Bejitgspttfe 25 pfg. monatlich «tertellöhrllch 7b „raulzahlbar, frei ins HauS. >bßeh»lt i» M lf »»er G«»ebilion oder in den Zweig. auSgabeftellen ^«elj-hrlich SO Psg. — Erscheint MittN»»chs und L«»»tag«. — Redaktion: SclterS- weg 88. — Kür Aufbewahrung oder Rücksendung nicht rerlangter Manuikrivie wird nicht garantiert. Verlag der ,, Eleffeaer Zeitung" t«. m. b. H Lrpedition: Zelters weg 83 . Nr. 12 Tclep hon: Nr. 362. vie rcbwedifcben Bauern bei ihrem König. Ein grotzer Deinonstralionszug von über 30 000 schwedischen Bauern, ein in der Geschichte ganz ungewöhnliches Ereignis, fand am Freitag in Stockholm statt. Mit 32 Sonderzügen waren die Bauern aus allen Teilen Schwedens, selbst ai^ den Gesilden des Lapplanips erschienen, um ihrem König zu huldigen und für die Verstärkung der Wehrkraft des Landes zu demonstrieren. König Gustav erwiderte nach Ansprachen der Bauernführer, datz er ihre Wünsche selber lebhaft rmterstütze. Er verlange, datz die Verteidigungsfrage als Ganzes behandelt und jetzt entschieden weiden müsse, ohne Berzögenlng üind im Zusammenhang. Bon den I Forderungen für die Schlagserligkcil und Kriegsbereit - I schaft der Feldarmee gehe er nicht ab. Das bedeute eine erweiterte Dienstzeit für die Wehrpflichtigen, auch inbezug -lauf die Notwendigkeit der Wciterausbildnng. Auch die I Marine müsse in bedeutendem Matze verstärkl werden. Dem König wurden von den Bauern lebhafte Ovation dargebracht. Unter Absingen der National - Hymne und des Neformationsliedes, in das der König und seine Familie einslimmtcn, schlotz die eigenartige Demonstration. Die Veranlassung zu dieser Bewegung gibt die Ber- tärküng der russischen Ostscesiotle. Man "befürchtet in Schweden einen Angriff von russischer'Seite, obwohl Nutzlands Anstrengungen sich natürlich weniger gegen Schweden als gegen Deutschland richten. Da der König tn seiner Ansprache so kräftig betont hat, datz die Verteidigungssrage als Ganzes von diesem Reichstag erledigt werden müsse, was der Ab ich! des Staatsministers widerspricht, hat der Staats- cat dem König folgende Erklärung mit dem Ersuchen >ni Beantwortung unterbreitet: „Das Ministerium gibt Euer Majestät weiter an- >eim, wenn Eure Majestät beabsichtigen, in politischen llngelcgeniheiten öffentliche Erklärungen abzugeben, das Ministerium über die beabsichtigten Erklärungen im Vor- ms unterrichten zu wollen." Hierauf hat der König geantwortet: „Diese Anheimstellung kann ich nicht anerkennen, denn ich will mich nicht des Rechtes berauben lassen, zum schwedischen Volke mich frei auszusprechen." Das Ministerium hat^iraus seine Demission gell ,eben. Stockholm, 10. Febr. Der König beauftragte >en gemätzigt-liberalen Senator und Gou- erneur von Kristianstad, Frhrn. v. d. Geer, mit der Bildung des neuen Kabinetts. 25 Jahre sind eine verhällnismähig kurze Zeit in der Geschichte. Aber welche Menge von Arbeit und Mühen, Kämpfen und Siegen, Ruhm und Ehren, leider auch Not und Tod! Bon der kleinen Schar der Europäer fielen 18 Offiziere und 17 Unterostiziere auf dem Felde der Ehre. 63 Offiziere und Unterostiziere wurden verwundet und 144 andere deutsche Männer starben an tropischen Krankheiten im afrikanischen Dienst, während manche andere, die nicht gezählt wurden, den Todeskeim im fernen Lande erwarben und daran in der Heimat zu Grunde -gingen. Mit ihren weihen Führern an Pflichtgefühl, Ausdauer und Entschlossenheit wetteifernd, sind unsere braven Farbigen ihnen gefolgt, selbst bis in den Tod getreu. Deutsche Heeresdisziplin hat aus ihnen Soldaten zu bilden vermocht: „Harten Körpers und fröhlichen Sinnes, wie die raühe und strapazenreiche Kriegführung sie erfordert." Ungefähr 700 sind von Feindes Hand gefallen. Nicht geringer mag wohl die Zahl derjenigen sein, die durch Krankheiten und Anstrengungen hinweggerafft worden sind. Sie alle, ob weih, ob schwarz, sei es, datz ihnen ein ehrliches Kriegergrab bereitet wurde, über das als letzter Soldatengruh die drei Salven rollten, sei es, datz ihre Gebeine im Busch verstreut Unbestatte! bleichen müssen, sie alle sollen unvergessen sein. Schön sind die Worte, die einst Wissmann am Grabe gefallener Askaris sprach: „Sie haben gekämpft wie Deutsche, sie verstanden zu sterben wie Deutsche, jetzt sind sie beim grotzen Gott der Deutschen." Zu jeder Zeit hat die Kaiserliche Schutztruppe für Deuttzh- Ostafrika ihr Bestes für des Reiches Mach, und Herrlichkeit eingesetzt. Tüchtige, ritterliche Kommandeure haben das Offizierskorps geführt, das, unterstützt von pflichttreuen Unteroffizieren, es verstanden hat, aüs Negern deutsche Soldaten zu machen, die weit über die Grenzen der Kolonie hinaus geachtet und gefürchtet werden. ' Politifcbe Rundfcbau 25 labre Raiferlicbe ZckMMuppr * Am 8. Februar waren 25 Jahre vergangen, atz die Kaiserliche Schutztruppe s. Deutsch- ) st a f r i k a ins