U,im„,er 872 GuMms Dienstag, den 19 . November 1918 _ 11 « Jahrgang. l ,nc 6areo,-tt«na" er.chemt ,eDen Werlta^. Regeimatzige Beilagen ..Ser Lauer -US Oellen". ..Die Spinnkut--". Semqopk.is: «e. den Postanstalttn o.eclellährlich Att. 2.7g «nr« »it, nacv das Beitellaeld' bei een Center mona.tt» 100 Mk. etnschlietzlich Xtagerlobn. A«?eigen: GnmDietle 2b Psg.. totale 20 i5i*, Anzeigen oon auswans merden durch Bo,Nachnahme Sch-iN,.i.»n, NN-, '-n°db-r. 1'- 4S. g.iti ***.■... „r. 4859, Um. 7,.antt°r. M. BeLKNirLmachung. Händler und sonstige Bevölkerung Fried- tzeras werden strenge gewarnt, von Militär- Personen Ausrüstungsgeaenstände, Kleidungsstücke. Decken, Bettwäsche und sonstige militärische Gegenstände zu lausen. Polizerorgane sind strengstens angewiesen, die Durchsülzrung dieser Verordnung zu überwachen. Wer Gegenstände obengenannter Art laust, hat harte Strafe zu gewärtigen. Friedberg, den 18. November 1918. Der Arbeiter- und Soldatenrat: gez. H e i d e n r e i ch. gez. Nepp. Kclraunimachnng. An die Landbevölkerung des Kreises Friedberg? Nach uns gewordenen Mitteilungen bestehen Unklarheiten darüber, wie nun das Verhältnis zwischen den Bürgermeistereien und dem Kreisamt und andererseits Arbeilerroten zu den Bürgermeistereien aufzusassen sind. Hierzu sei bemerkt: Das Kreisamt Frtetzberg hat sich dem Arbeiter- und Ccldatenrat znr Verfügung gestellt und steht also unter dessen Kontrolle. Auch die Bürgermeistereien stehen damit unter Kontrolle des Arbeiter- und Soidatenrates in Friedberg. Es wäre nicht im Interesse einer ungestörten Geschäftsordnung -wischen Kreisamt und den einzelnen Landorten, wenn sich dnzwisä^n andere Instanzen einfchieben würden. Ungeheuerliche Zustände könnten eintreten. w?nn mit bet Versorgung der Bevölkerung mit Nah rungsmitteln Störungen eintreten würden. Cs muß darum alles vermieden iverden, was das Zusammenarbeiten der Reichsbehörde mit den Landorlen erschweren würde. Dringend zu empsedlen ist. daß sich in den Landgemeinden' Brbeiterräte bilden, dre lm Einvernehmen mit den Bürgermeistereien und dem Arbeiter- und Soldatenrat von Friedberg für Ruhe und Ordnung in den Landgemeinden sorgen, daß ferner die Bürgermeistereien allen Verpflichtungen Nachkommen und daraus achten, daß die Landwirte keine Nahrungsmittel verheimlichen oder unberechtigt und zu hohen Preisen abgeben Zur Mitarbeit sind nur Arbeiter- und Soldatenräte befugt die vom Arbeiter- und Eoldatenrot Friedberg anerkannt sind. (Vorsitzender' Heidenreich. Tel. 90s. Das Recht einzugreifen stcht auch nicht einzelnen, nicht beauftragten Personen zu. Der Arbeiter- und Soldalcuraj Friedberg, gez. Heidenreich.' gez. Repp. Dir niirriauble (fntffrming oom örrrp. Frankfurt a. SW., 18. Nov. (WB.) Alle Soldaten, Mannschaften wie Offiziere, welche sich unerlaubt von ihrem Truppen teil entfernen, haben nicht nur strengste Bestrafung zu gewärtigen, sondern haben auch keinen Anspruch auf Lebensmittelkarten. Verpflegung und Quartier Sie gehen jedes Anfpruä)es auf Rente. Entlasiungsgebühr von 60 Mark, Marschgebühr, Anzug verlustig. Wer nicht ordnungsgemäß entlassen in das besetzte Gebiet kommt, setzt sich der Gefahr der Internierung aus! Wer sich unerlaubt von feinem Truppenteil entfernt, hat sich sofort auf dem nächsten Garnison-Kommando oder Vahnhois- kommandantur zu melden Diese sorgen für Verpflegung, Unterkunft und Weiterbeförderung zum Ersatztruppenteil bezw. Entlastung zum Bezirkskommando des Heimatsortes gemäß den Verfügungen des stellvertretenden Generalkommandos. Alle Zivilbehörden sind angewiesen, keinerlei Lebensmittelkarten abzugeben, keine polizeiliche Anmeldungen entgegenzunehmen und keine Arbeitsgelegenheit zu vermitteln ohne vorschriftsmäßigen Entlastungsausweis. Kameraden!- Sorgt für Ordnung, damit'der Feind nicht einmarschiert um diese Ordnung herzustellen. Kameraden' Der Feind schließt keinen Frieden, wenn in Deutschland keine Ordnung herrscht. Der Arbeiter- und Seldatenrat. Stellverttetendes Generalkommando 18. Armeekorps. Zur Ncrhütung von Seuchen. Berlin, 16. November. Männer und Frauen! Soldaten und Matrosen! Das höchste Gut des Volkes ist seine Gesundheit. Der Volksgesundheit droht schwerste Gefahr, wenn bei Eier schnellen Demobilmachung Seuchen und sonstige anstehende Krankl-eiten anftreten oder gar sich häufen. Diese ungeheure Gefahr muß abgewandt werden. Jeder Soldat, ßes dem der Verdacht einer ansteckenden Krankheit besteht, suche sofort einen Arzt oder das Lazarett ouf und verbleibe solange in der Behandlung, bis der Arzt ihm sagt, daß sein Leiden nicht mehr ansteckend ist. Die bewährten Maßnahmen der Heeresverwaltung sind aufs Peinlichste zu befolgen. Mer verlaust ist. sorge für schleunige Entlausung. Ansteckende Krankheiten sind besonders: Fleckfieber, Ruhr. Cholera. Typhus. Diphtherie und die Geschlechtskrankheiten. Wer sich nicht in Behandlung begibt oder das Lazarett vorzeitig verläßt, versündigt sich schwer: 1. an sich selbst, weil sein Leiden später schwer oder gar nicht zu heilen ist. 2. an seiner Familie und leinen Angehörigen die er mit der Ansteckung schwer bedroht. Der Vollzugsrat des A - und S.