Unmmer 2S6 E-n^spre-s di°LL Dienstag, de» 17. De-EÄsr IMS __ 11- Iahrgauss. w « rtirtcis«itmm“ erichemt reden Werttaz. Regelmäßige Beilagen ..Der Kauer au» Hessen". ..dir Kpinnksbr«. K-sugspreis: Be. oen Poitanitalten orerieliährttch Mt. 2,70 ■** * ' ' ? * bei Den Aoenten monatlich 1.00 Mt. einschließlich Xrägerlotm. Anreisen: l&runincilc 25 totale 20 ttlg.. Anzeigen von auswarrs werden durch Boitnachna!:-. e erb oben EÄllungsorl Friedberg. Schriftleilunq n»Ä D-rlag ^rieoberq lassen,, ^anaueriiratze 12. ^ern^reher 4S. htfrSosto Rr. 1SS9. ‘l-itt Stau Hurt a. M. stnzu tritt noch das Bestellgeld', Zekanu machnng. Die dem A-O.-K. 5 unter dem S. 12. 18 üuszugsweffr mitgeteilte Verfügung der O. S. S., d e sich auf A- und S.-Räte in der neutralen Zone bezog, itt außer Kraft getreten. Die Entente hat nach Mitteilung der O. H. L. erklärt, daß sie den Verkehr mit A.- und S.-Räten ablehnt und nur mit dn alten Behörden verhandeln wird. Die Entente hat sich das Kontrollrecht in der neutralen Zone Vorbehalten. Don Seiten de.? Obe ksmmanbos. Der Chef des Eeneralftabes: Wetzell, Oberstleutnant. f)oli|fi gemeinsam mit den Bolschewisten vorgin-gen, die polnische Regierung die Ueberzeugung außdrückte, daß weitere Verhandlungen mit der deutschen Negierung zwecklos, ja sogar fiir die innere Ordnung ln Polen sowie sür die künftigen gegenseitigen Beziehungen schädlich wären. Aus diesem Grunde sehe sich die polnische Regierung veranlagt, die diplomatischen Be. Ziehungen mit der deutschen Republik abzu brechen und ersuche den deutschen Vertreter, unnerzüglich mit dem gesamten Personal der Gesandtschaft die Republik Polen zu verlosten. Graf Kehler erklärte, er werde in der nächsten Richtung die Grenzen des Staates verkästen. Abdankung des Ketmans. Kiew. 15. Dez. Kiew ist am Samstag nachmittag von Truppen des Direktoriums beseht worden. Schwerere Straßen, kämpfe wurden vermieden und die Regierunqstruppen entmannet. Der Hetmann dankte ab. Sein Kabinett ist zurückgetreten. Die Macht ist an das Direktorium übergeganaen, bestehend autz Winnitscbeuko. Pstljvra. Schweiz, Andrejewsky. Einzelne Restarts werden küs zum Eintreffen des Direktoriums und bis zur endgültigen Bildung der Regierung vom Gouverneur verwaltet In der Stadt herrscht vollkommene Ruhe und Ordnung, ouirechterhalten von Truppen des Direktoriums und deutschen Truppen. Die ostafrrüanftchen Helden. Berlin. 14 Dez. MB. Amtlich.) Auf das Anstichen der deutschen Regierung. die Romen der bis zuletzt bei der Truppe des Generals v Lettow-Vorbeck befindlich gewesenen Europäer zu telegraphieren, wurden aus London zunächst die Romen der Offiziere mitoe^eilt. Es sind dies' Gouverneur Schnee. Generalmajor v. Lettwo Major Kraut, die Hauotteute Köhl. Meyer, Müller sOtto). Spangenberg, Stemmermann. Oberstleutnants Büste (Leopold). Merensky. v. Ruchteschel. Treuge, Wenig, die Leutnants Brexner. Dieterich. Dingler. v. Scherbening. Kemp- nor. Vortisch. Kapitänleutnant Ape. Stabsärzte Müller. Mar- fchaN. Penfchke. Taute. Dr. Detter, Oberarzt Klemm. Apotheker Beyer. Oberveterinär Huber. Telegraphist Schmidt und ein Offizierstellvertreter. Sobald die Romen der anderen Europäer bekannt werden, wird sofort auch ihr« Veröffentlichung erfolgen. Liman doh Sliu-lls' ssniMii in bontlUitinoNk! Berlin, 14. Dez Die unter dem Kommando des Generals L:mon von Sanders stehenden deutschen Truppen in Syrien und Armenien in Stärke von rund 10 000 Mann sind ln Konstantt- vope! eingetroffen. W ssons Ankunft. Paris, 14 . Dez. (M?.) Reuter. Wilson ist unter dem Inbei der Bevölkerung, begrüßt von Geschützsakvea, ange- ton l men. Kcbensmitte! und Kredit. Berlin. 