Btiflfttjfttfe 25 pfg. monatlich »tertrlittzrlich 7b „rautjahlbar, frei in« Hau». Tb,«h,lt m u » s «er «U^dMon oder tu den Zweig- midgabefteüen wtottrtWfriUb 00 Psg. — Erschein, und C««»,«,«. — Redaktion: Selter», weg 88. — Aür Ansbewahrung oder Rücksendung nicht verlangter Manuskript wird nicht garantiert. Verlag der „Gieftener Zeitung" E. m. b. H, Expedition: Seilers weg 83. Anzeigenpreis 15 pfg. dle 44 mw breite Petitzeile sür Auswärts 30 Pfg Die 90 mm breite Reklame-Zeile 50 Pfennig Extrabeilagen werden nach Gewicht und Grötzc berechnet. Rabatt kommt bei Ueberschreitung des Zahlung«. zieleS 130 Tagej, bei gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs in Wegiaü. Platzvorschristen ohncBerbindlichkei.. Druck der Gietzcncr BcrlagSdruckcrci. Blbin Klein. 'Jtx. 21 lelep 1)0n: 9ir. 363. Samstag, den 14. März 1914. Telephon Rr. 363. 2<'>- Iahrg. Der Einzug des fürsten von Albanien. * Durazzo, 8. März. Ueber die Ankunft und icn Empsang des Fürsten und der Fürstin von Alba- !iicn werden folgende Einzelteilen mitgetcüt: Um halb 1 1 Uhr erschien der ^Taurus", an dessen Bord sich das Iürstcnpaar befand, am Horizont; es folgten die Schiffe l, Quarto". „Bruir" und zum Schluß „Gloucefter". Effad Pascha, der Eeneralgouverneur, der Bürgermeister von ! Ourazzo und der holländische Eendarmeriekommandant j uhren in einer Schaluppe an den „Taurus" und be - ;;abcn sich an Bord. Esfad Pascha begrüßte das Herr- ! cherpaar mit folgenden Wvrten: „Ich freue mich, Ihnen neinen Willkommensgruß entbieten zu können". Zum ! Fürsten gewandt, fuhr Effad Pascha fort: „ Sie werden f-in zweiter Skanderbeg sein. Alle Albanesen haben ^ >as Bcrtrauen, daß Sie Albanien groß machen und ! mser Vater sein werden." Die internationale Kontroll- ommijsion, sowie der englische Oberst Philip und die s Dfffzierc der internationalen Truppcnabteilungen, statten > ini ersten Triumphbogen bei der Landungsbrücke Auf- 'tellung genomnien. Als die Schaluppe angelegt hatte, > rat Medschid Bei an das Fürstcnpaar heran und stellte ne zur Begrüßung erschienenen Persönlichkeiten vor. so hatten sich u. a. das Konsularkorps, die Vertreter ' >er einzelnen Landesteile und dle Offiziere der auf der ‘ ikccde ankernden Schiff« eingesunden. Am Abend fand in Konzert und ein großes Feuerwerk statt. Die alba- nschen Abordnungen, die aus dem ganzen Lande her- nigceilt waren,, brachten dem Herrscherpaare in dem ; 3cbloßgarten Huldigungen dar; es wurden begeisterte 'lnsprachcn gehalten. Die ganze Stadt ergeht sich in l freiidenkündgebungen, die insbesondere auch von den lonsulatcn Oesterreich-Ungarns und Italiens vcranstal- ct werden. * König Wilhelm I. von Albanien hat folgende Proklamation erlassen: „Albanesen! Zn dem Augenblick, wo wir den Thron besteigen, er- varten wir, daß Ihr Euch alle um Euren König schart md mit Uns an der Erfüllung unserer nationalen Be- I trebungen arbeitet. Albanesen! Heute tritt das freie, i mabhängige Albanien in einen neuen Abschnitt seiner s beschichte ein. Das Geschick des Vaterlandes ist von >un an den Händen des Königs, der Weisheit der Re- ferung und der Tüchtigkeit der Baterlandsfreunde an- > ertraut. Der Weg, der vor uns liegt, ist lang und voll on Hindernissen; aber kein Hindernis ist unübcrwind- ich sür ein Volk mit ruhmreichen Ueberlieserungen und incr altehrwürdigen Geschichte, und für ein Volk, das Ivie Ihr den mächtigen Willen hat, zu arbeiten und irtzuschreiten. Unsere Pslicht und diejenige unserer Nach- olger wird es immer sein, aus das Wohlergehen der iation mit allen unseren Kräften bedacht zu sein. Von icsen Gefühlen beseelt, haben wir aus Euren Händen ie albanische Krone angenommen. Wilhelm I." Politifcbe Rundfcbau * Bei den bulgarischen Wahlen erhielten ie Anhänger der Regierung 128, die Oppositionellen 17 Mandate. Soweit sich bis jetzt übersehen läßt, ha- en der Bauernbund 51, die Demokraten 26, die Re- innsozialisten und doktrinären Sozialisten je 9, dieAn- änger Danews 3 und die Radikalen 5 Sitze. Bemer- mswcrt ist die Schwächung der Sozialisten, die anstatt 8 jetzt höchstens 22 Sitze erhalten, während die Zahl er Demokraten sich verdoppelte. * Die mcrikanischen Militärbehörden haben be- hlossen, di« öffentlichen Ländereien, einschließlich der insiszicrten, unter die Soldaten der gegenwärtigen Re- olution, die invaliden Veteranen der Madero-Revolu- tion, sowie die Witwen und Waisen aus beiden Revolutionen zu verteilen. Wie es heißt, wird jeder Soldat ' 62 Acres erhallen. Auch eine Verteilung städtischen > Grundbesitzes ist geplant. Der Beschluß erregt das > größte