10 Pfennig bi t Kummet den 23. ftaucmUcr 1918 11. Aalir-any. Unmmer 27G ssiliirlpmg b„ Jtnt «e„chem» »...«««« „«<«•?«»» ««• «•IW. ..Yi« Spmnir»b-->. S.,u,»p«i.- »«» Poil-nit-.t-n -r.-ll-.hr, .» Mt. L70 lünru ,NI, noch »a. Leilellgeld: n„ °-n , mono.ttch 1.00 MI. e.n-chtt.tzU» lk-q-r.-dn. Am.i«.»r -s-u-dr-.»« Ä. 2» IS,«, Ln,«.«-N °°n «»»»ansjo*.#«» outet,JSo ma.t,na.,me erhoben, ISniiUimnenri rtttebbera. 5d|riftle,tnnn ml» Jerlao VneBber« (»relen,. ->an«uet>t#«* 12. remot;ti?t H- »o Inet- So ■» «t. <<»>• tu. eraniiurl a. BI. _ KckatttttmMlinngeir. ©erlitt. 21 Nov. (WB.) An Heimat und Heer! Die Verpflegung des Feldheeres auf dem Rückmarsch 'st durch Plünderung van Vergflegunasziigen und Verpflegungsmagazine'' cufs äußerste bedroht Heimat und Heer werden dringend auf gefordert, mit allen Kräften solche Vorkommnisse zu verhindern da sonst der Zusammenbruch der Verpflegung m>t den sckljmm- stcn Folgen unausbleiblich wäre. Plünderung oder der Versuch einer solchen hat die schärfste Strafe zur Folge. Ebcrt. Haase. Eöhre. Berlin. 22. Nov. (WB) Der Post verkehr der Trup pen. Die Truppen, die nach ihrem Friedensstandort zu'ück kebren oder einen anderen Standort beziehen, haben »ich ihr- Postsachen nicht mehr unter ihrer Feldpostadresfe (Feldvostnum mer), sondern nach ihrem Standorte zusenden zu lassen, also unter Angabe des Empfängers. des Truopente les und des Standortes Außerdem haben stch diese Truvpen soaleick beim Postamte ihres Standortes anzumelden. Bis dabin ist eine stostbeförderung an Heeresangehörige während des Rückmarsches unmöglich. Kriegsminister i. A? Wilsberg. Nnterstaatsfekretar Göhre. Berlin. 22. Nov. (WB. Amtlich.) Der Bollzugswt des Arbeiter- und Solbatenrates in Berlin erläßt folgende Mahnung? Verschiedene Zuschriften und Telegramme von Soldritenräten der Front, worin die Sorge um ihre An gehört gen und ihr Eigentum zum Ausdruck kommt, veranlassen uns zu folgender Erklärung? Soll sich die Demo- bilisotion in möglichst geordneten Babncn vollziehen, so ist es unbedingt notwendig, daß alle Truppen die Disziplin wahren und nicht selbständig ihre Truppenteile verlassen, sowie Lebensmitteltransvorte 'unter keinen Umständen ge- fäbrden. Nur dadurch. ist es uns möglich. alle Ausgaben der Demobiknotion. insbesondere die Verpflegung und die Ar- beitsbesck^ssung zu regeln. Durch tatkräftiges Eintreten des Heimatbeeretz für die Auf rechteckig!tung der Ordnung und der öUenlichen Sickterbeit ist die Gewähr gegeben, d.ist alle Zuriickkehrendew Deiniat und Herd unversehrt antreffen. Der Bollzugsrat des Arbeiter- und Saldatenrates in Berlin, gez. Molkenbuhr. Müller, i. A. Nuß. Reinhard. srr iliidtirorfffi brr dniiiltkn (Trupfn. Köln 22. Rov. Oberbürpermeister Adenauer teilte in bei gestrigen Stadtrakssthung mit bah b,e Spieen bei Heere wosch< täglich hier eiu^eUen. den Sicherheitsdienst in der Stadt über Nommen hoben. Von morgen an ruht auf ^»en Durchganasstrober jeglicher Verkehr. Gegen die Soldaten und Zivilisten, die Mi- liläraut plündern, wird mit grober Sirenoe voraeoanaen. Au> bem oberrheinischen Bahnhof Biebrich plünderten Soldaten und ZlvilistkN einen Bobnwaaxwn aus. Der Arbeiter- und Sol- datenrat liest ste verhaften und sofort erfchußen. Aachen. 21. Rov kWB ) Als erste Großstadt konnte Aachen die in ungebrochener Krall heimkehrenden Fronttruv- pen begrüsten. Die Sfadl trug Flaggensthmuck Alle Volks- Ireife beteiligten sich an den Empsanosfeierlichkeiten und er guickten die Durchmarfchierenden mit Erfrischungen. Die gesamte Bevölkerung huldiote den über den herzlichen Empfang sichtlich erfreuten Truppen und dankt- ihnen für d-n opferbereiten erfolgreichen Kampf gegen gewaltige Uebermacht. Haag 22. Nov. Hollandsck Nieuws-Dureau veröUentlich folgende drahtlose Mitteilung von Marfchall Foch? Das lran zöfifche Kommando stellt fest, hast französische Kavallerie am 21 November in Grosbois in Luremburg, 11 Kilometer westlich von Dietirch. ein deutsches Infanterie-Regiment voraefunden hot. Da dieser Ort zwischen den Linien 1 und 2 lieat und die sev Gebiet bereits am 21 November geräumt sein muhte, so mußten die dort Vorgefundenen deutschen Truppen inter n i e r t werden. Die Ablieferung dev Sochlcesioilc. London, 21. Nov. (WB.) Reuter meldet amtlich? Dei Oberbefehlshaber der großen Flotte traf mit dem ersten und Honplteil der deutschen Hochseeflotte zusammen, die heute 9 Uhr 30 Minuten zur Internierung übergeben wurde. Weitere 19 deutsche Unterseeboote wurden heute in Harwick abgeliefert Das 20 Unterseeboot, das zur heutigen Staffel gehörte, erlitt bei der Ueberfuhrt Havarie. Die Frieden ^Präliminarien. ©er«, 21. Nov. (WB.) Laut „Temps" sind in Der soll letz die Vorbereitungen für die Verhandlungen der Frie denspräliminarien im vollen Gange. An der Herrichlung des Trtonon. tn dem voraussichtlich die Plenarverhandlungen statt flnden werden, sowie des Scklosies wird eifrig gearbeitet. Der Spiegeliaal. in dem wrhrschetnlich der Frieden unterzeichne? wird, ist bereits hergestesit. Asquith über die Bedingungen. London. 