Nummer 306 Elnjchreis d°LÄr Vienstag, den 31. Dezember 1918 11 . Jahrgang Die ,1k ene Tageszeitung" erichemt ,eden WertlaZ. Nepeimatzlge «eilayen „Ser Hauer aus Hessen-, „Die Spiunkube". Sezugsprria: Be, den Bostani'taiten oierielkährUch Atk. 2.70 hinzu tritt noch das Bestellgeld: hc» den Aaenlcn monatlich 1.00 Mt. einschließlich Tragerlodn. Anzeigen: iörund,eile 25 Big.» totale 20 i5rq^ Änzeigen von auswans werden durch Boitnachnahme erhoben. Erfüllungsort ^riedbera. SchrMleitunq und Vertan ^rieüdem fressen», -»auanertrage 12. ^ern'vcecher 48. Ba t, Hel«Lanka Br. 18,9. Umr Urantfurt a. M. Ueufahr 1919. Mo nur die Jahre hingeflofsen sind, die uns in diesen Krieg hinein und aus ihm herausgesührt haben? Wir greisen uns sinnend an die Stirn. Und wissen nicht, daß diese Spanne uns älter und ärmer hat werden lassen. — Ein Tag steigt auf, der voll düsterer Erwartungen und voll banger Hoffnungen, Monate entscheidender Arbeit eröffnin soll. Sein Gesicht ist in Trauer und Heizeleid gehüllt, und keine Augen, die leuchten ob des erlebten Glückes, wollen uns mutig machen. Das verflossene Jahr begleitet uns, schwerfchleppend an seinen ungelösten Problemen, und will nicht lassen, die Enttäuschungen, die es gebracht hat. in hundertfältigem Licht zu zeichnen. Wir sehen einen Adler, der sich seine Flügel verbrannt hat. als er der Sonne zu nahe gekommen war, am Boden sich winden vor übergroßem Schmerz. Und wir wollen ihm helfen, wieder gesund zu werden und sind doch selbst bis in die Seele trank. Dieses jahrelange Hoffen und Darben hat uns dumpf gemacht. Müde sind wir geworden von allzu großem Erleben und sollten doch heute doppelt mutig und voller Tatkraft sein. Uns hat der Traum deutscher Weihnacht von durchwühlten Feldern nach Hause gerufen, und was das Einzige ist und das Größte, wir haben die Sehnsucht darnach nicht verloren trotz aller Wendung, die das Schicksal genommen hat. Bon dieser Feier, die ärmer war als unser sreudgewillles Herz zugeslehen wollte, sind wir in Zagen erwacht, um einem neuen vielmals dunkle en Leben als das vergangene, entgegcnzugehen. Aber blitzklar ist uns auch die Verantwortung gedämmert, die eine wirkende, durch uns zu gestaltende Zutunst von uns fordert. Das ist vielleicht der größte und einzige Segen dieser alles vernichtenden Zeit, daß sie den Deutschen, Bauer und Bürger, Arbeiter und Beamten, geweckt hat zu poliiija er Tat. Und darum haben wir trotz Vtieder- lage Au erstehung erlebt. Darum auch doppelt ist uns aus der Revolution die Pflicht nationaler Tat erwachsen mir dem Bewußtsein, in dieser anbrechenden Geschichtsepoche die Träger der Zukunst nachsolgenden deutschen Geschlechts zu sein. Urieilen und ve urteilen an der Wende dieses Jahres soll nicht untere Hauplau gäbe sein. Dazu besitzen wir noch zu wenig Ueberblick und zu wenig Ein icht in die Geschehnisse, die sich während vier schwerer, bedeutungsvoller Jahre aogespielt haben. Wir wissen nur eins, daß die, die die Verantwortung nagen, nicht allein unter den Führern die'.es Weltkrieges zu suchen sind. Die Ursache des Zusammenbruchs reichen weit zurück. — Sollen andere darüber entscheiden, vielleicht uu[ere Enkel, vielleicht eine noch spätere Generation, denen persönliche Leidenschaft nicht so sehr den Blick trübt wie den davon unmittelbar Betrogenen. Wir haben besseres zu tun. Wir, die wir wohl alle einen Teil Schuld zu tragen haben, sind berufen, den Wiederaufbau zu begründen. Diese Aufgabe, die uns das neue 2ahr stellt, ist stolz und schwer. Als Sühne bringen wir unser letztes Herzblut dar. Ein einziger Wille soll uns leiten. Ter Wille, Deutsch und der Wille, frei zu sein. Darin wollen wir zusameniiehen und am Tage, da ein junges Jahr unter Wehen geboren wird, aller Not und Verzweiflung, ein trotziges „Und doch!" entgegenrusen. Die Regierungskrise. Die entscheidende Sitzung des Zentralrates. Berlin, 29. Dez. Zu den Vorgängen in der entscheidenden Sitzung des Zentraliats mit der alten Negierung melden die „Politisch-Parlamentarischen Nachrichten,, noch: Tie Sitzung wurde in ihrem späteren Verlauf unterbrochen, um dem Zentralrat Gelegenheit zu geben, zu den von Dittmann aufgeworfenen Fragen Stellung zu nehmen und zugleich den beiden Negierungsgruppen zu erlauben, ihren Standpunkt zu präzisieren. Nach Wiederaufnahme der Sitzung sprach Haase noch einige kurze Worte, und dann verlas Dittmann die