Interesse als erster Versuch der Rebellen, ihren > Absichten gemäß die Landfrage zu regeln. ! . JHIus Stadl und Land * Der Großherzog hat am 7. März d. Is. dem Rektor der Landesuniversitäl ordentlichen Professor in der philosophischen Fakultät Dr. Msred Körte tn Gießen das Ritterkreuz 1. Klaffe des Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen. * lieber d i e hessische Besoldungsvorlage wurde zwischen den Ausschüssen der beiden Kammern der Landstände und der Regierung eine Einigung erzielt. Die Einigung erfolgt aus Grund folgender Gehaltsskala für die Volksschullehrer: I. Klaffe 1-150 Mark, 2. Klasse 1550 Mark, 3. Klosse 1750 Mark, 1. Klaffe 1900 Mark. 5. Klasse 2100 Mk.. 6. Klaffe 2300 Mark. 7. Klasse 2500 Mk.. 8. Klaffe 2800 Mk., 9. Klaffe 3000 Mk., 10. Klasse 3300 Mark. II. Klaffe 3600 Mark. * Kaisermanöver und Eisenbahn. Das diesjährige Kaisermanöver mit seinen mehr als 200 000 Teilnehmern stellt die Eisenbahndireklion Frankfurt a. M. vor außerordentliche hohe und schwierige Aufgaben. Zur glatten Abwickelung des Riesenverkehrs sind infolgedessen schon die umsassendsten Vorbereitungen in die Wege geleitet. Eine am Samstag abgehaltene Konferenz von Vertretern der Eisenbahndirektion und höheren Offizieren der Verkehrstruppen entschied sich nach einer eingehenden Ortsbesichtigung sür den Bahnhof Kinzenbach zwischen Wetzlar und Staufenberg als eine der Hauptstationen für die TrUppenverladun- gen. Von hier sollen besonders die großen Kavalleriemassen wegtransportiert werden. Der Militärfahrplan sieht sür die Rückbeförderung der Truppen im Bereiche der Eisenbahndirektion Frankfurt allein 6 0 0 S o n - d e r z ü g e vor, die innerhalb zweier Tage abgelassen werden sollen. Um dieses Werk techmsch zu ermöglichen, wird die Einstellung des Güterverkehrs während dieser Zeit in Erwägung gezogen. Mit dem Ausbau der kleinen Station Kinzenbach zu einem Militärbahnhos wirb bald begonnen. -z- Krankenkassen ünjd Wochen Hilfe. In der Sitzung der vereinigten Hess. Krankenkassen-Ver- bände, die unter dem Vorsitz, des Herrn Reumann-Os- fenbach am 5. März in Mainz stattsand, machte der Vorsitzende des Oberversicherungsamtes, Herr v. Krug, einige interessante Mitteilungen über den Umfang der von den Krankeickassen satzungsmäßig eingeführten Wo- chenhilse. Von den zurzeit im Eroßherzogtum Hessen bestehenden 133 Krankenkassen haben hiernach außer der obligatorischen Regelleistung aus dem Gebiete des Mutterschutzes, nämlich dem Wochengeld statt dessen mit Zustimmung der Wöchnerin nach gesetzlicher Vorschrift Kur und Verpflegung in einem Wöchnerinnenheim oder Hilfe und Wartung durch Hauspslegerinnen gewährt werden kann, 85 Krankenkassen Mehrleistungen für ihre weib - lichen Versicherten angeführt. Von diesen Kassen gewähren 58 ärztliche Geburrshilse bei der Niederkunst und Hebammendienste, größtenteils in Verbindung mit anderen Mehrleistungen; hierbei komme besonders die ärztliche Behandlung der Schwangerschaftsbeschwerden, die im ganzen von 44 Kassen in der Satzung vorgesehen sei, in Betracht. Aus Stillgeld hätten die weiblichen Versicherten leider nur bei 17 Kaffen Anspruch. Sehr ersreulich sei dagegen, daß nicht weniger als 36 Kaffen auch den versicherungsfreien Ehefrauen der Versicherten in mehr oder minder großem Umfang die! Wohltaten des Mutterschutzes im Falle der Niederkunft zuteil werden lärbmi 6ebr Rover ließen. Dieses angesichts der außerordentlichen Mehrausgaben an Arzthonorarcn relativ recht erfreuliche Ergebnis sei nächst dem Verständnis der Kassenorgane den Bemühungen der Grohh. Zentrale sür Mutter-u. Säug- lingsfürsorge in Hessen zu verdanken. * Billige Briefe nach den Vereinigten Staaten von Amerika (10 Psg. sür je 20 Gr.) befördern in der nächsten Zeit folgende Reichspolstdam- pser: „Kaiser Wilhelm der Große" ab Bremen 18. März „Kaiser Wilhelm II." ab Bremen 24 März, Zlaiserin Auguste Viktoria" ab Hamburg 26. März, „George Washington" ab Bremen 28. März, „Kronprinz Wilhelm" ab Bremen 31. März, „Imperator" ab Hamburg 2. April, „Kronprinzessin Cecilie" ah Bremen 7. Aprih „Amerika" ab Haniburg 9. April, „Prinz Friedrich Wil- l.clm" ab Bremen 11. April. Alle diese Schiffe sind Schnelldampser oder solche, die für eine bestimmte Zeit vor dem Abgänge die schnellste Befördcrungsgelegensheit bieten. Es empfiehlt sich, die Briefe mit einem Leilver- merke, wie „direkter Weg" oder „über Bremen oder Hamburg" zu versehen. — Die Portoennäßigung erstreckt sich nur auf Briese (nicht Postkarten, Drucksachen n. s. w.) und gilt nur für Briese nach den Vereinigten Staaten von