21. Nov (WB ) A s q u i 1 h wurde in einer Un terredung nach feiner Ansicht über den Appeli des Fürsten Lich uowskv wegen der Abänderuna der WassenstiNstandsbedinoun-. gen befragt. Aigvith sagte? Wenn ich den Brief des Fürsten L^bnowskv oder einen ähnlichen Appell zu beantworten hätte so würde ich sagen, dost die Wasfenst'llstandsbedingungen meines Erachtens in keiner Westp über das hinausgeben. was die | Socklage gerechlerweife erfordert. Deutschland hat sie sich selbst zuzuschreiben. firnt Friedensangebot. Gegenüber der im Volk verbreiteten Meinung, es habe im Jahre 1916 ein feindliches Friedensangebot Vorgelegen das aber von Deutschland nickt beachtet werden, wurde amtlich erklärt. ein solches A,webst habe nicht vsrgcleoen. Demgegenüber erklärt ein Pros. Josse, derzeit Finanzminister in Bauern, dasi er selbst ein vom Vertrauensmann des Präsidenten Wilson »hm übergebenes Friedensano»bot weitergeleitel habe. Daraus wird im Auswärtigen Amt erwidert? „Es ist zutreffend dost aewisie Mitteilungen des Herrn Di Joffe an den UnterstaatsfekretLr van dem Butzsche gelanot sind Sie sind ausiich'ia und aufmerksam geprüft worden. %ber es handele sich nicht um wnüaen-d autorisierte Mitteilungen. die ^err Io^ke von iHn.'m Gewährsmann in der Schweiz erhalten hatte. Der straffende Amerikaner aalt dem Auswärtigen Amt damals nickt als zuverlötsig. Tvh ^ussawing jst durck spätere Vorgänge bestätigt werden. E? stellte sib besonders heraus daß die BeZiel-.uiaen. die dieser Amerikaner zum Präsidenten Wilson haben wollte, nicht so waren. w:e er sie angegeben hatte/ ^ttfhcbttng drr Arbeitcrräte. In den von den französischen Truppen beseligen Gebieten wurden nach ein-m Bekchl des Generals Foch d^e Arbeiter- unt Soldatenräte aufgehoben. Die drnU'cheu ^riegogefalrgeklett. Berlin. 22 Nov. (WB.) In weiten Volkskreisen werden Gerückre verbreitet, wonack d-'u^sche Kriegs-gefanaene nach Frie- densscklust zum Wiederaufbau der durch den Krieg zerstörten Gebiete Belgiens und Frankreichs verwendet werden sollen Diese Gerückte stützen sich aui den Umstand bah Deutschland de reits beim Abschluß des Wafsenstillstondes die feindlichen Krieasgesanaenen zurückaeoeben hat. seine eigenen aber nich' erholt Alle diese und äbnliche Meldungen sind vollkommen unbegründet Die deutsche Wrffenstillstandskommifsion hat viel mehr vor Unterzeichnung des Waffenstillstandsabkommens gegen über den ursprünglichen Vorschlägen Fachs zu Gunsten unserer Kriegsgefangenen folgendes erreicht? 1 Di Hcimbefö'rderuna der deutschen Kriegsgesanaenen. di» in Holland und der Schweiz interniert sind, wird wie bisher weiteraeben 2. Alle zu Gunsten der Kriegsgefangenen während der Daue» des Krieges gelcklosienen Verträge bezüglich Behandlung. B? löstiguu.g. Beschäftigung der Kriegsgefangenen. Sonntagsruhe ufw bleiben für die deutschen Kriegsgefangenen unverändert in Kraft. 3 Die Zurückfvhrung der deutschen Kriegsaefangeuen in bh Heimat wird bei Abschluß des Präliminarfriedens aeregelt. Deutsche Waffenstillstand.-kommifsion: Staatssekretär Erzberger. Vorsitzender. Die Lkmeguttg im Deich. Hohenzollcrn. Ctuttgatt. 21. Nov. In Hohenzollern wird die Loslösunf von Preußen und der Anschluß an Württemberg ernstlich er- aogen. Der hohenzollernsche Kommunallandtag hat einstimmig einen Antrag angenommen wonach das hohenzollernsche Votk bevor über die künftigen staatlichen Derhältnisie Hohenzollerne entschieden wird, durch allgemeine Volksabstimmung oder durch einen auf freiheitlicher Grundlage gewählten Kommunallandtao gehört werden soll. Der Kommunallandtag erklärt, daß der LanHehkommunalverband der hohenzollernschen Lande in seiner jetzigen Form jedenfalls bis zur endgültigen Gestaltung der deutschen Derhältnisie erhalten bleiben soll, es möge aber in schleuniger Bälde ein neuer Kommunallandtag zusammenbe- rufen werden, der auf Grund dev allgemeinen, gleichen, geheimen und direkten Wahlrchts gewählt wird. Die Frdeikommisic sollen aufgehoben werden. Lin oberster Maerneraj. Hamburg. 21. Nov. (WB.) Der A.- u. C.-Rat verösfent l»d)t folgende Bekanntmachungen' Am 16. Nooeniber ist für sämtliche Schiffe der Marine und alle Marinelette und Behör den in Hamburg und Eurhaven der Oberste Mariverat der Nie» derelbe mit dem Sitz in Hamburg gebildet worden. In der Zusammenkunft von Delegierten des Obersten Soldatenrates der Ostsee, des Arbeiter- und Soldatenrares der Nordsee und des ("bersten Marinerates der Niederelbe ist ein Hauotausfchuß der Marine gebildet worden der die militärifchtn Ar.ordnun en für die Marine erläßt. Er hat seinen Sitz in Wilhelmshaven. Zu- , gleich ist bescylosien worden, einen baer-Ausichuß zur Kontrolle , des Neichsmarineamts und des Admiralstabes zu bilden Dieser Ausschuß wird in Berlin zusammentreten? fünf seiner Mitglieder werden als Zentralrat der Marine gewählt werden. Der Oberste Marinerat der Niederelbe beabsichtigt, für die Mannschaften der in Hambnra Ueoenden Schiffe und der kam- buraiscken Morineteile und Behörden eine