Vez«grp»«h»lt in nsfrat »j^rtition oder in den Zweig, -u»,-bestelle» ^eneythrttch SO Psg. — Erschein, Mittn>»chs und G-»»»-,». — Redaktion I Selter». weg 88. — Kür »usbewahrung oder Rücksendung nicht «erlangter Manuskrrpir wird nicht garantiert. Verlag der „Giestener Zeitung" <8. «. b. H. Lkpedilio«: Selters weg 83 . Knzeigtnpreir IS pfg. ^ die 44 mm breitc Petitzeile für AuSwärt» 20 Pf,. Die 90 ww breite Reklame-Zeile 50 Pfennig Extrabeilagen werden nach Gewicht und Gröhr berechnet. Rabatt kommt bei Ueberfchrcitung de«Zahlung«, ziele» i30 rage), bei gerichtlicher Beitreibung oder bei Sonkur» in Wegiall. Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Druck der Giesteucr BerlagSdruckerei. Albin Mein. Nr. 5. Telex hon: Nr. 382. Samstag, den 17. Januar 1914. Delephon Nr. 3«2. 26. Jnhsg. Neue preu$$i$cl>e Zcbarrscbeine. Derpreußisch « Finanzmini st er hat heute an eine Bankgruppe unter Führung der Scehandlung 400 Millionen Mark 4proz. Schatzanweisungen begeben, die durch Auslosung von jährlich 25 Millionen Mart zum Nennwert innerhalb 16 Jahren getilgt werden sollen. Von der neuen Anleihe werden 350 Millionen M. am 29. Januar zum Kurse von 97 Prozent zur Zeichnung aufgelegt. Preutzen muh wieder einmal, wie in jedem Jahre, einen ansehnlichen Posten Geld aus dem Wege der Anleihe ausnehmen. Wenngleich die Anleiheschuld PreU- hens bereits größer ist als die des Deutschen Reiches, so bietet sie nach einer Richtung nicht Beunruhigendes: Der größte Teil der Schuld ist ausgenommen worden für den Bau der Staatseisenbahn, und diese Anlage deckt nicht nur die Verzinsung, sondern liesert darüber hinaus beträchtliche Ueberfchüffe, denen in allererster Linie die gesunde Finanzgebarung in Preußen zu verdanken ist. Die preußischen Anleihen sind also nichts anders als die Obligationen eines sicheren und gut rentierenden Unternehmens. Nach einer anderen Richtung aber ist der starke Kapitalbedars Preußens recht störend. Er trägt mit dazu bei, daß der Rentenmarkt in ein« schlechte Verfassung geraten ist, daß das Angebot an sicheren festverzinslichen Papieren größer ist als die Nachfrage. Mit aus diesem Grund« sind die Rentenkurse dauernd gesunken, imd diese rückgängigen Kurse haben gerade denjenigen Kapitalisten, die ihr Geld nur in sichersten Staatspapiercn anlegcn wollten, einpsindliche Verluste bcic «bracht. Deshalb herrscht im Publikum eine Abneigung gegen heimische Staatspapiere, und jeder neuen Anleihesubkription droht die Gefahr eines Mißerfolges. Es Hilst, wie das Schicksal der neuen Bayernanleihe beweist, schon gar nichts mehr, wenn der borgende Staat seine Werte zu Preisen abläßt, deren Billigkeit nie zul- vor erhöht worden ist. Die Finanzministei müssen deshalb förmlich werben um die Gunst der Kapitalisten Und in besonderen neuen Fcrinen die Sympathien des Pub- likmns für ihre Schuldverschreibungen zu erringen fufe chen. Dieser Situation entspricht der neue Typ der heutigen 4prozenlioen Preußcnanleihe im Betrage von 400 Millionen Mark. Es sollte gewisserinaßen ein Garantieschein gegen Kursverluste mitgegeben werden, deshalb hat man sich von dem berühmten Typ des preußischen Konsols, der ewig lausenden — konsolidierten — Schuld abgewendct. Der Staat ist die Verpflichtung einer Rückzahlung eingegangen. Diese Rückzahlung, die zum Parikurse erfolgt, ist tatsächlich ein Schutz gegen den Kursrückgang, denn es wird niemand sein Rentenpapier nennenswert unter dem Meise verkaufen wollen, den der Staat selbst zu einem bestimmten Termin zu zahlen verpflichtet ist. Derartige rückzahlbare Schuldverschreibungen nennt man Schatzscheine. Sie sind an und für sich nichts Neues. Preßen hat schon häufig solche Papiere ausgegeben und im letzten Jahre der abnormen Geldmarktverhältnisse, die man für vorübergehend hielt, und auf Grund deren kein Staat ewige Verpflichtungen Ungetan wollte, ist der Schahschein für eine große Reihe von Staaten und Kommunen geradezu der Modctyp geworden. Preußen hat jedoch im vorigen Jahre mit seiner Schatzscheinanleihe einen eklatanten Mißerfolg gehabt. Ivo raus man sieht, daß die Garantie gegen Kursverluft noch nicht genügt, um den spröde gewordenen Rentner wieder freundlich zu stimmen. Der Schatzschein hat gewöhnlich eine Laufzeit von vier Jahren. Diese Frist ist dem Publikum offenbar unbequem. Es will nicht nach so kurzer Zeit sein Geld wieder zurückerhalten und dann aufs neue vor der quälenden Wahl stehen, wie es gut und sicher wieder anzulegen ist. Diesem Umstande ist nun jetzig zum ersten Male Rechnung getragen worden.