Unmurer 205 ffilijchreis $ ISÄ Montag, den 2. September 1918 11. Jahrgang« Plp ^ eue v aaesreituna" che ml ,eden Werktag. Regelmäßige Beilagen „Oer Kauer aus Hessen". ^Die Spinnssnde". Kerugspreia: Bet den Poitanitalten vleneffährtich Mk. 2.40 hinzu tritt noch bas Bestellgeld: <»n Unenten monatlich 85 Pjg. etnschliehlich Trägerlohn. Anzeigen: Grundzeile 25 Pfg^ lokale 20 Psq^ Anzeigen von auswarrs uerden durch Bostnachnahme erhoben. Gnull or 'rtedberg. Schriftleitung und Vertag ^riedberg syeisen!. ^anauerilrahe 12. Fsrnmrecher 48. Bock, deck-Lina -Ile. 4859. ir Frankfurt a. M. Fortgesetzte feindliche Offensive. Langsames ^orrücken der Le.ude bei lchmer en Verlulteu. — Der Kemmel kampflos dem Feinde Äverlajfen. 19 000 können versenkt. Fier deutsche Generalstab —" meidet: r.-— ■ ■ I W. T. 31. Attgnst K. (rotzes Amtlich. Harrplqrrariier, den Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppen Kronprinz Rupprecht und B o e h n. Vorseldtämpfe beiderseits der Lys. Feindliche Erkundungs- ubteilungen, die über die Larve vorstießen, wurden zurückgeworfen. Auf der Schlachtfront südöstlich von Arras suchte der Eng. länder gestern erneut den Durchbruch zu erzwingen. Unter starkem Einsatz von Panzerwagen brachen am frühen Morgen auf einer Fronrbreite von 20 Kilometer englische-und kanadische Divisionen zwischen der Straße Arras—Eambrai und südöstlich von Bapaume zum Angriff vor. Württembergs schlugen südlich der Straße den Feind vor ihren Linien ab. Im Verein mit rheinischen Bataillonen warfen sie den nördlich von Hendecourt ei »gedrungenen Feind wieder zurück. Südlich von Hendecourt brachten Kavallerieschützenregimenter den feindlichen Ansturm -wischen Vauly-Vraucourt und Frenicourt zum Scheitern. Sie nahmen Hendecourt, das vorübergehend verloren ging, wieder: gingen nach Abwehr des Feindes selbst zum Angriff vor und warfen ihn beiderseits von Vullecourt über den Westrand des Ortes wieder zurück. Südlich von Tcoust schlugen wostpreußische Regimenter in erbittertem Kampfe mehrfache Angriffe des Feindes ab. Eelöftändiges Eingreifen des Oberleutnants Mann mit Kompagnien des Infanterie-Regiments 175 ermöglichte die Wieder nähme des vorübergehend verlorenen Ortes Ecoust. Beiderseits von Bapaume brachten preußische, sächsische und bayerische Regimenter den feindlichen Ansturm zum Scheitern. Am Nachmittag warf der Feind beiderseits der Straße Arras—Eambrai frische Divisionen in den Kampf. ' Erneuter Masseneinsatz von Panzerwagen und Infanterie sollten die Entscheidung herbeiführcn. Am späten Abend war die Schlacht zu unseren Gunsten entschieden. Die auf den Senseegrunde heraus über Eterpigny-Haucourt und südlich der Straße aus Vis-Eherisy anstürmenden dichten Linien des Feindes brachen in unserem Feuer und in erbittertem Nahkampf zusammen. Seine Panzerwagen wurden zerschossen. Die Infanterie des Feindes erlitt außergewöhnlich schwere Verluste. Nördlich der Somme wurden englische Angriffe zwischen Morval und Clery abgcwiesen. Wo der Feind unsere Linien erreichte, warf ihn unser Gegenstoß in seine Ausgangsstellungen zurück. Nördlich der Oise griffen Franzosen den Kanalabschnitt zwischen Bibermont und nordöstlich