Vtzrrzryrek 25 pfg. monatlich »irrtrMhrttch 7» Dt»-, »orauszahlbikr, frei in» Haus »b,«h,l! t» ra«Jewr tffeHtien oder in den Zweig. «mdgad^ieae» ataartü««(bt) «0 Pfg. — Erscheint €£PC6UiO!t: uak fanM«(«. — Redaktion: Selter», weg 88. — Mir rlnsdewahrung oder Rücksendung «ich» verlwigter Manuikrinie wird nicht garantiert. Vertag der „«tetzener Zeitung " G. m. d. gnzrigenpreir 15 pfg. * M* ** mm breite Petitzeile für Auswärts 20 Pfg Die 90 mm breite Reklame-Zeile 50 Pfennig Stltersmeg 85 . Erirabcilagen werden nach Eewicki und ®ri)fn berechnet. Rabatt kommt bei Ueberfchreitung des Zachung». ziele» (30 Tages, bei gerichtlicher Beitreibung oder Konkurs in Wegiall. Platzvorfchriften ohneBerbindlio > Druck der Wicstencr BcrlagSdruckcrci. Albiu Klei» 3!). Telephon: Rr. 362. Siaatsfekreiär von Mow über die auswärtige Lage. Die hvchpciilische Aussprache im deutschen Reichsage stand in diesem Jahre nicht unter dem Glücksstern. ?rft brachte die Geschäftslage eine ungebührlich lange tzerschiebung mit sich, und als endlich die Tagesordnung rei wag, machte der Tod seiner Lebensgefährtin es >em Reichskanzler unmöglich, persönlich den wichtigen gericht über die Weltlage zu erstatten. Der Staatssekre- är des Auswärtigen Amts, Herr v. I a g o w, muhte >arum als Stellvertreter die Tribüne besteigen, der seine Ausgabe tadellos gelöst hat. Der Höhepunkt des hochpolitischen Vortrags war »er defensive Vorstoh gegen die deutschseindlichen autz - ändischcn Prehtreibercien. Der Staatssekretär vies mit sehr ernsten Worten aus den säst systematischen heldzttg der russischen Presse hin, in der Welt- iresse geraten die Interessen Deutschlands ins Hinter - reffen. Es wird wirklich die höchste Zeit, dah man in inseren leitenden Kreisen ernstlich die Frage erwägt, was ;U tun ist, um den Tatsachen und den Ansichten, aus >ie wir Wert legen müsien, rechtzeitig Vorbereit- mg und Beachtung in der Weltpresse zu verschaffen, lnd wenn es auch Geld, viel Geld kostet, es lohnt sich! Deutschland muh unbedingt seine p u b- ! izistische Rüstung verstärken. Der Staatsekretär war natürlich diplomatisch genug, um nicht die ussische Regierung öffentlich verantwortlich zu machen, ür die dortige Pyehhetze. Aber von dem kalten Was- erstrahl bekommt auch das offizielle Ruhland einen Teil . >b, mrd es klang ziemlich frostig, wenn der Staatssekre- ' qi schließlich sagte : „Ich habe Grund der Annahme, >ah auch die ruffische Regierung ungeachtet der Treibc- eien an dem deutschnachbarlichen Zusammenleben sest- >alten wird." In schu .m Gegensatz zu dieser Kühle stauden die ehr warmen Worte, die Herr v. Jagow nach R umä- i i e n richtete, offenbar in der Absicht, die Wiederau - . rähcrung der ^artigen öffentlichen Meinung an Oester- d eich zu befördern. Im übrigen brachte die Rede nichts überraschendes ? - was die Hauptsache ist — nichts beunruhigendes. Samstag. den 16. Mai 1914. Die Nutzanwendung ist: Wir brauchen Ausdauer, denn unsere weltpolitischen Bäume wachsen zwar, aber nur langsam. PoWifcbe Rundbau Deutschland. * Berlin, 14. Mai. Die schon seit Jahren schwebenden Vierhandlungen zwischen Reich und Bundesstaaten über eine neue Grundlage für die Verteilung der durch die