Dummer 230 Eilychreis d,° SB — Menslas. den 8 . Oktober 1918 _ 11 , Jahrgang Die „Neue Tagesreitung" erscheint ,eden Werktag. Regelmäßige Beilagen „Ser Dauer ans Helfen". „Die §>pinnstut»e". Keingspreia: Gei den Postanstalten vlerlelkährlich Mk. 2.7tz hinzu tritt noch das Bestellgeld: bei den Agenten monatlich 1.00 Mk. einschließlich Trägerlolm. An?eigen: Grundzeile 25 Psg.. totale 20 Plg^ Anzeigen von auswärts werden durch Postnachnahi« erhoben. Enüüungsori Friedber«. HchrifLleitnng und Verlag Friedberg (Hessens. .-^anauerllräge 12. Ferniprecher 48. Pojtj tzeck-Lonto Rr. 18 ',g. -Amt Frankfurt a. M. Gewaltige Verluste der Amerikaner. — Uene Angriffe. — Dachtzntkämpfe in Alkanien. Schlechte Aufnahme des Lettischen Friedensangebotes kei den Feinden. |J Der deutsche Generalstak £;=, - meldet: 5 Russland kiindiyt der Türkei den Kreller frieden. Auch von Deutschland erwartet es dessen Aufhebung. W. U. F. Mrstzes Hrr:r^L^nartier» den 7. Gklobev Amt!ich. Westlicher Kriegsschauplatz^ 'Heeresgruppe Kronprinz Nupprecht. In Flandern und vor Eambrai ruhiger Tag. Heeresgruppe Boehn. Nördlich von St. Quentin dauern die schweren Kampfe seit ^TTitte September fast ununterbrochen fort. Trotz wiederholten Einsatzes frischer Verbände hat der Feind hier bisher keine nennenswerten Ecfolg-e erzielen können. Auch gestern sind seine Angriffe, die sich am Vormittage nordöstlich von Le Eatelet und beiderseits von Lesdins entwickelten und am Nachmittage auf breiter Front nördlich von St. Quentin vorbrachen, gescheitert. Der Feind, der am Sommekanal zunächst auf Es- stgny-le-Petit Voden gewann, .wurde durch erfolgreiche Gegenstöße und nächtliche Unternehmungen wieder bis auf Nenaucourt zuruckgedrangt. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. Der Feind folgte gegen unsere neuen Stellungen an der Aisne und Suippetz zwischen Pontavert und Bezancourt schar : nach und stieß vielfach im Angriff gegen ste vor. Kämpfe entwickelten sich bei Pontavert. Berry an Vac, beiderseits der Straße Reims—Neuschalel und bei Bezancourt. Der Feind wurde überall abgewiesen. An einzelnen Stellen halten sich kleine Abteilungen auf dem nördlichen Suippesufer. Mit stärkeren Kräften griff der Gegner an der ArneZ und westlich von St. Etienne an. Auch hier^blieben seine Angriffe in unseren Gegenstößen ohne Erfolg. An der Schlachtfront in der Champagne trat gestern nach zehntägigen erbitterten Kämpfen Gefechtspause ein. Qestlich von St. Etienne, bei Qrsenil und Autry wurden Teilangriffe, an vielen Stellen der übrigen Front stärkere Erkundungsvorstöße des Feindes abgewiefen. Heeresgruppe Gallwitz. Zwischen den Argonnen und der Maas setzte der Amerikaner leine heftigen Angriffe fort. Das Infanterieregiment Generalfeldmarschall v. Hindenburg Nr. 147, das schon westlich der Maas in erfolgreicher Abwehr und im Angriff entscheidend dazu beitrug, den Durchbruch des Feindes zu verhindern, schlug auf den Höhen östlich der Aire den Feind zurück. Gefreiter Klei- nowsski tat sich hierbei besonders hervor. Schwerpunkt der feindlichen Angriffe lag auch gestern zu beiden Seilen der von Ehar- peutry auf Nouagne führenden Straße. Die dort feit Tagen im Kampfe stehenden elfaß-lothringifchen und westfälischen Regimenter brachten den mehrfacken Ansturm des Feindes völlig zum Scheitern. Der Amerikaner erlitt wiederum schwerste Verluste. Ter Erste Generalynartlermeister: Ludendorff. Abendderich^. .. ScrI ' n : 7 ; Dft -' abend. (MTB. Amtlich.)' Qertliche Kämpfe nördlich der Scarpe. Nördlich von St. Quentin und zwischen Argonnen und Maas haben sich in den Abendstunden feindliche Angriffe entwickelt. Zn der Champagne ruhiger Tag. Die Front Die neueste Entwicklung der Dinge im Osten, vor allem die Einnahme der Stadt Baku durch die Türken, haben dazu geführt, daß die Sowjetregierung sich nicht mehr an die Abmachungen des Brester Friedens gebunden hält und diesen der Türkei gegenüber aufhebt. Zn einer Note, die die Räteregierung, wie das „Neue Wiener Journal" erfährt, der Türkei zugestellt hat, wird davon gesprochen, daß der Artikel 4 des Brester Vertrages, der der Bevölkerung der Provinzen Kars, Ardahan und Datum das Recht gewährte, ein neues Regime im Einvernehmen mit den benachbarten Staaten zu errichten, durch das Verhalten der Türkei verletzt fei. Seit der Unterzeichnung des Friedensvertrages seien diese Distrikte von den ottomanischen Truppen besetzt und dort die Einrichtungen der militärischen Okkupation geschaffen worden, begleitet von Räubereien und unerträglichen Plünderungen und Akten der Grausamkeit gegen die friedliche Bevölkerung. „Zugleich mit