Noyon mit starken Kräften an. Ihre Angriffe kamen meist schon auf dem Westufer in unserem Feuer zum stehen. Aus Chevilly. auf dem östlichen Ufer, wurde der Feind nach hartem Kampfe wieder geworfen. Mehrfache aus Noyon heraus geführte Angriffe scheiterten im Feuer und durch Gegenstoß. Heftiger Artilleriekampf und Infanteriegefechte an der Alette. Nördlich von Soissons nahmen wir den zum Paslikopf . vorspringender Frontabschnitt in die kürzere Linie Iuvigny- Bucy-le Lang zurück. Iuvrgny blieb bei den gestrigen Angriffen des Feindes in seiner Hand. Wir schossen in den beiden letzten Tagen 52 feindliche Flugzeuge ab. Oberleutnant Lörcer errang seinen 32. und 33., Leutnant Könnecke seinen 32., Leutnant Laumann seinen 28. Luftsieg. Dcr Erste Gcncralquariicrmcistcr: Ludendorff. Alrerrdlrericht. Berlin, 31. August, abends. (WB. Amtlich.) Der Engländer hat heute die seit einigen Tagen erfolgte Verkürzung un. serer zwischen Ppern und La Bassoe auf Hazebrouck vorspringenden Front bemerkt und ist unseren am Feinde belassenen Erkundungsabteilungen über den Kemmel—Bailleul—Neuf Berquin und über die Lame gefolgt. Südöstlich von Arras sind englische Teilangriffe gescheitert. Kämpfe nördlich der Somme. Beiderseits von Noyon und zwischen Oise und Aisne haben stch am Nachmittag nach stärkstem Artilleriekampf französische Angriffe entwickelt. W. T. S. Großes Hanpiquarrier, den 1. September Amtlich. Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppen Kronprinz Rupprecht und B o e h n. Zwischen Ppern und La Basste verkürzten wir unsere Front durch Ausgabe des auf Hazebrouck vorspringenden Vogens. Wir überließen den Kemmel dem Feinve. Die vor einigen Tagen durchgcführten Bewegungen blieben ihm verborgen. Gestern stieß der Engländer mit stärkeren Kräften gegen uns-re alte:: Linien vor. Unsere im Vorgelände der neuen Stellungen belassenen gemischten Abteilungen stehen mit ihm in Eefechtsfüh- lung. Der Feind hat den Kemmel besetzt und ist über Bailleul— Neuf Berquin und über die Lawe gefolgt. An der Straße Arras—Eambrai brachen englische Insante- ricangrisfe vor unseren Linien zusammen. Starke bis zum Abend mehrfach wiederholte Angriffe des Feindes zwischen Do- court und Vaulx—Vraucourt scheiterten. In wechselvollen Kämpfen blieben Bullecourt und Ecoust in Feindeshand. Zwischen Morval und Peronne griffen englische und australische Divisionen nach heftigem Feuer an. Bei Morval und südwestlich von Bancourt wurden sie abgewiesen Bouchavesnes wurde durch Gegenangriffe gehalten. Weiter südlich verläuft unsere Linie nach Abschluß der Kämpfe an der Straße Bouchavesnes— Peronne. Uebergangsverfuche des Feindes über die Somme bei Brie und St. Ehrist wurden vereitelt. Starke Angriffe der Franzosen zwischen Somme und Oise, gegen die Kanalstellung und den Höhenblock nordöstlich von Noyon. Französische Divisionen, die am Abend beiderseits von Nesle vorstießen, blieben im Feuer vor unseren Linien liegen. Bei Rouy wurde der Feind im Gegenstoß zurückgeworsen. Gegen Mittag zwischen Beaulicu und Marlincourt einheitlich geführte Angriffe brachen unter scknveren Verlusten für den Feind zusammen. Am Abend erneut angesetzter Angriff