Verwaltung der Zölle und Verbrauchsabgaben entstehenden Lasten, haben insoweit zu «inenr Ergebnisse geführt, als jetzt den Bundesregierungen bestimmte neue Vorschläge des Reichs vorgelegt worden sind. Oesterreich. * Eine Verstärkung seiner Luftflotte wird von Oe st erreich geplant. Im Heeresausschuh der österreichischen Delegation gab der Kriegsminister AufklämNg über den Stand der österreichischen Motorballons und erklärte, dah wegen Anschaffung in größerem Umfange Verhandlungen mit verschiedenen Unternehmungen eingeleitet worden seien. Er sprach die Hoffnung aus, dah die österreichische Industrie sich an den Lieferungen noch beteiligen werde. Schweden. * Der schwedische König hielt im Schloh Drcttningholm M i n i st e r r a t ab Und übernahm wiederum die Regierung. Türkei. * Vorgestern fand in Gegenwart des Sultans die feierliche Eröffnung des neutzewählten türkischen Parlaments statt, wobei der erste Sekretär des Sultans die Thronrede verlas._ Die Unfallgtfahr im »rrgvrii Auf der am 25. April abgehaltenen Hauptversammlung des Bergbaulichen Vereins in Essen nahm der Vorsitzende, Geheimer Finanzrat Dr. Hugenberg, in einer bemerkenswerten Rede Stellung zu den bekannten Auslassungen des Handelsministers bei der Feier des 50- jährigen Bestehens der Wcsffälischen Berggewerkschafts- lasse zu! Bochum über die Unfallgesahr im Bergbau'. An- knüpfend an den Vortrag des Geschäftsführers des genannten Vereins, Bergaffessors von Loewenslein, über die Entwickelung der Unsallziffern führte er folgendes Der Vortrag des Herrn Berichterstatters hat Ihr Interesse nicht nur wegen seines sonstigen reichen Jn- Telephon Rr. M. 26. Illhrg. Halts in hohem Mähe gesunden, sondern namentlich auch aus dem Grunde, weil er mit vollem Recht auf eine Frage eingegangen ist, die durch die Aeuherungen des Herrn Hondelsministers, wenn ich so sagen darf, zu einer Tagesfrage geworden ist. Die Zahlen und die Kurven bedürfen von unserm Standpunkt aus der allerweiteslen Verbreitung in der Oessentlichkeit, damit es vermieden in einer Reil,c von indujlrieseindlich demokratischen Blät- sind, und ja nur ganz allgemein gehalten und offenbar aus einer leicht mihverftehenden Begriffsbestimmung der schweren Unfälle aufgebaut waren, Folgerungen gezogen werden, die der Herr Haudelsminisler selbstverständlich nicht hat ziehen wollen, die zu ziehen andere sich aber nicht entgehen lassen werden. Wir müssen darauf um so mehr Wert legen, weil wir es ja gewohnt sind, dah zudrücken beliebt, dem Prositinteresse des Unternehmers? leru der Gesichtspunkt die ausschlaggebende Rolle spielt, die Zunahme der Unfälle entspringe, wie man sich ans- hat und muh sagen, die Mitwirkung der Unternehmer- Das meine Herren ist nicht der Fall und muh scharf zu>- rückgewiesen werden. Es ist nicht richtig, was den Unternehmern im allgemeinen und denen im Bergbau besonders vorgcworsen wird, dah sie das Gcwinnintcreffe der Pflicht voranslellen, dafür zu sorgen, dah die Unfälle in ihren Betrieben auf das Mindestmögliche Mah eingeschränkt werden. Der Bergbau hat vielmehr allen vernünftigen Mahregeln, ich wiederhole, allen vernünftigen Mahregeln, die auf "dem Gebiet der Bekämpfung der Unfälle