Uriinmer äiO fiitfflprflö biefÄ Mittmoch, den 27. Uovemver 191^ 11. Iahraang. r>„ i™ (• mtojcituiitt" tiidiemt leoen ÜJL'eiltai. !Kt(ieimaB. B e !beiiao«i „il«r fnuet an« fielTeu“, >.Y'- Miuu iti't'nod) oas «c.u-Ugelö; »t. wn mono««* 1.00 SH. etn^Hefelld, trw.riobn. »«!••«»: ' Btunö 'f e fcinp tntt Eriull..n.°o7> rtrteDbm. Od.riftUitu«, ....» t.»bern «Mten.. ,anau«rtraue li. Hpinnitube". Se»uzspr-is: Bei ven Bostamtalten vierielsährlich Alt. 2.70 25 Psg., totale 20 6,q., Aazelgen von auswans iverven durch Bo.'tnachnal me Fern orshrr t3. Bo tj 'iet* Sonto llr. } i*nt ^rantrurt a. 2H. An die Hemmt: Die Truppen der 5 Armee, die heldenmütig ollen Angriffen ovr Verdun getrotzt haben kehren unerfchültert nach unerhörtesten Anstrengungen in die Heimat zuruck. Aufrechten Hauptes, im Bewußtsein, ihre vaterländische Pslick't bis zum Letzten erfüllt und die Heimat vor den Schrecken des Krieges im eigenen Lande ben-a^rt zu haben ziehen sie mtt klingendem Spiel und Besang durch die deutschen Gaue ihrer engeren Heimat entgegen. Bewohner der schönen Lande an Morrl und Rhein, von Nassau. Hessen u"d Franken, bietet den heimkehrenden tapferer Söhnen unseres Vaterlandes einen Zank- «nd WUUmmmengrntz nach dem ste verlangen. Schmückt E»re Häuser und Straften und laftt dis deutschen Landesfarben rochen, damit w'e daraus dir Liebe der Heimat erkennen, dis wir so lange entbehrt hoben. Helft alle den Soldaten? Vereine und feder einzelne greift. ?ö. wo Ihr könnt, zeigt die Quartiere, die Wege sorgt mit 'ür ^ die Pferde, helft das Genäck tragen, faßt in die Speichen, wo es rwtia. ist. erleuchtet die Straften, bietet Eure Hille an. Betrachtet es als vaterländische Pflicht, uns durch Ordnung Arbeit und Geduld zu unterstützen, um drtz schwere W rk zu vollbringen, die Armee geordnet und in Gesundheit nach Hause ;u führen. Gin jeder helfe dkNttl Unseres Dankes lind alle gewiß, die in treuer Selbstverleugnung und mit vaterländischem Opfersinn uns die Heimkehr erleichtern? Der Oberbefehlshaber: von der Marwitz, General der Kavallerie. Berlin, am 22. November 1918. Unser Vaterland blutet nach vierjährigem Kriege ans schweren Wunden- es steht vor der Gefahr der Auslösung. An Stelle von Recht und Ordnung droht der Umsturz aller Dinge. Vieles ist zertrümmert, was uns heilig und teuer ist. Und doch dürfen wir dem Verlorenen nicht untätig mdy trauern. Cs ist Pflicht eines jeden, an dem Wiederaufbau des deutschen Staates und Volkes mitzuarbeiten und dem neuen Deutschland neue Form und neuen lebensvollen Inhalt zu geben. lieber unsere Zukunft wird in der Nationalversammlung entschieden werden. Sie ist alsbald einzuberuscm; für die Wabl ist volle Freiheit zu gewähren. Wir sind bereit und entschlossen, aut dein Boden jeder Staatsform mitzuarbeiten in der Recht und Ordnung herrschen. Gegen jede Diktatur einer einzelnen Bevölkerungsklasse verwahren wir »ns. Nur ein geordnetes Slaatswesen schasst uns Brot und Frieden. Staat und Gesetz, ausgerüstet mit starker Autorität, getragen von dem freien Willen des Volkes, müssen ihren schützenden Einfluß im Volks- und Wirtschaftsleben geltend machen, um die nationale Kultur und die soziale Wohlfahrt zu fördern. Im Mittelpunkt von Leben und Wirtschaft mutz mehr als bisher der Mensch als sittliche Persönlichkeit stehen. Ein lebensvolles Eln istentu-m. Ehe und Familie sollen die starken Träger des öffentlichen Lebens fein. Deutsches Wesen und deutsche Art nlüssen mehr denn je unser ganzes Volkstum er- fülln. Zur Durchführung dieser Grundsätze bei der Gestaltung des neuen Deutschlands erstreben wir Unterzeicheten den Zufammenichluß aller gleichgesinnten deutschen Männer und Frauen sowie aller geichgestimmten Parteien und Partei-; richtungsn zu einer nc a er. Partei, iür die mir den Namen Deutsch n ationale Do?fts Vorschlägen. Um die Wunde».zu heilen, die der Krieg unfrnn schwer geprüften Vaterlands , geschlagen hat, und um Recht und Ordnung wiederherzustellen, sind wir bereit, mit allen Parteien zusammen zu arbeiten, die dasselbe Ziel erstreben. So nmtz es gelingen, unser Volk aus dem Jammer dieser Aage herauszuführen und kommenden Geschlechtern eine bessere Zukunft zu sichen,. Für das zu Ickxrffende Parteiprogramm schlagen wir als Aichaltspunkte folgende Richtlinien - 1. Wir treten ein für ein starkes deutsches Volkstum, das seine Einigkeit. Freiheit und Selbständigkeit gegen äutzere Macht zu wahren entschlossen ist und sich unabhängig hält von freu,den Einflüßen. 2 Wir to-denn die Nück>nen staat'ich'n Zwangswirtschaft und die Auflösung der ^ri"a^ge'rll'chaften . 6 Eine durchgreifende Abbild der Wohnungsnot ist als Voraussetzung jeder gefunden Benölkerungspolitik auch durch Schaffung von «geincktätten wirksam zu fördern. 7. Wi^ fordern Wiederb^völker'.'ng des platten Landes durch umfassende Siedelungsvolitik zur Schaffung von Bauernland und Eigenwlrtscbastsmöglichkeiten für Landarbeit,'. hierfür ist Großgrundbesitz des Staates der Gemeinden und Privater in angemessenem Umfange gegen Entschädigung zur Verfügung zu stellen. 8. Für die Wiedergunichtung des durch den Krieg schwer geschädigten Mittelstandes, auch der geistig arbeitenden Teile der Bevölkerung werden wir e'mtreten. 9. Der Ausbau unterer Sozialpolitik ist fortzusetzen. Das Koa'itionSrecht aller Arbeiter ist sicherzustellen. Ter soziale Ausstieg ist zu erleichtern. IN Den Beamten, Lehrern Militärpertonen und Ange* stellten den Pensionären und Altvennonären ist eine rechtlich und wirtschaftlich gesicherte Lebensstellung zu gewährleisten. Das Beamten reckst und das Staatsarbeiterrecht sind in neuen, Geiste zu gestalten. 11. Weitgehende Fürsorge für die Kriegsbeschädigten und die Hinterbliebenen der in, Kriege Gefallenen ist Pflicht des Reiches. 