I •Ufitace laaeHiUl) Vez» ß JP»e i > 2S Ptg. monatlich alirtHiHritd) 7» Ma. a»«m»,ai,!b-r, frei in» Hau,. U»A«ha1» in tmfmm fl^pcfrtnon oder in den Zwei«. 7 aa»^»«ftA0«a SO Pfg. - «scheint Ekptditl0>: MiMaach» mch •<*■>♦*** — Redaklion : Leiter», wag SV. — >»r ««sdewahrun,, oder Rücksendung nicht v e r t äu t er Siawfftiptt wird nicht garantiert. Wert», dar „Gietzemer Zeitung" «. «. b. H- Anzeigenpreis 15 psg. * Me 44 mm breite Petitzeile für Auswärt» 30 Pfg. ! Die 80 mm breite Re kla m e. Z eile 50 Pfennig Selters Q> C9 85# lkrtrabeilagen werden nach Gewicht und Gröht berechnet. Rabatt kommt bei Ueberschrcitung des ZahIungS- ziele» (30 Tage), bei gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs in Wegfall. Piatzvorschriften ohneBerbtndlichkci-. Druck der Sietzener Berlagsdruckerei. Albia Mein. 34. Telep hon: Sir. 363. Mittwoch, den 29. April 1914. r°l°ph°n »*. m. 26. Jahrg. * Aus Gmunden sind mehrere Hofgalawagen als Taufgeschenk des Herzogs von Lumbeyland zu den Tausfeierlichkeiten in Braunschweig eingetroffen. Die dazu gehörigen Livreen und Geschirre sind dem B. T. zufolge genau denen des früheren Hannoverschen Königshauses nachgebildet. * Die deutschen Militärflugzeuge sind zur Kennzeichnung mit je einem dunkelfarbigen Querstrich auf der unteren Seite der, Flügel, bei Doppeldeckern nur auf den unteren Tragflächen versehen worden. ' Die Heiraten der Offiziere behan- delt ein Erlast, in dem es U. a. heistt, er fei Tatsache, dah die aktiven Offiziere Heiratsvermittler stack in Anspruch nähmen. Um dem zu steuern, ist der Erlast herausgekommen, der den Ofsizieren der Armee und Marine zur Kenntnis gebracht wurde. In dem Erlast wird weiter erkläck, dast jeder Offizier, der sich in Zukunft an Heiratsvermittler wende, mit schlichtem Abschied entlassen werde. Gleichzeitig wird in dem Erlast eine Anzahl sol- } cher Vermittler, namhaft gemacht, vor denen speziell ge- « warnt wird. * Zabern. Von den gegen den Militärfiskus seinerzeit seitens der in dem Pandurenkeller inhaftiert Gewesenen angestrengten Entschädigungsklagen ist jetzt nur noch eine einzige in Zubern anhängig, nachdem alle erhobenen Ansprüche bis auf diesen einen durch Abfindungen erledigt sind. Ungarn. * Die ungarischen Delegationen sind in B U - d a p e st zusammengetreten. Ein vom Ministerium des Aeustern den Delegationen vorgeleqtes Rotbuch über die Bahkankrise enthält 926 diplomatische Aktenstücke aus der Zeit vom 13. August 1912 bis zum 6. Nov. 1913. Der gemeinsame Voranschlag weist ein Gesamterfordernis von 586 Millionen Kronen auf. Austcrdem werden Speziallredite in Höhe von 182 Millionen gefordeck, von denen 81 Millionen sür das Heer und 101 Millionen für die Marine bestimmt sind. herabgeholt und gestohlen. Die Polizei wurde von dem Vorfall benachrichtigt. Frankreich. * Unter Leitung des französischen Eeneralstabs - chefs I o f f r e traten 25 Generale und 230 andere sranzöftsche Offiziere aller Grade und Waffengattungen eine „Kriegsspielreise an, welche sich auf das Gebiet zwischen Paris und der belgischen Grenze erstreckt. Spanien. ' Im s p a n i s ch e u Senat stellte Eavestany bei der Eröckerung der Thronrede den Antrag, dast der König eine Reise nach Argentinien unternehmen möge. Der Minister des Aensteren crwiedccke im Namen der Regierung, dast diese sich über die Bedeutung einer solchen Reise durchaus klar sei und dast er die Art und Weise der Ausführung dieses Planes prüfen werde, denn in Argentinien lebten über eine Million Spanier, welche diese Reise wünschten. * Griechenland. * Die griechischen Truppen haben Nord-Epirus vollständig geräumt. ' Der, Kommandant der griechischen Truppen bei Tepeleni hat den Kommandanten der albanischen Gendarmerie von dem Abzug der Truppen verständigt, worauf die Gendarmerie die von den Griechen geräumten Stellungen bezog. Norwegen. * Der norwegische Dampfer „Fanny" hat 35 000 Gewehre und \ x / 2 Millionen Patronen nach Irland geschmuggelt. * * Eine Infanterie-Abteilung hat Befehl erhalten, mit zwei Maschinengewehren von Omagh nach London- derry (Ulster) abzu'gehen. Der „Daily Mail" zufolge haben 6 Schlachtschiffe Befehl erhalten, sich zur Fahrt nach Irland bereit zu halten. Politlfcbe Rundfcbau. Deutschland. * Der Kaiser begibt sich am 8. Mai über Kol- mar nach Tückheim und von dock über die drei Aehren nach