^ Die Schatzscheine haben die ungewöhnlich lange Laufzeit von 16 Jahren. Das ist sür den Gläubiger eine lange Frist. Andererseits aber genügt doch die, wenn auch zu einem serneren Termin, ausgesprochene RückzahluNgsverpsliichtung, um den Kursrückgang zu hemmen. Die Parirückzahlung trägt im Zusammenhang mit dem billigen Ausgabepreis noch etwas zur Erhöhung der Verzinsung bei. Für den schuldnerischen Staat ist die Zurückzahlung einer so bedeutenden Summe an einem Termin unangenehm. Sie kommt zü den sonstigen Finanzbedürfnissen noch hinzu und kann in dem betreffenden Jahre zu einer übermäßig starken Belastung des Kapitalmarits führen. Deshalb findet bei der neuen Preußenanleihe bereits eine allmähliche jährliche Tilgung von 25 Mill. Mark statt. Ein Kurs von 97 Prozent entspricht bei einem Zinsfuß von 4 Prozent den augenblicklichen Eeld- marktverhältniffen; beide sind für den Gläubiger günstiger als je zuvor, jo daß zu hoffen ist, daß der neuen Preußenanleihe ein guter Erfolg in Aussicht steht. politische Rundfcbau. Deutschland. * Anläßlich der Investitur des hohen Ordens vom Schwarzen Adler traf gestern vormittag der Herzog von Braunschweig zu seinem offiziellen Besuch nach der Thronbesteigung in Berlin ein. Auf dem Bahnhofe waren der Kaiser in der Unisorm der Leib'gardehüfaren, der Kronprinz, die Prinzen, der Kommandeur des Regiments der Zietenhufaren und andere erschienen. Eine Ehren-Kompagnie vom Auyufta- Regiment erwies auf dem Bahnhöfe die militärischen Ehren. Nach herzlicher Begrüßung schritten der Kaiser und der Herzog die Front der Ehrenkompagnie ab. Der Kaiser geleitete den Herzog im Automobil nach dem Schlosse. Auf dem Wege wurden der Kaiser und der Herzog vom Publikum lebhaft begrüßt. Zu Ehren des Herzogs Ernst August fand heute abend tm Schlosse Galatafel statt, wobei Trinksprüche zwischen dem Kaiser und dem Herzog gewechselt wurden. * Der Kaiser hat dem Führer der deutsche» Militärmiision in der Türkei, Generalleutnant Lima» von Sanders, den Charakter als General der Kavallerie verliehen. * Der sächsische Kronprinz Georg vollendete am 15. Januar sein 21. Lebensjahr. Er wird damit großjährig und tritt gemäß der Verfassung als Mitglied in die Erste Kammer der Ständeversammlung ein. ' Der f e i e r l i ch e E i n z u g des Prinzen Wied als Fürst von Albanien soll, wie au>s Berlin gemeldet wird, am 25. Februar in Durazzo erfolgen. Die Fahrt nach Durazzo findet in Begleitung von deutschen, österreichischen und italienischen Kriegsschiffen, möglicherweise auch von englischen Kriegsschiffen statt. Beim Einzuge werden deutsche, österreichische uNd italienische Truppen die Ehreneskorte stellen. ' Der Statthalter von Elsaß-Lothringen, Gras Wedel, der gestern morgen in Berlin eingetroffen, wurde mittags vom Kaiser empfangen. Bevor sich Graf Wedel in das Schloß begab, statteten im im Hotel zwei Generale einen längeren Besuch ab. Wie die „Nordd. Allg. Ztg." meldet, hat auch der Reichskanzler heute den Statthalter Grafen v. Wedel empfangen. * Die cats Meriko ausgesprochene Aufhebung der Zinszahlung ist bereits Gegenstand eines lebhaften Gedankenausta Uschs zwischen den Großmächten, und zwar Deutschland, England, Frankreich und den Vereinigten Staaten. Deutschland soll die Initiative zu diesem «chrrtt ergriffen haben, durch den man Meitko klar ma- cben will, daß die Kullurstaaten nicht gewillt find, ohne Widerspruch eine derartige Erklärung eines ihren Staatsbürgern schwer verpflichteten Schuldners hinzunehmenk Voraussichtlich wird eine gemeinsame Vorstellung der Mächte erfolgen. England. * Das englische Unterseeboot „A. 7" ist bei Plymouth gesunken. Es besteht wenig Hoffnung, die Mannschaft zu retten. Das Unterseeboot „A. 7“ manöverierte mit anderen Unterseebooten in der Bat vvn Coawsands, die ungefähr sechs Meilen von Plymouth entfernt ist. Nach einigen Manövern merkte man, daß das Unterseeboot „A. 7" fehlte. Es sollen 12 Mann und ein Leutnant an Bord gewesen sein. * Da es der englischen Armee an Rekruten fehlt, hat das Kriegsamt fich entschlossen, sich zur Anwerbung von Rekruten fiir die reguläre Armee der Zeitungsanzeige zu bedienen. Die Londoner Zeitungen vom Donnerstag enthalten sämtlich eine Anzeige, die eine ganze Seite einnimml, in der zum Eintritt in das Heer aufgefordert wird. G Türkei. * Der General Lima» von Landers wurde zum M a r s ch a l l des türkischen Heeres ernannt. Selbstverschuldete Unfälle int Bergbau. Nach dem Verwaltungsbericht der Knappschastsbe- rufsgenoffenschaft sür das Jahr 1912 ereigneten sich im deutschen Bergbau im Berichtsjahre insgesamt 13 397 entschädlgungspflichtige Unfälle. Ueber die inneren Ursachen wird mitgeteilt, daß 9041 Unfälle durch die Gefährlichkeit des Betriebes an sich, 153 durch Mängel des Betriebes, 622 durch die Schuld der Mitarbeiter und 3581 Unfälle durch die Schuld der Verletzten selbst veranlaßt worden sind. In der Verhält