12. Die Verwaltung ist zu vereinfachen und in sozialem Geiste zu führen. Die Aemter in Staat und Gemeinde sind ohne R'.ickstcht aus Parteistellung und religiöses Bekenntnis nach Maßgabe der Befähigung der Beamten zu besetzen. Das Prüfungswesen darf nickst ausschließlich für den Eintritt in einen Lch-nsberuf Entscheidend fein. 13. Wir treten für eine freiheitliche Gestaltung der Ge- meindewrfassungsge'etze ejn. Ick. Die öffentlichen Abgaben sind nach den Grundsätzen sozialer Gerechtigkeit und Tragfähigkeit auszuhguen. In dem einheitlich auszubauenden Steuersystem sind Vermögen und Einkommen tz'ir die D-eckung der Reichs-, Staats- und Gemeindelasten in ausgedehntem Matze zur Steuer heranzuzielen soweit es eine gesunde Volkswirtschaft zulätzt. Tie Kriegsaew.inne sind aus das schärfste zu erfassen. 111. Weitgehende Fürsorge für die Volksschule als Grundlage der Bildung des Volkes ist notwendig. Ter Aufstieg von der Volksschule zur höheren Vidung ist auch wirtschaftlich zu ermöglichen. Tie Pflege geistigen Lebens und geistiger Werte werden wir uns angelegen fein lassen. 16. Die Mitarbeit der Frau am öffentlichen Leben ist geboten ü Der Geschäftssührende Ausschuß der Deutschkomer- r.ativen Partei nimmt zu diesem Aufruf mit folgender Erklärung Stellung: lieber die schweren Lasten des Tages hinaus muß für die Zukunft vorgesorgt werden. Seit längerer Zeit hatte die konservative Parteileitung im Einvernehmen mit den Fraktionen des Reichstages. Herrenhauses und Abgeordnetenhauses die Pflicht der konservativen Partei erkannt, sich mit neuem Geiste zn erfüllen, um den Ausgaben der neuen Zeit gerecht zu werden, die durch den Krieg und die mit ihm verbundene Wandlung unserer politischen Verhältnisse entstanden sind. Als der engere Vorstand der Teutsckzkon- wrvativen Partei am 7. November d. I. eine Neubearbeitung des Parteiprogramms in Aussicht stellte, war zu diesem Zweck bereits wertvolle Vorarbeit in.den Fraktionen geleistet worden. Dabei hatte man Bedacht genommen, daß das Progran,m den Zutritt Mrwanbter Richtungen erleichtern und weitere Volkskrejse als bisher umfassen sollte. Auch in den neuentstandenen Verhältnissen müssen diejenigen Ausgaben gelöst werden, zu deren Erfüllung in jedem geordneten Staatswesen eine starke Rechte unentbehrlich ist. Revolution und Waffenstillstand haben die Fortsetzung dieser Arbeit aus dem satzungsmätzigne Wege vorerst wesentlich erschwert. Die Zukunft aller äußeren und inneren po!i', tißchen Verhältnisse des Deutschen Reiches ist zurzeit deiarNg unsicher, daß ein endgültiges Parteiprogramm ka"m *Vv gesetzt werden kann Andererseits sind sofortige M nahmen zur Klärung der Parteiverhältnisse unerläßlich geworden. zumal da d'e Wahlen zur Nationalversanunluug. in der über Deutschlands Zukunft entschieden werden soll, möglicherweise sehr nabe bevorstehen. Die^n Bestrebungen der Partei kommt der heute vcr- öffentliche Ausruf entgegen, in den, Männer und Frau,-n verschiedener Parteirichtungen und Berufsstäudc den Z^ ^ammenschlutz -u einer deutschen nationalen Volkspariei aut der Grundlage vorläufiger, als Anhaltspunkte geg-ebe-.«r Richtlinien Vorschlägen. Wir haben sofort die nötigen Sckw'N-- eingeleitet, um. soweit es die Verbältiise gestatten, die Be- 'chlülle der geordneten Parteivertrejunaen über die Stell»"a- nabme der kcnß'rvgtivon Partei zn diesem Vorschlag berbei- zufübren und unseren freunden im Lande die Gelegenbe,t zur Mitarbeit dabei eröffnen. Geschäfts führender Ausschuß der Dcut'chkonservativen Partei. In Vertretung: Stackmann. Graf Westarp Die rote Fahne. Kassel. 26. Nov. fwB.1 Bereits vor e'vigen Togen hotte ein Ockizier mit zwei Unterofsizieren eine der von dem Triun-vb. bcgen vor dem Bahnhof wehenden roten Fabnen herckbrur'-ft"« versucht. Heute früh 5% Uhr erschienen Leutnant Kn'iacr. Ritt. Meister Kroska und ein dritter Offizier dellen Namen nich» fest, gestellt werden konnte, und rissen beide rote Fahnen her-tz. rm p c ,erreißen. Auf die von dem Posten alarmierte Mannschaft schoß Leutnant Krüger mit dem Gewehr. Er rtmrtv* daraus von der Wache tödlich verletzt. Der Rittmeister wurde gestellt und abgeführt, der dritte Offizier ebenfalls. Der Zentral-Arbeiter- und SoldatenrU warnt in einem Aufruf vor Beleidigungen der roten Fahne, die unnachnchtlich geahndet werden mühten und verweist auf das Beispiel der Sockoldernokratie. die trotz ihrer Ansichten die schwarz-weiße und schwarz-weift-rote Fahne unbeanstandet läge. In verschiedenen Blattern finden wir folgende unverkürzte Nachricht: Karlsruhe. 26. Nov. Die Rheivbrucke bei Weiftwei! ist au, der badischen Seite von den Franzosen bes.'tzt. Als von s cnt« fchsr Seite dagegen ^protestiert wurde, erklärte der frantzäiich? Offizier, er habe Befehl dazu. Die Franzosen ließen daß sie auf jeden deutschen Soldaten schießen würden, der sich mit der roten Fahne sehen ließe. d Pcr'ifljr imidifB niO tfifbtfn Gedietk?!. Span. 24, Nov (WB.) Heute ist General Nudant solgenbr Note überreicht worden: Hierher gelangten Nachrichten zufolge ist seit der Besetzung Elsaß-Lothringens durch die Alliierten dar Verkehr zwischen die. sen Gebieten und dem übrigen Deutschland gänzlich unter-'ochen. Dies erstreckt fick nicht nur auf den Personen- und Güterverkehr sondern auch auf den Telefon-, Telegramm- und Postverkehr. Hierdurch ist auch der Zahlungsverkehr zwischen ENaft-Lothringen und dem übrigen Deutschland zum Stillstand gekommen. Wie ohne weiteres ersichtlich, werden hierdurch Folgen l>ervorgo- rufen, die das Wirtschaftsleben in den elfaft-lothringischen Ke. bieten aufs schwerste bedrohen. Die Lohngelder können an vic. len Stellen nicht rechtzeitig beschafft werden. Ferner gehen dt« Gelder für ausgeführte Lieferungen nicht an die Empfangsbe. rechtigfen ein. Seit drei Tagen sind ähnliche Zustände auch H, den besetzten linksrheinischen Gebieten einqetrelen. besonders in Saarbrücken. Es wird gebeten, diese unhaltbaren Zustände, namentlich auch im Interesse der linksrheinischen Arbeiterschaft, die an erster Stelle hiervon betrasfen wird, sofort abzustellen gez. v. Haniol. Deutschland selbst m besetze». London, 26. Nov. (WB.) Reuter. Ter ..Daily Chroniele^ -pgi: Irgend eine verantwortlickze Regierung mutz vom deutschen Bolle eingesetzt werden, sonst können wir keine andere Wahl haben, als Deutschland selbst zu besetzen, bis die Schwierigkeiten behoben sind. Zu diesem Vorgehen wurde man sicb natürlich nur mit dem größten Widerstreben (1). entschließen. Mast nttsgelchicde». Berlin, 26. Nov. (WB. Amtlich.) Das Mitglied deL Vollzugsrats, Walz, ist heute ausgeschieden. Die ihm vo»^ Vollzugsrat erteilte Vollmacht, insbesondere die ans GegeM Zeichnung der Erlasse -es Krieasministers. ift erloschen. Widerrechtliche Gefangennahme deutscher Truppen. Span, 21. Nov. General von Winters
