Umnmer 242 Eiiijchms ^ Lmkr Dienstag, den 15. Oktober Ivltz __ 11. IahrgEgi Die .,i'cuc (T«?tecjciittnö u erscheint ieöcn Werttag. Regelmäßige Beilagen „Der Sauer aus Hessen", „Zie Zpinnssnbs". As?ugspreia: Bei den Postanstalten vtenellährlich Mt. 2.7 q hinzu tritt noch das Bestellgeld: bei den Äoenten monatlich 1.00 Mt. einschließlich Trägerlobn. Anzeigen: Grund.eile 2d Psg., totale 20 151g., Anzeigen von auswans werden durch Bostnachnahm^ erhoben. Erfüllungsort Friedberg. HchriMeituna nnd Verlag Friedberg (Hellen), ^anauerüraße 12. Fern'vrecher 48. Bostjcheck«Donto Nr. 4359. Amt Frankfurt a. M. Iie MßiiiiWshmk iur druhchkii Hofe. In den neuen Stellungen, — Neue Angriffe in Flandern, gescheitcrle Angriffe an der Gise und Aisne und mesiUch der Waas. — Dir Thronrede des Snltans. Der deutsche Generalffab meldet: =s= = 5 7 &> dl. O. Mratzes garrptquartiev. der» 14. Gülodev Am-ttch. Westlicher Kriegsschauplatz« Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht. Vorstöße des Gegners gegen d'e Kanalfront beiderseits von Douai wurden abgewiesen. Der Feind, der vorübergehend in Nubigny an Bac eindrang, wurde im Gegenstoß wieder hinausgeworfen. Nordöstlich von Tambrai sind stärkere englische Angriffe zwischen Bouchain und Hakpres gescheitert. Südlich von SolesmeZ säuberten wir ein aus den letzten Kämpfen noch verbliebenes Engländernest. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. Nördlich der Oise wurden erneute Angriffe der Franzosen Lei und südlich von Aisonville abgewicsen. Nördlich von Laon und an der Aisne stehen wir in unseren neuen Stellungen. Die erfolgreichen Kämpfe der letzten Tage am Chcmin des DamcZ und in den Stellungen an der Suippes. vor denen der Feind in fast täglich wiederholtem vergeblichen Ansturm schwere Verlüde erlitt, haben hier ebenso wie auf dem Schlachtfelde in der Champagne die glatte Durchführung der Bewegungen ermöglicht. Heeresgruppe Gollwitz. Beiderseits der Maas keine größeren Kampfhandlungen ?n erfolgreichen Angriffsunternehmungen nahmen wir kleinere, nach Abschluß der Kämpfe des 12. 10. noch vom Feinde besetzt gehaltene Slc-llungZtelke wieder. Der erste Eeueralquartlermcister: Ludendorsf. Abendbericht. Derlln, 14. Oft., abends. (WTB. Amtlich.) In Flandern griff der Feind auf breiter Front zwischen Drxmuide und der Lys an. Wir fingen den Stoß auf. An der Oise und Aire und westlich der Maas scheiterten Angriffe der Franzosen und Amerikaner. ! Der österreichische Generalstal, Z! «=• —• .. meldet: =— 4 SSicn, 14. Oft. Amtlich wird verlautbart: Italienischer Kriegsschauplatz: Stellenweise Artillerie- und Patrouillenkämpfe. Südöstlich^ Kriegsschauplatz: Unsere zurückgehcnden albanischen Truppen hatten Nachhut-Bandenkämpfe zu bestehen. <>m Räume nördlich Nisch dauern die Nüchzugskämpfe fort, an denen sich die Zivilbevölkerung beteiligt. Ve- sonders starker feindlicher Druck macht sich im Morawa Tal tu h war. a Westlicher Kriegsschauplatz: Bei den k. u. k. Trup'pen kerne größeren Kampfhandlungen. Der Chef des EkneralstabeS. fj Das türkische Hauptquartier st * == -—— meldet: —■ L Ksnstantrnopel. 13 Ott. (WB.) GeneralstaSsberlcht. ^ Palästlmckrout: AufklärungstätigleiL feindlicher Kavalle- ri.' in Richtung Hom§. Sonst nichts» Neues. Lie Schlacht im We.ieu. Die gescheiterten Durchbruchsversuche. Bcrl-.n, 12. Ott. (WB.) Die in den letzten Wochen mit aller Planmäßigkeit und Ruhe durchgeführtcn Rückverlegungen vnd dadurch bewirkte Verkürzung der Front haben die deutsche Oberste Heeresleitung in den Stand gesetzt, alle Durchbruchs- verluche abzuwetfen. In der Champagne führte der von den Deutschen rechtzeitig erkannte Angriff zu einer schweren Niederlage der Franzosen. Zwischen Argonnen und Maas sind die immer wiederholten DurchtruchZversuche der Amerikaner gescheitert und zwischen Eauchrai und Et. Quentin konnten die Engländer des deutsche Linienspstem zwar zurückdrücken, aber nicht durchbacken. Auf den Erfolg ihrer Operationen zwischen Eambrai und St. Quentin hatte die feindliche Heeresleitung besondere Hoffnungen gesetzt Am 8. Ottcbcr stand hier hinter den Hängen von Premont das gesamte engl.sche Kavalleriekorps mit zahlreichen Batterien bereit, um nach gelungenem Durchbruch zur Verfolgung rorzustoßen und die Verbindungen zwischen Le Ea- teau und Valen-'ennes abzuschneiden. Die englischen Reiter- scharen wurden jedoch von den deutschen Fliegern rechtzeitig er- * kannt und durch Arttllcriefeuer zersprengt. Ani 11. Oktober versuchten die Engländer einen neuen Durchbruch nordöstlich von Ea.nbra' in Richtung auf Valencien- nes. Sie griffen diesmal mit mehreren frisch eingesetzten englischen und kanadischen Divisionen auf verhältnismäßig schmalem Raume, jedoch in äußererdcntlicher Tiefe aw Ihre dichten Angriffswellen wurden teilweise von berittenen Offizieren geführt. Zahlreiche Tanks rasselten ihnen voran. Im ersten Ansturm gelang es ihnen, das in der deutschen Linie liegende Dorf Imuy zu nehmen. Auf den Höhen östlich und südöstlich des Dorfes brachten jedoch deutsche von Panzerwagen begleitete Gegenstöße den englischen Angriff bald zum Stehen. Durch die weiteren Rückrerleaungen am Chemin des Da- des, an der Aisne und in der Champagne wird eine weite« Kürzung und Stärkung der deui'ichen Front bewirkt. Die Räumung des Chemin Damcs. Berlin, 14. Ott. Die schwierige Räumung des Chemin des Domes konnte ohne Störung vom Gegner planmäßig dupchgeführt werden. Während vorn die Infanterie die Franzosen besänftigte, konnte nicht nur die gesamte Ar- tiallerie mit allen Munitionsvorräten zurückgeschafft, sondern gleichzeitig auch durch Pionierkommandos alle Unterstände, Höhlen und Stützpunkte gesprengt werden. Als alles zurückgefchafft war. begann auch die Infanterie sich unbemerkt vom Feinde zu lösen. Starke Kampfpatrouillen deckten ih'-en Abmarsch. Erst viele Stunden nach der glücklich vollendeten deutschen Rückbewegung merkten die Franzoscn daß sie nur noch schwache Kräfte vor sich hatten, und begannen nachzu drängen. Hinter einer Meute von Hunden, die verborgene deutsche Maschinengewehre und Stützpunkte der Kampfpatrouillen Verbellen sollten, ging die französische Infanterie vor. Allein die deutschen Kanipfpatronillen ließen sich