Nummer 288 Einzelpreis LLL Samstag, den 7. De;emver 1918 _ 11. Ja hrgang. Die .,11 eile Ganes^eitnutz" eildjemt icöen Werktag. Regelmäßige Beilagen ,.§er L'-auer ans Hellen", „die Spirrnltube". Serngspreia: Bel den VoitanNalten merreliahrlich NLt. 2.7t) hinzu tritt noch das Bestellgeld: dei den Anenten monatlich 1.00 Mk. einschließlich Tragerlodn. Anrergen: Grundierte 2b Big., totale 2ü i$Tq., Anzeigen von auswans werden durch Bo>lnachnat,me erhoben. ErfüUnnasori ^riedbera. Hchriftleituna nttb Uerlm neöberq sfressen!, ^anauerlratze 12. ^ern'vrechsr 4S. Poti reck-Lotto ^ir. 13>9, J imt Irantsurt a. M. »— ' —»>>' > "» » " . - i— ... > — ■ ■■■■i n '■ _ itoridmflfn kr liritildirn K^chliigslnipptn. Düren, 6. D'-'zbr. (WB.) Tie amtliche Kundgebung der biitifchen Befatznngsbehörde enthält u. a. folgende Punkte: An der Jnnnenseite der Haustüren sämtlicher Häuser muß eine Liste der Hausbewohner angebracht werden. Ohne Ausweis eines Führers der Besetzungstruppen darf niemand tas von den Truppen besetzte Gebiet verlassen. Jeder kann sich frei bem-egen. jedock ist Radfahren und Reiten verboten außer für Aerzte. Hebamnien und Priester in Ausübung ihres Berufs. Von 6 Uhr abends bis 7 Uhr morgens deutscher Zeit darf niemand seine Wohnung verlassen. Nach 9 y 2 Uhr ab«nds darf in Privathäusern kein Licht mehr brennen, außer ttl den behördlichen Bureaus und in den Räumen der Einquartierung. Alle Wirtschaften müssen um 7y 2 Uhr abends geschlossen werden, bestimmte Wirtschasten sind zum Besuch ^ür Militärpersonen bis 91/2 Uhr geöffnet. Auf Verlangen b»r Militärbehörde muß Papier nach Bedarf zur Verfügung gestellt werden. Fernspreck-ei und Telegraph werden von den Besatzungstruppen übernommen; die Benutzung durch die Bevölkerung ist untersagt. Jeder Verkauf von Spirituosen ist verboten. Deutsche Militärpersonen ohne vorgeschriebenen Entlassungsschein werden interniert. Beamte haben in Ausübung ihres Dienstes Uniform zu tragen. Waffen und Munition sind abzugeben. Für feindselige Handlungen gegen die Besatzungstruppen wird der Bürgermeister verantwortlich gemacht. Schriften politischen Inhalts dürfen nicht verbreitet werden. Zeitungen dürfen ohne schriftliche Erlaubnis der Militärbehörden nicht gedruckt und ausgegeben werden. Tie Benutzung von drahtloser Telegraphie, sowie der Verkehr mit Brieftauben ist untersagt. Tie Achtung vor den britischen Offizieren haben alle deutschen Männer durch Aehen der Kopfbedeckung zu bezeigen, desgleichen beim Absingen der Nationalhymne. Befehle des Feldmarscknlls Haig an die Bevölkerung der von britischen Truppen besetzter! Städte und Ortschaften ordnen an. daß jedes Vergehen, das das Leben oder die Sicherheit der britischen Truppen gefährdet, als feindselige Handlung anzusehen ist. Allen Einwohnern wird persönliche Sicherheit garantiert, wenn sie sich friedlich verhalten. Bei jeder Beschädigung oder Unbrauchbarmachung von Telegraphen. Fernsprechern ufw. wird die betreffende Person vor ein Kriegsgericht gestellt und bei Schuldigerklärung mit dem Tod« bestraft. Beginn der Anarchie in Berlin. Gestern nachmittag erschien vor dem Neichstagspalcns mehrere Truppen bewaffneter Matrosen und Soldaten, die Eberl zum Präsidenten der deutschen Republik ausriefen. Auf die Frage, ob er das Amt annehme, antwortete Ebert, er , muffe darüber erst mit seinen Freunden in der Negierung sprechen. Ungefähr zur selben Zeit erschienen plötzlich Soldaten im Zimmer des Vollzugsrates im Abgeordnetenhaus und erklärten ibn im Namen der Regierung für verhaftet. Amtlich wird dariiber gemeldet: Berlin, 6 Dez. (WB.) Der Vollzugsausschuß der Arbeiter- und Soldatenräte teilt mit: Ein Putschversuch. Kurz nach Beginn der Sitzung um 4 Uhr 30 Minuten wird milgeteilt, daß eine größere Truppenmacht, bestehend aus den Franzern. Garde-Pionieren, Flammenwerfern. Marine-Infanterie und Feldfliegern, sämtliche Ausgänge des Hauses besetzt hat und im Begriff sei, einzudnngen, um den Vollzugsrat zu verhaften. Die bereits begonnene Beratung über den ersten Punkt der Tagesordnung wird fortgesetzt und nur ein Mitglied abgeordnet, um den Tatbestand festzustellen. Kurz darauf drang ein Feldwebel der Gardepioniere mit etwa 80 Mann (Pioniere und Marine, meist sehr junge Leute) ein und erklärte den Vollzuas- rat für verhaftet, und zwar im Namen der Reichsregierung. Auf das Ersuchen des Vorsitzenden, einen schriftlichen Befehl vorzulegen, erklärte er. daß er einen solchen nicht habe und nur den Befehl seines Vorgesetzten befolge. Auf die Fraae. wer sein Vorgesetzter sei, lehnte er die Antwort ab. Er ließ die Türen zum Sitzungssaal besetzen. Ein Offizierstellvertreter von den „Franzern" gab seinen Leuten den Befehl, zunächst sechs Mann des Vollzugsrates und sodann weitere Trupps von je sechs Mann abzuführen. Da die Mitglieder des Vollzugsrotes energisch protestierten und die Mannschaften sich unentschloffen zeig- zog sich die Ausführung de? Befehls hin. Inzwischen er. schien der Lolksbeauftragte Barth und erteilte im Namen des Notes der Volksbeauftragten dem Feldwebel den Befehl, mit den Mannschaften sofort den Saal zu räumen. Nach anfänglichem Sträuben führte dieser den wiederholten Befehl aus. In- ifchcn hatte sich da§ Abgeordnetenhaus mit einigen hundert ann Verhaftungstruppen gefüllt. Gleichzeitig waren auch im obrere tausend Mann Matrosen zum Schutze des Vollzugsrates erschienen, ebenso größere Massen von Arbeiter». \ Berlin. 