Iö c; ige Einzelherten mitgeteilt. In einem Bericht vom 18. Juli 191-4 hat der bayerische Gesandte Graf Lerchenfeld Beziehungen erörtert, die zwischen der Berliner Regierung und dem verhängnisvollen Ultimatum Oesterreichs an Serbien bestehen. Es heißt in diesem Bericht. Auf Grund von Rücksprachen, die ich mit UrfterstaafssekretLr Zimmermamr. ferner mit den Balkanrelerenten im Auswärtigen Amt und mit dem österreichisch-ungarischen Botschaftsrat dahier hatte, beehre rch mich, zu berichten: Der Schritt, den das Wiener Kabinett sich entichloßen hat zu unternehmen und der in Ueberreickmng einer Rotze in Belgrad bestehen wirk wird am 25. d. M erfolgen. Die Hinausschiebung dieser Aktio b's zu diesem Zeitpunkt hat ihren Grund t-> n. daß man di Abre'se der Herren Poincare und Viviani von Petersburg al warten möchte, um mit den Zweibundmächten eine Verstau d'gung zu erleichtern betr. eine etwaige Gegenaktion. Bis da hin gibt man sich in Wien durch gleichzeitige Beurlaubung de Krieg?Ministers und Chefs des Generalstabs den Anschei friedlicher Gesinnung. Auch auf Presse und Börse ist nicht ohn Erfolg eingewirkt worden. Daß da- Wiener Kabinett in diese Beziehung geschickt vergeht. wird hier anerkannt und man b« bauert nur, daß Graf Trsza. der anfangs gegen schärferes Vor gehen gewesen sein soll, durch seine Erklärung im ungarischen AL geordne-enhaus den Schleier etwas gelüstet hat. Wie mir Her Zlmmerwann sagte, wird die Note, soweit bis jetzt feststeh! folgende Forderungen enthalten: 1. Erlaß einer Proklamatto durch den König von Serbien, in der ausgesprochen wird, daß dl serbische Regierung der oroßscrbischerr Bewegung vollksmme fernstehe und sie nicht billige. 2. Einleitung einer Anterfuchun gegen die Mitschuldigen an der Mordtat von Serpjewo: Teil nähme eines österreichischen Beamten an dieser Untersuchung 3 Elnfchreitcn gegen alle, die an der großserbischen Bewegung be t-rttgt waren. Für die Annahme dieser Forderungen soll ein Frrs. von 48 Stunden gestellt werden. Daß Serbien derartig mrt ferner Würde als unabhängiger Staat unvereinbare For oerungen nicht annehmen kann, liegt auf der Hand, wäre als der Krieg. Hier ist man durchaus einverstanden, daß Oesterreic dir günstige Stunde nützt, selbst auf di- Gefahr weiterer Ver Wicklungen hin. Sb man aber wirklich in Wien sich dazu aus »affen wird, erscheint Herrn von Iazow wie Herrn Zimmerman, Aoch immer zweifeihast, Der Unterstaatssekretär äußerte siü Sahm dah Oesterreich-Ungarn, dank seiner Entschlutzlofigkeit «n .-rsahlönheit. jetzt eigentlich der kranke Mann in Europa ge worden sek. wre früher die Türkei, auf dessen Aufteilung Russen I.aliener, .rumanen, Serben und Montenegriner waften Siarkc- erfolgreiches Einschreiten gegen Serbien werde dazi fuhren datz Oesterreicher und Ungarn sich röieder als staatlich M-.cht suhlen, wurde das darnlederlicg-nd- Wirtschaftsleben wie der aus-ichten und di- fremden Aspirationen aus Jahre hinaus »iederhalteil. Lei der Empörung, di« heute in der ganze. Monarchie über die Bluttat herrsche, Tömre man wohl mich der slawischen Truopen sicher sein. In einigen Jahren lei dies bet weiterer Fortwirkung der slawischen Propaganda, wie Conrad von Hoetzendorsf selbst zugegeben habe, nicht mehr der Fall. Man ist also hier der Ansicht, daß es für Oesterreich sich um eine Schicksalsstunde handle, und aus diesem Grund hat man hier auf Anfrage aus Wien ohne Zögern erklärt, daß wir mit jedem Vorgehen, zu dem man sich dort entschließe, einverstanden seien, auch auf die Gefahr eines Krieges mit RMand hin. Die Blankovollmacht, die man den, Grafen Berchlold und dem Grafen Hoyos gab, der zur Uebergabe des allerhöchsten Handschreibens und eines ausführlichen Promemorials hierher gekommen war ging so weit, daß die österreichisch-ungarische Regerung ermächtigt wurde, mit Bulgarien wegen der Aufnahme in den Dreibund zu verhandeln. In Wien scheint man ein so unbedingtes Eintreten Deutschlands für die Donaumonarchie nicht erwartet zu haben und Herr Zimmermann hatte den Eindruck, als ob es den immer ängstlichen und entschlußlosen.Stellen Wiens fast unangenehm wäre, daß von deutscher Seite nicht zur Vorsicht und Zurückhaltung gemahnt worden fei. Wre sehr man in Wien mit seinen Entschlüßen schwankt beweise der Umstand, daß Graf Berchlold drei Tage nachdem er hier wegen eines Bündnisses mit Bulgarien hatte anfragen laßen, telegraphiert chabe, daß er doch noch Bedenken trage, mit Bulgarien abzuschließen. Man hätte es daher auch lieber gesehen, wenn mit der Aktion gegen Serbien nicht so lange gewartet würde und der serblschen Regierung nicht Zeit gelaßen würde, etwa unter russisch.französischem Drua von sich aus eine Genugtuung anzubieten. Es wird dann in diesem Bericht des Grafen Lerchenfeld an den Grafen Hertling weiter über die diplomatische Aktzion geplaudert. Die Reichsleitung werde mit dem Hinweis darauf daß der Kaiser auf der Nordlandreise, der Chef des großen Generalstabs sowie der preußische Kriegsminister in Urlaub seien, behaupten, durch die Aktion Oesterreichs genau so überrascht worden zu sein, wie die anderen Mächte. Weiterhin werden über das vermutliche Verhalten Deutschlands zu den Mächten allerlei Betrachtungen angestellt Es heißt da: Herr Zimmermann nimmt an, daß sowohl England als auch Frankreich, denen ein Krieg zurzeit kaum erwünscht wäre, aus Rußland in friedlichem