Nummer 302 ffinjflprfii ÄM5. Diensta-.^en 24. Dezember 1918 11. Jahrgang« j>t,- ,, CMr v r.? ro'tilung" erichemt ,even Werllai. JRepelmafetge »etlopen „öer ganer aus v-a-n-. „91« Kptnnkrube". Sefugspre.a: Bei den Poftanftatten oiertelfal^rlut) m 2.70 hmw rin noch oa* Bestellgeld: »* oen '»Wüter monastlch 1.00 Ml. etnichUetzttch Trägerlotm. Anzetgeu: st»rund^Ne 2ü Psg^ totale 20 Biq^ Anzeigen von auswarrs Heroen ourch Bo.rnachnaE 0 et: oben, igrniüiinos'ori ivrteDbeta. SchriMeiiunn und yerlag vtteddero fressen», ".anauer-lratze 12. ^em'vrechsr 1^. Bo ti frcfr Santo Sir. tS»9. l n» Seantnttt a. M. ^ 4 " V *• httttchtcn 1918 ! ,.O' .Weihnachtszeit, o fel'ge Zeit, na Friede in der Erde Leid, £' kehr in alle Herzen ein Mit deinem milden frommen Schein." r ' ? nctr hat sich mit uns versöhnet ^ - gesandt die Freudensonne. Klingend, singend allerwegen Hört die srohe Botschaft schallen: Er blingt Frieden. Heil und Segen, Asten Ntenschen Wohlgefallen!" Von den Türmen durch die Lande schallt der Glocken Wr zge.ang: ,.S ille Nacht, heilige Nacht. . u fröhliche, o du selige (ub in- ende LLeihnachtszeit. 'tt ging verloren, Christ ist g boren! Freue, freue dich, o Chrrstenheit!" >s scheinen nicht alle diese zoit licken lieblichen Der- n ti;r inier ge'i. dtes deutsches Pate» «and unrenft ra^ Allerorten drohen uns Abgrunde, diohet Not. '■'o uro Verder den -chw.'l?s ;.v*t und preise T» ut *a! ist Vr UNS Herei nm'b rochen. Und nirgends zeigt fich eine ret? d' 'd. Hand im dunklen Weltenoll. Nur Feinde ri.igsuin. > d ist das schreckliche BluU er gießen. das gräßliche .rord.'n *!n allen Fronten beendet. Vier lauge, h. - '^ ,ier ; fi v '-easjahre lieqen hinter uns l!n° ^ b'.iae Hoisnunoen sind zunichte gen^rden. Mit welckier ; Liebe und Innigkeit feierte man im gold.men Frie- den das lieblichste aller Feste Weihnachten! Wie lehnte man - - di«"em Freudenfeste! Und nun? So manchen : t Fr^'lnd deck! die Erde. Ter rauhe Kriegssturm hat :.M- in wahrer Freude und Wonne. Manckvs innige Fa» miiienchück tf 4 verstört. Mit Schnee bedeckte Hügel in wei- rne baden so manches teuere Vater- und Gattenherz in rebo'.aen. Eine N.sttrauernde Witwe mit verwaisten f eierr Weihnachten rn tiefem Weh und Schmerz. Äul "» ^ Weihnacbtsbaum. der Lichterglanz kann da' -./vergab.- :,gte Her; nicht wehr mit Freude erfüllen. So iuirvhr as! rorten im deuten Vaterlande viel Weh und ■ Leid. ?>a wir alle leiden und fühlen es wie schwer ^ Ues Hand 111 f uns liegt welckv schweren Wunten er uns g' . - en bat ukch viele erfahren es was es heißt und wie schr ' -ch es Ht Unseren Herrn und Gott zu verlassen. Fast v'üü uns 'ch'inen als hätte er die Irenen Vaterblicke von trns " mdt und uns vergessen Aber nein, nimnrerinebr! Gat? aet'-^k Wenn auch Berge weichen und Hügel hin- folV - imrh urix nicht v" chsent Wenn ' rlles bricht <^,ott verläßt «ns nicht, Größer a!-^ der Helfer ist die Not ja nicht. Drum wi unverzagt Bold der Morgen tagt. ?in neuer Frühling, vo'at d"rn Winter nach. ^n all?n Stürmen In aller Not Wird er dich beschirmen Ter Gott. «;-:nn auch jeßt noch Lästere Nebelschleier über uns lagern. darüber leuchtet in majestatisä-er Pracht die Freudenlonne, winket Trost und Frieden. Dort tönet der Englein Lobgetön in vollen Cbören: Fürchtet euch nicht Bald wird es werden Frieden auf Erden. Der Heiland ist geboren in der Stadt Davids. Tort fe Bethlehem, Stall ist das Hei! der Welt arrsgegangen. durch welches wir Erlösung von unseren Sünden und Fne- dep mit unserem treuen Gott gefunden haben. Tori finden wir Kraft und Stärke für unser bekümmert Herz. Ta laßt uns im Geiste hineilen. wenn Not und Sorgen uns beschleichen und die Trübsalsstürme toben. Nicht wollen wir »ms in sinnlosem Schmerze verzehren und unser Leid dadurch nur noch mehr vergrößern. Gott hat uns geschlagen. Er Hilst uns auch und läßt uns nicht zusck)anden werden: Im tielen Schmerz B'ick himmelwärts 8 ,J r ew'gen Freudenscnnel Verzage nicht, wenn alles bricht Auf Leid folgt Fre«d »nd Wonne. Einst kommt die Zeit. Wo alles Leid Zur Freude dann wird werden, Trum füg' dich still in Gottes Will Ikn Tunke! noch der Erden. In di^em Sinne laßt uns Weihnachten feiern, dann wird auch „ns Heil und Segen Friede und Freude strahlen in dieser hartbedränaten Zeit. Ten uns verordncten sckuveren Kamps laßt uns weiterkämpsen in rrxrhrer Gerechtigkeit und Gottseligkeit. Christus, die Weihnachtssonne, sei unser Panier. er wird uns durch das dornenvolle Leben führen und uns b^istellen in aller Not. Mit liebevollem Herzen ruft er uns ja zu. ..Fällt's euch zu schwer. Ich geh' voran. Ich steh' euch an der Seite. Ist kämpfe fe'tft und brech die Bahn, Ich bin der Held im Streite." Bis dann einst nach vollbrachtem Erdenlaus die Ebren- rlorten Zions sich öffnen werden und wir Weihnachten seiei-n dürfen in wahrer Freud' und Herrlichkeit, immer und ewiglich. £ schöner Tag und noch viel schönere Stund, Wann hist du endlich hier. Ta ich mit Lust und freiem