Njiftffd» 2f Pfg- monatlich »tortriiHrlti^ Ti »»r«u«jahlbar, frei in« Hau». Ab, «halt « eefmt Gtzpebtrinn oder in den Zweig. -besten «taMM** 00 VfB- - Erschetu, € ? P t ö ! t f 0 tf : $ 1 1 t t l S XD t Q 8 5, M i M aach » «ab U « « »»«,». — Redaktion: Selter», weg 88. — Für »»fbewahrung oder Rücksendung nicht »erltmgtrr Rlmu skr ip tc wird nicht garantiert. »erlag »er „Girhener Zeitung" ©. m. ». H Anzeigenpreis 15 Pfg. .* die *4 mm breite Petitzeile für Auswärts 20 Pfg Die 90 mm breite Reklame-Zeile 60 Pfennig Extrabeilagen werden nach Gewicht und Größt berechnet. Rabatt kommt bei Ueberschreitung des Zahlung», ziele» <30 Tage), bei gerichtlicher Beitreibung oder »ei Konkurs in Wegsall. Platzvorschristen ohneBerbtndlichkeu. Truck der Gictzener BerlagSdruckerci. Albiu Klein Nr. 35. Telephon: Rr.362. Samstag, den 2. Mai 1914. Telephon Rr.362. 26. Iahrg. Politifcbe Rundfcbau. Deutschland. Berlin, 30. April. Die Ergebnisse zur Beranlagung des Wehrbeitrages im Bereiche, des Iweckverbandes Groß-Berlin sind nach einer amtlichen Statistik folgende: Stadtkreis Berlin 74235600 Mk , Lharlottenburg 28100000 Mk. Wilmersdorf 11500000 Mk., Schöneberg 6500000 Mk., Neukölln 640060 Mk., Lichtenberg 560000 Mk., Spandau 530000 Mk., Landkreis Teltow 19000000 Mk., Niederbarnim 3600000 Mk., insgesamt 144665600 Mk. V Frankreich. ' In der offiziellen Wahlstatistik, die das Ministerium des Innern ausgestellt hat, sind sämtliche Ergebnisse des französischen Mutterlandes und der drei Departements von Algerien enthalten, sowie vereinzelte Ergebnisse ans den Kolonien. 340 Mandate sind endgültig besetzt, in 251 Wahlkreisen ist Stichwahl not - wendig in einem Wahllreise konnte das Ergebnis noch nicht festgestellt werden und aus 10 Wahlkreisen der Kolonien stehen die Endresultate noch aus. Die 340 endgültig erledigten Sitze verteilen sich wie folgt: Reaktionäre Rechte, d. h. Monarchisten und Klerikale 66 (bisher 62); Gemäßigte Republikaner 47 (50); Förderation der Linken 20 (21); Linksrepublikaner 38 (40) ; Radikale und Radikalsozialisten 118 (115); Sozialistische Republikaner 11 (13); Geeinigte Sotzialistens 40 (36). — Die linksstehenden Parteien beabsichtigen ein Wahl - bündnts zu schließen, deffen Zweck insbesondere sein soll, eine sichere republikanische Mehrheit zu bekommen. Das Bündnis umschließt die Sozialisten und Linksrepubli- kaner. !»> Albanien * Albanische Banden haben an drei Stellen bei Dschakowitza die montenegrinischen Posten angegriffen, sind aber zurückgedrängt worden. Die Regierung, von den neuen Vorbereitungen der Albaner verständigt, hat sich an die Großmächte mit dem Ersuchen um eine Intervention gewendet. Amerika. * New-Pork, 1. Mai. Nach hier kursierenden Gerüchten wolle Huerta mit einigen Anhängern nach B e r l i n s l i e h e n, wo er durch Vertrauensagenten 3 Millionen Dollar sicher untergebracht habe. " V e r a c r u z, 30. April. Der britische Ge - sandte C o r d i n soll Huerta namens der Union mitgeteilt haben, daß nur sein Rücktritt den Frieden bringen könne. ' Caraca (Meriko), 30. April. Gestern wurde amerikanische Marineinfanterie in Salinacruz gelandet, nachdem der amerikanische Befehlshaber gedroht hatte, er werde den Hafen beschießen lassen, falls die Meri- kaner der Landung Widerstand entgegensetzen sollten. (Jom Bergbau. In der 56. ordentlichen Hauptversammlung des Vereins für, die bergbaulichen Interessen am 25. April zu Essen (Ruhr) verbreitete sich der Geschäftsführer des Vereins, Bergaffeffor v. Loewenstein, in seinem Geschäftsbericht über die allgemeine wirtschaftliche