Dummer 281 Wjchms 10 Pfennig' die Stummer Freitag, den 20. November 1018 11. Iahrgttt ^» Die (tic Tnaeoiriluntz" er.chemt jeDen Petita \ Repelmaßrge Beilagen ..Ser Flauer aus Dessen". „Sie Sprnnssnde". Ss»ugogr--s: Be. oen Po «tan statten oiericliatjElul) M. 2.70 hinzu Hill noch oas Bestellgeld: i’ei oen ^lnenten mona'lick 1.00 Mk. einschließlich Trageriobn. Anzeigen: Grunv^eile 25 Big., totale 20 Sig.. «zeigen von auswans weroen ourch So knachna me erhoben. ErrüUungson Friedderg. 5'chriltleiiung nnd Ueriaq -ES vncöbera ff)c’leiti. vrnauer tra^e 12. ^ecn vre her 4S. Po Li bei-Lonko 'Jlr. 4159, I nt Irai iuct a. M. Kin^r< bürg an das Leer. BcUin. 28. Nov. Hindenburg richtete folgenden Aufruf an das Feldheer: Soldaten, die Ahr mehr als vier Jahre lang treu in Feindesland ausgehalten habt, denkt daran, wie unendlich wichtig es für Heer und Heimat ist, daß sich die Rückführung der Armeen und die Entlassung ihrer Verbände in voller Ruhe und Ordnung vollziehen. Rur wenn jeder einzelne von Euch treu auf seinem Posten bleibt, bis die Stunde der Entlassung aus den Reihen des Heeres für ihn gekommen ist. wird es gelingen, die mannigfachen Reibungen zu überwinden, welche die Rückführung solch gewaltiger Heeresmassen mit sich bringen. Soldaten, d'.e Ahr jo oft in Zeiten des Kampfes selbstlos Euer eigenes Ach dem Wohke des Ganzen untergeordnet hobt, vergebt auch jetzt nicht, das; die Heimat in letzter Stunde von Euch Opfer fordert. Sie sind gering gegenüber alldem, was Ahr in den vier langen Aahcen des Krieges geleistet habt- Alles außer den Jahrgängen 1886—1569, die zunächst bei den Fahnen bleiben, soll so schnell wie möglich entlasten werden. Laßt Euch nicht verführen, vorzeitig und eigenmächtig Euren Truppenteil zu verlassen. Vergegenwärtigt Euch stets, zu welchen Schwierigkeiten bei der Unterbringung und Verpflegung sowie im Abtransport es kommen muß. wenn jeder einzelne von Euch regellos nach Haufe strebt. Tie Ordnung zusammenzuhalten. ist jetzt wick-tiger denn je. Rur so wird die g'atte Zurückführung des Feldheeres nach den östlich des Rheins zunäckst vorgesehenen Unterbringungsräumen möglich sein. Von dort ist die Leitung der Verbände mit der Eisenbahn oder durch Fußmarsch zum den Ersatztruppenteilen vorgesehen. Mit Rücksicht auf die große Anhäufung von Truppen und beschränkte Transportmöglichkeiten kann dies nur allmählich erfolgen Längere oder kürzere Wartezeiten bei oft beschränkter Unterkunft werden sich für manche Formationen nicht vermeiden lasten. Auch hier habt Geduld und Vertrauen. Es wird jeder von Euch fo frühzeitig zu seinem Ersatztruppenteil befördert werden, als die Umstände es gestatt« n. Keiner von Euch wird vergessen! Seid versichert. daß die Oberste Heeresleitung in Verbindung mit den Heimaistellen alles ausbietet um Tuch so bald als möglich Euren Angehörigen zuzufiihren. Toch eins tut not hierbei: Ruhe und Ordnung! (gez.) von Hinvenburg. Die Friedenskonf-. reux. London, 27. Nov. (WB.) Reuter, Di« Friedenskonferenz kann früher zniaminentielen als angenommen wurde, da viele Vorbereitungen beendet sind. Tic englischen Friedensdelegierten und ihre Stabe werden zwischen 100 und 500 Mann stark sein. Unterkünfte für sie werden binnen vierzehn Tagen vorbereitet fein. Gelegentlich des Vefuchs Clemenceaus in London wird er sich mit Lloyd George über den Termin des Zusammentritts der. Friedenskonferenz besprechen. Die Leiden von Ostafriha» Berlin, 28. Nov. (WB.) Auf eine Anfrage der deutschen VaffenstillsLandstommifsion über die weitere Behandlung der deutschen Trrlpyen in Ostafrika. die gemäß Artikel 17 der Was^nstillftarrdsbedingungen das Schutzgebiet zu räumen haben, hat das englische Kriegsministerjuln geantwortet, daß. die deutschen Truppen in Stärke von 155 Europäern, 1165 Askaris und etwa 3000 sonstigen Farbigen, darunter 282 Häuptlingen die Waffen gestreckt hätten. Veranlassung hierzu sei die Mitteilung des feindlichen Oberbefehlshabers an General von Lettow-Vorbeck über den Abschluß des Waffenstillstandes in Europa gewesen. Die Truppen würden in Abercorn an dem Siidende des Tanganyika-Sees gesammelt. Den weiteren Abtransport veranlaßt sodann die englisch; Regierung. Ob der Seetransport auf deutschen Sänften erfolgen werde, sei noch nicht entschieden. Tie Namen der Europäer die bei Lettow-Vorbeck bis zuletzt aus- aehalten haben, wurden noch nicht bekannt. Ebenso ist die Frage der Postverbindung mit ihnen noch nicht geklärt. Veröffentlichungen hierüber werden baldmöglichst erfolgen. — Die deutsche Waskenstillstandskommission: Der Vorsitzende: Staatssekretär Erzberger. FronröftscherAnfrufau das Elsaß. Span, 21 Rco. Heute ist General Rudant folgende Rote Erreicht worden: P a r i s. 25. Nev. Au alle! Aufruf an Las L l sa ß ! Was für Wunder habt Ahr Straßburger und Elsäster vollbracht, indem Ahr trotz aller Bedrückungen, trotz des verhaßten Joches Eure treue, heilige Liebe zum Vaterland bewahrt habt! Tie Geschichte kennt zweifellos kein zweites Beispiel einer so bewunderungswürdigen Treue. Ahr Soldaten habt heldenmütig in den längsten Schlachten, die es jemals gab, gekämpft. Ahr leid ruhmbedeckt daraus hsrvorgegangcn. Die furchtbare Schranke ist gefallen, der Adler der Grenzpfähle nle- dergeworfen. Wie einst kommt Frankreich zu Euch, Straßburger. wie eine Mittler zu ihrem lieben Kinde, das es verloren und wiedergesunden hat- Es wird nicht nur Eure Gewohnheiten. Eure lokalen U ober lieferun gen. Euren religiösen Glaub.'», Eure wirtschaftlichen Notwendigkeiten achten, sondern auch Eure Wunden verbinden und in diesen schweren Tagen Eure Ernährung ficherstellen,An dieser feierlichen herrlichen Stunde, die den Triumph des Rechtes, der Gerechtigkeit und Freiheit über die brutale Gewalt bringt, wollen wir uns. Ahr Herreisen Elsässer und befreienden Soldaten, in der gleiche^ Liebe vereinigen. Es lebe Frankreich! Es lebe die Armee! Es lebe die Republik! Die Frarnolen in dce ftfafi. Lvdwigshafen, 27 Nov. Tas Oberkommando der Truppen in der Pfalz teilt '«nit: Rach eurer Meldung der pfälzischen Bezirksämter räumen die Ententetruppen die Ortsä^i'ten an der Südarenze der Pr'alz, welche sie entgegen dem Wortlaut der Wassenstittstandsbedingungen vorzeitig besetzt haben. Anscheinend erfolgt die Räumung aus Grund des Einspruches der Maft senstillstandskommission. Durchmarsch durch Köln bisher ruhig vollzogen Hot, mehren sich seit beute morgen die Provokationen. Offiziere vom hiesigen Infanterie-Regiment Rr. 65 hielten vor dem Gebäude des Arbeiter- nnd Soldatenrates aufhetzende Ansprachen an das Publikum und versuchten, gegen ein Mitglied des Arbeiter- und Soldatenrates täll.ch zu werden. Tas Infanterie-Regiment Nr 28 ließ beim Passieren des Tomes dre Kaiserhvmne spielen An die Manusckpaften wurden Fähnchen mit Bildern des Kaisers und des Kronprinzenpaares verteilt. Tie Erregung in einem Teil der Arbeiterschaft drängt zu gewaftsam?? Lösung. Es wird vom A.- und S.-Rat versichert, daß ihm die gesamte immob le Besatzung mit hinreichenden Maschinengewehren und Munition zur Verfügurug stehe. Bisher ist es dem mäßigenden Einfluß des Arbeiter- und Soldajenrotes gelungen. Blutvergießen zu verhüten Wenn nicht sofort durch Anweisung der Obersten Heeresleitung an die durchmarschierenden Truppenkörper jeder Versuch zur Provokation nachdrücklichst vermieden wird, besieht di? Gefahr. das gewalttätige Elemente ein^reifen und durch ausbrechende Kämpfe den Durchmarsch verhindern und Tausende in Gefangenschaft geraten. Erbitten Verhaltungsanweisung." bie ßnHilfmiim (füflMotljriaflrii?. Wie sehr die französische Regierung sich darauf einrichtet. ' Ne Verwaltung Elsaß-Lothringens endgültig in die Hand zu ' nehmen, beweist die Tatsache, daß sie bereits drei Präfekjen an ' die Spitze der drei Verwaltungsbezirke gestellt hat. Dieser Akt bat bei der Bevölkerung keinerlei Widerspruch hervorgerusen. Die seit mehr als 25 Jahren immer wieder erhobene Forderung: Elsaß-Lothringen den Ersatz-Lothringern! rst außer Kraft gesetzt. Das wird der Pariser Regierung erst recht Mut machen, ihre Eallisierungsbestrebungen zu verwirklichen. Ter frllh.re protestantische Pastor Abg. Georg Wolf, der noch während des Krieges in Zeitungsartikeln zu beweisen suchte, daß Elsaß-Lothringen völlig eingedeutscht werden müsse, war nach der „Köln. Volksztg." der erste, der im Rntwnalrat forderte, daß die Umbildung ves staatlichen Lebens in Elsaß Lothringen aus dem deutschen in den französischen Staatsverband durchgsführt werde: er war auch der erste, der verlangte, daß die französischen Zeitungen wieder nach Elsaß-Lothringen kämen. Inzwischen hat ein Redakteur des ..Matin" in Metz öffentlich verkündet, daß die Pariser Presse unverzüglich mittels Auto ins Land geschafft werde. Bei solchem Wettbewerb wird die einheimische deutsche Presse einen schweren Stand haben. An Straßburg hat die „Straßburger Post", in Metz Huben die „Metzer Zeitung", die .Lothringer Zeitung" und die deutschfreundliche „Gazette de Lorraine" ihr Erscheinen bereits eingestellt. Die „Lothringer Volksstimme", die hauptsächlich für den deutschsprachigen Teil Lothringens bestimmt ist. hat ihren bisherigen deutschfreundlichen Kurs geändert und sich unter den. Tiftl „Lothringer Volkszeitung" den neuen Verhältnissen angepaßt. Ta sie so wenig zu widerstreben vermag, wird sie bald auch nicht mehr viel stützen können, und die sensationelle Pariser Bouirvard- prcsse wird in Elsaß-Lothringen rasch den Markt nnd die Geister beherrschen. Die Frsnttrnppen gegen Kerlin. Berlin, 27. Ncv. Tic in Berlin versammelten Delegierten der gro^n Soldaienräte der 8. und 10. Armee, der Etappe Bug, des Militärgouvernements Litauen, des 9. Reservekorps, sämtlich aus dem Osten, tn Vertretung von 360 000 Kameraden, legten am 2o. November dem hiesigen Vollzugsrat folgende Resolution vor: Die einseitige Zusammensetzung des Berliner Vollzugs- raics bietet uns Vertretern der Ostfront keine Gewähr, daß die Imeresscn der Gesamtheit richtig vertreten werden. Wir fordern deshalb 1. den unverzüglichen Zufamn-entritt des Reichs- kongieffcs der A.- und S.