>t{ Sezugrprtk 25 pfg. monatlich »iertelMrlich 7b Pß>., „raulzahlbar, frei in» Hau» Abgehili in anierrr LUxdinon oder in den Zweig, aulzabestrllen »tartetiichrltch 80 Pfg. — Erscheint Mitti»»chs und >a»St««». — Redaktion: Sclter»- weg 88. — Kür Aufbewahrung oder Rücksendung nicht verlangtrr Manuskripte wird nicht garantiert. Verlag der „«irdener Zeitung" G. m. b. H Expedition: Selters weg 83 . «tetzener Tageblatt) Anzeigenpreis 15 pfg. die 44 mw breite Petitzeile für Auswärts 20 Pfg Die »0 mm breite Rek la m e - Z e i fe 50 Pfennig Extrabeilagen werden nach Gew, >, und Größe berechnet Rabat! kommt bei Ueberfchreitung des Zahlung», ziele» i30 Tages, bei gerichtlicher Beitreibung oder ivi Konkurs in Weglall. Blatzvorschristen ohneBerbindllchieit Druck der Kies,euer BerlagSdruckerei. Sllbin Klein stie. 10 Telcp hon: Sir. 362. Mittwoch, den 4 Februar 1914. r c l e v y 0 n Sir. 362. 26 Iasiro. RegicrungswecbTel i.€lfa$$ Cofbringeti. Zum Staatssekretär für Elsaß-Lothringen ist der OberpräsideiN Graf vo» Reedern in Potsdam ernannt. — Zum Leiter der Abteilung für Land-' Wirtschaft und öffentliche Arbeiten ist der zum Un- terstaatssekretär erinrnnte bisherige Vortragende Rat im Rcichsamt des Innern, Geh. Oberregierungsrat von Stein ausersehen. Rasch sind die Veränderungen in der reichsländischen Regierung vor sich gegangen. Graf Wedel wird zwar auf Wunsch des Haifers noch eine Zeit lang an der Spitze bleiben, bis der geeignete Mann, der ihn ersetzen soll, gefunden ist, aber die Männer seines Mi- uisteriunis scheide» jetzt schon von ihren Posten und machen anderen Platz. Nur der Unterslaatssekretär Köhler, der die Finanzen, den Handel und Domänen unter sich hat, wird bleiben. Die scheidenden Herren sind mit Orden bedacht worden, man wird ihnen ihre Verdienste billigerrveise nachträglich nicht abstreiten aber die geeigneten Männer, der schwierigen Verhältnisse im Reichslande Herr zu werde», waren sie keineswegs. Hoffentlich gelingt es ihren Nachfolgern, das reichsländische Staatsschiff wieder in ruhige, sichere Bahnen mitgelciten zu Helsen. Die neuen Männer gelten als zielbewusste, selbständige Persönlichkeiten, die, obwohl sic'noch verhältnismäßig jung sind, doch während ihrer Tätigkeit im Staatsdienste reiche Grfahningen gesammelt haben. Staatssekretär Gras Roedern wurde am 27. Juli 1870 zu Marburg geboren, steht also im 44. Lebensjahre.- Nach Absolvierung seiner Studien wurde er am 14. Dezember 1893 Referendar beim Obcrlandesgericht in Frankfurt a. M. 1896 ging Graf. Roedern zur allgemeinen Staatsverwaltung über und wurde Regierungsreferendar in Düsseldorf. Nachdem er 1898 die zweite Staatsprüfung abgelegt hatte, wurde er 1899 Regierungsaffeffor und in dieser Eigenschaft als Hilfsavbeitkr dem Landratsamt in Frcienwalde üoer- wicsen. Von 1901 bis 1903 arbeitete Graf Roedern in gleicher Eigenschaft bei dem Oberpräsidium in Posen mid wurde dann als Hilfsarbeiter in die erste Avtcil- ung des Finanzministeriums berufen. Im Mai 1905 wurde er mit der Verwaltung des Landratsamles von Niederbarnim beauftragt und im Oktober desselben Jahres zum Landrat dieses Kreises ernannt. Als