Unminer 225 f iitrUtefs £ LL Mittwoch, den 25. September 1918 11. Jahrgang . n-eiidieint ulen Werktag. Negelmätzige Beilagen „Der Sauer au« fi«IT*n“, „Die SpinnSut'-". S.Mgsxreis: Bei den Pastanstalten olerteljährlich Mk. 2M) " J'ÄSteft- 2"« «STnten monatlidi 90 Psg -inlchliehlich T-äg-rl-hn. Au-eig-n- Grund^eile 2d Pfg,. lokale 2° Big, Zeigen °°n auswar.^werden durch Postnachnahme hinzu "°E B lvriebbsra. x.chriftleituns und Der!.,« stlr iedberg lSesien,. hanauerstratze 12. F-rn>vr-ch-l 48. P-st,che-k-Conto Nr. 48-g. Am. ^rankiurt a. M. (£v\\t\\U Angriffe des Feindes nordwestlich non St. Gnentin gescheitert. — Die Uiederlnge der «-«rnen in Palästina. — 20 900 Tonnen versenkt. ReMrilNliSklk>!irllN''kn im hlN!p!lU!ü?lii»ß. Der deutsche Generalstak : meldet: - M. U. «r. Große» glnrplqnnrtier. den 24. Kcplember Amtlich. Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht Nordwestlich von Dixmuide und iwrdöstl'.ch von Dpern machten wir bet erfolgreichen Unternehmungen 70 Gefangene. Nördlich von Moeuvres wurden Teilangriffe des Feindes abgewiesen. Die Artillerietätigkeit war im Kanalabschnitt südlich von Arleux gesteigert. Heeresgruppe Voehn. In örtlichen Gegenangriffen nahmen wir südlich von Epehy Teile der in den letzten Kämpfen in Feindeshand verbliebene Grabenstücke wieder und machten hierbei Gefangene. Gegenstöße des Feindes wurden abgewiesen. Zwischen Omignonbach und der Somme lobte der Artilleriekampf am Abend auf. Leutnant Rumey errang seinen 41. Luftsieg Bei den anderen Heeresgruppen keine besonderen Kampfhandlungen. Lebhafte Erkundungstäti^eit in der Champagne. Der erste Eeneralquartiermeister: Ludendorff. Abendbericht. Berlin. 24. Sept., abends. (WB. Amtlich.)' Nordwestlich von St. Quentin find erneute heftige Angriffe des Feindes zwischen dem Omignonbach und der Somme gescheitert. ke dich gebar» Oie dich erzog zum Mann, Oie Heimat pocht Um Hilfe bei dir an. Wer eilt nicht schnell Mit voller Hand hersür, Etand' feine Mutter Bittend vor der Tür? Der österreichische Generalftak =—= meldet: — Wien, 24. Sept. (WB.) Amtlich wird verlautbatt: Italienischer Kriegsschauplatz: An der Tiroler Südsront Artillerie- und Patrouillenkämpfe. Auf der Hochfläche zwischen Canooo und dem Monte di val Bella setzten unsere Gegner gestern zu neuerlichen Angriffen an. Am Monte Sisemol, gegen den der Feind sein unterstützendes Artilleriefeuer zu großer Heftigkeit steigerte, glückte es französischen und italienischen Sturmabteilungen, in unsere Gräben einzudringen. Ein Gegenstoß trieb den Feind in seine Gräben zurück. Annäherungsversuche gegen unsere Stellungen nördlich des Monte Tomba wurden abgewiesen. An der Westfront und in Albanien keine besonderen Ereignisis Der Chef des GeneralstabcS. Der bulgarische Generalstak ■ 1 === meldet: == Biegung der Front im Winkel zwischen Tscherna und dem Wardar wurden unsere benachbarten Truppenteile auf neue Stellungen südlich von Prilep, nördlich von Doiran zurückgenommen. Das türkische Hauptquartier - .— meldet: ===== Sofia, 22. Sept. (WB. Nichtamtlich.) Generalstabs- Gericht. Mazedonische Front: Westlich des Ochridasee und an der Tsck)orwena Stena eine Zeit lang heftiges Geschützfeusr seitens des Feindes. Am Perister und nördlich von Bitolia wurden Sturmabteilungen des Feindes nach Handgemenge -urückgeworfen. Wir machten Griechen und Franzosen zu .Gefangenen. Westlich der Tscherna bestanden unsere Bataillone schwere Kämpfe mit starken feindlichen Kräften Am die Höhen südlich Troiaüi und. Brenowo. InsolgeZurück- Konstantinopel, 23. Sept. (WB.) Generalstabsbericht. Palästinafront: Geschickt geleitete Nachhutkämpse sichern uns die Durchführung unserer Maßnahmen beiderseits des Jordans. Auf den übrigen Fronten ist die Lage unverändert. » Englischer Bericht. Nachdem wir die Iordanübergänge bei Iier-ed-Demir am Morgen des 22. 