Btjlp9«cfc 25 Pfg. monatlich A»««ijichrlich Tb »«»*u*|ai)lbsr ( frei inl Hau». Ktfcltlt t» m|mi oder in den Zweig. ntftaMteOex 60 Pfg. — Erscheint KilOn^l aMk >>«» » » »». — Redaktion: Gelter», »eg SS. — MK «»chewahrung oder Rücksendung nicht »edeogtrr M auu Sri p ie wird nicht garantiert, »«»lag der »t«»«»«r Zeitung" ««. m. b. H- 40» Telephon: Rr. 362. politische RundTcdau Deutschland. * Prinz Heinrich von Preußen ist gestern abend ach 7 Uhr im Automobil in Braunschweig ein- ttroffen und hat im schloß Wohnung genommen. * Man nimmt nunmehr mit Bestimmtheit au, aß der Reichskanzlei; v. Bethmann Hollweg, achdem die wichtigeren Fragen der äußeren Politik Keils erledigt sind, auch in der dritten Lesung des Etats nd damit in dieser Session des Reichstags nicht mehr is Wort nimmt. ):( Reichstagsersatz wähl in Stendal. Bei er ReichstagScrsatzwahl im Wahlkreis Magdeburg 2 Hielten Hoesch (fonf.) 11877, Wachhocst de Wente (natl.) 965 und BetmS (Soz.) 6943 Stimmen. Es muß Stichwahl zwischen Hoesch und dem bekannten Führer des laucrnbundes, Wachhorst de Wente, erfolgen. — Bei er Hauptwahl am 12. Januar 1912 wurden 26 619 ültige Stimmen abgegeben, von bencij entfielen auf ekonomierat Hoesch (kons.) 10 512, Generalsekretär uhrmann (natl.) 8621, Stadtverordneten Beims (Soz.) 134 und Schriftsteller Ghorikzewki (Pole) 38 Stimmen, «et der Stichwahl am 22. Januar wurden für Hoesch 3288 für Fuhrmann 10 995 Stimmen abgegeben, oesch war somit gewählt infolge der sozialdemokratischen Wahlparole, die auf Stimmenthaltung lautete, weil ran in Fuhrmann einen Feind der Sozialdemokratie blickte. * DieKolonialverwaltung hat der Kom- ission für den Reichshaushalt eine kurze Dcnkschrtst m die Ablösung der vier französischen Konzessionsge- Ilschafien in Kamerun oorgelegt. Dies sind: 1. die ompagnie Commerciale de Eolonisation du Congo rancais; 2. die Compagnie Francais de l'Ouhome et : la Nana, 3. Die Cocietee de la Sangha Equäto- ale; 4. die Eocietee de la Mcrmerc-Sangha. » Ungarn. * B u d a p e st, 19. Mai. Um 3 Uhr nachmit- >gs fand im Fechtsaale von Rakosy ein Säbelduell vischen dem Ministerpräsidenten Grasen T i s z a und :m Abgeordneten Stephan Rakosky unter den schwer- m Bedingungen statt. Das Duell wurde mit schweren avalleriesäbeln ohne Bansdagen ausgesochten, wobei ieb und Stich erlaubt war. Es dauerte 20 Minuten td es fanden 5 Gänge statt. Beim ersten Gang er- elt der Ministerpräsident auf dem rechten Arme eine ihwunde infolge Uebekbiegens des Säbels seines Eeg- ns. Beim 5. Gange erhielt der Abgeordnete Rakosky ne 15 Zentimeter lange, aber nicht tiefgehende Schnitt- unde am Unterleib. Die Gegner schieden unversöhnt. »irheucr Tageblatt) Knzeigenpreir 15 Pfg. » ble M mm breite Petitzeile für AuSniäri» 20 Pfg ^ ^ Die SO mm breite Reklame-Zeile 50 Pfennig t 0 I ! I 0 H : Selterstoeg 85. Extrabeilagen werden nach Gewicht und Gröln berechnet. Rabatt kommt bei Ueberfchreitung des Zahlung», ziele» (30 Tage), bei gerichtlicher Beitreibung oder te- Konkurs in Wegfatl. Platzoorfchriften ohneBerbindlichlett. Druck der Gietzcncr BerlagSdruckerei. Albin Klei». Mittwoch, den 20. Mai 1914. T-l.ph.n«».«». 26. Iahrif. Frankreich. * Aus Tanger wird gemeldet daß die spanischen Truppen gewissermaßen als Gegenstück zur französischen Besetzung von Taze den Berkan-Berg, den Karas-Berg, Sesul und mehrere andere wichtige Punkte im südlichen Teil ihrer Einslußphäre besetzt haben. Belgien. * Brüssel, 18. Mai. Das dänische Königspaar wird Dienstag nachmittag, von Paris kommend, zum Besuche des belgischen Königspaares hier eintrefien. Aus Anlaß des Besuches wird eine große Truppenschau und ein feierlicher Einzug in Brüssel stattsinden. Interessant ist die Haltung der Sozialdemokraten in der Stadtverordnetenversammlung. Als die notwendigen Mittel bewilligt werden sollten, gab ihr Vertreter die Erklärung ab, daß die Sozialisten, die sonst bei ähn - lichen Anlässen protestierten, diesmal es nicht tun werden, denn König Christian sei ein demokratischer König, dessen Haltung wiederholt gelobt werden konnte. Schweden. ' Der schwedische Reichstag ist eröffnet und das Präsidium beider Kammern wiedergewählt worden. -Der neue Reichstag wird bekanntlich in erster Linie die Entscheidung über die kommenden V e r t e i - digüngsfragen zu treffen haben. Die Armee soll durch Verlängerung der Dienstzeit wchrkrästiger gemacht und für den Ausbau der Flotte sollen neue Richtlinien geschaffen werden. Griechenland. ' A1 h e n, 18. Mai. lieber die südalbanische Frage ist zwischen der provisorischen Regierung von Epiru^ und der albanischen Kontrollkommission eine endgültige Verständigung erzielt worden. Amerika. * New - Bork, 17. Mai. Nach hier eingetrof- senen, bisher noch nicht bestätigten Meldungen sind nördlich von Tampico 60 holländische Marinesoldaten zuin Schutz der holländischen Interessen gelandet worden. Es befinden sich dort Oelfelder im Besitz von Holländern. Die merckanischen Konstituttonalisten fordern die Zurückziehung der Matrosen. » Mexiko. * V e r a c r u z, 18. Mai. AUs Tampico wird gemeldet, daß zwischen dem deutschen Konsul und dem Rebellenführer sich ein Zwischenfall ereignet hat. Der Konsul sandte, ohne sich von den militärischen Führern der Reellen die Erlaubnis zu erwirken, dte deutschen Flüchtlinge an Bord des Hapagdam- pfers „ Bpiranga". Die Rebellen verweigerten darauf dem Schiss die Erlaubnis zur. Abfahrt. Der Konsul er- klörie, daß sein Paß eine genügende Legitimation sei und droht, sich an das Auswärtige Amt nach Berlin zu wenden und dort eventuell wirksamen Schutz zu erbitten. kssaa pascda verkalket. * E s s a d Pascha, der albasiische Kriegsminister, ist gefangen gesetzt und an Bord des österreichisch-ungarischen Kriegsschiffes „Szioetvar" gebracht worden, wo er vorläufig zur Verfügung des Fürsten verbleibt. Näheres ist noch nicht bekannt. Die Verhaftung Essad Paschas scheint das erste Anzeichen dafür zu sein, daß der Fürst Wilhelm von Albanien zu der Erkenntnis gekommen ist, daß es endlich Zeit wird, selbst die Zügel der Regierung in dem neuen Staate in die Hand z» nehmen. Es scheint, daß Essad Pascha mit den Aufständischen gemeinsame Sache gemacht hat und bereit war, den Fürsten Wilhelm zu verraten. ^ Außer Essad Pascha und seiner Gemahlin wurden eine größere Anzahl seiner treuesten Anhänger und seine ganze Umgebung in Hast genommen. Die Verhaftung Essad Paschas wurde von holländischen Gendarmerie - offizieren, die sich zur Unterstützung ein Detachement österreichisch-ungarischer Matrosen genommen hatten, antz- gefühst. Als die Abteilung vor dem Konak Essad Paschas eintraf, hatte sich dort bereits eine große Anzahl der Getreuen des Kriegsministers versammelt, die auf irgend eine Weise von der Absicht der Verhaftung Essad Paschas Kenntnis erhalten hatten. Der Aufforderung, seinen Degen abzugeben, setzte Essad Pascha bewaffneten Widerstand entgegen. Es entspann sich zwischen seinen Leuten und dem Detachement ein heftiges Feutzrge- fecht. Erst nach erbittertem Kampfe gelang es, Effads Anhänger zu überwältigen und ihn sowie seine Getreuen gefangen zu nehmen. Dte Verhaftung Essad Paschas hat nicht nur; unter der Bevölkerung, sondern auch in den Kreisen der Beys einen ausgezeichneten Eindruck gemacht. In der letzten Zeit hatte die öffentliche Meinung gegen Essad wiederholt den Vorwurf erhoben, daß er mit türkischen Agenten Verbindung Unterhalte und an verschiedenen Komplotten gegen den albanischen Frei! — Frei? . Novelle von Eugen