Nummer 252 ffinjchreis Z sLwE Samstag der» 26. Oktober 19 1en Anenten monatlich 1.00 Ml. einschließlich Trägerlohn. Anzeigen: Grund;eile 2d Pfg., lokale 20 4irq^ Anzeigen von auswarcs werden durch Bostnachnahme erd öden. Erfüüunasorf Frievbera. Hchriftleituna und Verlag rriedberp speisen), -oana-lerlraße 12. Fernsprecher 48. Boit, heck-Tonto Nr. 485». 'Amt Tycanffurt a. M. (s in franrösiScher Angriff ans 50 Kilometer breiter Front abgemiejen. — Cnglilche Angrisse östlich von Zolesmes und Fe Catean. — Heftige, oder fruchtlose Au griffe der Italiener. — Uedertr^gung der Kommaudogemalt auf den Reichskanzler. (j Der deutsche Generalität» j :== meldet: - M. F. firtir^t^uavtUr, derr 2 5 (Ohtcsber Ami!ich. Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht. In Flandern dauern die Kämpfe an der Lys-Riedcrung an. Der Feind, der in den Südwestteil von Deinze eindrang, wurde im Gegenstoß wieder zurückgeworfen. Südwestlich von Deinze nahmen wir Teile des von den Franzosen über die Lys vorgeschobenen Brückenkopfes. Oestlich von Bioe St Eloi schlugen wir ei> m stärkeren Angriff zwischen der Lys und Schelde und an der Schelde Teilvorstöße des Gegners zurück. Die Zerstörung der Ortschaften in der Schelde-Niederung durch den Gegner schreitet fort. Auch das Stadtinnere von Tournai lag unter englischem Feuer. Die Abwanderung der Bevölkerung aus diesen Gebieten nach^Osien nimmt zu. Oestlich von So r «smes und Le Eareau setzte der En/z^-.,der seine großen Angriffe fort und dehnte sie nach Norden b-. an die Schelde aus. Südlich der Schelfe sind sie vor unsere-; Linien auf den Höhen östlich des Eraillon-Baches gescheitert Die gegen Le Quesnoj gerichteten Angriffe drangen bis zur Bahn nordrdestlich und westlich von Le Ouesnoi vor. Versuche des Fe:ndes, westlich an Le Ouesnoi vorbei in nördlicher Richtung durchzustoßen. scheiterten an dem Eingreifen unserer von Sep- meris und Villers Pol angesetzten Truppen. Der in breiter Front gegen den Wald von Morval anstürmende Feind konnte in Poix du Nord und in Fontaine au Bois Fuß fasten. Im übrigen wurde er westlich der Straße Englefontaine- Landreeis nach heftigem Kampfe zum Stehen gebracht. Die gestrigen Angriffe buben dem Feinde im ganzen einen Eeländegewinn von MO—1000 Meter Tiefe gebracht. Größere Erfolge blieben ihm trotz seines außerordentlichen Kräfteeinsatzes auch gestern ver- sagt. v Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. An der Oise, zwischen Oise und Serre und westlich der Aisne zeitweilig Artilleriekampf. An der Oise scheiterten Teil- vorstöße des Gegners. Zwischen Oiie und Serre wurden stärkere Angriffe der Franzosen abgewiesen. Wo der Feind in unsere Linien eindranq. warfen wir ihn im Gegenstoß wieder zurück. In den Abschnitten beiderseits Bouziers ließ die Gefechts- tä.ligkeit nach. Die Höben östlich von Ehestres wurden von bäuerischer und württembergischer Besatzung gegen erneute heftige Angriffe des Feindes gehalten. Heeresgruppe Gallwitz. Teilangriffe der Amerikaner auf beiden Maasufern wurden abgewiesen. Südöstlicher Kriegsschauplatz. Feindlick-e Angriffe beiderseits T»er Morava. Westlich des Flusses drängten sie uns in dem Gebirge südlich von Kragujevac etwas zurück Oestlich des Flusies tn der Gegend von Paracin wurden sie abgewiesen. Trr Erste ltzeneralgunrlilrmeistkr: Ludendorff. Staatssekretär Erzberger über die Kriegsanleihe: Je mehr Kriegsanleihe, desto näher der Frieden, Abendberichl. «t-Nn, ?k. Okt., abends. (51?'3. Amtlich.) In