-NateZ, Molkenbub r. Rich. Müller. Tie Venollniächtigten des Vollzugsrates. G e r s o n. W e g n e r. Crwerdülo^ttttntcrstnhnngi. Frankfurt a. M.. 18 Rov. (WB.) Der Arbeiterrat gab in seiner letzten Sitzung am Samstag Bestimmungen für eine Er- werbslosenunterstützung seine Zustimmung. Diese lehnen sich im allgemeinen an den vom Magistrat und den Stadtverordneten beschlosienen Entwurf an. sehen aber wesentlich höher, Unterstützungssätze vor und geben einen Rechtsanspruch auf die Unterstützung. Für männliche und weibliche völlig erwerbslose Personen soll die tägliche Unterstützung betragen: Für den Haushaltungsrorstand und für Personen mit eigenem Haushalt oder bei fremden Leuten wohnend 4.50 Mk. für Personen bei Familienangehörigen wohnend 3.00 Mk.. ferner für jedes Kind unter 18 Jahren ohne eigenen Verdienst 76 Pfg. und für jedes Kind unter 10 Jahren und sonstigen Familienangehörigen die zu unterhalten sind. 1.60 Mk. Für die Verrechnung werden sieben Wochentage zu Grunde gelegt. Bei Arbeitslosigkeit über vier Wochen soll ein Mieterschutz für Verheiratete von 20 Mk. und für Ledige 10 Mk. eintreten. Das Gebot der Stunde für die gelamte Kandmirllchaft. Die im KviegZausichusse d-'r deutschen Landwirtschaft fuiammengesaßten landwirtschaftlichen Verbände haben sich in einem Ausrufe an die Landwirte gewandt und sie aufgefordert. in jedem Orte Ausschüsse zu bilden. Ter Kriegs- ansschuß der deutschen Landwirtschaft hat der jetzigen Negierung zur Sicherung der Volksernährung seine Mitwirkung angeboren. Tic Negierung hat diese Hilfe auch angenommen und einen ensLprcchenden Aufruf erlassen. Diese Bauern ousschüsse sollen in erster Linie die Ausgabe haben, die Volksernöhrung durch möglichst freiwillige Ablieferung besser zu gestalten und zu sickern. Es muß erwartet werden, daß jeder einzelne Landwirt sich der ungeheuren Verantwortung bewußt ist. die er dabei trägt' denn nur eine gesichert« Vvlks- ernährung kann uns bei dem Zurückströmen unseres tapferen H(>ei-e§ und bei den schweren Waffonstillstandsbedingungen vor dem größten Elend bewahren. Außerdem müssen diese Bauernaustchüsse aber auch dafür sorgen, daß die landwirtschaftliche Erzeugung erhöht, daß in Ausübung der auf dem Lande von jeher bekannten und üblichen stets nottvendigeii Na.chbarhil.se alleinstehenden Frauen bei Aufrechterhaltung ihrer Wirtschaft mit Rat und Tat beigestanden wird, und Wirtschaften, denen ein geeigneter Leiter fehlt, in Bearbeitung und Pflege genommen werden, daß di« zurück- strömnden Arbeitskräfte in die richtigen Bahnen geleitet werden usw. Endlich muß daran gedacht werden, daß diese Banernrate nötigenfalls auch — ähnlich wie die jetzt entstehenden Bürgerwehren in den Städten — als Bauernwehren tätig werden müssen zwecks Schutzes des Eigentums der Personen und d^r Ordnung im Interesse der Aufrechter- Haltung der Ernährung zum Wohle der Volksgesalntheit. Bei Unordnungen oder Unruhen auf dem Lande müssen sie darauf eingerichtet sein. Plünderungen oder dergl.. die unser ganzes Ernährungswesen gefährden würden, abzuwehren, wobei vorgesorgt sein muß, daß eine Unterstützung durch die nächsten militärischen Kommandostellen und durch Nachbar- dörfcr und deren Bauernwehr gewährleistet wird. Es muß erwartet n>erden. daß die zurückkehrenden Krieger sich ebenso bereitwillig zu diesem Sicherheitsdienste stellet!, wie dies von d«n älteren ehemaligen Kriegern zu hoffen ist. Die Vauernräte jedes Ortes müßten endlich geeignete Persönlichkeiten als Delegierte wählen, die kreis-, hezjrks- und provinzweise zusammenkommen müßten, um die Behörden zu beraten und dabei die Wünsche der Landwirtschaft »zur Geltung zu bringen. Ruhe und Ordnung Alle Bevölkerungsschichten, die Nuhe und Ordnung wollen, ganz gleich ob Bürgerlich)« oder Sozialdemokraten, haben dasselbe Interesse daran, daß der Bolschewismus in seinen Anfängen nieder gehalten wird. Ordnung und Sicherheit bedeuten Arbeit und Brot; Unruhe und Bolschewismus bringen Hunger und Elend. Das gilt schon, wenn wir nur die inneren Verhältnisse betrachten; nicht genug kann aber darauf hingewiesen werden, daß unsere Feinde ein bolschewistisch"? Deutschland weder für verhandlungsfähig betrachten, noch auch nur vor dem Hunger schützen wollen. Auch von dieser Seite also droht uns das Verderben, wenn wir nicht Ordnung in Deutschland schassen. Die regierenden Gewalten, besonders auch die Soldaten, die bisher größtem teils in an«rkennensnerter Weise für di« Ordnung ej„getreten sind, müssen alles daran setzen, eine bolschewistische Gegenrevolution mit ihren Schrecken unmöglich zu machen. Jeder aber, der das deutsche Volk liebt und nickt will, daß das furchtbare Schicksal, das der Ausgang des Kriege? über uns gebracht hat, noch ins Unermeßliche verschlimmert werde, muß sie darin unterstützen. Die Regierung muß tt ei Sich der ordnungsliebenden Bevölkerung auch die praktischen Möglich? keilen einer wirksamen Unterstützung gebe«. Da M'uniWlj La Arra Wackkii'kn. Zur Durchführung der Verhandlungen mit der ungarischen Negierung über den Abzug der Armee Mackensen ist Oberst v Massow nach Budapest entsandt worden. Er wird die Einzelheiten des Durchmarsches vereinbaren und besonders darauf hinwirken, daß für die abziehenden Truppen Züge und Lebensmittel bereitgestellt werden. Tie deutsche Regierung ist dagegen gern bereit. Ungarn nach besten Kräften durch Lieferung von Kohle zu unterstützen, wenn auch durch die stürmischen Ereignisse der letzten Zeit die Kohlenförderung arg zurückgegangen ist und es infolge der Zurückhaltung deutscher Waggons in Oesterreich an Transportmitteln fehlt. Eine Bestätigung der Nachricht, daß Feldmarschall v. Mackensen die Waffen gestreckt hätte, ist bei hiesigen Amtsstellen bisher nickt eingetrofsen. An sich läge dazu auch kein Grund vor. Wenn die ungarische Regierung auf den Belgrader Waffenstillstand und darauf verweist, daß ihr die Neutralität nickst gestatte, den Durchzug bewaffneter Truppen zuzutasten, so ist dieser Gedankengang hinfällig. Denn Deutschland hat inzwischen den Waffenstillstand vom 11. November geschlossen, der sich nicht n«r auf die Westfront sondern auf alle Fronten erstreckt; er erwähnt ausdrücklich die Ostfront, trifft Bestimmung über die deutschen Truppen in Ostafrika und über den Bukarester Frieden. Infolge dieses allgemeinen Waffenstillstandes bestehen völkerrecht- licf>e Bedenken gegen den ungehinderten Durchzug der deich schon Truppen aus Rumänien durch Ungarn mit Waffen nicht mxhr. Der deutsche