Uiimmer 2S3 ssinjelpreig iüS, Montast. den 1. De-rmder 1918 11. Johnny. Die .,1 cne o aceareitnng" tndjeuit «eben Uiierltar. Nepelmaßrge Beilagen „Der Dauer aus Hessen". „Die ^pinnssnbe". Seruaspreis: Be, den Poitanftalten v,erleliahrl,ch Ml. 2.70 hinzu iiiti noch das Bestellgeld: ''ei den Älrenten monatlich 1.00 Ml. einschließlich Tragerlohn. ^nreigen: Grund,erle 25 Psg.» lofale 20 Big^ Anzeigen von auswarrs oeroen durch Vo4nachna,m« erhoben. Eriiillunnson ^rteobera. Hchrittleituna nnd vertan vriedbe'n liegen!, ^anauerlraqe 12. ^ernoreher 48. Bo t, >,et. 5onto Jlt. 48'»!). U nt ^tantfuft a. M. £if inriidKffirStni Mfhr-ßillitilifn. ITm Zweifel zu beheben, wird darauf hingewlefen. daß sämtliche bisher vom Waffendienst zurückzestcllten Wehrpflichtigen als aus dem Heeresdienst entlassen gelten, ausgenommen die Angehörigen der Jahrgänge 1898 und 1899, die zum Heeresdienst einberus-en und — gleichgültig ans welchem Grunde — wieder entlassen waren. Diese werden von den Brzirkskom- rnandos dem nächstgclegenen Ersatztruppenteil ihrer Waf'engab- hinfl überwiesen. Gesuche um weitere Zurückstellung bezw. Entlastung aus dem Heeresdienst, wie sie zur Zeit häufig hier und bei der Kriens- amtssteNe noch eingehen, sind daher nicht mehr notwendig. Für Angehörige der Jahrgänge 1898 bis 99 kann ihnen zunächst aus keinen Fass stattge^eben werden. Frankfurt a. M.. 30. November 1918. Im Aufträge des Arbeiter- und Soldatenrats: Das stellvertretende Generalkommando 18. A.-K gez. v. S 1 u d n i tz , Generalmajor. pif WcMriiÜf im l'liksr^iMk'l Inöiiflriffflnft BtenÄfurt a. 30 Nov. (WB.) Wie der Slaatskom- mistar für Demobilmachung mitteilt, haben Arbeitskräfte im linksrhclni'chcn Industriegebiet entgegen aller Zurückziehungs- gerüch^e auf ihren Arbeitsstellen zu b-leiben. Die in dem zu räumenden Gebiet beiderseits des Rheins wohnhaften Heeresangehörigen können mit Ausnahme der Jahrgänge 1896 bis 99 dorthin entlasten werden. Die Befürchtungen, daß die feindliche Heeresleitung die We^r-flich'iaen entweder als Kriegs' geangene oder zu Arbeit-Hecken abfuhren laste, entbehrt jeder tatsöchlicken Grundlage. Diese Mahnahmen gelten auch für die Brückenköpfe Köln. Koblenz und Mainz. Der Arbeiter- und Soldatenrat Frankfurt a. M. Klndenbnrg und die A.-S.-^iäte. Dem stellvertretenden Generalkommando 18. A.-K. ist nachstehende Drahtung aus Wilhelmshöhe von der Obersten Heeres- leitung zugegangen: Nachdem die Delegierten der Bundesstaaten den Beschluß gefaßt haben, daß bis zum Zufammentre'en der Nationalversammlung die Arbeiter- und Eoldatenräte als Repräsentanten des BolkZwillens zu betrachten feien, weise ich darauf hin, daß Konflikte mit diesen Körperschafren zu vermeiden sind Festnahme von Perfön-lichkeiten. die dem Arbeiter- und Soldatenrat an gehören durch die Kommandobehörden und Truppen ist strengstens verbot. Wenn einzelne Mitglieder der Rate in unzulässiger Weise in die Maßnahmen der Kommandobehörden für die Rückführung des Heeres eingreifen. ist dies unverzüglich der Obersten Heeresleitung unter Darstellung des Falles zu melden. Die Reicksregierung ist ersucht, die Arbeiter- und Soldgienrate enzuweisen. den militäriscken Anforderungen der Kommandobehörden des Feldheeres für die Rückführung der Truppen wackzukommen und sich jeden eigenmächtigen Eingriffes zu enthalten, andererseits dürfen auch Kom- mandoöehörden und Truppen nicht in die örtlichen Angelegenheiten der Arbeiter- und Soldcteuräte eingrcifen. Beschwerden in dieser Richtung sind an die stellv. Generalkommandos zu leiten. Da eine scharfe Abgrenzung der Befugnisse nicht möglich ist. mir erwartet werden, daß von den Truppen des Feldheeres unter Berücksichtigung der Gesamtlage nichts unternommen wird, was Erregung unter der Bevölkerung herbsiführen könnte. Dies gilt insbesondere auch hinsichtlich des Vorgehens gegen rote Fahnen und Abzelcken: an diesen soll, wenn sie in würdiger Form gezeigt od?r der Trupp? etwa in Gestalt von Blumen und dergleichen zur Begrüßung dargebracht werden, ebensowenig Anstoß genommen werden, wie von den A.- und S.-Rä^en und von der Bevölkerung das gleiche hinsichtlich anderer Abzeichen und Flaggen erwartet werden muß. grz v. H i n d e n b ur g. Durückleehrcude ibrnppcr». Berlin, 90. Nov. Das Gouvernement Köln teilt mit: Die lebten deutschen Truppen haben am 4 . Dezember, vormittags 6 Uhr den Rhein zu überschreiten. Alle Militärpcrsonen, die nicht ordnungsmäßig entlassen find und sich nach dieser Zeit auf dem linken Rheinufer aufhalten. laufen Gefahr, interniert zu werden. Die Bezirkskommandos setzen Ihre Tätigkeit fort. Düsieldorf. 30. Nov. (WB.) Der beschleunigte Rückzug aus dem linken Rheingebiet Lei Düsseldorf wurde trotz aller Schwierigkeiten in der Nacht beendigt. Gegen 5 Uhr überschritten die drei letzten Divisionen die Nheinbrücke: auch alles Material war herübergefchasft. Infolge des großen Truppen- andrangs glich die Stadt zeitweilig einem großen Heerlager. Die Besetzung wird in der folgenden Nacht oder Sonnt-ag früh erwartet. * Bern«, 1 . Dez. (WB.) Die Räumungen km Oberost-Ge- Ltet nehmen ihren planmäßigen Fortgang. Daaö. Mooa. Rarwa. Pleskau. Ostrom und Bobruifk sind geräumt. — Drei Infanrerie Regimenter der Heeresgruppe Mackensen find in Oderberg eingetrossen. Die deutschen Fnnkenstatkonen. Berlin, 29 Nov. (WB.) Die ZentralsunNeitung gibt bekannt: Das ..Berliner Tageblatt" brachte an, 29. November, abends, die Meldung, daß sich sämtliche Funkenstationen in der Hand von Unabhängigen, die der Spartakusaruppe nahestehcn, befinden und daß diese Unabhängigen ihren Wünschen entsprechende Nachrichten verbreiten. Demgegenüber stellen wir fest, daß sich sämtliche deutsche Funkstationen unter der Kontrolle der Volksbeauftragten, aller interessierten Neicksstellen und des Vollzugsrates befinden, so daß jeder Mißbrauch durch irgend eine Partei ausgeschlosicn ist. sie Ilrlirrrfllif irr Llaike üffiM Berlin, 30. Nov. (WB) Wie wir von zuständiger Stelle erfahren ist die Abgabe von Kriegs:clüffen zur Internierung beendet, bis auf das Linienschiff „König", den kleinen Kreuzer „Dresden" und ein Torpedoboot. Letztere werden Anfang Dezember nach England überführt. Tie