der Einführung der türkischen Herrschaft «uvde die gewaltsame Rekrutierung der männlichen Bevölkerung, vom 19. Lebensjahr angcfangen, durchgeführt. Die Bevölkerung, deren freier Willensausdruck durch die neue Ordnung der Dings festgestellt werden sollte, wurde terrorisiert und in Lebensbedingungen gebracht, von denen man nur sagen kann, daß sie eine Komödie und eine Beleidigung des Begriffs Recht sind. Die angesehenen Bürger der Provinzen, deren Einfluß sich zum Schaden der Türkei hätte geltend machen könuen, wurden ausgewiesen oder verhaftet und in vielen Fällen füsiliert. Zn diesen und anderen Grausamkeiten gegen die Bevölkerung der von Rußland abgetrennten Provinzen sieht die Sowjetregierung eine wesentliche Verletzung des Artikels 4 des Vertrages von Vrest-Litowsk." Der Friedensvertrag hätte ferner bestimmt, daß die militärischen Operationen zwischen der Türkei und der Räterepublik beendet seien. Statt dessen hätten reguläre tükische Truppen Gebiete besetzt, die zur russischen Republik gehören. Dann heißt es in der Rote weiter: „Cchließlicb unternahm im Juli d. Z. die ottomanische Armee eine Expedition gegen Baku, und nach einem heroischen Widerstand der Sowjettruppen gegen die erdrückende Ueber- macht des Gegners fanden die Türken den Weg nach Baku, eine der bedeutendsten Städte der russischen Republik. . . . Die ottomanische Negierung hat sechs Monate lang unausgesetzt den Vertrag von Vrest-Litowsk trotz aller Proteste der Sow;etregierung verletzt, indem sie eine der wichtigsten Städte der russischen Republik eingenommen und in eine schreckliche Ruine verwandelt hat. Dadurch hat die ottoma- nische Negierung gezeigt, daß der Vertrag von Vrest-Litowsk. der zwischen der Türkei und Rußland geschlossen wurde, nicht mehr in Kraft ist. Dic. Regierung der russischen sozialistischen Föderatlv-Re- publik ist gezwungen, festzustellen, daß infolge der Handlungen der ottomanischen Negierung der Vertrag von Vrest-Litowsk. der zwischen Rußland und der Türkei friedliche Beziehungen Herstellen sollte, null und nichtig ist. Gezeichnet Tschitscherin." Demnach befindet sich Rußland wieder im Kriegszustand mit der Türkei. opfert Bluc und Gesundheit. Wer Kriegsanleihe zeichnet, opfert nichts. Er erfüllt nur eine pfiichr, die chm noch dazu guc verzinst wird. Es darf nicht fein, dast sich ein Deutscher dieser leichtesten aller Rriegspsiichcen entzieht. ! Der österreichische Genernistn — ■ == meldet: ——— SBicn, 7. Okt. (WB.) Amtlich wird verlautbart: Italienischer Kriegsschauplatz: Unverändert. Balkan-Kriegsschauplatz: In Albanien neuerliche YuttampseE Skumbl. Im südlichen Grenzgebiet Altse ***** Kampfhandlungen. Cine gewaltige Abfuhr. . Berlin, 7. Okt. (WB.) Kennzeichnend für die Methode, lmt der die feindlichen Berichte hergestellt werden, ist der amerikanische amtliche Heeresbericht vom 5. Oktober, der wie folgt lautet: Unser Angriff westlich der Maas,' der heute . fortdauert,. traf auf entschlossenen Widerstand der feindlichen Artillerie und Maschinengewehre aus gut ausge- bauten Stellungen. Starke Gegenangriffe wurden überall mit schweren Verlusten für den Gegner abgeschlagen. — Die Fassung dieses Berichtes zielt darauf hin, der großen Masse des nicht eingeweihten amerikanischen Volkes sowie der ge- samten Entente die Tatsack)? zu verschleiern, daß die ame- rikanische Armee (vergleiche unsere Heeresberichte!) beim Angriff zwischen den Argonnen und der Maas eine gewaltige Abfuhr erlitten hat. Trotz des Masscneinsatzes von Menschen und Maschinen auf und über der Erde ist der amerikanische Sturm, auf den so aroße Hoffnungen gesetzt wot> den sind, nach kurzem Vorprallen dank der tapferen Abwehl unserer Truppen stecken geblieben. Das weiraesteckie Ziel, der Durchbruch der Front, ist nicht erreicht worden. Mit be- sonders hohen blutigen Verlusten wurde der Feind abgs- wiefen. Wie er dies versteckt auszudrücken versucht, zeigt- der oben angezogene Bericht. Die AisiniilM dkg AngMs du WlklMchlk. Soweit sich bis jetzt erkennen läßt, findet das neueste Fris. densangebot in der feindlichen Presse eine wenig günstige Auf. nähme. Aus England liegt folgende Meldung vor: London, 7. Okt. (WB.) Das Reuterfchs Bureau wurdr gestern am späten Abend amtlich dahin verständigl, daß die königliche Regierung, solange die Vorschläge der deutschen Regierung. die, wie man glaube, unterwegs jeien. nicht eingelroffen feien, keine amtliche Kenntnis von ihnen besitze. Unter diesen Umständen habe 'es keinen Zweck, daß die königliche Negierung einen Kommentar dazu gebe. Eine amtliche Meinungsäußerung müsse notwendigerweise verschoben