14. Dez. Der „Vorwärts" schreibt: Deutschland soll Lebensmittel bekommen Man hat sich also im Lager unserer Gegner von der gefahrvollen Ernährungslage in Deutschland überzeugt. Unsere Schiffe werden also in Kürze in fremde Häfen gehen können, um für Deutschland Lebensmittel zu holen. Aber wie sollen wir die Lebensmittel kaufen? Wir hatten feitl>er keinen Austausch mit der übrigen Welt. Wir haben infolge dessen für unstren Außenhandel nicht den erforderlichen Kredit zu erwarten. W'r können und wollen bezahlen, ober wir dürfen ja kein Gold an das Ausland liefern. Die Alliierten wüsten darum noch einen Schritt weiter geben, sie müssen uns einen Kredit gewähren. Wir mästen neben der physischen Kraft unseres Volkes auch unsere völlig erschöpfte wirtschaftliche Kraft beleben. Es liegt also auch im Interesse der Sieger, uns auch Rohstoffe, vor allem aber Kredit zu gewähren. Gegrn JndrnNerfslgmrgen. Berlin. 13. Dez. (WB. Amtlich.) In der letzten Zeit sind in großem Umfange anonyme Flugblätter verbreitet worden, die in unverhüllter Form zur Iudenl-etze auffordern. Die Flug, blätter sind nicht ohne Wirkung geblieben. Wie der „Vorwärts" vom 11. 12. meldet, wurden verschiedentlich Juden und Christen, die durch ihr Aufsehen nicht gegen den Verdacht geschützt waren. Juden zu sein, körperlich angegriffen. Wenn diese schamlose Flugblatthetze fortdorwrt, mutz mit der Möglichkeit gerechnet wer den. daß wir auch in Deutschland die Schmach der Judenpogrome erleben. Der Vollzugsrat d-es Arbeiter- und Soldatenrats sieht sich daher genötigt, sich auf» schärfste gegen das raktionäre antisemitische Treiben zu wenden, das er hiermit öffentlich und vor aller Welt brandmarkt Der Vollzugsrat appelliert an den gefunden Sinn des deutschen Volkes und ist überzeugt, daß es in seiner überwiegenden Mehrheit der antisemitisch-reaktionären Hetze entgegentreten unid keinerlei Judenverfolgungen dulden wird. Der Vollzugsrat des Arbeiter- und Soldatenrats: Richard Müller. Molkenbuhr, An die deutschen Arbeiter l • Ein Aufruf der Negierung. » Berlin, 14. De,zbr. (W. 53.) Der Rat der Volks- beauitracften erläßt folgenden Ausruf an die deutschen Arbeiter: Die Errungenschaften der sozialistischen Revolution sind in Gefahr. Drohende Katastrophen zeichnen sich täglich deutlicher ab. Vergeht nicht, wie wir stehen! Der Krieg hat uns arm gemacht, die Niederlage noch ärmer. Unser Boden ist vernachlässigt und ausgesogen, unser Vieh abgesch'a »tet, unsere Verkehrsmittel sind heruntergekommen, die Prodi'.kiionsanlagen für die Herstellung von Friedenspülern sind abgenutzt, stellenweise ruiniert. Die wichtigen Rohstoffe manoeln. drückende Waffenstillstandsbedingun 'en lähmen unsere Bewegungsfreiheit. Ungeheuerlich sind die Lasten, die der siegreime Feind uns aufbürdet. Arbeiter, in Eurer, nur in Eurer Hand liegt es, das Verhängnis abzuwenden. Ihr müßt unsere zusammengebrochene Wirtschaft wieder