9. besetzten, war der letzte, dem Feinde offene Weg zur Flucht westlich des Flusses von unseren Truppen ge- schlosien. Die 7. und 8. türkische Armee haben so gut wie aufgehört zu existieren. Ihr ganzer Train ist in unsere Hand gefallen. Am 22. 9. 8 Uhr abends wurden 25 000 Gefangene und 260 Geschütze gezählt. Viele Gefangene und viel Kriegsgerät sind in diese Zahl noch nicht einbegriffen. fiiffanarifff ans Konffantino-tl. Konstantinopel, 23 Sept. (WB.) Begünstigt von Vollmond versuchten gestern feindliche Flieger Konstantinopel anzugreifen. Infolge der energischen Abwehr verblieben sie nur kurze Zeit über der Stadt und enffernten sich, ohne Schaden an- gerichtet zu haben. Heute nacht wurde der Versuch wiederholt. 20000 Tonnen versenkt. Berlin, 23. Sept. (WB. Amtlich.) Auf dem Mittelmeer-Kriegsschauplatz haben unsere Unterseeboote 20000 Bruttoregrstertonnen Schiffsraum versenkt, darunter einen französischen Truppentransportdampfer nahe der französischen Küste. Der Chef des Admiralstabcs der Marine. Uene Angriffe Foch's? Zürich, 24. Sept. Der „Corriere della Sera" meldet aus Paris, daß am Montag früh sich die neutralen und befreundeten Militärattaches in das Frontgelände bei Reims begeben haben. Man erwarte für die nächsten Tage zum mindesten den Versuch einer Wiederaufnahme der großen Offensive, verhehle sich aber nicht die Schwierigkeiten, die durch den deutschen Widerstand und durch die betonierten deutschen Unterstände geschaffen worden sind. Auch der Ministerpräsident ist nach Reims abgereist. In seiner Begleitung befanden sich der Präsident der Republik und der italienische Militärbevollmächtigte zum großen Versailler Kriegs rat. Die deutsche Verteidigung. Rotterdam, 24. Sept. Die „Times" melden von d.er Front in Frankreich: An der ganzen Front setzte seit dem letzten Freitag ein starker deutscher Artillerieangriff ein. Unser Vorgelände liegt unter schwerem Artilleriefeuer des Feindes. Es ist nickst daran zu denken, daß der Gegner freiwillig weitere Gebiete räumen wird. Weiterer Schiffsrank Amerikas. Rotterdam, 24. Sept. Die „Morningpost" meldet aus New Jork: Der Präsident hat eine Bestgndsaufnahme (!) aller in amerikanischen Häfen befindlichen neutralen Schiffe angeordnet. Man erwartet, daß eine neue Verfügung des Präsidenten, wonach ein weiterer Teil der in amerikanisck)en Häfen liegenden Schiffe ffir Transportzwecke der Alliierten verfügbar gemacht werden soll, ausgesprochen wird. _ Rußland fordert den Krieg. r Rotterdam. 24. Sept. Die „Times" melden indirekt aus Petersburg, daß der Sowjet in Petersburg mit allen Stimmen beschlossen habe, die Regierung in Moskau aufzufordern, an die Entente zur Wahrung des russischen Staatsgebietes und der ^Lretbett Rußlands.dea Krten itt.etUfciA* Im Hauptausschuß des Reichstages, der gestern zusammen, trat, ergriffen die verschiedenen Staatsmänner, die z. Zt. berufen sind, das Staatsschiff zu lenken, das Wort. Wir müsien uns versagen, den Inhalt wörtlich zu bringen, da erstens was Neues nicht gesagt worden ist und zweitens mangelt es uns an Raum. Zuerst redete der Reichskanzler, Graf H e r t l i n g. Er gab zu, daß in weiten Kreisen der Bevölkerung eine tiefe Miß, stimmung herrsche. Der erste Grund dafür sei der Druck, den der furchtbare, schon mehr als vier Jahre dauernde Krieg er. zeugt habe. Wenn die Mißstimmung durch die militärische Lage verursacht worden sei, so gehe sie über das berechtigte Maß hinaus. Unsere letzte großangelegte Offensive, so führte er aus, hat uns nicht den erhofften Erfolg gebracht: das muß ohne wei- teres zugegeben werden. Die Heeresleitung hat sich veranlaßt