werden, bis der Charakter der Vorschläge bekannt sei. Die Presse verhält sich ablehnend. Reuter wird aus ausländischen diplomatischen (offenbar amerikanischen) Kreisen mitgeteilt, man hege gleich der englischen Regierung folgend« Auffassung: Bei der Prüfung der Lage, die durch die Rede des Prinzen Max entstanden sei, müsse man die größte Vorsicht walten lassen und zunächst einmal den offiziellen Bericht ab- warten. Die Hauptsache aber sei, daß ein deutscher Reichskanzler zum ersten Male offiziell zugebe, daß das deutsche Volk die wirklichen Verhältnisse einzusehen beginne. Zn diplomatischer Hinsicht scheint es, daß der nächste Schritt durch den Präsidenten Wilson erfolgen müsse. Präsident Wilson aber habe deutlich feine Ziele abgegrenzt und soweit sich bis jetzt erkennen lasse, erkläre der deutsche Reichskanzler, daß Deutschland diesen Zielen zustimme. Aber es fei ganz klar, daß diese Zusicherung der Reichskanzlers durch Garantien gestützt werden müßte. Zn Frankreich scheinen zwar die Sozialisten einem baldigen Frieden geneigt zu sein, wie aus folgender Meldung hervorgehl: Cenf. 7. Okt. Das „Journal du peuple" meldet, daß der sozialistische Landesrat Frankreichs noch in der Sonntagnacht Telegramme an die englische Arbeiterpartei und die amerikanische Vruderpartei zur Absendung brachte, um eine gemeinsame Kundgebung der Sozialisten der Entenieländer zur Friedensfrage herbeizuführen. Die Stimmung der Zeitungen geht dagegen aus einer Ha- vas-Rote hervor, in der es heißt: Das Anerbieten Deutschland« und seiner Verbündeten mn Herbeiführung eines Waffenstill- standeZ und des sofortigen Eintritts von Friedensverhandlungen, das Wilson von Oesterreich-Ungarn als treuem Vollziehungs- beamten gemacht worden ist, ist ein abgekartetes Manöver zwischen den Mittelmächten und ein Teil des ganzen vorgesehenen Planes der Friedensoffensive. Obgleich die französische Regierung amtlich noch nicht Stellung genommen hat, kann man unschwer voroussehcn, welche Aufnahme sie sich vorbehält. Unter den gegenwärtigen Umständen kann die Antwort nur in einem „Rein" bestehen. Die Meldung schließt: Man verhandelt nicht mit dem Feinde auf dem Boden des besetzten Vaterlandes. Auch in Amerika findet sich vorerst kein entgegenkommendes Anzeichen. Die „Rewyork Times" enthält einen schroffen Aussatz mit der Ueberfchrift: Keinerlei Frieden mit den Hohen- zollrrn. Wenn Deutschland Frieden wolle, müsse es den Kaiser verjagen. Die „Stin" meint, der von Prinz Max unternommene Schritt werde nicht mehr Erfolg haben, als der von Oester, reich. Wilson werde wissen, was er Oesterreich und Preußen zu antworten habe. Die einzige Handlung der Deutschen, der di< Verbündeten vertrauen könnten, sei die völlige Uebergabe. Die „Associated Preß" sagt: Es ist kaum wahrscheinlich^ daß der deutsche Vorschlag Beachtung finden wird, solange Deutschland Frankreich und die anderen besetzten Gebiete nldtf räumt. Dagegen wäre die Nachricht, daß die amerikanischen Trup^ pentransportc nach der Front eingestellt werden, falls sie bewahrheiten sollte, von Bedeutung. Am meisten scheint man noch in Italien mit einem -al- dlgen Frieden zu rechnen. Der „Secolo" meldet aus Rom: Nach persönlichen klärungen. die Orlando zu einigen Abgeordneten im Ausschuß nach seiner großenKammerrede machte.ergibt sich die beruhigend« Hoffnung, oaß der Ministerpräsident am 10. Oktober im Haus« diskrete Tatsachen bekanntgegeben wird, die das Ende des Krieges erwarten lassen. Der „Torriere" bereitet auf eine Liquk datisa tc» Kriege» jwl Die Darenfainille am Kcven? Stockholm. 5. Ott. Stockholmer Nachrichten aus Rußland Besagen: Entgegen den Gerüchten, die von der Ententepresse verbreitet werden, befinden sich sowohl dir Zarin wie der frühere Thronfolger als auch alle vier Tochter des Zaren am Leben. Sie werden durch besondere Ueberwachung vor jedem Anschlag geschützt. Die Sowjetregierung hat sich grundsätzlich damit einverstanden erklärt, daß die Zarenfamilie Rußland verläßt. Wegen der heftigen Kämpfe in der Gegend, in der die Zarenfamilie sich befindet, ist zurzeit nicht möglich, dem Wunsche der internierten Mädchen nachzukommen und sie in ein anderes Land zu bringen, Es sind aber Maßnahmen getroffen, damit die Zorenfamilie von dem bisherigen geheimgehaltenen Orte nach einem anderen übergeführt wird. lUritrre Uttiintittnilgtil in den Deichsii'ikcrn. Berlin, 7. Okt. Der Staatssekretär des Kriegsernährungsamtes v. Waldow hat vo- einigen Tagen fein Abschiedsgesuch eingereich. Eine Entscheidung darüber ist noch nicht erfolgt. Der Staatssekretär des Reichsamtes des Innern W a ll r a f hat