»lumme r 367 EinMeis ^ LL Mittwoch, den 13. November 1918 _ 11, Jah rgang. tiiuna" e,Ich«, nt leben ÜBetlUu. Nepelmahtg« «eilapen ..Ser Cm, er ans «elTtn“, „Sie Spinnltube-'. tzezugspr.is: Le, den Po!tan!tait«n v>en«I,(ihr„ch ÄN. 2.7U 'l; 1 ,* ‘ L (tpn ® lb . „ ei De „ Ahnten monoili* 1.00 'JJH. etnichUetzlich Xtagerlotm. Anzeigen: Srund:eit« 2b Pig.. >o!ale 20 L,«.. Anzeigen von auswails werden SNtch LotnachnahMe hinzu ,NtI noch o - ^ , /yrieDbet« SchriNIeUnnn nnb Vertag Jtiebbetq (feilen), ->ana>!er^ir-j,e 12. ^erniorecher 4S. «»itibeJ.goiuo ’JIt. tSS9. 'in« «taminet «. AI._ erliober. Hinten bürg an Mc hcntsche Armee. An die Armee! Der Waffenstillstand ist unterzeichnet. Bis zum heutigen Dage baden mir unsere Waffen tn Ehren geführt. In treuer Hingabe und Pflichterfüllung vollbrachte die Armee Gewaltiges in siegreichen Angriffsschlachten und zäher Abwehr. In hartem Kampfe zu Lande und in der Lust haben wir den Feind von unseren Grenzen ferngehalten und die Heimat vor den Schreck- Nissen und Verwüstungen des Krieges bewahrt. Bei der wachsenden Zahl unserer Gegner, bei dem Zusammnbruch der u«s bis an das Ende ihrer Kraft zur Seite stehenden Verbündeten und bei den immer drückender werdenden Ernährungs- und Wirtfchastssoraen hat sich unsere Negierung zur Annahme harter Wastenstillstandsbedinguiigen entschließen muffen. Aber aufrecht und stolz neben wir aus dem Kampfe. den wir über vier Jahre gegen eine Welt von Feinden bestanden. Aus dem Bewußtsein, daß wir unser Land und unsere Ehre bis zum Aeußer- sten nrteidiqt haben schöpfen wir neue Krast. Der Waffenstillstandsvertrag verpflichtet zum schnellen Rückmarsch in die Heimat, unter den obwaltenden Verhältniffen eine schwere Aufgabe. die Selbstbeherrschung und treueste Pflichterfüllung von jedem einzelnen von Euch verlangt, ein harter Prüfstein für den Geist und den inneren Halt der Armee Im Kampf hobt Ihr Euren Generalfeldmarschall niemals im Stich gelaffen. Ich vertraue auch jetzt auf Euch! v. Hindenburg, Generalfeldmarfchall. Baldiger Friedensschlnff. Berlin, 12. Nov. (WB.) Di- deutsche Regierung hat durch Vermittlung der schweizerischen Regierung an die Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika, folgende Note gerichtet: Nachdem nunmehr der .Waffenstillstand geschloffen ist, bi stet die deutsche Negierung den-Präsidenten der Vereinigten Staaten, den Beginn der F r i e d e n s v e r h a n d l un ge n in die Wege leiten zu wollen. Der Beschleunigung halber schlägt sie vor. zunächst den Abschluß eines Borstledens ins Auge zu faffen und ihr mrhvteikn, an welchem Orte und zu welchem Zeitpunkts die Verhandlungen beginnen können. Wegen drohender Ledens- mittelnot legt die deutsche Regiening auf unverzüglichen Beginn der Verhandlungen besonderen Wert. Sols, Staatsskrejär. AbättdcruiMk'tt der Bedingungen. Haag. 12 . Nov. Der Eifel türm gibt sorgende, von ihm aufgefangene drahtlose Depeschen der deutschen Elevation an das deutsche Oberkommando wieder: Abänderungen der Wafsenstillstandsbedingungenr 1 Dem § 34 ist ein Paragraph hinzugefügt worden, welcher den deutschen Wünschen entspricht. 2. Aenderung des Absatzes 4: Um die Gefahr zu vermindern. welche mit einer Niederlassung in der neutralen Zone verbunden ist, soll dieser Absatz geändert werden: ..Eine neutrale Zone wird ferner errichtet am rechten Ufer des Rbeines zwischen dem Fluß und IN Kilometer Abstand zwischen der holländischen und der schweizerischen Grenze. 3. Aenderung von Absatz 4' Die Räumung des Landes auf dem linken und rechten Rbsinufer durch den Feind soll innerhalb eines Zetttermins von weiteren 16 Tagen, also insgesamt von 30 Tagen nach der Unterzeichnung des Waffenstillstandes durchqefiihft werden. 4 . Von den Bewohnern der in Frage kommenden Gegend soll niemand verfolgt werden wegen Teilnahme am Kriegwenn diese vor der Unterzeichnung des Waffenstillstandes fällt. 5. Der neue Text von Absatz 5 lautet: Es soll keine einzige Wegnahme oder Wertverminderung der industriellen Einrichtungen oder elne wichtige Personalveränderung vorgenommeu vorgenommen werden. 6. Der Text von Absatz 3 und. 4 soll geändert werden 5000 Lokomotiven, 150 000 Waggons und 5000 Frachtautos mit allen Zubehörteilen Lieferzeit innerhalb 30 Tagen. 7. Absatz 5: Alle Vorräte von S'stnkoblen und des Unter- halftnrgsmaterials. das für den Betrieb auf dem linken Rheinufer erforderlich ist. soll ausgeliefcrt werden. Absatz 9 soll folgendermaßen abgefaßt werden: Das Recht der Requisition soll durch die Armeen der Alliierten und der Vereinigten Staaten durchgeführt werden nach der Regelung, die mit den befugten Behörden getroffen worden ist. Dem Absatz 2 wird folgender Satz hinzugefügt: Trotzdem soll die Repatriierung der deutschen Kriegsgefangenen, die in Holland und der Schweiz interniert sind, weiter fortgesetzt werden wie bisher. Die Repatriierung der deutschen Kriegsgefangenen soll bei Schluß der FriÄiensunterhandlungen geregelt werden. Alle deutschen Truppen, die sich jetzt in Gegenden befinden, die vor dem Krieg einen Teil von Oesterreich. Rumänien oder Türkei aus- sachten, sollen sofort innerhalb -er deutschen Grenzen, wie diese am 1. August waren, zurückgezogen werden. Alle deutschen Truppen, die sich in Gegenden befinden, die vor dem Kriegsbeginn einen Teil von Rußland ausmachten, sollen innerhalb der deutschen Grenzen ebenfalls zurückkehren, fodaß (sobald?) die Alliierten, mit dem inneren Zustand dieser Gebiete rechnend, den Augenblick dafür als gekommen erachten. Weiterhin sofortiger Stillstand aller Requisitionen seitens der deutschen Truppen, sowie der Erschaffung aller Hilfsmittel für deutsche Zwecke in Rumänien und in Rußland. Die Alliierten sollen freien Zugang zu den durch die Deutschen an den Ostgrenzen geräumten Gebieten haben, sei es über Danzig, sei es über die Weichsel, um die Bevölkerung bevorraten zu können und um dort Ordnung aufrecht zu erhalten. Weiter Räumung von Ostafrika durch alle deutschen Streit- kräfte, die daselbst operieren, innerhalb eines Monats. Auslieferung aller Tauchboote an die Assoziierten inkl. der Unterstell euzer, Minenstger, mit vollständiger Bewaffnung und Ausrüstung in die Häsen der Alliierten und der Vereinigten Staaten. Die Tauchboote, die