dev heutigen Der- hältnisien entsprechende Erhöhung der Löhne eintreten zu lasiert. ssili'klli'ril drr (Ftilrnff tirrbünbft! Budapest, 21. Nov. (WB.) Nacb einer Meldung Hncm Heben Korresvondenzbui-eaus wies der Ministerpräsident der tickecko-slowabischen Nevub'ik ^rcirnarz in einem Teleppamm on den »ngarHcftfn M'mistervräüdenten Grafen Karolyi daraus hin. daß die T^ckecko-Slowaken von der Entente als verbündete Macht anerkannt seien und zur Auf» rechterbaltung der Ordnung im Sinne des WaHenslillitands» nertraaes alle für wicktig gehaltenen Punkte in der Slowa^ fei besetzen würden. Falls unaarische Truppen die tsck^cko- slowakischen Sichet heitsaarnisonen vertreiben wollten, würde die tschechoslowakische Republik die Entente um bewaffnetes Eingreifen bitten müssen. Graf Karplni wies in seiner Antwort darauf hin. daß die Alliierten sich noch dem Wassenstillstandsvertrag verpflichtet hätten, sich nicht in die innere Verwaltung des ungarischen Staates einznmifchcn. daß die Tickecho-Slowaken somit nicht das Recht hätten. Teile des unaari'ü-hen Staate? militärisch zu besetzen da die Alliierten nur strategisch wichtige Punkte besetzen durften, die vom Sbetbeß'hlsh.iher bezeichnet werden müßten. Dieser habe aber der ungarischen Repiihlik bisher nicht mitaeteilt. daß die no»dwelllichen Teile Nnaarns non den Alliierten besetzt werden sollten. Ferner heißt es in der Note; Die Regierung der unggrifchien Republik nimmt mit ©eft die Tatsache ;nr Kenntnis, daß Sie Herr Präsident die Anwendung der heinafsnefen tschechischen Truppeu allein damit vegii'mden. daß die ungarischen Berwaltuna^behö''den und die ungarisch^ Gendarinerie ihre Poften verlaftn baden u„d daß die tschiecho-llowafische Regienina ersucht worden sei. Ge- wa'tätiakeiten und Anarchie zu verhindern. Die Regierung der ungarischen Repub'ik muß im Gegenteil die TaHgche betonen daß die «ngaiischen Verwa?tun^s6ehp7-den und die ungarische Gendarmerie in den Gebieten, weichte dem unaarisichen Staate gehören, vor dem Eintreffen der be» wasfneten tschöckHchen Trnvpen guf ihrem Posten waren In einigen Ortfchasten sind sie auch nach dem Eintreffer dieser Truppen aus ihrem Poften aeb'iebeii u^ch in anderer Ortschaften wurden sie eben non dielen tßcheckischen Truppet gezwungen, ihre Poften zu verlassen. Di? Note befggt weiterhin daß. falls die tschechischen Truppen nickt hinner kürzester Feit alles unggrHcke Gebiet räumten. Ungarn sich gezwungen sehe, sich an die Entente zu wenden. ht FHedberj» zu haben bei: Fr. Fitenrfellvtff, Elektrotechnisches Büro; Hill«. Hrli v Schlosserei und Installationsgeschaft; Karl lifidke, lostalJatioasicescliält Warsnjlirr. Zur AufNärong ubr die tatsächlichen Vorkommnisse. " Als Soldat, der vor drei Tagen aus Warschau zurückgekehrt Ist und die Vorgänge in der Stadt bis zu seiner Abreise am vergangenen SonntcH selbst miterlebt bat. sehe ich mich durch die in den Zeitungen verbreiteten Nachrichten über die Vorkommnisse in der Zentrale Polens gezwungen, zur Nichtigstellung der Tatsachen folgendes mitzuteilen. Den Anfang zum Umsturz, der die Auslösung einzelner Truppenteile zur Folge hatte, machte ein eljässtsches Landsturm- Bataillon. das den Dienst verweigerte und Soldatenräte wählte Weitere klernere Formationen folgten. Am Sonntag, den 10 November abends war die Verbindung zwischen den einzelnen deutschen Truppenteilen vollständig zerrissen. Größte Gefahr war im Anzuge, br die Polen schon aktrv vorzugehen begannen. Kleine Abteilungen waren schon entwaffnet, die Bahnhöfe und Proviantmagc^rne waren von Polen besetzt. Doch gelang es am gleichen Abend noch, die Berbindung^innerhalb der Truppen wieder herzustellen. sodaß ein allgemeiner Soldatenrat gegründet werden konnte, der mit Uedereinstimmung der Offiziere, die sich ihm sämtlich unterstellten, auch bald die Macht in seinen Händen hielt. Da die Verpflegung in Frage gestellt war. das Leben von tausenden wehrloser Helferinnen, tranker Kameraden und Zivilbeamten, die jeden Augenblick ein Opfer der Dclkswut werden konnten, auf dem Spiele stand, wurden sofort Verhandlungen mit den Polen ausgenommen. Der größte Teil der Truppen war zum G.ück noch im Besitz der Masten und hat sie auch trotz aller Schwierigkeiten behalten. Die Zitadelle ist bis zuletzt in unseren Händen gewesen. Sle war besetzt von d^m aus Lager Zablonna herbei gekommenen Offz -Asp.-A-.-Regt. und einem Landsturembataillon. In der Nacht vom Sonntaa zum Montag kam es zu Straßenkämofen mit dem Pöbel der Stadt, die aber günstig für uns ausliefen. Ein am Dienstag ron Bolschewisten unternommener Angriff auf die Zitadelle ist ebenfalls vollkommen gescheitert. Am Montag mittag bereits besetzte eine Kompagnie des Offz.-Asp.-Ab.