i Al (1 .t ias iij” tis. ta.l - b a-a;t lf! i 5'tni lla"! Bai attd i.-l-.t ::b(! ge Pn I x eil ve;us»r«u»zahlbar, frei in» Hau». >b>«h»lt « «>( « «r GUPk-itivn oder in den Zweig. au»,-bestellen iM ewiMrl tch SO Psg. — Ericheini Ekvtditl0N: M iM » , ch« um» Sa«»»«,«. — Redaktion: Selter». weg 88. — Kllr Aufbewahrung ober Rücksendung n icht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. «erlag der »iestener Zeitung" K. m. b. H 5elter§weg 83. Nr. 22. Telephon: Rr. 362. Mittwoch, den 18. März 1914. fWJttt «tetzeuer Tageblatt) HI Anzeigenpreis 15 Pfg. * bte 44 mm breite Petttzetle sür Auswärts SO Pfg Die 80 mm breite Reklame-Zeile 50 Pscnnig Extrabeilagen werden nach Gcwick, und Grötze berechnet. Rabatt kommt bei Ueberschreilung des Zahlung». zielcS (30 Tage), bei gerichtlicher Beitreibung oder bei Kontur» in Wegfall. Platzvorschristen ohneBerbindlichtei. Truck der «iiestcn cr 'verlagödruckcrci. Aldi« Mein. Telephon Nr. 882. 26. Iührls. 0nt franzöfifcbc Mlnislergatkin zur Mörderin geworden. Paris, 17. März. Eine schon lange bestehende ftrchsehde zwischen dem Direktor des „Figaro", Gasten i a 1 in c) 1 e und dem Finanzminister C a i l l a u r hat lestcrn abend zur Katastrophe geführt. Die Gattin des Ninistcrs, Frau Caillaur, hat zur Selbslhilsc gegriffen ind den dlngreiser der Ehre ihres Galten, Calmette, urch Rcvolverschüffe medergestreckt. Calmette ist nachts kurz nach 2 l / 2 Uhr in der iartmannffchen Klinik in der Avenue Victor Hugo seien Verletzungen erlegen. Ucber das Attentat wird gemeldet: Gestern ge- en 5 Uhr nachmittags lief; sich Frau Caillaur im Automobil des Ministers nach dem Gebäude des „Figaro" ihren, wo sie Herrn Calmette sprechen wollte. Gerade ls der Diener das Direktionszimmer betreten wollte, hielte sich Caillaur an, auszugehen. Lächelnd sagteer: Mit dieser Frau möchte ich nichts -311 tun haben." iichtsdestohocnigcr lieh er Frau Caillaur herein. Er rar gerade dabei, den Ueberzieher abzulegen, als Fr,au laillaur in höchster Erregung aus ihrem Muff einen kevülver hervorzog und nacheinander 5 Schüsse abgab. ton 4 Kugeln getroffen, stürzte Calmette blutüberströmt usammcn. Frau Caillaur wiederholte dann ein über as andere Mal: „Das war für mich das einzige Mit- :I, meine Ehre und die meines Gatten zu rächen." Cal- celte geschossen, da er sie und ihren Gemahl durch die :rt herbeigerufencn Arzt verbunden. Sodann wurde er 1 eine Klinik gebracht. Frau Caillaur wurde in den läumen solange sestgehalten, bis die von dem Attentat erständigte Polizei herbeikam. Frau Caillaur erklärte !nmer wieder, dah sie nur die Ehre ihres Gatten und l)rc eigene gerächt habe. Die erste ordnungsmähige Vernehmung der Frau fand auf der Polizeiwache statt, sie erfolgte abends gegen 8 Uhr. Frau Caillaur gab die Tal ohne weiteres zu. Sie habe mit Bedacht aus Calmette geschossen, da er sie und ihren Gemahi durch die schmählichen Artikel, die er über sie veröffentlichte, beleidigt habe. Nur das Blut Calmetles habe diese Schmach abwaschen können. Aus Beschluh des -Kommissars wurde Frau Caillaur vorläufig in Hast behalten. Der Finanzminister Caillaur erhielte er von der Polizei die Nachricht von dem unseligen Attentat, das seine Gattin unternommen hatte. Er verständigte sofort den Ministerpräsidenten, der noch in der Nacht ein!n Kabinettsrat einberief. Um Mitternacht versammelte sich das Ministerium unter dem Vorsitze Doumergues, um über die sür das Kabinett durch die Tat geschaffene Situation zu beraten und die Frage der. Demission des gesamten Ministeriums zu erörtern. Paris, 17. März. Es verlautete, dah der „Figaro" heute Privatbriese veröffentlichen wird, welche Cail- iaur vor etwa 10 Jahren an seine gegenwärtige Frau gerichtet hatte, als sie noch die Gattin des Schriftstellers Leon Clarette war. Der „Figaro" hat nun die Veröf- sentlichung der Briefe, welche angeblich sür Caillaur und mehrere seiner. Freunde sehr kcmpromiticrend sein sollen, aufgeschobem — Frau Caillaur hat im Gefängnis die bisher zur Schau getragene Fassung v 0 l l- ständig verloren. Man schreibt dies, wie ein Blatt meldet, dem Umstand zu, dah der Finanzminister, als er im Polizeikommissariat weilte, mit seiner Frau eine Unterredung hatte, und zu ihr gesagt habe: „S i e haben mich sür immer ruiniert." — Frau Caillaur sollte gestern abend an einem Diner auf der italienischen Gesandtschaft als Tischnachbarin des Präsidenten der Republik teilnehmen: sie sagte jedoch telephonisch ab und entschuldigte sich mit plötzlichem Unwohlsein. Paris, 17. März. Caillaur hat gestern abend dem Ministerpräsidenten seine Demission mitgeteilt. | Die Minister sind der Meinung, dah der Entschluh Cail- j lau:' nicht endgültig ist, und haben die Entscheidung | aus morgen vertagt. Polinrebe Randrcbau. Deutschland. * Der Kaiser nahm am Sonntag das Diner bei dein Generalintendanten von Hülsen-Haeseler ein. Mofttag morgen begab er sich nach Kummersdors, wo vor der Artillerie-Prüfungskommission die neuesten Ar- tilleriegeräte zur Borsührung gelangten. Das Frühstück wurde im dortigen Offizierskasino eingenommen. Abends wohnte der Kaiser einer Theater-Vorstellung beim Kronprinzen bei, wo auch Dr. Ganghofcr anwesend war. Am Nachmittag hatte er im Kgl. Schlosse den Vortrag des Reichskanzlers gehört. * Zwecks Ausstellung eines Gesetzentwurfs