6. Dez. (WB.) Die Volksbeauftragten Ebert. Schcidemann und Landsberg teilen mit: Die Reichsregierunz Aeht der Verhaftung des Lollzugsrates vollkommen fern. Die Truppen sind dabei mißbraucht worden. Die Mitglieder des Vollzugsretes sind sofort freizulasien. Die Truppen fordern wir auf, in Ruhe die Kasernen aufzusuchen. GiiiiildlHiifl kr (frppitg vsni Dffrrekhrf. Laut Bekanntmachung des Demobilmachungskommiffars für den Regierungsbezirk Wiesbaden ist in den gemischten Muni- tionsbetrieben die Erzeugung. Bearbeitung und Vollendung aller Gegenstände, die lediglich Kriegszwecken dienen, spätestens am 6. Dezember 1918 völlig einzustellen. Wilhelm II. Washington, 5. Dez. (WB.) Vom Staatsdepartement ver. lautet, daß die Frage der Auslieferung des früheren deutschen Kaisers aufgeschoben wird, biß man Wilsen gehört hat. Nach Aeußerungen amtlicher Kreise in Waihingten äußerte Wilson über diesen Gegenstand noch niemals feine Meinung. AuMmliMnr fukn in Wistren. Brünn. 5. Dez. (WB.) Der „Tagesbote" berichtet: Die Stadt Holleschau wir in der Nacht aus gestern Schauplatz wüster Ausschreitungen. Gegen 10^ Uhr drangen tscheche-slowakische Soldaten in die Iudengaffe ein, nachdem sie vorher in einem Gasthaus gezeckt batten Dort plünderten sie sämtliche Ge- schäftslokale und Magazine gänzlich aus- Die Wachmannschaft wurde nach kurzem Handgemenge entwaffnet. Ein jüdischer Kaufmann, der vor kurzem als Invalide aus dem Felde beim gekehrt war. wurde durch Bajonnettstiche und einen Bauchschuß getötet. En Likörfnbrikant wurde erschaffen. Die Plünderungen dauerten die ganze Nackt an. Morgens griffen die Plünderungen auf den übrigen Teil der Stadt über. In der Frühe traf militärische Hilfe aus Koietrin ein. um die Ordnung herzustellen. Diese Abteilung soll sich fedoch an den Vlnnderunacn beteiligt haben Die bekannte Kletderfnbrik von Peer wurde vollständig verwüstet und ausaeplündert. Der hier anaencktcte Schaden beträgt allein 60tt 000 Kronen. Insgesamt dürste sich der Schaden auf mehrere Millionen Kronen belaufen. Beinahe der größte Teil der Juden Holleschaus verließ, ihrer Habseligkeilen beraubt gestern die Stadt. Zurück auf's Fand! Berlin. 6. Dez (WB.) An die vom Krieg heimkehrenden Landarbeiter und an alle, die vor dem Kriea auf dem Lande tätig waren ergebt erneut der dringende Ruf nickt in die Städte und Industriebezirke zu gehen, wo es an Wohnungen fehlt und die Arbeitsgelegenheit knapp ist. sondern aufs Land wo eine durchgreifende Umgestaltung der Besitzverhältniffe im Gange ist. wo hunderttausend«» selbständige Bauernstellen geschaffen werden sollen. Die Ausnahmegesetze gegen die Landarbeiter sind aufgehoben. Für die Herstellung der nötigen Wohnungen und für Vacktland wird durch Gesetz gesorgt. Wer sich auf Landwirtschaft versteht, oder willens ist. sie zu erlernen, sollte aufs Land gehen. Wer Arbeit auf dem Lande sucht, wende sich 1. an seine alte Stelle oder 2. an den Arbeitsnachweis seines Heimakbeckrks — ein solcher Arbeitsnachweis befindet sich in jeder größeren Stadt — oder endlich, an seine Gewerkschaft. und zwar a) an dem Landarbeiterverband Berlin SO. 16. Mickaelkirchplatz 1: d) an den Zentralverbind der Forst-, Land- und Weinbergarbeiter in Bielefeld. Gütersloherstraße 45. Wer sich als selbständiger Besitzer- oder ländlicher Handwerker ansiedeln will, wende sich unter Angabe seiner Wünsche und Ver- wögensverhaltnisie an eine der nachgenannten gemeinnützigen Siedlungsgesellschcrften: für Hessen-Nassau' Hessische Siedlnnos- gescllschast in Kaffel, Kurfürstenstraße 12 und die Naffauische Siedlungsgesellschmst in Wiesbaden, für das frühere Großherzogtum Hessen- Siedlungsgesellschaft in Darmstadt (Ernst Ludwig- Verein). Wilhelminenstraße 3. Der Staatssekretär des NeichZarbeitsamts: Dauer. --—' Prr FinanMllrt kr A.- 11 . K.-Wc. Berlin. 4. Dez. (WB.) Gegenüber der durch eine Korre- fpondeirz verbreiteten Nachricht, daß der Finanzbedarf der Arbeiter- und Soldatenräte bisher 800 Millionen betragen habe, schreibt die „Freiheit": Wir haben bereits darauf hingewiesen, daß diele Angabe schon deshalb den stärksten Zweifeln begegnen muß. weil es ja bisher gar keine Möglichkeit geben konnte, halbwegs zuverlässige Berechnungen der von den Arbeiter- und Soldatenraten in Anspruch genommene^ Beträge vorzunehmen. Die allerverschiedensten Stellen, Dutzende, vielleicht sogar Hunderte wären da zu befragen. 800 Millionen find eine völlig haltlose Vehauprung. Nachschrift der Schriftl.: Im Interesse der Arbeiter- und Soldatenräte hätten wir eine bestimmtere und unzweideutigere Erklärung für geboten erachtet. * Der Stand der Ernährung. Berlin, 5. Tezbr. Eine sehr ernste Schilderung unserer Ernähr ungslage entwirft eine Note, die laut „Voisiicher Zeitung "das Reichsernährungsamt an das Auswärtige Aint gerichtet hat und in der es heißt: „Das Rückgrat unserer ganzen Ernährungswirtschaft bildete bisher die Versorgung mit Brotgetreide und Kartoffeln. Infolge der Grippe, der Unruhen und der Arbeitseinstellung der Kriegsgefangenen usw. ist ein erheblicher Teil unserer Kartoffelernte in der Erde geblieben und durch den frühen Frost vernichtet worden. Hinzu kommt die ungeheure Transportkrise, die ebenfalls dazu beigetragen hat daß unsere Kartofftlvorräte nicht ordnungsmäßig haben ein- gewintert werden können. Die Folge davon ist. daß die Hauptwohnbezirke nur noch für wenige Wochen mit Vorräten versorgt sind und nennenswerte Zufuhren nicht mehren warten können. Ein Durchhalten der vorgeiehenen Km- toffelraiton erscheint daher schon heute als vollkommen w' geschlossen und höchstens die Hälfte der Ration wird alle- niein ausgefetzt werden können. Tie Getreideversorgum. war nach der verfrühten Inanspruchnahme der diesjährige,. einheimischen Ernte in erheblichem Maße auf Zufuhren au;> dem Osten eingestellt. Infolge des Fortfallens dieser Zufuhren hat nch die Lage der Reichsgetreidestelle derart ungünstig gestaltet, daß ihre Lagerbestände nur noch bis zum 7. Februar 1919 reichen, und auch dann nur. wenn die täglichen Zufuhren in gleicher Höhe wie im Vorjahr erfolgen. Dies erscheint aber nach Lage der Transportverhältnisse völlig ausgeschlossen. Nach dem 7. Februar würde sich also günstigenfalls nur eine Tageskopfration von 80 Gramm Mehl, d