Leben getreten ist, denn durch aller- öchste Kabincttsorder vom 16. September 1911 ist der . Februar 1889 zum Stistungstage dieser Truppe be immi worden. Bei unserer raschlebigen Zeit, sagst Najor a. D. Langheld in der „Deutschen Kolonialzest- ng", sind die Begleitumstände der Schöpfung der Tnlp- e wohl allgemein in Vergessenheit geraten, so datz es icht überflüssig erscheinen dürste, sie aus Anlatz des chbiläums uns wieder ins Gedächtnis zurückzmufen. iJrSCSÄ (Wafif o Darmkatarrh, Blähungen, Sodbrennen u. Wasserbrechen leistet Stomachicum. Sch 1 M. 5.0 Pfg wird ärztl. empf. u verord. . Erhältlich i. Apotheken, w. n. wende man sich an Versandstelle Deutschland. * Zur Aufklärung der widersprechenden Gerüchte ! über die A s r i k a r e i s e des Kronprinzenpaares ist mitzuleilen, datz zwar Erwägungen schweben, j im Lause des Sommers eine Informationsreise um Afrika zum Besuche aller deutschen Kolonien auszusühren, , datz eine endgültige Entscheidung bis setzt jedoch noch nicht gefallen ist. * Das Prinzenpaar Heinrich von Preußen : und Gefolge machen die erste Reise des Dampfers „Kap Trafalgar" der Hambustg-Südamcrikanischen Dampf - : schiffahrtsgesellschast, der am 10. März den Hamburger Hasen verlätzt und nach Buenos-Aires hin- und zurück- fährt, mit. * Der Staatssekretär v. T i r p i tz sprach sich gegen die Beschäftigung früherer Offiziere als Agenten für Marinelieferanten aüs. * Durch eine Verordnung des kaiserlichen Statthalters' von EksatzgLothringen wurden Staatssekretär Gras v. Roedern und Unterstaatssekretär Freiherr v. Stein zu Bevollmächtigten zum BuNdesrat er- nannt. * Es scheint, als ob die heftigen Erörterungen im Reichstag zn der' Zabern-Affäre doch nicht ohne Erfolg bleiben sollten. Es wurde bekanMlich beabsichtigt, die zweite Abteilung des Feldartilleric-Regiments Nr. 84 nach Zubern zu legen. Nun soll aus zwingeüden militärischen Rücksichten, darunter solchen der Ausbildung, j ein anderer Standort für diese Abteilung gewählt wer- , den. * 73000 Glückswünsche hat, wie die „Kreuzztg." feststcllt, der Oberst v. Reuter anlätzlich der Zab einer Affäre zugesandt erhalten. Giehcncr Tageblatt) önzeiaenpreir 15 Pfg. die 14 mw breite Petitzeile sür AnSwnrtS 20 Pfg Die 90 mm breite Reklame-Zeile 50 Pi'enniz Extrabeilagen werden nach Gen, ,nd Grütze berecknet. Rabatt kommt bei Ueberschreitung des Zahlung», ziele» (30 Taget, bei gerichtlicher Beitreibung ode, Konkurs in Wegiall. Platzvorschriften obneVerbind: '• Truck der Miestcncr BerlagSdriickerci. Albin Rtciu Mittwoch, den 11. Februar 1914. Telephon Nr. .162. *>G * Straft bürg i. Eis. Wie die „Strahb. N." aus Z a b e r n melden, weilten dort höhere Offiziere, die sich u. a. mit der Angelegenheit der im P a n d u- r e n k e l l e r Inhaftierten besohlen, deren Schadenersatzklagen demnächst vor dem Zivilgericht zur Verhandlung kommen sollen. Den Inhaftierten wurde ein , Vergleichsvorschlag gemacht, je 50 Mark angebvten und außerdem sollen die bisher entstandenen Kosten von militärischer Seite gedeckt werden. Es ist noch nicht bestimmt, ob die Klüger den Vorschlag an- neljmen, da manche darauf beharren, die Vorfälle vor dem Zivilgericht dargestellt zu sehen. * Der Reichszuschutz sür die Olympischen Spiele gilt als gesichert. Zwei Drittel des Zentrums dürften, wie die „Rundschau'' schreibt, sür die Bewilligung stimmen. Oesterreich. * In Oe st erreich-Ungarn wurde die Aufstellung von zwei neuen Armeekorps beschlossen. * Triest, 9. Febr. Der Hosmarschall des Prinzen zu Wied, Hauptmann v. Trotha, ist gestern abend an Bord des österreichischen Lloyddampsers „Baron Bruck" nach D u r a z z o abgereist. Italien. * Der italienische Juftizministcr hat in der Kammer eine Vorlage über den. Vorrang der Zivilehe vor der kirchlichen Ehe eingebracht. Vom Balkan. * R o m, 10. Febr. Prinz W i l h e l in zu W i e d ist, von Berlin konimend heute nacht im strengsten Inkognito hier eingetroffen und auf dem Bahnhof von dem Oberzeremonienmeister Borea d'Olmo, dem Unter- staatssekretär im Ministerium des Aeutzern Fürsten di Seala, dem Generalsekretär im selben Ministerium de Martina, dem Chef des Kabinetts des Ministeriums Garbasso und dem italienischen Hauptmann Morena, der zum persönlichen Dienst bei dem Prinzen während seines Aufenthaltes in Rom kommandiert ist, empfangen worden. Am Bahnhof hatte sich ein zahlreiches Publikum eingefunden, das den Prinzen mit dem Rufe: „Es lebe Albanien!" begrüßte. Nach der Begrüßung der Anwesenden durchschritt der Prinz das Fürstenzimmev und bestieg den Wagen, der ihn in ein Hotel führte. Norwegen. * Die Aussperrung von 40 000 organisierten Arbeitern, die von dem Verband norwegischest Arbeitgeber- und km» $mn Ei» ausgezeichnetes Rezept für eine» Hustensirup. mit dem man sich (äeld sparen kann. Angesichts der zurzeit herrschenden