Amerika, nicht auch nach anderen Gebieten Amerikas, z. B. Kanada. n G i e ß e n, 12. März. Gestern abend brannte die einmalige P i ch h a l l c der Aktienbrauerei, die mit «trotz und Heu gefüllt war. Die Feuerwehr war sehr schnell zur Stelle. Der Brandherd lag zmn Glück etwas enffernl von der Poppeschen Gummisabrik, so daß keine Gefahr dabei war, auch waren die Arbeiter von Poppe mit Schläuchen und Löschapparaten zur Stelle und beteiligten sich wacker an der Dämpfung der Glut. Die vollständig mit ihrem Inhalt verbrannte Halle war an den Vieh- und Milchhändler K a tz vermietet. o H^u n g e n. Aus Grund genauer Nachprüfungen soll der Fehlbetrag in dem Spar- und Kreditverein nicht 100 000 Mark, sondern 130 000 Mark betragen; eine Summe, sür die die Mitglieder zum größten Teile haftbar sind. o Bad-NaUheim. Hier rührt man sich zum Bau der Bahn durch das Ufatal Bad-Nauheim-llsingen. Versammlungen werden abgehalten, und eifrig ist man bestrebt, das Bahnprojekt zu sördern. Die Versammlun- gen waren von Abgeordneten, Bürgermeistern und Handelskammermitgliedern besucht. o Friedberg. Für den Bau der elektrischen Bahn Friedberg—Rämstadt waren in sämtlichen interessierten Gemeinden Versammlungen anberaumt, in denen man sich einmütig sür den Bau aüssprach. Sowohl der Kreismt des Kreises Büdingen wie der des Kreises Friedberg haben ihre Unterstützung zugesagt. o Büdingen, 9. März. Vor dem hiesigen Amtsgericht fand heute in dem seit Februar 1908 währenden Konkurse über das Vermögen der B a n k - sirma Mar Wertheimer & (£o. dahier eine Gläubiger-Versammlung statt. Die Gläubiger werden nur etwa 8 Prozent erhalten. o Ober-Bessingen. Der Zimmermeisler A. Rinker geriet am Samstag mit der linken Hand in die Kreissäge seines Schnetdwerkes und schnitt sich vier Finger ab. Dr. Schadt-Lich brachte ihn in die Gießener Klinik. ):( Limburg. In Grenzhausen ist dieser Tage der Sohn einer Witwe zurückgekehlt, der zweimal in der Fremdenlegion gedient hat. Er ist als Zwanzigjähriger zur Garde ausgehoben worden aber nach Fraickreich entwichen. Als er zurückkehrte, wurde er sofort eingezogen und diente seine Ze't bei einem Mainzer Iiffanterie - Regiment ab. Kurze Zeit daraus trat er nochmals bei der Fremdenlegion ein. ft Frankfurt a. M. und Färberei Hugo Luckner (leb Gebr. Rover) Leipzig Chr-misches Reinigen und Färben von Dame-»-, Herren- und Kindergarderobe, Vorhängen, Decken Teppichen, Portieren Fellen, Spitzen, Federn, Reibern, Kindermützen, Handschuhen etc. Zirka 1000 Angestellte. ):( Frankfurt a. M. Unter der Leitung von Dr. Rösel-Franffurt hielt der Nafsauische Verkehrs-Wer- band feine erste Ausschußsitzuntz ab. In der allgemeinen Aussprache wurde vor allem das Verhältnis des jungen Verbandes zu dem Rheinischen Verkehrsverbande eingehend besprochen. Man beschloß, mit dem Rheinischen Verband in jeder Beziehung Hand in Hand zu arbeiten. In Erwägung wurde gezogen, auch Oberhessen in den Bereich des Organisationsau^haues einzuziehen. Besonderes Gewicht will der Verband auch auf die Verbesserung der Verkehrsvechältnisse zwischen Wiesbaden und Frankfurt legen. ):( Frankfurt a. M. In der Pfingftwoche dieses Jahres findet in Frankfurt der Kongreß der Internationalen Vereinigung für Rechts- und Wirtschafts- pbilosjopftie statt. Der Großherzog von Hessen hat das Protektorat übernommen. Eine Anzahl der hervorragendsten Gelehrten Deutschlands und des Auslandes wird sich einfinden. Vorträge haben u. a. angemeldet: Geh. Rat Pros. Köhler-Berlin über die Grenzen der Rechtsphilosophie, Staatssekretär Erz. Dernburg Und Senatspräsident v. Strauß und Torney über ein Reichswvh- nungsgesetz, Geh. Rat Pros. Wolf-Berlin und Erzellenz Staatsrat von Dynovsky-2t. Petersburg über die Annäherung europäischer Staaten durch Beseitigung oder Minderung der Zollschranken. ):( Framersheim. Hier ist ein Gold- uNd Silbermünzensund gemacht worden. Der Metallwert schwankt zwischen 7000—8000 Mark. Es sind nämlich vier Pfund Gold und sieben Pfund Silber. ! Heidesheim. Die Vermutung, daß es sich bei dem Mordanschlag des Zeichners Karl Damm aus seinen ergrauten Vater um die Tat eines Wahnsinnigen handelt, bestätigt sich. Der Vater ist noch nicht verneh- mungssähig, doch besteht nach Aussage des Arztes Hoffnung, ihn am Leben zu erhalten. Handelskammer Gieren. Gießen, 25. Febr. 1914. Anwesend sind die Herren: Geh. Kommerzienrat Heichelheim als Vorsitzender, Kommerzienrat Grünewald als 2. stellvertretender Vorsitzender, Friedberger, Kommerzienrat Hoos, Jhring, Roll, Nowack, Ramspeck, Röhr, Rühl, Zurbuch, der Syndikus und der wiffen- schastlichc Hilfsarbeiter. 