eirer Btjaptttis 2 S pfg. monatlich BsrttlMckich ?» MG., „r«u»,ahlbar, frei in» Hau». >b,«h»ti i» ■ipctttiin oder in den Zweig. atfgafrefttOen (teotitl^riid) 60 Pfg. — Erschein! M iMW och« und — Redaktion: Seiler», weg 88. — Aür «nsbenxchrung »der Rücksendung nicht veriangrer Vianuskripie wird nicht garantiert. Bering der «iehener Zeitung" (8. m. d. H. Lxpedltlon: Zeltersweg 83. Gietzener r-gediatt) Anzeigenpreis 15 pfg. die 44 ww breite Peiitzeiie sür IluSwäri? 20 Psg Die 90 mm breite Reklame- Zeile 7,0 Pfennig Lxlrabetlagen werden nach Gewicht und Grütze berechnet. Rabatt kommt bei Ueberschreitung des Zahlung-' ziele- (30 Tage», bei gerichtlicher Beitreibung oder l'e> Konkurs in WegiaÜ. Platzvorschriften ohneBerbtndlichter.. Druck der Gießencr Berlagsdruckcrei. Albiu Mein. Nr. 28 Leiep hon: Lir. 362. Mittwoch, den 8. April 1914. Telephon Nr. 362. 26. Iühtg. Albanien macht Mobil. Die Vorbereitungen für die Mobilmachung ,d bereits im Gange. Fürst Wilhelm erhielt hlreiche Depeschen, in denen die Bevölkerung ihre ürüstung über die Vorgänge in Epirus ausspricht und 1 ihm zur Verfügung stellt. Der Fürst beglückwünschte Königin von Holland telegraphisch zu dem Verhal- > des Majors Rneller, der sich übrigens auk dem Wege r Besserung befindet. — Aus dem nördlichen Epirüs id von albanischen Regierungsbeamten Telegramme igelaufen, die besagen, daß die albanische Eendarme- nicht mehr nur Kmnitatschis, sondern auch aus reit l ä r e n griechischen Truppen zufammenge- ;1en Banden gegenüberstehe. Von Seiten der Aus- ''iscken würden Geschütze und Milraillcusen verwen- .die griechische Artilleristen bedienten. Da die Auf- -nschcn von griechischer Seite fortwährend Verstärkten erhielten, wagten sie sich, immer mutiger wer- nd, nunmehr an größere Plätze, welche die Eendar- :r!e nur noch mit größter Mühe halten könnte. * Die „Neue Freie Presse" meldet aus Durazzo: c Aufständischen in K oritza sind entwaffnet und lwcise ins Gefängnis geworfen worden. Auch der ctropolit von Koritza, der nach dem Ergebnis der vor- nommenen Untersuchung für, den Urheber des Auf- ndcs gehalten wird, wurde verhaftet. * Der offiziöse „Petit Parisien" schreibt: Die in- nationalc Kontrollkommission wird dem Fürsten von banien wahrscheinlich den Rat geben, den aufstän- schen Epiroten einige Bürgschaften für ihre elb st Verwaltung und ihre Gerechtsame zu veilen, da dies das einzige Mittel sei, um den Bürger- :g zu verhindern. Poiitifcbe Rundfcbau. Deutschland. * Der Kaiser hörte am Montag auf Korfu die nckräge des Chefs des Militär- und des Marinekabi- ts, sowie des Gesandten von Treutler. Zur Mittags- cl waren geladen die Königin von Griechen- n d und Prinzessin Helene. — Der R e i ch s k a n z- r tritt seine Korfureise in der zweiten Hälfte der Moll n. * Das Prinzenpaar Heinrich v. Preußen von Chile kommend, am Montag in A l b e r d i ein- roffen und hat die Farm Germania besucht. Der itsche Gesandte hat sich nach Alberdi begeben, um sich i Fürstlichkeiten anzuschließen. Die prinzlichen Herrchen werden am Mittwoch in Buenos Aires zuckick- oarlet. * Rach der „Post" ist beabsichtigt, sür den halb - tlichcn Verkehr des Auswärtigen Amtes mit der Presse | stighin einen oder mehrere besonders geeignete Beier der T a g e s j o u r n a l i st i k anzustellen und für | crt Posten 25 000 Mk., für weitere Nachgeordnete 