Tie Preisrichter haben am Dienstag die Entwürfe begutachtet und die Pläne folgender Architekten mit Preisen bedacht : 1. Regierungsbaumeister a. D. Schön 600 Mark, 2. Architekt Garnon 500 Mark, 3. Architekt Meyer 400 Mack, 4. Kreisstraßenmeister Mohr 400 Mark. s Darm st ad 1. Bei einem Brandunglück, das sich in dem Villenviertel Ludwigshöhe bei Eberstadt ereignete, und bei dem der Privatgelehrte Heydrich als verkohlte Leiche aufgesunden wurde, nahm man zunächst Erplosion bei einem wissenschaftlichen Erperiment als Ursache an. Verschiedene mysteriöse Begleitumstände aber legen jetzt die Vermutung nahe, dah dem Unglück ein Verbrechen zu Grunde liegt. Auf Grund einer von der Staatsanwaltschaft angeordneten Untersuchung an Ort und Stelle wurde der beim Eindringen in das Haus bewußtlos, aufgefundene 23jühriqe Student Wilhelm Vogt nach mehrstündigem Verhör wegen Mordver - dachl vorläufig festgenommen und in das Provinzial- arresthaus verbracht. Der Sektionsbesund ergab nämlich, dah die Leiche eine umfangreiche Tchädelzertrüm - merung aufwies, deren Ursache zwar nicht bestimmt festzustellen ist, die aber den Schluß zuläht, dah sie noch bei Lebzeiten verursacht wurde. Aus aller Mil. ::: Friedrichshofen. Das Luftschiff „L. 3", der neue Marinelustkreuzer, ist Donnerstag vormittag 7.15 Uhr zu einer 36stündigen Dauerfahrt anfgestiegen. An Bord befindet sich eine Marineabnah- me-Kommission. Um 10 Uhr hat das Luftschiff Basel überflogen. Das Endziel ist Johannisthal. — Freitag >rüh zwischen 4]/ 2 und 5 Uhr kreuzte ein Zeppelin-Luft- Ichiff in großer Höhe über Hamburg. Ob es sich, was wahrscheinlich ist, um den „L. 3" handelt, war bis zur Stunde nicht sicher sestzuftellen. öefcbättlicbes. Von Bielefeld i» alle Welt gehen täglich hunderttauscnde der Päckchen von Dr. Oetkers Fabrikaten. Sie find nicht nur in Deutschland, Schweiz, Oesterreich, Rußland, Italien und anderen europäischen Staaten vertreten, sondern auch in weltentlegenen einsamen Farmen des brasilianischen Urwaldes und den afrikanischen Steppen sind Dr. Oetkers Fabrikate u. Dr. Oetkers Rezepte ständig in Gebrauch. Für die Qualität der Marke „Oetkers Hellkopf' ist dieser Weltruf der beste Beweis. Alle Bäckereien, di« mit Dr. Oetkers „Vackin"-Backpulver hergestellt werden, gelingen vorzüglich. Nahrhafte, wohlschmeckende Puddings bereitet man aus Dr. Oetkers Puddingpulver, und Dr. Oetkers Va- nillinzucklr gebraucht man zum Würzen von Sühfpei- sen aller Art anstelle der teuren Vanille. Dr. Oetkcr's Fabrikate sind überall, das Päckchen zu 10 Pfg., zu haben. Rezeptbücher werden in den Geschäften gratis verabfolgt. Kirchliche Nachrichten. Lvangrlische Gemeinde in Giehrn. Sonntag, den 24. Mai, Eraudi. Gottesdienst. In der Stadtkirche. Vorm. 8 Uhr: Pfarrer D. Schlosser. Zugleich Christenlehre für die Neukonfinnierten aus der Matthäusgemeinde. Vormittags 9% Uhr. Professor D. Eck. Vorm. 11 Uhr: Kinderkicche für die Markusgemeinde. Pfarrer Schwabe. Am 2. Pfingstfeiertag findet im Hareptgottesdienft Beichte und heiliges Abendmahl für Matthäus- und Mar- kusgemeinde statt. Anmeldung vorher bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten. In der Johanneskirche. Vorm. 8 Uhr: Pfarrer Bechtolsheimer. Zugleich Chriftelnlehre für die Reukorffirmierten aus der Lukasgemeinde. Vorm. 9!4 Uhr: Pfarrafsistent Hoffmann. Am 1. Pfingstseiertage wird in beiden Kirchen die alljährliche Kollekte für die Lutherstiftung erhoben werden. An demselben Tage sindet im Hauptgottesdienst Beichte und heiliges Abendmahl für die Lukas- und Johannesgemeinde gemeinsam statt. Anmeldrkngen dazu werden vorher bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten. Katholische Gemeinde in Gießen. Samstag, den 23. Mai. Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur hl. Beicht. Sonntag, den 24. Mai. 6. Sonntag nach Ostern. Vorm. 614 Uhr: Gelegenheit zur hl. Bricht. Vorm, um 7 Uhr: Die erste hl. Messe. Vornn um 8 Uhr: Austeilung der hl. Kommunion. Vorm, um 9 Uhr: Hochamt mst Predigt. Vorm. 11 Uhr: Heilige Messe nnt Predigt. Nachm, um 2 Uhr: Christenlehre-, darauf Andacht. Dienstag und Freitag abend um 6\4 Uhr ist Mai-Andacht. Diaspora: In Hungen um 9% Uhr. In Grünberg um 9% Uhr. Verantwortlich: Albin Klein. Gießen. Von langer Krankheit endlich genesen! Welch überwältigendes Gefühl des Glücks und der Freude liegt in dieser erlösenden Erkenntnis. Das ivissen alle die am denen nachzufühlen, die am Schmerzenslager des Ernährers, der Mutier, eines Kindes oder eines anderen teuere« Wesens je gestanden, geharrt und gebangt haben, aber die gar leibst, von Schmerzen gepeinigt, an Körper und Geist gebrochen, zum stillen Dulden.- verurteilt, dahinsiechen muhten. Sie alle ivrrdcn sich jener selbst- erleblen qualvollen Stunden erinnern, wenn sie in dem unserer Gesnml-AnSgalic beilegenden Prospekt die Schilderungen jener glücklich Genesenen studieren, die den, Altbuchhorster Marksprudel Starkgiicllc ihre wicdcrgewonnene Gesundheit und Lebensfreude zu verdanken haben. Wenn es angesichts di scr - von überströmcndem Dank getragenen Anerkennungen und der nicht ivenigcr begeisterten ärztlichen Besiätigimgen noch einer besonderen Empfehlung dieser ebenso belichten wie erfolgreichen Heilquelle bedarf, dann genügt wohl die Tatsache, dah hiesige bekannte und vertrauenswürdige BerkanfSsirmrn ihrer Ileber- zeugung von der hervorragende» Güte des Altbuchhorster Marksprudel Siarkquelle in gleichem Matze in den, Prospekt Ausdruck geben. Wir empsehlen ihn daher dringend der eingehenden Beachtung älter unserer Leser. TOcr über andere 5cbIcJ;tC5 hört, Soll es nicht weiter noch verkünden. äBE Das Reich der rau. 3g EF^=S BBBE ■ • -t & war leicht wird Menschcnglück zerstört, ! Doch schwer ist Menschenglück zu gründen. ründen. U iE=j§ü 12, XX. Abb. 1. Suimpe in Form einer Unter- taille. Rückblick auf den internationalen Kongreß und Die Aussteüung über Seichen- und Lunstunterricht mit besonderer Berücksichtigung der Frau. Auf dem internationalen Kongreß und der damit verbundenen Ausstellung war Deutschland naturgemäß am meisten vertreten und von den deutschen Ländern wiederum Sachsen und vor allem Dresden am reichhaltigsten. 