1. Vertretung von Industrie und Handel in den Parlamenten. Angesichts der durchaus ungenügenden Zahl von Vertretern des Handels und der Industrie in den gesetzgebenden Körperschaften, des Reichs und der Bundesstaaten, wie auch angesichts des mangelnden Entgegenkommens, welches Handel und Industrie in den letzten Jahren besonders im Reichstage gesunden haben, sind die amtlichen Handelsvertretungen, an ihrer Spitze der Deutsche Haydelstgg, jetzt ernstlich bemüht, Mittel und Wege ausfindig zu machen, durch welche diesen Er- werbszweigen eine ihrer hohen Bedeutung im Gesamt- wirtschaftsleben entsprechende Vertretung ihrer Interessen in den Parlamenten gesichert wird. Beschäftigten sich die bisher in dieser Richtung unternommenen Schritte vornehmlich mit der Frage einer ausreichenden Vertretung von Handel und Industrie in den ersten Kammern, so sind jüngst von der Handelskammer in Düsseldorf in einer Denkschrift die folgenden Vorschläge gemacht worden, durch welche eine zweckmäßigere und wirksamere Behandlung aller Handel und Industrie betreffenden Fragen im Reichstage gewährleistet werden soll: 1. Die Industriellen müssen in den Parteien, denen sie angehören, ihre Interessen entschiedener vertreten, als das jetzt geschieht. 2. Gründliche Unterrichtung der Abgeordneten bei Sachverständigen, bevor sie Jniliativantrüge stellen, die das Gewerbe angehen. 3. Die Regierung soll vor Erlaß von Gesetzen! - würsen die Industrie- und Handelsvertretungen hören. 4. Den parlamentarischen Kommissionen sind die zu den Gesetzentwürfen eingegangenen AeUßerungen aus Interessentenkreisen übersichtlich und systematisch zufam- mengestellt vorzulegen. Vorbilder für solche Uebersichten sind die Zusammenstellungen der Handelskammer-Gutachten, die die Geschäftsstelle des Deutschen Handelsta- ges in der Zeitschrift „Handel und Gewerbe" regelmäßig veröffentlicht. 5. Die Parlamentskommissionen sollen das von den gewerblichen Interessenvertretungen bcigebrachte kritische Material in der Kommission an der richtigen? Stelle durch besondere Berichterstatter über die Petitionen vortragen lassen. 6. Die Parlamente sollen zu den Kommissionen, die gewerbliche Fragen behandeln, geeignete, von den gewerblichen Zentralverbänden zu benennende Sachverständige als Berater zuziehen. 7. Auch der Wirtschaftliche Ausschuß soll sich jeweilig ad hoc durch solche Sachverständige ergänzen. 8. Die Regierung soll häufig wichtige Wirtschafts- fragen durch interpchrlvmcntalrische Ausschüsse erörtern lassen. 9. Schleunige offizielle Veröffentlichung der Verhandlungen Und Beschlüsse parlamentarischer Kommissionen, die den Interessenten cbensoschnell zugängig zu machen sind, wie den Parlamentsmitgliedern selbst. Die Handelskammer erklärte zu diesen Vorschlägen, welche die volle Billigung des Ausschusses des Deutschen Handelstages gefunden haben und auch Gegen - stand der Verhandlungen in der am 18. und 19. März in Berlin stattfindenden Vollversammlung des Deutschen Handelstages sein werden, ihre Zustimmung. 2. Oefsentlich-rechtliche Lebens- Versicherung. Rach Anhörung eines Referates, in welchem Begriff und Wesen der öffentlich-rechtlichen Lebensversicherung, die Stellung der Regierungen, der' privaten Lebensversicherungsgesellschaften sowie der amtlichen Handelsvertretungen zu dieser neuen Institution in erschöpfender Weise dargelegt waren, und nach eingehender Aussprache über diesen Gegenstand, erklärte die Handelskammer ihre Zustimmung zu der vom Ausschüsse des Deutschen Handelstages am 13. FebrNar d. Js. gefaßten Resolution, welche folgendermaßen lautet: „Der Ausschuß des Deutschen Handelstages spricht sich dagegen aus, daß der Staat und andere öffentlich- rechtliche Körperschaften in immer weiterem Umsang eine wirtschaftliche Tätigkeit ausüben, durch welche die private wirtschaftliche Tätigkeit geschädigt wird. Nur wo besondere Gründe es rechtfertigen, sollte eine AüsdekMtzg der staatlichen uNd kommunalen wirtschaftlichen Tätigkeit stattfinden. Diese Voraussetzung ist aus dem Gebiete der Lebensversicherung nicht gegeben. Der Ausschuß muß vielmehr die große und erfolgreiche, dem Gemeinwohl dienende Arbeit der privaten deutschen Lebensver- sicherungsgesellschasten anerkennen und bezweiseln, daß die öffentlich-rechtlichen Anstalten diese Ausgabe besser zu erfüllen imstande sein werden. Eine scharfe Verurteilung verdient es, daß Staats- und Kommunalbeamte für die von den öffentlich-rechtlichen Körperschaften ins Leben ge- rusenen Versicherungsanstalten persönlich wirken und ihre Unterorgane dazu