Nummer 239 Einrchreig b ]° Freitag, den 11 . Oktober 191 ^ II. Jahrgang. Dtp ,1 ene Eaoeszeitnng" ericheint irden Weriiar. Regelmäßige Beilagen „Oer Kauer aus Kellen". „Oie SptnnSabe". Se»uqspr,l»: Ge, den Poitanstäiten o>erlel,ähriich Ml. Z7( hinzu tritt noch das Bestellgeld; ^ei den 'Anenten monatlich. 1.00 Mk. einschließlich Traqerlotm. Anreiqen: Grund.cOe 2ü Psg., vokale 20 llrq., Än»eigen von auswans veroen durch Bo.'tnachnahmß erhoben. ErtüNunoson Friedbera. Schrittleituna «nd Serlaa rredbe^a s^e-ieni ananertraqe 12. vern nrscher 43. Zoiti «ieck» Loato Gr. 48V». ln' 'yrontsnrt a. M. J» gespannter Erwartung Noch steine Animort an Wilson. — Rückwärtige Stellungen bezogen, Cambrai geräumt. Nene Angriffe gescheitert. M. <*. Trotzes ganptquartiev. den 10 . Oktober Amtlich. Westlicher Kriegsschauplatz. Auf dem Schlachtfelds zwischen Cambrai und St. Quentin nahmen wir rückwärtige Stellungen ein. Cambrai wurde von uns geräumt. Durch erfolgreiche, von Panzerwagen untexstützte Gegenangriffe, die uns am Abend des 8. 10. südöstlich von Cambrai wieder in d-en Besitz von Seranv-llers und der Höhen beiderseits von Csnes brachten, haben in erster Linie b-ayerische und rheinische Regimenter, sowie Truppen der deutschen Jäger-Division die Loslösung vom Gegner wesentlich erleichtert. Im Laufe des gestrigen Tages ist der Feind beiderseits der Römerstraße in Richtung Le Chateau mit stärkeren Kräften gefolgt. Unsere Bortruppen wehrten seine hier in Verbindung mit Panzerwagen angesetzte Kavallerie ab; stärkeren Insanterieangrifsen wichen sie schrittweise kämpfend auf ihre neuen Stellungen aus. Am Abend stand der Feind östlich der Linie Bertry-Bufigny-Vohain. In der Champagne wurden feindliche Teilangriffe beiderseits von St. Ctlenne abgewiesen. Zwischen den Argonnen und dem Rücken von Ornes brach der Amerikaner, am östlichen Maasufer in Verbindung mit Franzosen, erneut zu einheitlichen Angriffen vor. Am Rande der Argonnen scheiterten sie unter schweren Verlusten für den Gegner. Cornay. in das der Feind eindrang, wurde wieder genommen. Hauptstoß der zwischen Aire und Maas geführten Angriffe war gegen Commerance und Romagne gerichtet. Beide Orte blieben nach wechselvollen Kämpfen in unserer Hand. Den über Romagne und östlich davon bis Cunel vordringenden Feind warfen badische Regimenter wieder zurück. Auf dem östlichen Maasufer schlugen wir den Feind bei und östlich von Siory ab und nahmen Sivry, das vorübergehend verloren ging, wieder. Nordwestlich und östlich von Deaumont ist der Ansturm des Gegners vor den Linien österreichisch-ungarischer Jäger und rheinischer Regimenter geschei- Der erste Generalquartiermoister: L u d e n d o r f f. Die Schanzen üuf denen der Deutsche in der Heimat für seine -igeue und seines Volkes Zukunft ficht, sind die Schalter an denen man Krtegoanle»he zeichnet! Abendberrcht. Berlin, 10. Okt., abends. (WTB. Amtlich.) Vor unseren Neuen Stellungen an der Schlachtfront östlich von Cambrai und S1. Quentin und aus beiden Maasufern sind feindliche Angriffe gescheitert. rr iii . . . f Der österreichische Oencraistab ... _ meldet: s== =; Wien, 10. Ott (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird ver- lautbart: Italienischer Kriegsschauplatz: Stellenweise lebhaftere italienische Crkundungslätigkeit. Balkan-Kriegsschauplatz: An, Skumbi scheiterte der Ueber- xang italienischer Reitecabteilungen. Nordwestlich und nördlich von Leskuvac haben sich Kämpfe entwickelt. Hinter unserer Front wurden serbische und montenegrinische Banden aufgc- r ieben. Westlicher Kriegsschauplatz: Nördlich von Verdun bei Becrumont schlugen unsere Jäger im Verein mit rheinischen Re- mmentern schwere Anstürme siegreich zurück. Der Chef des Generalstabcs. U — 4 — , --- — , f Das türkische HanptqrmrLier !! meldet: Konstantinopcl, 8. Okt. lWV.) Generalstabsbericht. Palästinafront: Der Feind drang auch gestern nicht vor über die allgemeine Linie Beirut—Zahle. Sonst keine Gefechts- Handlung. Von den anderen Fronten nichts Neues. Vonchrg imler tmdlichkÄ fntfr. Berlin. 9. Oft. (WBZ Auf V o u z i e r s. in das General Gourand am zweiten Angriffstag einziehen wollte, liegt schweres Fernfeuer. Auch diese bisher unzerstörte Stadt geht damit ihrer Vernichtung entgegen. Sollten die Deutschen die von französischer und amerikanischer Artillerie geschaffene Trümmer- ktiftte jemals räumen, so wird die Ententepropaganda die üblichen Racheschreie ausstoßen, daß die Deutschen Vouziers vernichtet hätten. Berlin, 10. Okt. Am 7. Oktober beschossen die Amerikaner Vouziers mit weittrageuden Geschützen. Die Dermüstung Frankreichs. Berlin. 10. Okt. In seiner letzten Rede in Glasgow sagte Winston Churchill: Wir verfeuerten in den vergangenen Wochen feden Tag eine größere Menge Granaten als in irgend einer der verflossenen Perioden dieses Krieges. In 15 aufeinanderfolgenden Tagen wurden von unseren Geschützen mehr als zehntausend Tonnen Granaten pro Tag aus den Feind geschleudert. In genaueren Ziffern wurde das Maß des Anteils, den England an der Verwüstung Frankreichs und Belgiens hat, nie ausgedrückt. Dcrinste bis fit 75 u. K. Berlin, 9. Oft. (WB.) Aus Gefangenenattssagen ergibt sieb, daß die Verluste der Franzosen in der Champagne und der Amerikaner zwisck-en Argonnen und Maas ganz außerordentlich hoch sind. Besonders schwer hat die vierte französische Division bei ihrem Angriff am 1. Oktober gegen die Höhen südlich von Liry gelitten. Das Regiment 147 batte dabei über 50 v. H. Verluste. Die dritte Kompagnie des Jägerbataillons 18 wurde vollständig aufgerieben. Am 1. Oktober wurden bei St. Marie°a-Py drei Bataillone des Regiments 93 hintereinander eingesetzt. Sie wurden sämtlich zuiammengefchossen. Den Leuten des zuletzt eingesetzten Bataillons wurde, um sie zum Vorgehen zu veranlassen, vorgeredet, daß der Graben vor ihnen schon von den Franzosen besetzt fei. Als sie den Irrtum erkannten, fluteten sie im wirsamen