-Räte und 2. die sofortige Zulassung der von oct geschlossenen Armeegruppe Ost-Westfront zu entsen- denocn Delegierten zur Entscheidung aller für das neue Deutschland grundsätzlichen uiid militärischen Fragen. An der Richt- er'üllnng dieser Forderungen erblicken wir die schwerste Gefährdung der deutschen Reichseinheit. Wir erklären noch ausdrücklich. daß die Ostarmee gcschlosscn hinter der jetzigen Negierung steht Am Verfolg dieser Erklärung blieben vier Delegierte der Ostfront ln Berlin zurück, um beim Auswärtigen Amt. beim Kriegsministenum und beim Dollzugorat die Interessen der im Ostcn auf Heimkehr harrenden Kameraden zu vertreten. Die Vorgänge in Köln. Köln. 27. Ncv. Das Nachrlchtenbureau des Arbeiter- und Sctdatenratcs teilt Mit: Der Sicherungskomw.isfar bei der Reichsrcgierung gab folgendes Telegramm auf: Kriegsmimsterium, Eisenbahnabtellung, Major O e h l e r, Berlin. Bitte folgendes sofort zur Kenntnis des Unterstaatsfekre- tärs und ReichsleltunZ zu dringen: ..Während sich der Zusammenstöße in DWeldorf. Düsseldorf, 28. Nov. Wie die „Düsseldorfer Zeitung" meldet, kam es gestern zu einem Zusammenstoß zwischen Angehörigen des einrückenden Reserve-Infanterie-Regiments Rr 39 und den Verteilern von Flugzetteln des Arbeiter- und Soldatenrates an die Soldaten, wobei ein Mann schwer verletzt wurde. Auf dem Kasernenhos erfolgte ein zweiter Zusammenstoß, als ein Offizier forderte, daß einige Mitglieder des Freiwilligen Regimentes die Waffen niederlegten. Bei den bedauerlichen Vorfällen wurde niemand gelötet. Zwei Vertreter des Arbeiter- und Soldatenrates verhundeben später mit dem Divisionskommandeur. welcher erklärte, daß der Zusammenstoß ohne seine Einwilligung erfolgt sei. Vor dem Rathause wurden im Laufe des Nachmittags starke Sicherheitsposten zusammengezogen. Plötzlich siel ein Schutz. Run begannen die Posten vom Freiwilligen Regiment vor dem Rathause zu feuern. Es wurden Maschinengewehre im und am Ratbause ausgestellt. Tie Schüsse wurden jedenfalls alle in die Luft abgegeben, denn es wurde niemand verletzt. Als das Schießen begann, tagte gerade die städtische Finanzkommission, deren Beratungen auch der Ober- bingorwerster beiwohnte. Er verließ sosor^ die Sitzung und fuhr mr: Zwei Vertretern des Arbeiter- nnd Soldatenrotes zum Kommandeur der 39er, mrt dem Verhandlungen ausgenommen wurden. Leber oen Verlauf der Verhandlungen sind Einzelheiten noch n'cht bekannt. Unr unter Vorbehalt. London, 26. Nov. (WB) Reuter. In einer Rede in Manchester sagte der Lebensmittelkontrolleur Clynes: Es herrschen noch immer einige Mißverständnisse über das. was die Ernährung der Deutschen genannt wird. Lnsere erste Pflicht gilt, unserem eigenen Volke und unseren Alliierten, unsere nächste den Neutralen, und dann müssen wir uns vergewissern, wie die wahre Lage in Deutschland und Oesterreich ist. uno selbst dann dürfen wir ihnen keine Lebensmittel geben, wenn sich nicht heransstellt, daß cs sowohl Humanitär notwendig wtv gute Politik ist. „Alle sollen rrrhlen . . London, 26 Nov. (WB.) Reuter. Im Laufe einer Rede in Dundee erklärte Churchill in Beantwortung der Frage über die Friedensbedingungen: Mir sind völlig ungebunden hinsichtlich der Freiheit der Meere. Die deutsche Nation als Ganzes war an diesern Angriffskrieg schuldig. Sie haben alle dafür zu zahlen. Jeder einzelne Deutsche der bestimmker Brüche des Kriegsrechtes zu Lande oder zur See überführt werden kann, oder der nachweislich Gefangene grausam behandelte, sollte vor Gericht gestellt und wie ein Verbrecher bestraft werden, wie hoch gestellt er auch sei. Die juristischen Berater der Krone sind beschäftigt, diese Frage zu prüfen, damit wir imstande sind., unsere Anklagen gegen die Schuldigen vorzubereiten. sittlnürahlkn drr rnzliichrn hlsttr. London. 26. Nov. (WB.) Reuter. Die Admiralität ver- öffentlicht folgende Mitteilung über die Gesamtzahl der Verluste seit Ausbruch des Krieges bis zum 11. November 1918 an Offizieren und Mannschaften der Flotte (einschließlich des Marine-Luftdienstes bis zum 31. Dezember 1917, als die königl. Marineiruppe, aber ausschließlich der königl. Ceedivision. deren Verlustziffern bereits in den vom Kriegsamt veröffentlichlen Ziffern enthalten sind): 7. Offiziere: 1. tot einschließlich an Wunden oder aus anderen Ursachen Gestorbenen 2176; 2. verwundet 805; 3. vermiß- 15: . interniert und gefangen 282, insgesamt 3508. 77. Mannschaften: 1. tot elnschU.'ßlich der an ihren Wunden oder anderen Ursachen Gestorbenen 30 895: 2. verwundet- 4372; 5. vermißt 32; 4. interniert und kriegsgefangen 952. insgesamt 86 258. Die Gesamtverluste an Offizieren und Mannschaften betragen 39 706. Die obigen Ziffern schließen die Zahl der Offiziere der englischen Handels- und Fischerflotte ein, die an Bord der Schiffe der Kriegsmarine, an Bord von Hilfsschiffen oder anderer übernommener Schiffe dienten. Außerdem haben bei Ausübung ihres gewöhnlichen Berufs 14 661 Offiziere und Mannschaften dieser Kategorie durch das Vorgehen des Feinde? das Leben eingebüßt. 3295 wurden gefangen genommen und als Kriegsgefangene in den feindlichen Lägern zun'lck- be halten Was der FoÜchm'gMg brßdjtf. Französische Blätter melden: W?e allgemein bekannt ist, werden die Alliierten nur mit einer solchen deutschen Regierung 'Frieden schließen die die Mehrheit des deutschen Volkes vertritt. Man hält es nicht für unwahrscheinlich, daß es in Deutschland zu größeren Unruhen kommt. Sollten die Bolschewisten in Deutschland die Oberhand gewinnen, würde die Besetzung größerer Ortschaften Deutschlands. einschließlich Berlins, und anderer größerer Städte unvermeidlich sein Wgg M Lik AMtaknslkott in WOtn? Wie der „Bayer. Kur." mitteilt, ist der Herausgeber der „Südd. Freiheit", des O'wns der Münchener Sportalusgruppe, ein gewisser Wagenseil. der vor einigen Monaten als Arrangeur der Faschingskomödie im Atelier Thiersch die Oeffentlichkeit unliebsam beschäftigte. Der Mann ist wegen Verweigerung des Heeresdienstes, als unser Vaterland in größter Rot war. ein- xesperrt worden, ist mit einer Amerikanerin verheiratet, seine zwei Schwager leben als bislang kindliche Ausländer unbehelligt in München. Der ..Bayer. Kur." bringt weiter Angriffe gegen einen Mitarbeiter des Blattes, den „Edel-Anarchisten" Erich Mühsam und dessen Verleger Siegfried Neuhöfer-- Merl den Sinr? der Reiihsreß'mülß. München, 27. Rov. Die Korrespondenz Hoffmann meldet: Der Vollzugsausschuß des Arbeiter-, Soldaten- und Bauernrates München sandte folgendes Telegramm an den Vollzugsausschuß des Soldatenrates Berlin: Der Vollzugsausschuß des Arbeiter-. Soldaten- und BauernraleZ München entnimmt aus den Verhandlungen der Konferenz der Vertreter der deutschen Repu. bliken mit Entrüstung die unerhörte Tatsache, daß noch immer kompromittierte Vertreter des bisherigen Systems, nämlich die Herren Erzberger. Solf, David, Scheidemann einen entscheidenden Einflug in der auswärtigen Politik ousüben. Wir verlangen die sofortige Entfernung dieser kontier evolutionären Elemente und fordern den Soldatenrat Berlin auf. mit allen Mitteln den Sturz der Regierung herbeizufuhren. die weiterhin solchen Personen eine entscheidende Stellung einräumt. Fethrrrann-Dollmeg zur Doryrfchichlr des Krieges. Berlin. 27. Rov. Der frühere Reichskanzler von Bethmann Hcllweg äußerte sich einem Vertreter der „Deutschen Allgemeinen Zeitung" gegenüber zu der Veröffentlichung der bayerischen Regierung. Er beb u. a. hervor, daß die deutsche Regierung den Wortlaut des österreichischen Ultimatums an Serbien in der Tat lucht gekannt habe. Er persönlich habe dieses Ultimatum für zu scharf aehalten und der österreichisch-ungarischen Regierung in der denkbar schärfsten Form zu erkennen gegeben, daß Deutschland zwar bereit sei. seine Bundespflicht zu erfüllen, daß es die deutsche Regierung aber ablehnen müßte, stch von Oesterreich-Ungarn durch die Nichtbeachtung seiner Vorschläge in einen Weltenbrand hineinziehen zu lasten. Zu diesen Ratschlägen gehörte u. a. die energische Aufforderung an das Wiener Kabinett die zwischen ihm und Petersburg entstandenen Mißverstandnlste zu beseitigen. Die deutschen Bemühungen seien aber durch die plötzliä)e Generalmobilisation Rußlands zum Stillstand gekommen, da diese Ceneralmobilmachung den Weltkrieg bedeuten mußte. Der deutschen Regierung die Schuld am Weltkriege aufzubürden. hieße die Gegner für schuldlos erklären, die jahrzehntelang vereinbarte Pläne batten, die nur bei kriegerischer Verwickelung verwirklicht werden konnten. Der frühere Reichskanzler erinnerte ferner an die Enthüllungen des Suchomlinowpro- zesteZ, an die seit 1871 getriebene Revanchepolitik Frankreichs und an die systematisch betriebene Ausschaltung der Stellung Oesterreich-Ungarns auf dem Balkan, die stch der ausgesprochenen Unterstützung Englands erfreute. Diese Situation mußte für Deutschlands lebensgefährlich werden, zumal die internationalen Grundsätze, die heute eine Rolle spielen, erst im Laufe des Krieges durch Wilson ausgestellt worden seien. Zu der Frage, wie es möglich gewesen sei. daß die Schuld Deutschlands am Kriege zur Ueberzeugung fast der ganzen Welt werden konnte, sagt der Kanzler: Ich sehne den Tag berbei, wo ich dazu beitragen kann, vor einem unparteiischen Staafsgerichts- hof. dem allerdings vcn beiden Seiten alle? Material zur Verfügung gestellt werden müßte, der Wahrheit zum Siege zu verhelfen. Auch Herr von Bethmann Hollweg hält die Veröffentlichung der bayerischen Regierung Hk wenig geeignet. Bezüglich Elsaß-Lothringen bemerkte der Kanzler, daß stch die Politik Frankreichs seit 197! unverrückbar auf die Wiedergewinnung Elsaß-Lothringens gerichtet habe und daß die deutsche Regierung cs nicht verstanden habe, durch eine entsprechende Behandlung der Bevölkerung Elsaß-Lothringens mit dem Deutschen Reiche zu verschmelzen. Bor allem müsse Deutschland zugestehen, daß es durch die Mängel seines nationalen Charakters und durch die Sünden seines allgemeinen Gebarens zu der politischen Hochspannung beigetraaen habe. Worte, bk als Proklamation gedeutet werden konnten, sind wiederholt von deutscher