Nummer 257 tfii{rlyni* m L L Freitag den 1. Dovernber 1918 _ 11. Jahrga ng. Die .^Irue Tages?eitung" erichemt icDcn WerUa^. Regetmaßrge Beilagen ..Ser flauer aus -eilen". ..Sie Spinnttube". Srrugspreis: Bei hinzu tritt noch Das Bestellgeld: fei oen Uleenten mono,lick 1.00 Mk. einschließlich Tragerlobn. Anxeigen: Grund.eile 2d Big., lokale 20 P,q.. Anzeigen erhoben. Erfüllunosor, ^riedbera. SchriMeiinna und Verla? ',r!eDbe7g l Hegen). ->anauertratze 12. ^ern-vr-tzer 48. Bat, Keck. Lonto Mt. 4SV» den i'Oitanitaltcn oiecieltäf}tltrf) 3lik. 2.70 von answnns oetoen durch' Boilnachnadmc Iw Ttantiurt a Bl. Eine neue (Wenfwe in Wandern^ Erfolgreiche Abmehr. — Der Waffenstillstand mit der Türkei. — Revolution in Ungarn, Graf Tilxa ermordet. Der deutsche Generalstab -----—- mcIDci: T. H. ftraßw Kavplquirrrief. der; Bl. Oktober Amtlich. Westlicher KriegsschouplaS. Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht. Bei Zomvrgen an der Lys wurde ein Teilonariff der Belgier abgemiesen. Südlich der Schelde und am Walde von Normal zeitweilig Artilleriekampf und kleinere Infanteriegefechte. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. Ein feindlicher Angriff gegen den Kanal-Abschnitt südlich vcn Catillon scheiterte. Südlich der Oise niesen wir am frühen Morgen heftige Angriffe der Franzosen ab Oestlich von Lau- dikay zeichnete sich hierbei das Reserve-Inianterie-Negiment Nr. 270 besonders auZ. Auch die bis zum Abend nach erneuter Feuerwirkung und unter Einsatz zahlreicher Panzerwagen mehrfach wiederholten feindlichen Angriffe scheiterten. Wo es dem Gegner gelang, vorübergehend in unseren Linien Fuß zu fassen, warfen ihn unsere Geaenstöße wieder zurück. An der erfolgreichen Abwehr der Panzerwagen haben die zweite Kompagnie Inf..Regt. 414, die Mivenwerfer-Kompagnien 464 und 465, das Rcferve-Feldartillerie-R-giment Nr. 1 (von ihm der Unteroffizier Kokowski der 4. Batterie) und Vizcfeldwcbel Hornstein der 2. Batterie Nes.-Feldnrlillerre-Reat. Nr. 57 besonderen Anteil. Auf dem Kampsfelde zwischen Mizy le Comte und der Aisne blieb die Artillerietätigkeit lebhaft Nordwestlich von Herrn) wurden am Abend erneute starke Angriffe des Gegners abgewiesen. Heeresgruppe Gallwitz Aus beiden Maatzufern nahm die Artillerietätigkeit zu. Die Fliegertätigkeit war gestern besonders rege. Wir schol- fen 58 feindliche Flugzeuge und 2 Fesselballone ab. Leutnant Dörr errang seinen 35., Oberleutnant Auffarth seinen 30., Leutnant Hantelmann feinen 25. Luftsieg. Der Chef des Eeneralstabes des Feldheeres. Die Sicherheit öer Rriegsünleihe beruht a?f öcm £ctro 2 ££'n öe"'schr« Dokksvermögrn. tin deutschen Bodenschätzen und der in den Stürmen des Krieges bervährken und gestählten Arbeitsamkeit, flnpassungs- fahißkelt und Sparsamkeit des deutschen Volkes. Darum zeichnet die Itriegsan! ei he! Abendbericht. Berlin, 31. Ott., abends. (WB. Amtlich.) Erneute Kämpfe in Flandern. Feindliche Angriffe von der holländischen Grenze bis zur Schelde find vor der Lysfront gescheitert. Zwischen Deynze und der Schelde brachten wir den Feind, der an einzelnen Stellen in unsere Linien eindrang, sehr bald zum Stehen. — Auf den Aisne-Höhen nordwestlich von Chateau-Percien wurden heftige Angriffe der Franzosen abgewiesen. Der österreichische Gencralftab fc=== meldet: Wien, 31. Oft. (WB.) Amtlich «ird verlautbart: Das Oberkommando stellte bereits «« 29. Oktober früh durch einen Parlamentär di- Verbindung mit der italienischen Heeresleitung her Es scllte kein Mittel zur Vermeidung wei lerer unnützer Blutopfer, zur Einstellung der Feindseligkeiten und zum Abschluß eines Waffenstillstandes unversucht bleiben. Das italienische Oberkommando nahm gegen diesen von dc n besten Absichten geleiteten Schritt zuerst eine unverkennbar afc lehnende Haltung ein. Erst am 30. Oktober abends konnte Ge wwl der Infanterie von Weber mit eurer Abordnune im Einverständnis mit dem italienischen Oberkommando die Eefeckts- linie zur Einleitung der Verhandlungen überschreiten. Wenn demnach auf dem italienischen Kriegsschauplatz die Kriegsareuel ihre Fortfetznna finden, so müssen d e Schuld und Verantwortung lediglich auf Rechnung unserer Feinde geschrieben werden. Ter Ehes des GeneralslabeS. 38 060 Tonnen versenk*. Ein framöiischer Uainerkreurev beschädigt- Berlin, 30. Okt. kWP. Amtlich.) Im Sperrgebiet um England versenkten unsere U-Boote 38 000 Brt. Handeltzschnfs- raum. Im Mittelmeer erzielte ein deutsches U-Boot einen Tor- pedotrefr'er auf einen französischen Panierkreuz-r: die weiter: Wirkung des Erfolges konnte nicht beobachtet werden. Der Chef des Admiralstabes dcr Marine. fr';nD!id?e KkiMMifc auf liiöünilldif StüMf. Karlsruhe, 31. Okt. Heute Nackt warfen feindlicke Flieger in der Umgebung von Rastatt Bomben ab. ohne Schaden anzurichten. Auch die offene Stadt Pirmasens wurde erneut von feindlichen Flugzeugen heimgesucht. Durch abgeworfene Bomben wurden leider drei Personen gelötet und neun zum Teil schwer verletzt. Der verursachte Schaden ist gering. AttMilffMiNlNi- mit dcr oütfcri initfriridind? London. 31. Ott. (WB.) Das Reutecbureau eriäbrt, daß die türkische Negierung dem Waffenstlllstand zugestimmt hat. London, 31. Okt. (WB.) Das Reuterbureau erfährt, daß der Waffenstillstand mit der Türkei am 31. Oktober mittags unterzeichnet worden ist. (Zusatz des 26olffbureaus: Eine amtliche Meldung vom Abschluß des Waffenstillstandes liegt bisher nicht vor.) Republik Ungarn. Die Revolution in Budapest. Berlin, 81. Ott. Wie das ..Berliner Tageblatt" mitteiu ließ ihm Graf Michael Karolyi folgende Depesche zugehen: Budapest. In Budapest ist die Revolution ausgebrocken. Der Rationalrat hat die Regierung und die Garnison übernommen. Die Polizei erkennt vollständig den Nationalrat an. Die Bevölkerung jubelt. Karvlyi, Präsident des Nationalrats. Budapest, 31. Ott. In Budapest hat der Ministerrat die Republik ausgerusen. Unter beispiellosem Jubel durchziehen die Soldaten unter Führung von Offizieren mit gezogenem Säbel die Straßen. Hochrufe auf die Republik