letzte N-Bootstaffel ist am 29. November von Helgoland in See gegangen. Es sind damit im ganzen 122 U-Boote zur Ablieferung gelangt. Mit dieser Staffel fährt auch der Dampfer der die noch abzustesernden Torpedos transportiert. In der Ostsee sind die Näumungsarbeiten an Minen und Netzsperren im Gange. Sowphi der Langeland-Belt, wie auch der Sund sind ohne LosifÜrbikse passierbar. Tamil sind die Wege in der Ostsee frei und die diesbezüglichen Bedingungen des Waffenstillstandes erfüllt. Auch Transporte in der Ostsee sind nunmehr in die Wege geleitet. Hierzu sind aus Petersburg kommende Kohlendampfer bei ihi-er Rückkehr herangezcgen und man hofft, aus Finnland und Reval den Abtransport in 14 Tagen zu bewe'.ckstell'igen. Es st'lgt dann bei Abtransport aus Lioau, der längere Zeit in Anspruch nahmen wird. lieber den Aufenthalt der deutschen Kriegsschiffe in England ist noch nichts näheres bekannt. Nach den letzten Meldungen standen sie vor dein Firth of Forth. lieber das Minensuchen in der Nord^ö sckvweben mit den Engländern zurzeit noch Verhandlungen. Die in Sebastopol liegenden russischen und deutschen Schiffe sind an die Alliierten übergeben worden. Bcrl h, 30. Nov. Das letzte U-Voot, U. 117, ist (jente in England interniert worden. i'f lii'mi'mtna trr Awtt IKaibrnirn ist, wie von zuständiger Seite bestätigt wird, tatsächlich von französischer Seite von der ungarischen Negierung gefordert worden. Begründet wird die Forderung mit den Bedingungen des zwischen Ungarn und General Frenchet d'Esperay abgeschlossenen Waffenstillstandes, der die Räu- m::ng des ungarisck-en Gebiets durch die deutfck)en Streit- k'.öfle bis zum 19. d. Mts. vorsiah. Sinngemäß kann für die deutsche Negierung nur der Vertrag von Eompiegne in Frage kommen, der ohne Fristsetzung lediglich die Zurück' ziehung der deutschen Okkupationstruppen hinter die Grenzen von 1914 fordert. Dieser Vertrag ist zudem später abge- fchlossen als der französisch-ungarische und müßte demnach bezüglich der Truppen Mackensens als eine Erweiterung des letzteren aufgefaßt werden, i§m so mehr, als von französischer Seite keinerlei Vorbehalt geltend gemacht wurde. Der französische Versuch, sich jetzt auf den älteren, weil in seinen Bedingungen fchä'.-feren Vertrag zurückzutziehen, entspricht durchaus der allgemeinen Taktik, keine Gelegenheit zur Er- Mwerup.g der deutschen Sitrration ungenützt zu lassen. Wir hoffen jedenfalls, daß dem ganz und gar unberechtigten Ansinnen der Franzosen unsererseits entschieden entgegengetreten wird. Cs handelt sich bei den Truppen Mackensens um insgesamt 10 Divisionen mit erheblichen Munitions- und Materialmengen, Schon die Fristsetzung bis zum 19. November in dem französisch-ungarischen Vertrag bedeutete ein un- möglick'es Verlangen angesichts der Lage der Verkehrsvev- hältnisse in Ungarn. Immerhin haben wir von unserer Seite alles getan, auch durch Gestellung von rollendem Material, um den Abtransport der Truppen zu beschleunigen. Feindeslob klingt. Bern, 26. Nov. (WTB.) Don dem Berichterstatter des amerikanischen Pressedienstes bei einer Sondcrkommission bei einer amerikanischen Armee wird unter dem 22. November erzählt, daß die Teartsck-en, die große Vorräte an Lebensmitteln und Munition mit sich führten, durch das schnelle Vorrücken der amerikanischen Abteilungen an der luxemburgischdeutschen Grenze überrascht worden seien. Währcird dr« Deutschen auf dem einen Ufer des Flusses dahiirzogen, tonn- ten sie die Amerikaner arrf dem anderen User mar schic, e„ sehen. Darauf sandten sie einige Offiziere zurück, um die Amerikaner zu erstlchen. nicht so schnell vorzurücken, da es den Deutsck-en unmöglich sei, so rasch nbzumarschieren. olm« in Unordnung zu geraten. Es blieb den Amerikanern nickt- übrig, als ihre Bewegungen zu verlangsanren. Ter Bericht schließt: T:e allgemeine Absicht des deutschen Kriegsvoitz'» ist, die besetzten Gebiete ohne Tumult zu verlassen, die Verwirrung i:n Transportwesen febeint zu Ende zu sein. Trotz der Nr?derlage scheinen die Deutschen guter Tinge zu sein. Die abz'ehende Arniee laßt wenig Ausrüstnngsgegenstäude zurück und singt auf dem Rückzug Marschlieder. Ter allgemeine Eindruck herrscht, daß. obschon geschlagen, die Deutschen mehrt besiegt sind. Ihre Haltung den Amerikanern gegenüber ist gutmütig. Nach allen Berichten gehörst,en die Truppen trotz der revolutionären Gerüchte ihren Ossizieren. und es ist wenig Unordnung zu sehen. Lebensmittel scheinen unter den deutschen Truppen in Mengen vorhanden zu sein. Man hat hier den Eindruck, daß die Besetzung des deutschen Gebiets friedlich verlaufen wird und daß die Amerikaner nicht wünschen, ihren Einmarsch in Dentfckand bedrückend zu gestalten. Es bestehen wenig Anzeichen, daß das Ueberschreiten der Grenze Unr-uhen Hervorrufen wird. gif Uühlfn zur 1lfltionfl!üfr:anun!niig. Wahltag 16. Februar. Berlin, 30. Nov. (WB.) Der Nat der Volksbeauftragten nahm in seiner gestrigen Sitzrrng eine Verordnung rsibcr die Wahlen zur verfassunggebenden Nationalversanmr- lung (Neichswahlgesetz) an. Das Wahlrecht wird den Grundsätzen des Aufrufs vom 15. November 1918 entspr-echen. Das Reich nird in dem Gebietsnmfang vom 1. August 1914. ohne daß damit der Entscheidung der Friedensverträge vorge- grifsen wird, in 38 VerhältniswahIkreUe eingeteilt. in denen nach der Einwohnerzahl je seck>s bis zehn Abgeordnete zu wählen sein werden. Die Wahlen sollen, vorbehaltlich der Zustimmung der am 16. Dezember 1918 zusanrmentretenden Neichsversanrmlnng der Arbeiter- und Soldatenräte Deutschlands, am 16. Februar 1919 stattfinden. Das Neichswahl- gefetz und die dazu gehörige Wahlverordnung werden morgen im Neichsgesetzblatt verkündet werden. Berlin, 30. Nov. Tie Wahlordnung zur konstituierenden Nationalversammlung bestimmt, daß auch Personen des Soldatenstandes berechtigt sind, an der Wahl teilzunehmen. Ausgeschlossen vom Wahlr-echt ist 1. wer entmündigt ist oder unter vorläufiger Vornrundschait steht. 