200 große Säle und Kojen im Ausstcllungsgebäudc in der tcnncstraße dienten zur Aufnahme aller eingesandten Erzeugnisse eines rationellen Zeichen- und kunstgewerblichen Unterrichts. Wenn Prof. Rcichold, München, behauptete, daß die früheren Ausstellungen gegen die jetzigen wie ein armes Kind gegenüber einem König seien, so beweist uns ein Gang durch die imposant wirkenden Ausstellungsräume, daß er recht hatte. Zeichnen und Landfertigkcit traten uns überall als wichtiges Er. ziehungsmittel entgegen I An den sächsischen Ausstellungsobjekten erkannten wir mit besonderer Genugtuung die Bewegungsfreiheit der Lehrer Sachsens, die es in der Land haben, ihre Schüler auf verschiedenen Wegen ans Ziel zu führen, und bei denen die pflege der Leimatslicbc stets oberstes S rinzip ist. Dabei wird das Gcdächtniszcichncn als eine kauptüütze des nterrichts und das Zeichnen im allgemeinen als Mittel des Gcüankenaus- drucks betrachtet. Aus dem alten Srnamentzeichncn sahen wir das schmückende Zeichnen der kindlichen Verzierungskunst erstehen. Auch an den Arbeiten der verschiedenen Sraucnschulen erkannten wir das Bemühen der Lehrenden, die erfinderische und gestaltende Phantasie der Schülerinnen zu wecken und Selbständigkeit und Individualität durch die kunstgewerblichen Arbeiten zum Ausdruck zu bringen. Besonders be, den Ausstellungsobjekten der Lamburger Gewerbeschulen für Mädchen be- merkten wir das Bestreben, die Konstruktion und Släche zu betonen, stets das Prinzip verratend, alles Zwecklose zu vermeiden und nur das zu bearbeiten, was praktische Verwendung findet. Die Apparate aus dem psychologischen Institut zu kamburg, sowie die vcrantchaulichungsmittcl zur Psychologie des Zeichnens und die Apparate zur Bestimmung des Augenmaßes für linearische Entfernungen, die angewandt werden, um die Mehlig- keit der Maßverhältnisse des aus dem Gedächtnis gezeichneten Gegenstandes zu prüfen, ermöglichen dem Zeichner, selber die Hehler seines Sekvermögens zu finden und zu verbessern. Wohl nirgends zuvor war die Richtung, dem männlichen und dem weiblichen Geschlecht gleiche Ausbildungsmöglichkcitcn zu erschließen, sc deutlich zu beobachten, als auf der Dresdener Ausstellung. Sämtliche dort von Srauenarbe-tsschulcn ausgestellten kunstgewerblichen Erzeiignisje zeugten davon, daß eingehende Zcichenstudien die Grundlage aller dieser Arbeite» bildeten, und wiederhol! wurde auf dem mit der Ausstellung verbundenen Kongreß betont, daß die Vorbildung der »Lehrer und Lehrerinnen' für Kunstunterricht und Zeichnen an höheren Schulen, sowohl hinsichtlich der aUgcincincn, wie der fachlichen Ausbildung derjenigen der wissenschafilichcn Lehrer gleich sein müsse. So soll also auch die Lehrerin für dieses Sach hem Lehrer durchaus gleichgestellt werden, und daß diese Sorderungen nicht nur Theorie bleiben, sondern auch in die praris umgesctzt sind, da- von zeugten die verschiedenen Lehrgänge der Lchrcrinncnseminare, die an ihren wirbelten eine systematische Handhabung des Zcichenliiitcrlichls, sowie Hörderung der Iudividu- alität und Betonung der Selbsthilfe der Schülerinnen, eine freie Auffassung und geniale Durchführung des gebotenen Gegenstandes erkeniicii ließen, was besonders bei der Ausbildung der Zeichenlchrerinncn Lamburgs, Ivürttcnibergs, Lerliiis mid Sachsens hcr- vortrat. Wo gut ausgebildcte und genial veranlagte Lehrer und Lehrerinnen ihre; Amtes walteten, wurde auch sofort an den ausgestellten Schülcrarbciten klar, wie z. B. an den Erzeugnissen des Laudfcrtigkcitskursus des Lehrers pralle, Lamburg, die mit ihren großen, vereinfachten Hormcn, ihren klaren, kräftigen Harbcn, die bei den Lokomotiven, Wagen, Läufern und Türmen besonders aufficlen. als Beispiele einer unverdorbenen Kindcrkunst gelten können. Auch die Arbeiten aus dem Realgymnasium zu Göppingen, sowie die aus den meisten Dresdener Schulen verraten das lvaltcn einsichtsvoller Lehrer, und daß die Lehrerinnen der schon genannten Hrauenarbcits- und Gewerbeschulen sich ihnen würdig au die Seite stellen können, braucht wohl nicht noch erwäknt zu werden/ von den für Zeichnen und Kunstgewerbe ausgebildcten Hraucn, die teils, wenn sie das Lchrcrinncnepamcn gemacht, an Schulen wirken können, teils als Kunst- gcwcrblerinncn der verschiedensten Branchen ihr Hortkommcn suchen, findet erwiesener- maßen jedoch leider nur ein kleiner Teil die gewünschte, ihrer Ausbildung entsprechende Beschäftigung und Entlohnung. Selten sehen wir daher auch bei derartigen Ausstellungen, wie die Dresdener, Hraucn an der Spitze eigener Werkstätten. Linen um so erfreulichere» Eindruck riefen deshalb die künstlerisch wirkenden Bildkartcn aus deutschen Städten aus Susanne komanns Werkstätten, Darmftaüt, für moderne Lichtbildkunst hervor. Diese Bildkartcn und Diapositive für wirtschaft-geographischen Unterricht, die schon in vielen Schulen benutzt werden, bieten dem Lehrer sicherlich ein geeignetes Mittel zur pflege der Leimatslicbe und der Leimatkunst. Unter den kunstgewerblichen Landarbeiten nehmen auch die Ivebcreicn der Webschule »Ncilad' (d. h. Nähladcf, Lübeck, eine hervorragende Stellung ein. Hlachstuhl-webereien, die größtenteils auf dem »Ncilad-Wcbstuhl" nach sclbstcntworfcnen Muster» mit pflanzcnfarben cingefärbter Wolle ge- webten, unter ihnen hübsche Vorhänge und Decken »ach Melüorfcr Art. schöne Wandbehänge Mit dem bekannten Lasenmotiv und manche anderen praktischen Webereien beweisen UNS, wie in der Travestadt die ncuzeiilichcn Landwcbcrcien gepflegt werden. Künstliche Bluinen aus der