Aminner 297 kilijchreig LMüL MMmoch. den 18 . Dercmvcr 1918 11 . Jahrgang« Vle tut (« anesrettung" erlcheml ,eoe" Weriiai. Reaelmahcge Beilagen „Ler Kauer auo Setten". „Sie 5'p-nnttuve". Seragsprei»: Bei oen Boitanilatten o.ec.el,akiruch VJti. 2.7t Mnvj ttin uod) vas Bestellgeld: > e» k>en Genien monalttck 1.00 Mt. etnichlietzlrch Trägerlobn. ^nxeigen: L,runo^erte 25 Big., totale 20 Uiq., Aasigen von auswnrrs veroen onrch Bo lnocllna me erl'vl'en. Enüttnnnsor, istttevberq. Schrittleiluna und Serlaa ce>e'ssn>. 'ana »er trage 12. sem pre her 1^. Yotiiek.Lsno Br. 'lmr ^ran.turt a. M. .ure » ,■*«—» ' »'■■■— - ■■ ■ ' - - -—--- E2S*m ■^»■a“SSSiJ»”!^TrJBggTrr-^====--rJ«ES*igS^ggs^g plnritrnlctt interniert. Budapest, 16. Dez. Monlai na mittaci i[t General- tetbmarF.'-ai v. Mackensen in Foth im 2 ck loste des ©raren Karo ly i. di n bei Budave-t, in'eruiert worden. Er wurde auf der Durch'eile in Budapest angehalten. Es fand beim Aunisterpräiidcn en eine Konferenz statt, q if der dem Feldmarsck all erö,snet wurde, daß Ungarn auf Wun ch der Franzosen ihn und seine Truppen internieren müsse. Mackensen wurde daraus zwangsweise ncn'i Fach überführt. Die noch in Ungarn befindlichen Truppen werden in einem Internierunüslagcr westlich von Budapest versammelt. Heber die Einzelheiten wird aus Budapest gemeldet, daß Mackei sen mit einem deutschen Militärzug, der aus 40 Last- und 3 Salonwagen bestand, mit seinem Stabe aneekon men sei. Zum Empfang lallen ich der Prä ident des Soldatenrates und noch inest ere Ojfkziere zum Bahnhof begl ben. Inzwischen habe d.r Leiter der französischen Mi!i:äcmi:ston dem Kttegsmir i ü.ttuln den Wun'ck übermittelt, dost der Feldmars., cui entwasjnet und inteuüerf werde. Maclensen habe dagegen entschieden protestiert. Es sei drei Stunden lang in seinem Salonwacen verhandelt worden. Dann sei ein Major Göre erschienen und habe brüsk crtU rt : „Herr Feld- marsch all, ich gebe I neu noch eine Bedenkzeit von zehn Minuten, dann fordere ich Sie am, mir zu folgen. Einen Ausweg gibt es nicht. Ich erwarte sie in zehn Minuten auf dem Pe-ron." Inzwischen wurde der Bahnhof von 200 Mann mit Maschinengewehren ab- ge p. rrt urro alle Eisenbahnbrüchen beseht. Zehn Mi- nuten nach V 2 l Ahr erschien 9Ji’a ensen in der Tür des Salonwagens, an eblid) seelisch gänzlich gebro en, und erUarle sich bereit, zu folgen. Die Filmoperateure wurden auf den Wunsch des Eeneralf-Zdmarschalls entfeint. Dann bestieg der b eueral das Automobil und fuhr mir dem ajor Gore ins Kriegsmini erium. Weitere Nachrichten sind noch nicht erngedofjen. §ie tschechischen Hochverräter. Kö'n, 14. Dezbr. Die „Köln. Ztg." meldet aus Wien unternr 10. Dezember: Die Tschechen enthüllen nunmehr das ganze System ihres HochvSnats. Die „Narodni Listy" schildert diefes al'v: Alles wurde verraten. Truppenbewegungen, Munitionsiranspotte, strategische Pläne, die wirtschaftliche Lage, Stimmung bei Hose, Mini terbrie'e. militärische Geheimbefehle, Siatt- Halterei-Erla'se, BrZagenbestellungen, belauschte Teleson- gespräck e, die Börsenlage, ja sogar ganze Seiten aus Notizbüchern österreichischer Minister. Alle diese Dinge gingen im geheimen über die Grenze, die Originale in den Drähte r der Regenschirme, in Einbänden von Büchern, im Griff des Stockes, als Inhalt der Knöp e. oder mit rmstchtbarer Tinte auf feioene Unterröcke einer Opernsängerin geschrieben, oder einmonttert in die Kolben einer Maschine. Gegenüber der österreichischen Bestie war alles erlaubt Der Berrat wu Hs und nahm überhand. Tschefchische Aerzre begannen in sc! recklicher Menge Blinddarmoperationen vorzunehmen. Erkrankte Soldaten könn en nicht ge und gemacht werden. Die Spitäler waren gespickt vo !, auf den Kliniken wurden Soldaten beoöa htet, deren Krankheit rätselhaft und rmer orschlich waren, auf den Strogen in Prag wimmelte es von Krüppeln mit einem oder zwei Stöcken, denen die Militärärzte absolut nicht Helsen tonn en. Unternehmungen reklamierten die Leute aus dem Militärdienst, ob sie solche gebrauchen konnten oder nicht. Bürgermei ter, Fabrikanten, alles reklamierte, was es nur konnte. Als der österreichische Saat Metall brauchte uns sammelte, bekam er am wenigsten aus Böhmen. Die Kriegsanleihen wurden nicht gezeichnet, uno wer es tun mußte, Lcaytete, diese Papiere so schnell wie möglich wieder los zu werden. Ärit einem Wort: auf alles, was Oesterreich von seinen Völkern wollte, ant- wottete unser Volk mit einem einmütigen Rein. Das Warschauer Regierungsorgan „Monitor" veröffentlicht ein Dekret der polnischen Negierung, durch das die Wah en zur Konstituante auf den 23. Januar 1910 mwaseizt werden. Das preußische Teilgebiet soll an der Wahl leilnehmen r nd zwar in folgenden Wahlbezirken: Karthaus mit 12 Mandaten, Ällenstein mit 12. Thorn mit 12, Po'en mit 13, Gostyn mit 12, Oppeln mit 13, Beuten mi 9, Ka owitz mit 9, Danzig mit 5, Flatow mit 7, Neige mit 3. „Zdcale mrd ^-ttsachev." Amsterdam, 16. Dez. (WV.) Nach Neutermel- dunaen aus London fienu' cn die Londoner Sonn ags- blätter die Ankunft W lfons in F ankreich da u, um die ^ Vorhe.rsck aft der Engländer zur See m betonen. Der | Observer" schreib!: Wil'on, deffen Ideale dw Welt erobert haben, ist aekommei?, .um sie an dem harten Prüfstein der Tatsachen zu ervioben. Niemals war ein East in Frankreich oder Gro britanni-n wiNkom- \ men er, niemals bat ein 6:aa-emaun unbedingteren | Glauben in die Reinheit seiner Riottve und an die Festigkeit seiner Denkungsart einaeflöstt. Das Blatt schreibt weiler, Milson we-de mit seinem scharfen Verstände erkenn- n. da: es d e brauche F otte oewesen sei, die die Freiheit und die chivi'isatton vor dem Ruin bewahrt haste. Der Prändenr habe leine Auslegung des Begrisies der Freiheit der Meere nicht genau difiniert. Wir erwarten kiese Definitton mit vollem Vertrau.n, das; ihm nichts ferner liegt, etwas vor-uschlagen. was die Lcbensinieres'en Erosibrilanniens schädigen würde. Wir wollen nicht an d e Rlöglichkeit denken, dag der Sie ', den wir in so ausgiebi em Akäsie erringen halfen, in eine verhängnisvolle Frieder läge für uns verwandelt werden könnte. Wir sind mit Wilsons Wunsch, einen Völkerbund zu errichten, von Herzen einverstanden, aber rvi-. müssen erst einen aus die üäorrdauer des Bündnisses mir Frankreich, Vstn-en und Italien gegründeten rmd durch die Seeniacht, di? wenn vö.ig, an den Küsten des europäischen Konttnenls zur Geltung gebracht werden kann, gestütsten sicheren Frieden haben. Durch unsere geographische Lage, d e bewirkt, dasi wir mir einem Fuße in der alten Welt stehen und mit dem anderen , Fuge in der neuen, bilden wir ein Glied, das einen Zummmcnhang im Völkerbunde Herstellen mufz lölZir werden unsere Seemacht zur Sicherung der Freiheit der Ateere und zur Bewahrunz der Freiheit der Welt benutzen. wle wir ste stets benutzt haben. Par.'s. 15. Dez. (WB.) Haoas. Herr und Frau Wilson legten am Grabe La^ayettes einen Kranz nieder. Dann statteten sie Poincar.