Lage uüd gab im Ausblick auf die Zukunft der Hoffnung Räum, daß die Belebung des Marktes, falls Deutschland vor, ernsten politischen Ereignissen bewahrt bleibe, wohl nicht mehr allzulange auf sich warten lassen werde, da ja erfahrungsgemäß infolge der ausgleichenden Tätigkeit der großen Verkaufsvereinigungen die wirtschaftlichen Kon- juicktUrschwankungen in den letzten Jahren sich in immer kürzeren Zeitabschnitten vollzögen. Auf dem Gebiet der Sozialpolitik wandte sich der Berichterstatter dann gegen die von dem Herrn Staatssekretär Dellbrück gelegentlich der zweiten Beratung des Etats des Reichsamts des Innern gemachten Ausführungen, daß die seit 30 Jahren planmäßig fortentwickelte deutsche Wirtschaftspolitik, die einen allgemeinen großen wirtschaftlichen Aufschwung fast aller produzierenden Stände zur Folge gehabt habe, auch J>er Industrie die Stärke verliehen habe, die Lasten der Sozialpolitik ohne irgendwelchen Schaden zu tragen.^ Es sei falsch, wenn man aus der Fülle der auf den Schultern der industriellen Werke ruhenden öffentlichen Lasten nur «ine herausgreife und diese in Beziehung zU den Ergebnissen der deutschen Wirtschaftspolitik bringe. Daß es sich bei der finanziellen Inanspruchnahme der Industrie auf anderen Gebieten nicht um Kleinigkeiten handle, an denen man achtlos vorübergehen dürfe, das zeige u. a. die ungewöhnliche Belastung der Industrie mit Gewerbesteuern, die im einzelnen mit genauerem Zahlenmaterial belegt wurde. Gegenüber den immer wiederkehrenden Vorwürfen, daß es den Arbeitgebern des Jndustriebezirks an sozialem Verständnis mangele, wird auf den Gang der sozialpolitischen Entwickelung in den letzten Jahrzehnten hingewiesen, der bei objektiver Würdigung den Beweis liefere, daß die Sozialpolitik von Arbeitgebcnr nicht gehemmt, sondern im Gegenteil in Erkenntnis der, vielfachen segensreichen Wirkungen in reichlichem Maße gefördert worden sei. Sozialpolitik uiüer gleichzeitiger Berücksichtigung aller Kräfte des deutschen Reiches, das sei der Weg gewesen, aus dem man den Bergbau stets zur Mitarbeit bereitgesunden habe, und wenn man in Sozialsragen hier und da eine verneinende Ansicht vertreten habe, so sei es nur geschehen, wenn das Vorgehen der, gesetzgebenden Faktoren in unpraktische, ungesunde Bahnen eingelenkt habe, wenn die Forderungen der Sozialpolitiker sich mit der nüchternen Wirklichkeit des praktischen Lebens nicht vereinbaren liehen, oder wenn sie die wirtschaftlichen und politischen Interessen der Nation gefährdeten. Die geringe Beachtung, die man in dieser Hinficht den Vorstellungen und Besürcht- »mgen der Industrie vielfach geschenkt habe, sei durchautz kein Beweis, daß die geäußerten Bedenken unbegründet gewesen, sondern viel eher ein Beweis des geringen Verständnisses für die Lebensbedingungen der Industrie. Das führte den Reserentcn zur Vertretung der Industrie in den parlamentarischen Körperschaften, speziell im Reichstage, die keineswegs der ihr für das gesamte Staatswesen zukommenden Bedeutung entspreche. Von allen den in letzter Zeit, namentlich auch von dem deutschen Handelstag, gemachten wertvollen Vorschlägen, die auf eine Aendcrung der beklagten Zustände abzielten, könne er sich nur dann einen vollen Erfolg versprechen, wenn die Forderung nach einer, engeren Fühlungnahme des Reichstages mit den Kreisen der Praris so verstanden werde, daß die Fühlungnahme von den Abgeordneten selbst aUsgehe Und auch getragen werde von dem ernsten Pflichtbewußtsein, vor Beratung wirtschaftlicher Gesetze durch eingehendes Studium der praktischen