11* Jahrgang. Nummer 273 Eiiistlpreis ÄÄ Mittwoch, den 20. November 1018 Die ftetic Cnycvrettung" mdjcinx ;el>en Uber Ha-jf Regelmatzrge Beilagen ..S-r Kauer aus Hessen". ..Si-- Hpinnssube". Se?ugopre:s: Bel den Bostanstatten oterieliährUch m 2.7He seni. ^onauer trage 12. ^'Mpcecher 43. Bo.Lj geck-Lonro 'Jir. 4350, 2imt Fraaljurt a. M. Herren auf! Lahnen heraus! Nun laßt die Glocken von Turm zu Turm. Durch s Land frohlocken im Jubelsturm Des FlammeustoßeZ Geleucht focht an .... ölso hat Emanuel Eetbel vor 48 Jahren in den Tagen des Sieges gesungen und wie hätten dieses Jahr die Gloaen bei uns geklungen, wie hatten die Siegesfahnen geweht und die Freudenfeuer geleuchtet, wenn auch dieses Mal sich der Sieg an unsere Fahnen geheftet hätte. Es ist anders gekommen . . Besiegt kehrt unser tapferes Heer in die Heimat zurück aber geschlagen wurde es nicht Ueber vier Jabre hat es einer Welt von Feinden Trotz geboten, jahrelang hat die eiserne Mauer im Weiten nicht gewankt und nicht gewichen, während im Osten unsere Braven dem zarischen Koloß die tönernen Füße zerschmettert haben, auf daß er krachend in sich zusammengestürz! ist. während die Störenfriede aus dem Balkan gebührend ge^ züchtigt wurden und das treulose Rumänien seiner Strafe nicht entgangen ist. Ja bis weit in den Orient, den Spuren Alsxan- Vers des Großen folgend, trugen unsere Truppen den Nubm des deutschen Namens und noch vor einem Jahre fanden sie die Kraft, dem heimtückischen Welschen die Tatzen des Löwen verspüren zu lasien. Welches Heer, welche Soldaten können auf eine solche Fülle von Heldentaten zurückblicken' Aber es ging bei unseren Feinden wie bei der Hydra, dem scheußlichen Ungetüm der griechischen Sage, wenn ihr ein Kopf abgehauen rmirde. wuchsen ihr Zwei neue an derselben Stelle. So holten sich die Feinde ihre Hilssvölker aus dem ganzen Erdenrund und peitschten sie — ein treffliches Bild ihrer so hochgepriesenen Freiheit! — in den Kamps, sie ließen sich die Waffen in allen Werkstätten der Erde gegen die Unseren schmieden und schlossen uns von allen Meeren ab so daß zuletzt unsere schwachen, unterernährten Krieger einer dreidoppelten Uebermacht der kräftigsten und trefflichst ausgerüsteten Feinde gegenüberstanden Aber mehr noch als das: Unsere Soldaten haben es durch ihre Tapferkeit, durch ihre Pflichterfüllung verhütet, daß die alten Zeiten miodergekehrt sind, wo alle Kriege auf Deutschlands Boden autzgefochlen worden sind. Seht die verwüsteten Fluren, die versunkenen Dörfer und die zusammengeschossenen Städte und die Leiden der heimatlos gewordenen Bevölkerung und dankt Gott, daß Ihr vor diesen Schrecken bewahrt geblieben seid? Das verdankt ihr unseren braven, nun heimkehrenden Soldaten? Eie haben für Euch dem Tode mehr w?e hundert Mal in die Augen geschaut, sie haben Leiden und Entbehrungen jahrelang auf sich genommen, die unerhört in der Leidensgeschichte der Menschheit sind. Gleich den Tieren des Feldes hausten sie in Erdlöchern und hatten keinen Pfühl unter dem Kopfe, während draußen die Granaten zerbarsten und die giftigen Schwaden in ihre Unterstände drangen: Und was noch kommen mag. wo Wnt und Wahn Und Rachgier maßlos wider uns nun walten — Ihr, die ihr zehnmal eure Pflicht getan Habt unsere Fahnen rein und blank gehalten! Wollen wir undankbar sein gegen solche Helden, gegen die Sieger, die vor übermächtigen Gemalten zurückgewichen find? Wollen wir sie gar mit mißgünstigen Augen ansehen. wenn sie jetzt zurückkommend unsere Bequemlichkeit vielleicht für einig" Wochen stören könnten? Nein und tausendmal nein! Unsere heimkehrenden Soldaten dürfen dereinst nicht sagen, wie es in einem alten Volkslied heißt- Ja man tuet ihn wohl gac verfluchen, Er soll sein Brot wohl auf der Landstraße suchen. So viel Dank bat der Soldat, Der für sein Vaterland gestritten hat So darf es nun und nimmermehr kommen! Wir müssen vnsere Krieger empfangen wie unsere Brüder, wie unsere Wohltäter, denen wir alles verdanken. Und sollte der 51 Monatt wahrende Krieg die Sitten einiger Soldaten vielleicht allzu rauh, gestaltet haben, so müssen wir versuchen, durch Liebe veredelnd auf sie zu wirken. Wir müssen unsere bescheidene Vorräte mit ihnen teilen und sie als liebe Gäste aufnehmen. Aber auch äußerlich muß das zum Ausdruck kommen. Bereits wird gemeldet, daß die rheinischen Städte zum Empfang der heim lehrenden Krieger reichen Fahnenschmuck tragen. Auch bei uns muß das geschehen! Wir müssen unseren Soldaten einen festlichen Empfang bereifen, damit sie erkennen daß wir uns