^ im Elyfee-Palast einen Besuch ab. Der RüMirrlt §o?fs. Berlin, 16. Dez. Der Staatssekretär Dr. Sols hat aus seinen Amrag die Emlayung voin Amte des Auswärtigen vom Na e der Bolksbeaustraglen erhallen. Er sührt die Ge,chttite weiter, bis ecn Nach'olzer ge- sunden sein wird. Irgend eine Entscheidung über einen Istachsolgec ist zur Stun e nicht getroffen. Eine feln^iA Stifirnr ii'jcr unirrt (fmillmg. Während laut „Köln. Ztg." von einzelnen Be" richterstattern englischer Blätter erklärt wird, dag die deutsche Hungersnot nur eine Vorspiegelung sei, mit der man nur eine mildere Behandlung zu erzielen suche, bekundet nunmehr der bis nach Berlin vorgedrungene Berichterstatter des „Dmly Expreff" die Wahrheit, inde.n er erklärt, dag er die Sa,st- uno Krastlo.igkeit der Berliner Kost in mehreren Hotels und Restaurants aus- probiert und festgestent habe, dag es überall eine Fülle von Gerichten, aber eigentlich nichts zu essen geve. Der Berichterstatler gibt alsdann eine Statistik über den enormen Rückgang unseres Biehüestandes aus einer Unterredung mit Dr. Wurm wieder. Po^eu usrd Dsuilchland. Berlin, 16. Dez. Die „Politisch-Parlamentarischen Nachrichlen" schreiben: Die polnische Negienmg har die Beziehungen zu Deutschland abgebrochen und dem deutschen Gesandten in Warschau, Grasen Harry Kehler, die Pässe zugesteUr. Graf Kehler befindet sich mit dem gesamten Personal auf der Rückreise nach Deutschland. Es ist hier nicht bekannt, welche unmittelbaren Vorgänge auf die Entschließung der polnischen Regierung von Einfluß gewesen sind. Der Telegrammverkehr des deutschen Gesandten in Warschau war schon seit längerer Zeit abgeschnitten; so wurde ihm verwehrt, mit Berlin durch Ehiffretelegramme zg verkehren. Freiwillige Uoiksmelzr. Berlin, 14. Dez. Vom Rai der Volksdeauftrakten ist folgender Gesetzentwurf gut Bildung einer freiwilligen Volks, wehr beichlosien worden: 1. Zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung und Sicherheit ist eine freiwillige Volkswehr zu bilden. 2. Die Vollmachten zur Aufstellung der Abteilungen dieser Volkswehr erteilt ausschließlich der Rat der Volksbecmftragtcn. der auch Zahl und Stärke der Abteilungen festfetzt. r. Die Volkswehr untersteht ausschließlich dein Rai der Bolksbeauftragsten. Sie ver. pflichtet sich der lozialdenwkratifchen Republik durch Hanbfchlag. ji v Ig.-er BottKWMMrrben m» SwiwUUfle aufaenommerr. Sie Z. wird außerhalb des Rahmens des Heeres stehen. Gerrcb liwe und Disziplinarvcrhältnisse werden nock gereaelt. 5^ Die Freiwilligen wählen ihre Fühler selbst und zwar etwa \ 0 Q williae (HnndertschLsj) einen Führer unl diel Zugführer % rerc Hundertschaften bilden ein-e Ableilunn und wä^I^n D ,r - '’ T b? teilunasführer und einen Stab Ihm steht ein Verlrauensrat non fünf Frelwilligen beratend zur Seite 6 Jeder Frerwill q» ist im Dienste zum Gehorsam gegenüber seinem leibst gewählter Führer verpflichtet. 7. Für die Annahme der Freiwill'gen is Vorbedingung: a) In der Neue! Zurückle-rung des 24 Lebens j,ihres, b) körperliche Rüstigkeit, c) längerer einwandfreie Frontdienst. 8. Die Freiwilligen hoben zunäättt eine Vrobezeb. von 21 Dagen zu leisten, wird ihre Einnung s cTtac T <^nt lo stn'c ste zunäcbst auf ll Monate zu verpflict-ten. Die Vernf!i'bt"n kann nach Ablauf dreier Zeit von drer zu drei Monoren ve- länger t werden. Frühere Losung des Drenstverhältnilles ist bei schwerer T^erletzung der durch daäielbe begründeten Vili-'b^r zulässig. Sic erfolgt durch den Ab»->ilun'>sfübrer unter Wirkung des VertrauenZrates. 9. Die Freiw'.liigen und wb Mannschaften des Soldrtenstondes *i> bekleiden autzrurüsteu n bemannen und unterzubrinnen. Wea^n beiond-'rer V'kleidr'nr und Abz.erchen bleibt Bestimmung Vorbehalten. Kebührn-lle unk Versorgungsanfvrüche bleiben bestehen 19 Das pren-'ö.-h, KriegLministerium hat mit Zustimmung des Rates der Volks beauftragten die erforderlichen Ausführunashestimm,snaen z? erlassen. Dcr Wiederanfhan der Web. Bern, 14. Dez. (WB.) Ter amerikanische Vressedienst meldet aus Baltimore- Der Marinesekretär Daniels' sagst aus dem Handelskongresi. daß die Vereinigten Staaten am der Friedenskonferenz keine Entschädigung und keine Gebiete verlangen würden. Sie würden jedoch in den Frie< densbedingungen auf Vorkehrungen bestehen, die den firmeren Nationen die gleichen Neckte siä)ern. Bedingungen die geeignet seien Entrüstung un> neue Kriege hervorzu< ruftn, würden ausgeich^altet. Ter Marineielretär sagte ferner, daß, wenn die anderen d^ationen geratet bleiben, Amerika sich ebenfalls rüsten müsse. Vor allein aber müsse die Handelssckissahrt alifrechterbatten bleiben Als die reichste Nation, die im Kriege die geringsten Verluste an Männern und Wohlstand erlitten habe müßten die Vereinigten Staaten ihren vollen Anteil an dem Wiederaufbau der Welt beitragen, und sie müßten sogar nock mehr darüber hinaus tun und für die Ernährung sorgen. Solange wir selbst Brot haben, sagte Daniels, können wir weder Freund nock Feind leiden sehen. Das ameriknniscke Volk wird Gerechtiakeit verlangen. Es wird den Nach>egeist nickt dulden. Wenn sich dir? Nationen auf eine klug? Abrüstung einigen, so werden die Vereinigten Staaten ihr-e Flotte aus die gleich? Starke bringen wie die anderen Staaten. Es wird vom Kongreß weise gehandelt sein, wenn er dem weiteren dreijabrigep Marinek>auprograinm zustirnmen wird in derselben Stärke, wie es das Progrnnrm vor drei