anihalten, und daß hierdurch der freie Wettbewerb zu ungunften der privaten Tätigkeit beeinträchtigt wird." 3. Abänderung des Hessischen Vermöge n s st e u e r g e s e tz e s vom 12. A u g. 1899. Nach Artikel 19 des Wehrheitragsgefetzes vom 3. Juli 1913 ist bei Aktien ohne Börsenkurs, bei Kuren oder bei Anteilen einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung der Verkaufswert der Anteile anzufetzen. Sofern ein solcher nicht zu ermitteln ist, ist der Wert der Aktie, des Kures oder Anteils unter Berücksichtigung des Ge- samlvermögens der Gesellschaft und der in der Vergangenheit erzielten Gewinne nach sreiem Ermessen zU schätzen. Im Streitfall soll die Veranliaigungsbehörde die Schätzung des Wertes durch Sachverständige anordnen. Im Gegensätze hierzu bestimmt Art. 26, Abs. 4 des Hess. Vermögenssteuergesetzes vom 12. August 1899, daß als Verkaufswert obengenannter Vermögensteile der 25fache Betrag des jährlichen Ertrags, nach dem Durchschnitt der letzten drei Jahre ermittelt, zr> gelten hat. Diese Unterschiedliche Behandlung in der Veranlagung solcher Vermögensteile wird nUn von hessischen Interessentenkreisen deshalb als ungerecht empfunden, weil 4- prozenlige JndUstricwerte zu pari nicht zu verkaufen sind. Die Zugrundelegung einer 4prozentigen Verzinsung entspräche in einer Zeit, in welcher 4prozentige preußische Staatsanleihe mit 97 begeben wird, nicht mehr den Verhältnissen. Es wird deshalb zur Herbeiführung einer gerechteren Besteuerung die Herabsetzung des 25fachen auf den 20fachen Ertragswert vorgeschlagen. Die Handelskammer beschließt nach vorausgegangener Verständigung mit den übrigen hessischen Handelskammern eine entsprechende Gesetzesänderung zu beantragen. 4. Eisenbahnangelegenheiten. a) Graphische Fahrpläne. Seitens der Handelskammer Wetzlar ist angeregt worden, an die Eisenbnhnverwaltung mit dem Ersuchen heranzutreten, daß die graphischen Fahrpläne, die jetzt nur sür den inneren Dienst verwendet werden, künftig auch den Handelskammern überlassen werden sollten. Diese Pläne haben den Vorzug, daß man mit ihrer Hilse Vorschläge zur Verbesserung des Fahrplans mit größerer Sicherheit prüsen kann. Die Kammer hat sich zu einem gemein - samen Vorgehen mit den im Gebiete der preutzisch-hess. Eisenbahngemeinschast gelegenen Handelskammern beim Deutschen Handelstaa bereit erklärt. (Schluß folgt.) Fernfprechkübcl aroher Reichweite. Die Sitzung des Elektrotechnischen Vereins vom 10. ds. Mts. brachte interessante Ausführungen über das erste große interurbane Kabel, das von der Rcichspost- vcrwaltung von Berlin nach dem Rheinland gebaut wird und von dem der erste Teil zwischen Berlin und Magdeburg fertig verlegt ist. In zwei Vorträgen wurde der Gegenstand eingehend behandelt; Herr Prof. Dr. B r e i s i g von der Reichspostiverwaltuno sprach „Ueber Fernkabel großer Reichweite und besonders das Fernkabel ^Berlin-Rheinland". Herr Dr. E b e l i n g von der Siemens und Halske A.-E. sprach „Ueber Erfahrungen bei der Fabrikation und Verlegung des Fernkabels auf der Strecke Berlin-Magdeburg". Herr Prof. Breisig zeigte, daß das Pupinsystem, welches in der Einschaltung von Selbstinduktionsspulen in regelmäßigen Abständen besteht, gerade bei Kabeln von großer Bedeutung sei und daß die Reichspostvcrwaltung deshalb auch in allen Fällen durch die Anwendung dieses Systems gute Erfolge erzielte, sowohl an der ersten Kabelstrecke zwischen Berlin und Potsdam, wie u. a. in dem niederrheinisckMiestf. Industriegebiet, in dem ein ganzes Netz von Pupin - kabeln ausgelegt sei. Der Wunsch, von den Witterungs- unbilden unabhängig zu werden, habe auf die Verlegung von Fernkabeln großer Reichweite hingewiesen, doch habe man erst seit einigen Jahren die Sicherheit des Gelingens gewonnen. Ein Kabel von der Läng«, wie es hier in dem Kabel nach dem Rheinland« geplant sei, habe nur noch in Nord-Amerika in dem Kabel zwischen Boston-New-Port und Washington seinesgleichen. Die Strecke Berlin-Magdeburg ist sertiggestellt und zwar ist ein nicht armiertes Bleikabel in einem Eement- kanal verlegt, der vier Oeffnungen enthält; es stehen also noch 3 Oeffnungen für später zu verlegende Kabel zur Verfügung. Das Kabel enthält 24 Sprechkreise mit 3 Millimeter starken Kupferleitern für große Eittsemungen und 28 Sprechkreise mit 2 Millimeter starken Kupserlei- tern für mittlere Entfernungen; es ist so konstruiert, daß später noch 50 Prozent neue Kreise, sogenannte Kombinationskreise gebildet werden können; zunächst werden diese jedoch nicht ausgenutzt, sie dienen als Reserve. Die Verbindungsstellen