ihrer Heimkehr freuen. Ein Jeder von ihnen hat daheim seine Lie- ben, für die der Krieg gewonnen ist, weil e r wieder gekommen veien wir dankbar und halten es. wie es in eiuem Gedicht beißt, das wir in der ..Jugend" finden: Wenn einst vernichtet wiederum die Welt Zurückschaut auf die Zeit voll Blut und Leiden. Mag sie die Frage: wer der größere Held In diesem Niesenkampfe war. entsckreidcn. Fiel auch in Scherben Deutschlands Glück und Glanz Euch wird die Nachwelt nicht den Lorbeer wehren blnd kehrt ihr auch nichi heim im Siegerkranz — Kein Sieger noch r,ar würdig solcher Ehrei Köln, 19. Nov. Die Spitzen der beiden großen Armeen, die in diesen Tagen den Nhein überschreiten werden, sind da. Mit klingendem Spiel sind sie in Köln eingezogen, um den Weg nach Osten zu nehmen die Krieger der 6. und 7. Armee. Mit Blumen hatte man den Weg. den sie bisher durch die Rheinlande genommen, geschmückt. Roß und Reiter. Alaun und Wagen sind beladen mit Blumenschntuck und flatternden Wimpeln. Rad» fahrerbatailkone erössneten heute morgen den langen Zug. Lange Züge von Sturmtruppen folgten. Großes Gedränge herrschte an den Knotenpunkten der Stadt- Der Verkehr stockte. Die Straßenbahnen werden den Verkehr einstellen. Der WaffenstiMand. Weitere Verhandlungen. Berlin, 19. Nov. lieber Rotterdam meldet der . Tag" aus Spaa: „Die deutschen Vertreter des Oberkommandos, in Spaa haben mit den« Oberkommando der Alliierten die Verhandlungen über einige Punkte beantragt, die das Kriegsmaterial und die Lebensmittelvorrate auf dem linken Rheinufer betreffen. Diese sollen deutsches Eigentum bleiben. Ferner wird verlangt, daß die Besatzung nicht aus schwarzen Truppen bestehen und daß die deutsche Polizei in den besetzten Gebieten tätig sein darf. Ferner sollen die deutschen Garnisonen an der Grenze der neutralen Zone verbleiben können. Außerdem wird darüber verhandelt, daß die Alliierten, um Ausschreitungen der Bolschewisten gegen die Bevölkerung zu verhüten, sofort Südrußland besetzen sollen und auch die baltischen Provinzen besonders Libau und Riga." Die Besetzung des linken Rheinufers. Gens. 19 Nov. Wie die französischen Zeitungen Mitteilen ist die aus zehn Divisionen bestehende dritte amerikanische Armee dazu bestimmt, als Okkupationsarmee Lothringen zu besetzen. Sie zahlt 250 000 Monn unter dem Oberbefehl des Generalmajors Dickmann. der feit dnn 31 Mol die an der Marne operierender, amerikanischen Streilkräfie führte. Sein Generalstabschef ist der Brigadekcmmaudant Mann Craig Ta die französische Regierung Lothringen überhaupt nicht mehr als feindliches Gebier ansieht, darf man wohl annehmen, daß die starke amerikanische Armee zugleich berufen ist, das linke Rheinufer bis Mainz zu besetzen. Der französische General Maud Huy ist zum Militärgou- rcrneur von Metz, der Genera! Bourgeois, bisher Direktor des gegegraphtschen Dienstes der französischen Armee, zum Militärgouverneur von Ctraßburg ernannt worden. Die FrieÄeusüonferem. Die Teilnahme Wilsons an der Friedenskonferenz. Amsterdam, 18. Rov. (WB.) Rach einem Telegramm des Londoner Korrespondenten d:Z „Algenteen Handelsblad" schreibt die ..New Port World" daß Wilsens Teilnahme an der Fr?e- denskonferenz mehr als irgend etwas anderes da.ru beitragen wird, die Schwierigkeiten der Balianfragen und der polnischen Frage zu lösen. — Die „New Port Times" hat die Ansicht der wichtigsten Zeitungen über die Teilnahme Wilsons an der Friedenskonferenz eingehclt, wobei sich herausgestellt hat. daß o'e nteisten gegen die persönliche Teilnahme des Präsidenten waren. Tie Blätter, die für die Teilnahme sind, weifen darauf hin. daß die Anwesenheit des Präsidenten von großem Einfluß auf die Verhandlungen sein würde. Basel, 19. Nov. Wie Haoas aus Paris meldet, vernehmen die dortigen Blatter aus Washington, daß Lansing nächste Woche in Frankreich eintreffen wird. Wilsen wird sich zuerst noch England begeben und dann nach Frankreich kommen. Die (Oiifiitf j!