regelrechte» Erkältungs- Jnfluenza-Epidemie dürste nachstehendes Rezept vielen will- men lein. Beschaffen Sie sich in der nächsten Apotheke 60 gr dreifach konzentrierten Ansy, füge» Tic das zuhause zu eine», viertel Liter hcitzcm Wasser und 2'0 gr gestoßenem Zucker; umrühren, bis alles gut aufgelöst und vermischt ist. Davon nimmt man ein bis zivei Teelöffel voll viermal des Tages ein- das verschafft sosorlige Linderung und vertreibt meist schon innerhalb 2i Stunden den hartnäckigsten Husten. Dieser Hustensirup ist sehr angenehm cinzunchme», ist vorzüglich gegen Heiserkeit, leichte Erkältungen und zur Verhinderung der sich daraus häufig entwickelnden schlimmeren Krankheiten der Atmungswege. Da er auch gewisse nährende und kräftigende Eigenschaften besitzt, eignet er sich auch bestens in der Rekonvaleszenz. Wenn Sie nicht selbst zur Apotheke gehen, schärfen Sie dem Bote» ein, datz er dreifach konzentrierten Ansy verlangen mutz. Das Rezept ist schon öfters empfohlen worden, die Nachfrage in den lokalen Apotheken ist daher eine sehr starke. organisationen beschlossen wurde, droht zu einem Generalstreik zu führen, der Norwegens Industrie auf das schwerste gefährden würde. Die Arbeiterorganisationen der nicht von der Aussperrung betroffenen Gewerbe zweige haben nämlich den Beschluß gefaßt, in einen Sympathiestreik einzulreten. Die norwegische Regierung bemüht sich jedoch, eine Einigung der Parteien herbei- zusühren, und es ist nicht ausgeschlossen, daß diese Bestrebungen von Erfolg sein werden. Immerhin ist die Lage sehr kritisch. Türkei. * General L i m a n hat seinen Reformplan für die türkische Armee sertiggestellt. Amerika. * Präsident Wilson hat zu einer dritten Friedens-Konferenz im Haag eingeladen. rn$ 5 lüöt Urcü Easid. * Dem Großh. Hess. Geheimen Oberfinanzrat Dr. R o h d e--Darmstadt wurde der Kronenorden 2. Klasse verliehen. * Der Finanzausschuß der Hess. Zweiten Kammer machte in Gemeinschaft mit einigen Regier- ungsvertretern eine Besichtigungsreife, und zwar zunächst nach Mainz zur Besichtigung des Regrerungsge , des wegen der dott vorgeschlagenen baulichen Umänderungen, besuchte dann in Alzey die Landesheil-, und Psttzgeanftall und hierauf das Kreisamtsgebäude in Worms. * Wegen der starken Verseuchung der Preußischen Provinzen Ost- und Weslprcußen hat das Großherzog- liche Ministerium des Innern die Quarantäne für sämtliches aus den genannten ganzen Provinzen eingejführ- tes Klauenvieh (auch Schlachtvieh) angeordnet. * Am 14. April findet in Darmsladt (Kaisersaal) die V e h 1 r e t e r v e r s a m m l u n g des Hejf. Landeslehrervereins statt. Zu gleicher Zeit tagt dort die VersaRmlung des Vereins provisorisch angestelller Lehrer zur gegenseitigen Unterstützung in Krankheitsfällen. Auf der Tagesordnung stehen: Jahresbericht, Rech- nungsadlage, Voranschlag für 1915, Neuwahl eines Echriftsührers, Beratung und Beschlußfassung über gestellte Anträge. SchicdSrichicrlichc Schlichtung von Streitigkeiten in Industrie und Gewerbe. Auf Veranlassung Großh. Zentralstelle für die Gewerbe wird Herr Prof. Dr. K o l l m a n n in Darm- stadt am Freitag, den 13. Februar 1914, abends 6 Uhr, im Sitzungssaal genannter Behörde iw D a r m st a d t, Neckarstraße 3, einen einleitenden Vortrag hallen über: Bedeutung des schiedsrichterlichen Verfahrens für Gewerbe und Industrie. Zu diesem Vorträge sind alle Interessenten, insbesondere aber Gewerbetreibende freundlichsl eingeladen. Ueder das schiedsrichterliche Verfahren an sich gibt der am Kopfe der Gewerbeblalt-,Nummer 6 Ik I. stehende, von Herrn Prof. Dr. Kollmann verfaßte Aufsatz über „Schiedsgerichte und gewerbliches Rechtsleben" näheren Aufschluß. Anschließend an den Vortrag wird eine Besprechung des Vortragsgegenstandes beabsichtigt. Im weiteren wird eine Mittcilmrg darüber erfolgen, welche weiteren Schritte einzuleiten wären, um innerhalb des Landesgewerbe - Vereins das schiedsrichterliche Verfahren zn organisieren. Zu dessen Durchführung bedarf es geeigneter und rechtskundiger Schiedsrichter, die dem Eewerbestand anzugehören haben. Um diese zu gewinnen, wird es erforderlich fein, von Herrn Prof. Dr. Ko'lmann an einzelnen größeren Orten Aüshildungsi'urse abhalten zu lassen. Näheres hierüber wird am Vortragsabend bekannt gegeben. Eine zahlreiche Beteiligung von Gewerbetreibenden an dem Vorträge und an der hieran sich anschließenden Besprechung kann nur erwünscht sein. Der Beginn des Vortrages wurde auf 6 Uhr abends festgesetzt, um auch auswärtigen Interessenten die Beteiligung an dem Vortrage zu ermöglichen. Bczirtsvcrband siir Volksbildung im östlichen Vogetsbcrg. Im großen Schulsaale der Dürerschule Hochwaldhausen versammelten sich am 7. Februar Vertreter aus verschiedenen oberhessischen Gemeinden, um zu beraten, wie man am besten vorgehen solle, um den Bedürfnissen der Vogelsberger