Flandern wurden feindliche Angriffe zwischen Lys und Schelde abgewie- '«n Zwischen Ech-elde und Oise heute keine größeren Kämpfe, französische Angriffe auf etwa 50 Km. breiter Front von der 2rse bis zur Aisne mit dem Hauptstoß zwischen Oise und Serre »nd westlich der Aisne find gescheitert- Oestlich der Aisne und beiderseits der Maas TeUlämpfe. Der österreichische Generalstov jj 1^^==== meldet: - -= s Wien, 25. Okt. (WB.) Amtlich wird verlautbart: Italienischer Kriegsschauplatz: Das Friedensangebot der Mittelmächte hat unsere Feinde im Südwesten nicht daran gehindert. unfern und ihren Armc^Ii neue Blntopfer aufzuladen. Heftiges Artillericseuer leitete vorgestern zwischen der Asta-' schlucht und der Adria den Angriff ein, der gestern früh an der venetianischen Eebirgsfront und im Raume südlich des Mon- tello losbrach. In gewohnter Tapferkeit, Pflichttreue und Manneszucht haben unsere braven Truppe,» den Ansturm abgeschlagen. Auf der Hochfläche der Sieben Gemeinden war das Gelände südlich von Asiago, der Monte Sisemol und das Gebiet des Monte di Val Bella, der Schauplatz erbitterter Kämpfe. Es gelang dem Feinde stellenweise ln unsere Gräben eingudringen. Aber er wurde wieder zurückgeworfen und mußte in der Nacht auch den am längsten behaupteten Sisemol wieder räumen. Die Szepter Infanterie-Regimenter Nr. 82 und 131 und das Honved- Regiment Nr. 39 haben den Hauptantell an diesen Erfolgen gehabt. Zu noch größerer Heftigkeit steigerte sich das Ringen im Verglande östlich der Brenta. Auch hier vermochte der Feind vorübergehend örtliche Erfolge zu erzielen Er setzte sich auf dem Della Eapella, Bsolone, dem Monte Pertica und dem So- larolo in unseren vordersten Gräben auf kurze Zeit fest, mußte jedock' sehr bald dem mit äußerstem Schneid geführten Gegenangriff unserer Braven wieder weichen. Fünfmal rannten die Italiener gegen den Spinncelo vergebens an. Das Infanterie-Regiment Nr. 9 (Stry), das den Asolone im bravourösem Gegenstoß wieder zurückgewann, die Regimenter 72, 99 und das junge südungarische Regiment 129, das den Spinvccio verteidigte, die Schützenregimenter 14 und 24 haben sich mit Ruhm bedeckt. Unsere brave Artillerie bewährte sich westlich und östlich der Brenta wie immer als treue Helferin der Infanterie im Kampfe. Der Vorstoß einer englischen Division auf der Piave-Insel PapadopoN vermochte nur den Nordflügel unserer Vorposten etwas znrückzudrücken. Der südliche Teil der Insel wurde völlig behauptet Balkan-Kriegsschauplatz: Im nördlichen Albanien weisere Nack.hnt- und Bandenkämpke. Im Sandschak Novibazar sind Entente-Abteilungen durch Dandenzuzug bei Navarotz angelangt. Südlich von Kragujevac beiderseits der Morawa in der Zlatowo Plavina haben österreichisch-ungarische und deutsche Truvpen nachdringende feindliche Bataillone erfolgreich abge- wehrt. Der Chef des Generalstabe». Ein iluf Andknburgg an das deiiilchk Volk. Generalfeldmarschall v. H l n d e n b u r g hat sich in einem Schreiben an den Reichskanzler, das der bisherige Stellvertretende Kommandierende General des 2. Armeekorps, Frhr. von Bietinghoff in Stettin, durch Maueranschlag veröffentlichen läßt, wie folgt geäußert: Unsere Feinde schöpfen aus unserer inneren Zerrisienheit und verzagter Stimmung neue Kraft zum Angriff, neue Ent- schlosienheit zu hohen Forderurigen. Feinde und neutrales Ausland beginnen, tn uns nicht mehr ein Volk zu sehen, das freudig olles setzt an seine Ehre. Demgegenüber