Werner. (Fortsetzung.) Träumend fitzt Margaretha am Sec. Ihre hun- rnbe Seele lauscht mit jäh erwachender Sehnsucht auf ' a liebes Wort. In ihrem Herzen klingt und fingt es: fch Hab' dich lieb!" Und cs hebt sich ein Singen in f'iamn und Strauch voll seliger Luft: weich und schmel- nd klagt eine Amsel, «in Fink stimmt hoch oben im eäst einer Blutbuche einen Abschiedsgesang an. Ein Ei- rlhäher schreit und der Eule Ruf tönt unheimlich in n scheidenden Tag — Und in all die Stimmen Nagt hinein: „Ich Hab' dich lieb ec. o, so lieb!" Aber ne Antwort kommt zurück. Nur höhnisch zieht der rendwind über den See und wie Spott scheint es zu ngen: „Zu spät! Verspielt!" x Wohin sie auch ging, um Zerstreuung zu suchen, 0 imer verfolgte sie sein Bild, sah sie seinen dunsten Lok- el ckopf, seine halb schwermütig blickenden Augen, den inen, lachenden Mund — hörte jene Worte des Grals >, die er im Märchengarten des Schlosses Pallavicini- 1- rtazzo in Pegli vor dem Bildnis Eanzios gesagt: ünstlcr sind mehr wie Menschen und darum müssen ».r ihre Eigenart oft dort gelten lassen, wo sie schein - $ r eine Verdammung notwendig ettragen mühte..." -r Margaretha hatte erst Gesellschaft gesucht und auch r* rin Zerstreuung gefunden. Seit Tagen mied sie es er, ihren quälenden Gedanken zu entfliehen. Willen- 9> überließ sie sich ihrem Schmerz. Was tat es. wenn igsam Geistesnacht sich auf sie niedersenkte ? War ein f ichender Traum nicht besser als die schmerzende Wick- 1 Leit? — — Um ihren Geist mit überstürzenden Eindrücken zu jagen, machte sie nunmehr täglich weite Wagenfahrten, hing ihren Gedanken nach und freute sich wie ein Kind, wenn die Natur einen Schemen - gleich oorüberflog. Ihr war dann zU Mute, als wären ihrem Sehnen Flügel gewachsen und sie entschwebe leicht und lind all ihrer Seelenpein ... Auch heute schloß sie erleichtert das Auge auf der Heimfahrt. Ihr war mit einem Male so wohl! O, so wohl! Sie sah im Geiste die kleine Kindergruppe im Schloßgarten, die vergnügt „Haschen" spielte. Ein zehnjähriger Knabe, ein Mädchen von etwa neun und ein reizendes Bürschchen von kaum vier Jahren. Sie hörte, wie der kleine Blondkopf mit den entsprechenden Harrd- bewegungen feierlich sein Abzählungssprüchlein hersagle und dann mit jauchzendem Jubel krähte: „Erwin muß sein..." Sie sah, wie er die kleinen Füßchen mehr als nötig schlenkerte, und wenn dann die Reihe an ihn kam, lustig ein anderes einzufangen sich abmühte. Lächelnd vergegenwärtigte sie sich seine Bitte, als die Kinder mutwillig um ihren Tisch sprangen und er keines von ihnen erwischen konnte, wie er da schmeichelnd gebeten hatte: „Allons, heb's, heben sollst sie!" O selige Kinderzeit! War sie nicht einst auch ein Kind gewesen? Und warum hatte sie geglaubt, Kinder nicht lieben zu können? Ja, Erwin hatte Recht gehabt. O, wie sie seinen Scharfsinn bewunderte. Nun wußte sie auf einmal wieder, daß ihr Glück nicht tot war, daß er, sobald er wußte, wo sie weilte, sie wieder holen würde. — Sie hatten die Stadt erreicht. Margaretha blickte neidisch auf die fröhliche, geputzte Menschenmenge und leise stiegen mahnende Erinnerungen in ihr auf. Wie oft war sie am Anfang ihrer Ehe Arm in Arm mit ihrem Manne durch die Alleen gegangen, hatte die herrlichen Blumen bewundert, loelche man an den Ständen feilbot, und es ganz als selbstverständlich gefunden, daß er sie nie ohne einen duftenden Strauß nach Hause gehen ließ. Als sie das photographische Kunslatelier in der Lichtentaler Allee passierte, erblickte Margaretha einen MenschenaUstauf. Sie gebot dem Kutscher zU halten und winkle einem in der Nähe postierten Schutzmann. „Ist irgend etwas passiert; oder was bedeutet jene Menschenansammlung?" „Soeben wurde telegraphiert, daß ein Schnellzug hei Mülheim infolge zu rascher Fahrt entgleist sei. Da sich unter den Verletzten auch ein hiesiger Herr befindet, ist das Interesse des Publikums wohl verständlich, umsomehr, als die Gattin jenes Herrn sich aus Reisen befindet," war die kurze Antwort. „Und — sein Name?" „Erwin von Keller — wenn Gnädige ihn kennen!" Auch der Kutscher hatte aufgehorcht und wunderte sich jetzt über den niederschmetternden Eindruck, den diese Nachricht aus seinen Fahrgast hervor.brachte. Willig lieh er seine Pferde ausgreifen und schaumbedeckt kamen sie vor dem Hotel zum Stehen. Margaretha sprang autz dem Wagen, kleidete sich rasch um, und bevor eine halbe Stunde vorbei war, hielten die dampfenden Rosse vor. dem Bahnhospottal. Keine Minute zu früh, denn kaum hatte sich die Kupeettire hinter ihr geschlcssen, drehten sich ächzend die Räber und der Zug wand sich pustend dem Rheintale zu. wo die gewaltige Mafsei-Maschine den Zug Frankfurt-Basel an seinen Bestimmungsort brachte. (Fortsetzung folgt.) Staat beteiligt sei. Aus Aniah der Ereignisse haben die österreichisch-ungarischen und die italienischen Kriegsschiffe in Durazzo bereits Truppen gelandet, um die sürstliche Familie zu schützen. Prinz steinslcb'Mg im. Der diesjährige „Prinz-Heinrich-Flug", die bedeutsamste deutsche Flugveranstaltung, in deren Kreis bekanntlich diesmal auch Hamburg einbezogen wurde, hat am Sonntag iii Darmsladt mit dem programmäßigen Start begonnen. Pynz Heinrich und der Eroßherzog und die Großherzogin von Hessen wohnten dem Start bei. Als erster Flieger stieg um 4 Uhr 2 Min. Oberl. v. Beaulieu auf. Der zweite Flieger konnte erst eine halbe Stunde später starten. In Zeitabständen von un- gesähr einer Minute starteten folgende Flieger: Leutnant Freiherr v. Thuena, Viktor Stöffler, Leutnant Bonde, Leutnant Schlemmer, Oberl. Emrich, Leutnant Walz, Leutnant von Hiddessen, Leutnant v. Bullar, Leutnant Pfeiser-Schauenburg, Ober!. MMig-Hoffmann (anstatt Leutnant Wentscher Nr. 20), dann Oberleutnant Kolbe, Diplomingenieur Thelen, 'Ober!. Ladewig, Schlegel, Oberl. Joly, Oberl. Geyer, Paschen, Oberl. Hantelmann, Preßell, Friedrich, Freindt und Krumsiek. Prinz Heinrich und der Erohherzog fuhren nach dem Start nach Worms. Straßbürg, 17. Mai. Die Flieger kamen von Darmsladt morgens bei Nordwind von 20 Sekunden - meiern an. Zuerst Oberl. v. BeaulieU und dann Viktor Stöffler. Um 6 Uhr 50 Minuten hatten bereits zwanzig von vierundzwanzig Fliegern Strahburg passiert. Trotz der frühen Morgenstunde und des regendrohenden Wetters hatte sich ein zahlreiches Publikum versammelt, darunter auch der Statthalter Dr. v. Dallwitz und Eou- verneur Generalleutnant v. Eberhardt. Frankfurt a. M., 17. Mai. Im Laufe der Vormittags sind hier 19 Flieger angekommen, nachdem die erste Etappe über Strahburg durchflogen war. Von diesen 19 sind bis mittags 12 Uhr 17 weitergeflogen. Oberl. Kolbe ist aus dem Rückslüge von Köln nach Frankfurt bei Hechtsheim bei Mainz abgestürzt, wahrscheinlich infolge Erplosion, Führer unversehrt, Beobachter Leutnant Röhde schwer verletzt, später gestorben. Pforzheim, 17. Mai. Das Flugzeug 19, ein Luftverkehrs-Doppeldecker, ist infolge Erplosion der Motoren bei Moosbronn in der Nähe von Pforzheim aus etwa 30 bis 45 Meter Höhe abgestürzt und in Brand geraten. Der Flugzeugführer, Leutnant Walz vom bap- rischen 8. Infanterie-Regiment, kommandiert zum bayrischen Fliegerbataillon, ist leicht verbrannt. Beobachter Leutnant Müller ist tot. Das Flugzeug ist völlig zerstört. Der Flieger Helmuth H i r t h ist Sonntag vormittag von Konstanz kommend, mit einem Albatroß-Dop- peldeckec aus dem Mannheimer Ererzierplatz gelandet. In seiner Begleitung befand sich der Inhaber des Weltrekords für Dauerslüge Langer. Hirth hat die Strecke Konstanz-Mannheim in zwei Stunden drei Minuten zubückgelegt. H a l b e r st a d t. Auf dem Flugplätze überschlug sich infolge Flügelbruchs am Sonnabend nachmittag eine von Köln kommende Albatroß-Taübe in einer Höhe von etwa 500 Metern. Die Flieger Leutnant Wiegandt vom Jnfonterie-Rcgiment Nr,. 