deutschen Feuer zurück. Am 3. Oktober wurde bei Binarville eine ganze Kompagnie des 9. Kürassierregiments zu Fuß gefangen. Die Gefangenen beziffern die Verluste im eigenen Bataillon bei dem Angriff am Vortag ans 50 v. H. Bei dem Angriff auf Monthois erlitten zwei hierbei eingesetzte amerikanische Negerregtmenter Verluste bis zu 75 v. H. Die Neger mußten noch am gleichen Tage abgelöst werden. Oie Antwort an Wilson. Die Beantwortung der Wilson'schen Note erfordert eine sorgfältige Erwägung. Die zuständigen Stellen haben bereits gestern den ganzen Tag beraten, jedoch ist die Antwort noch nicht fertiggestellt, es heißt, daß sie tm Laufe des heutigen Tages erfolgen werde. Im allgemeinen neigt man der Auffassung zu, daß die Antwort Deutschlands im wesentlichen zustimmend ausfallen werde. Die Haltung der Presse ist im großen und ganzen zustimmend oder doch zurückhaltend. Nur wenige Blätter halten die Wilson'schen Forderungen für vollständig unannehmbar und erblicken in der Annahme geradezu einen Landesverrat. Wir können dieser Auffassung nicht beitreten. Für uns ist die Frage damit erledigt, daß sich die Oberste Heeresleitung, deren Urteil über die militärische Lage für uns allein maßgebend ist, an der Lösung mitgewirkt und vollständig mit ihr einverstanden ist. Verschiedene Urteile ans dem Ausland. Oesterreich. Wien, 10. Okt. Die Lansingsche Note wurde erst durch die Vfpöfcen Abeichblätter weiten Kreisen bekamtt und hat bei der Bevölkerung bei der Unselbständigkeit ihres politischen Denkokir keinen besonderen Eindruck gemacht. Iw-unterrichteten Kreiser aber bemerkt man mit Genugtuung, daß die Note in der Fort setzung der Unterhandlungen gestalte und mit den tollwütige»? Prestestimmen aus einem Teil der Ententeländer nichts ge mein hat. Auf die Forderung der Räumung des besetzten Ge- bietes vor dem Eintritt in den Waffenstillstand war man gefaßt und dürfte die Antwort darauf bereit halten, so daß eine Pause in den Perhandlungen nicht eintreten wird. Daß an Oesterreich eine Antwort noch nicht erfolgt ist. wird damit erklärt. daß Lansing zunächst nur Vorftagen gestellt Hobe, di Oesterreich gegenüber nicht nötig feien und daß in der Antwortnote selbst zu beiden Mittelmächten gesprochen wird. England. Rotterdam, 10. Okt. Nach holländischen Blätternied dringen aus London vom Mittwoch mittag verbreiten die Londoner Zeitungen Sonderausgaben mit dem Wortlaute der Wilsonschen Antwortnote an Deutschland. Die „Dailh News" und der „Daily Telegraph" sprechen die Erwartung aus, daß die Antwort Wilsons die Einleitung zu allgemeinen Friedensbesprechungen und zum Waffenstillstände sei. Die „Times" und die „Morningpost" melden.- daß die Ver- bündcten sich in ihrer Gesamtheit für die Wilsonfche Sieb luugnahnte erklären werden, und daß sie die weiteren Ausführungen Deutschlands noch für Ende dieser Woche er* warten. Italien und d-r Friede. Berlin, 10. Okt. Endlich hat auch die italienische Regie» rung zu dem Friedensschritt der Mittelmachte das Wort erarif» fen und läßt durch die „Agenzia Stefan!" erklären, der Waffen, stillstandsantrag könne mir dann angenommen werden. wenW dem Feind solche Bedingungen auferlegt würden, die eine Wis- deraufnahme des Kampfes unmöglich machen. Es fei aber z« bezweifeln, daß die Feinde solche Bedingungen aunehmen wür. den. Man müsse daher glauben, daß ihr Vorschlag keinen Er» folg haben wird. Der gerechte Friede sei nahe, er stehe aber nicht unmittelbar bevor. Er wurde um so näher rücken, je ruhi. ger und fester die Völker der Entente bleiben. Eine amtliche italienische Erklärung. Ehinsso, 10. Okt. Eine amtliche italiensche Note besagt: Die erste Antwort der amerikanischen Negierung sei so, wie sie der ganze Vierverband erwartet hatte. Die in der Antwortnote gemachten Ausführungen seien geeignet, zur H. fiihrung eines dauerhaften Friedens zu dienen. Jetzt fu an den Mittelmächten, durch die Tat zu beweisen, daß sie w der Absendung des Waffenstillstandsvorschlages .sich vc jenen» Geiste leiten ließen, der allein, wie Präsident Wilio angeführt hat, es möglich machen wird, die Verhandlunge zu einem guten Abschluß zu führen. In dieser Warte-»': heißt es, an der Richtlinie festznhalten, die die Entente ver-» folge und einen neuen Beweis von der wunderbaren Widerstandskraft abzulegen, wie sie Italien stets in den fchwieri sten Lagen seines nationalen Daseins gezeigt habe und Qermeint. wo bei näherer Betrachtung doch reichlich Licht vorhanden ist. Wir müssen uns zurückfinden in ruhige, abwägende Beurteilung unserer militärischen Lage — und das kann man nur mit gesunden Nerven! Zunächst haben wir uns einmal alle klar zu machen, welche gigantische Leistung das deutsche Heer bisher vollbracht hat und welche ungebeuren Erfolge es errungen. Diese Erfolge lie- j gen nicht nur in der ruhmreichen Vergangenheit von vier Kriegsfahren. in denen greifbare Erg«bniffe mit Siegen, Beute und Besetzung weiter feindlicher Landstriche Vorlagen, in denen nach langem, heißem Kampfe der Osten bezwungen wurde. Diese Erfolge liegen jetzt in dem Heldenkampfe des deutschen Heeres, das auf sich allein unter einer immerhin nur kleinen Unterstützung österreichisch-ungarischer Truppen angewiesen ist. Dieses Heer, erprobt und zernarbt in vier Kriegsjahren, hält jetzt dem Ansturm der Heere Frankreichs, Englands. Amerikas mit deren Kolonialtrvppen und sämtlichen Hilfsvölkern stand. Das ist eine Leistung, wie sie größer in der Weltgeschichte noch von keinem Volke, keinem Heere verlangt wurde! Als wir im Frühjahr zu unseren Offensivstößen schritten, gelang uns eine empfindliche Schwächung dieser feindlichen Kraft, so empfindlich, daß erst nach Zustrom neuer amerikanischer Verbände und nach Heranziehung aller in den Kolonien des Verbandes ausgebildeten Truppen die feindliche Gegenoffensive dann allerdings auch mit gewaltiger Ueberlegenheit an Menschen und Mitteln, beginnen konnte. Aber genau so. wie wir bei unseren