Generlkonsul in Prag bat sich auch bereits mit der tschechischen Regierung ins Einvernehmen über den Weitertransport der Armee Mackensen durch tichecko-' slowakisches Gebiet gesetzt. Der tschechische Ministerpräsident Dr. Kramasch hat sich grundsätzlich damit einverstanden erklärt, daß diese Truppentransport« über Od"rherg und Tetscken geleitet werden und daß ihnen kein Hindernis m den Weg gelegt werde. Der deutsche Generalkonsul bat hingegen die Erklärung abgegeben, daß diese Truppentransporte so rasch wie möglich durchgeführt werden und daß für etnxüge Schäden von Deutschland Ersatz geleistet werden wird. Zugeständustle. Berlin, 17. Nov. (Nordd. Allg. Ztg.) Ueber die Wafscn- stillstandsverhandlungen mit Foch wird der „Nordd. Allg. Ztg." noch gemeldet; Die erreichten Zugeständnisse sind sehr zahlreich Einen wichtigen Erfolg erzielte die Waffen- ftillstandsabordnung in der elsaß-Iothringisck)en Frage, sie 'etzte nämlich durch, daß die Reichsiandc nicht als ein von Deutschland besetztes Gebiet bezeichnet wurden. Die Anwendung der Willonschen Grundsätze auf diese Frage bei den Fridensveihandlungen wurde dadurch voll gewahrt. Ferner ist erreicht worden, daß die Verwaltung und Rechtsprechung in dem linksrheinischen Gebiete unverändert deutsch bleiben, ferner daß die Industrieanlagen nicht entwertet oder lahm gelegt werden' das gilt besonders auch für die Werke in Elsaß-Lothringen. Weiter wurde das Zugeständnis gemacht, daß die Nichteinhaltung der Räumungsfristen kein Grund zur Kündigung des Waffenstillstandes sein soll. Ganz neA ist die Mitteilung, daß die deutschen Truppen in Ostasrik« nickü bedingungslos kapitulieren müssen, vielmehr wurde für sie ehi-envoller Abzug erzielt, und sie werden bis zur Ankunft deutscher Schiffe in Sansibar vont Verbände verpflegt. Endlich bleibt es auch DetttWand verbellten seine Kriegs» '«häden an-umelden. In dem Berichte heißt es: Die Zugeständnisse der Le- denslnittetzufuhr sind nicht der Menschiicl>kei1 WilsonS und tes Verbundes zu verdanken, sondern sie sind durch die zweilagigen unablässigen Vorstellungen Erzbergers erzielt wor- den. Im Verlaufe der Erörterungen fiel das Wort, das aus der Zeitgeschichte hervorgehoben zu werden verdient: „Wahrend des Verhandelns kommt die Vernunft, während des Diktat? der Pie Prichinidlnirgett mir See. London, 17. Nov. (WB.) Neuter erfährt, daß der Sach verständige der deutschen Nevublik. Admiral Meurer. und sein Stab an Bord des Flaggschiffes des Admirals Beotty „Queen Elisabeth" am Freitag abend empfangen wurde. Der leichte deutsche Kreuzer mit Admiral Meurer und den Delegierten kam am Freitag nachmittag an dem auf drahtlosem Wege vereinbarten Treffpunkt aus See ein und wurde zum Firth of Forth eskortiert. Hier wartete ein Zerstörer, der Admiral Meurer und seinen Stab aus die ..Queen Elisabeth" brachte. Admiral Meurer würbe on Bord von Ccmmodore Brand empfangen und zur Kabine Beoftys geleitet, wo die Konferenz am Sams tag ausgenommen und heute beendet wurde. Im Stab des Admirals Meurer befanden sich der Kommandant der Zeppeline und der Kommandant der U-Boote Die bürgerlichen Delegierten blieben an Bord des Kreuzers „Königsberg". Eine liitljlc Antwort. Rotterdam. 17 Nov. sWB.) Drahtlos. Der schweizerische Gesandte in Mashinaton meldet durch Funkspruch an das Ministerium des Auswärtigen in Bern: Staatssekretär tzansiaq ersuchte mich durch eine Note vom 15 November, folgende Mitteilung an den Staatssekretär des Auswärtigen der deutschen Negierung zu übermitteln. Die Regierung der Berelniaten Staaten erhielt die draht losen Depeschen, die die deutsche Regierung an den Präsidenten der Vereinigten Staaten gerichtet Hot. und die sich auf die Be- folouna gewiser Forderungen beziehen, die in diesem Waffen siillstand mit der ottomanischen Regieruna und in dem Waffenstillstand mit der deutschen Negierung vorgeschrieben sind. Die amerikanische Regierung wird die erbalten-en M-tteilungen ol$. bald den anderen Negierungen zur Kenntnis geben, mit denen sie verbunden ist. und ebenfalls dem Obersten Krieasrat ln Paris. Di- Negierung der Bereinigten Staaten benutzt diese Getegenbeit. der deutschen Regierung nahezulegen, baß der. artige Mitteilungen die sich auf die Wasfenstillstandsbedingun- gen oder auf Fraaen beziehen an denen alle asiostierten Reaie- rungen interessiert sind, on alle Regierungen und nicht allein an den Präsidenten der Bereinigten Staaten gerichtet werden sollen Die Regierung der Bereinigten Staaten wünscht außer dem d-e deutsche Regierung darauf aufmerksam zu machen, dasi die Mi'leilur.aen durch die bestehenden diplomatischer, Kanäle wie durch direkte drahtlose Mitteilungen zu überwachen sirrd. In Ordnung und Arche. Aachen. 17 Rav. (WB ) Der hiesige Arbeiter- und Sol. batenrot teilt mit: Die Rückkehr des Heeres vollzieht sich bis ber in vcllster Ordnung und Ruhe. Eine Pelranntmachung der Wnffcnstillstandslrommission. Berlin, 18. Nov. An die Bevölkerung der linksrheinischen Gebiete und der Umgebung von Köln. Koblenz und Mainz! Die Bestimmungen des Waffenstillstandes bedeuten für die linksrheinischen Gebie'e und die rechtsrheinischen Gebiete innerhalb eines mit 30 Kilometer Halbmesser um die Rhrinbriicken von Köln, Koblenz und Mainz geschlagenen Kreises (sogenannten Brückenköpfe) folgendes' 1. Diese Gebiete sind durch die deutschen Armeen zu raumen Des bedeutet nur daß die unter den Waffen befindlichen Trup pen aus den Gebieten zurückgezogen werden sollen, damit der deutschen Regierung für die Dauer des Waffenstillstandes die Möglichkeit genommen wird, das linksrheinische Land als Aufmarschgebiet an benutzen. Die gesamte Zivilbevölkerung, auch die Wehrpflichtigen und die Reklamierten, können ungefährdet auch bei der nachfolgenden feindlichen Besetzung detz Landes an ihrem Wohnsitz verbleiben Im Berlavfe der ordnungsmäßigen Demobilisierung werden auch die aus dielen Gebieten stammen, den Angehörigen des Heeres und der Marine, soweit sie von der Demobilmachung betroffen werden, in die Heimat enllaffen werden. 