im Juni 1011 der Oberpväsildialrat v. Winterfeld nach seiner Wai:-l zum Landesdirektor der Provinz Brandenburg von seinem Amt zurücktrat, wurde Gras Roedern zum Oberpräsidialrat in Potsdam ernannt. ll n t c r st o, a t s s e k r e t ä r v. Stein stammt aus dem fränkischen Geschlecht der Stein zu Nord- und Ostheim. Er ist am 28. Februar 1867 in Würz- burg geboren, steht also im 47. Lebensjahre. Er war ursprünglich im bayerischen Staatsdienst tätig, zuletzt als Bczirksamtsaffeffor bei der Regierung von Untersrairkcn in Würzburg. 1903 trat er als Hilfsarbeiter beim Reichsamt des Innern ein und erhielt im Mai 1905 die Ernennung zum kaiserlichen Geheimen Regierungsrat und Vortragenden Rat im Reichsamt des Innern. 1910 wurde er zum Geheimen Oberregierungsrat befördert. Weitere Versetzungen im Elsaß. S t r a sz b u r g, 2. Febr. Kreisdirektor Mahl aus Zabern wurde nach Tbann in Oberelsaß und Krcis- Vorziieffiches Mittel gegen Harnleiden. Genorhoe, Harnröhrenflu98 weissen Flu ss sind <1. ärztl. anerkannt, klinisch erprobt. Hern'a-Pillen ä Dose 2 M. Bestandteile Extr. hern. sant. 5 0, Sal. 2 5, f. pil. 0.5 sacch obd. Erhältlich in Apotheken Versands*, d Dr. Banholzerschen Hernia-Präparate, München 31. i direkter Dr. Beyerlein von Thann nach Zabern versetzt. Zugleich mit der Kunde über die Veränderungen in der reichsländischen Regierung kommt auch noch eine andere, die die Versetzung des Obersten v. R e u- t c r und des Leutnants v. Forstner meldet. Oberst von Reuter ist als Kommandeur des Grenadier- Regiments Prinz Karl von Preußen nach Frankfurt a. Oder versetzt worden. Dem Oberst wird diese Versetzung sicher röchst willkommen, ja, sogar ein stiller Herzenswunsch wird ihm endlich in Erfüllung gegangen sein, denn er wird von nun an dasselbe Regiment zu kommandieren die Ehre haben, das einst sein Vater im deutsch-französischen Kriege dem Feinde entgegenge- führt hatte. In der allen Brandenburger Siadt, der Stadt der Kleiste, werden ihn treudeutsche Herzen srerr- dig begrüßen. Leutnant v. Forstner wird Elsaß mit Posen vertauschen. Auch ihm wird die Versetzung sehr willkommen sein. politische bundschau Deutschland. * Kaiser Wilhelm und die Kaiserin werden in diesem Frühling nach ihrem Aufenthalt in Korfu dem griechischen Königspaar in A t h c n einen offiziellen Besuch abslatten. * Das Prinzenpaar Wilhelm zuWiedwird, wie es einem Frankfurter Pfarrer brieflich mitteilte, am 15. Februar nach Albanien reisen und in Durazzo sei- neir. Einzug halten. Rußland. ' Auf den Rat ihrer Aerzte wird die Kaiserin Alerandra von Rußland wieder zur Kur nach Bad-Nautheim reisen. Auch die Zarensamilie wird zwei Monate im Herbst d. Js. in D a r m st a d t verleben. Griechenland. * Die Wiederaufnahme der diplomatischen Be ziehungen zwischen Griechenland und B u l g a- r i e n steht unmittelbar bevpr. Zunächst werden die Geschäftsträger ernannt. sozialen Lage der Hebamme im Grohherzogtum Hessen Von Mcdizinalral Dr. Walther-Gießen. Die Bestrebungen der Großherzoglichen Zentrale für Mutter- und Säuglingsfürsorge haben in erfreulicher Weise sich nicht einseitig aus die Fürsorge für den Säugling