Evaur, wo er einer Gebirgsübung beiwohnen wird. Am 11. Mai findet in Metz nach einem Vorbeimärsche des Königin-Infanterieregiments ein Frühstück m Offizieckasino statt. Nach Besichtigung der Besesttg- mgen nimmt der Kaiser dann im Generalkommando Wohnung. * Staatssekretär v. Jagow hat sich ibcr unser Verhältnis zu R u h l a n d dahin erklärt, rast die russische wie die deutsche Regierung die alten reundnachbarlichen Beziehungen aufrecht erhalten wol- en und dah zu hoffen ist, dah trotz einer nicht zuver- ennenden UnteyströmUng und der vorgekommencn Aus- inandersetzungen in Oefsentlichkeit und Presse das alte Verhältnis aufrecht erhalten werde. — Hinsichtlich A l- > a n i e n s hoffe die deutsche Regierung, dast der Fürst eine Aufgabe mit Erfolg durchführen und das Land uospcrieren werde. Zur Organisierung des Landes verde dey albanischen Regierung eine Anleihe von 75 Millionen Francs garantieck werden, ebenso übernäh- ncn die Mächte die GaraMie sür eine Anleihe von 40 Millionen Francs für Montenegro. Hier wie dock wür- >en sich die Mächte eine Kontrolle über die produktive Verwendung des Geldes sichern. Die Regelung der «rutschen diplomatischen Veckretung in Albanien soll der- ck erfolgen, dast ein Generalkonsul zugleich als diplo- natischer Agent ernanM werde. — Der Staatssekretär umeckte dann, dah über die Kap-Kairo-Bahn eine Verhandlungen mit England schweben. — ) sr deutsch-türkische Handelsvertrag oerde in diesen Tagen um ein Jahr verlängcck.. ' B erlin, 28. Apckl. Sicherem Vernehmen nach st Bürgermeister Dr. R e i ck e zum Geheimen Regier- 'ngsrat errmmrt worden. * Statthalter v. Dallwitz begibt sich eute Mittwoch nach Strastburg, um am 1. Mai die lmtsgeschäfte zu übernehmen. Eine Begegnung des euen Statthalters mit dem Kaiser wird in den ersten liaitagen in Colmar stattfinden. Herr v. Dallwitz wird «n Kaiser aiff der Reise nach Metz und Diedenhofen «gleiten. Ein Besuch Strahburgs durch den Kaiser ist ekanntlich nicht vorgesehen. Luxemburg. * L u r e m b u r g, 28. April. Heute nacht wurde die Fahne der französischen Gesandtschaft von der Stange Amerika. * Washington, 27. April. Der deutsche Botschafter sprach heute im Staatsdepartement vor und Gin kleiner Kindermagen kann nicht alles vertragen. Aber gute Süppchen aus ffittOrr s «^ßf£f*ltlCl)t bekommen ihm ausgezeichnet. Das Paket kostet nur 30 Pfg. -» X o a« f«* Frei! — Frei? Novelle von Eugen Werner. (Focksetzung.) „Ah! Ich vergast mich ganzDer Angeredete rang empor. „Sosock wenden !" — und zu der jun- n Frgu gewandt, bat er : „Nur einen MomeM gnä- ge Frau, ich bin sosock wieder hier!" und mit raum Schcktte stieg er in das Schiffsinnere hinab. Als er wieder kam, tyug seine Hand eine Zeit - >rift, die er mit einer ironischen Verbeugung seinem chützling überreichte rmd dabei bemeckte: „Meine Visitentacke, Gnädigste!" Margaretha dankte. — „Eine Art der Vorstellung, e ganz Ihrem Wesen entspricht." „Ich hasse Form und Heuchelei, gnädige Frau, denn idc sind schuld, dah ich mein Glück verlor." „Fanden Sie noch keinen Ersatz?" „Für das wahre Glück gibt es keinen", erwidecke er II Trauer. Instinktiv legte tch meine Hand auf seinen Arm. „Konnten Sie das Glück nicht feschalten?" „Gezwungen ist es kein Glück mehr. Frei nmst es ne Schwingen regen können um den Duft der Son- zu atmen, dann bleibt es ftoh und glänzend." Margaretha erschauerte. Dachte nicht auch ihr Mann e dieser Fremde ? Hatte nicht auch er das Glück mit em Vögelein verglichen, das, wenn es vom Sehnen befallen, man ungehemmt der Sonne entgegenstiegen lassen mühte? Ihre Augen hingen an seinem Mund als sie leise fragte: „Zürnen Sie dem Glück, dah es von Ihnen ging ?" „Zürnen?" — Fragend blickte er auf den nahen Strand und fuhr dann fort: „Wo man liebt, kann man nicht zürnen; aber meiden kann man, was man liebt." „Dann begreifen Sie wohl auch meine Sehnsucht nach Freiheit?" Er sah sie ausrnecksam an. „Gnädige Frau sehen so glücklich und froh aus, dast man wohl ahnt, mit welcher Freude Sie Ihre Freiheit benützen und geniesten. Aber es ist eben doch nur eine kurze Vakanz, die heute oder morgen aus ist. Auch die köstliche Freiheit wirft aus die Dauer ermüdend und man sehnt sich wieder nach der süstcn häuslichen Knecht - schaft." Mit regem Interesse folgte Margaretha den lebensernsten Wocken ihres Ritters und schaute