Seite gefallen. Die alldeutschen Treibereien haben uns im In- und Ausland den größten Schaden zuaefügt und vor allem war es die sogenannte Flotteuxokitik. die uns in verhängnisvolle Gegensätze gerührt hat. Dazu kamen die mannigfachen Mängel unserer inneren Politik. Herr von Bethmann Hollweg erwartet von der Weltgeschichte, daß sie den Richterspruch füllen werde. liäJifB^kriUfs! des fmkßSkiMrsngsaÄts in ,Zkchm«chrMßSMt". Die nachstehende Verordnung ist unter dem 19. November 1918 ertasten worden: Mit Ermächtigung der Reichstes' • bestimme ich hierdurch. daß das Kriegsernährungsamt fc^ian den Namen Reichsernährungsamt führt. Der Staatssekretär des Kriegsernährungsamts: Wurm. WffeMßMd «sd EwirhrMßskllßt. Durch die Presto ist dieser Tage eine Meldung gegangen, wonach die Entente in Berücksichtigung der von Deutschland erhobenen Vorstellungen darauf Rücksicht nehmen will, daß die Fortsetzung der Blockade die Ernährung Deutschlands nicht behindern wird. ^Den Wasfenstillstandkbedingungen wird daher ein Zusatz beigefügt werden, daß stch die Alliierten und die Vereinigten Staaten mit der Ernährung Deutschlands während des Waffenstillstandes in dem als notwendig erkannten Umfange befasten werden. Dieses Entgegenkommen ist begrüßenswert intb ein Anzeichen dafür, daß die Gedanken der Völkerverständigung und der für alle Länder notwendigen Wiederanbahnung der wirtschaftlichen Beziehungen mehr und mehr an Boden gewinnen. Roch wissen wir aber nicht, in welchen Mengen und zu welcher Zeit die Entente uns Lebensmittel liefern wird, wie sich die Transportmöglichkeiten gestalten werden, auch wisten wir noch nicht, wie groß mit dem Fortoauge der Demobilmachung der deutsche Bedarf an Lebensmitteln sein wird. Jedenfalls ist für Kerzeusülimpfe. Nomon von Helene Schütky. fleb. von Gersdorff. (Copyright 1915 C. Ackermann-Stuttgart.) 48) Nachdruck verboten. Sie setzte stch an ihren Schreibtisch, nahm einen Briefbogen und schrieb mit fliegender Feder einige Abschiedszeilen an ihren Vater, welche folgenden Inhalt hatten: „Lieber Vater, ich muß fort! Es ist mir unmöglich, die Cittin des Herrn Marauis von Reymond zu werden, wie ich dir und ihm bereits mündlich erklärt habe. Zürne mir nicht sondern vergieb Deiner Drr in allem andern gehorsamen Tochter Hilde." Diesen Brief legte sie in einem großen Kouvert mit ihres Vaters voller Adresse in die offene Schublade ihres Schreibtisches. da sie überzeugt war, daß man denselben sofort durchsuchen würde. Dann läutete sie. Es war 10 Uhr vorüber. Lina erschien sogleich, ein schwarzes wollenes Tuch über dem Kopf, das halb über das Gesicht gezogen war. Eine große weiße Schürze faß auf dem ebenfalls schwarzen Kleide. „Gut. sehr gut!" rief Hilde, als sie sie erblickte. „Hast du den andern gejagt, daß du Zahnweh hast?" »Jawohl, gnädiges Fräulein, und gestöhnt und geächzt, daß es zum Erbarmen war", lachte Lina, der die Sache ansing. Spaß zu machen. „Sie haben mir denn auch allerlei Mittel ^geraten, und zum Schluß bin ich wirklich in die Apotheke gedusen, um mir Waldwollöl zu holen, das unfehlbar helfen soll, lvas war ein trefflicher Vorwand, zum Bootsmann zu gehen, firit dem nun alles ausgemacht ist Werden Sie aber auch al- den Weg finden, gnädiges Fräulein?" „Unbesorgt, ich kenne mich ganz gut aus. bln ich doch oft aus Spaziergängen dort vorbergekommen", versetzte Hilde. „Wie ijt denn das Wetter?.* - J — ä— ja — „Puh, gnädiges Fräulern, nicht schön! Kalt und windig! Ein Vergnügen wird dre Fahrt wohl nicht werden! Der Bootsmann wollte mick durchaus überreden, sie zu verschieben. Ich aber sagte, ich hätte nur den euren Tag Erlaubnis, meine Eltern zu besuchen, ein andermal ginge es nicht, und ich müßte durchaus heim, weil' meine Mutter schwer erkrankt sei. Gott vergebe mir dre Sünde! Auch einige warme Sachen habe ich schon vor- hrn mit hingcbracht, weil wir ja noch nichts mitnehmen können weder Sie, noch ich." „Reckt jo. Lina, du hast wirklich an alles gedacht!" lobte Hilde. „Doch nun zieh mir rasch den Festplunder aus und dann kommt die Rerjetorletre. Wie gut, daß wir ziemlich von einer Große sind-" Lina entkleidete ihre Herrin mit schnellen, gewandten Händen. Dann zog sie ihr warme Strümpfe und feste Stiefel an: das schwarze Klcrd, das Hilde vorhin ausgesucht, folgte. Da. raus entnahm sie aus der Kommode eine große, weiße, der ihrigen völlig gleiche Schürze mit Achselbändern und knöpfte sie darüber. Hildes Haar hatte sie vorher ganz dem ihren gleich aujgesteckt. Nun führte str sie vor den großen Stehspiegel. „Jetzt seben Sie nur. gnädiges Fräulein, was für eine reizende Kammerzofe Sie sind", lachte sie, „wenn man Sie von h ntrn steht, kann man Sie wahrhaftig nicht von mir unterscheiden. Es ist gut, daß ich auch zwei gleiche Kopftücher habe. Sehen Sie, wenn Sie das Überwerfen und fast das ganze Gesicht damit bedecken. ettennt Sie fttn Mensch, besonders im Halbdunkel. spricht Sie Jemand im Hause an, so stöhnen Sie nur und halten das Tuch fest vor, als könnten Sie vor Schmerzen nicht reden, und laufen schnell weiter. Sie wiffen ja alle, daß ich Zahnweh habe! Aber nun. gnädiges Fräulein, ist eß Zeit ich bleibe ja nie länger, als eine halbe Stunde, höchstens drei- viertcl Stunde bei ,«>l,nen. Heute darf es noch viel weniger länger dauern. Hier sind die Schlüsiel. die Sie brauchen; vielleicht finden S'.e die Türen auch noch offen, da der Portier tn der allgcmetnen Feststiimnung es möglicherweise versäumt Kar. die nächsten Monate eine Erleichterung noch nicht zu erwarten. Es könnte deshalb zu großen Gefahren führen, wenn diese Nachricht einzelne Beoölkerungskreise im Verbrauche der Lebensmittel zu Sorglosigkeit oder Verschwendung verleiten würde. Rach wie vor ist äußerste Sparsamkeit mit den Lebensmitteln und strengste Durchführung der Lieferpflicht wie der Rationierung notwendig, um Stadt und Land vor Hungersnot und ihren unabsehbaren Folgen zu schützen. Die Zahl der Wahlberechtigten. Tie Nationalversammlung, die im Februar zusammentrete.r soll, erfordert, wie die „A. D. Z." schreibt, sehr erhebliche Vor-» arbeiten. Wie wir vernehmen, wird sich die Zahl der Wähler in Deutschland allein auf die gewaltige Zahl von 40 Millionen belaufen. (Bei den letzten Reichstaqswahlen wurden noch 14 Millionen Wähler gezählt.) Die Auist^lung der Wählerlisten bedingt daher ganz enorme Vorarbeiten. Die fiir)ßr§f für feranhf Kr'ezsbe'NWe. Die Fürsorge für kranke Kriegsbeschädigte liegt, solange sie dem Heeresverband angehören, der Militärverwaltung ob und wird von. ihr in den Lazaretten, Heilanstalten. Genesungsheimen. Kurorten urrd dergleichen durchgeführl. Auch in Krankheits-- fällen heeresenrlasjener Kriegsbeschädigter, deren Erkrankung aus die Kriegsdienstbeschädigung zurüäzusühren ist. tonn die Militärverwaltung aus Antrag dir entstehenden Karkosten übernehmen. Lehnt sie jedoch die Kostenübernahme ab. so stehen andere Mtttel und Wege zur LKung der Kostenfrage zur Verfügung. Gehört der Kriegsbeschädigte B. der Reichs inoalrden» versiä>erung an. so kann die zuständige Versicherungsanstalt um Uebernahme der Kosten eines Heilverfahrens angegangen wer-; den. Ist der Kriegsbeschädigte nicht versichert, so können Mitte! des Roren Kreuzes sowie des Landesausschusses für die Kriegsbefchädigtenfürserge .herangezogen werden. Vor allem aber stehen in solchen Fällen in Hessen für die Kriegsbeschädigten dre Mittel der Ernst Ludwig-Irrbiläumsstiftung zur Verfügung. Ern besonderes Augenmerk hat der Landesausschuß, für die Kriegsbeschadigtenfürsorge der Fürsorge für lungenkranke Kriegsbeschädigte zugewandt. Hier macht der ansteckende. Charakter der Krankheit eine besondere Fürsorge, die sich auch aus die Angehörigen der Kranken erstrecken muß, notwendig. Auf Anregung des Landesausschusses wird daher die Fürsorge; für die lungenkranken Kriegsbeschädigten von den örtlicher; Ausschüßen für die Kriegsbeschadigtenfürsorge gemeinsam mit der Tnb.rkulosefürsorgestelle des Bezirks durchgeführt und zwar fällt den Tuberkulosesürsorgestellen die Ausübung der Woh. »ungs- und Familienfürscrge zu. Soweit Tuberkulosefürsorge» stellen noch nicht bestehen, hat sich der Landesausjchuß im Zu» sammenwlrken mit der Landesversicheruugsanstalt um die Neu- gründunq solcher bemüht, und es darf dank dem Entgegenkommen der Kre'- 'mrer erwartet werden, daß demnächst in alle« Kreisen. Hessen^ Tuberkulosefürsorgestellen in Tätrakeil treten. Nähere Auskünfte in allen Fragen, die die Versorgung kranker Kriegsbeschädigter betreffen, werden von den örtlichen Ausschüssen bereitwilligst erteilt. Vit sagt dkg KtrujMfttßMks. In einer Versammlung der aktiven Unteroffiziere der Garnison Dormstadt im Kaisersaal besprach der Vorsitzende, Zeugfeldwebel Baumeister, die Lage des Berufsoffizierstandes. An den Bund deutscher Militäranwärter wurden mehrere Wünsche der aktiven Unteroffiziere wegen Vesörderungs- und Pension^ verhältniffe weitergegeben. Eine an den Reichskanzler Ebert gesandte Entschließung lautet: „Die aktiven Unteroffiziere der Garnison Darmstadl stellen sich der neuen Regierung restlos zur Verfügung. Den Bolschewismus und die Anarchie, wie sie Karl Liebknecht und seine Anhänger in Spandau und Berlin mit ihren Reden in das Volk zu tragen versuchen, lehnen wir ent- Und nun Glück aus. gnäo'ges Fräulein! Haben Sie nur keine Angst! Es wird schon gut gehen! Ttten Sie nur schnell die Hintertreppe hinab, durch die Dienstbotentür in den Küchen- garten. Wenn Sie da ungehindert bis auf die Straße'kommen' ist das Aergste überstanden. Der Nero im Hofe wird nicht bel-; len. denke ich. weil Sie's sind, die er ?a kennt. Will er doch, knurren, so müsien Sie eben einen Augenblick stehen bleiben, ihn streicheln und beruhigen. Dann schweigt er sicher still. Nur nicht schnell an ihm vorbeilaufen, als ob Sie fliehen. Das leidet er nicht, dann wird er argwöhnisch und schlägt Lärou Wenn Sie ruf der Straße sind, laufen Sie so schnell Sie können, den Ihnen bekannten Feldweg bis zum Rhein. Dort sogen Sie dem Joseph, dem Bootsmann, ich käme gleich nach, ich hätte roch Arbeit, da bei unfern Herrschaften heute großes Fest, die Verlobung des gnädigen Fräuleins, sei. Er weiß ja, daß ich mein „Büsche" mitbringe!" - > „Gute Lina, du denkst ja an alles! Was täte ich ohne dich?" sagte Hilde warm „Und du? Wirst du auch glücklich entkommen?" „Da machen Sie sich nur gar keine Sorgen, gnädiges Fräu» lein!" versicherte Lina zuversichtlich. „Ich bin ja die echte Lina.