122 sowie Oberleutnant Fel- linger vom Pionierbataillon Nr. 3 sind t o t. ){u$ Sfadl mid Land. * ©in Landrcit gegen die vielen Feste. Der Kgl. Landrat des Kreises Schlüchtern schreitet gegen die von Jahr zu Jahr sich steigernde Vergnügungssucht ein; er ersucht die Bürgermeister, die Vercinsvorstände und auch die Vercinswirte bald davon in Kenntnis zu setzen, daß in Zukunft dreitägige Festveranstaltungen grundsätzlich nicht mehr und zweitägige Feste nur dann noch genehmigt werden, wenn sich mehrere Vereine eines Ortes zu einer gemeinsamen Feier ihr-r Gedenktage usw. zusamenschlicßen. * Warum es so kalt war. Nach den Aussagen von Wettersachverständigen ist es seit dreißig Jahren im Wonnemonat Mai nicht so kalt gewesen, wie in diesem Jahr. In verschiedenen Teilen Deutschlands und Englands sind Schnofälle vorgekommen, und die Temperatur ist stellenweise unter den Gefrierpunkt gesunken. Die Ursache dieser abnormen Kälteerscheinung soll in dem außeiocdentüch späten Winter in den isländischen Regionen liegen, wo noch immer stacker Frost herrscht und kaum ein Anzeichen des Frühlings zu spüren ist Durch die Lustbcwegung wird dann diese Kälte- schicht auch zu uns herübeigebracht und ruft so erhebliches Sinken der Temperatur hervor. * Mi l li o n c n z i ffc r n der Post. Die Zahl der Postweitz-ichen, die im Deutsche» Reich jetzt jährlich abgcsetzt werden, hat jetzt fast 5 3 4 Milliarden erreicht. Nach der l neuesten Statistik von 1912 waren dies 5 740163178 Stück. Ihr Wert beträgt 573 1 /, Millionen Mark. Gegen das Vorjahr bedeutet dies eine Zunahme von fast einer Viertel Milliarde Stück oder etwa 27 Millionen Mark Wert. 10 Jahre lvorher betrug die Zahl der abgesetzten Wertzeichen noch'nicht 3 3 /« Mil- liarden mit einem Werte von 339 Millionen Mark. Die Deutsche Post erhielt im letzten Berichtsjahre aus dem Auslande nicht weniger als 363^/z Millionen Stück Bricfsendungcn und zwar allein fast 169 Millionen frankierte Briefe, 2 1 / 2 Millionen unfrankierte Briefe, 106 Millionen Postkarten, 67 Millionen Drucksachen, 3 Millionen Gcschäfispapiere und 12h« Millionen Warenproben. Nach dem Ausland schickte Deutschland über 354 Millionen Briesscndungen. Die Zahl der ausländischen Postanweisungen betrug 4 % Millionen im Betrage von 229 Millionen Mark. * Hundertmarkscheine mit Reklameausdruck. Gegenwärtig sind Hundertmarkscheine im größeren Betrage im Umlauf, die als Reklameaufdruck den Stempel ausländischer, namentlich schweizerischer Hotels tragen Während diese Scheine im freien Verkehr bisher nicht beanstandet sind, hat die Bank des Berliner Kassenvereins die Annahme derartiger Banknoten mit der Begründung abgelchnt, daß bei Zahlungen an die Reichsbank dieses Institut die mit Reklameaufdruck versehenen Scheine behufs näherer Prüfung zunächst einbehält. Da diese Prüfung mehrere Wochen in Anspruch nehmen kann, bevor die Einlösung durch die Reichsbank erfolgt, erscheint Vorsicht bei der Annahme der mit Reklameausdruck versehenen Scheine geboten. n Gießen. Die allgemeine Versammlung der Händler der Nähmaschinen- und Fahrr,adbranche autz der hiesigen Gegend findet, wie bereits angekündigt, bestimmt i am kommenden Sonntag, den 24. Mai in Gießen statt. | Die Versammlung wird bekanntlich von dem Verband I der Fahrrad- und Nähmaschinenhändler von Hessen- 1 Nassau und Hessen-Darmsiadt E. V., Sitz Frankfurt a: i Main, Eeschästsstelle Mainzerlandstrahe 258, einberu s fen und soll allen Händlern in der hiesigen Gegend ein- i mal Gelegenheit geben, sich über die Lage des Geschäfts ! und über die Verhältnisse der Branche im allgemeinen ! gründlich aussprcchen. Da die Händler auch hierunter j der wilden Konkurrenz sowie den Versandhäusern k. j sehr zu leiden haben, soll über Mittel und Wege be- s raten werden, wie diesen Uebelständen abzuhelfen ist. j Wir empfehlen Interessenten dringend an derVersamm- ' lung teilzunehmen. * Schlüchtern. Vor 75 Jahren trat der jctzt betagte Kourao Baus als löjäbriger Junge in die i Dienste der Familie des Landwirt Bögler in Hendach v. d. Röhn. Ter Jubilar, welcher sich noch in geistiger und körperlicher Frische ku findet, feiert sein 75jähriges Dienstjubiläum und am 27. September d I. vollendet er sein 90. Lebensjahr. * Frankfurt. Wegen Betrugs sind vom Landgericht Frankfurt a. M. der Kaufmann Otto Scheuer und dessen Vater, der Prokurist Theodor Scheuer, zu je 3 Monaten Gefängnis und 2000 Mark Geldstrafe, der Kaufmann Leo Herrmann zu 2 Monaten Gefängnis und 2000 Mark Geldstrafe verurteilt worden. Die den Angeklagten zur Last gelegten vielfachen Betrügereien bestanden darin, daß sie ihren Kunden Wein unter falschen Bezeichnungen und zu höheren Preisen verkauft haben, als zulässig war. — Gegen das Urteil hatten die Angeklagten Revision eingelegt, die indessen vom Reichsgericht als unbegründet verworfen wurde. * Gelsenkirchen. Hier feierte der Rentner Magnus Katzenstein in körperlicher und geistiger Frische seinen hundertsten Geburtstag. Verband der unteren Postbeamte». Am Sonntag, den 17 Mai tagte der diesjährige Bezirkstag in Bingen a. Rhein, zu welchem sämtliche Oclsrruppcn aus dem Bezük Darmstadt ihre Delegierten entsandt hatten, und auch von Kollegen aus Nah und Fern zahlreich besucht war. Alle auf der Tagesordnung stehenden Punkte wurden in sachlicher, ernster Weise besprochen und den Fragen, welche für unsere wirtschaftliche Lage von einschneidender Natur sind, eine ganz besondere Aufmerksamkeit geschenkt. Auch die vor der ! Entscheidung stehende Besoldungsnovelle für 1914 gab Anlaß zu einer regen und lebhaften Aussprache. Es wurde allgemein bedauert, daß die zum Teil schon 1909 gestellten und vom Parlament anerkannten Wünsche bis jctzt von Seiten der Regierung immer noch nicht angenommen wurdrn. Es gelangte eine Resolution zur Annahme, in welcher gebeten wird, daß von Seiten des Verbandes bet allen maßgebenden Instanzen für die schon seither gefaßten Forderungen tatkräftig mit aller Energie eingetrcten wird. Die ünfallßefabr im Bergbau. (Schluß.) Ich möchte aber doch in diesem Zusammenhang an : die ganz einfache Logik der Tatsachen appellieren, ist es irgendwie von der Hand zu weisen, daß diese beide: Erscheinungen miteinander im Zusammenhang stellen nicht nur in der von dem Herrn Vortragenden ange deuteten Richtung, sondern auch in der Richtung, das die Kehrseite einer guten vollendeten Arbeiterversicherun. oie ist, daß namentlich da, wo es sich nicht um groß Sachen handelt, die Ausmerksamkeit des Einzelnen doö etwas geringer wird, als sie es zweifellos sein würde wenn die Folgen des Unfalles auf ihn selbst ruhen wüi den. Das soll auch kein Vorwurf gegen die Aroeiter schast sein, meipe Herren, ebensowenig wie in den War ten des Vortragenden ein Vorwurf gegen die Arbeiter schüft liegen sollte, sondern nur eine einfache Schluhsol gerung aus der menschlichen Natur, wie sie einmal is und wie sie bleiben wird. Mechanisch reglementierende polizeiliche Maßregeln werden immer in der Welt ei: begrenztes Feld ihrer Anwendbarkeit haben, denn er zwingen läßt es sich nicht, daß der einzelne Mensch, de der Gegenstand der, Fürsorge ist, mit offenem geübtei Blick zwischen den Gefahren hindurchgeht, von denen c