durch diese neue Kampfmethode nickt schrecken und hielten die französische Infanterie so energisch ab. daß erst nach tagelangen Kämpfen und unter schweren Vcnusten die Franzosen das Gelände zu besetzen vermochten, das die deutsche Oberste Heeresleitung Planmäßig antaegeben hatte. Bei der Abwehr der englischen Kavallerieangriffe im Raume östlich von Camb'-ai und St. Quentin zeichneten sich besonders deutsche Radfahrerformationen aus, die in den Nachhut kämpfen Hervorragendes leisteten. Die englischen Reitermassen, die teils in Schwarmattacke, teils in geschlossener Linie ornitten, erreichten an keiner Stelle ihr Ziel. Blutig brachen sämUick>e Attacken zusammen. Die Ver- lnste des englischen Kavallenekorps, das den entscheidenden Durchbruch auf Valenciennes erzwingen sollte, sind außerordentlich hoch. Die Rückverlegung der Front. Berlin, 14. Ott. Die deutsche Frontoerlegung zwischen Oise und Aisne wurde planmäßig durchgeführt. Die deutschen Nachbuten. unterstützt von einzelnen am Feind gelassenen Batterien, hielten die nur vorsichtig und langsam nachdrängenden Franzosen in respektvoller Entkernung. Die Franzosen beschränkten sich in der Hauptsache darauf, die Ortschaften im deutschen Hin- tcrgelande mit Bombengeschwader anzugreifen. In der Zwischenzeit wurde von den Deutschen in aller Ruhe die ungeheure Arbeit der Rückverlegung der Linien durchge- sührt. Es handelt sich dabei nicht nur um Abbeförderung der gesamten Kriegsgeräte und die Räumung großer Munitionsbe- stände, sondern um den Abbau zahlreicher Hecresbetriebe zur Instandsetzung von Geschützen, Maschinengewehren usw. mit allen Maschinen und Vorräte an Ersatzteilen. Die Zerstörung Laon». Berlin, 12. Ott. (WV.) Laon liegt, als sei es ausge- storben. Kein Lebewesen ist auf den Straßen sichtbar. Wie ein Alpdruck lastet der nahe Untergang über der Stadt. Die Beschießung Laons nimmt ihren Fortgang. Kein Tag vergeht, dem nicht mindestens 600 Gelchoffe das .Weichbild der Ctadt Wasens übernahm. zerreißen. In allen Teilen der Ober- und Unterstadt und überall in den Vorstädten krachen die Einschläge der schweren Kaliber. Hier und da entzünden sich Sparren und Balken an den Explo« sionen. Brände lohen auf, die jedoch von deutscher hilfsbereiter Mannsckaft bald wieder erstickt werden. Rur in der Vors. La Reuvlll? kam es bisher zu einem größeren Brand, desse.. weitere Ausdehnung durch das entschlosiene Rettungsmerk de: Deutschen verhindert wurde. Alle öffentlichen Gebäude, de Bahnhof. Theater, Präfektur, Iustizpalast, Schulen und Käse nen. hat sich die französische Heeresverwaltung als befand. Ziele erwählt. Ganze Straßenziiae der Neustadt, das Eta: [ viertel um die Mattinsttrche, der Platz an der Mairie, die R c de Reims und die Rue de Chambry und das Viertel um ' i Eitadclle sind zerstört von der sinnlosen Beschießung. Noch ' d Menschenleben nur in verhältnismäßig geringer Zahl zu klagen dank der Fürsorge und den umfassenden Schutzmaßnahs men der deutschen Stadtverwaltung. Der zweite Bürgermeister, Herr Micheux. im Verein mit einem Notar, Herrn Voix, d>e die Interesien der Stadt vertreten, haben zusammen mit anderen Bürgern der Stadt einen Protestbeschluß gefaßt. Sie wollen von der französischen Regierung eine Erklärung erzwingen und eine Rechtfertigung des rücksichtslosen Vorgehens das ihnen un- faßbar erscheint, da die verantwortlichen Männer Frankreichs genau unterrichtet sind, daß der noch größere Teil der Bevölke» rung sich in der Stadt befindet. Die Flucht aus Dalenciennes. Berlin. 12. Okt. (WB. Amtlich.) Nachdem die Furcht vor der Beschießung sich nunmehr auch der Bevölkerung von Valen- ciennes mitgeteilt hat und dort 30.000 Einwohner nicht mehr von der Flucht nach dem Osten abzuhalten sind, hat die deutsche Regierung sich erneut an die Schweizer Negierung gewandt. Die Schweizer Regierung ist gebeten worden, die französische Negierung von dieser Eniwicklung unverzüglich zu verständigem und ibr vorzuschlagen, im Interesie der Bewohner der nord- französischen Städte die Zusicherung zu geben, von einer Beschießung der größeren Städte abznsehen und ihre Verbündete» ebenfalls dazu zu veranlassen, auch sei die deutsche Regierung dazu bereit, wenigstens einen Teil der Bevölkerung zum Ueber- tritt in die feindlichen Linien zu überreden, wofür allerdings besondere Abmachungen von Front zu Front erforderlich sein würden. Falls die französische Negierung aus unsere Vorschläge nicht eingeht, kann die deutsche Regierung die Verantwortung für die Leiden der Bevölkerung, die eine Folge der vernichtenden feindlichen Beschießung aller größeren und kleineren Or " ' i hinter unserer Front sind, nicht übernehmen. Die deutschen Panzerwagen. Berlin, 13. Okt. (WB.) In den deutschen Heeresbericht wurde in der letzten Zeit mehrfach die Tätigkeit deutscher Panzerwagen erwähnt, denen vor allem bei der Durchführung er. folgreicher Gegenstöße großes Verdienst zukällt. In der Tankherstellung steht die deutsche Industrie allein gegen die vereinigten Industrien Frankreichs, Englands und der Vereinigten Staaten. Was den Deutschen in der Tankwaffe jedoch an der Zahl fehlt, machen ihre Besatzungen durch ihre Kühnheit und Entschlußkraft wett. Bei den schweren Kämpfen südlich von Eambrai um 8. Oktober fuhren die deutschen Panzerwagen dem mit Tank- und Infanteriekolonnen aus Numilly vorbrechenden Angriff entgegen. Sie schloffen eine im Verlaufe des Kampfes in der deutschen Infanterielinie entstandene breits Lücke und kämpften hier ohne jede Infanteriebegleitung gegen eine große Uebermacht. Bei den Kämpfen von Maison-Neuf stießen hinter einer künstlichen Nebelwand vorfühlende deutsche Panzer überraschend auf eine große Menge Engländer, die in ungeordneten Haufe» zusammenstanden. Mit Maschinengewehr- und Kartätschene seuer wurden die Engländer zurückgeworfen. Die englischen Truppen am Ostrand von Riergnies wurden mit in die Flucht geriffcn und räumten den Ort. An der Straße Eambrai—Ere< vecour hielten fünf englische Tanks, die vorfuhren, um dich eigene Infanterie zu unterstützen. Als sie jedoch der deutsche» Panzerwagen ansichtig wurden, hielten die englischen Tankz an und wurden von ihren Besatzungen in Brand gesteckt. Von dem