- bei mir hat's gar keine Gefahr, wenn man mich auch sieht. Ich kann ja aus- und eingehen, wie ich will. Wenn nur Sie erst in Sicherheit sind! Ich mache alles so, wie wir es verabredet haben. Jetzt bleibe ich noch eine halbe Stunde ruhig hier in Ihrem Zimmer. Dann klingele ich, als wenn Sie mich noch einmal brauchen, damit sie sich nicht wundern, falls mich Je» mand aus Ihrem Zimmer kommen sieht. Jemand anders kommt darauf nicht, es gilt ja mir, ist mein Dienst. Dann gehe ich sofort heraus, schließe Ihr Zimmer ab. wie es mir befohlen ist 1 ... . kommt eins Nachsehen, finden sie alles in schönster Ordnung. Bis sis morgen früh entdecken, daß Sie fort sind, sind wir längst über alle Berge. Also nun fort, gnädiges Fräulein; es ist die höchste Zeit!" a , k £ Fortsetzung folat - rWet ab. too wie me neue Regierung voll und ganz auf uns Unteroffiziere zählen darf, so bitten auch wir um Wahrung unserer bisherigen Rechte, insbesondere derjenigen Rechte bezüglich des Zivllocrsorgurgsscheines und der Dienstprämie. Besterungs- Vorschläge, die den Zweck haben. Härten, bezüglich Auszahlung der Dienstprämie. Ueberlassung des Zivilversorgungsscheines und der Anstellungsrnöglichkeile.n zu beseitigen, gehen mit gleicher Post an den Bund deutscher Militäranwärter ab. der gebeten wurde, diese Vorschläge zu gegebener Zeit der deutschen Negierung .zu unterbreiten." -— v \ Der AchNuudenittbrilstag. Die von der Spartakusgruppe herausqegebene ..Rote Fahne" «-endet sich gegen das Blatt der Unabhängigen. „Die Freiheit", die den von den Gewerkschaften errungenen Achtstundentag als einen Sieg des Prinzips feiert. Das Blatt der Spartakusleute erblickt in der Einführung des Achtstundentages keinen Erfolg, da der Sechsstundentag zu erringen sei. Dazu bemerkt treffend der „Vorwärts": „Auf diesem Gebiet öffnet sich dem Radikalismus ein unbegrenztes Feld. Nun kann irgend ein Ueber- radikaler kommen und erklären: Liebknecht und Rosa Luxemburg sind elende Waschlappen, das Richtiae ist nicht der Sechs-, sondern der Vierstundentag. Auf diesem Wege würde man dann dem Ideal des Nullstundentages rasch nahekommen. Gegenüber solcher Demagogie muß ein ernstes Wort gesprochen werden. Natürlich ist es in einer Zeit der Arbeitslosigkeit möglich, daß die Schichten vorübergehend und notgedrungen auch noch unter dem Achtstundentag herabgesetzt werden, um Entlastungen zu vermeiden und die vorhandenen Arbeit?- und Entlohnunasmög- lichkeiten auf recht viele zu verteilen. Aber es ist gewistenlos. den Arbeitern einen solchen Rohzustand als ein erstrebenswertes Ziel hinzustellen. Mir sind durch den Krieg verarmt und können nur oucch Arbeit wieder reicher werden, dazu muß jeder an feinem Platz das Seine beitragen. Sache der Gesetzgebung wird es fein, dafür zu sorgen, daß di? Arbeitskraft nicht ausgsbeutel wird und daß ihr den Labn überschießewder Ertrag nicht kapitalistischen Geldsäcken, sondern der arbeitenden Gesamtheit zugute kommt. Dann wird sich bei den wirklichen Arbeitern auch jene Arbeifsfrendiakeit einstellen, obne die unser Volk einfach zugrunde gehen müßte Ein Volk, das nicht arbeiten kann, kann auch sich und seinen Nachwuchs nicht ernähren. Die Schmutzkon- knrrenz. die der Spartakusbund in der Frage der Arbeitszeit treibt, appelliert nicht an proletarische, sondern an lumpen- proletarische Instinkte, und ihr Erfolg wäre für die Arbeiter- klaffe rettungsloser Ruin." flna ländliche MlnMMlen« Landlieferungsverbande — Siedlungsgenostenfchaftev. Ein Vertreter der „Neuen Europäischen Zeitung" bat Veranlassung genommen, mit dem Staatssekretär des Reichsarbeits- amtks Bauer über die Fragen der Sozialisierung zu sprechen, «nd dabei ist der Staatssekretär auch ausführlich auf die land- Wirtschaftliche Seite ßieter Fragen eingegangen. Nach dem Be- Lirbt des Blattes sagte er dazu u. a: In bezug auf das ländliche Siedlungswesen haben wir hier »m letzten Bußtag Verhandlungen mit den Vertretern der maßgebenden landwlrtschaftli.hen Verbände gehabt. Herr von Wangc-nbeim und andere waren dabei. Wir sind zu einem den Verhältnissen entsprechenden günstigen Resultat gelangt. Es ist vereinbart worden, und das wird schon in diesen Tagen als Gcfetzvorschrift herauskommen, daß Landlieferungsverbände gebildet werden, selbstverständlich unter staatlicher Kontrolle, also Selbstvecwaltunaskörperschasten. welche dafür zu sorgen haben, 'daß von jedem Gut über 100 Hektar ein Drittel zur Schaffung von Bauernaütern zur Verfügung gestellt wird. Die Landliefe, rungsverbände. aber vor allem auch die staatliche Kontrolle, werden natürlich dafür zu sorgen haben, daß die abgegebenen Teile von einer durchschnittlichen Güte sind und die Gutsbesitzer nicht etnm bloß ihre Außenschläge bergeben. Die Bewertung des abgetretenen Landes wird natürlich nach ähnlichen Gesichtspunkten erfolgen, wie ich sie Ihnen für den städtischen Grundbesitz bezeichn ete. Es ist selbstverständlich in Aussicht zu nehmen, daß. falls, was ja sicl)er ist. eine hochprozentige, sagen wir einmal 30pro4 zentiae oder noch höhere Vermögensabgabe zur Deckung unserer Schulden eingeführt wird, die Grundbesitzer diese Abgabe in Form von Grund und Boden tragen können. Das erleichtert dre Durchführung des Siedlungswefens und andererseits ist natürlich der Grundbesitzer durchaus nicht immer in der Lage, solche Abgaben bar zu tragen. Ueber d'n Abbau des Großgrundbesitzes sprach sich Bauer ähnlich aus wie der derzeitige Landwirtschaftsminister Adolf Hofer und lehnte die schematische Zerschlagung und Schaffung von Kleinbetrieben ab. Er führte aus: Der Abbau des Großgrundbesitzes ist selbstverständlich ein erstrebenswertes Ziel. Und mit der Siedlung und Schaffung von Bauernstellen können wir wohl schon ein gutes Stück vorwärts kommen, aber einmal ist das selbst bei dem energischsten Vorgehen eine etwas langwierige Arbeit: erstens haben wir -ar nicht den Menschenüberfluß, um soviel Bauerngüter zu schaffen. und dann, denken Cie nur daran, wieviel Zeit das in Anspruch nimmt, soviel Siedlungsstellen zu schaffen. Der Bau von Gebäuden usw.! Und das. was wir jetzt zunächst in Aussicht genommen hoben, verlangt schon eine Arbeit von Jahren und vor allen Dingen die Kenner der Landwirtschaft, Theoretiker und Praktiker, sind ja sehr verschiedener Meinung darüber, ob der landwirtschaftlich» Kleinbetrieb uns auch mit dem notwendigen Getreide versorgen kann, und ob nicht auch sonst das Bestehen von Großbetrieben als Anreger landwirtschaftlich-technischen Fortschrittes notwendig ist. Wenn nun auf dem Weg der Sltdlungsgenostenschaften das Ziel erreicht werden könnte, den Großgrundbesitz unter Abschaffung des Großgrundbesitzes zu erhalten. so wäre das ja außerordentlich wünschenswert, und wir beabsichtigen auch bereits Versuche in dieser Hinsicht anzusiellen. werden einige Domänen zunächst dafür zur Verfügung stell?,.. Wir geben die Auslastung des Staatssekretärs, wie sie in dem genannten Blatt wiedergegeben sind, ohne im Augenblick nachplüsen zu können, ob sie in allen Einzelheiten feine Intentionen und die tatsächlichen Grundlagen richtig zur Darstellung bringen. WlrM fitirr Fabrik an die Arbeiler. Daß ein Unternehmer seinen privaten Betrieb an die Arbeiter überläßt, dafür haben wir in den Zeißwerken in Jena nn Beispiel. Als ein Zugeständnis an die neue Zeit und die Forderung der kommunistischen Wirtschaft erscheint jedoch zum ersten Male die Uebergabe eines Betriebes an die Arbeiler. der bisher von einer Aktiengesellschaft betrieben wurde. Aus Erau- denz wird darüber berichtet: In einer Versammlung des Graudenzer Bürgertums teilte Geheimer Kommerzienrat Ventzki mit. daß er seinen getarnten Tetrieb erner Arbeitergenossenschaft übergeben wolle. Alle Vorräte sollen der Genossenschaft weit unter Tagespreis angere-ünet werden. Auch sollen ihr einige hunderttausend Mark Bsrriebskapital überoeben werden, das nur mit 3 Prozent verzinst werden soll. Den übrigen Gewinn sollen Arbeiter und Angestellte teilen Da es sich um eine Aktiengesellschaft handelt, so unterli'gt \ diese Uebertrogung natürlich der Zustimmung der Generalver- j samwlung. d'e aber sicher erteilt weiden dürfte, da Geheimrat { Ventzki wohl die Aktienmehrheit besitzt. Aus der vorstehenden \ Meldung ist ober vieles nicht ersichtlich, was zur richtigen Beurteilung des Vorganges zu misten notwendig erscheint. Das Aktienkapital des Unternehmens beträgt 1 300 000 Mark Werden die Aktien ebenfalls von der Arbeitergenossenschaft übernommen und zu welchem Kurse? Oder wird nur der Betrieb an die Arbeitergenossenschaft verpachtet, so daß die Aktionäre eine feste Rente haben wurden? Schließlich bleibt noch die Möglichkeit. daß Herr Geheirnra.1 Ventzki seine Aktien der Ar- brrteraencst'enfchaft überläßt, ob gegen Bezahlung oder gegen ander»s Entgelt, bleibt noch zu berichten. Ermahnt fei noch, daß die Maschinenfabrik A Ventzki A.-G. hauptsächlich landwirtschaftliche Maschinen herstellt und in Den Jahren ihres Bestehens 6 Prozent Dividende verteilte, die spater auf 7 rnd 8 Prozent stieg. Für das Gefchaftsjobr 1017 narrten 10 Prozent Dividende und ein Bonns von 5 Prozent verteilt. Aufruf. Aus Kreisen, die der Deutsch-nationalen Volkspartei nabe- stehen. gebt uns folgender Aufruf zu. der nach eingehender Beratung angenommen und veröffentlicht wurde. Für unser engeres Heimatlawd wird demnächst folgender Aufruf in die Oeffent- llchkeit gelangen: Wir fordern zunächst: Der Dorfrieden ist schleunigst zu schließen, zu diesem Zwecke mutz der Reichstag sofort einberufen werden. Dieser hat über den Zeitpunkt der Einberufung der Nationalversammlung, über die dazu notwendigen Formalitäten und das Wahlvenahren zu beschließen. Der endgültige Friede ist unter Heranziehung der berufenen Sachverständigen aller maßgebenden wirtschaftlichen Verbände herbeizuführen, Grundlegnd fordern wir weiter: 1. Erhaltung und Förderung des gesamten deutschen Volkstums gegen alle feine Widersacher. Eingliederung der Deulsch- Oesterreicher an den zu bildenden großdeutschen Staat. Schließung der Reichsgrenze gegen unerwünschte Zuwanderung. Gründliche Neuordnung unseres auswärtigen Dienstes. 