8000 12 000 Mk. auszusetzen. * Der bisherige Landesdirektor der Für- | itüntcr Waldeck und Pyrmont, der Kgl. Prä- nt v. G l a s e n a p p in Arolsen, ist zum König!. ! lizeipräsidenten in Köln anstelle des in den Ruhe - id tretenden langjährigen Polizeipräsidenten v. Weeg- nn ernannt worden und hat mit dem 6. April die itsgeschäfte in Köln übernommen. Herr v. Glasenapp ! im 53. Lebensjahre; er wurde am 10. September >8 unter Ernennung zum Kgl. Präsidenten zum Lan- 'dircktor der Fürstentümer Waldcck und Pyrmont be- :n. Für die Förderung von Handweck, Handel und »werbe, ebenso für die Verbesserung des Veckehrs ist neue Präsident in den Füchentümern stets eifrig p erfolgreich cingetreten; er war im Waldeckcr Land daher auch recht beliebt. Herr von Glasenapp ist mit einer Tochter, des früheren Kultusministers v. Eoßler verheiratet. * Byeslau, 7. April. Heute nachmittag trat das Domkapitel im Kapitelsaale zusammen, um die Liste der Bischofskandidaten aufzustellen, unter denen das Domkapitel zu wählen gedenkt. Die Lifte wird der Staats regier,ung zugestellt werden. ::: Z a b e r n, 7. April. Heute hatte sich das Landgericht Zabern mit der Klage der anläßlich der Zaber- ner Vorfälle im Pandureickeller eingespercken Bürger zu befassen. Es kamen hierbei annähernd 25 Vergleiche zwischen dem Militärsiskus und Festgenommenen zustande, da sich die Betreffenden mit der vorgeschlagenen Ent - schädiguNg von 50 Mkk einverstanden erkläcken. Mer weitere Klagen wurden auf den 21. April veckagt, da' runter auch die des Schuhmachers Blanck aus Dettwei- ler, der. 250 Mack verlangt. Die bisher entstandenen Gerichts- und Polizeikoften trägt in allen Fällen der Fiskus. Oesterreich. * Das „Echo de Paris" will wissen, daß d i e ö st erreichisch -ungarische Regierung dem Athener Kabinett ein ausführliches Programm ihrer Forderung betreffend den Hafen von Saloniki übersandt habe, worin sie unter anderem die Schaffung einer ziemlich ausgedehnten sreicn Zone, die Freiheit für den direkten und indirekten Transitveckehr und Ein - fkußnahme auf die Ausgestaltung des Hafens verlange. England. * Der englische Manneminister Winston Churchill reist nach Madrid und wird dort vom König Alfons, dem Ministerpräsidenten und dem Marineminister empfangen werden. Serbien. * Belgrad, 7. April. Die serbischen Postbediensteten haben für das serbische Osterfest die passive Resistenz angekündtgt, weil bei der Budgetberatung in der Skupschtina ihre Forderungen auf eine Regelung des Gehalts nicht beachtet worden sind. Aus aller Mir. ! Kreuznach. Die kürzlich hier verstorben« Witwe des Landtagsabg. Landrat Knebel vermachte ihr mehrere Millionen Mark betragendes Vermögen dem Kreise Simmern im Hunsrück zur Heb u n g des kleinbäuerlichen Standes. ::: Osnabrück. Hier waren bis Montag bei der Polizei 151 Familien gemeldet worden, die zum 1. April keine Wohnung bekommen konnten. An die Stadtverwaltung wird die Anfrage gerichtet, was sie zu tun gedenke, um diesem geradezu unerhörten Uebelstande ab- zuhelsen. * Freiburg (Breisgau). Hier starb Reichs - freiherr Johann Eduard von und zu Vodman, preußischer Oberst a. D. und Ritter des Eisernen Kreuzes 2. Klaffe. ::: Elberfeld. Fräulein Wilden von Düsseldorf, die vor einigen Wochen ihren früheren Verlobten, den Eerichtsassessor Nettelbeck, erschossen hatte, und vor einigen