Freudenmund Tie Seele geh von mir In Gottes treue Hände, zum auserwählten Pfand, Ta^ st- mit Heil an'ände. In jenem Vaterland? Amen. D Otto Wolfs. ^rtstsche ^ollrspartri. Am Samstaa. den 21. ds. Mts. fand zu Frank" kurt a. Nk. eine Sitzung des Ausschusses der Hessischen Bo! svartei statt, in der auch die Listen für die Wahlen zur Volkskammer in Hessen und die Deutsche Nationalversammlung ausgestellt morden. Die ersten iss Namen aus der Liste ztir Volkskammer sind: Heinrich Brauer. Mühkenbesstzer. Oberotleiöen; WilhelmFen^el. Landwirt. Oberbörgern: Dr. Dehlinaer. Landwirt, sr? eUei?)o‘; Wilhelm Dorsch, Landwirt. Wölfersheim; Dr. Dieb!. Prozessor am ll'redigerseminar Sssedberg: Krapp, Bürgermeister, Sickenha'en; Dr. van Helmol', Rechtsanwalt, Niederwöllstadl; Gustav Korest, Ocfonomierat, Angenrod; Kon. Phil. Diehl. Ziegelei- be'Itzer und Landwirt. Hochweisel; Jost. Wagnermeister und Bürgermeister. Bermuthshain; Ad. Bär st.. Landwirst, Langenbrombach; K. Link, Lehrer. Rudingshain; Fr. North. Oberpostschassner. Gießen; Phil. Flecken- slein, L^re 2 -Slraßenmeister. Höchst i. O. D e 4 ersten Namen zur Nationalversammlung sind' Dr. Werner. Oberlehrer; Dorsch, Landwirt; Klingspor, Fabrikant; Wolf-Albig, Landwirt. friOrriönra fiir die dentichen (D'fyirrf. Kassel, 21. Dez. In einem von der „Kasseler Allgemeinen Zeitung" veröffentlichten Aufruf, gegeben im Großen Hauprgugrtier. Wilhelmshöhe. Weihncchten 1018. blickt Ge- r.eralfelsn,arschall von Hindenburg auf die gewaltigen K-:egs!eistungen des zur Wehrkraft erzogenen deutschen Volkes in Wiffen zurück das nicht vor einer Welt von Feinden mkgmmengebrochen sei, hierzu kefähigi durch das heilige FcUer der Vaterlandsliebe, den Willen zum Siege «ad den Geist der Treue. Das deutsche Heer sei dahin, zersetzt »gh n'faelöst obw-'hl bis zuletzt gefürchtet und geachtet von den Feinden. Den Oft »zieren, ho.ch und niedrig, komme als Er- zichern und Füh-ein des Volksheeres ein unbestreitbar hoher Anteil an dem Ruhme zn. und cS Wx fleinlfd>c Rallye, ihnen Abzeichen u>nd Waffen abzusprechen, sie als unfähig der Vefebtsgewalt zu erklären. Tie Zerstörung de» nationalen Kraft des deutsch;n VoltrS von D:urd au» se: d»e Abstcht jener verneinenden und zerfetzenden Geister, die am Werke seien, um die Neugestaltung de, Reiches aus gesunder polt' tischer und wirtschaftlicher Grundlage zu hemmen. Trotz der niancherlei Krankheitseistch-eirfungen, veremzetter Falle vor, Selbstsucht. Eitelkeit und Unwahrhaftigkeil kehre das deutsche Offizierkorps gesund und stark aus dem Kriege zw rück Das deutsck-e Offizierkorps sei kerngesund, seine Lebensaufgabe das Wehl der Gesamtheit, die Ehre des heu+> jfhen Namens, und darum habe es fich auch in den Dienst der neuen Negierung gestellt, «m den Zusammenbruch unserer nationalen und wirtt'chaftlich-en Daseins zu verhindern. Dabei muß es aber erbittern, wenn in kleinlicher Nacbe dir Autorität im Heere untergraben wird. Alle jene aber, die sich als S-rstellung her GeLührnisse der von Soldatenräten widerrechtlich abgesetzten Offiziere usw. Das deutsckie Offizierkorps hat in seiner überwältigenden Mehrheit in 'elbstverlengnerrder Vaterlandsliebe auch unter den neuen Vetstcttstssm seinen Dienst getan, und dadurch unabsehbare ( - "' ihren vom Vaterande abgervandt. Der Deutscbe Offizier-Bund ist dauernd darum bemüht, für die Autrechterhaltung der bisherigen Tätigkeit der Offiziere auch weiterhin einzntreten Der Erfolg dieser Arbeit ist aber in Frage gestellt, wenn nicht non der Neichsleitung unverzüglich eine Erklärung abgegeben wird, die den Offizieren eine Weiterarbeit in Ehren ermöglicht." Berlin, 21. Dez. ^>n der heutigen Sitzung des Deutschen Offizierbuudes hielt der bisherige Kriegsminister Dtl>?tlch eine Ansprache, in der er die Kameraden begrüßte ""d mitteilte. daß er fortan seine Arbeit in den Dienst des Bundes stellen werde. Er gedachte der gefallenen Offiziere und ihrer Leistungen für das Vaterland und forderte die Kameraden auf. ihre ganze Kraft ttreiterhin dem Vater- lande zu m: • rcn. Es werde eine Zeit kommen, wo die , de irische Jugend an dem Beispiele, der Offiziere lernen ^ werde, was deutsche Treue und deutsches Pflichtgefühl heißt. Grden und Chrkuzrichrn. T.tti n. 2t. Dez. (WB.) Seit dem Beschluß des Nei s.on;reß'es der Aibeitec- uno Soldatenräte über das Ablegen von Orden, Ehren- und Rangabzeichen steht occ bin h ,rrsieca ri eine aUje:or.)e;itlii) große Anzahl von Telegrammen großer und kleiner Formationen ein, d e alle ge en diesen Bef 'luß pro.estieren und in ihrer Mehrzahl ihn als eiv^n Angriff auf ihre Ehre und eine Herabwürdigung des Einzelnen und der Formation bezeichnen. Es muß ausdrücklich daraus hin- gewiejen wer en, daß es sich um einen solchen die Ehre berührenden Angrist weder handelt, noch daß ein solcher beat-iichiigt war. Die Orden und Rangabzeichen, für deren Ablegung sich der Nei stskongrcß der Arbeiterund Loloaienrüte entschieden hat, sind Kennzeichen