erschallen. Die Truppen haben sich des Ostbahnhafes bemächtigt, dort wurden nach der Front fahrende Bataillone angehalten. Die Truppen schloffen sich sofort den Revolutionären an. In der Stadt ist auch die Zivilbevölkerung bewaffnet worden. Cie verfügt über ungeheure Mengen Munition und Waffen, da sie die Ungarische Waffenfabrik geplündert hat. Der Kommandant von Budapest soll sich in den Händen ungarischer Soldaten befinden. Die Hafenstadt Fiume hat ihren Anschluß an Italien erkläu Die italienische Flotte wird jeden Tag in Fiume erwartet. Berlin, 31. Olt. Ueber die Herrschaft des Militärrats in Budapest wird der „Boff. Ztg." berichtet: Gestern Abend versammelte sich eine vieltausendköpfige Menge aus dem Giesela- platz vor dem ungarischen Nationalrat. In geschloffenen Kolonnen zogen vier Regimenter Soldaten unter Führung eines OffizierL heran und schworen dem Nationalrat die Treue. Die Demonstranten durcl-zogen unter unbeschreiblicher Begeisterung die Straßen der Hauptstadt. Hierbei kam es dazu, daß zivei Mitglieder des Mi'itärrats verhaftet wurden. Cs waren zwei junge Offiziere. Sie wurden obgeführt. Der eine wurde schon nach einigen Schritten von der Menge befreit. Den andern brachte man zum Platzkommando. Die Menge stürmte nach. Die Wache wurde an die Gewehre gerufen. Wie ein Mann stand dann die Bereitschaft des Platzkommandos zur Stelle, ober nicht, um sich argen die Menge zu wenden, sondern um sich bewaffnet an die Spitze der Demonstranten zu stellen. Der Zug bewegte sich in eine der Vorstädte, wo das Militär:efäng' nis gestürmt wurde und sämtliche dort in Haft befindlichen militärischen Häftlinge und wegen politischer und militärischer Vergehen verhafteten Personen und Soldaten befreit wurden. Es wurden Hochrufe auf die Republik anseebrackt. Die Aufständischen besitzen reichlich Waffen und Munition. Die Auslösung dcr Armee. — Die Ui bergnbc der Flotte. Wien, 31. Okt. Das k. f. Kriegsministeriilm, Marine- sektwn, verlautbart folgendes- Aus allerhöchsten Auftrag wird verfugt- Allen Mannschaften, welche der nickt süd flawi'cken Nationalität angehören, kann auf Verlangen die Heimkehr bei gleichzeitiger dauernder Beurlaubung gestatte! werden. Die Flotte Marineanstalten und sonstiges Marine, cigentum werden dem südslawischen Nationalrate in Agram und in Pola im Wege des lokalen Ausschusses fucceistve über- geben. Von den übergebenden k. u k. Behörden und Kommandanten ist die Geltendmachung des Eigentumsrechte? der nickt südslawischen Staaten resp. Nationen zu seiner- zeitiger Ablösung Protokollen I'ck ausdrücklich vorzubebalten. Da der Flaggenweck'el aus internationalen Gründen nickt sofort durckstihrbar ist, wäre nack der Uebergabe an den südslawischen Nationalrat der Führung nationaler Abzeichen neben der Kriegsflogae k-'in Hindernis in den Weg zu legen. Dem gesamten Stabe steht frei, aus den Einheiten der Flotte und bei den Behörden nach ordnungsmäßiaer Nebergabe an den südslawischen Natiormlrat weiter dienstleisteud zu verbleiben. In: Interesse einer ordnungsmäßigen Abwickelung und der Erbaltung des Marineeigentums baben das Flotten- kommando uud das Kriegsministerium. Marinesektiou. auf den sueressiven Abgang der verantwortlichen Stabsperfonen entsprechenden Einfluß zu nehmen. Dom Kriegsministerium Marinesektion, wird ein Vertreter mit dem südslawischen Nationalrat in Agram wegen der Festsetzung weiterer Details in Verbindung treten. Die f. u. f. Marinebebörden und Kommandanten haben für die Arckreckwrholtuna der Rnbe Und Ordnung, sowie di? Reaelnng des Abtransportes weiter Sora? zu tragm. An das Donau-F!ottillenkommando ergebt überdies der Auftrag bei der fsebergabe der Donauflottille an di^ könialich ungg'-i^che Regierung im gleickcn Sinne vorzugeben und dementtpreckend die nichtungarifche Mannschaft zu entlassen. Wien, 31. Okt. (WB.) Die Mitteilung von der Heber- gäbe der ottc wurde in der gestrigen Sitzung der deutscke^ Nationalvecsamnstung von alldeutscher Seite zur Kenntni? der deutschen Abgeordneten gebracht und von der Versammlung mit Ausrufen peinlicher Ueberraschung ausgenommen. Graf Tista ermordet. Budapest. 31. Okt. (WB) Meld. des Ungar. Korr -But Graf Stephan Tisza ist das Opfer eines Attentates geworden Auf einem Spaziergänge mit einer Verwandten in der Hermi« nenstraße wurde er von Soldaten durch Revolverschüffe gelötet; seine Vegleiterin ist angeblich verwundet. Pie Dage in Gesierrclch. Oesterreich-Ungarn ist gewesen. Alle Nachrichten, die von dorther gelangen, zeigen, daß der alte Kaiserstaat an der Donau in voller Auflösung begriffen ist. In Ungarn, wo die Revolution bisher einen unblutigen Charakter getragen hat ist dies mit der Ermordung des früheren Ministerpräsidenten, des energischen Grafen Tisza, anders geworden. Die Regierung ist an die radikalsten Elemente übergegangen. Dem Minister^ Präsidenten Lammasch ist lediglich die Aufgabe zugesallen, dü Masse zu liquidieren. Der Kaiser soll bereits seine Habselig« leiten in Sicherheit gebracht haben, wobei er die Kroninsignie». sich zugeeignet hat. In den slaoischen Landesteilen scheint man die Revolutio» nach russischem Muster zu betreiben. Es wurden Arbeiter- und Soldatenräte gebildet, die die Herrschaft an sich geriffen habe«. Dabei durchziehe« Hausen von desertierten Soldaten das Lan^ und treiben Revolution in ihrem Sinne, indem sie die Schlöffe» und Häuser der Grundbesitzer und Juden plündern. Das einzige erfreuliche in dem wüsten Chaos, das sich a«A dem österreichischen Kaiserstaate gebildet hat. ist der feste und u»- abänderliche Entschluß der Deutschen, ihre Nationalität hochzuhalten. In allen deutsck-en Landesteilen finden Versammlungen statt, in denen z. T. unter heftigen Ausfällen gegen das Hau- Habsbura. das Gelöbnis r«m De«tschtum erneuert wird. Die Nachricht, datz die Eisenbahnverbindung Wien—Berlin unterbrochen sei, wurde -war widerrufen, indessen mutz doch etwas dran gewesen sein. Sicher ist, dotz die Verb' düng über Tetschen unterbrochen ist. Man mutz die nächsten ^. ,\e abwärts n. indessen