zersplitterte sich in Einzelvorstößen, die überall abaewiesen wurden. Stärkere feindliche Kräfte, die nördlich von Baresnes und über die Oife bei Vretigny vorstießen, wurden zurückgeworsen. Zwischen Olle und Aisne hat gestern abend nach stärkstem Arttlleriefeuer die Infanterieschlacht von neuem begonnen. Dicht südlich der Oise kamen Angriffe des Feindes im Artillerie- und Maschinengewehrfeuer nickt vorwärts. Beiderseits von Ehamps stieß der Feind mit starken Kräften aus der Ailette-N^ederung vor. Durch Gegenangriff wurde die alte Lage wiederhergestelli. Zwischen Ailelte und Aisne gingen den Angriffen Teilvorstöße des Gegners voraus. Hierbei setzte Vizefeldwebel Haas der 'Maschinengewehr-Kompagnie Ersatz-Regiment Nr. 29 4 feindliche Panzerwagen außer Gefecht und nahm ihre Besatzung ge. fangen. Ain-Abend brach der Feind mit starken Kräften zu einheitlichem Angriff vor. Bei und südlich Crecy au Mont schlugen wir den Feind teilweise im Gegenstoß zurück. Oestlich von Zuvigny stieß er bis Torny-Sorny vor. Dort brachten ihn ört- l.che Reserven zum Stehen. Südlich anschließend bis zur Aisne sind die mehrfach niedergehaltene Angriffe des Feindes vor unseren Linien gescheitert. Der Erste Generalquartiermeister: Ludendorff. Abcndlier-cht. Berlin, 1. Sept., abends. (WB. Amtlich.) Kampf zwischen Scarpe und Soinnle. Englische Angriffe sind hier iin großen gescheitert. An einzelnen Stellen drückten sie unsere Linien örtlich zurück. Zwischen Oise nnd Aisne wurden Teilangriffe der Franzosen abgewiescn. seine Schlappe mit dem Verlust von mehr als 200 Toten mch etwa 100 Gefangenen. Albanien: Nichts Neues. Der Chef des Generalstabes. Wien, 1. Sept. (WB.) Aintlich wird verlautbartt Keine besonderen Ereignisse. Der Ehks deS Generalstabes Der bulgarische Gcncralstak \\ meldet: — Sofia, 29. August. (WB. Nichtamtlich.) Generalstabsl richt. Mazedonische Front: Im oberen Ckumbi-Tale zerstreuten wir durch Feuer französische Erkundungs-Abteilungen. Zwischen Ochrida- und Prespa-See drangen unsere Sturmtrupps in fetnv- liche Stellungen, aus welchen sie mit französischen Gefangenen zuruckkehrten. Oestlich der Tscherna, bei den Dörfern Eradasch, nitza und Tarnava sowie westlich vom Dobropolje kurze Feuer, angriffe auf beiden Seiten. Von Huma bis zum Wardar lebte das Artilleriefeuer abwechselnd auf beiden Seiten auf. Feind» liche Abteilungen versuchten zweimal, sich unseren Posten bei Altschak Mahle zu nähern, wurden aber blutig zurückgeschlagen. Auf dem Ostufer des Wardar, südlich der Dörfer Bogoroditza und Sjoyakovo war das feindliche Artilleriefeuer ziemlich heftig. Bei Matohoubewo machten unsere Erkundungstruppen mehrere englische Gefangene. Auf dem Vorgelände westlich von Serie: waren Patrouillemmternehmungen für uns günstig. Sofia, 30. Auy (WB. Nichtamtlich.) GeneralstabZ» bericht. Mazedonische Front: Westlich vom Ochridasee verjagten wir durch Feuer feindliche Abteilungen, die sich unseren Posten zu nähern versuchten. Im Cernabogen war das Ar- tilleriefeuer beiderseits ziemlich heftig. In der Mogleua- gegcnd wurden verschiedene feindliche Sturmabteilungen ab« gewiesen. Südlich von Hnma und Altschak Mahle auf beiden Seiten länger