nicht mehr in See aebcn können, sollen abgetakelt werden und unter Aussicht der Alliierten und der Vereinigten Staaten bleiben. Die Tauchboote, die seetüchtig sind, sollen bereit gemacht werden, um die deutschen Häfen zu verlassen, sobald auf drahtlosem Wege Befehle für diese Reist eingogangen sind und der Tag ihrer Auslieferung festliegt. Diese Bedingungen müssen innerhalb eines Termins von 14 Togen nach Unterzeichnung des Waffenstillstandes durchgefiihrt werden. Alle Schiffe, die bezeichnet sind als zu internieren, sollen bereit sein, um die deutschen Häfen zu verlaffen sieben Tage noch der Unterzeichnung des Waffenstillstandes. (Aus drahtlosem Wege werden sie Befehle für die Reise erhalten. Die Alliierten sind darauf bedacht, daß die Fortsetzung der Blockade die Bevorratung von Deutschland, soweit sie diese für notwendig halfen, nicht verhindern soll, sobald der Waffenstillstand geschloffen ist. Deutschland legi bei der Räumung der belgischen Küsten und Häfen alles Haferrmaterial und Luftschiff fahrtsmaterral intakt zur Stelle, ebenso wie alle Handelsschiffe Schleppboote. Wersten. Werkzeuge. Lrrftscknffahrts- und Schiff- fahrtsmateriak und Vorräte jeder Art. Der § 34 soll folgendermaßen lauten: Dip Dauer des Waffenstillstandes ist bestimmt auf 35 Tage mit der Möglichkeit einer Verlängerung. In dieser Zeit kann der Waffenstillstand, falls die Bedingungen nickt erfüllt werden, durch die kontrahierenden Parteien gekündigt werden mit 4^stUndlger Kündigungsfrist. Um die Ausführung Vg W affenstillstondsvertrags unter festen Bedingungen ffchprzustel- lcn. ist das Prinzip einer internationalen permanenten Waffenstillstandskommission anaenommen worden. Diese Kommission soll unter hoher Patrorität des militärischen und Marine-Oberbefehls der alliierten Etreitkräste arbeiten. Besetztes und nenwates Gebiet. Berlin. 11. Nov. (WB.) In dem vollständigen Text der WaffLmt'kllstandsbedingunaen beißt es über die Räumung des linken Rheinufers durch die deutschen Armeen wie folgt: Das linke Rheinufer wird durch die örtlichen Behörden unter Aufsicht der Besatzungstruppen der Verbündeten und der Vereinigten Staaten verwaltet. Die Truppen der Verbündeten und der Vereinigten Staaten werden die Besetzung dieser Gebiete sichern indem sie die hauptsächlichsten Rheinüberaänge (Mainz- Koblenz. Köln! inbegriffen je einen Brückenkopf von 30 Km Durchmesser auf dem rechnen Ufer und außerdem die strategischen Punkte des Gebietes besetzen. Auf dem rechten Rbeinufer wird eine neutrale Zone geschaffen. Sie verläuft zwischen den: Fluß und einer östlich dieses Flusses gezogenen Linie. Diese Linie verläuft von der holländischen Grenze bis zur Parallele von Gernsheim 40 Km., von da an bis zur Schweizer Grenze nur 30 .Km. östlich d:s Flusses. Die Räumung dieser rheinischen Gebiete aus dem linken und rechten Ufer wird so geregelt, daß sie in einem Zeitraum von weiteren 11 Tagen durchgefübrt ist. also im ganzen in 25 Tagen nach Unterzeichnung des Waffenstillstandes. Art. 16 lautet' Dis Verbündeten sollen freien Zugang zu den von den Deutschen an ihren Ostgrenzen geräumten Gebieten sowohl über Danzig wie auch über die Weichsel haben, um die Bevölkerung dieser Gebiete verpflegen zu können, oder auch für jeden anderen Zweck. » Für unlere Gegend ist die wichtigste Frage, was wird aus Friedberg und der Wetterau. Fest steht jetzt, daß ein Teil von Frankfurt, jedenfalls sogar die ganze Stadt besetzt wird. Run beißt es. daß eine Zone von 30—40 Kilometer neutral bleiben solle. Da fragt es sich, ob diese Zone von der äußersten Peripherie der feindlichen Besetzung oder vom Rhein gerechnet werden soll. Der Zweck der nat,traten Zone soll der sein, Reibungs- släcken zwischen den deutschen und feindlichen Truppen zu vermeiden. wir meinen daher, die neutrale Zone wird von der Grenze des besetzten Gebietes an gemessen, in diesem Falle würden wir in die neutrale Zone falle«. Das Ihopnun kt RMNuly. Berlin, 12. Nov. Ein Aufruf der Volksbeauftragten kündigt- an: Die Regierung setze sich die Ausgabe, das sozialistische Programm zu verwirklichen urrd verkündigt mit Gesetzeskraft: Aufhebung des Belagerungszustandes, sowie aller Beschränkungen des Vereins- und Versammlungsrechtes auch für Beamte und Staatsarbeiter. Aufhebung der Zensur, freie Meinungsäußerung, Freiheit der Religionsübung, politische Amnestie. Aufhebung des Gesetzes über den vaterländischen Hilfsdienst. Aufhebung der Eesindeordmingen, sowie der Ausnahmegesetze gegen Landarbeiter und die Wiedereinsetzung der Arbelterschutz- bestrebungen. Spätestens zu Neujahr soll der achtstündige Marimelarbeitstag in Kraft treten. Die Regierung kündigt ferner an: Fürsorge für ausreichende Arbeitsgelegenheit. Unterstützung von Erwerbslosen. Erhöhung der Versickerungspslicht bei der Krankenversicherung, Bekämpfung der Wohnungsnot. Sicherung geregelter Volksernährung, die Aufrechterhasiung geordneter Produktion. Schutz des Eigentums gegen die Angriffe Privater. Alle öffentlichen Wahlen sollen nach dem gleichen, geheimen, direkten und allgemeinen Wahlrecht nach dem Pro- pcrtionalsqstem für alle mindestens 20 Jahre affen männlichen und weiblichen Personen erfolgen, auch für die konstituierende Versammlung, über die nähere Bestimmung erfolgt Lebensmittel für die Mittelmächte Washington, 12. Nov. In einer Ansprache aus dem Kongreß sagte Wilson: Tie Alliierten beabsichtigen, die Mittelmächte mit Lebensmitteln zu versorgen und sofort eine Nnterstützungsorganisation, wie früher fürBelgien. ins Leben zu rufen. Paris, 12. Nov. Clemenceau sagte in einer Ansprache an die Journalisten, Deutschland habe mit der Kapitulation bis zu feiner Erschöpfung gewartet. Es fei jetzt außerstande, leine Lebensmittelvorräte anzufnllen. Da die Lage in D-euffch- land und Oesterreicb-Ungarn verzweifelt fei. würden, die Alliierten ihnen bis zum Aeuß,ersten beist-ehen, da sie für und nicht gegen die Menschlichkeit kämpfen. Die Demodililatiou. Berlin, 12. Nov. (WB.) Zur Ueberführung des deuff- schon Wirtschaftslebens in den Frieden wurde eine oberste Neichsbehörde unter der Bezeichnung „Reicksamt für wirtschaftliche Demobilmachung (Temobilmackungsamt)" errichtet. Mit der Leitung dieses Amtes wurde mit Zustim- Nlllng des Herrn