über den gerichtlichen Zwangsvergleich außerhalb des Konkurses werden der „Voss. Ztg." zufolge demnächst im Reichsjustizamt Sachverständige gutachtlich vernommen werden. Es handelt sich um die Anhörung von Vertretern der Industrie, des Handels und des Gewerbes, — Das russische Handelsministeriutn hat sich auf das Ersuchen von Handelskreisen bereit erklärt, für die Verlängerung des Ende Dezember 1916 ablaufenden deutsch-russischen Handelsvertrages bis zum Herbst 1917 eintreten zu wollen. Rußland. * Die „Agence Havas" bestätigt die in Petersburg umlaufenden Gerüchte, dah in geheimer Sitzung der Duma die Regelung der Vermehrung des Heeres um 5 0 0 00 0 Mann und die Notwendigkeit einer Heeresaufwendung von 500 Millionen Rubel au- * gekündigt hat. färtmi 8ebr. Wm Frankfurt a. M. it«* und Färberei Hugo Luckner (Inh Gebr. Rover) Leipzig Chemisches Reinigen und Färben von Damen-, Herren- und Kindergarderobe, Vorhängen, Decken, Teppichen, Portieren Fellen, Spitzen, Federn, Reihern, Kindermiitzen, Handschuhen etc. Zirka 1000 Angestellte. !S \ 1 d Nach antUem Master. Humoreske von Adolf Thiele. Nachdruck verboten. lf! iah* n> Missvergnügte haben meist rote Nasen. Sind ihre Nasen rot, weil sie mihvergnügt sind, der s>nd sie mihvergnügt, weil sie rote Nasen haben? lcr möchte diese Frage eittscheiden? Soviel jedoch steht fest: Mihvcrgnügte haben meist cke Nasen. Auch die kleine Gesellschaft, die sich im lauschigen interzirmncr der „Grauen Pudelmütze" zusammen zu iidcn pflegte, schien eine Blütenlese von Unzufriedenen irzustellen. Wenn auch nicht anzunchmen war, dah sie die lerke des großen Mißvergnügten von Franffurt ge- sen hatten, so schien doch jeder von ihnen selbst ein ster „Schoppenhauer" zu sein. Besonders Herr Strun- l, Wmhlgeboren, einer der herabgekommcnften Schub- acher seiner Zeit, pflegte derartig in die Schoppen einbauen, dah man allgemein annahm, er habe einen tagen von Doppelsohlleder. Neben ihm sah der Korrektor Nonnemann, der, wie sein Beruf erforderte, seinen geradezu sündhaften urst durch Trinken zu korrigieren bemüht war. Auch bei dem Gärtner Meier war dafür gesorgt, h die Bäume nicht in den Himmel wuchsen; was am Tage mit seinen Rosen und Hyazinthen ein- hm, ging abends wieder darauf bei der Kultur jener ollenartigen Frucht, die sein Angesicht verzierte. Ferner war da ein ältlicher Mann, der ein ungc- :in geregeltes Leben führte. Er war Witwer und Rentier; früher sollte er Kravattensabrikant gewesen sein; ob in wirklichem oder übertragenem Sinne, das wuhte allerdings niemand genau. Vervollständigt! würde diefSlammtischgefellschafl durch einen Auktionator, der schon von seinem Beruf aus gewohnt war, die Summe immer um eins zu vermehren, und durch einen Kammerjäger. Letzterer war infolge seiner unglaublichen Räusche häufig in Gefahr, statt der Ratten, die sein tägliches 1 Brot waren, sich selbst zu vergiften, er hatte sich daher hoch in die Unfallversicherung eingekaust. Es war an einem kühlen Herbstabend, als sich die werte Gesellschaft wie gewöhnlich versammelt hatte, vom Wirte natürlich mit größter Ehrerbietung begrüht. Nachdenkende, mäßige Männer, Freunde der Natur und des Studiums und ähnliche, die sich bei zwei oder drei Glas Bier herumdrücken, kann ein Wirt von echtem Schrot und Korn selbstverständlich nicht achten. „Ja, es geht nichts über ein regelmäßiges Leben", hatte der Rentier soeben gesagt. „Wenn ich nicht tag - lich meine bestimmte Anzahl habe, also vormittags vier Glas, mittags drei, nachmittags drei und abends fünf- hn, so fehlt mir etwas." Kaum war diese diätische Bemerkung gemacht, als :r Schuhmachermeister Häsele eintrat, von allen Freun- :n edler Gesellschaft lebhaft begrüht. „Das ist ja reizend, Kamerad, dah Du auch wic- :r kommst", rief ihm sein Kollege Strunze! entgegen. Va setze Dich nur gleich her!" Mit einem Jubel, wie ihn nur Mißvergnügte fertig ringen, nahm man den neuen Gast im Kreise auf. Es verdient bemerkt zu werden, dah Häseke, em lider Bürger und Steuerzahler, nur zeitweise dem Ze- resdienfle huldigte. Während er sonst die Abende zu Haufe in löblicher Mäßigkeit erlebte, kam alle zwei bis drei Monate eine Art Begeisterung über ihn. Er. pflegte dann eine Woche lang nichts zu tun, als im Wirts - hause zu sitzen und dabei sogar seine Kneipgenossen in den Schatten zu stellen. Mich heute schien er die besten Absichten mitzubringen. - „Laiht mich doch erst einmal zu Atem kommen!" sagte er. „Drei Glas!" rief er dann dem Wirte zu. In drei Zügen leerte er die drei Gläser und erst, nachdem er dergestalt „zu Atem gekommen", beteiligte er sich am Gespräch. „Wenn das Bier hier nur besser wäre!" sagte der Rentier, als sich der Wirt gerade mit seinem leeren Glase entfernt hatte. „Es gefallt mir hier nicht mehr, meine Stunden in diesem Wirtshause sind gezählt." Bereits seit 7 Jahren sprach der treue Stammgast seinen Entschluh, sortzutzehen, beinahe allabendlich aus, man legte deshalb kein großes Gewicht aus seine Drohung. „Gott bewahre mich vor Bruchschaden und solchen Ansichten!" sagte trotzdem der Kammerjäger. „Mir schmeckt das Bier!" „Sie haben gut reden", fiel der Eärtnet Meier ein. „Sie,' als ein Mann, der sein Schäfchen ins Trockene gebracht hat, können ruhig in die Zukunft sehen," StruUzel stieh secuen Kollegen Häseke an, und alle