Geist, der die deutschen Panzerwagen-Besatzunges beseelt, seien folgende Beispiele angeführt: Dem Tankkommam danten Leutnant Paul wurde sein Wagen in den Kämpfen deO Vormittags ain 8. zerschossen. Er konnte sich lediglich mit de« Geschützführer retten. Trotzdem fuhr er noch am Nachmittag des gleichen Tages von neuem in die Schlacht, indem er aa Stelle eines verwundeten K««erade» £>i : Führung eines ander. Zn den Kämpfen des gleichen Tages trafen der Gefreit» Soegers und der Gefreite Friedrichs bei eiligem Alarm nicht rechtzeitig genug bei ihren Wagen ein. Das Tankgefchwader war bereits losgcfahren. Sie meldeten sich bei der nächsten Infanteriekompagnie und baten, den Kampf mitmachen zu dür- fen. Sie übernahmen ein Maschinengewehr und beteiligten stch in hervorragend tapferer Weise an dem Kampfe, bis sie wieder zu ihrem Wagen gelangen konnten. pif AnsWkn drs MaffklilMank- mii> Frikdkliglingkdojtt. Daß diejenigen viel zu rosig sehen, die in der deutschen Antwort an Wilson schon den Waffenstillstand in sicherer Tasche zu haben glauben, das zeigt die Haltung des feindlichen Auslandes. In neutralen Ländern wird zwar die Aufrichtigkeit des deutschen Angebots hervorgehoben und die Mörgenröte des Friedens betont, bei unseren Feinden findet sich jedoch nichts dergleichen. Besonders gehässig gebärdet sich ein Teil der Preffe. So schreibt der bekannte ..Matin": Die Note sei der Beweis des Zusammenbruchs Deutschlands. Die Note beweise, daß Deutschland arglistig und unehrlich bleibe. Das Blatt bezeichnet die Note als doppelsinnig und verlangt, daß Foch allein entscheide, ob ein Waffenstillstand angebracht sei. Der Gedanke eines ge. machten Ausschusses verrate den Wunsch, scheinbar auf gleichem .Fuße zu verhandeln, doch könne e? bei einem Waffenstillstände, wie Deutschland ihn nachsuche, nur zwei Personen geben: einen siegreichen Führer, der befehle, und einen geschlagenen Führer, der gehorche. Zum Schluffe g-bt Ho-g.s folgende Aeußerung des ..New York Herald" wieder: Mau nuß im höchsten Maße auf der Hut fein. Die Haltung Deutschlands entspringt der Feinheit und Furcht. Verächtlich in der Niederlage wie es hoffens- wert im Erfolge war. ist es bereit, in alle Tiefen der Niedrig- ke.t hinabzusteigen, um den Leiden zu entgehen, die es dem besiegten Feinde aulerlegt hätte. Nun ist ja wohl bekannt, daß der ..Motin" ein Hetzblatt Niedersten Ranges ist. Aber selbst gemäßigte Blätter, wie der „Manchester Guardian" urteilen abweisend, wir lesen da: Deutschland hat stch ergeben. Das ist die nicht mißzuver- stehende Bedeutung der deutschen Antwort. Der Friede dürfte nicht unmittelbar bevorstehen, aber die allgemeine Basts dafür ist umriffen und ist angenommen. Wilson wird sich wahrscheinlich mtt der Antwort auf seine Frage über die konstitutionelle Reoierungslorm Deutschlands nicht betzniigen. Für einen Waffenstillstand sollten die Alliierten eine militärische Entschädigung fordern als Gegenleistung da'ür. daß der Feind stch aus seiner gefährlichen Stellung sicher zuruckziehen dürfe. Die beste Garantie wäre eine Räumung Elsaß-Lothringens durch Deutschland. das dann vielleicht vorläufig durch eine neutrale Macht besetzt werden sollte. Ferner durtten Schiffe jeder Art, insbesondere alle Transportschiffe, nicht mehr angegriffen werden. Der Tauckbootkrieg muffe für immer aushören. Dafür würde die Auslieferung der deutschen Tauchboote eine sofortige Garantie bieten. Nun läßt sich aus der Haltung der feindlichen Preffe nicht so ohne weiteres auf die Stellungnahme der Regierungen schließen. Was man da hört, klingt nicht so ganz abweisend. Reuter erfährt: Das britische Auswärtige Ami erhielt die deutsche Note Sonntag früh durch den britischen Gesandten im Haag. Dalfour und Bonar Law verließen London, um stch mtt Llopd George zu besprechen. Weiter erfährt Reuter, daß es bei dem gegenwärtigen Stande der Dinge unwahrscheinlich sei. daß ein verantwortlicher Minister irgendeine ins Einzelne gebende Erklärung über die Lage abgeben werde. Der nächste Schritt für Wilfon wird fein, sich mit den Berbündelen zu einer allgemeinen Beratung über die deutsche Antwort zu verständigen. Angesichts ihrer erscheine die deutsche Note nicht nur als eine Annahme der Punkte in WiffonZ Erklärung vom Januar, sondern auch seiner späteren Erklärungen. Daher könne gesagt werden, es scheine, daß die Deutschen es mit der Annahme ernst meinten. Der Wortlaut der Note gäbe keine endgültige Klarheit darüber, ob Wilsons Bedingungen vorbehaltlos angenommen oder lediglich als Grundlage für eine Erörterung betrachtet würden. Klar sei, daß eine bloße, unbestimmte Erklärung dieser Art nicht genüge. Selbstverständlich könne keine Rede davon sein, die militärischen Unternehmungen einzuftellen. Kein Waffenstillstand sei möglich, außer unter schärfsten Sichtungen daaegen. daß der Fe'nd die Zwischenzeit nicht nur benutzen wolle, um später wieder anzufangen. Bei der Beratung der englischen Dominien machte Balfour amtlich von der Aköglich- keit von Verhandlungen über einen ehrenvollen Abschluß des Krieges Mitteilung. Ja Frankreich spielt natürlich die elsaß-lothringische Frage dre erste Rolle. Die „Humantto" meldet, daß Clemenceau dem Vorsitzenden der Kammer die Erklärung abgab, die Regierung werde vor Eintritt in Friedensverhandlungen den Beschluß der Kammer einholen. Auch bei grundsätzlicher Anerkennung der Wllsonschen 14 Friedenspunkte bkitbe die französische Kammer dre zuständige Stelle tat der elsaß-lothringischen Frage. Das „Secolo" meldet aus Paris: Ein Bericht über das Ergebnis des letzten Verbündetenrates in Paris wird nicht ausgegeben werden. Dem Vernehmen n-ach sind außer der Anerkennung der 11 Punkte Wilsons keine Beschlüffe gefaßt worden C tv Beschlußfassung wird einer späteren Besprechung Vorbehalten, die im Laufe der nächsten 4 Wochen stattfinden soll. Bis dahin hoi't man auf ine Entwicklung der gegenwärtigen Friedens- Wefvrechungen zwischen Wilson und den Mittelmächten. Am meisten geneigt, scheint man in Italien zu sein. Das ^Secolo' sagt: Sonnino empfing auf dem Bahnhofe in Turin Vertreter der dortigen Preffe. die ihn über die Ergebniffe des Pariser Rates befragten. Connino bezeichnte die Ergebnisse als