des einstigen, heule nicht mehr bestehenden Militarismus. Die Verdienste des Einzelnen und sein wohlerworbenes Necht sollen auch unter den neuen Verhältnissen unangetastet bleiben. Berlin, 22. Dez. (WB ) 8000 aktive Unteroffiziere, Decko.siziere uiw. in Kiel haben durch eine Deputation bei dem Kommandeur von Kiel. Roste. schärfsten Einspruch gegen den Beschluß des Nälekongresses bezüglich der Ablegung der Oden und Ehrenzeichen eingelegt Uno ÜNlerstüguug von ihm und der Regierung verlangt, damit oer Beschluß nicht zur Ausführung komme. Berlin, 23 Dez. Bei dem gestrigen Einzug der 1. Garde- Reserve-Division in Berlin sprach der Dolksberruftragte Scheidemann, der u. a. unter lebhafter Zustimmung der Truppen erklärte, für Tapferkeit erworbene Ehrenzeichen würden für alle Zeiten ihren IDert behalten. Die verkehrte Welt. Braun chrveig, 10. Dez. (W. 53.) Die vom A - und S.-Rat herausgegebene „Braunschweigische sozialistische Landes-Korrespondenz" schreibt in ihrer ersten Nummer: Die Negierung des braunschweigischen Landes wird auch nach den Landtagswahlen in den Händen des 2L* und S.-Rakes dletben. Der Landtag W tediglich gesetzgebende Tätigkeit auszuüben. Diese gesetzgebende Tätigkeit c es Landtages kann nur darin bestehen, die Ziele der Revolution durchzm'ühren und zu verwirklichen. Jeder Landtag, der dieser Ausgabe nicht gerecht werden würde, der sich anmaßen würde, darüber zu debattieren, ob der Sozialismus durchaesührt werden solle, würde sich in Widerspruch zu der Negierung oes Landes setzen. In diesem Falle würde nicht die Regierung obtreten, sondernder Landwa würde abtrelen. Das Volkskommissariat des Innern steht auf dem Standpunkte, daß also der Landtag nicht versafiunggebend sein und nicht über die Regierung des Landes bestimmen kann, sondern le- diglich ein Organ der be -ehenden Landesregierung zur Durchführung der Zlele der Revolution ist „Republik Gbertchleslett". Bre-Ion. 21 . Dez. (W. 58.) Die oberschlesische Zenttnmspreffe enthalt in ihrer Aufiage vom 18. De;, eine übrreinstimmend lautende Erklärung, die zur Bildung einer vnabhänoigen Republik Oberfchesien unter der Garantie Deuts ^ lcmds. Polens und des Tschecken- staates ouffordert. Hierzu teilt das polnsiitze Kattowitzer Blatt „Ga;ala Ludo na" vom 30. ds. Mts. mit, daß die Anbänger dieser Idee lerciis drei Abgesandte nach Prag geschickt hätten, um dort mit Ma aryk zu verhandeln. Dieser hat erklärt, daß die Tschechen Anspruch aus Teile von Oberichlesien machen würden, aber einer Republik Oberschlesien sympathisch gegenüber ständen. Alles hänge von der Entente ab Er sandle einen Kurier nach Paris, um über diese Frage Bescheid zu erhalten. Berlin, 21. Dez. Zu den Nachrichten über die Bildung einer unabhängigen Republik Oberschlesien schreibt die „Germania": Die Kreise in Oberschlesien. die das Land nach Att der Schweiz zu einem eNsilä digen Staat machen mochten, neben sich über die bestehenden Möglichkeiten schweren Täuschungen hin. Sie glauben das Land auf diese Weise von den schweren Kriegslasten. die Deutsch, land zu be-ahlen haben wi:d, besreien zu können, übersehen dabei aber, daß d e Entente bereits an Galizien eiklärt hat. cs werde trotz des Anschlusses an Polen die österreichsich-unganschen Lasten mittraaen müssen Erreicht wird durch die oberschlestjchen Absplitterung*- bestrebung^n nur, daß die Entente die Uneinigkeit tn Deutschland wachsen sieht, unsere Hilslofigfeit sich zunutze macht und mir täglich erhöhter Anmaßung austrllr und schwerere Forderungen stellt. Krtchwerden der Feinde. Die „Deutsche Allgemeine Zeitung" veröffentlicht den 9?otenn.>echsel, der bei der Verlängerung des Waffenstillstandes am 12. Dezember 191* gepflogen wurde. Tie Alliierten halten sich beickioert. daß statt 2'00 schwerer Geschütze nur 1635, statt 30lX1 Minenwerfer n,rr 2000. statt 25 000 Masck^nengetvehre nur 18000 statt 1700 Jagd- und Bomben- al'wurfflugzeuge nur 700 übergeben worden seien. Ebenso seien von 5000 Lokomotiven nur 810 gestellt und 200 angenommen. von 150 000 Eisenbahnwagen nur 15 729 gestellt vnd 9098 angenommen worden. Ebenso seien auf den eisaß- lotbringisckx'n Strecken ntdil alle Lokomotiven und von 4\ 409 Eisenbahnwagen tatsächlich nur 22 428 vorhanden. Don 5000 Lastkraftwagen sollen nur 460 in gutem Zustande angekominen sein. Weitere Beschloerden beziehen sich auf die Angabe der Minen mit Verzögerung, die Heimbesörderung der Krieg»- s; erzen s ümpfe. Koman von Helene Lckütkv. peb. von Dersdorfs. (0)p§rißt>r L91S C. ÄckelmaiuuLlull zart.) 68) Nachdruck verboten „Es war picht möglich. Alles ging so schnell.