Landbevölkerung nach geistiger Fortbildung zu genügen. Der Geschäftsführer des R'yein- Mainifchen Verbandes für Volksbildung, Herr C. Volk aus Frankfurt a. M., hielt einen interessanten Bortrag über Erfolge und Mißerfolge in der st ä d t i s ch e n Volksbildungsarbcit. Er stellte die Frage, ob die dort gemachten Versuche auch auf dem Lande unternommen werden sollten, oder ob das Land die möglichst unberührt zu lassende und höchstens in ihrer körperlichen Beschaffenheit verbesserungsnotwendige nationale Kraft - quelle bleiben solle. Das lebhafte Bedürfnis der Vo- xelsberger Landbevölkcrnng nach geistiger Anregung wurde einwandsfrei »achgewicsen durcki den Hinweis mehrerer Eemeindeverlreter auf die in Gedern, Herb- ftein und in der Dürerfchule Hochwaldhausen veranstalteten, gelungenen und stark besuchten Volksbildungsabende. Die Versammlung konstituierte sich zu einem Komitee, das in den einzelnen Gemeinden werben und möglichst gemeinsame Veranstaltungen treffen wird. Zum Vorsitzenden wurde Direktor Neuendorff, Hochwaldhau- haufeu gewählt. Der Ort der gemeinschaftlichen Veran- staltmrgen wird wechseln. Zunächst ist für den 3. Sonntag im März ein Vogelsberger Heimatstag in Herb - stein vorgesehen, wobei u. a. Lichtbildervorführungen über den Vogelsberg erfolgen werden. -hk- Die Frage des Lehrlingswesens in j weivlichen Handwerksbetrieben wird in den oer- ! schiedenen Kammerbczirken des Deutschen Reiches zurzeit noch nicht einheitlich gehandhabt. Hierdurch entstehen öfters Schwierigkeiten, die besonders dann zu unlieb - samen Auseinandersetzungen führen, wenn beispielsweise die Dauer der Lehrzeit, die Höchstzahl der Lehrlinge, die Beschäftigung von nur zum ebenen Gebrauch lernenden Mädchen, in den einzelnen Kammerbezirken verschiedenartig festgelegt ist. Die Durchführung der Vorschriften, die eine Gesundung der Verhältnisse in weiblichen Handwerkszweigen bringen und vor allem die ordnungsmäßige Heranbildung eines leistungsfähigen Nachwuchses gewährleisten soll, wird durch die verschiedenartige Regelung einzelner grundlegender Fragen ganz erheblich erschwert. Hierzu kommen noch die Klagen des reellen Gewerbes über das Ueberhandnehmen sogenannter Unterrichtsanstalten, die in vielen Fällen gar nicht in der Lage sind, eine ordnungsmäßige Ausbildung zu gewährleisten. Auch wird immer wieder seitens der Vereinigungen erwerbstätiger Frauen nach- drücklichst der weitere Ausbau bereits bestehender Vorschriften gefordert. Die Interessenvertretung des Handwerks konnte ych daher dieser Unstimmigkeit und den berechtigten Forderungen nicht länger verschließen' und hat das weibliche Lehrlingswesen zur Beratung auf die Tagesordnung der Sitzung der Kommission für Gewerberecht des Deutschen Handwerks- und Gewerbekam- mertags im November v. Js. gesetzt. Dort wurde beschlossen, eine Spezialkommission aus den Kammern Darmstadt, Berlin und Hamburg zu bilden, die das gesamte Material sichten und Vorschläge zur einheitlichen Regelung der einzelnen Fragen des weiblichen Lehrlingswesens stellen soll. Die mit dem Vorsitz betraute Handwerkskammer zu Darmstadt hat nunmehr eine eingehende Abhandlung darüber gefertigt und zu den grund- ledenden Punkten einheitliche Vorschläge ausgestellt, die den beiden anderen Kammern zur Stellungnahme überwiesen wurden. Demnächst tritt diese Spezialkommifsion zu einer Beratung der einzelnen Anträge zusammen: die Kommission für Gewerberecht übernimmt alsdann die Weiterbsarbeitung und Vorbereitung für den diesjährigen Handwerks- Und Gewerbekammertag. n G i e ß e n, 9. Febr. Der älteste Mann in O b e r h e s s e n, Rentner Johannes G i l l e r, hier, feierte am SaMstag seinen 99. Geburtstag. Zahlreiche Glückwünsche aus nah und fern gingen dem Geburtstagskinds zu. Der Mufikverein brachte ihm ein Stündchen. Der alte Herr erfrent sich bester körperlicher und geistiger Rüstigkeit. -n- Gießen, 11. Febr. Der Kriegerver- e i n hielt gestern Abend in seinem Vereinslokal eine Monatsversammlung ab, die recht gut besucht war. Neben einigen wichtigen Mitteilungen des 1. Vorsitzenden Staatsanwalts T r ü m p e r t hielt Oberpostjschaffner M o h r einen Vortrag über seine Erlebnisse als Afrika- krieger bei der deutschen Schutztruppc in den Jahren 1904—8. Was man dan hörte, fesselte allgemein, so daß der Wunsch an den Vortragenden gerichtet wurde, er möge recht bald Weiteres den Kameraden berichten. o Lich. Am letzten Samstag, den 7. Fehruvr, erfolgte zu Schloß Arnsburg die Verlobung der Gräfin Luitgarde zu Solms-Laubach mit denr Staatssekretär des Auswärtigen Herrn von I a g o w in Berlin. o Bad-Nauheim. Die Winterkurzeit hat recht rege eingesetzt: infolgedessen sind die Privathäufer und Hospize gut besucht. Das neue Militärkurhaus bietet nunmehr Raum für 70 Gäste. Gegenwärtig weilen meistens Südafrikaner zur Erholung dort. ):( Frankfurt