Kriegsministers der bisherige Oberstlettt- nant Koeth, Leiter der Kriegsrohstoffabteilung beauftragt. Dieser hat die gesamten Arbeiten der wirtschaftlichen Demobilisierung unverzüglich in die Hand zu nehnien und sich mH den sinnlichen hierbei in Betracht kommenden Zentral-, Provinzial-, Lokalbehörden der Reichs- ttnd Bundesstaaten zu diesem Zweck in Verbindung zu 'ehen. Alle Zivil- und Militärbehörden werden ausgefordert, den Weisungen des Herrn Koeth in Angelegenheiten der wirtschaftlichen Demobilisierung unweigerlich und mit größter Beschleunigung Folge zu leisten und ilmi zur Durchfübrung seiner für die Wohlfahrt unseres Volkes äußerst wichtigen Aufgabe nach jeder Richtung bebilflich zu 'ein. Die Reicksregierung: Ebert, Haase. Der Rat der Volkobeanstragten. Berlin, 12. Nov. Die Verteilung der Arbeitsgebiete im Rat der Volksbeauftragten ist vorläufig die folgende: Ebert Inneres und Militär Harste Aeußeres urtb Kolonien. Scheidemann Finanzen. Dittmann Demobilisierung und öffentliche Gesundheitspflege. Landsberg Presse und Nachrichtendienst. Barth Sozialpolitik. Dürgeransschüsse. Berlin, 12. Nov. (WB.) Ter Hansabund erläßt folgenden Aufruf zur Bildung von Bürgerausschüssen: „Die Erfahrungen der letzten Zeit beweisen, daß daS deutsche Bürgertum als solches selbst den schwersten inneren Umwälzungen tatenlos gegenübersteht. In dieser ent* scheidenden Stunde fordern wir da-s deutsche Bürgertum zur sofortigen Bildung von Vürgerausschüssen überall in Deutschland zu schreiten auf. Diese Vürgerausschüsse haben in Fühlung mit der Reichsleitnng und dm bestehenden Arbeiter- und Soldatenräten in erster Linie folgende Aufgabe zu lösen: Wahrung der bürgerlichen un- vollen Gleichberechtigung des Bürgertums bei allen staat* lichen Maßnahmen. Zur Bildung eines solchen Bürgeraus» sckusses für Groß-Berlin taten wip bereits hie nötigen .Schritte.- Zur Koh!ertwir1schnft. VrrK«. 11. Rov. (WB.) Die Kohlenwirtschaft ist ebenso wichtig und gefährdet wie die LebenZmittelwirtschaft. Die Koh. lennok wird trotz Abstellung der Kriegswirtschaft unverändert floß bleiben, schon wegen der Verkehrsschwierigkeiten. Die Auf- recbterhaltung der Koklenwirtschaft ist abhängig von dem geord» neten Weiterarbeiten der Organisation. Die örtlichen Organe find: für den Hausbrand die Städte und Kommunalverbände, für Gas, Wasser, Elektrizität und Kohlenversorgung der Fabriken die Kohlenabteilungen und die Elektrizitälsabteilungen bei den bisherigen Kriegsamtsstellen. Diese sind bereits ange- wiesen, nach den Gesichtspunkten der Friedenswirtschaft zu arbeiten. Die Arbeiter- und Soldatenräte, überhaupt alle durch den Uebergang der Regierungsgewalt in dis Hände des Volkes entstandenen politischen Organe werden aufgefordert, in die be. stehende Organisation der Kohlenwirtschaft nicht einzugreifen frndern deren etwa erforderliche Umgestaltung der zentralen Volksregierung zu überlasten. Nur so kann das schwerste Unheil von dem Volke und dem zurückkehrenden Hs»re abgewendet werden. Ebert. Haase. per Air; avih dcr 3,rnrf ü!ßta!(’v. Berlin, 11? Nov. Rach Meldung eines Verbindungsoffiziers in Vndaprst stellte die ungarische Regierung der N. Armee und der Armee Mackensen je sechs Züge täglich zum Abtransport zur Verfügung. Budapest, 12. Nov. (Srnf Karolni erklärte, wie „lljsag" mitteilt, daß Rumänien an Deutschland die Kriegserklärung schickte um dadurch Fe'.dmarschall Mackensen zurEntwafinung zu bewegen. Mackbnsen bade die Wasfenüreckung mit der angeblichen Begründung verweigert, die Republik Deutschland sei keine legitime (Gestaltung. — Die ungarische Regierung verständigte die ts.tiwlüsche Neaierung telegrapbisch. tast sie infolge ibrrr pazikisti^n birund^ähe nicht nur gegen das tschechische Voraeben v ratestiert. sondern auch, ihrerseits die Entwaffnung Mackensens fordert, weil sie die derzeitige deutsche Regierung als gesetzlich anerkennt. sie ss«'tn!t in Nh rnr^üflfn. Paris. 12. Nov. (DB.) Havas-Meldnng. Das franzö- stsche Torpedoboot „Mangini" und das englische Torpedoboot sind am 10. November in die Dardanellen ein- gefabren. um sich nach klvnstantinopel zrr begehen. Die französische Mariucoipision in Syrien hat am 9. November Älexandrette besetzt. Ffr üüdilrift fers föbinrftg MsrMlorm. Bukarest, 9 Nov. (WB.) Ueber die Ursache der Demission des Kabinetts Marohiloman wird aus Jassy belichtet, daß kürzlich au« dem französischen Hau plan optier in Belgrad ein fron- -ösilcher Flieger ankam. der die Rote der Entente an die rnmo» Nische Regierung zu übergeben hatte. Kurz darauf trat Marg- hilcman zurück. Rach der Demission hielt die Mehrheitspariei eine Versammlung ob, worin die zuriickgetretenen Minister auf den Erfolg hinwiesen, den Rumänen aus dem letzten konserva. liven Kabinett zog Minrst.'rpräsident Morghiloman wies au, die Erwerbung vcn Veffarabien hin. Der Außenminister Arion sagte, der Bukarester Friede sei tags zuvor annulliert worden fodoß Rumäi.ien heure in seinen alten Grerrzen dastehe. Meldungen aus Iasiy zufolge sollen demnächst noch zwei Minister für die Bukowina, sowie zwei für Siebenbürgen ernannt werden. Der König von Rumänien richtete an das Land eine Pro. klamation. in der er, auf die bratianischenPläne zurückgreifend die Einführung des allgemeine Wahlrechts und die Verteilung von zwei Millionen Hektar Land in Aussicht stellte. Der König fordert alle Rumänen zur Einigte,t auf. denn nur durch Ein. tracht und Ordnung können die hohen Pflichten für die Allge- meinheit erfüllt werden. Der König betonte, daß durch die Einigkeit zwischen der Krone und dem Volke Rumänien Fort- fchritte erlangen werde. Äufrnf an das ZchrveixervoUr. Der Vundesrat erläßt einen Aufruf, in dem es heißt: Unsere Maßnahmen sind weder gegen eine bestimmte Klaste noch gegen eine bestimmte schweizerische Porte! gerichtet. Mir laden alle Arbeiter, Bauern' und übrigen Bürger, die Parteien und ihre Führer ein, mit uns einträchtig zusammenzvr.rbeiten und uns zu helfen, unser Land ohne Unruhen und ohne ge. waltsame Erschütterung aus dem Kriege in die Friedenszeit hinüberzuführen. Kern einsichtiger Schweizer wird den Feinden unserer Demokratie Heeressolge leisten. Die Demokratie ist die Regierung des Volkes durch das Volk. Sie ist das Fundament aller