ü& feie femlMie itruoiiitiim. ©edin, 18. Rov. (WB.) Nach einem Telegramm des „Berliner Tageblattes" aus Zürich hat Oberst House Presse- rertretern gegenüber seine Befriedigung über den Weg geäußert, den die deutsche Revolution einzuschlagen scheine. Die Alliierten hätten nicht die Absicht, gegen Deutschland vorzu- gohen; sie wollten vielmehr mit Deutschland Zusammenarbeiten. Mit eurem Deutschland, das unter irgend einer Diktatur stehe — sei es eine militärische oder revolutionäre — könnten die Alliierten nicht verhandeln. Wilson werde einer revolutionären Diktatur gegenüber den gleichen Standpunkt einnehmen, den er der Diktatur der Hohenzollern gegenüber eingenommen habe: .Der Gewalt keinen Frieden und kein Brot". Die Gefahr eines terroristischen Regiments in Deutschland sei glücklicherweise geschwunden. Deutschland habe ja auch bereits fühlen können, was von diesem Zeitpunkt an von den Vereinigteit Staaten, sowie von den Alliierten in Abänderung der Waffenstillstand^! dedingungen in weitherziger Weise erreicht sei. Haag, 17. Rov. (WB.) In einem längeren Artikel gKu der von der französischen Regierung viel benutzte „Matin" zu erkennen, daß die Entente eine Annäherung zwisck?en Deutschland und den Bolschewisten Rußlands nicht ruhig ansehen «nirde. und daß sie die Bildung eines Bolichewtstenblocks irr Zentraleuropa, wie er sich durch eine Bolschewisseruug Deutschlands ergeben würde, mit allen Mitteln verhindern werde. Eine iiritf iioif Ss!ls an fanlni?. Haag, 18. Nov. Hollcmdfch Nieuwsbureau berichtet, dc»8 Staatssekretär Dr. Sols an Staatssekretär Lansing eine neue Note gerichtet hat. In dieser wird unter anderem erklärt, daß es bei bent heutigen Stand des deutschen rollenden Eifenmaterials und bei dem Kohlenmangel unmöglich fein wird, auch nur die in bescheidenen Grenzen gehaltene Versorgung der Städte mit Lebensmitteln sicherzustellen. Wir find, heißt es in der Note, außerstande, auch nur für eine Wocbe die Versorgung garantieren zu können, und müßten da die Verhältnisse im Osten und Westen, Norde' und Süden gteich tiegen, damit rechnen, daß in vielen Teil . des Reiches gleichzeitig Hungerreootten als Folge der Trcn portfchwIrrigkeiten entstehen,. d^ren Folgen unberochenö wären. Endlich hat die Fortsetzung der Blockade, insbeso. dere in der Ostsee, zur Folge, daß sowohl die für unsere Industrie nötigen Transporte aus dem Norden, wie die für Skandinavien unentbehrlichen demschen Kehlen unmöglich gemacht und veranlaßt die von den Kohlen abhängigen deutschen und skandinavischen Industrien zu Arbeitsein- sckiänkungen, wenn nicht gar zum Stllliegen. Auch die völlige Lahmlegung der Nord- und Ostseesischerei würde während einer Blockade fortdauern. Wir haben unsere Vertreter in Spaa angewiesen, obige dringende Wünsche mit den Vertretern der alliierten Regierungen zu besprechen, hatten aber keinen Erfolg, da die Vertreter der Alliierten keine Vollinacbt zu Verhandlungen zu haben schienen. Wir bitten angesichts der dringenden Gefahr, die uns aus den erdrückenden Waffenstillstandsbedingungen erwächst, uns möglichst umgehend einen Ort zu bezeichnen, an dem unsere Vertreter mit bevollmächtigten Vertretern der alliierten Regierungen zur . Beratung der obigen. Fragen Zusammenkommen können. Da die Transportfrage zu Wasser und zu Land täglich schwieriger wird und die znrückflutenden Truppen alle Organisationen aufznlösen drohen, bitten wir, keine Zeit zu verlieren, damit wir imstande sind, die bisher noch aufrechterhaltene Ordnung auch weiter aufrechte:halten zu können. gez. Sols. Die deutschen Kriegsuerluste. ©»Hin, 19 Rov. Auf Grund zuverlässiger Unterlagen können w'r die Verluste Deutschlands bis zum 31 Oktober 1913 genau angeben Deutschland bat 1 580 000 Tote zu beklagen. Als vermißt werden 260 000 Mann gemeldet, wovon aber ebenes ein großer Teil nicht mehr unter den Lebenden weilen wird. Die Zahl der in Feindeshand befindlichen deutschen Gefangenen beträgt 190 000. Verwundet wurden 4 Millionen Soldaten. wobei aber eine wiederholte Zählung in den Fallen vor- gckommen ist wo ein Soldat mehrmals verwundet worden ist. Das Chaos in Belgien. Keine angenehme Nachrichten kommen aus Belgien. In Gent, Brüssel und Antwerpen ist es beim und noch dem Abzug der deutschen Truppen zu wüsten Szenen gekommen. Vielfach wurde die rote Fahne gehißt, im allgemeinen hat die Bewegung einen deutschfeindlichen Einschlag. In Gent wurden den aktiristischen Flamen die Häuser demoliert, den Frauen die Haare abgeschnitten, die Kleider abgerissen und sie nackt durch di« Straßen geschleppt. Amsterdam, 19. Nov. (WB.) Aus Antwerpen wird dev „Telegraf" gemeldet, daß es in der Stadt beim Abzüge der Deut' scheu zu großen Plünderungen durch die einheimische Bevölke. rung kam. Nach einer anderen Meldung desselben Blattes stehe« in Brüssel der Nordbahnhof und der Zuider Schaarbeker Bahnhof infolge Munitionsexplosion in Brand. Berlin, 19. Nov. Ueber die Vorgänge in Belgien wird noch gemeldet,, daß die Etappentruppen sich anscheinend in vollster Auflösung aus Belgien zurückzogen. Die rebellierenden Truppen haben zum Teil ihre