- „Wai er krank?" ' „Rein, ntzcht mehr als sonst. Aber die Auslegung der Berger zehrte an ihm. Er schlief säst gar nicht mehr aß kaum und sprach nichts. Heute Morgen fand ihn sein Diener bewußtlos im Belt." „O, Got! O, Gott! un) i h war nicht bei ihm; la^te und scherzte unterdessen!" stöhnte Hilde in Rein- ho'P's Armen, der die Weinende, janst die Treppe hin- außPH'.te in ihr eigenes Zimmer, das ihm von Lina gezeigt wurde. Fräulein Lehmann begrüßte rrnterdefsen die anderen G- ' e, die sie natürlich von *rüf)cc kannte, und wies ihnen die für sie bestimmten Zimmer arr. So Harle Gottes Fügung auch diesen Stein des Anstoßes aus dem Weg des jungen Paares geräumt, ehe oer rerbiUerie alte Mann seme hartherzigen Pläne zur Enterbung seines einzigen Kindes ausjühren konnte. ^lachdem die erste Erschütterung vorüber war, muß en sich a. e Beteiligten gestehen, daä es so am besten war, auch für den armen frieoto.en Mann, der von ihnen gegangen war und desien unbeugsamer Starrsinn ja doch j be Versöhnung unmöglich gemacht hätte. Mehr're ernste trübe, aber nicht unglückliche Wochen dienten zuin Ordnen der ganzen großen Hinterlasien- schast im Ganzen ein einiaches Geslhäst, da der Geheimrat ohne Testament gestorben und Hilde die alleinige unbestrittene Erbin war. Sre folgte in ausgiebigster Weise für die Diener- scha , die ne größtenteils bei behielt. Ihres Vaters Kannnerdlener wurde mit einer reichlichen Lebensrente en la «en, und Franziska Lehmann, die ihrer Zukunft weg. n gebebt urrd gebannt batte, wurde auf Lebenszeit ein jährliches Einkommen von 10000 Mark zugesichert, das sie verzehren konnte, wo sie wollte. Aus ihren Besitzunoen wünschte Hilde sie, trotz oller Großmut nicht zu behalien. Zu bittere Erinnerungen waren mit ihrer Person verknüpft.- Ihre Majestät ließ durch Gräfin Plesien offiziell ihr a'lerßöchßes Beileid ousdrücken über den Verlcrst. den die Familie ^lntelmann durch den plötzlichen Tod des Vaters und Bruders ersahren hatte, bei welcher Gelegenheit die kleine witzige Hosdame die Bemerkung nicht unterdrücken konnte, daß der alte Herr wahrhaftig nichts Klug.res und Passenderes hätte tun können, als sich aus diese gründliche Art zu empfehlen. „Damit bat er alle seine Verkehrtheiten und Har. len wieder gut gemacht", meinte sie lächelnd, es zeigt immer ein unleugbares Taktgefühl, zur rechten Zeit zu verschwinden." Neinhold empfand es zunächst als Enttäuschung, daß sich der Mrllionenregen nun doch über ihn ergoß. Er halce sich schon mit Wohlbehagen in den Gedanken eingelebt, mit seiner Hilde ein verhältnismäßig beschei- denes Leben mit gewissen Einschränkungen zu sühren. Run es aber doch jo kam, nahm er sich vor, seine großen Rlittel aus venrünstige gute Art, zu seinem und seiner Nebenmenschen Ratzen zu verwerden. Und was ihn wahrhaft beglückte, war der Gedanke, seiner gelieb- len Mutter und seinen Schwestern wenigstens äußerlich ihr Dasein erleichtern r»nd verschönern zu können. Tante Ella blieb bei Hilde, bis Alles geordnet war; Neinhold kam so ojt wie möglich von K. herüber, und nach Verlaus von sechs Wocfftzn sand, der liefen Trauer wegen, in aller Stille ihre Vermählung in der kleinen Kilche von G. statt. .Hilde's geliebter und verehrter Pfarrer Meinhardt kam von E. und segnete ihre Ehe ein, woraus das junge Paar, im tiefsten Herzen glücklich und dankbar, die Hochzeitsreise nach den sonnigen auuai Schluß. gefangenen, die Vsiege für die transporiu^^stgen LerLmr- beten und Kranken und auf finanzielle Bejtimmungen. Die deutsche Atwort ist sehr eingehend. Sie betont, bei der Uebergabe des.Kk-iea^n-erkz?naes und des rollenden Materials. da wo es nötig ist. die deutj.f^ Bereitwilligkeit und in einzelnen Fällen auch die Unmöglichkeit. Rnnbpollt'k. Genf, 22. Dez. (W. B.) „Action Francai'e" vom 18. und „D^päche de Toulouse" vom 18 Dezember be» zeichnen die Zerstückelung Deursch'an-ds als die einzige Garantie für die Bezahlung der Kriegsschuld. Das anzuwendende System langfristiger Amortisterung sei nich^ gesichert, wenn Deutschland in einigen Jahren das Ja P wieder abichüneln könne. Der „Nadical" vom 18. Der. verlangt als Entschädigung eine Teilzahlung der Sä uld Dernschlonds. Abtretun r der Kolonialgebie e und mter* alliierte Kontra t der deutschen Koh'engiuben. Vrakly-West, 21. Dez (W. B.) Neuter: Ministe, de 8 ttet erklärte aus dem Kongreß der Diamantorüber, die britiscle ^Negierung beabsichtige, Deuchch-Südwest- asrika der Neoierung der Union zu r ber^eben. Di e solle auch darüber zu Rate gezogen werden, was mit Deutsch-Ostafrita zu geschehen habe. An!lli!gß 5pa»!ki!S a» d!e tfüifatr ? Bern, 21. Dezbr. sW. 33.) Die Pariser Blätter melden: Romanones habe bei seinem Eintteisen in Paris eine Erklärung abgegeben, derzuso-ge Spanien jetzt nicht mehr isoliert bleiben kann und vornehmlich bencre Beziehungen mit den Attieuen unterhalten müsie. Eine andere Politik lönne,es nicht betreiben. Dies werde er auch in der spanischen Kammer erklären. Die Unterredungen mit Pi ston und Clemenceau hät en bei ihm den besten Eindruck hinterlassen. Er hosie da. her. daß sein Aufenthalt in Paris für Spaniens In. teresien sehr nützlich sein werde. Er werde bereits rn ein oder zwei Tagen nach llliadrid zurücklehren. wo feine Anwesenheit sehr notwendig sei. Infolge der lata Ionischen 3llcis.r rur'.g, der