Tagen wegen Erkrankung aus der Untersuchungshaft entlassen wurde, ist wieder verhaftet worden. Gleichzeitig wurde ihr jetziger Verlobter, Dr. Nol- ten-Düsseldorf verhaftet. ' Paris, 7. April. Felir Rousseau, ein Schwager des Finanzmini st ers Renauld, ist wegen Unterschlagung von 250 000 Franrs verhaftet worden. Rousseau hatte sich in gewagte Spekulationen eingelassen. £81 Tärbcrei 6ebl Röwr ::: Paris, 7. April. Heute vormittag erschoß der Polizeiinspcktor de Lacroir in der Polizeipräfektur aus Eifersucht seinen Kollegen D u p i n. Er meldete unverzüglich seinem Vorgesetzten seine Tat und ließ sich in Haft nehmen. ::: Holzkönig Weyerhäuser ist tot. Der größte amerikanische Holzindustrielle Friedr. Wcyer- häufer ist in Pasadena in Kalifornien gestorben. Sein Vermögen wird nach dem Rockesellers für das größte geschätzt. Weyerhäusers Lebensgeschichte klingt wie ein Roman. Als 18jähriger Bursche hatte er noch keinen Heller, als er starb war er, achtfacher Milliardär. Er war 1834 in Niedersaulheim in Rheinhessen geboren als der Sohn eines Winzers, dem er beider,Arbeit hals. 1852 wandecke er mit Mutter und Schwestern nach Amerika aus. Er fand Beschäftigung in einem Sägewerk, das er später mit einem Teilhaber kaufte. Er sah voraus, daß bei der gewissenlosen Waldwirt - schaft Amerikas bald Holzknappheit einlreten müßte, und war daher bestrebt, sich große Waldbestände zu sichern, die früher noch sehr billig zu haben waren. Am Ansairg arbeitete er mit ^Teilhabern, später ohne sie und schließlich besaß er im Nordwesten Amerikas kolossale Waldbestände, aus denen Ströme von Gold in seine Kasse flössen. Dabei lebte er in einsiedlerischer Zurückgezogenheit und kannte keine der Ertr,avaganzen, mit-denen sonst ameckkanische Milliardäre der W«lt Stoff zur Unterhaltung geben. ::: Einer der hervorragendsten amerikanischen Sammler, Henry Frick in New-Port, hat soeben das Bildnis eines Mannes in Rüstung von zahlte dafür 750 000 Francs, höchste Preis, der bisher für Meisters gegeben worden ist. E r e c o erworben und Das ist weitaus der ein Bild des seltsamen Lergarbeiterlö ne und Werksgewinne. Es wird uns getrieben : Die vor kurzem im Deutschen Reichs-Anzeiger erschienene anitliche Statistik über die im Jahre 1013 in den preußischen Bergbaurevieren verdienten Löhne hat in der Oeffentlichkeit zu lebhaften Erörterungen über die Lohnverhältnisse der Bergarbeiter geführt. Insbesondere wurde verschiedentlich die Tatsache, daß der Gesamtverdienst eines Arbeiters im 4. Quärtal 1913 in allen Revieren geringer war als im vorhergehenden Quartal, zum Anlaß genommen, den Zechenverwaltungen rigorose ünd unberechtigte Lohnkürzungen zum Vorwurf zu machen. Die Leipziger Volks-Zeitung schreibt in Nr. 61 in einem Artikel „Minderver - dienst im Bergbau'", die Lohnkürzungen hätten in den verschiedenen Steinkohlen- und Braunkohlenrevieren zwischen 6 und 49 Mark betragen und beschuldigt die bürgerliche Presse, diese Lohnrückgänge im Interesse der Unternehmer zu verschweigen. Die Bergarbeiter- Zeitung, das Organ des alten sozialdemokratischen Bergarbeiter-Verbandes, berechnet in einer ihrer letzten Nummern für das letzte Viertel 1913 den Rückgang des Gesamteinkommens eines Arbeiters im Rührrevier mit 37,74 Mk. oder 8,87 Prozent und behauptet, daß im Gegensatz hierzu« die Eckrägnisse der Bergwerksgesellschaf- ten