lauschten gespannt aus die lebhafte Erwiderung des Angeredeten. Der Kammerjäger, ein armer Teufel, konnte nämlich alles vertragen, nur nicht, dah man ihn für einen wohlhabenden Mann ausgeben wollte. Ilnrichlige Meldungen über Feierschichten im Nuhrbergbnu. Es wird uns geschriehen : Durch unrichtige oder übertriebene Meldungen über Feierschichten und Lohnkürzungen im Bergbau sücht die sozialdemokratische Presse fortgesetzt die Bergarbeiterschast zu beunruhigen. Ohne scharfe Ausfälle gegen das Grü- benkapital geyt es dabei natürlich nicht ab. Neuerdings geht ein Artikel durch die sozialdemokratischen Zeitungen des RUHrreviers, wonach schon im letzten Viertel des verflossenen Jahres die Zahl der im Oberbergamtsbe- zirk Dortmund eingelegten Feierschichten insgesamt über, 1 Million oder auf den Kopf der Belegschaft 3,8 betragen haben soll, entsprechend einem Lohnautzsall von 6 Millionen Mark. Züm Beweis wird auf die amtliche Lohnstatistik hingewiesen, die für das 4. Quartal 1913 31,38 Millionen Arbeitsschichten verzeichnet gegen 32,4? Millionen im 3. Quartal 1913. Lediglich Prositwut der Grubenbesitzer, so wird dazu geschrieben, soll Schuld daran sein, daß die Bergarbeiter den Hunger- ricmen enger ziehen mützten. Der Artikel beweist wieder einmal, wie gedankenlos die sozialdemokratischen Blätter arbeiten und wie unzuverlässig insbesondere ihre Mitteilungen über die Verhältnisse im Bergbau sind. Wenn im letzten Viertel des verflossenen Jahres etwa 1 Million Arbeitsschichten weniger verfahren wurden als im vorhergehenden Quartal, so ist das selbstverständlich nicht gleichbedeutend mit 1 Million Feierschichten. Sogar bei aufsteigender lKyn- junktur komint es nicht selten vor, daß die Gesamtzahl der, verfahrenen Schichten von einem Quartal zum andern abnimmt. Die Z a h l d e r A r b e i t s t a g e spielt dabei eine grohe Rolle. Im 4. Quartal eines jeden Jahres find infolge der vielen Feiertage (2 Weihnachtstage, Allerheiligen. Butz- und Bettag, Maria Empfängnis) sowohl die G e s a m t s ch i ch t e n z a h l als auch die Zahl der von einem Arbeiter versahrenen Schichten fast immer niedriger als im 3. Quartal, das im vergangenen Jahr überhaupt keine Feiertage zu verzeichnen hatte. Daß 4—5 Feiertage in einem Vierteljahr bei einer Gesamtbelegschaft von rund 400 000 Mann die Gesamtschichtenzahl erheblich vermindern, bedarf keiner Frage. Es braucht hier wohl nicht besonders betont zu werden, datz Feierschichten aus den Zechen nur dann eingelegt werden, wenn es die Verhältnisse unbedingt erfordern. Wenn in den sozialdemokratischen Blättern von Hungerlöhnen die Rede ist. so werden solche Behaupt - ungen am besten durch die Zahlen der amtlichen Lohn- statistik für. das Jahr 1913 widerlegt, wonach das Jahresverdienst einks Arbeiters der Gesamtbelegschaft im R'ühxrevier von 1629 Mk. auf 1755 Mk., das eines Hauers (etwa 50 Prozent der Gesamtbelegschaft) von 1918 Mk. auf 2088 Mk. gestiegen ist. Auch im 4. Quartal war das Einkommen eines Arbeiters noch höher als im gleichen Quartal des Vorjahres, obwohl der Schichtverdienst infolge.der rückläufigen Konjunktur im Vergleich zum 3. Quartal 1913 etwas gesunken ist; das Eesamtverdienst betrug bei einem Arbeiter der Gesamtbelegschaft 425 Mark (417 Mk. im 4. Quartal 1913), bei einem Hauer 502 Mark (492 Mk.). St'tf! Hüd Dad. n Gießen. Die Gietzener Stadtverordnete n - V e r s a m m l u n g, bestehend aus nur 23 arbeitsfähigen Mitgliedern, statt der gesetzlich vopgeschrie- benen 36, sollte den Voranschlag für 1914-15^ beraten. Statt der beschlußfähigen 19 Stadlväter waren aber nur 15 erschienen, auch war eine nachträgliche Beschlußfähigkeit des Plenums nicht zu erreichen, weil der Rest der Stadtverordneten krank oder von Gießen abwesend war. Die Sitzung muhte deshalb vertagt werden. Den Stadtvätern ist die infolge der Anfechtung der im November erfolgten Wahl von 17 Stadtverordneten drohende permanente Beschluhunfähigkeit lästig und unbequem. Man erwog, ob es kein Mittel gibt, über das vorhandene Ungemach hinauszukommen. Der Oberbürgermeister erklärte aber, daß man nach den Bestimmungen der hessischen Städteordnung sich in Ruhe und Geduld in das Unabänderliche fügen müsse, vis im Jnstanzenzug über die Giltigkeit oder Ungiltigkeit der 17 Mandate entschieden sei. In der Aussprache wurde daraus ningewiesen.daß die durch nichts gerechtfertigte Schwersälligkeit des Wagl- prüfungsverfahrens, wie sie die Städteordnung vorschreibt, unter Umständen die ganze Verwaltung lahm legen kann, sodaß sich für die Stadl die Lage sehr schwierig gestaltet. n Gießen. Die am Montag stattgefundene Stadtverordneten-Versammlüng genehmigte den Voranschlag der Stadt, der den Ausschlag an Gemeindesteuern wie bisher auf 120 Prozent festsetzte. In einer längeren Rede verabschiedete sich Oberbürgermeister a. Dk Mecum von der Versammlung, in deren Namen ihm Stadtverordneter Petri für seine Tätigkeit dankte. n Gießen. Ein elektrotechnischer Fachkurs in der Installation e l e k t r. Lichtanlagen wird in der hiesigen Gewerbeschule in der Zeit vom 21. März bis Mitte Juni ds. Js. abgehal- tzm. Unterrichtet wird wöchentlich an Donnerstag- und Gamstag-Vor- und Nachmittagen, sowie an Sonntag - Vormittagen mit Ausnahme der in diese Zeit fallenden Feiertage. Der theoretische Unterricht