vorgeschlagen und zur Durchsühr- ung gebracht worden sind, stets loyal seine Unterstütz - ung zuteil werden lassen. Ja, ich muh hinausgehen über das, was der Herr, Vortragende soeben bemerkt hat und muh sagen, die Mitwirkung der Untelnehmer- schast selbst au der Bekämpfung der llnsallgesahr wird immer, und unter allen Umständen das wesentliche bleiben gegenüber jeder polizeilichen Tätigkeit auf dem Gebiet; denn polizeiliche Maßnahmen lassen sich nur dann mit Erfolg in die Wirklichkeit überführen, wenn die große Masse der Beteiligten bei dieser Durchführung hinter ihnen steht, und das ist bei uns immer der Fall gewesen. Aber wir haben auf diesem Gebiet nicht immer mit vernünftigen Maßregeln zu rechneU gehabt. Wir haben zu rechnen mit der Unvernunft der politischen Tendenz, zu rechnen mit einer unklaren Stimmzettelpolitik, und das lebende Und wandelnde Beispiel sür diese Erscheinungen sind ja die bekannten Sicherheitsmänner. Gegenüber den Leuten, welche eine gesunde Sozialpolitik und, ich kann das harte Wort nicht vermeiden, sozialistische Ouaksalberei nicht mehr zu uiüerscheiden ver- niögen — damit mir die Worte im Munde nicht Umgedreht werden, füge ich hinzu, selbstverständlich bin ich der Ansicht, dah sowohl der Herr-Handelsminister wie ftvell — Frei? Novelle von Eugen Werner. i (Fortsetzung.) Um den Frühstückstisch, an dem auch Margaretha [' Platz genommen hätte, sah eine auserwählte Gesellschaft — Französinnen rmd Engländerinnen, welche sich sowohl für Pferde als auch für den Zeppelin inlercffier- . en. Ein Teil plante eine Fahrt nach Karlsruhe, der ' indere wollte zu den Rennen. Mle hatten schon ihr Tagesprogramm ausgestellt. - Eine der Damen wandte sich an Margaretha. „Haben Sie schon einen Plan fiir den heutigen Lag?“ Die Angeredete zögerte. „Ich bin mir noch nicht ganz klar!“ „Vielleicht möchten Sie sich uns anschliehcn?" Margaretha lehnte dankend ab ; sie hatte keine Luft. Mein wollte sitz sein — allein mit ihren Gedanken — nit ihrem Glück. — Sie war herzlich froh, als am llachmittag das große Haus leer wurde und sie nun mgestört ihren Träumen nachhängen durfte. Ja — wohl war die düfteschwere Riviera schön — ibcr ihr Schwarzwald: o ! sie hätte ihn umarnien mö- >en, ihren heimatlichen Wald — die alten, geheimnis - oll rauschenden Tannen ! Ties atmend sogen ihre Lun- .en die frische, ozonreiche Lust ein, ihre Heimat war halt *'«5 am schönsten! Ob ihr Mann die alte Wohnung beibchalten ha- *8 mochte? Sie wollte doch gleich am anderen Tage nrmal nachsähen. Sie brauchte ja nur an dem Haus orbeizufahren, dann sah sie sosort, ob das Schild noch n der Gartentür« hing. Einige Minuten später — Margaretha wußte kautn, wie es kam — befand sie sich unten am Waldsee, aus dem Wege nach der. Stadt. Lächelnd verfolgte sie ihren Weg. Jetzt war es vollends einerlei. Rüstig schritt fk vorwärts und erreichte am hohen Nachmittag die Stadt. Sie brauchte nun nicht mehr weit zu gehen, denn die Wohnung befand sich in allernächster Nähe des Bahn - Hofes. Wie eine Verbrecherin schlich sie an der Villa vorbei. Dort hing auch die Tafel. Er war also nicht verzogen und all die vielen Sächelchen standen noch auf ihrem Platze, wo sie dieselben