erfreulich, um die Einheit der Verbündeten und ihre Bedingungen für die nicht mehr fernen Friedensverhandlungen sicherzustellen. Der Friede sei jetzt auf dem Wege, ein Friede des Rechtes und der Freiheit aller Völker. Die Wiener Auffassung. Wien, 18. Ott. (WB.) Die deutsche Antwort an Wilson, die eine restlose Bejahung der an Deutschland gestellten Fragen darstellt, wird van der Preffe als ein großer Schritt auf dem Wege zum Frieden bewertet. Indem insbesondere die deutsche Negierung den Näumungsvorschlag Wilsons annimmt, ein Ent- schlutz, der den Mittelmächten nicht leicht fallen konnte, zeigen die Mittelmächte der ganzen Welt, daß sie ehrlich und aufrichtig den Frieden wollen. Das „Fremdenblatt" hebt hervor, daß Deutschland «klar und eindeutig Wilsons Vorschläge annimmt. Während die erste und dritte Vorfrage Wilsons angesichts der früheren Willensäußerungen und offensichtlichen Tatsachen von vornherein als glatt erledigt galten, stellte die Beantwortung des Räu- inungsvorschlages die Mittelmächte vor neue, und. wie nicht geleugnet werden kann, vor schwere Entschlüsse. Es -sind gewiß große Opfer, welche damit von den Mittelmächten verlangt werden, aber im Intereffe des weltbefteienden Friedens haben sich die Zentralmächte zur Annahme der Forderung entschloffen. Die „Neue Freie Preffe" schreibt: Deutschland hat sich für die Räumung entschieden: das ist beinahe die Gewißheit des Fliedens. Der Stachel wird aus dem Leibe Frankreichs herausgezogen. Schon ist zu bemerken, wie im Gefühle des Erfolges die Wut abzuschwingen beginnt und das Geschrei nach Verlängerung des Krieges erlischt. Das deutsche Volk will Verständigung und einen ehrlichen Frieden. Darum bringt es Opfer, wie sie nur einem Volke zugemutet werden können, das von sich auf die anderen schließt und dem Sinn der Gerechtigkeit vertraut. Wird es darin recht behalten, wird es keine Enttäuschung erfahren? Die österreichische „Volkszeitung" sagt: Mit der deutschen Antwortnote an Wilson schließt vielleicht das gräßlichste Kapitel der europäischen Geschichte. Die PflrlfliüfjitnrÜiminf} kr Rckchslank. Ctrasiburg. 14. CU. Neben den Herren Dr. Schwan- lmr und Haust, deren Ernennung zum Statthalter bezw. Staatssekretär io gut wie gesichert erscheint, bringt die „Stcastburaer Vast" eine auS Landtagskreisen stammende unverbindliche Liste weiterer Ministerkandidaten: Redakteur Peirotes (Soz.): Abgeordneter Bürger, Rechtsantwalt (lib.): Abgeordneter Müller, Univerfiläts- Professor (Zentrum): Bürgermeister Foret von Metz, Mitglied der Ersten Kammer (Zentrum). Per Puckir tt Hnsiareks. Wien. 11 . Ott. Die Mittagsblätter melden: Der Kaiser hat das Nücttrrttsgesuch des Erstministers Frhrn. v. Huffarek angenommen und den Grafen Sylva-Tarouca mit der Bildung des Minffteriumz betraut. Eine Bestätigung der Meldung liegt noch nicht vor. Andere Kreise melden: Georg Günther, der Generaldirek- ttr der Oesterr^chischen Berg- und Hüttenwerks-Gesellschaft, ist zum österreichischen Erstminister ernannt worden. Man will eine Uebcrgangszeit schaffen, in der die Verständigung zwischen den einzelnen Völkerschaften vorzubereiten wäre. Jedenfalls ist der Vl^rn eines Bölkerministeriums fallen gelassen worden. Eine Thronrede des Sultans. ^ Konjtantinopel. 13. Off. Die Kammer wurde heute mit der Thronrede des Sultans eröffnet. Die Thronrede erinnert an dre schwierige Lage, in die die Türkei durch den Zusammenbruch Bulgariens geraten sei. Sie habe durch ihr Friedensangebot gemeinsam mit den Verbündeten einen für die durch die Wirkungen des lang anhaltenden Krieges heimgesuchte türkische Nation und heldenhafte Armee ehrenvollen Frieden herbeizu- sühren versucht. Vereint mit den Mittelmächten habe die Türkei die notwendigen Maßnahmen zur Sicherung des Landes getroffen. Der Sultan hoffe auf einen günstigen Ausgang, und daß die Armee den während des Krieges erworbenen Ruhm bis zum Ende bewahre. Er flehe zu Gott, daß er die türkische Nation vor dem Zusammenbruch behüte und Spaltungen und Streitigkeiten nicht zulaffe. Die Kamme: wählte Halil mit 70 Stimmen zum Präsidenten gegen 50 Stimmen, die für Fethi waren. Riza Pascha wurde zum Senatspräsidenten ernannt. Dir VkrWiiihnrghi in l»rr Schweis. .^rn, 14. Okt. Bei der gestrigen eidgenössischen Volks^ abftlmmung über die Initiative für den Nationalrats- Vroporz i-at das st-hweizerische Volk das Verhältniswahl- Verfahren für sein Parlament mit der gewaltigen Mehrheit von rund 297 000 gegen 147 000 Stimmen angenonunen. .such erklärten sich 22 Stände (Kantone) für und nur drei (nämlich Appenzell A. Nh., Turgau und Waadt) gegen den Nationalratsproporz. Rußland. Die Kämpfe in Sibirien, Wladiwostok, 13. Okt. (WB.) Die von Vlagolcscht- scheust kommenden Truppen Semenows haben in Kuchlewo ihre Verbindung mit den von Owlinbaromsk heranrücke reden japanischen Truppen hergestellt. Der geschlagene Feind flieht längs der Seja nordwärts. 1500 Magyaren, die versucht hatten, nach der Mandschurei zu entkonimcn, sind gefangen genommen worden. Moskau, 10. Okt. (WB.) „Prawda" meldet, daß die Tschechen zwei Glieder der großen Wolgabrücke gesprengt haben „Jswestija" meldet: Im Bezirk Tscherspoweg im Gouvernement Nowgorod wurde des Organisator der Komitees eer armen Bauern erswlagen. Daraufhin wurden Geisel», der Biscftof Warssanosst und die Aebtissin des Wierajwuisenx :chen Klosters. Serafina, nebst anderen Personen erschössen. Kiew, 12. Okt (WB.) Die ukrainische Tel.-Agentur teilt mit, daß die Donkosaken in der Richtung Zarizin von neuem den Don überschritten haben, zusammen mit der Astrachan-Armee airf Zarizin vorrücken »nd sich auf 15 Werst Zarizin genähert haben. Die Cholera in Siidfrankreich. Karlsruhe, 14 Ott. Die Züricher „Post" meldet: In Eette, Marseille und anderen füdfranzösischen Häfen herrscht die Eho. lera. Bei aus Porlpou zurückgetehrten spanischen Arbeitern wurden Pestsälle festgestellt. Take Janescn wiiiert Potwnlnff. Amsterdam. 