wird erstreckt auf Elektrizitätslehre, Anfertigung von Jnstallalionsplänen, sodann auch auf Installationsmaterialien und Kostenberechnungen. Hieran reihen sich Jnstallationsübungcn und die praktische Ausführung von Installationen in mehreren Gebäuden. Der Unterricht ist vorzugsweise für Handwerksmeister bestimmt, die mit Jnstallationsarbei- ten vertraut sind, jedoch kann auch solchen mit der elektrischen Installation betrauten Handwerksmeistern der Besuch des Kursus empfohlen werden, welche bisher eine geregelte Ausbildung noch nicht erhalten haben uNd ' fisch daher in der Ausführung von Licht-Installationen noch nicht ganz sicher fühlen. * Der Sonntag in Wiesbaden abgehaltene Gaiutag des Main-Weser-Eaues des D e u t s ch n a t i o- nalen Handlungsgehilfen verbandes in Hamburg beschloß, den Gautag 1915 in Hersseld | abzuhaltenk );.( Groß-Gerau. Vom 5. bis 19. April veranstaltet der hiesige Ortsgewerbeverein eine A u s st e l- l u n g für bürgerliche und ländliche Baukunst. An der Ausstellung beteiligen sich auf Einladung des Vereins auch zahlreiche Künstler der Raumkunst aus Darmstadt, Offenbach und Frankfurt. ):( Diez, 16. März. Das Hochwasser der Lahn ist seit gestern von 2.70 bis heute abend auf 4.45 gestiegen. Die stündliche Zunahme beträgt 7 bis 8 ! Zentimeter. ! Wiesbaden, 16. März. Wie heute Verwaltungsdirektor, Kampel-Düffeldorf in einer hier stattgefun- denen Sitzung milteilte, stellen sich die Kosten für, das B i s m a r ck - N a t i o n a l d e n k m a l auf der Elisenhöhe bei Bingen auf rund 3 Millionen Mark, statt der bisher veranschlagten Summe von 1 8(00 000 Mark. Die Grundsteinlegung findet bestimmt am ersten April 1915, dem 100. Geburtstage Bismarcks, statt. — I Die Stadt Wiesbaden plant gleichfalls die Errichtung eines Bismarckdenkmals. Für dieses sind bereits 80000 Mark durch Sammlungen aufgebracht. Die Gesamtbausumme wird auf 175 000 Mark veranschlagt. ! Alzey. Wie in Friedberg wurde auch das hiesige Lehrerseminar vom Kreisgesundheitsamt Alzey geschlossen, weil 74 von 167 jungen Leuten plötzlich von einer epedemisch austretenden inflluenza- artigen Halskrynkheit befallen wurden. Sämtliche Seminaristen wurden vorläufig auf eine Woche in die Heimat beurlaubt. 6elcdältlicdes. :: Guter R a t i ft t e u-e r, kann man häufig hören; namentlich in diesen schlechten Zeiten. Besonders die Haussrau ist oft um einen guten Rat verlegen, wenn das Wirtschaftsgeld nicht langen will. Und doch wie schön kann man pch z. B. Helsen, wenn man anstatt der immer noch teuren Butter die berühmte und allgemein beliebte Pflanzenbutter 4 Margarine Dr. Schlinck's P a l m o n a verwendet. Niemand kann ein Palmona- brot von einem Butterbrod unterscheiden. Und in der Küche leistet Palmona dieselben Dienste, wie die beste Butter. :: Extrabeilage. Bei den teuren Zeiten sollte ! jedermann eine Ersparnis an den Kosten der notwen- s digstcn Bedarfsartikel willkommen fein. Bis zur Hälfte ' können Sie sparen an Ihren Ausgaben. für Kleidung, , wenn Sie die bekannte» Schwetafch-Stoffe di- ; rekt vom Fabrikanten beziehen. Weshalb wollen Sie • anderen den Nutzen überlassen, der doch Ihnen selbst j zukommt ? Tausende von Anerkennungen bürgen dafür, : daß Schwetasch-Stoffe ihres billigen Preises wegen, aber - auch in ihrer Qualität, Dauerhaftigkeit, in ihrem guten ! Aussehen und im vornehmen Sitze hervorragend sind. . Die heutige Beilage der Görlitzer Tuchfabrik Otto Schwe-- t> tasch G. m. b. H. Görlitz, empfehlen wir der Anfmerk- 1 samkeit unserer werten Leser. Verantwortlich: Albin Klein, Gießen. Die Hednng unseres Körpergewichts. Von einem Spezialisten. Die meisten Mageren nehmen täglich vier bis sechs Pfund solide, scttpruduziercnde Nahrung zu sich, und ihr Körpergewicht nnd Umfang ändern sich nicht in, geringsten, während andererseits runde nnd „umfangreiche" Personen nur ganz leichte Esser sind itnd dabei immer mehr zunehmen. ES ist Unsinn zu behaupten, das tage in der Natur des betr. Individuums. So ein Zustand ist kein natürlicher. Magere Leute bleiben mager, weil ihr Stoffwechsel defektiv ist. Sie absorbieren gerade genug von der cingenominenen Nahrung, »in das Leben und den Anschein von Gesundheit und Stärke zu erhalten. Da Hilst auch kein Stopfen, und von zwölf Mahlzeiten im Tag bleibt kein Pfund bei ihnen. Alle fetlproduzierenden Elemente der Nahrung passieren unbehelligt den Berdauungskanal und gehen nnvcrbraiuht wieder ab, ciiic richtige Berschivendung. Solche Leute brauchen etwas, tvas diese Elemente assimilieren hilft, bah sie ins Blut übergehen und vom Blutkreislauf aus den dürftigen Zcllcngewedeu zugeführt werden, ctivaS was die roten Blutkörperchen vervielfältigt und die Verteilung der Nährsubstanzen durch datz Blut anregt, fördert. Für diesen Ziveck empfehle ich immer folgendes Rezept: 1ä gr Eardamommlinktur, 00 gr Snlrado eomp. und 90 gr einfachen Zuckcrsirup, dazu genügend dcstill. Wasser zu», Nussüllen einer WO-Granim-FIasche. Das Rezept kann in jeder Apotheke oder Drogerie zusnmmcngestclli werden: nehmen Sie davon 20Minuten vor jeder Mahlzeit regelmässig I bis 2 Esslöffel ein, die Gewichtszunahme ist oft ganz erheblich und nimmt von Woche zu Woche zu. Seine verdauungtzsörderndcn, kräftigenden Eigenschaften kom- men bei Entkräftung sehr zustatten und geben zumal älteren Leuten neue Lebenskraft und Energie. Wenn Ihr Körpergewicht unter dein Normal ist, wenn Ihr NerdanungS- oder Äiervcn- silslcm nicht so funktioniert wie es sollte, versuchen Sie das genannte Rezept, und Sie werde» sehen, wie iä/icll es Hilst. Kroll mit Intel | billigst j in Klein, 1 Sielen. I !