befürchten wir. datz die Nachrichten von unseren ehemaligen Bundesgenossen nicht besser werden. Dir Aationalverjammlnng. Wien. 30 Okt. (WB ) Die deutsch-österreichische Nationalversammlung hielt heute ihre zweit« Sitzung ab. Sämtliche Redner protestierten gegen die Ne-e des Ministers des Aeußern Grafen Andrasip an Wilsen, wodurch die Gefahr eines unheilbaren Risses zwischen Deutsch-Oesterreich und Deutschland entstand. Sie wandten sich dagegen, datz diese Note ohne Einvernehmen mit der deutsch-csterre.chisck en Nationalversammlung abgesandt wurde und protestierten gegen die beabsichtigte Annexion deutscher Gebiete durch den tschecho-slowakischen Staat. Der Sozialdemokrat Ellenbogen b<.eichnete den Abfall von Deutschland als einen schmählichen Treubruch. Die einzige Sickerung des deutschen Volkes gegen die Preisgabe seiner In- teresien iei die Konstituierung des deutsch-österreichischen Staates als Republ.k. Abq. Pantz (deutsche Unabhängigkeitsparte!, beantragte, in die Note an Wilson einen Pasius aufzun-'hw.en. dr.r das Selbstbestimmungsrecht auch für die Deutschen in Ungarn aueckprtckt. Er stellte einen Antrag zugunsten der deutschen Brüder in der Bukowina und erklärte, die Zukunft des neuen Staates liege in dem Anschluh an das Deutsche Reich Der deutsch-radikale Abgeordnete Wolf betonte die Notwendigkeit. daß die Nationalversammlung rasch die Exekutive übernehme. Die Nationalversammlung nahm hieraus die Note an Wilma an und wies den Antrag Pantz an den Vollzugsausschuß Zurück. Es wurde auch eine Nefolution de? Vollzugsausschusses über die 9ü?te des Grafen Andrasiy an Wilson angenommen. F'c deutsch-Böhmen. Wwn. 20 Ott. (WB.) Korrespondenzbureau Dir deutsch, kohm'.ichen Aboeordneren versammelten sich heute im niebetcT'.T reichisck-en Londhoose zur Konstituierung Deutsch-Böbmens. Der Vorsitzende Pacher stellte in seiner Eröffnungsansprache fest, datz, Deutsch-Döb^en zum Staate Deutsch-Oesterreich gehöre und niemand das Rtz'st bsbe das Gelöbnis auf den ttzchickifchen Staat zu verlangen. Die Versammlung nahm einstimmig eine Entschließung an, worin gegen die Annexionsabsickten durch die Tschechen Protest erhoben wird. Es wurde beschlossen, bis zur Regelung der Verfassung und Verwaltung Deutsch-Oesterreichs eine vorläufige Verfassung auf demokratischer Grundlage für Deutsch-Böbmen ge'ten zu lassen. Der Provinz Deutsch-Böhmen sollen im Verhältnis zum Staate Deutsch-Oesterreich olle Reckte und PArckten zukommen, welcke fstr das Königreich Böhmen im Verhältnis zu den übrigen im Reichsrat vertretenen Königreichen und Landern in der böhmischen Landesordnung und im österreichischen Verfasiur.gsg-setz niedergelegt sind. Die Versammlung aller jetzigen deutschen Neicksratsabaeordneten Böhmens bildet den vorläufigen Landtag der Provinz Deutsch-Böhmen. Vorläufiger Sitz der Landesvertretung ist die Stadt Rei- cheuLerg. Gro^-ermen. Dien. 31 Ott. Wie die Blätter melden, ist in Srrasewg das grotzierbische Königreich proklamiert. Die verrir'eilten Mörder des Erzherzogs Franz Ferdinand sind von dem Militär aus deu Gefängnisien in Serajewo befreit worden. Dow Auf der Tagesordnung stand gestern ein Antrag des Grafen ^erck: In der Zeit der tiefsten Not des Vaterlandes ist es Pflicht und Recht des Herrenhauses, zum Ausdruck zu bringen wie unlö> lick der Zusammenhang ist zwischen Preußens Herrscherhaus und seinem Volk. Der König von Pr-ußen wird sein Volk auch tn den dunkelsten Tagen treu befinden. Das Herrenhaus wird eingedenk seiner Vergangenheit allezeit zu seinem angestammten Herrscher als Schutz und Wehr vor dem Throne stehen." Nack einer warmen Befürwortung durch den Berichterstatter Grafen Dallestrem und dem Antragsteller wurde der Antrag einstimmig angenommen. Dieser Borgunq bewehr imon, datz die Kaiserfrage brennend geworden ist. Während zr,erst nur in der sozialdemokratischen Presie der Ruf nach Abdankung des Kaisers erhoben worden ist. wird jetzt auch von freisinniger Seite diese Frage erörtert, meist mit dem Endergebnis, datz eine Abdankung unerläßlich fei. Auf einer freisinnigen Versammlung in München, wo der Norddeutsche Ouidde geredet hat, wurde sogar eine dahingehende Entschließung angenommen. Fast scheint es. als wenn man tn manchen Kreisen schon mehr wüßte, als man der Allgemeinheit wißen zu lasten für gut befindet, und datz eine Abdankung des Kaisers gefordert wird, bevor weitere Verhandlungen greifbarere Gestalt anneh. men können. Es l>eitzt auch, daß sich das sog. Kriegskabinett mit der Frage des Thronverzichts befaßt habe und datz es mit dieser Frage in Zusammenhang stünde, datz sich der Kaiser in's Große Hauptquartier begeben habe. Wer ist Schuld am Kriege? Aeber die Frage dürfte in Deutschland eine abweichende Meinung nicht mehr zulässig sein, nacktem durch ein Material in überwältigender Menge die verrückten Absichten der feindlichen Großmächte zur Anzettelung des W-ltenbronds. um das aufstrebende Deutsche Reich nicderzuwersen. dokumentarisch klargelegt sind. And wem das. was an Beweisstücken bereits vorliegt. für seine Aeberzeugung nicht ausreichend dünkt, der sollte wenigstens sich in seinem Urteil b's auf den Tag bescheiden, wo ruhige Ueberlegung eine Nachprüfung der den Kriegsausbruch einleitenden Tatsachen ermöglichen wird. Es ist daher ein das Volksaewrshn aufwühlendes gehäfsioes Gebühren,, wenn demokratische Tugendbolde in unzeitgemäßer Selbstbespiegelung die Verantwortung für die Weltkatastrophe von sich abzuwälzen be- fUsien sind. Sie scheuen sich nicht, den Krieg dem aus den Angeln gehobenen „alten Regiervngssystem" .zur Last zu legen und bezichtigen damit nickt nur die Männer, welche in der Schicksalsstunde des Jahres 1914 zur verhängnisvollen Entscheidung berufen waren, datz sie in unseliger Verblendung befangen gewesen, sondern suchen dem deutschen Volke auch vorzutäuschen. daß das Unheil üch vielleicht bätte abwenden lasten, wenn der d mottatifche Geist mit seinen „internationalen R echt säest n- nuvgen" damals schon die Reickszügel in Händen gehabt hätte