10. Oft. Ein Mitglied der Redaktion des „De. legraaf" in London hatte eine Unterredung mit dem rumäni. schen Exminister Take Ionescu, der in London angekommen ist. Ionescu sprach seine Verwunderung darüber aus, daß der Ver. frag von Bukarest in der holländischen Preffe fast nicht kritisiert worden sei, obwohl der Vertrag die holländischen Intereffen ernstlich geschädigt habe. (!) Einmal habe der Vertrag den rumänischen Getreidehandel in Rotterdam vollständig stillge- legt, so oaß, wenn der Vertrag, aufrecksterhalten bleiben sollt-, der ganze rumänische Getreidebandel auch nach dem Kriege über Deuischluud g'eleiret werden müßte; zweitens seien die niederländischen Interessen durch die deutschen Maßregeln gegen die PetroleumgeseMckaften benachteiligt worden. Ionescu erklärte weiter, daß, ehe die Truppen der Mittel- machte in Rumänien einrückten, die Rumänen und Engländer olle Oeleinrichtungen zum großen Teil vernichtet hätten. Nichtsdestoweniger sei cs den Deutschen hauptsächlich dadurch, daß sie neue Brunnen bohrten, gelungen, die Oelproduktion bis zu ungefähr 40 Prozent des früher.n Ertrages zu steigern. Er forderte daß die Mittelmächte allen Schaden, den die Gesellschaften erlitten hätten, vergüten sollten, und er würde das fordern, sagte er. wenn er noch einmal Mitglied eines Ministeriums werden sollte. Sowohl Ionescu als Bratianu könnten diesen Standpunkt verstehen, weil jeder von ihnen dem Frieden von Bukarest entgegengetreten sei. Ionescu sagte weiter, daß d'e erste Tat erner neuen rumänischen Negierung die sein muffe, alle Beschlüffe zu widerrufen, die seit dem Fall des Kabinetts. Bratianu getroffen worden seien. Ionescu war überzeugt, daß Rumänien wieder gegen die Mittelmächte kämpfen werde, wenn es zur See oder über Land wieder in Verbindung mtt den Alli- ierteu treten könne. Er erwartet jeden Augnblick die Heber- gäbe der Türkei und glaubt, daß die Verbindung zur See zuerst wieder hergestellt werde. Obschon Rumäniens wirtschaftliche Stellung augenblicklich außerordentlich schlecht sei, hält Ionescu es doch mit Hilfe der Alliierten für möglich, eine neue rumä. Nische Armee von wenigstens einer halben Million Mann zu bilden. Die neue rumänische Armee würde von den Alliierten jedoch ihr« Ausrüstung empfangen muffen. Deshalb müßte zu- erst auf eine geregelte Verbindung hingezielt werden. Ionescu schätzt, daß der Krieg Rumänien 800 000 Menschenleben gekostet habe, wooon 300 000 Mann infolge der Typhus-Epidemie und nur 60 000 auf den Schlachtfeldern gefallen seien. Ionescu teilt weiter mit, daß nur 56 Prozent der rumänischen Gefangenen noch am Leoen sei. Die Vulgaren hätten die Gefangenen am chleck.tesien behandelt. Ionescu meint schließlich, daß eine Übereinkunft mtt dem neuen bulgarischen König nicht unmöa- lichsei. Kelrenntnis. Im ..Populaire« vom 20. September schreibt Marianne ^anze: „Im Namen des Selbstbestimmungsrechts der Völker mischen sich einige unserer leitenden Sozialisten in die inneren Angelegenheiten der sozialistischen Partei Rußlands und stützen ene Fraktion, die eine bürgerliche Diktatur der proletarischen vorzieht. Im Namen des Selbstbestimmungsrechts der Völker hat die französische Regierung stch geweigert, die russische Arber- terregierung anzuerkennen und ihre Militärmissionen zur Reor, ganisierung der ruffischen Armee zur Verfügung zu stellen. Im Namen des Selbstbestimmungsrechts der Völker landen die alliierten Truppen auf dem Gebiete der Revolution. Und dieselben Alliierten wollen die Gesellschaft der Nationen aufrichten. die alle ihre militärischen, finanziellen, wirtschaftlichen, diplomatischen usw. Kräfte in den Dienst dieses Rechtes stellen würden, das.sie zu verteidigen erklären. Und auf den guten Glauben der Praktiker einer solchen politischen Moral zählen unsere Sozialisten. um auf der Welt die „Sicherheit der Demokratie" zu begründen." Ifti'ft RchlsanMlt — kr PeichsIlMpriWenl. In einem Berliner Blatte fand sich folgende Notiz: „Die Berufung des Gastwirts Waltersviel, bisheriger Inhaber der Weinrestaurants Hiller, gegen feine im Juli ausgesprochene Verurteilung zu 28 000 Mark Geldstrafe wegen zweimaliger Ilcber- schreitung der Höchstpreise beim Einkauf von Lebensmitteln, gelangt am 23. Oktober zur Verhandlung. Als Rechtsbeistand des Herrn Walterspiel wird der Reichstagspräsident Fehrenbach wirken, der bekanntlich in seinem bürgerlichen Beruf Rechtsanwalt in Freiburg i. Br. ist und in dieser Eigenschaft seit vielen Jahren die Rechtsangelegenheiten der Familie W. führt." — Der offenkundige Mißbrauch, der hier mit dem Titel des Reichstagspräsidenten getrieben wird, Ist höchst beschämend. Wag hat der bürgerliche Berns des Herrn Fehrenbach mit seiner amtlichen Eigenschaft als Reichstagspräsident auch nur im entferntesten zu tun. Den Uebereifrigen, die auf diese dreiste Art einen der höchsten Amtstitel zum Aushängeschild ihrer private» Interessen machen, müßte einmal gehörig auf die unsaubere» Finger geklopft werden. Am bedauerlichste« bei der ganze» Sache ist. daß ein großes Blatt nickt Io viel Taktgefühl besitzt^ um jolfye peinlich wirkenden Eirtgleisungen von seinen Spalte« fernzuhalten. — Oder sind dies bereits Sitten, wie sie in parlamentarisch regierten Staaten gebräuchlich fi»* 4 " 9 Interessante CnthüUnngen. Der „Meffaggero", das bekannte kriegshetzerische Organ in Nom. bracht« am 16. September folgende Notiz: Die „Idea democratica" (ein Freimaurerblatt), veröffentlicht in der heutigen Nummer das Faksimile folgenden Briefes, den Ecfare Vattisti anfangs Mai 1915 an die ehrwürdige (!) Freimaurerloge „Giosuö Caducci" von Corato (süditalienische Stadt) richtete. Dieser Cesare Vattisti. ein Trentiner. war schon vor dem Kriege ein eifriger Propagandist des Irre-dentismus, kämpfte dann in den Reihen der Italiener gegen Oesterreich, wurde gefangen und als Vaterlandsverräter erschossen. Der Brief lautet: An die hohe, ehrwürdige Freimaurerloge zu Corato! Ich bin Ihnen lebhaft dankbar für die Ehre, daß Sie mich eingeladen, über mein unerlöstes Land und seine Aspirationen zu reden. Ich bin begeistert und gerührt über den Empfang, welchen die Stadt mir bereitete .... und es stärkte sich in mir die Ueberzeuqung. welche ich schon auf meine« Fahrten durch die Halbinsel gewonnen: Viel, sehr viel ist es der Freimaurerei zu danken, wenn die Sachs Trients und Triests noch Nnbänger in Italien hat und wenn der Irredentismus, trotz neutraler Opposition, sich so stolz erhoben un-d aefesiigt