Sinne einwirken werden. Außerdem baut er darauf, daß „Bluffen" eines der beliebtesten Requisiten der russischen Politik bildet, daß der Ruße zwar gern mit dem Schwert droht, es aber im entscheidenden Moment doch nicht gern für andere zieht- Ueber England wird gesagt, daß ein Krieg zwischen Zweibund und Dreibund England im jetzigen Zeitpunkte schon mit Rücksicht auf die Lage in Irland wenig willkommen sei. Käme es freilich zum Kriege, so sei es die Auffaßung in Berlin, die englischen Vet^rn würden wir auf der Seite unserer Gegner finden da England befürchte, daß Frankreich im Falle einer Niederlage auf die Stufe ein-er Macht zweiten Ranges herabsinke und damit das europäische Gleichgewicht gestört werde. Nicht uninteressant ist es. daß in diesem Bericht aus eine ganz vertrauliche Mitteilung hingcwiesen wird, wonach der deutsche Botschaftsrat Fürst Stolberg in Wien schon vor Tagen bei Oesterreich dieFrage einer Entschädigung Italiens durch Abtretung des südlichen Trentnio erörtert habe. (Also schon damals.) In einem Telephonat der Berliner bayerischen Gesandtschaft vom 31. Juli 1914 früh wird die Ueberzeugung ausgesprochen, „daß die zweifellos redlichen Bemühungen Greys. für Erhaltung des Friedens zu wirken, den Gang der Dinge nicht aufhalten werden." Am gleichen Tage wurde nach München von der bayerischen Gesandtschaft das folgende Siimmungsbild telephoniert: Es laufen zurzeit zwei Ultimatum — Petersburg 12 Stunden. Paris 18 Stunden — Petersburg Arcfrage nach Grund der Mobilisierung — Paris Anfrage, ob neutral bleibt. Beide werden selbstverständlich ablehnend beantwortet werden. Mobilisierung spätestens Samstzag, 1. August um Mitternacht. Der preußisch« General- stab sieht dem Krieg mit Frankreich mit großer Zuversicht entgegen und rechnet damit, Frankreich in vier Wochen nieder- werfen zu können. Im französischen Heer herrscht kein guter Geist, wEuig Steift euergesck-ütze. schlechteres Gewehr. Im Bericht vom 4. August, woraus übrigens hervorgeht, daß die Türkei sich schon damals verpflichtet hatte sich Deutschland anzuschließen und zu mobilisieren, wird über Belgien gejagt: Neutralität Belgiens kann Deutschland nicht respektieren. Der Generalstabschef hat erklärt, daß selbst englische Neutralität um Preis Respektierung Belgiens zu teuer wäre, da Angriffskrieg gegen Frankreich nur auf Linie Belgiens möglich. Tftr neue ? mnestieerlnst. Ankündigung der Amnestie auch für gemeine Vergehen. Ter Justr-minister hat folgende allgemeine Verfügung erlassen: Allgemeine Verfügung vom 23. November 1918 über Gewährung von Straffreiheit. 1. Nach Ziffer 6 des Neichsgesetzes vom 12. 11. 1918 (Regierungsblatt S. 1303) ist für alle politischen Straftaten Amnestie gewährt: Tie wegen solcher Straftaten an- hänaigen Verfahren sind niedergeschlagen. Nähere Aus- fü h r« n gsa n ord nun gen der Neichsleitung sind noch zu erwarten. Schon jetzt werden die Strafvollsireckunsbehörden angewiesen, die Strafvollstreckung wegen Straftaten, deren politischer Charakter unbedenklich erscheint, alsbald zu unter- brechen und neue Vollftrcckungsmasinahmen wegen solcher Taten nicht mehr einzuleiten. Tie Strafvoll st l ecku ngsbe* 1. örden haben Verfahren wegen Beschuldigungen der in Rede siebenden Art nicht mehr zu bestreiten und Anträge ans Aufhebung anstehender gerichtlicher Termine zu stellen. 2. Auch wegen nichtpolitischer Straftaten ist ein Neichsgesetz über Gewährung von Straffreiheit zu erwarten. Schon jetzt ine, den die Strafvollstreckungsbehörden angewiesen, die Vollstreckung von Strafen. dj? nicht schwerer sind als drei Monate Gefängnis, nicht mehr einznleiten und bereits an- getretene Strafen von nicht mehr als drei Monaten alsbald zu unterbrechen. Berlin. den 23. November 1918 Der Justizminisier: Dr. Spatz rl. Kurl Eisurr Bftlfüt prntldjlinii. Haag. 25. Nov. Der bayerische Ministerpräsident Kurl Eisner hatte, bevor er sich nach Berlin begab, eine Unterredung mit einem Korrespondenten der „Daily Nervs". Diesem erklärte' er. seine persönliche Ansicht gehe dachm. daß zehn deutsche Republiken gegründet werden müßten. Der Süden müße ein Gegengewicht gegen Berlin und den Norden bilden. Die „Los von Berlin-Bewegung" fei unter den bayerischen Bauern sehr stark. Man kenne nicht znlaßen. daß Berlin das neue Deutsch, land beherrsche. Auch sei die Errichtung von zehn deutschen Republiken mit gleichen Rechten geeignet, ein Gegengewicht gegen Benin herzustellen. Auf der einen Seite müßten bi« Republiken Bayern, Deutsch-Oesterreich und die Vereinigten Staaten Baocu, Württemberg und Heßen, auf der anderen Seite Preußen selbst stehen. Drejes Preußen müße in drei Republiken zerfallen. Der Waffcrkspf. Ein Mitarbeiter des „Tägl. Korr." hat sich der Mühe uti{cu. zogen, den Bedarf Grcßberlins an Nahrungsmitteln auszurechnen. Angenommen, auf den Kopf der Viermillienenstadt käme durchschnittlich im Tape Pfd. Brot, 1 Pfo. Kartoffeln. 15 Gr. Fett und 30 Gr. Fleisch. Das ergibt sckon einen Tagesbedarf von 20 000 Zentner Brotgetreide, 40 000 Zentner Kartoffeln. 1200 Zentner Fett und rund 2500 Zentner Fleisch. Und das ist der heutige Kriegsbedarf. In Friedenszeiten wird wahrscheinlich mehr Brot, sicher mehr Kartoffeln und fünfmal so viel Fleisch verbraucht. Der Bedarf an Vollmilch ist unter heuttgen Verhältnißen rund 10 000 Hektoliter. Auch ohne die andern Lebensmittel, wie Gemüse, Obst, Zucker. Suppeneinlagen usw. braucht Berlin mindestens täglich 10 rollbeladene Guterzuge zu je 30 Wagen, das Fleisch in lebendes Vieh umgerechnet, zusammen also rund 30 Güterzüge!! Täglich!! — Der Iahresbedarf d"r Menscbenmaße Graßberlins ergibt natürlich ganz ungeheure Zahlen. 