-Regls. das Schloß vnd übernahm den Schutz der dort befindlichen Berwaltungs? beamten und Militärpersonen. Das Gouvernement — der Sitz bes ^oldatenrates — wie das Polizeipräsidium waren ebenfalls von Kompagnien dieses Regiments besetzt. Montag abend hatte der aus sämtlichen Truppenteilen zusammengesetzte Soldatenrat die Verwaltung übernommen und begann mH Pilsudski. der Herr der Stadt geworden war. Verhandlungen zu führen. Die Lage der Dinge zwang zum' Aus- glelch auf gütlichem Weg?. Obwohl sich jeder darüber klar wgr baß die Garnison als solche stch mir Waffen ohne größere Schwie riegkeiten holte durchschlage., können, gebot jedoch die Rücksich: auf 3000 wehrlos deutsche Helferinnen, auf die kranken Kameraden in den Lazaretten und auf die schutzlos dastehenden Zi- vtlbeainten, mit den Polen vertragsmäßig einig zu werden. De, Soldalenrat hat in unermüdl.cher Tätigkeit die Verhandlungen auch nach drei Tagen zum Abschluß gebracht. Ein Vertrag kam zustande, der den deutschen Truppen die Verpflegung ficher stellte ^d den beschleunigten geregelten Abtransport garantierte. Die Masten blieben in der Hand der Truppen, die gemeinsam mit den polnischen Legionären zur Aofrechterhaltung der Ordnung der wichtigste» Punkte der Stadt besetzt hielten. Den in der kosen Verwirrung entwastnoten Formationen lpurden die,Waffen zu. ruckgegebea. Erst an der Grenzstation sollten die Waffen gegen spatere Verrechnung mit der deutschen Reglerung den Polen zur Verfügung gestellt werden, da die Polen nach ihrer Angabe, die durch die Verhältnisse bestätigt wurde, gegen bolschewistische Umsturzversuche gerüstet sein wollten. Die Waffen sind an der Grenzstation Mlawa unter deutscher Bewachung zurückae- lasjcn worden. Die Nachricht, daß Eeneralgorwerneur v. Beseler mit den anderen Offizieren Warschau bei Nacht und Nebel. b. h. also fluchtartig, verlassen habe, ist insofern unzutreffend, als Besele'r allein und zwar auf ausdrückliches Verlangen des Loldatenrates. der damit eine Grundforderung der Polen zur Verhütung größerer Ausschreitungen von Seiten der bewegten Menge ei fönte, in der Nacht vom 11. auf den 12. auf einem ihm vom Soldatenrat zur Verfügung gestellten Motorboot nach Deutsch Iß»* zuruckkehrte. Die anderen Offiziere blieben weiter in der Stabt und gaben eine öffentliche Erklärung ab. daß ste bereit seien, erst m,t dem letzten Mann Warschau zu verlassen, um dem Vorwurf der 0 eigf>eil zu entgehen, falls der Coldatenrat ntcht anders bestimmen sollte. Auf ausdrücklichen Wunsch des Soldatenrats und sie dann mit ihren Formationen, aber nicht früher bie Cftniir* ^u^ehr^So wenig wir breOffiziere, haben 0le Ostlziere uns im Stich gelosten. aus IäSt viel streiten und reden stbsr die Vorfall- ,n War!Hau Wer aber die La,« richtig erkannt halle' ln die uns durch den für feindliches Gelne! voreiligen Umsturz ein- »e ne Truppenteile, denen di- wichligsten Punkte, wie Vahn- i ' "f. Ptvr>l°n,ma«az!ne. -nvertraut waren, gebrach, haben der mugte einfehen. dah nur der eine Weg übrig blieb, den der ^ lda enrat auch gegangen iff Uni. den erreichbaren Garan- °n ohne unnötige Verluste an Menschenleben, var astem die ^ " T « Stichen Frauen, dann die Beamlen unö schließlich die als Bedeckung zurückbleibend^i Laidaten L» e 6 D o1 e -\^T"' fW ’ ,fn """'gliche W-rle verloren Latte °°n «sten der alten Behörde di- Räumung schon einige Wockren früh» begonnen - Anzeichen genug waren vorhanden datz es zur Katastrophe in Warschau kommen muhte - dann halte vieles, vielleicht alles gerettet werden können. Eugen Schmäh l, Oberjäger. nchen und' finanziellen, auch nntttänschen Mittel anwenveN. „Journal des Dcbattz- befürchtet die Vereinigung Dcutsckz- Oesterreickzs mit Deutschland und verlangt/daß die Entente nötigenfalls eine folck-e mit Gewalt verhindere. Tie Entente müsse Deutschland verbieten. Propaganda bei den Nackcharn zu unternehmen und die Vereinigung irgendwclckrer Provinzen mit Deutschland zu proklamieren. Ferner müsse den österreichisch-ungarischen Gebieten die Vornahme von angeblich nationalen Befreiungen bis zur Wiederherstellung und Festlegung der Ordnung untersagt werden. Die Entente müsse ferner Wien besetzen. Action Fran^aise" verlangt sogar, daß -ie Entente einen Einfluß auf die deut- sche Konstituante ansübe. Nach den Wahlen vom 2. Januar 1919 weide die Entente, wenn sie keine Vorkehrungen ge« troffen habe, einem größeren politisch wiederhergestellten Deutschland gegen übevstehen. welches beim Friedenskongreß verlangen würde, als gleichberechtigt mit den übrigen Staaten verhandeln zu können. Weder in Nheinprenßen noch in Deutsch-Oesterreich. noch in Deaitschböhmen. noch in deutsch-polnischen Gebieten dürfe, selbst im Hinblick auf die Konstituante, eine Abstimmung vorgenommen werden. Die Entente müsie daher unverzüglich selbst festsetzen, unter welchen Bedingungen die deutsche Konstituante gewählt werden darf. Durch die militärische Besetzung Wiens muss die Entente ihr Veto wirksam machen. Wilhelm II. Haag. 21 Nov. In der zweiten holländischen Kammer gab der Premierminister Runs folgende Erklärung über die Angelegenheit des Aufenthaltes des ehemaligen Deutschen Kaisers in Holland ab: Der Kaiser ist als Privatperson nach Holland gekommen und betrachtet stch selbst als solche. Die Reoierung hat ihm einen Wohnsitz in