hak. Ich hoffe zum Wohle Trients und ganz Italiens, daß die völlige Vereinigung der Nation bald eine vollendete Tatsache fei und hoffe, die Freimaurerei möge morgen darüber wachen, daß die Gesetze des Königreiches Italien ohne Schwanken und Furcht auf die Länder angewendet werden, die so lange Iabre dem ruchlosesten Klerikalismus untertan waren. Ich erneuere besonders den Ausdruck meiner Dankbarkeit an alle, welche im glorreichen Namen E. E>duccis vereinigt sind. Cesare Vattisti. Dieser Brief spricht Bände für die sogenannten „gerechten Aspirationen" des häutigen Italiens. Mit dieser Cntbüllung stimmt zusammen, daß die Freimaurerversammlung des italienischen „Großen Orients", welche am 17. September im Palazzo Giustiniani zu Rom stattfand, in der Verberrlichung des Krieges gegen Oesterreich gipfelte. Großmeister Nathan in feiner Eröffnungsrede übertraf sich darin in seinem bekannten Phrafenfchwall. Und unterdessen verblutet das arme Volk. Segen der Zwangswirtschaft. Die örtlichen Vorstände der freien (sozialdemokratischen) rmd der Hirsch-Tunckerschen (fortschrittlichen) Gewerkschaften in Berlin haben nach Mitteilung der „Voff. Ztg." (497) ihrer Entrüstung darüber Ausdruck gegeben, daß jetzt vom 1. Oktober ab nur noch 70 Gramm Butter in der letzten Woche jeden Monats zur Verteilung gelangen sollten, während in den anderen 3 Wochen nur noch Margarine in gleicher Menge verabfolgt werden würde. Sie suchen die Schuld natürlich in erster Linie wieder in der „ungenügenden" Er- faffung des Butterletts bei den Bauern, die ungefähr zwei Drittel der besten Milch zurückbehielten und die daraus gewonnene Butter im Wege des Schleichhandels zu Wucher- Preisen vertrieben. Die doch auch zur denwkratischen Regierungspartei- Mehrheit gehörige „Voss. Ztg." schreibt benrerkenswerter» weite dazu: „Tie Mißstände selbst, namentlich auch in der Milchend Fettversorgung, sind unbestritten. Auch daß der Schleichhandel gerade auf diesem Gebiete besonders arg ist, ist bekannt. Die Vertreter der Arbeiterschaft vergessen aber im- n:er lvieder, daß die Zwangswirtschaft in ihrer Neberspan- nung über das Notwendigste die Ungesetzlichkeiten geradezu züchtet und unterstützt, und daß diese Zwangswirtschaft vornehmlich auf Drängen der Arbeiter und ihrer politischen VertretUl>g immer weiter ausgedehnt worden ist. Aus der Erkenntnis dieser Zusanimenhänge, zu der sich weite Ver- öraucherkreise leider noch nicht bekehren wollen, ist in der „Voss. Ztg." (ebenso auch von agrarischer Seite selber. D. R.) seit Jahr und Tag auf grundsätzliche Aenderungen unserer Kriegsernährungswirtschaft hingearbeitet worden." Neben der Ueberspannung in der Zwangswirtschaft der Milchiviebhaltuttg gegenüber ist die jetzt zutage tretende von sachkundiger Seite lange vorausgesagte Butterfettknappheit durch die Ueberspanriung in der Milchviehabschlachtung ver- schuldet. Wir haben mit unfern Warnungen vor den notwendigen Folgen dieser übermäßigen Kuhabschlachtung kein Gehör gefunden, weil die zuständigen Reichsämter eben aus Rücksicht auf den Fleischbegehr der Arbeiter viel zu lange mit der Verminderung der Fleischration und der Milchviehab- Machtung zögerten. Wir haben immer wieder hervorge- hoben, daß vom Herbst an in Milch und Butterfett stärkster Mangel eintreteu müßte, wenn die Fleischration lvährend des ganzen Sommers in der bestehenden Höhe aufrechterhalten bliebe. Wir haben immer wieder gezeigt, daß die Verbraucher sich fragen müßten, ob sie nicht lieber im Sommer auf einen Teil ihrer Fleischration, als im Herbst und Winter auf den größeren Teil der Milch- und Fettration verzichten wollten. Beides sei unmöglich aufrechtzuerhalten «nd der Fleischgewinn aus den in den Frühjahrsmonaten geschlachteten Kühen sei für unsere Volksernährung viel weniger wichtig, als es die Milch der am Leben bleibenden Kühe sein würde. Die Gewerkschaftsvorstände wollen es ober auch-jetzt noch nicht einsehen,-daß geschlachtete Kühe keine Milch mehr liefern können, denn sie forderten in einer einhellig angenommenen Entschließung die Beseitigung der fleffchlcffen Wochen. Wenn sie diese Forderung durchsetzen -sollten, so würden sie selber wieder Schuld daran sein, wenn auch in der vierten Monatswoche bald keine Butter mehr für die allgemeine Verteilung verfügbar sein würde. In einigen Monaten würde aber auch das Fleisch immer knapper werden, »nd im nächsten Jahre würde es wegen des fehlenden Düngers auch keinen ausreichenden Kartosset- und Gemüseanbau mehr geben. - hi ZMligsnnrWft und EMiPttliilhinug. Die Zwangswirtschaft erweist sich mehr und mehr als ein hervorragendes Werkzeug, um Mittelstandsexistenzen auszumerzen. So werden wegen geringfügiger Vergehen Tausende von Klein-Mühlen im Lande geschlosien, und zwar dauernd. Hat man aber je vom Schluffe eines Großbetriebes wegen entdeckter Großschicberei gehört? Vergehen gegen die zahllosen kriegswirtschaftlichen Verordnungen kann überhaupt kein Mensch mehr vermeiden, wir glauben, nicht einmal die Beamten können es, geschweige denn die. die unmittelbar dadurch betroffen werden, die noch immer „selbständig" genannten Betriebsleiter. Einige besonders grelle Fälle liegen uns au? dem Kreise Plön vor. Ein Müller hatte 206 Kilogramm Gerste in seine Mühle genommen. um den Arbeitern, die mit kleinen Posten von 8 oder 16 Pfund kommen, die Grütze gleich zurückgeben zu können, da er oft tagelang, wenn kein Wind weht, nicht mahlen konnte. Er hatte auf der Reichsgetreidestelle davon gesprochen, aber nicht ausdrücklich um Genehmigung gebeten. Die Mühle wurde deshalb geschloffen, trotz ausdrücklicher Befürwortung des Lcmd- rats. der den Müller mit 100 Mark Geldstrafe genugsam glaub e gebüßt zu haben und trotz Befürwortung des Regierungspräsidenten. Landrat und Regieruna hatten hsrvoraeboben. daß es sich um einen besonders zuverlässigen Mann handele, der z. V. mehr Milch abgeliefert habe, als notwendig war und überhaupt vorbildlich garbeitet habe. Ein anderer Müller batte etwas Brotkorn in die Mühle genommen, obwohl der Ileberbrinner die Mablkarte vergeben hatte, da dieser versprach, sie nächsten Tag nachzubringen. Ehe er dies nachholen konnte, wurde aber nächsten Tage die Mühle revidiert und, weil das Korn gefunden wurde, geschloffen. Durch derartige maßlose Strafen werden nicht nur die Existenzen kleiner Müller vernichtet, sondern es wird auch — wie bei so vielen Maßregeln der Kriegswirtschaft — das gerade Gegenteil von dem erreicht, was sie bezwecken. Es wird Vermögen ftillgele-gt. es wird den unter Gespann- und Zeitmangel leidenden Landwirten Beförderung des Mahlgutes nach anderen weit entfernteren Müblen aufgezwungen, es werden unnütz Material und Koblen verbraucht. Und dann sagt man noch, unsere Kriegswirtschaft sei dazu da — um zu sparen! Ans dcr lr.