h. ein Drittel der gegenwärtigen Nation verteilen lassen. Tiefe Lage bessert sich auch dann nickt wesentlich, wenn die feit dem 1. Dezember zugestandene Erhöhung der Brotration wieder riickgängig gemacht wird, was aus tech- rrieften Gründen kaum vor dem 1. Januar möglich sein würde Hierbei ist Zu bemerken, daß die Erhöhung der Brotration seinerzeit ausschließlich aus politischen Gründen erfolgt ist. Sehr trübe sieht es auch rrm die Aussichten unserer Fett- und Fleischoersorgung aus. da bekanntlich das Durchhalten der Fettwirtschaft aus die Zufuhren der in Rußland ange- fauften Oetsaaten eingestellt war. Diese Vorräte sind naturgemäß nickt mehr abtransportiert worden. Tie einheimische Volkswirtschaft gestattet deshalb nach dern völligen Zusammenbruch dei Milchwirtschaft nur noch einen Wirtschafts- Plan bis zum 1. April. Vis zu diesem Tage steht aas der möglichen Aufbringung von Milchfett und air§ der Margarineerzeugung nur noch ein Tageskopfguantum von 3.3 Gramm zur Verfügung. Die Fleischration, die für den größten Teil der versorgungsberechtigten Bevölkerung nur noch eine Wockenkopfmenge von 100 Gramm vorsieht. konn auch nur unter Zuhilfenahme ganz beträchtlicher Zufuhren aufrechterhalten werden. Ohne solche Zufuhren ist jedenfalls mit einer starken Herabsetzung aller Lebensmittelrationssätze spätestens zu Anfang Februar zu rechnen. Was das bedeuten würde geht daraus hervor, daß alsdann der Nährwert, der heute schon nur noch ein Drittel des normalen Durchschnittsnährwertes darstellt, auf etwa die Hälfte des gegenwärtigen Nährwertes herabsinken würde. Diese Tatsache würde ein langsames, aber sichreres Verhungern bedeuten." Die Note schließt mit dem Hinweis, daß die Sterblichkeit in Deutschland in der Kriegszeit und insbesondere in den letzten Jahren in erschreckendem Umfange zugenommen hat. Bereits im Jahr« 1917 sind in Deutschland infolge des Hungerkrieges von je 1000 Lebenden gleichen Alters mehr als vor dm Kriege gestorben: im ersten Lebensjahr 9.7. im Alter von 2 bis 5 Jahren 19,6 und im Alter von 70 Jahren und darüber 33,4 Prozent. Noch beunruhigender gestaltete sich die Sterblichkeit an Tuberkulose. Sie ist bei je 10 000 Einwohnern von 15,7 auf 31,7 gestiegen. Allein in den 380 deutschen Orten mit mehr als 15 000 Einwohnern sind im Jahre 1918 43 390 Personen mehr an Tuberkulose gestorben als im Jahre 1913. Noch eindrucksvoller prägt sich die Erhöhung der Sterblichkeitsziffer in den Hauptwohnbezirken aus, und zwar gaitz besonders in den Ziffern für die weibliche Bevölkerung. In Berlin ist die absolute monatliche Anzahl der weiblichen Todesfälle seit Oktober 1915 von 1097 auf 8136 gestiegen. Die Zahl der Todesfälle an Längen- krankheiten, also hauptsächlich an Schwindsucht, weist eine) Erhöhung von 205 auf 1752 auf. Das Nkrnichtnngc.pragramm. Die von einer britischen Zeitung mitgeteilten Pläne, irflT Deutschland wirtschaftlich zu vernichten, bilden nur einen Tei^ der dem Deutschen Reiche aufzulegcnden Friedensbedingungen.^ Dabei würden diese „Entschädigungs"forderungen allein ge-^ nügen, um dem deutschen Volke die Lebensmöglichkeiten zu neh«> CuetL Sie werdet sich in notroen->ka-r ^olaericktiakelt ***' wirtschaftlichen und finanziellen Gebiete auch auf das politische erstrecken und dieses durchdringen, mit der Wirkung, daß dem Deutschen Reiche nicht allein seine politische Unabhängigkeit nach außen' verloren ginge, sondern auch die politische Selbständigkeit im Innern. Das deutsche Volk würde, und zwar in allen seinen Schichten und Gliedern, zum Lohnstlaven der Entente werden, und zwar für unat^ehbare Zeit. - Wie gesagt wurden solche oder ähnliche sogenannte Entschädigungsforderungen aber nur einen Teil des Vernichtungsprsgramms unserer Feinde bedeuten. Dazu werden politische und Forderungen kommen, welche das deutsche Gebiet verkleinern und darauf ausgehen, innere Verschiebungen und Neueinteilunqen herzustellen, welche Zerissenheit und Ohnmacht zu einer dauernd wirkenden Große machen sollen. UeberrascheN können diese Forderungen nicht, denn wie immer wiederholt werden muß. haben die Minister und die Presse der Entente ron Beginn des Krieges an die tatsächliche Vernichtung des Deutschen Reiches, seiner Kraft und seiner Kraftquellen als Ziel des Krieges verkündet. In Deutschland hat man hieran durchweg nicht geglaubt und ist hinter dem Traume einer „Verständigung" hergelaufen. Jetzt zuletzt mit der deutschen Waffenstiststandsbilte ist da noch die große Täuschung 7>om ..Rechtsirieden" Wilsons gekommen. Der Präsident der Vereinigten Staaten, so wird neuerdings berickstet. habe die Absicht, für dir Zulallung Deutschlands in den Völkerbund einzutreten, sei auch gegen jede Form eines Wlrtfchastskrieges geaen Deutsckland. sobald der Friede einmal geschlossen ser. Es bleibt abzuwarten. ob und inwiefern Wilson sich in dieser Ricbtung zu betätigen geneigt ist. Darüber oll man sich aber in Deutschland klar sein, daß eine solche Zu- lastung ,n dem Völkerbund urrd Mschwören eines Wirtschaftskrieges bedeutungslos für Deutschland sein wird, wenn die Entente ihr vernichtendes Friedensprogramm vorher durchführt wie sie es sich vorgesetzt hat- Ein Land und Volk, welches ohn-' mächtig gemacht und zu Frondiensten für die anderen Mächte gezwungen worden ist. ein Volk, welches außerstande fein wird sich unabhängig und selbständig zu rühren, welches sich, seinen i iBefit* und seine Arbeit unter die dauernde Kontrolle sein-r > Fe.nd°^eNt fleht, kann es nur a,z eine leere und tmmffrich betrachten, wenn man ihn, sank, er solle ,um Solferbunb«. Mgetnffen werden »nd sich frei betätigen können. der ff!.',.,., 1 r bt l an ^ 1 und an, dauernden Willen und d-Ie lik, 5 TVutI * p tu vernichten, nie gezweifelt und d.rser Ueb«,zeu,,unz seit Beginn des Krieges fcrtgeletzt Aus- h<1 ^ n d°8°ü°u. was denn etqent- das deutsche, krinne man mch vernichten. V.eNerckfl haben diese Richtungen und ihr. .mltbZilT b-°n bekommen, was Ver. di- u2^l rmäCtS l m m0n *" einem Aufsätze, der sich geaen die Unabhängigen Sozmldemvkralen richtet und auf do«? £>fiXn%r e T te V ni " CI ® Wnet binweisti ..Von den fron- wir aber nichts". Und di« neueren Cntwicklungsbewelse. ..das, di- Satsnung der Unabhänaiaen ans dr- ,^t->nationale Aktion zur Verkürzung des K-!eg7 Traum -nd Schaum mar ~ Der ..Vorwärts" ha/darin ,-hr rech/ ab-r so lang« ,fl es n>ch, her. daß gerade auch er di- möflt-n Hof? Pctt/k a amJall Zn T a>i r' e '*** ^ ^ ^m°ntsprechend- : Br „' c?