seine Entlassung erhalten. Wie verlautet, soll der Zentrumsabgeordnete Trimborn sein Nachfolger werden. Da Mechlkl im NkichgMMklnnt. Berlin, 7. Okt. (WB.) Vizeadmiral Ritter von Mann, Edler von Tiechler, ist zum Staatssekretär des Reichs marine- omts, Kapitän z. See Loehlein zum Chef des U-Vootamtes ernannt worden. WtrUe }\\ drr Lage. Die ..Kreuzzeitung" (kons.) schreibt: „Jeder, dem des Vaterlandes Wohl heiß am Herzen liegt, wird niemals diese Stunde vergesien, in welcher er von dem Platze aus. da bis jetzt immer unsichtbar schwarz-weiß-rote Siegesfahnen wehten, die weiße Fahne sich entfalten sehen sollte." Das Blatt äußert auch seine Bedenken wegen dem Schritt der Reichsregierung und betont lebhaft die Entschlossenheit des deutschen Volkes, ^nötigenfalls bis zum Letzten zu kämpfen. „Einen schmachvollen Frieden." so führt die .„Kreuzzeitung" aus, ..einen Frieden, der Deutschland den Lebensatem unterbindet, will in Deutschland kein Mensch. In solcher Lage, wie die unsere es ist, verfällt sicherlich schwach- vollem Untergange, wer sich der Gefahr ehrenvollen Unterganges entziehen wollte. Zur Verteidigung unserer Zukunft als Natron, wird darum im Heere wie in der Heimat nach wie vor ein jeder das größte Opfer zu bringen bereit sein. Lebt so im Volk und Heer der fest entschlossene Wille, den Kamvf. wenn es nötig sein sollte, durchzuführen, bis ein Friede in Ehren und in Sicher- heit erkämpft ist, jo steht ebenso felsenfest die Zuversicht, daß dieses Ziel erreicht werden wird." „Als der Reichstagspräsident erklärte, daß die Mehrheit detz Reichstages mit diesem Schritt einverstanden sei. hatte die konservative Fraktion sich einer solchen Erttörung zurzeit nicht «mzuschließen vermocht. Heber die Gründe für diesen Entschluß, j Lber die Notwendigkeit des Friedensangebots, seine Ausfuh. rung im einzelnem und seine Aussichten zu reden, schien ihr. bis die Antwort erfolgt ist, nicht am Platze und deshalb unterließ sie es auch, auf einer Erörterung im Reichstage zu bestehen. Nachdem der Schritt getan ist. gebietet die vaterländische Pflicht ausschließlich, alles zu tun, um den nwglichst günstigen Erfolg zu sichern." Die „Post" (fteikonf.) steht dem Ergebnis des Friedensschrittes sehr skeptisch gegenüber. Sie erklärt, die deutschen De- mokraten hatten ihre linke Wange hingehalten. damit Wilson sie streichele. Sie werden, alles spricht dafür, einen Schlag erhalten. der in der ganzen Welt zu hören ist und der den deutschen Verständigungswahn tödlich trifft, den Wahn wohl verstanden, daß die Feinde zu einer Verständigung zu bewegen seien. Die „Kölnische Zeitung" snatl.) äußert sich: Wenn der Kanzler erklärte, daß, solange Deutschland von der Gefahr umbrandet ist. auch die außerhalb der Mehrheitsparteien stehenden Kreise unter Zurückstellung olles Trennenden sich z'isnmmen- fchließen möchten, so hat er damit das dringendste Gebot der Stunde ausgesprochen. Die Rede ist das Fazit aus einer geschichtlichen politischen Entwicklung, deren Notwendigkeiten wir nunmehr zu folgen haben, die Ankündigung einer neuen, von Grund aus ander? gearteten politischen Zukunft. Seit dem 4. August 1914 hat ein deutscher Kanzler nicht schicksalsschwerere Worte gesprochen Die Feststellung drängt llch auf. daß, wenn auch die Welt eine andere beworben ist. nichts anders geworden ist im Wesen des deutschen Volkes, da?, verlästert wie kein anderes. doch ein Volk der Arbeit, der Ordnung und tiefen ehrlichen Friedenswillens ist. Die „K ölnische Volkszeitung" (Ztr.) sagt: Kein Deuteln, kein Falschen, kein Verschweigen kann unsere Feinde über die Tatsache hinweghelfen, daß sie nicht etwa der deutschen Regierung, oder einem Diplomaten, sondern dem deutschen Volke antworten. Sie müssen auf das Friedensangebot des deutschen Volkes die Antwort an das deutsche Volk geben. Wenn Ziese Antwort ebenfalls von dem Vernichtungswillen gegen das deutsche Volk beseelt sein sollte, dann werden die Feinde wie in den Befreiungskriegen 1813 erkennen müssen, welche Kräfte noch in einem um da? Dasein ringenden deutschen Volke stecken. Die „Frankfurter Zeitung" (Demokr.) widmet der Lage eine längere Betrachtung, worin es heißt: Studiert man die beiden Noten im einzelnen, in ihren Uebereinstimmungen und in ihren Abweichungen, auch in der Verschiedenheit ihrer Abgangszeiten, so erhält wohl auch der, wie wir, auf solche philologischen Schlüße Angewiesene das richtige Bild des Hergangs. Man hat danach anzunehmen, daß noch dem Zusammenbruch und Abfall BulaarienS die österreichisch-ungarische Monarchie, die schon vor drei Wochen mit der b mit einem Nutzen von 5 Prozent begnügt habe. Kam Felde der Ehre. Kriedverq-Faverbach. Der Fahrer Georg Künstler erhielt das Eiserne Kreuz zweiter Klasse. Herzlichen Glück- wünsch! Lcidheckcn. Der Jäger Willi Sehl von hier, erhielt rn den schweren Kämpfen im Westen das Eiserne Kreuz zweiter Klasse die Hessische Tapserkeits medaille. 