n i s z a h l ist die Zahl der Unfälle, die auf die nicht abzuwendende Gefährlichkeit des Betriebes entfällt, von 69,55 v. H. im Jahre 1911 auf 67,49 zurückge- gangen. Durch Mängel des Betriebes wurden 1,14 v. H. der Unfälle gegen 1,06 v. H. im Vorjahre veranlaßt. Die Mitarbeiter und die Verletzten selbst ver- schuldeten 31,37 v. H., also nahezu ein Drittel sämtlicher Unfälle; im Vorjahre betrug die Zahl 29 36. Das amtliche Organ der Knappfchafts-We - rufsgenoffenschast sür das deutsche Reich „Der K o m- p a ß", weist in seiner letzten Nummer darauf hin, welche erhebliche -Rolle die Lelbstverschuldung unter den Ursachen der entschädigungspflichtigen Unfälle spielt. Da sich diese Unsälle durch Beachtung der gegebenen Vorschriften oder durch Anwendung der erforderlichen Auf- mecksamkelt vermeiden lassen, so hält es das Blatt im Interesse der Bergarbeiter für angezeigl, auf einige immer wiedeckehrende Unfälle dieser Art näher einzugehen. An erster Stelle der selbstverschuldeten Unfälle mit meist tödlichen Verletzungen steht das verbotswidrige Fahren aus Bremskörben, Au! fzü« gen und dergl. Im Bereiche der Sektion 2 (Bochum) kamen im vergangenen Jahre allein 18 Bergleute auf diese Weise ums Leben, während eine gleich große Anzabl schwere Verletzungen davontrug. Trotzdem das Verbot jedem Bergmann bekannt ist, und meist noch durch Anschlag an der betr. Stelle besonders in Erinnerung gerufen wird, wird es doch immer wieder übertreten und ersordeck alljährlich zahlreiche Opser. Hiermit eng verbunden ist das verbotswidrige Betreten des Bremsberges, das im Bereiche der genannten Sektton im vergangenen Jahre 5 Bergleuten das Leben kostete. Eine ganze Reihe von Bergleuten ferner verliert nach den Mitteilungen des amtlichen Organs ihr Le- Mbmi 6cbr. Rover Frankfurt a. M. und Färberei Hug» Luckner (l»h Gebr. Rover) Leipzig Chmiiscbes Reinigen und Färben von Damen-, Herren- nod Kindergarderobe, Vorhänge», Decken. Teppichen, Portieren Fellen, Spitzen, Federe, Reibern, Kindern,ätze» Handschuhes etc. Zirka 1000 Angestellte den oder ihre Erwerbsfähigkeit alljährlich durch offenbar leichtsinniges Handeln. Bei 20 derartigen Unfällen kamen im vergangenen Jahr« bei der Sektion 2 9 Berg- lcute zu Tode. Zu diesem leichtsinnigen Handeln ist in erster Linie zu rechnen das AUfspringen auf den Korb im letzten Augenblick unterOeff- nckr der Schiebetür am Schacht, wenn bereits das Signal zuNr Einhängen des Korbes gegeben ist. 3 Bergleute wurden hierbei von dem sich in Bewegung setzenden Korb ersaht und gegen die Schachtzimmerung gequetscht. Ein anderer Verunglückter wollte sich noch vor Ankunft des Kübels auf der Hängebank auf den Kübelrand schwingen und stürzte hierbei ab. Wieder ein anderer Verunglückter hatte ein Stück Holz durch den Karabinerhaken des Förderseils gesteckt, sich daraufgestellt und wollte so zur Schachtsohle fahren, wobei er verunglückte. ZU diesem leichtsinnigen Handeln gehört besonders auch das Hantieren Unberufener mit Sprengma- t e r i a l i« n, wenn solche zufällig in ihre Hände geraten. Anstatt dieses gefährliche Material an die zuständige Stelle abzutzeben, wird aus reiner Neugierde, sei es durch Darausschlagen oder Entzündung am Feuer, urttersucht, oh es sich in der Tat um ein Sprengmalerial handelt. So schlug ein Verletzter, der eine Sprengkapsel aus dem Leseband gesunden hatte, diese mit einem Beil platt und brachte sie dadurch zur Erplosion. Auch die Nichtbenutzung von Schutzvorrichtungen kostet manchem Bergmann das Leben. Die Sicherheitsstange am Bremsberg, die das Nachstürzen des Schleppers verhindern soll, wird aufge- llappt und sestgclegt, der Wagen ausgeschoben in der irrtümlichen Annahme, dah der Korb sich am Anschlag befindet, und Wagen und Schlepper stürzen in die Tiefe. Auf diese Weise verloren im vergangenen Jahre allein 11 Bergleute im Bereiche der Sektion 2 ihr Leben, während 3 schwere Verletzungen davontrugen. Diese einfache Schutzvorrichtung hätte also, bei ihrer Beachtung manchem jungen Bergmann das Leben erhalten können. Todesfälle beim Lockern der Feinkohlen im Kohlenturm sind eine alljährlich wiedeckehrende Erscheinung. Ohne sich anzuseilen, wird das Hindernis im Kohlenturm zU beseitigen versucht, und mit den lose gewordenen Kohlen versinkt der Arbeiter in den Kohlentrichter, wobei er dann in der Regel in den Kohlen ersttckt. Im vergangenen Jahre kamen auf diese Weise wieder 2 Personen zu Tode. Es würde zu weit führen, so schreibt der „Kompaß" zum Schluß, auf alle Uebeckretungen der Bergpolizei - Verordnungen hier näher einzugehen. Auf eins soll nur noch hingewiesen werden. Die immer größer werdende Ausnutzung der Elektrizität erfordert naturgemäß' besondere Aufmecksamkeit. Häufig kommt es vor, daß Bergleute aus Unvorsichtigkeit der st romführen den Leitung zu nahe kommen. 