a. M., 8. Febr. (Hoher Besuch bei den Eirkus Carree-Festspielen.) Die Cirkus Carree- Festspiele, die am Samstag und Sonntag in vier Vorstellungen jedesmal autzverkaustes Haus hatten, hatten am Samstag abend hohen Besuch. Der Prinz Heinrich der Niederlande wohnte inkognito (nur die Leitung der Festspiele wußte davon) der Vorstellung bei. Er folgte mit gespannter Aufmerksamkeit dem vierfachen Cirkutz - Programm mit seinen 80 Programmnummern, ließ sich in der Pause von Hernr Direktor Carree den Marstall, der bekanntlich als der schönste und edelste der Welt gilt, zeigen und sprach vor allem von den Pserdedressuren Direktor Carrees in Worten ehrlichster Bewunderung. Besonders hatte ihm und seinem Gefolge die Dressur - szcnc „Pferd und Ballerina", sowie das imposante Tableau der 50 Steigerpferde gefallen. Nachdem er bis zum Schluß, bis zu dem atemraubenden Todessprung des Artisten Gadhin aus der sechsten Etage und zu dem Bravouiakt des Negers, der sich „zum Vergnügen" mit dem Automobil überfahren läßt, geblieben war, verließ der Prinzregent unerkannt den. „Cirkus der Fünfzehntausend". Er war übrigens nicht die einzige Fürstlichkeit, auf die die Cirkus Carree-Festfpiele ihre Anziehungs - kraft ausgeübt hat. Von den Logen aus sah noch die Prinzessin Karl von Hessen mit ihren 5 Söhnen, die sich köstlich über die tollen Streiche und Witze der Clowns amüsierten, sowie die Fürstin von Schaumburg-Lippe, die zur Vorstellung von Darmstadl herüber gekommen waren, dem buntwechselnden Bild der Manege zU. Auch sie wurden nur von wenigen unter den vielen Tausenden, die die Festhalle füllten, erkannt. ):( Frankfurt a. M. Während der frühere Oberbürgermeister Dr. A d i ck e s große Ländereien im Bereiche Großfranksuris für die Stadt erwarb, diese Grundstücke aber größtenteils unverwertet liegen ließ, hat die jetzige Stadtverwaltung ein« andere Politik eingefchlagcn. Sie bietet jetzt sämtliche nur irgend entbehrliche Grundstücke, die sie in allen Teilen der Stadt besitzt, zum Verkauf aus. Die Zahlungsbedingungen sind außerordentlich günstig. Der Stad? erwachsen durch diese Veräußerungen doppelte Vorteile. Einmal werden die sonst brach und zinslos daliegenden Ländereien kapitalisier! und damit nutzbringend gemacht, zum andern aber verschwinden zahllose unbebaute Ecken, die dem Stadtbild schon seit Jahren nicht gerade zur Ehre gereichen. ! Aus d c ni R h e i n g a u. In den Vordergrund des Interesses ist abermals ein Projekt gerückt, das für ein großes Gebiet von großer wirtschaftlicher Bedeutung ist. Es handelt sich um den projektierten Bahnbau Niedernhausen— Langenschwalhach—Lorch in Verbindung mit der neuen Rheinbrücke Rüdesheim—Bingen. Es batte sich zur Förderung dieses Planes ein Komitee mit dem Sitz in Langensckiwalbach gebildet. Nunmehr sind diesbezügliche Unterlagen und Pläne dem Eisenbahnminister vorgelegt worden. öi’fchäülic&es. :: Manches Geldstück sparen viele Familien, indem sie die Stoffe zu ihren Anzügen und Kostümen direkt ohne Zwischenhandel aus renomierten Fabriken beziehen. Eine empfehlenswerte Firma dieser Art ist die Tuchfabrik Schwetasch & Seidel in Spremberg i. L., welche ihre neUen Musterkollektionen, die siir Frühjahr- und Sommersaison 1914 jetzt an alle Interessenten versendet. Die Kollektionen enthalten eine so ungemein reichbaltige Auswahl in besonders schönen und geschmackvollen Stoffen der neuesten Mode für Her- rcnanzüge und Paletots, in Damentuchen und Koftüm- stoffen, daß niemand mehr auf die Vorteile des direkten Bezuges aus der Fabrik verzichten sollte. Jeder, der sich elegant kleiden will, ohne dafür übermäßig viel Geld auszugeben, möge sich fosorl die erwähnten Muster schicken lassen. Schneidermeister werden in jedem größeren Orte nachgewiescn, eventl. übernimmt die Fir- , ma die Anfertigung in ihrer eigenen Schneiderwerkstatt unter Garantie tadellosen Sitzes. Verantwortlich: Albin Klein, Gießen. Durchgrerfersde Kuren bei iM-u.Eungeilkjckn ist der Titel eines in unserem Verlage erschienenen Büch- l.eins, in welchem eine neue kombinierte Milch- und ' Lflänzenkur beschrieben wird. Dieses Büchlein wird gratis an jeden Kranken versandt, der es verlangt. Je- ' der Hals- und Lungenkranke sollte es sofort verlangen, selbst wenn sein Leiden harmloser Art zu sein scheint. Denn jede schwere Erkrankung der Lunge, vor allem die mörderische Lungenschwindsucht, beginnt mit dem „bißchen Husten" mit dem „kleinen Katarrh" und vernichtet oft in wenigen Wochen ein blühendes Menschenleben. Das Mittel selbst besteht aus giftfreien, von alters her berühmten und auch von dem verstorbenen Pfarrer Kneipp empfohlenen Heilpflanzen. Die gute Wirkung liegt in der geschickten Zusammenstellung, die darauf be- ' rechnet ist, das Uebel von mehreren Seiten zugleich zu packen. Es wird auch bei größter Kvrperschwäche gut vertragen und