Blumenschule zu Sebnitz, hauchzarte Spitzen aus Plauen, kunstvoll gearbeitete Bucheinbände aus Lamburg, Stuttgart und Dresden und nock manche anderen Erzeugnisse weiblichen Gcwerbeflcißes bildeten einen Glanzpunkt der Ausstellung, von den internationalen Ländern und Städten, die die Ausstellung beschickten, er. regten Paris und Kopenhagen wohl am meisten Aufmerksamkeit. Im ganzen scheinen icdoch alle Schulen des In- und Auslandcs das Bestreben zu haben, Zeichnen als Grundlage jeder Kunst- gewerblichen Männer- und Srauenarbeit zu pflegen und ihm im Lehrplan die Stelle cinzuräumcn, die ihm von Rechts wegen gebührt, ihm aber nicht überall zucrkannt wird, gibt es doch noch Schulen, die dem Zeichenunterricht nur zwei Stunden wöchentlich einräumen. Als rühmliche Ausnahmen find wohl nur die Lictzschen Anstalten, in denen in einigen blassen diesem Unterricht 8 Stunden zuerteilt werden, und die rühmlichst auf der Ausstellung vertreten waren, zu bezeichnen. Sicherlich habe» der Kongreß und die Ausstellung auch Len Hraucn manche An- rcgung gebracht, die zahlreich erschienen waren und ihre Sach- und Sachkenntnisse nicht nur durch ausgestellte Arbeiten, sondern auch durch manche Vorträge und Beteiligung an der Diskussion im Kongreß bewiesen. Der fünfte Kongreß wird jedoch nicht nach vier, sondern erst nach sechs Jahren, und zwar in Paris, stattfindcn. In dieser Zeit werden alle Gelegenheit habe», das auf dem Dresdener Kongreß und der Ausstellung Gelernte in sich zu verarbeiten und cs den ihnen unterstellten Schülern und Schülerinnen zugänglich zu machen, die gerügten und erkannten Schier zu vernicidcn suchen und so dem ersehnten Ziele immer näher kommen, das darin gipfelt, die Jugend durch Zeichcn- und Kunstunterricht zu praktischer Tätigkeit und richtigem Kunstverständnis zu erziehen. Lclene Grube. Ilach dem Aufnähen des Suttertülls wird der Batist 2lbfv 3. Guimxe mit Lhünliiiiflpitzcnralte. Abb. 2. Stehkragen zu Add. I. Abb. i. paljenliück mit BanhsHIuhfen zum Lese lügen. nicht zu Kräftigen Waschtüll dazu zu wählen, darunter weggeschnitten. Das nächste ist, den Garniturtüll zur Paste zu reihen. Sür die Berechnung der Köpfchen gibt man beim Zuschueidcn des Tülls '/» der ganzen Breite und ca. 8 cm in der Länge zu. Die Köpfchen sind in Gruppen je zu dreien, ' , cm tief bei I ein Abstand cinzurcihen Der Raum bis zur nächsten Gruppe beträgt 3' t-4 cm. Man laste die Rcihfäden aus der einen Seite hängen und vernähe sie erst nach dem Aufordnen des gereihten Tülls auf das aufgesetzte Tüllfuttcr Rings irtn den Ausschnittrand wird dann das Aufgenähte mit einem Ilahtband verfaubcrt, wie auf Abb. l zu sehen ist. Der Sutterkragcn besteht gleichfalls ans Tüll. Sür die Garnitur des Kragens nähe man nach Abb. 2 aus dem Garniturstoff vier '/* cm tiefe Säum- chcn, das fünfte entsteht beim Aufnähcn des Kragens auf das Suttcr. De» oberen Kragcnrand schließt eine valencienncsspitie ab. Eine weitere, sehr hübsche Unterziehbluse veranschaulicht Abb. Z. Sic weist eine feine Ehantillyspitzenpaste auf. Um diese Unterziehbluse anzu- fcrtigen, schneide man sie nach dem Schnitt der ersten nicht aus Batist, sondern aus appretiertem Ehiffon zu und nähe die Schulter- und Scitennähtc zusammen. Die Brustabnäher werden diesmal nicht ausgeführt. Nachdem man die Arinlöcher mit cinein Slorband eingefaßt hat, wird dem unteren Blufenrand ein 2 cm breiter Ehiffonstreife» angesctzt. Durch diesen Streifen leitet man ein Batistband, welches die Weite der Abnäher beim Binden zusammenzieht. Lat nian Passe und Kragen nach der darin angegebenen Beschreibung fertig, so wird sie der Lhisfon-Untcrziehbluse aufgesetzt. Als letztes bringe man im Rücken den Schluß mit Druckknöpfen an. Sehr geschmackvoll ist das pastensiück auf Abb. 4. Es besteht aus Tüllspitzc und ist mit Lhiffonstüfchcn zu- sammengestcllt. Mau schneide sich nach der iin Schnitt cingczcichneten Linie zum passcnstück eine Grundform aus stärkerem Papier ZU und hefte nach Abb. 5 auf beiden Seiten zuerst die Spitze auf und, deren Bogen deckend, cten in Stüfchen genähten Ehiffon. Beides wird mit überwendlichem Stich verbunden, worauf man den überstchenden ü hiffon wcgschncidct. Man füttert die Passe am besten mit glattem Tüll ab Zur Passe harmonierend wird auch der Kragen gearbeitet. Man heftet zuerst, eben falls auf einer Papicrform, ant oberen Lalsraud ein Spitzchen auf, diesem folgend zu beiden Seiten die breite Spitze und zulci t in der Mitte die Ehisfonstüfchcii. iS.ehe Abb. 6.) Das Ganze ist dann überwendlich zusainmenzunähen und der überflüssige Stoff wcgzuschneiden Wie Abb. 4 zeigt, wird die Passe mit Ilahtband ringsum eingefaßt. Sie erhält vorn und im Rücken je 3 Bänder angesctzt, die in einer Schlupfe enden Die Schlupfe wird an das Korsett oder an die ltntertaillc angcstcckt, damit sich die Passe nicht verschiebt. Auf der Schulter nähe man noch einen Druckknopf an, der mit einem zweiten der Taille korrespondiert. Wie die Unterziehbluse, kan» man auch die Aermcl zum Auswechseln Herstellen. Die Acrmel auf Abb. 7 zeigen die verschiedenen Längen und Macharten. Auch an Garnierungen sind sie abwechslungsreich. Das Material zum Acrmel Nr. l besteht aus Tastet und ist mit einem feinen Taffetplistce garniert. Das Plissee wird in der Mitte durch einen 2 cm breiten, mit piinktcn bestickten Streifen geteilt. Zu Nr. 2 verwendet man gleichfalls Seide. Der Acrmel ist dreiviertellang und weist ein bis fast zum Ellenbogen reichendes Paffcpoil von abstcchcnder Sarbe auf, Mit dem auch die Knöpfchcn harmonieren. Eine gereihte Ehantillyspitze vervollständigt die Garnitur. Aus Ehiffon wird der Acrmel Nr- 3 hcrgcstbllt, dessen unterer Rand ein Lhiffonplissee, mit Spitze und Einsatz besetzt, ziert. Nr. 4 zeigt einen halblangen Mullärmel. Den unteren Rand schließt eine Manschette mit Abb. e. , Lochstickerei ab. Den