3 Bergleute mußten hierdurch ihr Leben lassen. Besonders erwähnenswert ist von diesen Fällen der tödliche Unfall eines jugendlichen Bergarbeiters, der an dem Gerüst eines elektrischen Auszuges herumklettecke, hierbei mit der elektrischen Leitung in Berührung kam und ab- stürzie. Den Bergleuten mögen diese amtlichen Feststellungen zur Warnung dienen. Hu; Stadt imd Land. Elektrische Ucberlandanlage der Provinz Oberhesscn. Der Schneesturm in der Nacht vom 28. auf den 29. Dezember hat in ganz Mitteldeutschland große Störungen sowohl in den Telegraphen- und Telephonleituü- gen, als auch in den Starkstromleitungen hervorgerufen. Im Gebiet der elektrischen Urberlandanlag« der Provinz war in der genannten Nacht der Betrieb in fast allen Gemeinden, mit Ausnahme derjenigen, die an der Kabelstrecke Wölsersheim-Fiiedberg liegen, unterbrochen. Es wird nUn interessieren, die Störungsursachen im einzelnen kennen zu lernen. An den Fernleituügen, die gegenwärtig 350 Kilometer lang siüd, sind Störungen an 11 Punkten aufgetreten. Davon sind 8 durch Bäume entstanden, und zwar entweder dadurch, daß Bäume umbrachen und auf die Leitungen sielen, oder daß sich Baumäste auf die Leitungen senkten, oder daß die Leitungen infolge der Schneelast sich soweit durch - hingen, daß sk Berührung mit darunter befindlichen Baumästen erhielten. Diese Erfahrung lehrt aufs neue, wie wichtig es ist, dah die Bäume in der Nähe der Hochf^aninungskeitungen entfernt oder mindestens soweit autzgeästet werden, daß die Gefahr der Berührung praktisch nicht meist vorhanden ist. Auch bei Sturm biegen sich die BäuMe — besonders Erlen und Pappeln viel weiter, als man allgemein annimmt. Auch hierauf, muß besonders geachtet werden. Eine weitere Slörungsutsache war, daß im süd - lichen Teil des Stromversorgungsgebietes eine Reihe von Holzmasten, die längs eines Wassergrabens ausgestellt waren, Umsiel. Der Leitungsweg war auf besonderen Wunsch der Gemeinde dem Wassergraben entlang anae- , legt. Die Standsesttgkeit der Masten ist jedoch, wie sich gezeigt hat, in dem sumpfigen Untergrund zu gering. Man wird also in Zukunft darauf bestehen müssen, daß diejenigen Leitungswege beibehalten werden, die sich nach Ansicht der Sachverständigen hierfür eignen und zwar auch darm, wenn Privatgrundstücke zur Anfftell- ung der Masten benützt werden müssen. Von den 3 übrigen Störüngsursachen in den Fernleitungen liegt eine im Mißen eines Nietverbinders infolge der Schneelast. In den beiden anderen Fällen hat das über den Leitungen hinführende Blitzseil Berührung mit den Hoch- spannungsleituügen erhalten. Die Störungen in den Ocksnetzen entstanden in der Hauptsache durch das Herabfallen unzähliger Telephon- drähte. Außerdem wurden an manchen Stellen auch die Ocksnetzleitungen uüd ihre Gestänge durch den Schneedruck direkt beschädigt. Dem raschen Eingreifen der Betriebsleitung und der tüchtigen Mitarlbeit der beteiligten elektrotechnischen Firmen ist es zu danken, daß die Störungen in verhältnismäßig kurzer Zeit behoben werden konnten. * Vom Wehrbeitrag. Vielfach ist die Meinimg verbreitet, daß nur diejenigen Personen ein« Vermögenseckläruug (grünes Formular) abzugeben hätten, denen eine Aufforderung zugegangen ist. Das trifft nicht zu. Nach § 36 Abs. 1 des Wehrbeitragsgesetzes vom 3. Juli 1913 ist jede Person zur Abgabe einer Vermögenseckläruug verpflichtet, die ein Vermögen von mehr als 20 000 Mark oder bei mehr als 4000 Mack Einkommen mehr als 10 000 Mark Vermögen besitzt, einerlei ob ihr ein Formular zutzeganyen ist oder nicht. Wer die ihm hiernach gesetzlich obliegende Bermögensecklärung bis zuM 20. Januar d. Js. nicht abgibt, macht sich strafbar. Wer eine Aufforderung erhält, muß die Erklärung auch dann abgeben, wenn sein Vermögen für den Wehrbeitrag nicht in Betracht kommt. * Ein „Landheim für Unfallverletzte und Invalide" wurde am 15. Januar inEber- st a d t b. Darmstadt eröffnet. Es ist errichtet durch einen zu diesem Zweck gegründeten Verein, dessen Vorsitzender Herr Geheimer Regierungsrat Dr. jur. et med. h. c. D i e tz - Darmstadt ist, dem wir schon neben vielen anderen gemeinnützigen Einrichtungen, die beiden Lungenheilstätten Hessens im Odenwald, und die Lupusheil - stätte in Gießen zu verdanken haben. Außer hiesigen und auswärtigen Privatpersonen gehören dem Verein bereits die Vorstände einer Reihe hessischer, badischer U. preußischer Berufsgenossenschaften an. Es ist zu hoffen, daß bei der demnächst geplanten Propaganda recht zahlreiche neue Mitglieder dem Verein beitreten weroen, der ausschließlich gemeinnützige Zwecke verfolgt. Als seine Aufgabe betrachtet es