umgeben ist. Es gibt einen Punkt, wo solche Maßregel: ansangen für den Erfolg der Unfallbekämpfung selbs gesährlich zu' werden, weil sie lähmend auf die Fähig keil zur Unfallbekämpsung wirken. Und wo das de Fall ist, da vervielfältigt sich dieser Fehler in einem Be zirk wie dem unsrigen eben uin das 400 000fache. Ge gcnüber einer solchen falschen Politik muh der Vergbai sich auf einen ablehnenden Standpunkt stellen, Mid ha er sich bisher auf einen ablehnenden Standpunkt gestellt Er kann das auch umsomehr und umsoschärfer, als er wie überhaupt die deutsche Unternehmerschaft, sich heut zutage dabei aus ein außerordentlich gutes sozialpoliti sches Gewissen stützen kann. Ich glaube Sie werden mit mir übereinstimmen wenn ich ausspreche, daß wir wirklich praktischen Maß nahmen aus dem Gebiete der Unfallverhütung wie bis her so auch in Zukunft stets gern zuftimmen und ihne, unsere Unterstützung zuteil werden lassen. Und wenn di König!. Staatsregierung bei den Erwägun gen, mit denen sie anscheinend augenblicklich beschäftig ist, einen Weg finden sollte, uud dafür auch das In teresse der Nächstbeteiligten, nämlich der Arbeiter selbst erwecken sollte, einen Weg, um eine der Hauptgefahren quellen im Bergbau etwas mehr zu verstopsen, die ii der geradezu zur Leidenschaft gewordenen Luft zun Wandern von einer Zeche zur andern, im stacken Wech sel der Belegschaft auf den einzelnen Zechen liegt, dam könnten w-k von unserem Standpunkt aus damit ja nu einverstanden sein. Und gewiß könnte die Zahl der Un fälle, die augenblicklich noch vorhanden ist, durch Maß regeln auf diesem Gebiet um ein erhebliches verringer, werden. Jedenfalls waren wir genötigt, nachdem bi' erwähnten Aeuherungen einmal gefallen waren, dies Angelegenheit von unserm Standpunkt aus hier sofor zur Erörterung zu stellen und durch Beleuchtung un! Klarstellung der Tatsachen zu verhüten, daß sich in de Oeffentlickikeit eine neue Legendcnbildüng vollzieht, di' die Grundlaqcn und die Stimmung dafür schafft, das man mit unzweckmäßigen Maßregeln in diese Ding' eingreift. (Lebhaftes Bravo.) flu$ aller Welt. * Köln. Wie der Landeshauptmann von West falcn bekannt gibt, hat der im März verstorben Kommerftenrat Piepmihec in Münster mehrere Millionei Mark für eine Stiftung zugunsten hilfsbedürftiger Kinde testamentarisch festgckcgt. Die Höbe der Stiftung is noch nicht genau hekonnt, da dir Erbschaft noch »ich reguliert ist: man schätzt sie aber auf mindestens : Millionen Mark. ::: Wien, 19. Mai. Der bekannte Volkslieder komponist Thomas K o s ch a t ist g e st o r b e n. ::: Papis. Der Pariser Staatsanwalt hat jetz die Akten in Sachen der Frau Caillaur gcprüs und scrdert nun die Verweisung der Angellagten vo das Schwurgericht unter der Befchrüdigung des beab sichtigen Und vorsätzlichen Totschlags. Maitre Labor wird bekanntlich Frau Caillaur verteidige«» Zur Geschichte der Bewegungsspiele. Von Dozenten Julius H a u s m a n n, Prag. (Schluß.) Germanien. Nur wenige historische Nachrichten sind über di Spiele unserer germanischen Vorfahren zu uns gckom men. Offenbar fand man es sich selbstverständlich, das immer und überall gespielt wurde. Der Satz ans de Göttersage: „Die Götter spielten heiter ihr Spiel" kam wohl als älteste Geschichtsquelle gelten. „Der römisch' Schriftsteller Tacitus beschreibt uns das Jahr 100 naä Ehr. die Sitten und Gebräuche der Germanen und schil beit dabei den ihnen eigentümlichen Schwecktanz mit das Würfelspiel. : > l ! i i i t 1' f j j li jf ä i> 6 (t S< d n i l« in im kr kr lil Elt! Itr «ii fei in kn its kn bie ich St[i W i, Ä fei fest fei ki fen fei: ch i itr Jtei % fest k« KNORR I» dev kirinstru Küche wie im fernsten Knnshait verwendet man fetzt .UtlQt’V S Etlppenttmrsei. Hervorragender Geschmack «nd graste Ansgiebigkeit bahnen ihnen de» Weg! 48 Sorten, wie; Spargel, Blumenkohl, Königin, Weiberlre». 1 Würfel 3 Teller 10 Pfg. ' vi : t!rt : ' Aus altgermanischen Gräberfunden schlief;! man mir Recht, daß Klappern, Pfeifchen, aus Ton und Holz verfertigte Tiere der Kinder Spielzeug waren. Größere Kinder bauten Häuser aus Lehm, Aesten oder Schnee. Mädchen spielten mit Tocken, d> i. die alle Bezeichnung für Puppe. Gesellschaftlich« Unterschiede gab es bei den Spielen der germanischen Jugend nicht, denn an mehreren Stellen wird uns berichtet, dag Königs- und Fürslenkinder sich mit den Kindern der Sklaven im Hofe oder auf der fürstlichen Diele tummelten. Aus dieser Spielkameradschaft entwickelte sich oft ein inmges trautes Verhältnis fürs ganze Leben. Im Mittelaller wurde nach Fischarts Gargantua bestimmt schon das Geier-, Wolf- und Schasspiel geübt. „Blinde Kuh" hieh „Blindes Mäusel". Ter Humanist Camerarius schildert die Spiele „Verstecken", „Tag und Nacht", „Schneiderlein leih' die Scher'!" und „PIump- saci", das schon im 13. Jahrhundert genannt wird. Stel- zengeheft wird hingegen in einer, Züricher Chronik aus dem Jcchre 1349 erwähnt. Im 17. und 18. Jahrhundert wurden auf dem Marktplatze zu Namur ganz militärisch organisierte Gefechte, an denen 1500 bis 1600 Knaben teilnahmen, auf 4 Fuß hohen Stelzen vorge - führt. Reifen- und Radtreiben, Reisenspringen und Wersen eines pendelnden Ringes gegen einen Haken war längst bekannt. Gin kriegerisches Seilziehen wird schon in einem Gedicht aus dem 10. Jahrhundert erwähnt. Tauziehen hieh im Mittelalter Strebelkatze oder Katzrn- Strebel und muh in verschiedenen Abarten, selbst als Ziehen eines gedrehten Tuches mit dem Munde, geübt worden sein. Unser Barlausen hieh „parlaufsen" und wurde von Dichtern, wie Wolfram von Eschc/cbach, Hans Sachs und anderen in Gedichten verherrlicht. Gegen Glücks - spiele, wie „Gerade oder Ungerade", „Stängeln", das ist Werfen nach aus kleinen Pslöckchen aufgesteclten Mün - zcn, dann „Kaulcrn oder Schnellcrn" d. i. Wersen und Sämellen von Kugeln, Knöpfen oder Münzen in kleine Grübchen, wird zu verschiedenen Zeiten geeisert, da sie schnöde Gewinnsucht cutslammen. Nach dem Nörblin- ger Spielgcsetze vom Jahre 1530 waren erlaubt: Paarlaufen, Kegeln, Radtreiben, Ruck oder Schneid (jetzt Zeck), Hasen- oder Topfschlagen, Topfspiel oder Kreiseln und Schnellkügelche». Das von unseren Schulbehörden wegen der Gefährlichkeit für die Augen verbotene „Space! Spiel" war im Mittelalter ebenfalls schon bekannt und hieß „Trieblcn", in der 'Schweiz „Mcggerlen". Würfeln rcnd Knöcheln, (dieses hieh „Topeln"), wurde leidenschaftlich, selbst vom weiblichen Geschlechte betrieben und artete oft in Hasardspiel aus, dem sich sogar Klo- stergeistliche Hingaben. Unser Damcnspiel hieh Brett- oder Zabclspiel und galt als eine ritterliche Kunst; es soll, nach einer auf einem Trinkhorn erhaltenen Abbildung zu schlichen, schon im 4. Jahrhundert bekannt gewesen sein. Schachspiel kam um die Mitte des 11, Jahrhunderts nach Deutschland; im 13. Jahrhundert hielt ein Dominikaner darüber mehrere Predigten. Das alte griechische Stein - chenspiel „Pentalinde" hieh bei den germanische» Kindern „Bickeln", gegenwärtig heiht es in einzelnen sächsischen Gegenden „Beckern", die dazu geeigneten Stein- chcn aber „Beckerstcine". Bei schlechtem Weiter spielten altgermanische Mädchen geradeso wie die heutigen mit Puppen, Kochge - schirr u. a.; die Buben über, lieber mit Steckenpferd, Bogen und Pseil, später mit dem Blahrohre. Ballspiele, die auch von Erwachsenen gespielt wurden, verlegte man ins Freie. Walter von der Vogel - weide vesingt in einem Gedichte darüber die Wiederkehr des Frühlings. In mittelhochdeutschen Dichtungen