er eine befriedigende Lö» sung geben zu können hoffte, herrschte in Spanien augenblicklich keine völlige Ruhe. Wie's in Kerlin ljcrgeßt. Berlin, 23 Dez. (T'B.) Gestern nachmittag unternahm die zum Schutze des Sieichstanzlers im Schloß unter, gebrachte Wack^ der Dotksmarine-D'lvlsion einen Uebenal. gegen die Neichsregierung. Vor dem Bolksbeaustragten EbeiN und Landsberg erschienen zwei Mntrcsen der Wackx in voller Ausrüstung und erklärten, daß sie aus Beietzi de» Kommandanten der Dolksmarine-Divisivn die Tore des Hau. ses zu schließen hätten und den Auftrag harren, die Tclesom zentrale zu besetzen und dasTelcson von und mit dem Haust zu unterbinden Die Sperrung dauerte fast eine Stunde Aus Einspruch des Boiksbeguftragten Eberl wurde die Be» iatzung und Sperrung vneder aufgehoben, doch am Ab.-nd wiederholt Nach Verhandlung mit den herbeigeholten Ve> tvaäTungstruppenteilen und den Matrosen zogen svwlchf Matrosen wie Truvpen wieder ab. Der Grund zu dein Bor» gehen der Matronen liegt darin, daß die Neick)sreg,erung den Matrosen die am 2l. Tez^niber fällige Löhnung r^noei-- gert hatte n>ei! sie vorher das Schloß räinnen sollten. Unerhörte Diebstähle an Krwentorstücke hatten diese Maßnahme aeranlaßt Die Matrosen wollten mit dein heutigen Putschversuch die Zahlung der Löhne erzwingen. Mie die Morgenblätter noch melden, kam es zu einer vorübergebenden Besetzung der Kommandantu 5 durch dre Matrosen. Dort wurde der Statkommandant Weiß. Leutnant Fisckx-r und Dr. Bon- oarl verhaftet. Hierbei kam e* zwischen d^n Matrosen, de« abgerufenenSoloaten der republttanischen Soldatcnwehru. der Sicherheitswacbe ;ü einem Feuergefeck>t. in dessen Verlauf ein Matrose getötet und drei schwer verletzt wurden. Die Festgenommenen wurden- Mitternacht wieder sreigs» lassen. ' Berlin. Der Berliner Arbetterrai hielt am Monia- eine Sitzung atz. in der sich der sog. Leickx'n-Müller bitter über d-?n Reichskongreß der A - und S.'Näte beschverte« er nannte ihn einen Selbstmörderklub. es habe dort keine revolutionäre Stimmung geherrscht. Als hier der bürg.'tt lick-e Teilnehmer Posttetietär Höhn ..Gott sei Dank" rief, wurde er verprügelt und aus dem Saal geworfen. Er mußte sich zur Hilfeleistung aus eine Unfallstation begeben« Im Saale herrschte inzwischen wüster Lärm, als der Lehrer Flügel zur Bes-^nnenhelt mahnte, wurde auch er gen.>altstrm aus den, Saal ^ ntfernt. Als sich die erhitzten Gemütm- >v:e- der etwas abgekühlt hatten, faßte man einen Beschluß daß künftig Mitglieder nur auf allgemeinen L^ersancm« lungsbeschtuß aus dem Saale entfernt werden können Verabschiedete Admirale. Wilhelmshaven, 23. Dez. (W. 93.) Die Admirals Bachmann, Ehef der Ostseestation, Hipper, Ehes der Hochseeflotte, und Henckel, Oberwerjtdirettor tn Kieh sind verabschiedet worden. Lettoms Rückkehr. Kapstadt, 18. Dez. (W. D.) Meldung des Reuiers scheu Büros. Mie verlautet, wird der Dampser „Feld^ marschall" von Durban nach der Delagoa-Bucht gehen, um alle dentschen Osfiziere und Ntannschaften aus O^ aftifa nach Europa zu bringen; wahrscheinlich besindch. sich darunter auch General von Lettow-BorbeL, Dro Kranklseil Des Kaisers. Am'^rdam. 23. De. (W. 53.) Die Niederländische Dcleqr.-A'eniur meldet lius Amerungen: Der Kaiser War ari)t Taqe krank. Er litt an einer schweren Er- külnina, die in Bcrüindung mit dem feuchten Klima ein Wiederaufleben seines alten Ohrenleidens vcrur- sachte. so dah er während mehrerer Tone schwer litt. Unter der Behandlung eines Spezialisten aus Utrecht besserte sich sein Zustand at-mählich. Am Freilag ver- lies; er ^um erstenmal wieder das Zimmer, must aoer wegen des ungünstigen Wetters innerhalb des Schlosses bieiben. Wahlen in Krann schmeiß. BrasnschWri^, 23. Dez. Nach den bis zum Mittag vorliegenden' Zahlen entfallen bei den Wahlen zur brnuns.hweigi'chen 2andesv?r!am nlung 3960!) Stimmen auf die demokratffckie Volkspartei, 48000 auf die Mehr- beits ozicklfften. 46 000 auf den Landeswahlnerband (Kons und Welfen). 43600 auf die unabhängigen Sozialdemokraten. Das Ergebnis von über hundert Orten steht noch aus. Bei den Neichskagswahlen rm Jahre 1912 wurden 48200 sozialdemokratische, 23 777 na ionalUberole, 10065 welfifche, 10275 freisinnige und 6713 konservative Stimmen angegeben. Die Sozialdemokratie war also schon in der Mehrheit l48200 sozialdemokratische gegen 50830 bürgerliche Stimmen, Wahrend jetzt das Verhältnis 92200 gegen 85600 ist, das ober durch die Stimmen aus den 'ehlenden ichrten noch verändert werden wird. Iedenfa'. s ist die hohe Stimmenzahl, die auf den Landesverband gefallen sind, erfreulich, die Zahl der Stimmen har sich mehr wi- verdreifacht. während die sozialdemokratischen sich nicht einmal verdoppelt hoben und die Liberale): nur von Z30LX) auf 39 090 gestiegen sind. Deutsches UsUr- wach auf! ii. Die Lehren von der Möglichkeit eines Verftän- dtaun^sfriedens und des Völkerbundes waren Utopien und werden sie bleiben. Man meist nicht wie num es nennen