großen Operationen im Osten und Südosten seinerzeit wußten, daß diese nicht örtlichen Zielen galten, sondern weitgesteckte strategische Pläne verfolgten — und auch erfüllten —, muffen wir uns auch bei den feindlichen Operationen fragen, wns denn der Feind eigentlich will? Jede einfache Ueberlegung sagt doch, daß Foch nicht Zehn- oder Hunderttausende von Menschen opfert, um uns zu veranlassen, einige Kilometer rückwärts in neue feste Stellungen zu gehen oder um einen Einbruch in einen Frontabschnitt zu erzielen, der sich nicht weiter auswerten läßt. Deshalb muß man die ganzen, fett vielen Mocken im Westen tobenden Kämpfe von viel höherer Warte aus,betrachten, uw , ihren Zweck zu verstehen; und dieser Zweck ist die Vernichtung des deutschen Heeres. Um nichts Geringeres opfert die Entente ihre Masten; deshalb ringt sie weiter, in der Hoffnung, das Ziel doch noch zu erreichen. Aber sie ist weit davon entfernt! Unsere eigentliche Basis im Westen ist feit Jahren die Ab. wehrzone. in der wir jetzt noch kämpfen. Die siegreichen Aus- fälle aus dieser Basis heraus wurden durch unsere Rückzugsbe- wegung in den Juli- und Auqusttagen wieder allmählich ausgeglichen; dann erst kam der Feind an unsere eigentlichen Sieb' lungen heran und bemüht sich seitdem, sie in gewaltigen Schlach, ten zu durchbrechen. Nirgends ist ihm dies bisher gelungen. Große Hoffnungei hatte er auf den Durchbruch beiderseits der Araonnen gesetzt, — aus gefundenen und erbeuteten Befehlen geht hervor, daß nach gelungenem Durchbruch das Fernsprechnetz bis halbwegs Sedan ausgebaut werden sollte! Die Enttäuschung und der Rückschlag gehört also völlig aus Seite des Gegners Wir können die Abwehrerfolge in dei Champagne und westlich der Maas mit vollem Recht als einen glänzenden Abwehrsieq gegen gewaltige Ilebsrmacht bezeichnen Dag hierbei planmäßig die vordersten Geländestreifen preisgegeben wurden, war bereits vorher festgelegt und hat uns eben den Erfolg eingebracht. Was dann, nachdem der erste Gewalt- sturm mißglückt war. folgte, war der Ausfluß des Entsckluffes Fachs, nunmehr unter rücksichtslosestem Einsatz durch Gewalt und Blutopfer das nach zu erzwingen, was überraschender Angriff ihm versagt hatte. So entstand das zehntägige Ringen in der Champagne und östlich der Argonnen. das für den Feind bislang das blutigste und verlustreichste des ganzen Krieges wurde. Besonders die Amerikaner haben außerordentlich ge^ cpfert. In Flandern drängle der Feind uns in die schon lange aus« gebaute Flandernstellung zurück, — über den Einbruch kam er auch dort nicht hinaus. Var Cambrai liegt er noch fest, zwischen Cambrai und St. Oventin rüttelt er seit vielen Tagen vergeblich an unserer Ver. teidigung, wenn er auch in der vordersten Zone Gelände und Dorftrümmer gewann. — Vttl Bedenken erregen hier und da unser« Verluste, die sich in den Gefangenenzahlen der feindlichen Heeresberichte aus- drücken. Hierbei ist eines zu bedenken: Sttts hat der An. greiser höhere blutige Verluste, der Verteidiger solche an Gefangenen mrd Deute. Im ganzen genommen sind die Verlust« des Angreifers zweifellos höher als unsere; nur wenn ihm ein. mol rn einem Zuge der Durchbruch gelänge und er bis ins freie nicht zu Stellungen ausgebaute Gelände vorstieße, würde fick dies Verhältnis ändern. Augenblicklich aber ist daran nicht zu denken, weil wir immer wieder dem Feinde frontal neue Stellungen vorlegen können. Deshalb kann man wohl mit ziemlicher Sicherheit sagen, daß das Zahlenverhültnis beider Parteien sich nickt wesentlich geändert hat — beide haben auf Grund der schweren Kämpf« an ihrer Kampfkraft natürlich gelitten. Auch wollen wir ausdrücklich vor der Meinung warnen, als ob etwa die schweren Kämpfe nun ihrem Ende zugirmen. Sind Atempausen im Kampf eingetreten. so hat sie unsere Abwehr erzwungen. Noch aber hat der Fnnd Reserven genug, um weitere Angriffe zu nähren. Auch mit diesen werden wir dank unserer Abwehr fertig werden; es schadet wirklich nichts, wem» dabei aus wohlberechneten Gründen stellenweise Geländestreife» geopfert werden. Mlt absoluter Ruhe und Zuversicht können wir daher die weiteren militärischen Ereignisse erwarten — und mit Eni, schloffenheit. Gerade in diesen Tagen gilt es. letztere zu zeigen? Auch im Südosten wird die Lage durch geeignete Maß, nahmen schon pariert werden. Der neulich gemeldeten Zurücknahme türkischer und deutscher Kräfte in Palästina nördlich von Damaskus folgte der Engländer mit schwächeren Kräften und gelangte vorderhand an die Linie Beirut—Baalbek: es bleibt abzuwarten, ob er weiterhin nachdrängt Aus dem Balkan wird sich das Bild auch wohl bald klären. Die Franzosen fühlen an der Bahnlinie bis Uesküb—Mittovica nicht allzu heftig vor; serbische Kräfte drängen an der Straße Vranfa—Leskovac nach. Die bulgarische Westgrenze scheint von der Entente respektiert zu werden; auf dem anderen Flügel, in Albanien, ist die in Zurücknahme begriffene österreichisch-ungarische Front in der Gegend nördlich des Skumbi anzunehmen. Unserer Ansicht nach wird es nicht mehr allzu lang« dauern, bis sich die Lage dort ..gesetzt" hat. und dann wird man sehen, daß auch schwierig erscheinende Sitnation«n auf die bestmöglich« Art wieder zurechtgerückt werden können — und wird daraus lernen, daß Ruhe. Zuversicht und gute Nerven das beste Ab. wehrmittel gegen plötzliche Depressionen sind. Wir stehen trotz allem fest und werden uns halten; die Front fordert von der Heimat nur Vertrauen gegen VertrauenI Ma!j!rki!j!grckörn!kn in dcn Win^gstanttn. Dresden. 9. Okt. (WB) Die sächsische ..Staatszeitung" meldet: Unter dem Vorsitz des Königs und in Gegenwart des Kronprinzen fand eine Sitzung d«s Gefamtminifteriums statt. In ihr wurde als Tag der Einberufung des vertagten ordent- lichen Landtags der 28. Oktober festgesetzt und das Ministerium des Innern mit der Ausarbeitung einer Eefetzesvorlage beauf. tragt, die das bestehende Landtagswahlrecht zur Zweiten Kam- wer durch ein solches auf breiter Grundlage ersetzen soll. Wahlreform in Hessen. Offenbach. 