gesehen, unsere weit vorgeschobenen Linien auf die sogenannte Siegfriedstellung zurückzunehmen. Die Lage ist ernst, aber nur haben keinen Grund, kleinmütig zu sein. Wir haben ^schon Schwereres durchzumachen gehabt. Denken wir an den Sommer 1916. als die Verdun-Offensive scheckerte, an der Somme dir heftigsten Kämpfe und im Osten die Masienanstürme Brufsilows stattfanden, welche die bekannten ungünstigen Rückwirkungen an der österreichisch italienischen Front nach sich zogen und nun auch noch Rumänien in den Krieg eintrat. Damals haben wir den Mut nicht verloren, sondern den Feinden, die uns am Ende wähnten, gezeigt, was entschlosiener Siegeswille vermag. Und wie steht es heute? Wir haben Friedln mit Rußland und Ru- mänien und wenn auch die Verhältnisse im ehemaligen russischen Reiche noch nicht geklärt sind und die Zukunft unsicher scheint so ist doch sur uns die frühere Bedrohung von zwei Seiten in Fortfall gekommen und ein beträchtlicher Teil unserer vormaligen Ostarmee kann jetzt im Westen verwandt werden. Die österreichisch-ungarische Armee hält weite Strecken italienischen Ge- bietes besetzt und behauptet dort tapfer ihre Stellungen. In Frankreich aber weisen unsere Truppen die von Franzosen. Engländern und Amerikanern unternommenen und durch moderne Kampfmittel aller Art unterstützten Vorstöße zurück. Der alte Geist ist in ihnen lebendig, das haben die Ereignisse der letz, vergangenen Tage deutlich erkennen lassen. Die hartnäckinen Durchbruchsversuche des Feindes werden scheitern, des Vaterlandes treue Söhne wehren ihm todesmutig sein Eindringen. Der voreilige Jubel, so meinte er. werde bald wieder ab- flauen. Er kam dann wieder auf die angeblichen Rechtsverletzungen in Belgien zurück, erörterte nochmals die tiefer liegenden Ursachen des Krieges. Unsere Feinde feien von Haß gegen die Mittelmächte erfüllt, das beweise die jüngste Rede Elmenceautz. Der Reichskanzler sagte sodann: Und wie wird sich demgegenüber das deutsche Volk verhalten? Wird es etwa angstvoll um Gnade flehen? Rein» meine Herren, es wird eingedenk seiner großen Vergangenheit und seiner noch größeren Mission in der Zukunft aufrecht stehen bleiben und nicht zu Kreuze kriechen. Die Lage ist ernst, aber z» dieser Mißstimmung gibt sie keinen Anlaß. Der eherne Wall cm der Wesffront wird nicht durchbrochen werden und der Unterseebootkrieg erfüllt langsam, aber sicher seine Aufgabe, den Frachtraum zu verringern und dadurch vor allem den Nachschub an Mannschaften und Material aus den Vereinigten Staaten wirksam zu bedrohen und mehr und mehr einzuschränken. Die Stunde wird kommen, weil sie kommen mutz, wo auch die Feinde zur Vernunft kommen und sich bereit finden werden, dem Kriege ein Ende zu machen, che die halbe Welt zu einer Trümmerstätte geworden ist und die Blüte der Manneskraft tot am Boden liegt. Der Reichskanzler hielt es dann für angebracht, sein Sprüch. lein über die preußische Wahlrechtsvorlage herzusagen, die den Reichstag gar nichts angcht und erklärte, der Gedanke eines Völkerbundes, der sich unter den 44 Punkten Wilsons be» finde, sei ihm sympathisch. Er schloß mit der Forderung nach Freiheit der Meere. Es ergreift das Wort General v. W r r s b e r g, um anstelle des Kriegsministers die Kriegslage zu erörtern. Unsere Angriffsoperattonen beiderseits Reims blieben, weil der ausschlaggebende Faktor, die Ueberraschung nickst gelang, auf taktische Erfolge beschränkt. Mit dem Einstellen! unserer Offensive trat eine wesentliche Aenderung der Gvk santtlage ein. Wir mußten »ns auf die Abwehr einstellen' und unsere Front zurückverlegen. In den neuen Stellungen können wir aber mit vollem "nmal Vernunft annehmen würden, könnte man auch darüber r^en. Vorerst dürften wir den alten Satz nicht oerqefsen- ^^u halten, was Du Haft!» fNachfchrist der Schrifileitunz:' D-efe Mahnung mochte der Herr Vizekanzler zu allererst feinen tafeu!? "»-°"kfurter Zeitung" zukommen Die D-irkaventarißnu?!, des iMtldifn Dgltzkg. 