aufüchten. Ihr müßt dafür sorgen, daß uns Hunger und Vürgeikrieg erspart bleiben und das, was un- wcigertich aus den Bürgerkrieg .folgt: Verwüstung aller Errungensck asten der Revolution, Euerer Revolution. Ihr müßt arbeiten! Der Sozialismus verlangt Arbeit und kann nur bestehen auf der Grundlage der Arbeit. Wer feiern muß. soll Unterstützung bekommen, aber wer feiert, obwohl er arbeiten könnte, macht sich und die anderen ärmer, versündigt sich an .einem Volke und dessen sozialistls' ec Zukunft, hilft den Zusammenbruch bereiten, der schließlich auch ihn selbst verschlingt. Arbeiter, bleibt nicht in den großen Städten zusammengedrängt, wo die Industrie Euch nicht. genug Arbeit schaffen kann, weil es an Kohle und anderen Vetriebsstof.en- fehlt und wo Ihr schließlich Hunger leiden müßt, weil Lebensmittel nicht hcrangebracht werden können. Geht hinaus aufs Land unlA in die Städte der Provinz! Kräfte, düs in Berlin und in anderen Großstädten brach liegen, werden dort dingend gebraucht. Geht zu den Arbeiisnachweifen! Sie werden Euch sagen, wo Ihr lohnende Arbeit findet, die Euch nährt und das Volk retten hilft. Keiner darf sich jetzt daraus versteifen, an dem Orte zu verbleiben, in den er während des Krieges gekommen ist. An der Vernunft, an der sozialistischen Disziplin jedes einzelnen hängt Dasein, Frecheit und Zukunft unserer sozialistischen Republik. Arbeiter! Schützet Eure Revolution vor den Angriffen jeglicher Reaktion: Rettet sie auch vor dem Ruin durch Hunger uno wirtschaftliche Auslösung. DcuWünd und JtuN-Oeßmeil!;. „Die Vereinigung war vorauszufehen^ Wien. 13. Dez. (W. V.) Das Wiener Telegraphen- Korrespondenzbüro meldet aus dem Haag: Die „Nero- york Evenling Post" schreibt: Die Bereinigung Deutsch-Oesterreichs mit Deutschland war von dem Augenblik an voiauszusehen. da Deutschlands Niederlage, die den Verfall der Habsburg- Monarchie mit sich brachte, offenkundig winde. Man kann aber noch weiter zurückgreisen und behaupten, daß von Beginn des Krieges an der scheinbar paradoxe Satz Geltung hatte, wonach eine deutsche Niederlage notwendig eine Vergrößerung des deutschen Besitzstandes bringen mußte. Die Niederlage niußte nämlich den ^^er- luft Elsaß-Lothringens und der polnischen Grenzbesitz- tümer Deutschlands bringen. Datür war sicher, daß die deutsch sprechenden Teile Oesterreich-Ungarns dem Länderkreis der Hohenzollern einverleibt würden. Es ist nun unmöglich, daß die Alliierten, die den Polen. Tschechen und Südsklawen das Selb'lbestimmungsrecht zugesprochen haben, den Deutsch-Oesterreichern das Recht verweigern könnten, sich mit den Norddeutschen zu vereinigen. Heute können wir angesichts der möglicherweise bevorstehenden sozialen Umwälzungen, die alle politischen Pläne über den Haufen zu wrrsen drohen, von solchen politisch- territorialen Verschiebungen nur als von einem Provisorium sprechen. Hätte die Hohenzollernmonarchie weiter bestanden, so wäre ihre Bereinigung tatsächlich ein bedenkliches Problem für die Alliierten gewesen. Deutschland hätte im Westen und Osten fünf Millionen Einwohner verloren, dafür aber im Süden acht Millionen gewonnen. Es hätte dabei seine Südgrenze bis hart nörollch Triest vorgeschoben. Italien wäre über diesen Austausch des Nachbars kaum erfreulich gewesen. Heute