2. Schaffung eines Volksheeres. 3. Einrichtung und Ausbau eines bürgerlichen Volksstaates auf freiheitlicher Grundlage. Gleiche Rechte und Pflichten für j clle Staatsbürger. Freiheit in Wort und Schrift, volle Glau- ' bens- und Eewistensfreiheit. Wahlrecht für Reich, Staat und j Gemeinde auf breiter volkstümlicher Grundlage. 4 Erhaltung des Privateigentums, Sicherstellung der j Kriegsanleihe. Wahrung der persönlichen Freiheit und der Lf- ! fentlichen Ordnung. Die landwirtschaftliche Eiqenerzeugung ist j kräftig zu fördern. Ein unabhängiger Bauernstand ist zu er- ' halten. 5. Verstaatlichung der geeigneten indnstriellen Großbetriebe. der Kohlen-, Kali- und Erzbergwerke, der Stickstoffs- und Elektrizitäts-Industrie. Die Erhaltung der privatwirtschaftlichen Kräfte sind jedoch unbedingt sicher zu stellen. Die Konkurrenzfähigkeit der deutschen Industrie auf dem Weltmärkte muß gewahrt bietben. 6. Schleuniger Abbau der sozialistischen Zwangswirtschaft. Wiederernsetzung des ehrsamen freien Handels, schärfste De- lämpfung des Wuchers auf allen Gebieten. 7. Wiederaufbau des gewerblichen und kaufmännischen Mittelstandes mit Staatshilfe. 8. Ausbau des Beamten- und Staatsarbeiterrechtes. Anstellung der Volksschullehrer als Staatsbeamte. 9. Internationaler Ausbau der Sozialreform. Sicherung des Austtrezes.des Arbeiterstandes. Tatkräftige Bevolkerungs- polttik. 10. Stärkste Heranziehung der Kriegsgewinne, der hohen Einkommen und Vermögen zur Besteuerung und Deckung der Kriegskosten. Verstaatlichung der Großbanken und des Versicherungswesens. Verbot des Börsenspiels. 11. Wahrung des deutschen und christlichen Gesichtspunktes in der Jugenderziehung. Förderung aller auf Volksbildung gerichteten Bestrebungen. Gemeinschaftlicher Unterbau für den gesamten Unterricht. Bekämpfung des Titelunwesens und des Kastengeistes. 12. Schaffung eines deutschen Rechtes. Ans der Lfeinmt. EV. Evang. Männerabend. Wir erinnern an die Au- scnnmenkunft heute. Freitag, abends 8y 2 Uhr im „Deutschen Haus". Thema: Gegemvartsausgaben der kirchlichen Einzel- \ gemeinden. Ein weit verbreitete Irrtum, der gerade jetzt cnrfgeflarst werden muß, ist die Anschruung, daß die Rotbuche und die Hainbuche nahe Verwandte wären. In Wirklichkeit haben sie nichts als die Vezeichnungsweise als Buchen miteinander gemein., Schon in der lateinischen Namensbezeichnung tritt dies klar zu-^ tage. Die wirkliche Buche, dir Rotbuche, ebenso wie ihre Spielarten, die Vlutbuche. die Hang- oder Trauerbuche, die Eiche«- buche, die farnblättrige Buche, sind Fagusarten, während die Hain- oder Hagebuche und ihre Spielarten, wie Hopsenbuche. Earpinusarten sind. Bucheckern liefern nur die Fagusarterr.^ Also nur die Fagusarten sind es. die den weit verbreiteten Wunsch in Erfüllung gehen lasten, sich markenfreies Fett ohne Bezahlung von Schleichhandelspreisen zu beschaffen. Da in diesem Jahre die Bucheckerntracht eine überaus reichliche ist. so ist das Sammeln von Bucheckern eine leichte und lohnende Arbeit. Gibt man seine Bucheckern an der Annahmestelle ab. so erhält j man sie nicht nur gut bezahlt, sondern auch für jedes abgelie- j ferte Kilogramm einen Oelbezugsschein auf 60 Gramm Fett/ ! Ein französisck-er Berichterstatter hat seinen Landsleuten berichtet, daß in Deutschland nichts verkomme. Machen wir das l Wort wahr, sammeln wir Bucheckern, und versorgen auf diese ' Weise nicht nur unsere Familienangehörigen, sondern alle Volks- j genossen mit dem ausgezeichneten Speiseöl, das sich aus Bucheckern gewinnen läßt. FC. Hirzenhain, 27. Rov. Die Leitung der hiesigen Eisenwerke gab bekannt, daß allen jetzt aus den Diensten des Werks scheidenden Arbeiter und Arbeiterinnen das für Weihnachten vorgesehene Geschenk sofort auszuzahlen sei. Aus Rheinbestkn. FC. Mainz, 25. Rov. Einer Dame aus Wiesbaden wurde beim Besteigen der Elektrischen bei der Statthalle die Handtasche geölanet und ein arb'ßcrer Geldbetrag geraubt. EC. Worms, 21 Rov. Die hiesige. Lrebfrauenkirche, die Dreifaliigkeits- und Friedrichskirche sollen zur Unterbringung von Truppen in Anspruch genommen werden. — Die Diebstähle lasten in hiesiger Stadt nicht nach, so wurden- in einer der lehren Rächte in verschiedenen Straßen fünf Diebstähle ausgeführt und u. a. aus einem Lager. Römerstraße-Schmiedaaste, Kolonialwaren im Werte von etwa 11 000 Mark gestohlen. Oppenheim, 24. Rov. Am hiesigen Platze wird gegenwärtig eine Brücke über den Rhein gebaut, um den raschen Uebergang der Truppen über den Strom zu ermöglichen. Für die Brücken- bauarbeiten sind alle im Kreise wohnenden Schiffer zur sofortigen Mithilfe nnd Bereitstellung von Material, wie Booten. Flößen, Tauen, Anker ufw.. aufgefordert. Ein hier liegendes Pionierbataillon leitet die Arbeiten. Wackernheim. 27 Rov. Die Franzosenfurcht hat sich in Rheinhesien trotz aller amtlichen Beruhianngsversuche noch im. wer nicht gelegt- Aengstltche Seelen fürchten alles Unhil an Hab und Gut. an Ehre und Leben von der kommenden feindlichen Besatzung. In einzelnen Gemeinden sind ganze Scharen erwachsener Mädchen zur Abreife zu Verwandten oder zur Anf>. nähme in Erziehungsanstalten auf dem rechtsrheinischen Gebiet entjch losten. Ans Hesten-Nastau. FC. Wiesbaden. 27. Non Seit einigen Tagen weht auf dem hiesigen Schlöffe die rote Fahne. In den Parterreräum- lichkerten destelben befindet sich nämlich das Hauptquartier des hiesigen Arbeiter- und Soldatenrates. in den Räumen die früher von dem Hofmarfchall und feinem Stabe bewohnt waren. Das S-tzungszimmer des Rats speziell wurde ehemals als Versammlungsraum der Adjuvanten und zu kleinen Abendgesellschaften benutzt. Die Möbel und Teppiche sind entfernt worden und Hai der Rat selbst die nötigen Tische und Stühle beschafft, dagegen haben die Wände ihren Schmuck behalten. Es sind Original- ölgemä'lde, darunter eine Ansicht von Biebrich von dem nastau- ischen Maler Reichmann. Weiter fällt ein Aquarell auf. eine tragikomische Manöverszene. Heber dem Gemälde erscheinen zwei Zeppeline, vor denen die Pferde der fremden Militär- attach»es sck a und sich hoch aufbäumen, sodaß sich ihre Reiter ängstlich au ,.c klammern und einige ihren Sitz verloren haben. FC. Drerstadt, 27. Rov. Die hiesige Gemeinde hat rund 150 Tote in diesem Kriege zu beklagen. FC. Eltvillr. 27. Rov. Der hiesige Bürger-, Handwerkerund Arbeiterrat beschloß, daß alle städtischen Arbeiten in Zukunft unter gleichmäßiger Berücksichtigung aller Geschäftsleute und unter Zugrundelegng des jeweils bestehenden Zeit- und Schichtlohnes bezw. Preistarife vergeben werden sollen. FC. Herbor«. 27. Rov. Während ein hiesiger Feldgrauer. Hübschmann mit Namen, an einem geladenen Armee-Revolver hantierte, entlud sich die Waffe und die Kugel traf die Frau des Hübschmann tn den Kopf, daß sie kurz darauf verstarb. Aus der Pfalz. FC. Aus der Pfalz. 26. Nov. In der vergangenen Nacht haben in Edenkoben mehrere Männer dem auf dem Raktplatz stehenden Standbild des Königs Ludwig I. von Bayern den Kopf abgeschlagen. Das beschädig-te Denkmal wurde von Perron in München gefertigt und stellt den König in eineinhalb- sacher Lebensgröße als Privatmann dar. worauf auch die sinnige Inschrift deutet: „Auch vom Throne herabgestregen. schlägt glühend noch mein Herz für Bayern, für Deutschland" Virr verheiratete Männer von Edenkoben wurden als der Tal dringend verdächtig verhaftet. fri r Ül'mö rklnn?fig7r ‘ Offene Ste! l?n : Eine große Anzabl Knechte und Tagelöhner, 1 Gärtner. 2 Schweinemeister. 3 Bäcker. 20 Dienst,nägde. 1 Melkerin, 3 Wirtschafterinnen. 11 Hausmädchen. 1 Weißzeugbefchließerin, 1 Spülfrau für einige Stunden im Tag. Stellenfuchenbe? Mehrere Melkerfamilien und ledige Melker. 1 tüchtige Knechte- familie, 2 Vürofräuleins, 1 Zabrttwürter, 1 Pflegerin. 1 Ver- käuiecin oder Kaifiererin. Verantwortlich für den politischen und lokalen Sml: Cttö Hirsche!. Friedberg; für den Anzeigenteil: N. ßenner, Fiiedberg, Truck und Verlag der „Neuen Tagesseitung." A- G.. Friedbera l H. Danksagung Fiir die zahlreichen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden und der Beerdigung meiner lieben Gattin, unserer guten Mutter, Schwiegermutter. Großmutter, Urgroßmutter, Schwägerin und Tante sagen wir allen unseren herzlichsten Dank. Echzell und Wrckesheim, den 28. November 1918. Die trauernden Hinterbliebenen, Belr.: Die ,v.e> rdoer orgun ^ für die Bevölkerung der ctabi Fried^er.i. ZleKamitnmchung < 2 ch bringe hierdurch zur öffentlichen Kenntnis, dag der Vei.au von Nind- und Ltalb- oder Hammelfici ch. sowie Wurst für diese Woche am reNaa. lcn LS. November 191?, nachmittags von 1 bis 6 Uhr, in den lärnrlidjen hiesigen Metzger,üden staitfindet. ^ür die ingwi chen um fifflt CH fljj. So'öfl'CI! kommen am Sonnabe >d. den 31. d Mt;., vin nachmitta-s 2-5 Uhr im Ge chäftslnden des Metzger,neifters Heinrich Schaaf. Haagstrotze Nr. 93, dah er. je 150 Gramm Fleisch ge^en Vorweis der Emlastungs cheine zur Lerai'.s-'abunq. Die Verlaufszeit ist genau ein- zuhalren. Friedberg, den 28. Nov. 1918. Der Bürgermeister 2. V>: Dam m. Tonncrsraa, den 5. Dezember I. I. vormittags um 11 Uhr an- fa. oei'd, werden auf dem Seeplatz bei Atünzenberg aus den Schäfeieien der Gemeinde Mun- Lenberg 53 güdiffdftfe 23 Mut'eriämmcr 3? HaminclUimmer 3 ZnchiböÄe meist ierend versteigert. Luünzeuberg, iß. Nooemb. 1918. 2. 21.: *Veere auch iür die durch den Krieger» und Ge an?verein zu Fauerbach zum Ausdruck eekommene Teilnahme und Ehrung, für die Kranzspende sei'er Kameraden vom Landst.-2n > SBatL Friedberg, a s auch für die zu Herren gehende trostreichen 'Worte oes Herrn Pfarrer Strack am Grabe sagen wir innigsten und herzlichsten Tank. Fauerbach bei Nidda, den 25 November 1918. Die tieftrauernden Hinterbliebenen: Familie Bechtold und Schwab. Ml! Nächsten Montag, den 2. Dezember, von mittags 12 tthr an, lasten die hiesigen Schaf- befitzer etwa 100 Stück Schafs und Lämmer darunter 2 Bocklarnmer, offen lich versteigern. Versteigerung im Ort. PohlgönS, 28.'Nov. 1918. 