2. Der Räumung dieser Gebiete dvrch die deutschen Trup pen wird eine Belegung . mit feindlichen Garnisonen für die Dauer des Waffenstillstandes und nicht vor dem |. Dezember fo^n. Der Feind hat sich das Recht Vorbehalten. Reguisitionen mit ordnungsmäßiger Abrechnung vorzunehmen, jedoch ist vor. den Bevollmächtigten der feindlichen Regierungen erklärt worden. baß diese Requisitionen die tatsächlichen Bedürfnisse der Bclotzungstruppen nicht überschreiten dürfen. 3 In allen geräumten Gebieten ist die Fortführung von Einwohnern untersagt. Dem Eigentum der Einwohner darf kein Schaden oder Nachteil zugefügt werden. Niemand wird wegen der Teilnahme an Kriegsmaßnahmen. die der Unterzeich ^ung des Waffenstillstandes oorangegangen sind, verfolgt wer len. Keinerlei Zerstörungen irgendwelcher Art dürfen ausge- mzt werden. Die Depots von Lebensmitteln jeder Art für die Zivilbevölkerung. Vieh usw müsien on Ort und Stelle verbleiben. Andererseits ist Deutschland verpflichtet, keinerlei allgemeine oder staatliche Maßnahmen zu treffen, noch besondere Be. .eble zu erteilen, die eine Entwertung der industriellen Unternehmungen oder eine Verringerung ihres Personals herbei- führen sollen. Eisenbahnen und sonstige Verkehrsmittel werdeu welterarbetlei^ ?. Der Zusammenhang der linksrheinischen Gebiete mit dem Deutschen Reiche wird in keiner Weise angctastet. Der Feind macht lediglich Anspruch aus eine Eesamtkontrolle. Leben und Eigentum der Bevölkerung ist somit nicht gefährdet. Die Bevölkerung handelt richtig, wenn sie ihren Wohnsitz nicht verläßt und auch sonst keine unüberlegten Maßnahmen trifft, um eingebildeten Gefahren zu begegnen. Die Waffenstillstandskommissioa: Staatssekretär Erzberger. Graf Oberndorfs. General v. Winjerfeldt. Kapitän z. S. Vanselow. 5000 fslioiüotiüfn nnD 150000 Ciitttwagtii! klm sich einen ungefähren Begriff davon zu machen, welcher. Verlust die im Rahmen der ungeheuerlichen Waffenstillstands- bedingungen uns auferlegte Abtretung von 5000 Lokomotiven und 150 000 Güterwagen für das öffentliche Verkehrswesen Deutschlands bedeutet, scheint es erforderlich, einige wenige Zahlen aus der deutschen Eisenbahnstatistik vor Augen zu führen Im letzten Friedenssahre (1013) verfügten die deutschen Staats- und Privateisenbahnen über einen Lokomotivpark von rund 30 000 und einen Güterwagenpark von rund 630 000 Stück Angenommen, daß Abgang und Zugang sich im Laufe der KriegS- zeit etwa die Wage gehalten hoben dürften, so ergibt sich, daß wir ein volles Sechstel unserer Lokomotiven und nahezu ein Viertel aller Güterwagen abtreten müssen. Und im Falle de? Ausscheidens Elsaß-Lothringens aus den deutschen Grenzen sind die rund 1150 Lokomotiven und 25 000 Güterwagen der Reichs eisenbahnen jenen Verlustzittern noch hinzuzurechnen. Unter diesen traurigen Umständen erleiden unsere Eisenhih nen eine Einbuße an rollendem Material, die da? an sich schon über die Maßen schwierige Problem der Volksernährung um so verwickelter — um nicht zu sagen' unlösbar — gestalten wird als die Leistungsfähigkeit des uns verbleibenden Materials durch seine übermäßige Beanspruchung während des Krieges jihr gelitten hat So nimmt beispielsweise Geb Vaurai W Eener in der ..Vosi. Ztg" den gegenwärtigen Reparaturstand unserer Lokomotiven, der in Friedenszeiten etwa 16 v. H. be< tragen habe, wegen der Ucberanstrengung auf 30 b's 10 o H an 3n alldem tritt noch die Abgabe von 5000 Kraftwagen hinzu. Wenn etwas den rücksichtslosen Vernichtunaswillen der V«w- bandsmächte zu kennzeichnen vermag, so ist es nicht zuletzt dieser aus eines unserer wichtigsten Lebensinteresien. auf unsere Der kehrsmittel gezielte furchtbare Schlag. Möchte daher dem von Staatssekretär Sols im Namen der Menschlichkeit cn Präsident Wilfon gerichteten Appell wegen Milderung des hier erörterten und weiterer besonders harter Punkte des Wafsenstillstands- vertrags ein Erfolg Nicht versagt sein Wilde Gerüchte sind immer nach über die Opfer b-er Revolution verbreitet. Um ihnen ein Ende zu machen sind ieyt durch dus Leichen» chauhaus in allen Krankenhäusern ustv. Nachforschungen nach den Personen angestellt worden, die bei den Vorgängen der Revolution um das Leben gekommen oder verwundet worden sind. Dabei hat man an Tottn 14 Personen festgestellt. Dazu kommen drei, di? wegen Raubes und Pliinderns standrechtlich e^scvossen winden. Es war auch verbreitet, daß bei den Schießereien am Ma.-stall, am Schlosse und am Toni 16 Schutzmänner Op^er der Revolution geworden seien. Daran ist kein wahres Wort. — Von der Marslallveiwaltung wird geschrieben- Roch immer ist unter der Berliner Be» völkerung das Gerücht verbreitet, daß iin Maistall gegen» revolutionäre Offiziere, Soldaten und Jugendnxchr nebst Waffen verborgen waren und daß das Marstallgebäude mit dem Schloß durch unterirdi'che Gänge verbunden sei. Ferner wird behauptet, daß im Mai st ill große Mengen von Le» b-nsmitteln verborgen seien. Die Angestellten des Marstalls und ihre Angehörigen haben unter diesen Gerüchten säAver zu leiden Nicht nur werden ihnen von vielen Seiten sclvvere Vorwürfe gemacht, es ist sogar mehrfach vorge- ? kommen, daß ihnen der Ankauf von Lebensmitteln abgeschlagen und erschwert wurde. Alle diese Gerüchte beruhen auf Irrtum. U"ter den unzähligen Gerüchten erhält sich mit besonderer Hartnäckigkeit die Behauptung, daß auf einzelnen Kirchtürmern. wie des Domes her Marien-, der Friedrichn>erderichk'n und der Georgenkuck^e, Maschinengewehre aufgestellt seien, and daß von ihnen aus auf die Bevölkerung gesessen worben sei. Wiederholte, auf Bitten der Kirchenverwaltungen vorgenommene genaue und gründ- licfc Untersuchungen, die sich nicht nur auf die Kirchtürme, sondern auf die Kircb.dacker und das ganze Kircheninneie erstreckten, haben die völlige Haltlosigkeit der Behauptungen ergeben. Die 5nye in Pose». Die Gerüchte von einem Putsch polnischer Legionäre ln der Festung Posen haben sich als unzutreffend herausgestellt. Polnische Geival! tätig keifen dürften astet dings in der Provinz vorgekommen und auch weiterhin zu befürchten sein. Eine SckWierigkeft ergibt sich auch daraus, daß Gegensätze in den in Posen und Gnesen gebildeten Arbeiter» und So!