des Kabels find in Brunnen montiert, die etwa 170 Meter von einander enffernt sind; in besonderen Brunnen sind di« Kästen untergebracht, welche die Pupinspulen enthalten; di« einzelnen Spulenbrunnen sind 1700 Meter von einander entsernt. Diesen Spulen verdankt man es, daß das Kabel ungefähr sechs mal so gut spricht, wie es das gewöhnliche Kabel ohne solche Spulen tun würde. Die Verwaltung hatte gewisse Forderungen an di« Leistung des Kabels gestellt; die Untersuchungen, die nach der Fertigstellung desselben ausgesührt sind; haben gezeigt, daß die erwartete Leistung auch in der Tat in vollem Umfange erreicht wurde. Es gelang im normalen Fernsprechverkehr, d. h. unter Anschluß von Abonnenten in Berlin oder Magdeburg, mit den 3 Millimetern starken Leitern bei 600 Kilometer Fernkabellänqe eine gute und bei 900 Kilometern eine noch ausreichende Verständigung zu erzielen. Dr die Strecke Berlin-Magdeburg 150 Kilometer lang ist, mutzten also 4Sprech- kreise bezw. 6 Kreise hintereinandergeschaltet werden, um 600 bezw. 900 Kilometer Fernkabellänge zu erreichen. Herr Dr. Ebeling machte dann Angaben über die Erfahrungen, die man bei der Fabrikation des Kabels gemacht halte und zeigte an Lichtbildern die Verlegung und die Montage des Kabels. JMereffant waren die Angaben über die Mengen der Materialien, die bei der Verlegung Verwendung gefunden haben. 510 Eisen- ba'mwaggons waren hierfür erforderlich, das würden 10 vollbesetzte Eisenbahngüterzllge mit einer Länge von 5]/ 2 Kilometer darstellen. iJ (i i« «i £. «1 1)1 it I« Ifl ,ll( w ttit irt lis ffli bei litt net ti «ei 11 sei nes tri lari >de fitr tlä »; 01, ne ! iti titr 'S ebü ]ief j i \k flu$ aller Mit. ::: Aachen. Ein Engländer namens D e - d e r i ch hat sich ein ausgedehntes Anthrazitkohlenfeld bei Aachen gesichert und besindct sich jetzt in Deutschland, um den Kauf abzufchliehen. ::: Liverpool. In einem Hospital wurde ein Elasröhrchen vermißt, das Radium im Werte von Mk. 20 000 enthielt. Die Röhre war die Nacht hindurch d, teH ult ir s 5 iß i ' ki Kathreiners Malzkaffee ist nicht bloß gebrannte Gerste; er wird aus wirklichem Malz in den größten Malzkaffee-Zabrikcn der Welt hergestellt. Die Pakete werden automatisch gefüllt und verschlossen. Kathreiners Malzkaffee kommt also mit den Händen überhaupt nicht in Berührung. Er wird am meisten gekauft und ist daher stets frisch. ui aerl «jen I, s lin inem Patienten an die erkrankte Wange gebunden waren. Als man fic' am Morgen nicht finden konnte, lurde der Patient mit Röntgenstrahlen durchleuchtet, ,eil man fürchtete, dah er sie verschluckt habe. Die Durchleuchtung ergab jedoch keine Spur, sodah man an- ehmen muhte, die Röhre sei zu Boden gefallen und nbemerkt bei der Reinigung des Zimmers mit ausgehrt worden. Es gelang, den Kehrichtwagen noch auf- lsinden. Rach einer stundenlangen sorgfältigen Dnrch- ichung des Mülls wurde dann auch das kostbare Ra- iumpväparat entdeckt. ::: R e w - 2) c t f. Der Mörder Kaplan Schmidt t zum Tode durch den elektrischen Stuhl verurteilt waren. Das Verbrechen Schmidts, der in New- ?)ork seine eliebte ermordet hat, hat seinerzeit großes Aufsehen er- gt. Schmidt stammt aus der Gegend von Aschaffen - arg und hatte schon in Deutschland sehr merkwürdige treiche verübt. 3jt die Turnstunde eine Versammlung. Me m= b- knien is int die die >en in io= >n- lll- ibt 10 = h- im die kl, m die der n< 10 on bei ib, ein >!!. rch Nachdem durch Entscheidung des Oberverwaltungs- irichls die freien Turnvereine als politische Vereine-er- irt worden waren, liehen diese Turnvereine ihre ju- -ndlichen Mitglieder, die nun nicht mehr Mitglied sein irslen, austreten, erlaubten ihnen aber, in den Turn - mden in der Turnhalle zu erscheinen und zu turnen, der auch hierin erblickte die Polizeibehörde eine Uebcr- üung des Bereinsgesehes. Als am 12. Dezember bei aer polizeilichen Revision in der Turnstunde der Tur- r und am 8. Zanuar in der Turnstunde der Turncr- nen der Freien Tunierschast Bockenheim Personen un- : 18 Jaqren angetroffen wurden, erhielten sie Stras- sehle von 6 Mark, weil sie an einer „Versammlung" ies politischen Vereins teilgenommen hätten. Auch 2 orstandsmitglicder wurden mit Strafbefehlen von 30 :ark bedacht. Gegen die Strafzettel ist Einspruch erben worden, und letzthin hatte sich einer derjugcnd- hen Sünder vor der Jugendabtcilung des Schöffenge- HIs zu verantworten. Die Verhandlung ergab, daß n Jugendlichen iti der Turnstunde der Freien Turneraft Bockenheim vom Turnwart ein für allemal gesagt rr, dah sie getrennt von den erwachsenen Mitgliedern rnen