Erklärung die den Unabhängigen die Freiheit des Mandats wiedergibt. Hierauf nahm Haafe noch einmal das Mort, um den aufrichtigen Wunsch auszudrücken, daß die Negierung nach dem Ausscheiden der Unabhängigen in der Lage sein möge, die Negierungsgefchäfte'wirksam zu führen und eine krastoolle innere wie äußere Politik zu bewerkstelligen. Die drei unabhängigen Volksbe- auftragten verließen dann die Sitzung, und die zurückgebliebenen Regierungsmitglieder setzten ihre Beratungen mu dem Zentralrat noch fort, die sich vorwiegend um * Perionenfragen drehten. Heute früh wurde die Beratung wiederausgenommen. Einmütig wurde dem Wunsche Ausdruck gegeben, daß die Negierung durch weitere Mitglieder verstärkt werden möge, weil sonst die Last der Regierungsgeschäste für das zurück- bleibende Dreimännetkollegium zu schwer werden würde, zumal da die Wahlen und die Friedensverhandlungen ihre zeitweilige Abwesenheit von Berlin notwendig machen könnten. Beim Eintritt der neuen Mitglieder wird wahrscheinlich im Einvernehmen mit dem Zentral- rat eine neue Verteilung der Geschäfte vorgenommen werden. Nach dem Niittriit der Unabhängigen werden höchst wahrscheinlich auch die unabhängigen Veigeord- neten und die unabhängigen preußischen Minister ihre Portefeuilles niederlegen. Berlin, 29. Dez. Die „Freiheit", das Organ der Unabhängigen, ist merkwürdigerweise als einziges Blatt in der Lage, den Austritt ihrer Parteigenossen aus der Negierung zu kommentieren. Sie bezeugt dem Zenitalrat, daß er nicht den Mut und die Entschlossenheit gehabt habe, für die sozialistische und revolutionäre Sache gegen die Personen der Parteiführer zu entscheiden; er habe das Vorgehen von Ebert, Scheidemann und Londs- berg, das zu dem blutigen Straßenkampf geführt habe, nicht verurteilt. Damit sei die Sache entschieden gewesen. Mit denjenigen, die die Verantwortung für das vergoffene Proletarier- und Matrosenblut trügen, habe es kein w iteres Zusammenarbeiten ' mehr geben können. Im Uebrigen seien die Beschlüsse des Zentralrates mehr eine Mißbilligung der Tätigkeit von Ebert. Scheidemann und Landsberg als der Haltung der Unabhängigen. Aber schließlich zeige die Antwort des Zentralrates aus die Frage über eventuelle Gewaltanwendung, daß auch ihn der Geist Eberts, Scheidemanns und Landsbergs erfülle. So gehen wir — fährt das Blatt dann fort — aus der Negierung heraus, weil uns die Politik der Halbheiten und der Schwäche, die die Nechtsfozialdemolraten getrieben haben, ein weiteres Verbleiben unmöglich macht. Unsere Genossen haben unter den schwierigen Verhältnissen und dem größten Widerstand ihre prinzipiellen sozialistischen Grundsätze zu verwirklichen gesucht. Jetzt beginnt für unser Wirken ein neuer Abschnitt. Ungehemmt und ungehindert werden wir jetzt für die sozialistische Sache werben und wirten können. Von dem Urteil des Zentralrates appellieren wir an die Massen. Wir vertrauen auf ihren revolutionären Instinkt und ihr sozialistisches Bewußtsein und sind überzeugt, jetzt erst recht bleiben zu können, was wir gewesen sind: die Träger der Nevolution und ihre vor- wärtstreibende Kraft! Dllg Urnmim kr Rtishgrkgimm. Berlin, 30. Dez. Äie Reichsregierung erläßt folgenden Ausruf an das deutsche Volk. Arbeiter! Soldaten! Bürger! Bürgerinnen! Die Unabhängigen sind aus der Negierung ausgeschieden. Die verbleibenden Mitglieder des Kabinetts stellten dem Zentralrar ihre Mandate zur Verfügung, um ihm vollkommen freie Hand zu lassen. Einstimmig wurden sie von ihm aufs neue bestätigt. Die lähmende Zwiespältigkeit ist überwunden. Die Neichsregierung ist neu und einheitlich gebildet. Sie kennt nur ein Gesetz des Handelns: Ueber jede Partei das Wohl, den Bestand und die Unteilbarkeit der deutschen Republik! Zwei Mitglieder der sozialdemokratischen Partei sind auf einstimmigen Beschluß des Zentralrates anstelle der ausgeschiedenen drei Unabhängigen eingetreten: Roste und Wissel. Alle Mitglieder des Kabinetts sind gleichberechtigt. Vorsitzende sind Ebert und Scheidemann. Und nun an die Arbeit! 