glatten, bis fast zur Stchtrege» zum pciilentiii». Schulter reichenden Acrmel Nr. 5 schmückt ein Seidenplissec. Sehr hübsch ist der Acrmel Nr. 6. Er weist eine Puffe aus gepunktetem Tüll auf. Seinen unteren Rand begrenzt ein Plisseevolant, den ein Sammctband mit Schleife von der Puffe trennt. von aparter Neuheit ist das Doppelpliffee aus Tüll Nr. 7. Es schließt an den Rändern, die mit plissiert werden müssen, mit einem schmalen Libertyband ab. Diese Garnitur kann auf jede Taille getragen werden und wird auf dem Aermel mit kleinen " Zicrnadeln befestigt. Die auswechselbaren Acrinel werden mit vordcrstichen an den HuttcrLrmcl angenäht. Ist die Bluse jedoch futterlos, so nähe nian am oberen Rande des auswechselbaren Acrmcls ein Gummiband ein, um ihn am Arm fcstzuhaltcn. Das Band darf weder zu straff, noch zu locker den Arm umschließen. Oie Sprache des Rindes. Abb. S. wie das paffenüück gearbeitet wird. Innenseite. praktische winke zur Bearbeitung einiger Toilettengegenstände. Unsere Taillen und Blusen werden fast durchschnittlich mit einer Passe gearbeitet. Da diese zum größten Teile hellfarbig und in der Taille oder Bluse cingenäht ist, macht sich ein öfteres Reinigen nötig, was mit der Zeit kostspielig wird. Diesem Uebelstande kann man abhelfen, wenn man sich eine Guimpc anfert-gt. Unsere drei kauptformen, Abb. I, 3 und 4, zeigen die verschiedenen Variationen, und die Garnierungen sind so vielseitig, daß man ohne Mühe etwas paffendes finden kann. Zur kcrstellung der Guimpe auf Abb. 1 verwende man für die Luttertaille dünnen, jedoch haltbaren Batist. Die Abnäher und Nähte werden mit französischer Naht ausgeführt. Der Rückcn- fchluß wird mit Druckknöpfen versehen, besser ist cs jedoch, wenn man Knopflöcher mit dazu korrespondierenden Knöpfen anbringt. Das Armloch und der untere Rand erhält ein Batistbändchen aegenzesctzt. Nun ist der fertigen Huttertaille ein Stück Tüll nach der tatzform nach Abb. 1 aufzufctzen. va dieser Tüll dem Garniturtüll zur gereihten Passe als Sutter dient, ist es empfehlensweri, einen Aus der Sprache des Kindes tönt die seiner Umgebung wieder. Stets sind die Erwachsenen an der mangelhaften, undeutlichen Aussprache der Kinder schuld. Das Kind achtet auf die Bewegung der Lippen, das (heffncn des Mundes, den Tonfall der Stimmen. Leider denken einzelne Menschen zu wenig daran. De» Wohlklang der Stimme ist ein großer Reiz, besonders für ein weibliches Wesen. Aus der Stimme läßt sich sogar etwas auf den Eharaktcr schließen. Ewig Scheltende haben meist einen hohen Diskant, und Lerrschsüchtigc eine scharf klingende Mittellage, während eine gezierte Sprechweise auch ein unnatürliches lvcscn verrät. Es wird zuivcilen von »klangvollen Altstimmen' und »angenehmen Sopranftiinmcn" gesprochen. Das hat etwas für sicht denn eine seelenlose Person wird nie mit seelcnvoller Stimme sprechen. — Man sollte darum nicht nur auf eine deutliche Aussprache bei Kindern halten, sondern auch auf den Klang der Stimmet d. h. auf die richtige Modulation. Man achte selbst darauf, daß die Kinder klar und deutlich die ganzen Worte aussprcchen, sich nicht angcwöhnen, Silben zu verschlucken, und niemals in „Kreischen" ausarten. Die harten Konsonanten verleihen dem Tone Festigkeit, die weichen bringen die Schönheit der vokale mehr zur Geltung: so müssen die Konsonanten vor allen Dingen richtig ausge- sprachen werden, nicht d wie t. — nicht b wie p und dergleichen. Außerdem ist es wichtig, daß sich Eltern und Kindermädchen einer edlen Ausdruckswcife befleißigen. Manche falschen Reden vermögen im Munde des jüngsten Geschlechtes ergötzlich klingen, — aber auch ein Kind ist eigentlich nicht zur Belustigung anderer da. wer den Wunsch hat, daß sein Kind die Muttersprache gut und korrekt spricht, vermeid« selbst alle Mißbildungen, besonders die Provinzialismen. Die Hortlaffung einzelner Worte ist für die kindliche Sprechweise charakteristisch. Erst wenn ein Kind seine eigenen Gedanken durch erlernte Worte auszudrückcn versteht, beginnt es auch zusammenhängend zu sprechen. — Es ist nicht richtig, Kindern zu viele Worte cinzuprägen. Nicht die Kenntnis von Worten erzeugt den verstand, sondern der Reichtum an Vorstellungen, an Gedanken, die durch Verknüpfung der aus den Empfindungen und Wahrnehmungen hervorgegangencn Wahrnehmungen und Vorstellungen erwuchsen. Sur Bezeichnung dieser Vorstellungen dient die Sprache. Am verständlichsten ist dem zuerst nur wenig ausgebildeten Kindergehirn das Greifbare und leicht Wahrnehmbare. Davon soll man zuerst mit dem Kinde sprechen, um sein kleines Nervensystem zu schonen. Erst später erwacht in dem Kinde das Ichbewußtsein. Wenn ein kleiner Mensch ein wort unrichtig nachfpricht, so wiederhole man dies wort geduldig so lange, bis es richtig gesagt wird. Methodisches Nachsprechen ist das Beste. Wenn sich dann in immer schnellerer Holge der Wortschatz des Kindes vergrößert dann zeigt sich die Verschiedenheit der Individuen. Es gibt Kinder, die sinnlos alles, was sie Horen, nach- sprechen, während andere ohne Nachahmungsversuche das Gehörte in sich aufnehmen, um es erst bei paffender Gelegenheit zu wiederholen. ' > Jm großen und ganzen lernt ein normal veranlagtes Kind die schwere Kunst des Sprechens' ziemlich schnell. Jüngere Geschwister pflegen früher zu sprechen, als es das erste Kind tat da sie die alteren Geschwister sprechen hören und die Laute nachbilden. Die Nachahmung ist eben ein Lauptfaktor beim Sprechcnlernen. — Und nun noch eins, - deutsche Mütter sollten zuerst ihre Kinder die Muttersprache sprechen lassen. - Kinder werden verwirrt, wenn sie zwei Sprachen zugleich lernen, und pflegen dann meist di« Srutsche zu vernachlässigen. E. Ernst. MI WM -1 f* Vfi ÜJB Abb. 7. verschiedene Aermel zum Auswechleln. Briefpapiere, Briefumschläge, Korresfpondenzkarten, Siegellacke in allen färben