10. Okt. Die sozialdemokratische Partei hat be^ schlossen, den Landesparteivorstand aufzufordern, unverzüglich Schritte einzuleiten zur Durchführung einer Wahlreform und zur Parlamentarisierung der hessischen Regierung. Eine demnächst stattfindende Landesparteikonferenz Lied sich mit diese» Gegenständen zu befassen haben. . , < Parlamentarisches ans Hessen. Ucber die Fettversorgung der größeren Städte des Sandes hat der Nbg. Henrich, dem u. a. auch die Fett- und Bullerversorgung der Residenz unterstellt ist, eine Anfrage an die Re- gicrung gerichtet, in der er anfragt, ob es ihr bekannt ist. daß die Versorgung der größeren Städte des Landes, namentlich auch der Stadt Darmstadt, mit Butter und Speisefett zurzeit eine völlig ungenügende ist und daß die Belieferung der Be- völkerung vollständig eingestellt werden müßte? Ist die Großh. Regierung bereit, jede M i l ch l j e f e r u n g au- dem Großh. Hessen heraus solange einzustellen, als die Fettversorgung der hessischen Versorgungsberechtlgten nicht in gleichem Umfange gesichert t[i, als sie im Durchschnitt in den übrigen Teilen des Ret, ches stattfrndet? Ist die Großh. Regierung bereit, die Lieferung von Kartoffeln an andere Bundesstaaten solange zu unterlassen. als die ihrer Verpflichtung zur Lieferung anderer Lebensmittel. insbesondere von Fett und Fleisch nicht Nachkommen. In der Begründung wird darauf hingewiesen, daß namentlich der württembergtsche Staat mit der Fett- usw. -Lieferung seit längerer Zeit im Rückstand ist, während es aus Hessen größere Mengen Kartoffeln bezieht, auch aus Hessen täglich mindestens 40 000 Liter Vollmilch außer Landes geliefert werden. Tatsache ist, daß Darmstadt auch in dieser Woche keine Butter erhält, obwohl es auch in der vorigen fleischfreien Woche keinerlei Fett und Butter bekam. entweder nicht gesund oder taub. Die Kartoffelernte ist dann aber zum größten Teil erledigt. Außerdem ist es eine bekannte Tatsache, daß die Gegenden mit starkem Kartoffelbau im allgemeinen nur geringe Vuchenbestände aufweisen und daher die Gefahr der Kollision keineswegs stark ist Wo aber wirklich einmal die Kartoffelernte und die Ducheckernfammlung nebeneinander stehen, können die Bucheckern immer liegen bleiben, da es genügt, wenn sie vor der festen Schneedecke gesammelt und ihrer Bestimmung zugeführl werden. Großes ist vollbracht in eisernen Jahren. Unsterbliches haben nnsereheer- führer mit ihren Helcken- fcharen erreicht, /iber auch wir müssen unser v eutfchtum durch Taten beweisen! L>as ist unsere Losung. Der Erfolg cker Nrtegr- Knleihe ist ein Schritt näher zumEncifteg. wir müssen opfern können! ßnMehnntz Drr flfHildi'fiOU'ftufltiüfir. Der Weitere Vorstand der Deutsch-Konservativen Partei h'.clt am Mittwoch rm Herreuhause zu Berlin eine aus allen deutschen Bundesstaaten und allen preußischen Provinzen äußerst zahlreich besuchte Versammlung ab. die der Besprechung der politischen Lage gewidmet war. Es gelangte einstimmig die nachfolgende Entschließung zur Annahme: „Deutsche Männer und Frauen! Das Vaterland ist in Gefahr. Mit unerhörter Wucht stürmt feindliche Uebermacht gegen unsere Mauer im Westen. Was unseren Vätern und uns heilig und teuer gewesen ist, steht auf dem Spiele: Preußen, der Staat Friedrichs des Großen, für den unsere Väter in den Befreiungskriegen geblutet haben, das Werk der Hohenzollern. das neue Deutschland Wilhelms I. und Bismarcks mit allen feinen Bundesstaaten. Das alles kann und darf nicht untergshen! Wenn der Präsident Wilson für den Eintritt in Friedens- Verhandlungen oder bei ihnen Bedingungen stellt, deren Annahme Deutschlands Ehre und Unversehrtheit, unser nationales Dasein und die wirtschaftliche Zukunft aller Volktzkreise vernichten würde, dann muß das deutsche Volk mit Einsatz seiner äußersten Kraft den Kampf forHetzen, bis ein ehrenvoller Friede errungen fein wird. Diesem Ziele, diesem einen Gedanken alles unterzuocdnen, ist unsere erste und dringendste Pflicht. Deshalb wollen und müssen wir. dem Aufrufe unseres Kaisers folgend, unser Bestes einsetzen, jeden Muskel, jeden Nerv anspannen und in alle Volkskreise das Bewußtsein tragen, daß es jetzt um unser Höchstes geht. Von Anbeginn an ist unsere Partei für die starke Wehr des Vaterlandes eingetreten. Auch in diesem furchtbaren Kriege steht sie voll unerschütterlichem Vertrauen hinter unserem tapferen Heere, fest entschlossen, alles zu tun, was dessen Widerstandskraft stärken kann. Hierzu gehört, daß wir in der Heimat weiter jedes Opfer willig tragen, daß wir alles zurückstellen, was uns daheim menschlich oder wirtschaftlich trennen könnte. So schwer auch die Bedenken gegenüber der neuen Steuerung unserer innerpolitischen Zustände sein mögen, sie müssen zurücktreten. solange es gilt, daß das deutsche Volk wie ein Mann im entscheidenden Kampfe zusammensteht. Nichts anderes gibt es fetzt, als den Kopf oben behalten, wicht kleinmütig werden, nicht zweifeln an unserer gewaltigen deutschen Kraft. Jetzt heißt es. dem Helfer im Himmel vertrauen. der unser Volk auch in diesem Kriege bisher sschtbarlich beschützt hat. und der, wie wir zuversichtlich hoffen, nicht zulassen wird, daß die unendlichen Opfer für die Wahrung unseres Daseins und unserer nationalen Ehre umsonst gebracht worden seien. Für diele unsere heiligen Guter wollen wir weiterkämpfen, wenn es sein muß, b i s z u^n letzten Mann. Gott schütze Deutschland!" .Jabsnürnii-" der ZpasiMküt. * -- v Man schreibt uns: „Wenn alles „rationiert" wird, muß auch die Sparsamkeit rationiert werden. Bekanntlich dienen Sohlennägel dazu, die Lebensdauer der Sohlen erheblich zu verlängern. Zurzeit sind Sohlennägel „rationiert". Dank dem Moloch Kriegszwangß- wirtschaft. der alles erfaßt, sind auch die Sohlennägel erfaßt, d. h. vom Markte verschwunden, obgleich wir Eisen ..eigentlich" ausreichend