sin- den sich viele Stellen, die die Ballspiele als Licblings- spielc erkennen lasse». Airsangs wurde der auf die einfachste Art hergestellte Ball jedenfalls nur mit der Hand geschlagen. Ulrich von Lichlenstcin spricht in einem Schlagballspiele, bei dem ein Schläger benutzt wurde; er nennt es „slaipals". Eür altes Freskogcmälde im Schlosse Runkelstein bei Bozen aus dem 14. Jahrhundert stellt Margarete Maultasch mit ihrem Gcmable und Gefolge ballspielcnd dar. Die Söhne Herzog Albrechls von Bayern vergnügten sich mit ihren Hosleutcn im Jal.re 1574 auf dem Weinmarkte zu Augsburg mit dem großen Luftballe; der ganze Platz war mit Sägespänen bestreut. Später geschah dies auch an anderen Drten, so in Leipzig, Konstanz u. a., was sich geschichtlich Nachweisen läßt. Merkwürdigerweise verwendete mau aber Bälle mit angebängten Schellen. Auch machte man, i» falls Männlein und Weiblcin sich daran beteiligten, ein p. eigentümliches Parteispiel daraus, indem der Ball dem ,c,> verehrten und geliebten Partner zugcspielt wurde. Ab- iii Neigung wurde kund gegeben, indem man den zügelt worscnen Ball einfach nicht aujnahm. Ja, der Ball ;ej wurde förmlich als Liebesbote benützt, was nicht selten «Grund zu Eifersüchteleien und schlimmen Händeln gab. ili Der auch heute noch gespielte Sauball, auch Geicr- spiel genannt, in einem durch Handreichcn geschlossenen sireise gespielt, hieh „Schlaggerball" und wurde mit kur- -- ;cn Stöcken ausgcsührt. Unter Bugelschlagcn verstand nan die Uebung, einen Ball durch einen eisernen Ring 41 werfen. Der italienische Humanist Aeneas Sylvius, der als Sekretär am Konzil zu Basel 1438 leilnahm und später rls Pius 2. den päpstlichen Thron bestieg, beschreivt nit Sachkenntnis die in Bafel üblichen Spiele. Das Schlagballspiel in seinen zwei Abzweigungen, hock zu >koh und schnell zu Fuh, soll durch die Ritter des deut- chen Hauses in Jerusalem ins Abendland gebracht Worten sein. Kegelschieben würde schon, wie der sprach - orscher Grimm behauptet, bei den Opferseslen der alten Germanen gespielt; es verdrängte im Mittelalter immer mehr und mehr das Steinstoßen und durfte später bei keiner Volksbelustigung mehr schien, cs wurde fast stets um Geld oder Werkpreise gespielt (1602 wurde in Zittau ein lebender Ochse „ausgekegelt"). Auch heutzutage wird auf dem Lande manchmal noch eine Gans oder ein Schöps als Haupttrefter gesetzt. Das in einigen Ländern vom kemigen Landvolke noch jetzt im Winter gepflegte Klat-Schießen war im Mittelalter ebenfalls bekannt. In der Schweiz hieh es Kugclitrölcn. Es besteht darin, dah zwei Personen auf der Landstrahe mit Kanonenkugeln nach dem Lose werfen und das Spiel von dem Punkte, wo sie liegen bleiben, fortsetzen. Wir sehen demnach unseren Grenzball, hcrvorgegangen aus dem griechischen Episcyros, wieder in dieser gewiß recht anregenden Abweichung. Das auf vielen Turn- und Spielplätzen vorgenommene Schlängeln war im Mittelaller eine wichtige Be- gleitsorm des ruhigen Ringeltanzes. Rundlänze mit der Sitte, sich gegenseitig umfangen zu halten, kamen im Jahre 1400 zu Ulm in Mode. Der gegenwärtig höchst modeyne, aber auch jedenfalls unschöne Wackeltanz scheint im alten Reihentanze „Houbctschoten", bei dem mit dein Kopse geschüttelt wurde, sein historisches Vorbild zu haben. Im 15. Jahrhundert gab cs polizeiliche Verbote gegen anstöhige Tänze. Wohl zu allen Tänzen wurde gesungen; Liebe, Scherz, Politik, Geschichte und Lüge ist der besungene und getanzte Stoff, der in der günstigen Jahreszeit säst jeden Tag unter der Dorslinde, in Scheuern, ja selbst in eigens hergcrichteten Tanzsälcn der Kinderwelt von den Erwachsenen vorgeführt wurde. Es ist demnach ganz natürlich, dah jene sich viel davon merkte und bei ihren Spielen nachahmte. So sind die Kindergartenspiele und -lieder „Ringel, Ringel, Mihe" oder „Taler, Taler, du muht wandern" k. mittclalter - lichen Ursprungs. Unser Spiel „Wer sülchtet sich vor dem schwarzen Mann?" ist ein Erbstück des alten Pcst- und Totentanzes, den man im Mittelalter häufig aus- führte, um den „Schwarzen Tod" zu verscheuchen. Das Anwachsen der Häscher auf unserem modernen Spiel - platz erinnert also an die WeiteraUsbreitung der Pest und ihrer Opfer. Ost wechselte Gesang und Spiel miteinander ab; eine Sitte, die ja auch bei unserer Jugend noch üblich ist. Einzelne Städte, wie Nürnberg, Basel u. a. gaben der Jugend eigene Plätze für, ihr Bewegungsbedürsnis frei, ja schufen sogar solche fürs Ringen und für die Spiele der Erwachsenen. Als aber gewinnsüchtige Wettspiele eingeführt wurden, wurde das Betreten solcher Spielhansel mit Strafen, in Nürnberg z. B. mit einer solchen von 5 Pfund gleich 9 Heller geahndet. Um das Ende des 14. Jahrhunderts herum kamen die Ritterspiele, eine kindliche Nachahmung der Turniere, auf, die sich bis heute unter dem geänderten Namen „Ritter und Bürger" oder „Räuber und Gendarmen" erhalten haben. Die Jugendspicle der Kinder des Adels waren teilweise wie die der Bürger, nur mehr für ihren Stand, besonder; für die militärische Laufbahn zugeschnitten. Eine Instruktion für die Hofmeister der zwei jungen Herzoge von Bayern aus dem Jahre 1584 verlangt Ball und KUgelspiel, Laufen und Reiten, Springen und Schwimmen, Schiehen, Jagen und Schachspiel, verbietet aber Karlen und Würfel. Den Höhe- und Glanzpunkt der körperlichen Ausbildung eines Ritters sah man bekanntlich im Turnier und da besonders im großen Reitergefechte, dem Buhurt. Eine Masse von Benennungen, Redensarten und Sprichwörtern sind uns nutz jener Zeit erhalten. Mit dem allmählichen Verfall der prächtigen, leider oft allzu ernsten Turniere kamen die zahmeren Karussel- und Ringelreiten in Mode, die ja heutigentags bei festlichen Veranstaltungen von Offizieren und Adeligen auch noch unter Entfaltung von großem Prunk aufgeführt werden. Unsere modernen Ringelspiele, wo ein Pferd oder Menschenhände die ganze Vorrichtung zur drehenden Bewegung bringt, wie die sehr zu empfehlende Wursübung, durch ausgehängte verschieden große Reisen Bälle zu werfen, sind Nachbilder jener im 15. Jahr - hundert aufgekommenen Uebungcn. Das vom Volke des M ttelalters beliebte Ritterstechen, eine Pappfigur reitend mit dem Stecher, das ist eine Art Lanze, zu treffen, und das gemütslose Hahnenschlagen kommt jetzt zur Kirchweih in einzelnen Gegenden vor. Der lebende Hahn wird in lobenswerter, Weise durch einen irdenen Topf und auf dem Jugendspielplatz durch einen großen Vollball ersetzt. Das im frühen Mittelalter, ja selbst schon bei den alten Aegypteyn beliebte Fischerstechen wird gegenwärtig wie damals in Küstenorten und Städten an größeren Gewässern Deutschlands in gleicher Weise durch- gefühyt. Der Kämpfer steht an der Spitze des schnell geruderten Kahnes und sucht mi> einer an der Brust an- gesctzten Krückstange, die zumeist an der Spitze eine Holzscheibe hat, den Gegner von seinem Kahn ins Wasser zu stoßen. Tausende von Zuschauern sollen oft derartigen VerailstaltuNgen beiwohnen und sich an den dabei vorkommendcn komischen Vorfällen ergötzen. Das auf einzelnen Spielplätzen gegenwärtig geübte und sehr zu empfehlende Wettlaufspiel „Kugel sammeln" stammt von dem „Eierlausen" zu Ostern, das jetzt noch im Kanton Aargau gepfiogen wird; auch in Holstein soll es gebräuchlich' sein. In bestimmten Abständen werden Eier, beziehungsweise Kugeln niedergelegt und die Wettläufer müssen sie einzeln, und zwar mit den Nächstliegenden beginnend, in ein Behältnis, Korb oder Tuch, bringen. Wer als erster diese