ist so billig, daß auch der Minderbemittelte seine segenbringende Wirkung sich zu Nutzen machen kann. Kein Arzt dürfte gegen sein« Anwendung etwas einzuwenden haben, wenn man ihn darum frägt, da es sich nicht etwa um eines der teuren und dabei oft schädlichen Eeheimmittel, sondern um ein« wissenschaftlich einwandfreie Sache handelt. Damit jeder, der es benutzen will, es erst verfuchen kann, ehe er Geld dafür ausgibl, senden wir eine Probe yWg kofienlos zugleich mit dem Büchlein. Nur 20 Psg. für Porto rc. | sind in diesem Falle in Briefmarken beizrtfügen. Mittellosen Kranken senden wir das ganze, zu ihrer Wiederherstellung nötige Quantum kostenlos und portofrei, wenn sie uns eine Bescheinigung ihres Pfarrers oder der Orts-Polizeibehörde über ihre Mittellosigkeit und ihre Krankheit einsenden. veuiscke «ereilscftafk für PflanztnbtnMe Scrlin Holensee » % 3 E I 1 Flic cbgcbildefen ITtodelle können leicht im Haute gefchneidert werden mit Hilfe von faoorltlchnitten. Zu beziehen durch die hielige Verkaufsffelle: Fiex. Sulomon & Co., Schulttru^e. --J3 \EEL Je s Hdcb der yrau. Nutzer der ModeN-Nummer gebe man bt\ Bestellung VON Sdinittmaftern als Matz an: für Taillen die Hälfte der Oberweite, für Röcke die ganze Hüftweite, die, wie die nebenltehende Abbildung zeigt, zu nehmen lind. 3®E 14, ILI Nr. 6608. Gch-varzc» veileNeii» 'mit gestickt»« Kanten. Konfirmations- und Lommumon- kleider. Lei der jetzigen Mode, die uns in einer erstaunlichen Vielseitigkeit geboten wird, fco- wir uns eine sorgtältige Auswahl gestatten und branei e., .cht »ach dem ersten besten zu greifen. vor allem ift es leiijt günstig, daß jede eng. anliegende CntHc außer liurs gesetzt wurde und wette, lose Liuseii die Mode des Tages bedeuten. Etwas halsfrei, was vom hngienischen Standpunkte recht zii befürivorten ist. werden auch die Konnrmalionskteider gern gehabten, irer aber das ganz Loehgeschloffene vorzieht, kanii i-iit leie t r Mühe dem Lals- ausstlz-iitt eine der modernen Tüllrüschen hinznfügen, doch bei unseren Modellen mit den weiße» Kleidern würde sich selbst das vielleicht erübrigen. Lei Nr. 6377 könnte ein schwarzes Samtband mit kleinem J'ircuj uni den Lals gelegt werden, und be, llr. 5364 wäre der kleine Ciegekragen etwas i-iehr zu schließen, falls bei diejen Vorlagen die Llusen bis ans Kinn hinauf geschlossen gewünscht merdcii. Lohe. bis an die Ghren hinaufreichende Stehkragen werden jedoch für die singend fast gar iiicht benutzt. ilatUcn oder Llusen mit breite», ditrch. brocheneii paffen sollien am Einsegnungstag dagegen ganz ge- mieden werden, und >vo Tüll oder durchsichtiger Spitzenstoff benutzt würde, wäre er mit Seide zii unterlegen. Wie stets, sind wir auch diesmal beiiiüht gewesen, „modern" und „einfach" miteinander in Einklang zii bringen und jede Extravaganz als ungehörig zu meiden. Auch ist , Sorge dafür getragen, daß bei allen Vorlagen mit leichter Mühe die Rocke länger geinacht werden können, was bei jungen, »och im Ivachstum stehenden Mädchen wohl zu be> achteii ist. Die Llusen sind ohnehin, der Zeit gemäß, so weit geschnitten. daß ein Ler- auswachsen nicht so leicht bet' ihnen zu befürchten ist. Daß diese weit ge- schnilteiien Llusen trotz- dem der Anmut nicht entbehren, macht ihre Einführuiig uni so leichter, von der viel- seitigkeit der Röcke geben unsere Modelle ebenfalls ein kleines Lelspiel, denii bei jeder Vorlage ist der Rock durchaus verschieden von dem anderen gehalten. Neben dem Stufenrock tllr. 3548) sehen wir den Sackrock. Neben dem mit angesetzten Salten den eingereihten tllr. 309} und 5343) und neben dem vorn und hinten übereinandertretenden de» vorn und hinten im Lruch gearbeiteten tllr. 6098 und 3344). Lübsche Schärpenarrangements, breite (Buttel und breite Schleifen sind ebenfalls berücksichtigt und leicht ausführbare Landarbeiten wurden vorteilhaft zur Geltung gebracht. Da schwarzseidener Taft jetzt häufig bei Kostümen und Gesellschaftskleidern auch für ganz junge Mädchen benutzt wird, so könnte dieser Stoff and) zu Konfirinationskleidern verarbeitet werde», zumal er nicht teurer ist, als guter lvollftoff. Auch für weihe Kleider, die besonders für Komniunikantinnen in Le- tracht kommen, wird Kaschmirseide oder Taft vielfach ver- arbeitet. Leider ist in vielen proiestantischen Kirchen das weihe | .Meid am Konfirmationstag direkt verboten, doch wo es gestattet ist, sollte das nun einmal eingeführte lveih zur Kon- firmatio» für Protestanten auch beibehalte» werden. Lei den noch immer beliebten kurzen Röcken ist natürlich sehr auf die Sußbekleidung zu achten, obwohl alle Extra- vaganzen an genanntem Tag auch in bezug auf Schuhe und Strümpfe zu vermeiden sind. Das gleiche gilt für Srijuren. die am Konfirmatioustag so einfach wie möglich gehalten werden sollten. Glatt über die Ghren gescheiteltes Laar ist für junge