Verhältnisse sich die Klarheit und das sachliche Urteil zu verschaffen, ohne die die Mitarbeit an Gesetzen zurecht folgenschweren Mißgriffen führen müsse. Hinsichtlich der Arbeitslosenversicherung müsse gegen die Durchführung der seitens einiger Kommunalverwaltungen unternommenen/ Erperimente, die Lösung dieses Problems zu versuchen, u. a. um deswillen Einspruch erhoben werden, weil dadurch das Gleichgewicht der von der sozialen Gesetzgebung ausgehenden Segnungen gestört und ein örtliches lieber - maß geschaffen werde, das in seiner Anziehungskraft nur geeignet sei, den Ausgleich zwischen Arbeitsangebot und -Nachfrage zu hindern. Solange noch auf dem flächen Lande und in einzelnen Industrien dauernd Mangel an Arbeitskräften bestehe, müßten alle Mittel verboten werden, die wie die kommunale Arbeitslosenversicheruttg die Frei! — Frei? Novelle von Eugen Werner. (Fortsetzung.) Nach einem unruhigen Schlaf erwachte Margaretha und tastete vorsichtig um sich. „Erwin!?" — Die junge Frau besann sich lächelnd. „Ach so! Ich bin ja ftei!" Schnell stand sie aus und kleidete sich an: zuin Korso. Nach dem Frühstück hörte sie das Rollen eines Wagens und schaMe hinaus. Ein prächtiger Viererzug hielt vor dem Hotel. Ja — er war es. Leicht grüßend lüftete er den Panama und sie eilte, ihren Platz ein- zuuehinen. In leichtem Trab ging's hinunter zum Strand und entlang der herrlichen Küste, dann biegt das elegante Eesährt von Posaunentöncn begleitet in die prachtvolle, von breitästigen Platanen beschattete Avenue de la gare immer tieser hinein in die innere Stadt, — vorbei an mächtigen Monumentalbauten: dem Kasino Municipal und so weiter, und endlich rollt der Wagen, gefolgt von vielen bewunderten Blicken über die weltberühmte Jctee- Promenade. Ein Gefühl seligen Glückes überkommt Margaretha. Ste atmet die salzige Lust des Meeres, den berauschenden Duft der blühenden Bäume und: „wie schön, wie schön" bebt es von ihren schwellenden Lippen. „Ja, schön ist das Paradies am mittelländischen Meer"" stimmt ihr Begleiter ihr zu, der sie auf alles Interessante mit tiefem Wissen aufmerksam machte, „aber wie schön die Riviera ist, werden Sie erst vollauf verstehen, wenn Sie, einige der verborgenen Feengärten, deren verschiedene diese wilde Romantik verbirgt, bewundert haben werden. — —“ Mitlagszauber! Aus dem Verdeck eine lärmende Menge. Neugierig, bewundernd, achtlos und entzückt schaMn die Augen der Reisenden in die südländische Pracht, je nachdem. Auch Margaretha steht und schaut in entzückter, Freude auf die ausgesucht reiche, üppige Vegetation, die sich ihren Augen darbictet. Soeben legt dev Dampfer an. Gras von Bissingen bietet seiner jungen Frau den Arm und strebt sofort, von niemanden verfolgt, mit ihr den Bahnhof und dem in nächster Nähe liegenden Eingang zu dem Märchenschlosse Pallavtcini-Durrazzo, zu. „Haben Sie schon einmal auf der Bühne Armidens Zauberhain gesehen, gnädige Frau?" sagte ihr Cicerone. Frau Margaretha bejahte. „Jene wunderbare Pracht ist eine schön aber dock) ganz schwache Reproduktion der Herrlichkeiten, die Sie jetzt erblicken werden." „Ist dieser Garten und Palast schon sehr alt?" „Er wurde im Jahre 1837 von dem Philantrop Jgnazio Alessandro Pallavicini mit Hilse eines genuesischen Künstlers, Michel Lanzios erschaffen." Zwischen Baumgruppen und Felspartien hindurch führte der Graf die junge Frau und freute sich des kindlichen Entzückens, womit die wunderbare Pracht die Seele Margarethens erfüllte. „Wahrlich, ein architektonischer Künstler, ein Poet von Gottes Gnaden muß es