3ebei Deutsche sollte allen Grund haben, sich nor Schlaa- ner^7' r ' e L“Ü m hurch ein Fremdwort verhüllt werden, höllisch ,n Acht zu nehmen. Neuerdings spielen die „rerungen wieder ein- graste Rolle. Mit der Demokrattficrung hat s ang°f°ng-n mit der Parlamentaristerung wirds fortgesetzt. Zu diesem Vehufe sollen jetzt die Sozis in die Regierung -intreten und d,e Ministerseflel mit den Scheidemann und Eberts geziert werden Wem's gefallt! Den Sozialdemokraten nicht D°7Ln7me'H"-^"ibt sich ein Genosse in der Frankfurter nicht bei 7 r * roOTb ’ ,,m 3U beweisen, dast die Roten nicht-, bei der Regierung zu suchen hätten. Insgeheim ist er 77sterbalb viel besser schimpfen läßt, wenn man 6 i' 1 D-rantwortung steht,- als wenn man als Mit- rtlww 3t 5 , L enmB FS ! Bft fei " Tun und Treiben einzu- s he hat. Und was wäre die Sozialdemokratie, wenn sie nicht nörgeln und Unzufriedenheit erregen könntet ein Raubtier ohne Zahne, ein Vogel ohne Flügel, ein Fisch ohne Flossen Darum meint die „Volksstimme": „Die A.bciter wollen nicht, dast ihr Vertreter In der Reichs- .^Wölfen h-ukt". Die Sozialdemokraten ha^n nicht das Interesse, daß der Genosse X r»er Y irgendwie auf- . f ® ie wi * R"°". S°rr Scheidemann? n s ^ Sozialdemokraten haben nur das Interesse daß rhre Politik durchgesetzt wird." Reich^o7ch--7 in aus 8 e Wrt, „daß die Leitung der Reichszeschafte durch sozialdemokratische Mitglieder des Bun- n n °"^bend bestimmt werden könnte. Man vergißt kT-ten. ^ I' ei " et d°-r°mentarisserung nicht mit Sozialdemo- *1* ^°«°nalliber-l-, Z-ntrumsleut« und Fortschrittler neben den Sozialdemokraten in die Reichsleituna kommen werden, daß man ferner zum mindesten für das Reichsmarineamt wie für da? preußische Kriegsministerium Vertreter der Krone und nicht des Volles wählen wird, so daß der So- Krltt"bob°' S ° 3iDli>emoflate " im Bundesrat nicht die Kraft haben werden, auf die Richtung der Reichspolitik bestimmend -INN, wirken, wie man sich das vielfach von dem Eintritt von Sozialdemokraten in di« Reichsleitung verspricht._ Staats^kret^i" ^.^°n für einen sozialdemokratischen Staatssekretär, liegt,a ungeheuer nahe, aber es wäre gar vieles, was ein Sozialdemokrat zuerst bereiniaen lassen müßte bevor er in die Regierung einträte. Den Ostfrieden können wir nicht vertreten, das finnische Abenteuer wird von den Sozialdemokraten als eine ungeheure Gefahr angesehen. Die Ausrot- b ” Tozi-ldemokraten in Finnland und i * ■! f mit SlIfe deutscher Truppen muß den Widerspruch zedes Sozialdemokraten Hervorrufen, Die antisozialistische Agrarpolitik in der Ukraine war nur möglich durch die deutsche Okkupation und ist durch einen sozialdemokratischen Staatssekr!- Bi “ t3en - Die polnischen Pläne widersprechen gar star dem Selbstb-slimmnngsr-cht der Völker, als daß ein Sozialdemokrat von der Tribüne des BundcZraies für fl- -in- alZ Steuerpolitik mit ihren indirekten schluß fern,- sofortige Einführung der Zivilverwoliinw h oSd besetzten Gebieten. Bes Friedensschluß sind di« besetzt» fteizugrben, demokratische Volksvertretungen stnd alsbald tu tm gtunben; 0 e-,°ß-L°thring.us. für alle deu^ ttZrfl °" 9CT,eines - «'eich--, geheimes und unm:t. telbares Wahlrecht. Der preußisch« Landtag ist aufm. ^fen wenn nicht das gleiche Wahlrecht unverzüglich aus de, Beratungen des Herrenhausausfchusses hervorgeht; bet Reich-leitung, Ausschaltung nnverant. wörtlicher Rebenregu-rung-n. Berufung van Regierungsvertr^ tern aus der P ° r l a m - n t s m e h r h - i t oder aus