2. A.: Kollmar, Bürgermeister. k!ü fsütil mit flu:er Schulbildung zum fo- sortigen Eintritt ge ucht. ClementineStern Kurz- und Modewaren, Friedberg, Karserftmtze 51. Braves alleres Mädchen flir sofort gesucht. r. F. Frlck, Friedberg. Kaiserstratze 78. -egen hohen Lohn ge.ucht. iübtti totrktt}, «Yder-Eslk»bach. ©oft dem Allmächtigen hat es gefallen, unseren lieben Grotzvake Schwiegervater, Schwager und Onkel Herrn Slltbürgermeister Heinrich Weith IV. heute nacht V 2 2 Uhr im 2llter von 77 Jahren in ein besseres Jenseits abzurufer Nieder-Wöllstadt, den 23. November 1619. Die trauernd Hinterbliebenen Eine aute Fahrkuh (Simmentaler Raste) uno ein importiertes Mutterkalb unter zweien die Wahl, stehen zu verlaufen bei Wilhelm Betz, Landwirt, Melbach. Esel mit zehn Wochen allen Jungen zu verkaufen. Zu erfragen in der Geschäftsstelle der ..Neuen Tageszeitung". Einen starken sprungfähigen Eber hat zu verkaufen Beigeordneter Hch. Fr. Diehl, Ober-Wöllstadt. Bä igrtiü Hier, MSillßl, AnzOje aller Grölen in grotzer Auswahl, noch guten Stoffen, gebe noch billig ad. Einzelne Hosen, Joppen, ArveitSwesterr sofort bei ScBinelderei Wolf, Frankivrt a. At.. Bleich tr. 26 . I. Möbl. Zimmer mit zwei Betten per sofort, evtl, später gesucht. Schriftliche Angebote an die Geschäflsstelle der „Neuen Tageszeitung". Im siiriiiüfr zu verkaufen, welche sich noch zm Frühjabrsjchlachtung eignen. Wilhelm Hen.el, Södel. 100/200 und 135/200 Friedberjr, dem Rathaiise gegenüber. Bin vom Militär entlasten und nehme wieder Anmeldungen auf entgegen Heinrich Nupp, Zriedbera. Kaijerftrabe Nr. 161. v. Oesoiaäffs-Eroffitisno- Mache einer verehr!. Einwohnerschaft von Friedberg und Umgegend bekannt, daö ich am Samstag, den 30. November, eine Pferde «Metzgerei eröffnen werde, und bitte um geneigten Zuspruch. Konrad Reuß, Friedbejg in Hessen, Haagstrasse 45. diejenigen, welche sich zur Arbeit bei uns angemeldet haben und noch anmelden wollen, ersuchen wir. am Samstag vormittag 9 Uhr auf unserem Fabrikhos zur Potteneinteilung zu erscheinen. Der Betrieb soll dann voraussichtlich am Montag früh beginnen. Äik'lisiffiiiilrif „Wttm" Halte jetzt wieder Sprechstunden Wochentags: Vormittags von 9 b»s ! Unr, nachmittags von 2 bis 6'/-» Uhr. Sonntags: Vormittags von 9 bis 12 Uhr. Zahn-Praxis Peter Metzler Fernspr. 220 Friedberg i. H., Ha/iauerstr. 8. k_J Aäegen Ausgabe der Oekon mie verkaufe ich l slhivere Arbtits-serhe Blauschimmel), vier und suns Jahre alt. Lind, Bürgermeister. CkisiHidd!? (f;rr?G Zum Schlachten! In. weite Kranzdärme, b. Weite Miiicldärme, Ia. „rohe Ochsenbutten, sowie Rinds-, Ka!4s- und Schwerneblaien, reinoemahlenc» Pfeffer, Wurstkordel und Pfeffere rfatz empfiehlt SZSVL-F Wim. Zöll, FriedSerg i, H. Kai erniaüe 1 Tele'an 4t '. 5E2Ä*22^ l Der s! Bauernkalen für das Ja h r I 919 ist erschienen H c ^ f i n K und zum Preise von 50 Pfg. ^ das 8iüol< zu beziehen durch if die Mene laiesisimi i Druckerei und Verlag A.-G. j[§ kauft mit behördlicher Genehmigung Wilhelm Scherf, Pferdemetzgerei Friedberg, Kalserstratze 58 und Usagasse 19 Geschäft ist täglich geöffnet von 8—12 mt> von 1—5 Uhr. bei Nichlträchtigkeit uno ion,lige Versicherungen übernimmt Vaterländische Vieh'Bersichernnasgeselljchajt, Dresden. Werderstrage 29. Prompte Entschädigung bis zu 90% der Versicherungssumme. ©ilnftiQC Versicherungsvedingungen. Höchste Reierven. LüchUge Veureter überatt gesucht. ♦ KAI MV „Neuen Tageszeitung 4L WS mmrr L8Z Samstag, den 30. November 1018 | 11. inSjriuttr. 278 „Entthronte". CVtliit, 26 Rov. Die durch den Sturz der großen deutschen Revo-urion von ihren Thronen herabgewehten. dem übrigen Bürgertum eingereihten 20 Dynastien von verschiedenem Rang bilden nach einer Zusammenstellung der „Bielefelder Volksmacht" ein reckt ansehnliches Häuflein. Etz ist zunächst Preußen mit seinem Königspaar, das zugleich das deutsche Kaiserpaar war. und mit 20 Prinzen und 11 Prinzessinnen, zusammen 63. ebenso, viele Mitglieder weist Bayern auf, nämlich 1 König 1 Königin, 15 Prinzen und 16 Prinzessinnen: dazu treten noch in der herzoglichen Linie 5 Herzoge und 1 Herzogin, insgesamt 69. S^c!-'?n gibt ab 1 König. 3 Prinzen und -5 Prinzessinnen l'l.d Württemberg mit dem Königspaar 7 Herzoge und 4 Herzoginnen (die durch Heirat ausgeschiedeuen Prinzessinnen sind in dieser nicht alltäglichen Statistik fortgeloffen) also 13. Bei den aroßherzoglick-en Häusern handelt es sich in Baden um den Groß Herzog. die Eroßherzogin, die Gros Herzogin-Mutter. 2 Prin zen und 1 Prinzessin, das sind 6. In Meklenbura finden wir 1 Eroßherzog mit Gemahlin, Mutier und Stiefgrcßmutter. dazu die nerrrinrete Strelitzer Großherzogin, demnach 4 Grotzherzog- •.nren, 8 Herzoge und 3 Herzoginnen, zusammen 16. in Oldenburg das Großherzogspaar. 3 Herzoge, 4 Herzoginnen, zusammen 9, und in Sachsen-Weimar Crosherzog. Eroßherzogin. se 2 Prinzen und Prinzessinnen, zusammen 6. Run zu den Herze Kamillen. Sechsen-Koburg zählte die meisten Mitglieder das^Herzogspaar. eine Herzogin Witwe 10 Prinzen und 9 Prinzessinnen (ohne England. Portugal. Belgien. Bulgarien) 22 Sochfen-Meiningen hatte 1 Herzogspaar. 3 Prinzen, 2 Prinzessinnen. Sachsen-Ältenbnrg Herzog und Herzogin, 2 Prinzen. 3 Prinzessinnen, zusammen 7. Vrarmschwetg das Herzogsp^ar 2 Prinzen. 1 Prinzessin, zusammen 5. Bei den Fürsten steht Renß beider Linien mit obenan, mif 2 Fürsten, 1 Fürstin, 1b Prinzen und 18 Prinzessinnen, zusammen 36 Es folgt Cchaum- turg Li"ve mit dem Fürsten, der Fürstin-Mutter, 17 Prinzen und 7 Prinzessinnen, zusammen 26. Dahinter marschiert Lippe mit dem Fürstenpaar, 10 Prinzen und 12 Prinzessinnen, zusammen 24, Waldect Fürstenpaar. Fürstin-Witwe, je 3 Prinzen und Prinzessinnen zusammen 9 und Schmarzbura 1 Fürst. 2 Fürstinnen. 2 Prinzen. 4 Prinzessinnen, zusammen 9 in Summa also 278 „Entthronte". ffidiiniatuimg kr llgligriirlrrn'snlttMi. Die sozialistischen „PoNtischVarkamentarischen Nachrichten" weisen aus die Schwieriakerten und üblen Folgen hin. die sich für die Legislative aus dem Fehlen einer ordnungsmäßigen Volksvertretung ergeben' „Die Negierung stößt vor dem Zusammentritt der Konstituante als der eigentlich rechtmäßig legislativen Gewalt auf die größten Hindkrniffe bei der Gesetzgebung. Wie soll man einer Verordnung Gesetzeskraft geben, die nicht ordnungsgemäß beschlosien und kundaemacht ist? Wie soll der Richter nach einem nickt rechtmäßig beratenen Gesetz oder nach einer Verordnung urteilen, die nicht auf Grund eines Ermäch LioungZgeletzes von einer zuständigen Behörde erlaffen ist Gewiß läßt sich sehr viel durch brutale Gewalt erreichen. Aber die Gewalt erschüttert den Nechtsstnn und führt damit eine Verwilderung der Austestungen von den öffentlichen Pflichten herb-i, die für alle Bevölkerungskreise gleich verhängnisvoll werden kann." Gegen den Elnwand der technischen Schwierigkeiten wendet sich sehr entschieden die „Sozialistische Korrespondenz": „Da soll es z. B. unmöglich sein zu wählen, weil wir ja noch nrcht wiffen könnten, wo die Grenzen des neuen Deutschen Reiches verlaufen würden. Als ob die Franzosen nicht auch 1871 eine Nationalversammlung gewählt hätten, in der noch die Elsaß Lothringer saßen! Gerade weil uns die Gefahr droht, daß man uns beraubt und am Leibe der Nation verstümmelt, wollen wir vorher noch eine große Vertreter. Versammlung haben, zu der alle wählen, die sich in geschloffener Maffe zum Deutschsein bekennen. Und sollten sie gemalt sam von uns losgetrennt werden, wird die Natlonalversamm. lnng die feierliche Stätte sein, von der aus unser Protest gegen das geschändete Recht in die Welt geht. Oder die Nationalversammlung soll erst gewählt werden können, wenn alle Soldaten daheim und wieder in ihren Friedensberuf untergebracht sind: vorher soll der Wahlakt technisch undurchführbar sein. Aber die Wahlen zur badischen Nationalversammlung finden ja am 5. Januar statt, und in Baden, durch das der Rückzug des Heeres geht das unmittel bar unter den feindlichen Kanonen liegt, ist die Wohl am Ende schwieriger zu organisieren als in Leipzig. Ebenfalls im Januar 1919 wählt Deutsch-Oesterreich seine neue Konstituante. wählen wahrscheinlich alle süddeutschen Staaten und Hessen. England aber wählt gar schon am 14. Dezember, und die engliscken Truppen sind dann wohl auch noch nicht alle zu Hause. Canoda und Australien haben mitten während des Krieges gewählt, und es ist auch gegangen. Die eingebildeten technischen Schwierigkeiten bestehen also überhaupt nickt. Das einzige wahre Hindern'? der Konsti tuante ist die wohlbearündele Furcht einiger Ilpberradikaler bet der allgemeinen Volksabstimmung schlecht abzuschireiden-" Abltüffini« ttg Dth, Ufr Men m) ssüel in irr Mchijid-llmakUcheu ilfjmbl h. Unter d"N in der tschechischen Nationalversammlung über reichten Vorlagen befindet sich auch ein Gesetzentwurf, durch welchen Adel, Orden und Tire! abgeschafft werden. Durch diesen Gesetzentwurf wird bestimmt' Der Adel, ferner Orden und Titel, tnjosern sie nicht aus dem Beruf erfließen, werden abge schalst. Den Bürgern des tsckecko-slomakifcken Staates wird verboten, ähnliche Auszeichnungen auch im Ausland anzunehmen. E'.n Ausländer wird der Auszeichnung verlustig, sobald n das inländische Slaarsbüraerrecht erwirbt. Bürger des tschecko-stowakiscken Staates, die dem Adel artgehören, dürfen nur mehr den Familiennamen ohne Prädikat und ohne den Adel bczelcknenden Zusatz: Fürst. Graf. Freiherr. Ritter von nkw. gebrauchen. Orden. Ehrenzeichen. Medaillen und ähnliche Abzeichen, d'e nach den geltenden Vorschriften im Falle des Ab lebens des Ausgezeichneten von den Erben und Familienmit- gliedern des Verstorbenen zurückgestellt werden sollen, muffen längstens innerhalb 6 Monaten der obersten Behörde für innere Verwaltung zurückgestellt werden. — Was werden die Abkommen des fränkischen Adels, die Schwarzenberg. Schönborn und andere Großarundbefst-er Böhmens zu dieser Maßregel sagen diese Herren, die ihre Abkunft vcrlcugncten und aus lauter Liebedienerei gegen die Tschechen mit solchen sogar alle Beamten und Bediensteten für 'hre in Bayern gelegenen Besitzungen mit Tschechen besetzten? Etz geschieht den charakterlosen Herren, die ihre deutsche Abstammung schmählich rerleugnet haben, völlic recht, wenn chnen auch noch ihre böhmischen Güter die einst den tschechischen Besitzern rm Dreißigjährigen Kriege gewoltii^ abgenommen wurden, aberkannt nürdcn Die Deßämpfnng des Wu-sees. Leiter des Kr iegswucsteramts bat kürzlich vo» Pressevertretern Mitteilungen über die Orgauiwilon u,u v die Tätigkeit des ihm unterstellten Annes gemu.l t nni Pm er erklärt, daß diese Behörde auch ferner bin bestehen b'eln würde. Ta der Wucher nach wie vor in bochner B>u:o n und auf manchen Gebieten sogar nach an Ai,»r^r- Wonnen hat, mußte rnESs s^lffsu UrständT.! g„n : daß ein Abbau der -behörd!icl>en Wucher bckä:> p i in: in ao* sehbarer Zeit nicht in Frage kommen kann G? in■ nu die Forderung erhoffen werden, daß in Zuknn't au- ffi.