aber stehen wir vor ganz neuen Tatsachen. Dag mft liülrmn kr JosMeMratk. Wenn nt den Gemeinden Wahlen stattflnden. so hat man mittinter die Gepflogenheit, einen der ärgsten Krischer aufzustellen. meist auch mit dem gewünschten Erfolg: aus dem bös- mäukigen Kritiker wird ein Mitarbeiter, der sich seiner Verantwortung bewußt ist und einsehen gelernt hat. daß überall mit 2Baster gekocht wird. In derselben Lage befinden sich jetzt die Mehrheirssozialdemokraten. die jahrzehntelang das Volk mit den kühnsten Versprechungen gelockt und aufgepettscht haben und nun, da sie selbst zur Macht gelangt Und. vor den Scherben ihre» Programms stehen. Der „Vorwärts" zumal bringt in der Gegenwart Aufsätze, dis. hätten sie vor einem balben Jahr in einem bürgerlichen Blatt gestanden, als Ausbund der Scharfmacher und Gott weiß was. verschrieen worden wären. Die Herrschaften, die sich vor fünf Wochen ln gewalttätiger Weile in Besitz der Diktatur gefetzt haben und die bürgerlichen Kreise glatt beiseite geschoben haben, sind heute mit ihrem Latein zu Gnde und sehen eitu daß ein großer Kladderadatsch vor der Türe steht, wenn die ordnungsliebenden Elemente nicht wenigstens den gemäßigten Teil der Ursurpatoren stützen wurden. Ein Beispiel dafür bietet ein Aufsatz des ..Vorwärts", der sich mit der Wiederbelebung unseres Wirtschaftslebens beschäftigt. Er schildert zunächst die Gefahren, die unserer Industrie als Folge der Waffenstillstandsbedingungen durch die Besetzung wichtioer Wirtschaftsgebiete durch den Feind und durch die Zerrüttung des Transportwesens drohen, und fährt fort: „Dazu kommt eine heillose Beängstigung und Beunruhigung von Industrien und Gewerbe» durch übel verstandene Propa. ganda eines uwstnniaen und phantastischen Wortkommunismus, der namentlich die Elemente aufgewühlt hat. die erst durch die Erregung der Revolulionstoge aus tiefstem dumpfen Verborgensein an die Oberfläche gestiegen sind. Die wahnsinnig st eit Lohnforderungen sind mit an der Tagesordnung und kein Mensch denkt daran, was morgen werden soll und wie sich daß Los der großen Volksgefamtheit gestalten soll. Bei einem Teil der Arbeiterschaft — und es ist nicht der. dessen musterhafte Selhst- disziplin, dessen Opfermut im organisierten Lohnkampf wir früher so oft bewunderten — ist eine wilde Jagd rwrh Geld ausgebrochen. die alles zerstören muß. was sür den Wiederaufbau unseres Wirtschaftslebens notwendig ist. Bedenkt man denn nicht, wie wir durch den Krieg vollkom. men ausgepumpt sind und daß Deutschland imt& der Last düster» ster Armut seufzt? Heute muß man den Mut haben, den Massen reinen Wein einzuschenken über das. was das deutsche Wirtschaftsleben jetzt leisten kann, ihnen Solidarität zu predigen, eine Solidarität, die sie auch befähigen soll, unsere große Armut gemeiusam zu tragen, gemeinsam an der Schaffung neuer Werte milzuwirken und das Volk auf die Höhe des früheren Wohl- standes zurückzuführen. Es ist verbrecherisch, die Arbeiter an. zureizen, mehr zu verlangen, als unsere gesamte Wirtschaft allen gleichzeitig zu geben vermag. Was einzelne Gruppen der Arbeiter heute an übertriebenen Löhnen erpvingen. muß bei der rmvermeidlich kommenden ickw-eren Krile die librine Malle der Trbeirer or> t?rm Levensnerv verletzen. Diese PropaMEr mutz