Personen, -e ^r Politik der Parlamentsmehrheit entsprechen. Aufhebun« r* aihfe i! 9 r- ber ^°°chsverfaffung: di- politischen V-iössen,. "" b *** Militärbehörden find vor ihrer Veröffentlichung dem Reichskanzler mitzuteilen: 6) Sofortige Aufhebung aller Bestimmungen, durch die die Versammlungs- und Pressefreiheit eingeschränkt wurde: d«. werll p b °^ °°f rein Militärische Fragen angewandt werden, (fragen der Kriegsstrategie und Taktik. Truppenbe. wegllngen, Herstellung von Kriegsmaterials. Einrichtung eine, politischen Kontrollstelle für alle Maßnahmen, di- aus Gru^ des Belagerungszustonde- verhängt werden, Beseitigung alle, dicnen'^°" Institutionen, die der politischen Beeinflussun« ... ist bezeichnend, daß der Abg, Südekum ausführte'. « käme nicht darauf an, der Regierung da? Kommando: „Friß Vogel oder stirb!" darzulcgen, sondern die Teilnahme in 3 “ """»l'ch-n. Da sich di- Mehrheit jedoch au, *nfL^T m 7 *" Waet< £ t F ° biffe Fvrderungrn “ ,0 unter der schonen Parole durchgeführt werden- Friß Vogel oder stirb!" ” a 3 und ihren Gebühren auf den Verkehr, die B-schr^kungln der Presse vnd des Versammlungsrechtes, der Eingriff der Mi- Utargewalten ,n die zivilen Verhältnisse - all das kann ein Sozialdemokrat nicht billigen und nicht rechtferttgen " Darnach würde das deuffche Volk vorerst noch davor be- u.°u °'u°tn Sozialdemokraten regiert zu werden, nachdeni sich bereits unser Wirtschaftsleben ganz in sozia!demokratischem -u 6e \ mit Dauben, daß das letzte Wort noch nicht gesprochen ist und daß die Genossen „X oder P" die oben erwähnt worden sind, noch mit sich reden lassen. Zu was ist man denn schließlich Parlamentarier und Volkstribun! W Fritz Nogel oder stirl»; Die sozialdemokratische Reichstagsstaktiov und der Partei- aus,chuß haben vorgestern rn gemeinsamer Sitzung aber in getrennter Abstimmung mit 55 gegen 10 und mit 25 gegen 11 Stimmen beschlossen, den Eintritt von Sozialdemokraten in eine etwa neu zu bildende Regierung unter folgenden Bedingungen zu billigen: 1) Uneingeschränktes Bekenntnis zu der Entschließung des Reichstags vom 19. Juli 1917, mit der Bereitschaftserklärung. einem Volkerbund beizutreten, der auf der Grundlage der friedlichen Verhandlung aller Streiffälle und der allgemeinen Abrüstung beruht: 2) Vollkommen einwandfreie Erklärung über die belgische Frage, Wiederherstellung Belgiens. Verständigung über Entschädigung, ebenso Wiederherstellung Serbiens und Montenegros; 3) Die Friedensschlüsse von Br est-L i t o wsk und B». karest dürfen kein Hindernis für den allgemeinen Friedens- Um MKS Kämpfen mir? Der Vorsitzende dev Bundes der Landwirte. Freiherr heißt- S3?anöCnl > )eim veröffentlicht einen Aufruf, in dem eL gerade die friedliche Arbeit, die wirffchoftlicke ^.uchttgkett des deutschen Volkes, sie waren es, welche Ena- ^ ob ^ einbe machten. England, welches sich seit ^ahihunderten von Gott a-userwählt glaubt, die Welt z» knechten und auszurauben. Allein uns anzufallen, wagte es nichts getreu ferner altbewährten Politik suchte es hierfür Verbündete. Planmäßig schürte es durch seine Lügenpresse den Haß gegen uns in der ganzen Welt, um dann im Bunde mtt den betörten Völkern über uns herzufallen in der Hoffnung, durch dre ungeheure Uebermacht uns zu vernichten. Aber Gott war mit uns: das deuffche Volk, in Waffen und m der Arbeit einig, es wurde der feindlichen Soldner- und Sklavenheere Heer. Vier Jahre währt das ungeheure Znngen und wenn nicht alle Anzeichen trügen, so neigt es der Entscheidung und dem Ende zu. Noch einmal im wahn- stnmgen Ansturm sucht der Feind durch die Ueberzahl seiner und Kriegsmaschinen den Sieg an sich zu reißen. wSJ?