Jahren vorsieht. Wir wer-- den fortfahren Handelsschiffe zu bauen, denn der wackiende Welthandel verlangt es. Wir müssen Freihandel treiben, nicht nur mit allen Ländern der beiden Amerika, sondern mir allen Ländern der Welt, die unsere Produktion benötigen. Es würde ein Unglück für unser Land sein, wenn wir nicht in freundschaftlichen Wettbewerb mit allen übrigen Ländern träten nm die Welt durch Austausch von landwirtich^st- .ichen und Industrieerzeugnissen besserzustellen. Wir wollender Monroe-Doktrin stets treu bleiben. Wir brauchen voll* kommen? Bürgschvlften für die Freiheit der Meere und eine Völkerliga, die alle Nationen gegen Kriege sickert, damit jedes Land in den Stand gesetzt wird, sein Schicksal selbst zri bestimmen. „Entcntcwnhnsinn und Völttrbuud". Kristiania, 11. Dez. (WB.) Im ..Dagbladet" schreibt dessen politis^r Mitarbeiter Karl Johannien unter der Ueberschrift „Ententewahnsinn und Völkerbund". Offenbar vergesse man nickst nur in dkorwegen, sondern auch anderswo immer mehr, daß der Völkerbund der Ausdruck für Versöh« nung und Frieden sein sollte, nicht aber für Krieg und Ober. Herrschaftl ebenio wie man vergesse, daß außerhalb der angel« sächsischen und romanischen Welt auch nock beträchtliche Menschen lebten, deren Recht zu leben, prodirzieren und denken ebensogut sei. wie das der anderen. Man verdrehe in seinem Siegesrausch, seinem Ententewahnsinn den Völkerbund zu einer Weitherrsck)aft der angelsächsischen Rasse. Deutschland solle nicht etwa Mitglied des Völkerbundes werden, sondern dessn Untertan. Auch Rußland dürfe nicht mn- machen, sondern solle bekänwst werden. Gegen dieD Parodie eines Völkerbundes, die an eine Freiheit der Meertz^ geschützt von zahllosen Dreadnoughts erinnere, müßten aüs vernünftigen Männer ankämpfen, die noch an einen wahre» Völkerbund glaubten. Sonst solle map den Gehcmketr lieber mu aujgebrn» \ bin anderes Urteil. Nus Kristiania meidet Wolfs: In der norwegischen Zelt- hrlft Ukens Ncvy schreibt der bekannte norwegische Schrift. Zeller Nolf Hjort Schorven unter der Ueberschrift „Das moralische Urteil" u. a: Die englisä>e Presse erblicke fn der Auslieferung der deutschen Flotte das moralische Urteil der Welt über Deutschlands Bestrebungen als Weltmacht. Den Gegner als morallsch minderwertig hinzustellen, ihn en cannille zu behandeln, sei der häßlichste Zug der englischen Mißgunst. anstatt ihn als den verlierenden Teil in einem Interessenkonflikt zu betrachten, wie sie die Wlt schon vielfach gesehen und noch viele sehen werde. Tie. selbe Neigung bestimme Englands Forderungen auf Auslieie- rnng Kaiser Wilhelms und ferne Verurteilung. England führe keine Kriege, sondern strafe nur seine Gegner. Im Namen der Moral mache es Anspruch darauf, die Rolle der Weltpolizei zu spielen, was sich unleugbar als sehr einbriugend erwiesen habe. Je heftiger der Widerstand gegen diese englische Weltpolizei sei, desto strenger falle bekanntlich die Strafe aus Deshalb fei die Jungfrau von Orleans verbrannt und Napoleon deportiert worden uub nun solle auch Kaiser Wilhelm im Namen der gekrankten Morn! geopfert werden Wer Krieg gegen Airion führe, sei kein ebenbürtiger Gegner, sondern ein Missetäter der verurteilt, bestraft nnd gebraudmarkt werden müsse. Vier Jahre lang sei das rechtbenkepds englische Volksgewissen eifrig drmit beschäftigt gerr-esen, den Kaffer in die Hove zu schicken: fetzt schlage man die Teufelsinse! vor. ein (Eebcrnfe. der nickt schlecht sei wenn man bedenke, daß ein Ort gewählt sei, der daran erinnert, daß es auch moralische Justizmorde gebe. fcftktdit m k?t ^§mtee!en!im!' $jct f :n, 13. Dez. _ In der elften Stunde trafen f)'V'c an der Siegessäule von allen Nietungen her Züge feiernder Arbeiter der Deutschen Waffen- und .Munitionsfabrik ein. Der Zug bewegte sich zum Ab- qeordnetcnhans. Hier hielt Liebknecht, auf den, Gesims über dem prosten Eingang stehend, eine Ansprache, in der er A. a. erllärte, daß die Arbeiter- uno Soldaten- räke allein die Macht haben müssten. Die Ralional- rersa;n'.nlunss wo vte Verqewalligunq der Aioeiter- klasse und die Riedckrwerftmg der Revolution, Fort mit Ebert uns Scheidemann! Er verlangte die Entwaffnung aller Geo.enrevolrttionäre, vor allem a. er £1fh ere und Soldaten und die Lewaffnung der Ar- Lcileimaffen. außerdem die Aushebung der Kommando- gewalt. Die Reichskonserenz der A.- und S.-Räte habe sich zu entscherken, ob sie d'.e Front für oder geoen die Revolution nehmen wolle. Wer die NaLionalr-erSammlung beschließe, wolle die Vergewaltigung der Arbcüer- nia^e.. Während der Rede rroch hatte sich eine Abordnung in das Abgeordnetenhaus begeben, um dem Zen- tialrat d:e Forderung der Verfamnrlung zu überreichen. 9iach geraumer Zen erschien em Riitglied der Abgeordneten und teilte über den Erfolg seiner Sendung folgendes mit: Man habe beim Zenlralrat im Rainen von mindestens 250000 Berliner Arbeitern verlangt, Deutschland solle eine einheitliche sozialistische Republik werden. Dieser Punkt sei vom Zentralrat einstimmig angenommen worden. ,!) Weiter habe man die sofortige Beseitigung der Regierung Ebert-Scheidemann verlangt. Der größere Teil des Rates sei auch mit dieser Forderung einverstanden (?), während eine gewisse Minderheit heftig widerstrebe. Der „Vorwärts" schreibt dazu: „Das Organ des Spartakusbundes überraschte heute Morgen die Oefsentttchkett mit folgender Ankündigung: „Heute. Montag, große Massendemonstration! Arbeiter, Senog en Berlins! Heraus aus den Betrieben. Es gilt. den Zentralrat der SL* und S.-Räte ganz Deutschlands würdig zu begrüßen.- 2n der Deutschen Waffen- und Munitionsfabrik folgten von 5000 Arbeitern 150 Mann der Parole. In einzelnen Abteilungen wurden die Arbeiter mit oorpehaltenem Revolver aus den Betrieben herausgeholt. Wie lanae will sich die Arbeiterschaft noch den Terror solcher Raufbolde gefallen lassen?" DikRerWMrknz da ^.rbr lirr» n. Solt)atf nrätf wurde Montag früh im Saale des alten preußischen Abgeordnetenhauses eröffnet. Unter den Delegierten bemerkte man sehr viele Soldaten, die ihre Abzeichen und ihre Auszeichnungen trugen, auch eine Anzahl Offiziere. Ter Vorsitzende des Kölner Soldatenrates, Richard Müller, eroffnete die Tagung. 