Aufgabe erfüllt hat, ist der schnellste Läufer Und demnach 1. Sieger. Im südwestlichen Teile Schleswigs sammelt man am Faschingmontag statt der Eier Torfziegeln in ähnlicher Weise. Das Fahnenschwingcn war eine körperliche Fettigkeit und ein Vorrecht der mittelalterlichen Fleischhauerzunft. Es wird gegenwärtig noch gelegentlich bei Volks- scften, z. B. Egcr in Böhmen, und bei turnerischen Veranstaltungen vorgefühtt, ja cs sind auch ganze Fahnen- r,eigen bereits zusammengestcllt. Sack-, Dreibein-, Teller-, Wasser- und Liegestühlaufen sind alte Beluftigungsmit^ lcl, die auf keinem mittelalterlichen Schützen- oder Volksfeste fehlen durften und auch gegcnwättig verdienen, bei lustigen Turnwanderungcn vorgenommcn zu werden. Der daran Beteiligte muh nicht nur gewandt, sondern auch energisch sein und der Zuschauer ergötzt sich an den komischen Anstrengungen, Mienen und Niederlagen. So sehen wiy denn auch aus dem Gebiete der Jugend- und Bewegungsspiele den ost zitierten Satz des "weisen Ben Akiba „Alles schon dagewesen" abermals bewahrheitet und es wird zur Anciferung der Spiellust bei einer reiferen Jugend gewiß mit beitragen, wenn hie und da von einem Gcschichtskundigen solche historische Erinnerungen zur, rechten Zeit und am rechten Otte mitqclcilt werden. kescdäitlicbez. . , v6 ' t ,. le . rtc Feinde des Menschen sind die i» ihrer verderblichen Wirksamkeit von der Wissenschaft iinmcr mehr beleuch- leien Bnkleric». die in imei westliche» Scharen jeden Auneublick unser Da,c>» unilauern. Ihnen gegenüber ist der Mensch säst nur aus die Abwehr dadurch nngeiviesen, das, er ihnen invalichst wenig Angriffspunkte bietet, und das stich vorzüglich offene Wunden ustv. Ls, bringt eö jedoch der Beruf mit sich, dah mnn ■ bei aller Borsichi eine Berteyung znzieh, und da ist es den» ein Gebot der Selbsterhaltung, für schleunige Beseitigung der Wunde zu sorgen. Hierbei ist es von Wert, sofort ein geeignetes Heilmittel an der Hand z,i haben und als solches ist wegen ihrer vorzüglichen Eigenschaften die altbewährte Rino Salbe sehr zu empfehlen. Rino-Salbe Ijeilt Geschwüre und Abzesse mit derselben über laschenden Vcidjtt nnd Schnelle rvie Wunden und Haut- verlevuiigen aller Art, und hat dabei, weil völlig frei voii schädlichen Bestandteilen, keinerlei säiädliche Nebenwirkunnen Man erhält Rino-Salbe in Dosen ä Mk. 1.15 und 2.27> j„ den Apotheken "(Ge fsbor nus die Originalpackung weiß-grün-rot und Firma .nint. Schubert & Eo., Ehem. Fabrik, Weinböhla-Dresden. 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Mai (Himmelfahrtstag), von 4—6 Uhr, von 8 —10 Uhr Konzert der Kurkapelle. Abends 8 Uhr Theater: ,,Im weissen RössT', Lustspiel. Freitag, 22. Mai, von 4 —6 Uhr, von 8—9 l l 2 Uhr Konzert der Kurkapelle. Abends 8 Uhr Theater: „Kammermusik“, Lustspiel. Samstag, 23. Mai, von 4—5V 2 Uhr Konzert der Kurkapelle. Abends S'U Uhr Richard Wagner-Abend (II. Sinfonie-Konzert) der Kurkapelle unter Leitung des Königl. Professors Hans Winderstein. Vorläufige Anzeigen: Sonntag, 24. Mai, nachmittags und abends auf der Terrasse Konzert der Kurkapelle. Abends 8 Uhr im Kurhaussaale Theater : „Der Hüttenbesitzer“, Schauspiel in 4 Aufzügen von Georges Ohnet. Dienstag, 26. Mai, abends 8 Uhr im Kurhaussaale Gastspiel des Königl. Hofkünstlers und Experimental- Psychologen Marco Malini. Donnerstag, 28. Mai, abends 8 V 4 Uhr im Konzerthaus I. Künstlerkonzert der Kurkapelle unter Mitwirkung von Robert Hutt, erster Heldentenor vom Frankfurter Opernhaus und unter Leitung des Königl. Professors Hans Winderstein. Samstag, 30. Mai, abends 8 ^/r Uhr im Konzerthaus: Tanz. Sparsame Frauen srrickerüü. r 5 femwolle deren Echtheit garantiert dieser FABRIK Trtataborftern beste Schweisswollen für Strümpfe & Socken, nicht einlaufend nicht filzend. *+ Quali Täte n ' Stark- Extra-Mi Hel - Fei (billigst«) _ ( bom Srpmwollspinnerei- Alrona-Bahrenftld J ftld 1 Erdöl Kaufen Sie nur noch die Qualität** Marke (Erbal für billlaes Geld, da* tut sowohl Ihrem Schuhwerf wt« auch Ihrem Geldbeutel wirklich gutt Gesichtsausschlag, Pickel Mitesser, Furunkel St Gesichts- u. Nasenröte, rote u. fleckige Haut, rote u. aufgesprungene Hände, Hautjucken, Flechten, roi ' übf ? a “ pt ^ < ^ it , un L ei " f)citcn m t ib e^nt^i^rerjet.««n. _:_—_ ’ ’ machen die damit Behafteten zu geplagte», nicht leiten bedauernswerten Mensche». Das, was ihnen not tut, so schreibt Herr Dr. med. 9!icsz. ein Mittel, dessen Anwendung weder in den täglichen Lebensgewohnheiten, noch in der Ausübung der Berufspflichten eine Störung hervorruft und das in seiner Anwendung ebenso angenehm und erfolgreich als unauffällig ist, das bietet der regelmäßige Gebrauch der bekannten Zucker's Patent-Medizinal-Seife, Sie wird aus den Lluellniederschläge» der Altbuchhorstcr Heilquellen, einem eigenartigen, staubfeinen, bituminösen Süßwasserkalk und Moorextrakl und feinstem Seisenkörper mit„allen Mitteln moderner Technik hergestellt, stein Mensch kan» und darf sie nachahmen, denn ihre Herstellungsart ist durch Deutsches Reichspatent geschützt und die einzigen Fundstellen ihrer wirksamen Bestandteile, die großen Terrains, aus welchen die Altbuchhorster Heilquellen entspringen, sind im alleinigen Besitz der Fabrik, Es gibt also kein zweites Mittel, welches „dasselbe" oder auch nur „ebensogut" wäre, wie Zuckcr's Patent-Medizinal-Seife, — Die ständige wissenschaftliche Kontrolle seitens des bekannten vereidigten Handels- und Gerichlschemikers, Herrn vr, Paul Jescrich, Berlin, die ungezählten Zeugnisse und Anerkennungen, sowie die Urteile und Empfehlungen zahlreicher berühmter praktischer Aerzte und Professoren sprechen mehr als jede anderweitige Anpreisung der nunmehr seit vielen Jahren allseitig anerkannten vorzüglichen Eigenschaften von Zucker's Patent-Medizinal-Seife. So schreibt Herr vr. weil. O. B. i« S. auf Grund eingehender Versuche an einer größeren Anzahl hautleidender Patienten: „ . . ich bin über den Erfolg bei Gebrauch von Zucker's Patent-Medizinal-Seife und Zuckooh-Creme direkt erstaunt. Ich habe sie nicht nur als Kosmetikum, sondern auch zur Heilung hartnäckiger Hautleide» aller Art verordnet. Das Resultat war jedesmal ein ausgezeichnetes, Namentlich bei . heu, juckenden Hautausschlägen der kleinen Kinder erwies sich Zuckers Palen! Medizüial-Seife und Zuckooh-Ereme als prompt und schnell wirkendes Mittel, Hinzufügen möchte ich noch, daß Zuckcr's Patent-Medizinal-Seife bei Zuckerkranken, die gewöhnlich zu Hautaffektione» aller Art neigen, eine ausgezeichnete, vorbeugende Wirkung ausübt," Neberraschend gute Erfolge erzielte auch Herr vr. meä. T, in 28., über die er sich voller 'Anerkennung wie folgt äußert: „Seit Jahren schätze und verordne ich regelmäßig Zucker's Patent-Medizinal-Seife und Zuckooh-Creme und habe damit bei verschiedenen, zum Teil hartnäckigen, andern Mitteln trotzenden Hauterkrankungen überraschend gute Erfolge erzielt," lieber günstige Resultate bei Furunkeln berichtet Herr vr. med. W. in B., I. Assistent des E , . -Hospitals: * ( .Zucker s Patent-Medizinal-Seife hat aus Furunkel und Eiterbläschenbildung einen fraglos überraschend günstigen Einfluß," Gleich günstige Erfolge bei Furunkeln bestätigt auch Herr vr. med. L.ioF., dessen Beobachtungen bei Furünkulosebesoiiderswichtigsind: „.....sobiel kann ich Ihnen zu meiner Befriedigung schon heute Mitteilen, daß ich die in der Literatur aufgesührten, von anderen Aerzten erzielten Erfolge durchaus bestätigen kann. In einem Falle von Furunkulosewardie