2m 2nnern gilt es: die Nationalversammlung vorzubereiten und ihre ungestörte Tagung sicherzustellen, für die Ernährung ernstlich Sorge zu tragen, die Sozialisierung im Sinne des Rätekongreffes in die Hand zu nehmen, die Kriegsgewinne in der schärfsten Form zu erfassen, Arbeit zu schaffen, Arbeitslose zu unterstützen, die Hinterbliebenenfürsorge auszubauen, die Volkswehr mit allen Mitteln zu fördern und die Entwaffnung Unbefugter durchzusetzen. Nach außen: Den Frieden so schnell und so günstig wie möglich herbeizuführen, die Vertretungen der deutschen Republik im Ausland mit neuen, von neuem Geist erfüllten Männern zu besetzen. Das ist in großen Zügen unser Programm bis zur Nationalversammlung. 2n enger Fühlung mit den deutschen Freistaaten soll es verwirklicht werden. Seine Ausführung im einzelnen wird nicht in Kundgebungen, sondern in Taten zum Ausdruck kommen. J6tzt haben wir Arbeitsmög- lichkeit! Es wäre unsere Schuld allein, wenn wir sie nicht zur Arbeit benutzen würden! Uns die Arbeit! Euch allen aber die Mitarbeit! Der neue Freistaat ist unser aller Besitz. Helft ihn sichern! Auch an Euch ist die Frage des Zentralrates gerichtet: Seid 2hr bereit, die öffentliche Ruhe und Sicherheit gegen gewaltsame Eingriffe zu schützen und mit allen zu Gebot stehenden Mitteln die Ärbeitsmöglichkeit der Negierung gegen Gewalttätigkeiten, ganz gleich von welcher Seite, zu gewährleisten? 2hc müßt diese Fra re mit Ja! beantworten. Die Reicbsregierung bekennt sich ohne Einschränkung zu diesem Ja. Ohne dieses Ja bleibt das Programm Papier und Worte! Wir aber wollen über den Aufruf zum Aufbau! Wir gehen ans Werk! Wir glauben an Euch! Wir kommen durch! ©nefett in Len Händen der Koten^ Berlin, 30. Dezbr. Dem „Lokalanzeiger" zufolge ist auch Enefen in die Hand aufrührerischer Polen gefallen. Das in der Stadt stehende Dragonerregiment Nr. 12 und das 49. Infanterieregiment wurden überrumpelt und ergaben sich. Das Ärtillecieregiment Nr. 2 und das 2nfanlerieregiment Nr. 54 sind von Colberg nach Enefen zur Unterdrückung der polnischen Unruhen abgegangen. Die Dnge im Diihrrevitr. Duisburg. 29. Dez. Nach langandauernden Verhandlungen im Rathaus zu Mülheim an der Ruhr, an denen auch der Minister Strobe!. Nnterstaatssekretär Giesberts und Arbeiterführer H'.w teilnahmen. wurde eine Einigung mit den Streikenden erzielt und in folgendem Dokument zu- sammengefaßt- „Wir, die Getue rksche.ften Deutscher Kaiser. Lohberg und Rhein I, muffen entsprechend allen unseren bisherigen Erklärungen an den Abmachungen zwischen den Organisationen festhalten. Mit Rücksicht auf die durch den lang-' anhaltenden St-.eik entstandene Notlage in den Bergarbei- terfcmnlien sind wir aber bereit, die entstandenen Streik- ausfcille zu bezahlen und zwar in der Form, daß jeder Verheiratete 200 Mark, jeder Unverheiratete 100 Mark und jedes Kind rirster 14 Jahren 25 Mark, im Ganzen aber nicht mehr wie 25 Mark Kindergeld erhalten. Die Zahlung erfolgt in zwei Raten die erste am 30. d. M.. die zweite vierzehn Tage Gäter. Voraussetzung ist. daß die Arbeit am Montag voll ausgenommen wird, vom 1. Februar nächsten Jahres die Achststunderstchickst roll verfahren wird, wie von den Organisationen vereinbart, und daß alle übrigen Orgg- nisationsabmachungen Vort voll eingehalten werden." Diese Vereinbarung wurde von beiden Parteien uu& den oben genannten Vermittlern unterschriebe^ 5 or mnijun der tlmMlim l’fllinnal frn. Bei der Budgetdebatte in der französischen Kammer vertrat der Vorsitzende der Kommission für o: wärtige Angelegenheiten, Franklin Bouillon, die Fo v rungen der französischen Nationalisten: Annexion *:• Saargeb ets und Neutralisierung des linken und de rechten Rheinufers, des letzteren bis zu einem Abstan von 30 Kilnmetern voin Strome. Ausland. Abreise des deutschen Gesandten von KonstanUnope!. Haag, 29. Dezbr. Eine Londoner Meldung auL Konstantinopel besagt, daß der deutsche Gesandte in Konstantinopel unter dem Druck der Ereignisse abge« gereist sei, Portugal. Bern, 29. Dezbr. Der „Progrss de Lyon" melde- aus Lissabon, daß es bei dem Leichenbegängnis Paes" zu Kundgebungen und Zusammenstößen kam. 2n der Augustastraße schoß das 33. Jnfanterie-Negiment auf die Menge. 4 Personen wurden getötet und 150 verwundet. Die Polizei schoß mit Karabinern auf die. Personen, die sich an den Fenstern gezeigt hatten. Von einem Dache aus wurden Handgranaten auf den Zug geworfen. An mehreren Stellen kam es zu schweren z Paniken. Weitere Einzelheiten fehlen noch. Endgültiger Verzicht auf Finlands Krone. Hetsingfors, 30. Dezbr. Prinz Friedrich Karl Hai durch Vermittlung der finländijchen Gefandschaft in Berlin mitgeteilt- daß er endgültig auf die Krone Finlands verzichtet. Verschiedenes. Verabschiedung des bayerische« Geueralob*rste« Grasen v. Bvthmer. Einer unserer bewährtesten Führer au» Miseren Kampfett jm Osten, Generaloberst Graf Felir von Bothmer ist in den Muheftand getreten. Einem alten niedersächsischen Geschlecht entsprossen wurde er 1852 als Sohn eines bayerischen Generals in München geboren, trat 1871 in das Jnf.