-lMrhaHtt Chronik. III. Anno 1 796. „Das was bis rum 10. Juli aeop'ert worden fOirdiett» opfcr) wurde sowie das aus den vorbergebenden Jahrgängen (im Pfarrhaus aufbewahrt) bei der Plünderung entwendet.- — Selbst die Kirchen wurden abermals von den Feinden ansaeplün^er*. Wie werden sie in den Häusern gehaust boben! Denke an Dein trautes Heim, in dem du dich abends zur Ruhe nied-'rleaen kannst. Darin ist dir io vieles lieb. Gar manches könnte es dir erzablen aus veraanaenen Tagen. Niemand soll dir das rauben oder « zerstören. Darum zeichne gern die 9. Kriegsanleihe. Z. Blofeld. Dem Rudolf Kiefer, beim Stabe eines Feld- ariillerie-N-:giments, wurde das Eiserne Kreuz verliehen. Die hessische Tapserkeitsmedaille besitzt er bereite Aus der Heimat. Bingenheim, 11. Okt. Vor zirka 14 Tagen wurde hier bei einer armen Frau eingebrochen und ihre Kleiderschränke, in denen die Anzüge ihrer beiden im Heeresdienst befindlichen Söhne aufbewahrt uurrden, einer gehörigen Revision unterzogen. Anzüge. Schuhe und Strümpfe ließen die Gauner mitgehen. Im Vorbeigehen nahmen sie auch noch etwas Eßwaren zur Wegzehrung mit. Der Wert der gestohlenen Sachen dürste sich auf 1000 Mark und mehr belaufen. Die Spuren zeigten auf einen 18jährigeu Menschen von Sindlingen, welcher bei der Frau erzogen wurde und deshalb genauen Bescheid wußte. Er ist am der Tat folgenden Morgen, mit einem schweren Sack und Karton verschiedentlich gesehen worden'. Ein jeder dachte, unsere tüchtige Sicberhütsbehörde. welche für kleinere Vergehen mitunter ein sehr scharfes A«ige hat, hätte den Gauner schon längst am Wickel genommen und in Nummer Sicher gesteckt. Aber, o Schrecken! Diese Nacht wurde hier wieder eingebrochen und zwar in der Nachbarschaft obiger Frau, wo der Gauner durch seine jugendlichen Spiele mit seinen Kameraden ebenfalls Bescheid wußte. Diesmal hatte es der, oder wie zu vermuten ist. die Gauner auf Eßwaren in der Hauptsache abgesehen und nahmen hier im Vorbeigehen noch ein Fahrrad und zum Trocknen aufgehängte Wäsche eines anderen Mannes mit. Es scheint hier eine ganze Bande beteiligt zu sein und dürfte es an der Zeit sein, daß dem Treiben mit aller Energie gesteuert und der Gauner hinter Schloß und Riegel gesetzt würden. FO. Schotten, 11. Okt. Da auch in hiesiger Stadt bedauerlicherweise eine zunehmende Verwilderung der Jugend festgestellt werden muß. wurden die Polizeiorgane angewiesen, der Verordnung des Stellvertretenden Kommandierenden Generals ln nachdrücklichster Weise Geltung zu verschaffen und Zuwiderhandlungen und Ueberlretungen unnachstchtiuy zur Anzeige A» brrngen. FC. Frankfurt a. 13. Okt. Vorgestern mittag ist ein frecher Diebstahl in der Kirche der barmherzigen Brüder ,m Unteren Atzemer verübt worden. Drei Altäre wurden völlig abgeräuml. Sämtliche Teppiche, Decken und Kerzen sowie Vor- hänge an den Beichtstühlen wurden gestohlen. Von den Diebe» fehlt bis jetzt jede Spur. FC. Vom Main, 13. Okt. Um ein Exempel zu statuiere, verurteilte das Schöffengericht in Würzburg den Besitzer des Obstgutes Gefundbrunn dortselbsi, Philipp Wendel, wegen Schwarzschlachtens zu vier Wochen Gefängnis und einer Geldstrafe von 400 Mark. Wendel wurde dabei erwischt, wie er gerade einem Kalb den Garaus gemocht hatte. Aus Starkenburg. FC. Pfungstadt, 13. Okt. Der 72jährige Rentner Vöttiger dahier fiel abends in seinem Hause die Treppe herunter und brach das Genick. FC. Dieburg, 13. Okt. Hier wurde eine Ortsgruppe der Kriegsbeschädigten gegründet. FC. Vensheim. 13. Okt. Im nahen Emshaufen wurden nachts im Stalls des Milchhändlers Ktndinger einer lebenden Kuh ein größeres Stück Fleisch aus dem 'Hinterviertel herausgeschnitten. Aus Hessen-Nassau. FC. Dotzheim. 13. Okt. Im Anschluß an die letzte Gemeinde» vertrstersitzung fand eine Aussprache in der Eingemeindungs» Angelegenheit mit Wiesbaden statt, in der einstimmig der Mei. nung Ausdruck gegeben wurde, daß es nicht im Interesie der Gemeinde Dotzheim und der Sache selbst läge, mit einem Ein. gemeindungsantrag an die Sta-dt Wiesbaden heranzutreten. Niemand in Dotzheim sei ein Gegner der Eingemeindung, wenn diese'seitens der Stadt Wiesbaden in wirklich großzügiger W-lle durchgeführt werde Davon hätte man allerdings bis jetzt wenig vernommen. IC. Dierstadt, 13. Okt. Das geschmuggelte Fleisch. 10—12 Zentner, das von zwei Kühen und Kälbern stammte und hier angehalten wurde, stammt. wie der Führer des Fuhrwerks an. gab. aus Nordensladt. Von wem sei ihm unbekannt. Er habe lediglich den Auftrag gehabt, das Fle-fch nach Wiesbaden auf den Marktplatz zu bringen, wo der Empfänger zur Stelle wäre. FC. Usingen, 13 Okt. Landrat Bacmeister, der von März 1914 bis Juli 1915 das diesige Landratsamt verwaltete, ist im Alter von 38 Jahren in Labiau an der Grippe gestorben. FC. Vom Taunus, 13. Okt. Der Eemeinderechner Bäppler in Nod a. d. Weil, der älteste Gemeinderechner des Kreises Usingen, ist im Alter von 77 Jahren nach 46jähriger Dienstzeit gestorben. FC. Draubach, 13. Okt. Der Weinpreissturz hat so ungünstig auf die Tranbenpresie gewirkt, daß gestern in Kestert Weintrauben zu 60—65 Mark pro Zentner verkauft wurden. FC. Diez, 13. Okt. Die Generalversammlung des 8. land, wirtschaftlichen Dezirksvereins wühlte den Landrat Dr. Thon dahier zum 1. Vorsitzenden, Bürgermeister Schön-Netzbach wurde als 2. Vorsitzender, die Landwirte Wilbelm Kasper Holzappel und Georg Eemmer in Rettert als Beisitzer gewählt, ebenso Landwirt Karl Hofmann-Katzenelnbogen. Aus Kurheffen. FC. Kaffrl. 