Wirkung geradezu frappant" Recht interessant sind ferner auch die Erfahrungen, die Herr vr. meä. I. 28. in 91. in seiner ausgedehnten Praxis gemacht hat: „Ist die Wirkung von Zucker's Patent - Medizinal-Seife schon auf die gesunde Haut eine äußerst günstige, so daß sie in Verbindung mit Zuckooh-Creme als ein Toilettemittel ersten Ganges bezeichnet werden kann, so ist doch noch niehr Gewicht aus ihre Wirkung auf die kranke Haut zu legen. Ich habe mit Zucker's Patent-Medizinal-Seife soivohl in der Form von Bade- zusah, wie als indirekte Applikation Versuche gemacht und sehr gute Resultate erzielt. Sowohl bei Astrktiouen, welche auf parasitärer Einwirkung beruhen (llerpes tonsurans, Pithyriasis vesicolor), als bei solchen, welche auf dem physiologischen Zustande der'Haut beruhen (Acne, Seborrhoe, Per- nioneD, Psoriasis), halte ich recht gute Erfolge zu verzeichnen," Herr vr. med. 2>. H. in G. benutzt bei Pickeln und Ausschlägen nur Zucker's Patent-Medizinal-Seife und Zuckooh-Creme und sagt: „Zucker's Patent-Medizinal-Seife hat bei meinen Kranken glänzende Erfolge gehabt. Bei Pickeln und Ausschlägen lasse ich nur Zucker's Patent-Medizinal-Seife und Zuckooh-Creme benutzen und bin mit den erzielten Resultaten sehr zufrieden." Herr vr.meä.L.in B. hat Zucker's Patent-Medizinal-Seife bei seinen eigenen Kindern mit bestem Erfolg angewendet und schreibt darüber: „Zucker's Patent-Medizinal-Seife habe ich in meiner Familie versuchsweise angewandt. Zwei meiner Kinder hatten skrofulöse flechteitartige Busschläge>im Gesicht undsind murmehrvölligrein," Herr vr. med. F. in ®. urteilt wie folgt: „Zucker's Patent-Medizinal-Seife söwieZuckooh-Creme haben sich bei den verfchiedensten Formen von Hautkrankheiten bestens bewährt, Befonders die libPoige Zucker's Patent-Medizinal- Seife zeigte eine hervorragende umstimmende Wirkung." Nachdruck u. Nachbildung verboten I Gesichtsausschlag. Pickel. Pusteln, Wimmerln, Acne vulgaris, Mitesser und Ekzeme, Diese besonders bei jüngeren Leuten beiderlei Geschlechts so überaus häufig austretenden Hautübel werden von den oft säst verzweifelnden Opfern mit allen nur erreichbaren Mitteln bekämpft. Wird statt aller zwecklosen Versuche Zucker'« Patent-Medizinal-Seise in Verbindung mit Zuckooh- Creme vorschriftsmäßig benutzt, dann folgt diesem Versuch alsbald der freudige Ruf endlicher Erlösung, Die vortrefflichen Erfahrungen berufener Vertreter der Wissenschaft über die zuverlässige Wirkung von Zucker's Patent-Medizinal-Seise in Verbindung mit juckooh-Creme finden ein vieltausendstimmiges Echo in den impulsiven Zuschristen zahlreicher dankbarer Konsumenten jeden Lebensalters und aus allen Kreisen. So schreibt Herr Heinz Großmann, Bürovorsteher: „Ich kann Ihnen die erfreuliche Mitteilung machen, daß ich in einem Zeitraum von 6 Wochen, während welchem ich 2 Stück 35 prozentige Zucker's Patent- Medizinal-Seise verbrauchte, von einem äußerst hartnäckigen und lang- anhaltenden häßlichen Gesichtsausschlag vollkommen befreit wurde " Unreine«' Teint, Schon seil Jahren litt ich an sehr unreinem Teint, überfetteter Haut, Pickeln, roten Flecken und dergl., alle dagegen angewendeten Mittel halten aber keinen dauernden Erfolg, Nun benutzte ich Zucker's Patent-Medizinal-Seise und Zuckooh-Creme nach Vorschrift. Man darf vor allein die Geduld nicht verlieren und nicht verlangen, daß ein veraltetes Leiden in 14 Tagen spurlos verschwinde, Ich habe durch Ausdauer und Geduld mit Zucker's Patent- Medizinal-Seise und Zuckooh-Creme einen so schönen Erfolg erzielt wie mit keinem anderen Mittel. Frau Direktor P. in M, Seit längerer Zeit war ich mit einem unangenehmen Hautausschlag behaftet, welcher sich über den ganzen Körper erstreckte Man vermochte nicht, mich von diesem Nebel zu befreien, und ich versuchte es daher mit Zucker's Patent-Medizinal- Seise sowie Zuckooh-Creme, welche mich innerhalb 2 Tagen von dem unangenehmen Hautausschlag befreiten. Ich kann allen, die mit dergleichen Uebeln behaftet sind, die beiden Mittel nur aufs beste empfehlen. (Vom Gemeindevorsteher beglaubigt,) Fr, H, in N. Hautausschlag. Hautausschlag. Vor einem halben Jahre hatte ich über dem rechten Auge einen skrofu- lösen Hautausschlag, der sich allmählich über die ganze Stirn verbreitete. Ich wandte verschiedene Mittel an, doch alles blieb ohne Erfolg, Alle Leute ekelten sich vor mir, und ich war zuletzt ganz verzweifelt. Da las ich von Ihrer Zucker's Patent- Medizinal-Seise, kaufte mir ein Stück, und nach vorschriftsmäßigem Gebrauch war die Wirkung wunderbar, Der Ausschlag wurde immer kleiner und verschwand nach 3 Wochen vollkommen, sogar die Augenbrauen wuchsen wieder und das ganze Gesicht wurde anders. Viele Augenzeugen haben diese Wirkung der Zucker's Patent-Medizinal-Seise bewundert und ich sende Ihnen beifolgend mein Bild, damit Sie selbst sehen, wie cs nach der Krankheit aussieht. St. M, in P. Hautausschlag. Seit Jahren litt ich furchtbar an Hautausschlag an Armen und Händen, so daß ich erst meinem Beruf nicht nachgehen konnte. Da erfuhr ich von der mir jetzt unentbehrlich gewordenen Zucker's Patent-Medizinal-Seise und benutzte sie mit erstaunlich großem Erfolg, denn schon nach Gebrauch von wenigen Stücken hat sich das Schlimmste, das Jucken......... Gott sei Dank, in Besserung, Hautausschlag. bedeutend gelegt und ich bin nun, G. B, in H. Mir Zucker's Patent-Medizinal-Seise bin ich sehr zufrieden. Ich litt seit Jahren an einem scheußliche» Hautausschlag, der nie richtig zu heilen war So lauge ich Zucker's Patent- Medizinal-Seise gebrauche, ist er aber völlig verschwunden, ^_ H. D bei Gras B, in W, Zucker's Patent-Medizinal-Seise kann nurdas besteLobzugesprochen werden. Mein Junge wurde dadurch schon Hautausschlag. nach 2 Wochen von einem juckenden Hautausschlag befreit Und fühlt sich glücklich, nun endlich wieder ruhig schlafen zu können. Die Anpreisungen dieser Seife haben ich und meine Frau für vollauf berechtigt erkannt, C, Kr., Techniker, Moskau. Ein volles Jahr litt ich an einem Ekzem, verbunden mit einem unerträglichen Jucken am ganzen Kölner. Schließlich gebrauchte ich Zucker's Patent-Medizinal- Ekzem. Seife nach Vorschrift, und nach kurzer Zeit war ich vollständig wieder hergestellt, Jetzt gebrauche ich Zucker's Patent-Medizinal-Sesse^chon iiber ein Jahr und noch nie hatte ich wieder einen Rückfall, Gewiß kann C, W, in R. Gesichtspickel. ich bestätigen, daß ich häufig mitZucker's Patent-Medizinal- Seise wie auch mit Zuckooh Creme gute Erfolge erzielt habe bei Ausschlägen am Körper wie auch Gesichtspickeln, Ich kann die Präparate aus diesem Grunde mit gutem Gewissen empfehlen. Frau H, D, in H. Flechten. ganz besonders die überaus lästige Schuppenflechte (?8ori»sls) und Bartflechte, sind noch ärgere Nebel, denn sie verunstalten nicht nur die Haut, sondern schmerzen, luiken, schuppen, brennen und näffen oft auch ganz erheblich und andauernd. Außerdem sind sie meist hartnäckiger Natur und nicht selten sind sie von der Wiege bis zum Grabe treue Begleiter des Menschen. In solchen Fällen ein so einfaches, die Behandlung energisch unterstützendes, gutes und billiges Mittel zu kennen, wie Zucker's Patent- Medizinal-Seise, ist tatsächlich 100 Mark wert, wie HerrM.S dankerfüllt schreibt: „Ich war auf dem ganzen Leibe mit einer Art Flechte behaftet, welche mich durch das ewige Jucken Tag und Nacht nicht in Ruhe ließ. Nach dem Lesen Ihrer Trucksache war mein erster Weg zur Apotheke, natürlich nur in dem Gedanken, eine Mark zu