-Leib-Regt. und wurde in demselben Jahr Le-utnant. Er gehörte dem Genera!st 2 be und Kriegsministerium in verschiedenen Stel- langen an und war auch im preußischen Generalstabe tätig. 1905 wurde er Kommandeur der 2. bayerischen Division und 1909 Eeneralkapitän der Leibgarde der Hartschiere, 1910 wurde er General der Infanterie. In unserem Weltkriege führte er ein nach ihm benanntes Korps in der deutsckM Südarmee und kämpfte mit ihm siegreich an den Karpathen im Winter 1915, wo er den 1000 Meter hohen Zwinin bei Stryi mit erstürmte und später Strui eroberte. Er erhielt dann an Stelle Linsingens im Juli die Südarmee, mit der er dann im Sommer 1916 die gewaltigen Russenangriffe in Ostgalizien siegreich abschlug. Unter Belastung im Verhältnis a la suite des Jnfanterie-Leib-Negiments, dem er lange Jahre angehörte, ist er jetzt von der Stelle als General- kapitän der Hartschiere enthoben worden. Vergewaltigung der Presse im besetzten Gebiet. Der Vorsitzende des Vereins Deutscher Zeitungsverleger Dr. Faber hat an die Wasfenstillstandskommission folgendes Telegramm gerichtet- Die Zeitungen der Pfalz sind unter schwerste Vorzensur gestellt. Nicht nur ist jede Kritik der französischen Verwaltung verboten, die Vorzensur geht auf den gesamten Inhalt der Zeitungen. Zudem sollen den Verlegern die telepbonischen Hausapparate genommen werden. Sie werden einfach auf Havas und Neuser verwiesen. Es ist dies eine unnötige, im höchsten Maße ungerechte und willkürliche Erschwerung der Herausgabe von Zeitungen. Diese Maßnahme stellt einen empörenden Versuch dar, die Bevölkerung hinterrücks jm feindlichen Sinne zu beein- flichsen. Die Presse des Landes zu solcher unnationalen Beeinflussung mißbrauchen und unter Ausnutzung ihrer Zwangslage nötigen zu wollen ist ein unwürdiger Versuch der Beugung und Verfälschung ihrer Gesinnung, ein Attentat auf die in allen Kulturländern gewährleistete Meinungsfreiheit der Presse. Es steht auch im tiefsten inneren Widerspruch mit dem so laut proklamierten Grundsatz von dem SelbsibestimiTiungsrecht der Völker. Ein ewiger Schandfleck. Alks Kreisen der estaßlcthnngischen Antonomisten geht dem WB. eine Kundgebung zu, in der gesagt wird: Wir erklären hiermit, d^rß wir uns unserer Landsleute schämen, die in blinder Wut wehrlose Deutsche tätlich beleidigen. Wir schämen uns unserer Landsleute, welche die Monumente zerstören, besonders weil 1870/71 die deutsche Armee die Denkmäler der französischen Generale und Mitarbeiter Napoleons I. in Ehren gehalten haben, trotzdem letztere während der Napo'eonffchen Gewaltära Deutschland mit Füßen getreten baben. Wir sckximen uns unserer Lands- leute. deren Handlungen uns an die Vorgänge des Terrors von 1793 in Frankreich erinnern. Diese Vorfälle werden ein ewiger Schandfleck für dje elsaßlothringiscbe Fahne bleiben. Tie Zeit wird kommen, wo das freie Elsaß-Lothringen sie z"r Rechenschaft ziehen wird. Die Volle der Zivilisten bei der Mritznnchtsrevolte. Don den am Straßenkampf in Berlin am 24. Dezember beteiligten Dienststellen wird von der Garde-Kavallerie- Schützen-Tivision mitgeteilt: In den Schilderungen der Presse über die Ereignisse am 24 Dezember ist davon die Rede, daß Truppen zu den Matrosen übergegangen waren. Diese Darstellung ist unwahr. Hingegen sind an mehreren Stellen Truppen dadurch entwaffnet worden, daß Teste der Zivilbevölkerung sich während der Feuerpausen zwischen die Truppen gedrängt und ihnen im Gedränge die Massen abgenommen habm. Hieran haben sich auch Angehörige des Sicherheitsdienstes Berlin beteiligt. Möglich wurde dieses nur dadurch, daß die Truppen davon Abstand nahmen, durch Feuern die Menge in weiter Entfernung zu halten, da sie Frauen und Kinder unter allen Umständen schonen wollten. Ferner ist es unrichtig, daß Geschütze verloren gegangen sind. Tie Truppen haben ihre sämtlichen Geschütze ordnungsmäßig zurückgeführt. Wo bleiben die Filche? Allgemein ist in der Oeffentlickckeit die Meinung verbreitet daß tmt dem Aushören der Feindseligkeiten die Belieferung mit