2m Namen der Votks- beaufrraglen begrüßte Ebert die Tagung. Er pries die Republik der Freiheit und führte u. a. aus: „Das siegreiche Proletariat errichtet keine Klassenherrschaft. Es bcsei.igt zunächst die politische und dann die wirtschaftlich^ alte Klassenherrschaft und stellt die Giess' heit a' er. die Menschenantlitz tragen, her. Das ist das große Ideal, das ist der große ideale Gedanke der Demokratie. (Lebhafte Zustimmung.) Wer sich restlos auf diesen Boden stellt, der ist Ein vollgültiges Mitglied der Familie der freien D.mokraie. Freie Demokratie und Na ionalversammlung, endgültige Beseitigung der Wiükürberrichast und Selüstregierung des ganzen Voltes, das muß unsere Hauptso ge sein. Die Demokratie ist der Fett', aus den allein die Arbeiterklasse die Zukunft des deutschen Volkes stellen kann. (Lebhafte Zustimmung.) Arbeiter und Soldaten! Errichtet hier ein großes Werk der Freiheit und Demoiratie uns der deutschen- Volksrepublik, dann können wir trotz aller Gefahren einer glücklichen Zukunft entgegengehen. (Stürmischer Beifall und Händeklatschen.) Richard Müller besprach eingehend die F nanzwirLsisaft des Vollzugsrates rrnd sucht den Vorwurf der Verschwendung zu widerlegen. Er wendet sich gegen die Angriffe des Reichss.hLtzsekre- lärs Schiffer auf die Arbeiter- und Soldptenräte. (Zuruf: Absetzen!) Gerade die Räte waren es. die der Verfchwerrdung entgegen"!earbei1et haben. Obwohl das Reichsschatzamt und der Rat der Bolksbeauftraglen dem Vollzugsrnt noch keinen Pfennig überwiesen h den, setzt die bürgerliche Presse den Schwindel fort. Aus 800 Millionen sind jetzt sogar 1800 Millionen gewor- den. Insgesamt baden wir bisher 450 000 Mark aus- gegeben. (Hört. Hört!) Wir laben se^r sparsam ae- wirtlchaftet. Er beklagt sich dann gegen die Mehrheits- sozialiften, - die insgeheim gegen die Erfolge der Revolution a beiteten. Wir haben, so sagte er. die Enl- wosfni'.ng der Fronttruppen verlangt, damit diesen zum Teil politisch unerfahrenen Leuten . . . (Großer Lirm und heftiger Widerspruch.) Wir haben für gründlich Aufklärung gesorgt, aber es gab .Frontsoldaten, die noch unter dem Einfluß ihrer Offiziere standen. Ansere Forderung der Entwaffnung wurde nicht erfüllt. Maynz vom Vo izv.gsral erstattet den Ka zenbericht. Er teilte u. a. mit, daß ein Fonds von 450 000 Francs für 519043 Mark verkauft wurde. (Zuruf: 3I3o stammt das Geld her?) Es wurde uns von einem gewitzen Em ch überwiesen. (Zuruf: Wer ist das?) Darüber kann rch keine Auskunft geben. (Hört! Hört!) Ferner wurden bei Oberleutnant Waltz und der Eollin Roß mehrere Beträge beschlagnahmt. Einige kleinere Beträge gingen im Laufe der Zeit e n. Ausgegeben wurden für die Diäten an Vollzrrgsratsmitgliedern 28800 Mark, für Gehälter der Angestellten bis 15. Dezember 414178 Ml. (Hört! Hört!) Dis Gesamtausgaben bis Mttte De^ betragen 613 96145 M. Vorbanden sind noch 36 600 M. Die Debatte blieb nicht auf der Höhe, was dem Delegierten Limbertz aus Essen Veranlassung gab nt :.c RationalverssMmlung beschließe die Vergewaltigung der Arbette-lttr Lionaloeriammlung bedeute die Entrechtung des arbeitenden Volkes, die Niederwerfung der Revossriron. Vorder russischen Botschaft sprach er'uoch einmal; „Hier ist der Platz, wo die rujüschen Abgeordneten, unsere rus k- schen Brüder, mit Polizeigewalt hinaus gejagt worden sind. Vis zum heutigen Tage sind die russischen Vertreter nicht zurückgekehrt, trotz der offenen Arme, rnss denen das deutsche Proletariat sie wieder avszurrehmen wünscht. Wir sorden, daß sofort die freundschaftlichen Beziehungen zwischen der deutschen Republik und der russischen Sowjetregierung wieder ausgenommen werden. Wir fordern weiter, daß die russischen Freunde so'orteingeladen werden zur RäLekonserenz. Die russische Republik, unsere rrisfischen Fremnve, sie leben ho hl" Der Zug setzte sich dann nach dem Friedhof in Bewegung, wo ein Herr Leoi an den Gräbern der Märzgefallenen eine Ansprache hielt, die mit den Worten schloß: Wir geben uns keinen Illusionen hin. haben wir doch soeben gehört, daß Liebknecht und Rosa Luxemburg von der Beratung im Kongreß ausgeschlossen wurden. (Pfuirufe.) Viele hängen noch an den Verrätern unserer Sache, an Ebert und Scheidemann. (Ruse: Nieder mit ihnen!) Das deutsche Proletariat muß sich klar werden bis in die Letzte Hütte, was eigentlich seine Pflicht ist, und was die Stunde von ihm verlangt. Wir ru en den Räten zu: Genug mit dem Treiben des Kapitalismus, kein weiteres Paktieren nlit ihm. Die Arbeiter sind die größte Macht. Es kann sein, daß die Räte beschließen, daß die Ratisnal- versammiung einberusen werde. Sache des Proletariats wird es dann sein, sich dagegen zu rüsten. Wir sind ferttg geworden mit Fürsten und Potentaten, mit dem Reichstag und anderen Mächten, wir werden auch die Rationalverfammlung überwinden." (Anhaltender Beifall.) Berlin, 16. Dez. (WB.) Spartakus-Jugend: Dreizehn- bis siebzehnjährige Mädchen und Jungen zogen lärmend unter Hochrufen aus Liebknecht und Rosa Luxemburg nach dem Abgeordnetenhaus. Sie sordettrn Sechsstundenaroeit für Jugendliche unter 16 Jahren, « 5 ! Die mit :K\ ‘'7^, < 2 ) Siürrun dch Helene S £fc fi i f t), peb. von g-ersdcrfs. (Copyright 1915 by C. Äckermana-Ltittl. 1 «l.) RachdrvcL verboten. WehrscheinliH handelt es sich «m irgend einen Auftrag der Königin, vielleicht wieder um irgend eine Hoffestlichkeit. Um die angegebene Zeit, nachmittags 5 Uhr. begab er sich ins Schloß und wurde von der Ecafi« aufs freundlichste begrüßt. In ihrem behaglichen, hohen, altmodischen Boudoir waren alle Portieren und Vorhänge zugrzogen, auch die in das anstoßende Zimmer, das sonst meistens offen zu stehen pflegte. Die Gasflammen verbreiteten ein angenehmes Licht, im ^Kamin praüelte ein luftiqes Holzfeuer und auf dem kleinen Tisch brodelte ein Spintuslämpchen unter dem Teekessel. ..Nun wollen wir es uns mal ganz gemütlich machen und ungestört plaudern", sagte die alte Dame und lud Neinhold ein. sich zu ihr an den Teelisch zu setzen, wahrend sie selbst das aromatisch- Getränk in die kleinen zierlichen Meißner Porzel. lanlaßchen ein;chenkte. „Ich habe S'e ja schon eine wahre Ewigkeit mchr mehr