hingestcllt hatte. Alles war noch um ihn — nuy sie selber fehlte! — Müden Schrittes machte sie sich auf den Heimweg und rief sich alle jene Worte ins Gedächtnis zurück, die er ihr bei ihrer Trennung gesagt hatte. Ob es wahr sein mochte? Ob er sie wirklich noch liebte? Wochen sind vergangen. Für Margaretha eine Zeit :s bittersten Schmerzes. Tie hatte es bisher^ noch nicht :wagt, sich wieder ihrem Manne zu nähern. Ihr bangte, könnte sie zurückweisen. — Es war Mitte Ottober. In den spätsommerlichen uft woben Marienfäden. — Altweibersommer! Margaretha hatte in letzter Zeit alle jenen Punkte ff gesucht, wo sie einst mit ihrem Manne >n hnbhmcr reude geschwelgt hatte. Heute nun sollte sie der Wa- n über das alte Schloh nach „Favorite bnngen. Langsam rollte der Wagen durch den rotbrauube- ubten Wald — hinauf zum alten Sch °,se. Nach kur- m Aufenthalt ging es weiter, an Kellersbttd vorbei m Lustschlosse „Favorite" entgegen, das sie nach einer ilbstündigen Fuhrt endlich erblickte. Margaretha wunderte sich, dah noch alles, war, wie früher. Sie glaubte, eine Ewigkeit liege zwischen „einst" und „jetzt" und hatte irgend eine Veränderung erwartet. Sie winkte dem Kutscher, zu hallen, und ging zu Fuß einen der Wege, die um das Schloh führen. 3 Wie still, wie träumend lag das Schlößchen inmitten der herbstlichen Pracht! Stolz und vornehm, märchenhaft jungfräulich, zart und duftig. Eine heilere Verbindung von italienischer Renaissance und französischem Zopfstil. Dieser längliche Bau von Seitenflügeln, der mit breiten Statuen geschmückten Freitreppe, den zierlich gearbeiteten schmiedeeisernen Geländern, welche die anmutigen Altanen — einen vergoldeten Engelskopf in der Mitte — wundcrlieb verzierten und zuletzt das ewigschöne, eigenartige Kieselkleid des Lustschlosses. Wie heiter das Schlößchen in die sonnige Welt blickte! In eine Welt beseligenden Friedens und köstliche Ruhe. Eine Welt, von dem Dome des Waldes überschattet, den Besucher zu siommer Andacht zwingend. Eine Parkwelt sür sich, wo einst pulsende erste reine Liebe sich mtt dem Tone des Glöckchens der Büherkapclle vermählte — jetzt in den Wandelgängen des Jagdpavillons; den blu- men- und blütenduftenden Parkwegen nächtlich geistert, unhörbar über die Zeugen ihrer Liebe, die alten Tannen des In-- und Auslandes schwebt, über die welkenden Bosqutzts hinüber zum See schleicht, wo Wasser - jungfrauen mit süßem Duft, in der Rose Bildnis verzaubert, schlafen und sie nun unsichtbar in die Wasser taucht, um das melodische Murmeln der klaren Qutzllc mit lechzenden Zügen in sich auszunehmen. (Fortsetzung folgt.) unsere sämtlichen Bergbehörden diese beiden Dinge sehr wchl zu unterscheiden verstehen — aber gegenüber diesen anderen Leuten bleibt uns nichts anderes übrig, als daraus hinzuweisen, daß es zu unserm eigenen größten Bedauern leider nicht möglich ist, alle di« Gesahrenquel- len aüszuschalten, die nun einmal in der Natur des Betriebes gegeben sind und die aus der Unvollkommenheit aller menschlichen Dinge folgen. (LebhafteZustimmung). Ja wir sehen sogar das in demselben Sinne betrübende aber auf der anderen Seite wirtschaftspolitisch interessante Bild vor uns, datz, wc man sich