Antwerpen angewiesen. Die Gastfreiheit welche Holland stets zeigt, ist eine altüLertt'Ierle nationale Tradition. Holland lwt immer Flüchtlingen Gastfreiheit gewöhn und wird dies auch ferner tun. wenn diese nicht mißbraucht wird Es liegt gar kein Grund vor. dem ehemaligen Deutschen Kaiser welcher als Flüchtling zu uns gekommen ist. diese zu verweigern Dennoch wird die Negierung genau darauf achten, daß von dieser Gostfreun^schast kein Mißbrauch gemacht wird, welche die Inteiesten Hollands beeinträchtigen könnten Die Regierung vertraut jedoch darauf, daß dieses nicht stattfinden werde, und dcß der ebemelige Kaiser und seine Umgebung dies selber begriffen haben. Arkülrr nnb {lunrr gkhiinn plaimufn! Um dag ..ZklWklsiniWNWttcht du Döüirr“? Dcrn, 20. Nov. (DB.) Bei der heutigen Betrachtuna der moglick^n CMtadung d-s Gebiete? des deuten Reiches vlZi '/r mpä / ® eutic! ’ lnnö Ie> keine homogne Kation nd besitze kcmcst einheitlichen politischen Geist. Cnten * e . nmsse iwriiber wackicn. dich die benffcljcn f' K ' nicht w,cr»„ unter die Hee.jcl-ust Picusiens geraten. j«c Lurch, lUtrung die, er Ausgabe müsse sie alle wirljchait- Di« ..Volksstimme- hält es in einem bemerkenswerten Auf- faß für nötig, gans besonders zur Hebung des Dolksgeistes auf. zufcrdern. Es heißt da n a: .Auch in Frankfurt fand sich bereits Gelegenheit, den Nie- derbruch der Moral bei Truppe und Bevölkerung zu beobachten: Soldaten hoben Eüteowaaen geöffnet. Fässer vtk Klsten mit Lebensmitteln den Bahndamm berabgestürzt und einen fliegenden Schleichhandel eröffnet Bei Post und Bahn hatte Dieberei im größeren Moßstibe sich längst eingefresien: gewiste Etappenhengste und militärische Einkäufer triebm es vielleicht noch arger, und mancher Offizier batte ständig Burschen unterwegs zur Beförderung von verirr,treutem Gut Kein Wunder, wenn tu Bazillus der Bereicherung um jeden Preis schließlich weiter fraß. Vielleicht ist das die schlimmste Folge de?, langen Krieges: die Verwüstung jeder Redlichkeit' Endlich mußte ja breitesten Kreisen jede sittliche Hemmung schwinden, wenn sie sahen, wie überall die Gaunerei sich breit machen konnte, vom Kriegslicie ranken ongefanaen. über den Offizier, der auf Kosten der Mannschaft stch die basiere Verpflegung nicht nur gefallen ließ, sondern auch die Familie daheim bedachte, bis wm Feldwebel oder Gefreiten, der sein bißchen Kommandagewalt ausnutzte, um sich Vorteile zu verschaffen. Ein Wunder. daß doch immerhin nur ein Teil des Heeres und Volkes innerlich angefrellen ist: und vielleicht das sicherste Zeichen einer Wiedergeburt des Volksgeist es. daß die deutsche Revolution möalich wurde.- Wir können uns mit diesen Ausführungen im groben und ganzen einverstanden erklären. Auch wir machen kein Hehl daraus. daß unsere öffentliche Moral in einer Weise gesunken ist die den Daterlandsfreund mit ernstester Sorge erfüllen muß. Auch darin stimmen wir mit der „Dolksstimme" überein, wenn sie ihre Betrachtungen mit den Worten schließt: ..Soldat. Arbeiter und Bauer gehören zusammen, nicht nur in ihren Räten, sondern täglich, damit die alte Gewalt nicht wieder kommt und die funv.e Freiheit stiehlt. Einer stehe zum andern, und so stützen alle den Volksgeist!* $ns sind Worte, die zu begrüßen sind und die auch bei den Dauern Widerhall finden werden. Der Klasienhaß war früher leider zu sehr ousgebildet. als daß der Geist der Verständigung batte aufkommen können. Umsomehr sollte man sich aber auch buten, wieder in den alten Spuren zu laufen. Und das geschieht in demselben Atemzug, in dem der Verständigungswille gevrediat wird. Es heißt nämlich in derselben Betrachtung der „Volk^'Omme": ..Mögen da und dort die Bauern in Kolonnen und Wagen parks einbrechen und rauben: mag mancher Proviantwagen und manche Kleidcrkammer heimaefucht werden' das olles haben die Franioken in ihrer aroßen Revolution viel schlimmer erlebt." Mit welchem Rechte spricht hier di« ..Bolksftimme" von Dauern als E i n b r e ch e r ' Wir kennen die Dauern viel zu gut. als daß wir annehmcm könnten, daß sie sich als Einbrecher betätigen würden. Di« ..Dolksstimme" weiß so gut wie wir daß auf dem Lande und in den Dörfern nicht nur Ban"rn wohnen. Wenn daher Plünderungen auf dem Lande vorqekorm m^n sind, so -st es geradezu willenlos, die Bauern solcher Schand- taten zu bezichtigen Oder stützt sich die ..Dolksstimme" bei die sm Anschuldigung etwa auf die „Frankfurter Kl. Prelle". Fn diesem Organ der goldenen Demokratie lesen wir nämlich: Plündernde Bauer». , Bad Kreuznach. 