gesehen, Eermshöffck>en. habe förmliche Sehnsucht nach Ihnen gehabt!" „Er 7 ^lle?rz sind zu gütig!" erwiderte Reinhckd.. „Darf ich fragen, womit ich Ihnen dienen kann? Welchem Umstand ich die Ehre verdanke, herbefohlen zu sein?" „So. so", lacht die alte Hofdame, „meine Sehnsucht genüg; Ihnen augenscheinlich nicht? Ja. wenn ich 30-40 Jahre jünger tDäre. dann würde der junge Herr nicket nach anderen Gründen suchen. MN dein meine Sehnsucht allein gern gelten lassen, wie?" Nun mußte Reinhold auch lachen, trotz seiner trüben Stimmung. „Nein. Exzellenz gestatten, ich fühl« mich von Ihrer S sucht, wenn sie echt ist. viel mehr beglückt, als wenn sie von einem jungen Wesen entgegengebracht würde." „Schmeichler!" erwiderte die Gräfin, ihn mit ihrer Hi °uf die Hand schlagend „Aber so ganz . rchlieHttch bringen Sie doch nicht dem Alter Ihre Huldigur «rr. denn die tou7w erräblt ganz andere Dinae von dem lckü Leutnant von Germshoffsetzte sie hinzu, lhn pfiffig mit ihren kleinen klugen Augen anblitzelnd. Also da wollte sie hiMvs? Neugier! Sie hatte jedenfalls auch von dem allgemelnen-Stadtklcrtsch gehört und wollte wissen, was tan war. Am liebsten wäre er ohne Antwort aufgestanden, um sich zu verabschieden, so'sehr widerstrebte ilpn dies Ver- hör über feine intimsten Herzensangelegenheiten. Aber dann fiel ihm ein, wie wahrhaft gütig das alle Fräalein stets zu ihm gewesen war und wie sich ihm hier Gelegenheit bot, etwa auch bis hierher gedrungene falsche Gerüchlr über Hill-e der Wahrheit gemäß klarzustellen. „Darf ich Ew. Exzellenz bitten, sich noch ein rvenrg deutlicher auHzudrücken?" erwiderte er dal)er, sich fassend. „Ja. lieber Freund, das will ich mit Dernnüsen tun", versetzte die Gräfin. „Es ist mir nämlich um eine richtige, auf. richtige Beichte zu tun. die Sie Ihrer alten mütterlichen Freundin hoffentlich nicht verjagen werden." „Gnädigste Gräfin, ich- bin mir, offen gestanden, keines Vergehens bewußt, bas eine Perchte erfc rderk". antworteLe Nt inhold. doch bin ich sehr gern berrtt. Ihnen alles mitzuteilen. was Sie etwa zu wissen wünschen, und fühle mich sehr geehrt, durch Ihre Teilnahme an meinin Angelegenheiten." „Nun denn, Germshöffchen, so sagen Sie mir ehrlich, was zwischen Ihnen und der schönen Mlllionenprinzessin, Fräulein Anlelmann geschehen ist? Die ganze Stadt ist ja voll von den tollsten, obenteurrlichstcn Gerüchten, die, wie Sie sehen, sogar bis zu uns in's Schloß gedrungen sind Nun. und da wir Sie immer besonders bevorzugt und in die Nähe ta allerhöchsten Personen gezogen haben, so kann es uns nicht gleichgültig jeiu. was von Ihnen gejprcchen wird." Das Gesicht der Gräfin das nicht schön, aber meistens von einem sonnigen Humor mit eiirer Beimischung von gutmüttz spöttelnder Ironie verklärt war. war ganz ernst geworden und ihre Augen richteten sich unwillkürl'ch auf die in das Neben, zrmmer führende Portiere, die sich leise zu bewegen schien. „Was zwtfck>en uns geschehen ist, gnädigste Gräfin^" erwiderte Neinhold, jetzt vollkommen ruhig und entschlossen. „Nun, da» ist ganz einfach «ch natürlich: Fräulein Anlelmann und ich ttafen uns häufig im Haust des Kommerzrenraks Aniel« mann, ihres Onkels, wir lernten uns lieben und verlobten v".s zunächst heimlich, doch mit Bewilligung ihrer Verwandten, mik einander." „Nun, das ist allerdings nicht nur einfach und natürlich, sondern auch sehr erwünscht", sagte die Palastdame beifällig, „konnte nlir gar nichts Passenderes denken, als diese Part'e! Kann Ihnen sogar im Vertrauen verraten, daß Ihre M-aj.sstäi, die Ihnen ja sehr redt* will, sich van vornherein, als sie 2as reizende Mädchen lei dem Hoffest sah, für das Z«standeksm». men dieser Partie sehr rnteressicrt hat. „Das wäre etwas für unfern Eermkhsffss bemerkte sie öfters. „Ihre Majestät war auch eigentlich die positive Derarttasi sunch daß wir uns näher traün", erwiderte Neinhold uncmT. kürlich. „Ja, wie denn das? nodurch ? ich bitte Sie. das ist wirklich originell rief tie Gräfin lebhaft, während die Portiere noch stärker bebte. „Erinnern sich Erz^-llenz der Polonaist beim letzten Gatten- Hoffest? Wie Sie mir den Befehl Ihrer Majestät ausspracheTi, mit Fraulein Anlelmann den Eröffnungstanz cnrszuführen?" Gräfin Vlessen nicktc mehrmals mit dem Kopfe. ‘ „Freilich, freilich* Nun. und was weiter?" rief sie auf's Neuß erste gespannt. „Nun, das war der erste Mal, daß ich mich mtt Fräule'm Antelmann eingehender unterhielt, und da wrr es um mich ge^ fchehen", erzählte Reinho'.d. „Denn rigmtlrch wollte ich mich aus Prinzip gairz fern von ihr halten." Und nun berichtete er ausführlich die ganze Entstehungsgeschichte seiner Liebe, ihren Lauf uird ihr trostiosts Ende. Mit. oielan beredten Worten schilderte er alles, was er und Hilde erlebt und gelitten hatten; bejonders bei Hilde's mutigem klugem Handeln, ihrem ernsten, gewissenhifften Denken und Fühlen verweilte er lange und eingehend. Es war ihm stlllft eine Befriedigung, eine Erleichterung, sich vor einer mitfühle'rta- Zuhörerin altes von der Seele reden zu können, Fertfetzun^ tolgt. G- ' Abschaffung der Wehrpflicht und des Züchtigungsrechtes, Schaffung des Jugendgesetzes unter der Mitwirkung Jugendlicher, die Volljährigkeit mit dem 18. Lebens- jahr. Ein siebzehnjähriger Bursche drohte, wenn diese Forderungen vom Vollzugsrat nicht durchgesetzt würden, werde dieser die Macht der Demonstranten zu sühle bekommen. Der Arbeitswille «tn| energischer geweckt werde«! Berlin, 14. Dez. Ueber die Gefahren der Dewo- dili'aiion spricht sich die „Dtsch. Allg. Ztg." solgender- maftcn aus: Beim Rücktransport der Welt truppen hat es sich im grasten und ganzen einrichten lassen, das; die Truppen zu Weihnachten durchweg in der Heimat sein werden. Es lieft sich aber nicht verhindern, daft die Ermüdung und Unpedvld infolge der langen Märsche zum Sturm aus die vorhandenen Transponmittel führte, so dass die bisherige Ordnung des Rücktransportes vielfach schon dnrchbro hen ist und sich immer mehr zu lockern beninnll Dieser Umstand, sowie die schleunige Demobilisierung werden eine Aeüerfüllung der grossen Städte Kerbeifü ; ;.cn, in denen sich die heimgekehrten und entlassenen Soldaten stau-n. Damit wird eine