anschickte, auf diesem Gebiet Gefahrenquellen nach einer Seite zu- zuftopsen, eben dadurch aus der anderen Seite, ohne daß man es wollte oder vorher sehen konnte, andere Gefahrenquellen geöffnet werden. Sie wissen, datz wir eine glänzende Arbeiterversicherung haben, ulm die, wie man sich auszudrücken beliebt, die ganze Welt uns beneidet. Auf der anderen Seite sehen Sie auf diesen Tabellen die starke Zunahme der berufsgenossenschaftlich «ntschädigungspKchtigen, aber vorübergehenden, sowie der angemeldeten, aber nicht berufsgenossenschaftlich ent- schädigungspslichtigen Unfälle — also im ganzen genommen, immerhin der leichteren im Gegensatz zu den zu- rückgegangenen ganz schweren Unfällen —. Nicht der Herr Handelsminister hat irgend etwas in dem Sinne sagen wollen, datz an der Zunahme dieser Unfälle die Unternehmer schuld seien, aber andere Leute sagen es täglich und knüpfen daran die gröbsten Beschimpfungen der Unternehmer. (Schluh folgt.) Die 'Ausfüllung zu Giessen wurde heute vormittag in Anwesenheit einer großen Festversammlung feierlich eröffnet. Zahlreiche Ehrengäste waren dazu eingetrofsen, darunter Herren von der Gr. Zentralstelle für's Gewerbe in Darmstadt, von allen Kreisämtern Oberhessens, von den Landratsämtern in Wetzlar, Marburg und Limburg ; vertreten waren ferner die Handelskammern von Eietzen, Friedberg und Wetzlar, die Bürgermeister von vielen hessischen und benachbarten preußischen Städten jc. Der 1. Vorsitzende des Ausstellungsvorstandes, Professor Dr. Krausmüller, begrüßte alle, dabei vergaß er die 400 Aussteller nicht und wünschte, datz die Erwartungen, die man an diese Aufstellung knüpfe, auch in Ersüllung gehen mögen. Der Ehrenvorsitzende des Ehrenausschusses, Provinzialdirek- tor Geh. Rat Dr. Usinger erklärte daun die Ausstellung für eröffnet, die ein gutes Zeugnis sei von dem Auf - blühen Unseres Gewerbestandes. Es wurde danach in mehreren Gruppen die Ausstellung besichtigt, wobei aus der DornpfbäPerei der Eictzener Bäckerinnkmg jedem Einzelnen ein kleines Präsent überreicht wurde. Nach der Besichtigung war gemeinsames Festessen. Was dort auf engem Raume, in dem alten ehemaligen Gebäude der Chirurgischen Klinik, durch Menschenhand und Menschen- gcist geschaffen ist, verdient vollste Anerkennung. Die Bevölkerung von Nah und Fern möge das belohnen durch einen zahlreichen Besuch. Xus Stadl und Land. * Gießen. Eine Diebesbande, die um die letzte Weihnachtszeit in Gießen, Fciedberg. Bad-Nauheim, Darmstadt und anderen hessischen und nassauischen Städten umfangreiche Diebstähle ausführte, ist jetzt ermittelt und Verhaftet worden. Der eine der Diebe war schon im Dezember v. I. Verhaftet und verurteilt worden. "BomVogelsbcrg. Die kürzlich verbreitete Meldung über die Uebernahme der Gräfl. Brauerei in Schlitz durch eine Genossenschaft ist, wie jetzt mitgeteilt wird, nicht zur Ausführung gekommen. Die Brauerei bleibt nach wie vor im Besitze der Gräflich Göctz'schen Burggüterverwaltung. — Bet den Kanalisa- tionsacbeiten in Lauterbach wurden aus einer Tiefe von 4 Metern Braunkohlen zu Tage gefördert, die zum Teil in vollständig reiner Form, zum Teil mit anderem Gestein und Ton vermischt waren. Es läßt die