£\ ** fortera versucht-. Man brauch, auch nur an Stockholm und Ireffvunkte in anderen neutralen vän d rn zu erinnern. W.r haben d-mgea-nüber stets di. Anf/I bofl die Internationale dem Ter, schon Reiche als unabhängig« Mach, feindlich und negierend gegenüberfleh. °tl°r ,n den neutralen Länder». Wie zu Anfang des Kriegs Uhlta ** F,e ">i»elbar und unmittelbar im Tienste dsrteniaen Mächte fleht welche -ne flch ftf eniW: ' 0rfS " r ' nb Auch diese deutsch. Illuflvn ha, flch furchtbar ne,acht, ebenso wie die andere vom Vertrauen zur Solidarität der „Kulturmenschheit" und ähnliches Kreise wollen auch Oronuag, aber eine andere, eine ganz neue sozialistische Ordnung. So stehen also augenblicklich die. die die Aufrechterhaltung der bisherigen Ordnung verfechten. denen gegenüber, die die neue Ordnung wollen, für möglich und erreichbar halten.. Nun ist es ja zweifellos, daß der Glaube an die Durchführbarkeit der neuen Ordnung eine Ntopje ist, aber dieser Glaube sitzt nun einmal in Millionen Köpfen fest und ist von heute auf morgen nicht auszurotten. Dieser Glaube wurde einmal genährt durch die sozialdemokratische Agitation, wie sie auf Grund des sozialdemokratischen Programms Jahrzehntelang betrieben worden ist, lodann erst reckt noch gestärkt durch die Kriegswirtschaftspolitik. durch die die Allmacht des Staates auf wirtfchaft- lickrem Gebiete proklamiert und der industriellen Arbeiter- »chaft eine Sonderstellung emgeräumt wurde, deren Folgeerscheinungen gegenwärtig in der schärfsten Form zutage treten. Es ist also kein Wunder, daß die Arbeiter an dem Glauben festhalten. daß es jetzt an der Zeit sei, die kapitalistische Wirtschaftsordnung zu stürzen und an ihre Stelle Ne sozialistische zu setzen. Denn die Diktatur des Proletariats sollte eben auch dü Verwirklichung her sozialistischen Ideale auf der ganzen Linie bringen. Daß diese Verheißungen nicht .n Erfüllung gehen können, daß die alte Ordnung sich nickt durch Dekrete und politische Machtanwendung in die neue vei-wandeln läßt daß jeder wirtstckaftlickeNmwandku-ngsprozeß eine langsame Entwicklung, nicht eine plötzliche Umwälzung oarstellt dos beginnt man in den führenden Kreisen, soweit sie einen nüchternen Bück haben, heute zu begreifen: man ist oezwnngen. die Arbeiterschaft zur Inncbastnng der alten Ordnung aukzurufen, damit die wirtschaftlich Betätigung und der wirtschaftliche Verkehr nicht noch weiter als bisher zurückgebt Die Gewerkschaften haben sich zwar schon immer die Mühe gegeben, in der Arbeiterschaft den Sinn dafür zu wecken. daß der wirstchstt'iche Ausstieg sich nur in unerbitt- 'ickem Kampfe gegen dgs Kapital langsam erzielen läßt, daß nur aus der zäben Kleinarbeit der sichere Erfolg heraus- lva-chse aber die Gewerkschaften haben nicht entschieden genug tor den Utopien gewarnt, die im sozialdemokratischen Programm verborgen liegen ja sie haben die verkehrte Zwangswirtschaft im Kriege sogar noch gefördert und entschieden vertreten. Deswegen fällt es augenblicklich den Gewerkschaften so ^br schwer die organisierten Arbeiter bei der Stana- zu hasten sie zurückzubringen von dem Irrglauben, daß bre Verwirklichung des sozialistischen Ideals jetzt vor allem anderen durchgesetzt werden müsse. Es ist kein Zweifel in der Arbeiterückast herrscht eine gewisse Enttäuschung darüber, daß sie zur alten Ordnung zurückkehren sollen. Sie haben die wirtschaftlich Bildung nicht und können sie nicht haben.^gus der heraus sie diesen Sachverhalt begreifen würden. Sind dock selbst die führenden Kreise der Arbeiter und Soldaten ans diesem Gebiete w grenzenlos naiv, daß die unglaublichsten Vorschläge und Ideen auftauchen. u,w. ujw. Alles reuen schone, ganz r rstklajsige Möbel. aL> solut neu. — Diele kostbare, sekteno Perser Teppiche — Wertvolle Origrnal-Oelgemälde. Echte Bronzen von hohem Wert. Diel Sllbcr. — LedcUlubgarnituren. — AuLgo» sucht schöne Dielenmöbel vjw. Verkauf zum festen Prei- von 400 000 3)iart, dies ist eigener Anschaffungspreis und hat Herste emen erheblich größeren Wert. Die Wohnung ist von Autoritäten als ^Sehenswürdigkeit" bezeichnet wor. Nur ernsthafte, solvente Reflektanten erhalten Aus- Diese in Berliner Blättern erscheinende Anzeige ist ein wehmütiger Beweis dafür, wie schnell der Welt Ruhm vergeht und das Rad sich dreht. Kaum hat der Geldmacher sich .absolut neu eingerichtet mit allen Sachen, die auf dem Markt gesucht und teuer waren, da muß er auch schon wieder ausziehen. Vielleicht geht das große Schieber- und Lleierungsgeschäst nicht mehr, vielleicht sind harte Verluste eingetreten, vielleicht scheint auch.' ***** ™ Deutschland doch nichts mehr zu holen ist, die Abreise wich Reutcalien geraten. So kann sich denn ein anderer Neu. Rercher an oen echten Bronzen, den ..selten schönen, ganz erstklassigen Model.k" erauicken und die ..Sehenswürdigkeiten" wei. ter von ..Autoritäten" betrachten lasten - wenn er die 400 000 ^aTr nicht scheut. Wahrhaftig, unsere Kultur steht auf dem Gipsel. ? n dritte C?nnNfrott dg Iil'gnatioiiale. um ^iebkncäst. frriegygcminne in Ameriker. cy.