andauernde Feuerüberfälle. Eine englische Kompagnie versuchte sich zweimal unseren Posten bei Altschak Mahle zu nähern, wurde aber durch unser Feuer abgeschlagen Auf dem südlichen Ufer des Wardar war die Fliegertätigkeit auf beiden Seiten von Zeit zu Zeit hefttger. Bei den: Torfe MaEschoukovo zerstreuten unsere Posten Erkundungsabteilungen. - — —— :———: - Das türkische Hauptquartier j - meldet: ; _ Konstantinopel, 30. Aug. (WB. Nichtamtlich.) Generalstabsbericht. Palästinafront: Auf der ganzen Front erhöhtes feind» liches Artilleriefeuer, das von uns mit kräftigen Artillerie-, Infanterie- und MaWnenlgewehrfeuerüberfällen erwidert wurde. Aufklärungs-Abteilungen des Gegners wurden beiderseits der Straße Jerusalem—Nablus von uns Vertrieben. Zwischen Aneze und Dschardun westlich Aala vereitelten unsere tapferen Postierungen Anschläge der Rebelst'*' gegen die Hedschasbahn. Auf den übrigen Fronten nichts Neues. 0 ." ' _ j Der österreichische Generalstak j] 1 - meldet: = ! J Wien, 31. August. (WB.) Amtlich wird vcrlautbart: Italienischer Kriegsschauplatz: In den Iudicarien erfolgreiche Erkundungsgesechte. Der Monte Majo köstlich des Pa. subio) war gestern vorübergehend im Besitz des Feindes. Mehr als zweistündiges Artillerie- und Minenfeuer verschüttete unsere Besatzung, worauf es den Italienern gelang, in nufere Gräben einzubrechen. Unsere ALschiiittsrescrve, Abteilungen des 3. Regiments der Tiroler Kaiserjäger und des Kaiserjäger-Sturm- bataillons, traten sofort zum Angriff an und warfen, durch die Batterien der Kaiserjäger-Division und der 40. Honved-Artille- riebrigade trefflich unterstützt, den Feind in kurzem, erbittertem Ringen wieder hinaus. Das 20. Derfaglieri-Regiment büßte Die Schiacht im Westen. Berlin, 1. Sept. (WB.) Wie voranszujehen war, ließ der Feind auch am 31. August auf der ganzen Front zwischen Arras und Soissons seine Divisionen entiveder zu starken Teilvorstößen oder zu einem einheitlichen Großangriff zn- sanunengefaßt gegen unsere Front anrennen. An keiner Stelle der Front brachten ihm seine Anstrengungen den gewünschten großen Erfolg. Eine mehrfack)e Wiederholung der feindlichen Sturmlänfe bis in den Abend hinein mußte der Feind erneut mit schweren Opfern bezahlen, die ihm unser erfolgreiches Abwehrfeuer nnd unsere wuchtigen Gegenstöße augefügt haben. Die unentwegte Fortsetzung der durch die deutsche Frontverkürzung zu einem fast reinen Fron: angriff gewordenen Ententeofsensive läßt klar erkennen, d>- ; der Feind den Karnpf um die Entscheidung noch nicht gegeben hat, «nb daß mit weiteren Großangriffen gerechnet werten muß. Die Räumung Vapsumes Berlin, 31. August. (WB.) Die planmäßige Rückverlegung unserer Front beiderseits Bapaume war seit längerer Zeit gründlichst vorbereitet. Während unsere Truppen' zwischen Lougueval über Bapaume und Eroisilles hinaus bis zur Scarpe den Großangriffen des Gegners seit dem 21. einen eisernen Wall * entgegensetzten, so daß es ibm nicht gelang, unsere Linien auch nur an irgend einem Punkte zu durchbrechen, wurde im alten Sommegebiet alles durchgeführt, um unsere Hauptkampflinie zurückverlegen zu können. Die Loslösung vom Feinde und die Aufgabe