erstaunt auf, als man bereits am Landungsplatz anlegte. Mit schnellen Schcktlen gingen sie dem Hotel zu, um gerade noch Zeit zu finden, sich für das Abendessen umzukleiden. — Während Margaretha zur Tafel schritt, übeckam sie eine plötzliche Neugier, ob Graf von Bissingen, den Namen mit seinem Bildnis hatte sie in der Zeitschrift entdeckt, wohl einen Tisch sür sie reservieck haben mochte. Doch nein — Dort sah er bereits an seinem alten Platz ünd studierte das Abendblatt. Erst als sie den Stuhl rückte, sah er auf. „Ich fürchtete Ihre Entrüstung und liest daher keinen Tisch für Sie reservieren, Gnädigste," sagte er. Falls Sie es aber dennoch wünschen und Ihnen meine Gesellschaft angenehm und genügend ist, werde ich das weitere veranlassen." Margaretha dankte und folgte mit willigem Ohr dem Programm, das er für den nächsten Tag entworfen. Vormittags Korso durch die Promenade des Anglais und Kurmusik, nachmittags Fahrt nach Pegli, — abends nach dem Essen Küstenpromenade oder Kurgar- tenkonzeck. Als Margaretha spät ihr Zimmer aussuchte, überdachte sie diesen ersten Tag ihrer Freiheit. Wie viel hatte er ihr geboten! Sie glaubte schon wochenlang Fremde zu überleben und war doch erst einen Tag hier. Sie konnte zufrieden sein mit dem Erlebten. Der Lebensernst des Grasen war gewih viel interessanter und unterhaltender als es die saden Bewunderungen und Liebesbeteuerungen irgend eines Lebemannes gewesen wären. Frau Margaretha lachte leise auf: „Was wohl Erwin zu all dem sagen würde?" „Wie herrlich ist doch die Freiheit! Und sich des Grafen Worte erinnernd wiederholte sie: „Wie herrlich !" (Fortsetzung folgt.) teilte dem Staatssekretär Bryan mit, Deutschland werde durch seine Gesandtschaft in Meriko einen Einslutz dahin ausuvcn, datz Huerta sich bewegen lasse, die Vermittlung anzunchmen. * W a s h i n g t o n, 27. April. Wie erklärt wird, hegt man in den Kreisen der hiesigen e u r o p ä i s ch en Diplomaten eine pessimistische Auffassung hinsichtlich der Vermittelungsvorschläge der sudamerikanischen Republiken. In amerikanischen amtlichen Kreisen wird die Aktion Deutschlands, Frankreichs und Englands, Huerta die Annahme der Vermittlung nahezulegen, mit grotzer Befriedigung ausgenommen. * Weder in Washington noch anderswo glaubt man so recht daran, datz die Vermittelung der ABL-Mächte Argentinien, Brasilien und Chile zu einem befriedigenden Abbruch der nordamerikanischcn Meriko- aktion führen werde. Wahrscheinlich wird das einzige Ergebnis des Einigungsversuches eine Verzögerung der Kriegserklärung sein. Und doch ist das Eingreifen der füdamerikanftchen Staaten vpn historischer, man darf vielleicht sogar sagen epochemachender Bedeutung. Es bedeutet nämlich nicht mehr und nicht weniger als den Todesftotz für die Monroedoklrin. ' Die Erklärung der Vereinigten Staaten, datz sie keinen Eroberungskrieg führen wollen, werde dazu beitragen, die Parteien in Meriko zu versöhnen. Der amerikanische Erdteil dürfte ihnen seine Dankbarkeit und Anerkennung für das zivilisatorische Vorgehen nicht verweigern. * Die amerikanische Flagge ist über dem Hauptquartier! des Kontreadmirals Fletcher gehitzt worden». Bisher war sie nur über dem Zollamt gehitzt. Kontre- admiral Fletcher hat unter Kriegsrecht die LanduNgs- und Ladeplätze der Terminal Company, einer britischen Gesellschaft in Besitz genommen. Wie der Admiral erklärt, war diese Maßnahme notwendig, um normale Zustände wieder herzustellen. ' Amerikanische Truppen landeten auf der ini Golf von Veracruz liegenden Insel Don Juan de U l l o a. Nach kurzem Kamps wurden die merika- nischen Truppen vertrieben und die Amerikaner setzten sich in den Besitz des auf der Insel befindlichen Forts. In den Kasematten fanden die Amerikaner eine große Anzahl dort von Huerta internierter politischer Gefangener in einem schrecklichen Zustande vor Unter ihnen befand sich ein Schwager des ermordeten Präsidenten Madera und einer der bekanntesten Gelehrten Merikos, Geschichtsforscher Jguacio C a l d e r o n , der wegen feiner Gegnerschaft gegen Huerta zU lebenslänglicher Kerkerhaft verurteilt war. * N e w - ?) o r f, 27. April. Der „New- Park Herold", der über die Rettung der amerikanischen Flüchtlinge in Tampico durch das Eingreifen des Kapitäns des deutschen Kreuzers „Dresden" einen längeren Berscht bringt, erklärt in einem