mutz eine einheitliche, vaterländische Stimmung in allen Stämmen und Schichten des deutschen Volkes lebendig werden, muß deutlich erkennbar in die Erscheinung treten. An dem felsenfesten Willen des Volkes, gegen jede demütigende Bedingung sich bis aufs äußerste zu wehren, darf niemand zu zweifeln Beranlasiung haben. Nur dann findet das Heer die Kraft, der llebermacht zu trotzen, nur dann finden unsere Unterhändler den Rückhalt für ihre schweren Aufgaben am Verhandlungstisch. Ueberall muß der Wille zum Ausdruck kommen, daß es für das deutsche Volk nur zwei Wege gibt: Ehrenvollen Frieden oder Kampf bis zum Aeußersten. Das Vertrauen auf unsere gerechte Sache, der Stolz auf unsere gewaltigen Leistungen tn vier Kriegsjahren gegen die stärkste Koalition der Geschichte, das Bewußtsein allezeit bewährter vDundestreue und die unerschütterliche Zuversicht tn des deutschen Volkes Zukunft müsien uns in den Frieden hinübergelei- ten und uns die Achtung vor uns selbst und die Achtung des Auslandes bewabre»- " - Deutscher Reichstag. Der Präsident teilt nach Erledigung einiger Anfragen mit. daß angeregt worden sei, die Note Wilsons zu besprechen. Der Seniorenkonvent sei aber dagegen. Graf Westarp (kons.) widerspricht: Als er sagt, das Ausland müffs erfahren, daß es in Deutschland noch Männer gebe, unterbrach ihn der Präsident Fehrenbach. Die Besprechung der Wilson-Note wird sodann vertagt. Dann gab der Allpole Korfanfn ungehindert von dem Herrn Präsidenten seinen polnischen Wünschen Ausdruck Alle freiheitlichen Völker jubelten heute Wilson zu. Danzig sei unzweifelhaft eine polnische Stadt, wenn es aber, wie er hoffe, polnisch werde, so müsse cs das Schicksal nationaler Minderheiten teilen. Gr verlangt endlich die Abtrennung Posens, Oberschlesiens und der polnischen Teile Ost- und Wckt- preußens. Abg. Schultz (Deutsche Fr) erhebt Einspruch gegen diese maßlosen Ansprüche, er lege flammenden Protest dagegn ein, daß nur der kleinste Teil deutschen Bodens an Polen abgetreten werde. Auch der Abg. G o t h e i n (Freis.) kann sich mit den polnischen Forderungen nicht einverstanden sehen Deutsche Worte findet der Natlonalliberale Schlee. der sagt, wenn die Feinden Deutschland haben wollten, so möchten sie kommen und es holen, blutige Köpfe könnten sie sich holen. Das deutsche Volk habe noch Kraft in sich, etz brauche nur FiUmer. Diese Worte entfesselten einen S*urm des Beifalls auf der Tri. bÜne, was dem freisinnigen Reichstagspräsidenten Dove sichtlich unangenehm war. Dagegen findet der Abgeordnete Golm (Unnbh. Soz.) die polnischen Ansprüche ganz in Ordnung, ebenso müsse Nordschleswig den Dänen gegeben werden und Elsaß-Lothringen dürfe auf keinen Fall ein Friedenshindernis bilden. U. a. sagte er dann: Wenn ssch die Frage erhebt: Frieden ohne die Hohenzollern oder keinen Frieden mit den Hohenzollern, so könne die Antwort nicht zweifelhaft sein. Jedes Hindernis muß beseitigt werden, einerlei ob es in den Stuben der Obersten Heeresleitung, oder auf dem Tbrone sitzt. (Rufe: Uyerhört! Pfui? Lärm rechts.) Nicht nur der augenblickliche Träger der Krone, sondern die ganze Dnnastie muß das Feld räumen. (Stiirmifcher Widerfvruch. Psuzrufe und große Erregung rechts.) Es geht um das Schicksal des deutschen Volkes. Unseren Freunden, den Arbeitern jenseits der Grenzpfähle reichen wir heute die Hand. In dieselbe Kerbe haut sein Parteigenosse Rühle: Für d"s Proletariat sei v>»n einem sogen. Verständigungsfrieden