unserer Einrichtunaen Ohne die Demokratie müßte die Schweiz untergehen. Wenn der K'.iea uns verjckwnr. wenn ursere nationale Zusammengehörigkeit sich festigt und geläutert hat. wenn die Völler uns ihre Syinpatbren schenken, so geschieht das auch deshalb, weil unser Land die älteste Wiege der Freiheit ist, und die Bürger die treuen Hüter d-s demokratfchn Gedankens sind. Wohl be. stehr die Demokratie nicht nur in äußerlichen Farnen. Diese mästen von sozialer Gerechtigkeit und Solidarität durchdrungen fein Dir Formen der Demokratie sind aber doch das unentbehrliche Werkzeug, um der Cerecktigkeit und dem Solioari- tätsbewußtstln zum Siege zu verhelfen. Dieses Werkzeug zcr. brechen hieße den sozialen Fortschritt verhindern. Sollten beute, wo der demokratische Gedanke überall siegreich zum Durchbruche aelnupt, Schweizer, die dieses Namens würdig sind, ihn verleugnen? Demokratie uno soziale Reform sind die beiden Seiten des nämliechn Problems. Wir miisten unsere politischen Einrichtungen vernolkkomm- nen um sie in höh-rem Maße der Verbesserung und Hebung unterer sozialen Verhöltniste dienstbar zu machen. Die soziale Reform drängt sich allen denen gebieterisch auf. die die große Lehre der Zeit rerstanden haben Sie kann sich aber nur aus dem Wege der ruhigen Entnrcklung voll,neben. Soziale Re. formen und Revolution werden in der Schweiz unvereinbare Gegensätze bleiben. In diesen vier Kriegsjahren haben wir alles getan und wir werden fernerhin alles tun. um dem Schmeizervolke und besonders unseren Mitbürgern mit bescheidenem Einkommen die Lebensbedingungen zu erleichtern. Den Fragen der Ernährung. der Bekleidung, der Arbeltslosigkeit, der Unterkunft der Gehalts- und Lohnverhältnisie schenken wir die ernsteste Aufmerksamkeit Durch weitherziges Entgegenkommen und durch brüderliche Hilfe werden wir aller Schwierigkeiten Herr werden Getreue, liebe Eidgenossen' Lastet uns unsere Anstrengungen vereinigen, um in unserem geliebten Vaterlands Frieden und Wohlfahrt zu bewahren. Wir empfehlen euch samt uns dem mächtigen Schutz Gottes Bern, den 8. November 1918. Im Namen des schweizerischen Bundesr^tes: Der Bundespräsidsnt: C a l o n d e r. Der Kronprinz Gestern lief die Meldung ein. daß der deutsche Kronprinz beim Versuch, die holländische Grenze zu überschreiten, zurückae- wiesen worden wäre, beim erneuten Versuch sei er von deutschen Grenzsoldaten erschollen worden. Die Nachricht scheint erfunden zu sein, denn heute liefen folgende Nachrichten ein, die sich aller-» dings auch widersprechen' Berlin, 12. Nov. Die Meldung, daß der frühere Kronprinz sich mit dem Exkaiser nach Holland begeben hat. ist. wie wir erfahren, nicht richtig Der frühere Kronprinz befindet st-h bei den Truppen an der Front. Im Gegensatz dazu stcht folgende Meldung: Haag. 12. Nov. Hollandsch Nieuwsbureau meldet: Der Kronpriirz ist heute nachmittag 3.2b Uhr in Maastricht angekom- mcn und im dortigen Gouvernement untergebracht. Er hat sich an die Königin mit der Bitte gewandt, ibm ein kleines, einsames Haus anweisen zu lasten, wo er die Gastfreundschaft Hob lands genießen könne. Thronverrichte. Dernhurg, 12. Nov. (WB.) Der „Anhalter Kurier" meldet- Der Prinzieaevt verzichtete für Herzog Joachim Ernst von Anhatt auf den Dhron nnd für das herzogliche Haus auf dasThronfolgerrecht. Der Prinzregent legte seinerseits die Regen Hefa ft des Herzogtums nieder. Tie neue Regien'ng wird morgen gebildet. Detmold, »2. Ron. (WB.) Fürst Leopold 15. zur Lippe entsagte dem Throne. yaidige Mahlen. Berlin, 12. Nov Die Neichsregiernng hat in v ■:? :r ' Uebereinstimmnng mit dem Vollziehungsausschnß des Ältester- utib Soldatenrates beschlossen, sofort nach Regeln d«r wichtigsten TageKstcigen die Wahlen zur Nationalen sammlung durchznführen. Auch die in der Regierung b?'i' d 'ichen Mitglieder der Unabhängigen Sozialdeiuokäatis.l. Partei widensepen sich keinesfalls dieser Maßnahme. Berlin, 12. Nov Wie heute abend ans dem Reich'g" bäude gemeldet wird, sollen die Wahlen zur deutschen Nationalversammlung in der zweiten Hälfte des Dezember stattfinden. Der Zn'ammentritt der Nationalve^annniung durfte frühestens Mitte Januar erfolgen. Geltung der Kriegsanleihen. Berlin. 11. Nov. (MB.) In der Prov'nrz wird dos Geruchs rerbreitet. daß die gegenwärtige Negierung, der Rat der Volks- beauftragten, die Absicht habe, die Kriegsanleihen zu annullie. ren. Die Regierung legt Wert darauf, diese Gerüchte aus da» bestimmteste zu dementieren. Ptthe nnd Ordntlnfl. Auf den Mastenversammlungen, die am Montag ln Frankfurt a. M stattgefunden haben, wurde überall zur Ruhe und Ordnung gemahnt Der Stadtv. Hüttmann schloß feine Rede: Rücksichtslose Beseitigung des Schleichhandels und der Hamsterei muh die Lebensmittelversorgung erleichtern und sicherstellen. Der Redner schloß mit sehr ernsten und nachdrücklichen Mahnrufen gegen olle diejenigen, „die die soziale Repv. blik" zu allerlei Machinationen niedriger Art ausnützen wollen", und verlangte dringend, daß die Ordnung unter a^en Umständen aufrechterhalten werde. Auf anderen Tribünen sprach sich ein Soldat dafür aus. daß die beiden Tage, an denen die Arbeit ausgefallen sei. von den Unternehmern bezahlt werden sollen: ein weiterer Soldat warnte vor Ausschreitungen und stellte ein anständiges, ruhige? Auftreten gegen Offiziere.und Mannschaften, die von der Frorr" kommen, als Pflicht hin. Die neue Staatsiorm könne leiden nur durch Auswüchse, wenn etwa halbreife Burschen mit Ge- Herrenslrnmpfe. Roman von H e l e n e Sckütky. geb. von Gersdorff. (Copyright 1915 by C. Ackermann-Stuttgart.) 