2. wer kraft re.ckts- kräft.gen Urteils der bürgerlichen Ehrenrechte ermangelt, dlrmenunterstützung und Konkurs sind nicht mehr Gründe für den Verlust dos Wahlrechts. Voraussetzung der Berechtigung zur Wahl ist einjährige Neichsangehörigkeit. Aus du:ch/chnittlich 150 000 Einwohner, berechnet nach der Volkszählung vom 1. Dezember 1910. fällt ein Abgeordneter. Ein Ileberschuß von mindestens 75(00 Einwohnern im Wrrhb bezirk wird den vollen 150 000 gleichgesetzt. Der Termin, bis zu dein die Wahllisten auszule^en sind, ist noch nickst festgelegt. Die Wahlvorschläge müssen von mindestens 100 Wahlberechtigten des Wahlkreises unterzeichnet sein. Sie dürfen nicht mehr Namen tragen, als Abgeordnete im Kreiie zu wählen sind. Mehrere WaHlvor- ''chläge können mit einander verbunden werden. Die Verbindung mutz vor den Unterzeichnern der betreffenden Wahlvorschläge oder ihr-er Bevollmächtigten iibereinstimmend bis zu einem bestimmten Termin beim Wahlvorsteher angemeldet werden. Eine solche Verbindung kann nur gemeinsam zurückgenommen werden. Zur Prüfung der Wahlvorschläge und der Verbindung der Listen wird in jedem Wabl- kl-eis ein Wahlausschuß aus einem Vorsitzenden und vier Beisitzern gebildet, der mit Stimmenmehrheit entsäicidet» Aus dtsn Groh-Nrilnfr Arbkilfrrat. Berlin, 29. Nov. Beratung des Grotz Verliner Arbetter- ro.ts. L o e w : Wäre die Revolution durch ein klasienbewuß- tes Proletariat vollzogen worden, dann Hütte es nrcht vor den Eeldsäcken des Kapitals Halt gemacht. Die Menschheitobefreiunq fomi nicht von Ebert und Scheidcmann ausgehen. Bufje: Tie Mehrh^itssozialdomokratie trägt mit Schuld am Völker» mord (Beifall und Widerspruch), weg mit den Leuten, die un» während der langen Kriegszeit verraten und betrogen haben! Relchstagbabg. Hermann Müller (Reichenbach): Im Reich ist die Mißstimmung gegen Berlin ungeheuer. Das po!it»!ch« Leben läßt sich durch Dekrete regeln, nicht aber das Winscholl» leben, sonst kommen wir dahin, wo Rußland durch feinen D^ kretismus hingekommen ist. (Zuruf: Wo ist etz denn? RußlanG ist tot. Rufe: Durch deutsche Macht). Nein, durch Vorgänge im Wirtschaftsleben. Wir mlisten zu einheiliich *» Warn«. rn Zf ble nur.schweren S-izens ihre Arheit zum Ua L^ anhn im mt>iÜsen Umfange nie. TkS, U *™ b '%7 tt mi ^ütz- unser geliebtes Wärt- t*f** in cff?T Zukunft! Dies mein Scherdegruß. - Beben- Haufen, 30. November 1918. sgez.): Wilhelm." Vnmmn Snbitas Mit mnftntcjü. 5™?' ^ m ° v - Das ischccho.slownkische Pressebureau mel- h-t aus Vodgorica in Montenegro vom 29. 11: Die grotze mon- JlÄ b--Wn° d-ich-vz -instiurmig, König Nikolaus Sü£z ss;:.“ —«W klirvM ieiii! eilist drei Kseslk irsilre. : mm özLerreich;sch^'ngarisckren Armer nach Hausr be- joibzrn. Sie such ein Gut. das nicht dem Kaiser oder ber Dynastie gehört, sondern sie gehören Oesterreich-Ungarn an Qlw auch hem neuen Staate. W-enn ich meine Aufgabe vollendet babe. werde ich zurücktreten, wie jeder Soldat der ll^n-e Wicht erfüllt hat. Kit iu €alpn. , D°rlin, 28. Nov. (282.33.) Die „B. 8- am Mittag- bringt einen ausführlichen Bericht ihres soeben aus Lem- be-g zurückgekehrtk-n Mitarbeiters Mar Reiner über die .^udenpogi-ome in Lemberg. Reiner war vom 1. bis 24. 1t. in Leniberg -inge'chlosieri und hat die entsetzlichen Pogrom« miterlebt. In dem Bericht heißt es- Schon in den ersten Stunden nach dem Einzug der Polen am 22. 11. begannen rm jildrfchen Dwrtet L-mbei-gs die Plünderungen. Die Ge- Schäfte wurden von d-m L^ionären vusg-brock^n und au^ge- raubt. Aber nicht nur Juden, sondern auch deutschster, rr.'chj'chr Offiziere unb Kvitlsien, kurz jedermann, der nach einem Deutickren an.ssah oder deutsch sprach wurde aus wfener Straße ausgeraubt. D:e Pliinderungen nahmen einen immer gewalttätigeren MMDkter cm, ohne daß von den polnischen D-hörden eingesisiritten wurde. Wo den Plünderern Widerstand gestiftet wurde, machen sie von ihren Waffen schonungslos Gebrauch Es ist offenkundig, daß die Plünderungen und die Pogrome von den polnifchn Kommandanten nicht nur gut geheißen, sondern sogar organisiert worden sind, und es wurde offensichtich die Parole befolgt, daß kerne ukrainisck'en Geschfte «eplündert und keine Urka'mcr mißhandelt werden dürfen. Um so bestialischer benahmen sich die Legionäre gegen die wehrlose und waffenlose jüdisch Bevölkerung. Die jüdisibe Miliz war sofort nach dem Einzug von den Bolen entwaffnet und zum Teil erschossen worden. Polnische Patrouillen und Offiziere der polmschu L-gron drangen in Privatwohnungen ein und raubten unter Todesdrohungen en Ncvol,rticn Deukschlands einen Riegel vorschieben möchte. Amerika will nur einen aus breiter völkerrechtlicher Grundlage ruhenden dauernden Frieden in Europa und in der Welt. So groß diese Ausgabe rst. Wilson wird Amerikas Willen durcksetzen. Er bot militärisch und Wirtschaft- lich die Macht dazu, die Macht und diesmal wohl auch das Recht. Wird in Berlin nicht sehr rusch urd sehr nachdrücklich Wandel geschaffen, so steht dem deuff^en Volke zweifellos eine harte Prüfung bevor. Mit einer schwächlichen, von unklaren Zielen hin und her geworfenen Regierung wird kein Friede geschlossen, vielleicht auch kein Vorfriede. Dre Dolksbeaustragten der Reichs- regarung mögen diese aus sicherer Kenntnis der Lage kommende Mahnung nicht überhören. Einer festgegründelen Volksregierung. die im Bewußtsein, den Willen einer überwältigenden Mehrheit der Nation zu vertreten, den Mut findet, einer Minderheit phantastischer sozialpolitischer Divisektoren gebieterisch entgegcnMreten. würde Amerika und mit ihm notgedrungen Frankieich^ England und Ibalien den Frieden nicht weigern, und es war? der Friede, den Wiffon vorausgcsagt. Daß aber Amerika diesen Frieden, bei unrühmlicher politischer Trägheit des deutichen Volkes, durch Spartakus und Bolschewismus auf elMne Faust erzwingen würde, ist außer Zweifel." Gin Vorschlag rar Güte. Berlin, 29. Nov. (WB.) Die deutsche Negierung übermittelte durch Vermittlung der Schweizer Negierung folgende Ncte an die englische, belgische, italieuijche und amerikanische. Regierung: Für die Herbeiführung des Weltfriedens, für die Schaffung dauernder Sicherheiten gegen künftige Kriege und für die Wiedel Herstellung. des Veltraueas der Völker untereinander erscheint es dringend geboten, die Vorgänge, die zum Kriege geführt haben, bei allen kriegfübrenden Staaten in allen Einzel- he:ten aufguklären. Ein