>-! I Sv Neue Gesundheit, Neue Kräfte, Neues Blut, Neue Nerven erlangt man durch So Jl» r I M ein wissenschaftliches Präparat, um dem Körp«r neues Leben und Kräfte zu geben, gestärkte Nerven und normal« Blut, wt J— ■d !— i I ä j| ft f \ 1 Ceciferrin ist unentbehrlich, wenn durch schwere Krankheiten geschwächt, um die verlorenen Kräfte wieder zu ersetzen Z (Ovolecithin 0,5, Eisenoxydhydrat an Zucker gebunden 0,5, und zu " ,eich den Körper widerstandsfähig zu machen. In tausenden Familien als Hausmittel hoch geschätzt, aromatische Bestandteile in Cognac 40, Rest dest Wasser.) Preis Mk. ). — die Flasche. 1 JJjj 1 Angenehm von Geschmack — von Jung und Alt gerne genommen. ntdttrritt auc *' Tabletten, ebenso wirksam wie das in Flaschen, sehr bequem im Gebrauche, in Gläschen ä Mk. 2 80, zu haben in Apotheken; man achte auf de» Kamen „LEC.1FERR1N" “ '**vi I II» und weise Ersatzpräparate zurück. Sicher zu haben von: Haupt-Apotheke Wetzlar, Universitäts-Apotheke Giessen und Alte Universitäts-Apotheke Marburg. Hundert Male hatte er sich schon über derartige Bemerkungen tödlich geärgert, sie mit Feuereifer widerlegt, und dabei merkte er, der seinen Ratten gegenüber; so viel Scharfsinn bewies, nicht im mindesten die Absicht. Erst als er beider gefährlichsten Art von Geberlaune, der Laune, Ohrfeigen zu geben, angelangt way, gab man sich zufrieden und ließ die Sache dahingestellt sein. Unmöglich bereitete der bekannte Sünder, der Buße . den Engeln im Himmel mehr Vergnügen, als es Herrn Häsekes Zechgenoffen bei der Rückkehr des soliden Meisters in ihren Kreis empfanden. Der ehrerbietige Wirt und sein flinker Kellner mußten rastlos ab- und zufpringen, um den geradezu mufb- kantenhaften Durst der sieben wackeren Männer, zU stillen, und es war bereits eine Hekatombe, eine volle Hundertzahl von Seideln, geopfert, als um 10 Uhr der Lehrjunke Häsekes erschien, um seinem Meister einen schönen Gruß von seiner Gattin auszurichten und sich zu erkundigen, wann er wohl heimzukehren gedächte. Ein invernalisches Hohngelächter, fähig, selbst «inen Schusterjungen zu verblüffen, der doch an Knieriemen- und ähnliche Schicksalsschläge gewöhnt ist, empfing den Abgesandten. Meister Strunzei und Gärtner Meier, ließen es sich nicht nehmen, ihn an die frisch« Luft zu befördern. „Na, es scheint", sagte Sttunzel, von dieser Mo- ckion zurllckkehrend, „es scheint, daß auch Du Ritter des verbreitetsten Ordens, bist, des Hauskreuzes." „Da bist Du auf dem Holzwege", rief Häseke. „Ich bin Herr in meinem Hause, hier habe ich das Zepter meiner Gewalt." Und dabei klopfte er mit einem neun Zoll langen Hausschlüssel auf den Tisch. Ein wildes Gebrüll belohnte diesen Scheyz; besonders zeichnete sich der hagere Kammerjäger durch «in mehrmaliges, sehr naturgetreues „Kikeriki" norden andern aus. Noch schneller, mußten die bedienenden Geister fliegen, und wenn auch der Wirt durch seinen Schweiß hindurch schmunzelte, so sagte sich doch der flinke Kellner: „Wenn das noch acht Tage so fort geht, so laufe ich mir die Schwindsucht an den Hals." Während dessen saß die ehrsame FraUMeisterin Häseke bitterbetrübt in ihrer hübschen Wohnstube. Nur ihr einziger Sohn, der Quartaner, leistete ihr Gesellschast. Doch um 10 Uhr forderte sie ihn auf, zur Ruhe zu gehen; er klappte daher das Buch zU, in dem er gelesen hatte und ging zu Bett. (Schluß folgt.) 3il|: hie hit ?cb Kg! «Ilf, schli 5 ri-. ■ äitt I>iti s Hat; •hör; il jei I>!>1 »ft je» ei« a« 1 : s- Glücklich der, der seinen Beruf erkannt hat, er verlange nach keinem andern Glück, CEt hat seine Arbeit und Lebensaufgabe und wird ihnen obliegen. X* - «»■'»* -i *- * * Das Reich der frau. S> IPcr darf sagen, daß er an der Sreube verzweifle, solange noch Arbeiten lohnen und Hoffnungen einschlagen. Sk 14, IV Die Gärtnerin und Gartenbaulehrerin. Die Ausbildung für die verschiedensten Lrauenberufe wird infolge der ganzen wirtschaftlichen Verhältnisse in den meisten Kulturstaaten immer notwendiger, Kaum gibt cs noch einen Stand, der dieser Notwendigkeit entrückt ist, denn Lrauen aller Stände befinden sich unter den .Erwerbstätigen", Einer der gesündesten, von den Srauen ausgeübten Berufe ist sicherlich der einer Gärtnerin, Die damit verbundene Arbeit in frischer Luft übt einen wohltuenden Einfluß auf die Lunge» aus, fördert den Blutumlauf und begünstigt den Stoffwechsel, Da ist es keiii Wunder, daß sich dieser gesunden Arbeit immer mehr Srauen zuwenden, so daß es jetzt schon 4200 angestellte Gärtnerinnen in Deutschland geben soll und gute Ausbildungsmöglichkeiten zur Erlernung dieses Berufes sich dem weiblichen Geschlecht bieten. Schon vor mehr als 20 Jahren (1892) gründete die durch ihre sozialwirtschaftliche Tätigkeit wohlbekannte Srau Kommerzienrat kenl in Eharlottenburg einen GartenbauliursiiS f»r Mädchen, der, da es damals noch keine Srauen dafür in Deutschland gab, von einem Obergärtner geleitet wurde. Aus verschiedenen Gründen mußte dieses Ilnternehmen aber nach zwei Jahren wieder aufgegcben