Dieser Desck'ichtsllitl-rung gegenüber mutz aus die Anfänge des Krieges zucückverwiesen werden. Der Reichskanzler v. Dethmann Hollweg hat sich über das Verschulden am Kriege in einer Rede ausgesprochen, die seiner- ze't von der deutschen Gesamtheit widerspruchslos als dokumentarische Wahrheit ausgenommen und gewürdigt worden ist. Diese Rede darf nickt veraessen werden, denn sie zeugt wrder dstjemgen, welche unter willkürlicher subjektiver Amdeutung der Kriegsansänge der monorchisch-konstitutionellen Regierung der bis vor kurrem waltenden Zeitepoche eine Verantwortung an dem Verhängnis, das jetzt über uns hereingebrochen ist. zur Last legen müssen. In dieser Rede vom 9. November 1916 hat der damalige Reichskanzler in Erwiderung auf eine Rede des englischen Ministers Grey, wonach Deutschland den Krteg^Europo ausgenötigt baden sollte, den Tatbestand nochmals aus dem Gerankt irreführender Behauptungen hervorgehoben. Er stellte fest, datz nach der russischen Genecalmobtlmackung. die in der Nacht vom 30. aus den 31. Juli 1914 angeordnet wurde der Krieg unvermeidlich war. denn angesichts dieses Schrittes, der mit der Kriegserklärung gleichbedeutend war. war ein längeres Zu warfen von unserer Seite unmöglich. Der Kanzler wies auch nach, datz der Hinweis des von feinen Beratern schmählich biniergangenen Zaren auf die angebliche Mobilisierung Oesterreich-Ungarns einen Grund für die- allgemeine russische Mobilmachung nickt abgeben konnte und durste. Deutschland aber bat in den entscheidenden Stunden was es irgend vermochte, aufge- bolen. den Weltfrieden zu retten, hat auf Rußland und feine Verbündeten in diesem Sinne einzuwirken versucht. Es war umsonst. Die fe''ndlichen Mächte wollten den Krieg; ihre durchsichtigen diplomatischen Manöver bezweckten lediglich, der deutschen Mobilmachung zuvorzukommen. Dös britische Kabinett hatte Frankreich und Rußland seine Wasfenhilfe bündig zuge- stchert und war nickt willens, durch eine Neutralitätserklärung den Croberunasobsickten der be-den andern Großmächte hindernd in d«m Weg zu treten. Und was Zährte Frankreich an Rußlands Seite? Elsaß Lothringen. Mas wollte Rußland? Konstantinouel. Worum schloß sich Enaland ihnen an? Weil ibm Deutschland in friedlicher Arbeit zu groß geworden war Wir setzen des Kanzlers Worte her: „Diesem aggressiven Gba- rakter der Entente gegenüber hat sich der Dreibund stets in De fensivstellung befunden. Kein ehrlicher Beurteiler kann das leugnen. Nicht im Schatten des preußischen Militarismus hat die Welt vor dem Kriege gelebt, sondern im Schalten der Ein» kreisungspolitik, die Deutschland Niederhalten sollte." Dieses amtliche Zeugnis mutzte deu Rei nwajchu n§sbc streb« ungen der demokratischen Selbstgerechligkeit eutgegengehalfen werden. Was hindert sie noch? Unbekümmert um die Lehren der Geschichte, datz das !m Laufe einer langen Reihe von Jahren organisch entwickelte Ge. bilde eines Staates nicht ohne Gefahr für Bestand und Weite*- entwicklung auseinandergerisien werden darf, fetzt die Mehrheit des Reichstages ihr Zerstörungswerk an den Grundlagen des Deutschen Reiches fori. Die Reichsverfasiung. mit der Bismaul sein Einigungswerk ttönte, war kein blutleeres, juristisches Ge- bilde, sie war lebendiger Geist, erwachsen aus den als Recht er. kannten Erfordernisien nicht nur des preußischen, sondern aller das Reich bildenden deutschen Staaten. Dadurch, datz sie der»- gemeinsamen Oberhaupte, dem Kaiser, die bedeutsamsten Reckt« übertragen, die zugleich ernste Pflichten bedeuteten, stärkten sie den Reichsgedanken und schufen so die Vorbedingung für eins einheitliche Reichspolitik, an der alle Bundesstaaten interessiert sein mutzten. Vor allem aber verbürgte die Kommandogewatt in der Hand des Rcichsoberhauptes die Schlagfertigkeit und innere Festigkeit des Heeres, die sich wohl niemals deutlicher als zu Beginn des Krieges auch für den Fernstehenden gezeigt hat. Das deutsche Heer, aufgebaut auf den preußischen Grundsätzen einer Jahrhundert alten Erfahrung, ist nunmehr den wechselnden ParlamentZmehrheiten aüsgeliefert. wenn, wie kaum noch zu hoffen ist. der Bundesrot diesen Veschlüsien nicht seine Zustimmung versagt. Hat doch schon der Krieasniinister Scheuch sein Einverständnis mit dieser Umwandlung erklärt. Das Heer, das ein „Instrument der Politik" sein soll, wie es im fortschrittlichen Munde heißt, ist damit zum Gegenstand der Partei« politischen Bestrebungen gemacht, die. je nach der Zusammensetzung der jeweiligen Mehrheitsregierung. ibre Wirkungen besonders auf die Zusammensetzung und den Geist des Ockf'^l » korps äußern müssen. Zugleich ist mit der. den Regeln der Geschäftsordnung widersprechenden Durcbpcitschuna der am Sams» tag.beschlossenen Verfassungsänderungen die föderative Grund» lag- des Reiches schwer erschüttert und Preußens Stellung uv Dundesrat herabgedruckt. Wilson hat durch die seinen Winken willfährige Demokratie einen unbestreitbaren Sieg errungen, und er kann mit kaltem Lächeln die diesbezügliche Bestätigung der Mehrheit, die in der Antwortnote vom Sonntag zum Ausdruck kommt, seinen Verbündeten weitergeben. Die von der Mebrbeit gebildete deutsche Negierung zwingt das noch schlagbereite Volk zur Unterwerfung, sie zwingt die um das Vaterland bockverdienten Generale zum Abschied, denn die „Sozialistische Korrespondenz"' dek-etiert: Wer sich n-ckt unterwerfen will, hat zu geben! Des Eenosien Eobn-Rordbaufen und Heine Verlangen ist also im vollen Matze erfüllt: nicht nur der Kaiser, auch Hindenbura und das gesamte Heer sind der innerhalb der Regierung einflußreichsten und aus, schlaggebenden Sozialdemokratie unterstellt. Dieser aber graut cfsenbar vor ihren eigenen großen Erfolgen. Am die vom Machtkitzel trunkenen Masien ibrer Anhänger leidlich bei dsr Stange halten zu können, sieht sie sich gezwungen. ..immer ruppiger im Ton" zu werden, immer maßloser in den Forderungen. Aber während Herr Scheidemann meint, den Unabhängigen da-' mit den Wind ans den Segeln zu»nehmen, führt das unfehlbar die ganze