nichts zu erwarten. Als der Redner die Abdankung des Kaisers verlangt, weil dieser der Urbeber des Weltkrieges sei, rnkt ibn der Präsident weaen dieser Aeußerung zur Ordnung. Der Redner erwidert: Do, dem Strafgericht wird Sie das nicht retten. Der Redner schließt mit der Aufforderung zur Völkerverbrüderung und zur sozialistz In prieöberx zu haben bei: Fr. Fuenif elfnc, El-ektroteclmisches Büro; Willi. A«l. SleO, i i Schlosserei und Installationsgeschäft; U»rl Lfulke. Installationsgeschält ♦ f(!)eit Revolution. Bei der Verölung der elsaß-lothnngischen | Verfassung zeigt auch der Abg. Haegy lElf). daß durch die I Verleihung der Autonomie nichts in der Gesinnung der Elsässer geändert worden sei. Die Elsas-Lothringer könnten dadurch nicht einen Strich durch Wilsons Rechnung machen. Die Tragweite der neuen Reformen, denen seine Freunde natürlich zu- uimmlen, sei durch die großen politischen Ereignisse überholt worden. Urbrr'r^nilg drr MilitiirMall ins ftorlüffnt. Berlin. 25. Oft. Bei den von der interfraktionellen Konferenz der Reickstagsparteien vorberatenen neuen Verfassungsanträge handelt es ssch um die verfassunasmäßige Festlegung der neuen Regierungsart insbesondere um die Abänderung der Artikel 63 und 64 der Verfassung. Die Abänderung bezweckt in der Hauptsache die Ucbertragung der Kommandogewalt des Kaisers auf die Regierung, die Anträge sind so weit fettiggestellt daß sse wahrscheinlich schon heute dem Reichstage zur sofortigen Erledigung zugehen werden. Zur Beratung dieser wichtigen Abänderung trat heute nachmittag im Reichstagsvalois eine Beratung von Ministern und sonstigen leitenden Persönlichkeiten zusammen, an der auch der Kaiser teilgenommen hat. Die ..Deutsche Tagesztg." überschreibt ihre Besprechungen mit den Worten: ..Die letzte Schmach!" Es heißt darin: Auf Geheiß Wissons miss unsere gegenwärtige Regierung nicht nur die letzten R-ckte der Kaiseraewalt vössig zerstören, sondern auch die ei">iae Waffe, die uns vor der Vernichtung noch retten kann das W^en unseres Heeres zerbrechen Hindenbura und Ludendorfs sollen den Befehlen von Scheidemann und Erzberger unterstellt werden. (fitit konlcMVue IFrklärong für das ^öiirriüti». 25. Oft Die deutschkonservative Fraktion des Reichstags hat dem Reichskanzler folgenden Beschluß überreicht: In der Rote von Wilson wird die bedingungslose Ueber- gabe. Enttbronung des Kaisers. Entlassung unserer Heerführer und volle Unterwerfung unter einen Gewaltfrieden gefordert. Deutschland soll erst entehrt und dann vernichtet werden. Die Annahme dieser Bedingungen muß auf Geschleckter hinaus jeden deutschen Politiker der Entrecktting und der Sklaverei ausliefern Die Gebiete in Westdeutschland sind unmittelbar bedroht, die deutschen Fluren und Werkstätten wären der Willkür der Feinde, unsere Frauen und Kinder den Gewalttaten haßerfüllter Herren preisgegeben Die deutsche Ehre gebietet, daß die Negierung solche Zumutt,ng zurückweist. Ein Volk, das unbe- zwungen schmachvolle Bedingungen annimmt, verliert Ehre und Kraft für alle Zukunft. Die Sicherhett des Reiche? erfordert daß die Regierung das Volk zum letzten Kampfe aufruft Heer und Volk sind nicht gewillt, aut Befehl unserer Feinde dem Kaiser und König die Treue zu drecken. Roch lebt in beiden der Wille und die Kraft, einem Feinde, der bedingungslose Unterm^funa fordert Widerstand zu leisten bis zum Aeuhersten ?m preußischen Herrenhaus- erwartet man heule eine größere Kundgebung