* 1 ** ?orgt es sich, daß mcht die Uebermacht allein den Ausschlag gibt, daß die sittliche Kraft und treue Pflicht- erfullung unter Führung eines Hindenburg unüberwindlich finb daß tönen der endliche Sieg gehört. Daß weiß der Femo und deshalb versucht er sein letztes teuflisches Mittel, versucht er Kleinmut und Mißttauen, Zwiespalt und Ver- hetzung tn unsere Reihen zu tragen, versucht er unsern Mm f lt J^™ en ' bte t sittliche Kraft zu brechen, die das einige oeuffche Volk unüberwindlich gemacht haben. Mit Drohungen und lügnerischen Versprechungen sucht er uns zu betören. Da gilt es, noch einmal in voller Klarheit dem deuffchen Volke vor Augen zu führen, um was es kämpft. England kennt keine Schonung, kein Mitleid. Sein und seiner Söldner Ziel ist die Vernichtung des deuffchen Volkes für all? Zeiten. ^ Seine Sklaven sollen auch wir werden, wie er Frankreich und Italien, Indien und Aegypten sind, Rlch. lanö es bis vor kurzem war. Stark in unbegrenzter Pflichttreue und restloser Hin- gäbe, stark im Vertrauen auf Gottes Gerecktigeit. habe« wir bisher allen Anstürmen getrotzt; wollen wir im letzte« S3P odep ^ Füp leinen Arbeitsplan Verwende jeder Wotan- Lamp Cläkiro-JnßallateVP fährt fie In Priedberg zu haben bei: Fr. Fnendeline, Elelrtrotechnisches Büro; Willi. Ad. HeD, Schlosserei und Installationsgeschäft; H.«trl JLüdke t Installationsgeschäft Entscheidenden Augenblick Me Nerven verlieren, Me Zukunft -nseres Vaterlandes und unserer Kinder und Kindeskinder Mördern in die Hände geben? Solange ein Hindenburg, eiii Lndendorff rms führen, so lange werden wir jeder Neber- niE erfolgreich die Spitze bieten. Niemand wird Deutsch -lands Macht lähmen oder brechen, wenn das deutsche Volk selbst es nicht tut. Auf denn zur letzten, schweren Entscheidung, heraus den setzten Mann und den letzten Atemz ^ heraus die letzte Mark. Das Vaterland ist in Gefahr, das Vaterland braucht unser Gut und unser Blut! Schmachvoll untergehen, als Sklave englischer Blutsauger oder siegreich, wenn auch mit den schwersten Opfern, Deines Vaterlandes, Deiner Kinder Zukunft sichern, das ist die Wahl, vor die Du gestellt wirst, deutsches Volk! Hier hilft kein Versteckspielen, der Mutigen Wirklichkeit mit allen Schrecken der Zukunft heißt es mutig ins Auge sehen. Fort mit den Flaumachern und weltfremden Träumern vom ewigen Völkerfrieden! Mit dem deutschen Schwert, mit deutschem Blut und Gelde werden wir siegen; fest und treu, mutig und einig werden wir unüberwindlich sein und aus den dunklen Wetterwolken der Gegenwart wird die goldne Sonne einer glücklichen Zukunft unserm Vaterlande, unfern freien und glücklichen Enkeln leuchten. Erwache, deutsches Volk! Du trägst Dein Geschick in Deinen Händen: hilf Dir selbst, dann wird Gott Dir Helsen! Frhr. v. W a n g e n h e i m. Scheidemann will hängen laßen. Scheidemann leidet zurzeit an sehr schlechten Stimmungen, dergestalt, daß er am liebsten alle, die nicht seiner 'Verzichtspolitik bedingungslos zustimmen, hängen lassen möchte. Mtt Neid schaut er hinüber nach Rußland, wo seine Freunde am Ruder sind, und ihre Widersacher täglich nach Hunderten hinrichten lassen. Seinen Groll und Gram hat er zu einem Vertreter eines dänischen Blattes also ausge- tchüttet: Der österreichische Vorschlag ist und bleibt vernünftig, onch wenn er zehnmal abgelehnt wird. And er wird nur noch vernünftiger, wenn er nach jeder Ablehnung erst recU wiederholt wird. Wenn jetzt' eine Mächtegruppe jede Verhandlung ablehnt, so handelt sie nicht anders als scharfmache- rische Unternehmer, die jede Unterhandlung mit ihren Arbeitern ablehnen und Unterwerfung auf Gnade und Ungnade verlangen. Es ist zu bedauern, daß keine völkerrechtliche Institution besteht, die die Regierung in ber^ Krieg* führrrng zwingt, vom ersten Tage des Krieges an