Gewehre für 50 Pfennig. Handgranaten für 30 Pfennig verkauft. Automobile waren für 100 Mark zu haben. Die Kämpfe, die stattgefunden haben, haben sich keineswegs allein zwischen deutschen Truppen und der belgischen Bevölkerung abgespielt. Amftcram, 19. Nov. Eine schwere Explosion wird aus Ha- mout gemeldet: Die Explosion ereignete sich ungefähr um 10 Uhr auf dem Bahnhof, wo ein deutscher Munitionszug stand. Dabei flog ein Waggon mit Granaten in die Luft, deren Splitter auf dis Umgebung niederfielen. Die Umgebung des Bahnhofs mar ein einziges Trüminermeer. Auf dem Bahnhof standen auch drei Lazarettzüge mit deutschen Verwundeten, die auf den Transport nach Holland wartete». Diese Züge gerieten \r Brand. Die Verwundeten flüchteten, soweit sie daztt imstand« waren, aber 18 Schwerverwundeke kamen i», den Flammen um.. Ein Lazarettzug Tomrte rechtzeitig in Sicherheit gebracht werden. nachdcnl die brennenden Wagen des Zuges mit großem Heldenmut abgekoppelt waren. Er steht jetzt auf dem Bahnhof in LZudel Indessen wurde man des Brandes Herr. Der Anblick der Verwt. n-deien, die über die Grenze kommen, ist unbeschreiblich. .Während der Katastrophe wagte sich niemand in die Nähe der Station Hamont. Die Zahl der Toten war noch nicht genau festzustellen. muß aber sehr groß sein. In Hamont sind viele Häuser Ling-stürzt. wobei die Einwohner unter den Trümmern begraben wurden. Heber die Ursache des UnglückZ läßt sich wohl nichts Bestimmtes sagen. -*■ ^ Die Kärglinge in Posen. Die Radiosiation bei Posen befindet sich in den Hän>den polnischer feldgrauer Truppen. Diese erhalten doppelte Löhnung. Die wenigen deutschen Truppen, die nach der Umwälzung in Posen noch zurückgeblieben sind, verlasien nun nach und nach auch noch die Stadt. So hat eine Pionierabteilung von 100 Mann, die den Wachldienst übernommen hatte, die Stadt verlasien. nachdem ein Mann als Patrouille von einem Einbrecher erschosien worden war. Sie erklären, daß sie sich nicht von polnischen Einbrechern über den Haufen schießen lasien wollten. Am Sonntag waren 26 Soldaten als Schwerverbrecher von Soldaten ins Gerichtsgefängnis in Untersuchungshaft genommen worden. In der Nacht erschienen andere Mitglieder de« Soldatenrats und ließen 17 Gefangene wieder frei. In den Schulen verweigern dce polnischen Schüler durchweg den Gehorsam. In dev Städten der Provinz Posen liegen die Berhältnisie ähnlich, teilweise noch schlimmer. So ging in der Stadt Iarotschin. als dort noch deutsches Militär lag. alles friedlich zu. als aber das bentfdjc Militär abgezogen war. begann ein Rauben und Plündern in den Kasernen. Die Kammern wurden ausgeraubt, Gewehre und Munition gestohlen. * Dem „Vorwärts" wird aus Posen vom 15. November tele grvphi-ert' Seit gestern befinden sich die Stadt und ein großer Teil der Provinz Posen in polnischen Händen, und zwar geschah diese Umwandlung nicht durch den Einzug der polnischen Legionäre von außen, sondern dadurch, daß die Polen im Arbeiter und Soldatenrat die Macht an sich brachten. Am 9. November kamen Matrosen und Soldaten nach Vasen und verhandelten mit dem Vorstand der sozialdemokratischen Partei und regten die Bildung von Soldatenrätcn an. Dir sozialdeinokratische Partei verhielt sich dieser Anregung gegenüber abwar^end. Schließlich wurde aber, wie verlautet, die Bildung von Rrbeiter- vnd Soldatenräten von dem Gouverneur selbst angeordnet. In den Arbeiter- und Soldatenräten trat der sozialdemokratische Einfluß rafch zurück. Der frühere polnische Abgeordnete Senda nabm die Sache in die Hand, indem er unter scharfen Ausfallen auf die Juden die Besetzung der Arbeiter- und Soldatenrat? Mit Polen forderte. Am 14. November erschien die Wache der polnischen Legion vor dem Rathause, gab einiae Revolverschüsie ob und begann dann ihre Verhandlungen mit dem Arbeiter- und Soldatenrat. Es wurden den Polen vier weitere Sätze zuge- standen Die sozialdemokratische Partei stellte sich seitdem auf den Standpunkt, daß mit dem Ueberqang der tatsächlichen poli- rischen Macht in die Hände der polnisch-nationalen Bewegung, als mit einer Tatsache gerechnet werden muffe. Von den Zentralbehörden in Berlin erwartet sie Maßnahmen zum Schutz der deutschen und jüdischen Minderheit. Auf das Gerücht hin. daß polnische Legionen im Anmarsch feien, wurde Seyda an die Grenze geschickt. Er kam mit der Nachricht zurück, an diesem Gerücht sei kein wahres Wort. Die Le ionen kommen, wie gesagt nicht von außen, sondern werden im Innern g-bildet. Munition und Proviant sind in ihren Händen und in Posen regiert der polnische Dolksrat. i Polen. Das neue .Kabinett. Warschau. 