als Bekenntnis zum angestammten Herrscker- hause und zur Verteidigung der Unversehrtheit des preußischen Vaterlandes Die Revolution in Fiume tft nirtx-raefAlnflen worden und die Ruh- wi-derherg-Ii-M. ^rei Bataillone des S'-ekler Reaiment? marschierten gegen die Kaserne, worauf sich die meuternden kroatischen Soldaten ergaben. M ?n 25. Oft. Den letzten Anstoß zu der kssrzlichen Wendung der Dinge baden Vorgänge in Fiume gegeben. Ueber diese wird bekannt, daß das kroatische 79. Infanterie-Regiment gemeutert habe, in iwa Gericktsgebäude eindrarrg und den Lei- ter der Staotsanwattschcift gefangen nahm. Sodann wurden die Gefängnisse geöffnet, die Sträflinge befreit. Ferner wurde der Bahnhof besetzt, und die Eisenbahnschienen wurden aufgerissen. Sollten die Unterbeamten und das Hilfspersonal die ihnen zu machende ..Eröffnung- möglicherweise nickt richtig werten und ihren Chef in Zukunft trotzdem noch weiter ..Herr Direktor" anreden, was er zwar ist. aber nicht mehr hören will, so haben schließlich die Stellenvorsteher noch Rügest zu gewärtigen. Ihr „Herr Geheimrat" könnte schließlich aus den Gedanken kommen, sie hätten es bei der Wichtigkeit der Sache an dem gebotenen Nachdruck und der erforderlichen Gründlichkeit fehlen lassen. Na. beide Teile werden sich hinkort gewiß Mühe geben, daß dem mehr als peinlichen Uebelstande abgeholsen wird. Die Arbtitsvkruljjlnnt! in ttr bürztrljrhtn ^rifaebflitöDintfnfiir'orrr. Bei der Arbeitsvermittlung geht die bürgerliche Kriegsbe- fchädigtenfüssorge von dem Grundsatz aus. dahin zu wirken, ^ß möglichst jeder Kriegsbeschädigte bei seinem gewohnten Berufe bleibt und möglichst wieder bei seinem früheren Arbeitgeber unterkommt. Der Arbeitsvermittl'rnqddienst selbst ist Sache der örtlichen Ausschüsse für die Kriegsbesckädigten*ür- serge. die den Arbeitsmorlt ihres B-^irks am besten Überseen und auch persönliche Beziebungen und Erfahrungen für die Unterbringung Kriegsbeschädigter nutzbar macken können. M't den eigentlichen Acbcitsnochweisstellen des Bezirks halten dabei die örtlichen Ausschüsse enae Fübluna und arbeiten mit ihnen Hand in Hand. Auch ist ihre Tätigkeit nickt damit beendet^ daß eine Arbeitsstelle gefunden und dem Kriegsbeschädigten vermittelt ist. sse sollen auch noch weiterbin mit dem Kriegsbeschädigten in Verbindung bleiben und ssck durch gelegentliche Nachfrage überzeugen, ob die Arbeitsstelle kür den Kriegsbeschädigten dauernd geeignet ist. Ter Lande?"',slck-ib für die Krieasbeschädigtenförsorge b^aßt ssck mit der A'-hyits- nermittlung nicht, er nimmt aber Stellengesuche wie Stellenangebote gerne entgegn und gibt sse einem getroffenen Abkommen gemäß an die Geschäftsstelle des Mitteldeutschen Arbeitsnachweisverbandes in Frankfurt a. M. weiter, der sse in seiner zweimal wöchentlich erscheinenden Vakanzenliste verök- fentlickt. Diese Liste geht den örtlichen Ausschüssen für die Kriegsbeschädigtenfürsorge sowie den hessischen Arbeiisrwch- weisstellcn regelmäßig zu. Bei der gegenwärtigen Lage des Arbeitsmarkles kommen die leichter Beschädigten in den meisten Fällen obne viele Mühe wieder in geeigneten Arbeitsstellen unter. Immer schwieriger aber wird es. für die Schwerbeschädigten Arbeit?