der Verein, zur Sicherung des Heilverfahrens Unfallverletzten und Invaliden die Möglichkeit zu geben, ihre Erwerbsfähigkeit wirtschaftlich zu entwickeln. Das soll erreicht werden durch eine in der Regel vorübergehende Aufnahme in dem Landheim. In ihm sollen die Aufgenommenen in solchen Tätigkeiten uüd Beschäftigungen autzaebildet werden, die ihren Kräften Und Fähigkeiten angemessen sind und die innerhalb der in dem Landheim eingerichteten Betriebe liegen. So befinden sich in dem „Landheim Eberstadt" eine Reihe von Weckstätten wie: Tischlerei, Schuhmacherei, Strickmaschinensaal usw.; daneben werden aber natürlich auch einfachere Handfeckigkeitsarbeiten gelehrt, die auch schwerer, durch Unfälle oder Krankheit Geschädigten noch die Möglichkeit eines kleinen Erwerbs bieten. Die Besichtigung des Heims wird jedermann gern gestattet. — Hoffentlich findet das Unternehmen auch weiterhin die Unterstützung weitester Kreise. Leiter des Heims ist: Dr. Rigler-Darmstadt, Grüner Weg 86, an den alle den Verein oder das Heim betreffenden Zuschriften zu richten sind. n Gießen, 17. Jan. Im Stadttheater erfolgte gestern Abend die Uraufführuüg des balligen historischen Schauspiels „Die H u m b o l d t i a n e r", verfaßt von dem hessischen Schriftsteller und Dichter Dr. Strecker- Bad-Nauheim. Das Stück ist inhalt- wie auch abwechselungsreich. Es spielt in E i e ß e n vor 100 Jahren, als unsere Stadt schwer unter der Last des Krieges zu leiden hatte. Die Regie war gut, die Dekorierung famos und das Gesamtspiel der Darsteller ein sehr sicheres. Das neu« Stück erlebte eine glänzende Ausnahme, so daß die Darsteller, Direktor Steingoetter und nicht zuletzt der Verfasser wiederholt sich auf die Bühne begeben muhten. n Gießen. Der Alldeutsche Verband veranstaltet auch dieses Jahr wieder «ne allgemeine Reichsgründ ungsseier, die morgen Sonntag, abends 8'/ t Uhr in Steins Garten ftattfindet. Die Festrede hält Frhr. v. Vietinghoff-Scheel-Wiesbaden, über „Die Tatenfreudigkeit uüserer Väter und unsere Tatenscheu". Die Feier wird verschönt werden durch Vorträge des Bäuerischen Gesangvereins, durch Sologesänge von Frl. I. Stammler und durch pianistische Darbietungen von Herrn I. Hahn, Alle gut Deutschgesinnten sind herzlich eingeladen. o Vilbel. Eine Dame aus Frankfurt hat einem Mädchen aus Vilbel, das lange Jahre bei ihr gedient hatte, ein Kapital von 25 000 Mack testamentarisch vermacht, s Darm st ad 1. Ein altes Semester, der 35jäh- rige sind. E. Metzger aus Hersbruck, hat sich in seiner Wohnung erschossen. Anscheinend ist die Tat aus En- stenzsorgen geschehen, da er von seinen Angehörigen keine Unterstützung mehr erhielt. s Darmstadt, 16. Jan. Die Strafkammer oer- uckeilte heute den 59jährigen Bürgermeister L. Kohl von Heppenheim wegen sockgesetzten Vergehens der Untreue und 6 Fällen des Verbrechens im Amt zu 3 Jahren Gefängnis abzüglich 2 Monate und 2 Wochen Untersuchungshaft. Die Unterschlagungen datieren zu einem Teil noch aus der Zeit, bevor Kohl Bürger- meistcr war und er hat diese Unterschlagungen als Rechner der Werle'schen Stiftung begangen. In seiner Eigenschaft als Bürgermeister unterschlug er von der Heß- schen Stiftung 25 000 Mack. s D a r m st a d t. Der Täter wurde jetzt festge- stellt, der in der Neujahrsnacht den Buchhalter Dörsam durch einen Schuh tötete. Es ist ein Gefangenen aufseher, der in der Nachbarschaft wohnt und mit einem alten bayerischen Militärgewehr in der Neujahrsnacht, wie er geständig ist, geschossen hat. Er wurde festge- nommen. o Ossenbach, 13. Jan. In einer öffentlichen, außerordentlich stack besuchten Protestversammlung, die von der sozialdemokratischen Packei einberu- sen war, wurde nach einem Referat des Reichstagsabgeordneten Hermann Wendel-Frankfuck a. M. über „die Militäranarchie in Zabern" «ine Resolution gefaßt, ' in »gegen die Freisprechung des Obersten v. Muter sowie des Leutnants v. Forftner" „protestiert" wird. „Sie betrachtet das Straßburger Urteil als eine steche Beleidigung der arbeitenden Klaffe." Die Versammlung cckläck weiter, dah sie mit den zurzeit in Deutschland yerrschen- den Verhältnissen „nicht einverstanden" ist. ):( Braunfels. Prinz Ernst August zu S o l m s - B r a u n f e l s wurde auf Grund der bestandenen ersten juristischen Staatspckifung zum Gerichtsreferendar im Bezirk des Oberlandesgerichts Kassel ernannt. Der Prinz hat die Prüfung vor der Prüfung skommisston des Oberlandesgerichts Kaffel abgelegt. ! R ü s s e l s h e i m. Der wiederholt von der Regierung nicht hestättgte sozialdemokratische Gemeindera 1 Georg Jung wurde bei der gestrigen Wahl abermals mit 438 Sttmmen zum Beigeordneten gewählt. Der bürgerliche Gegenkandidat erhielt 358 Stimmen. ! S o d « n i. T. Zu