verhängnisvolle Erschwerung der Ernährung, der Unterbringung und Arbeilsbefchassuna verbunden sein, ganz abgesehen ton der Gefährdung der öffentlichen Sicherheit durch die Arbeitslosen. Es ist unbedingt ersorderlich, daft die Lrbe-ilsbeicl affung in stärkerem Maftstabe erfolgt wle bislmr. stlbhrlfe kieste sich schaffen, wegn man einen sta Im AL stuft der Arbeitskräfte in die Landwirtschaft ier• cist hr:e. ?) an muft in den Kreisen der Widerstrebenden die Einsicht zu erwecken versuchen, daft es sic'.' hier um schwere Folaen für die Allgemeinheit und damit auch für den einzelnen handelt, wenn sie ihren Widerstano nicht ausgeben. Aeutzerjt kritisch gestaltet sich immer mehr die Lage unserer Transportverhältnrffe. Die Auslre erring des Transportmaterials auf 'Grund der WafscnstiUstandsöedingungen macht sich jetzt immer Mehr fühlüan Es ist zweiselhajt, ob durch unsere ErscnbahnWerkstatLen und Waggonfabriken der Ausfall des TrcmspLriMaterials und der Ausfall an Trans- poclmitteln auch nur bis zum Mindestmass ausgeglichen wnd.n kann. Wie in anderen Betrieben, so ist auch hier die Arbeitsleistung vielfach durch Streiks und Ar- beüsunlust herabgedrü tt. Dasselbe gilt sür die Kohlenförderung. Eine Katastrophe kann nur vermieden werden, wenn der Arbeitswille energischer geweckt wird üt o wenn in astlen Betrieben unseres Wirtschafllebens wieder eine mrenfwere Arbeitslust und Arbeitstätigkeit euitritt. tLs handelt sich gerade in diesen 20ochen darum, über die gefährliche Zeit des Uebergangs hinweg zu kommen. Ssntttttgswalst? Rach Artikel 36 der Verordnung vom 3. Dezember 13ll8 sind die Wahlen zur verfassunggebenden Volks- Lsmner der Republik Hessen an einem Sonntag vor- Awnehmen in der Zeit von 10 Uhr vormittags bis 8 Uhr abends. Hierdurch soll allen Schichten der Be- v.lierung Gelegenheit zur Ausübung des Wahlrechtes ge ck ert weiden. Ganz recht. Nur an die Kirchgänger hat man nicht gedacht, und an die Frage, ob die Wahlen mit allen lieblichen Begleiterscheinungen sich mit der Sonntagsheiligrmg vertragen. Der Wähler kann sa schliesslich selber entscheiden,' ob er sich dadurch in stmer Feiettagssiimmung stören lassen will, oder nickt. Aber die Wahlkommission ist gebunden, und das Bedenklichste ist, daft Jedermann gegen feinen Willen dazu be-oblen werden kann. Rach Artikel 34 ernennt Nämlich für Ssädlen der Bürgermeister, für Landgemeinden der Kreisdlrettor einen Wahlvorsteher und dessen Stellvertreter. Diesen beiden Herren kann auch ^ein Staats- oder Kommun.albeamter aus ihrem Bezirk zur Prüfung der Abstimmung als Hilfsarbeiter bei* gegeben merben, der einfach „der Bestellung Folge zu l st -en m-“ Das wird in der Regel der Lehrer fein. Der b. a. i or er ernennt nach Artikel 35 aus der Za ck der Wäbl'er seines Bezirkes einen Protokolljührer Uno 3—6 Beisitzer und ladet sie mindestens 2 Tage "’C-r Bm Wat Lage, also Freitags, ein, beim Beginn ver -Wahlstandlung zur Bildung der Ortswahlkommission zu ettcheinen. Tie Wahl zu diesen Ehrenämtern darf nur a^elehnt werden bei andauernder Kranrheit, einem Alte, von über 60 Jahren oder sonstigen, als hin- xzij/:.r.bt Encck ubdieung an-usehenden besonderen Grund. Run ! (,a\ msn 2 Tage Zeit zur Ueberlegung. Die Kr-mmsiswn besteht aus 4—7 Männern, in kleinen Gemeinden wohl immer 4, von denen mindestens 3 stets Hleick-zeirrg im Wahllokal zu sein haben. Deren Sonnys fft al[$ mindestens halb, meistens aber ganz und -arch,mfch. Sagt man entschieden nein, so muft der Wabl- Dorueher einstweilen sich nach anderer Hilfe umsehen. ».ann aber lann er beim Kreisaussckuft Anzeige er- ßrauen und wenn der auch die Erttschuldigungsgründe »uhr geilen läßt, so kostet es 3-20 Atari Geldstrafe, £)a5 in dieser teuren Zeit niemand gerne daran wagt. Wird das IXrlcti angesockten, jo entscheidet der Prooin- ^alaus schuft. Ob das Zwangsverfahren gebührenfrei qt, werft ich nicht. Es ist eine bedenkliche Kautschuk- »ejtimMung, die anscheinend nach dem Willen der Neuerung dauernd gellen soll, denn am solgenden Tag Mt, also am 4. Dezember, wurde in einer weiteren Verordnung bestimmt, daft die Wahl zur ersten Bolks- Lmmer am 10. Januar sein soll. Hoffentlich sorgt aber unser neues Parlament daft der «Sonntag dazu in Zukunft nicht mehr gebraucht wird. Er soll ein Tag der Ruhe sein sür Leib und Seele und des Menschen Herz ist trotzig und verzagt, bis es seine Ruhe findet in Gott. Natürlich soll niemand um sein Wahlrecht betrogen werden. Also bestimme man, daft am Wahltage zeitweise die. Geschäfte geschlossen werden, und daft man den Arbeitern, die wählen wollen, nichts am Lohne abziehen darf. Dis Framottn in Mainz. An der Spitze ihrer Truppen hielten die Generäle Fayo'lles und Mangln ihren Einzug in Mainz. Pro- .vinzialdiretlor Best gab namens der Negierung die Versicherung ab, daft die Behörden des besetzten Geb etes alles daransetzen würden, um ein durchaus loyales und einwandfreies Mitwirken mit der französischen Autorität herbeizuführen und zu erhalten und das wirtschaftliche Leben der Bevölkerung zu besördern. General Fayolles führte in seiner Antwort u. a. aus: Der Frankreich von Seiten Deutschlands ausgezwungene Krieg ist der ungerechteste und grausamste, den die Menschheit geführt hat, so daft sich die ganze Welt darüber empörte. Nach der verbrecherischen Neutralitätsvelletzung Belgiens war es den deutschen Armeen wohl möglich, in unser Land ein- zuialten. Systematisch sind die Provinzen Nordsiank- reichs verwüstet, unsere Dörfer von der Bildfläche verschwunden, un'ere Städte dur.hGeschützseuer oder Brände zerstört worden; diejenigen, die außerhalb des Feuerbereichs lagen, wurden geplündert, und ganze Züge voller Wäschestücke, Möbel, Kunst chätze, Fabrikmtteiial usw. nach Deutschland sortgeschafft. Das ist kein Krieg, sondern mit bewaffneter Hand ausge'ührter Raub. Bei uns und in Belgien sind heute Tausende San Familien Heimat- und mittellos; ihr Land ist in eine Wü te verwandelt worden. So steht die.Lage, welche Ihr ungerechter Krieg geschaffen hat und für welche Ihr verantwortlich bleibt. Den Schrecken haben Sie als Kriegssystem angewandt; die Folge davon i't, daft unsere WlderstaNdstrast erhöht und unser Sieg beschleunigt