Scheidemann-Partei in die Arme des Bolschewismus. Das empfindet man selbst im Lager der fortschrittlichen Demo» hatte. Schreibt doch die „Dossistbe Zeitung": „Aus dem „Vorwärts" gebt bervor. datz man in sozialdemokratischen Kreisen die Abwcbr gegen die rechtsstehenden Kreise, die sich nur schwer in die neue Zeit finden können, auch aus taktischen Gründen so stark betont, weil man damit eine besiere Basis gegen die Angriffe von links zu haben glaubt. Diese Angriffe gehen in erster Linie aus von der Gruppe, deren einziger Vertreter im Reickstag der Abg. Rühle ist Dies- Kreise sind Gegner eines sofortigen Friedensschlusses. entsprechend den Anforderungen der russischen BoAche- wisten. die eine völlige Isolierung befürchten, wenn der Weltfrieden zustande kommt.' Sie selbst zwar haben den Frieden von Brest-Lifowck geschlossen, aber sie mnten ifrcn deutscher? Eesinnungsgenosien zu. den Krieg „im Intcresie der Revolution" fortznsetzen. Die Agitation dieser Gruppe, die nach Kräften Verwirrung anzurickten sucht, bekämpft der „Vor« rud DMeHenskaffenscheine, Handelt töricht. Sie sind zinslos, bei BranöMm und Diebstählen tritt völliger Verlust ein. Kriegsanleihe Zeichnet, handelt klug. Sein Geld ist ebenso sicher angelegt rm's in Banknoten, und noch nützlicher, denn er Halbjährlich ioisicher leinen Zins. ©ttTt sr ln inneren Darlegungen. die folgendermaßen schließen: „Alle Arbeiter, mögen sie sich zur alten Partei oder zu den Unabhängigen rechnen, muffen sich heute ihrer geschichtlichen Verantwortung bewußt sein und muffen es ablehnen, sich von geheimnisvollen Drahtziehern für ihre verworrenen Absichten mißbrauchen zu lasten?" Der „Vorwärts" aber spielt unentwegt di« Rolle des Zauberlehrlings und sagt, gegen di« konservativen gerichtet, mit drohendem Ton: „Das französische Volk erhob h 176? gewaltig gegen die Invasion. Zuvor aber beseitigt? c den Feind im Innern: Ludwig XVI. wurde auf dir Guillotine geschickt und etwa 1060 Aristokraten in dev berühmten Septembertagen zum Tode befördert." Die Redner beide? Richtungen aber gefallen sich in den Parlamenten in Revolutronsondrohungen. Selbst der als gemäßigt und verständig geltend« Abg. Hue erklärte im Abgeordnetenhaus« bei Beratuna der Wohnungsfrage: „Wenn dem Volke die Villen und herrschaftlichen Häuser nicht freiwillig zur Verfügung gestellt werden, so wird es sie sich zu beschaffen wissen!" Wo und ob da -wischen den beiden Gruppen die Grenze läuft, die die „Reformer" von den Bolschewisten trennt, ist nicht mehr erkennbar. Und nun das Heer zum Instrument der Politik geworden ist. wo die Bolschewisten zur ungeordneten Demo- bilisation bei Eintritt des Waffenstillstandes aufreizen, feh't jede mäsilgende Schranke, die den aus all diesen Aufreizungen der Masten erwachsenden Wahnwitz zu dämpfen geeignet wäre. Mas hindert sie noch? Oil drinMlmchkn — dtnui JJfitldjfiiliifiif. Anfangs 1917 veröffentlichte das Reichskolonialamt eine Denkschrift über die grauenhaften Mißbandlungen deutscher Gefangener in französischen Kolonie:,. Darin heißt es: ..Selbst kranke Gefangene und solche, die eben von ihrem Krankenlager ^aufgestanden war n. «rieb der Adjutant Venöre mit der Peitsche zur Arbeit. Das Schmach- and Qualvollste bildete die Folterung mit der Daumschraube .... Venöre schlug erst dann, wenn er dem Ovfer Daumschrauben angelegt hatte, so daß dieses sich nicht mehr wehren konnte." Hier haben wir den Geist Frankreichs und der Entente uns gegenüber. Eine furchtbare Warnung, ausgegeben von den, bisherigen Leiter des Kolonialamtes, dem jetzigen Leiter unsrer auswärtigen Politik. Kann er se'ue warnende Tätigkeit so weit r-ergesten, un, durch Unterzeichnung der Roten an Wilson um durch Bereitwilligkeit gegenüber hartnäckiger Schwache (und käme sie von den Heerführern selbst! im Großen zu ermöglichen, was ihm und all'n schon im kleinen Falle das Blut erstarren machte?! Was Benere getan hat, will dir Entente tun. Die vor unserer Kraft heute noch Zitternden versparen sich das Zuschlägen mit* der Peitsche, bis dem Opfer Daumschrauben angelegt sind, so daß es sich nicht m-ehr wehren kann. Das steht deutlich in Wilsons Roten, dvs klingt aus allen Spalten der feindlichen Zeitungen. Hören die vielen Verantwortlichen bei uns da?, noch nicht? Ist unter den vielen Verantwortlichen noch immer kein einziger Mutiger, der die Anderen mit sich riffe. um Worte und Entschlüsie zu erzielen, die uns solcher Mißachtung nicht wert erscheinen lasten? Muß denn die Selbsterniedrigung und Hinnahme der Zukunft unter der Knute Ve- nores das Ende des größten Heldenvolkes nach 4Z4jährigen Wundertaten sein?! ?rr Fr,sd un! iinstre prmokiaUf. Ein Neutraler schreibt: In Anbetracht besten, daß sich Deutschland demokratisiert hat, sind vielleicht folgende Ausführungen von einigem Wert: Vor einiger Zeit hat sich eine wohl berufene Persönlichkeit an der Seine dem Schreiber dieser Zeilen gegenüber über die ' Frage der Demokratisierung Deutschlands folgendermaßen ge- äußert: ! ..Die Einrichtungen der Deutschen sind uns vollständig Hekuba. doch haben wir unzweifelhaft ein natürliches In tereffe daran, daß Deutschland deniokratisch regiert wird. Dennoch würden wir dann nicht um Haaresbreite mehr Entgegen- \ kommen -eigen als jetzt' dies erhoffen, kann nur ein poli- ! tifches Kind. Aber das demokratische Regime bedeutet in Deutschland die Abschwächung der deutschen Ration, ihrer Widerstandskraft und infolgedeffen auch ihrer Armee. Deswegen haben wir ein Interesse daran, daß Deutschland demokratisch regiert werde, und nicht, weil wir es mit einem besseren Regime beglücken möchten .... Deutschland ist nur durch stramme Organisation und seine bleibenden, den Launen des Augenblicks entzogenen Einrichtungen, wie Bismarck sie geschaffen, stark geworden, doch dies gehört Gottlob bereits zür Vergangenheit. Ein Deutschland aber, in dem nicht Hin denburg, sondern Scheidemann und Erzberger maßgebend sind ; ift über kurz oder lang (ersteres eher) einfach verloren. Deswegen wünschen wir von ganzem Herzen den