beschränkt, sondern haben von vornherein auch diejenige für die Mutier gebührend berücksichtigt. War dies schon in dem Arbeitsprogramm zum Ausdruck gekommen, so haben auch die Vorschläge zur obligatorischen Durchführung der Schwangeren- und Wochenhilfe dies bewiesen. Aber auch aus dem Gebiete des Heb - aminenwesens, welches ja mit der Mutterfürsorge aufs engste vecknüpst ist, hat die Zentrale anregend gewirkt. Ihr ist ui a. der Zusammenschluß der Hebammen zrr dem hessischen Hebammenbund zu verdanken. Auch die Einrichtung zur pflichtgemäßen Einhaltung der Gebührenordnung für Hebammen, die Aufklärung der Hebammen über die Notwendigkeit des Selbststillens und vieles andere ist ihr zU verdanken. Einen anderen sehr wertvollen Beitrag zur Klärung der Hebammenfrage, sowie Vorschläge zur Hebammenreform bringt das demnächst erscheinende Heft 3 der Schriften d c r E r. Zentrale. Aus Grund umfangreicher Untersuchungen, die sich auf Beschäftigung, Bezahlung. Einnahmen, Altersversicherung usw., wie überhaupt die materielle Lage der Hebammen beziehen, wird tn 19 Tabellen der dermatltge Stand des Hcbammenwesens dein Leser v) r Augen geführt. Ei» Material, das sich auf eingehende Umfragen aus Grund von Fragebogen a» alle Hebammen, von denen über 90 Prozent geantwortet haben, aufbaut und in statistischer Hinsicht ein vortreffliches Bild dessen gewährt, was augenblicklich im Hebammen- wcsen fehlt, und schließlich dessen, was erstrebt werden muß. Der erste Teil der Arbeit ist von Dr. Meller verfaßt. Der zweite Teil ist gewissermaßen ein Kommentar zu dem ersten Teil autz der Feder des als Autorität auf dem Gebiet des Hebannncnwescns geschätzten Herrn Obermedizinalrat Dr. Baiser, der bereits in seiner Tätigkeit als Kreisarzt in Msfcld und Mainz das Hebammenwesen persönlich studiert und nach Kräften gefördert hat. Monn auch die vorliegende Arbeit speziell die Verhältnisse in Hessen wiederspiegelt, so hat sie doch auch für andere Bundesstaaten ein großes Interesse, da die Verhältnisse in diesen — es sei n» Württemberg, Baden, Bayern, schließlich auch an Preußen erinnert — ähnlich liegen; eine Ausnahmestellung nimmt bekanntlich das Königreich Sachsen ein. Jedenfalls stellt die vorliegende Arbeit einen sehr wertvolle» Beitrag zur Frage der materiellen Stellung, der Hebammen, sowie zur Hebammenreform dar, da der sicherlich für Hessen srüchtbringende aber auch fiir andere Staaten, inbezug Wennman's recht bedenkt, ist Kathreiners Malzkaffce doch der beste. Er hat sich seit 25 Jahren bewährt. Der Gehalt macht's! Mbrrri 6rbr. Höver st Frankfurt a. M. und Färberei Hugo Luckner(|nh Gebr. Rover) Leipzig Ch misches Reinigen und Färben von Damen-, Herren- und Kindergarderobe. Vorhängen, Decken, Teppichen, Portieren Fellen, Spitzen, Federn, Reibern, Kindermiitzen Handschuhen etc. Zirka 1000 Angestellte. aus die sehr nötige Hebammenrefonn, anregend wirken dürste. Der neuen Schrift ist die weiteste Verbreitung zu wünschen. -ius Stadl urrf Land. * Die E r st e hessische Kammer der Stände ist zu ihrer 18. Sitzung aus Dienstag, den 10. Februar, ein- berusen worden. Aus der Tagesordnung steht als einziger Punkt