Reklamezwecken für die hiesigen Kur- und Badeanstalten bewllligte die Gemeindevertretung für das laufende Jahr die ansehnliche Suim- me von 23 000 Mack. ):( Kassel. Die Kaiserin hat im Interesse der heffischen Leine,nndusttie angeordnet, dah der größte Teil der Baby-Ausstattung für die Herzogin von Braunschweig dem Vaterländischen Frauenverein zu Kaffel zur Beschaffung übeckragen wird. Der Verein hat sich mit den geeigneten Stellen im Rrgienmgsbezick Kaffel in Verbindung gesetzt. Der Auftrag muß bis Ende Februar zur Ablieferuüg gelangen. Er soll sich dem Vernehmen nach auf 8000 bis 9000 Mack belaufen. Jlu$ aller Mir. ::: Der Kaiser hat vor kurzem, nach Berliner Blättermeldungcn, auf den Rat seiner Leibärzte «ine Arbeitskur durchgemacht. Im Pack von Sanssouci, unterhalb der Maulbeer-Allee war der Kaiser Tag für Tag beschäftigt mit einem Arbetter, den die Hof- garteuverwaltung zur Verfügung gestellt hatte, Holz zu sägen und mit der Art zu zeckleinern. Während des Vormittags wurden größere Portionen Brennholz fecktg gestellt, die der Kaiser dann selbst aufschichlete. Der Arbetter erhielt zur Belohnung das zeckleinerte Holz. Bei diesen Arbeiten trug der Kaiser gewöhnlich die Hofjagd- uniform. ::: Spandau. Die Stadt ist in die Reche der preußischen Großstädte eingetreten. Am 8. Januar wurde dock der 100 000ste Einwohner geboren. Der neue Weltbürger erhielt von der Stadt «in Geschenk von 300 Mack. ::: Leipzig, 16. Jan. Das Militärl'-ftschiff„Z. 6" ist heute früh 2.45 Uhr unter Führung des Hauptmanns Matius aufgestiegen. Es ist eine 16slündige Dauerfahrt beabsichtigt. An Bord befindet sich die Abnahmekommission. ::: Friedrichshasen, 16. Jan. Der Luftschiffbau Zeppelin stellt für 200 000 Mack eine eigene Wafferstoffgassabrik auf. ::: B a r z e l o n a, 16. Jan. In ganz Katalonien ist gestern zum erstenmale seit 27 Jahren «in heftiger S ch n e e f a l l niedergegangen. Das Thermometer zeigt 4 Grad unter Null. Acht,» Sie immer auf die Inschrift „Osram“ i — Überall erhältlich. Anerg«e«Usehaft, Berlin O- IV Candwirifcbalilicbcs. Praktische Tüngung^versuche und ihre «tdeutuug für die Landwirtschaft. Um die Landwitte von der Zweckmäßigkeit der Verwendung künstlicher Düngemittel auf chren Aeckernzu überzeugen, sind die Landwittschaftskammern, die landwirtschaftlichen Vereine und andere berufen« Stellen im Verein mit den Düngerkorporationen unabläßlich bemüht, durch Anlage von Felddüngungsoersuchen auf - klärend zu wirken. Anhand dieser Versuche können sich die Landwirte über das Düngerbedürsnis des Bodens und der Pflanzen sowie den Wert der einzelnen Düngemittel Klariheit verschaffen. Immerhin scheint sich die Erkenntnis Bahn zu> brechen, daß derartige Versuche sowohl für den einzelnen Betrieb des Versuchsanstellenden, als auch den sonstigen Bewohnern der betreffenden Gemeinde des Versuchsortes große allgemeine Vorteile bieten, sodaß die mit der Anstellung der Versuche verbundene geringe Mehrarbeit sich in allen Fällen reichlich bezahlt macht. Auch im kommenden Frühfahr werden von Seiten der landw. Auskunftsstelle der Deutschen Ammvniak-Verkauss-Vereinigung, Eassel, Schöne Aussicht 12, zahlreiche Versuche zu allen Kulturpflanzen, insonderheit auch solche mit kopsdüngungswei- ser Anwendung des schws. Ammoniaks zu Wintergetreide, durchgeführt und zwar auf größeren Parzellen von 12,5 Ar — Morgen. Die hierzu benötigten künstlichen Düngemittel, gegebenenfalls kaliphosphorsäure- und flickstofsihaitige (letztere in Fonn von schws. Ammoniaks), werden kostenlos geliefert, doch soll die freie Lieferung der Düngemittel für den Land- wirt nicht der Grund der Versuchsanstellung sein, son- dern das ernstliche Streben nach Erweiterung seiner beruflichen Kenntnisse. Interessenten wollen sich bezüglich der Versuchsanlage tunlichst bald gn die „Landwirtsch. Auskunftsstelle der Deutschen Ammoniak-Verkanfs-Ver- einigung, Eassel, Schön« Aussicht 12" wenden. Citerarifcbes. ? Rangliste der inaktiven Ossiziere. Unter der Bezeichnung „Liste der verabschiedeten Generäle, Stabs-Offiziere und Hauplleute der König!. Preußischen Armee" ist im Verlage des „Invalidendank", Berlin, soeben ein Werk erschienen, welches in Hand - licher Form die inakllven Offiziere der Preußischen Armee, armeekorpsweise getrennt und innerhalb der Dienstgrade alphabetisch geordnet, in übersichtlicher Form zu- sammeirgeslellt. Aus dem Begleitwort geht hervor, daß dasselbe im Einverständnis mit dem Kgl. Preußischen Kriegsministerium auf Grund amtlichen Materials bearbeitet und herausgegeben ist und weist neben den Daten, der Geburt, des Dienstantritts und des Ausscheidens als besonders wünschenswert den heutigen Aufenthaltsort bezwk die nähere Adresse und gegebenenfalls