Herren Erzber- ger und Scheidemann weiteren „Erfolg". Dazu bemerkt nun unser Gewährsmann: „Ich denke, diese Ausführungen zerstreuen jeden Zweifel. Dazu kommt: Erst kürzlich hat Charles Maurras erklärt: „Sind denn die Herren Wilson und Lloyd George so waschechte Demokraten, daß sie den Krieg gegen Deutschland nur deshalb führen sollten, weil es ein autokratifches Land sei und den Kamp: erst daun aufhören würden, wenn es eine Demokratie würde!" Es ist also nickt ein Krieg der Demokratie gegen die Kaiserreich«, es ist ein Volkskrieg. Allerdings» wenn heute ein Deutscher Lenin Elsaß-Lothringen mit einem großen Stück des linken Rheinufers und einigen 100 Milliarden Kriegsentschädigung «ebst Preisgebung der Verbündeten und Zerfall des Reiches bewilligen würde, dann hätte man eben einen Leninschen Frieden. Doch dazu ist gerade ein Lenin nicht nötig: eme weiße Fahne genügt. Rach der Qualität des Ueberbringers oder Absenders würde in Frankreich ebenjowenia wie in Mazedonien gefragt werden. Wenn man also einen solchen Frieden haben will, dann hätre man rhn rascher erreichen können, ohne die Unkosten d»r Umwälzung. Aber nicht das ist es. sondern nur die Ausbeutung der Kriegslage zu Parteizwecken. Daun soll man aber nicht behaupten, di« Demokratisierung wäre der Weg zur Erreichung des Friedens. Denn das ist objektiv unwahr. Der frühere französische Minister des Aeußern Hanoteaur hat erst vor ein paar Tage offen erklärt: „Deutschland kann nur dann inmitten der neuen Weltordnung leben, wenn es nicht eine bevorzugte Stellung in militärischer, oder irgeudwelch wirtschaftlicher Beziehung sucht. Run gibt es aber, um dieses Resultat zu erreichen, nur ein Mittet: die Schöpfung Bismarcks aus der Weltgeschichte aus- zufcheiden." Und der erwähnte Maurras fügt dazu folgenden Kommentar: ..Da liegt der Schlüssel des Problems. Es kümmert uns wenig, ob Deutschland Republik oder Monarchie sei. Was wichtig ist. ist nicht seine Verfassung, sondern sein« Einheit." Das ist das Kriegsziel der Feinde offen heravsgesagt. Die finanziellen Lasten, die Handelseinschränkungen usw. kommen als Verzierung dazu. Das will der Feind, und mit einem Feinde auf solä)er Erundlaae binnen wenigen Wochen den Frieden zu schließen, vermeint unsere Demokratie? Nebenbei bemerkt. wie denkt man im vorgeschrittensten Lager der Demokraten an der Seine über die eigene Parte,? — Vor einigen Tagen schrieb Lysis in der ..Demokratie Nouvelle". er sehe wohl ein. es sei nicbt das eigentlich« Volk, das die Dolksfouveränität verlange, sondern: „Der heutige Verfechter, der enthusiastisch« Apostel dieser Lehre, das ist der Polit ker. der von Politik lebt, davon allein den Profil hat und infolgedessen verzweckelt die Doktrin verteidigt. die ,hn bereichtert." — Lysis sagt weiter: „Die Völker bestehen aus Millionen Perjonen. die nichts von Ge- fchichie. Geographie oder Wirtschaftslehre wissen." Das schreibt die „Reue Demokratie" von Baris. In: offiziellen französischen Gelbbuch über das russische Bündnis lese ich (Urkunde Rr. 1 vom 24. August 1890): " „Wir haben ein Interesse daran, nicht öffentlich einen Fehler unserer Verfassung zu zeigen, die in der Furcht einer zu starken Exekutivgewalt dem Staatsoberhaupte die wesentliche Ermächtigung. Verträge zu schließen, entzogen und infolgedessen unsere Politik des Vorzuges des Geheimnisses hat." Dies sagt die republikanische Republik von Frankreich kn einem offiziellen Aktenstücke. Und die deutsche Politik ist mitten im gewaltigsten Weltkriege darauf gerichtet, das Staatsoberhaupt seiner verfassungsmäßigen Rechte zu entkleiden und die bewährt« deutsche Verfassung nach jeder Richtung hin abzubauen Roch eine feindliche Stimme (sie sind die lehrreichsten im Kampf?): Di» „Action francaise" schreibt: „Deutschland hat während vier Jahren der ganzen Welt die Stirne geboten. Ist es uns durch die Beschaffenheit des Volkes überlegen?' Rein: dann aber? Verdankt es nicht diese Kraft seiner Disziplin?" Der modern« Samson schneidet sich aber diesmal selbst seine Haare. Wie denkt der Feind über den Pazifismus? Emile Bure jchreibt in der „Francs" vom 5. Oktober 1918: „Der Pazifismus führt den Krieg herbei, und ist der Krieg einmal erklärt, fo verlängert er ihn. Durch seine verhängnisvolle Propaganda und sinnlose Ungeduld kann er den Sieg demjenigen rauben, dem er gebührt. Ist einmal der Srea erreicht, so tritt er wieder dazwischen, um dem Sieger den Preis zu rauben. Die sozialistische Politik hat mährend dieses Krieges nicht aufgehört, die'e wesentlichen Wahrheiten energisch und geräuschvoll darzutun." Kommentar ist wohl überflüssig. Rur sind die Sozialisten in Frankreich in die schärfste Opposition gedrängt und ohne jeden Einrluß, während sie in Deutschland die Macht an sich gerissen haben Zmci Wahrheiten. In der ..Deutschen Tageszeitung" schreibt Graf von Re v e n t l o w : Auf einem Frühstück zu Ehren amerikanischer Journalisten redete B a l f o u r, außerdem der Befehlshaber der in die europäischen Gewässer entsandten Seestreitkräste Admiral Sims- Dieser hob die maßgebende Hilfe der britischen Flotte in der Durchführung der amerikanischen Transporte hervor, griff auf die Teilnahme der Vereinigten Staaten am Kriege zurück und sprach der „Times" zufolge u. a. die folgende autoritative Auffassung aus: Al§ Amerika in den Krieg eingetreten sei, im April 1917, seien die Mittelmächte im Begriffe gewesen, den Krieg mit großer Schnelligkeit zu gewinnen. „Es schien unvermeidlich, daß die Mächte des Verbandes unterliegen würden, wenn die Dinge so weiter gingen. Der Feind zerstörte monatlich beinahe eine Million Tonnen." ? Der amerikanische Admiral spricht also hiermit aus. daß die Vereinigten Staaten in den Krieg eintraten, weil sie fürchteten, das Deutsche Reich mit seinen Bundesgenossen werde siegen. Der Unterseebootskrieg als solcher hatte also, wie wir immer behauptet haben, mit dem amerikanischen Entschlüsse nichts zu tun. Die Vereinigten Staaten wären auch ohne den U- Dootkrieg als kriegführende Macht auf die Seite der