Einigungs- verhandlungen einzuleiten und sie fo lange fortzusetzen oder zu wiederholen, bis sie zu einem posittven Ergebnis geführt haben. Der sogen. „Abbruch der diplomatischen Be- Ziehungen" ist der größte Blödsinn, der von menschlichen Gehirnen ersonnen worden ist. Der österreichische Vorschlag forderte die Wiederanknüpfung diplomatischer Beziehungen, d. b. die Wiederanknüpfung von Beziehungen zur menschlichen Vernunft. Kein Wunder also, daß er alle Kriegs- Phantasten. alle Eroberungsschwätzer und Vernichtungspolitiker an Schreibtisch und Stammttsch, kurz alle, die gehängt zu werden verdienen, gegen sich hat. Desto sicherer hat er die Soldaten aller Fronten, die blutenden Volker aller Länder und Weltteile für sich, und darum muß er, wenn nicht schon jetzt, so doch bei seiner zweiten oder dritten Wiederholung zum Ziele kommen. Die Politik dev Poche. Wir lesen in der „Neuen Zürcher Nachrichten" folgende bemerkenswerte Beurteilung der letzten Nede Cleinenceau's: Die Nede des Herrn Clemenceau im französischen Senat war in ihrem ersten Teile ein einziger Racheschrei. Ein völliger Zermalmungswille gegenüber Deutschland kommt darin zum Ausdruck. Es würde ein Verhängnis fein, wenn dieser Wille wirklich unerbittlich wäre. Ein Verhängnis vor allem für — Frankreich. Aber auch für andere. Ehe er zur Tat geworden, würde Frankreich am Grabe seines besten Männerbestandes stehen. Die letzten acht Wochen haben es bewiesen, die die Alliierten noch nicht einmal nach St. Quentin und Eambrai geschweige nach Lille und Laon brachten, dutzend Siege und doch kein Sieg. Ein 70 Millionen Volk wie das deutsche vernichtet man nicht, selbst dann nicht, wenn ihm diese einzige sittliche Große, dieser überragende Heroismus, diese unverwüstliche physische Lebenskraft und Intelligenz, die das deutsche Volk in diesen vier Jahren furchtbarster Prüfung an den Tag legte, abgingen. Man kann einem solchen Volke vielleicht für eine Weile den Fuß auf den Nacken setzen: aber die Stunde würde sicher kommen, in der dieser Riese sich wieder aufreckte und sich den Nacken freimachte. Wehe dann seinen Peinigern. Die Stunde dafür schlüge um so eher, als jener Fuß ein lahmer wäre. Ob es nach dem Kriege, den Sieg der Entente vorausgesetzt, zu einem Völkerbunde unter den Verbündeten käme oder nicht, divergierende Interessen und Rivalitäten tauchten bald genug zwischen ihnen selber ruf, und es dauerte nicht allzulange, sähe sich der eine oder der andere nach einem Stelldichein in Deutschland um. Zudem hätte Frankreich nach dem Kriege, auch als Sieger, ganz anderes zu tun. als den Rest seiner Kräfte in der Rolle eines Bändigers Deutschlands zu verzehren. Es muß die letzte dieser Kräfte der Wiederaufrichtung seiner eigenen, so grenzenlos verwüsteten Volkskraft zuwenden, oder es wird ein sterbender Sieger sein, sterbender als nach den napoleonischen Kriegen, die, obwohl für Frankreich dutzendfach gnädiger als der jetzige Krieg, dasselbe auf ein Menschenalter erschöpften. Es ist darum keine 'gute Hand, die Frankreich auf die Pfade eines rächenden Zer- malmungswillens zerren mochte, nicht einmal dann, wenn es keine Hindenburglinie und keine Siegftiedstellung geben würde, *-----», h,er"^l7n^M^^k n'cht «"könnt, die tote wird dich 5 . 