6 Pf. 7V* „ 15 25 w 35 Die ttrntn Postgebühren. _ . ® e .f T Vermehrung unserer Reichsernnrchmm erhötten Postgebühren betragen v°nr I. Oktober ab für die einzelnen Evenoungen: Postkarten. Im Orts- imd Nachbarortsverkebr .... 714 Pf. 5m Inland und nach Oesterreich-Ungarn . , 10 ~ Nach dem sonstigen Ausland 15 " Briefe. 3m Orts- und Nachbar-rt-verkehr bis 20 Gramm. 1-0 Pf, 0." » 1 V " v „ " » 290 u . 15 ^nlano und nach Oesterreich-Ungarn bis 20 Gr. 15 Pf. " >> „ „ ,, 9nf) 9c Nach dem Ausland bis 20 Gramm . . " . / . 25 J ! * * " für je 20 Gramm mehr . , * 15 ^ Drucksachen. Bis 50 Gramm 50— 100 200— 250 m 256— 500 500—1000 Nach dem Ausland treten zu dem Satz von e"P f, für je Kl 05ramm 2 P,-nnig für Drucksache« bis 50 Gramm 2Vo Pf L Gramm hjnz^ und b Pfennig für soick^üder - G e schZ ft sp apf e re, Warenproben, Misch- fendungen. Zu den bisherigen Sätz-n. atso 10 Bf. für Geschäfts- Spiere bis 2vv Gramm -sw. treten 5 Pf. Reichsabgabe hinzu. Warenpraben unter 100 Gramm <10 Pf. Gebühr) bleiben zuschlagfrei, Warenproben von 100 bis 250 Gramm kosten dagegen fortan 15 Pf. " Pakets Sis 5 Kilogr. auf Entfernungen bis zr> 75 Klm. , 40 Pf. Ms v Kllogr. auf weitere Entfernungen .... 75 Ueber 5 Kg, auf Entfernungen bis 75 Klm.' 30 Pf. a'u. dag zu den alten Sätzen vor 101«, auf allen weiteren Ent- ^riimw 35 ' T 6r i P°ket° in der 1. Zone (bis film.) 60 Pf,; rn der 2, Zone (bis 150 Klm.) 1,10 Mark. Briefe mit Wertangabe. Auf Entfernungen bis 75 Klm, 5 Pf., auf alle'weiteren Ent ernungen 10 Pf. mehr. Die Versicherungsgebühr von r i6 - 300 ^k- Wertangabe, mindestens 10 Pf ist die gleiche geblieben. E- kosten also Wertbriefe bis 75 Klm. Entfernung 28 Pf. Porto, aub weitere Entfernungen 50 Pf. Porto zvzugstch der Versicherustgsgebühr. .25 5 SPfenniö met3T 0l§ mei ' miHm Postanweisungen«. Eä kästen Postanweisungen bis 5 ML " •t 100 * 1 m f tu . . 25 m ff 200 Tf f » . . 40 •• ff 400 » » . . 50 " » ff 600 " t * . . 60 r • ff 800 a « * . . 70 ", Telegramme. werden 3 Pf. Zuschlag erhoben, min- ft ns lo Pt. Bon jedem Telegramm. Es kostet also im 45 w r *^ b ° e s ®° rt 6 df. das Telegramm mindestens -r -bt-, im >n!a«ü»chen Kernverkehr das Wort 8 Pf das >ee egramin 65 Pf,: ein Telegramm von 15 Worten "kostet ' Ortsverkehr JO Pf., im Fernverkehr 1,20 ML- ein Tete- eramm von I / Worten kostet im Ortsverkehr I Mk' im Fern- vermr 1,35 Mk da der Betrag -rfordeckichenL aus d e CS ^ 5 tCÜbare ^ 0t,en ° bW u"l°" tterb?n 30 ö - «• 8nTMa 0 von , T * 1 Teilnehmer ist berechtigt, bis »^J- inCn mit einmonatiger Frist Be> dringenden Gesprackjvn wird nur die Ab- 9 ' rtl Gespräche erhoben, mithin kein drei- rreidvostieudungen sind von der Abgabe frei Aus der Heimat. Kriegsanleihe. Sämtliche Postanstalten nehmen Zeichnungen auf die 9. Kriegsanleihe entgegen. FC. Bad-Na«hcim, 4. Okt. In der letzten Nacht wurde in ein Modewarengeschäft in der Fürstenstraße eingebrochen und ^aren im Werte von etwa 3000 Mark gestohlen. Ein weiterer Einbruch fand im Kettlerheim statt, wo die Diebe sämtliche Lebensmittel mitgehen ließen. Eietzsn. 6. Ott. (Strafkammer.) Ei« Landwirt in der südlichen Wetters» hat seine Milch nicht an den dazu bestellten Aufkäufer. sondern an einen anderen Milchhäudler geliefert. Er behauptet, daß er von der Bestellung des Bu^käafers nichts gewußt und eine an ihn ergangene» Auffordernng des Leiters des Mitchgebietes nicht erhalten zu haben. Nachdem der Gendarm bei chm gewesen, hat er st fort seine Milch, wie gesetzlich vorgeschrieben, abgeliefert. Der Landwirt wurde freigesprochen. Eine Molkerei hak von jeher die ihr geliefert« Milch nach Fett- Prozenten bezahlt, die Landesmilch- und Fettstelle hat nun Höchstpreise für die Milch festgesetzt, die aber nur nach der Menge, und für den Fall der Lieferung, nach der Nawpe besessen sind. Durch die Bezahlung nach Fettvrozenlen stellte nch der Stallpreis im allgeweinen hcher als Rampenpreis, der nach der Menge bezahlten Milch. Die Molkerei, die sich darauf berief, sie hätte sich zu der Bezahlung der Milch wie seither be> fugt gehalten, zumal die Landesmilch- und Frttstelle den Fall der Bezahlung nach Fettprozenien überhaupt nicht geregelt hatte, wurde gleichfalls freigcsprochen. Avch die Molkerei hat nach anderweiter Regelung durch die Landeswilch- und Fett, stelle alslald den