18 Ncv. (WB.) Pilsudski richtete an die Ne. gierungen aller kriegführend« n und neutralen Staaten T?le- gramme, worin er ihnen die Entstehung des unabhängigen polnischen Staarss notifiziert, der alle Teilungsgebiete umfaßt. Teitützt auf die unter seinem Kommando stehende polnische Armee. drückt Pilsudski die Hoffnung aus. daß von jetzt ab keine fremde Armee ohne Polens Einwilligung di« Landesgrenzen überschreiten werde. Pilsudski richtete an die Alliierten die Bitte, die unter der Fahne der Alliierten flöhenden polnischen Truppenteile sobald als möglich zu entlassen. Ukraine. Sturz drß Hetman. Berlin, 19. Nov. In Berlm sind Nachrichten elngetroffen dsß der Hetman der Ukraine. Skoropodski. gestürzt worden ist. Wer seine Erbschaft angetreten hat. ist noch nicht bekannt. Lir MfiMlPMfeildif Krxu'ilik. Masaryk besucht die Friedenskonferenz. Prag, 17. Nov. (WB.) (Korr.-Bur.) Nach Blattermeldungen wird Präsident Mafaryk anfangs Dezember in Pro», ein,reffen und nach kurzem Aufenthalt sich an den Crt der Friedenskonferenz begeben, um die Sachen der tschecho-flowakischen Republik zu verteidigen und Wilson Ratgeber in slawischen Angelegenheiten zu sein. Außenminister Benesch trifft in etwa acht Tagen rn Prag ein. Die Mobilisierung gegen die Ungarn. Prag. 19. Nov. (WB.) Gestern fanden hier zwei Versammlungen gegen das Vorgehen der Magyaren in der Slowakei statt, worin militärisches Einschreiten in der Slowatei- gefordert wurde. Die Teilnehmer zogen dann vor das Militärkommando und der Obmann der Sokoljchaft kündigte aus dem Fenster tue Mobilisierung der tschecho-jlowatijchen Armee gegen die Magyaren an. Der Landesvertekdirrungsmintster Klofatsch entwickelte bei der Volksversammlung auf der Sophieninsel, wie „Podelnik" meldet, sein Programm. Sein Ziel sei eine nationale Miliz. Nur so viele Soldaten sollen unter den Waffen bleiben, als man brauche. Sollten die Deutschen intrigieren so müßten sie die Macht des tschecho-flowakischen Staates zu fühlen bekommen, ebenso wie die Magyaren in der Slowakei Falls aus Deutschland die rusiischen Kriegsgefangenen als Bolschewisten üb?r die Grenze kämen, brauche man ebenfalls rasch eine bewaffnete Macht. Detttsch-Sohmen. Neichenberg, 17 Nov. (WB.) In einem Nun^erlaß an die unterstellten Behörden beschäftigt sich Landeshauptmann Lodgman mit den Aufgaben der Landesregierung Deutsch-Böhmens. namentlich mit der Errichtung einer Staotsbahn-, Post- und Finanzlandesdirektion, eines eigenen Wirtschaftsamtes einer Volkswehr und mit der Uebernahme der Staatsbeamten. Der Erlaß erörtert die Verletzungen der Staatshoheit und betont. die Landesregierung werde den Grundsatz des Selbstbestim- mungsrechtes Deutsch-Böhmens mit allen Mitteln verteidigen. Lik UkrpÜWnsi NiflflUfiifr fjrmßfliipfliiirifrr. Berlin, 17. Nov. Der Uebergang der zur Entlasiung kam-, wenden Heeres- und Marinsangehörigen aus der militärischen Verpflegung in die allgemeine Lebnesmittelversorgung der bürgerlichen Bevölkerung hat nach folgenden im Einvernehmen mit den militärischen Stellen festgesetzten Grundsätzen zu erfolgen' 1. Die Verpflegung geschlossener Verbände erfolgt, wie bisher. durch die Milttörbehörde. 2. Bei der Entlasiung ist dem zu Entlastenden Verpflegung für drei Tage mttzugeben. 3. Soweit die Entlasienen btnnen dieser Zeit noch nicht in die Lebensmittelversorgung ihres neuen Wohnortes ausgenommen sind, erhalten sie bis zum 7. Tage nach der Entlasiung durch die Zivilbehörden auf Grund ihaer Enttasiungsbefchenngung die erforderlichen Ausweise zur Beichafnirig ihrer Verpflegung oder, soweit Mosienspeisungen oder besondere Berpflegunflsstel- len vorhanden sind, die Verpflegung aus diesen. Auf der Ent, lc.siungsdescheinigung (Soldbuch) ist zu vermerken, wo und wann Ausweise oder Verpflegung gegeben werden. Nach Ablauf von 7 Tagen werden die Entlasienen regelmäßig in der Lebensmittelversorgung ihrer Wohngemeinde ausgenommen sein. 4. Personen, die eine Entlasiunqsbescheinrgung nicht vor- weisen können, sind in erster Linie an militärische Verpflegungs- stellen zu verweisen. Befindet sich eine solche nicht am Orte, so sind ihnen die zur Verpflegung erforderlichen Ausweise jeweils für ein bis zwei Tage zu geben, oder es ist durch Zuweisung zu Masienspeisungen usw für diese Zeit die Verpflegung zu ermöglichen Dabei ist darauf hinzuwirken, daß sie sich auf dem schnellsten Wege bei der nächsten militärischen Meldestelle melden. Es empfiehlt sich, solchen Personen als Ausweis für die nächste Verpflegungsstelle eine Bescheinigung darüber auszuhan- digen, wann, wo und für wie lange ibnen Verpflegungsaus- weife oder Verpflegung gegeben worden sind. 5. Eine Verpflichtung zu unentgeltlicher Verpflegung wird hierdurch den Gemeinden nicht auferleqt. 