vollständiges wahrheitsgetreues Bild der Weltlage und der Verhandlungen zwischen den Mächten im Juli 191t und der Schritte, welche die einzelnen Regierungen in dieser Zeit unternommen haben, könnte und würde viel dazu beitragen, die Mauern des Hasses vnd der Mißdeutung nieder- Anreißen, dre während des langen Krieges zwischen den Völkern errichiet worden sind. Eine gerechte Würdigung der Hergänge bei Freund und Feind ist die Vorbedingung für die künftige Versöhnung der Völker, ist die einzige mögliche Grundlage für einen dauernden Frieden und für einen Bund der Völker. Die deutsche Regierung schlägt daher vor. daß eine neutrale Kl»mmi>sion zur Prüfung d^r Frage der Schuld am Kriege eingesetzt uerde, die aus Männern bestehen scll. deren Ehrrolter und politlshe Erfahrung einen gerechten Urteilsspruch gewahr-' le'sten. Die Regierung;n säwllicher kriegführenden Mächte mußten sich bereit ertlaren. einer solchen Kommission ihr gesamtes Urkaudeunialerial zur VersÜLung zu stellen. Die Kom< iMjjlcn soll befugt fein. alle jene Persönlickkeiten zu vernehme^ die zur Zeit des Kriegsausbruches die Geschicke der einzelnen Lüud.'i bestimmt haben, sowie alle Zeugen, deren Aussagen für dir BeweiZerh tung von Bedeutung sein könnten. Seid stostl Koblenz. 28. Nov. Der Regierungspräsident macht zur Besetzung des Regierungsbezirks Koblenz folgendes bekannt: D-er Bevölkerung ist im Verkehr mit dem Feinde ein ruhiges angemessenes Verhalteil zu empfehlen. Nur wenn pe dem Feinde mit deutsck/Sm Sto^e begegnet, wird sie auch von ihm diejenige achtungsvolle Behandlung erfahren ans die sie nach den Heldentaten unserer Truppen Anspruch hat. Leder Mann, jede Frau mufe die deutsche Ehre und Würde Hochhalten. Jeder möge zur Anftechlerhaltng der Ordnung und Ruhe beitragen. Weiter wird amtlich bekannt, daß die deutschen Polizei- trvppen in der neutralen Zone bleiben dürfen, jedoch behält sich das Oberkommando der Verbündeten das Recht vor. ihre Stärke zu bestimmen. Wegen Belastung der Gendarmerre in, Räomungsgebiete steht die Entscheidung noch aus. Wehrpflichtige deutsche Arbeiter und Beamte sind nicht zurück- L'rziehen. Arbeitskräfte haben an ihren Arbeitsstellen zu bleiben. Herr Kurt Msnrr. 3Vt bekairnts Dichter Otto Ernst richtet an Herrn Cisner hi München, der bekanEch durch Vcrösfentlcchnng aus dem kanarischen Slaatsarch'v o?c deutsche Regierung mit der Kriogs- fckulb zu belasten droht. ».inen ostenen Brief, der vortreffliche Wahrheiten enthält. Uns scheint die folgende Stelle besonders benierkensa ert: Sie scheinen allen Ernstes zu giauben. daß Grey ehrlich den Frieden wollte. Fragen Sie einmal Ihren englischen Parteigenossen Bernord Shaw. Er lacht sich einen Ast über den Gimpel Lichnowskn der auf dce englischen Vorspiegelungen hmeinfiel. Wie lauter und rein Ihre Schützlinge, die Fran- zssen. Engländer. Italiener. Polen usw. sind, das sieht Ihr un- gemem klarer, offener und scharfer Blick offenbar an der kindliche Unschuld, mit der diese Edetvö.ter fetzt nach ollem langen. tt>c§ ihnen sicher nicht gehört Ich iraue Ihnen felbstversiänd- ltch ntif>r die bodenlose Gemeinheit zu. dag Sie diese Völker Leißbrennen wollen, um Ihr eigenes zu besudeln. Sie bilden sich csserbar etn, daß die Fei nee urs mit Achtung. Liebe und Brüderlichkeit behandeln werden, nenn wrr uns recht klein und verächtlich macken. Bespucken melden sie vor uns: st' tuns \d schon: das ist Ihr Erfo g. R-den S.e einmal die evtgegenge- setzte Sprocke m.'t unirren Feinden sagen Sie Ihnen: ..Wenn eure Friedeusbedrngvngen auch nur annähernd das Gesicht eurer Wafsensiillitarwsüedingungcn tragen, dann ,st der erste Tag des Friedens der erste Tag de- Rache Die Franzosen haben uns ja gelehrt, wie man U Jahre lang die Rache vorbereitet. Dann ist die runze kommende Geschickte eine ununterbrochene Blutrache nach korsischem Muster. nicht, weil die Deutschen rachsüchtig wären, sondern weil dann die Rache e-ne historische. nein, eine Naturgesetz licke Notwendigkeit und Seckstrersrcndiichkeit ist. Ihr Fe ndr seid nur furchtbar w.it siebenfacher U ebermacht und mit Hilfe vierfachen Verrats — wir Teuricken sind unseren Feinden auch dann furchtbar geworden, wenn wir allein standen und noch viel kleiner waren als fetz: * Reden Sk diese Sprocke, und S'e werden wenigstens dos eine bei unseren Feinden erzielen'. Achtung. * Ueber die Verhaftung eines nach W'en bestimmten Ku, riers der Rercksregrernng in München terlt die ^Germania" «ach folgende bemerkenswerte Cinrelheitc^u. mit: ..Ter Kurier war von unserem A"Lwärtrgen Amt in jeder Weile k»rnurrgsmatzig mrt Legitimat'cuspnprcren usw. ausgs* rüstet. Seine A5renta>che. von der sich eia diplomatischer Kurier «re trennen darf, »oar tu der ribl'chen Weise versiegelt, kn«zum. es war alles ge-hehen. den Maarr für alle Behörden, snit denen er »n R.rüoruru. Ictiacuw konnte, einwandfrei aus- ßuweisen. Trotzdem ist er in München verhaftet worden und zwar unter voller VeranLn-rrlmkü des Volksbeauftragten Eisler. Die Aktenrasche vmrae dem Kur.cr abgenommen, das Verchsfiegel derselben wurde erbrochen, und wicht anders verfuhr Sran mit Len Briefen, die die Tasche enthielt. Darunter befand stch e.n Kuvert mit 000 Marc. d:e für Löhne des diplomatischen Per/onals rn Wien bestimmt waren Eisner hatte noch dir Kühühe.t gehabt in diraw Tagen das Berliner Amt darüber zur Rede zu stellen, wie es 3cim komme, solckre Gelder fortzu- schlcken Ist rm sozialistischen Start der Arbeiter denn nicht des Lohnes wert?" Das Matt meint, unter normalen Derhältniffen bedeute e'n dciartiaes Vor zehen im Völkerrechts!.': rkehr den Casus belli. Jedenfalls ist di: ganze Auzelegercheir be-erchnend für di« Wirt- f«i-c , : t die Herr Eisner in Deutsch'.and etablieren möchte, und solange die Reichsregierang derartige Ungeheuerlichkeiten hin- plrau.t. werden sie nicht ab; lauen. sorckerw sich noch steigern. Verschiedenes. Die Besetzung der Brückenköpfe. Genf. 30. Nov. Das Presiedureau des französischen Kriegs- Alinisterlums hat folgende Mitteilung veröffentlicht: Die Besetzung der Brückenköpfe auf dem rechten Rheiwufer A endgültig wie folgt geregelt: Die Belgier werden die legend von Düsseldorf besetzen