18. Nov. Gestern plünderten Solda^e^ und Zwillsten die Kleidermagazine des Bezirkskommandos und die Kammern der einzelnen Truppenteile. Es spielfe» sich üble Szenen ab. Ganz besonders war die Landbevölkerung dabei beteiligt, die sich im Krieg nicht allein als Wucherer und Ausbeuter des Volkes gekennzeichnet hatte, sondern auch jctzt noch vaterländisches Gut stiehlt, das doch einzig für unserg heimkehrenden Krieger bestimmt fein soll. Wenn die ..Kl. Preste" derartige unerhörte Anklagen vwr^ bringt, so nehmen wir ihr das weniger übel, denn sie hat Vev- anlasiung. die allgemein; Mißstimmung des Volkes, die siL gegen ihre Parteigenosien. die gewiß als Ausbeuter während des Krieges nicht zurückgestanden haben, auf eine andere Kiasf, cbzulenken. Wenn ober di« ..Volksstimme" in denselbem Augew blick Vcrsöh'lunz und Verständigung rors.chläqt und derartiq» Verdächtigungen sich zu eigen macht, so kann das der allgemeß nen Wohlfahrt nicht dienen. Keßnnnimachnntt. Nachstehenden Ausruf des Oberhessischen Viehhandelsverbatrj des Gießen bringen wir hiermit zur öffentlichen Kenntnis Wir bemerken unsererseits hierzu, daß die wöchentliche Schlacht» Viehanlieferung unter keinen Umständen n.rchlasien darf, sondern verstärkt werden muß. da wir das Fleisch für unsere zurückkeh. renden Krieger aufbrinqen müsten. Die Devölkerungszahl d «4 Kreises wird also in den nächsten Wochen eine erhebliche Vergrößerung erfahren. Ebenso erfordert die Verpflegung der durchziehenden Truppen fjewisie Mehraufwendung an Vieh. I Der Kommunakoerbrnd braucht also für die kommenden Wochen mehr Schlachtvieh als bisher. Dieser Bedarf ist dringend notwendig. > Wir fordern daher alle Landwirte owf. den Anforderungett der Viehabnahmekommission Folge zu leisten und alles entbehrliche Vieh dem Kommunolverband zur Verfügung zu stellen. Die Rationierung des Fleischverbrauchs wird bei den knapperr Viehbeständen in Deutschland noch länger bleiben miisien. Aus denisclben Grunde muß auch die Vi^haufbringung durch de» Kommunalverband noch einige Zrif bestehen bleiben, bis wieder normale Verhältnisie eingetreten sind. Für die Zeit der Uebergangswirifchaft ist ein ordnungsmäßiges Arbeiten der Or^ ganisation der Lebensmittelau^bringung eine unbedingtt zwingende Notwendigkeit. Ein Versagen dieser Organisation durch Schwierigkeiten bei der Ablieferung durch die Landwirte wiiode eme Krijrs und Katastrophe für un'ere Fleifchoerforgunt bedeuten. Darum Landwirte! liefert willig dos angesordert^ Schlachtvieh ab. Die Bezahlung erfolgt wie bisher nach fcaf- bisherigen Grundsätzen. Friedberg, den 18. November 1918. Da« Krsisl»«i Frie^berg i. L.: Walter. Ans der Cjehimt* * Friedberg. 23. Nov. Der Bürgermeister schreibt uns: WI aus der Anzeige des städtlschen L-bensmrttelausschulles in der beutig.'N Nummer dieser Zeitung ersichUrch. soll jctzt jeweils am Samstag in einer Anzeige bekannt gegeben werden, welch« Nahrungsmittel und wann solche im Laufe der folgenden Woch» vom Lebensmittelamt vertrilt werden. Man hofft durch dta Vereinfachung und di; gebotene ttobersichllichkeit einem Wunsche der Vürokrjchast entgegenzukommen. Es wird stch empfehlen, die betreffende Anzeige auszrrjchneiden und solange auszubewahq ren als sie Gültigkeit hat. Friedberg. 23. Nov. Wos gibt es die kommend« Wscher Montag, den 2b. November: Kalkeier für Dczlik I uiJ> III, rote Rüben: Dienstag, den 26. November: Käs« für Bezirk II und III: Mittwoch, den 27. November: Kalkeier für Bezirk II. weiße Rüben: Freitag, den 29. No. reniber: Butter. Näheres über Zeiteinteilung, Menge und Preis stehe Bekanntmachung. Friedberg. 23 Nov. Wie uns der Bürgermeister mittellb wird er das Eintreffen von uns.'re Stadt durchziehenden oder hier bleibenden Feldtruppen möglichst kurze Zeit vorher öfsenii lich bekannt geben. Beamten-Vcrkinignng. D«r Ausschuß der hiesigen Be- crmlenvereiuigung, in dem nunur?hr auch 3 Vertreter der: Privatbeamten Mitarbeiten, hielt Donnerstag abend eine Sitzung ab. um über die gegenwärtige politisckze Lage und' die dem Beamtentum daraus erwachsenden Aufgaben eine Ausjprack>e zu pflegen. Diese ergab dolle Uebercinstim- mung in nachstehenden Gedanken: Tie Revolution hat alle', Formen zerschlagen: neu« Werte müssen gebaur werden^ D^rs Beamtentum hat in vollster Pflichterfüllung dem ge-i fallenen Staate gedient. Es hat es dort oft an sclxirfec! Kritik und zeitgeniaßen Forderungen nicht fehlen lasfen.1 Für eine fr^Hjcitlidjc Verfassung und fortschriltlickre Ne< formen zum Besten der Volksgesamtheit sind die Beanrten- gruppen oft in scharfem Gegensätze zu den alten Regierungs« gewa'.ten eingetreten. Si<5 widmen daher dem jetzt werdend den Staatsgefüge gerne ihre ganze Kraft. Im Bewrißtseirr und im Genüsse einer unbeschränkten staatsbürgerlichen Freiheit nimmt das Beamtentum auch am politisckren Leben den regsten Anteil. Es tritt ein für Wirtschaftlid* und soziale Reformen, die den CckMlchen begünstigen und starken und kapitalistisckze Auswüchse und Willkür vom Staate rücksichtslos fernhalten. Für freiheitlickze Rechtsforrnen uud für eine großzügige geistige Kultur, die den seither bevor» zugten Klassen und Ständen nickst weiterhin auf Kosten de, breiren Volksschichten besonderen Einfluß und Dorlcil po» wifhren. kämpfen die Beamten mit voller Energie. St, sehen es als einen Akt der Dankbarkeit gegenüber ben Kriegsteilnehmern an, besonders die du ich den Krieg la Not geratenen Kleinbetriebe zu unterstützen und den, Kricgsbejck)abiaten talkrästige Hilfe und Fürsorge zu uü!