Leitartikel, die Haltung des Kapitäns Köhler habe dem amerikanischen Volke aufrichtige Freude bereitet! * Es sind Nachrichten eingetroften, datz sich die merika nischen Bundestr uppen unter dem Befehl des Generals Maas weiter auf dem Rückzug befinden und bereits Soloddat geräumt haben. * Die merikanischenBundestr Uppen, die am Freitag Nuevo Larcdo geräumt haben und seitdem versuchten, 20 Meilen nördlich einen Räubzu'g ins Land zu machen, sollen von den Amerikanern zU- rückgeschlagen worden sein. Die Merikaner hätten 10 Tote und 20 Verwundete gehabt. Artf amerikanischer Seite seien keine Verluste zü verzeichnen gewesen. * Die deutsche Kolonie in Meriko befindet sich wohl und ist infolge der getroft'enen Sicherheils- matznahmen guten Mutes. )iU5 Stadt tmd Eattd. * Gewerbeausstellung Eietzen 1914. Zur Auszeichnung der auf der Eewerbeausstellung Eietzen 1914 wetteifernden Aussteller hat die Ausstellungs- leitunq eine Plakette anfertigen lassen, deren Entwurf von unserem einheimischen Bildhauer Johs. Ködding herrührt. Sie zeigt den auf einem Knie ruhenden ober- hessischen Riesen und trägt das von Alfred Bock verfaßte Distichon: Harter, Scholle entsprossen, erhebst du die Augen zum Lichte, — Tatsroh, stählern und stet zwingst du das Glück und den Sieg. n G i e tz e n. Der Kreisausschutz hatte bekanntlich vor mehreren Wochen die gesamte Stadtverordncten- wahl für, Ungültig erklärt und es sollte bald der Termin zur Neuwahl bekannt gegeben werden. Jetzt hat der Bauunternehmer Joh. Eg. Pfaff Berufung gegen diesen Beschlutz eingelegt, sodatz sich nun der Pro- vinzialausschutz eventuell der Verwaltungsgerichtshos mit der Sache noch zu befassen hat. n Gietzen. Zwischen Gietzen rttrd Wieseck schweben seit vier Jahren Verhandlungen über den Bau einer S t r a tz e n b a h n l i n i e, die bisher noch zu keinem Ergebnis geführt haben. Oberbürgermeister Keller hat in der kurzen Zeit seiner Amtstätigkeit die Angelegen - heit soweit gefördert, datz in der Sitzung der Stadtver- ordneten-Versammlung ein von den vereinigten Aus - schüssen vorgelegter Antrag besprochen und gegen 4 Stimmen angenommen werden konnte. Nach diesem Anträge ist die Linienführung nur auf der Kreisstrahe und von dort weiter nach dem Mittelpunkt des Dorfes Wieseck, dem Lindenplatz, in Betracht zu ziehen. Somit ist nun wenigstens in den Reihen der Stadt - verordnten eine Einigung erzielt, und es ist anzunehmen, datz der Eemeinderat von Wieseck auf den Beschluß eingeht, zumal im anderen Falle Gietzen nicht zögern wurde, die Verhandlungen sofort einzustellen. n G i e tz e n. In eine etwas mißliche Lage ist der Gietzener Theaterverein geraten infolge von Auseinandersetzungen zwischen der Leitung und Kritik des „Gietzener Anzeigers" einerseits und zwischen dem „Gietzener Anzeiger" und dem Darmstädler Hostheater andererseits. Veranlaßt durch avfälligc Besprechungen der bekannten Gastspiele des Darmstädler Opern-Ensembles in Gießen durch den Kritiker des „Gietzener Anzeigers", ecklärte die Generaldirektion des Hostheaters, zu weiteren Gastspielen in Gietzen wenig Lust zu haben. Der Theaterverein, der seither die Gastspiele vermittelte, machte nutr den „Gietzener Anzeiger" für diese Mitzlichkeit verantwortlich, worauf sich die Leitung des Blattes veranlaßt sah, am letzten Samstag zugleich mit der Veröffentlichung der gesamten diesbezüglichen Korrespondenz den Entschluß auszusprechen, fernerhin sich, der kritischen Besprechung der Operngastspiele überhaupt zu enthalten. n Gietzen, 29. April! Gestern Abend kurz nach 11 Uhr kam -das Zeppelin-Luftschiff „Viktoria Luise" von Frankfurt über unsere Stadt daher geflogen Und zwar in ziemlich niedriger Höhe. Eine Zeit lang nahm es die Richtung des Seltersweg und flog dann in der Richtung über den Gleiberg weiter. Nür ab und zu wurden die Schifflichter aufgedeckt, sonst war alles ins Dunkel gehüllt. Der Koloß wäre weniger sichtbar, gewesen, wenn sich die weihe Hülle des Luft - schiffes nicht doch etwas von dem Dunkel der Nacht abgehoben hätte. n Gietzen, 29. April. Im kommenden Herbst finden bekanntlich die Kaisermanöver in unserer Gegend statt. Zwischen Siegen und Fulda werden die Truppen verwendet und Gietzen wird der Zentralpunkt für diese großen Manöver sein. Die organisierten ehemaligen Soldaten, die Mitglieder der Krieger- und