von Bapaume und Eroisilles ist befehlsgemäß und ohne Einbuße an Gefangenen und irgend welchem Material vor sich gegangen. Noch am 29. August vormittags wurde Bapaume vom Feinde, der die Räumung nicht bemerkt batte, beschossen. Schon seit vielen Tagen wurden die Depots in aller Stille nach rückwärts verlegt, um dem Feinde in dem schon verwüsteten So negebiet nichts zu überlassen, was thm in seiner Kriegführung von Nutzen sein könnte. Wir geben einen Gelände Greifen auf, welcher für die Sommerzeit trotz der Verwüstungen während der früheren Sommekämvfe durch neu angelegte Eisenbahnlinien, durch Urnladebahnen, durch die Anlaae von großen Ma- gannen, Munitionsdepots. ArtilleriewerMätten. Wagenparks. Wc llsr- und Elektrizitätswerken, durch rastlose Mühe und eisernen Fleiß in ein Operationsgebiet verwandelt worden war. in welwem unsere Truppen den Sommer Liber fechten konnten. Seit Tagen ist mit dem Abbau aller dieser Anlagen begonnen wor- de^ Der Feind wird für die Winterzeit einen vollkommen verlassenen und verwüsteten Landstrich voftinden. in dem er sich ernrichten muß. Die Hauptrolle jn diesem verwüsteten Gelände spwlte die äußerst schwierige Wasserversorgung. Aus großen rV!? 5 hegten Wasser- und Pumpwerken bei Bapaume. Croml es, Mary. Favreml. Sapignies. Ermllers usw. wurden , Lokomobilen zurückgeschafft und die großen Schachtbrunnen gesprengt. Auch die elektrischen Maschinen und Motoren aus den Elektrizitätswerken, welche die Truppe bis zu sechs bis c*M V ° Z bt>r gtont mit ^cht versorgten. zu-'^ geführt und werter rückwärts eingebaut. Seit 14 Tagen sind ferner die umfangreichen Munitionsdepots und das Material der Ausladebahnhöfe zurückverlegt worden. So z. B. wurden die ^pots rn Leducguiere, Frenicourt. Courcelette ufw. entleert, -te Benzlnvorräte sind ausgetankt- der wertvolle Inhalt wurde vach rückwärts ubergeführt Die wohlgefüllten Verpilegungs- maga^rne wie Rocquigny und andere wurden geräumt, alle La- -are.te abtransportiert und die Baracken abgebaut. Die Dör. Zvrt'tes, welche in den letzten Tagen unter schwerstem feindlichen Feuer lagen, bestehen nur noch aus Schutt- der Feind kaum mehr Deckung findet. Heute lvegen diese Orte im Bereich unserer schweren Artillerie. Die Aufgabe d;s zerschossenen und durchgewuhlten vorderen Kampf- tn Tchlet 3r5fetcn nur fünf Kilometer rT 3 *' ?te ^ t Tur uns eine gradlinige Front her und zwingt daher den Gegner, falls er beabsichtigt, weiter anzugreifen, seine Angnne frontal zu führen. Neben der Kräfteersparnis unserer Trrwpen durch diese Frontverkürzung liegen unsere rückwärtigen Stellungen nunmehr in einem für die Unterbringung der Truppe vor allem in Anbetracht des kommenden Winters — günstigeren Gelände. Vergeblich fragt man stch. womit der Ena- .anoer ferne unendlich schweren Vlutopfer rechtfertigen will. Der dneS ^ maIcn ’ vollkommen verwüsteten Gelände,ttrchs, rn dem auch nicht mehr ein Stein auf dem an- ^v^blieben ist. ist sein einziger und ein noch dazu aus freien Stücken rhm überlassenen Gewinn. Englische Dankverluste. 