von der holländischen Grenze v»is zur englischen Zone, die die Gegend von Köln umfaßt mit fcen Hinterländern zwischen der belgischen Grenze und dem IU-ein. Die Amerikaner sä)ließen sich südlich an die Engländer «n. Sie besetzen Koblenz und das Hinterland bis zur luxemburgischen Grenze. .Rechts von ihnen besetzen die Franzosen Mainz, das Gcoßherzogjum Luxemburg und die Pfalz. Belgien gerSumt. Haag, 29. Nov. Hollarrdfch Nieuwsbureau meldet aus London: Belgien ist nunmel)r von deutschen Truppen geräumt. Oestlich von Bergen sind nur sehr wenig Verheerungen und Zerstörungen festgestellt worden. Im Gebiet zwischen Mous und Eharleroi sind die Fabriken und Bergwerke wieder in Betrieb. Die französischen Heere haben die deutsche Grenze überschritten, die britischen Truppen heben die deutsche Ereirze erreicht. Ter englische Vormarsch. Hott. Grenze, 30. Nov. Laut „Nieuwe Rotterdamsche Eonrant" meidet Neurer: Tie britischen Truppen haben die deutsche Grenze bei Starelot und Behn erreicht. Seit dem 11. November sind über 1400 deutsche Geschütze in die Hände der enaliichen Truppen gefallen. König Albert hielt heute seinen Einzug in Lüttich. Es wird ein Besuch Poincarös und Fachs in Brüssel angekündigt. Die Kämpfe in Estland. Helsingsors, 29. Nov. (WB.) Von den Kämpfen in Estland liegen neue Einzelheiten -vor. Nacktem die Bolschewisten Narwa nickt nur vom Lande aus. sondern auch von der Seeseite zu beschießen begannen und die dortig« Ar- beiterbwokerung aus dem Hinterhalt zu beschießen begann, räumte die dortige deutsche Division gestn'n die Stadt plan- ncäßig und befindet sich auf dem Rückmarsch noch Wesenberg. Bei Pleskau sollen deutsche Truppen erfolgreich Widerstand leisten. Tie Nachricht, daß Tünaburg von den Bolschewisten genommen wurde, entbehrt jeder Grundlage. Tie Esten sind um das Schick'a! ihres Landes in großer Sorge. Sie sehen sich aüßerstande, sich niit eigenen Kräften der vorgringenden Bossckewisten zu erwehren und wenden sich mit dringenden Bitten um Hilre hierher. Gegenwartia hält sich hier ein Mitglied der estnischen Negierung auf, um nicht nur bei den Vertretungen dep Entente, sondern auch hei der finnischen Regierung für eine Hilfsaktion zu Gunsten Estlands zu wirken. Es verlautet, daß auch «in Entsendung finnischer Truppen gebeten sei. Erptosr^n von Munitionswagen. Haag, 29. Nov. Von der belgischen Grenze meldet bas „Vaterland": Wie wir vernehmen, ist bei Als in der Nähe von Lüttich ein Zug mit 60 Munitionswagen explodiert. Man spricht von SO Toten und einer großen Anzahl Verwundeter. Ter Materialschadeil soll ungeheuer groß sein. Ans der Leimal. Fricdbcrg. 2. Doz. Am 3. Dezember feiert Herr Willy Schönberg und desien Ehefrau daß Fest der silbernen Hochzeit. am gleichen Tage feiert das Mädchen Elise Wien ihr 25- jähriges Di-»rftjubUäum im Haufe des Herrn Willy Echöuberg. Friedberg. 1. Dez. Die Delegierlen-Versammlung der Arbeiter- und Vauermäte aus dem Kreije Friedberg, di« gestern hier im Ratskeller ftattfand. war von über 109 Teilnehmern besucht. Der erste Redner, Otto H r r s ch e l - Friedberg führte einleitend die Gründe auf. die zu der raschen Umwälzung der bestehenden Verhältnisie geführt hatten. Das Sehnen des ganzen Volkes, aus dem Sumpf von Blut und Tränen herauszu- tommen. der völkerverderbende Mamnlonismus, der allmälig die weiLeften Kreise ergriffen habe, die Auswüchse der zivilen vnd militärischen Bürokcatie hätten die Wege geebnet. . Jetzt gelte es vor allem, alle Bestrebungen zu uwerstützen. die darauf Hinausliesen. Rlche und Ordnung im Lande zu bewahren, um unser Doterland vor dem schlimntsten zu bewahren. Deshalb folge man der Mahnung der Reichsleitung und der führenden landwirtschaftlichen Organisationen zur Gründung von Vauern- räten. die Hand in Hand mit den bestehenden A.- und S.-Räten zu arbeiten hätten. Wenn dabei ein gegenseitiges Verstehen erzielt werde, so fei schon viel gewonnen. Es gelte, die Ernährung des Volkes zu sichern, da müßten die -Arbeiter- und Bauernrüte auf dem LmÄre einig gehen. Das alte Haus sei kingestürzl, nun müsse an seine Stelle ein neues Haus gebaut werden, mit wohnlichen Räumen und Werkstätten, aber auch mit Stallungen und Scheuern. Der Dorsitzends Nepp- Fried- berg tonnte im allgemeinen seine Zustimmung zu diesen Ausführungen aussprechen, n rückte ab von den Bestrebungen, die sich außerhalb der Wirkl'chkert setzten. Die folgende Aussprach« war eine recht rege. Hoferberth - Vilbel brachte die Mllch- versorgung zur Sprache, ebenso W o l f-Wölfersheim, Schäfer- Niedererlenbgch forderte, daß die Arbeiter- und Vauernräte selbst die Kontrolle au:übten. Ausführlich ging Herbert- Obererlenbach auf die Milchsrage ein. Die Hauptschuld an dem Milchmangel treffe nicht dre Dauern, sondern die Landes-Milch- und Fettstelle mit ihren verkehrten Maßnahmen, ganz falsch sei das sog. Umlageoorfahren. wo vielfach Leute, die nichts davon verständen, Vorschriften machten, wieviel MUch die Kühe geben sollten. Auch die hohen Preise der Diilchkühe trügen zu dw geringen Mllchli '' ung bei. Man muffe bei der Milch, bei Kartoffeln und überall d i e Bakwrn beim Ohr nehmen, dre nichts oblieferten Auch Oek.-Nat Hensel besprach ebenfalls eingehend die Milckfrage, die eine der schwierigsten fei. Es seien verschiedene Ursachen, warum die Produktion zucück- gehe, bei der schlechten Fütterung gaben die Kühe nur noch 50 Prozent der Milch gegen früher, dann die hohen Preise der frischmelkenden Kühe, zwischen Ankauf dieser Tiere und dem Verkauf der Fettgemachten liege ein Verlust von ungefähr 1400 Mk. Es käme ferner dazu, daß die Stadt Frankfurt bei weitem nicht in dem Maße Kühe einsielle wce früher, ihr sei der Verlust zu groß, sie mute aber den Bauern zu, daß sie ihn tragen sollten. Direktor B i 1 l - Riederweffel stellt fest, daß es e'ne Pflichtlieferung ven 2 Liter nicht mehr gebe, die ganze Milch, abzüglich der für den Haushalt gebrauchten, müsse abgeliesert werden. Die Hamster selbst seien oielfuch Schuld an den hohen Preisen. Mi der Umformung des Obrigkeits- in den Bolksstaat müßten alle helfen. Kötter-Großkarben zeigte, wie der Arbeitcr- Baukrn- und Soldatenrat in Ecoßkarben erfolgreich vorgegangen