und Qualitäten empfiehlt fllbin Klein, Papierhandlung, Giessen. Zellen weg sz. Ein Meiftcrkurs für Damcnfchnriderinncn wird in der Gewerbeschule zu Gießen bei ausreichender Beteiligung in der Znt vom 8. bis 27. Juni d. I. an Nachmittagen abgehalten. Die Ilnterrichtserteilung liegt in den Händcn der Frau Damenschnetdermeisterin Wun- dcrlich-Gießcn Das Untcrrichtsgeld von 20 Mark ist zu Beginn des Kurses zu enirichlcn. Beihilfen können an bedürftige und unbemitt lte Kruste ln-hmer auf Grund vocgeiegtcc amtlicher Beschkinigungcn grwährt werden. Tie Anmeldungen haben baldigst bei der unter- zeichneten Behörde zu erfolgen. Darmstadt, den 6. Mai 19i4. »Großh. Zentralstelle für die Gewerbe: N o a ck. — lotsI-^uSvek'ksuf — von Schuhvvareis. Um schnell zu räumen verkaufe zu jedem annehmbaren Preise. Heinrich Blum, Neustadt i 9 . # U S ^ O ^%W 4 ' : ler.BeeUOh UmlwIrtschaftlM. Lehranstalten Wird OPS€$t^f! Studium sebr viele Abonnenten. Fatbkenntnisse anzaeign^ Auch durch das StudLn----*-»-•- » ^ ------ vortreffliche Prüfung« _ _ _ _______ Wisaro, ihre sichere einträgliche Steftnngj Der Eloj.-Erelwlll., Das Ablturienfen-Examen, Das Ggmnaslum, Das Realggmnas., DJe Ober- realsdrfle, Das Lyzeum. Der geb. Haafmann. Prospekts, Mwl« begeUtert* Dankschreiben ftn, ile durch die Studium der MethodävRa.tl* — Durnmi.nde Erfolge. — An.ivhti io Bnnwu|. — Kiels« TelliohlangeA^ Bonnets & Hachfeld, Vertag, Potsdam S.O. AnsführJ abg^^ i nachfolg. 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Steinbauerarbeit, (in Lungstein) ca. 1,80ebm glatte und profilierte Hausteine, 2,10 odm Treppenstufen u. a. Zimmerarbeit, ca. 32,5 cbm Tannenholz zu liefern, 1780 Ifdm. Holz zu verzimmern, 110 Ifdm. Gesimse u a. Trägertieferung, ca. 1260 kg. Grobscklosserarbeit, ca. 320 kg Eisenzeug. Dactideckcrarbeit, ca. 300 gm Schieferdach u. a. Spenglerarbcit, ca. 64 Ifdm. Hängckandei, 24 Ifdm. Abfallrohre u. a. Blitzableiteranlage, ca. 40 m Leitung aus Kupferdcaht, 1 Ecdplatte u. a. Zeichnungen und Verdingungs-Unterlagen können bei uns eingesehen und letzkere (ohne Zeichnungen) gegen Selbstkostenpreis (soweit der Vorrat reicht) bezogen werden. Tie Angebote sind, nach Titeln getrennt, verschlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen, Porto- und bestellgeldfcei, spätestens bis zum Eröffnungstermin: Mittwoch, den ».Juni ISI4, vormittags I I Uhr, bet uns (Stephanstraße 18) etnzuretchcn. Zuschlagssrist drei Wochen. Gießen, den 15. Mai 1914. Grosth. Hochbauamt Gicsten. Becker. liefert schnell Ilniss und billig AlUU II), Yantäippe/ch<$Ifpon /pdfjbij früh? MirJfjftg^-Stäuhpu/z lobfe ffe. Der hin/ender von 12 verfchiedenen ABC-Anzeigen erhdlt einen ganzen Sat; von 25 ABC-Künftlermarken von der Erdal-Fabrik in Mainz. I Ul 11111 fllls l Von langer Krankheit endlich genesen! Befreiend ringt cs sich von den Lippen der jungen Frau und Mutter, die ihr lange getrübtes Familienglück wieder hell leuchten sicht. Von quälender Sorge erlöst ist der liebende Gatte, dem die schnelle glückliche Wendung den Frieden seines Herzens zurückgab. Jubelnd fliegt das Kind an die sehnende Mullcrbrust, der es wochenlang, als die geliebte Mutter zwischen Tod und Leben schwebte, angstvoll entzogen war. Sie alle, die um ein von schwerer Krankheit geplagtes Menschenleben sich bangten, danken dem allgütigen Schöpfer, danken der hingebcnden Kunst des treu bewährten Arztes, danken dem unerschöpflichen Born der Natur, die durch die segensreiche Wirkung einer Frühlahrskur mit Altbuchhorster Mark-Sprudel Starkquelle (Jod-Eisen-Mangan-Kochsalzquelle) das Liebeswerk der Rettung krönte. Was aus der obigen, nur zu lebenswahren Familienszene warm zu uns spricht, sind die vergeistigten Worte des berühmten Hygienikers Prof, Max von Pettenkofer: „Wer da lebt auf Erden, will gesund sein, denn ein Leben ohne Gesundheit ist eine Qual, eine Marter, von der jeder Erlösung wünscht," „Sagen Sie es allen, die sich krank und elend fühlen, damit es gehört und erprobt werde zum Wohlc der leidenden Menschheit." So hat die schwerkranke Frau und Mutier, als nur noch schwache Hoffnung auf Lebenserhaltung blieb, auch den Segen des ? Altbuchhorster Mark-Sprudel Slarkquelle gehört und erprobt. Sie hat an sich selbst die von zahlreichen Aerzten, Professoren, Krankenhäusern - urtb_ Kliniken in ausführlichen Gutachten und durch klinische Beobachtung von Krankheitsfällen aller Art gerühmte vorzügliche Wirkung dieses natürlichen Hcilwassers überraschend schnell bestätigt gefunden, Ihrem heißen Dankgesühle schließen sich Tausende und Abertausende a», die gleichfalls nach einer Mark-Sprudel-Trinkkur die Kraft erhalten haben, sich wieder in vollstem Matze eines gesunden Lebens zu erfreuen. - Ist Appetitlosigkeit, Magendrücken, Sodbrennen, schlechte Verdauung, dauernde Verstopfung vorhanden, schmerzen die Nieren u. die Gallenwege kolikartig, oder ist die Blase nicht in Ordnung, plagen Sie Steinleiden, Gicht oder Rheumatismus, Fettleibigkeit oder gar der gefährliche Zucker u. die giftige Harnsäure, sind angegriffene Nerven die Ursache von Kopf- u. Rückenschmerzen, Angst- u. Schwindelanfällen, Migräne, Neuralgien, Neurasthenie, Schlaflosigkeit, Gedächtnisschwäche, von Unlust, Mattigkeit, Reizbarkeit, wechselnden Zuständen der höchsten Aufregung u. der tiefsten Niedergeschlagenheit, von Ziehen, Reißen u. Stechen im ganzen Körper, tragen Bleichsucht, Blutarmut, falsche Ernährung, unreines Blut die Schuld an einer allgemeinen Entkräftung des ganzen Körpers, dann ist eine durchgreifende Trinkkur mit Altbuchhorster Mark-Sprudel Starkquelle zur schnellen Genesung, wie überhaupt zur Kräftigung und Erhaltung der Gesundheit, geradezu unentbehrlich. . ( Mit Sicherheit ist durch die neuesten exakten Forschungen nachgewiesen, daß die Nährsalze der natürlichen Mineralbrunnen rm Körper wichtige, selbständige Aufgaben zu