die Beratung über die Be soldung s - Vorlage. -Ift- Mit der provisorischen Bersehung der erledigten Stelle des Sekretärs der Handwerkskammer zu Darmsladt ist bis zur definitiven Beschluhsassung über die Neubesetzung der Stelle durch die nächste Plenarversammlung Handwerkskammerassistent Schüttler beauftragt worden. Nachdem inzwischen die Abwickelung des Geschäfts slattgesunden hat, wird Assistent Schüttler, vom 1. Febr. ab die Geschäftsführung übernehmen und in Vertretung des Sekretärs mit dem Vorsitzenden der Kammer gemäß tz 15 des Statuts rechtsverbindlich zeichnen, während die Geschäfte der Kassen- und Rechnungsführung dem Kasscnsührer der Kammer, Herrn Carl Lautz verbleiben. Das Bureau der Kammer bejindet sich zurzeit Saalbaustratze 60. n (Siegen. Am Freitag sand aus den Bürgermeistereien in Eietzen und Wieseck die landespolizeiliche Prüsung des Projekts einer elektrischen Straßenbahn Eietzen, Marburgerslratze—Wieseck statt. Als Vertreter des Ministeriums war Geh. Oberhaurat Ki- lian-Darmstadt erschienen. Gin endgültiger Entschlutz wurde noch nicht gesaht. — In der versllossenen Woche besichtigte Archivdirektor Dr. D i e t r i ch-Darmstadt die Gemeindearchive von Göbelnrod und L au- t e r bei Grünberg, von Nonnenroth und V i l - l i n g e n bei Hungen, von E i e tz e n und Butzbach. Die Räume wurden sorgfältig auf ihre Brauchbarkeit geprüft; ebenso wurden die Bestände nach den iieuerdings ausgestellten Verzeichnissen genauer aus ihren Inhalt hin untersucht. Hierauf wurden die einzelnen Archive ^den betreffenden Bürgermeistern übergeben. An jedem Orte des Grotzherzogtums werden nach der neuen Organisation Vertrauensmänner für Urkundenpsleger ernannt. n Eiehen. Am 1. Februar verstarb hier der Grotzh. R'entamtmann i. P. Georg Schäfer. Der Verstorbene war eine Zeitlang als Kammerrat bei dem Grasen Erbach-Schönberg tätig und trat später in den hessischen Staatsftienst als Steuerkontrokleur und Rent- amtmann. Auch als Romanschriftsteller trat er hervor. Am meisten verbreitet sind „Die silbernen Glocken von Möllenbach" und „Die Here von Bingenheim". n G i e tz e n. Die Sitzungen des «chwucgerichts der Provinz Oberhessen für das erste Vierteljahr 1914 beginnen Montag, den 2. März, unter dem Vorsitze des Lcindgerichlsrats Schnitzspahn. u G i e tz e n. Apotheker Schwieder hat der Stadt ein Vermächtnis in Höhe von 1000 Mari übergeben mit der Bestimmung, aus dessen Zinsen jährlich Gaben nicht unter 20 Mark an verschämte Arme in der Stadt, die sich nicht melden, sondern von der Bürgermeisterei mit Zustimmung der Stadtverordneten bestimmt werden solle», zu verteilen. o L e i h g e st e r n. Die Versteigerung der infolge der Feldbereinigung gebildeten Massengrundstücke erbrachte die Summe von 191 992 Mark. Mit diesem Betrag können nicht allein sämtliche Bereinigungskosten gedeckt werden, es verbleibt vielmehr noch ein Ueberschutz, der zur besseren Herrichtung der Feldwege usw. Ver - Wendung finden soll. o Mainzlar. Die Schamottcsabrik der Firma Scheidhauer und Gietzing hat sich vertraglich verpflichtet, aus der städtischen Üeberlandzentrale jährlich eine Million, Kilotvaltstunden