jei. Ro h l - Rodheuz» v. d. H. erklärte, daß die Arbeiter-, Bauern- und SoldatenrLie z. B. die hockffte Instanz seien. Rach all' den Ausfüh.unqcn frage N'.an sich, wie so was bei dem großen Beamten.Apparat möglich gewesen sei Der Bürokratismus und der Militarismus hörten uns so weit gebracht. Die Schädlinge im Belksleben müßten beseitigt werden. Die Männer dcr schwieligen Faust müßten sich verstehen. F a tz - Oberxosbach meinte, daß die Arbeiter- und Vauernräte geschaffen feien, unr. Ordnung zu schaffen. A'a l z - Niederwöllstadt bringt örtliche! Beschwerden vor. Der Vorsitzende des Soldatenrats vom Erf> Regt. 117, M e u r e r. erc'ärte, daß die Vauernräte ein Lebensa oedanke von ihm gewesen seien. Die Arbeiter- und Bauernräte müßten die Verteilung der Lebensmittel besorgen. Die gegenseitigen Infereffen müßten ausgeglichen werden. Unsere Zeit erfordere Gerechtigkeit. Die dringlichste Frage für die Unterbringung der Entlaffenen. also Schaffung von Arbeitsgelegenheit jeder Art. Das Ordnungsgefüge muffe unbedingt erhalten bleiben. H i: rf ch e l - Friedberg dankte dem Vorredner für feine Ausführungen. W id c r ma n n-Dad-Rauheim forderte, daß die Kontrollkommissionen einwandsfrei seien. Neuland- Klcinkarben rügte die früheren Mißstäwde, auf die Bezahlung dos Specks habe man fast ein Jahr warten muffen. Reg.-Affes- sor Waller-Friedberg spricht siir ein Zusammenarbeiten aller Kreise. Er hält es für erwünscht, wenn auch die Arbeiterund Vauernräte die Verwaltungsbehörden unterstützten. Als weiteres Ziel muffe der Abbau der Preise gefordert werden. Die Zeiten der Bürokratie feien hoffentlich vorbei. An den weiteren Verhandlungen beteiligten sich noch die Herren Herbert-Ober- erlenbach. Nehl-Rodheim und Henstl-Dortelweil. Meurer-Fried- berg. Kühn-Friedberg und Repp-Friedberg. H i r f ch e l - Fried- berg hob in seinem Schlußwort da; ernste Vestreben hervor, tatkräftig zu arbeiten vnd stellt als Ziel der Bauernrale. deren Organlfativn im Kreis und in der Provinz vorbereitet werde, felgendes mit: 1. Mitnül-kung und Beratung bei Erfassung und Schutz dep vorhandenen Lebensmittel, bn der Regelung ihrer Ablieferung an die be^gsberecktigten Stellen und bei der Be« kämp^u.na des Schleichhandels. 2. Erhaltung der landwirtschaftlichen Betriebe. Förderung der Erzeugung, insbesondere durch Sicherung von Saatgut und Steigerung des Anbaues, Wiederaufbau der Viehzucht. Förderung des Genossenschaftswesens. 3. Mitwirkung bei der Aufnahme der entlassenen Kriegs- leilrrehmec und der Besckxiffung von Arbeit und Wohnung für diese gemäß den Bestimmungen der Demobilmachungs^ behörde. 4 Gegenseitige Hilfe beim Schutz von Personen und Eigentum. Damit wird die Versammlung geschlossen. Der Verkehr zwischen links- und rrcht-rheinffchem Gebiet. In einer Sitzung des Beirats, der dem Staaistommiffar für die wirtschaftliche Demcbllmckchung bewe.gebcn i»t. wurden von Vertretern der Landwirtsckast und der Indnstrie Befürchtungen ausgesprochen, daß dre bevorstehende Vesetzrmg des linken Rbein- vf^rs die unzureichende Versorgung der Landwirtschaft mit in linksrheinischen Betrieben erzeugten Düngemitteln und der In- dl'strie M't Saare.sen und chempchen Rohstoffen zur Folge haben könne. Di« hessische Gesandtschaft in Berlin hat dazu den Staatssekretär Erzberger, Vorsitzenden der deutschen Waffenstill- standskommission, gehört, der mitteilte, der Verkehr zwischen linksrheinisck)em und rechtsrheinischem Gebiet sei durch die Waf- fenstrllstandLkommifsion gewährleistet. FC. Vad-Nauheim. 2. Dez. Die Stadtverordneten beschlossen die Ecnfilhrur.g der achtstündigen Arbeitszeit für die städtischen Arbeiter und stimmten der Errichtung einer Erwerbslosen- Fürforg, zu. Nicdcr-Mörlen, 26. Nov. Am verfloffeaen Sonntag fand bier in einem unserer Schulsa!« eine von zahlreichen Landwirten urcd sonstrgen Bürgern besuchte Versammlung.statt, in der als Vertreter in den Vauund Bsirgerverein nachstehende Personen genaht^ werden. R-.',''ou- Langsdorf, P^.r Sre- phan König. Josef Kremer. Phiupp Kiffel. Ludwig Keßler. Hch. Witz'l. Wilhelrn Wer.tzel, PH'.»pp Schweitzer und Franz Weil. FC. Butzbach. 28. Rov. fDie neue Zeit?) Im nahen Pohl» göns wurde Frau Luise Dersch Witwe als Wiegemeister-Stellvertreter der Gemeinde eidlich rn Pflicht genommen. Budiken, 2. Dez. Das hiesige Kreisbkatt enthält folgende öffentliche Aufforderung: „Das Krersamt Büdingen hat un. längst im hiesigen Kreisblatt die Mitteilung veröffentlicht, daß die Landwirte im Kreise ihre Ablieferungspflicht nicht ge^ nügend erfüllt hätten. Es ergeht deshalb hierdurch an diese die Aufforderung, öffentlich zu erklären, inwieweit diese Behauptung begründet ist, umsomehr, da ander« Blätter, wie ,.Dor> wärt?" und ..Frankfurter Zeitung" diese Mitteilung weiter veröffentlicht haben. Der Kreis-Bauernrat Budingen.E Aus Starkenburg.. Darurftadt, 27. Nov. Di« Strafkammer verhandelte heute in dem seltenen Fall eines Sittlichkeitsoergehens gegen eine weibliche Person, die jetzt 19 Jahre alte Dienstmagd Dina Karth eus Schönberq, die unbestraft und beschuldigt ist. in den Jahren 1911 und 19l8 mit zwei damals 12 und 11 Jahren alten Knaben in Auerbach, wo sie bedienstet war, unzüchtige Handlungen fchl-.mmster Art getrieben zu haben. Cie ist geständig und wird zu sechs Monaten Gefängnis verurteilt. Höchst i. Odw., 28. Nov. Hier wurde in ihrer Dehaußm- db' schon betagte Frau Fr. Dietz tot aufgelunden. Der Arzt stellte Vergiftung fest. Die Leiche wurde deshalb bis zur Aus^ klärung der Angelegenheit durch die Gerichtsbehörden befchlag« nahmt. Da die in geordneten Derhältniffen lebende Frau schon lä'n-gece Zeit in ernstlichen Zwist mit ihrem 35 Jahre alten Sehne steht, wird ein Verbrechen oermulet. Untersuchung ist im Gange. > Veronkwortlicv für den politischen und lofölen Teil: Otto Hirfchel. Friedberp: für den Änzeigenkeil: b Je e 0 n e Frzedberg. Truck und Verlag der „Neuen Tugeszeltunt?", A- Friedberg i. L HrrzenskSrnpse. i Nom an von Helene Cchü 1 ty. aeb. von Gersdorsf. (Eop^ri^dt 1815 by C. Ackermann-Stuttgart.) tO) Nachdruck verboten« «Sie konnte noch nicht von der Arbeit weg weil man bei der Herrschaft heute ein großes Fest, dir