26) Nachdruck verboten. Gustav atmete erleichtert auf. »Meinst du? Ach, das wäre allerdings möglich", erwiderte er. „Um jo mehr Grund, sie zu warnen, denn dann könnte sie noch vollkommen gerettet werden und käme ohne ernstlichere Schaden davon. Eigentlich". setzte er philosophisch hinzu, „ist es vielleicht nicht ganz praktisch, die jungen Damen wie Blumen aufwachsen zu lasten, die von der Wirklichkeit gar nichts wissen, dadurch sind sie doch manchen Gefahren ausaesetzt. Aber nun wir so weit gediehen sind, kommt der.zweite Teil der schwierigen Frage: wie sollen wir diese Warnung in's Werk setzen? Erstens, tzax wird die Ausführung übernehmen? Du. Reinhold?" „Ich?" ries Reinhold erstaunt. „Unmöglich! Ich kenne Käthe kaum, habe zwei, drei Worte mit ihr gewechselt. . . wie käme ich dazu, plötzlich so Ernstes mit ihr zu verhandeln? Nein, das wäre ganz verfehlt und würde ihr als ganz unbefugte Anmaßung erscheinen. Das kannst nur bu allein tun. Gustav, nur du allein bist die geeignete Person dazu, glaube mir!" „O, Himmel' Auch das noch?" erwiderte Gustav, „das wird schön werden! Wenn sie mich dann mit ihren großen schwarzen Feuerrad-rn zornig anblickt, vergeht mir aller Mut, das weiß ich schon." „Da kannst du dich als Soldat gleich Wen, dem feindlichen Feuer standzuhalten" sagte Remhold, wider Willen lachend über das ängstliche Gesicht seines Freundes. „Und wie soll ich sie nur erwischen, daß ich allein und ungestört mit ihr reden kann?" meinte Gustav bedenklich. „Das ist nämlich gar nicht so ganz einfach. Es darf doch niemand davon wisten. Und sie auch zu einem heimlichen Rendez-vous einladen, das geht doch auch nicht. Da käme sie ja von dem Regen in die Traufe. Einmal der Marquis, ein ^dermal der Leutnant Naundorfs. Nein, das ßrft nicht! Da sitze» wir wieder fest." „Weißt du. Gustav, da bleibt nichts anderes übrig, als daß du sie in den nächsten Tagen auf der Straßen zu treffen suchst und keckllch ansprickist", rit i Reinhold nach kurzem Nachdenken. „Einmal kann das ganz gut ohne Schaden für den Ruf der jungen Dame geschehen. Und die Veranlasiung ist so wichtig, daß wir kleinere Bedenken übersehen müsien. Sie geht ja häufig allein aus, da mußt du eben aufpasien, daß es dir gelingt." „Ja. ja. so muß es gehen?" seufzte Gustav „Wär's nur schon geschehen? Mir ist höllisch bang davor. Ich bin nur froh, daß ich mich mit dir beraten habe. Nun sehe ich doch wieder klarer und bin nicht mehr so ganz verzagt." Gleich nach Tisch begab sich Gustav Naundorfs auf seinen Deobachtungsposten in der Nähe des Trontheimschen Hauses Er gab sich die größte Mühe, der Nachbarschaft und den Vorübergehenden nicht aufzufallen, dennoch traf ihn mancher erstaunt fragende Blick. Er wartete vergebens. Käthe erschien nicht. Frau von Trontheim machte mit Frieda einen Ausgang und sie nahmen seinen ehrerbietigen Gruß im Vorübergehen freundlich auf Das war alles. Unverrichteter Sache und sehr enttäuscht mußte er mit einbrechender Dunkelheit sein Wächteramt aufgeben. So früh es ihm möglich war. fand er sich am nächsten Mor. gen wieder e.in. Diesmal war ihm das Glück günstiger. Bald nachdem er Posto gefaßt hatte, öffnete sich die von ihm beobachtete Haustür und Käthes reizendes, graziöses Figürchen trat auf die Straße. Gustavs Herz schlug bis in den Hals hinauf. Wollte sie schon wieder in die Anlagen, den Marquis treffen? Vorsichtig folgte er ihr in einiger Entfernung. Zu seiner Freude schlug sie die entgegengesetzte Richtung ein. ging nach dem Rhcinufer zu, wahrscheinlich zum Schwimmbad. Er beschleunigte seine Schritte und hatte sie bald erreicht. „Mut, Mut!" sagte er zu sich selbst, denn es wurde ihm mit einem Male wieder ganz bänglich ums Herz. „Gnädiges Fräulein gestatten mir wohl. Sie ein paar Schritte zu begleiten?" begrüßte er sie zaghaft. „Aber natürlich, Herr von Naundorfs, mit dem größten Vergnügen, wenn es Ihn^n Spaß macht und Sie Zeit haben" erwiderte Käthe freundlich. „Es ist ja viel amüsanter, zu Zweien, als allein herumzuspazieren." „Und doch scheinen Sie, gnädiges Fraulein, mit Vorliebe allein spazieren zu gehen", mit diesen Worten suchte er seinem vorgesteckten Ziel näher zu kommen, „viel mehr, als er meistens unsere jungen Damen zu tun pflegen. Ich hatte schon mehrmals das Vergnügen, Sie Morgens ganz allein in den Anlagen spazieren zu sehen." Sie horchte auf. Ihre gestrige Dogegnung und feine ernsten, vorwurfsvollen Blicke fielen ibr ein. Sollte er etwas wisien? Das wäre drimm Aber schließlich, so ein fürchterliches Verbrechen war es doch auch nicht. „Sie sagen das so komisch. Herr von Naundorfs", erwiderte ste, „als wenn Sie es nicht richtig fänden. Auch gestern haben Sie so sonderbare Augen an mich hingemacht, das ist mir gleich ausgefallen. Was haben Sie denn? Nur heraus mit der Sprache!" „Gnädiges Fräulein, wenn ich wüßte, daß Sie mir nicht zürnen", stotterte er über und über rot. „so möchte ich mir dings erlauben, Ihnen einen kleinen Rat zu geben." A's sie seine Verlegenheit sah, mußte sie lachen: sie war! noch in dem glücklichen Alter, wo alles zum Lachen reizt. Sis lachte eigentlich immerfort, wenn sie morgens erwachte, fand sie gleich irgend eine Veranlasiung zum Lachen, die komischen Sachen, die sie tagsüber zum Lachen brachten, waren zahllosi und abends schlief sie stets mit frohem Lächeln auf den Lippen ein. Die ganze Welt war ihrer Meinung nach schön und lustig.! Weshalb hätte sie nicht lachen sollen? Jetzt wieder dieser gute Herr von Naundorfs, wie komisch war er mit seinem verlegenen, roten Gesicht und seinen stotternden drolligen Reden! * „Aber, bitte, so raten Sie mir doch!" lachte sie übermütig. „Ich bin riesig gespannt, was da zum Vorschein kommen wird." Fortsetzung folat. ^ f u - ttKtft Achselstücke imb Waffen herunterzureißen versuchten. Es gelte setzt Taten, nicht Warfe. Zn einer Berliner Versammlung des Soldotenrates sagte ein Hauptmann: Es darf aber nicht dazu kommen, daß man ron Truppen der Sozialisten, von Truppen der Unabhängigen oder von Truppen der Spartakusleute spricht. Wir haben nicht geblutet, daß uns die Politiker jetzt mißtrauen. (Beifall). Wir muffen jetzt einig fein. Diese Versammlung mutz den Bürgerkrieg verhilvdern. Aber so einfach ist die Sache nicht. Die Bsdin-anngen sind furchtbar schwer. Kommt es nicht zur absoluten Einigkeit unter den Soldaten, dann tritt der furchtbare Fall ein. das; die Entente mit uns übecl-aupt keinen Frieden schließt, daß sic Lei uns rlinnarschiert urd Teile unseres Landes auch im Innern besetzt. Das wollen wir nicht- (Stürmischer minutenlanger Beifall). gUaffrnüilM wrt NMgtriilihliing. Sieht man nicht mit voller Klarheit die ungeheuren unmittelbaren Gefahren der Bedingungen für unsere Volks- erncchrung und die Aufrechterhaltung unserer WntsckMt überhaupt? Die Auslieferung von 5000 Lokomotiven, 10 000 Kraftwagen nd 150 000 Eisenbahnwagen müßte, da ohnehin unsere Transportmittel