Fischen sich erheblich bessern werde. Der Umstand daß in der Nordsee nach Aufräumen der Minenfelder wieder gefischt werden kann, insbesondere auch die Mitteilungen, über einen großen Fischreichtum in der Nordsee haben diese hostnunasvoste Auffassung stark unterstützt. Wenn trotzdem in den letzten Tatzen und Wochen statt einer Besserung eine Verschlechterung der Fischversorgung einge- treten ist, so gelten die Mitteilungen des Reichsernährungsamtes folgende Erklärung dafür: „Bis zum Eintritt des Waffenstillstandes war es möglich. ^ie Ostsee in ausgedehntem Maße dem Fischfang dienstbar zu machen. Wenn die Ostsee auch gegenüber der Nordsee dem Umfang wie der Ergiebigkeit nach ein ungünstigeres Fanggebiet darstellt, so war es einer umfassenden Organisation doch gelungen, einen kleinen Ausgleich für die sollenden Nordseefänge zu schaffen. Durch die Waffenstill- pandsbedingunyen ist nun dje Blockade Deutschlands nicht L"r aufrecht erhalten, sondern noch verschärft worden. Die Ostsee wird nicht mehr von der deutschen Marine, sondern ifcm der englischen beherrscht. Es. iß also seit Eintritt des Waffenstillstandes auch der Fischfang in der Osffee imrnög- lich geworden. Hinzu kommt, daß von dem genannten Augenblick an auch die Zufuhr aus den neutralen Ländern wie Dänemark und Norwegen unterbunden ist. Der Waffenstillstand hat also nicht dj? erhoffte wesentliche Besserung, sondern eine erhebliche Verschlechterung der Fischversorgung gebracht. Eine Besserung läßt sich erst dann wieder erhoffen. wenn die Blockade aufgehoben wird. Von diesem Augenblick ab dürfen sehr beachtenswerte Vorteile für die deutsche Ernährung durch Hebung des Fischfanges und der Fisch- einsuhr erwartet werden. Durch die Abrüstung der deutschen Seewehr werden eine große Anzahl Fischdampfer frei, ihre Ausrüstung zum Zwecke der Hochseefischerei wird mit Hochdruck betrieben. In dem Augenblick, in dem diese Fischdampfer die Fanggebiete in der Nordsee wieder aufsuchen können, haben wir auch Zufuhren in den Fischhäfen zu erwarten. Hinzu kommt, daß auch aus den neutralen Ländern nach Aufhebung der Blockade eine starke Einfuhr erwartet werden darf." Inzwischen haben die Verhandlungen mit unseren Gegnern zu einer Freigabe der Fischerei zunächst in der Deut- -chen Bucht geführt und es wird gehofft, daß demnächst auch für weitere Gebiete der Nordsee und für die Ostsee die Fischerei sreigegeben wird. Uebereinstimmend wird über außerordentlich großen Fstchreichturn berichtet, was bei der vierjährigen Schonzeit auch kein Wunder ist. Die Hauptsache aber wäre das Verschwinden der Kriegsgel'ellschasten ff'ir die Fischerei, dann würden die Fiche auch wieder an den Orten erscheinen, wo sie früher ihren Hauptabsatz fanden und jetzt schmerzlich entbehrt werden müssen. Offiüerverlnste. Aus dem „Militär-Wochenblatt" Nr. 75 entnehmen wst, daß bei Kriegsbeqinn die Zahl der aktiven Ossiziere 19826 betrug. 2m Kriege belief sich der Zugang des aktiven Offizierkorps auf 14 525 Personen. Von diesen sind tot 12500 und vermißt (wahrscheinlich tot) 940 Offiziere, d. i. 39,2 Prozent; verwundet wurden 19 014, d. i. 55,5 Prozent. Die Gesamtverluste des aktiven Osfifierkorps betragen mithin 94,7 Prozent. 29 230 Osfi- zieren des Beurlaubten^ -mdes bei Kriegsbeginn steht ein Zugang im Kriege von 137 760 Personen gegenüber. Hiervon sind tot oder vermißt (wahrscheinlich tot) 24124 (14,4 Prozent) und verwundet 32339 (19,4 Prozent) Neseroeosfiziere. Die Eesamtoerluste betragen 33,8 Prozent. Diese Zahlen, die den Verlustlisten entnommen und sicher eher zu gering als zu hoch gegriffen sind, dürften deutlicher als alle anderen Belege über die Tätigkeit und das Verhalten des deutschen Osfizierkorps im Kriege Ausschluß geben. Die Wahle». Von der hessischen Volkspartei. Die hessische Volkspartei hat an das Staatsimnisterium folgendes Schreiben gerichtet: Namens des Geichäftssührenden Ausschusses der hessischen Volkpartei lege ich Verwahrung ein gegen die Bestimmung des 8 9 der Wahlordnung für die Nationalver- rersammlung, wonach die Stimmbezirke durchschnittlich 2500 Einwohner groß sein sollen. Wird diese Bestimmung wörtlich dnrchgesührt, so müssen mehrere kleinere Ortschaften in einem Wahllokal vereinigt wählen. Jm Odenwald und Vogelsberg müsten alte, kränkliche oder schwer abkömm- liche Wähler und Wählerinnen stundenlang über Land gehen, um zur Wahlurne zu