9??ircmi ’ sagte er ernst, aber voll Güte Nickt d.e Schatze des Leben-, die unser ssnd, bringen Gewinn'.' fön! dern das unwiederbringlich Verlorene birgt in der Erinneruni, 7, rl 1 ßt em kunger. dunkler Weg — allein werden beide schwerlich den Ausgang finden, aber wenn wir zu- ^mmengehen, Mirena, Hand in Hand, dann finden wir viel- leicht doch am Ende einen Lichtblick if n s — r s - SrE-:fÄ sSSSSS ^^llhausen wie eht lichter Mantel legte in »«'et ir„trs - «... ~ *- «---i- - CSf£ L'eünttttimnchnng bringe hierdurch zur öffentlichen Kenntnis, daß die städt. Ortskohlenstelle am Donnerstag den 28.. Freitag s anl' an ^ bamstag. den 28. t>9. Mts., geschloffen ist. Friedberg, den 24. Sept. 1918. Der Bürgermeister 2. V.: Dam m. ,® cc Latrineninhalt der Berg- fnir r C ^ Gefangenenlager JfJL™ bc " Meistbietenden verpachtet werden. rc^ b r in9un3en können bei der Gannsonoerwaltung Fliedbera emgesehen werden. ^ ^ Lie gesamt- oder teuwelie Uebernahme der La- 28 n b n ml eetunQ - finö zum hpriL 27 *- '’ vormittags 10 Uhr ^nzmeich^°"°°l^ngFriedbe?g Earnisonoerwaltung. Erklärung. zL» AL L SL« machen " 0 Dienstes ge- Beleidigungen Ä* kkh hiermit unter dem Ausdrucke des Vedauelns zurück Georg Fritz N., Ehefrau, Holzhausen v. d. Hohe. Zu kaufen gesucht wird ein gut dressietter hasenreiner im 2 . oder 3. Felde stehend, bevorzugt apportierender Pointer oder kurzhaariger Vorstehhund. Schriftliche Angebote sind zu nchten an Hubert Hesse, Bad Aomburg v. d. Höhe. Kekanntmachung. 2n den Geschäften von k S!" SBroe ’ L ® s a T Konsumverein. J ® ft, 8 eran 3 'en von Donnerstag. E"d^Mfs^vormitt°g- 10 Uhr ob _ . Käse äum Verlaust Auf jeden Abschnitt der Brottarte wird -tri,/ ° t "°" 22 Pfennig verabfolgt. ' Frredberg, den 24. September 191L Der Bürgermeister ~ -- 2. V.: Dam m. ffaitoffe/Ernfefiiascfsinen | Sack’sche Säemaschinen, l Sack’sc&e Universal- und Wendepfc, s Sack sehe Zwelscharpflüge, S Düngerstreuer für alle Dungarten. [ Eggen, Walzen, Rühenschneider, 5 Häckselmaschinen, Obstkeltern. Gbsimühlen : Putzmühlen, Strohschneider, ' ; -7 €l L f * 0nä> 0m ^bnster ihres Atelier« und starrte in den ® Srl * Per gehen^Jch habe ^ed^"' J**} Un ^ ere weit aö ^ das eines' mc-n Lebe, Liebstes auf der Welt an dem Elenden ^'^em ,ch mein Jugend raubte. Ich \Z lZ PelZliZ * bw Qurf) die es gibt mir auch nichts mehr Ick mttiif t. me ^ c 3U geben und Solger, ich gebe -s zu -^-Schwache "'Ersehen. Kraft nicht ausreichen würde zum AbiLiev b "^ "eine aber, da Sie doch glommen so lallen - ^ nehmen für diese- armselige Leb n Senfe Berlin, für immer, leben Sie wohl'» ^ ^ l'.-bf7Le fch°/k den°einkn Wunsch^? ^ »"& b “ ^ich femt“ 0tB W '“f 6 - weiches, wohllautendes Lachen Der. ^n tiefer Einsamkeit dort oben im Norden. Aga liegt wi. ich dir schon früher sagte, meine Heimat, Ein grosser stille. Dor,h7'7itt Weltgeschrei dringt nicht hinein von der Wel ** ^ ffen und arbeiten rem von der Welt, Und wenn von dort dann meine SckrilrE hinavsgehen ,n die kalte und harte Welt, und hier und da an die Herzen Nopfen, dann wird niemand sagen rönnen daü Frauengunst mir die Brü-e schuf, Rur elne einige Frau w'rd u7"füblen"'lk d"' U " b m “ mh la> ° ffen "Nb mit mir denket und fühlen. Und wenn auch die Welt i^hnmal das Wort Der femt über unsere Türe schreibt, in unseren Herzen da wird Ve Sonne leuchten, die von innen erwärmt und Glück sprietzen lässt 7e ‘'SoT’r, dn Mit Mir den We n und ZJ' Xt * 0<1 ' a “ ein u» mit mir. immer kief auf feine beiden ihr enigegenqe. rr:^.r 2."». *• ---«»“ ■« £1?M,*“* " "» ... " m l n,ot,en 3U Hnnst," sagte AM leise. „Roch einmal Ab. \& ^7rf mCn n I ’ Cm t ^’ ^ f ° ^i°dlich schläft. Dann aber will id> p", ^^"»hin du mich führst, In Rot und Tod" Ä M »*' ">»» Sotb n^te der Lenz mit Veilchenduft der subelnd Decke sprengt, die über der knospenden Erde ruht! Ende. W* Achtung! * < m 3ttt bevorstehenden Buch' e «kern ernte offeriere ich Eckern-Slebe, JLauli-Siebc sowie la. Schmieröl für landwirtschaftliche und Dreschmaschinen. Ia. Cylfnderöl la. Wägers f ett Ia. Lederfett Gosssist. Fett empfiehlt Jos. Derfelt, XmiK . ^ . w Fruchlreimgungs-, Samen-, Sfaub-, Futter-, Mehl- und Durchschlag-Sieüe aller flrl. 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