^' ^niereff« zu be°btt«°n. so schreibt die <- m >a -iimeS , dnß das Kriegsx,ewinnlertt,m sich koines- Wegs oitf Eurolbt fleschrflnkt, und dah -s ,n d-n Vooeini i'», ^Kstabe vorhanden ist der die en « on * k'-in -reinen m T Jmcht des Bunde?aus.ck„sses für den Handel sagt das, die sieche dichk W- m fa Ä m “rfS Iionen OriJ ^ "°mgesockt". wovon 120 Mil- ' , KiiegSgewinn darstellen. Sonderbarerweise »k" KmSSS&IS Mn rCnfn. S’Z'y MStl .t- Tli W . l aurf ’ h ! e amenkariM-n Mnblenbesitzer soflen EFr-’ÄSSis — er fliif nach Grdnnng. ©erfin, 3. Dez. Am Monfag simd Teile der in Berlin gar« niesonrerenden Trupp-n des Gardekorps von der Front zurück, gekehrt und unter klingendem Spiel und unter Vorantragen fchwarz-meiß-roter Fabnen durch dre Stadt marschierst wo sie mit großen, Jubel begrüßt wurden Um so erstaunlicher ist es. daß heute d:e „Rote Fahne", das Organ Liebknechts, seine sinnlose Hetze gegen die b-ardetiuppen veranstaltet unter dem Vorwand. bie zurückkchrenden Fronttruppen sollten als Stoßtrupps gegen die Revolution mißbraucht werden. Das Gardekorps, so beisst es da. sei die stärkrte Hoffnung der Geaenrevolufionäre. Aufgabe de: Arbeiter sei es. dafür zu sorgen, daß der Anschlag ibrer Todfeind« wnickte w^rde Der Aufruf schließt mit den Worten Genosien. Arbeiter, proletarische Soldaten, tut eure Ps licht. Bei dieser Aufregung der Svartakusleute handelt es sich um weiter nichts als »m die zielbewußte Propaganda ihrer bolschewistischen Ideen. Ihnen liegt daran. Beunruhigung zu erzeugen und die Schaffung eines auf Rodgcrdisten gestützten Gewalst regimcnts der Spartakusleute rorzubereiten. Auch Zeichen aus anderen Orten deuten daraus hin So wurde aus einer Tagung der A.- und S-Räte, die in diesen Tagen in Leipzig stattfond ein Antrag angenommen das Große Hauptquartier' aufzulöscn und Hmdenburg zu verhaften. Hind«nburg. der die größte Ber- ebrung aller Deutschen aeniert. der ohne Schwanken dem deutschen Volke auch in seiner jetzigen schwersten Stund« die Treue bewahrt bat und die fast unlösbar scheinende Aufgabe, das deutsche Millionenbecr aus dem Westen über den Rhein zurück- zuführen, gelost hat' Aber den Spartakusleuten ist die Revolution Selbftwerk. und wer sich gegen das Ehaos stemmt, das alles zu erschüttern droht, den nennen sie einen Gegenrevolutio« nür. schreibt in seiner „Wirtschaftlichen Rick^rd Crlwer Korreippndenz": t ’' Iten . ecfen Unb Gnben tönt ai,g?nbI!F!ich der Ru- nach Ltdnung in, wirtschaftlichen Leben. T-nn das wird ach gemein r-lngejehen. dah die -.b-wierigksiten der wirtschrft- li^n Lage an sich schon Verderben drohend genug sind. Wurde d,e wettere Au,!osung der wirtschaftlick>en Ordnung noch einen größeren Umfang annchmen, dann wurden wir nnmer tiefer in den Wirrwarr und ins Elend Hineintreiben. Unfufrt, daß Ordnung herrschen muffe, wird auch dort — ~-d, wo man gegen die bisherige Ordnung verstößt. Tteje sas Apisilttkä beim 5'chqhi>fq"'li' 9?c4i wenig fteb-tiswürdig begrüßt die Frankfurter „Volks, stimme" die Elnigung der Freisinnigen und der Liwksnational. liberalen. Eie schreibt dazu: Hier hört jede Höflichkeit auf: hier kann man nur sagen: die Fortschrittlichen Dolksparteiler. di« sich erst zur „Demokratischen Partei" zusammengetan hatten und nun nicht nur msi den Mutter-Meiningen, Kopsch und Konsorten, sondern soaar mit einem Stresemann die Ehe einqehen. führen den ärgsten Schwindel aus. den es je gab. Der Teufel als Pfarrer, das Spanferkel beim SchabbeZmahl: so ungefähr steht die deutsche demokratische Partei aus. Die Kriegsgewinnler auf Abbnn. ..Hochherrschaftliche fürstlich eingerichtete 10-Zimmer- Wohnung jm Westen, mrf allem Komfort zu vertaufem lLängerer, günstigerer Kontrakt vorhanden.) Die Woh. nung ist komplett eingerichtet und bestcht unter vielem an. ^eren aus: Salon, Herren-, Speiso-. zwei Schlafzimmern Von Dr. K. von Mangoldt. Tr« Inter-nationale, auf die unsere sozialistischen und so manche anderen Politiker so große Hoffnungen gesetzt haben, erlebt in diesen Tage« und Wockien zum dritten Male lvahrend dos Krieges BanGrotst Das erste Mal war am Anfänge des Krieges. Damals sollte — nach den Erwartungen wenigstens der radikalen Am Hanger die internationale Ueöereinstimmung des sozrallstisck)en Proletariates in den verschiedenen Ländern den Krieg verhindern oder doch wenigstens in seinen Anfängen ersticken. Aber nicksts dergleick^en gelck)ah. überall erwies sich der nationale Gedanke als weit mächtiger als der internationale. Das war ein unleugbarer Bankerott des inteinatlonaten Gedankens, ab-er immerhin kann man sagen, daß dieser Bankerott noch begreiflich und für die Unmöglichkeit des ganzen Gedankens noch nicht beweiskräftig war. Man konnte sich für das Mißlingen auf die große Schnellig- keit. mit der sich die Ding« abspielten, und auf die ungeheure erste Aufwallung der Leidenschiften berufen. Schlimmer war sck>on der zweite Bankerott. Er liegt in dem Mißlingen der bekannten im vorigen Jalire unternommenen sozialistischn Versuche, durch international« Soziatlstenzus^mmenkünfte in Stockholm und durch Bemühungen der neutralen Skandinavier und Holländer den Frieden anzubahnen. Damals wlir der Krieg schon bald drei Jahre im Gang«. Millionen und Millionen von Toten und Hunderte von Milliarden waren bereits geopfert. Zeit zur gegenieitigen Verständigung war auch gewesen, und die Aussicht der einen Seite die andere vollständig'niederzu. nngen. schien gering. Und trotzdem glückten die Versuche nicht. . Die englischen und französischn Sozialisten bekamen nicht in mal die nötigen Reisepässe, abermals hatte sich der nationale Geinte als der weit stärkere erwiesen, insbesondere bei den älteren und gefestigteren Weltvölkern der Engländer und Franzosen. Und nun stel)en wir beim dritten Bankerott! Deutschland liegt ohnmaMiG pm Boden. Es ersck>eint auf lange hinaus als ganz unmöglich, daß «s den Kampf mit seinen siegreichen Gegnern wieder ausnehmen konnte. Ter Kaiser sämtliche Fürstenhäuser und so ziemlich alle