- und Verdtenstmöglickkeiten zu finden. Für sie müssen vor allem die sogenannten Invalidenposten wie Bote. Pförtner und dcral. frei geholten und dürfen nickt durch Gesunde oder Leicktbeschädiate besetzt werden. Darüber hinaus darf erwartet werden, daß es bei dem Entgeaenkommen. das die Arbeitgeber seither schon den Kriegsbeschädigten gegenüber betätigt haben, durch planmäßige Maßnabmen gelingt, in großem Umfange Arbeitsplätze für Schwerbeschädigte zu schaffen. Hierüber soll demnächst noch näher gesprochen werden. Jom Leide der Ehre. Wohnbach. Dem Fahrer Gg. Wolf. Sohn des Beigeordneten Gustav Wolf, wurde das Eiserne Kreuz zweiter Klasse verliehen. Derselbe ist bereits Inhaber der hessischen Tapfer- teils Medaille. Ans der Heimat skr IMIfn frr in xiuwrml. Stim-tma, 24. Oft. (WB.) Rach den 6isfcr vorliegenden Ergebnissen der am Montag in ganz Norwegen abgehaltenen Neuwahlen zum Storthing erscheint die bisherige Mehrheit der radikalen Linken, der Regierungspartei, durch den unerwartet großen Wahlerfolg der Rechtsparteien ernstlich bedroht Vor allem wurde in sämtlick>en Stadtkreisen die Regierungspartei drrcgweg geschlagen. Der Staatsminister Gunar Kundstn ist vorläufig nicht gewählt worden und muß sich nochmals zur Ent- fcherdungZwahl stellen. Dos Regierungsblatt „Jntelligens Sed- ler räumt iin heutigen Leitaussatze unumwunden die Riedertage ein. Die mrwMnden 1 'ntrrdeamUn. In den gegenwärtigen mehr als sorgenvollen Tagen haben manche Persönlichkeiten noch ihren besonderen Kummer. Zu diesen gehört der Direktor des Kaiserlichen Postzeitungsamts in Berlin. In den Diensträumen des Amtes ist folgender Ukas engeschlagen: Aushang. Kaisers. Postzeitungsamt. Berlin W., 9. 7. Oktober 1918. Obgleich jetzt schon nahezu ein Vierteljahr vergangen ist da Se. Majestät mir den Charakter als Geh, Postrat verliehen hat. scheint dies bei vielen Beamten, namentlich aber Lei den TlnterbeamLen und dem Aushilfspersonal noch nicht durchweg bekannt zu sein. Ich nehme daher hierdurch Veranlassung, die Herren Stellenvorsteher anzuweisen, dem gesamten Personal zu eröffnen daß rm dienstlichen Verkehr mit mir die Anrede: Jfccg Ge- h»'"nrat" zu lauten hat. Krüer. Fnedberg. 26 Okt. sAugustinersckule). Wir macken auf die im Anzeigenteil enthaltene Mitteilung der Direktion über den Wiederbeginn des Unterrichts aufmerksam. Ein Fettregen er gießt sich über viele Gegenden des deutschen Daterlarrdes. Die Bucheckern fallen jetzt allenthalben. Jedermann kann sammeln und in den Besitz von Oel gelangen. Zu diesem Zwecke gibt er die gesammelten Bucheckern an der nächsten Annahmestelle gegen Bezahlung ab: es werden bis zu 1.65 Mk für das Kilogramm vergütet. Er läßt sich außer dem Sammellohn a^ch einen Oelbe?.ugssckein aushändigen. der zum Bezug von 66 Gramm Oel auf jedes abgelieferte Kilogramm Bucheckern berechtigt und kann dann spater dieses Oel ohne Anrechnung auf seine Fettration vom KommnnalverLand beziehen. Der Oolbrzugssckein ist der einfachste Weg. den Oelbezug her- zustellen. Es kann aber auch Fälle gben, in denen neben dem Oel auch auf den Besitz von Futterküchen für das Vieh besonderer Wert gelegt wird, dann wählt man statt des Oelbezugs- scheins den Schlag schein. Er berechtigt seinen Besitzer, ebensoviel Bucheckern für den Hausbedarf fcklaqen zu lassen, als er an die öffentliche Abnahmestelle abgeliefert bat. Der Echlagscheinbe- sitzer muß sich eine Oelmühle suchen- die ihm die Bucheln zu Oel schlägt, er muß sie auch zur Mühle bringen und Oel und Futterküchen wieder holen. Er muß selbst das Risiko ttagen. wenn das Otterträgnis ein geringeres ist. Wer sich reichlich mit Fett versorgen will, braucht nur Bucheckern zu sammeln. Vklbel. Der Krieg hat bekanntlich