erfüllen haben. Ohne Mineralsalze ist selbst bei stärkster eiweißhaltiger Ernährung kein Organismus längere Zeit lebensfähig. Wo Mineralsalze im Blute fehlen, da fehlt die treibende Kraft aller Lebensenergie. Ter Altbuchhorster Mark-Sprudel enthält diese wichtigen, zur Erhaltung des Organismus notwendigen mineralischen Nährsalze in der dem r Blute zuträglichsten Form und Verteilung. Es genügt deshalb, wie der Brunnenarzt Dr. med. G so treffend sagt, meist schon eine Trinkkur von wenigen Wochen, um die Wangen zu färben, den Blick freier zu machen, Kraft und Wohlbehagen wieder ernkehren zu lasten. Li« ständige tolitentdiaHlldie Kontrolle teilen« des bekannten vereidigte» Handels- und Gerichtschemikers, Herr» Dr. Paul Jekerich, Berlin, die ungezählten Zengoiffe und Anerkennungen, sowie die Urteile und Empfehlungen zahlreicher Aerzt« »»» Profefforeo, Kliniken und Krgnkenhänser spre-heo mehr als jede «nderweitige Anpreisung der nunmehr seit viele» Jahren allseitig anerkannten vorzüglichen Eigenschaften des «Itburtiliorftcr Mark-Sprudels glarfqnelle. „Meine furchtbaren Blasenschmerzen haben sich nur durch die Altbuchhorster Mark-Sprudel-Trinl- nrr verloren. Ich kann jedem derartig Leidenden den Alt- buchhorfter Mari-Sprudel nur bestens empfehlen." So schreibt eine Restaurateursgattin aus Schlesien, die für ihr Leiden gerade das beste Mittel mit glücklichem Griff erfaßte. Bei Blasenreizung, Blasenkalarrhen, Steinleiden, Nicrenasfektioncn usw. ist die auflösende, ausspülende, alkalisierende Wirkung des Altbuchhorster Mark-Sprudels von unbestrittenem, bestem Erfolg. „Leit Jahren litt ich an Gallensteinen und bin, trotzdem ich lange in ärztlicher Behandlung war, noch nicht davon befreit. Seitdem ich etwa 30 Flaschen Altbuchhorster Mark-Sprudel getrunken habe, fühle ich mich sehr wohl. Die Gallensteinanfälle, welche sonst fast täglich austraten, haben vollständig nachgelassen, auch habe ich schmerzlos Gallensteine verloren." Oberpostschaffner I. L. in B. Die Aufgabe des Arztes bei Behandlung von Gallenleiden besteht darin, die Kranken vor Kolikanfällen und vor anderweiten schlimmen » der Gallensteine zu schützen. Dies geschieht am m durch den Gebrauch gewisser Mineralwässer, wie der Altbuchhorster Mark-Sprudel. Chronisches Blasen- und Nierenleiden. „Seit etwa 15 Jahren litt ich an chronischem Blasen- und Nierenleiden, das mir trotz verschiedener Kuren sehr viele und quälende Schmerzen bereitete. Nachdem ich seit ungefähr einem halben Jahr Ihr Heilwasser trinke, haben die örtlichen Beschwerden ganz bedeutend nachgelassen und ist der üble Geruch des Urins verschwunden. Auch mein Allgemeinbefinden, das durch einen Schlaganfall starken Schwankungen unterworfen war, hat sich durch den regelmäßigen Gebrauch des Altbuchhorster Mark-Sprudels ebenfalls sehr gebessert." Leutnant a. D. H. in H. Gar nicht oft genug kann darauf hingewicscn werden, daß bei Blasen- und Nierenleiden der Altbuchhorster Mark-Sprudel eine ganz hervorragende Wirkung entfaltet. U Befinden hat sich bedeutend gebesse rt. die Nerven sind stärker und das Gedächtnis wieder gut geworden. Appetit, Verdauung und Schlaf ist nach der Kur mit Altbuchhorster Mark-Sprudel völlig befriedigend." So schreibt Herr Th. S. in K. Von Rheumatismus befreit. „Nachdem ich jetzt eine Kur mit 30 Flaschen Altbuchhorster Mark-Sprudel gebraucht habe, kann ich Ihnen mitteilen, daß ich von meinem Rheumatismus befreit bin. Ich werde diese ausgezeichnete Heilquelle in meinem Bekanntenkreise weiter empfehlen," so schreibt Herr A. tz. in Frankfurt a. M , und bestätigt _ damit. einwandsfrei die ausgezeichnete Wirkung des Altbuchhorster Mark-Sprudels bei Erscheinungen der sogenannten harnsauren Diathese (Rheumatismus, Gicht usw.). IQjähriges Magen- u, Darmleiden. „Seit 10 Jahren bin ich an Magen- und Darmlciden erkrankt und alles, was ich dagegen tat, war umsonst. Mein Zustand war in letzter Zeit geradezu unausstehlich geworden, ich hatte keine Hoffnung auf Gesundheit mehr und alles wurde mir zuwider. Obgleichsehrmißtrauisch.entschloß ich mich doch, eine Trinkkur mil Altbuchhorster Mark- Sprudel zu machen, und dieser hat sich glänzend bewährt. Es ist mir hart geworden, das Geld dafür zu erübrigen, aber cS reut mich nicht, die Kur hat mir sehr gute Dienste geleistet und ich kann sie allen Leidenden aufs wärmste empfehlen." A. S. in M. Dieser 68jährige alte Herr darf wohl als klassischer Zeuge dafür gelten, daß der Altbuchhorster Mark-Sprudel selbst - dann noch sehr gut wirkt, wenn es sich um einen gebrech- lichen, abgearbeiteten pnd von jahrelanger Krankheit und ")SJ den Erscheinungen des Alters zermürbten Körper handelt. ) fl Hat sehr gute Dienste getan! „Vier Wochen täglich eine Flasche hat uns zu neugeborenen Menschen gemacht. Wir waren alle sehr nervös und blutarm und sehen setzt voll und gesund aus." Poliermeister C. P. in R. kühlt sieh gesunder als jel Das ist das einstimmige Urteil aller, die die blutbildende, nervenstärkende und den Stoffwechsel fördernde Kraft des Altbuchhorster Mark-Sprudels kennen und schätzen gelernt haben. So schreibt ein Berliner Ehepaar: „Ueber die vorzügliche Wirkung Ihres Altbuchhorster Mark- Sprudels sprechen wir Ihnen unsere höchste Befriedigung aus. Seit wir biesen Brunnen trinken, fühlen wir uns gesunder als je, so daß er uns unentbehrlich geworden ist, wie das tägliche Brot." M. u. T. W. / 6fr \ »Seit 25 Jahren / \ Maaenschm litt ich Magenschmerzen, an Verdauungsschwäche und den damit zusammenhängenden gesundheitlichen Nachteilen. Als ich von dem Altbuchhorster Mark-Sprudel las und mir einige Flaschen kaufte, merkte ich schon nach wenigen Tagen, daß er mir etwas geholfen hatte. Ich setzte nun die Trinkkur fort und bin jetzt wieder völlig gesund. Ich spreche Ihnen hiermit meinen besten Dank aus und werde de» Mark- Sprudel weiter empfehlen." A. D. in