Militärvereine hiesiger Gegend besonders, werden mit größerem Interesse diesen Truppenbewegungen ihre Aufmerksam - keit dann zuwenden. Es ist dieserhalb wohl kein schlechter Gedanke, wenn diese Vereine in zwangloser Form jetzt schon gröhere Ausflüge für ihre Mitglieder ins spätere Manövergelände anregen, speziell nach solchen Gegenden, die soUst weniger bei größeren Touren durchwandert werden. Der hiesige Kriegerve r- e i n will diesen Gedanken schon am kommenden Sonntag ausführen und ladet seine Mitglieder Und solche anderer Militärvereine zu einem Ausflug nach Gladenbach ein. Es ist gerade zuerst das sog. Hinterland gewählt, weil besonders von Gietzen aus verhältnismäßig Wenige diese Tour unternehmen, obgleich sie durch l an dschastlich schönes Gelände führt. In Gladenbach stehen den! Teilnehmern nach vollbrachtem Marsche gemütliche Erholungsstunden im dortigen Krie- gervereinslokalc bevor. Abfahrt mit der Biebertalbahn früh 8.03 Uhr. Näheres durch die Annonce in heutiger Nummer. n E i e tz e n. In einem Eisenbahnabteil zweiter Klasse auf der Strecke Siegen-Betzdorf-Gietzen wurde am letzten Mittwoch auf der Station Herborn ein junges Mädchen, das nach Gietzen reisen wollte, tot aus- gefunden. Ein junger Mann, der der Bahnbehörde in Betzdorf den Vorfall meldete, würde vorläufig in Haft behalten. Gießen. Ein Opfer der Schundliteratur ist der von braven und ordentlichen Eltern abstammende Küier- lehrlina Wilbelm Jung von Pohl-Göns geworden. Anfang März sandte er an einen — ihm als wohlhabend bekannten — Privatier N. aus dem gleichen Orte einen Brief, in dem er dem Adressaten schrieb: „Stecken Sie sofort fünf 10 Markscheine in das beiliegende Freikuvert, und senden Sie den Brief unter „W. I. 11 Butzbach postlagernd" ein. Tun Sie cs nicht, schieße ich Ihnen eine Kugel durch den Kopf und sind sie verloren." N. benachrichtigte die Gendarmerie in Butzbach, sandte auch unter der verlangten Adresse einen Brief, der falsche Geldscheine von Heftpflasterbogen enthielt. Am nächsten Morgen wurde Jung, als er den Brief am Postamt Butzbach abholen wollte, von Gendarmen in Zivil in Empfang genommen. Bei seiner Verhaftung führte er einen mit 6 scharfen Patronen geladenen Revolver bei sich. Ec fand milde Richter, denn seine versuchte Erpressung wurde von dem Gericht als „Dummerjungen- streich" betrachtet und er nur zu einer Gefängnisstrafe von 6 Wochen verurteilt, die durch die erlittene Untersuchungshaft für verbüßt erklärt wurde. kinr furchtbare Bluttat int Uogthberg. Crainfeld. Der jüdiscbe Händler Abraham Stein ist ermordet worden. Seine Frau und vier Kinder, von denen die ältesten 23 und 22 Jahre alt find, wurden schwer verletzt. Von den Tätern fehlt jede Spur. Die „Franks. Nachr." berichten darüber wie folgt: Um 1 I 2 2 Uhr ertönte in Crainfeld Feueralarm. Zwei Häuser, darunter das Haus des Händlers Abrahm Stein, brannten lichterloh, während man die Bewohner laut um Hilfe rufen hörte. Die Feuerwehr war schnell zur Hand und begann mit den Löscharbeitcn. Als die Hilfeleistenden in das Haus eindrangcn, fanden sie die Eheleute Stein mit furchtbaren Verletzungen in ihrem Schlafzimmer. Kaum hatte man ihnen den ersten Beistand ongedeihen lassen, als man auch darauf aufmerksam wurde, daß die vier Kinder des Ehepaares, die im ersten Stock schliefen, nicht sichtbar wurden. Auch sie fand man schwer verletzt in ihren Betten. Der Familienvater erlag schon um 5 Uhr seinen Wunden. Sofort wurde die Gerichtskommission aus Herbstcin zugezogen, um die erste Untersuchung einzuleiten. Wie die furchtbare Tat sich abgespielt hat, läßt sich vorläufig nicht feststellen. Man nimmt an, daß Einbrecher in das Haus eingedrungen sind, nachdem sie alles Nötige zu einer Brandstiftung vorbereitet hatten, um die Spuren des Verbrechens zn verwischen. Die Wunden der Familie rühren von Hieben mit einer Axt her, und wirklich fandcii Polizisten mit Hilfe von Spürhunden nicht weit vom Ort ein von Blutspuren zeugendes Beil. Merkwürdig ist, daß weder Geld noch Geldcswcrt von dem Einbrecher angerührt wurde, der jedenfalls durch den frühcn Ausbruch des Brandes überrascht worden ist. Verletzt sind der 22 jährige und 18 jährige Cohn und die 2ljährige und 16jährige Tochter, letztere am leichtesten. Sie ist auch die einzme, die bisher einige unbestimmte Angaben über den Verbrecher machen