>aici^ Die Bkn:liLeiwet-eini< 7 irrig muft erwarten, datz alle politiscljen Faktoren am Platze der in ihr vereinigten starken Wähler» schar Rechnung tragen. Sie darf verlangen, daß man ihr in den für Friedberg in Frage kommenden Verwaltungskorper» schäften die Vertretung einräumt, welche ihr nach Zahl und Bedeutung zusteht und die sie nötig hat. um im Dienste der Gesamtheit und zur Förderung eigener Interessen staatsbürgerliche Rechte und Pflichten auch wirklich betätigen zu können. Auch von den für die Veamtensck>aft in Frage kommenden wahlberechtigten Frauen erwarten wir, bah. wenn die Frairenwahl Gesetz werden sollte, sie sich rege am politischen Leben beteiligen und so den Frauen anderer Stände an Ausübung und Vertretung ihrer politischen lieber- zougnngen ein Vorbild werden. Die Stunde gebietet politische Aktivität! Deshalb wird das Beamtentum in seinem politischen Denken und Handeln eine durchaus andere Einstellung vollziehen. Es mutz mit am Platze sein, wenn es gilt, den freien Volksstaat auszubauen, unser Volk zu politischer und wirtschaftlicher Gesundung zu führen und seine geistigen und kulturellen Güter zu wahren und zu fördern. ES wurde beschlossen, diele Richtltnren am kommenden Samstag in der Gastwirtschaft von Sempf (Mainzer-Radin einer Versammlung zu behandeln. Ti- Mitglieder werden noch besonders eingeladen. Der Ausschuh erwartet -ahlreickre Beteiligung aller Beamten gruppen. damit zum Ausdruche kommt, dah auch die hiesige Beamtenschaft den Geist der Zeit ersaht hat und zu tatkräftigem Eintreten für ihre Ideen bereit ist. ließen. 22. Rov. (Von der Universität.) Der Privatdozent Dr. Derlitzki wurde durch das Ministerium zum Äbteilungsvoe- steher für Pflanzenproduktionslehre an dem Landwirtschaftlichen Institut bestellt. Eiehen. 22. Rav. Die Philosophische Fakultät der Universität Gießen veranstaltet noch im laufenden Semester besondere Kurse für Kriegsteilnehmer. Es sollen Ergänzungskurse für Studierende mit Notreiseprüsung. Einführungskurse für Anfänger und Wiederholungskurfe für Fortgeschrittene se nach Bedürfnis eingerichtet werden. Näheres sagen die Anschläge am schwarzen Brett der Universität. Besondere Ferienkurse sind in Aussicht genommen. f*C. Alsfeld. 20. Nov. Die FUeger-Ersatzabteilung 9 wurde von Daunstadt nach hier verlegt Au- Starkenburg. Sprendlingen b. Ofsenbach. 19 Nov. Hier sind seit dem 8. Ncvember die beiden 8 und 11 Jahre alten Söhne der Familie E. Korb von da. deren Ehemann jetzt täglich ai'.s dem Feld« erwartet wird, verschwunden. Die Knaben gingen am Dienstag in der Absicht weg. wie schon mehr. Kartoffeln herbeizu- schassen. Sie'spreche-n sächsischen Dialekt, haben blonde Haar« und große blaue Augen. Die sehr beängstigte Mutter erwartet sehnsüchtig Nachricht über ihre Kinder. Kirchliche Nachrichten. Evang. Stadtmission Fricdbcrg, Ludwigstratze 2t: Sonntag, den 24 Nov., i% Uhr nachm.: Sonntagschul^ 3H Uhr: öffentliche Versammlung (Totenfest). Dienstag, den 26. Nov., 3V£ Uhr abends: Jugendstunde. Donnerstag, den 28. Nov., 8% Uhr abends: Bibelbesprech, und Gebetstunde. Krkanninmchuny Bem.nehmend auf meine Be- kannimachung vom 3'». September 19>s sind berechtigt Brennstoffe zu de lehen ae.en Vorzeigung der Koblei ausweislaite «eprk I! Sir. H OI bis 1200 fe 3 ?tr. Braunkob lenbr'ketts bei Kohlenhandlung Davld Krä» wer. Hanauerüraße. Friedderg. den 22. Nov. 1918. Der Bürgermeister. I. V.: Dam m. Kelranntmach nny Es wird h er mit zur öffentlichen Kennin.s aebracht, datz die Stadl Noch 400 9fm1r. 23rcnn*ol* (Kiefernholz zumSeintosteupreis o'ogibt und Bestell »naen hierauf vn der Or slostrenstelle wahrend der üblichen Bü^astunden enl- tze 'engenommcn weiden Die 8 bga e erolgt in jeder gewünschten Menge van '/, bis 1 Nmtr.. der'eive zum Preise von Mt. 44.— ao La er. Die Ortskohlenstelle. r Kelranutmachnng Die bei der Stadt bes.ellten Pklrolsllm-Zparlümpchtli sind ein getroffen und könne.» von & cutaa, den 2:5. November t. I. ob auf Zimmer ihr. 9 des 6t« dr- hau es in den üblichen Geschafis- stt». den argen Eniuch ung von 10 Pfennig in Empfang genommen w.rdrn. FrieSLerg. den 22. Nov. 1918. Der Bürgermeister. I. A.: Damm. tzüitl'rlitrMllitiiliil. Donnerstag, den 28. Slovem- ter L I. »,ochm»1togs 4 llljr wird im Eai.daus zum Pfalzerhof tu Bov-Nouierm das dem Ver- einig'en Arnenfonds der S'rdl Friedberg rehönge. in der Ec- tr.o tuvo Bad-Nauheim gelegene G nn t>ft * cf Flur XI» Nr. 2 --- 1010 qm. Acker auf der Letlkawe auf wei cre 12 ^ahre öffentlich a» den iüiei :bietenDen verpal tei. Fciedbrra. den 10. Nov. 1913. Die -üblirchr Jr>nni!tüAmi)sl 0 ll. 2. V.: D a m n>. Nlllölük, Freitag, den 23. b. Dds. vor- wino.s 11 U.ir an angeud kommt n dahier, auf dem Kneiden, etwa 1E8 Lick Mhchafe I!.lö LiMtHk! zur Ber eize nvz. Es".b«L', den 22. Nov. 1918. JA.: Reu hl. Bürgermeister SAiverKkißtliulll. Dlontan, den 25. Nov. 1918. nachm nars 1 Ilbe anfallend, lommen aus der hiej.gcn Scha erei 00 Sliick Zuchtschafe und Lämmer zur Versteigerung. Bemciti w.rd. daß die Dcr- steiaerunahinter derP,atrhojraite pal finde'. Kirch-Göns. d. 16. Nov. 1918. ft. 81.: 5> o n a tf, Bürgermeister. »Ul vom Mliilar entlassen und L«hme wieder Anmeldungen aus iiiifiii «Ugegen Statt Karffin. Siegfried Krämer Helene Krämer geb. Berl Vermählte Friedberg, den 24. November 1913. V. J Q Heinrich Nupp, 4UU|Ci|tta6e Kr. 161. Zign ;■ Durch einen Geleienheitskauf hin ich in der Lage, eine be_ schrankte Anzahl gut abge'agei ter Ziearren in mittlerer bis teuere- Pre slage in »» ««>» 50 Isis IOO abzulassen Günsliye GeSegenhsi! für Wsiainacii2se«nkäu?3. Zigarreshaus llliif Ifsüf, (gegenüber dem Bahnhoi) Friedberg in Hessen. Krlrattntmachttnfl. tim 2.?