haben sollten. Sohlennägel werden den Schuhmachern zugeteilt, damit nicht zu viel Sohlenmaterial gespart »eerde. Die Gcheimräte der Kriegsgesellschaften, die derartiges zu verantworten haben, reisen im Lande umher und erzählen der staunenden Menge, daß der — freie Handel im Kriege versagt habe/ Die pitdifritfrn und die Hackfrucht. Vielfach ist man darüber in Sorge, daß die Kartoffelernte Mit der Bucheckernsammlung zusammen fällt. Für die Ernährung bleibt die Kartoffel wichtiger und darum muß das Kartoffelbuddeln vorgehen. Die Sachlage ist aber folgende: Die für die Oelgewinnung brauchbaren Bucheckern fallen gleichzeitig mit dem Laub, alles was früher fallt, ist zumeist Wir die Laudw'rie „reich" werden. Die denlok-atischon Blätter sind fortgesetzt bestrebt, die über die hoke Nahrungsmittel klagenden Städter gegen die Landleule dadurch aufzuwiegeln, daß sie behaupten, diese Agrarier, denen alles nur so zuwüchse, würden jetzt mühelos reich auf Kosten der bedrängten Verbraucher. Bei dieser Agitation wird nur immer zweierlei geflissentlich rm Dunkel gelassen. Einmal, daß die Agrarier nur einen Bruchteil der heben Nahrungsmittetpreise allsgezahlt bekommen, unter denen die städtischen Verbraucher seufzen; zum anderen, daß au-ch die Agrarier nicht bloß Produzenten. Verkäufer von Erzeugnissen sind, sondern daß sie fortwährend auch als Kon. sumenten, als Käufer von Waren und Arbeitskraft auitreten müssen und hierbei unter einer meistens sehr, sehr viel stärkeren Preiserhöhung zu leiden haben, als sie ihnen bei ihren Verkäufen zugute kommt. Hierfür einige Beispiele aus Zuschriften, die uns gerade jetzt wieder aus Mitglieder- kreisen zugohen. Ein alter Freund schrieb uns: „Um den Rest meiner kinst blühenden Schweinezucht und -mast (120 St.). 10 Zuchtsauen, durchzuhalten, mußte ich Futter kaufen (das Selbstgebaute mußte abgeliefert werden) und den Zentner davon mit 54 Mark bezahlen, sogar für den Sack wurden mir noch 8 Mark berechnet. Für meinen zu derselben Zeit abgelieferten Roggen erhielt ich nur 8.50 Mark per Zentner, ich mußte also über 6 Zentner von dem guten Roggen für 1 Zentner Ersatzfutter hergeben. Spater erhielt ich billigeres „Mischfutter" zugewiesen für 21 Mark je Zentner, aber woraus bestand dasselbe: Etwas Kleiebestandteile von Roggen und Weizen. Fischgräten, Muscheln, Fleisch- abfälle, Rückstände von der Weinbereitung, Heidekraut, Stroh- und andere Stcngelteile, dazu zahlreiche Milben, Schimmel, Brandsporen u. a. m. Dieses immerhin noch teure Futtergemisch mußte für das Gedeihen der Zucht- und Jungtiere so bedenklich erscheinen, daß ernstlich zu erwägen war, ob man die Tiere nicht lieber durch Hunger als durch Verabreichung dieses Fifckfutters eingehen lassen und wenig- stens die Ausgabe für das Futter sparen sollte. Ein Pfund bester Butter bringt uns hier 3 Mark, für das gleiche Gewicht schlechter Wagenschmiere müssen wir 6,50 Mark bezahlen. Um meine Milchablieferung einigermaßen aufrecht erhalten (und den notwendigsten Dünger für den Acker zu gewinnen) wollte ich Kühe Ankäufen als Ersatz für zwangsweise abgeforderte. Tie Händler forderten aber für geringe alte Mittelware 1800—2000. zuletzt sogar 2300 Mark je Haupt. Mein Viehstand war früher so hervorragend, daß ein Geh. Oekonomierat beim Betreten des Stalles äußerte: Vor solcher Zuchlleistung nehme ich meine Mütze ab. Jetzt wurde mir dieses mühevoll und kostspielig herangezüchtete Vieh zu Schlachtzwecken abqefordert und ich erhielt für fünfviertel Jahr altes Jungvieh. 550 Pfund schwer, nur das Doppelte des Wertes der kleinen Kälher. An zugeführten Kalben im reellen Zuchtwerte von 1500 bis 1600 Mark verlor ich hierbei 6—800 Mark für jedes Stück, bei Kühen je 6—700, an einer Kuh sogar 900 Mark. Wenn man solche Verluste nicht länger ertragen will und kann, bleibt nichts weiter übrig, als zur vieblosen Wirtsrlxift überzugehen und einen Teil der Felder aus Mangel an natürlichem und teurem Kunstdünger in schwarzer Brache liegen zu lassen. Wo bleibt dann aber z.usammentun und einen gemeinsamen Antrag auf Rücklieferung von Textilwaren einreichen. Auf dem Formular findet sich auf der Rückseite eine Aufstellung, wieviel bei entsprechender Lieferung von Strohflachs an Textilwaren zurückvergütet wird. Nom Felde der Ehre. Echzcll . Wegen hervorragender Tapferkeit bei einem erfolgreich durchgeführten Patroullienunternehmen erhielt Musketier Hermann Köhler, Sohn der Philipp Köhler Witwe, das Eijerne Kreuz zioeiter Klaffe. Wtr gratulieren! Ans der Heimat. Mer Aahr' ssnd's, daß wir ohne Dach Im Regen und Frost, bei Nacht und Tag, In heißem Ringen, unbezwungen Um jeden Bodenzoll gerungen, Heimat! Sie kamen zehn gegen eins geflutet; Wir schlugen sie; doch wir haben geblutet. Kaum einer von uns ward nicht schon unmfe. Und stand doch wieder, kaum gesund, Heimat! Die Helme verbeult, den Nack zerrissen. In Fetzen die Sohlen unter den Füßen. Die Rohre verleiert von tausend Feuern .... Heimat. Du muht uns're Wehr erneuern! Heimat! Wir wehren das Groun von Deinen Landen! Drum die Du sammeltest, weil wir standen. Die Batzen aus der Tasche krampf'. Und zeig', daß unser Kampf dein Kampf, Heimat! Ruß Stnrkrnburg. Darmstadl. 