wurde. Seit dem 15. Juli haben die überall zurück- gedrängten deutschen Armeen eine ununterbrochene Reihe Niederlagen erlitten, in deren Lause mehrere hunderttausend Gegangene und Tausende Geschütze in den Händen der Atliietten blieben, bis zum Tage, wo sie, zum endlichen Zusammenbruche verurteilt, um Gnade bitten muftten. Nun, heute sind wir am Rhein. Sie haben allerdings gerechte Bergeltungsmaftregeln gefürchtet, aber Frankreich ist seinen glorreichen Traditionen treu geblieben, und die Armeen der Republik haben ihr Land durchquert, ohne den geringsten Schaden anzurichten. Wir kennen die Schadenfreude nicht. Die Pfälzer und Mainzer, deren Grofteltern einst dem französischen Baierlande an- gkhört und an unserer Seite gekämpft, haben die echt natürliche Groftmüligkeit und die hohe Moral unserer Soldaten wiedererkannt. Zwar wird niemand von uns das angetane cklebel je vergessen, aber kein Franzose ist fähig, Kinder oder wehrlose Bevölkerung dafür verantwortlich zu Hallen oder aus reiner Schadenfreude zu zerstören. Sie haben also nichts zu besürchten weder für sich, noch für Ihr Gut, vorausgesetzt, daft Sie sich ohne Hintergedanken der iranzösischen militärischen Autorität unbedingt unterstellen. Diese letztere wird in Mainz General Mangin, der Oberbefehlshaber der 10. Armee, verkörpern. Nehmen Sie loyal, und zwar m Ihrem eigenen Interesse, eine Lage an, die die Folge der Jrrtümer, der Fehler und der Niederlagen Deutschlands ist, und schätzen Sie sich glücklich, mit einem Volke zu tun zu haben, das, ohne das ihn bescherte Schicksal zu vergessen, falls es durch Sie niedergerungen worden wäre, den Prinzipien der Gerechtigkeit, die es steis in der Welt verteidigt chat, im Siege treu bleiben wird Nach dieser Ansprache gab General Mangin die Versichenmg ab, daft das wirtschaftliche Leben sich auch unter den neuen Verhältnissen frei entwickeln könne. Eine Frankfurter Mordtat. Vor kurzer Zeit wurde hier ein Subjekt ermordet aufgesunden, das sich als der „Agent" Perrot entpuppt hat und seit dieser Zeit werden die geduldigen Zeitungsleser jeden Tag mit Nachrichten gefüttert, daft die Polizec umsonst tä:ig im der Nachforschung des Mörders sei, daft sie einen Preis auf seinen Kops gesetzt habe, was der'Ermordetete bei sich getragen, was er für Kleider angehabt, mit wem er verkehrt habe u. s. w. Täglich hat der Frankfurter Spießer beim Eisatzkaffeetrinken jedenfalls als Ersatz für sein Morgenbrötchen irgend eine Neuigkeit über den Raubmord Perrot zu lesen. Gestern bringen die „Frankfurter Nachrichten" wieder eine lange Abhandlung darüber und bemerken zum Schluß: „bezeichnend ist, daft allen früheren Erfahrungen in Mordsachen widersprechend das Publikum keinerlei Interesse an der Aufdeckung der schweren Tat zu nehmen scheint, da Mitteilungen an die Polizei nur vereinzelt gemacht worden sind." Das was die „Nachrichten' bezeichnend finden, gewährt uns zur Genugtuung. Wir haben eine Zeit hinter uns, sie hat länger als vier Jahre gedauert, an dem uns fast jeden Tag die Kunde ward, daft Tausende gefallen sind. Es waren die Edelsten und Besten; es war die Blüte unserer Jugend, die ihr reines Leben dem Vaterland gegeben hat. Wenn über den Tod jedes einzelnen dieser Helden auch nur der hundertste Teil dessen geschrieben werden sollte, was jetzt über den Mord Perrot veröffentlicht wird, die Zeitungen könnten in zehn Jahren das Papier nicht aujbrmgea. Was war denn dieser Perrot? Rach all' den Nachrichten, die über diesen Ehrenmann an die Oeffentlichkeit gelangt sind, war es einer jener unrüchigen Subjekte, die am Kriege sich bereichert hoben, eine von jenen Krähen, die vom Aase des Weltkrieges leben, Ursprünglich im Auslande. hängt er sein Handwerk an den Nagel und wurde Schieber und Kriegsgewinnler. Er besuchte alle Versteigerungen wo Hausgut und dergleichen zum Verstrich kam. Das Geschäft florierte, denn als er sich zum letzten Gange anschickte, sock er an die 100 000 Mark bei sich getragen, benebst zahlreichen Ko barkei en, mit denen er sich behängt hatte. Den Gepflogenheiten dieser Arten folgt- er auch, was seinem Umgang betraf; er verkehrte mit Dirnen. Zumltern uno Schiebern und in diesen Kreisen ist auch sein Mürber zu suchen. Wir meinen, daft an. einem solchen Menschen die A aemein- heit Nickis verloren, zumal in der jetzigen Zeit, wo wir arbeiten und nicht vom Leibe des Volkes zehren sollen. Gewiß die Polizei muft auch hier ihre Schuldigkeit tun. denn Gerechtigkeit muft sein und ginge die Weit darüber zugrunde. Alan verschone aber die Oef- sentlichkeit endlich mit dem Raubmord Perrol; denn wir. haben eben wich igeres zu tun, als uns mit dem Tode eines von Zuhäl ern oder Schiebern gemordeten Genossen zu bekümmern. Ztt-s der' Friedberg, 17. Dez. Der in der Nacht vom 1£ auf 14. Dezember bei einem Pjerdediebstahl sestgenom- mene Soldat. . der nach seiner Verhaftung entfliehen wollte, und die Patroui e mit der Waffe ein greifen musste, ist seinen erlittenen Verletzungen erlegen." Einstellung des Personenverkehrs? Infolge der drückenden Bestimmungen des Wssfenstillstandsoertrages sür eine weitgehende Ablieferung von rollendem Material macht sich eine erheolihe Einschränkung des Bahn- Verkehrs, ähnlich wie bei Beginn des Krieges, notwendig. Es ist nicht ausgeschlossen, daft der Pelsonenvec- kehr überhaupt auf einige Zeit eingestellt wird. Frank urt a. St. (Ro ch ein Opfer.) Der42jähr. Straftenbahn'fchaffner Prter Damm, der bei den Unruhen in der Mainzerlandstrafte anlässlich der Kleider- und Slieselausgabe unbereiligt einen Sckuss in den Ober- schenket erhielt und dem im Krankenhaus das Bein ab- genommen werden mutzte, ist seinen schweren Verletzungen erlegen. st. Hanau. 