gewesen sein, der zu diesen vorhandenen Baumgruppen und Felspartien derart paffende Bauten schaffen konnte, die jetzt unser Auge entzücken und verblüffen." Graf von Bissingen nickte schweigend. Sie kamen von dem Palaste in eine Steineichen - Allee, an deren Ende sich ein mit Statuen und Malerei geschmücktes Kasino befand, dann zu einem Triumph - bogen mit den Statuen des Frohsinns und des Ueber- flufses. Langsam stieg der; Weg bergan, vorbei an einer herrlich gelegenen Esplanade, — immer höher bis zu einem dichten Wald. Aus einer kleinen Bank vor einer Hütte nahmen sie Platz und genossen die sonnenslim- mernde Fernsicht. Dann ging es wieder weiter, vorbei an einem malerisch gelegenen See auf einen Platz all- wo neben einer weiteren Hütte ein Bergbach in überstürzender Hast in die Tiefe flieht. „Sehen Sie, auch dieses Bächlein treibt seiner Be- stimmuirg entgegen", sagte von Bissingen, „es sehnt sich nach Vereinigung mit der liefen See!" „Bestimmung des Lebens", flüsterte Margaretha, dte sich eine im Dickicht verborgene gotische Kapelle ansieht. Im Weiterschreiten macht sie der Gras auf das Ma- rienblld von Jfolani aufmerksam, das sich in jener Kapelle besindet. „Ich werde mir einzelne vergessene Kunstwecke später einmal gründlicher ansehen." — Margaretha blieb stehen. — „Was ist das?" fragte sie erstaunt. „Wir sind nun ganz oben; was Sie sehen, ist ein altes Kastell", erläutecke der Graf. Sie überschritten die Zugbrücke und traten in einen prächtigen Rundsaal, gefüllt mit alten Rüstungen Und Waffen. Von dem alten Turm blickten sie dann schweigend hinunter in den licht- strotzenden Nebelschleier, der meerumsäumten Riviera. Vorsichtig stiegen sie die Wendeltreppe wieder hinab, uin unter einem Kastaniendach hindurchschreitend abwärts zu streben, wo autz der Tiefe eine chinesische Hütte grüßte. (Focksetzung folgt.) Einer erzählt es dem andern, daß wir in Kathreiners Malzkaffee ein wohlschmeckendes, billiges und gesundes Familiengetränk haben. So ist Kathreiners Malzkaffce in 25 Iabrcn zu einem Volksgetränk ersten Ranges geworden. VieleMillionen trinken ihn täglich. im reihenden Fortschritt besindliche Konzentration in den großen Städten noch förderten. Auf dem Gebiete des Verkehrswesens wird anerkennend heroorqehoben, daß der Herr Eisenbahn - minister die Durchführung des s. Zt. in Aussicht genommenen Programms zur wesentlichen Au-sgestaltung des Eisenbahnnetzes so schnell in Angriff genommen habe und dem Wunsch Ansdruck gegeben, daß man nicht aus fiskalischen Bedenken die in Aussicht gestellten Um- und Neubauten der Bahnanlagen verzögern Und auch die zu erwartende weitere erhebliche Verkehrszunahme in den kommenden Jahrzehnten nicht zu gering veranschlagen werde. Der Berichterstatter erinnert schließlich an die am 2. März d. Js. begonnene Füllung des Rhein- Herne-Kanals, womit sich ein weiterer Abschnitt in der Entwickelungsgeschichte der W a s s e r st r a ß e n seinem Abschluß nähere, der von Anbeginn an eine Quelle schwerer Enttäuschungen gebildet habe. Bezüg - lich der Feststellung der Besahrungsabgaben wird dem Bedauern Ausdruck gegeben, daß die mündlichen Verhandlungen über die Höhe der Sätze so ergebnislos verlaufen seien. Die Meinungsverschiedenheiten zwischen der, Königlichen Staatsregierung und den Schiffahrts - sachverständigen seien im wesentlichen darauf zurückzuführen, daß die Regierung den Standpunkt vertrete, daß die Tarife auf den Voraussetzungen beruhen mühten, welche der Verabschiedung des wasserwirtschaftlichen Gesetzes von 1905 zugrunde gelegen haben, während