Beschaffenheit des Bodens vermuten, daß sich hier in größerer Tiefe Bcaunkohlcnlagcr befinden. * Kräfenhauscn. Ein trauriges Familiendrama spielte sich hier ab. Der 40jährige Former I. B., der mit seiner Ehefrau infolge Steuerangelegenheiten in Streit geraten war, hat sich erhängt. Seine Frau, die hinzukam, schnitt ihn schnell ab. Dabei fiel B. zur Erde und biß sich die Zunge ob. Ec wurde mittels Krankenwagen in das Städtische Krankenhaus nach Darmstadt gebracht, wo er Dienstag abend, ohne das Bewußtsein Wieder erlangt zu haben, Verschied. * D arm stadt, 15. Mat. Prinz Heinrich von Preußen ist zum Besuch im neuen Palais zu Darmstadt eingetcoffen. _ * KaJnj. Um das zweite Bolks trachten- fest im Jahre 1016 nach dem Herzogtum Sachscn- Koburg-Gotha zu bringen, Hot das Herzogpaar von Sachsen Koburg-Golha für das Fest sein Schloß Rhein- hartsb unn mit Garten frei zur Verfügung gestellt. Die Herzog'», eine hervorragende Förderin der Volkstrachten- Erhaltungsvercine, wird sich mit ihrem Gemahl auch in Mainz beim Volkstcachtenfest einsinden. ! Mainz. Der Thüringer Sonderzug mit zirka 1000 Trachtlern kommt am 20. Mai von Frottstätt und ! fährt bis Frankfurt. Dort sind die Trachtler vom Eh- 1 renautzschutzmitglied Finanzrat Diehl-Franksurt zur Schau des Zoologischen Gartens und Mittagstafel eingeladen. ):( Wetzlar. Borgestern abend üb erfuhr der Automobilhändler K r o n e n b e r g e r aus Gießen am Schützengatten zwei Schüler, als er in scharfer Fahrt um eine Ecke biegen wollte. Der eine Schüler, ei» Ojähttger Knabe, wurde so schwer verletzt, datz er in die Klinik nach Eietzen gebracht werde» mutzte, während der andere, ein 7jähriger Knabe, mit leichteren Verletzungen davonkam. ):( Weilbürg. Eine Anzahl unbekannter Burschen überfiel den Tierarzt Müller und verletzte ihn durch Messerstiche und Knüppelschläge so schwer, datz er gestorben ist. ):( Frankfurt a. M. Der Magistrat beantragt bei der Stadtverordnetenversammlung für den Fall/datz der Marinekongretz im nächsten Jahre in Frankfurt abgehalten wird, 18 000 Mk. bereitzustellen. Davon scllen 10 000 Mark dem Mattneverein für die Durchführung des Kongresses zur Verfügung gestellt, 300 M.- für einen Ehrenpreis zu dem Wettrudern der Marine- mannschaften und der Rest für allgemeine Unkosten verwandt werden. * Frankfurt a. M. Durch Zufall wurde in einem hiesigen Manufakturwarcngeschäft» ein Riesen- diebstohl entdeckt, der in seinen Anfängen um Jahre zurückceicht. Die Affäre dürste weite Kreise ziehen, da schon heute festgestellt wurde, daß der Dieb auch in zahlreichen Städten der Nachbarschaft weitverzweigte Verbindungen hatte. ! Heppenheim. Die Geburtstagsfeier des 100 Jahre alt gewordenen Herrn A. S u n d h e i m e r gestaltete sich zü einer eindrucksvollen uNd ehrenden Festlichkeit. Aüs allen Richtungen der Windrose, auS nah und sern liefen HuNdette von Glückwunschschreiben ein. Eeheimrat v. Hahn, Geistl. Rat Dekan Mischler, Rechnungsrat Bürgermeister Wiegand in Begleitung der bei- ; den Beigeordneten Keil und Custodis u. m. a. sprachen j bei dem Jubilar vor, um ihn zu beglückwünschen. Herr j Geheimrat v. Hahn überreichte auch ein Glückwunsch - j schreiben des Erotzherzogs mit Bild. Mit Herzlichkeit j nahm Herr SuNdheimer die vielen Ehrungen entgegen mit der Äeutzerung: „Wenn Gott mir noch einige Le- | bensjaftre schenkt, so will ich ihm dankbar sein!