6. Den Kommunalverbänden wird auf Antrag für die durch diese Bestimmungen herbeiaesührte Mehrbelastung Ersatz gewährt werden. Anträge auf Ersatz sind bei der für die Lieferung in Betracht kommenden Provinzial-. Landes- oder Reichs- stelle unter Angabe der verpflegten Personen und Verpflegungs tage zu stellen. Der Reichstag. Berlin. 19. Nov (WB.) Reichstagsprändent Fehrenbach der am letzten Samstag von Freibura nach Berlin zurückgekehr, ist. bat der Neichsleitung nach einer Besprechung mit den Parteiführern und dem Mita-liede der Regierung Eberl nachfolgende Erklärung zugehen lasien: In der am 10 November zur Entgegennahme der Waffenstillstands bedi n au n gen im Reichskanzlerpalais stattgeh^bten Sitzung, an der außer sämtlichen Mitgliedern der damaligen Regierung auch Vizepräsident Dove und ich teilnahmen. babs ich die Fra^e aufgeworfen, ob etwa, wie verlaute. die "Auflösung des Reichstags geplant sei und ob verneinendenfalls die für nächsten Mittwoch anges;tzte Sitzung stattfinden könne. Darau' hat der dgmalige Reichskanzler Ebert erklärt, daß über die etwaige Auflösung des Reichstags noch kein Beschluß gefaßt fei daß aber jedenfalls die angesrtzte Sitzung nicht abaehalten wer- den könne Dagegen konnte ich nach Lage der Sache eine Einwendung nicht machen. Am 14. November fragte ich telegraphisch an. ob gegen die auf nächste Woche vorgesehene Einbe- rusung des Reichstags Einspruch erhoben und eventuell dagegen Maßnabmen getroffen werden sollen. Darauf erhielt ich die telegraphische Antwort, daß nach der Beseitigung des deutschen Kaisertums und des Bundesrats als gesetzgebende Körperschaft auch der Reichstag nicht mehr zusammentreten könne. Die Anschauung vermag ich weder in ihrem Inhalt, noch in ihrer Begründung als zutreffend anzuerkennen. Zwingende Rücksichten auf die gegenwärtige Lage veranlasien mich aber, zur Zeit von der Einbeichfung des Reichstoaes abzusehen. Ich behalte mir diese jedoch ausdrücklich vor. Es können Berhältnisie einfreten die sowohl der jetzigen als auch der künftigen Nerchsleitung den Zusammentritt des Reichstages als erwünscht, vielleicht sogar als notwendig erscheinen lasien. §im laMWMhl in WrlkNbttß. • Stuttgart, 15. Nov. Bei der Landtagsersatzwahl im Bezirk Ravensburg wurde der Zentrumskandidat Schultheiß Fischer mit 3100 von 3900 Stimmen gewählt. Der sozialdemokratische Kandidat erhielt 800 Stimmen. Nachruf. Der Tod half eine fürchterliche Ernte, zwar wütet feilte' Sense nicht mehr in den Scharen der Krieger, aber noch sinkt! im Innern Halm auf Halm! Heute wurde uns die Trauerkunde.' daß auch unser aller, lieber, treuer Freund Georg Seid old t zu Niedereschbach seine Augen für immer geschlosien hat. Er war ein nimmer rastender Vorkämpfer für seinen Stand, von dem er ein echter Vertreter war. Er war keine schwankende, leichtbefiederte Weide, sondern vergleichbar einem knorrigen Eichbaum jm deutschen Walde, oft derb und rauh im Aeußcren. aber treu wie Gold im Inneren. Nun ist auch seine Stimme verhallt und unser Freund ist in dos Land gegangen, von wannen es keine Wiederlehr gibt. Sein Name aber wird bei uns hochgehalten werden und fein Andenken unvergeßlich bleiben. Dem Felde der Ehre. Friedberg. 20 Nov. Der Pionier Jakob Burk. Sohn des Uhrmachermeisters Louis Burk, zuletzt im Westen bei eine« Eisenbahnregiment, wurde zum Gefreiten befördert. Ans der Heimat. Friedberg, 20. Nov. Gestern früh wollte der vor dem „Deutschen Haus", gegenüber dem Bahnhof stehende Posten einem Kameraden die Bauart eines Armeereooloers erklären, bei dieser Gelegenheit ging ern Schuß los und der Kamerad sank tot zu Boden. Friedberg. 20. Nov. (Ein Leutnant als Einbrecher). In einer der letzten Nachte wurde in dem Kleiderladen von Hrch. Drebetz eingebrochen und verschiedene Kleidungs- fticre gestoh'en. dagegen blieb ein O'fiziersmanlel am Tatort zurück. Am andern Tag kam ein Leutnant, er erzählte etwas von einem Einbruch, der bei ihm voraesallen sei. wobei ihm der Mantel gestohlen worden sei und der betr Mantel gehöre ibm. Ohne Argwohn wurde ihm der Mantel zurückgegeben Cs fiel aber später auf. daß der Leutnant ganz zerschnittene Hände hatte, dadurch mißtrauisch gemacht, forschte man nach und siehe da: unter dem Sofa des Herrn Leutnants fanden sich die gestohlenen Sachen und noch andere Gegenstände, die offenbar von einen Diebstahl aus Bad-Nauheim herrührten. Der Leutnant stanl beim Gefangenenlager und war einer von denen, die sich recht unbeliebt bet den Landstürmern gemacht hatten. Friedberg-Fauerbach. 