zur Aufrechterhaltung der Volkscrnährung kaum ailsreichen und die Zurückführung und Demobilisierung der Armee schwerlich eine beträchtlichere Entlastung ihrer Transportbedürfnisse zuläßt, nach i nserer Neberzeugung schon allein die Katastrophe unserer Volksernährung bringen, deren Turchführng ohnehin nur noch unter größten Schwierigkeiten möglich ist. Nimmt man dazu noch die Preisgabe von Gebieten, die unseres Wissens landwirtschaftliches Ueberschußlarrd enthalten, die Forderung des Unterhalts feindlicher Vesaßungstrnppen. die ganz unerhörte volle Ausrechterhaltung der Hungersperre, endlich die Auslieferung von Gold in einer Lage wo die Aufrechterhaltung unseres Zahlungsrl>esens bereits nur mit größter Müde durchführbar ist: Kann die Negierung sich der Erkenntnis entziehen daß ans solchen Bedingungen ein surcht- WirtfchQft in Deutschland notwendig folgen muß? Die neue Negierung in Hessen richtet folgenden Ausruf an die Landwirtschaft: Die Knappheit, besonders an Lebensmitteln macht es unbedingt notwendig, daß die Zufuhren nach den Städten unter keine Umständen unterbrochen werden dürfen! Tie landwirtschaftlich^ Bevölkerung wird deshalb in ihrem eigenen Interesse ersnckch. unverzüglich- mit der Lieferung oon landwirtschaftlichen 'Produkten zu beginnen. Glaube keiner, daß seine nach der Stadt gebrachten Vorräte in Gefahr seien. Die öffentliche Ordnung ist bisher von uns aufteclck erhalten worden und wird weiter aufrechterhalten Norden. Die Bezahlung erfolgt in der gleichen Weise, wie sie unter der früheren Regierung erfolgt ist. Die Bauernschaft möge bedenken, daß in die großen Städte die Truppen von der Front zurückfluten. Wird es uns nicht gelingen. diese großen Massen ausreichend verköstigen zu können, so kann eine Sicherheit für die Landbevölkerung nicht gewährleistet werden. Es ist deshalb Eure Pflicht, die städtische Bevölkerung nicht im Stiche zu lassen und mehr als seither Eurer Pflicht zu genügen, um uns der Notwendigkeit zu entheben. Maßnahmen zu ergreifen die nicht im beiderseitigen Interesse liegen. In Eure Hand ist es gegeben, durch vernünftiges Entgegenkommen dafür zu sorgen, daß die Zeit der Euch drückenden Maßnahmen baldigst ein Ende erreicht! Schafft Brot und Kartoffeln und glaubt nicht, die Staatsnrnwalzung zu Sonderzwecken mißbrauchen zu dürfen! Ter Rücktritt der alte» Regierung in Hessen. Darmsradt, 11. Nov. Die seitherige Negierung hat ihren Rücktritt in folgender Erklärung ausgesprochen: Nachdem unsere Aemter von den Beauftragten des Arbeiter- und Soldatenrates in Besitz genommen sind, ist es uns unmöglich, unsere Dienstgeschäste weiterzuführen. Beim Verlassen des Amtes sprechen wir allen uns unterstellten Behörden und Beamten unseren aufrichtigsten und wärmsten Tank für die treue Pflichterfüllung aus. die sie stets bewiesen haben und mit dev sie insbesondere während der Kriegszeit den verstärkten Anforderungen des Dienstes nachgekommen sind. Wir halten uns aber zugleich für verpflichtet im Interesse unseres geliebten Vaterlandes und der Aufrechte? Haltung der Ordnung in Stadt und Land alle Behörden und Beamten daraus hinzuweisen, daß sie, so, wie sie seither mit unseren Personen der Sache des Vaterlandes gedient habem auch in Zukunft ihre ganz« Kraft dem Staate -ur Verfügung stellen. Tarmstadt, den 11. November 1918. v. .Ewald. Staat? minister und Mnister der Justiz, v. Hombergk. Minister des Innern, Tr. Becker, Muster der Finanzen. Arbeiter-, Bauern- und SoldnLenrnt in Hessen. 'Zum ersten Mal finden wir die obige Bezeichnung in Hegendem Aufruf: Dsgesetzlichen Regelung, wird ernstlich erwogen unter Fühlungnahme mit den anderen Garnisonen. 5. Urlauber, die hierher zuständig sind, aber keinem Truppenteil angehören, werden im Büro des Soldatenrats einem bestimmten Truppenteil zur Entlohnung zugewiesen. Dieser wird mit einem entsprechenden Betriebs-Vorschuß aus- gestattet werden. 6. Alle Zweifelsfälle in Löhnungsfragen sollen von den Truppenkcisien im Einvernehmen mit den Delegierten wohlwollend erledigt werden. 7. Vorbildlich» Ordnung bat im gesamten Kastenwesen einschließlich Buchhaltung und Belegfübrung zu herrschen. 8. Der Finanzausschuß wird für die erforderlichen Nach- prüfunaen Sorqe tragen. 9. Ordnungswidrige Verwendung von öffentlichen Geldern — selbst in kleinen Beträgen — müßte streng geahndet werden. Auskünfte erteilen die Deleaierten der Truppenteile. Darnistadt, 10. November 1918. Der Vorsitzende des Finanzausschusses. B a st i a n. Eine PrsUüK m Darmstadt. 11. Nov. sWB) Der neue Ministerpräsident U r r wcf? hat an das hessische Volk heule folgende Proklamation erloffen: Nachdem der Arbeiter- und Soldaftnrat. als die von der Revolution proklamierten Träger oer ostentl chen Gewalten, der b sheriqen sozialdemokratiichea Landtagsfraklion die Bildung des Ministeriums übertragen hat, hat sie nun diesen Auftrag übernommen. Die Fraktion geht dabei von dem Gedanken aus. daß die neue (provisorisches Regierung auch das Vertrauen der nichtfazialdemokratischen Bevölkerungskreise besitzen sollte. Da. rum ist sie bereit, bei der Bildung der neuen Negierungsgewalt auch Vertreter anderer Parteien, falls diese zur aufrichtigen Mit arbeit gewilkt sind, in die Regierung mit aufzunehmen. Die Regierung soll ein Kollegialm'nisterium sein und aus einem verantwortlichen Minister, sowie Direktoren der einzelnen Ministe- rialabteilungen bestehen. Das Präsidium des Ministeriums und die oberste Leitung der Ministerialabteilung des Innern wurden dem Unterzeichneten übertragen. Heber die Besetzung der andern Ministerialabteilungen sind Verhandlungen im Gange Die Wahlen zur konstituierenden Volkskammer werden so bald wie möglich in die Wege geleitet werden. Volksgenossen, das Programm der neuen Negierung heißt kurz: Volkswohlfahrt! Demokratie' Die Freiheit, die nnn dem Volke gewährleistet ist. legt dem Einzelnen auch die Pflicht zu Ordnung und Selbstzucht auf. In erster Linie muß die Ernährung des Volkes stchergestellt werden, denn nur so wird es möglrch sein, den demokratischen Ausbau unseres Derfaffunaslebeus zu vollenden. Die Erzeugung der Nahrungsmittel und deren Ilebersübrung in die Städte muß mit aller Kraft gefordert werden. Geschieht das nicht, so haben wir das Schlimmste