verschenlen. aber es kam anders. Nach einer Einreibung von kaum 14 Tagen waren meine Flechten vollständig verschwunden. Deshalb lasse ich es mir nicht nehmen. Ihnen hiermit tausendmal Dank zu sagen. Ihre Zucker's Patent-Medizinal-Seise ist nicht M. 1,60, sondern 100 Mark wert." Ich muß Ihnen sagen, daß ich anfangs mißtrauisch war, weil mir bei meiner furchtbar juckenden Flechte bisher nichts helfen wollte. Aber meine Frau sagte: .41!ut. sie hat schon vielen geholfen, eine solche Seife gibt es nicht wieder!" Ich wendete also Zuckers Patent-Medizinal-Seise an und war nach 8 Tagen schon aus guter Besserung. Jetzt ist alles wieder gut, und das hat Zucker s Patent Medizinal-Seife getan. Jeder, der Juck- flechte hat, sollte sie gebrauchen. Stüfter Bl. I. in R. Seit 18 Jahren hatte ich trockenen Flechten- ausschlaa. verbunden mit Schuppen, Brennen und Jucken, besonders zur Nachtzeit, so daß ich halbe Nächte schlaflos zubringen mußte. Durch Gebrauch von 35°/oiger Zucker'sPalent-Medizinal-Seife und Zuckooh Ereme fand tchHilfe; sofort nach dem ersten Gebrauch hörte das furchtbare Jucken aus, so daß ich wieder meinen Schlaf fand. Jetzt nach längerem Gebrauch sind Schuppen und Flechten verschwunden. Diese Präparate sind für solche Leiden zum Wohl der Menschheit bestens zu empfehlen. Frau Inspektor M. in M. Seit fünf Jahren litt ich an einer äußerst hartnäckigen trockenen Hautflechte und habe in dieser Zeit so ziemlich alle Mittel angewandt, von deren Existenz ich erfuhr. Immer war der Erfolg nur ein vorübergehender oder blieb ganz aus, und meine Ausgaben dafür gehen in die Hunderte. Erft der Gebrauch vonZucker'sPatenl Medizinalseife hat mir vollständige Heilung gebracht. Ich habe auch festgestellt, daß Zuckers Patent Medizinal-Seife ebenso gegen alle andern Hautübel von hervorragender Wirkung ist. Cand. iur. K. A. in K. Diemir vop FrauD.inH. gegen Flechten ernpfohlene 35" oige Zucker's Patent Medizinal-Seife hat ausgezeichnet gewirkt. Ich werde diese ausgezeichneten Mittel in Bekanntenkreisen eisrigst empfehlen. H. Sch., Lehrer in G. Auf Empfehlung meines 'Arztes, der Zucker's Patent-Medizinal-Seise sehr lobte, nahm ich diese Seife gegen Schuppenflechte und verwende sie nun seit Monaten in Verbindung mit täglichen kühlen Bädeni, auch jetzt noch, nachdem meine Psoriasis längst verschwunden ist u. die knallrote, total entzündete, stark schuppende Haut wieder norniale Beschaffenheit angenommen hat. Die Badekur in Verbindung mit Zucker s Palent- Mcdizinal-Seife hat mir ausgezeichnete Heilerfolge gebracht. Ich kann daher allen Psoriasiskranken den guten Rat geben, diese Seife auch dann" noch zu benutzen, wenn das letzte rote Tüpfel am .Körper verschwunden ist. H. R., Buchhändler in L. Nachdem ich von der vorzüglichen Zucker's Patent-Medizinal-Seise wie auch von Zuckooh- Creme Gebrauch gemacht habe, kann ich Ihnen mitteile», daß ich das Uebel vollständig losgeworden bin, an den, ich ungefähr 8 Jahre litt. Ich litt an einer Flechte an der rechten Hand, gegen welche ich bis auf Zucker's Patent-Medizinal-Seise nichts gefunden habe, was mir geholfen hätte. Bor einem Vierteljahr habe ich auch an diversen Furunkeln an allen Stellen des Körpers gelitten, welche ich durch den Gebrauch von Zuckers Patent-Medizinal-seife ebenfalls losgeworden bin. I. Kl. in St. Ich litt an Flechten ain rechten Arm und habe alles versucht, aber nichts half. Es war oft vor Jucken kauin auszuhalten, da probierte ich Zucker's Palent- Medizinal-Seife, und nun ist die Flechte seil zwei Jahren schon verschwunden. Ich. meine Kinder, sowie meine Herren brauchen nur noch Zucker's Patent-Medizinal-Seise Frau B H. in C. Gern bestätige ich hiermit öffentlich, daß ich durch den Gebrauch von llöprozentiger ___Zuckers Patent-Medizinal-Seise bei einer ganz bösartigen Bartflechte, die sich über die Wangen und den ganzen Unterkiefer erstreckte, ganz vorzügliche Erfolge erzielte. H. Br, Hofbesitzer in Th. Bartflechte. Flechte. Psoriasis. Flechte. Hautflechte. Juckende Flechte. Diese bildschönen Frauen und da? ebenso redende Kind, alle Drei eifrige Verehrerinnen und treue Freundinnen von Zucker’s Patent-Medizinal-Seife und Zuckooh-Creme, beweisen, bis zu weichem Grad von geradezu klassischer Schönheit die Psiege der Haut mit Zucker’s Patent-Medizinal-Seife und Zuckooh-Creme bei regelmäßiger und richtiger Anwendung sühren kann, Zuckooh-Creme eignet sich vortrefflich auch für diejenigen verehrten Leserinnen und Leser, die mit Hautausschlägen direkt nichts zu tun haben. Diese ausgezeichnete Creme besitzt verborgene, für die Hautpflege höchst bedeutende Eigenschaften,' Sie verleiht der Haut augenblicklich jene vornehme, zarte und durchsichtige Beschaffenheit, um welche manche Dame so oft beneidet wird. BlassenWangen aufgesprungenen Zuckooh-Creme zarten, rosigen i Hauch,DerständigeGebrauchdiejcr vortrefflichen Creme erzeugt herrliche, jugendfrische, dezente und feine Farben, so natürlich und schön, wie dies mit keinem andern Präparat auch nur annähernd erreicht wird. Man versuche einmal Zuckooh-Creme bei Händen staunt sein, wie rasch dieselben samtweich und zart werden. Auch für pn f 0 llänHo gibt es kein wirksameres Kosmetikum als 1 wlc _riQIIUC Zuckooh-Creme, Vor jedem Ausgehen reibt man sich damit leicht die Hände ein; ärztlicherseits wird besonders befürwortet, dies auch abends vor dem Schlafengehen zu tun. {Zmaiif* Uaninirb durch die regelmäßige Anwendung von >JI QMC rloMI Ziicker'sPatent-Medizinal-SeiseundKuckoob- Creme sehr bald rosig, frisch, gesund, blendend rein und zart erscheinen. || ripm\i/a«hpn trill|tl)1 ofteine starke Benach- reatri aem w a»nen t ei ii.j„„ a hn-.fimit ein, die dur-d Waschwasserzusätze allein nicht vermieden wird. Zuckooh-Creme, sofort nach dem Waschen benutzt, beseitigt jeden Nachteil. Gegen alle üblen Einflüsse der Temperatur u, Witterung ist Zuckooh-Creme der beste Schutz, 7lirknnh.rppmp ist garantiert frei von allen schäd- Autuwwn-vremc Heften Bestandteilen, zu ihrer Herstellung finden nur die erlesensten und für die menschliche Haut bekömmlichsten Rohstoffe Verivendung, Begeistert schreibt Herr vr. med. H. F. in K.: „Seit mehreren Jahren wende ich Zucker’s Patent-Medizinal-Seife und Zuckooh- Creme in meiner Praxis an und bin mit der außerordentlichen Wirkung sehr zufrieden. In einigen Fällen war der Erfolg geradezu verblüffend. Die betreffenden Damen schienen um Jahre verjüngt," „Habe bis jetzt mit „iger Zucker’sPatent Medizinal-Seife und Zuckooh-Creme vorzügliche Erfolge erzielt. Gestern abend erklärte mir eine befreundete, ihres schönen Teints wegen bekannte Dame zu meiner Ueberraschung, daß sie seit Jahren 15°/oige Zucker s Patent- Medizinal-Seife und Zuckooh-Creme benutzt," Baronin vonB. inT. MBWaffiMH—W »»»»» Zucker’s Patent Medizinal-Seife gelangt, um allen Ansprüchen zu genügen, In 3 Stärkegraden in den Handel, nämlich als 15°. ige Zucker’s Patent-Medizinal-Seife ä St. M. 0.50 25 folge „ „ „ „ (mittelstark) ä „ M I.— 35 /oige „ „ „ „ (stärkste Form) ä „ M. 1.50 ebenso führen wir Zuckooh Creme in allen Preislagen zu 20 Pfg., 50 Pfg., 75 Pfg. und M. 1.25 pro Tubo. Universitäts-Apotheke zum goldenen Engel, Schulstr. 1, Dr. Julius Cäsar, Hirsch-Apoth., August Noll, Kreuz - Drogerie, Bahnhofstr. 51, Karl Seibel, Germania-Drogerie, Frankfurter Straße 39, Otto Schaaf, Adler-Drogerie, Seltersweg 39, W. Kilbinger, Löwen-Drogerie, Seltersweg 79 a, Ernst Noll, Kaiser-Drogerie, E. Karn, Central-Drogerie, W. Schräder, Drogerie, Giessen.