fortgesetzt gestiegen seien. Auch der sozialdemokratische Abg. H u e erörterte jüngst im Landtage bei den Beratungen zum Bergetat in gleichem Sinne die Lohnverhältnisse der Bergknappen. Die privaten und staatlichen Grubenbesitzer des Ruhrbergbaues hätten es feckig gebracht, trotz Steigerung der Werksüberschllffe die Gesamtlohnsumme um über 7 Millionen Mark zu drücke». Alle diese Auslassungen sind irresührend und beruhen lediglich auf einer falschen Deutung der amtlichen Lohrtstatistik. Es ist zwar richtig, daß der Gesamtver - dienst eines Arbeiters und die Eesamtlohnsumme im 4. QUackal 1913 in allen Bergbaurevieren niedriger gewesen sind als im 3. Quartal desselben Jahres. Diese Erscheinung ist aber in jedem Jahr zu beobachten und Frankfurt a. M. cnd Färberei Hugo Luckner (loh. Gebr. Rover) Leipzig Chrmisches Reinigen und Färben von Damen-, Herren- und Kindergarderobe, Vorhängen, Decken. Teppichen Portieren Fellen, Spitzen, Federn, Reihern, Kindermiitzei, schuhen eie. Zirka 1000 Angestellte. Hand- steht keineswegs immer mit Lohnkürzungen im Zusammenhang. Sie erklärt sich einsach daraus, das; die Zahl der durchschnittlich von einem Arbeiter versahrenen Ar- beitsschichten im 4. Quartal insolge der vielen Feiertage (2 Weihnachtstage, Buß- und Bettag, Allerheiligen ufw.) wesentlich geringer ist als im 3. Vierteljahr. Auch im Jahre 1912 ist das Gesamteinkommen vom 3. und 4. Quartal in allen Revieren gesunken, beispielsweise im Ruhrrevier bei einem Arbeiter der Gesamtbelegschaft (einschließlich jugendliche Arbeiter) von 422 Mk. aus 406 Mark, obwohl im Schichtverdienst eine Steigerung von 5,10 aus 5,17 Mk. zu verzeichnen war. Ebenso unrichtig wie die Angaben über Lohnkürzungen sind auch die Behauptungen über eine andauernde Steigerung der Werksgewinne. Es ist allgemein bekannt, dag im 4. Quartal 1913 ein scharfer Konjunkturrückgang eingetreten ist, und die Betriebsüberschüsse der Zechen haben infolgedessen eine wesentliche Einbutze erlitten. Rach einer in der Presse veröffentlichten Zuscckn- menstellung hacken 20 Bergwerksgesellschaften des Ruhr- kohlenbezicks insgesamt einen Ueberschutz von 19,88 Millionen Mack gegen 24,45 Millionen Mack im dritten Quartal, also einen Rückgang um 4,57 Mill. oder um etwa 19 Pro;, zu verzeichnen, wobei allerdings gleichfalls die geringere Zahl der Arbeitstage nicht außer Acht zu lassen ist. Es kann aber keinem Zweifel unterliegen, daß die Ergebnisse der amtlichen Lohnstatistik für das letzte Jahresviertcl (der Schichtlohn eines Arbeiters der Gesamtbelegschaft ist von 5,42 Mk. im 3. Quackal auf 5,38 Mk., also um 4 Pfg. gesunken) den Behauptungen über rigorose Lohnkürzungen bei gleichzeitig steigenden Eckrägnissen der Zechen keineswegs entsprechen. Da die Zahl der von einem Arbeiter verfahrenen Schichten sich noch auf derselben Höhe wie im gleichen Vieckel des Vorjahres gehalten hat (je 79 Schichten), so haben die Bergarbeiter unter den verändecken wirtschaftlichen Verhältnissen noch wenig zu leiden gehabt. Aus Stadt und Land. * Der Groß Herzog hat am 5. Apckl den außeretatsmäßigen ordentlichen Professor Dr. med. et med. vet. Friedrich ©meiner in Gießen zum ordentlichen Professor in dem veterinär-medizinischen Kollegiutn der Landesuniversität Gießen mitWickung vom 1. April 1914 ernannt. n Gießen. Der Oberlehrer an der Realschule und