kommen. Damit wäre eine große Anzahl ländlicher Wähler praktisch ihres Wahlrechts leraubt. Wir erwarten von der hessischen Regierung, daß sie eine solche Vergewaltigung der Landbevölkerung verhindert. Meisel, Rechtsanwalt. Hclfferich für einen Block der Rechten. In einer von der Deutschen Volkspartei in Stralsund abgehaltenen Versammlung sprach sich der frühere Staatssekretär Dr. Helffe- :ich für die Zusammenfassung aller Kräfte rechts von der Demokratischen Partei ans. Mit der Demokratffchen Partei werde sich ein Bund nicht flechten lassen, weil sie ein Zusammengehen mit den anderen Parteien nicht wünsche, sondern sich ein Zusammengehen mit den Mehrheitsjozialisten ofjen halte. Ans der Heimat. Mo der Mein bleibt. Dem Kriegsministerium gehen in letzter Zeit ans den Kreisen des Weinhandels und der Trinkbranntweinindustrie in größerem Umfange Anträge auf Zuweisung von Wein und Trinkbranntwein aus Hee- resbeständen zu. Das Kriegsministerium macht darauf aufmerksam, daß zurzeit ein Verkauf der in Rede stehenden Bestände noch nicht in Frage kommt. Soweit die vorhandenen Mengen nicht zur Verpflegung des Feldheeres verbraucht werden, werden die zurzeit etwa verbleibenden Nestbestände von Mein an die ..Weinhandelsgesellschaft", von Trink, branntwein an die „Neichsbranntweinstelle" übenviesen werden. — Mir müssen gestehen, sehr hoffnungserweckend, daß mm bald wieder Mein oder Branntwein zu erträglichen Dreisen an die bürgerlichen VerdrauckM gelangen, klingt das nickt. Dorn-Assrnhc''m, 27. Dez. Zu Ehren seiner aus dem Felde heimgekehlten Mitglieder veranstaltete am 2. Weihnachtstag der hiesige Turnverein in seinem Vereinsloka! eine Vegrüßungsseier. Mit herzlichen Worten begrüßte Lehrer Lotz die Zurückgekchrteu uifir gedachte der; auj dem Felde der Ehre Gefallenen. Von 45 Mitgieder waren 31$ unter die Waffen gerufen, 6 starben den Heldentod. Die Veranstaltung läßt erhoffen, daß in dem strebsamen Verein bald wieder frisches turnerisches Leben pulsieren werde und» die edle Turnkunst als ideale Volkssache eine günstige, Pflegestätte finden wird. Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinde. Silvester. Dienstag, den 31. Dezember 1918. Gottesdienst in der Stadtkirche. Nachmittags Wz Uhr: Herr Pfarrer Drehl. Miti' Wirkung der Ehorschule. Abends 8*4 Uhr: Herr Pfarrer Diehl. Neujahrsfest. Mittwoch, den 1. Januar 1919. Vormittags 9% Uhr: Herr Pfarrer Kleberger. An Silvester und Neujahr Kollekte für die kirchlich- A: menpflege. Gottesdienst im Stadtteil Fauerbach. 10 Uhr' Gottesdienst. ’wt Katholische Gemeinde. Dienstag, den 31. Dezember 1918: (Silvester.), Veichtgelegenheit von 4 Uhr an. Abends 8 Uhr' Predigt und Andacht mit Segen. Mittwoch, den 1. Januar (Ne»jahr.) Beichtgelegenbeit von 6 Uhr an. Uhr' Frühmesse. 8 Uhr! Mstitärgortesdienst. %10 Uhr- Hochamt mit Segen und Predigt. Nachm. 2*4 Uhr: Andacht. Während der Woche: V-{1 und 7 Uhr: hl. Messe. Freitag abends 6Vi Ubr: Herz-Jesu.Andacht. AiöeijsmrklanzkM *" “ r ‘* Offene Stellen: 55 Knechte. 3 Tagelöhner, 1 Kut'cher. 3 Knechte- und Tage- löhner,amilien. 1 Vorarbeiter mit 6 Leu en. 10 Mann zum Holz» malten, 1 Schmiede-, 1 V.icker- und ein Gärtnerlehrting, 2 Baumwarte, 1 Wagner. 3 Schuhmacher, 1 Metzger, hiesige Arbeiter für stadt. Arbeiten. 35 Dienstmägde, 17 Hausmädchen, 1 Waschfrau, 2 Monatsmädchen, 1 Köchin, 1 Büffetfräulein, 1 Haushalten».. Ctellenfuchende: Mehrer Melkerfamilien und ledige Melker, 4 Melkerinnen,' mehrere Bürogehilfen und -(innen), 1 Haushälterin, 2 Mädchen ür Gutsküche, Geschäftsleute aller Art. Verantwortlich für den politischen und lokalen 5ei!- Otto Hirschel. Friedberg-, für den AnzeigenMl: Iriedberg. Truck und Vertag der „Neuen Tageszeitung^ A G.. Friedberg i H Strebsamer junger Landwirt 19 Jahre alt, einjähr. Berechtigung. besuchle die landw. Schule, seither in eigener Landwirtschaft tätig, sucht so ort Stellung aw Verwalter. Off. a. d. Geschäftsstelle d. Bl. unter Nr. 2535. Wo bietet sich arbeitsfroh, streb>. jirng. Mm mit etw. Vermög. Gelegenheit, in ein. kl. Landwirtschaft einzu- rrelen oder einwheiralen. Anfragen sind zu richten unter Nr. 2534 an d. Gesch. d. Bl. Landwlrtswyn jucht Stelle als Uerwatter ai f mittlerem Gute, 23 Jahre alt, bis zum Kriege aus väterlichem Gut beschäftigt. Wilhelm Vahr. Hofgut rUohrboch (Oberheffen). ~6luüeiit Der Laiidiv., 23 Jahre, sucht Stelle als Wolonfiar auf