- datenräten bestehen, indem in den Soldatenräten die Deuten, in den Arbeiterräten die Polen maßgebend sind. Verhaftung polnischer Abgeordneten. Die polnischen Abgeordneten Seyda und Kurzawski sind ausDeranlassljng des Arbeiter- undSoldatenrats während der Fahrt nach Warschau in Thorn verhaftet worden. Ter pol» Nische Abgeordnete Trampzczynski, der sich über Kalisch nach Warschau begeben wollte, mußte wieder nach Posen zurück» kehren, da ihm die Weiterreise untersagt wurde. Tie Gründe für die Verhaftung der beiden Abgeordneten sind noch nicht bekannt. Der Bolschewismus in Polen. Warschau. 16. Nov. Unter den Polen in Radom kam es zu einer blutigen Auseinandersetzung. Tie Polen tmbe, dort zwei Parteien gebildet, von denen jede die OberlianA haben möchte. Während der sich absviclenden blutigen Dr»r* Sänge wurden aste Magazine ausgeplündert. Der Pübei raubte auch 800 Gewehl-e und bedroht das Leben der frier» iick)en reicheren Bevölkerung. Der Bolsck-ewismus breite* sich in Polen aus. Die Wahlen in Norwegen. Kristiania. 15 Nov. (WB.) Nach den bis jetzt vorliegende, Ergebnissen der Ctortingswahlen wurden endgültig gewählt-. 52 Linkrvarteiler (bisher 74), 3 Arbeiterdemokralen sbisher «>. 35 Rechtsparteilkr (bisher 21 einschließlich Freisinnigen). \k Freisinnige, 18 Sozialisten (bisher 19) und zwei Souernbfinfr ler. Demnach wird die Regienrngs- und Linkspartei, an die sich die Arbeiterdemokraten anfchließen. im neuen Clorting übe, mindestens 55 Sitze verfügen. Die oppositionelle Rechtspartei der Freisinnigen sowie voraussichtlich auch die Bauern bür, die, zugerechnet, verfügen höchstens über 53 Sitze, während die So. zialisten nur 18 Abgeordnete durchbrachten. Da der Storting im Ganzen 126 Mitglieder hat. demnach 64 Stimmen die abfo- lnte Mehrheit bilden, hat die Regierungspartei jedenfalls die ebsolnte Mehrheit verloren bleibt aber weiter die stärkste Par- tei. Bemerkenswert ist. daß von den gewählten Sozialisten der überwiegend größte Teil der gemäßigten Richtung angehört während die meisten Anhänger der bolschewistischen Richtung in ihren Kreisen unterlegen sind. obwohl die Leitung der sozial, demokratischen Partei in den Händen der Letztgenannten liegt Eine Ehrung hindkiibürn-; durch örn A.- n. S\=M Der Arbeiter- und Seldatenrat in Kckssel veröffentlicht zur Uebersiedelung des Hauptquartiers nach Kassel folgende Erklärung: ..M'tbünger und Soldaten! Heute trifft der General» seldmaiscstall v. Hindenburg mit Offizieren und Mannschaften des Großen Hauptquartiers in Kasse! ein. um von Wil» t.elmöhcbe aus die Temobilisation unserer Truppen zu leiten. Hindenburg gehört den, deufsc!)en Volke und dem dent'chen Heere. Er bat sein Heer zu glänzenden Siegen gefühlt und sein Vo!k in schwerer Stunde nicht verlassen. Nie bat Hindenburg in der Größe seiner Pflichterfüllung uns näher gestanden a's heute S-ine Person stobt unter unserem - Schuhe! Wir wissen, daß die bürgerlickie und soldatisch^ Bevölkerung Kassels ibm nur Gefühle der Verehrung und Hockpchiuna entgegenbringen wird und daß er vor Belästigung sicher ist. Der Generalfeldmarschxist trag! die Waffe, ebenso die Offiziere irnb Soldaten des Großen Hauptquartiers, wenn sie ihn begleiten.^ Die Devlinntz der Ernte. Berlin. 18 . Nov (WB ) Nock» viele hunderttausend Z'nt ner Hackfrüchte. Kartcffeln und Rüben sind im Boden, weil ausreichende Arbeitskräfte zum Ausnehmen fehlen. Werden die Felb- früchfe nicht bald geerntet, so vernichtet ste der Frost Das darl nicht geschehen, denn das wäre ein untisetzlicher Verlust für unsere ohnebin schwer pesährdxte Volksernährung. Es ergeht da. her an alle ?lrbcitcr- und Dauernräte, an aste Behörden der dringende Ruf. überall dort, wo Kartoffeln noch tm Boden sind bei den Truppen und unter den Arbeitslosen männlichen und weiblichen Geschlechts durch Vermittlung der örtlichen Arbeit- Nachweise sofort Arbeitskräfte anfzubringen, die erforderlick sind, um die Ernte schnellstens zu vollenden. Landwirte, di» noch Kartosfeln im Acker haben, sind verpflichtet, von nächstge legenen Truppenteilen und Behörden die erforderlichen Arbeitskräfte gegen Zusicherung eines angemesienen. die heutigen Teue rungsverbaltnisie berücksichtigenden Lohnes schnellstens anzufor dern. Sind sie darin lässig oder verzögern die Ernte durch di, Weigerung, einen angemessenen Lohn zu zahlen, so müssen dl« Behörden geeignete Zwangsmaßnahmen ergreifen, um die Feld fruchte vor dvm Verderben zu bewahren. Für das Kriegsernährungsamt: Wurm, für das Ministe' rium der Landwirtschaft. Domänen und Forsten: Braun. Hofer für das Ministerium des Innern: Dr. Vreitscheid, Hirsch. Nettet die Kartoffeln! Bei der Verzögerung der gesamten Erntearbeiten durch schweren Mangel an Arbeitskräften und die anhaltend regne- rische Witterung war es schon früh klar geworden, daß dir rechtzeitige Bergung der letzten Feldsriichte. Kartoffeln und Rü. den. ganz außerordentlichen Schwierigkeiten begegnen würde Aus der andern Seite konnte eigentlich niemand bei uns h» Zweifel darüber fein, daß die restlose Rettung dieser Fekdsrüchte vor Beschädigung oder teilweise Vernichtung durch Fröste va« geradezu auslchlaggebender Bedeutung für unsere auf so schmale, Gcndlage ruhende Volksernährung sein