Borsckwiften entsprechend gehandelt. Beide Fälle passierten zwei Instanzen mit demselben Ergebnis. Man fragt sich vergeblich, worum mit derartigen Fällen die Gerichte, and dazu noch in zwei Instanzen! belästigt werden. FC. Schotten, 4. Okt. Die über 23 Geme'mdkm dos hiesigen Kreises angeordnete Hundesperre wurde ausgehoben. «>ra»fsurt «. M., 4. Ott. In dom bekannten Sesdenwaren- baus von Schworzfchild-Ochs wurde ein Einbruch verübt. Der Dieb kletterte im Kleinen Hirfchgroben an d«^r Rückseite des Saafes hinauf und dran^ durch eio Fenster im ersten Stsck in die Geschäftsräume. Hier raffte er aus allen Auslagen und Behältern für etwa 80 000 Mark Seidenstoffe zusammen und packte, wie die Spuren zeigen, das Diebsgut sorgfältig in Pakete. Dann verschwand er auf dem Wege, den er gekommen war. Von dem Diebe, der genaue Ortskenntnis besaß, fehlt jede Spur. * FC. Vom Main. 6. Ott. Durch die Gendarmerie wurden in Großostheim auf einem Fuhrwerk unter Kartoffeln versteckt 20 Zerttner Brotgetreide beschlagnahmt. Äus Stnrkenburg. ^ Darmstadt. R. Okt. Eine gemeinnützige Vaugesellschaft für Krwgerhelmstatten wird auf den gemeinschaftlichen Antrag des * en 2andesvereins Nr Kricgerheimstätten mehrerer Kran- Men und bet Durmstüd.er Industrie nach dem erfreulichen eschluß der Stadtverordnetenversammlung vom 3. Oktober d. I. auch in Darmstadt ins Leben treten, ein Zeichen weitsichtiger ^orstrae. für dessen Förderung den beteiligten Stellen der Dank d^r Allgemeinheit sicher ist. Auch sonst erfreut sich der Gedanke der Kr.egerheimstätten fortgesetzt verständnisvoller Unter- stützv«g. wie sie z. B. in beträchtlichen Stiftungen für den Lan- desverem für Krreaerhermstätten durch die Ehemifchen Werke vsrm^ Albert zu Amöneburg sowie durch den Knappfchaftsverein der Er essen er Braunsteinbergwerre ganz neuerdings wiederum zum Ausdruck gelangt ist. FC. Seeherm. 6. Okt. Vor einigen Tagen find die letzten 40 Kruder, die auf dem hiest^n Schluß Gäste der Eroßher- min gewesen waren, erholt und gesund wieder nach Worms zsrüg- nT iEÜ * ai b - 3 ' ' ol£ ^ “» M--.NL Seim, ftaot und Offenbach voraugegangen^ Aus Nhcinhl-ssen. , /0 Alzey. 2. Ott. An der Tafel an dem hiesigen Stadt. Haus sind zurzeit zwei Aufgebote angeschlagen, die wohl nicht so oft Vorkommen dürften, nämlich Mutter und Tochter beab- sichtrgen gleichzeitig in den Hafen der Ehe einzulaufe». r K> 0' Evorms. 2. Ott. Dre Untersuchung gegen die kürzlich in Kaisers Kaffeegefchäst dahier wahrend eines EinbruchdieL- stahls ertappten zwei Gauner hat bis jetzt ergeben, daß sie eine sonnn ^ Gegenständen im Gesamtwerte von etwa 36 000 Mark gestohlen- haben. Gegen zehn weitere Perionen, dre sich der Begünstigung oder Hehlerei in diesen Diebstahls- fif.nren schuldig gemacht haben, schweben die Ermit1elr.naen ^echs davon befinden sich bereits in Unterfuchungsbast. C. Oppenheim. 2. Okt. In der ordenttrchen Sitzung des Kreistages des hiesigen Kreises wurde bekannt gegebeu daß der Kreis an Reichsunterstützungen von Kriegskeginn bis 1 August 1918 insgesamt 5 534 581 Mar? aufgewendet hat Von Intereffe war die Mitteilung, daß infolge einer in den letzten Monaten vorgenommenen Revision der ausbezahlten Familien- Unterstützungen auf Grund der neuen Stever-Beranlagung bezw. der bedeutenden Einnahmen aus dem Weinbau, ein Betrag von rund 20 000 Mark im Monat nunmehr gespart wird. I C. Hechtsheiw. 6. Okt. Der Arbeiter Josef Klein von hier wollte eine scharfe Patrone entleeren. Das Geschoß epplodiert« und Teile desselben verletzten dem Zungen Mann Gesicht und Lande sehr schwer FC. Nierstein. 6. Okt. Der 16jährige Arbeiter Georg Mölsj von hier stürzte gestern zwischen Nackenheim und Nierstein auß dem fahrenden Zuge und wurde lebensgefährlich verletzt. Mcha soll sich mit anderen Burschen im Abteil gebalgt haben, wobei die Türe aufgegangen und er hinousgestürzt ist. 'FC. Geisenheim, 2. Okt. In der letzten Nacht wurde siu Institut St. Josef hier ein Einbruch verübt und beinahe sämt.^ liche Lebensmittelvorräte gestohlen. FC. Gernsheim, 6. Okt. Kreisfeuerwehrinfpektor Medicus, ein um das Feuerwehrwesen verdienter Mann, ist im 58. Lebensjahre gestorben. FC. Nackcnheim. 3. Ott. Zwischen Bodenheim und Nacken« heim sah der Schlosserlehrling Richard Wagner von hier aus einem Fenster des Zuges heraus, wobei er mit einem Weiden, stock einen derartigen Schlag ins Gesicht erhielt, daß er schwer verletzt in dem Abteil zrifammeastürzte. Das rechte Auge des jungen Mannes dürfte verloren fein. FC. Bus Nheinhesieu, 6. Ott. Die Synode des evange. lischen Dekanats Wöllstein wählte in ihrer in Sprendlingen abgehaltenen Sitzung für das verstorbene Dekanatsausfchußmit- glied Bernhardt-Sprendlingen den Landwirt Beiser-St. Johann zu dessen Nachfolger. Wetter wurde befchlosien. daß das Dekanat als korporatir^s Mitglied dem Verein für Krieaerbeim- ftättan beitritt. An? Hrfsrn-Nasiau. FC. WieTtzaden. 