R. Bei chronischen Magenkatarrhen muß der Arzt den Körper durch leichtere Abführmittel entlasten Daher ist der Gebrauch des Altbuchhorster Mark-Sprudels solchen Kranken besonders zu empfehlen. Der Salzgehalt des Mark-Sprudels verbessert die Verdauungssäfte, reichert das Blut an und wirkt auf die überaus empfindlichen Magennerven günstig ein, auch wird die bei Verdauungsschwäche darnicder- liegende sogenannte Peristaltik des Darmes durch den Altbuchhorster Mark-Sprudel wesentlich verstärkt. Mit gutem Erfolg angewandt, darin gipfelt auch der folgende Kurbericht eines Vaters über seine bleichsüchtige Tochter, in dem er schreibt: „.. . daß ich den Altbuchhorster Mark-Sprudel bei meiner Tochter gegen Bleichsucht und Lungenspitzenkatarrh mit gutem Erfolg angewcndet habe." H. Sch. in S. Hach 5 Tagen Besserung konstatierte eine Mutter bei ihrer magenleidenden Tochter und schreibt darüber: „Meine Tochter war '/, Jahr lang sehr magenleidend und unternahm dagegen eine Trinkkur mil Altbuchhorster Mark-Sprudel. Schon nach den ersten 5 Tagen verspürte sie Besserung und ist nun völlig von ihrem Leiden befreit, auch kann sie sämtliche Speisen wieder genießen. Viele Bekannte haben sich schon bei mir nach dem Altbuchhorster Mark-Sprudel erkundigt." Frau Wwe. D. in G. kr hilft mir vorzüglich. „Senden Sie mir gefälligst sofort von Ihrem berühmten Altbuchhorster Mark-Sprudel noch 30 Flaschen gegen Nachnahme. Bitte aber bald, denn ich habe 6 Flaschen getrunken und er hilft mir vorzüglich." Herr Ph. St. in K.. der nach einem kleinen Versuch voll Vertrauen - zu einer regelrechten Trinkkur überging, hat sich in seinem Vertrauen nicht getäuscht gesehen. Er ist heute wieder gesund wie früher und dankt dem Altbuchhorster Mark-Sprudel seine wiedergewonnenen Kräfte. Bleichsüchtige leiden häufig an Nervenschmerzen im Gesicht und namentlich an Magenschmerzen. Gewöhnlich besteht eine abnorm gesteigerte allgemeine Empfindsamkeit des Körpers und des Geistes, eine trübe, gereizte Stimmung, Neigung zum Weinen, Herzklopfen, Appetitlosigkeit, Ver- dauunasschwäche, nach dem Essen entsteht Druck und Vollsein in der Magengrube, saures Ausstößen usw, sehr häufig kommt das gefährliche runde Magengeschwür vor. Die Menstruation fehlt entweder ganz oder sie ist spärlich und unregelmäßig und mit heftigen Schmerzen verbunden, häufig besteht noch Katarrh der Gebärmutter usw. (weißer Fluß). Das Ziel der ärztlichen Behandlung ist stets auf gute, kräftige Ernährung gerichtet. Der Gebrauch.eisenhaltiger Mineralwässer leistcl dabei ausgezeichnele Dienste, weil das Eisen belanntlich das Bildungsmaterial für die roten Blutkörperchen im Knochenmark ist. Das Eisen in den, Altbuchhorster Mark-Sprudel übt auf die Schleimhaut des Magens einen Reiz aus, der die Zellen, Blutgefäße, Muskeln! Drüsen usw. zu gesteigerter Tätigkeit anregt, der Lymphstrom wird ein regerer und die allgemeine Ernährung gesteigert. Bleichsucht, Kopfschmerzen, Appetitlosigkeit. „Der Altbuchhorster Mark-Sprudel leistete mir gegen Bleichsucht, Kopfschmerzen, Appetitlosigkeit, ständiges Unbehagen usw. glänzende Dienste und mein Körpergewicht nahm mehrere Pfund zu. Viele Mittel habe ich schon versucht, aber noch keins hat so gute Erfolge gezeitigt, wie der Altbuchhorster Mark-Sprudel, den ich jedem ähnlich Leidenden nur empfehlen kann." So lautet der Bericht einer von ihrem Beruf stark angegriffenen Stenotypistin, Fräulein F. W in B., der zugleich ein Mahnruf an ihre Berufsschwestern ist. „MeineTochter littan hochgradiger Bleichsucht und hat durch eine Haustrinkkur mit Mark-Sprudel die besten Erfolge erzielt. Das Allgemeinbefinden hob sich alsbald und der Appettt wurde in hohem Maße angeregt, so daß ich nicht umhin kann, meinen herzlichsten Dank auszusprechen." So schreibt eine um die Gesundheit ihrer Tochter sehr besorgte Mutter, Frau Berta A., deren Vertrauen in die eminent blutverbessernde Wirkung des Altbuchhorster Marl- Sprudels glänzend gerechtfertigt wurde. Was die Aerzte sagen! Es ist richtig und selbstverständlich, daß der Arzt einer ihm noch nicht näher bekannten Heilquelle gegenüber zunächst zurückhaltend ist, da er sein Urteil nicht allein für sich, sondern für das Wohl und Wehe einer großen Reihe seiner Patienten zu bilden hat. Auch der Altbuchhorster Mark-Sprudel (Starkquelle) hat von dieser Regel keine Ausnahme gemacht und ist der strengen Kritik der ärzllichen Wissenschaft überaus oft unterstellt worden, bevor er das uneingeschräntteVertrauen derAerzteweltsich zu erringen vermochte. Dafür ist die rückhaltlose Anerkennung seiner Heilwirkung nunmehrum so erfreillicherund es mögen mehrere überzeugende Dokumente dieses Vertrauens hier Platz finden. _ Ueber die spezielle Wirkung des Altbuchhorster Mark-Sprudels (Starlquclle) seien folgende Gutachten herausgegriffen: „Ich habe den Altbuchhorster Mark-Sprudel bei Bleichsucht Blutarmut und Erschöpfungszuständen aller Art, sowie Nervenschwäche mitgrobem Erfolg verwendet. Alseine besonders glückliche Kombination verdient der die Karlsbader Quellen an Stärke übertreffende Kochsalz-, sowie der milde Glaubersalzgehalt Erwähnung. Da die erwähnten Krankheilszustände fast immer mit Darmträgheit und Stoffwechselstörungen einhergehen, ist die stuhlgangregulierende und verdauungfördernde Wirkung des Altbuchhorster Mark-Sprudels besonders wertvoll." Or. L. in B. Weiter berichtet Herr Or. meä. W. in L.: „Es handett sich um eine Frau. MittederllOer Jahre, hochgradig blutarm, mit starken Kopfschmerzen, Herzklopfen,Schlaslosigkeit,fernermit stark entwickelter Hyperneurosc. Die Patientin Nagt ferner über enormen Blutverlust bei der Periode, außerdem über starken weißen Fluß, der ihr wie Wasser abgeht. NachEisen- ttnklur.Hämatogen usw.wurde keine Besserung erzielt. Baldrian? tinttur und brausendes Bromsalz konnten ihr die nervöse Aufregung nicht nehmen, ebensowenig den Schlaf wiedeigeben. Nach Gebrauch von 30 Flaschen Altbuchhorster Mark-Sprudel konnte ich eine Linderung aller dieser Beschwerden feststellen." Ausgezeichnete Erfolge bei Blutarmut. „Ich habe den Altbuchhorster Mark-Sprudel in einer Anzahl von Fällen in dem von mir geleiteten städtischen Krankenhause angewandt. Ich habe ausgezeichnete Erfolge bei den verschiedensten Formen von Blutarniul gesehen. Ter Brunnen wird gut vertragen und gern genommen." Prof. Dr. med. K. Drüsen. „Ich habe den Altbuchhorster Mark-Sprudel bei drei Patienten angewendet, erstens bei einem fünfjährigen Mädchen, das durch eine Drüsenoperation am Halse sehr heruntergekommen war, zweitens bei einer durch Hae- moptoe geschwächten 25 jährigen jungen Dame und drittens bei einemab.