auch den heutigen Zivilberuf der inaktiven Offiziere nach. Speziell mit Rücksicht aus die letzteren Angaben dürfte das Erscheinen dieses Werkes vielen Interessenten will- komnren sein. Dasselbe ist zu sehr mäßigen Preisen durch jede Buchhandlung, sowie direkt vom „Invalidendank", Berlin W. 8, U tcr den Linden 21, zu beziehen. ? Karl Fröhlichs „Fröhliches ABC - Bttch. HerauSaegeben vom Kunstwart. Verlag Georg D. W. Callwey, München. Preis 1.50 Mk. Dieses ABC-Buch mit seiner »nerschöpsliichen Fülle von Einfällen, seinem Höchsts urwüchsigen Kompoßttionstalent und der verblüffenden Geschicklichkeit seiner Schnitte, ist wie ein IungcMll sprudelnder Bilderlust. Die Buchstaben des ABC's begleitet Fröhlich mit einer Fülle von Dingen, die dem Kinde das Gedächtnis schärfen und ihm Anregung zum Sammeln weiterer Begriff« geben. ? Der Gras von Altenburg, Schauspiel in vier Auszügen von Heinrich Jung. — Verlag v. W. Härtel u. Co. Nachs., Leipzig. — Broschiert Mk. 1.20. 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Dieses uns vorliegende Buch ist aus der Pra- ris für die Praris geschrieben und entspricht bei der allgemein wahrnehmbaren Unklarheit über die Grenzender Wehrbeitragspskcht und über die Höhe des zu entrichtenden Wehrbeitrags einem dringenden Bedürfnis. Der Ratgeber weicht inhaltlich von den bis jetzt auf dem Büchermärkte erschienenen Eesetzeskonrmentaren dadurch vorteilhaft ab, daß er neben dem am Schluffe abge- drucktcn Wortlaut der Gesetze über Wehrbeitrag und Besitzsteuer in systematischer überaus übersichtlicher Reihenfolge alle die Bestimmungen zusammensaßt, die jeder von dem Wehrbeitragsgesetz Betroffene wiffen muß, wenn er sich vor Bestrafung (unter Umständen 6 Mo- nate Gefängnis) schützen will. ? Das beste billige Schulden-Ein« Ziehungs-Verfahren. Unter diesem Titel ist soeben eine Sammlung von 40 gebrauchssertigen Formularen nach Dr. jur. E. Karlemeyer's Großes Handbuch des gesamten Mahn- und Klagewesens (300 Seiten, 25. Tausend) und „Außenstände ohne Kosten ein- ziehen^ erschienen, die sich nach den Empfehlungen der Handels- und Handwerksoigamsationen zum schnellen und erfolgreichen Eintreibcn von ausstehenden Forderungen bestens bewährt haben. Die Sammlung ist zum Preise von 90 Psg. (Porto 10 Psg.) in der Verlag; - anstatt E. Abigt, Wiesbaden, erschienen und kann evtl, auch durch gute Buchhandlungen uNd unsere Geschäftsstelle bezogen werden. Sie macht sich für jeden Gefchäfts- mann sicher recht gut bezahlt. ? Vogels Karte des Deutschen Reiches Und der Alpenländer im Maßftab von z 1:500 000, ausgeführt in Justus Perthes Eeograplsi- ! scher Anstalt in Gotha. Reu bearbeitet und erweitert j unter Leitung von Pros. Paul Langhaus. 33 Blätter > in Kupferstich. Lieferung 2: enthaltend die Blätter ' Hamburg und Triest. Preis Mk. 3.—. Einzelne Lieserungen find nicht erhältlich. Einzelne Blätter kosten 2 Mk. Nachdem die Blätter der ersten Lieferung die Hauptstädte Und Brennpunkte deutschen Staatslebens Berlin und Wien mit ihrer weiteren Umgebung dar- gcstellt haben, bietet uns die zwei.e Lieferung auf den beiden Blättern Hamburg und Triest die Zugangstore des deutschen Landes vom Nord- und Südmeer her. Blatt Hamburg umfaßt die von der deutschen Bucht der Nordsee autz ins norddeutsche Tiefland ziehenden Wasserstraßen des Weltvettehrs, die drei freien Reichs- und , Hansestädte, die Kriegshäfen Wilhelmshaven und Kiel und die weite gegenwärtig zu so hohem Schönheitsruhm gelangte Lüneburger Heide mit ihrem Naturschutzpark. Das Blatt reicht von Helgoland und Wanaeroge im Westen bis Travemünde und Blüchers Stammhaus bei Boizenburg im Osten, im Norden vom Kieler Hasen bis zu den Sieben Steinhäusern, den mächtigen 'Denkmälern deutscher Vorzeit, im Süden. Verleiht dem Blatt Hamburg das Wchser des Meeres und der breiten Ticf- landströme das charakteristische Gepräge, so wird das j Blatt Triest von den Südtiroler, Kättner und Venezi- l aner Alpen beherrscht. Von den Hohen Tauern bis ! Vicenza rmd Triest tritt uns die alte deutsche Südmark I entgegen, vom Etschtal im Westen bis Villach im Osten. Besonderes Gewicht legt die Karte auf die Wiedergabe der Grenzgebiete deutscher und romanischer Kultur: das Fersental und die Sieben Gemeinden, die Mark Friaul ! und die modernen italienischen Alpenbefestigungen sind ! besonders eingehend behandelt. So reiht sich die zweite ! Lieferung des nationalen Werkes würdig der ersten an und läßt uns voll Spannung di« weiteren Blätter erwarten. Eine Probekarte, enthaltend je die Hälft« der Blätter Berlin und Wien, wird Interessenten arff Ver- langen kostenfrei zugesandt. Kirchliche Nachrichten. Lvaugrlischk Grmriude in Hirtzrn. Sonntag, den 18. Januar, 2. nach Epiphanias. In der Stadtkirche. Vorm. 9% Uhr: Pfarrer D. hloffer. Vc>rm. 11 Uhr: Kinderkirche für die Matthäusgemeinde. Pfarrassistent Hoffmann. Abends 5 Uhr: Pfaryer Schwabe. Abends 8 Uhr: Vereinigung der ionftrmierten männlichen Jugend der Matthäusgemeinde. Dienstag, den 20. Jan., nachm. 