2. Okt. Der Schneider Friedrich Schmidt von hier, ein Angehöriger jener berüchtigten Einbrecherbande. die Mainz und Wiesbaden eine zeitlang unsicher machten, stand heute wieder vor der Strafkammer. Schmidt hatte nach seiner Verurteilung vor der Strafkammer Mainz mit dem Strafgefangenen Franz Rupp einen Fluchtplan verabredet, der aber rechtzeitig vereitelt wurde. Beide wurden wegen Meuterei zu je wenn Monate- Gefängnis verurteilt. Schmidt, dem wetter zur Last gelegt war. durch einen Hilfsgefangenenausieher Briefe an feine Frau befördert zu haben, erhielt wegen dieses Verfehls noch eine Woche Gefängnis. FC. V:ebrich, 2. Ott. Heute Nacht sank das Thermometer hier auf Null Grad. Eirrzelne Gartenfrüchte haben darunter gelitten. I C. Biebrich, 6. Okt. Im Sormner d. I. wohnte in einem hiesigen Gasthaus ein „Herr" mit Namen Menger und der nach vier Wochen wieder m de« selben Gast Hof abstieg, diesmal sich ober Kiesewetter nannte. Am nackten Morgen war der Betreffende unter Mitnahme der Bettwäsche und des Zimmerschlüssels verschwunden. Nunmehr rst es gelungen, den Täter zu ermitteln. Es ist der vorbestrafte Schuhmacher Herm. Kühn- berg-r. der in Frankfurt festgenommen wurde. — Im Bahn- Hof Biebrich-Ost ist gestern Nacht ein Offizier durch eigenes Verschulde« getötet worden. Wie bis jetzt festgesteSl v^rden konnte, ist er auf einen bereits fahrenden Zug aufgesprungen FC. Schicrstci«. 6. Ott. Zur Linderung der Rot der Ee. Meindebeamlen nah Angestellten hat die hiesige Gemeinde eine neue Veioldrmgsordmmg, sowie die Kriegsteuerungszulagen nach den staatlichen Sätzen bewilligt. FC. Idstein, 6. Okt. Die hiesige Stadtverwaltung hat fplr neunten Kriegsanleihe den Betrag von 50 060 Mark gezeichnet FC. Auß dem goldene« Erund. 6. Ott. Die Karioffelernte ist im vollen Gange. Es wird mit einem Zwekdrittel-Ertraa gerechnet. FC. Branbach. g. Ott. Bei der gestern stattgehab^en Guter- Versteigerung wurden unerhörte Preise «zielt. So z. B wTrde ein Haus um 80 Prozent mehr gegen den Frkedenswert ls^pe- schlagen. Feld und Wiesen hatten eine Steigerung von 300 brs 300 Prozent. FC. Nastätten, 6. Ott. Im Lokomotivschuppen der Klein. Lahn wurde der tljährige Philipp Berg aus Oelsberg, der be, re-ts 15 Jahre das Anheizen der Lokomotiven versieht von erner Stichflamme tödlich verbrannt. Kurz nach sein« Em« lie^rAng in das Krarrkenhsvs verstarb er- An§ Kurhesicn. FC. Kirchhain, 3. Ott. Ein seit längerer Zeit beim Nestgen Postamt aushilfsweise beschäftigter Einwohner stand im Verdacht, eine große Anzahl Feldvosipakete unterschlage« zu hoben. Eine bei ihm vorgenommene Haussuchung bestätigte dies und mehrere Säcke voll von Feldpostpaleten kamen znm Vorschein. FC. Aus Niederhessen, 4. Ott. Ein starkes Gewittrr mit Hayrlichlaq überzog die Gemrirknng vom Homborg. Die Ltrvßen, Felder und Wresen waren in Mmz kurzer Zeit in eine W'mttrlandschast verwandelt und alle Feldar^iten muß. ten einaest-llt weiten. ^ FC. mfa, 4. Ott. Um her Dieberoi Einhalt zn tun ittllten sechs Mitglieder des hiesigen Gerrwinderats nnd der Pottzeidiener der Gemeindevenvaltun^ als Ehrenfelb- Lhiltzen zur Derfügnng. Kirchliche Kachrichten. Gottesdienst in der StadtkirKe. Mittwoch, 9. Okt., abends Uhr: KriegsandaM. Herr Direktor Schgeli ~ - 1 -" 1 ” B5ggggg Verantwortlich für den poittiichen und lokalen $eii: £tto HIr 1 che !. Fried borg' für den Anzeiaenteij: R H e v n er. griedberg. Truck und Verlag der .^kenen rageszcitung^ A G.. Friedberp r H Offene S UH?*; 7 Knechte 1 Schäfer- und 1 HofmeCerfamilie. 2 Tage. 1 t und zwar vom Donnerstag. den 10. Oktober 1913 bis Freitag, den 15. November 1*»1S dauernd in ihren Schlägen ein- zuhaiten sind. FurMilitärbriestaubenTauben. der Mili ärverwaltung und der Brie taubenliebhabervereine, wird die Sperre vom 15. brs 25. Oktober 1918 verhängt. Tie im Felde auf ausgestellten Grundstücken angetroffenen Tauben werden als herrenlos angesehen und im ^ n^eresse der Erhol !U„g der Saat abgeschossen. Uebertrerungen werden unnach- fichllich zur Bestraiung angezeigt. Fr,edb«rq, den 7. Oktober 1918. Der Bürgermeister . _ 3. 93.: Dam m. such jeder sonstige lästige Haarwuchs der -Mwindet sofort spur- und schvierzloL durcl Ahtöten der Wurzeln für immer mitten Meine» verbesserten orientalischen Verfahrene ,^Kelwaka".- tzi^ort. Erfolg garant, sonst «eldzurück. Preis M 6.