die Jnduflrtc der Ansicht sei, daß die damaligen Unterlagen den augenblicklichen Verhältnissen nicht mehr ent - sprechen, deshalb auch heute nicht mehr verwendbar seien. Zum Schluß kam der Berichterstatter auf die Rede des Handelsmini st ers gelegentlich der 50jähri- gen Jubelfeier der Westfälischen Berggewerkschastskasse zurück. Erzellenz Shdow hatte bekanntlich daraus hin- gewiesen, daß mit der Ausdehnung des Bergbaues die Zahl der schweren Unfälle nicht nur absolut, sondern auch relativ gestiegen sei, und daß die Zuuaihme der Uiffälle in den Perioden steigender Konjunktur, in denen die Vermehrung der Förderung zur plötzlichen Vermehrung der Belegschaft, namentlich durch zahlreiche ungelernte Arbeiter nötige, so besonders groß sei. An Hand graphischer Darstellungen über die Entwickelung der Unfallziffern wurde der Nachweis erbracht, daß die Fälle der dauernd gänzlichen, wie der dauernd teilweisen Erwerbsunfähigkeit ständig gesunken sind, und daß die Kurve der Todesfälle keineswegs den Verlauf genommen habe, wie es nach der, Ausführung des Herrn Handelsministers den Anschein erweckt. Ihre Entwickelung sei vielmehr derart, daß man eher von einem horizontalen Verlauf reden könne, trotzdem seit dem Jahre 1905 die Belegschaft um rund 135 000 zugenommen hat. Ferner wurde der Beweis erbracht, daß gerade in den Zeiten der Hochkonjunktur, die entschädigungspflich- tigen Ilnsälle sowohl auf 1000 Versicherte, wie aus 1000 verfahrene Schichten, und aus 1000 Tonnen gesörderte Kohlen berechnet, nicht zru, sondern offensichtlich abgenommen habe. }iu$ Stadt und Land. * Bei der Reichsbank wurden der bisherige Bankvorstand Otto in Gießen zum Bankassessoru. zweiten Vorstandsbeamten der Gießener Reichsbankstelle, der bisherige Bankbuchhalter, Rigler in Bensheim zum Bankvorstand, die bisherigen Bankbuchhakler Süßen - guth in Mainz und Kaiser in Gießen zü Bankkassierern ernannt. n Gießen. Dem Oberlehrer an dem Realgymnasium zu Gießen, Friedrich Schmoll, ist der Charakter als Professor erteilt worden. n Gießen. Dem Oberlehrer am Landgraf-Lud- wigs-Eymnasium Dr. phil. Wilh. E un d el wurde die venia legendi bei der philosophischen Fakultät für das Fach der klassischen Philologie erteilt. Seine Habilitationsschrift lautet: „Beiträge zur Entwickelungsgeschichte der Begriffe Ananke und Heimarmene". n Gießen. Mit der G e w e y b e a u s ft e l l - ung Gießen 1914 ist auch eine Lotterie verbuN- den, die für das Großherzogtum Hessen, die Provinz Hessen-NassaU und den Kreis Wetzlar genehmigt worden ist. Es werden insgesamt 60 000 Lose zu 1 Mk. ausgegeben, denen Gewinne in einer Höhe von 30 000 Mark gegenüberstehen. Neben zwei Hauptgewinnen von 10 000 Mk.-und 8000 Mk. werden ausgelost 2 Gewinne von je 1000 Mk., 4 Gewinne von je 500 Mk., 8 Gewinne von je 200 Mk., 15 Gewinne von je 100 Mk., 35 Gewinne von je 20 Mk., 60 Gewinne von je 10 Mk. und 1520 Gewinne von je 5 Mk. Die Auslosung smdet am Schluß der Ausstellung statt. n Gießen, 30. April. Ein Kellner, der vorgestern vormittag verurteilt worden wag, weil er eine Geschäftsführerin E. mehrfach bedroht und mißhandelt hatte, fiel nach dem Verlassen des Gerichtsgebäudes trotz der kurz vorher erfolgten eindringlichen Verwarnung durch den Vorsitzenden des Gerichtes die Dame wiederum an Und mißhandelte sie durch Faust - schlage und Fußtritte so schwer, daß sie ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen mußte. Dem Kellner, der demnächst eine eigene Wirtschaft eröffnen will, dürfte diese Ausschreitung recht teuer zu stehen kommen. * Der Vorstand des Vogelsberger Höhenklubs hat nach sehr eingehender Beratung beschossen, der Hauptversammlung in Lich anstelle des verstorbenen Oberamtsrichter Nispel den Kreisrat Dr. Merck von Schotten als ersten Vorsitzenden des Gesamtvereins vorzuschlagen. Für den zweiten Vorsitzenden, Kreisveterinärarzt Dr. Scheibe!