bekämpft werden und es mutz den Arbeitern die volle Wahrheit über die wirtschaftlichen Schwierigkeit«! des Reiches mutig vorgetragen werden." Die beachtenswerten Ausführungen schließen: „Die Not ist so groß, die Gefahr so ernst, daß sie alle Bedenken und Einwände zum Schweigen bringen. Selbstdisziplin vnd klare Erkenntnis dessen, was ihnen als Einzelperson wie der Gesamtheit allein zu dauerndem Nutzen dienen kann, müssen ven^Arbeftern den Weg zeigen, der zur Wiederbelebung' unserer xn Tode ermatteten Wirtschaft und damit zur Rettung des aan- Len Volkes führt." ^.n bürgerlichen Kreisen hat man das alles ein-gesehen und die Mehrheitssozialdemokraten können sich gewiß nicht darüber beklagen, daß ihnen von dieser Seite Schwierigkeiten gemacht rverden. Im Gegenteil, wo es gilt, die Ordnung auftecht zu erhalten und wo bestrebt wird, unser Vaterland wieder besseren Zeiten entgegenzuführen. da sind sie unserer Mitwirkung sicher. Auch wir wollen den Volks st aal, aber keinen sozialistischen ^und alle Declamatronen der Sozialdemokraten beweisen nur, daß entgegen allen früheren Behauptungen das deutsche Volk für den Sozialismus nicht reif ist. Das große Lernen der Sozialdemokraten beginnt aber auch auf anderem Gebiete. Früher war ihnen der konseroativ-preu. tzische Londrat das Urbild eines Volksbedrückers und Freihett- feindes. Heute müssen wir im „Vorwärts" lesen: „Sicher aber ist. daß Deutschland, so lange es besteht, Wahlen wie die der letzten Woche noch nicht erlebt hat. Gegen die Schiebungen und Mogeleien, die der Spartakusbund dabei verübt, sind alle früheren Streiche ostelbischer Landräte das reine Kinderspiel. Auf unseren Schreibtischen Haufen sich die Proteste gegen angebliche Wahlen, die den Namen von Wahlen über. Haupt nicht mehr verdienen. Ueberall geht die Spartakus-Taktik dahin, ein möglichst großes Tohuwabohu zu erzielen und dann die Wähler mit einem Kandidaten, den sie gar nicht kennen und den sie. kennten sie ihn. entschieden ablehnen würden, zu über, mrmpeln. So kommen manche „Wahlen" zustande, wie sie selbst tri einem Kegelklub nicht mSgNH wären und über &t* jeber et» fahren« Praktiker der Arbeiterbewegung einfach die Hände über dem Kopf zusammenschlagen muß." Auch diese Ausführungen verdienen festgehalten zu werden; sie beweisen, daß die Sozialdemokraten auch einsehen lernen, daß Freiheit ohne Schranken zur Freiheit führt, die schließlich zur Gewalt übergeht und alle Freiheit ruiniert. Deshalb verlangen wir, daß die gegenwärtige Regierung gemäß dieser Ein. sicht handelt. Herr Scheidemann erzählt. Liebknecht sei zweifellos nicht normal und damit steht auch das Programm der Spar- takusgruppe im Einklang, in dem u. a. gefordert wird: Entwaffnung der gesamten Polizei, sämtlicher Offiziere,-sowie der nichtproletarischen Soldaten, Entwafftrung aller Angehörigen der herrschenden Klasse, sofortige Beschlagnahme aller Lebensmittel zur Sicherung der Vottsernährung, sechsstündiger Höchst, arbeittztag, Anullierung der Staats- und anderen öffentlichen Schulden, sowie sämtlicher Kriegsanleihen, ausgenommen Zeichnungen von einer bestimmten Höhe cm, Enteignung des Grund und Bodens aller landwirtschaftlichen Groß- und Mittelbetriebe. Enteignung aller Banken. VerUverre, Hütten und aller Großbetriebe