müßte. Wir haben des« halb seit Monaten immer wieder gemahnt. Maßnahmen zu wirk- samer Unterstützung der ganz unzureichenden Kräfte aus dem Lande zu tressen. weil nur dadurch die restlose Sicherung der Kartoffel- und Rübenernte erreicht werden könne. Trotzdem wir in der letzten Zeit bei der Kartoffelernte durch das Wener ungemein begünstigt worden sind, gehen uns doch von verschiedenen Seiten Nachrichten darüber z-u. daß auf großen Güter, mit umfangreichem Kartofselbau noch immer größere Felder mit dieser Frucht bestanden sind, deren Ernte wegen Mangel ^tr,r, wird. Im Güterverkehr werden ebenfalls Einlcdrandur'p^» nai k-errdig werden. Da auch die Beförderung de? mit dem Personenverkehr zusammenhängt. so muß auch bei t*» Briefpostbesörderung mit Verzögerungen gerechnet werden. FM Frankfurt und Umgebung kommen folgende Zugverörrbenarrg-, in Frage: Es fallen folgende Personcnzüge aus: Hauprbad« Hof ab 7.42 nachm., Hanau an 8.29. Hanau ab 6 45 vorm^ £>aujrti bahnhof an 7.32, Homburg ab 5.45 vorm.. Frankfurt an 8J0, der nachfolgende Zug hält in Weißkirchen, ferner Homburg ach 4.50 vorm., Hauptbahnhof an 5.29. Haupibuhnhof ob 6 03 vorv^ Usingen an 7.56. Homburg ab 5.57 nachm.. Frankfurt an 63!* Usingen ab 3.20 nachm.. Homburg an 4.25. Frankfurt ab 7.« nachm., Roßbach an 4.48. Rosbach ab 5.58. Frankfurt on t0 17 nachm., Frankfurt ab 11.47 nachm. Homburg an 12.29. Homburg ab 1.51 nachm.. Usingen an 2.49, Cronberg ab 8 49 vorm.. Frankfurt an 9.25 Frankfurt ab 9.50. Cronberg an 10.27 vorm. Rödelheim ab 12.06 nachts. Cronberg an 12.27, Cronberg ab 9.32 nachm., Rödelheim an 9.54. Ockstadt, 19. Nov. Der Dieb der in voriger Woche btv Kuh eines hiesigen Landwirts gestohlen hatte, wurde in der Person des Schuhmachers Steinow habhaft gemacht. Er batr. das Tier, das einen viel größeren Wert hatte, für 900 Mark in Köppern verkauft. ÄuS Starkrnburg. Der Starkenburger Viehhondelsoerbond hat die seitherigen Aufschläge der Händler bei der Anlieferung von Großvieh von 5 Prozent auf 2% Prozent bei Schweinen auf 4 Prozent und bei Kalbern den Stückfatz von Mk. 7.— auf Mk. 5.50 herabgesegt- Auch über den Verkehr und die Beförderung von Schlacht- Nutz- und Zuchtvieh haben die drei hessischen Viehhandelsverbände strengere Bestimmungen getroffen, um dem immer noch sehr lebhaften Schleichhandel entgegenzuarbeiten. Groß-Zimmern. 17. Nov. Hier wurden gestern ein Zahlmeister und verschiedene andere Soldaten festgenommen, welche eine ganze Anzahl mit Automobilen angekommene Lebensmittel aller Art. insbesondere mehrere hunderttausend Zigarren. Wurstwaren usw. zum Verkauf bringen wollten Bei der Untersuchung stellte es sich heraus, daß es die Vorräte eines Marketender-Magazins fein sollen, die dort Liebhaber finden sollten. Die in Frage kommenden Personen wurden zunächst wieder entlasten. bis der Fall aufgeklärt ist. Denshrim a. B.. 15. Nov. Der Arbeiter-. Bauern- und Sol- datenrat hat den Polizeikvmmistar Weller seines Amtes enthoben. FC. Ans dem Odenwald. 17. Nov. Der Eeflügelhändler Haack von Groß-Zimmern. der unlängst im Babnbof Höchst t Odw. seinen 12jährigen Sohn aus Unvorsichtigkeit mit dem Ge wehr eines Landsturmmannes erschollen batte, wurde vom Schös. fengericht Höchst zu sechs Wochen Gefängnis verurteilt. Aus Kurbrllea. FC. Aus Niederhesten, 17. Nov. Ein Eroßfeuer im Ge. fangenenlager bei Niederzwehren brach gestern mittag kurz nach 12 Uhr auf bis jetzt noch unaufgeklärte Weife aus. Acht Holz, schuppen mit großen Vorräten wurden ein Raub der Flammen. Die Hälfte der Anzüge der kriegsgesangenen Engländer. Franzosen. Italiener und Hilfsvolker, die sie aus der Heimat geschickt erhalten hatten, wurden vernichtet. Gezen 4 Uhr nachmittags war das Fuer gelöscht, der Brandschaden ist ein sehr hoher. Kirchliche Nachrichten. Gottesdien st in der Burgk i v ck> e. Mittwoch 20. Nov., abends 8% Uhr: Wochenandacht Herr Pfarrer Ritter. Offene Stell 7 n : 1 Kneck.te^a'N'lie. 5 Knechte. 5 Tagelöbner. 1 Bäcker. 20 Dienst- maade. 2Wirt chaftennnrn. > Meikerin, 10 Hausmädchen, 1 Lazarett- Köchin, 1 Weißzeugbeichließerin. Stelleniuckendek Mehrere Melkerfamilien und ledige Melker, 1 Kastiererin, 1 Pfleaerm. Ceschäftiichcs. Gin srenndlichcs Gesicht und eine heitere, fröhliche Kunst sind im Wechsel der Zeiten ein immer gleich erfreuliche» Anblick, und jedermann w rd sich gerne iemrm wohltneno.n Einstuß überlasten. Verdes aber zeigen uns in unverü.ldeier Werse die Al e g g e n d o r s e r-B l ä l t e r. Sie stehen auf dem Boden eines gesunden und liebenswürdigen Humors, der nirgends verletzt und heraus vidert und von durchaus na ionater We ensav ist. Der moderne Mensch, der wie ein Ball -wi chen Stimmungen. Strömungen und gerstiger Nastlosigleit hrn und her geworden wird, bedarf mehr wie un er behädtger Vorväter eine Stunde ruhiger Ausschaltung von all der liiervenspannung und Daserns.jetze, und da^u helfen uns die gemütvoll heiteren M e g g e n o o r f e r- Blätter wie keine cndere Zeit chrrst. Die vornehme und frohlaunige Kunst ihres Buderichmuckes läßt uns e.ne Spanne Zelt den grauen All az willig vergesten. und ein gejätliges roitzwort, eme behaglich anregende Eizahtung und eine erfrischende Komik in manch amerer Darbietung verjcheuchen siegreich häßliche Un- mutsfulren auf der Stirn. So wenig, wie wir rn der veitjeuden Kälte des Winters die leben,pendende W.rr ne des Ofens entbehren können, so wenig tonnen wir. auch in trüben und emnen Zeiten, den lächelnden Tröster Humor vermissen. 