- Offenbach, der von seinem Amte zurücktrat, wird Dr. Bruchhäuser-Ullrichstein in Vorschlag gebracht. Nach eingehendem Bericht des Vorsitzenden der Baukommission, Zahnarzt Jäger-Gießen, soll im Laufe des Jahres eine Reihe höchst nötiger Reparaturen vorgenommen werden. Die Errichtung des Schweizershäuchens auf dem Hohe- rodskopf als Schülerherberge mußte bei voller Anerkennung des idealen sozialen Gedankens zurückgestellt werden. Die Leitung des diesjährigen Hoherodskopf- festes soll der Iweigverein Lauterbach in die Hand nehmen. o Feiedberg. Das Gr. Kreisamt Friedberg hat alle Interessenten der projektierten Bahnlinie R a n- stadt - Friedberg zu einer Besprechung nach Staden wegen Erbauung dieser Linie eingeladen. 3 o Crainfeld, 30. April. Von den Angehörigen des ermordeten Händlers Abraham Stein sind die FraU uNd die ältere Tochter von den Aerzten als hoffnungslos aufgegeben worden. Der Täter ist noch nicht ermittelt. Nachdem von den beiden verhafteten Hoffmanns vorgestern der Vater wieder entlassen war, ist gestern auch der Sohn aus freien Fuß gesetzt worden. Vater und Sohn konnten ihr Alibi einwandfrei Nachweisen. Vater und Sohn behaupteten, daß die blutigen Kleidungsstücke von Fremden auf ihr Grund - stück geworfen worden seien. Sie leugnen auch, daß sie verschuldet seien, und daß sie Stein am Montag gemahnt habe. Zwischen ihnen und Stein hätten niemals die geringsten Differenzen bestanden. '.Mainz. In 5 getrennten Versammlungen zu den am 7. d. Mts. stattfindenden Stadtverordne t e n w a h l e n hat der „Fortschrittliche Volksverein" mit 101 gegen 5 Stimmen ein geschlossenes Vorgehen mit der Sozialdemokratie beschlossen, während dey „Neue Fortschrittliche Volksverein" mit Zentrum und Nationalliberalen Zusammengehen will. ! Mainz. Am Eingang des Bahnhofs Nieder- Saulheim auf der Strecke Alzey Mainz ereignete sich gestern früh ein furchtbares Eisenbahnunglück. Ein PersonenzUg fuhr in eine GüterrangierabteiluUg, wobei beide Züge schrecklich zngerichlet wurden. Getötet wurde der Führer der Personenzutzslokomotive uUd 2 Passagiere, verletzt 15 Passagiere, darunter 5 schwer. Die Toten sind: der verheiratete Lokomotivführer Lehr aus Alzey, 40 Jahre alt, er hinterläßt FraU Und mehrere Kinder; die Witwe Margarete Guttandin, 40 Jahr alt, aus Wörrstadt uUd die 17jährige Näherin Elise Weibel aus Flonheim. Sehr schwer verletzt sind die Frau Phil. Roßmann aus Alzey und der Spezereihändler Krämer aus Alzey. ! Nieder -Inge! heim. Kurz vor Weih - nachten 1913 war der 23jährige Sohn eines Landwirts spurlos verschwunden. Jetzt traf bei den Eltern ein Brief aus Französisch-Afrika ein, wonach der junge Mann freiwillig in die Fremdenlegion eingetreten ist. In seinem Vaterland war der leichtsinnige Bursche bei der Musterung für körperlich untauglich erklärt worden. ::: Tübingen, 28. April. Das Schwurgericht verurteilte den 27jährigen Hausknecht Maier, der am 11. Januar an der 11jährigen Irma Dessauer ein Sittlichkeitsoerbrechen begangen und das Mädchen dann erwürgt hatte, zum Tode. Berlin, I. Mai. Die Stadtverordneten beschlossen gestern mit 48 gegen 38 Stimmen nach lebhaften Auseinandersetzungen den Ankauf eines Grundstückes, auf dem das Großmarkthallenprojekt ausgeführt werden soll, zum