in Industrie und Handel durch die Räterepublik, Kon. fiszieruirz aller Vermögen von einer bestimmten Höhe an. Wer in einer Lage, wie sich das deutsche Volk eben befindet, solche Forderungen stellen kann, der ist entweder ein Vater- landsverräter oder ein Narr. In beiden Fällen aber muß die Staatsgewalt einschreiten und sie unschädlich machen. Es nützt nichts, wenn hin uni wieder eine Warnung nach der äußersten Linken ergeht, die aber regelmäßig mit einer Drohung gegen die „Reaktion" verbunden ist. Nachdem sich die Monarchen selbst aufgegeben haben, denken wir nicht mehr an deren „Reaktion": wir haben einzig das Bestreben, mitzuhelfen. unser Vaterland herauszuheben ous dem Sumpf, in dein es sich befindet, aus dem Chaos, in dem es unterzugehsn droht. Dazu fft uns jedermanns Hilfe, doppelt die der Sozialdemokraten, willkommen. aber sie müssen auch durch Taten einen entschiedenen Strich Zwischen sich und dem Umsturz machen. Ans der Heimat / Aus Ctarkenburg. FC. Roßdorf b. Darmstadt. 12. D^. An der Chans, see wurde ein PHrrd von einem Kraftwagen überfahren. Dem Trer wurde nachträglich der Hals durchschnitten Da sich um das tote Tier niemand bekümmerte, zogen viel- hiesige Einwoh. na nach der Unfallstell« und schnitten sich von den Tierkörprr einen Braten ab. AuS Rhffnsiessen. FC Vom Uvtertaunus, 12. Dez Der Landrat von Trotha, der vor mehr als vier Jahren freiwillig in den Krieg zog. hat heute sein Amt als Landrat des Untertaunuskreises wieder übernommen. Kirchliche Dnchrichtr ,. Gottesdienst in der Vurgkirchs Mittwoch, den 18. Dezember. abends 8^ Uhr: Advents- andackj. Herr Pfarrer Dreh!. AlgtÜtNsrküEi^r * il7r Offene Stellen: 58 Knechte, 7 Tagelöhner. 1 verheirate^r oder lediger Kutscher, 3 Tagelöhnerfamilidn. 2 Gartenardeiter. l Vorarbeiter mit 12Leuten, 2 Baumwarte, 1 Schmiedelehrling. I B ckerlehrling. 1 Wagner, 1 Maschinist {elcftr Licht). 2 Schuhmacher. 1 Müller, mehrere Dienstmägde, mehrere Hausmädchen. 1 Büfferlräulein, 1 Köchm. 1 Küchenmädchen. Monatsmädchen und Waschfrauen. Wir vermitteln auch Feidmädchen. Anmeldung muß sofort erfolgen. Stellen surbend?: Mehrere Melkersamilie'i und ledige Melker, mehrere Bürs- gebilfen fauch Kriegsbeschädigte). 1 Bieiolaser. 2 Polsterer, 3 Bürofräuleins. 1 Haushälterin, mehrere Geschäftsleute aller Art. Verantworttich für den politischen und lokalen i : r o Hirsche!, Friedberg: füt den Anzeigenteil: C. Schmidt. Fnedberg. Truck und Verlag der „Rouen Tageszeitung", B G.. Friedberg i & € p D§r elektr. Wkuftik-AppKraL ist für Sie- - Vorsührung und Prospekt kostenlos und unverbindlich. Deutsche Akust. Ees., Verlsn-Wrlmersds. Vertr. Friedberg i. H., HaagsLr. 14. Es ist bestimmt in Gottes Rat, Daß man vom Liebsten was man Mutz scheiden. Nach 4y 2 tä<-iriget iteuefier Pflichterfüllung ent chlief nach fünftägiger, schwerer Lungenen: ü:dung auf der Heimreise in einem Feldlamrett in Plauen im Vogtland mein innigstge'iebter, her;ensguter Ga te. der treube orgte Vater seines Kindes, mein lieber Sohn, Schwiegersohn, Bruder, Schwager und Ontel Gefreiter HllKZ ||€f§ im blühenden Alter, von 29 Jahren. Dies zeigen im tiefen Schmerze an Zie taiiik Min Wr Kch nebst Kind. Leidhecken, den 1b. Dezember 1913. ^ Die Beerdigung findet nach erfolgter Ueberführung in Leidhecken