15. Dez. Geh. Studienrat Dr. Ferd. Schmidt, seit etwa 28 Jahren Direktor der Hanauer Oberrealjchule. ist im Alter von 68 Jahren nach kurze in Kranksein aestorben. Vor einigen Wochen ist Hn Antrag auf Versetzung in den Ruhestand vom 1. April al> genehmigt worden. Aus Starkruburg. Der Mainzer Brückenkopf. Tie Besetzung, des Mainzer Brückenkopfes durch die feindliche Besatzung vollzieht sich nach und nach in weiterem Umfange und hat jetzt auch die Westgrenze Darmstadts erreicht, da der Orr Griesheim, wie der Truppenllbungsp'atz durch französische Truppen belegt wurden. Auch Wer ecstadt vnd die kleinen Riedorte sind jetzt einbegriffen, während Langen und Egelsbach noch frei sind. Uebera l oort, wo die feindliche Besetzung eintrifft, hört zunächst der Telefonverkehr auf. die Post wir noch befördert. Seit Samstag abend 6 Uhr ist auch der Bahnverkehr von Darmstadt nach Goddelau unterbrochen. Auf der Nebenbahn Griesheim—Darmstadt wurde .gestern früh deff Betrieb eingestellt. Der'Alarkr in Darmstadt war schon am Freilag von Griesheim aus schlecht befahren. Michelstadt i. O., 17. Dez. (Ein Frankfutter Lazarettzug ausgeplündert). 2m Bahnhof AUchelftad: im Odenwald wurde ein F'.anksurter La-aretlzug gründlich ausgeplündert. Sämtliche Betten, Wäschestücke, Schränke, Sofas, Stühle, Tische, Eftwacen sind aus den Wagen verschwunden, bis nur der kahle Zug auf den Gleisen stand. ^frünt-wortlick für den volitiickcn und lokale- ;.>!> Clio Hirichel, Friedberg , sür den Anzeigenteil: E. Schmidt Fciedberg. Trpck und Verlag der „Neuen Tageszettun^'. A G.. Friedberp i H S'ifiifeiMjesi oder Haushälterin die erwas Feldarbeit verficht zu ättercm Herrn aufs Land gegen hohen Lohn geluchL Zu erfragen in der Eeschäfis- stelle der ..'.'keuen Tageszeilunn" geiucht Beigeordn. Horack. Reichelsheim. 1 MMerfchaf Mil 1 HsitzesHin für emen Einspänner zu »er laufen bei Wilhelm Ferkiaft. §«rg-G«lrus-k. Wmyij e» Koffer mittlerer Groge gesucht. Ang unter Nr. 2427 >n die l!-e- schüftsst. der „Neuen Tages tq.^ Gejchättssteile Frankfurt a. Äck, Kronprinzenstcatze 41. (Kronprinzenbau.) — Fernruf Usmer 4208. Hilrostunden Mowan, Dienstag» Donnersraa, ckrenaa, nacbmirtags »»n 2 —4 Hin. — Geschästsanzeigen in diesem Raum nur Jii» mrsere Mitglieder; dieselben sind kostenlos, redoch mutz de» Aut- gade der Anzeige aus die Mitgliedschaft iringewiesen wLldea,k Gebrauchtes Linoleum, eins Guitarre-Zither,ernenKrou- lcuchter, 7 Kerzen, eleklr. ge uftt tLauüjügearbeUj adzugeben Friedberg. Kaisersroafte 27. Statt jeder besonderen Anderste. Moniaa, den 16. Dezember, mittags 12 Uhr, verschied nach kurzem, schwerem Leiden meine liebe Frau, unsere gute, treubesorgte Mutter Sophie Vögler geb. Klein im Alter von 18 Jahren. Selgeuhoj bei Ulrichstein, den 17. Dezember 1918. Die trauernden HmisMiebensn: Gustav Vogler. Paul Völler, in amenlänilcher Tejangenschast Kuitao Vögler Eduard Vögler. Die Beerdigung findet Donnerstag, den 19. Dezember, nachmittags 2 Uhr. vom Trauerhause aus statt. MNtt-Bersauinilnilg Donnersta'. den IS. Dozrmber, abends S l / 2 Uhr im ..Deutschen Haus" Aussprache über: Esgenwartsausgaben für die kirchlicke Eir,zel"cmeinde. Für Weilulchte» em^fehl( Tischdecken M tteldMkil Länserftoffe Vorleger Fr»rdber?, Kai erslc. 12 Reizende Gelegenheits- Geschenke für Weihnachten, ('lebnrlsta-e kL Konfirmation. Alan verlange setz! ichon Auswahl endunqen von M’iäüscäns Uhrmacher und Goiöorbeiter, SiicDcvs,ro- adt. iökx«»Äöf£ V'j/VS ieder be onieren A zei^e. ® Todcs-Anzekge. Hierdurch die liefiraniiae Mitieilung, totz es Gott dem Dllmächtiaen gesallen hat, unseren heljjxeltel.1en, ein igen Lohn, Lnlrl, Pale und Kufin Otto nach kurier, schwerer Krankheit im Alter von 7 Jahren zu sich in die Ewig. keU abzu'uscn Liaffeuheim, den 16. De ember 1918. Die trauernden Hinterbliebenen: Familie Jean Schmidt Familie Schmidt Familie Will. > odheim v. d. Höhe Familie Schwarz. Egelsba cf. Tie Beerdigung findet Freitag, den 20. Dezember, nachmittags 3 Uhr statt. 0Ol!C BtjvMt!!!! Strümpfe Socken, Westen Trick- «. 0 opfsiatuf Fiükßch, KtistSlst Taschentücher Handschuhe 8 Sotmtag bis 6 Uhr auf. o Clementirre Stern, Frie)berg. Kaiser ir. öl, ; gegenüb. d. Engel-Apotheke. 2 WEJHM BB III . — - gr gSCTBWtt, ‘im gebraucht r Herd oder Ofen zu rau cn ge uazl Ofset.en unter Nr vrr- an dre Eeschci tsjtelle der „Sieben Ta^es ettung" Wieder.ehen ist unsere Hoffnung? Nach bangem Warten erhielten wir die traurige Nachricht, daß unser lieber Sohn. Bruder und Schwager Kanonier Gusttlv Stvü Nitler des Eisernen Kreuzes und der Hejfischeo Tapserkeitsmedaille tm Aller von -6. Jahren nach über 4 jähriger treuer Pflichler.üüung am 4. November den Heldentod aus dem Felde der Ehre gestorben ist. Wohndach, den 16. Dezember 1918. Die trauernden Hinterbliebenen: Karl Stall und Frau Dorothea geb. i feifei Otto Stall und Frau Thekla geb. Lung Gustav Wolf und Frau Dora geb. Stoll. Friedberg. Kartons eingeil offen Clsmeßiine Stern, JytiCöucvG ut Karserttrage öl, gegenüb. o. Sn^elapothele. Zuverläjsiges »cht soiorl ? rau E. Kümmich, i.enhanolnng, FrieddeiG. Die Barauszahlung der Einlagezinsen für 1918 er olnt in der Zeit vom 16. Dezember 1918 bis 31. Januar 1919. Die in dieser Zeit nicht erhobenen Zinsen werden dem Kapital beigeschrieben und vom 1. Januar 1919 an weilerverzinst. Am 39. und 31. Dezember bleibt die Kasse geschlossen. Wegen des im Monat Januar herrschenden allzustcuken Andranges, kann an den Nachmittagen auf Absertigung nicht gerechnet werden, wir ersuchen daher, nur des vormittags an die Kaffe zu kommen. An den Samstag-Nachmittagen bleibt die Kaffe geschloffen. Friedberg, den 11. Dezember 1918. Der Vorstand. Pfervc-Versteigerung am Samstag, den 21. Dezember, morgens Ick Uhr, im Hose der Stadtschule Bad.Nauheim. Es komm.'n zur Versteigerung: 20 bis 25 Pferde 14 landwirtfchaftl. Wagen 1 23tCClf und eine größere Anzahl Pferdegeschirre^ darunter ein Kutschgeschirr. Käufer. die mit Kriegsanleihe zahlen, werden bevorzugt. Händler werden nicht zur Versteigerung zugelaffen. 2m Aufträge des Arbeiter- und Soldatenrats: Das Earnisonkommando. Zuo^llä.iiger Kn e eilt, der mit allen lanow. Arbettea vertrau! und gur.r Pserdepsleger »ft. für dauernd gesucht. Gärtnerei M & Selbmann Eschersheim Vorzustellen: Bad-vtauheim Schuiftraße 1. Evüng., ffechiges. ehrliches Mädchen, das alle Hausarbeit versteht und kochen kann, für 1. Jan. gesucht. Fnedberg, Kaiserstratze 1.0.1. Lijilkstsarikll " 24 '“ praAmia. -eUL-ll. Feine Vkiefpayiere Rtizcckt Kiilelldtt-Atiihtiltil Buchhandlung Friede. Streckfuh, Friedberg. Suche per 1. Jan ar. evtl. 15. Januar, zuverlässige.. 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