Mädchen augenblicklich wieder sehr modern, und die bewährten Schtteckenfrisuren werden trotz aller Lemühungen, sie abzu- schaffen, von der weiblichen Duzend noch beibehalten, da sie eine reizende Umrahmung für ein ganz jugendliches, frisches Ge- stchtchen find. Lelene Grube. Nr. 8377- Weibes Stet» mit Stustnr««. Nr. 6662. •Mt Bit tntet'»of nnt lsler Viole. Rech Beschreibung der Bilder. Nr. 8698. Su diesem reizenden Mnb eignet sich besonders Stickerei, und Kantcnstoff, der an unserem Modell aus schwarzem Voile bestand und schöne, breite, Nttt schwarzer Kunstseide bestickte Kanten Hatte, die an der Lluse und dem Rock, wie erstcktlick. benutzt wurden. Durck die aerade ae- altenen, vorn und Hinten übereinandertretenden Llusenteile entsteht vorn und auf dem Rücken ein spitzer Ausschnitt, der durch einen in Säumcken abgenähten Latz gedeckt wird. Auch der gerade Rock wird seitlich geschlossen und oben in tiefe, nach den Lüften hin verlaufende Salten gelegt. Schnitt in 40, 42, 44, 48, 48, 60 cm halber Kberweite ! M Nr. 869.1. Zu diesem besonders ansprechenden Modell wurde schwarzer Samt verarbeitet. Die abgeschrägten vorder- und Rückenteile der Taille werde» durch ein angesetztes Salien- teil ergänzt, und die gleiche 2lrt wiederhol! dich an dem recht schlank fallenden Rock. Der dreiviertellange Aermel wird den verbreiterten Llusenteile» unter einem Samtrorstoh glatt angesetzt und erhält einen Aufschlag. der wie d-e eckigen Teile an der Bluse und dein Rock Mit schöner Seidenstickerei geschmückt sind. Ein gefalteter schwarzer Seidengürtel, der seitlich mit großer Schleife absahließt, deckt den Rockansatz Schnitt in 40, 42, .44, 46, 48, 60, 62 cm halber Gberwcite 1,25 m. Stickereimuster unter llr. 32 840 in Größe 40, 44, 48, 52 für 20 Pf.. llr. 8577. Eine ganz einfache Lluse und ein moderner Stufenrock vereinen sich an diesem hübsehen Kleidchen. Die runde Llujenpasse, Aermelaufjchläge und der breite Gürtel sind aus weißer, broschierter Seide geformt, während das Kleid in der kauptsaehe aus weißem Eheviot gearbeitet wurde, tveshalb auch die Lluse ohne Sutter blieb. Dem Sutterrock wurde» drei gereihte Volants aufgesetzt, die am unteren Rande mit dicker weißer Kordonnetlsi'ide abgesteppt sind. Schnitt zur Lluse unter llr. 8377 in 32, 34, 36, 38, 40, 42 cm halber Dber- weite 40 Pf, zum Rock unter llr. 5348 in 06, 100, 104, 108. . 112, 116 cm Lüftweile 80 Pf. llr. 5364. Saft noch einfacher als wie die vorhergehende ist diese jugendliche Mädchenbluse gehalten, deren weihseidenes Achselstück den Bluseuteilen angereiht wurde. Die Aernielaufschläge und die malerisch gewundene Schärpe sind ebenfalls aus Seide gearbeitet, während zu dem Kleid sonst Voile benutzt wurde. Der gleichfalls recht einfache Saekrock tritt in der vorderen Mitte leicht übereinander, bekommt hinten ausspringende Salten und gewinnt außerordentlich durch das gefällige Schärpenarrangement. Schnitt zur Bluse unter llr. 5364 >» 30, 32, 34 . 36 . 38 , 40. 42 cm halber Gber- weite 40 Pf., zum Rock unter llr. 3348 in 06, 100, 104, 108, 112, 116, 120 cm Lüft- weite 60 Pf. Nr. 6562. Recht anmutig wirkt dieses jugendliche Modell trotz der losen Lluse mit den weiten. angeschnittenen Schmetter, lingsärmeln. Die bis zum Taillenschluß reichenden Revers aus schwarzem Samt und die gleichen Aermelaufschläge heben sich sehr vorteilhaft von dem schwarze» Satintuch, aus dem Rock und Lluje zugeschnitten wurden, ab. Die schwarze, feinplissierte Tüllrüsche und der dazu passende Stüfchenlatz vervollständigen die Ausstattung der reizenden Lluse. die mit oder ohne Sutter gearbeitet werden kann. Der Miederrock ist aus zwei Lahnen zusammengesetzt, in der Hinteren Mitte eingereiht und am Taillenschluh mit einer Spange versehen. Schnitt zur Lluse unter llr. 6562 in 40. 42, 44. 46, 48, 50 cm halber (Oberweite 60 Pf., zum Rock unter llr. 3343 in 96, 100, 104, 108, 112, 116, 120, 125 cm Lüftweite 60 Pf. llr. 6558. Trotz der außerordentlich vielen, verschiedenen Blusenschnitte, die uns die Mode zur Verfügung stellt, läßt sich die Ruffenblufe nicht verdrängen, paßt sieh in ihren eigentlichen Llusenteile» vielmehr der neuen Mode an. Unsere" Vorlage wurde ohne Sutter aus schwarzer Popeline gearbeitet und erhielt einen angeschnittenen Schoß, sowie der Armkugel angesetzte Aermel. Die Lluseuvorderteile sind mit hübscher, in schwarzer Kunstseide gearbeiteter Stickerei versehen, und der Rand des langen Schoßes ist mit schwarzseidenen Ziersiichen ausgenäht. Ein schwaxzfeidener Gürtel mit seitlich abschließen. der Schleife umgibt den Taillenschluß. Der in zwei Lahnen aus gleichem Stoff wie die Taille zugeschnittene Rock ist vorn und hinten im Lruch gelegt und kann auch mit einem Mieder gearbeitet werden. Schnitt zur Taille unter llr. 6558 in 40. 42, 44, 46, 48. 50, 52 cm halber öwer wette 60 Pf., zum Rock unter llr. 3344 in 96. 