24 000 Zentner Brot sind bekanntlich täglich tausend Tonnen, also im,Iahre 365 000 Tonnen: von der Bedeutung dieser Zahl macht man sich erst einen Begriff, wenn man bedenkt, daß ganz Würliemberg und Baden in einem guten Erntejahr kaum 275 009 Tonnen Weizen und Roggen er- (fin Mesch«» .Mruvtt-itgß." Wien. 25. Rov. Der ..Abend" bringt heute die aufsehenerregende Enthüllung, daß Kaiser Karl sich für das Oberkommando über seine Armee nicht weniger als 1^ Millionen Kronen jährlich habe zahlen laßen. Einer der Gcbeimatte des Kriegsmini- steiinms aus der Abteilung 15 b vom Jahre 1918. der die Nummer 5350 trage, gebe darül>er Auskunft. Der Akt habe folgenden Worftauf: .Das Zahlomt des Krieasmtnisteriums hat an das K. und K. Hofzahlamt die Gebühr Seiner K. und K. Apostolischen Majestät in deßen Eigenschaft als Armeeoberkommandant im Betrage von jährlich ly Millionen Kronen unter Rückwirkung vom Regierungsantritt an auf die Dauer des Krieges zu übcrtretlen. Für die Zeit vom Dezember 1916 bis einschließlich Mat 1918 ist di.ße Gebühr brs 2 250 000 Kronen sofort und für die folgenden Mo,rate am ersten jeden Monats mit 125 000 Kronen zu LLerweisen " Das Schriftstück mußte vorher von fünf Stellen genehmigt werden, darunter auch vom unaarischen und vom österreichischen Ministerpräsidenten und dem Chef des Generalstabs. Interessant rst. daß der Kaiser auch für den Monat November die ganze Rate ausbezahlt erhalten hat, Obwohl er bereits am L November das Oberkommando nieoeraelegt hat. Landtagsabk,eordneter Dsreü. Ter hessische Landtogsabc^ordnete Korell sprach in einer Versammlung von über 1000 Personen in Bad Kreuznach. Er sagte u. a.: Ein demokratiickres Hessen unter unserem Großherzog wäre mindestens so gut geivesen. wie die jetzige Regier-ung des A.« und S.^Natts. indem oft Leute sitzen, die gar kein Vertrauen in der Bürgerschaft haben. A!s nur vor acht Tagen die Stelle des hessischen Kultusministers ange- bot^n wurde, habe icb abgelehnt, weil ich mir nicht in mein Amt hineinreden lassen will von durch Zufall zusanzmew gesetzten Soldatenräten, deren Diktatur ich mich nie beugen werde Der Ili!aMknIl!jluß dn llkadkAilche?! KkrilfsNn^. Tie Besprechungen der akademischen Benrfsstände nach einem festen Zusammenschlüsse zur Wahrung deutscher Kutzurgnter und ihrer Ctandesinttressen haben gestern in einer Sitzung des Neichsausschusses endgültige Ergebnisse geicjtigt. Von zahlreichen anwesenden Vertretern akademischer Berufsgenossensck)aften haben 22 mit einer Mitt glftde^znhl von 150 000 ihren Betritt erklärt. Aus der grcsien Zahl oer Organiiaticuen k.u, pur genannt: Ver* ' band deutscher evangelischer Pfarrer-Vereine, „Pa;" Verein katholisch-er Priester, Bund höherer Beamten. Verband der; Patentanwälte. Verein deutscher Tiplomingenieur-e, Architek- tenverein, Anwaltverein. Wirtschaftlicher Verband deutscher Zahnärzte. Apotheker-Verein, Iuristenbund Vhilologenver- band und andere. Tie Organisafton der akademischen Be- rufsstcnde bedeutet die Politisierung des Akademikerstandes» nicht aber die Betätigung in parteipolitischem Sinne. Tie Solidarität seiner Angehörigen wird dafür bürgen: daß seine Interessen gewahrt und ihm die Mitarbeit an den staatlichen Aufgaben der Gegenwart gewährleistet bleibt. In wenigen Wocl)en wird die großangelegte Zusammenfassung sich auf das ganze Reich cusged-ynt haben und ihren E'.nfluß ge- gebenensalls gegen die Tlkwtur des ProletariarZ geltend machftn. Das Sekretariat des Neichsausschusses, Berti» NW. 7. Georgensiraße 41. versendet das Programm, ,1 i>nl tdrosra ttfiffw m die Altäre saLen. So verkünd?^ Rudolf Golvsteln !n der Derelnlgung geistiger Arbeiter zu Wien. Und der Schriftleiter des Wiener Blattes „Der Abend". Cohn-Calberts, begrüßt jubelnd diese Parole und rühmt von dem Ausspruch, daß ein solches Wort zu solcher Stunde und aus solchem Munde den Mut verlangt, die Ueber- zeugung höher zu stellen als den natürlichen Takt des innerlich vornehmen Menschen. — Mit solchem Klingklanggloribus kann man wohl den Versuch unterstützen, althergebrachte, mit der Volksseele und Volke,"rite eng verwachsene Entwicklungen und Zustande zu zerstören, ober die Versucher werden auf Widerstande stoßen. Deraernissc erregen und Leidenschaften aufwühlen deren ungeahnte Kraft und Groalt den Aufrührern und ihrem Klüngel selbst zum Verderben gereichen wird. Die Bestrebungen alte Religionen samt ihrem Kultus zu begraben, haben den rvichtlpften Regenten und Staatsmännern nur Enttäuschungen und sogar den Untergang gebracht. Selbst das Christentum mußte, um durchzudrrngen. die Sprache, formen und Mysterien der alten Religionen in sich aufnehmen und sogar die Gebräuche der heidnischen Deutschen schonen, um sich selber durchzusetzen. Der schroffe Bruch mit der christlichen Boiloreligwn und ibren Einrichtungen ist ein Eingriff in das Recht der Volkssttte und in die Freiheit des Gewissens, der sich an den Angreifern und \ ihrem Anhang schwer rechen wird. Aus den Drachenmhnen die sie säen, werden Rie^n erstehen, die ihnen den Garaus machen werden. Die reliaions- und kirchenfe'ndlichen Revolutzer brschwören mit 'bren unüberlegten Forderungen eine Bewegung herauf, die den Feinden Deutschlands den Anlast geben w'rd unser Land ebenso wie Desterreich zu besetzen. Sie lasten darüber gor keinen Zweifel, indem sie erklären, dast ste nur dann wenn Ruhe und Ordnung aufrecht erhalten wird. Lebensmittel senden und vor Hungersnot schützen. Im andern Falle werden sie mit den fetzigen Machthabern nickt über den Frieden ver. -andeln. sondern vorerst den Bolschewismus ntederbüaeln Wer allo letzt Zwietracht sät der ist ein Feind des Volkes und Vater-- /onb»s und bringt noch die Feinde ins Land, die von unseren Truppen vier Jahre lang abgohalten wurden. Die UahrrrngsrEtelversorgmig. WB. Vom Staatssekretär des Kr'regsernährungsamies Wurm erhalten wir folgende Mitteilung: In der auswärtigen Presse hat es vielfach Befremden erraat. dast Deutschland kurz vor der Hungersnot stehen soll Wie sich seht zeigt, ist die Nabrunasmittelversorgung Deutschlands früher viel zu günstig eingeschgtzt worden. Dazu kommen die Folgen der militärischen Niederlagen; in den voy Deutschland besetzten Gebieten des Ostens waren ungefähr 1 5)00 000 Menschen und 300 000 Pferde untergebracht vnd