dem. Progymnasiulm zü Alzey Professor K. Völ- z i n g wurde zum Oberlehrer an der Oberrealschule zu Gießen ernannt. * Ernannt wurde am 30. März der Militäran - wäcker Wilhelm Garte nschlägey in Gießen zum Kanzleiaehilsen am Landgericht der Provinz Oberhessen. Teilung dcö Realgymnasiums und der Lbcrrealschutc zu Giestc». Das Realgymnasium und die Obcrrealschule zu Gießen sind vom 1. April 1914 ab, so gibt das Ministerium des Innern bekannt, in zwei selbständige Schulen zerlegt worden. Mit Ermächtigung des Großher- zogs werden von der gemeinsamen Schule zutzewieseu: A. dem Realgymnasium: 1. Oberlehrer Professor D. H o l z m a n n, 2. „ „ Dr. Erb, 3. „ . S t o r ck, 4. „ „ Dr. E o l l i n, 5. „ „ Dr. W e i m a r, 6. „ „ Dr. D i t t m a r, 7. „ „ S ch a u m a n n, 8. „ „ Dr. K n a u ß, 9. „ Schmoll, 10. „ Dr. Hör n, 11. Reallehrer K i s s e l. B. der O b e r r e a l s ch u l e : 1. Oberlehrer Professor Dr. W i e d e r h o l d, 2. „ Müller, 3. „ Hedderich, 4. „ Koo b, 5. „ Geyer, 6. „ Dr. T r a p p, 7. ., Dr. N o l l. 8. „ Dr. K r a u s m ü 9. „ W ü st c n h ö f e r, 10. „ Dr. K l e i n, kl. „ Dr. Weimer, 12. .Dr. Richter, 13. Weber, 14. L a m b y, 15. Dy. Bo- ck, 16. Barth, 17. Dr. F a b e r, 18. Rcallehrer I a n n, 19. Grimm, 20. Will. 21. Salomen, 22. „ Hebermehl. n Gießen. Der 1000. Fernsprechanschluß in unserem Stadtbezirk ist in der verqanqenen Woche herqe- stellt. o L i ch. Hier sind zahlreiche Blinddarmcrkrankun- gen in den letzten Wochen vorgekommen, die die Ueber- führuNg der Betreffenden in die Eießener Klinik notwendig machten. o Allen-BUseck. Der 16jährige Döpp schoß aus Unvorsichtigkeit eine Schrotladung aus einem Flo- beyt dem 7jährigen Benner ins Gesicht. o F r i-e d b e r g. Der Bäckey L. von Rödgen ist seit einigen Tagen mit der Frau eines bockigen Land- wicks verschwunden. Die Frau entwendete vor ihrem Weggange ihrem Manne 1600 Mark. Aus Hamburg kam dieser Tage ein Bckef des L. an seine Beywandten, daß sie glücklich den Dampfer nach Amerika bestiegen hätten. Sowohl der durchgegangene Mann als auch die Frau hinteylaffen ihre Familien mit Rindern. * Bei der Wahl zur Allgem. Ockskrankenkasse des Kreises Friedbeyg entfielen auf die bürgerlich-nati- onale Ltzte der Arbeitnehmer 1945 Stimmen, auf die gewerkschaftliche Liste 2732. Stimmen; die bürgerlich-nationalen Arbeitgeber erhielten 2054 die Liste der Gewerkschaften 144 Stimmen. Die Verteilung der Autz- schutzsitze sieht wie folgt aus: Die bürgerlich-nationale Lijte erhält 17, die gewerkschaftliche Liste 23 Sitze. Bei den Arbeitgebern enffallen auf die Liste 1: 19 Sitze, aus die Lifte 2: 1 Sitz. o Bad Salzhausen (Oberhessen). Die ersten Gäste unseres Bades sind vor einigen Tagen in dem Ernst-Ludwig-Heim der Deutschen Gesellschaft für Kaufmanns-Erholungsheime (Geschäftsstelle Wiesbaden) eingezogen. Die Bade-Direktion hat demgemäß entgegen - kommender Weise die Eröffnung des Brunnenbelriebes angeordnet. Das Heim gewähck für den billigen Pensionssatz von Mk. 2.60 pro Tag (für Passanten 3.80 Mack) Kaufleuten und technischen Beamten vollständige gute bürgerliche Verpflegung und ein behagliches Zimmer. Ein Aufenthalt in dem Heim mit seiner wald - reichen Umgebung am Fuße des Vogelsberges dürste sich für alle diejenigen empfehlen, denen darum zu tun ist, während der O st e r f e r i e n einige Tage ruhigen