sonstigen Träge, des „preußischen Militarismus" sind gestürzt: statt ihre, haben Personen und Kreise das Hest in Händen, die schon seit langem dem Pazifismus, und zwar zum Teil einem ganz übrtriebenen Zazifismus. gehuldigt haben. Alle An^prüttie auf Sicherungen, aus Annerionen irgendwelcher Art sind auf- gegeben. ja Deutschland ist zu großen Opfern im Frieden bereit, und es kann in der Tat wohl keinen: Zweifel unterliegen daß die große Masse der Nation aufrichtig für die Zu. kunft einen Zustand des Rechtes, der Verträglichkeit und Versönlichkeit zwischen den Völkern ersehnt. Wenn je. dann sind doch wahrhaftig jetzt die Vorbedingungen für eine Verwirklichung des sozialistisch-internationalen Verständigungs- aedankens gegeben. Aber was sehen wir in Wirklichkeit? Härte, erk-armungslose Härte auf der Gegenseite! Keine Milderung der unglaubli,chen Waffenstillstandsbedingungen, keine Rücksichtnahme auf unseren Hunger, auf die drol-ende Anarchie, aus di« Lebensbedingungen unserer neuen Demokrat,«. Die Kreise in den feindlichen Ländern, aus derer Einspruch unsere Pazifisten gehofft hatten, erweisen sich als entweder Don d«m allgemeinen Strudel d«s Siegesgesühles mitgerisien oder als weitaus nicht mäcbtig genug. Im Gegenteil ergibt sich immer mehr Grund zu der Annahme, daß mindestens ein Teil unserer Feinde bewußt und planmäßig geradezu auf unsere Vernichtung hinarbeitet. Damit schließt sich der Ring! Der Gedanke der sozra- Uflrfd^n Internationale hat sich als brüchtig und nicht trag- fähig erwiesen auf allen drei Entwicklungsstufen des Krieges. am !eidenscbaftlick)en Anfang, in der unentschiedenen Mitte und jetzt endlich an dem erbarmungswürdigen Ende. Und das ist kein Zufall. Die Gegensätze zwisck)en den Völkern stnd eben viel zu groß und schwer, als daß sie durch bloße Sympathien und Klassengemeinsck)aften überwunden werden kannten. Mag sein, daß mit verbesserter internationaler Organi'ativn allmählich eine Zeit kommen wird, wo Recht und Grechtigfeit in höherem Maße als bisher zwischen den Bö'kern herrschen- die Mack-t, die ein Volk besitzt oder nicht tef,£t. seinen Interessen Geltung zu verschaffen, wird des» halb doch nach wie vor eine ganz gewaltige Rolle spielen. Ein Volk ohne Macht wird auck) in Zukunft unter deq Schütten komnrea. Das sollten wir nicht vergejsenl Ans der Heimat. Fricdbcrg, 7. Dez. FrieLberg hat seit einigen Tagen sein friedliches Aussehen verloren und bietet ein lebhaft bewegtes, kriegerisches Bild. Ununterbrochen gehen die Truppendurchmärsche: Fußsoldaten und Reiterei, Pioniere und Train. Brückenparks und Lastwagen in unübersehbarer Reihe. Auf der Kaiferstraße und Ln der Mainzertoranlage stehen gestaffelte lange Reihe von militärischen Autos und Wagen jeder Art und dazwischen herrscht das regste Leben und Treiben. Die in geschlossenen Verbänden einzrehenden Truppen bewahren eine vorzügliche Haltung, es ist dieselbe Erscheinung, die wir auch beim Einzug der 213. Division in Frankfurt gesehen haben. Das Herz krampst sich bei dem Gedanken, dag b j e s e Soldaten aus einem verlorenen Kriege Heimkehreu. Alle Wagen und Pferde find mit den deutschen Farben oder mit denen eines Bundesstaates geschmückt, öfters wird den Kompagnien demonstrativ eine deutsche Fabne vorausgetragen, auch viele Soldaten sind mit fchwcn^weiß-roten Schleifen geschmückt. Zn den nächsten Tagen sind weitere Durckmorsche angesagt, auch wird eine starke Besatzung als Grenzschutz rn Friedberq Zurückbleiben Neben dem Sitze einer Armeefeidpoststation wird Friedbcrg auch der Sitz l l eines stellvertretenden Generalkommandos werden, während bekanntlich das Generalkommando des 18. Armeekorps nach dem benachbarten Bad-Nauheim gekommen ist. Fricdbcrg. 7. Dez. Was gibt es die kommende TVcche? Montag, den 9. Dezember: Kalkeier für Bezirk II. Kunsthonig, rote Rüben; Dienstag, den 10. Dezember: Bezug bestellter Nährmittel. Weißkraut Käse nur für nicht Belieferte des Bezirks Hl Mittwoch, den 11 Dezember: weiße Rüben.' Donnerstag, den 12. Dezember: Käse' Freitag, den 13. Dezemb.'r: Butter. Näheres über Zeiteinteilung. Menge und Preis siehe Bekanntmachung Nässe und .Kälte zuringen uns. unferm Schuhwerk g^nz besondere Sorgfalt zuzuwenden. Ledersoblen gibt «-s so c f wie garnicht mehr. Wir sind gezwungen, alles im Inland nad im besetzten Gebiet erzeugte Leder in erster Linie für unser H"er zu verwenden. Da ist es dann nicht schwer, einzusehsn. daß für die Zivilbevölkerung nickt mehr viel Leder übrig bleiben kann Viel zu wenig bedacht wird aber, daß die Lederknappheit immer mehr zunehmen und auch Jahre nach Friedensschluß noch nicht behoben sein wird Womit sollen wir Ulrser Schuhwerk besohlen, wenn es kein Leder gibt? Wir müsien uns ganz einfach mit Ersatffohlen befreunden. Di- Reichsregierung hat das fett langem vorousgeseben und Vorsorge getroffen. Sie gründete eine eigene Kriegsorganstatron. die unter Aufsicht des Reichs- Wirtschaftsamtes dafür zu Zargen hat. daß nur brauchbare Sohlen in den Verkehr kommen. Ihr ist es im Verein mit der deutschen Technik gelungen, der Sohlennot Herr zu werden. Gerade gegen Nässe und Kälte bieten die Ersatzsohlen. besonders die Sperrbolzfehlen (leichtes besonders wasserdicht gemachtes Holz mrt Lederabsöllen) und die Holzhalbsohl m mindestens so guten Sckvtz wie Leder Nur kommt es darauf an. daß die Stiefels,'sbefferung auch von einem wirklich sachverständigen Sckubmacher ausgekübrl wird Holz umd die andere Ersatzstoffe sind etwas anderes als Leder, ste verlangen deswegen auch eine besondere Verorbeitungsweise. Sie wird in einer aus Reichsmit- leln in Berlin unterhaltenen Lehrwerkstätte in besonderen Lehrkursen kür Schuhmacher unentgeltlich gezeigt. Nun kann ja nicht jeder Schuhmacher nach Berlin gehen. aber.viele hundert« sind dort schon gewesen und haben das Erlernte auch in ihrer Heimat