versorgt. Die GetMstsbeziehungen mit der Ukraine und mit dem Knbangebiet versprachen nach Ansicht der damals aen Machthaber reichliche Zufuhren an Getreide und Lebensmitteln. Insbesondere glaubte man aus dem See- vnd Donauwege große Mengen von Oelsaaten und Oe! heransclvissen zu können. Dies olles ist mit einem Schlage zusammnaebrochen. Aber auch die heimische Ernte ist ge- rinaer. als man sie in Rechnung gestellt hatte namentlich bei Kartoffeln. Mit dem Augenblick des Waffenstillstandes baden fast alle Knegsacnanaenen. auf deren Arbeitskraft die deutsch? Landwirtschaft im wesentlichen beruhte die Arbeit eingestellt. Dadurch sind Millionen von Zentnern Kartoffeln in der Erde gebkieben und sind bei dem unerwartet früb eingetretenen Froltwetter dem Verderben anheim gefallen. Der beimische Viehbestand zeigt von Monat zu Monat eine geringere Ergiebigkeit an Schlachtvieh und sonstigen tierischen Produkten. Schon seit 2 Jahren mußte in unfern Viehbestand tief eingearissen werden, um auch nur die nnge- nüaende Fleischrofton gufrechtzuerbalten. Dabei konnten Milchkühe nicht geschont werden, woraus sich für die Kinderernährung die entsetzlichsten Folgen eraeben mußten. Durch den auf Grund der harten Waffenstillstandsbe- dinaungen notwendig aewordenen übereilten Rückmarsch und Rücktransvort des Heeres ist eine ordnungsmäßige Der- waltuna des Proviants und dessen restlose ^urückstibrnng in die Heimat unmöglich geworden. Verschärft wird diese Not noch durch die uns aufoezwnnaene überstürzte Abgabe der Transportmittel, wodurch Stockunaen im Verkehr zwischen Läaern. Mühlen. Nahrungsmittelfabriken, Verteilnngs- stellen und Komm'-tnalverbonden unvermeidlich sind, ferner Dadurch daß in manchen Gegenden die örtlichen Gewalten Ate Versorgung ihres Wirkungskreises den berechtigten Ansprüchen d?r Gesamtheit voranstellen, sodaß bedeutende Menaen von Vorräten vorzeitig und planwidrig dem ungeregelten Verbrauch zugeführt werden. Durch alle diese Dedingunaen ist eine Lage entstanden., kn der nur schleunigste Heranfchafsung von ausländischen Nahrungsmitteln das deutsche Volk vor Hunger bewahren kann, selbst wenn die Landbevölkerung in Erkenntnis der drobenden Lage zur Ablieferung aller entbehrlichen Feldfrüchte und zur genauen Innehaltung der kriegswirtschaftlichen Verordnungen bereit ist. Hungersnot. Rotterdam, 21. Nov. Ter Spezialberichtorstatter der Londoner „Times", der in Wien eingetroffen ist. tele- Araphrert. daß die Stadt unter der Revolution wenig gelitten habe. Fast alle Familien sind in Trauer. Die Kleider erreichen fabelhaste Preise. Ein Paar Schuhe kosten 720 Kronen, ein Hut 125. ein wollenes Halstuch 350 Kronen. Die böhmischen und ungarischen Grenzen sind geschlossen und die Frage der Lebensmittelversorgung ist besorgniserregend. Niemand weiß, wie und wann die von den Alliierten versprochenen Lebensmittel eint reffen. Tie Arbeiter leben ausschließlich non Kastanien. Wenn dieser Zustand andauern sollte, stände Wien vor einer schrecklichen Hungersnot. Paris, 21. Nov. Maurtce Prar schreibt dem „Peru Parisien" aus Konstantinopel: In Konstantinopel sind im letzten Winter 100 000 Personen Hungers gestorben. Die Lebenshaltung hat sich um 350 Prozent verteuert. Ein Kilo Brot kostet 5 Frank, Dritter 70 Frank. Reis 100 Frank. Kaffee 115 Frank, Seife 40 Frank, ein Paar Schuhe 400— 1200 Frank. Der französische Konsul zeigte mir eine Weste, für die er 1500 Frank bezahlt hatte. Und als Ergänzung sei noch mein heutiges Frühstück erwähnt: Es bestand aus Fisch einigen Gramm Kalbfleisch mit Reis, einem Apfel und Kaffee — macht 65 Frankl Die zahlreichen französischen Familien, die unter solchen Verhältnissen leben müssen, heimzuschaffen, ist eine dringliche Pflicht. Dcttmmatirmeiil Viesen Leuten scheint der hiesige Arbeiter- und Soldaten- rat die endlich geschaffene Behörde zu sein, die lediglich dazu da ist. lange zurückgehgstenen Beschwerden ein offenes Obr zn leiben. An und für sich wäre gegen diese Ansicht wenig einzuwenden. Gerecht vorgebrachte, sachaemäße Klanen anzuhören und nötigenfalls Abhilfe zu schassen, gehört zum Programm des Arbeiter- und Soldatenrates. Nicht aber kann es Aufaabe des Soldatenrates sein, jedes Schreiben, das in ängstlicher Umgehung jeder Namensnennung der Revision bedürftige Zustände aufs. Tapet zu bringen sucht und dunkle Manipulationen ans Licht des Tages ziehen will, zum Geaenstand strenger Recherchen, zu machen. Es mehren sich die^e Fälle in unheimlicher Weile. Diejenigen Ge- rechtigkeitsliebenden. die nicht den Mut haben ihren Namen zu nennen, täten besser daran zu schweigen und wenn sich unter dem ominösen ..Ein Genosse" zu verbergen sucht, der möge sich gesagt sein lassen, daß er kein Genosse, sondern ein Schwätzer ist. Wenn Denunziationen Tür und Tor ge- öffnet scheinen, so muß der Arbeiter- nnd Soldatenrat ganz energisch dagegen Front machen. Dergleichen aus dem Dunkel gezielten Meilen wird strengstens aus die Spur ae- aangen und auf diele Weise ertappte anonyme Helden zur R ecken sckast Heran gezogen. Mkittt- M Mmrsle für den Kreis FrMr?. nm Sants ag, den 36. November, nachm itags Vs 3 Uhr, im Natsleller (Kaiserstraße 19) zu Friedöerg. Tagesordnung: 1. Feststellung von Richtlinien für die Tätigkeit der Arbeiter und Dauernrate auf dem Land. 2. Die Frage der Volksernährung. 3. Verschiedenes. Die Mitglieder der Arbeiter- und Dauernräte werden gebeten, mindestens je ein Mitglied aus den beiden Berujsständen zu der Versammlung zu entsenden. Der ArSe'üer- und Soldatenrat zu FriedSerg. Nepp. Heidenreich. Ans der Primat. Fricdberg, 27. Nov. Eine schmerzliche Kunde durcheilte heute früh unsere Stadt' Herr Dr K r o m b a ch ist heute nacht der tückischen Krankheit, die in unserer Heimat wütet, erlegen Dr. Krombach hat als einer der tüchtigsten Aerzle. namentlich war er als geschickter Operateur bekannt, das allgemeine Vertrauen der hiesigen Bevölkerung erworben. Eist vor einigen Wochen kehrte er aus dem Felde zurück und jetzt hat ihn in der Heimat der Tod ereilt. E. V Friedberg. 