AusrUhens zu genießen. o Rödgen b. Bad-Nauheim. Hier wurde der 4jähckge Sohn des Arbeiters Kern von seinem ^jährigen Bruder mit einem Revolver aus Unvorsichtigkeit angeschossen. An dem Aufkommen des Verletzten wird gezweifelt. ! Mainz. Die 16 gewählten Stadtverordneten, deren Wahl vom Provinzialausschuß für ungültig erklärt wurde, haben gemeinsam der Bürgermeisterei und dem Kreisamt milgeteilt, daß sie gegen das Urteil kein« Berufung einlegen werden. ):( Wetzlar. In Greifenstein brach Grohfeuer aus, dem bis mittag 12 Häuser zum Opfer fielen. Bei dem herrschenden Sturme war der ganze Ort gefährdet. ):( L a u n s p a ch. Hier sind 8 Schulkinder an Blinddarmentzündung eckrankt. Die Krankheit kam meist bei weiblichen Personen vor. ):( Diez. Seit 3 Jahren ist im Unterlahnkreis die Schulzahnpflege Angeführt. Bisher haben 26 Gemeinden mit dem Kreisausschuß den Vertrag unterschcke- ben. Nach der in 44 Schulgemeinden vorgenommenen Untersuchung sämtlicher Schulkinder aus kranke Zähne haben von 3738 untersuchten Kindern nur 1160 ein relativ gutes Gebiß, so daß tatsächlich über zwei Drittel aller Schulkinder an kranken Zähnen leiden. ! H ö ch st a. M., 6. April. In den Farbwerken trugen sich am Samstag schwere Vergiftungs- Unfälle zu. Trotz der sorgfältigsten Sicherheitsmaß- regeln strömten in der Abteilung für Hydrosulfit giftige Gase auch durch welche die tn dem Raume befindlichen Chemiker Dr. Momberger, Dr. Zahn und Dr. Stock, sowie die Aufseher Bläßer und Gramm bewußtlos wurden. Alle 5 Personen mußten sofort dem Krankenhause zugesührt werden, wo es gelang, sie ins Leben zurückzurufen. ):( Aus dem TaUnus. Zur Erhaltung der Wildkatze hat die Wiesbadener Regierung eine Schonzeit für das Tier bis zum April 1916 angeordnet. Als Schutzbezick wurden die WalduUgen des Zentral - studienfonds Und die ausgedehnten Staatsforsten im Taunus besttmmt. o O b e r U r s e l, 6. April. Zwischen der Hohen- mack und der Stadt fuhr heute vormittag ein Wagen der elektrischen Straßenbahn in ein Lastfuhrwerk. Hierbei wurden zwei Pferde auf der Stelle getötet. Der Straßenbahnwagen erlitt schwere Beschädigungen. Die Schuld soll den Wagenführer treffen. ):( Marburg. Der, a. o. Professor.Dr. med. Ernst G ö p p e r 1, erster Prosektor und Abteiluttgsvor- steher am anatomischen Institut der Universität Marburg, hat einen Ruf als Ordinarius der Anatomie an die Franksucker Universität erhalten. Kirchliche Nachrichten. Evangrlische Gemeinde in Gießen. Gründonnerstag, den 9. April. In der Stadtkirch«. Abends 6 Uhr: Beichte und hl. Abendmahl für Matthäus- und Mackusgemeinde gemeinsam. Anmeldung vorher bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten. Pfarrer Schwabe. In der Johanneskirche. Vorm. 9 l /i Uhr: Vorstellung und Prüfung der Kon-> firmanden au>s| der Iohannesgemeinde. Pfarrer Ausfeld. | Abends iy i Uhr:'Beichte und hl. Abendmahl für Lu-- kas- und Iohannesgemeinde. Anmeldung vorher-t" bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten. Pfarrer Ausfeld. Karfreitag, den 10. April. Kollekte für die evangelischen Anstalten zu Jerusalem. In der Stadtkirche. Vorm. 9'/t Uhr: Pfarrer D. Schlaffer. Beichte u. hl. Abendmahl für die Matthäus- u. Mar- kusgemeinde. Anmeldung vorher bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten. Vorm, liy Uhr: Kinderkirche für Matthäus- u. Markusgemeinde: Pfarrer D. Schlaffer. Abends 6 Uhr: Lilurgtfchey Gottesdienst. Pfr. Schwabe. " Am 2. Osterseieckag, nachmittags 2 Uhr, findet die Vorstellung und Prüfung der Konfirmanden aus der Mackusgemeinde statt. Die Konfirmation findet am Sonntag Quasimodogeniti, den 19. April, statt, in Verbindung damit die Feier des hl. Abendmahls. Die Beichte dazu wird am Samstag, den 18. Apckl, nachmittags 2 Uhr, gehalten. In der Johanneskirchr. Vormittags 9% Uhr: Pfarrer Bechtolsheimer. Beichte und hl. Abendmahl für Lukas- Und Ja- » Hannesgemeinde gemeinsam. Anmeldung vorherbei I dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten. Vorm. ll l / 4 Uhr: Kinderkirche für die Lukasgemeinde. k( ., Pfarrer Bechtolsheimer. £ Abends 6 Uhr: Siehe Stadtkirche. ^ Am 1. Osterseieckag wird in beiden Kirchen eine j£' Kollekte für die Kirchenkasse erhüben werden. Am 2. Osterseieckag findet im Hauptgottesdienst die te Konfirmation der Kinder aus der Iohannesgemeinde V statt, in Verbindung damit Feier des hl. Abendmahl«. Die Beichte wird am 1. Osterseieckag im Anschluß an den Abendgottcsdienst gehalten. Ebenfalls am 2. Osterseieckag, nachmittags 2 Uhr;, 8i findet Vorstellung und Prüfung der Konfirmanden au; der Lukasgemeinde statt. Die Konfirmation derselben fin- w Quasimodogeniti, den 19. April, statt, bet am Sonntag in Verbindung damit Feier des hl. Abendmahls. Die Beichte wird am Tage vorher, nachmit.ags 2 Uhr, gehalten. Katholische Gemeinde in Gieße». Mittwoch, den 8. April. Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 -Uhr: Gele» — genheit zur hl. Beicht. Donnerstag, den 9. Apckl. Gründonnerstag. Vorm, um 7, l'/ 2 und 8 Uhr: AUsIeilung der, heiligen tz Kommunion. Vorm. 9 Uhr: Hochamt; darauf stille Anbetunysfckinden bis zur Abendandacht. WI»«» Nachm, um 6 Uhr: Passionsandacht. Freitag, den 10. Apckl. K a r s r e i t a g. , Vorm, um 7/ Uhr: Aussetzung des Mlerheiligsten, da-,^ rauf fülle Anbetungsstunden. j wrs Vorm. 9 Uhr: Verstörte Messe. Nachm. 5'/ Uhr: Predigt; darauf Passions-Andacht. . ^ Samstag, den 11. 2ft)ckl. itu t Karsamstag. ' IPlii Vorm, um 7 Uhr: Die heiligen Weihen. ** Vorm. 8% Uhr: Hochamt. öefcbätllicbes. :: Das Rheinische Technikum Bingen ist eine Lehranstalt, die unter diretter Staatsaufsicht steht und sich ausschließlich dem Maschinenbau, der Elektrotechnik und dem Eisenhochbau widmet. An den Ende dieses Monats stattgefundenen JngenieurprüfuNgen beteiligten sich 74 Kandidaten, wovon 67 bestanden, darunter einer „mit Auszeichnung". Alle Absolventen hatten bei ihrem Austritt bereits Stellung in der Prack; gesunden. Der Leiter der Anstalt ist der in Fachkreisen bekannte Professor, H o e p k e. Das neue Semester beginnt am 22. April. Programm versendet das Techni- kum kostenfrei._ Verantwortlich: Albin Klein. Gießen. dis haste liitenmiirfi-Seins von Bergmann & Co,, Radebeul, für zarte weiße Haut und blendend schönen Teint, a Stück 50 Pfg. Überall zu haben. »» Nt Ü nt Zum Feste ist jede Hausfrau darauf bedacht, einen wohlgelungenen, selbstgcbackene» Fest- kuchen auf den Kaffeetisch zu bringen. Sie wird stets Ehre mit ihrem Kuchen rinlegen, wenn sie dazu das echte Dr. Oetker'S Backpulver „Backin" verwendet. (Der Name „Backin" ist gesetzlich für Dr. Oetkers Fabrikate geschützt und darf nicht nachgemacht werden.) 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