Verlobung der einzigen Tochter, gefeiert hat", entgegnete Hilde, möglichst die Cprech- v'eise der Leute aus dem Volk nachahmend. „Ich bin voraus gelaufe, weil es schon so arg spät ist. damit sie nicht meinen täte, wir kämen gar nimmer" „Das war' allweil gescheiter gewese", erwiderte der Fischer, weil mir dock nicht fortkönne, bei dem arge Wetter, dem Sturm, der stichduntle Nacht .... nun könne Sie nur stracks wieder heimlaufe'" ^ Hilde erschrak so sehr, daß ihr Herzschlag stockte. O. Himmel, nachdem alles bisher so gut und glatt verlausen war. sollte die p-anze Sache noch scheitern, denn wenn sie nicht bis morgen früh weif iort in Sicherheit war. würde man sie sicher auffinden und zurückschleppen. Wo sollte sie sich verbergen, wo sollte sie Schutz suchen? ..Aber da? ist unmöglich, wir müssen kort, ganz bestimmt, sobald Lina kommt", sagte sie endlich beschämend. Sie wisien ja, es geht um Leben und Tod?" „Ja. gerade, freilich weih ich das", erwiderte er. aber anders. als Sle's meine. Jungfer .... Wenn wir in s-em Unwetter in meinem Nacken den Rhein rauf fahre wollte, dann ging's um Lebe und Tod, indem wir wahrscheinlich all mit- samme versiuse täte." „Nein. Josef das tuste nicht'" rief eine ängstliche Stimme vom Bett ber, „das tuste mir und dem Kind nich ank Die Mädu-er müsse ebe bi§ morge am Tag warte?" -Aber, liebe Frau, bedenken Sie doch, wenn Ihre Mutter am Sterben wäre, was täten Sie bann? würden Sie ruhig im Veit bleiben weil's Wetter gerade schlecht ist?" ..Ach. höre Sie!" erwiderte d'-e Frau, motz tut's der Frau nutze, wenn drei andere dazu sterbe müsse?" „Aber dag braucht doch gor nicht zu geschehen", überredete Hilde weiter. „Ihr Mann, der Josef, ist ja lo geschickt und stark, der bringt's schon fertig, dag wir sicher ankommen." Ioief kratzte sich hinterm Cfa. „Wecht du. Trina". sagte er zu seiner Frau, geschmeichelt von Hildes Zutrauen in seine Kraft und Geschicklichkeit, „ich ich ^llt'g doch pr^b.er e. weil es der Jungfer und auch Llcünntt machrrng K!»s!Mfnr'cn-WBc am Rlittmot'. den -1. Dez. i. I.. an Haushaltungen ohne In - liche ir elcuckuna ge^cn Voria"e der Lebe» smiNei'a.te au, Zimmer Nr. 9 des Stadt? au'es. Auf jede be^uasberechiiate Fa- mille ent älli 1 Liter der ,,'w Pre se von 45 Vfg. in den nachstehenden Ge chäiten erhäl lichtst Fr edrich Hilbreckt Wwe.. Lind & 7 bold. EmilStamm. Adolf-chmidi ^chc'de & Füllgrade. Ferd nand Damm Noch^oi'er. Georg Äköbs. Friedrich Michel. Friedbcrl*, den ZO. Nov 1918. Der Bür ermeister. 7*. V. Damm. tffin Vin'che so arg vrum lpl And weil lch's lhne doch mar verspreche hob'." „Ja. und so ein braver Mann hält sein Wort!" bekräftigte Hilde seinen schwankenden Entschluß. „Nein. nein, ich leid's nicht! Ich tät sterbe vor Angst?" rkef die Frau wieder, beinahe kreischend, während das Kind, in seiner Nuhe gestört, leise zu wimmern begann. Da faßte Hi.'de einen Entschluß. „Gute Frau", sagte sie ausstehcnd und an das Bett herantretend. „regen Sie sich nickt auf. sondern hören Sie mich an! Sie haben Ihr Kindchen lieb, nicht wahr? Nun. wenn der Josef sein Wort hält und uns im Boot forfTcf>offt. fo laß' ich Ihnen für den Kleinen 50 Mark hier, und 50 Mark weiter schicke :dj Ihnen, wenn wir gut angekommen sind." „Iesies. Maria und Joses? sind Cie denn so reich? 100 Mark' Ja ist denn so etwas möglich?" fckrte die Frau. „Ja. ich hob' mir in dem reichen Hause soviel gespart", sprach Hilde ruhig. lieber fünfzig habe ich hier in meiner Tasche, das übrioe dobeim auf der Sparkasse" „Und nun wolle Sks's alles herpebe für Ihr Däsche, s' Linche?" wunderte sich die Frau. „Sie sind aber mal gut' Aber nun. was meinste. Josef?" Eine so große Summe. die ihr wie ein fast unerschöpflicher Reichtum erschien abzuweifen, vermochte die Frau nicht. „Nu da geh ich halt und richt'den Nache. derweil kommt dann s' Lincke" antwortete Iclef. zog eine warme Fisckersncke an. setzte einen weichen alten Fllzhut auf den Kopf und ging hinaus, Hilde fiel ein Stein vom Herzen. Gottlob, anch dieses Hindernis war beseitigt? Wenn nur Lina nicht aufgehalten wurde, wenn sie nur bald käme. Um die Fron vollends zu bernl>iaen und auck nssen ?»it- verlast zu v-'rmei^en. zog sie ihre Börse h"raus. zählte fünfzig Mark ab und gab sie der Frau in die Hand. "J a " .! 0(Ttc ^st schicke ich Ihnen durch die Bost VA. Sie können ganz unbesorgt sein, wenn es anch ein paar Tage dauert ich muß fa das Geld erst vcn der Sparkasie holen." „O, daß man bei dene vornehme Herrsckotte soviel G-ckd verdiene kann", sagte die Frau immer nock voll Staunen. ..Ab-'r Sie sind an.ck ein gra sauberes Ma'dche. und auch brav. Sie hat man gewiß besonders aern. aelt? Wie bei'e Cie doch geschwind? Den Name macht ick mir doch merke?" ..Traudcken Sckmiß". erwiderte Hilde, zwei in den Rbein- landen sebr^bonsio.e Namen wö'blend. die eine etwaige Rach- lorschung möglichst erschweren mußten. BclanttLmachrrng. Wo mir Lina so lange blieb? Iyr ranK es vsr. als häij« sie sckon eine Ewigkeit hier in der Fischerstube zugebracht. Aber als sie auf die lautdickende Wanduhr blickte, sah sie, daß es erst eine halbe Stunde war. Endlich erscholl ein Klopfen am Fenster. Hilde nahm die kleine Lampe und ging damit hinaus um die Tür zu öffnen. Draußen stand Lina. — Gottlob? zerzaust, durchnäßt, atemlos. „Ach. Sie find da. gnädiges Fräulein? Gott sei gedankt?" flüsterte sie hereintretend. „Ich habe Todesangst au«gestanden. Sie könnten den Weg verfehlt oder sonst einen Unfall erlebt haben?" „Und mlr ist's gerade fo wie dir gegangen. Lina", erwiderte Hilde. ..Gottlob daß wir wieder beisammen sind! Aber hier gab's noch die größte Gefahr." Und sie erzählte ihr mit hastigen Worten von der Weiae- nmg Josefs, sie im Boot fortzuführen, und wie es ihr endlich gelungen sei. ihn doch zu bestimmen. „Doch nun komm schnell ins Zimmer, wärme und trockne dick noch ein wenig, bis Ios?f uns holt" fuhr sie fort, „und denk dran, daß es hier kein ..gnädiges Fräulein", sondern nur ein „Traudchen Sckmitz". dein Bäschs gibt." „Linche rief die Frau, als sie ins Zimmer traten, vom Bett ans, ..ist drnn dein' Mutter so arg schlimm dran, daß ihr bardu heut' Nackt fort müßt?" Das Heulen des Sturmes, als die Tür