zu erwarten. Hungersnot. Plünderung. Raub und Mord würden das grauenvolle Elend dieser Kriegszeiten verschärfen und verlängern. Dadurch würden aber die Aermsten und gerade die Arbeiter am schwersten aetrossen werden Es muß daher alles geschehen, um die gereckte Verteilung der Lebensmittel zu sichern, wobei insbesondere völlige Unver. sehrtheit der Verkehrsmittel unerläßlich ist. Darum Volksgenossen. Arbeiter und Soldaten! Denkt olle daran. Die Mithilfe im Sinne dieser Auffassung gilt dem Hessen- laade wie auch uns»rem deutschen Vaterlande. Der sterbende Krieg darf nicht im Bürgerkriege ein- Auferstehung finden. An alle Beamten und Behörden des Landes ergeht der Auftuf, auf ihrem Voften zu bleiben und nach wie vor ihre Pflicht zu erfüllen. Die neue Regierung ist sich bewußt, daß nicht alle Kreise des Volkes politisch und wirtschaftlich ans ihrem Standpunkt stehen. Sie hofft und erwartet aber, daß auch diese Kreise in ihrer Liebe zu unserem Volke mit ihr gemeinsam zu wirken bereit sind. Je allgemeiner die Mithilfe ist, um so leichter wird diese schwere Ueberaangs'.eit getraaen und überwunden werden können. Die neue Rgierung unterstützen, beißt das Land vor der Anarchie bewahren. Jeder stehe auf seinem Posten furchtles und unverdrossen zum Besten der Gesamtheit, dann wird und muß es gelingen, unser Volk aus diesen schweren Stunden einer besseren Zukunft entgegenzuführen. D a r m st a d t. den 11. November 1918. Der Ministerpräsident: Ulrich. Tod des Abg. Gandorfer. München, 10 Nov. Der Bauernbundführer und bisherige Landtagsabgeordnete Gandorfer, der sich als Mitglied des republikanischen Parlaments heute auf die Fahrt nach Nieder- tayern begeben wollte, um unter der Landbevölkerung für die Sache des Bauernrates und die Lebensmittelversorgung der großen Städte zu wirken, ist in der Nähe von Schleisheim das Opfer eines Automobil-Unfalles geworden. Gandorfer erlitt einen Cchädelbruch und war sofort tot. Zwei seiner Begleiter sind schwer, einige andere leicht verletzt. Die Erhöhung der Krotratron. In Verfolg der gestrigen Erklärung des Knegsernäh- rungsamtes gibt die Reicl-Lgetreidestelle bekannt, daß vom 1. Dezember dieses Jahres ab die tägliche Mehlration allgemein um 40 Gramm erhöht wird. Den Sckwev- und 'Schwerst'arbeitern wird diese Erhöhung auf ihre 'Zulagert angereckmet. Die erheblich* Verbesserung auch für sie liegt in der Erhöhung der Brotmenge für ihre Familienglieder. Vom Felde der Ehre. Södel. Der Unteroffizier Lehrer Wilh. Huber wurde Mm Vizewachtmeister befördert und mit dem Eisernen Kreuz und der hessischen Tapferkeitsmedaille ausgezeichnet. — Ersatzreservist August Decket wurde bei den Käniofn im Westen mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet. Die hessische Tapfer- keitsmedaille und die finnische Vejreiungsmedailft erhielt er schon früher. ?»rs dev Oeimnp Schützt Evch selbst vor der Grippe! Besucht kein Kino, kein Konzert, kein Theater: vermeidet größere Menschenansamm- lungen und schlecht gelüftete Räume, auch in Wirtschaften! Benutze die Straßenbahn nur. wenn es unbedingt notwendig ist! Unterlaßt jede unnötige Reife, laßt Euch nicht anhusten und nicht annießen' Geht nicht zu Kranken, wenn Ihr nicht müßt! Betrachtet Personen mit Husten und Schnupfen als arippever- dächtig und beachtet selbst zurzeit auch leichte Krankheilserschei- nungen als mögliche Vorläufer der Grippe! sr. Hanau, 5. Noo. In der Sitzung des landwirtschaftlichen .Kreisvereins äußerte sich bei der Besprechung kriegswirtschaft- licher Maßnahmen Korhausdirektor Thylmann über die Saat, kartoffelfrage. Er führte u. a. aus' Die Frage der Sicher- stelluna und Beschaffung der für das Jahr 1919 notwendigen Snatkartoiielmengen steht im Vordergrund Gemäß der Ver- c-rdnung über den Verkehr mit Saattartoffeln müssen die Ein» töufe der für das Frühjahr 1919 notwendigen Menaen bis zum 15. November dieses Jahr getätigt und die Verträge zwilchen den Vedarfskommunalverbänd^en nnd den liefernden Kom nrunalverbänden genehmigt sein. Wie im vorigen Jahre, so iß auch dieses Mal wieder die Beschaffung der Saatkartosrel mengen und deren spätere Verteilung einem Plonzkartoffel ousschuß übertragen, der sich nnter dem Vorsitz des Herrn Oberbürgermeister a. D. Dr. Gebefchus und je 3 Mitgliedern des Stadt- und Landkreises Hanau zusammensetzt. Für heute war die erste Sitzung de? Pflanzkartosselausscku'sses anberaumt und die Bearbeitung sollte nach Schluß der Sitzung des Landwirtschaftlichen Kreisvereins stattfinden. Wegen der Kürze der Zeit wird diese Bearbeitung jedenfalls nicht mehr möglich fein und empfiehlt sich in Anwesenheit der Mitglieder des Kreis- ousfchusies auch die Versammluna selbst darüber zu hören und sse mag auch schließlich darüber beschließen, welche Mengen Saotkartofseln für das nächste Frühjahr für die Kreiseingesessenen in Hanau Sradt nnd Land aufgekaust und sichergestellt werden sollen. Die beiden Vorsitzenden der Hanauer Kom- munalverbände. der Landrat sowohl als der Oberbürgermeister haben ihr Einverständnis gegeben, daß das Risiko, das mit dem Planzkortoffelgeschäft verbunden ist. von den Kommunalverbänden übernommen wird, umsomehr auch, als nur die Kommunal verbände berechtigt sind. Pflanzkartofseln aus anderen Verbänden zu kaufen und an ihre eigenen Kreiseingesessenen zur Verteilung zu bringen. Das Kornhaus, das als Geschäftsstelle der Kommunalrerbändr Hanau-Stadt und Land mit der Heranschassung und späteren Verteilung beanftragl ist. berechnet wie im vergangenen Frühjahr nur seine Auslagen und erhält eine ganz beicheidene Verteilungsgebühr: es ist nicht in der Lage, das Risiko auf sich übernehmen zu können. Ferner f-ei noch bemerkt, daß nach der Verordnung über den Verkehr mit Saotkartofseln Kortoffellaatgut auch an landwirtschaftliche Verussvertretungen oder an solche Personen (Kartoffelanbauer) abgesetzt werden darf, die es selbst zur Aussaat verwenden wol, len. Der Handel und die Genossenschaften dürfen nur als Vermittler auftreten. Der Verwaltung des Kornhauses war es mit Rückstcht auf die vorgerückte Zeit nun nicht möglich, mit den- Einkäufen von Saatkartofieln länger zu warten und es Hut clnsiwerlen noch Schätzung des ungefähren Bedarfes für Hanau-Stadt und Land bis jetzt