“ Der i Zustand des Jubilars läßt nach menschlichem Ermessen ! auch ermatten, datz die ibm so zahlreich dargebrackten Wünsche aus ferneres Wohlergehen sich auch verwirklichen werden. * Ober-Ingelheim. Die Maul- und Klauenseuche scheint in unserer Gegend an Verbreitung zuzu- nehmen Zuerst ist in Nieder-Ingelheim in zwei Gehöften die Seuche amtlich sestgestellt worden. Nun ist dieselbe auch in einem Gehöft in Ober-Ingelheim ausgcbrochcn. Die Gemarkungen Heidcsheim, Wackern heim, Frei-Weinhelm, Ockenheim, Gau-Alaesheim und Groß-Winternheim sind Beobacktungsbeziik. * Heidcsheim. Herr Eisenbahnvorsteher Damm hat nach achtwöchentlicher Krankheit Freitag seinen Dienst wieder ausgenommen. ):( Kassel. Die durch die Pensionierung des zweiten Bürgermeisters Jochmus sreiwerdende Stelle soll nicht ausgeschrieben werden, sondern dem jahrzehntelang bereits im Dienste der Stadt tätigen Stadlsekretär Brunner übertragen werden. Xus aller Kielt. ::: Cttrha f e n, 14. Mai. Etwa 120 Pressevertreter, die einer Einladung der Hambmg-Amettka-Linie zü der ersten Aussahtt der „B a t e r l a n d" gefolgt waren, begäben sich gestern an Bord des Dampfers, wo sie von dem Direktor Huldermann mit einer Ansprache begrüßt wurden, in der er u. a. betonte, datz die „Vaterland" ausschlietzlich mit deutschem Material hergestellt sei. Chesredatteur Landau-Berlin dantte im Namen der Pressevertreter. Heute vormittag fand unter sachkundiger Führung eine eingehende Besichtigung des Dampfers statt, der gegen 3 Uhr nachmittags seine erste Reise an- treten wird. ::: Paris, 14. Mai. Heute Nacht wurde auf der Nordbahnlinie bei S t. D e n i s der S i g n a l - Wächter Poullain, während er seinen Dienst versah, meuchlings von bisher unbekannten Verbrechern erschossen. Die Polizei vermutet, datz Poullain der vor 2 Jahren einen Sabotageversuch der Autobanbtten verhindert hatte, einem anarchistischen Racheakt zum Opfer gefallen ist. Die Frau Poullains befaß die Selbswer - lcugnung, anstelle ihres getöteten Gatten den Signal - dienst während der ganzen Nacht zu versehen. : : P a l e r m o. In einer Klinik hat eine Frau aus dem Volke fünf gesunde Kinder geboren. ::: Die deutsche Fkug-Erpedition, an deren Spitze Bruno Büchner steht, veranstaltete in Swa- kopmund die ersten Schauflüge. Die Borftihrrmyen interessierten allgemein und verliefen ohne Zwischenfall» Kirchliche Nachrichten. Cvangrlische Grmrindr in Girhr». Sonntag, den 17. Men, Rogate. Kollekte zum Besten der kirchlichen Versorgung der evangelischen Deutschen im Ausland. Gottesdienst. In der Stadtkirch«. Vorm. 8 Uhr: Pfarrer Schwabe. Zugleich Christenlehre für die Reukonfirmierten aus der Markusgemeind«. Vorm. 9% Uhr: Pfarrer D. Schlosser. Vorm. 11 Uhr: Kindettirche für die Matthäusgemeinde. Pfarrer D. Schlosser. In der Johanneskirche. Vorm. 8 Uhr: Pfarrer Ausfeld. Zugleich Christenlehre für die Neukonfirmierten aus der Johannesgemeinde. Vormittags 9% Uhr: Professor D. Schian. Vorm. 11 Uhr: Kinderkirche für die Lukasgemeind«. Pfarrer Bechtolsheimer. Abenos 8 Uhr: Versammlung und Bibekbefprechung im Johannessaal. Am H i m m e l f a h rt s 1 a g e, den 21. Mai. In der Stadtkirche. Vorm. 9 l A Uhr: Pfarrer D. Schlosser. In der Johanneskirche. Vorm. 9'A Uhr: Pfarrer Ausfeld. Vorm. 11 Uhr: Kinderkirche für di« Johannesgemeind« Pfarrer Ausfeld. In der alten Friedhofskapelke. Nachm. 