elektrischer Energie abzunehmen. o L a u b a ch. Zwei schwere Unglücksfälle ereigneten sich im Stadtwalde, in der sogenannten Einfirste. Ein junger Mann von 21 Jahren geriet unter sein eigenes Fuhrwerk und erlitt einen schweren Beckenbruch, sodatz er in die Gietzener Klinik gevraebt werden mutzte. Ein Landwirt verletzte sich schwer mit seiner Art, als er beim Holzfällen einem stürzenden Baum ausweichen wollte. Er kam in das Laubacher Krankenhaus. o F r i e d b e r g. Hier hat sich am Sonntag unter dem Vorsitze des Prof. Gebhard eine konservative Vereinigung für das Grotzherzogtum Hessen gebildet. Der neuen politischen Gruppe traten sofort 60 Personen aus allen Landesteilen bei. s Darmstadt. 1. Febr. Inden beiden letzten Tagen sand die Hauptverhandlung in der Disziplinär- sache gegen den Bürgermeister Pons von Neu- Psen- burg statt. Ihm war zur Last gelegt, dah er sich an Gcländespckulalioncn beteiligt habe und dabei auch zmn Nachteil der Gemeinde New- I)ft»burg verfahren sei. Der Verwallungsgerichtshos hat nach eingehender Zeugen- i Vernehmung den Angeklagten von Strafe und Kosten freigesprochen und sämtliche Kosten der Staatskasse auf- ! erlegt. o O s f e n h a ch. Die Landeskonferenz der Ge- meindevertreler der hessischen Sozialdemokratie fand am : Sonntag dahier statt. Es waren 251 Personen erschienen. Aus den 9 Reichstagswahlkreisen waren 237 Ge- , meindevertreter anwesend, von denen aus den Wahl - kreis Offenbach—Dieburg 105 entfallen. ):( Frankfurt a. M., 1. Febr. Ein für die . Geschichte des Circus bedeutungsvolles Ereignis hat sich j am Samstag Abend hier vollzogen. In der berühmten | Frankfurter Festhalle, die sich zu ,,diesem Zweck in einen „Eirkus der Fünfzehnlausend" verwandeln mutzte, fand ! die Premiere der grötzten Cirkus-Festspiele der Welt ; stall. 500 Mitwirkende, 300 Pferde, 250 Menagerie - ! tiere gaben zusammen ein Programm ab, wie es in ! der Tat bisher von keinem Eirkus der M«lt auch nur ! entfernt erreicht wurde. Nicht weniger als 80 Pro- j grammnummern (also vier mal so viel als ein oewöhn- I liches Zirkus-Programm bringt) wurden von 8%—11% | Uhr in buntester Fülle vorgesührt. Indessen: viel in- ; teressanter uüd wichtiger als diese gigantischen, amerika- , nischen Proportionen ist die Neueinrichtung, die ein so , riesenhaftes Programm erst möglich macht. In den ( Frankfurter Festspielen traten zUm erstenmal 2 Manegen der üblichen Grütze in Funktion; und alle die verwegenen Reiterwettspiele, Schuidressuren, Tabieautz, all die unzähligen waghalsigen Akrobaten, Equilibristen- und Turmseilproduktionen, ja selbst die heimatlichen Künste der Chinesen-, Beduinen-, Mulatten-, Tscherkessen-, Cowboys- und Indianertrupps werden in Form von Konkurrenzen in beiden Manegen gleichzeitig autz- gekämpst. Richter ist das Publikum, das in den bis - herigen Vorstellungen die Sieger denn auch mit Beifall ! geradezu überschüttete. Die Spannung des Publikums - wird natürlich durch diese Wettkämpfe aufs höchste ge- ! steigert; und dadurch, datz die größeren Konkurrenzen ! in einer großen, um beide Manegen lausenden R e n n- ! bahn aUsgefochten wurden, bekam