weiterverbreitet. An solche mit der Verarbeitung?, weise der Ersatzsohlen bekannt gewordenen Schuhmacher muß man sich wenden, dann hat man die Sicherheit, zu wasierdichten. warmen und dauerhaften Sohlen zu kommen und braucht Näsie und Kälte nicht zu fürchten. Pfcrdeverfteigerungen. Infolge des Ausbruches der Mauk- und Klauenseuche auf dem städtischen Schlachtviehhof in Gießen werden die Pferdeversteigcrungen in Zukunft auf dem Trieb (Exerzierplatz) in Gießen abgehalten. Gießen, 5. Dez. In kommender Woche werden in Gießen am Schlachtviehhof je 100 Pferde und zwar gm Montag. Mittwoch und Freitag versteigert. Die Versteigerungen beginnen vormittags 9 Uhr. Bescheinigungen, daß die Pferde im eigenen Betrieb benötigt werden, sind mitzubringen. Händler sind ausgeschlossen. (Vergleiche Bekanntmachung.) Frankfurt a. 6. Dez. (Raubmord), Der am Niederräder Nadelwehr aufgefunoene Tote ist der frühere Portefeuiller Georg Perrot und es ist unzweifelhaft anzunehmen, daß Raubmord vorliegt. Perrot ist am 6. Juli in Neu Psenburg geboren und wohnte zuletzt Taunusstrsße 26. Der Oberkörper der Leiche steckte in einem Sack, die großen Halsschlagadern waren mit großer Wucht durchschnitten. An der linken Kopfseite ist ein Dleigeschoß von 6 Ztm. Durchmesser und 12 Ztm. Länge eingedrungen. Es wurden verschiedene Wertsachen geraubt und jedenfalls eine größere Geldsumme. Perrot trieb zuletzt kaufmännische Geschäfte und wohnte vielen Versteigerungen von Hand.ncttcrml bei. — Der Raubmord aab Veranlassung zur Bildung einer besowderen Mcidlommiffion. an deren Spitze Polizei- asiessor Dr. Neuber und die Kriminalkommissare Howe und Schneider stehen. Die Kommission setzt sich aus zwei Gruppen von je fünf der bewährtesten KriminaNchutzlcuten unter Führung der Kriwinalwachtmeister Jung und Wezener zusammen Sie tritt unverzüglich nach Velanntwerden eines Mordes in Tätigkeit Frankfurt a. M.. 5. Dez. Heute vormittag wurde an der Niederräder Schleuse eine männliche Lerche gelandet. Es Ixeat offenbar Raubmord vor. Für Ermittelung des Täters ist Belohnung in Aussicht gestellt. Sachdienliche Mitteilungen auf Zimmer 410 im Polizei-Präsidium. Frankfurt a. M.. 5. Dez. In seiner gestriacn Sitzung beriet das Lebensmittelamt u. a. über die Fleisch- und Wurstpreiie Die Verkaufspreise für Fleisch und Wurst stehen nicht mehr im Einklang mit den Einstandspreisen. Um eine allgemeine Erhöhung der Fleisch- und Wurstpreise zu vermeiden, wurde beschlossen. den Preis für Kalbfleisch zu erhöhen und den Großverbrauchern für Fllisck, einen Aufschlag zu berechnen: ferner wurde eine Verordnung, die die Derdienstspanne der Milchhändler in den Vororten regelt, zugestimmt. Ans Starkrnburg Darmstodt. 5. Dez. Unter dem Titel: Schafft Arbeit herteil bringt Dipl-Ina Vogel-Dormstadt in einer Schrift das ..Kanalprofekt vom Rhein noch Darmstadt" von neuem zur Sprache, wobei er u. a. anführt, daß der Ruf der jetzt nach Hause Gekehrten nach Arbeit nicht so leicht zu erfüllen sei. wenn auch Staar. Kreise und Gemeinden mit allen Mitteln bestrebt stnd. die Dalksgenosien zu beschäftigen. Es fehlt vorerst noch an Rohmaterial. Vorerst kämen in erst« Linie nur ErdarL^ len in Frage, Das Projekt des. Stichkanals vom Rhe-t» n«# Darmstadt wurde vor nicht langer Zeit wieder oufgenoaxm^, neu bearbeitet, aber durch die politijch.'n Ereignisie in ba i G tergrund gedrängt. Jetzt müsie das Projekt durch Fachp-rem-; jo festgestellt werden, daß die Inangriffnahme in all« erfolgen kann. In den öffentlichen Körperschaften pulsiert U* sckes Blut, ernstliche Schwierigkeiten werden dem Plane nutzt mehr entgegenstehen. Die neuen Männer werden jeden Wider, stand, woher er auch kommen mag. zu beseitigen wisien. Tau. sende von Arbeitern können beschäftigt, alle in Frage kommen, den Berufszweige. Geometer, Techniker, Ingenieure und Bau. Unternehmer in Tätigkeit gesetzt werden. Während der Aus. führung der Erdarbeiten kann die Ausarbeitung der Pläne für die Ingenieur-, Spezial- und Hochbauten erfolgen. Zwischen, durch wird für die Bereitstellung der notwendigen Baumaleria- lien und Eisenteile. Herstellung der Maschinen und Krahne zu sorgen sein. An der Kostenfrage darf das Projekt nicht schei. tern. wenn es gilt, Verdienst und Brot zu schaffen und den Aus. bruch von Unruhen zu verhindern. Hoffentl'ch verfehlt der Ausruf seinen Zweck nicht. — Ein großer Teil der für die Ver- teilung in dieser Woche für die Stadt Darmstodt vorgesehe' nen Margarine ist nach einer Mitteilung des Lebensmittel- amts während des Bahntransportes in Verlust geraten, ohn« daß Ersatz dafür zu beschaffen war. Da die Stadl in diese, Woche auch keine Butter erhält, wird die Fettnot immer stärker Arhejlgen, 5. Dez Durch Gasvergiftung verunglückt unk gestorben sind zwei Soldaten eines nach seiner Heimat hie, durchmarsckierenden Truppenteiles, das jene Nacht in Arheilgen einquartiert war. Sie wurden bewußtlos in ihrem Quartier aufgefunden und konnten trotz aller Versuche mit Sauerstoffarten der Rettungswache nicht mehr zum Leben zurückgerufen werden. Dcnsheim, 6. Dez. Vorgestern abend wurde in Vensheim ein Pferd von der Straße wegaestohlen. Anß Hegen.Nasiau. Nied a. M>, 5. Dez In der Krimstraße in Nied mackte sich Mittwoch früh an einem Sammelschacht ein überaus lästiger Gasgeruch bemerkbar Als ein Arbeiter mit Gasmaske den Schacht untersuchte, fand er auf dem Vooen einen 17fäbriaen Burschon aus Höchst tot vor. Der Lebensmüde hatte den Deckel des Schockte? aewaltfom geöffnet und dann in der Tiefe das Ventil eines Gasrohres aufgffchraubt. Der Grsarbeiter wurde bei der mühsamen Bergung der Leick>e trotz Gasmaske selbst besinnungslos und konnte nur mit größter Anstrengung geretrel werden. Wallcrtherm. 