9. Okt. Auf Grund einer falschen Auskunft rm vorigen Jahre der Kaufmann A. Beck aus Ottenbach, d im Besitz entsprechender Mittel einen kaufmännisch tüchtige Teilhaber suchte, um das Lebensmittelenqrosgeschaft von Ko bus dahier zu übernehmen, bereingefallen. indem er über de 45 Jahre alten Kaufmann Philipp Lappas aus Frankfurt vw. der "Firma, bei der er über 20 Jahre beschäftiat mar. eine vor zügliche Auskunft erhielt. B. nahm den L als gleichbere-'tt. len Teilhaber auf. dieser führte die Bücher und leitete dw ganze Geschäft und da sich B. um den Betrieb anscheinend h'w lich wenig kümmerte, wurde jenem das Schwindeln leick gemacht. Er hob einfach die Gelder bei der Bank nach und vrd ab, kassierte die bei dem Militär und anderen Behörden a - stehenden Beträge ein und lebte in Frankfurt, wo er mos - - und täglich nach Hause fuhr, herrlich und in Freuden, bis pl"'- lich eines Tages B. zu seinem Schrecken erfahren mußte, das das Bankkonto bedeutend überboben war. B"ld stellte ssch de-- ganze Schwindel heraus. L. gab an. daß er Schulden gehabt uni bezahlt und größere Beträge im Spiele und bei Sv^kulatione^ verloren stabe. Er betrog auch eine Frankfurter Dame, die e als Gefchäftsteilhaberin mit 5000 Mark aufnahm, wogegen r. ihr die im Geschäft befindlichen Maschinen, an die er absolw keinen Anspruch hatte, verpfändete. Im ganzen hat er in de? kurzen Zeit von einigen Monaten nahezu 100 000 Mk. aus. d^n Geschäft gezogen, von dem ein kleiner Teil gerettet wurde. E ist im allgemeinen geständig und wird beute von der biesi'?r Strafkammer zu drei Jahren Gchänanis verurteilt, abzugttck vier Monate Haft und fünf Iabre Ehrverlust. Darmstadl. 9. Okt. Der Provinzralausschuß der Provim Starkenburg verhandelte heute wiederholt da? Gesuch der Kalb Kappes geb. Schröder dahier, um Erlaubnis zum Betrieb ei"e: Schankwirtschaft im Hause Ernst-Ludwigstraße 5 dahier Dc ihr mehrfach wegen Kuppelei bestrafter Sohn in dem gleicher Lokale eine nicht konzessionspslichtigen sog. Eispalast betreibt, scheint das Manöver der Beiden zu durchsichtig und wird da/ Gesuch kestenfällig abgewiesen. — Auch die wiederholt verhom delte Berufung der Gemeinden Berkach Dornheim und Leesteim gegen die Heranziehung zu einem kleinen Teil dar zu et'"« 160 000 Mark veranschlagten Kosten für die Entwässerung de? Schwarzbachgebietes durch Aufstellung eines Pumvwarkes. wird nachdem sich alle Instanzen schon mit der Frage beschaftiot hoben endgültig als unberechtigt erkannt und ihnen die Kosten auf geladen. An? Rheinbcsscn. FC. Mainz, 7. Okt. Der 17jährige Sohn eines im Feld- stehenden Elstnbnhnjchaffners von hier stahl seiner Mutter 5fr Mark, die für Kartoffeln, Kohlen und Steuern bestimmt warer und brannte damit vorgestern durch. FC. Mainz. 7. Okt. Das vierjährige Töchtcrchen des Schutzmanns Klug dahier, das am vergangenen Freitag an seinem Geburtstag in einen Topf mit heißem Wasser gestürzt ist, ist seine, Verletzungen erlegen. FC. Kozthcim, 7. Okt. Bier Gänse wurden dem Ortsvor- steher Franz in einer der letzten Nächte aus dem Stalle gestohlen. FC. Worn-s, 8. Okt. Die Diebereien nehmen in erschreckender Weise überhand. In den letzten Tagen wurden gestohlen: Aus einer Dampfziegelei Lederriemen im Werte von 1000 Mark^ im Handelshafen ein Nachen, aas einer Schreibwarenhandlun- Gegenstände ron 300 Mark; auz einem Haufe der Grenzstraht Weißzeug für etwa 2200 Mark; in der Frankfutterstraße zeh« Stallhasen und eine Partie Strumpfe, aus einem Haufe an^ Lutherplatz aus einem im Erdgeschoß gelegenen Schlafzimmer, in dem das Fenster offen stand. Deckbetten und 5Cwden im Werte vcn 2200 Mark. Von den Tätern fehlt jede Spur. Offene Stellen: 8 Knechte. 1 Schäfer- und 1 Hosmei 'eriamilie. 1 Jungen für leichte Arbeit, 3 Tagelöhner. 1 Fabrik,chlosser. 14 Dienstmägde, 1 Melkerin. 2 Melkerinnen in einen Stall. 11 Hausmädchen, 1 Kellnerin. 1 Köchin für Gut, 1 Mädchen oder Frau zur Aushilfe für hiesigen Haushalt Für die Etappe: Männer. Frane« und Mädchen, letztere nicht unter 20 Jahren. 10 Bautechniker, 1 Leiter für Heim jugendlicher Helfer, mehrere Milchrevijoren. Stellensuchende: Mehrere Melkerjamilien und ledige Melker, 1 Bürofräulein, 1 tüchtige Melkerin. Verantwortlich für den politischen und lokalen Leit: CtM Hjrfche!. Fliedberg; für den Anzeigenteil: 31 Heiner. Fliedberg» Truck und Verlag der „Neuen Tageszeitung^ A- G., Friedberg i, H. gerzenskampfe. Roman von Helene Sckütkp. geb. von Gersdorff. (Eop^ri^ht 1015 by C. Ackermann-Slultgart.) 1-) Nachdruck verboten Mie sehr sympathisch berührten sie wieder seine Ansichten! Ja, er hatte Neckt, tausendmal Recht! Die Ehe ist das Beste, das Höchste, wenn sie auf wahrer gegenseitiger Liebe, auf gegen, seitiger Sclbstenläußerung. auf echter beiderseitiger Gotteserkenntnis, so zu sagen auf geheiligtem Boden gegründet ist. Aber sie must eine Qual, ein nie endender Jammer sein, wo diese Basis fehlt, — auch sie muhte an da? verfehlte, traurige Leben ihrer armen Mutter mitten in allem Glanz und Reichtum denken. Cie wußten nicht, die Beiden, wie nahe und gleichartig in diesem Augenblick ihre Gedanken waren. ( In diesen Minuten befestigte sich die schon vorher halb ge- fah'e Absicht in ihrem Herzen zu einem unumstößlichen Entschluß: sie würde niemals, unter keinen Umständen eine Ehe ohne wahre gegenseitige Liebe und tiefe Achtung eingehen. Und da ihr Herz bereits dem Einzigen gehörte, den sie Ueb-n konnte und muhte, ohne Erwiderung zu finden, so würde sie überhaupt unvermählt bleiben. Aber auch so hatte er ihr schon den rechten Weg gewiesen mit den wenigen, klaren Worten: sie würde mit Gottes Hilfe alles Cck-öne und Große genießen, was Kunst und Natur bieten und sie würde alles Gute und Edle zu tun flicken, was in ihrem Bereich möglich war. Dann würde ihr L^ben. auch ohne das eheliche Glück, pan dem sie. wie jedes Mädchen geträumt hatte, doch nickt arm und nutzlos vergeben. Und sie konnte ihre große, reine Liebe für immer als ihr schönstes und bestes Erlebnis in ihrem Herzen bewahren, ohne irgend jemand ein Unrecht zu tun. 8. Kapitel.. Das waren gewiß außerordentliche Gedanken für eine funge Dame auf einem glänzenden Hoffest, dessen gefeierten Mittelpunkt sie bildete, und niemand, der sie gleich darauf lächelnd in strahlender Schönheit am Arme ReinholdZ dem Schloß zufckrei- ten sah. hätte etwas derartiges vermuten können. Da an der Polonaise äste Gäste, auch die älteren teilnahmen. so folgten auch Antelmanns dem voranschreitenden jungen Paare, die KommerzienrStin am Arme Sr. Exzellenz de? Generals von Trotha, des Gouverneurs von K.. welcher sich beeilt- halte, sich die anmu ige Frau, die von Majestät so besonders ausgezeichnet