eine gann Ar,zahl fast vergessener landwirtschaftlicher Nutzpflanzen wieder zu Ehreu gebrackrt. So wird eben allenthalben wieder Raps gebaut, da man es zu schätzen weiß, etwas Oel in seine Küche zu bekommen und auch der Allgemeinheit einen Anteil abzugeben. Auch die Gespinstpflanzen kommen wieder zu Ehren, namentlich findet man wieder Flachsfelder, die mit ihrem blauen Blüte nmeer eine schöne Abwechslung in der Landschaft bilden. Fast in jedem Garten wird Tabak angebaut. der in der tabakarmen Zeit eine willkommene Gabe dem Raucher ist. In der hiesigen Gemarkung sind es die rührigen Landwirte Gebr. Küldhenn. die den Anbau von Oel- und Gespinstpflanzen in größerem Maßstab betreiben. Für das nächste Jahr haben sse über 15 Morgen Raps ausgestellt und dieses Jahr hatten sse 5 borgen Hanf und mehrere Morgen Flachs angebaut und waren mit dem Ergebnis zufrieden. Fa Frankfurt a. M.. 23. Okt. In der Altstadt wurde durch die Kriminalpolizei der bekannte Einbrecher und Hehler Ga. Lückel weaes Brotmarkenbondel »estaenommen. In seinem Bes^ fanden sich noch 1302 Siiick gültige Brotjcheine und über 10 06 Mark Bargeld. Aus 3tnTfrnb„rft. Darmstadt. 23 Oft. Die Diebstähle wachsen auch hier ins Ungeheure. So wurden in der letzten Nacht einem Friseur und Zigarrenhändler in der Graiensiraße. der auch das Lager der Konsumgenossenschaft der Friseure hält, der größte Teil seiner Waren an Zigarren. Zigaretten. Seife, Parfüme oller Art. Toilettearükel im Werte von nabezu,10 000 Mk. gestohlen. Al. lem Anschein nach sind die Diebe mit den Verhältnissen sehr vertraut gewesen. Bis jetzt hat man keine Sour von ihnen, doch müssen sse bei ihrer Arbeit gestört worden kein, denn vor- mittags gegen 9 Uhr fand man gegenüber dem Laden auf der Straße an einer Nochbarwan.d einen Sack, der mit einem Teil drr gestohlenen Sachen gefüllt war und mehrere hundert Mark Wert hatte. Darmstadt. 24 Okt. Die Kehle mit dem Rasiermesser durchschnitten hat sich in seiner Wobnung in der Liebigstraße der Veterinär Alex Sckmidt aus Wiesbaden, anfchenend in einem Anralle nervöser Ueberreizvna. Seine Wirtsieute landen ihn noch gewaltsamem Oeffnen der Tür 'n den letztenTod'szuck,ingen liegend Rach alsbaldigem E ntreffcn der Sanitatsrr-ache war der Tod eingetreten. Man fand einen Zettel mit den AK. schiedZworten: Auf Wiedersehen in einem besseren Jenseits. Aus der Pinlz. FC. Aus der Pfalz. 20. Okt. Fob 1 b ss'tzer und Mitinh-ber des Pfälzischen Cbamotte- und Tonwerk in Grünstodt batte einen Iagdaang nach Bischofswald unternommen und ist dabei ver. unglückt. Er wurde dort tot aufgettrnden. Krirantttmachrrng. Weißkraut "klangt Montag. den . 8. Oktober, von vormittags 8 Uhr ab zur Ausaabe. D s Kraut ist nnter Vorlage der Ve ell cheine in un erem Ge,chä tsümmer zu 10 Mk. per Zentner zu be.ahlen und wird am Gitgutichuvpen für die Bezugscheinnummer 1026—1206 vormitttms von 8 tis 12 Uhr » «. „ „ 1201—1300 nachmittags von 2 bis 4 Uhr verab'oltt. Km unnötigen Andrang tu vermeiden, bitten wir, sich genau an die Zenemteilung zu halten. Friedberg, den 20. Oktober 1918. Ter Bürgermeister I V.: Damm. r Damen-Mäntel neue, moderne Formen, nur wirklich gute Qualitäten. Kostüme, Kostümröcke, Blusen in reicher Auswahl, prima Stoff-Qualitäten, sehr preiswert G. Schlllhöf, Friedberg, Kaiserstrasse 5. MW MM ?. MR lfl.1 lilfiP, 8,1 Gescttcijtssteüe Irankfun a. M.. Kronvrinzenstraße 41 . (Kronprinzenbau.) — Fernruf Aomer Bürostunden d)ionlao, Dlensta«^, Donnersta". -reoaa, nachmiua ^ von 2—4 Ut-r. — Eeschäftsanteigen in die em Raum nur für rrrrscre Mitglieder: dieielben sind kostenlos, ledoch muß bei Au- zade der Anzeige aus die Ätitglicdschast hingewiesen werden. 