konnte. Man denkt auch an die Möglichkeit eines Racheaktes, obwohl nicht bekannt war, daß der Tote oder feine Familie t besondere Gegner im Ort oder in der Umgegend hatten ; Stein galt als einer der begütertsten Leute im Ort. 0 kl Heuchelheim. Feuer brach Montag nachmittag J 4 l /i Uhr in der Scheune des Landwirts Engelhardt neben 1 dem Backhause aus. Zwei Gebäude nebst Stallungen I und Nebengebäude brannten nieder; eine Anzahl Obst- 8 bäume wurde vernichtet, sämtliches Vieh bannte gerettet jj werden. Die Heuchelheimer Feuerwehr und die Gietzener I Wehren vollführten die Löscharbeiten. Hungen. Revolvkiheidkn veiübtcn einen Einbruch - bei dem Bahnwärter Metzger, der zwischen Ltch und tl Hungen an der Strecke nach Nidda wohnt. Der Ab- « löser Metzgers bemerkte die Einbrecher und weckte Metzger. Auf beide wurden drei Schüsse abgegeben, dann verschwanden die Einbrecher. Allertshausen. Die Erbauung der Wasserleitung ist vom Eemeinderat beschlossen worden. Sie wird von der Kreisbauinspektion Gietzen ausgeführt. Bad Homburg, 28. Apr. Der verstorbene Chemiker Dr. Wilhelm Emmerich hat der Stadt fcin größtenteils aus Liegenschaften bestehendes Vermögen im Betrage von etwa 90000 Mack vermacht mit der Bestimmung, daß, wie heute in der Stadtverordnetenversammlung bekannt wurde, 14 Beamte der städtischen Polizei sowie zwei Berliner Polizeibeamte mit je 1000 Mark bedacht wurden. Darmstadt. Der Hilfsbeamte bei der Retchsbank. der 27 Jahre alte Karl Götz aus Ulm, ist beschuldigt, am 10. März von dcm Zähltisch der Rcichshank den Betrag von 1000 Mark in einer Rolle von 20 Markstücken entwendet zu haben. Er wurde gestern von der Strafkammer trotz seines Lcugnens zu einem Jahr Gefängnis verurteilt. Bingen. Im Alter von 54 Jahren ist der weit über die Grenzen der Stadt bekannte Kommerzienrat Georg Adolf Racke, Wcingutsbesitzcr und Fabrikant, gestorben. Racke stand seit Jahren im öffentlichen Leben; besonders galt seine Tätigkeit den Bestrebungen im Interesse des deutschen Weinbaues. Nassau. Bei dcm Tode der letzten Enkelin des Rcichsfreiherrn vom und zum Stein, der Gräfin von der Groeben, geborenen Gräfin v. Kielmannseeg, war verschiedentlich gemeldet worden, Graf Unico von der tt Groeben sei durch den Tod feiner Mutter in den Besitz " der Standcshcrrschoften Nassau und Kappenberg gekommen. Dies trifft nicht zu, denn Gräfin von der Groeben hat ihren gesamten Besitz ihrer Tochter, der u Gräfin Therese, Gemahlin des Grafen von Kan tz, vermacht, die auf Saskoschin im Kreise Donziger Höhr residiert. Die großen ursprünglichen v. Steinschen Güter vererben sich nun zum dritten Mole durch weibliche Erbfolge anstatt auf die männliche Deszendenz. flu$ aller Welt. ::: N e w - P o r k, 28. April. Einem Telegramm aus Beckley (Weft-Virginien) zufolge soll aus dem Kohlenbergwerk in E c c I e s eine große Erplosion stattge- s sunden haben. Man nimmt an, daß etwa 250 Berg- , leute cingeschlossen sind. Nähere Einzelheiten fehlen. Mannheim. Kommerzienrat Philipp Platz in ■ Mannheim wurde von der Strafkammer zu 300 Marl Geldstrafe oder zwei Monaten Gefängnis verurteilt. Er ! hatte am 27 Oktober in der Nähe von Schriesheim den 62 Jahre alten Tagelöhner Michael Leitner aus ' Rimbach auf der Landstraße mit seinem Automobil ! überfahren. | Neersen lKr. M.-Gladbach). Der verstorbene Textil- industrielle Gustav Klemme hat eine Million Marli zu evangelischen Wohlfahrtszwecken vermacht. _ Verantmoitlick: Al bin Klein. Gietzen. Panama-und Strohhufe kann man jederzeff mttStrobin selbst reinigen und hat die grosse Annehmlichkeit, den Hut sofort wieder In Gebrauch nehmen iu können. 5trobin Ist absolut unsdiadlich für das Geflecht und die Form; ln Apotheken und Drogerien erhältlich. ■ Max QiieUncr, Chemische Fabrik, Cherfcjöraburg *- S m Sparsamkeit ist eine große Einnahme. Vas Reick der frau. Der Obst- und Gemüsebut. Die Lreunde des Vogelschutzes haben nun wirklich energisch allen Ledern den .Krieg erklärt und nicht nur alle Arten von Reiher-, sondern auch die Straußfedern wünschen sie von den küten der Damen zu verbannen. Db ihnen das so plötzlich gelingen wird? Schwerlich können wir von den Damen, die noch im Besitz schöner echter Ledern sind, verlangen, daß sie sie in die Rumpelkammer werfen und sie dort den Illotten preisgebe». Tatsache jedoch ist, daß die Modistinnen