werden, und eine regelrechte Obst- und Gartenbauschule wurde im gleichen Jahr (1S94) von Dr, Elvira Eastner in Sriedenau bei Berlin ins Leben gerufen, die 1901 nach Marienfelde verlegt ivurdc und jetzt jährlich etwa 60 Schülerinnen hat. Die erste von den >n der Eastnerlchcn Schule ausgebildeten Gärtnerinnen, die dem Beispiel ihrer Lehrerin folgte und ebenfalls eine Gartenbauschule gründete, war Sräulein Martha Back, die sich 1900 in Holtenau bei JSiel selbständig machte und noch heute die von ihr gegründete Gartcnbanschnle und den Gbstgarten dort leitet, llach und nach folgten mehr Srauen ihrem Beispiel, und jetzt gibt es etwa 10 solcher Schulen in Deutschland, unter denen — außer den bereits erwähnten — die zu Godesberg, Wolfenbüttel, Scherpingen, Schwetzingen, Schneckengrün und die von dem Verein Lrauenbildung. Srauenstudium in Weimar gegründete die bekanntesten sind. Doch auch in der Handelsgärtuerei von Ad, Ehlers, Sriedrichstadt in Schleswig-Holstein, werden Srauen zu Handelsgärtncriunen ausgebildct, und die königlichen Lehranstalten nt Dahlem, Geisenheim und proskau haben ihre Pforten den Sraue» geöffnet. In diese Anstalten können sie entweder als Hospitantin eiiitrcte» oder als Schülerin, müsse» als solche icdoch eine vierjährige praktische Arbeitszeit Nachweisen, Der Besuch einer dieser 2ln- statten ist deshalb denen, die sich in ihrem Berufe noch weiter zu vervollkommnen wünschen, sehr zu empfehlen. Es sei hier bemerkt, daß auch in Oesterreich vor kurzem, im Oktober 191Z, in Grinzing, Kaasgrabengasse, eine Garlenbauschule gegründet ivorden ist. In allen diesen Schulen haben die Mädchen eine zw«B jährige Lehrzeit durchzumachen, in der sie praktisch und theo- Vfadjinderin und Gartenbau. lleber die ideellen und praktischen Bestrebungen des Bundes deutscher Pfadfinderinnen haben wir an dieser Stelle schon mehrfach berichtet Die Piadfindcrinnen-Organisation fiat inzwischen gute Fortschritte gemacht, eine Ortsgruppe nach der andern ist entstanden und l>at sich dem Bunde a»ge, schloffen. Eine der aussichtsvollsten 2lrbeiten der pfadfinderinnen ist entschieden der Gartenbau, der er nötig macht, daß sie sich in frischer, freier Lust gründlich a»sarbeiten, ivas ihrem Körper nicht nur dienlich ist. sondern sie auch in praktischer 2lrbe,t fördert, sie Sparsamkeit und Berechnen lehrt und sie den wert der weiblichen 2lrbeit im Gartenbau erkennen und schätzen läßt, Diele Ortsgruppen trachten deshalb mit Recht danach, etwas Land zu miete» oder zu erwerben, um dort Gemüsebau oder Obstzucht je nach der 2lrt und Beschaffenheit des betreffenden Bodens zu betreiben, und bringen dadurch auch Abwechselung in ihre Wanderungen, Spiele im Sreien und sonstigen sportlichen und nützlichen Tätigkeiten, Die Organisation ist ja >n jeder Ortsgruppe verschieden, da sic sich stets nach den örtlichen Verhältnissen richten muß, I>: eiiizelne» Städten mit Psadfinderinnen-Ortsgruppcn find sogar Gartenbaugenosscnschafte» vvii ihnen gegründet, wie in Frankfurt a, M., Iviesbaden, Metz, 2Irolsen, Hamburg, Magdeburg, Thorn, und in erstgenannter Stadt habe» sich sogar 900 junge Mädchen aller Stände dazu vereint. In Dresden gehört der Gartenbau ebenfalls u, a, zu einer der Lieblingsbeschäftigungen der pfadfinderinnen, die zu genanntem Zweck in Hellerau und Nickolsdors Land besitzen, 2llle von den pfadfinderinnen geernteten Erzeugnisse werdeii meistens an ihre Angehörigen zu Marktpreisen verkauft, so daß ihnen der Umsatz durchaus keine Schwierigkeiten macht. Die auf diese weise erzielten Einnahmen dienen zur Erhaltung und Erweiterung ihres Gartenbaues. In einigen Städten ist ihnen von der zuständigen Behörde Land unentgeltlich zur Verfügung gestellt, in anderen haben Privatleute ihnen etwas Land geschenkt, oder sie haben sich das zur Bebauung geeignete Land zu günstigen Bedingungen gemietet. Unter Leitung einer erfahrenen Sührerin wird die nötige 2lrbeit von ihnen geleistet, ja, die Gartenbau- genossenschaft in Frankfurt a. M, hat sogar eine geprüfte Gartenbaulehrerin mit gutem Gehalt angestellt. So regt es .................... sich in den verschiedensten Ortsgruppen, den pfadfinderinnen irgendwelche Gartenbauarbeit zu ermöglichen, und fast alle trachten danach, sich zu den erwähnten Genossenschaften zw sammcnzuschließen, um auch in dieser Sache zu beweisen, daß die Pfadsinderinnen-Arbeiten in jeder weise aufs rationellste ausgeülff werden, ft. G unt» ich! tili ind len, lind ihr der tum (cn, ICH um &ct ms, 1)C» itm und CT* | > V teil üier ibct itm d>s°! ochr i>N1> ■tci litt jem »r Gartenbauschule voltenau. Gärtnerinnen leim ä'bftpfliiien. retisch, letzteres von akademisch gebildeten Lehrern, ausgcbildct rverden. Nach vollendeter Lehr eit erhallen fie ein 2Ibgangszeugnis, das jedoch keinerlei paallichc Berechtigungen hat. Nach einer gründlichen theoretischen und praktischen Ausbildung bemühen sich die ineisten, als volontärin in Handelsgärlnercien, auf Gbst- gütern oder als Hospitant!» an einer der genannten Gärtnerschulen sich weiter zu vervollkomnmcn, denn nur gründlich vorgebildete Sraucn finden ihr gutes Fortkommen als Gärtnerinnen in Sanatorien, auf Gütern, in Haushaltungsschulen, Handelsgärtncreien und den verschiedensten Erziehungsanstalten, die im Interesse ihrer Schüler die Bebauung des Gartens