Preise von 5 Millionen Mark. Bitterfeld, 30. April. Amtliche Vermeffungen ergaben, daß das Dorf Kring im Kreise Bitterfeld der Mittelpunkt Deutschlands ist. Die Dorfgemeinde beschloß in dem Mittelpunkt Deutschlands einen großen Gedenkstein zu errichten. * Die Wettkämpfe des 18. Armeekorps für die sechste Olympiade finden am 9. und 10. Mai in Frankfurt a. M. statt. Zurzeit werden Sportkurse für Offiziere zur Vorbereitung für die Olympiakämpfe in Saarbrücken für das 21. Armeekorps und in Metz für das 16. Armeekorps abgehalten. Sescdäniicder. :: D i e vierte Geld-Lotteri» zum Ausbau der Veste Coburg gelangt schon am 12., 13., 14., 15. und 16. Mai zur Ziehung. Wieder kommen in derselben die Riesengewinne von 100 000 Mk., 50 000 Mark Usw., insgesamt 17 553 Geldgewinne im Gesamtbeträge von 360 000 Mk. zur Verlosung. Die schon jetzt stark begehrten Lose a 3 Mk. (Porto und Liste 30 Pf. extra) sind zu beziehen durch das unter „Giücksmüller" rllhmlichst bekannte Bankhaus Lud. Müller u. Co. in Berlin W.^ Werderscher Markt 10, sowie durch H. C. Kröger, Berlin W., Friedrichstratze 1S3a, ebenfalls hier durch alle bekannten Loseverkaufsstellen. :: Um einen Panama- oder Strohhust zu reinigen war früher viel Zeit und Geld notig. 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Pfarraffistent Hoffmann. In der Johanneskirche. Vorm. 8 Uhr: Pfarrer Ausfeld. Zugleich Christenlehre für die Reukonfirmierten aus der Johannesgemeinde. Vorm. 9% Uhr: Pfarrer Bechtolsheim«. Vorm. 11 Uhr: Kinderkirche für di« Lukasgemeinde. Pfarrer Bechtolsheim«. Abenos 8 Uhr: Versammlung und Bibelbefprechuug im Johannessaal. Katholische Hnacmde i« Gießen. Samstag, den 2. Mai- Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 llhr: Gele. genheit zur hl. Beicht. Sonntag, den 3. Mai. 3. Sonntag nach Ostern. Vorm. 6 l /t Uhr: Gelegenheit zur ht. Beicht. Vorm, um 7 Uhr: Die erste hl. Meffe. Vorm» um 8 Uhr: Austeilung der hl. Kommunion. Vorm, um 9 Uhr: Hochamt mit Predigt. Vorm. 11 Uhr: Heilige Messe mit Predigt. Nachm. 2 Uhr: Christenlehre; darauf Andacht mit Segen. Nachm. i l / 2 Uhr:' Jungfraueir-Kongregation. Abends um 814 Uhr: Versammlung der Gemeinde im Vereinshause. Dienstag und Freitag abend um 6J4 Uhr ist Mai-Andacht. Diaspora: In L a u b a ch um 10 Uhr. In L i ch um 9% Uhr. _ Verantwortlick: Albin Klein. Gießen. flu$ aller Mil. ::: Ohligs. Die W o hnungsnot ist hier so groß, daß am 1. April eine Reihe von kinderreichen Familien trotz Anbietung eines bis zu 50 Prozent erhöhten Mietpreises keine Unterkunft finden konnten. Infolgedessen hat die Stadtverordnetenversammlung die Uebernahme einer Bürgschaft von 100 000 Mark zur Erbauung von Arbeitcrhäuscrn beschlossen. Insgesamt sind bisher 900 000 Mk. für diesen Zweck bewilligt worden. Steckenpferd-SsiTe die beste lilienmiidi-SeiTe von Bergmann & Co., Radebeul, für xarie weiDe Haut und blendend schönen Teint, a Stück 50 Hg. Überall zu haben. 0 ,,-^SBEi ----' - --1 mir abgcbildefen Modelle können lelck» Im Haufe gefdmeidert werden li mit Hilfe von Saooritichnitten. lf Zu beziehen du eh die hieliße Veri;aLfsltelle: tjA Rlex. Solomon L Co., Schulltrafje. B Fr-'-' ir-- " ■ . fl-.. ==I[j Das Reich der f rau. 