für Ersatz der ver- fehmten Ledern gesorgt haben, und damit wir nicht nur auf Bänder und Blumen allein angewiesen sein sollen, werden jetzt allerlei Gemüse und die verschiedensten Gbftarten in künstlichen Anordnungen auf den Lrüh- lings- und Sommerhüten der schönen kälfte des Menschengeschlechts prangen. Karotten, Rüben und Kartoffeln, genug, alle möglichen Leld- und lvaldgemüse sollen auf den kut .erhoben' werden. Kirschen und kleine Beerenfrüchte sind für küte ja längst alte Bekannte, aber diese Lrüchte allein genügen unseren Modedamen nicht mehr, seit man für sie Aepfel, Pflaumen, Birnen, Nüsse und Kastanien, ja auch Bananen ii»d andere exotische Lrüchte künstlich hergerichtet und zur Zierde des kutes ausersehen hat. ins die Rechnung, die so aussieht: ein ziemlich schmaler, von einem Block abgerissener Zettel, in dessen einer Ecke das Bild eines ärmlich gckleidelen JStuöcs zu sehen, das einen Teller Suppe mit sichtlichem Be- bagcn auslöffclt. Darunter steht: „Kuratorium zur Speisung hnilgernder .Binder. Behördlich bewilligte Sainm- liing unter Kontrolle der beeidigten Bnchsachverständigen.' Etwas weiicr unten: Lrei- willige Gabe —.02. Diese 02 Grenzer werden vom Kellner einfach zu dem verzehrten Belrag addiert, wenn man cs wünschte, würden die beide» Kreuzer sicher gestrichen werden. Aber wer hätte den Mut, nach einer guten, reichlichen Mahlzeit zu sagen: „Lür hungernde Kinder habe ich keine zwei Kreuzer?" Niemand! — Soviel ich auch umherspähte, nicht ein ein- ziges Mal sah ich, daß der , Abb. 2. kleine wohltätigkeitsbeitrag verweigert, hundertmal aber. daß er stillschweigend bezahlt wurde. Ist nicht die Idee eine ausgezeichnete, nachahmenswerte?! — nur meine ich, statt der 2 Kreuzer könnte man getrost Z setzen. A. D. <£>. Lie^ailkS Kelclllckalistleid aus weihcr LdinaseiSe liilt> Liillub.rtleid. diese ^er- odem we- Tüll und Spitzen werden für den Sommer für unsere Damengarderobe eine große Rolle spielen. Der an sich eiwache T: ll bedarf aber einer gewissen Ausstattung, die nicht allein durch kinzufngung von Spitzen erzielt wird, sondern auch durch mancherlei kohl- und Aiersäume. Auch bei unserer Vorlage wurde das Tüllüberkleid reich mit kohlsäumen verziert, Sie sowohl wie die „Säiimchen- gruppen" an dem Tüll recht vornehm wirken, was besonders dadurch erreicht wird, daß die kohlnähte noch ertra mit Tüll unterlegt werden. Jede Danie, die Luft und Liebe zur kandarbeit hat, wird zierungen nigstens die nicht geringen Vorarbeiten dazu selber arbeiten können. Die technischen Abbildungen 1—4 zeigen die Linien der einzelnen Nähte, die durch bunte keftfäden bezeichnet sind. In diese Linien werden von einer Maschinen- stickcrin kohlnähte gestickt. Äbb. 4 veranschaulicht die Rückseite Ser fertigen Arbeit der Stickerin, auch ist klar daraus zu erkennen, wie die überstehenden Tüll- ränder auf der Außen- und Innen- feite der Bluse vorsichtig knapp an der Hohlnaht ent- AKK. r. fernt werden, damit die kohlsäume beim waschen nicht ausreißen. — In gleicher weise wie bei der Bluse erfolgt die Garniturarbcit an der Tunika. Außerdem ist dieses moderne Tüllüberkleid noch mit plissierten Tüllrüschen umrandet, und recht anmutig nimmt sich das aus farbiger Seide gebildete Gürtelarrangement aus. Bei gutem Tüll lohnt sich die hnblcbe kand- und Maschinenarbeit reichlich. Auch Seidentüll und nicht zu stark Goldene Worte. jeden Kinder sind Blumen! käst Du schon Blumenfreunde gesehen, wie sie sorgsam die jungen pflänzlein pflegen, Tag ihr Wachstum beobachten, das tlnkraut sorgfältig entfernen? welch ein Glück kannst du auf dem Gesichte solcher Blumenfreunde wahrnehmen, wenn ihre Pfleglinge in herrlichen Larben prangen! Gute Eltern sind solche Blumenfreunde! Kinder gleichen dem unbebauten Acker! Ein guter Landmann läßt ihn nicht lange brach liegen, sondern in den ersten Lenzcs- tagen wird er gepflügt. Dann wählt der Landmann sorgfältig den sür die Erde tauglichen Samen, verteilt ihn möglichst gleichmäßig und sieht zu, daß er kein Unkraut mit- säet. Kluge Eltern ahmen diesem Landmann nach! und Kinder gleichen Efeuranken die Eltern dem Baume! Sorget, das der Baum stark ist, sonst könnte er in seinem Lalle auch die Efeu- ranken erdrücken. Ihr Bäume, fürchtet nicht allzu viele Efeuranken; denn diese sind ein guter Schutz des Lebens! Sollte auch der Baum