-em Gebiete eine noch viel umfangreichere Tätinf'if van ^ i'en der amtlichen Stellen entfaltet wird als bisher. ?'c kommende Zeit wird dem deutschen Ba! in n ' o- zieffung Lasten auserlegen. wie üe kaum jcmoiiu-r Bevölkerung zugemutet wurden. Ter Mitteglauo b.;i;iDct sich im fünften Kriegsjabre in einer geradezu trostlosen wirk' schaftliclx'n Lage. Tie breiten Massen der Bevölkerung sichen daher bei dein hoben Preisstand kür nahezu alle Gegenstände des täglichen Bedarfs einer schweren Notlage gegenüber. In einer solck^n Zeit ist die rücknck Isloff'stc Wucherbekämpfung eine der wichtigsten Au'gaben aller dafür zuständigen Behörden. Das bisher aus diesem Gebiete nu» außerordentlich geringe Erfolge erzielt wurden beweisen die Kleinhandesspreise für Nahrungsmittel und GH rauchige genstände aller Art. Eine erfolgreiche Bekämpfung des Wuchers soll bisher der Manges an ausreichenden Arbeitskräften unmöglich gemacht haben. Jahr für Jahr werden den Beamten im öffentlichen Dienste Hunderte von Millionen Mark Teuerungszulagen gcnxihrt. die zun, großen Teile nur dadurch notwendig sind, daß energische und erfvstp reiche Bekämpfung des Muckers nicht erreicht worden ist Würde man nur einen Bruchfest dieser Ausgaben fiit die Wucherbekämpfung verwenden, dann müßte es gelingen > m* schamlosen Preistreibereien einen Riegel vorzuschiebcn. 7*'r- riegswucheramt beschäftigte bisher 200 Personen: ncka man in Zukunft dafür KM) Personen.anstellen, und R-ick Staat und Gemeind? könnten außerordentlick>e Ersparm'ir an den Teuerungszulagen machen. T^r Leiter des Kriegs- wucheramts berichtete unter anderem über eine Beschlagnahme von 250,000 Liter Spiritus, die im Schleichhandel niif 30 Mark für das Liter verkauft wurden. Geringwertige Verschnitte von Arrak. Rum und Kognak mit einem Alkoholgehalt von höchstens 33% kosten beute 45 Mark für die % Liters!cKche. Wäre es nicht eine dankbare Ausgabe für k-gs Kriegswucheramt, der Herkunft dieser Spirituosen einmal nachzugehen? Im großen und ganzen bat die Wuche,ffe- kämpfung bisher lediglich in einem Erlaß von Strafandrohungen bestanden. Dieses Systern bat vollkommen versagt. Tie neue sozialistische Regierung, die. über unbeschränkte Macht verfügt, wird nicht zr'aern dürfen auf diesem Gebiete jetzt praktische Arbeit.zu leisten. Hrr;ens Kämpfe« Nom^n von Helene Sckülky. geb von Gersdcrff. (Copyright 1915 by C- Ackermann-Stuttgart.) ^ Nachdruck verboten. „Allo, lebwoh! für jetzt, du arme Seele! Gott schütze uns b-ide und lenke alles zum besten'" sagte Hilde, bedeckte Kops und Gesicht mit dem schützenden Tuche, gab Lina, die ihr be- bstl'Uch war die Hand, warf noch einen langen Blick zurück in ihre Zimmer und trat dann entsckloffen hinaus- - Mit flüchtigen leisen Schritten eilte sie über den stillen .eercn halbdunklen Korridor in der entgegengesetzten Richtung vo die Haupttreppe lag. Am Ende des Gänge« führte eine st-bmale Stiege Himmler in daß Erdgeschoß, der Küche zu. deren Türe offen stand Lickt. Stimmen. Geraffel von Geschirr. Was- sergeplätscker sckckugen ihr entgegen. Offenbar wurde dort noch auß;ewa!cken. Ordnung gemacht. Wäre sie nur an dieser Klippe schon glücklich vcihei! Als sie schnell vorüberschlüpfen wollte das arme Ding? Du. Lina, sind deine Zahnschmerzen noch nicht bester"" Hilde sckvitelte nur ächzend den Kopf und lief weiter. „Ach, los; sie nur" meinte Marianne die Köchin". Wenn fiTCm Zrch- , mv-p-chn hat. kann mau nichts schwätzen. Das ist mas Arges! Wsnn's morgen nicht bester tst, muß sie eben zum ^ok.or. den Zahn ziehen lassen. Aber, daß unser gnädiges Fräulein nun doch den Franzosen, den Marguis. heiratet! Es ist ja ein ganz feiner Herr, aber doch eigentlich viel zu alt für unser gnädiges Fräulein." Damit war das intereffante Tagesgespräch wieder im Gang Alle Dienstboten steckten ihre Köpfe zusammen und machten ihre oft sehr treffenden Bemerkungen über die Herrschaften und das grcße Ereignis. Unterdessen eilte Hilde klopfenden Herzens weiter. Nun stand sie an der in den Hof und Küchengarten führenden Haustür. Ern Druck. — Gottlob, sie war noch.offen, sie brauchte sich m-)t mit Auffck ließen aufzuhalten. Sie trat mutig hinaus und druckte die Tür leise wieder zu. So weit Mar sie. Nun gatt's. ohne Lörm an Neros Hütte vorbeikommen. Wenn er bellte tonnte alles verloren fein! Sie pflegte ihm sonst stets Zucker mitzubringen. Au« Vorsicht hatte sie das heute auch getan Sobald die Tür aufging, hörte sie seine Kette rasseln und leises Knurren. „Nero, Nero ich bin's! Kusch, mein guter Hund?" rief sie leise, aber deutlich. Als sie naher kam. stand das kluge Tier schon fckwanzwedelnd vor seiner Hütte und erwartete sie. Sie legte ihre Hand auf seinen Kopf und hielt ihm mit der anderen den Zucker hin. den er begierig nahm und verschluckte. Dann bli'^b sie noch einen Augenblick bei ihm stehen, ihn streichelnd und leise mit ihm redend: ..Jetzt legt sich mein guter Nero ganz still hin", sagte sie „ganz still ganz kusch, verstehst du?" Er saß vor ihr und sah sie mit seinen treuen klugen Augen verständnisvoll an: dann legte er sich gehorsam hin und sah ihr schweifwedelnd, aber lautlos nach, wie sie weiter ging und durch die gleichfalls unversckloffene Gartentür in's Freie trat. Nachdem sie die Tür so leise wie möglich hinter sich zugezogen und eingedrückt hatte, stand sie einen Augenblick still, die Hände fest auf ihr stürmisch klopfendes Herz gedrückt. So mußte sie. das einzige Kind dieses fürstlich reichen Hauses, bei Nacht und Dunkel, heimlich, verkleidet, verlaffen, daraus entfliehen um ihr primitivstes Menschenrecht, das Recht auf ihre Person- lichkeit, über welches jedes ärmste Weib selbst bestimmen darst vor Eewaltigung zu bewahren! O. welch hartes Los! Doch nur einen Moment überwältigte sie ihr Gefühl. Gleich daraus nahm sie sich wieder zusammen Die Gefahr war noch nicht vorbei. Weiter, weiter', Mit schnellen Schritten eilte sie vorwärts. Es war stürmisch und kalt. Ihr schauderte in ihrem Kleide, ohne Mantel oder Jacke. Nun schlugen ihr auch große Regentropfen in's Gesicht. Sie hüllte sich, so gut es gillg. in ihr Kopftuch und lief weiter. Da stand sie plötzlich still. Wo war doch der Feldweg, den sie sicher zu finden gemeint hatte? Es war so dunkel, daß er überhaupt schwer zu erkennen war und dazu war eß chr gäirzlich ungewohnt, sich nachts allein im Freien zu befinden. Da hörte sie Stimmen und Tritte. In ihrer Angst, verfolgt zu werden, bog sie in den nächflen Feldweg ein. vor dem sie zögernd und zweifelnd gestanden hatte, und lief weiter, fc schnell sie ihre Füße trugen. Zu ihrer Freude waren Stimmen und Tritte verhallt, man folgte ihr also nicht Glücklicherweise war ihr der Zufall günstig gelvesen, wie sie bald erkannte — sie befand sich auf dem rechten Wege. Rach einer halbstündigen Wanderung sah sie den Rhein vvr sich liegen, dcffen dunkle unruhige Wogen sich unheimlich vor ihr herwälzten. Da lag auch, noch einige Schritte entfernt, das ihr von Lina genau beschriebene Fijchechäus-chen. Eilig lies sie daraus zu und pochte an eins der niedrigen kleinen Fenster, ous dem noch Licht schimmerte. Sofort öffnete sich die Haustür. in welcher eine kräftige breite Männergcstalt in Hemds, ärmeln erschien, das flackernde Lämpchen, das et in der einen Hand hielt, mit der anderen schützend. „Wer ist da? bist du's, Linche?" fragte et. „Nein, s'Linche noch nicht, aber ihr Bäschs. s'Traudche". er« widerte Hilde, zitternd vor Kälte und Aufregung, „bitte, laffen Sie mich herein!" „Kommen Sie nnr!".sagte der Mann beiseite tretend, um sie durckzulaffen „das ist freilich kein Wetter für lange Weibsleut, nachts draußen zu sein". Sie traten in ein ziemlich großes. niedriges, aber sauberes und bel>ag!iches Zimmer, das ofjenbar als Mohn- und Schiafraum diente Im Hintergruird stand ein Riesenbett mir einem Dach und hellen Vorhängen, die jetzt zurückgeschlagen waren und ein junges weiß und rotes Frauengesickt mit schweren blonden Zöpfen sehen lreßen. Daneben stand eine Wiege, in welcher ein winzig kleiner Erdenbürger scklunimerte. An der . Wand herum lief eine hölzerne braune Bank, aus die der junge Hauswirt seinen sparen Gast zum Sitzen einlud. „Setze Sie sich. Jungfer", sagte er freundlich, „warum ist deuns Ltnchs nicht gleich mitgckomme?" Lortjetzung folgt. Doi» der Zwangswirtschaft zuw Gewa! 1 sozia!Lsmtts. Dsr fl^ialjstiscke W'rischaftspolitiker Laiwer fchreivtr ft'ift fünf Jahre lang hat man dem Vo'ke In allen »einen Suchten die Lehre ren der Allmacht der politischen Gewalt! auf wirnckaftsubem Eediete nicht nur gepredigt, sondern man hgt sie auch durchzuführen versucht, und zroar in einer Weise die die wirtschaftliche Ordnung in zunehmende Auflösung ge- ^ bracht. Treu und Glauben im Verkehr tn steiaend-m Mast' v-r- nicht't hat. Nunmehr wuudrrn sich weite Kreise, daß mij der pol'iisclken Umwälzung die Saat der Zrr-an.r-.'wlrtsckaft ihre Früchte tragt, nachdem diese selbst die grundls«enden Varans- setzungen für die politische Umwälzung etfi geschaffen hat. Es ist gam verständlich, wenn auch vom wirffchaftlichen Siandpunkt aus durchaus verkehrt wenn die augenblicklich-im Besitz d-er politischen Mack^ befindlichen Parteien ihre st.zialistiscken Ideale dinchzusttzen sich anschick-n. Sie setzen die Dr. T:ftnbart-5?ur nur fort, d't vorher schon das Wirftchgstsleden- über sich ergeben lallen muhte. S:e sind d'abei nur sysiemcrischrr und radikaler Der Zwangswirtschaft wie dem tzewalrfv.zraltsmus liegt d'i gemeimadne Irrglaube ergründe, dah mittels politischer Mach- den: Wrrtfchaftsleben eine ihm innerlich fremde Ordnung ar'sgczwrmgen werden könne. Am k-s.nfcgnent?sten und schörfftcn rerrreten diesen Irrglauben drc Bollchee-rsten die das Eigentum. tct ollem das Kapitale,gentum. erst gründlich abschuffen wollen bevor an den Aufbau e-n Ab, so stell, sich die Geschichte des be»k- ^)LN Volkes^ dar. Von der Höhe und dem Glanz des alten Kaisertums führte sie in die Niederung des Westfälischen Friedens mit der Ohnmacht und Zerrissenheit des staatlichen Le- bens. Der großen friederizionffchen Zeit folgte ein Jena und fchTvere Zeit der Fremdherrschaft. Diese ewige Wellenbewegung stand mckt still. Deutlich erkennbar ist sie und stehj noch vor a.