4 Uhr, im Mat- thäutzsaale: Frau-enmissionsverein. Mittwoch, den 21. Jan., abends 8 Uhr: Vereinigung der konfirmietten weiblichen Jugend der Markus- gemeind«. Donnerstag, den 22. Jan., abends 8 Uhr, im Mat- thäuSsaal: Bibelstunde (Jacob, Esau). Pfarrer D. Schlosser. In der Iohanneskirch«. Vormittags 9% Uhr: Pfarrer Bechtolsheimer. Vorm. 11 Uhr: Kinderkirche für die Lukasgemeinde. Pfarrer Bechtolsheimer. Abends 5 Uhr: Pfarrassistent Hoffmann. Abends ]/ 2 8 Utir: Vereinigung der konfirmietten mänin- lichen Jugend der Lukas- und Iohannesgemeinde. Mittwoch, den 31. Januar, abends 8 Uhr: Bibelstunde im Lukassaal. (1. Brief Petri.) Pfarrer Bechtolsheimer. Freitag, den 23. Jaimar, nachm. 4 Uhr: Ver- sammluttg des Frauensvereins der Lukasgemeinde. Nächstkünstigen Ssnntag, 25. Jan. findet im Abcnd- gottesdienft Beichte und hll Abendmahl für die Lukas- und Johannesgemeinde gemeinsam statt. Anmeldungen vorher bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten. Verantwottlich: Albin Klein. Gießen. echte Kathreiners Malzkaffee den ganzen Erdball erobert. Er wird täglich von vielen Millionen Menschen getrunken. Der Gebalt macht's! ensicsatsiBnemsiesiengsKBi S s 8 Man abonniert jederzeit auf das fdiönfle und billigste Familien-Witjblatt § Pleggendorfer-Blätter £ München s» £fitf üiertcljährlüh !3 Nummern nur PI 3.— Ieesor C. Ilzl 5 Dlreh^ren. 22 Prolessoren ule Mitarbeiter. Das Gymnasium Das Realgymnaslam\ Die Oberrealschule D.Ablturlenten-Exani. Der ElnJ.-Freiwillig« Die Handelsschule De/ Bankbeamte ^er wies. ged. Mann Die Landwirtschaften schule Die Ackerbauschule Die landwirtschatt!. Fachschule Die Studlenanstalt Das Lehrerümen- w Seminar Der Präparand / DeVvMlttelschuller^rdr j Das iKonservatopfum Das Lyzeum J Der gvtj. Kaufmann Jedes Werk ist kftuTlicci ra Meterungen ü OO Pf. (Einzeln* Liefomdcen k Mark 1.24.) A : cht«*enciup.gen ohngr Kaufzwang bereitwilligst GnJ 3 . . rS^lenzaüluaf von Mark S.— —-- «tu orm *•* - D iaaitl Ich tu Unter rkThtS- Tr&rko, Methode Rustin, yfetseq keine Vorkenntnisse vor'»'** uU( j ba^ea den Zweckj 8t*/Urendea 1 _ „such wissönt. ■'.ftlichof I.ehranstalten vollständig Lu ersetzen, den Schülern 2 eine umfassende, s^dlegene Bildung, besouders die «furch den Sohul- nnterriobt zuXrwerbend. Kenntnisse zu vcyichaffeu, und 3 iiivcrtrofflfcherWeiseaafExamen vorruber^den. wi”d dadurch *r- - JL___ A ct ^d-r Gniarncnt wiaaenuchrtf». Jichei' Wird, \ das» dervuV «brriiteltsn naeFgeekcnt . m dass decX'uteirioht 6$ l!h* faet.ar undNerüskUbhkr Weis« erteilt wird, jeder de^ Lbhr- etoff velvlehaK mueä, und C. daM bai dam brieflichen Fernunterricht auf *lo tndivlduelle Veranlagung jedes BchlKers RtiokvK&t genommen wird iuUlOtrllclie Broschüre sowie Dankschreiben / über bestandene Examina griill»! j . Endliche Vorbildung zur Ablegung von Aufnahme- und Abschlita- 1 j iHmgen usw — Vpllstlnd tgcr Ersatz für den Schntunterricht.\ /' Coriness &. Hachfeld, Verlag, Potsdam S. O. \ o brennt Omal so billig Petroleumlicht Probela mpe ohne Kaufzwang Gebr.Iautaibach Berlins. 0.389. Oranienstr .183 Gesucht: 1 bree. nnb ftelft. Mädchen, nicht unter 18 Jahr all, und 1 Kindermädchen Frau Baumeister Kraft, Bad-Nauheim, Burgsirahe 2'\ Alleinstebcnde Waste, hübsche E - s deinq , 75000 M. VermLg , wünscht bald. Heirat. Reflekt. wild aus charaktervolle Herrn, w a. ohne Vermox. „Snme»", Berli«, Ellsaberrtrahe 68. Flechten qiss u.trock Schuppenflecht« Bartflechte, skroph. Ekzema, offene Füße Hautausschläge, Aderbeint, böse Finger, alte \X'undcp »ind oft sehr hartnäckig Wer bisher vergeblich aul Heilung hoffte,versuche noc!: die bewahrte u arzll «mpf Rina- 5 a!tea frei vog schädlich. SeslamileiUf Dot« Mk. 1.15 u. 2.2*> Man achte auf den Namea Rlno und Pirm» Vieh. 8ch«H«fl ck Co Wolnböhla Dresden. , Iw Uk« ch aha* A*»*>**« Entwicklung und Befestigung der Büste durch unseren unübertroffenen Büstenentwickler! Schon immer war es der höchste Wunsch einer jeden Dame, eine schöne, volle Büste zu besitzen. Nun ist gerade in dieser Hinsicht die grösste Mehrzahl unserer Damen stiefmütterlich bedacht worden, so dass dieses Manko weidlich von gewissen Leuten ausgenutzt wird, um Salben, Pillen und Tränklein zu horrenden Preisen au den Mann zu bringen; leider helfen diese Sachen nur immer dem Verkäufer, niemals aber der Käuferin. Wir behaupten hiermit, dass jeder Creme vollständig wertlos ist. Warum ? 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