in ihre Lehrpläne auf- genommen haben. Die Erfahrung hat gelehrt, daß fast alle bisher angestelltcn Gärtnerinnen sich bewährt haben. So bekam eine Gärtnerin im Linswangerschcn Sanatoriuni in Jena die Oberleitung über die ganze 2lnstalt, Die Gutsgärtnerin muß vor allem besonders umsichtig sein, da sie oft ein großes Arbcits- personal zu beaufsichtigen und auch für den 2Ibsatz der Erträgnisse des Landes zu sorge» hat. In vielen Erziehungsanstalten, wie in Bcrnburg, plötzensce bei Berlin, haben Gärtnerinnen trotz ihrer schweren 2Iufgabe sehr erfolgreich gearbeitet. Der Verdienst für diese Tätigkeiten beläuft sich bei freier Station auf §00 bis 800 Mk, jährlich. Leider aber werden sie in kandelsgärtnereien weit schlechter bezahlt, wer jedoch de» Beruf der Gartenbaulehrerin dem einer Gärtnerin vorzieht, muß unbedingt neben allen in der Gartenbauschulc erlernten Fähigkeiten auch gutes pädagogisches Talent besitzen, 2lls Lehrerin stehen ihr in erster Linie die Gartcnbauschulen offen, 2luch wirtschaftliche Srauenschulcn stellen solche Lehrerinnen an zur Unterweisung der Mädchen in dem Gartenbau und meistens auch zur Pflege des Hausgartens, Das reichste Seld harrt ihrer Bebauung jedoch als Lehrerin an Lehran- stallen für Knaben und Mädchen. Als 2Infangsgehalt wird der Gartenbaulehrerin bei freier Station meist §00 Mk, gezahlt, das oft bis 1000 Mk, und darüber das Jahr steigt. Manche als Gärtnerin in einer Garlenbauschule vorgebildcte Dame gründet nach erfolgter Ausbildung und Vervollkommnung in ihrem Beruf selber eine Gartcnbauschule — wie uns Martha Lack, eine der ersten Schülerinnen der Dr, Eastncrschen Schule, und Martha Brenmann, die Leiterin der wolsenbüttclcr Gartenbauschule, die aus der Holtcnaucr Schule hervorgegangcn ist, beweisen. Die Zahl der Schülerinnen ist nun wohl je nach der Größe der Anstalt und der zur Bebauung nötigen Ländereien sehr verschieden, so können in Marienfelde 60, in Godesberg 40, in Holtenau 26-Z0, in der Ehlersschen Kandelsgärtnerei, Sriedrichftadt, jedoch nur 6 junge Mädchen ausgenommen werden. Auch das 2llter der Schülerinnen ist begreiflicherweise recht verschieden. Manche Dame entschlicht sich noch in reiferen Jahren zu dem geschilderte» Beruf, — 2Indere treten gleich nach der Schulentlassung in irgendeine Gartcnbauschule, vervollständigen ihre Kenntnisse dann noch in oben angegebener weise und nehmen darauf, 20—21 Jahre alt, irgendeine Stellung an, in der sie ihre gärtnerischen Kenntnisse verwerten und ihren Unterhalt dadurch erwerben können. von nicht zu unterschätzender Bedeutung für den Obstbau IN Deutschland ist die gärtnerische Tätigkeit der Srau, was mit Sreuden zu begrüßen ist, da durchaus mehr Obst hier angepflanzt werden müßte, um das nicht geringe Kapital, das Jahr für Jahr dafür ins 2lusland gesandt wird, dem vaterlande zu erhalten, sollen doch nach den Ausstellungen des Dr. vernicks, eines Professors der Nationalökonomie, in 10 Jahren 20 Millionen ) ,,k zu ge»annt-m Zweck ins Ausland abgeführt worden sein. Helene Grube, • liatiliiiiiisiiiaaiinmitiiiiniiiiiiEaaBii Gärtnerinnen bet der Arbeit an Frühbeeten. | Heber das Erteilen guter Ratschläge. Jin Erteilen und Befolgen von Ratschlägen sollte man eigentlich immer sehr vorsichtig sein; denn schon mancher, nicht reiflich erwogene oder übereilt befolgte Rat hat üble Solgen gehabt, vielleicht sogar schon Sreundschaften zerstört. Ein guter Rast der zur reaz.., Zeit gegeben wird, ist freilich für einen Ratlosen sehr angenehm; auch wäre es ungefällig oder gar lieblos, wollte man z, B, als 2lelterer aus dem Schatze seiner Erfahrungen jüngeren Menschen nichts Mitteilen: aber ein altes und — sehr wahres Sprichwort sagt: ivenn zwei dasselbe tun, ist es doch nicht dasselbe. Darum schon sollte man sich sehr besinnen, ehe man seine eignen Erfahrungen anderen zur Richischnur machen will. Besonders bei sehr eingreifenden, großen Schicksalsfragen soll man mit seinem Rat ungemein vorsichtig sein: ihn nie ungefragt geben und auch, wenn man darum gebeten wird, aufs sorgsamste prüfen und wägen, ob, was man bei sich selbst anwenden konnte, wohl auch wirklich für den andern gelten darf. Häufig fragt jemand um Rat, in der Hoffnung, das, was er selbst in diesem bestimmten Sall für das Richtige hält, bestätigt zu finden. Er wundert sich dann, wenn der Gefragte anders urteilt, und ist in die noch unangenehmere Lage gekommen, ängstlich forschen zu müssen: „wer von uns beiden hat denn nun eigentlich recht?" Es gibt überhaupt nur wenige Menschen, die scharfsichtig genug sind, fremde Verhältnisse objektiv zu beurteilen, um einen gerade für diesen oder jenen Sall passenden, praktischen, zuverlässigen Rat geben zu können. Darum soll man sich vor jedem hüten, der die Nicht seltene Sucht hat, andern seinen Rat aufzudrängen, und sich beleidigt fühlt, wenn dieser nicht befolgt wird. Das eigene Gewissen um Rat "ragen, den Mut haben, danach zu handeln und dann für diesen Schritt auch einstchcn, dal ist schli, ,lich das Allersicherste in ernsten Lebensfragen, A- «ft- W. Goldene Worte. Nicht der Mensch soll, Gott will richten, will die Spreu vom Korne sichten; Nur verzeih'» ist Menschenpflicht: Sott durchschaut das Herz, Er walte. Doch du, Menschenseele, halte Redlich mit dir selbst Gericht, Hätte die Katze Slügel. kein Sperling wäre in her Luft mehr, Ob gut sie oder ob sie schlecht gerate», Und wie der Menschen Urteil fallt, — Ein tapfres Herz bekennt zu seinen Taten Sich frei vor aller Welt. ^ «Nagst du die Lüge noch so gut In das Gewand der Wahrheit kleiden. - Der Dümmste ist nicht dumm genug, Um beide nicht zu unterscheiden. willst du. daß der Schönheit «Kunst Ganz sich dir erschließe. 