— gegen Nach,!. Frau H. Meyer, CSlnzo. HAchratb« Str. rs. WniW kt ßemeinWeiicrit. Unter Bezugnahm e auf die Mitteilung auf Seite 2 des Steuer- zeilels wird hiermit bekannt gemacht, daß die bis Ende Seat, fälligen Steuern. 1/3. Ziel^ein- ichiießlich der Nachträge, bis zum II. Oktober ds. Js. zu entrichten [inö; Nach Ablauf dieser Frist beginnt die Zwangsbeurei- bung. Es wird hierbei dringend empfohlen, sich der Ueberweisung aus Bank- oder Scheckguthaben zu bedienen. In die!em Falle ist außer dem Namen auch die Heber egisler- nummer des Sieuerzetlels anzugeben. Fnedberg, den 2. Oktober 1918. Die Stadtkasse. für Mm m iwlN empfehle Codmr n. Mkn-Mruer sowie feinsten Kräuter-Lirup. Friedrich Michel, jti*n«|. Bekanntmachung. Näch'ten Mittwoch, den 9. ds. Mts., verteilen wir in der alten Post Zwiebeln. Zeiteinteilung wie bei der Vutterverteilung. Für jede aus der Lebensmittelkarte verzeichnete Per on werden 2 P und zum Preise von 32 Psg. per Pfund abgegeben. Die Lebensmittelkarten sind als Ausweis vorzulegen. Gefäße sind mitzubringen. Frtedberg, den 7. Oktober 1918. Der Bürgermeister. I. V.: Dam in. wieder elnscetroYfen. Tapeten- und Eiinolcunthaus Jean ICöglei*, frVieilher*, Kaiserstrasse 27, Nähe des Rathauses. liefert schnell und billigst Neue Tuqesse'ilung SriLerei io) Verlag, 1.4, freundlich nach alten Seiten, wahrend sie ihren 1 lundgang begann. Nun war der große Moment da, dem dbr meisten Geladenen mit mehr oder weniger Langer Erwartung entgegen, gesehen hatten. Wen würde sie beachten, wen übersehen, wen besonders auszeichnen? In dieser Beziehung fielen die „Cercles" Ihrer Majestät nicht immer befriedigend aus. Die hohe Dame war nämlich etwas kurzsichtig und daher konnte es ihr passieren, daß sie ihr bereits Vorgestellte nicht wiedererkannte und sie wiederholt mit denselben, bei diesen Gelegenheiten üblichen Fragen begrüßte, oder daß sie ganz Fremde mit solchen verwechselte, die schon öfters die Ehre gehabt hatten, ihr vorgestellt zu werden und daß sie dann auf frühere Gespräche zurückkam. von denen sie nichts wußten. Maren die Angeredeten nun nicht besonders gewandt. so gab es oft einen kleinen peinlichen Moment der Verlegenheit. welchen die witzige und gutmütige Gräfin Pleffen dann durch irgend eine schnelle, leichte Bemerkung zu mildern oder zu beseitigen sich bemühte. Ganz anders verhielt es sich mit Ssiner Majestät dem König. Er hatte ein Falkenauge und ein fabelhaftes Personen- gedächtnis: noch nach vielen Jahren erinnerte er sich aller derjenigen. mit denen er auch nur flüchtig gesprochen hatte, redete sie sofort mit ihrem Namen au und bezog sich auf das früher mit ihnen Verhandelte. Alle, die mit dem altert Herrn in Be- rührung kamen, liebten ihn um seines gütigen Herzens willen, aber trotzdem trug diese Eigenschaft sicher auch das ihrige dazu bei, feine beispiellose Popularität im Volke noch zu steigern. Der Nundgang der Königin nahm diesmal besonders viel Zeit in Anspruch, da sie sich in sehr hellerer Stimmung befand und fast alle, an denen sie vorüberkam, mit einigen freundlichen, gnädigen Worten beehrte. Oberst von Trontheim und seine Gattin wurden besonders ausgezeichnet, da die Königin, der bei dieser Gelegenheit die niedliche Käthe vorgestellt wurde, den glücklichen Eltern allerlei Freundliches über ihre beiden Hub- scheu blühenden Töchter sagte. Es war vor allem der allerdings sehr in die Augen fallende Kontrast zwischen der schlau- ken, hohen, blonden Frieda und der kleinen zierlichen, pikanten schwarzäugigen Käthe, der Ihrer Majestät viel Spaß zu machen schien. Schon als sie noch mehrere Schritte entfernt war. erkannte sie mjt Hilf? des Augenglases das Antelmannsche Ehevaar. „Das ist schon, liebe Kommerzieurätin. daß ich Sie und Ihren Herrn Gemahl hier als meine Gäste begrüßen kann" sagte sie sehr freundlich und reichte den sich tief Verneigenden die Hand zum Kuffe. das gereicht mir besonders zum Vergnügen, nachdem Sie mir schon öfters gastliche Aufnahme in Ihrem schönen Heim gewäbtt haben. Ich denke stets gern an die W Ihnen verlebten gemütlichen Stunden zurück." Fortsetzung folgt. . w* ***+*&% t: mm--3 m Mt Mtier JMesi, laßt ße Nicht vrrdcrhtn. Ich kaufe jeden ' osten abgefallene saubere Kirsch-, Walnutz-, L-nselnirtz», Linden-, Kastanien-, Wein-. Bre tnessel-, Erdbeer-, Brombcer-, Htmbcerblä tcr irnd Tce- kräuter gegen gute Preise. Zentner z« Mk. 30.- bis Mk. 60.— Jk iBg'iist Diel, Friedberg i. Fauerbacherstraße ü. * S si § - - memm*®** QVQ&eQ&Z&zsmp ff D 3 ätcr gesucht. LllWrik Mkisttle, _ Fricdbcra. 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