soll. dast sührcnde deutsche Politiker blindlings auf die Phrasen eines Lloyd George und Wilson ern- aingcn. bilden doch diese Lehren nichts anderes als die Grundlage der englischen Propaganda für das feindliche Ausland. Wenn ein Chauvinist und Nevonche- politiker wie Clemenceau mit diesen Lehren einverstanden war oder diese stillschweigend gut hiest, dann bedurfte es für deutsche Politiker keiner weiteren Warnung. Und doch hat noch nicht einmal die dauernde schroffste Ablehnung aller unierer Friedensangebote belehrend auf diese Herren gewirkt. Jetzt a?n 2. Dez. 1918 schreibt der „Vorwärts": „Es gibt keinen Zweifel, dast die Gegner entschlossen sind, uns aufs tiefste zu demütigen und zu verletzen, jeden Funken Würde . bei uns zu zertreten. Der ungestüme Kriegshast will seinen Triumph voll anskosten. Und da gibt es noch Leute, die durch tolle Treiberei die Gefahr eines feindlichen Einmarsches in Deutschland vergrößern Helsen. Diese Einsicht des „Vorwärts" komm! heute zu spät, früher schrieb er anders. Wen der Herr verderben will, den schlägt er mit Blindheit! Welch' traurige Nolle must Erzberger, als Vorsitzender der Wasienstillstandskom- mistion und mit ihm diese selbst, von diesem. Standpunkt aus betrachtet, in den Augen der Gegner spielen. Wie schon oben gesagt, war mit dem Augenblick des bulgarischen. Zusammenbruchs ein deutscher Sieg unmöglich. Von da ab gab es nur noch eine Ausgabe für Regierung, Heer und Marine, einen möglichst günstigen und baldigen Frieden zu erreichen. Ziellose Politik nach innen und außen, steter Wechsel in den Negierungorganen, Schwäche nach rechts und links sind die Fehler des alten Systems, der Monarchie, bedingten deren Untergang. War Lud endo ist die überragende polnische Persönlichkeit und als solcher erkannt, dann mußte er seitens der Negierung an die Rolle berufen weroen an welche er gehörte, von §er aus er eine ziel- bewußte Politik, getragen durch eigene Verantwortung, duc.gführen konnte. War er nicht die politische Gröste, dann mußte die Negierung Maßregeln ergreifen, die ihm eine pMusche Betätigung unmöglich machten. Für den ob'.ettiven Beobachter ist der Fall Ludendorff ein Vorbildlicher Beweis für die Unfähigkeit des alten Systems, für den Mangel eines überragenden poli- tstchen Führers. ^ Hier soll nicht vergessen werden zu betonen, dast unser Volk gerade unter dem alten Obrig- kecksjiaate eine riesige Entwicklung durchgemacht hat. Die eiserne Pflicht, Ordnung und Disziplin, gepaart mit Fleiß, Energie und Ausdauer schufen in 44 Jahren aus einem arnien zerisienen Lande und Volle ein blühendes Staatswefen, ein reiches Volk. Ein derart rascher, gewaltiger Aufschwung, ein derart gewaltiger Zusaylmenbruch steht einzig da in der Weltgeschichte. . ... Doch nicht allein Regierung, Parteien und Presse tnfst der Vorwurf der Schuld am Zusammenbruch, auch das -oolk in allen seinen Schichten, Heer und Marine tragen ihren Anteil. Gewiß hat uns das Fehlen eines wirtschaftlichen Generalstabs schweren Schaden gebracht, gewiß sind viele Mängel und unliebsame Zustände und Vorkommnisse hierauf zurückzuführen. Nichtsdestoweniger bletbt es nackte Tatsache, dast viele unserer Volksgenossen aus allen Gesellschaftskreisen, genau so wte es die meisten der Herren Verufsparlamenlaner, Forteipokütker und Zeitungsschreiber taten, ihre persön- :. ld J en Interessen, ihr persönliches Wohlergehen höher steltten als die Interessen, als das Wohlergehen des gesamten Volkes und Vaterlandes. Auch der heutige Bürokratismus trägt, nicht zuletzt, einen guten Teil Schuld. Die bürokratische Schwerfälligkett der unteren Regierungsorgane erschwerte ungemein die Nationierung der Lebensmittel, trug Unzufriedenheit unter Erzeuger und Verbraucher. Die Kriegsgesellschasten schossen wie Pilse in die Höhe, verdarben mehr als sie gut machten. Bestechungen, Schiebungen, Wucher. Habgier, Egoismus, Schleichhandel, Hamsterei, Nücksichtslosigkeit. waren in allen Schichten der Bevölkerung gang und gäbe, nahmen derart überhand, dast nur rücksichtslosestes Zusagen hier Einhalt hätte gebieten können. Dazu war natürlich die Negierung zu schwach, unsere Herren Volksvertreter hatten keine Zeit, höchstens zur Kritik und der Unwille in Volk und Heer wuchs. Vielleicht ging gerade so alles ganz dem Wunsche manches Berufs- und Parteipolitikers entsprechend. 