20 Nov Alle Landwirte werden für heute Abend 8 Uhr bei Gastwirt Wtlh. Sang zu Fauerbach zu einer Versammlung eingeladen, in der die Gründung einej Bauernrates vorgenommen werden soll. FC. Wetzlar. 18. Nov. Die Stadtverordneten bewilligter vorläufig 500 000 Mark um die Häuserbauten an der Hermann- steinerstraße fertig zu stellen, sowie die umiasienden Baupläne des Spar- und Bauvereins so zu fördern, daß sie schleunigst zur Ausführung gelangen. Bor allem zur Beseitigung der Woh nungs- und Arbeilsnot. Aus Staikenburg. Darmstadt. 17 Nov. Ein schweres Unglück ereignete sich gestern auf dem Truppenübungsplatz Griesheim durch eine Ben- zirerplosion. Durch Unvorsichtigkeit waren einige Leute den Behältern zu nahe gekommen und mußten vier ihr Leben dabei einbüßen. Drei waren sofort tot, während der Vierte nach kurzer Zeit den schweren Verletzungen erlag. Untersuchung über die Ursache des bedauerlichen Vorfalles ist >m Dange. Aus Hessen-Nassau. FC. Aus dem Regierungsbezirk Wiesbaden. 16. Nov. Auch heuer im Monat Oktober waren laut amtlicher Feststellung die Preise wichtiger Lebens- und Verpslegungsmitte! in den Hauptorten des Regierungsbezirks sehr verschieden. So kostete in Bad Homkmrg das Pfund Es butter fünf Mark, in Oberlabnstein 4 80 Mark, in St. Goarshausen 4 75 Mk., in Dillenturg 4.50 Mk. Der Liter Milch zeigte in Oberlahnstein einen Preis von 60 Pfg., ebenso in Bad-Homburg, in Wiesbaden 45 Psg.. in Weil- burg 40 Pfg. Für ein Hühnerei wurden bezahlt in Bad Homburg 60 Pfg., in St. Goarshausen 40 Psg.. in Limburg 39 Pfq.. in Weilburg 38 Pfg. Für den Zentner Heu wurde in Frankfurt a. M. bezahlt 16.25 Mk.. in Bad Homburg 12.25 Mk.. in St. EoarshaEn 10 Mk. in Dillenburg 8 Mk und für Stroh in Bad-Homburg 8.50 Mt., in Frankfurt a. M. 8.25 Mk., in Weilburg 5 Mk.. in St. Goarshausen 4 Mk. Eelchiiftliches. In Nr. 10 der Tierärztlichen Rundschau Jahrgang 1908. S. 93. schrei »t He-r S^absoelerinär a. D. Debbin >n Galober , (: Mit den von Dr. Plate z. Z. be ozenen Vazinalstaben bin ich bei der Behandlung des ansterienden Scheidenkatarrhs ,ehr zufti.den gewe en Es sind sowohl eine Reihe von Kühen auf Gütern >owie bei Ho Pächtern uno llemcn Leu.en mit kurchschla- genoem Erwlg behanoelk worden. 2n denjenigen iJöirt d,Q|iejt, wo verschiedene Kühe permanent umiinder en, wo der Abottus zu Hau e war. haben behandelte Tiere norinal kou ipien, Aaorcus tonnte man nicht mehr, m in einer orozeren Wirtschaft, in welcher ein Jahr zuvor viele Kühe verietzt ha ren. teilte mir auf Beica zen der Kuyh rr mit. daß die Kühe rn die.em Jahre alle etwas uaer» gingen. Ein Gutsbesitzer schrieb mir: Nachdem früher Aaouus, llmindorn, Sterben der Kälber an der Tugre-ordnun, waren, ist nach der von Ihnen eingelei eten Behandlun; mein Rinderae tano gesund, meine Kühe konpi'äeren nor.nal, kalben norinal ad und die Stulber leben. Zugleich mö hte i.h bem r.en, daß ich in meiner gr.ßen Güterp axis alle erden lichen Rtittel, io Bacillol-^alae, Baciliol-Kap e!n ufw. angewanb ha^e. aber nur mtt ganz geringem Er,o'ge. Ich glaube nicht zu übertreiben, wenn ich behaupte, daß wir in den Baginalstaveb Dr: Plnie's ni ht bloß ein Spe.iftkum gegen den ansteckenden Schei?enkatarrh, londeii, jpezlell gegen den seuchen.)ailen Abo^us haaen. Bemnttvoirltch für den politischen und lokalen Teil: O t lch H i r s che l. Ftiedberg: für den Anzeigenreil: N. Heyn er. Friedberg. Truck und Lering der „Reuen Tageszeitung^, A- G.. griedberg l S. - v v-'* Nach kurzer Krankheit starb am 17. November aus der tfofitt von der ,yront *ut Heimat, in bet gewissen Hoffnung nun endlich wieder bald gani leiner Familie zu nehören. nach 50 mona>tger treuer Pflich erfüttung mein unvergeßlicher Mann. unser treu« folgender Vater, unser guter Sohn. Bruder. Schwager, Schwiegersohn und Onkel LllOhmmlNü! Fritklth Karl RtUÄ Ldst.-2nf.-Batl. Friedberg. 2. Komp, im Neservelozarelt 3 zu Darmstadt den Heldentod fürs Vaterland. Fauerbach bei Nidda, den 19. November lfl‘,3. Elise Sechtold geb. Schwab Emma und xic ttrid) Zechtold Karl gcdjteli» „ K-inrid, §djwnb IV. nnÄ Frau Gm«»a geb. Vechiold El,rittian Zchmab und Fra« Saroline Abolf und Gliie Kchmad. Die Beerdigung findet Samstag, den 23. November, nachmittags zu Fauerbach stau. 2 Uhr Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei der Beerdigung meines lieben Mannes, unseres treuforgenden Va.ers, Lohnes, Schwiegetjoynes, Bruders und Onkels ’ Karl Müller II. sagen wir allen, besonders Herrn Pfarrer Vernbeck sowie den beteiligten Vereinen unseren innigsten Tank. Okarben, den 19. November 1918. 