^ 20. und 27. dss. MtS. findet seitens des Ulanen« Regir,i-ntS 0 zu Hanau eine VcrsichmW m Mrdts jeden Schlages stakt. Eiwoiqe Jnte7essenien haben eine Vesleinl- Luna ihrer Ortsbehörde u> tec Angabe der benötigten Pferde de» der Ver ieigerung vorzulegen. Friedbcrg, den 22. November 1918. SÄseisamt Fried^rrir. iSrkannliKiachisie^ Nachdem seitens der freien Dereininung seibständieer Schlosser und Swmrede von Friedberg und Umzcbunr ein An rag auf Errichtung einer Zwangsinnurlg für das Schlosserund Schmiedcltandwe, f deren Bezirk die Gemeinden des Kreises Fr.edberg umfassen toll, erstellt worden ist, lo dere ich alle selbständigen Handwerler, die im oenannteir Bezirk das Schlosser- oder Sdn»»«cdc«.T>a'»d« wert betreiben lund in der Nezel OH* feilen und Lehrt, nue holten) auf. mir b S zum 9. De.eu,„ec >. Is. f€l»r»ft' i Vus dem Felde zurückgekehrt, beabsichtige ich Freitag, den 6. Dezember, meine Metzcerci wieder zu eröifnen.— Ich bitte die ver- ehniclre Einwohnerschaft Friedbergs und meine früheren werten Kunden, das nur vor dem Kriege ent^egengebrachte Veitrauen wieder zuwenden zu wollen. Stets werde ich bem ht sein, meine werten Kunden nur bestmöglichst zu bedienen. * Die Kundenliste von Rind- und Kalbf'elsch liegt in meinem Geschäftslokal von Monias-, «B«*n L». I\o- vemlrrr bis lloniac. dm V. Urzeinlier, zur geil Fmtragung offen. D e Umschreibung in die Kunden« liste kann jederzeit, o!»nf Yorlier,{t> Atiinelduas l»ci üeoi »rillieriBrn IVIri/.ser, enolgen. Mit vorzüglicher Hochachtung! herniaSIBI HHnf!6ln, Melzgemteiner Frledl»i»f-r. Kaisers'rasse 51. Versteigerung. In der 5>ofra te der Heinrich Martini <^rt»en, Frankrnrier« strafte 1^0, sollen am 2N. 91 o* vrinörr 191«. bormitt. 9 Utjr, versteigert werden: 5 verschiedene Wage« 1 Schciu'elvflug 1 eiserner Pflug 1 ciierne Egne 1 Steig- u. Häufelpflug 1 5>äck elmaschine 1 Psuhlsatz 1 Walze versch. Pferdegeschirre Pserde-Lederdecken Soutmcrdecken wollene Decken verschiedene Ztetken und sonstiges mehr. Ortsgericht Bilbel. Fink. o infolge des in diesen Tagen erfolgenden Abtransportes der Kriegsgefangenen müssen wir voraussichtlich den Betrieb einstellen. ilZir sind deshalb nicht in de- Lage, vorlättflg Rüben abzunehmen. Ulitii-Aiisttiiibrik..Wtttkm»". BaüoiltalliB-MiscIlUßS jed. ohne Beimischung von Buchenlaub, aus der Fabrik von Gg. Ph. Gail in Giessen zum aufgedruckten Preise von 31k. 1.15 p. Pak. empfiehlt F. Hilbreelit Friedberg (Hessen). Der Name des Fabrikanten bürgt für die Güte des Tabaks. Daselbst ist auch d. längst erwartete Sendung von feinst. Einmach-Essig per LL 1.20 Mk. nun endlich angekommen. Stempel und Petschafte für Soldaten-, Bürger-, Bauern- u. Arbeiterräte. Friedr. Streckfutz, Friedberg i.s. nieder einsetrofSen. Tapeten- und Viinoleumlmus Jean Kogler, Irledbers, Kaiserstrasse 27, Nähe des Rathauses. Reizende Gelegenheits- Geschenke für Weihnachten, Geburtstage u. Konfirmaiion. Ltan verlange letzi ,chon Auswahl endungen von Wilhelm liOltrcy, Ahrmocher unö Goldarberter, Rrrder-Florstadt. Tüchtiger Laoer-ArDeiler wi d zum sofortigen Eintritt für dauernd gesucht. Wilhelm Fertsch, Frie^derg. Kai erstr. 1 - 1 ). 1. Wie entsenre ich den be^tzeavei TadatoeiMmaa? Zugler.li AnieL tung ;um Uei;en. 2>—-lUlo.ijcnÄ. 2. 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Oktober erhaltenen schweren Verwundung starb im Neservelazarett Corneliu n,er mntgitgettebter hoffnungsvoller Cohn und Bruder 'PUU ]1 stud. nat. Ceutnant der Reserve im Leibg.-Jnfanterie-Regiment 115 . Leibkompagn'^ Inhaber des Eisernen Kreuzes II. Klasse iOenbcn Alter von 20 Jahren, nachdem er schon zweimal verwundet war. Dorheim, den 23. November 1918. Oüip. ’-paolI, Landwirt, und Frau Marie Erna Pabst Richard Pabst Theodor Pabst. Tie Beerdigung findet nach erfolgter Uebersiihrung auf dem Heimatfriedhofe statt. Möge. :n**a*^ B'ruciiii ui e Seide für Blusen, Kleider and Mantel in grosser geschmackvoller Auswahl. Henrich ». d. Emde, Friedberg, Kaiscrst. 125 . Danksagung. Süt die vielen Beweise inniger Teilnahme bei dem yinscheiden und der Becrd meine, lieben Ealten, unseres guten Vaters. Erzvaters. Bruders. Schwagers. Outet- Schwiegervaters GrvGe» alle» waren ln best. Ausfuhr zu billigsten Preisen. Granfuch*. ZoWelTuehR, Alnsknl'Dt'hs. Feh, Opom- «uni. Wswlwurf. Murmel Felle. 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