27. Nov. (Evang. Männerobend.) Es wird die Besucher unserer Abende herzlich freuen zu hören, daß Herr Geh. Kirchenrat D. Schoell sich bereit erk.ärt hat, noch einmal vor seinein Weggänge unser uns zu sein und zu uns zu sprechen. Die Zusammenkunft findet am Freitag, den 29 November, abends 8^ Uhr im ..Deutschen Haus", am neuen Bahnhof (Nebenzimmer) statt Das Thema des Abends lautet: ..Eegenwartsaufgaben der kirchlichen Tinzeloeme'nden". Wir sind überzeugt, daß ein zahlreicher Besuch Herrn v. Schoell zeigen wird, wie sehr man seine Tätigkeit in unserer Gemeinde gerade auch bei diesen Besprechungsabenden, die er ins Leben gerufen und geleitet hat. zu schätzen weiß. Bezahlung de§ abgelieferten Specks. Nach einer Bekanntmachung) des hessischen Crnahrungsamts werden nunmehr für den aus Hausjchlachtungei^lbzuliesernden Speck bezahlt: für frischen Bauckspeck 2.75 das Pfund, für frischen Rückenspeck 3.55 das Pfund für geräucherten Rauchspeck 3,25 das Pfd.. für geräucherten Rückenspeck 4 Mk. das Pfund. Das Kriegsernährungsamt hat bestimmt, doh die bei der Demobilmachung aus den Heeresbeständen als Nutztiere nicht mehr verwendbaren, nur noch als Schlachtttiere tauglichen Pferde an die Landesfleischstelle zum Preise von 75 Pfg. für gutgenährte, für 60 Pfg. für mittelmäßig genährte und von 50 Pfg. für alle übrigen Pferde für 1 Pfund Lebendgewicht abgegeben werden, damit das Fleisch zum geltenden Höchstpreis au die Verbraucher unter Ausschluß jeglichen unerlaubten Zwischen Handels verkauft werden kann. Den Landesflcischstellen wird die strengste Kontrolle hierher zur Pflicht gemocht. Auf die gewöhnliche Fleisckkarte erhält derjenige, der sich bei einem Pferdemetzger einschreiben läßt, die doppelte Fleischmenge. Erleichterungen im Wertpakeiverkehr. Bisber ist es ans Mangel an brauchbaren Derpackungsstoffen. Bindfaden. Siegellack usw. den Absendern vielfach nicht möglich gewesen, bei Postpaketen von der Wertangabe Gebrauch zu machen. Infolge. besten tmeö vet ben jetzigen h^hen Preßen der Schadenerscch, der seitens der Postverwaltung auf Grund des Postgesetzes in Verlust- und Veschädigungssällen zu leisten war. oft hinter dem wirklichen Wert der Sendungen zurück. In entgegenkommender Weise hat nun der Staatssekretär- des Reichs-Postamts verfügt, daß vom 15. November ab bei Paketen mit einer Wertangabe, bis 100 Mark versuchsweise keine höheren Anforderungen an Verpackung und Verschluß zu stellen sind, als an gewöhnliche. Pakete ohne Wertangabe. Insbesondere wird bei den Paketen bis 100 Mark keine Versiegelung mehr verlangt. Dadurch wisth es jedem Absender möglich gemacht. Pakete im Wert bis 100( Mark ohne weitere Schwierigkeiten unter Entrichtung der Ver- > sicherungsgebühr von 10 Pfg. aks Wertpakete aufzuliefern.' Gehen derartige Pakete verloren oder werden sie beschädigt, o'oer^ beraubt, so wird bei der Ersatzleistung die Wertangabe zu Grund- gelegt, sofern nicht der angeaebene Wert den gemeinen Wert/ der Sendung übersteigt. In diesem Fall wird nur der letztere ersetzt Aus Betriebsrücksichtrn ist bei Paketen bis 100 Mark der Wert nur auf den Paketen selbst anzugcben. FC. Frankfurt a M., 24. Nov. Wie von Wetzlar aus gemeldet wird, nird das aktive Infanterie-Regiment Nr. 81 nach Wetzlar kommen, außerdem die Neste des Reserve-Infanterie- Regimenls Rr. 81. FC. Vom Main, 24. Roy. Ein freudiges Ereignis wurde dem Landwirt Thorwarth in Fuchsstadt zu teil. Aks er vorgestern vom Felde zurückkehrte, wurde er von seiner Frau mit zwei kräftigen Knaben und einer Tochter beschenkt. Aus Starkenburg FC. Griesheim b. Dcnw.stadt. 24. Nov. Der llnglücksfall auf dem hiesigen Ilebungsplatz. dem sechs junge Menschenleben zum Opker gefallen sind, ist jetzt aufgeklärt worden. Die Jungen halten sich an einem Kampfflugzeug zu schaffen gemacht, das kur^ vorher von der Front gekommen und auf dem Platz niedergegangen war. Einer der Jungen war in das Flngzeug gestiegen und hatte den Zcrftörungshebel niederaedrückt. Daraufhin explodierte das Flugzeug. Der in dem Flugzeug sitzende 13jöhrige Ladung Büttner verbrannte fast völlig. Der gleich- alterige Georg Wettmann und der 10jährige Wilbelm Wmuß wurden von Spl'itern sofort getötet, d?r 10jährige Karl Weber, die 15jährigen Valentin Aßmuß und Heinrich Gernand wuroen so schwer verletzt, daß sie tags darauf verstorben. FC. Groß-Crau. 74. Nov. Im hiesigen AmtZgerichtsge- fängnis widersetzte sick ein Arrestant den Anordnungen des Gefangenenaufsehers. griij diesen an, verletzte ihn so sehr, daß er dienstunfähig geworden ist. FC. Arheilgen 24. Nov. Ein hiesiger, in der Etappe tätig gewesener Vahr.beamter kehlte vor einigen Tagen hierher zurück und brachte mit: zwei Waggon Kartoffeln, eine Ladung Heu eine Kuh. und eine Menge Möbelstücke. Die Polizei bekan Wind von der Sendung und beschlagnahmte sie. FC. Bcvshkim. 24. Nov. Der hiesige Arbeiter-. Dauern- 1 und Soldatenrat batte den Stadtverordneten mitgeteilt. daß ge< maß einem Beichlusie des Rats Bürgermeister Dr. Löslein da> hier seines Amtes als Bürgermeister enthoben, die Polizeikom« M'siarstelle kassiert und der Inhaber dieser Stelle. Polizeikom- misiar Weller seines Dienstes enthoben worden tei. Nach eingehender Aussprache faßien die Stadtverordneten gegen zwei Stimmen den Beschluß, daß dre fraglichen Beschlüsie des Arbeiter-. Bauern- und Soldatenrots geaen die Städteordnung und gegen die Bertragsabmachungen mit den veiden Herren verstoßen und sir diese Beschlüsie unmöglich gutheißen können. Nus Hesien-Rasiau. FC. Wiesbaden, .24. Nov. Vom Staatssekretär Erzberger ging an den Arbeiter- und Soldatenrat dahier auf das'gemeinsame Telegramm der hiesigen Behörden an die W-sfenstillstands» kommission wegen Nichtbesetzung Wiesbadens durch den Feind folgende Antwort ein: Zurzeit keine Aussicht, daß der Wunsch von Wiesbaden, keine fremde Besatzung zu erhalten, erfüllt wird. Die Bemühungen gehen weiter. FC. Wiesbaden, 24. Nov. In der vorgestern abgehaltenen Stadtverordnelensitzung in Biebrich resuemierte der Stadtverordnelenvorsteher den Stand der Eingemeindungsongelegenhei- ten der Stadt Wiesbaden mit Biebrich dahin, daß die Bicb- richer Eingemeindungskommission von dem Bürgermeister Travers in Wiesbaden dahin bedeutet worden fei. daß Wiesbaden zurzeit nicht in der Lage fei. diese Angelegenheit weiter zu fördern. Sie müsie zurückgestellt werden. FC. Idstein. 