statt. lr n lüchnoer, zuoeiw si-er Verwalter der selbst mit Hand anlegt, für 1. Januar 1N19 ge ucht. Ge äülge Offenen an Clirislia» äiär, Hof Binderbügen. goft ßidmgrv. AAigcr MeW ge uchl Beiqeordn. Horack. Reich elshnm. i^va ig. tleiBijcs, ehrliches Mädchen, das alle Hausarbeit ve-1. un. kochen lann, für 1. Lau. gesucht. Friedberg. KaiieKtrasze 1 0. t in großer Auswahl LsÄlinZimz Fritilr. Ltnchh, Friedbcrg. Dis Wahllisten für die am 19. Ianur 1919 stattfindenden Wahl zur verfassunggebenden Volkskammer der Republik Hessen liegen vom Samstag, den 21. Dezember ds. Is.. bis Samstag, den 28. Dezember ds. Is. beide Ta^e einfchttctzlich, auf dem Stadthaus. Zimmer Rr 4 zur Einsicht offen. Die Offenlegung erfolgt von 8 Uhr vormittags bis 1 Uhr nachmit a^s; am Sonn.ag. den 22. Dezember, sowie an den Weih- nachis eierta cn. am 25. und 20. ds Alts., jedoch nur von 8 bis 12 Uhr vorm.lta s. Innerhalb die es achttägigen Zeitraums können Einwendungen geaen die Richtigkeit und Vollständigkeit der Wählerliste schriftlich oder mündlich zuPro>okoll bei her Bürgermeisterei erhoben weiden. Berechtigt zur Erhebung von Einwendungen sind alle Personen männlichen und weiblichen Ge.chlechrs, die zur Zeit der Wa l das 20 Lebensjahr zurückgelegt haben, und zwar bezüglich aller Eintragungen in die Wählerliste. Wer die Eintragung eines Wählers verlangt, muß für diesen die in Artikel 3 ,ür die Stimmberechtigung angesühtten Erorder- nissen Nachweisen. Werden diese Rachwei e bis zum Abläufe der Einspruchsfrist nicht oder nicht vollständig vorgelegt, so bleibt die Anmeldung unberücksichtigt. Ueber die vorgebrachten Einwendungen ist von der Bürgermeisterei binnen drei Ta^en Entscheidung zu treffen und diese den Beteiligten bekannt zu machen. Gegen die Entscheidung findet Beichwerde an den Kreisaus- 'chuß statt. Sie muß innerhalb einer unerstreckiichen Frist von 3 Tagen, vom Tage nach der Bekanntmachung der Entscheidung an gerechnet, bei Vermeidung des Verlustes bei der Bürgermeisterei unier Beibringung der Bewelsmitiel an ereigt werden, worauf die Listen mir den dazu gehörigen Verhandlungen unverzüglich, jedoch nicht vor Ablauf der Offenlegungsfrist. an das Kreisamt zur Herbeiführung der enlgüttigen Ent cheidung des Kreisausichusses ein- '.usen^en sind. Die e Entscheidung hat längstens innerhalb drei Wochen, von Beginn der Offenlegung der Wählerlisten an gerechnet. zu erfolgen und ist dwch Veunrttlung der Bürgermeisterei den Berellig en belannt zu machen. Personen des Soldatenstandes owie aus dem Mil tärdienst entlassene Personen, die m rer Zeit von der Mobilmachung bis zur Demobilmachung zum Heeresdienst einge o.;en waien. sind an die E>n>pruchsir>st (Art 10. Ao. 1j nicht gebunden. Sie sind a s ihren Antrag nach Ablauf dieser Frist bis zum Tage vor der Wahl nachirä l>ch in d»e Wählerliste aufzunehmen, fosern sie die in Art 3 für die Stimmderechligung angeführren Erfordernisse nachweifen. Friedberg, den 10. Dezember 1918. Der Bürgernreistet. 2. V.: Damm. 01 me VezuMm! Ein chwarze. Ein flertziges. braves SieiifÄjfii Sefuchr. Zu erfragen in der Gefchäfts- PeUedkr^eutn Ta es er ung". LlSLrsI vnd verschied. Anderes wegen Platzmangel ab 16. Dez. z» oerlau,en. Bad Homburg, Promenade 49. 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