wurde, als Partnerin zu sichern, während der Kommerzien"at Frau Regierungspräsident von Uechtritz führte. Die ganze Gesellschaft batte plötzlich entdeckt, daß Antelmanns „wirklich ganz reizende Menschen" seien. Diese hatten allerdings schon vorher eine hervorragende gesellschaftliche Stellung und Beliebtheit besessen, aber es hatte doch noch besonders adelstolze Leute gegeben, welche sie nicht recht für voll ansehen wollten. Auch diese waren nun bekehrt und bemühten sich um die Gunst der von der königlichen Enaden- sonne beleuchteten Glücklichen. Frau Ella strahlte vor Besrie- digung. auch der Kommerzienrat fand die Situation nicht übel. Rur Hilde blieb fast unberührt von all dem Aeußerlichen. Ihre Gedanken und Gefühle waren nur auf einen Punkt konzentriert' Reinbald! Die Königin hatte unterdessen in dem großen Tanzfaal auf einer etwas erhöhten Estrade in einer Art von Thronsessel Platz genommen, von wo sie dem Vorbeimarsch des glänzenden Zuges, der die Polonaise bildete, zusah. was ihr viel Vergnügen zu bereiten schien. Es war eine lange Kette von blendenden Erscheinungen, Offiziere in blitzenden Uniformen, Zivilisten mit vielen Orden geziert, juwelenaeschmückte Damen in kostbaren Toiletten und viel reizende frische Jugend, — allerdings ein so sarbenvlächti.ges Bild, daß es wohl jedes Auge ergötzen konnte. Unter den lieblichen Klängen einer Strauß schen Polonaise führte Neinhold mit seiner schönen Genossin den langen Zug von seinem Ausgangspunkt in den mannigfachsten Wendungen und graziösen Figuren durch verschiedene Säle und einen Teil des Parks, doch immer so. daß noch ein Teil in dem Tanzsaal vorhanden war, damit die hoheZuschauerin nie ganz ohne Augenweide blieb. . Rembold und Hilde, als fübrendes Paar, schritten an der Spitze: hinter ihnen die hohen W'-rdenträaer der Militär- und Zivilbehörden mit ihren Damen; nach ihnen kamen die jüngeren Baare. die sich ohne bestimmte Vorschrift zwanglos anreihen durften. iWcidcr, kleine und große, mit gezahnten u. geiollren Messern. UlliiCr LWMe billigst bei ILJiü-OiPliif Meldeisbcrgen. Frieda von Tronrytim ging «r NaundorffZ Seil«, der sich vergebens bemühte, sie durch allerlei witzige und lustige Bemerkungen in eine heitere Stimmung zu versetzen. Cie sah mck brennenden Augen nach dem ersten Paar. Sollte ihre Ahnung sick doch bestätigen? Es war doch sehr auffallend, daß Rein- bcld die Fremoe zu dem Ehrentanz erwählt hatte, wo so viele Damen der hier eingesessenen Familien sich darum gerissen hätten. Allerdings war er in dem Antelmannfchrn Haufe sehr befreundet. aber bei solchen offiziellen Gelegenhiten pflegten Prl. vatbeziebnngen zurückzutreten. „Gnädiges Fräulein sind sehr grausam! Gnädiges Fraulein haben meine armen Rosen nicht des Glücks gewürdigt, beu'e in Ichren Händen welken zu dürfen!" sagte eben Naun- torff in vorwurfsvollem Tone. Frieda wurde durch diese Worte in die Wirklichkeit zurück- gerusen. „Ach. bester Herr von Raundorff", entschuldigte sie sich, .verzeihen Sie! Die Kleine, mein Schwesterchen, halte so riesigen Spaß n n den schönen Blumen, daß ich mir nicht versagen konnte, sie ihr zu überlasten." „Ra. wenn He auf dem Altar der Cchwesterliebe geopfert wi'rden. so haben sie ja auch ein lck^nes Los gefunden, und ich muß mich zu beruhigen suchen", meinte er in pathetisch-lustigem Tone. „Ach. ick kannte ja Ihr autes Herz und wußte, daß Sie nicht zürnen würden," erwiderte Frieda erleichtert. „Ja. mein gutes Herz, wie Sie es zu nennen belieben, gnädiges Fräulein, kann allerdings viel vertragen, aber eins wird ihm doch nach und nach reckt schwer, und das ist. daß Sie. der e? so ganz ergeben ist. ibm aber auch gar keine, nicht ein Tipfel- cken Beacktuna schenken", sagte er drollig klagend aber eiaent- lick dock im Ernst. „Uebrigens ist Fräulein Kätbe reizend. Diese Augen, diese Grazie! Und vor allem diese L"bhastigkeit diele Munterkeit. — nein geradezu köstlich! Es ist eigentlich sibade. daß mein „autes Herz" sckon anderswo so fest verankert ist. sonst würde es so vieler Lieblichkeit sicher nicht widerstehen können " „Ankern Sie es kos. ankern Sie es kos! Herr von Rann- dorkf. und segeln Sie damit dem neuen Port zu!" rief Frieda ganz belebt Es wäre ibr wirklich lieb gewesen, wenn dieser gute Mensch sich nickt ernstlich in sie verliebt hätte. Sie wußte, wie weh eg tat. boffn.ungslos zu lieben. Sie hätte ihm diesen Schmerz gern ersvnrt, und wem sollte sie ihn lieber gönnen, als ihrer kleinen Käthe? So würde ollen Dreien geholfen sein. Käthe würde den so heiß ersehnen Verehrer, er ein befriedigende? Ziel seiner Wünsche haben, denn warum sollte Kätbe ihn nicht erhören? War er doch ein wirklich anaenebmer Mensch, den man ohne Zweifel herzlich gern baben konnte, wenn einem nicht zufällig schon vorder ein Reinhold Germshosf im Herzen saß. Und sie selbst? Run. sie konnte dann ungestört ihrem Schmerz nachhangen. Weiter dachte sie noch nicht. Naundorfs sah sie einen Augenblick traurig van der S-'ite an. Mußte er wirklich dieses schöne Mäd^en aufgeben, das ihm schon so teuer geworden war? Doch plötzlich warf er den Kopf in die Höhe und seine Augen blitzten mutig. „Nein, nein" sagte er zu sich selbst. ..ich erringe sie mir doch noch! Die Engländer baben ein wahres Sprichwort' Fa int heart never won fair lady". (Ein zaghaft Herz gewann doch nie die schöne Dame.) „Gnädiges Fräulein haben ja großes Verlangen darnach wich loszmverden!" sagte er laut, scheinbar vergnügt lachend^ als nähme er das ganze für einen Sckerz. „Aber ich fürchte so geschwind gebt das nickst mit dem Losankern, das ist eine schwierige, langwierige Arbeit." Unterdessen ging Silde an Reinholds Seite wie in einem seligen Traum einfjer. D. könnten diese wonnevollen Minuten ein« Ewigkeit dauern! Sollte dach die Erinnerung daran eine ganze Lebenszeit dauern und ihr köstliches Besitztum werden' Sie bemerkte gar nicht, wieniei Aufsehen sie erregte, wie alle Vluke ibr bewundernd foiaien Ucbriaens war sie ja auch an diese Trnimpbe ihrer Schönheit gewöhnt. Da Reinhold mit Ordnen und Leiten des Zuges sehr beschäftigt war. konnten sie nicht viel miteinander reden. Aber da? brauchte sie auch gar nicht. Das ElücksgeMbl, irr diese kurz« Spanne Zeit wie' zu ibm gehörig. Hand in Hand neben ihm zu gehen, erfüllte sie so ganz, daß eine banale Unterhaltung ihr nur störend hatte sein S »TSS: 6 “ * ^ W * ,atMtC «Ufmer, Gnädiges Fraulein werden doch nicht zu sehr angestrengt^ fragte er besorgt, wenn sie z. B. auf Zehenspitzen mit aufaehobs d^chzu,7ff-n.