2st er doch des Ernstes freundlicher und un^eurennilcher Weggenosse auf der holprigen Lebensbahn. Em Probe-Abonncmenr, das für die Monate November bis Dezember durch ^ede Buchhandlung oder jedes Postamt, sowie vom Verla ) der Meggendorfer-Blä ter. München, Perusaftrahe 5. noch zu dem billigen Preis von Mk. 2.40 (ohne Porto) be.o,,en werten ann. gibt am besten Aufschluß über den Reichtum und die Gediegenheit der Zeit.chlift. VeranNvoillich für den politischen und lokalen üeil: £tio Hirschel. Fncdberg'. für den Anzeigenreil: N. Heyn er. Fiiedberg. Truck und Verlag der „Neuen LageL-eitung^ 8L. CS« Ätiebfacr/i i Ä. Nerzenskampfe. Wonun von Helene Cckü 1 ky. geb. von Gersdoiss. (Eop^rigtu 1915 by 6. Ackermann-Stuttgart.) 41 ) Nachdruck verbalen« ..Also bin ich eine Gefangene", sagte Silbe mit bitterem Lächeln. „Vielleicht will man mich sogar durch Hunger zwingen!" Unmöglich ist dag nicht, obgleich dein Vater bis jetzt davon nichts gesagt hat", meinte Franziska. „O. Hilde, gib doch nach, ich bitte dich! Du mutzt es ja zum Schluß doch tun!" „Niemals!" erklärte Hilde fest. „Nun. das werben wir sehen?" erwiderte Franziska über dielen unbegreiflichen Eigensinn auch nach und nach ärgerlich werdend ,,^ck überlasse dich jetzt deinem eigenen Nachdenken dos dich hoffentlich noch zu vernünftigeren Schlüssen führt Uebrrgens noch etwas: dein Vater läßt dir sagen, wenn du verständig, d. h. nachgiebig geworden seist, sollst du ohne weitere Erklärung heute abend zum Diner kommen, andernfalls aus deinem Zimmer bleiben. Er würde dann wissen, woran er fei nnb seine Maßregeln danach treffen. Also bleibt dir noch ein sehr bequemer Answeg ohne weitere Szenen und Vorwürfe. Benutze ihn und alles ist in schönster Ordnung!. Und bofj du's weißt die Dienstboten sind alle instruiert. Kerns von allen, auch deine Lina nicht, dürften es wagen, dir bei irgend etwas Verbotes, behilflich zu fein. Es tut mir wirklich leid, dir dos alles sagen zu müssen. Kind, aber dein Trotz ist allein Schuld daran Wenn du etwas brauchst, so klingle? Adieu, hoffentlich bis heute abend oder auch früher, falls du mrr etwas Gutes zu sagen hast?" Cie wollte Hilde auf die Stirn küssen. Diese aber wandte sich stumm ab. Da verlttß sie achselzuckend das Zimmer. Hilde hör/e. wie sie von außen die Tür mit Schlüssel und Riegel verwahrte. Hilde sprang auf. „Also wirklich gefangen!" rief sie erschüttert Danach muktte sie auf alles gefaßt sein, auf jebe Gewalt katigke't. Man wurde sie analen, foltern, durch Hunger womöglich gar durch Mißhandlungen zwingen wollen. Cie war vollständia der Willkür ibrer Peiniger preisgegeben. Abge- ^bnitten von der Außenwelt. Niemand wußte von tbrer Lage Gab es keinen Ausweg, keinen? Wenn es keinen offnen gab war nickt irgend eine List möglich? Sie haßte zwar alles, wa- nicht osten und ehrlich war. aber es gab doch Situationen, wo b'e i.,st nickt nur erlaubt, sondern geradezu geboten war Sie dachte angestrengt nach Plötzlich kam ihr ein Gedanke. Wenn sie mrt dem Marquis selber reden könnte! Sicher würde er Mibt^darauf besteh en. ^ 3» beiralen. wenn er erführe, daß sie Kelrauttimachnug 2m Monat November >918 wird gegen den Lieferungsabschnit? 22 der Suß losikaktcu ,.H" (blau) und ge en dle L,ejerungsabschnitte 1 uns 2 der neu aus «gebenden S. ßstofflorlen ,.G" (gelb) vo^ den Süßstostabgabestcllen Sützüoff abgegeben. .6s gelangt auf Abschnitt 22 tv* Briefchen und auf die Ab- ichnstte 1 und 2 je e,ne Schachtel zu--Ausgabe. Mit dem 80. Nov. v? ?ieren die Abschniue -2 bezw. 1 «UO 2 ihre Gültigkeit. Nach die em Ze lpunkt n.cht abgeruiene Süß- Po: mengen dürfen von den A- kabestelien frei verlauft werden. Feledbero, den 18. Nov. 1918. Der Bürgermeister 2. V.: D a w m. lieber wollt« «och konnte. Was für ein Glück könnte er von einer Frau erwarten, die mrr durch Zwang die seine würde? Ja. sicher würde er sie freigeben. sobald er die Wahrheit erfuhr. War er doch immer voll Ehrerbietung und Rücksicht in seinem Benehmen zu ihr gewesen! Aber wie sollte sie zu einer Unterredung mit ihm kommen? Ihr Vater würde ihr nicht gestalten mit ihm zu sprechen, solange sie auf ihrer Weigerung bestand. Auch schreiben konnte sie ihm nicht, dafür war ebenfalls gesorgt. Wes tun? was tun? Cie saß in tiefem Sinnen.. Da plötzlich fuhr ihr der rettende Gedanke durch den- Kopf. „Zch h-b's' So mich es gehen!" rief sie wie erlöst. „C-> Ist zwar eine Lüge oder wenigstens eine stillschweigende Vor- spiegeiung falscher Tctsachen. aber-ich kann nlchi anders. Gott wird mir verzeihen und beistehen." Ihr Entschluß war gefaßt S-e blieb ruhig in ihrem Zimmer. bis es Zeit war. zum Mittagessen Toilette zu machen Dann lautete sie. Lina erschien, nachdem sie die Tür von außen ausgeschlossen, von innen wieder verschlossen und den Schlüssel in ihre Tasche versenkt hatte. Hilde schien diese Manipulation nicht zu bemerken. ..Frisier- mich. Lina! Und dann möchte ich zum Essen mein dunkelblaues Samtkleid anzieben'" befahl sie ganz ruhig als ob alles qan^ so wie gewöhnlich sei. „Es freut inick daß das gnädige Fräulein sich wieder wohk kühlt. Fräulein Lehmann hat mir gesagt, daß Sie Migräne haben" bemerkte Lina. „Io. ick fühle mich vollkommen wiederbergestellt und kann am Mittagessen teilnehmen", erwiderte Hilde. Es tat ihr leid, ihre Iunafer. die sie schon lanee Jahre um sich hatte, die sie immer gut leiden konnte, und welcher sie anck viel Freundliches erwiesen hotte, indem sic auck ibre Familie reichlich unterstützte, unter ihren Verfolgern und Widersachern zu seben. Es war niemals ihre Gewohnheit aewe^en. mit ihrer Dienerschaft vertraulich ,v sein, trotz aller Güt- und Freundl-ckl-'tt Daher hatte sie zu Lina auck nie van ihren Anaelegevbeiten gesprochen. Sie wußte nicht ob diele etwas von ihrer be mlicken Verlobung mit Neinhold Germshoff ahnte. Wer weiß, was man ihr als den Grund der voraenemmenen strengen M"ß- regeln vorerzählt hattet Mas konnte das arme Ding auck ander? tun. als gehorcken? Sie hätte ia sonst ihren Dienst verloren und damit nickt nur ihre ei^ne aessckerte Existenz. so», dorn noch viele Vorteile für ihre Eltern und zahlreichen Geschwister. Aber leid tat es ibr doch, denn