2n der Heimat vermehrten sich die neuen Millionäre wie die Blattläu'e, Niesensummen wurden verdient. Die Reklamierten. Schwer- und Schwerstarbe'tter verdienten schweres Geld, nicht allein in den Fabriken, Gesellschaften u. s. w.. sondern auch noch nebenbei. — Gelegenbeitsgeschäfte. Wucher, Schiebung u. s. w. — Unglaubliches hat man sich geleistet und ist noch in bester Erinnerung. Demgegenüber litten die Angehörigen der Soldaten, der Unteroffiziere und Mannschaften Not. die ausgezahlte Unterstützung war viel zu gering um vor Not zu schützen, die Lebensmittel, welche auf Grund der Na.ionierung zustanden, reichten zur Ernährung nicht aus. Welch bittere Rot mag manche Familie gerade aus dem Mittelstände hinter sich haben, die zu stolz um betteln zu gehen, lieber jahrelang Hunger litt. Ans der Ke'mrtt Worte und Taten. In einer Cwdwerordnetenverfamm- l"ng in Fnedbeva am 20. Dezember standen die Vorarbeiten für die BürgermeifteNvahl auf der Tagesordnung. Bei der Besprechung über ein zu erlassendes Ausscheiden wurde aus der Versammlung der Antrag gestellt, daß nur solche Bewerber in Frage kommen fällten/ die Prüfungen für das Richteramt oder für den höheren Vei'wattttngsdierlst abgelegt hätten. Stadtverordneter Leuchtgens, der ausdrücklich feststeüte. bafe er selbst sich nicht für die Stelle interessiere, brachte den Antrag ein. keinerlei Beschränkungen inbezug ans die Vorbildung der Bewerber in das Ausschreiben auf- zt'.nehuien, damit auch tüchtige. strebsame Männer mit nicht akademischer Bildung in die Konkurrenz eintreten könnten. Dieser Antrag wurde aus der Versammlung lebhaft bekämpft und gegen vier Stimmen niedergeslimmt. Das Merkwürdige dabei liegt in der Tatsache, daß der Führer der Friedberger Demokraten und Kandidat der demotra- tisckren Partei. Beigeordneter Vuckchruckereibesitzer C. D a m m auch gegen den Antrag Leucht ge ns stimmte. Tie Demokraten haben den Ausstieg der Tüchtigen und die Sorge für den kleineren und mittleren Beamtenstand aus ihrer Fahne stehen. Sollten angesichts dieser Handlungen. die keines- Wegs allernftehen. ruhige, denkende Diirger nickst an den großen Worten d-r Demokratien, mit denen sie sich für Volksrechte einsetzen. irre werden? . K Evangelische Gemeinde. Die Gottesdienste am bevor- stehenden Weihnachtsfest, am Sonntag nach Weihnachten, am Silvesterabend und am Neujahrstag werden sämtlich ln der ei-wärmten Stadikirche gestalten werden. Frctgnbe der Fahrradbereifungen. Nach einer Bekanntmachung der Kriegsrohstossableilung sind, die früheren Bekanntmachungen über Beschlagnahme. Bestandserhebung. Enteignung und.Höchstpreise von Fahrradbereifungen jetzt ausgehoben worden. Das Radfahren würde also, soweit tste Fahrradbereifung ln Frage kommt. wieder frei sein. Ball-Rauhem. 21. Der. Gestern Abend wurde in der Turnhalle eine Ortsgruppe der Hessischen Volks- partet gegründet. Die Versammlung war sehr gut besucht. Herr Seminarlchrer Leuchtgens-Friedberg entwickelte unter großem Bestall der Zuhörer das Pro- czramm der n.suen Partei. Die Ottsgruppe erhielt so- fort 60 Mitglieder. Zum Vorsitzenden wurde Professor Dr. Weber gewählt. Der Verein wird sofott eine rege Werberäligkeit entfalten. Die Demokraten konnten es sich nicht versagen, am Saaleingang ein Flugblättchen zu verteilen, in dem der sck wache Versuch gemacht wurde,* gegen die Hessische Vollspanei Snmmung zu machen. Der Erfolg der Versammlung wurde durch das demo- tratische Machwerk nicht beeinträchtigt. Franksturi n. M., 22. Dez. Dem Milchhändler Wist). Breht, TeLiorstraße 20 wohnhaft, wurde vom Polizeiprä-^ sidenten der Handel mit Gegenständen des täglichen Bedarfs insbesondere Nahrungs- und Futtermitteln aller Art, wegen Unzuverlässigkeit untersagt. Brehl hat als Verteiler der Molkereigenossensclxckt der vereinigten Milchhändler durch unlaurere Machenschaften Milch beiseite gesckxffft und ohne Bezahlung in seinem Interesse verwendet und sich dadurch eines großen Vertrauensbruchs sästttdig gmacht. Lampertheim, 19. Dez. Der 27jähiige Tagelöhner Jakob Glaser von hier wurde in Waldhofen beim Ganse- diebstahl überrascht und als er auf Anruf von Volks- wehrleuten nicht stehen blieb, erschosien. Kirchliche Kachrichten. Evangelische Gemeinde. Heiliges Weihnachtsscst. 1. Mristfesttag. Mittwoch, den 25. Dezember 1918^ Gottesdienst in der Stadtkf rche. Dorm, Uhr: Herr Pfarrer Ritter. Mitwirkung der Ehorschule. Abends 5*4 Uhr: Herr Pfarrer Diehb .Kollekte für dfe Stadtkirche, 2. Christsesstag. Donnerstag, den 26. Dezember 1918. Gottesdienst in der Stadtkirchc. Dorm. 9*4 Ubr' Herr Pfarrer Kleberger. ' Dtttwirkung der Ehor^chule, Anschließend Feier des hl. Abendmahls/ Abends 514 Uhr: Liturgisck>-musitattsche Weihnachtsfeier. Mitwirkung der Chorschule. Kollekte für die Stadttirche Gottesdienst im Stadtteil Fauerbach. 1. Weihnachtsfeiertag. 25. Dezember. 10 Uhr Gottesdienst. Anschließend Beichte und Feier des hl. Abendmahls. I 14 Uhr: Zugendgottesdienst. 2. Weihnack'tsfeiertag, 26. Dezember. 10 Uhr: Gottesdienst. (fvangeUsche Stadtmission Friedberg, Ludwigstraße 24. Mittwoch, den 2^.. Dezember (1. Weihnachtstag). abends Uhr: Weihnachtsseier. Donnerstag, den 26. Dezember (2. Weihnachtstag), abends nickt um 5 Uhr. sondern um 71/2 Uhr: Kinderjeier in der Burgkirche. Katholische Gemeinde. Mittwoch, den 25. Dez Hohes Weihnachtskest. Beichtgelegenheit am Vorabend von 4 Uhr an uiid Feiertags früh von V>6 Uhr an. 5 Uhr: Christmette mit Predigt. Daran anschließend halbstündlich hl. Messen bis d Uhr. . 14 IO Uhr: Feierliches Hochamt mit Segen und Predigt. Nachm. 