größerem Hosgut. Offerten unter 34. B. lOÖ an die Geschäftsstelle der „Neuen Tageszeitung". Zuverlässiges sucht sofort Frau E. Kümmich, Ei'enhanoiung. Friedberg. Für Vilbel und Kaichen werden tüchtige, zuverlässige Fuhrleute gesucht, möglichst in oben angeführten Ortschaften ansässig, luhrverkehrsamt des Kreises Friedberg Friedberg, Schloß, Zimmer Nr. 6. I A : Waase m. Ein Schmiedgesrll sofort gesucht. Kost und Logis, guter Lohn, dauernde Arbeit. Karl Wenzel, Schmievemeister Gronau b. Vilbel. Kkßcrrg itiiiDdicn oder Monatsmädchen gesucht. Friedberg, Ludviqstraße 4, Iß Suche sofort eine tüchtige Monatsfrau oder Mädchen für vor- und nachmittags. Friedberg. B ismarckitratze 20 ^ Vcrtaufe einen RaMallch schweren Schlages, 7-jährig, zug». fest auf hartem und weiche» Boden. > Assen heim, Bahnhofstraße 25. 1 (Wallach) im Frühjahr siebenjährig, mit, Garantie, sehr geeignet zu schwe- rem Fuhrwerk, zu verkaufen. Heinrich Buch Ul. Ober-Rovbach v. d. Höhe. Eine Partie schöne 5 Wochen, alte zu verkaufen. Adam Jung, Dorn-AffenheltN.'. Scheidenkatarrh' liVerkalben (itucntnhalu- f Vaginal- undJJuHcrtSfcbfc | schnell. bUUi i fcequ£Hi>ni* aicbor gc»«U*j Bezug durchTicrirzle. Prospekte graljjj ‘~ u Rechnungen in allen Formalen, liefert idineU un» InUiEt fim „iaäMitiluia“ i 1 *- Ihre Verlobung beehren sich anzuzeigen Anna Schäfer Philipp Bender Rendel (Hessen) Nieder-Dorfelden Neujahr 1919. Susanne Herling Wilhelm Heep Verlobte Rendel :: Neujahr 1919. J Mariechen Weigershäuser Karl Baldes Melbach Verlobte Keujahr 1919* DudweHer J HtrzliGe Gliilkiüiiiisitze Zum neuen Jahre! Ludwig Weith FriedSrrg J Allen Freunden und Bekannten Ossenheim ÜK 11 «! Karl Schuldt. '••'s: Kekanutmachnng. Nächsten Donnerstag, den 2. Januar, vormitta-s von 1 / 2 i0 bis 12 Uhr. verteilen wir in der alten Post durch die hiesigen Kolonialwarenhändler Käse für die Nummern 501 bis 1000 des Bezirks II. Für iede auf der Lebensmittelkaue oerzeichnete Person werden Kü Gramm zu 28 Pfennig verabfolg:. Friedberg, den 30. Dezember 1916. Der Bürgermeister (staut. Lebensmittel-Ausschuß) I. A.: Langsdorf. Ctb-sS Wft’ Cä'n jeder Art legt fach- O.F J. gemäh an, sowie Stfmcikn m fBuiwieii uni) ZivcrBß aus. Bestellungen für Zwergubstformen nimmt noch an Landschafisgärlnkk Chv. Sieber, Friedl-erg. Frantfurteritr. ^4,11. (Milli iiifwii v. franiri i.iu. uwjii, i (. Gefchästsstelle Frankfurt a. M., Kronprinzenstratze 41. (5ironprinzenbau.) — Fernruf Körner 42ade der Anzeige auf die Mitgliedschaft hingewiejen werden. ^ür die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden meines lieben Gatten, unseres guten Vaters und Großvaters Herrn 230C|t Gemeinde-Einnehmer i. P. und bei der Beteiligung zur letzten Ruhestätte, sowie Herrn Dekan Wieget für seine trostreichen Worte am Grabe, der Schwester Margarethe füt ihre liebevolle Pflege und dem Kriegerverein unseren herzlichsten Dank. Bingenheim, den 29. Dezember 1918. Die trauernden Hinterbliebenen: 2. d. N.: Frau Kath. E. Bogt. Freunden, Verwandten und Bekannten hiermit die traurige Mitteilung, daß mein lieber, unvergeßlicher Mann, unser lieber Vaters Sohn, Bruder und Schwager Friedrich Vartmann in Rußland in einem Feldlazarett im Alter von 40 Fahren an einer tückische« Krankheit gestorben ist. Assenheim, den 30. Dezember 1918. Die tieftrauernden Hinterbliebenen; 2. d N.: Elise Vartmann und Kinder. Während des ganzen Krieges wurde r= Dr. Gentners Lederputz = «fl m m ligrm als reine Delwachsware geliefert und wird auch fernerhin fo hergestellt. - = Prompte Lieferung. ===== Hersteller, auch des beliebten Varketibodenwachses ..Robe rin": Carl Gentner, Göppingen. Neujahrskarten Neujahrspostkarten Kalender Vuchhmtdlung Friedr. Etreckfuh, Friedberg. Vorteilhafte Bezugsquelle für Wiedervrrhäuier, Wirte und Karinen. Becker Zc Co. Cigarren-Grosshandlung FriedbeI' ü; i. H. 9 Kaiserstraße 16. Reizende Gelegenheits- Geschenke für Weihnachten, Geburtstage u. Konfirmation. Man verlange jetzt ichon Auswahliendungen von IVillicim Lolirey, Uhrmacher und Goldarbeiter, Nieder-Floritadt. uleder ciogetroYfen. Tapeten- und Unolcuinlisms Jean Kogler, Friedberg Kalscrstrasse 27, Nähe des Rathauses. Das Wahlrecht für die verfassunggebende MMälial-UeriiiilQDS Amtliche Ausgabe von Dr. A. Schulze. Mk. 3,75. durch die Post Mk.3.90 Buchhandlung Friedr. Slreckfuß. Frikdbrra. Ankauf von Dti Ueletmi. Die Gemeinde Burg-Gtäfen- rode beabsichtigt, zwei sprung- fähige Gber tm Alter von 6 und lü Rkonaten anzutaufen. Besitzer solcher Tiere wollen ihre An» geböte bis svätestens 6. Januar 1919 bei unierseichneter Bürgermeisterei einreichen. Karg-Krale-rode, den 30 Dez.1918. Die Bürgermeisterei: Hahn. m : »M-M §1% KekanntmachnuK Ich bringe hierdurch zur öffent- lichen Kenntnis. datz das Ministerum des Innern f?