sie hatte daß Mädchen für treu und ehrlich gehalten. Als Lina die Toilette ihrer jungen Herrin beendet hatte verschwand sie, die Tür hinter .sich unverschlossen lassend Aul Bekanntmachung. neuen »'* 2 ‘- N°»-mb.r l». ds . findet die Ausgabe der Nährmittelkarten B und C l 0,e Rar,en > föt die Vio>getreide-VerorgungsbereKtia> ten patt, und zwar zu folgenden Zeilen: ™ " Bezirk I. AUes Po'lgebäude l. Stock. dem Korridor indessen begegnete Hilde der Kammerdiener ihres ,^ ** borl langsam hin und herging. Er war offenba^ als Wachtposten aufgestellt, weil man ihr nicht traute. O w'c entwürdigend war das alles! in 5 (rwimm " ,om hr (Jtöulein Lehmann fre»bestrahlend entgegen. „Das ist recht von dir, liebe Hilde, bah tu kommst, das lobe lry mir' "Ä Tante Ziska, ich habe mir's anders überlegt" erwi mechanisch, als sage sie eine eing-lernt" Lektion auf „Es ist besser so. ich kann's ja doch nicht durchführen." „Nun. du wirst es nicht bereuen, wirst dich bald daran gewöhnen' Gott. Kind, tausend von Mädchen würden dich um das Glück beneiden. Marquise von Reymond zu werden?" ver- sichette Franziska ermutigend. Auch dom Dcheimrnt war natürlich die Kapitulation dar F-ltung genieldet worden. In seinem Triumphgesühl fie de fiegt zu haben, lüblte.er sogar etwas wie -ine Anwandlung von Lwbe ,Ür seine Tochter. Ahr. wenn auch mifilungencr «ersuch fit gegen ,hn aufzulehnen. machte ihre s-tfige Unterwerfung um so suher silr seine Eigenliebe. *,§ -r herein,am. perstieg « Uch 'ogar zu einer für ihn noch kaum dagewesenen Handlung indem er Hi-de woh,woNend a»f die Schulter klapste und sagte: „fiirent mich dich zu sehen. Kind, freut mich sehr!" Sie kam sich fast wie eine Verbr-cherln vor und hätte am liebst?» geschrieen' 7 - ist nicht wahr! Nein. nein, ich gebe nicht nach! Ich luge' ^ch spiele Komödie*" Aber fie prehte die Lippen s-ft zusammen und schwieg. Es war nickt ihre Schuld, das, fie lüaen muhte. Man zwang fie dazu Es war bte einzige Mfialickkeit der Rettung. . n Diner verlies wie -re-rähnlich, nur dah der Eeheimrat blfiercr Stimmung war und fast allein die Kosten der Unter. Halbung bestritt. Nck rvk”* in Wn 3imm « surückzog. wandte er sich an Hilde mit den Worten: , mcl " Sinl> ' bet Marauls morgen hier ein. trifft Nachmittags nach dem Lunch kannst du ihn begrüßen und abends beim Diner wollen wir ganz unter uns eine kleine Berloh',no«seier abhalten " „Es ist gut. Papa, wie du befiehlst", murmelte Hilde. „Leb-mann. lernen Sie kür etn crtta seines Menü und lassen Sie Sekt kalt stellen? Und nun meine Tockter. geh scklasen und träume von all den ickönen Dingen, die dir bevorstehen?" So freundlich war ibr Vater eigentlich noch nie zu ihr ge- wcsen Und das dankte sie der ersten, hoffentlich auch der letzten Verstellung ihres Lebens. ^orttetzima kolat. Bekanntmachung Bezugnehmend auf meine Ve- küniumachuin vom Zl'. Sep-em.'er ds. Is. find bered}!iu Brenn loffe Vorzeigung der Kohtenaus- rrcislarte zu beziehen: DJirk II Nr. 941 bis 1009 je L^eritncrLtückkohlen bei Kohlen, haudlunz G. Schwarz L Sohne. G m. b. Fauerbachernraße. Fnedberg, den 18 . Nov. 1918. Der Bürgermeister. . _2. V.: D a ni in. 8U.-MA Die Gemeinde Nleder-Floritadt bcabsichugt eu.en ,uc Zuchl raua lichen Bullen im Aller von 16 Ato- na en anzukaujen. Besitzer ,olcher Tiere wollen umer*eid)neref Bürgermei,terei ihre Angebote zussuven. |lir&rr:|l 0 rjfll,t, d. 17. Nov. 1918. ^nrsfvmfifirrri zUeLkr-^lor^adl. _ Schmstegel. (Zimmer 7) Kr. 1—200 von 8—0 Uhr „ *201-400 . 9-10 .. 401-550 „ 10-11 '' 551—700 w 11—12 .. „ 701 «.höher ^ 12 — 1 ^ Bezirk Sir. Schule »n Fauerbach. Nr. 1—150 von 8-0 Uhr „ 151 u. höher.. 9—10 Bezirk If. «Altes Postgedäudr (Zimmer 4) Erd^eichog Nr. 1—1.>0 von 9 Uhr . 151-300 „ 9—j 0 ' 301—433 .. 10—11 „ „ 451—645 n U—12 9 Bezirk IE». Altes Po tgeKinde (Zimmer 7) l. Stock Nr. 043—850 von 2—3 Uhr „ 851-1050 3—4 „ 1051-1253 „ 4-5 " 1251 u. hoher „ 5—3 SlsilimrjtkilskniN. wieiler eln^esroTben. T«po3c3i» QäsSil E/moIeiavmSBau^ «Fean. Kögler, rrledtterg. Kaiserstrasse 27. Nähe des Rathauses. 3)ic rortteoenbe Zeiternleilung ist genau ,u beachten Die Lebensm'Uellare. owie die E ammkariea der abgelaufenen Nädr- mnielkanen sind vor ulegen. Die geiben Nahrmittettalten A " für bie Bro getretde-^etbssoer orger gelten weiter. K Friedberg, den 17. ^(ovember 1918 . Der Bürgermeister. __ 2. V.: Damm. EJ Der t Bauernkalender r Halte jetzt wieder Sprechstunden Wochentags: Vormittags von 9 bis I Uhr, nachmittags von 2 bis 6 1 /? Uhr. Sonntags: Vormittags von 9 bis I2 Uhr. Zahn-Praxis Peler Metzler Fernspr. 220 Friedberg i. H., Hanauerstr. 8. aus Hchmkms standes^errlicheu und Ee- meindelor.ren. Der für Montag, den 25. November 1913 angefetzl gewesene Verlaus t|t der Neijeschwierig- Zeiten halber „erschauen worden. Wann er »mnmehr stattfinvet wirb erneut bekannt gemacht werden. Lich (Obertz.). den Itt. Nov. 1918 Zürfll. Lolm'Iche ©berförPfrri. D r. Die, fenbach. vr»n gut erhaltenes Fahrrad kkampleu) zu verkaufen. Ockstadt. Psarrgaste 17. Icb bube meine Praxis wieder aufgenommen. Sprechstunden (außer Samstags): 2 bis 3V* Uhr, Sonntags 12 bis 1 Uhr. Telefon Nr. 203. Dr. Szametz, Arzt Vilbel. Lrdellllilhes Misthe« liegen guten Lohn zum baldigen Eintritt gesucht.. Frau M. Eöring» Friedberg. Kaijerstraße 126. kellkedefn werden gereinigt und von Motten befreit. Franz Nees, Dorheim bei Frleddera. Erbfengasfe SS. für rla5Jahr | 919 ist erschienen und zum Preise von 60 Pfg. das Stück zu beziehen durch die 31 Neue Tageszeitung Druckerei und Verlag A.-G. Montag den 25. Nov. 19!^ nachm ttais 1 Uhr anfa» end iommenous der kiesiacn Scha erei 60 Sliick Zuchtichafe und Lämmer zur Verstei^ening. Vemerkc w rd. daß die Ver. steigerl-nihinler der Pfarrhottaite stat'finde'. Kirch°GLns. d. 16. Nov 1918. 2. 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