insgesamt 17 200 Ztr Saatkartoffeln eingetauft und sind von den Mengen Y* für den Stadtkreis und y A für den Landkreis vorgesehen. Es empfiehlt sich mit Rücksicht auf dis Kriegsverhältnisse sehr, in dem Einkauf etwas böhcr zu greifen, weil nach den seitherigen Erfahrungen 25—30 Prozent der abgeschlosienen Mengen im Früh, jahr nicht zur Lieferung kommen. So konnten im letzten Frühjahr verschiedene eingekauften Posten von den Erzeugern nicht geliefert werden, weil die Mengen in den Mieten erfroren waren oder die detr. Kommunalverbände die Ausfuhr nachträglich nicht genehmigten. Was die Sorten anbelangt, die eiuqekauft wurden, so hat die Verwaltung des Kornhauses nur zu den. jenigen Sorten gegriffen, die in hiesiger Gegend bis jetzt sehr gute Erträge gebracht haben, und als Frühkartoffeln ...Kaiser- krönen", „Frübrosen", als mittelfiühe ..Ella", mittelspäte ..Up to date", „Parnassia" und als Cpätkartoffeln ..Industrie* „Wohltmann" und ..Cilesia" käuflich erworben. Die Versamm- lunq hat den Ausführungen des Herrn Direktor Thylmann zugestimmt und die Einkäufe genehmigt. Nach einer weitere« Aussprache, an welcher sich in der Hauptsache die Mitglieder des Pflanzkartoffelausschvsses beteiligten, wurde, um hinreichend gedeckt zu sein und eventuelle Abfälle von vornherein aus- Zugleichen, beschlossen, die Verwaltung des Kornhauses zu de- auftragen, weitere Mengen Saattartoffeln einzukaufen und zwar bis zu insgesamt 22 000 Zentner. Es soll versucht Z)er- den. den Rest möglichst noch in frühen oder mittelfrühen Saat- kartofieln einzudecken. (Nach Mitteilung des Kornbaufes stnl» zwistbe,zeitlich insgesamt rund 22 000 Ztr. Saattartoffeln sichergestellt worden.). \ Verantwortlich für den politischen und lokalen Teil: Otto H i r s ch e l. Friedberg: für den Anzeigenteil: N. Gegner. Fiiedberg. Truck und Verlag der „Neuen Tageszeitung A. G.. Friedberg L Ä~-- Wirten Freunden. Verwandten und Bekannten die schmerzliche Mitteiluna, datz nach schwerem Leiden meine innigstgeliebte hoffnungsvolle Tochter. Schwester und Enkelin Manschen Becker im 18. Lebensjahre heute sanft dem Herrn entschlafen ist. Melbach, den 12. November 1918. Die tieftrauernden Hinterbliebenen: Otto Becker, Tochter Anna nebst Großeltern. HQStüifi Stoffe Mantelstoffe Rockstoffe Die Beerdigung findet Freitag nachmittag V-3 Uhr statt. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei de» schweren Verluste unseres lieben Sohnes unü Bruders Adolf WiIhelm Leonhardt Elisabeth Leonhardt geb. Peyer zeigen ihre Verheiratung « n Hof gut Wisselsheim bei Bad-Nauh«i«, November IMS. sagen wir allen, insbesondere Herrn Dekan Wieget für seine trostreichen Worte am Grabe, dem Militäroelein, den Soldaten und allen, die ibn zur letzten Ruhe begleiteten, sowie für die zahlreichen Blumen- und Kranzspenden unseren tiefgefühlten Dank. Bingenheim, den 13. November 1918. In tiefer Trauer: Familie Friede. Maltern. Kehn «nt mach« na Den hiesigen Landwirten wird sagendes zur Kenntnis gebrach.: Rach der bereits veröffentlichten Verfügung des Kommimaloer- banl es vom 23. Oltoder ds. tt§., müssen bis zum 15. Rovenll er alle auf Bezugsscheine abmgeben en Karto sein fldir'm e n. Tie bis zu d e em Tage nicht belieferten Be.ugsjcheine werden ungültig und es darf auf sie von den Lond- w'rten nichts mehr abgegeben werden. Letztere haben vielmehr Zu ihrer Entlastung die Bezugscheine am 16. Rovein er der Wir schasiskanenführrma. Zimmer olr. 4 des ctadt auies.abzuliefern. Alle am 16. November noch im Besitze des E'.zeusers befindlichen ÄC rtoffctn werden, soweit er sie nicht selbst zur Ernährung seiner Fam'lie und zu Saat^wecken benotet, hierdurch im Interesse einer ausreichenden Versorgung nneier stöbt. Bevölkerung beschlagnahmt. Eie sind aut Anfofderung an den stödt. Lebens- mi relousschuh abzuiiefe n. Bei Weigerung der Anlieferung zum ge-etzl.chen Höchstpreis wird un- na^fichckich zur Enteignung ge- jchrit.en werden. Friedberg. den 12. Rov. 1918. Der Bürgermeister. I. V.: Damm. Gute trächtige Falirkuli zweites Kalb - m vier Wochen Ibend, steht zu verkaufen. Wilhelm Pieh Ww..UtId»ch. Ltttl» \u Hü 7 eritügnng atmen Jlinütr gritDifrjS. Die Entleerung der Sammelbüchsen am 6. November 1918 bei er in anerkennenswerter Weise die Auu inerschäler der Unier- -ekunda. Carl SfKmoefelb und Richard Meißin er. behilflich waren hatte folgendes Ergebnis: Lutz Mk. — 5tf, «TaiferOof Mk. — 02, ^^^ber7,Äahnbos'Mf.r-.24,Ph.Lteinhlittste.- ttk.2.9U Slod) Mk. —«0 .j, Soine Mk. —.93, Burgholcl Mk. —. 15 . .,,uckgs»-rg,r Mk. -.31, Marino Mk. -.14, Schiller, ih' 4 " i L' f*“ 1 : Mk. —.'5. Friedrich Mk. 2.—, Kölsch p fforftliaus Wlnkcrstein Mk. 7. 5, ziifam.uei, V worüber wir hiermit dankend quittieren. In allen übrigen 46 Sammelbüchsen war nichts enihallen. was mm Teil aus folgendem Grund urückzuführen i|t 2m vergangenen Fahr mutzten die Sammelbüchsen aus Mangel an Kleingeld urückqestellt werden: dlefes Verbot w rbe jedoch auf unser Ersuchen im No- oember 1317 wieder aufge! o en und auch von uns bekannt ae macyt. Von ver chiedenen Herren Wirten wurde jedoch die Be lanntmachung über,ehen und die Adolfstürmc nicht wieder aufgestellt Fär den Vorstand: F. Dörr. Vorsitzender BgirkssPrkO „Mtljiliieiislist" j Friedberg. l Wegen Erhebung von Kaufsckiillingen ist unsere Kasse vom 11. bis einschließlich 21. Rooegiber nur Mittwochs und Samstags geöffnet. Friedberg, den 7. November 1918. Der Borstand. Halte täglich Sprechstunden von 8y 2 bis 7 Uhr abends. Sonntags von 9 Uhr bis 12 Uhr. Zaim-Praxis P. Allfeld, Fs'ietlberg, Hanauerstrasse 13. Hcl»*?nrz u. hlaia Heinrich». d. Emde, Friedberrr, Kaiserst. 125 . RüaensSier in allen Größen. Dezimalwagen geaicht. ,ofon lieferbar Wilh. Häuser, _ Friedberq. Tele'on 76. Offeriere prima breilbucklige Oldenburger Ferkel mit Schlappohren mr Zucht und Schnellmast geeignet, ge und und >eitchenfrei. gute Fresier 6—^ Wochen 5-5—75 ML 8-10 „ 75—100 10-12 " 10-1". ^ 12—1) 120-150.. p. St. 'amtliche Tiere sind kreistierrirzt» lich un er ucht. Ver and unter Nachnahme. Für gesunde, lebende Antun t wird garantiert. Peter Stuwer, Düsseldorf. Cölnerstr. 332. Tel. 2919. keitteckern werden gereinigt und von Mouen oesreit. 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