^" mi,6 ‘ e ’ “ m 8an3 ' SPt0äCf ' ,0n iCt , . es beglückte. Ihn freundlich und besorgt um sie Jts äugen Ti'bttf iCin Wl5nCS anlIiS! mil ben «Uten, klarer Und nun waren sie nach Ihrer rhythmischen Tanzn^nderunr wieder in den großen Dallfaal zurückgekehrt. Ein B'ick R"im holds hinauf zum Orchester und dieses ging vom Polonaisen, schritt rn ein rasches Walzertempo über. Reinhold verbeugte sich vor seiner Partnerin. „Gnädiges Fraulein gestatten?" sagte er, legte leicht, ade, doch fest seinen Arm um sie und flog mit ihr als erstes und uw streitig schönstes Paar auf dem spiegelglatten Parkett dahin Reinhold tanzte vorzüglich. Er war geradezu berübml als Tän Zer. Jede seiner Bewegungen zeigte Kraft und Anmut. Da, Erlernen des Tanzes hatte ihm nie Mühe gemacht: er könnt, es. so zu sagen von selbst, ebenso wie andere sportlicke Uebungen, Reiten. Schwimmen. Turnen, Rudern usw. Auch Hilde war eine ausgezeichnete Tänzerin. Es war wirklich ein Vergnüget? diese beiden schonen Menschen in dem poesievollsten Tanz, dem alten Dreischrittwalzer voll Grazie und Harmonie dahinschweben zu sehen. „Bravo, wirklich charmant!" rief denn auch Ihre Majestät ganz laut, als das Paar bei ihr vorüberkam und Jedermann mußte verstehen, wem der aNerhöcksste Beifall galt. Als der letzte Ton der Musik verklungen war. hätte Rein- hold feinen Vorsätzen gemäß korrekterweife eigentlich seine Tänzerin bei Onkel und Tante abliefern müssen. Er konnte abei der Versuchung nicht widerstehen, sie noch einige kostbare Minuten für sich allein zu behalten, da ihm nun doch einmal daZ Schicksal dies kleine Glück in den Schoß geworfen hatte. „Darf ich dem gnädige Fräulein zur Abkühlung, und Er, holung einen kleinen Spaziergang in den Park vorschlagen?" fragte er etwas ängstlich, denn vielleicht war ihr ein längeres Alleinsein mit ihm gar nicht erwünscht. Täuschte er sich nicht, als er ein warmes Aufleuchten ks ihren Augen zu sehen glaubte? „Gern. Herr von Germshoff" sagte sie bereitwillig. And dann gingen sie schweigend in den dämmernden Parß hinaus. Reinhold versuchte eine leichte Salonkonversation anzus knüpfen. Aber Sie. die sonst die Kunst, leicht und geistvoll zs plau.dern, meisterlich verstand, war nicht imstande, darauf ein. zugehen. Ihr Herz war zum Zerspringen voll: das machte sis so zerstreut, daß sie keine passende Antwort fand. Auch Reinhold verstummte bald. Und so gingen die Bei- den. die einander eigentlich soviel zu sagen hatten, schweigend nebeneinander her. Reinholds Herz klopfte in dumpfen Schlägen. Wie wun» dervoll es war, hier so allein mit ihr'zu wandeln! Und nicht- hinderte ihn. LiebeZworte zu ihr zu flüstern, ihr alles zu fanen. was in ihm tobte und brannte. Nichts, als seine Grundsätze, nichts als das, was er für feine Ehre ansah. „Ich bitte ergebenst, gnädiges Fräulein, Ihrem lanawei- ligen Begleiter Nachsicht angedeihen zu lassen", sprach er endlich sich gewaltsam zusammennehmend. „Zwischen all den gesellschaftlichen und dien-stlichen Pflichten ist dieses kurze Ausruhe« an Ihrer Seite ebne viele Morte eine wirkliche Erquickung." „Also, bitte, schweigen Sie nur weiter, Herr von Germshosf", erwiderte sie lächelnd. „Ich finde, das ist gerade das Wohl.' tuende zwischen Freunden, daß man, auch ohne zu reden, zufam^ men sein und sich behaglich fühlen kann." „Wre sehr beglückt es mich, Ihren gütigen Worten nach, mich ebenfalls zu Ihren Freunden zählen zu dürfen!" entg°-a- nete Reinhold erfreut. „Ja. nicht wahr, es ist eigentlich merkwürdig?" meinte sie etwas zögernd, „trotzdem wir noch so wenig direkt miteinander verkehrt haben, glaube ich Sie doch ganz gut zu kennen und habe sogar das Gefühl, daß Sie es gut mit mir meinen." Fortsetzung folgt. r MSülOl, teils Ms Griii iu großer Auswahl, „och gu:en Stoffen, gebe noch billig ab. Einzelne Hosen, Joppen, Arbcilsweftcr, sofort bei Sciiiieleloroi Wo!?, Frank.urt a. M ., Bleicher. '<6, I. ZEICHNET S. KRIESSAKIEIHE Uebernehme für Melbach land UrciigcgeiKl tierärztliche Praxis. Marlon, prakt. Tierarzt. .J Versteigerung. Wegen Au'gaoe eines Teils ineiner Landwirtschaft versteigere ich, nachten Montag den 14. ds. Mts., vormittags 10 Wn- in memrr Wohnung in Echzell. Vtjjer Straße. ein sehr gutes Pferd, 3 Jahre alt. braune Zuchrstute, gedeckt (Belgier Kreuzung), erneu starken 2-spärmig. Wagen mit sämtlichem Zubehör, rschiedene Pflüge, 1 Patent-Schaufelpflug i Zartosfelpslug zum St reichen und Dreifchar, 3 Kummete, 2 leichte für Acker, 1 Fahrkummet, verschiedene Wobei und Küchengeräte. 1 Fahrrad, wenig gebraucht („Weil"). Lix. Sloli IS., Echzell. Güterversteigerung. Samstag, 12. Oktober l. J„ abends g Uhr. la^en die Erben der Friedrich Schwalb Eheleute in der Wirt- von Friedrich Billafch in Friedberg-Fauerbach nachfolgende Grundstücke öffentlich meistbietend versteigern:- A. Gemarkung Fauerbach. 1. Flur XVI Nr. 82='023 qm, Acker hinter Fauerbach A » XVI „ 3=1022 „ Acker daselbst a " vv V r! " 3 ? 7==442 n Grabgarten am Bügel. 4. „ AAiII „ 226=641 „ Grabgar.en die Iohaimisheck B. Gemarkung Ossenheim. 5. Flur I Nr. 77=232 qm Grasgarten auf dem Bornwafen b. „ I „ 166=441 „ Acker auf der Echeer » - " 331=1527 „ Wiese „Die Nachiweide" 8. „ IV „ 4 =805 „ Acker auf der Katzenstirn. Friedberg-Fauerbach, den 10. Oktober 191^. Ter Bevollmächtigte und Pfleger: Friedrich Wilhelm Philippi. wieder eiaa^eirwEfeii. ^Tnsiie