6. Dez. Am Mont.rg fuhr ein Auto in de, Nähe der Station Wallertheim in den abends um 9 Uhr von Bingen in Alzen eintreffenden Personenzug Das Auto, das eine kurze Strecke vom Zuge mllgesckleifi wurde, ging vollständig in Trümmer. Die beiden Injasien wurden herausgeschleu dert und erlitten schwere Verletzungen. Sie wurden in das dortige Krankenhaus verbracht FC. Dom Unterwestelwakd, 2 Dez. Auf der Bahnstrecke Wirges -Siershahn wurde gestern früh ein Kanonier von dem Personenzug. der nack Montabaur fuhr, überfahren Er war soicrt tot. Eine Abteilung Artillerie war im Begriff, das Greife zu überschreiten, um auf dre Straße Obernhahn—Wirges zu gelangen, dabei ereignete sich dos Unglück Jetzt ist es Ze>t, die gedeckten Stuten zu versihern. Die All-'. Devt'che Vieh-Vers.- Eef. ve sich Stuten auch Kül e mit Emschluß der Leibesfrucht zu festen maß Prämien. Hohe Entschädig. Rur Sturen u. Kühe 8' %. für Fohlen u. Kälber 75%. Für güst. oebliebene Tiere Nück:ah!un' der Prämie od. 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Hirsch sowie für die vielen Kranzspenden, insbesondere für die trostreichen Worte des Herrn Piarrer Kappe, ,e r am Grabe, jagen wir allen unserentiefgefüh.len Dank. Nirder.-Florstadt, den 7. Dezember 1918. Die tiestrauernd Hinterbliebenen. Hat, Zeichnungen und Kostenvoranscliliige voa Anton Neubauer, Architekt Billige, solide, zweckentsprechende Bauweise. uiiuii.iiiiniiiuiiiiiiimiiiiiiiiiittiiiiuuiiiiiiiiiiuiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiuiuiuuiiiiiiiiiiiiiiiiuüiüüiniiiiiinumninmuümu rmiBnKrr^ncsDo 3. d. N.: H. Stelz, z. Zt. in Gefangenschaft, und Kind. fix - tfsö* Derjenige, der am Donne.stan abend einen Schirm gegen enen Slod bei Fri.eur Tagner um elaufcht hat. wirb ge eten, denselben wieder zulückzu-eben HZLLVLGL» zu kaufen gesucht. Offnen mit Preisan abe unter F. f*. an die Eefchäsisi t. d „Neue i Tagesztg". 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Dezember in der allen Post: flialk-Eier für Bezirk II vormittags ssn 9—10 Uhr fßt die Nummern 1—250 des Beürks II " 251—500 „ „ U - U - 12 - » . .. 501-750 „ ” U nachmittags von 2—3 Uhr für die Nummern 751—1600 des Bezirks II n . „ 1001—1250 .. il » „ .. ^ 1251 aufwärts „ 11 Jf 5 werden abgegeben auf Eierkarte blau, Marke \ 1 Ei tu , , ^A en ? t9 * n ® lc ^^rtarlen sind oorzulegen. Eierkauen ohne die betreffenden Marken berechtigen nicht zum Bezug; emzeln abge- tcennie Marken sind wertlos. Xit Kalkeier muffen in kurzer Zeit verbraucht werden. Montag, ben 9. Dezember: liusistiionig in den Geschäften von: I. Balimeifter Nach!.. K. Brand. A. Bech'ieln, M. Gerhard k, ^2b-lb. W. Ä-d-e. J. L Paula. E etdmm 4.olr Schmidt, Kon umoerein. L. Arnstein. Scya^e & Küll- Kaisers Kaffce-Ge cha,i, Slernmetz L Sang, H ,vmt eauerdach, ^r. Haas. Fauerbach. Karl BtUa>ch, Fauerbach. Auf jeden Abschnitt der Brotkarte wird Vs Pfund (lo,e oder in Paketen) -um Preise von 39 Pfennig verabfolgt. Aus dem Felde zurück habe ich meine Praxis wieder aufgenommen, Raiserslrnsse ISO, neben dem Mathildenstift Sprechstunden: vormittags von 8 bis 9 Uhr und nachmittags von I bis 27 2 Wir. Dr. med. 0. H. Becker Friedberg. Fernsprecher 233. Privas-Tanzyrs ä erfiont Ä Ferd. Hain, Le rer der Tanzkunst, Friedbera. Bismarck'tr. 15. l r Aus dem Felde zurückgekehrt, habe ich meine Praxis wieder ausgenommen. Telefonanschluß werde ich noch veröffentlichen. Bad tfombory HÖhnstr. 10 W. Cost, praktt. Tierarzt garantiert rein, wieder eingetroffen Adolf Schmidt, friedberg. Montag, den 9. Dezember in der alten Post: nur vormittags von 9 oiS 12 Uhr rote Rüben in Mengen von 25 und 50 Pfund. Preis pro Pfund 16 Pfennig. Ein tuch iger Bäckergeselle gesucht. Wo? sagt die Geschäftsstelle der „Neuen Tageszeitung". lir-m 3 »Pt »?"d Kunst- und Gemüsegärtnerei 8 in einem flonen, der Neuzeit emgerichteien Betriebe gesucht. Verpflegung im r-ause. Zuschriften unter Nr. 207 an Taube & Co., {rankfurt a. Ui. DicnStag, den 10. Dezember r ESezus bestellter Nährmittel in den hiesigen Kolomalwarengeschäften vom 9. bis 12. Dezember Es entfallen aur: Nähnniltelkarte C (blau) Marke 61 125 Gramm Hülfen, rä fite zu 13 Pfennig, uno 125 Gramm Grau en zu 11 P.ennia. Nahrmittelkarte B (ro ) Marke 61 125 Gramm Graupen zu 11 Pfennig. TienStag, den 10. Dezember, in der alten Post: Weißkraut nur vormittags von 9 bis 12 Uhr, in Mengen von 25 und 50 Pfund, PretS pro Pfund tt Pfennig. Vorn Felde zurück, habe ich mein \ Vermessungs-Büro *** wieder eröffnet. Alle mir zugewiesenen geometrischen Arbeiten werden sachgemäß und rasch erledigt Friedberg (Hessen) Holler, ttanauerstraße 12. ÄIII WMi! emp ehle gemahlenen echten llvanischer P effer) reelles Gewürz für den jetzi fehlen- den teuren Pfeffer. Zu 1 Teil Pavrita, 2 Teile iroüenes seines «alz. vor dem Gebrauch zu menge« und dann genau wie Pfeffer zu verwenden. Reell, aromatisch, gm billig! — Ferner noch: PÖkelSfOff, Salpeter-Er'atz, l 0 Gr. für 100 Pid. 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Äfijf» lüx sofott oder später. melden in der Apotheke Skodheim 9 . d. Höhe. Donnerstag, den 12 . Dezember: liäse in den Geschäften von: L Arnstein Wwe., M. Gerhard, W. Madre. Schade L FLU. 3 r * Haas, Fauerbach. Juf Vrvtiartenabjchnttt ,,€?•* wird 1 uafe -- 50 Gramm zum Preise von 20 Pfennig verabfolgt Vorn Felde zurückgekehrt, habe ich meine als Oeometer I. Klasse wieder übernommen. Empfehle mich den verehrten Interessenten in allen Yermessungsarbeiten. Bestellungen werden entgegen genommen. Friedberg (Hessen) Kaiserstraße 199 (Nähe AAckerbauschule) K. Jäckel, Geometer 1. Klasse. yreltag, den 13. Dezember: Butter Zeiteinteilung wie seither. Menge und Preis lt. der in unserem Geschäft-lokal angeschlagenen Bekanntmachung. ^ Friedberg, den 7. Dezembe» 1918. Der Bürgermeister J (ftädt. Lebensmittel-Ausschuh) _ I. A.: Langsdorf. Bekanntmachung des Kreisarbeitsnachweises Friedberg i. H. Vismarckftratze 30Vio. 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