-er Auge n wahrend des V erlaufes des letzten Jahrhunderts. von Lekpzkll über Ollmütz führte die Entwicklung nach Cedcm und Versailles. Auf der Höhe des Ansehens und der Macht standen Reich und Volk. Und wieder setzten gewaltige Wellenbewegungen ein im Jahre 1914. Ein nationales Erwachen begann und ein nationales Derftachen folgte. wie kaum die deutsche Geschichte je gesehen. Jäh ist die trotz aller Schwankungen deutlich erkennbare Aufwärtsentwicklung des deutschen Volkes unterbrochen worden. Das auf höchster Stufe wenschheit- licher Entwicklung stehende deutsche Volkstum ist in Gefahr, zu versinken in das wesen- und staatenlose Nichts, das der auf russischem Boden gewachsene Bolschewismus hernufbeschwört. Nicht nur die Hungersnot mit ihren furchtbaren Begleiterscheinungen erwächst aus seiner auflösenden Tendenz, er häuft auch auf das deutsche Volk die Schmach und Schande, dulden zu wüsten, daß infolge der militärischen Schwäche wertvoller alter deutscher Vo^bsoden ein Raub dsr Nachbarvölker wird, und setzt uns' der Gefahr der Besatzung durch die feindlichen Heere aus. Unermeßlichen, nicht anszudenkenden Schaden mußte also ein Siea der Spartakusleute mit sich bringen. Deutschlands w-rtickcnNicke Neuaufrichtung wäre, wenn nicht für immer, fo doch mindest:ns für lange Zeit dahin. Aber kaum jemals könnten die sich aus einer feindlichen Besatzung mit den farbiaen Hilfstruppen für das deutsche Volkstum ergebenden sittlich- nationalen Folgen überwunden werden. Auf diele Folgen hin- zuwersen galt in den letzten beiden Jahren in gewissen Kreisen als ein Verbrechen an dem Glauben an den Verstöndigungs- ftieden. Heute aber, da selbst Herr Eczberger. der sich vermaß, in zweistiin-diger Unterredung mit den feindlichen Staatsmännern einen annehmbaren Frieden zu schaffen, erklären muß. daß die Feinde trotz der bedenklichen Zustande nicht das geringste Entgegenkommen zeigen, beginnt ein furchtbares Erwachen au? den Träumen der völkerbrudernden Verständigung. Jetzt, da die bis zuletzt stegreich-en deutschen Truppen kampflos auch das deutsche Land am Rhein raumen, und da die Revokuftonsregie- rung ans eigener Machtvollkommenheit ohne die parlamentarische Vertretung des Gefcrmtvolkes zu hören bestrebt ist. den einschneidendsten Maßnahmen gesetzliche Kraft zu geben, folgt der hochgehenden Woge aus den ersten Novembertagen wieder eine andere, deren Kraft und Bedeutung zunebmen wird, wenn die Regierung nicht rückhaltlos mit den Bestrebungen bricht, die^ den Zusammentritt der Nationalversammlung vereiteln wollen. Daß geht klar aus der Depesche hervor, die für die soualdenockratische Organisation der oberen Rheinprovinz der leitende Redakteur der ..Rheinischen Zeitung". Johann Meerfeld, an die Berliner Negierung gerichtet hat: „Die kommende feindliche Besetzung verursacht nn Rheinland eine neue nationalistische Melle, die unsere Errungenschaften gefährdet. Wir ersuchen dringend, die Wahlen zur Nationalversammlung zu beschleunigen. Die Trennung -von Kirche und Staat darf nur durch die Gesetzgebung eines rechtmäßigen Parlaments erfolgen." Die Regierung mag das als ein Sturmzeichen werten. Die aus der Diktatur einer Minderheit geborene Vergewaltigung erträgt ein Volk auf die Dauer ebensowenig wie die Unterjochung durch fremde Eroberer. Und wie im Rheinland besonders die Frage der Trennung von Kirche und Staat die Gemüter bewegt, so bewegt das ganze Volk ohne Unterschied der Gaue die Frage der Vergesellschaftung und Sozialisierung des Eigentums. Das nicht nur als Ausdruck eigensüchtiger Motive, sondern in Erkenntnis der großen wirtschaftlichen Schaden für die Gesamtheit, die sich aus der Vernichtung der Einzelwirtschaft ergeben. Jeder einseitige, diktatorische Zwang weist selbst im „Vorwärts" Dr. A. Hofrichter hin: „Die sofortige Vergesellschaftung oller Produktionsmittel, der unmittelbare Uebergang aus dem kapitalistischen Gegenwartsstaat in den sozialistischen Zukunftsstaat hängt von der überzeugten Mitarbeit der ungeheuren Mehrheit des Volkes ab und setzt einen gewissen Reichtum an Produktionsmitteln und Rohstoffen voraus. Ein im wesentlichen agrarischer Staat kann besteben, wenn auch seine Industrie ruiniert wird: ein industrieller Staat wird durch grobe, übereilte und schädliche Eingriffe tödlich getroffen. Zu verwirklichen ist die Vergesellschaftung der Produktionsmittel in einem so ausgesprochen industriellen Staate wie Deutschland nur dann, wenn eine qualifizierte Mehrheit der Bevölkerung, ganz besonders aber mich die geistigen Arbeiter, §sn der Noiw«StzzML strichen Unternehmens not! überzeugt sind und an ihm bewußt Mitarbeiten. Mit anderen Worten: nur die Vertretung des ganzen Volkes, nur die Nationalversammiuna kann die letzten und schwersten Probleme unserer Gesellschaftsordnung lösen. Jeder andere Versuch führt zur Diktatur, die mehr als ein Verbrechen, die ein Fehler und ein naiver Mnfinn dazu {ft. Denn sie ist von vornherein wirkungslos sie kann nur zerstören, nicht aufdauen. Die neue sozialistische Wirtschaft laßt sich nicht dekretieren sie muß geschaffen werden, sie ist ein technisch-organisatorischer Prozeß." Wird also die Nationalversammlung ausgeschaltet, errincch der Spartakusbund die Oberhand, dann ist die Anarchie die Folge und für die Entente der Zeitpunkt der Erfüllung ihrer Hoffnung auf die völlige Besetzung Deutschlands da. Das muh vermieden werden, darf nicht zur Tat werden, >xnn sonst wärc das deutsche Volk am Ende seiner Geschichte. Es würde aus- gelöscht werden unter den Völkern. Und Inuit auf's nrnl »Und liegt im Staub der Kronen Glanz, '^riraut und rührt die Hand und glaubt. Seht her. ein junger Eiäienkranz Lcgt sich um eurer Göttin Haupt. Tut eure Pflicht! Erkennt die Zeit! schafft Ordnung in den Trümmergraus, Und baut aufs neu', stellt euck bereit Statt Scklossesprunk ein festes Haus. Nicht Reichtum dient uns zum Beglücken, Und nicht nur die Brillanten schmücken. „Der Mammonsgeist bracht' uns zu Fall, Gebt nie dem fremden Geist mebr Raum. Ihr deutschen Brüder, sammelt all Euch unter'm heil'gen Eichenbaum. Reicht euch die Hand in Lieb und Treu' Nnd denkt und dicktet, werkt und schafft! Schon im Entschlüsse wächst euch neu Die göfterreiche. deutsche Kraft. So wendet auch aus Weltvrandsgluten Für uns sich alles noch zum Guten. (Walter Schulte vom Brühl aus Neckarsteinach in der „Tägl Rundschau^. Zinn emp eb!e remoMenen echren • Hosen-Faprifca [ varA eher P effcr) reelles Geu-ür, für den jetz fehlende» tc..ren V'sffer. Zu 1 Teil z a^rika, 2 Teile irockenes feines EaV do! dem Gebrauch zu m ngen tmo dann genau wie P fest er zn verwenden. Reell, aromatisch' gut r illt ! — Ferner noch: FcÄti%l r A*y Salpeter-Er'atz, 1 0 vi*r. tur lüö P o. Rauchmcrre ' jor u Vj ajeran Thymian. >euen, j Ra ihrrirrer Ko. alz. wre auu kkslSLÄ- a::ü V/ursS ff^oservea-Gläser in oer chredenen Größen. Fr. HULrecht, ?yr evr>erg ir> -Lcssen. Kirchliche Nachrichten. Evongekifche Gemeinde, l. Sonntag im Advent, 1. Dezember 1918. Gottesdienst in der Burgkirche. Vormittags 8 Uhr: Militärgottesdienst. Herr Psarree Kleberger. . Vormittags 9% Uhr: Herr Direktor Schoell. schiedspredigt. — F-iep des hl. Abendmahls. Vormittags 11 Uhr: Kindergotte§dier>st. Herr Psarrvx Ritter. Nachmittags 5% Uhr: Herr Pfarrer Kleberger.- Kollekte für die Herberge zur Heimat. Gottesdienst im Stadtteil Fauerbach. 10 Uhr Gottesdienst. 11% Uhr Jugendgottesdienft. » Katholische Gemeinde. Sonntag v-n t Dezember 1918, 1. Sormlag sm Abvent Beichtgelegeriheit am Sam-tag vor, 4 Uhr an »nL Sonnlcw? ?rüb v°n 6 Uhr an. Uhr Frübmefte. 8 Uhr hl. Messe. Gemeinsame hl. Kommunion der Mna» linge. Uhr Horbamt mit Predigt. Nachmittags 2% Uhr Rosenlranz-Vruderschafts-AndaK mit Segen und Umgang. Mährend der Moche: Um 1 / 2 ? Uhr hl. Messe, um 7 Uhe Rorakeamt. Freitag abends &/ A Mr: Bitt-Andmacht finSSk ‘ftm&mztMsfi? Dann hören Sie einen OPSQM Mufikapparat mit Odeorv etafikplatten — Es qibl für Sie keinen größeren Genuß» >^iif snöcr |e T ';tf)t zum Vc, lau rie^samtlich Fen^-m, .rer B.oacfsattckcl. Offccren un ck,cs Versandhaus naiEnKri^ncsna JFOT^KTKrtKIIgnEia _ v IE>,: ' ll, ' ! '' lllll,w .' ,,llll ' llini ' ,i,!iiiiif,iiri, . iiniitiiiiiiii,f,nii,,ii,iii,i,im,iiii,i,,i,,,iiitiii|i,riiimnr " i ' ||: Gutsorüeries Lager in : Herrea-, Daisian- m& Himfor-Mänlel ■ moderne Machart a J Ferner empfehlen wir: KostÜlUSiOffe, Blusenstoffe ; in Wolle, Seide u. Kaiüseicfe, Buckskin Herren Joppen u. Hosen, : Coiiern. Pfanled cken, Strümpfe für Herren, Frauen n. Kinder, jj Dime .wesien, Kaputzen, Pelze, Handschuhe, Korsetts, • ißisse üanisd- u< KiildsriieiTKilii zu massigen Preisen • OarStioImai ll ILi'cItliof, meLrerg. la. ScEimieröl für ianowlrtjchastllche und Dre>chma chinen. Ia. Cyl.nderöl Ia. Wagenfett Ia. Ledepfett conSiSt Fett empfiehlt Jos. Derfelt, SlnrN. Vevkettungsslcllr voL £diintcrmt nirt für den Kreit, Öticducrj, &fti,«jUaiie 110. _