100, 104, 1 0S, 112, 116, 120, 125, 135 cm halber Lüstweite 50 Pf. Stickereimuster unter llr. 32 766 in 40, 44, 48. 52 cm halber Gberweite 80 Pf. Ls sei noch besonders bemerkt, daß sämtliche Modelle sowohl in weißem, wie auch in schwarzen Stoff ansgeführt werden können und sich in jeder Art gleich hübsch ansnehmen werden. L. L Nr. 5364. Weiber Sleit Mil Sackrixt und »aiaterenichärpe. eebmiiigzfomuiM mir Tirmenaufdruck Nr. 5691. Schwarze» Sau, Mett mH 6ant>Mewt ii-fer? fcbnell und billig Druckerei Klein» Selferswea rr. Holzversteigermrg im Gräflichen Revier Feldheim bei Hungen. Mittwoch, den t^. Februar >VI-t werden aus den Tust iktcn Tantiengarten, Tisch, Scheibe! und Hinterwald versteigerte Stämme: Eiche 2 St. II. Klasse 2.00 fm, 24 St. III. Kl. 22.03 fm, 16 St. IV Klasse 13.92 fm, 10 St V Klasse 6.77 fm, 16 St. VI Klasse 7 55 fm. Birke 9 St. 3.17 fm Ktrschbauin 1 St. 0.61 fm. Nutzscheitcr: Eiche 5 8 rm. Scheiter: Buche 162 rm, Eiche 21 6 rm Prügel: Buche 42.5 rm, Elche 74 rm, N idel 5 rm Stöcke: Buche 51 rm Eiche 6 rm, Nadel 45 rm. Reiser: Buche 188 rm, Eiche 757 rm. Zusammenkunft 9'/a Uhr vormittags beim Pflanzgarten. Das Nutzholz kommt zuerst zum Ausgebot. Nadelreiscr flächenwcise. Näheie Auskunft durch den G,äfl. Forstwart Dich! zu Nonnenroth. Gchtzliche MeisterprüfmMN für Handwerker. Die Gesuche um Zulassung zur diesjährigen Meisterprüfung (§ 133 der Gewerbeordnung) find mit den erforderlichen Unterlagen bis spätestens am 15. Juni d. I. an oen Unterzeichneten Vorsitzenden einzuretchen. Die Prüfungsgebühr von 35 Mark ist an die Handwerkskammer in Darmstadt einzuscndcn und die Quittung dem Gesuche beizulegen. Gießen, am 15. Januar 1914. .. * Die Meisterprnfnrrgskommisston für die Provinz Gberhesien. Traber, Vorsitzender. f welche bei Störungen schon vieles andere erfolglos angewandt, bringt mein glänzend begutachtetes Mittel schnelle Wirkung. Ueberrascheud. Erfolg, selbst in harnäck. Fällen. Dankschreiben Unschädlichkeit gar. M. 3.50, extra stark Jfk 5.50 p. Flasche. Diskr. 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Blusenbarchenten, Strickwollen, fertigen wollenen Herrensocken usw. c 3 Unser Musterbuch für Aussteuer-Artikel enthält Muster von weihen Barchenten, Hem- * dentuchen, Damasten, Bctf-Inletts u. -Bezügen, Rouleau »Stoffen, Handtüchern, Hemden- f 0 flanellen, Kongreh- und Möbelstoffen, waschechten Hauskleider- und Schürzenstoffen, * g. fertigen Schürzen, Unterröcken, weihen Damen-Hemden, -Beinkleidern u. Nachtjacken, n S ........ Hls Spezialität iühren wir Blllardtuche zu sehr billigen Preisen, iniiini a Z UURÜ UIU. _1_• L/ V/ NM Kaufen Sie Ihre Anzugstoffe direkt aus unserer Fabrik! Ein eleganter Maßanzug ist für Sie dann billiger, als ein fertig gekaufter Anzug, welcher sehr oft aus minderwertigen Fabrikaten hergestellt ist und nur eine kurze Lebensdauer hat. Nur der gut gearbeitete Maßanzug kleidet Sie schick u. vornehm, niemals aber Ramschware aus irgend einem Kleiderladen. 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Der Stoll ist nicht verschossen, er sieht heute noch wie neu aus. Chemnitz. Theodor Bär. Spreche Ihnen meine vollste Anerkennung und besten Dank lür die erhaltenen Stoffe aus. Ich freue mich, solch schöne Stoffe für einen mäßigen Preis erhalten zu haben. Klinger b. Osche. A. Dembler. Ich habe von Ihnen vor 10 Jahren Stolf zu einem Anzug bezogen, den Kock trage Ich heute noch, bin sehr zufrieden. P ail | Appell, Cassel. Schuhmachermeister. Drucksache. Firma Bei Angabe Her Adresse des Absenders 3 Plg.- Marke, bei weiteren schriftlichen Mitteilungen 5 Pfg -Marke. Schwelasch & Seidel Tuchfabrik und Versand Sprembero l I. F. S. 14. Bin mit dem mir gelieferten Slolf zum Gchrock- anzug usw. sehr zufrieden und werde Ihre Fabrikate in meinem Bekanntenkreise sehr empfehlen. Nur gute Ware ist beste Empfehlung. Bida. Paul Hoifmann, Gauturnwart. Mit dem im September 1909 bezogenen blauen Cheviot bin ich sehr zufrieden. Das Kostüm hat schon mehrere Modernisierungen mit erleben müssen, aber Stoff und Farbe bewähren sich gut. Das Kostüm gefällt überall. Danzig. Gertr. Schitnanski, Buchhalterin. Der Anzug hätte mich, wenn von wo anders bezogen, mindestens 80 Mk. gekostet, so habe Ich 15 Mk. sparen können. Fmil Reinhaid, Pforzheim. Maschinenmstr. Erlaube mir Ihnen mitzutcilen, daß ich vor 4 Jahren einen Kammgarnanzug von der weltbekannten Firma Schwelasch & Seidel bezogen habe welcher zu meiner Zufriedenheit ausgefallen ist, denn dieser Anzug trägt sich heule noch wie vor 4 Jahren. Wilhelm Roller, Sprendlingen. Bäcker. Stolle sind famos, bedienen Sie mich weiter so. Hamburg. H. Burmeister, Ingenieur. Bin mit Ihrem Slolf, welchen Sie mir am 26.2.12 sandten, sehr zufrieden, beziehe meinen Bedarf schon seit 15 Jahren von Ihrer Firma. Oberbronn. Frau Wwe. Maier.