das altgewohnte s Cirkusbild einen ganz neuen und ungewöhnlichen Um- ! fang. Nur die ganz großen Sensationen, Eadbins atem- ra Übend er Sprung aus der sechsten Etage, der Neckei Bob. Rcckefeller, der sich vom Auto überfahren läßt, ! Direktor Carrees 50 Steigerpferde, die er auf einmal ! in der Manege zuM Aufbäumen bringt — ein ganz pompöses Schauspiel übrig«»« und dergleichen ftm* , den natürlich (wenn man sich ein Wortspiel erlauben | darf): „einzig" da. Tonst ist mit Hilfe der zwei Ma- I negen die Leistungsfähigkeit des CirkUs verdoppelt, , manchmal sogar verdreifacht. So, wie cs auch die „Fr. j Ztg." in ihrem Bericht konftattert: „man bezahlt nur ' einmal, aber man genießt zwei Vorstellungen neben- ; einander, da eine Manege nicht genügt, um das riesige ; Menschen- und Tiermaterial vorzuführen." Ueberhaupt spricht die Frankfurter Presse nur in Worten hoher An- j erkcnnnng von dem neuen Prinzip des Zweimanegen- i CirkUs und dem dadurch ermöglichten Programm. Die ! „Frankfurter Nachrichten" nennen die Dressuren Direktor j Carrees „phänomenal" und das Heer der Akrobaten, ; Kraftmenschen, Seiltänzer usw. „geradezu eine Samm- ; lung po'cnziertester menichlichett Kraft, Geschmeidigkeit l und Ausdauer". Der Bericht der sonst so kühlen „Frkf. j Zeituüg" crzäb'i von den höchsten Triumphen, die Di- , rektor Carree Und Frau Lola Carree in ihren Dressur- j akicn erzielten, meint, derartige Dressuren seien „vielleicht j nocki nie dagewesen" und schließt: „Der Leiter und Organisator des großartigen Schauspiels wurde denn auch ' nach Gebühr gefeiert. Er hat im Cirkus Carree nicht ' nur die Quadratur des Cirkus gelöst, sondern wird auch aller Aussicht nach mit der ihm weit angenehmeren Auf- ! gäbe fertig werden, den Riesenbau der Festhalle sechs- zehnmal zu füllen." Die „Frankfurter Zeitung" schätzt im übrigen die Zahl der Zuschauer bei der Premiere aus 13 000. ):( Frankfurt a. M. Der wegen mehrfachen Giftmordes durch Bakterien zum Tode verurteilte Chemiker Hopf hat nunmehr ein G e st ä n d n i s seiner Verbrechen a b g e l^e g I. Kürzlich erst hatte Hops erklärt, Revision einzulegen und er hatte seinem Verteidiger eine Rcchtfcrligungsschrist übermittelt, worin er den Nachweis zu erbringen sich crbötigt machte, datz er die erste Tubcikelsendung erst nach dem Tode seiner Frau erhalten somit weder der ersten noch der zweiten Frau solche Bazillen eingegeben haben konnte. Nun scheint er doch d e Aussichtslosigkeit seines Lcugnens einge- sebcn zu haben und gestand die Verbrechen ein. ! Mai n z, 2. Febr. Nachdem der Kreisausschuh dahin entschieden hat, die Stadtvcrordnelenwahl vom 4. Dezember 1913 für gültig zu erklären, setzt sich das Mainzer Stadtverordncten-Kollegium in Zukunft wie folgt zusammen: Zentrum 9, Nationalliberale 12, Fortschrittler 13, Sozialdemokraten 16, Fraktionslose 2. ! Worms, 2. Febr. Eine der ältesten Wormser- innen, Frau Pfarrer Balh, ist heute früh sanft in die Ewigkeit hinübergeschlummert. Am 19. Februar 'wäre sie 92 Jahre alt geworden. ! Bingen. Die Eiko-Filmgesellschast hat dem Verein zur Errichtung eines Bismarck-Na.ionaldenkmals auf der Elisenhöh« bei