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Ausgabe D ist für solche bestimmt, die nur die rein landwirtschaftlichen Fächer beziehen wollen, um sich die nötigen Fafihkenntnisse anzueignen. Auch durch das Studium nachfolgender Werke legten sehr viele Abonnenten vortreffliche Prüfungen ab und verdanken ihnen ihr ausgezeichnetes Wissen, ihre sichere einträgliche Stellung: Der Einj.-Freiw., Das Ablfurienfenexamen, Das Gymnasium, Das Realgymn., Die Ober- realsdiule, Das Lyzeum, Der geh.Kaufmann. Ausführl. Prospekte u. glänzende Dankschreiben über bestandene Prüfungen, die durch das Studium der Methode Rustin abgelegt sind, gratis. — Hervorragende Erfolge. — Bequeme monatliche Teilzahlungen. — Brief lieber Fernunterricht. — Anslclits- Sendungen oline Kaufzwang bereitwilligst. ^ Bo nne$s & Nachfeld, Verlag, Potsdam S fl ^ Ganze und Teile künstl. gelrisse kauft Fachmann zu höchsten Preisen. Nur morgen in Kiessen, HotelPrinz Carl I.Etg,, Zimmer Nr 2. Tanöwlrte, züchtet und mästet »u- mit Scbwizerifcbe Cactina Pancbaud. 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Wir haben also keine Verluste durch Unmodernwerden und durch säumige Zahler und brauchen deshalb nicht solche Verluste auf die Stoffpreise zu schlagen. Es ist selbstverständlich, dass alle Geschäfte, die viel Kredit geben, die Verluste, die sie durch säumige Zahler haben (und das sind gerade bei Schneidern erschreckliche Ziffern!) auf die Warenpreise schlagen müssen. Das fällt bei uns gänzlich weg. Wir kaufen gegen Kasse, also vorteilhaft, und verkaufen auch wieder so. Das ist für alle Teile das beste. Drittens umfasst unsere Kundschaft über 130000 Familien und wenn wir an jeder Bestellung nur eine Kleinigkeit verdienen, so verdienen wir an diesen vielen Tausenden von Bestellungen immer noch genug, um anständig zu existieren und unsere Angestellten so anständig zu bezahlen, wie es sich gehört. Wie Sie selbst sehen, suchen wir Sie nicht durch blosse Redensarten zu blenden, sondern sagen Ihnen ganz offen, wie die Dinge liegen. 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An kleinen Orten wissen Sie ja selbst, welche Schneider gut arbeiten. Wissen Sie keinen, so weisen wir Ihnen einen nach oder übernehmen auch die Arbeit selbst unter Garantie guten Sitzes. Wir haben zu diesem Zwecke selbst eine grosse, von tüchtigen Kräften geleitete Schneiderwerkstatt eingerichtet. In grösseren Städten gibt es genug Schneider, die gern private Aufträge annehmen, wenn man den Stoff selbst besorgt, und für billiges Geld ein sehr feines Stück Arbeit liefern. Preises, den Sie in allerfeinsten Geschäften zahlen müssten, einen als wenn Sie sich ihn in einem solchen Geschäfte anmessen Hessen. Der Macherlohn beträgt mit allen Zutaten je nach den Ansprüchen, die Sie stellen, bei uns z.B. 16.75 bis 32.80 M. Stoff zu einem Anzuge mittlerer Grösse kostet bei uns.......................... ' 5 . — bis 36 . — M. Der fertige Anzug kostet also .................. 21.75 b. 68.80 M. Hierbei ist aber zu bemerken, dass dieser teuerste Anzug zu 68.80 M. ein vornehmer, reich mit Seide gezwirnter Luxusanzug ist. Ohne dass Sie die Muster sehen, hat es eigentlich wenig Zweck, Ihnen die Preise alle anzugeben, und es ist das einfachste, dass Sie sich die Muster kommen lassen und sich selbst überzeugen, wieviel Sie sparen können. Kosten entstehen Ihnen nicht und Sie brauchen nichts zu bestellen. Sie werden aber bestimmt bestellen, wenn Sie sehen, was wir für wenig Geld bieten. Wie könnten wir 130 000 Kunden haben, wenn nicht ein grosser Vorteil dabei wäre? Drucksache. An Görlitzer Tuchfabrik Otto Sdiwetasdi G. m. b. H. Görlitz. ♦ Von den Tausenden einige# ♦ Anerkennungen, die wir in# ♦ letzter Zeit erhielten: ♦ ♦ Ich hätlc nicht geglaubt, dass Ihre ♦ ♦ Schneider ohne anzuprobieren solchen « y schönen, passenden Anzug machen könnten. y ii Bei Ihnen habe ich auch noch an einem J, ♦ Anzug M. 25.— gespart. F. P. in Gerthe. ♦ ♦ Durch Herrn Sch. aus Sch. wurde mir ♦ ♦ mitgeteilt, dass, wenn er von Ihnen direkt + y einen Anzug kaufte, derselbe sich M. 30.— y ii billiger stellte. C. K. in Perleberg, * ii Mit den gelieferten Anzügen bin ich * ♦ — was SloII, Sitz und Haltbarkeit betrillt — ♦ ♦ sehr zufrieden. An Ersparnis rechne ich « y für jeden Anzug M. 20.— bis M. 25. — . y Lehrer B. in Recklinghausen. * ♦ Meinen innigsten Dank für dep gelle- * ♦ ferten Stoff zum Anzuge, da ich für den « y halben Preis einen sehr guten Anzug y m erhalten habe, und werde von nun an nur n ♦ Stoff von Ihnen beziehen, da ich für ♦ das Geld, wo ich hier für einen Anzug ♦ y zahlen muss, bei Ihnen schon zwei gute y y Anzüge erhalte. O. J. in Massow. y ii .... dass ich hierbei mindestens u ♦ M. 15.— bis M. 20.— gespart habe; sogar ♦ + der Schneidermeister schätzte den Preis auf , y M. 60.— ein, obgleich ich für Stoff- und y ii Schneiderkosten nur rund M 40.— zahlte, u ♦ ). N. in Zabrze. ♦ 1