Veröands- mächte getreten, wenn sonst der Verlauf der Kriegführung sie zur Auffassung veranlaßt hätte, das Deutsche Reich werde den Krieg gewinnen. Die Aenßerungen des Admirals sagen uns nichts Neues, aber wir möchten sie der deutschen Oeffentlichkerl nicht vorenthalten, schon um der U-Boot-Krieg-Debatte willen. Admiral Sims hob ferner mit Recht hervor, daß die einzige Möglichkeit für die Verbündeten, den Krieg zu gewinn-«, durch die britische Seebeherrschung geschaffen und erhalten wäre. „Der Grund dafür, daß sie das können, liegt darin, daß eben in der Nordsee die mächtige englische „Große Flotte' irgendwo vor Anker liegt." Stieße dieser Flotte etwas zu. wäre die deutsche Hochseeflotte zu mächtig, so würde der Krieg verlocen sein. Auch das ist richtig, eine für uns bittere Wahr- heck, für die Deutschen aber eine Bestätigung desienigen Standpunktes, welchen wir immer eingenommen haben und ei»« nehmen. Rom Felde der Ehre. Friedberg, 1. Nov. Der Fahrer Gefreite Friedrich H 8 ck welcher beim Feldartillerie-Balaillon 76 im Westen war. eint schwere Verwundung erlitten hat und Inhaber der Hessischem Tapferkeits'nedcnlle ist, erhielt das Eiserne Kreuz. Aus der lictwit. Frredberg, 1. Rov Die Diebstähle, namentlich in Hotels hinsichtlich der Hc.telwäsche und dem lebenden Vieh der Vieh' Halter aller Art. haben in letzter Zeit in ganz erschreckender Weise zua.enommen. In der Regel erhält die Polizei von sol. chen Diebstählen erst nach Ablauf einiger Zeit Kenntnis und es gelingt dadurch den Dieben die sich aus allerlei Straßengesindel insbesondere auch Frauenspersonen und Männern in Militäruniform, zusamw-enietzen. unerkannt zu entkommen und der Ssrate zu entgehen. Den Viebba'tern oller Viehgattunaen j denen wobl die fortgesetzten Diebereien bekannt sind, ist »a empfehlen, daß ste dem Treiben des Diebsaesindels mehr Aufmerksamkeit schenken wie seither und ihre Tiere so aufhewabren. dan sie nicht den Dieben direkt ohne jedes Zutun in die Hä^-de fallen können. Die Polizei ist beim besten Willen nicht in der j Lage, der nun einmal eingesetzten D-eberei-n allein Einhalt ar> i bieten zu können. Sie bedarf der Hilfe der gesamten Einwohnerschaft. Es croehi derber an die gesamte Bürgerschaft die dringende Mahnung, binsicktl'ch der nun einmal durch die Zeit- : umstände bedingten Lage, selbst auf derarfiaen Geietzmi>ri ten mehr Beachtung zu schenken wie seither und die Polizei, die allein zur Verhütung so'cher Vergeben und Verbrechen machtlos ist. zu unterstützen Es empfiehlt sich auch, nachts sämtliche Eingänge zu den Hofraiten abzuschließen, um nicht den Dieben ihr Handwerk auch noch dadurch zu erleichtern. Einschränkung des Orts- und Fernwrechdi-nstes. Wegen Erkrankungen bei dem Personal der hiesigen Fernsvreckver aitt- lungsstelle werden vom i. November ab die Dienststunden für Orrs- und Fernverkehr werktäglich bis auf weiteres auf 8—1? Ahr vormittags und 2—6 , Uhr nachmittags festgesetzt. Während der Dienstberertschaft von 7—8 vormittags und von 12 2 Ahr und 6—9 Ahr nachmittags werden nur Mckckär-Diew'ar- spräche entgegengenommen und ausgeführt Der Telegraphp,:- Dicnst wird von dieser Einschränkung nicht berührt. Ans Hrftkn-Ranau. §r. Hiinfeld, 29 Oft. In Hnn'eld zu einer vat-rländllch> n Besprechung versammelten Mitalieder des Kreistage? und Kreisausschusses des Kreise?. Hünseld und zahlreiche Männer des öffentlichen Vertrauens, insbesondere Geistliche. Lehrer und Bürgermeister, richteten an Kaiser und Reichkanzler eine Ent schließuna» in der die Hoffnung ausgesprochen wurde, daß dl« gegenwärtigen Verhandlungen zu einem baldigen, ebrenhaiten Frieden führen. Sollte das Streben nach einem gerechten Fr'«-. den an dem Vernichtungswillen der Feinde scheitern, geloben die Versammelten und mit ihnen alle Kriegseinoesessenen, im festen Glauben an die ungebrochen^ Widerstandskraft des deutschen Volkes das Letzte herzugeben in unerschütterlicher Treue für Kaiser und Reich. Auf diese Entschließung ist folgende Antwort eingelnicken: Seine Majestät der Kaiser und König danken der dortigen Versammlung vaterlandslwbr«nder Männer warm und herzlich für den treuen Gruß und vereinen sich mit ihnen im festen Glauben, daß Gott der Herr unserem in sch rer Zeit gestählten Volk die Kraft zu tapferem Ausbarren und zu geschlossener erfolgreicher Inangriffnahme der großen an) dem Ernst der Zeit erwachsenden Aufgaben schenken wird. Au' Allerhöchsten Befehl Geheimer Kabinettsrat v. Delbrück. Aus Rhcinbksscn. FC. Mainz, 28. Okt. Während der Arbeit erlitt der 44- jährige Taglohner Blum von hier schwere Derlctznngen, dene" er kurz darauf erlag. FC. Alzey, 24. Okt Wegen Schleichhandels mit Eier. Butter und Schuhen wurden zwei Frauen aus Mainz vom hiesigen Schöffengericht in eine Geldstrafe von. 50 resp. 25 Mark ge- nommen. t C. Kosthcim, 28. Okt. Eln Feldgrauer, der unter dem Verdachte mehrere Diebstähle ausgeführt zu haben, festgenommen werden sollte und dem ihn verhafteten Polizeibeamten entfloh, in den Main lief und sich ertränkte, wurde jetzt als Leiche geborgen. FC. Weißenau, 28. Oft. Die Diebstähle von Fahrzeuge^ auf dem Rhein nehmen in letzter Zeit in bedenklicher Weise zu. So wurden von zwei hier vor Anker liegenden Schissen in der vergangen :\\ Nacht je ein Rachen entwendet. de»Hrei»»rbsitvn»chweilr» rr, d. L Kitfüdicnstmeld^-Ur Friedbri L. Offene Stellen: 9 Knechts. 3 Tagelöhner, 1 Ho'meister- und 1 Knechtesamilie 1 Bursche für leichte Arbeic, 1 Fabrikschlosstr. 29 Drenstmägde 1 Me.kerm. 1 ältere selbständige Wirtschafterin ohne Anhang, 10 Hausmädchen, 1 Lazarett-Köchin. Hilfsoienstpslichtige für Etappe. 