Bingerbrück-Bingen E. V. einen Teil des Ertrages auß, dem von ihr hcrgestellten Bis- marck-Film zur Verfügung gestellt. Der Verein hat, nachdem er sich überzeugt hat, datz der Film im höchsten Grade würdig ist, mit der Propaganda für ein Bismarck-Nationaldenkmal in Verbindung gebracht zu werden, dieses Anerbieten angenommen und wird mit allen Mitteln seiner Organisation dafür eintreten, datz der Bismarck-Film den weitesten Kreisen des deutschen Volkes zugänglich gemacht wird. Der Kaiser und die Lurner. lieber den Kaiser und die Deutsche Turnerschaft schreibt im Anschluß an Kaiser Wilhelms Besuch im Münchener Männerturnverein di« „Chemnitzer Mlgem. Zeitung" folgendes: Die Kaisertage in München haben mit einem vollen schönen Akkorde geschlossen, der in ganz Deutschland nachhallen und im Volk ungeteilte Freude auslösen wird. Kaiser Wilhelm ist bei den deutschen Turnern gewesen, zum ersten Male während seiner ganzen Regierungszeit, und da ist ihm das Herz aufoegangen beim Anblick dieser deutschen Kraft, und die Ueberraschung über die prachtvollen Leistungen der Münchener Turner zeigt beffer wie alles andere, datz ihm hier erst die ungeheure Bedeutting der deutschen Turnerei klar geworden ist. In weiten Kreisen der nationale» deutschen Turner hatte man bisher das Gefühl, dah der Kaiser sich ihren Bestrebungen ablehnend gegenüber verhalt«. Man hat diese Stellungnahme allezeit schmerzlich empsunden, da man sah, welches lebhafte Interesse der Kaiser anderen Angelegenheiten des deutschen Volkslebens ciitgegenbrachte, wie die Pflege des deutschen Volksliedes, die Förderung des Sports vielfach auf seine Anregung zurückzufüihren war. Nur für die deutsche Turnerei schien der Kaiser nichts übrig zw haben. Auf manchem deutschen Turnfest hatte man gehofft, den Kaiser begrüßen zu können, zuletzt noch in Leipzig, aber die Hoffnung batte getrogen, der Kaiser kam nicht'. Man hatte schließlich de» Eindruck, datz gewiffe höfische Schranken oder auch Einflüsse anderer Art den Kaiser zurück- hielten. Wir können es dem K nig Ludwig von Bayern nicht hoch genug anrechnen, datz es ihm gelungen ist, die Schranke zu durchbrrckien, die den Kaiser von seinen Turnern bisher lreimte. Der König jft ber Protektor des Männerturnvereins München, der mit mehr als 4000 Mitgliedern einer der grötzten deutschen Turnvereine ist. Auf Betreiben des Königs erhielt nun der Kaiser eine Einladung, sich den tnrnerisckien Betrieb in der Münchener Turnhalle ansehen zu wollen. An die 1400 Personen nahmen an dem Schauturnen teil, und mit wachsendem Erstaunen sah der Kaiser den Turnern zu. Mit der ihm eigenen Lebhaftigkeit gab er seiner Freude Ausdruck. Der Besuch bei -den Turnern in München wird, so hoffen wir, die besten Folgen haben. Das Eis i ft gebrochen, der K a i- . i e r bat gesehen, welchen Segen die deutsche Turnerei dem Volke bringt, datz ein gesundes, starkes Geschlecht herangezogen wird, das wohl imstande ist, mit den Angelsachsen zu konkurrieren. Da möchten wir dem Wunsch Ausdruck geben, daß der Kaiser einmal einem deutschen Turnfest beiwohnen und sich davon überzeugen möge, welch guter nattonaler