alt und schwach werden, der Efeu wird ihm ein jugendfrisches Aussehen Ai>b. 4. verleihen. Keinen Menschen mußt du Haffen, - jedem Lieb' entgezentragen, Dich auch nicht zu sehr verlassen — auf der Menschen Tun und Sagen: Mußt auf eigenen Lüßen stehen, — willst du frisch durchs Leben gehen. Und bedrängt in deinem Kreise — Dich ein flüchtig Mißgeschick, Lächle weise, hoffe weise — Auf den nächsten Augenblick. Briefpapiere, Briefumschläge, Korresfpondenzharten, Siegellacke ln allen Tarten und Qualitäten empfiehlt JÜbin Klein, Papierhandlung, Giessen. Seitenweg 8Z. Gesetzliche Meisterprüfungen für Handwerker. Die Gesuche um Zulassung zur diesjährigen Meisterprüfung (8 133 der Gewerbeordnung) sind mit den er. forderlichen Unterlagen bis spätestens am 15. Juni d. I. an den Unterzeichneten Vorsitzenden einzureichen. Die Prüfungsgebühr von 35 Mark ist an die Handwerkskammer in Darmstadt einzusenden und die Quittung dem Gesuche beizulcgen. Gießen, am 15. Januar 1914. Die MeisterpriifuugsKommisstott für dir Provinz Gbertzejfen. Traber, Vorsitzender. onntag, den 3. Mai Ausflug nach Gladenbach. Abfahrt mit Biebertalbahn vormittags S 03 Uhr, dann von Bieber aus an Stroh- und Obermühle vorbei durch den sog. DünSberg-Grund über Frankenbach, Eiserne Hand, Rodenhausen u. Erdhaufen nach Gladenbach. Dort gemütliches Beisammensein im BereinSlokal deö Kriegervereins Gladenbach. — Frühstück mitnehmen. — Teilnehmer wollen sich melden bis zum 1. Mai bei Kamerad Albin Klein, Seltersiveg 83 (i'aben). Auch Mitglieder anderer Militärvcreine können sich beteiligen. Der Uorftand. I haben sich zahlreiche Fahrer gewöhnt, Wybert» Tabletten mitzunehmen. Die staubige Luft, das rasche Atmen greift die Kehle an, sie wird trocken, der Kais rauh und die Stimme heiser, besonders wenn man sich noch von der Fahrt erhitzt dem Zuge ausgeseht hak. Dann wirken ein paarWybert-TablettenWunder: wie sie im Munde zergehen, lindern sie die Heiserkeit und schaffen einen freien Kals. Der Preis ist in allen Apotheken und Drogerien l Mark pro Schachtel. Niederlagen in Giessen: Pelikan-Apoth., Hir8chApoth.| Löwen-Drog. , Central-D rog BoBMMaaan I D Studieren Sie d. weltbekannt. Selbstunterrichtsbriefe Methode Rustin ^ Die landwirtschaftlichen Fachschulen Handbücher zur Aneignung der Kenntnisse, die an landwirtschaftl Fachschulen gelehrt werden, u. Vorbereitung zur Abschlussprüfung der entsprechenden Anstalt. — Inhalt: Ackerbaulehre, Pflanzenbaulehre, landwirtschaftliche Betriebslehre und Buchführung, Tierproduktionslehre, landwirtschaftliche Chemie, Physik, Mineralogie, Naturgeschichte, Mathem., Deutsch, Franzos., Geschichte, Geographie. Ausgabe A: Landwirtsclinltsschule Ausgabe B: Acker bausch ule O Ausgabe C: Landwirtschaftl. Wintersclinle Ausgabe D: Landwirtschaftliche Fachschule Obige Schulen bezwecken, eine tüchtige allgemeine und eine vorzügliche Fachschulbildung zu verschaffen. Während der Inhalt der Ausgabe A den gesamten Lehrstoff der Landwirtschaftsschule vermittelt u. das durch das Studium erworbene Reifezeugnis dieselben Berechtigungen gewährt wie die Versetzung nach der Obersekund* höh. Lehranstalten, verschaffen die Werke B u. C die theoretischen Kenntnisse, die an einer Ackerbauschule bzw. landwirtschaftlichen Winterschule gelehrt werden. Ausgabe D ist für solche bestimmt, die nur die rein landwirtschaftlichen Fächer beziehen wollen, um sich die nötigen Fachkenntnisse anzueignen. Auch durch das Studium nachfolgender Werke legten sehr viele Abonnenten vortreffliche Prüfungen ab und verdanken ihnen ilir ausgezeichnetes Wissen, ihre sichere einträgliche Stellung: Der Elnj.-Frelu., Das Ablfurlenfenexamen, Das Gymnasium, Das Realgymn., Die Ober- realsdiule, Das Lyzeum, Der geb. Kaufmann. Ausführl. Prospekte u. glänzende Dankschreiben über bestandene Prüfungen, die durch das Studium der Methode Rustin abgelegt sind, gratis. — Hervorragende Erfolge. — Bequeme monatliche Teilzahlungen. — Brieflicher Fernunterricht. — Anslchts- ^ Sendungen ohne Kaufzwang bereitwilligst. ^ Bon ness & Hachfeld, Verlag, Pots dam S O. Bar G eId , sichern Leuten jeden Standes, | reell, diskret and schnell [leiht C. Winkler, Berlin 18, Friedrichstrasse 118a, Bedingungen kostenfrei Täglich eingehende Dankschreiben und zahlreiche Auszahlungen. 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