-verdächtigen30jährigen Fräulein. Bei allen Dreien war nach vier Wochen eine auffallende Besserung im Befinden und Gewichtszunahme zu konstatieren." Sanilätsrat vr. F. Blutarmut und Nervosität. Nicht minder deutlich spricht auch der folgende Bericht zu allen, die an Blutarmut in Verbindung mit nervösen Störungen leiden, wie es z. B. vielfach bei Hysterischen der Fall sein kann: „Bei mir machten sich alle Anzeichen von Blutarmut und Nervosität in starkem Maße bemerkbar. Ich bestellte daher Altbuchhorster Mark-Sprudel aus eigenem Antriebe, dessen Gebrauch mir sehr gut getan hat. Der Appetit wurde reger, dieAdern füllten sich, ich bekam eine gesunde Gesichtsfarbe und die Verdauung wurde außerordentlich gefördert. Ich werde daher die Trinkkur mit Altbuchhorster Mark-Sprudel regelmäßig wiederholen." A. H. in B. Das Wohlbefinden ungemein gefördert. Von warmer Ueberzeugung und vollem Vertrauen in die segensreiche Wirkung der Trinkkur zeugt auch folgender Brief einer Mutter: „Durch den Gebrauch des Altbuchhorster Mark-Sprudels ist das Wohlbefinden meiner 18jährigen Tochter, welche an Bleichsucht litt, ungemein gefördert worden und ich kann diesen Brunnen ähnlich Leidenden nur bestens empfehlen." Frau Johanna B. in B. Nur Gutes zu berichten! Ganz charakteristisch ist das folgende Schreiben einer Dame, die unter den vielfachen Aeußerungen der Bleichsucht stark zu leiden hatte. Sie schreibt: „Ten Altbuchhorster Mark-Sprudel trank ich hauptsächlich wegen meiner hochgradigen Bleichsucht, auch machten mir infolge eines heftigen Katarrhs die Halsdrüsen viel zu schaffen. Schon nach 8 Tagen verspürte ich Besserung, auch die Drüsen gingen zurück, ich fühlte mich sehr wohl und empfand keinen Ekel mehr vor dem Essen. Auch meine Kräfte nahmen zu uud mein Körpergewicht vermehrte sich innerhalb 14 Tagen um 3 Pfund, zwar nicht viel, aber ich war doch glücklich, daß ich nicht mehr ab-, sondern wieder zunahm. Ich will jetzt im Frühjahr wiederum eine Brunnenkur vornehmen, denn ich kann nur Gutes davon berichten." Frau Emilie E. in Th. Per beste Trost in Krankheit ist die Hoffnung aus endliche Genesung. Hoffen darf man, so lange man sich bewußt ist, alles getan zu haben, was nach Anraten des Arztes und nach eigener bester Ueber- zeuguny zu tun nötig war. Nur keine Gleichgültigkeit, nur keine Zaghaftigkeit, aber auch keine falsche Hoffnung, daß es schon von selbst wieder besser werde! Immer nur den festen Willen zur Gesundheit und zum Leben und den raschen Entschlüße auch etwas für die Erhaltung dieses unersetzlichen Gutes zu tun! Wie er schon Tausenden und Abertausenden geholfen, so wird der Altbuchhorster Mark-Sprudel auch ferner stets ein bewährter Freund und treuer Helfer sein, wo der Arzt ihn als solchen empfiehlt und die vielfältigen Erfahrungen Genesener diese Empfehlung bestätigen. So vermag auch deren Leid segensreich für ihre späteren Leidensgefährten zu werden. Dauer der Kur, Von einer nur wenige Tage umfassenden Badereise wird kein verständiger Mensch Heilung erwarten. Ebenso ivenig kann eine häusliche Brunnenkur mit nur einigen wenigen Flaschen vollen Erfo lg bringen. f iur erfolgreichen Brunnenkur mit Alt- uchhorster Mark - Sprudel Starkquelle gehören, wenn der Arzt nichts anderes vorschreibt, im allgemeinen ca. 30 Flaschen, bei hartnäckigen und veralteten Leiden ca. 60 Flaschen. Jeder Arzt wird bestätigen, daß der längere regelmäßige Gebrauch des Altbuchhorster Mark- Sprudel Starkquelle auf den gesamten Organismus überaus wohltuend einwirkt. Längere Unterbrechungen der Trinkkur sind nicht ratsam, wenn es auch nichts zu sagen hat, daß einmal aus irgend einem wichtigen Grunde einen oder zwei Tage die Trinkkur ausgesetzt wird. Am besten läßt man sich deshalb das erforderliche Quantum gleich auf einmal kommen. Das bietet nebenbei den Vorteil, daß beim Bezüge einer größeren Anzahl Flaschen zurzeit eine Preisermässigung eintritt. Im Einzelverkauf kostet die */« Litcrflasche 65 Pf. Gebrauchsanweisung (falls der Arzt keine andere Einteilung vorschreibt): Frühmorgens vor dem Frühstück 1 bis 2 Trinkgläser. Eine Stunde vor dem Mittagessen 1 Trinkglas. Eine Stunde vor dem Abendbrot 1 bis 2 Trinkgläser. In den nachstehend genannten Niederlagen am hiesigen Platz ist der Mark-Sprudel stets in frischer Füllung zu haben. Wo nicht erhältlich, wende man sich zwecks näherer Auskunft direkt an die Brunncn- vcrwaltung der Altbuchhorster Heilquellen zu Altbuchhorst bei Griinhcide i. Mark. Im Anschluß an die vorstehende Empfehlung der Brunnenverwaltung der Altbuchhorster Heilquellen zu Altbuchhorst bei GrUnheide i. M. beehren wir uns, dem verehrten hiesigen Publikum ergebenst mitzuteilen, daß wir den Altbuchhorster Mark-Sprudel Starkquelle in stets frischer FOi'ung ständig auf Lager halten. Universitäts-Apotheke zum goldenen Engel, Schulstr. L C. Seihel, Germania-Drogerie, Frankfurter Str. 39. W. KiSbinger, Löwen-Drogerie, Seltersweg 79a. August Noll, Kreuz-Drogerie, Bahnhofstr. 51. Otto Sohaaf, Adler-Drogerie, Seltersweg 39. Ernst Suoll, Kaiser-Drogerie. Giessen.