Geist in unserer Turnerschaft lebt. Der Jubel, der ihm da entge- genbrausen würde, würde ihm den Tag unvergeßlich machen. UcrmiFcMes. nt. D ü r c II (Rheinland). Gelegentlich des Vor- turnerinnentages der Rheinprovinz hatten sich die Dü- rener Turngesellschasten vereinigt, um durch ein Echau- turnen in geschlossenem Saale das Frauenturnen praktisch vorzuführen als Werbemittel für das Frauen- turne n. Dabei sollte eine Klaffe des paritättschen Städtischen Lyzeums auflreten. Es scheint von der Schul- verwaltung auch die Erlaubnis für alle Schülerinnen gegeben zu sein. Im letzten Augenblick jedoch wurde den katholischen Schülerinnen die öffentliche Teilnahme an dem Abend verboten, da ein« erzbischöflich« Verfügung erlassen sei, die das öffentliche Schauturnen von Mädchen in TurnNeidung wegen Gefährdung der Sittlichkeit verbietet. — An und für sich bietet der Vorgang bei der bekannten Art der Iln- fittlichkeitssschnüffler nichts Neues. Wie aber stellt sich eine Schulverwaltung zu dieser Verfügung, wenn von Seiten der Schule ein öffentliches Schauturnen veranftal- ! tet wird, wie es doch neuerdings gepflegt werden soll? Von diesem Gesichtspunkt betrachtet, wäre es an der Zeit, die Frage des öffentlichen Turnens von Mädchen einer neuen Prüfung zu unterziehen. Verantwortlich: Albin Klein. Eietzen. Reklamenraiken in den Verkaufsstellen erhältlich Fabrikant: Aug. Jacobi, Darmstadt. Mikroskope Optisches Institut Nähe Berlin, das ausschliesslich Mikroskope u. 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Februar findet Prämiierung selbstgezüchteter Fohlen statt und werden hierzu von dem Landes-Pferdezuchtverein, dem Landw.-Kammer-Ausschuss, dem Pferdemarkt- Komitee und der Stadt Friedberg ansehnliche Beträge bewilligt Zur Benutzung unserer Pferdeställe wolle mau sich rechtzeitig an das Unterzeichnete Komitee wenden. Futter und Streu wird zu ermässigten Preisen abgegeben. Am 25. Februar, nachmittags 4 Uhr, Verlosung von 5 schönen Arbeits-Pferden (auf dem Markte angekauft), sowie von sonstigen Haus- und landw. Gegenständen, im ganzen 200 Gewinne. Lose a I M. sind zu beziehen durch die Herren .1. Hirsch und Willi. Trapp in Friedberg. Das Pferdemarkt-Komitee. Bar Seid an jedermann auch geg. Raten rückzahlg , reell, diskret u schnell verleiht Curl Winkler, Berlin 208, Friedrichstr 113 a Provision erst bei Auszahlung; täglich eingehende Dankschreiben. G UI möbl. Zimmer zu oe mieten. sttZollto ste. 77 1 Rino-SalbeiiÄl^l&a: «chncri geheilt. Verblnal. I I Verde sie jedermann empfehlen. E., 13. 11. t P., Gfrtver. [fletrun offanen Fuß hot Ihra ' * * R/no-Selbe sehön gahellt Alla endet e hoi nichts geholfen, Iftiwarda Rine-Sgba^lHrall amfiMhg. ^ Rino-SalbeftJ^&?a niMu fiitm. .rf ta haben b i—. Ac&tsn Sie beim L._ -/Namen Rpia uad Rloh-Seäui« rf 40a.,Wein lil Man verUnge ausdröcki. „Rlno.*f ideal Trauen gebrauchen in discr. Fällen sofort mein glänzend bewährtes unschädliches Mittel. Grosse Erfolge selbst in den hartnäck. Fällen, worüber Dankschreiben und Anerkennungen. Discr. Nachnahmeversand überallhin nur durch Drogist Kocatins, Berlin N., Schönhauser Allee 134 b. f/t Der Onkel hl