dürsten, wie es ihnen beliebe. Besehle würden an nicht erteilt. Wenn Turnlieder gesungen wurden, san- n allerdings Erwachsene und Judendliche gemeinsam, üträge haben die Jugendlichen seit der Politischcrklür- ig nicht mehr bezahlt, auch nicht in der Form von bühren für Abnutzung der Geräte usw. Wohl aber ziehen sic noch jetzt das Sportblatt „Jugend u. Sport" :b zahlen für jede Nummer 10 Pfg. Dafür haben sie i Turnunfällen Anspruch auf eine bestimmte Untcr- tzung durch den Verlag des Sportblattes. Auf die- n Umwege, meinte der Vorsitzende, werde das alte irliältnis wieder hergcstcllt. Hier handelte cs sich n um die Frage: Ist die Turnstunde als eine Ver- nmlunq anzufebeik? Staatsanwaltschaftsrat Dr. Bek= beantragte, die Frage zu bejahen und die im Slraf- r*M ausgeworsenc Geldstrafe von 6 Mark aufreckitzu- lalten. Der Verteidiger Rechtsanwalt Dr. Sinzheimer ir dagegen der Meinung, dah eine Turnstunde nicht ; Versammlung anzusehen sei. denn der übliche Beit der Versammlung deute ans etwas ganz anderes, setzte ein vlanvolles Zusammensein der Erschienenen raus, eine Leitung usw. Im vorliegenden Falle nah- ii die Jugendlichen getrennt von den Erwachsenen c Turnübunaen und Turnspiele vor, es verband sie acrlei gemeinsame geistige Führung. Alles, was die qendlickien hier taten, war em Ausdruck der Gelellig- :, sonst nichts. Das Gericht erkannte aut Freisprecki- a. Eine ausführliche Begründung des Urteils, das cisellos noch die höheren Instanzen beschäftigen wird, olate nicht. An auswärtigen Gerichten soll in ana- en Fällen bisher stets Verurteilung erfolgt sein. 0e$cbäfflicbe$. :: Vom Licht durch Kohle zum Licht. Unsere künstlichen Lichtquellen greifen letzten Endes auf die von der Sonn« abgegebene Energie zurück. Die Kohle verkörpert solche Sonnenenergie ebenso, wie die gewaltigen Wasserkräfte aus das Wirken der Sonne zu- rü^uführen siind. Mit der der Kohle innewohnenden Wärmeenergie treiben wir unsere Dampfmaschinen, mit Wasserkräften unsere Turbinen, und in den angekuppelten Dynamos setzen wir die mechanische Energie in elektrische um. Die Elektrizität wandelt sich dann wieder in Licht in unseren Glühlampen. Der ganze Weg bringt natürlich viel Verluste mit sich, nicht in dem Sinne, dah irgend etwas an Energie verloren geht, sondern in dem Sinne, dah es sich in eine für den jeweiligen Zweck nicht erwünschte Energieform umsetzt. Jede Möglichkeit, einige Prozente dieser Verluste zu sparen, ist für die Gesamtheit von ungeheurer Bedeutung, und die rastlose Arbeit unserer Ingenieure hemüht sich mit Erfolg, solche Verluste immer mehr einzuschränken. Während Gdisons Kohlefadenglühlampe zu Anfang auf 1 Kilowatt elektrischer Energie mir etwas mehr als 220 Kerzen Licht erzeugte, steigerte die Osram-Lampe diesen Wert auf ungefähr 1000 Kerzen, und in der neuen Osrams-Watt- Lampe werden aus dem gleichen Betrag an Elektrizität gor 2000 Kerzen erzeugt. :: In jeder Familie sollte man dem täglichen Getränk besondere Aufmerksamkeit widmen. Viele Leiden kommen daher, dah Herz- und nervenfeindliche Getränke selbst schon in den frühen Morgenstunden dem nüchternen Magen zugeführt werden. Man glaubt eben, dem Körper schade nur das, was sosort Schmerz oder Unwohlsein hervorruft. Die Eenuhgiste sind aber gerade deshalb so schädlich, weil sic durch ein vorübergehendes Wohlbehagen täuschen und unsere Gesundheit nur langsam und zuerst unmerklich angreisen. Wenn wir den Schaden erst sühlen, dann ist es zu spät. Der Verbrauch solcher gesundheitsseindlicher Getränke wäre verständlich und vielleicht auch entschuldbar, wenn wirkein unschädliches und dabei noch wohlschmeckendes Ersatzgetränk hätten. Wir haben aber in Kathreiners Malzkaf- sce nicht nur ein gesundes und kräftiges, sondern auch wohlschmeckendes und billiges Familiengetränk, das Tausende von Aerzten empfehlen und Millionen Hausfrauen erprobt haben. lltersrilcves. ? Der Verfasser des soeben erschienenen Romans „Die deutsche Prinzessin" von Georg Hirsch- seld ist durch seine Dramen „Agnes Jordan", „Die Mutter" u. a. schnell berühmt geworden. Inzwischen hat er sich auch als guter, dichterisch hochstehender Erzähler erwiesen und dat in immer reicher werdender Schaffenskraft seinen eigenen Stil gefunden. Er charakterisiert sein und unaufdringlich und hebt gerade die Unterströmungen menschlichen Gefühlslebens mit sicherer Kunst heraus. Diese Vorzüge zeigt auch sein neuer Roman. — Die Handlung spielt an zwei Fürstenhöfen. Das bunte, interessante Leben der verschiedenartigsten Menschen, die meisterhafte Zeichnung, die Frische und Abwechselutig