>ciTi T d)e® Landes-, Arbeits- u. Wirifchafts- amt) mit Verfügung vom 18. ds. Mts. zu No. L. Ä. u. W. 787. das in der Stadt Friedberg er» lichtere Mietemignngsamt zu den in den §§ 2 bis 4 und § 5 Ziffer 2 der Bekanntmachung zum Schatze der Mieter vom 23. September 1918 vorgesehen Ent» scheidunnen ermächtigt hat. Zum Vorsitzenden die-es Amtes ist der Beigeordnete Geh. Justiz- rat Windecker bestellt worden. Anträge sind schrisilich einzureichen, oder in Zimmer No. 4 des Stadthauses zu stellen. Mit gleicher Vorfügung wurde dem Bürgermeister der Stadt Friedberg die Ermächtigung erteilt. Anordnungen zu treffen, wie sie in § 5 Ziffer 1 die er Bekanntmachung und in den §§ 2 bis 5. der Bekanntmachung über dis Maßnahmen gegen d Wohnungs- mongel vom gleichen Tag bezeichnet sind. Friedberg, den 27. Dezbr. 1918. Der Bürgermerster: I. V.: D a m m. Gesucht! Bitte denjenigen Mann von Ober- oder Nreder-Nos- bach, der am Sonntag, den 15. 9. 18 abends an der Hauptwache in Frankfurt mit mir gesprochen hat, bet d Bürgermeisterei Köppern, sich melden zu wollen. Alois Knaf, Köppern i. T. 1 MWH noch neu, billig zu verkaufen. Friedberg. Langgaffe 10. pottl 30—40 Ctr. schönes Kornstroh (Flegeldrufch);uS:rohfeilen geeignet, zu verlausen Ludwig Küfer» Klofeld. Schöne Ui für sofort oder später gesucht. Metzgerei Mai, M lbcl, Fricdbergeistr. 21. Ein Wokfstzttttd entlaufen mit plattiertem Halsband, auf den Namen ..Wolf" hörend. Vor Ankauf wird ge- warnt. Abzugeben gegen Belohnung bei Polizeidicner Hartman», Britcheudrückea« Nur auf diesem Wege M htkjliGeil KIMilliiEe m JahrkSivcihskl H £>1 Otto Ellermeier und Frau ^ Friedberg „Deuifches Haus" kam Bahnhof». ^ lleksnomierst Mlimez ocd Familie Dottenfelderhof b. Vilbel Zum bevorstehenden Jahreswechsel entbieten wir unseren werten Kunden, Freunden und Bekannten Die besten Glückwünsche! Adolf Schmidt und Frau Friedberg: !. H. Kaiserstrasse 7 O®*«**«©© SVSGSGDÄ J auf diesem Wege \f Mcrzliclisle C*Hie&wiiRS©äic f) ^ zum Jalircswceliscl |\ ^^Ostheim/Nieder-Weisel Bill, Molkerei ^ btaft E'^arffn K’jisi Jalireswecliscl die besten €»uic!twünschc! Darmstadt-Eberstadt Professor Dr. ph. R. Kruder RB=»E= BR=»B=«E= mSStB^mSZSSB^Z Freunden und Bekannten entbietet nur auf diesem Wege zum Jahreswechsel 1 MW iüiti I Dortelweil 3 ! Oekonomierat Adolf Henscl und Familie Nur aus diesem Wege Kcizülhft Giülkvjüil'che zum ZchckNW W. Dorsch II. Wölfersheim Allen werten Gästen zum Jahreswechsel ein herzliches Profit Neujahr! Gustav Sempf und Frau „Mainzer Nad" dem Bahnhof gegenüber Friedberg Allen Freunden und Bekannten Die herzlichsten Glückwünsche zum Jahreswechsel Eroß-Karben fyrttmUc Kvrnmann ^ÄGTAKLE E'SHTGGDH «GDTSHGG S-^GHSG-L^ ?- Frohes Neujahr wünscht nur auf diesem Wege Rudolf Breidenstein u. Familie % | Frledberg « VOGGDGBH bla« Biorlen Zum Jahreswechsel die besten Glückwünsche Bekcnomterat Heinrich Elles und Familie Nieder-Florstadt Hkyüchti! G!iickili!!Ujl!j znm Jahreswechsel! J. Schifbenger und Familie Friedberg Wiener Cafe« KEEeBBH«R* 8 ü 9 RBBGBBBDSGBB 8 EBBBB 3 IGE 8 E 8 | Zum Jahreswechsel i\ die herzlichsten Glückwünsclie r/ | 0. Brauburger Nachfolger (§ Holz- und Kohlenhandlung I) /j Nieder-Wöllstadt r OHGGGS« SGTSTSSG 2L.LGGHGS Unserer bocb^escbalzten Kundscbalt die herzlichsten Glückwünsche § zum neuen Jahr! I Tlieotoald Stemel g Friedberg: i. H. Inh.: Jos. Buub und Frau VSCSLDGE «SG^LGDS TViKSVHOA ^ Herzlichen Glückwunsch 1 E zum neuen Jahre ä g Lweryorgern Will-. Fenchel 1 Glückliches frohes Neujahr ^ A wünscht nur auf diesem Wege g « I Pi Dorheim Oekonomierat Bre'ldenbach u. Frau § VD^EDG DDGSDS^T VGTDi?^GT itMIHt H—HO >IMe g O>M I HII I fMW | • Statt Harten« mu m i Familie Adolf Gungerich Hof Engelthal bei Altenstadt Herzlichen Glückwunsch zum neuen Jahre Familie Gduard Biehmann Hofnut Numpenheim a. Lk. Die Besten Wünsche zum neuen Jahr Ober-Erlenbach. wünscht Fasnilfe Rchrrt Uerbert RESSDGQaanBOQBBsastsasBseo:tBSQ«:s 3 a«aanaa Statt kartesa S ! ! Herzlichen Glückwunsch :