'A3 Uhr: Feierliche Vesper Veichtgelegenheit bis 4 Uhr und wieder von 6 Uhr an. 2. Feiertag. 26. Dezember. Veichtgeleaenheit von 6 Uhr an. 347 Uhr- Frühmesse. 8 Uhr: Singmesse. t/clO Uhr- Hochamt. 2‘4 Uhr- Weihnachtsandacht. 4 Uhr- Versammlung des Iünglmgsvereins. Während der Woche- V-7 und 7 Uhr: hl Messe. Verantwortlich für den politischen und lokalem ^ ’ Tmo Hir ^ chel. Friedberg: für den Anzeigenteil: C. S ch m i d t, 5riebberg. Truck und Verlag der ..Neuen ragtsz..ttung^ A G.. Friedbera i H Detr: Fleischner orzung. pekannimachnna Ich blinde hierdurch wr öffen?- lichen Kenninis. daß auch für die laufende Woche Fleisch und zwar nur ausschUetztlch Rirdsleisch zur Verteilung an die Einwohner- schait gelangt. Die säm ltchen Schrvemenietz- ger und der Nalbsmotzger Weiß verlausen an ihre Kunden anstau Schweine- und Kaibsieiich. gleichfalls d'ündfteüch. Die Abgabe des Fleisches er- folgt nur unter Vorlage der Stainmkarten der abgelaufenen Flellchkarten, die von den Ultetz- gern auf der Rückseite mit dem vorgeschriebenen Stempeiauidluck zu veriehen sind Liranlenstei^ch kommt gleichfalls zur Verteilung Die Ausgabe des Fleisches seitens der ^tetzger an ihre Kunden erfolgt am »Freitag, dca 27 . I. Mts., vor-Nlttags von 9-12 Uhr uns nachmittags von 1—4 Uhr. Friedderg, den 24. De einberlVId. Der Bürgermeister. I. V.: D a m m. Dekauntmachnng Die Gültigkeit des von dem städt. Lcbensmitlel-Ausjchutz aus- gegebenen Notgeldes wird bis Ende Dezember 1910 verlängert. Frredverg. den 20 . Der. 1913. Der Bürgermeister. 2. V.: Da m m. Junger, streb,amei Landwirt. 18 Jahre all. gesund und krästig, Eins.lverechltgiing^ bcretts mehrere Jahre auf Gütern tätig gewesen. sucht Stellung als angehender Verwalter. Offerten unter 12. 15. Hl an die Geschäftsstelle der Tages eilung". Efn tüchtiger Sditilitiifl^cr bei gutem Lohn und Kost gesucht Will,. 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Betriebspunkt Gettenau, nochmal» ,um öffentlichen Wettbewerbs ausgeschrieben. t Maurerarbeitr 622 cbm Gnmdaushub: 114 cbm Backstein- vnd 41 cbm Bruchsteinmauerwerk; 259 cbm Stampfbeton: 30 qm Betondecken und 61 qm Betomuhdoden. 11« Zimmerarbeit r Loos I 100 cbm H-lz zu schneiden: 3800 m Holi ablängen Loos !i IHijO m Holz adbin« den: 2>4) qm Stuirverfchalunq: 75 m Dach- oejims: 190 qm Dach» und Huhboden chalung: 27 qm Deckenschalung: 55 qm Hobelarbeit u. s. w. Zeichnungen und Angebotsunterlagen können auf dem Amtszimmer 'Jü. 4 eingesehen, over auch mit Ausnahmen der Zeichnungen, gegen Erstatiung der Selbstkosten bezogen werden. Die mit be anderer Aufschrift tennllich zu machenden Angebote sind bis Samstag, den 4. Januar 1010, vornrinagS U Uhr einzureichen, zu welcher Zeit sie 'in Gegenwart der erschienenen Bewerber geöffnet werden. Zuschlagssrist 3 Wochen. Frledberg, den 18. Dezember 1918. Hess. Ho^ 8 aunmt. > ■> c ^ Zagdverpachtung. Am 20. Januar. nachMtitagS I Uhr. wird die biestge Gememdejagd m der Wirtschaft Kart Biet; auf wei ere 0 Jahre mei 'bietend verpachtet. Die Za!?d umiasg 24< 0 11kargen Wald und T2C0 Morgen iyelö, hat guten Hochwtldbeftand und liegt 1 Kilometer vom Bahnhof Ostheim bei Butzbach ent.ernl. Hockj-LÜetsel, den 20. Dezember 1918. Bürgermeisterei Hoch-Weisel. Die hi Pferde-Versteigerung Am ftrcitaq, den 27. Dezember, vormittags 9 U.jr, werden in Bruchenbrücken ziita 50 übcnahltac Jicnjlpjcrlic versteigert. Käufer müssen einen vom Landrat anyge- 'teilten Pserdeanlausserlaubnisschein haben. Händler sind vom Anlauf ausgeschlossen. Halstern sind mitzu- oringen. Nferdesammelsielle 11 ^» Inf.Div. Ais praktische WtihnallitSlleilhcnke empfehlen wir: Zar pflkit brr fionl Mandelkleie als Ersatz für K-A.-Teife Bersch. Hautkreme 3ur llflruc iicö Sioarrs Berchiedene Kopswaschpulver 3ur 3a'in* n. lllunbpßfQr Kalillora-Zahnpusta JMroni. Zahnpasta Viundwasset tableiten PürPIfuioarrn Zahnb rsten. 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Friedberg, den 11. Dezember 1918. Der Vorstand. SüfüüiSi! uiwie 1 . rraiiiri P. Geschättsstelie Frankfurt a. Hk.. Kronprinr.en trage 41. (Kronprinzenbau.) — Fernruf Äömer «»raitunoen ^toma ,. L)»enslao, Donnerstag. reua-'. nach»'».,. » asn 2—4 UI r. — Geschaftsoineigen in die ein Raum nur fu* unsere INitglieder: die,eiben sind ko'tenios. ,edoch rnutz bei Au.' gave der Anzeige au, die Riitgliedschast hingewiesen «erden. Eine Partie Ferkel zu verkaufen. Ctfo Schäfer, Ossenheirrr. r Achtung! Im Anfertigen von SB aller Art empfieht sich Achtung I Bad Homburg-Kirdorf tiachstraße 39. I Karl Buchtel. ,, Reizende | GLleaenheits- Geschenke für Weihnachten, <9ebur!sta^e n. Konsirmatiorr. Rkan verlange letz: ichon Auswahl end'.mgen van ! Wiä8so:m BiOlircy, Uhrmacher und bjoiöarbeiier, R'.eder-.'z- oc .adt. wieder eintet re Vien. Tapeten- und Ijinolcuntliaus Jean. Kogler, Friedfier«;, Kaiserstrissc 27, Nlhc des Rathauses Strickwestea Strümpfe Socken Hemden u. viele anJ. 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