8 Okt. Das Schwurgericht verurteilte die Ehekrauen Krön und Metzelthin ven hier wegen Verbrechen aus 8 218 Strafgesetzbuch lAblrCbung) erstere zu zwei Jahren Zucht» Haus, letztere zu einer Gefängnisstrafe von 9 Monaten. Zwei weitere Mitangeklagte wurden freigesprochen. Während der Verhandlung floß mit unter, daß die Angeklagte Krön eine viel» beschäftigte Wahrsagerin ist. und ihre Spezialität darin besteht, die Zukunft — aus Dem Gr* — vor au szu sagen. FC. Kassel, 13. Okt. Ein Postschaffner war von Kollegen dabei ertappt worden, wie er in einer .Packkammer des Ober» stadtbahnhofes ein Päckchen mit Lebensmitteln und Zigarren klaute. Die Strafkammer verurteilte ihn unter Berücksichtigung einer gewissen Notlage zu se chs Monaten Gefängnis. Kirchliche Nachrichten. Gottesdienst in der Stadtkirche. Mittwoch, 16 Okt., abends 8% Uhr: Kriegsandacht. Herr Pfarrer Dreh!. ^rbritimörblanifigf r Offene S tellin : 7 Knechte, eine Schäfer- und eine Hofmeister^amilie, 1 Junge für leichte Arbeit, 3 Taglöhner. 1 Fabrik-Schlosser, Mehrere Schlosser und Dreher, 14 Dienstmägde. 3 Melkerinnen. 12 Hausmädchen, 1 Haltsköchin, 1 Kellnerin, Hilfskräfte aller Art für Etappe. Stellen suchende: Mehrere Melkerfamilien und led. Melker, 1 Vürofräulein. Niederlassung Giessen in Giessen, Johannesstrasse 1, Ecke Neuenweg, in ilsr Zeit rna 23. Sepiember bis23.8k!siier. Verantwortlich für den politischen und lokalen Teil: Otto Hirschel. Friedberg: für den Anzeigenteil: R. H eyn er. Friedberg. Truck und Verlag der „Neuen Tageszeitung* A- G., Friedberg r, $ Todesanzeige. Heute entschlief nach kurzem, schwerem, mit großer Geduld ertragenem Leiden unser innigstgeliebter, braver, folgsamer Sohn, Bruder, Enkel und Neffe Hermann Sprengel im blübenden Alter von 14V- Jahren. Dies zeigt mit der Bitte um stille Teilnahme tiefbetrübt an Reichelsheim i. W., den 11. Oktober 1918 Im Namen der trauernden Hinterbliebenen Familie Otto Sprengel. Dle Beerdigung findet Donnerstag, den 17. Oktober, nachm. 2 J / 2 Uhr statt. Güterversteigerung. Mittwoch, den 18. l. Mts., abends S Uhr. lasten die Erben der Friedrich Schwalb Eheleute von Fauerbach Ihre Eruudstücke ln den Gemarkungen Fauerbach und Ostenheim, ln der Wirticha i der .i.r. W. Haas Wwe. in Fauerbach zum zweitenmal öffentlich meistbietend versteigern. 2m Auftrag: Friedrich Wilhelm Philipp!. «Sä Statt besonderer Anzeige. Unsere geliebte Tochter, Schwester, Nichte und Kusine Lina Jost Schwester im Stadt-Krankenhaus Nordhausen ist nach 31ägiger, schwerer Krankheit in die ewige Heimat ein- gegangen. Friedberg, den 13. Oktober 1913. Die schstre^kxrüftkst Ellern vnd Geschwirr. I. d. N.: Ludwig Jost. Die Beerdigung findet Mittwoch, nachmittag 3 Uhr, von der Friedhosskapelle aus starr. Kondolenzbesuche dankend verbeten. ^rachtstückgüter werden am 16., 17. und 18. Oktober von Stationen des Direktionsbezirks Frankfurt (M) Zur Beförderung nicht angenommen. Frankfurt (Mj» den 14. Oktober 1918. Königliche Eisenbahndirektion. Betr.: Feldbereinigung Pohl-Göns. Arbrits- ul giffmmpiifrgfliiiiij. Sicnötög, den 22 . Oktober 1918, vormittags S Uhr. sollen im Rathause zu Pohl-Göns die nachverzeichneten Arbeiten und Lieferungen vergeben werden. Los 1. Planierung und Ausbau der neuen Ge- Voranschlag. wannwege 8300 — Ml. n 2 * Herstellung der Feldgraben 7203 '_ .. 3. Herstellung der Wtesenentwäfferung in der Harbach 1333.50 .. „ 4. Die zur Grenzregulierung zwischen Pohl-Göns unb Kirch-Göns erforderlichen Arbeiten k96 — „ 6 . Herstellung der Kreis,lratzenaffahrten 3537,20 " „ 6 . Herstell ng der Wie,endewässsrung in den ,Fluren V und VI 9441 5 g „ 7. Maurerarbeiten bei dem Einbau von 5 Stau- " ' " schleusen 360.— » 8 . Zementrohrlieferung frei Baustelle 3662 50 „ v. Lie erung von 36 cbm Valaltpflastersteinen 2 . So:te, frei Baustelle ' i Rord-Amer ka, Panama. Kuba, Siain, Liberia, China, ^ra lien autzgedehnr. Aus den in überaus geringer Anzahl bei dem Treuhänder für das leibliche Vermozen eingegangenen Anmeldungen ist erstch lich. datz noch ieijr erhebliche im 2ulande be- fl» liche Vermögenswe te un erer Feinde, namentlich der Amerikaner, Nicht zur Anmeldung getanzt find. Bei der Nückfichls osigkeil. mit der unsere Feinde den Wirb icyasrslrieg fuhren, lei der ungeheuren Summe, die nach Mitteilung der Taoespresten namenilich der amerilanischen Treuhänder an bcnt.djcu Wer en in , eindesland de chlagnahmt har, i,t es eine nationa e Pflicht jedes Deutschen, die in seinem Besitz befindlichen feindlichen Werte, Guthaben der Feinde Nachlatzwerte, Grundstücke und dergleichen, unverzüglich zur Anmeldung zu brmze». Tie Kammer ersucht nochma s auf das drin .enste alle diejenigen, dte feindliche Verm.ö enswerle hin'er sich haben, unv rzüglich i rer ^.nn'.eldcpjlicht zu genügen, wobei sie darauf besonders hinweisi, dag das Unter atzen nach der Verordnung betreffend den Treuhänder für das (e ndliche Vermögen vom ,9. Aprrl 1 17 (RGBl. S. 36-) un er ’da;« gestellt 1 1 . Dis Aninelann zen haben unrnetttlbar der dem Treuhänder für das feindliche Vermögen. Berlin W. 8, Kronen gratze 42/41 zu erfolgen, der auf Anfordern die nörigen Anmeldeformulare übersendet. Eroszh. Handelskammer Friedberg. für die lkreise Friedberg. Büdingen nur» Schotten. Al! Am. Wexschkißslj |i. Ur. 3 .Ü 0 üli 280 SK®, luittaiffleit „ „ 3.801 208 äta. IsWMwl „ „ 3.201 letzte Winterfällung ab Station Eichelsdorf hat waggonweise abzugeben Holzhandlung 9t. 51 ft, Eichelsdors, Ob-«,«,-». Brennholz 500 m Buchen- und Nadelholz, letzte Winterfällung, ad Wald od.r ab Station in Waggonladungen zu verkaufen. Fr. Schmitt, Schellnhof, Post Schotten. Telef. 216. issail Jean Kogler, 1 _ Friedfierc, Kaiserstrasse 27, Nähe des Rathauses. Sehr schwere 5 jährige Oldenburger Rappstute lehr viel Gang. 2 junge sehr schwere Hengste Traber, braun und Rappe. 2 fünf Monme alte, breite, braune Belßier Wen zu verkamen. l'ies’lsatas. Weidegut Cchlappmühle, Ufingen i. T. Für kleinen Haushalt bei gutem Lohn und Familienan chlutz ein älteres, im Kochen und allen häuslich, n Arbei.en selbständiges, zuverlässiges Mädchen für sofort gesucht. Frau Ostheim, Dampsmolkerei Wallernhaus-F bei Nidda. Lknchzni. Suche für einen Freund 1t 0 bis 200 Rlorgen großes Landgut gegen sofortige Varabsindung zu laufen Obstbestand und Wald erwünscht SB. Gietzcn, Weitanlage 31. Vislikliülllk» fÄ“ 2?f ae t^nqe