2 Hil.saroeiter und 1 Maschinist (Kriegsbeschädigte)» 2 Unter- beamte für Post. Stellen suchen de: Mehrere Melkerfamilien und ledige Melker, 2 BLrosräuleins. Verantwortlich für den polilifchcn und lokalen Teil: Cito Hiifchel. Friedberg: für den Anzeigenteil: N. § e xj n c r, F liedberg. Truck und Verlag der „Neuen Tageszeitung". A- (3.. Hriedbero i. L. Herzeirskiimpfe. Roman von Helene Sckü 1 ky, geb von Gersdorff. (Oop^rigbt 1915 by C. Ackermann-Stuttgart.) JS) Nachdruck verboten. „Ich danke dir, liebe, liebe Taute!" rief Hilde an ihrem Halse. „Ihr seid so gut zu mir. daß ich gar nicht weiß, wie ich euch genug danken soll. Gott verhüte, daß ich wirklich Schutz suchen muß? Aber es ist doch ein großer Trost für mich, daß ich immer auf euch rechnen kann, was auch geschehen möge. Und rrie froh bin ich. daß Reinhold nun täglich bei euch sein und mit euch offen über mich reden kann? Das wird ihm die traurige Wartezeit doch etwas erleichtern?" du liebe Einzige! Auch daran denkst du noch?" rief Reinhold erfreut. „Ist sie nicht gut, meine Hilde?" wandte er sich an die Tante. „In all ihrer Not und Angst ist sie noch für mein Behagen bedacht?" .Aber. Kinder, fetzt ist aber die höchste Zeit, zur Bahn zu fahren", mahnte die Kommerzienrätin. „sonst versäumt Hilde den Zug und dann haben wir gleich den Zorn des Herrn „Pascha von Ianina" heraufdeschworen. Deine Lina wird wohl mit der Packerei fertig sein. Der Wogen wird auch gleich Vorfahren. Also nun schnell Hut. Jacke usw. augezogen! Du fährst doch mit zur Bahn. Reinhold?" ..Selbstverständlich. Tantchen?" Eine Viertelstunde später standen Tante Ella und Rekn- bold oiiVV^m Perron des Dahnbofs und blickten mit feuchten Augen dem davonlaufenden Eisenoahnzug nach, der Hilde ihnen entführte. 13. Kapitel. Als der Marquitz von Neumond am Tage vorher das An lelmrnnsche Haus verlaßen batte beaab er sich eiligst in feine Wohnung und na» kurzem Aufenthalt daselbst auf den Bahnhof, wo er mit dem nächsten Zuge nach Godesberg. der reizend gelegenen rheinischen Birkenstadt abhrhr, in welcher die Besitzung des Gebeimrats Antelmann. Hildes Vater, sich befand. Nach einer zweistündigen Fabrt hafte er sein Ziel erreicht und läutete bald darauf an der ibm wohlbekannten Villa. Ein Diener in Livree öffnete ihm. „Ah. der Herr Marquis' Gehorsamer Diener?" sagte er erfreut, denn mancher Taler Trinkgeld, den er hier seines Zn-eckes wegen geopfert hälfe, machte ihn bei der Dienerschaft beliebt. ..Ist der Herr Geheimrat zu sprechen?" fragte der Mar' quis. ..stfür den Herrn Marquis jedenfalls!" erwiderte Melchior vnd eilte in daß Haus, den Besuch anzumelden Einige Minuten später börte man eilige, etwas schwerfällige Schritte sich nä'bern. Es war Fräulein Franziska Lehmann. die Leiterin des An^elmannscben Hauswesens, eine üppige. doch stark verblühte Dame von etwa 50 Jahren, deren vusgeschwemmte Züge noch unverkennbare Spuren früherer Schönheit trugen. „Bitte, bitte, Herr Marquis! Rur herein! Welche Freude. Sie zu sehen! Welcher gute Stern führt Cie hierher?" rief sie ihm schon von weitem zu. ihm zugleich beide Hände ent- gegenstreckend. Der Marquis driickte die fleischigen, ringfunkelnden Hände mit übertriebener Galanterie an die Lippen. Er hatte sich durch seine im allgemeinen süßen Manieren und durch die Huldigungen. die er der ersten Frau darbrachte, die Gunst dieser wichtigen Persönlichkeit erworben. „Natürlich war es die Sehnsucht nach Ihnen, verehrtes Fräulein, die mich hertrieb, der ich nicht länger widerstehen tonnte", erwiderte er. scheinbar ousrichtig. „O. Sie. Schäker? Wenn ich das glauben wollte!" lachte sie geschmeichelt. War sie wohl auch zu klug, um seine Worte ernst zu nehmen, so war es doch immerhin angenehm, solche hübsche Dinge gesagt zu bekommen, die sie an ihre schöne, glänzende Jugendzeit erinnerten. „Leider habe ich nicht viel Zeit, muß h.'ute mit dem Nacht' zug wieder nach Koblenz zurück. Kann ich wohl den Herrn Ee- h«.imrat bald sehen?" fragte der Marauis. der vor Ungeduld brannte, seinen eigentlichen Zweck zu erreichen. „Ich werde Sie sofort melden und zweifle nicht, daß er Sie gleich empfängt', erwioerte die Hausdame bereitwilligst. Sie waren unterdesien in das pompös eingerichtete Emp sangxzlminer eingetreten, wo der Marquis die Rückkehr der da- voneilendeu Dame erwartete. .Der Herr Eebcimrat läßt bitten." fag^e sie gleich darauf wieder kommend „Gehen Sie nur in sein Studierzimmer, Sie kennen ja den Weg!" Der Rrarq.ils giiig durch einen lanaeii. hesien, teppichbe legten Kcrridor und klopfte an eine am Ende befindliche Tür. ..Herein!" erscholl eine rauhe, mürrische Männerstimme von innen. Der Marquis öffnete und stand in einem großen hohen Ziinnier. desien sämtliche Wände mit vom Boden bis zur Decke rc-.ckeilden Bücherregalen bestellt waren. An dem mittleren jebr großen und hesien Fenster stand ein kolosialer Schreibtisch, gan- bedeckt von Bäckern und Papieren. Vor demselben in einem großen breiten Lehnstuhl saß der Gchennrat Antelmann. Er erhob sich, als der Marquis ein. trat. Seine Gestalt war übergroß und sehr mager, seine Schultern schmal, die Brust eng. und wenn er ging, Nien er fast zu schwanken. Sein gelbgranes. hageres, bartloses Gesicht mit der großen Nase. und dspä- len Diner, als sie auf der Veranda beim Kaffee saßen, fand sich die Gelegenheit, zu seinem eigentlichen Thema zu kommen, erst jctzr erinnerte sich der Geheimrat. daß er eine Tochter hatte. „Sie musizieren dock wohl gcwohnterweise viel mit meiner Tochter?" sagte er fragend. „Allerdings. Herr Geheimrat. nur hat daß gnädige Frau- lein neuerdings nicht soviel Zeit für die Musik wie sonst", ent. gegnete der Marquis. ..Wieso? wie kommt daß?" fragte der Geheimrat auf. horchend. „Nimmt meine liebe Schwägerin Ella sie zu sehr mit ihrem gesellschaftlichen Kriesgram in Anspruch?" setzte er höhnisch hinzu. ..Das wohl auch. Herr Geheimrat. Aber die Hauptsache ist. daß Fraulein Hilde sich von einem jungen Offiz er stark die Kur machen last, der Hausfreund bei Ihrem Herrn Bruder ist und sich selbstverständlich diese Gelegenheit nickt entgehen läßt, um den schönen Goldfisch in sein Garn zu locken", erzahltze der Mar« quis mit der harmlosesten Miene von der Welt. Forttetzuna folgt. ! Ziehung 19. und 20. fiovemher 5 . Uebedinger- Münster eld-Lotterie 185 C00 Losa. 6269 Eeidgew. = Hk. 155000 !60000 i ä«M >00 fit» ooo Bar ohne Abzug;. 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