aufging, hatte ihre Angst aufs Neue entfacht „Ach^ was Trinche. das ist gar nicht sa arg. wenn nmn drauße ist. wie's hier drin tut', beruhigte Lina, ..du brauchst Nick gar nicht ängstige. Dein Mann wird noch oft berm schleckte Wetter ras müsie! Daran mußt du dich halt gewöhne, dafür bist du eine Fischersfrau." Dieie verständige Zuspracke half wirklich. Die Frau kegte sich beruhigt aufs Killen zurück und meinte: „Eigentlich haste Reckt. Es gehört eben zu feinem Erwerb und ick muß mich nein schicke? Dein Däscke. s' Traudche. bezahlt ihm ja auch ara viel dafür." Eben polterte Josef mit großem Geräusch wieder zur Tür herein. „Ist's Linche gekomme?" fragte er. den Kort ins Zimmer streckend. „Allo, dann kommt", fubr er kort, als er si- erblickte. . Ich mein als, das Wetter wär ein klein wenig bester gewor« den. Ru. Trinche, halt dich brav, morgen mittag bin ich wieder da." Fortsetzung feint. ^elmnttiumchuttg 2ch bringe hierdurch zur öfien'- li i en Kcnn.nis. daß non J eine a' bis auf weiteres ine Ausstellung von S3e,iu(’sjdjetncn fTtr Web-, Wirk- und Suickwaren und von Schrrhbedarfs- Scheinen Bin? Mittwochs und Samstaes. vormii a s non H bis 12 Uhr. im städtijcken Lebensnnt.e-Aus cku ; (a tt Post) Zimmer 8. zweiter Stock, stoitsiudet. Fricdberg. den 29. Nov 1913 Der Bürgermeister 2. D.: Dam in. Mahlülllls ttr6e!!icil!k?k-Ltl'!lel'!s. Unter Bezugnahme auf die D 1t- teilung a s Seite 2 des Stener- zeüels und hiermi' belannt gemacht. baß die bis Ende Noo?nn der 1918 fülligen Steuern '4. Ziel) einschließlich der Nach.rüge dis zum >2. De.ember luli -u enr- rickien sind; nach Ablauf die er Frist beginnt die Zwangsbe.tlei-- bung. Es wird hierbei dringend empfohlen. sich der Neberweisung aus Banl- oder Scheckguihaben zu bedienen. 2n diesem Falle ist außer dem Namen auch die Heberegi-tcrnu'nmer des Steuer- ze rels an',«geben Friedberg, den 2. Dez. 1918. Di- StaMfelfr. Dachsel. schwarz, außergewöhnlich groß, hört auf den Namen Watdmann, entlaufen. Gegen Belohnung a zugeben bei Dr. WeckerUng» Friedberg. t. DI- ^WischeNjchsine Mr die 5% Schuldverschreibungen der VSil. Kriegsanleihe können vom 2. Dezember d. Is. ab in die endgültigen Stücke mit Zinsscheincn umgetauscht werden. Ter Umtausch findet bei der „Umtau'ch'telle für die Krlegyanfeikseq". SJerlin W 8, Behrenstraze 22, statt. Außerdem übernehmen sämtliche Nei l sbank- anstaltcn mit Kassenein.ichtung bis zum 15. Juli 1919 die kostenfreie Vermittlung des Umtausches. Nach diesem Zeüpnnkt können die Zwisch.enscheine nur noch unmittelbar bei der „Umlauschstelle sllr die Kriegsanleihen" in Berlin umgelauscht werden. ' ‘ Tie Zwischenscheine sind mit Berzeichniffen. in die sie nach den Beträgen und Innerhalb dieser nach der Nummernsolge geordnet einzuliagen sind, während der Vorm,ltagsdlen «stunden bei den genannten Stellen einzureichen,- Lormulare zu den Verzeichnissen sind bei allen Neichsbankanstalten erhältlich. Firmen und Kassen haben die von ihnen eingereichten Zwischenscheine rechts oberhalb der Stllcknummer mit ihrem Firmensteinpel zu versehen. 2 - J" Um;ou ^ der Zwischen cheine sllr die i'l 2 °l 0 Schaganwcisunaen der . Kriegsanleihe und für die 4V 2 % un^en oon 19l8 Folge VZSi frndet gemäß unserer Anfang ds. Mts. oerösfen,lichten Bekanntmachung bereits seitdem Äcl'.anulmachuna. Nachdem unsere dringende Mahn rna an ämniche Gasabne''mer den Gebrauch der Gasapparate auf das äußerste Maß einzuich-än en nicht so beachket wurde, wie mir unt r de-n Hinweis auf den Ein t ter Kohlen!a-^e erwarien mußten, eben tn r uns ge wunden. Sperr- ^»'en einwsüh^en und zwar wird vom hcuki en Tage an ür dea s>unden ^ moraens von 9 bis 11 Uhr narlimittaas „ 1 „ 5 „ uachts „ 10 „ 7 „ morsten^ ber Gasdruck so weit verwindest, taß iealicher Gebrauch der Gas- lampen. Koch- und Hei avparate nnmö l,ch ist. Die Gasabnehmer werden hiermit ausdl''cklichst daraus auf- merl am gemach», daß^die Hähne an vrn Gasap^a atcn während der Sperr,eiten aeichlosten inn miisten. damit Hn alle oei Wieder- cinlritt der Ea ab'abe ve«mieden werden. Wiederholt »ordern wir die Eos, nehwer auf. ln den Stunden Gasab-abe den <^'-eb:a"ch der Lalu^pcu. Kock- u> d Ksi'apparale der auf bas mü deste Maß e>n ufchiänlen. da »nwlne des oän'iichen Ausb!e^eos ieder Zufuhr icit Wo.h.n die Ko.^enoorräte schon »ehr lnopp geworden , n). 1 * Stüüt. Licht- und Wasscrwcrle Friedbcri ?. S. _B a l er. Dic. Stng, rcn o. Tczemocr 1 ^t<^, os L U.,c VlllksversmmlllW ln der LradUircke. Dortrag des Herrn Direktor Dr. Strecker üben „Dentschkands Erneuerung". Zu zahlreichem Erscheinen labet ein __Der Arbeiter- und Sotdalenrat. A. November d . Ja. b?> ber „llriilauschstclle für die Kriegsanleihen". Berlin W 8, Behrenstrakie 2‘> [oa-ic ber sämtlichen Reichsbankanstalten mit Kasseneiniichtung statt. Von den Zwischenscheinen der früheren Kriegsanleihen ist eine größere Anzahl noch immer nicht ,n die endgültigen Stücke umgetauscht worden. Die Inhaber wsT °"'Le,0ldert. diese Zwlschenscheine in ihrem eigenen Interesse möglichst bald bei der „Umtausch, tolle sllr die Kr.egsanleihen". Vert.n »V 8. Behre.utr. 22, zum Umtausch emzurelchen. Berlin, im November 1918 . NtichsblUlk-Direlltorilim. ¥epioren auf dem Wege Hanaueistraße— vaagnraße—Kai.er lraße von eine mKiiegsinvallden Portemonaie m«t Inhalt und Monatskarte. Gegen Belohnung abzugeben in Havenstein. v. Grimm. der Ge.chaitsstelle Tageszeitung". der „Neuen ßraurr Jungk Kunst- und Gemüsegärtnerei in emem flouen, der Neuzeit emgerichteien Betriebe gejucht. Derpllegung im Hause. Zuschriklen umer Nr. 207 an Daube & Co., friabfiil o i«. Tülljlige 6 diDfijerin gegen hohen Lohn gesucht. ll-bfr» L'kdrrt. vi>rr-«rlr»d«ch. Ltliieißtriiiiß. Wegen Aufgabe der Oelonomir versleige e ich Donncrsta , de« Derembrr. vornu IO Uhr, »n meiner Ho raite 2 fünfjährige, gut einqe- falirene, miltel'ck were Arbe Lsp'crde (Füchse), 1 Selbstb nder mit Vor- derwaqen, 1 Zweispänner-Leiterwa- oen. 1 siebeNicharig. Grubber, 1 Hornburger Pflug, 1 eiserne Egge, 1 Psuhlfah. Hkilikilh LeslihiiM Valkes Ober-Nosbach bei F'iedberg. iriieilrin als s'ützc im KtiW gefn^f Emtritl ofork. Deutsches Frir,^.. 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