2n tiefer Trauer: Kiitcheu Müller N. und Kinder. i Die Eltern schulpflichtiger Kinder werden hierdurch benachrichtigt, daß bis auf weiteres 1 von heute Mittwoch, den 20. November ab, der Unterricht nach folgendem Stundenplan jj fortgesetzt wird. | m Srlnslsaa? lelnler en Opfern! . .. ... Dre Zurückleh.enden aber ,ollen unseren Dank verspüren für alle ihre Ercßlaten. für all s vergossene Blut und für alle Mühsale. Ehrt die Kampfer, Bürger! Schmückt Eure Häuser noch einmal mit der fchwarz- weitz roten z^ahne! Die |chwar>,-rot-goldene auzufpstanren sollen unsere Krieger helfen! Früdberg. den 20. Illooember Ivlü. Der Bnrgermelfter. 2. V.: Damm. r~ > Für die uns anläßlich unserer silbernen Hochzeit erwiesenen Aufmerksamkeiten und Ehrungen danken verbindlichst Nieder»ErIenbach in Hessen. Friedrich Saamart b. Frau geb. bcimeider. Einquartierung be leffend. Es wird daraus au merllam ne» macht, tast die mit der demnach' sti^en militärischen Beleaung zu erwartenden Offniere iiber die aanze StaM verteilt w rdrn Die Inhaber von einigermaßen tür die Au na'nme von Osfiüeren ge» eigneier Ul ohnungen werden da» her aufge ordert, wenigstens ein Zimmer bereit zu halten, damit \ nlieb ame Stockungen bet der Unterbringung vermieden werden. Eine vorherige Benachrichtigung der Quanier-eber ist unmöglich, da die S ärke der Belegung erst mit dem Ei> treffen der Truppenteile bekannt wird. Friedberg, den 19: Nov. 1918. Der Bürgermeister. 2. V.: Damm. Bekam» »machnng Ausgabe von Pctroleumkartkn am Freitag, den 22. Nov. l. I.» auf Zi.nmer Nr. 9 des Stadt» baufes in den üblichen Amts- stunden an Haushaltungen ohne jegliche l .n ll»d?e L eleuchlung. Auf jede b.'mgsberech.tgte Familie cnt'äHt 1 Liter. Petroleum ist noch vorrätig bei: L Arnstein Wu e., Heinrich Fink. Fr edrich Hilbreckll Wwe.. Lind & Ibold. Einik Stamm. Hch. Weber» meier, Friedrich Michel. Adolf Schmidt. Schade üt Füllgrabe. Kletnoerkaufspreis 4ö Pfg. pro Liier. Bei der Abholung der Karten ist die LebcnsmiUettarte vorzuzeigen. Frievbcrg, den 1". Nov 1918. Ter Bürgermeister. 2. V.: Damm. Arbeiter gesucht. Für die Dauer unserer Campagne suchen wir für sofort 160 tüchtige Atbeiler. Aktien-Zurkersabrik Wetterau. Kelrnnntmachnng ^2ch bringe hierdurch zur öffent^ lichen Kennin s. daß die von der Fiima Obeihe st,che Kraftfutter- werke zu. Fttedberg gegenüber dem Eilgüter chuppen errichtete Brückcn-Wane in Betrieb genommen wotden ist und von jedermann benutzt werden kann. Der Aufseher Peter Knoblauch 5U4 Doth-im wurde als Wiegemeister. IuUus Frensdorf aus Gießen als ^lliegemeistcr-Steü- vertreter «.tdltch verpsttchtel. Friedlx rg. den 18. Nov. 1^18. Der Bürgermeister. 2. B.: Damm. Danksagung. Für die innige Teilnahme an dem uns schwer betroffenen Verluste unseres lieben guten Vaters. Schwiegervaters, Bruders, Schwagers. Onkels und Vetters für die überaus zahlreichen Blumen- und Kranzspenden, sowie Herrn Pfarrer S o p p für die trostreichen Worte am Grabe, sagen wir allen unseren tiefgesühlten Dank. Gronau, den 19. November 1918. Die trauernd Hinterbliebenen In deren Namen: Gebt. Wenzel, z. Zt. im Felde. verdeo durch mein© Vagina!- und Bullenstäbe schnell, billig, bequem and sicher gchc tlgj Bezug durch Ti crSrzle. Prospekte -- i Ilmpüidjnür. *n cniiruftn rein leinene Wäsche nii ßttliirijer, fjtmbcu.lteiicrsüjc :J pflüiEüIjiiif 1 sildmie fjerrfitnijr 2 JInnr fjtmmuliriisßifltl 1 !lrrjpd|. ßjaagßrasse 14, iTreppe Jriedberg. 'reppe » ü Offeriere prima breilbucklige Oldenburger Ferkel mit Schlappohren rur Zucht und SchneUmast geeignet, qe-und und euchensrei, gute Fresser b—Wochen 55-75 Mk. 8-W ^ 75—100 „ 10-12 ^ 1<0—1M„ 12—1 st „ 120-150,, p. St. lamlliche Tiere sind kreictierärzt- lich umer-ucht. Ver and unter Rachnahme. Für gesunde, lebende Anlunst wird caranlierr. Peter Simmr, Düsseldorf, Cöinerstr. 332. Tel. 2919. Ül6 Damen- u. 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Landwirt und Postagent im Alter von 65 Jahren nach kurzem, schwerem Leiden in ein besseres Jenseits abzurufen. Nieder Eschbach, den 19. November 1918. Die trauernden Hinterbliebenen. 2. d. N.: Kath. Seiboldt nebst Kindern und allen Verwandten. Die Beerdigung findet Freitag, den 22. November, 2 Uhr nachmittags patt.