fesseln den Leser vom Anfang bis zum Ende. Dem Jn- 'zplt haben die Verleger, E e b r. E n o ch, Hamburg, das äußere Gewand würdig angepaht. Die Ausstattung ist in jeder Beziehung modern und höchst geschmackvoll. Der Preis des zirka 360 Seiten starken Bandes ist 4 Mk. geheftet, 5 Mk. in eleg. Ganzleinenband. Äirchiiche NachrWrn. Evanpftsche Gemeinde in Euchln. Sonntag, den 15. März, Okuli. In der Stadtkirche. Vormittags 9% Uhr: Professor D. Schian. Vorm. 11 Uhr: Kinderkirche für die Matthäusgemeinde. „„ t Pfarrer D. Schlosser. Abends 6 Uhr: Pfarrer Schwabe. Abends 8 Uhr: Vereinigung der konfirmierten männlichen Jugend der Matthäusgemeinde. Dienstag, den 17. März, nachmittags 4 Uhr, im Matthäussaal: Frauciijmissionsverein. Mittwoch, den 18. März, abends 6 Uhr: 4. Pas- sionsandacht. Pfarrer D. Schlosser. Mittwoch, den 18. März, abends 8 Uhr: Vereinigung der konfirmierten weiblichen Jugend der Markusgemeinde. In der Johanneskirche. Vormittags 9% Uhr: Pfarrer Bechtolsheimei. Vorm. 11 Uhr: Kinderkirche für die Lukasgemeinde. Pfarrer Bechtolsheimer. Abends 6 Uhr: Pfarrer Ausseld. Abends Yz 8 Uhr: Vereinigung der konsirmicrten männlichen Jugend der Lukas- und Johannesgemeindc. Freitag, den 20. März, nachmittags 4 Uhr: Frauenmissionsverein der Lukasoemeinde. Katholische Gemeinde in Gießen. Samstag, den 14. März. Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gele- genheit zur hl. Beicht. Sonntag, den 15. März. 3. Fasten-Sonntag. Vorm. 6 y 2 Uhr: Gelegenheit zur hl. Beicht. Vorm. 7 Uhr: Die erste hl. Messe. Vorm. 8 Uhr: Austeilung der hl. Kommunion. Vorm. 11 Uhr: Hl. Messe mit Predigt. Vorm. 9 Uhr: Hochamt mit Predigt. Vorm. 11 Uhr: Heilige Messe mit Predigt. Nachm. 5 Yi Uhr: Christenlehrei darauf sakramentalischc Bruderschafts-Andacht. Dienstag und Freitag, abends um 6% Uhr ist Fastenandacht. 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Die Gesuche um Zulassung zur diesjährigen Meisterprüfung (ß 133 der Gewerbeordnung) sind mit den er- forderlichen Unterlagen bis spätestens am 15. Juni d. I. an den Unterzeichneten Vorsitzenden etnzureichen. Die Prüfungsgebühr von 35 Mark ist an die Handwerkskammer in Darmstadt einzusenden und die Quittung dem Gesuche bcizulegen. Gießen, am 15. Januar 1914. Die MeisterprüfnugsKommiMo« für die Provinz Gberhesten. Traber, Vorsitzender. KpineZiehuiigsiYerlegDng. am 20.u.21.März1914. Qeld'LolteFie desThjmnßer=.Museums in 3333 Gewinnezus.Mark: rewinne I 3 o ^ o 1 •S°F I l0iBä.1.Mk Po ??Ä c S pf! > Lotteriebank G.tn.b.H.Eisßnaeb. I Wie die Düngung — So die Ernte! tbomasnubll Stern^^Marke (Eingetr. Schutzmarke.) bewährter und billiger Phosphorsäuredünger für die Frühjahrssaaten. Sichere Wirkung! Hohe Erträge! | Thomasmehl „Sternmarke wird in garantiert reiner voll- wertiger Ware in plombierten, mit Gehaltsangabe und Schutzmarke versehenen Säcken geliefert. 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Mathematik, Deutsch, Französisch, Geschiente, Geographie. g ile Ausgabe A: Landnirtschaltssc Ausgabe B: Ackerbuuschule Ausgabe C: Landwirtschaftliche Winterschule Ausgabe 0: Landwirtschaftliche Fachschule Obige Schalen betwecken, eine i^chtj^e allgemeine n. eine vorzügliches Fachschulbildung tu verschaffend hrena der Inhalt der Ausgabe Al den gesamten Lehrstoff der Landj^rtscbaftsacbole vermittelt und da lehrt werden. Ausgabe V/ist für solch© \ landwirtschaftlichen F&pber beziehen wollik ihkenntnfaM amoe m nachfolg. Werke I Auch durch das Stud ___ vortreffliche Profunden ab und vei Wisyh, ihre eiehere bonnente seich seK das Studium erworbene R^tfeaeugnU dieselben Berechtigungesl gewährt wie die Versetzung nach der^bersekuoda höh. Lehranstalten.! verschaffen die Werke B und/C die tnhAtetiscbeo Kenntnisse, die aal einer Ackerbauschule bzw. tztner landwirtt^haftlichen Winterschule ge-| immt, die nur die reinl um «leb die nötigen^ br viele Aden Der Eln|.'Erelwlll., Dos Atmurienfea-Exami Das 6gmnasluai, Das RealggnaaSn Bis Ober rzaisdHile, Das Lgzeutn, Der ged. Hoafmai AoifOhrL/cbe Rrpiptkte. sowl« begsliUrU Dkaktebrslb •csadcne FrOlaDf ro. die durch du Stadium du M« •bgejdgt «tnd, gritii. — Htrrorrenufl* Inoli« — Aeit fcmloocen obn« Uaatnrei,. — IU«H TifMUinpi Bonness & Hachfeld, Verlag, Potsdam 8.0. Trauen wt gebrauchen in üiscr. Fällen sofort mein glänzend bewährtes ot Y liier schädliches Mittel. Grosse Erfolge selbst in den hartnäck. Fällen worüber Dankschreiben und Anerkennungen. Discr. Nachnahmeversand überallhin nur durch Ikrogiat ftoent ins, Berlin 8i., Schönhauser Alice 134 h. —7 ! !> Miele die erfolgreichste Zentrifuge