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Niederlage bei: Adolf Slclimidf, Drogenfinndlung, JFrictlberg i. H., Kaiserstraße 7, Fernsprecher 364. Die Beerdigung findet Montag, den 28. Oktober 1918, nachmittags um 3 Uhr, in Ober-Nosbach statt. Danksagung Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden unserer lieben Gattin, Mutter und Schwiegermutter KaMaNetteMr [ geb. Füller sagen wir allen, insbesondere Herrn P'arrer Ritter für,die trostreichen Worte am Grabe, unseren herzlichsten Dank. Fr'redöerg, den 26. Oktober 1918. K immckn hickrMeiren. Danksagung. Für die uns erwiesene Teilnahme bei dem Hinscheiden und der Beerdigung unserer lieben Tochter und Schwester Christina Kölsch insbesondere für die trostreichen Worte des Herrn Dekan Wiegel sagen herzlichen Dank Heuchelheim, den 26. Oktober 1913 Jie iimvft WMickm: Wilh. Kölsch Theodor Köösch. Landwirt > Todes-Anzeige. Allen Verwandten, Freunden und Bekannten die traurige Mitteilung, detz es Gott dem Allmächtigen gefallen hat, meinen lieben Mann, unseren herzensguten Vater, Schwiegervater, Erogvater, Schwager und Onkel ' t- t. W-J. -, X im noch nicht vollendeten 61. Lebensjahre heute nach langem, schwerem, mit Ceduld ertragenem Leiden zu sich zu rufen. Ober-Nosbach Nodheim Im Felde Nieder-Nosbach den 25. Oktober 1918. Für die trauernd Hinterbliebenen: Marie Ernestine Blecher ac&. ei^«. .MMI i 'UMWKIlliVM Riem Geschäft, welches krankheitshalber einige Tage geschlossen war, ist wiede r qeöff^et. Neu eingetrofFen sind in grosser Auswahl: inter-Hlänt^ ^ mm t m ga ; '" ä !~"i Ä‘7"v, rv, m M ®ia W W Kaislrstrasse 77 Friedberg SH Hessen Fernsprecher 29 Todes-Anzeige. Heule vormittag SVs Uhr siarb nach Gottes heiligem Willen meine liebe Gattin, unsere tieubejorgte Mutter, Großmutter und Schwiegermutter Ws Vllhkiie Siflcrii §eb. Zildenbrand im Alter von 60 Jahren nach kurzem, schwerem Krankenlager. Friedberg, Bamberg, im Felde, den 24-Oktober 191L. 2n tiefer Trauer: Carl Dieterich, Seilermeister Fran; Dieterich Carl Dieterich, Feldhilfsarzt Luise Gebhard geb Dieterich Will,. Gebhard, z. Zt. Feldposi'ekreiär Ottilie Dieterich und ein Enkelkind. D'e Vcerdi^imq findet Sonntag den 27. Oktober 1918. nachmittags Vjj4 Uhr vom Trauerhauje ab jtatt. — BeUeidsbe,uche dankend ve.beteL m MH km Todes-Anzeige. Unverhofft entschlief heute nach kurzem, schwerem Leiden mein unoergeß icher Gatte, unser stets treubejorgter, lieber Vater, Bluder uno Großvater Johannes Wörner I. im 66 Lebensjahre. Ober-Nosbach, den 24. Oktober 1918. In Trauer: Frau Emma Wörner, geb. Rahn Frau Wilhelni Schütz Witwe, geb. Wörner Julius Wörner Marie Wörner nebst Bräutigam Margarete Wörner und Enkel. Die Beerdigung findet Sonntag, den 27. Oktober, nachmittags 2 Utjc statt. ~ m 'Ä Die Beerdigung der verstorbenen Frau Baüette Dieterich findet nicht wie gestern iritümlich milgeteilt Samstag, sondern Sonntag, den 27. Oktober 1918, nachmittags i: /A Uhr, statt. Stempel und Petschafte üefcit i Malt Harten, Vf Ihre Verlobung beehren sich anzuzeigen Marie Wentzell August Reß Nieder-Erienbach * Nieder-Wölistadt Oktober 1918. Friedr. Slrecksust, Fnedberg :: Telefon 304. ln. Sefimierol für landwrrMastliche und Dre-chma chinen. Ja. Cylinderöl la. Waciersieti 3 a, L