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Allerdings wird der Rockschnilt vorläufig noch immer so gehalten, daß die Silhouette der Srau sich nach unten vasenförmig verjüngt und die untere Rockenge trotz aller Lauschungen und Volants beibehalten wird. besseres Kleid gezogen werden kann. Die plumpen, häßlichen Schürzen früherer Jahre, die keinen an- deren Zweck hatten, als dem Kleide zum Schutz zu dienen, haben wir, Gott sei Dank, ja längst über Bord geworfen, und selbst 6 e einfachste kausfrau hält auf hübsche, gefällig wirkende Schürzen. Es lohnt sich deshalb, auch diese selber an- zufertigcn, denn wen/i sie aus gutem haltbaren Stoff herge- stellt und hübsch gearbeitet sein sollen, sind sie fertig gekauft nicht wohlfeil zu beschaffen. kelene Grube. llr. 3rdo. Unser einfacher, glatter Rock wird an der Seite geschlossen und erhält in der Hinteren Mitte eine Naht, er kann aus zwei oder vier Lahnen zusammengesetzt werden. Schnitt in 96, 100, 104, 108, 112, 116, 12S CM Hüftweite SO Pf. Nr. rrzr. weiß und rot gepunkteter perkal wurde zur Herstellung der hübschen Schürze benutzt. Dunkclrote Blenden dienten zur Garnitur des Mieders, das hier hochgeschlossen ist, aber auch mit viereckigem Ausschnitt gearbeitet werden kann. Der untere Rand erhält einen leicht eingereihten Volant. Schnitt in 44, 46, 48, SO, S2 CM halber lvberweite 70 ps. Nr. J3 056. Diese praktische lvirtschaftsschürze hat vorn eine prinzeßartige Sorni und an der Seite eine mit dem flotten Kragen übereinstimmende Lasche. Die Schürze wird hinten mit Achsclbändern geschlossen. Schnitt in 44, 48, S2 cm halber lvberweite SO Pf. k. S. nt. rrir. Miedertckilrse mü Liieouoärmetn. Nr 3544. Zireidadnentock. llr. 6684- Aaalanblu!« mü rundem IdalsauslLnllt. Nr. sröo. Stattet Rock mit Seilenlchlub. IJr. 16 066. witnchatlslchutze mit trinzeßarltge» vorderletü Kriegerverein Giessen Sonntag, den 3. Mai Ausflug nach Gladenbach. 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Dienstag, 5. Mai, nachmittags von 4—6 Uhr, abends von 8—9Vs Uhr aut der Terrasse Konzert der Kurkapelle. Abends 8 Uhr im Kurhaussaale Theater: „Kammermusik“, Lustspiel. Mittwoch, 6. Mai, nachmittags von 4—6 Uhr, abends von 8—9*/ 2 Uhr auf der Terrasse Konzert der Kurkapelle. Nachmittags Festkonzert anlässlich des Geburtstages Sr. K. K Hoheit des Kronprinzen unter Leitung des König!. Professors Hans Winderstein. Abends 8 Uhr im Kurbaussaal Lustiger Abend in Wort und Ton von Professor Hans Fredy, Grossh. Hofschauspieler a. D. und Vortragsmeister vom ehemaligen v. Wolzogen - Theater in Berlin. Donnerstag, 7. Mai, nachmittags von 4— b 1 / 2 Uhr auf der Terrasse Konzert der Kurkapelle. Abends 8 1 /« Uhr im Konzerthaus I. Sinfonie-Konzert der Kurkapelle (Beethoven - Brahms - Abend) unter Leitung des König!. Professors Hans Winderstein. Freitag, 8. Mai, nachmittags von 4—6 Uhr, abends von 8—9 1 /a Uhr auf der Terrasse Konzert der Kurkapelle. Abends 8 Uhr im Kurhaussaale Theater: „Pygmalion“, Komödie. Samstag. 9. Mai, nachmittags von 4—6 Uhr, abends von 8—9 x / 2 Uhr auf der Terrasse Konzert der Kurkapelle. Das Abendkonzert unter Leitung des Königl. Professors Hans Winderstein. Abends 8 Uhr im Kurhaussaale Zaubersoiree des Hofzauberkünstlers Bellaehini aus Marburg Vorläufige Anzeigen: Sonntag, 10. Mai: Anlässlich des Beginns der Sammlungen für das Bote Kreuz. Vormittags Promenadenkonzerte der Kurkapelle und einer Militärkapelle. Nachmittags und abends Doppelkonzert auf der Terrasse. Abends 8 Uhr im Kurhaussaale Theater: „Schneider Wibbel“, Komödie. Dienstag, 12. Mai, abends 7 3 /* Uhr im Konzerthaus Grosses Festkonzert unter Leitung von Felix von Weingartner. Ca. 100 Musiker der Darmstädter Hofkapelle (Hofkapellmeister Willem de Haan, Hofrat) und der Bad - Nauheimer Kurkapelle (Kapellmeister Hans Winderstein, Königl. Professor) unter Mitwirkung des Grossh. Hess. Hofkonzertmeisters Professor Gustav Have- mann- Leipzig —