2 Uhr: Pfarrer Bechtolsheimer. Katholische Grmeiude in Ließen. Samstag, den 16. Mai. Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gei« genheit zur HI. Beicht. Sonntag, den 17. Mai. 5. Sonntag nach Ostern. Vorm. 6 A Uhr: Gelegenheit zur Ist. Beicht. Vorm, um 7 Uhr: Die erste HI. Messe. Vorm» um 8 Uhr: Austeilung der hl. Kommunion: Vorm, um 9 Uhr: Hochamt mit Predigt. Vorm. 11 Uhr: Heilige Messe mit Predigt. Nachm. 2 Uhr: Christenlehre; darauf stckramentaiisch Bruderschaftsandacht. Dienstag und Freitag abend um 6% Uhr ist Mai-Ari dacht. Diaspora: In L i ch um 9% Uhr. Mittwoch, den 20. Mai. Nachmittags um 5 Uhr und abends am 8 Uhr: Geb genheit zur heiligen Beicht. Donnerstag, den 21. Mai. Fe st Christi Himmelfahrt. Vorm, von 6 Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beicht. Vorm. 7 Uhr: Die erste hl. Messe. Vorm. 8 Ilhr: Austeilung der hl. Kommunion. Vorm. 9 Uhr: Hochamt mit Predigt. Vorm. 11 Uhr: Hl. Messe mit Predigt. Militärgotter dienst. Nachm, um 2 Uhr: Festandacht mit Segen. D i a s p o t a. In Hungen um 9% Uhr. In L i ch um Uhr. _Verantwortlich: Albin Klein. Gießen. 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Dies ist der ( Inhalt zahlloser Zeugnisse über die in ihrer Wirkung unerreichten Wybert-Tabletten, die in allen Apotheken und Drogerien „ I Mark pro Schachtel kosten, f Niederlagen in Giessen: Pelikan-Apoth , Hirsch-Apoth.j Löwen-Drog., Central-Drog. I I Seid -Darlelm o( ’ ncS8ür «- 5Ra: lcnrnckzahlnng, diskret, reell u. schnell v. Selbstg. Jchlcvogt, Berlin 78, Rosen thalcrstrastc ti. Rückporto. Krnsthafle Käufer u. Teilhaber f. Geschärte, G«we-be, Industrie.! Landwlrlichaft, Grün! besitz rc. weisi sofort nach ' CvnrlldOlto,LLA (Negrvndei 190-!. Keoaeiiigige und du'ckgeeisendo Bermlttl. über g»„, Dextschl. Verl. Sie unveedlndllelien Besuch. Hautleiden entstehen durch unreines Blut. könn en deshalb auch uur durch lnnere Behnudlg. grüud Ilch ». dauernd geheilt werde». 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Ausgabe A: {.amlwirtschattssclrule Ausgabe 8: Ackerbansciiule Ausgabe C: LandwirtschaltUcbe Wlnterschule Ausgabe 0: laadwirtscbamlfhe Faclisctmle Obige Schulen bezwecken, eine\üchti/e allgemeine u. eine vorzügliche Fachschulbildung zu verschaffenAWanrend der Inhalt der Ausgabe A den gesamten Lenrstoff der Land^rtschaftsschdle vermittelt und das durch das Studium erworbene R^ifeh gewährt wie die Versetzung naon der ^Jbersekuuda höb. Lehranstalten, verschaffen die Werke B und/C die thkpjretischen Kenntnisse, die an einer Ackerbauschule bzw. einer landwirtschaftlichen Wlnterschule gelehrt werden. Ausgabe D/lst für solche bestimmt, die nur die rein landwirtschaftlichen Fäofier beziehen wolldn, um sich die nötigen Fathkenntnisse anzaeigtr^n. Auch durch das StudLfm nachfolg. 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