24. Nov. In einer Versammlung der hiesigen Lederfabrlkanten wurde beschlcsien. ihre sämtNchen hiesigen Arbeiter. trotzdem weder Aufträge noch Rohwaren vorliegen, zu behalten, außerdem die heimkehrenden Krieger, die vorher in ihren Betrieben tätig waren, zu beschäftigen und die seitherigen Löhne weiter zu bezahlen. Als Arbeitszeit kommt der Achtstundentag in Betracht. FC. Sihierstcin. 24. Nov. Der hiesige Arbeiter- und Vauern- rat wurde auf Antrag der hiesigen Ortsgruppe der Fortschrittlichen Volkspartei um folgende Herren erweitert: H. I. Kirsch- höfer. Georg Rieth und Fritz Philipp. FC. Detzheim, 24. Nov. Dre Gemeindevertretung beschloß für eine Reihe von Arbeitsgelegenheiten zu sorgen, über weitere Notstandsarbeiten von Fall zu Fall zu beschließen und setzte den Stundcnarbeitsverdienst für Erwachsene auf 80 Pfg., für Jugendliche auf 60 Pfg. fest. FC. Dotzheim. 24. Nov. In der Sitzung des hiesigen Arbeiter- und Bauernrats wurde über die Kreisbelieferungsstelle Klage geführt und von einem Schriftwechsel Kenntnis gegeben, in dem diese Stelle gelieferte ranzige, oersporte Butler, die vom Lebensmitt-luntersuchungsamt in Frankfurt für den menschlichen Genuß verworfen worden, für verwendbar erklärt. Der Rat beschloß. die Kreisbelieferungsstelle für solche unerhörte Mißstände zur Verantwortung zu ziehen. Verantwortlicb für den politischen und lokalen Teil: Otto Hirsche!. Friedberg: für den Anzeigenteil: N. fieuner, , Fnedberg. Truck und Verlag der „Neuert TagesLeitungE A. Friedbero t S me-«i s 6 ,.u» s 'i ui 33 . dS. Mts., von vor- Nit.a S 9 tt r av, werden au, >em Ho'e von I envnegerLCo. Hanauer;r fic, etwa 59 Pferde ke chtcu und «chwcrsn Schlages, sowie 5 Wagen öffentlich versiege t. Pferdehändler Cnirieii [iJ) an cei Versteigerung nicht beteiligen. K2v?»i onV^rwalinna. iiiiiir Freitag. tcn 2?. o. iUits. vor- mira'ö 11 U r an angend lammen dahier, au, dem Knciben, «ln a Uli 6 M WiWsk i,nS Süüiüicr zur Ser'ieigeiuuo Tambach, den 22. Nov. 1018. I A.: R euhI Bürgermeister Wersieigeruug. In der Ho'ra te der L»cinrid, Mar! ui Erben, ^ranf.uricr- \iva c i:£(), sollen am 2lk. No° i csiibcc I->335. vorruitt. 1) ttl-r, versteizert werden: 5 ver'ch edene Wagen 1 Schau el'nfluq 1 eiserner Pflug 1 ci'erne Eaae 1 Stei^-u. " äufclpflug 3 elma^chine 1 Pfuhl fast 1 Walze verick. P'eriege'chirre Pscrdc-Lederdeäen £ o'rm. rÄscken ruellene decken verschiedene Ketten und iousttges mehr. OrLsgericht Vilbel. __ Fink. _ Versteigerung. Weacn Todes all und Aus abe des Wa nerae chä'ts ver reinere ich b.s Mo ta'. den Dezem« brr 1918. vorm.tags 10 Uhr, in meiner Ho^ra ^. 5t> 1 u. folg. Mittwoch, den 27 November, na mittags von 2—5 Uhr Bl. De'irls Brotkarte.9!r. 1—6« o Tonnerslag, den 28. November, vormitia s von 8—12 Uhr I I. Bezirks Brottarie-Nr. 6 ^ 1 —in* 0 Donnerstag, den 28. Nooem der. nochmiilans von 2—5 Uhr II. Bezirks Bioikatte- r. 10 >1 n. iolg. Freitag, den 29. November, vorm'tiags von 8—12 Uhr 311. Tezirts Brot ar e-'Nr. 1 u. iolg. Freitag, den 29. Nocember. nachmittags ron 2—5 U^r. Es wird not» de anders darauf hii gewiesen, daß die Preßsteine o'ort nach Emp ang des Be ugs d eines abgelolt werden muffen und die Be.zu sderechtigien die oben angegebenen Zeiten glnau ein ubalten, owie lür geeime.e Tran-vortmit et oroen haben, um eine möglichst ra che störungslose Ab abe zu errröaiichen. Den Anweisungen der Kontrolleure an den einzelnen Ausgabestellen ist unbeoingl Foire zu leisten. V> n d.'m Be-ug der Preßsteine a.is^eshloffen sind olle Wohnungs- inhaber m r Zen"alheitun^. !o vis d.ejent ei naushallungen, die durch den Armenfonds Preßsteine zugewieien erhallen. Friedberg, den 25. November 1918. Stadt. Ortskohlenstelle Friedberg l. tz. Damm. Me msms TätigSseit wieder aufgenommen. Sprechstunden von 8Va bis 7 Uhr abends« Sonntags von 9 bis 12 Uhr. Zahn-Praxis P. Allfeld, frVic«80er^, Hanauerstrasse 13. V War« Damen- u. Kinder- Maate in allen Grössen M Friedberg (dem Rathausc gegenüber^ Für ein Hofgut in der Na e Fried er/ s wird zum baldigen Ein- ttiit eii tüchtiger Hofuerwalter und Buchhalter gesucht. An-ebste unter Nr. 2212 an die Geichäftsstelle der „"Neuen Ta^es eituug". Dringende Mahnung. Gemäß Verfügung des Herrn Neichskommiffars für die Kohlen- rer'eilung. Berlin Abt: Gas und Wasser), vom 14 November 101 > bleiben die Bestimmungen über die Ein chrankung des Gasverbrauchs in Krajt. Hierauf bezugnehmend und unter Hinweis auf den Ernst der Koblenlage werden die Gasabvehmer hieimit auf esordert, die größte Eparamkeit im Eebrauch der Eaelampcn, -Kocher und -Heizapparate zu üben. Ob die bisher regelmäßige Ver'orgung des Gaswerks mit Kollle au recht erhalten werden kann, ist nach dem S and der egenwär:lien Verhältniffe mehr als fraglich und wenn daher eine unun erbrol ene Ab abe ron Gas aeraoe in der kommendem Zeit sichergeitellt >ein soll, ist es unbedingt er ordertich, baß jecer unnütze Easvcrbrauch strcnc, vermieden wird. W r ermahnen aus diesem Grunde nocbma's ß'mlliche Gasabnehmer den Gebrauch oer Gasla.. pen, -Kocher und -Hei.apparate auf bas äußerste Alaß einzuschränken. Sollte unsere Malinung nich: ge^ühr-nd berücksichtigt werden, o sind wir ge lungen Spe-rzeiien einzusühren und nur an etnigen stunden des Tages Eas abzuiebev. Friedbero. den 25. November 1018 . Städt. Licht- uud Wasserwerke Friedberg i. H. Balier (sfeiiinodilsiiilSe lir Oie KliiMieie. Wer gibt uns auch dieses Iabr eine Gäbe, um unsere lieben Kleinen bescheren zu können? 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