2r " Ll - f5m) ® ei de« Grobkämpfen der letzten aeftf Tage wurden vor der Arme- Otto v Below S r *°^ e Tankmassen von den Engländern der- wandt. Nach den bisherigen Meldungen' der einzelnen Korps sind vom 21. August bis 28. August allein hier nicht weniger wie 2v3 Tanks einwandfrei zusammengeschosffn P° T ^ n - Löwenanteil hat das südlich der Searpe « Tanks, die b-iden anderen melden 70 und 52 ^n der Haupisache wurden sie von unserer Ar- erledigt ^ 0udj durch. Hilfswaffen der Infanterie ?og sich auf die Parallelstraße von Scarckin zurück und konzentrierte seine Kräfte beim Bahnhof von Berzi«. DK Engländer an der transkaspischen Dahn? ?9, August. (WB.) Die Zeitung ..Kiewskaja Myfl" schreibt- Laut glaubwürdigen Nachrichten ist die transkaspische Dahn zwischen Krasnowdosk und Aschabat in der Gewalt von aufständischen Dan d en, die von den Engländern in Persien geleitet werden. Angeblich seien die Engländer in Krasnowodsk gelandet. Die Kampftage. Moskau. 29. August. (WB.) Meldung der Petersburger Telegraphenagentur. Im Wzirk von Zarizin wurde ein An- griff des Feindes abgeschlagen. Unser Vorgehen im Zentrum entwickelt sich erfolgreich. Wir nahmen nach einem Kampf die Hohen auf dem User des Tsckerwlenoj-Flusses. Das Dorf Va- sunowka und die Stationen Karnowka und Katluban wurden besetzt An der nordkaukasischen Front trugen unsere Trupven l a ll^ a ^ ten V ? m ^ August große Erfolge davon. Wir besetz.en -schoretzkaja, Jekaterinodar und Armavir. An der östlichen Front nahmen wir südöstlich von Akapajewsk das Dorf s ^ m bcr fi * Sur-Ückziehende Feind auf dein Kampffelde gegen 200 Tote und Verwundete liegen. In der Richkuna auf Loywensk wurde Ilim von uns besetzt. Der Gegner geht zurück. In der Richtung auf Bugulma gehen wir von “T™-"!! m * n *** ^udrejewka vor. In der Richtung auf Wiatka wurde die Stadt Urschum von der Weißen Garde gesäubert. Verhaftung Brussiloms. 30 - tWB i Nach Melden, der Zeitung ,,.lw soll General Vrussilow verhaftet und in den Kreml über- gem rt worden sein. General Brussilow befindet sich, seiner bei deN-U„nw-n im Dezember erlittenen Verwundung weq-n Zr* 2 ?fr ^Eung. Seine Gefangennahme trägt an- geh ich den Gharnkier einer Schutzhaft. Die ..Jswesiijg" be- r,» et d-aeaen. daß er der Zugehörigkeit zum geg°nrengluti°- narcn Verbände berichtigt werde. Es feien Beweise für leinte C'.iuTung vorhanden, die jedoch nicht veröffentlicht werden ronnr-en. D e Kämpfe in Sibirien. w' Ä 31 :,. ? lT fL ”® aiIt ’ Mail" erfährt au- Eharbin:: D,° Bvl.chewrk. haben beim llssuri eine schwer- Niederlage er- ff-t°n. Nach -wem Kampf, der drei Tage dauerte, wurden sie M t einem Verluste van tvoo Taten zurückgetrieben. Sie flüchteten in der Richtung Chabarowsk, 400 Meilen nördlich vonWla. iwostoff Die Japaner besetzten Jman. dar an der Eisenbahn auf halbem Wege zwischen Wladiwostok und Chabarowsk liegt. Gegen die Unterdrücker. StU3 ' ( ® S) Nach Blättermeldungen J T Gouvernement Woronesch eine starke Agitation Bauern zu Gunsten der Regierung gegen die Engländer lind Franzosen statt. Jn Stadt Und rl h!Urf ’ a 6te Mobilisation der gesamten männlichen Intelligenz von 17 bis 45 Jahren zu Forttfikations- orbNten verfilmt. , . Em der „Pmwda" Zirgegangenen Telegramm beterligt sich die Bevölkerung von Wladiwostok aktiv an dem Kampfe gegen die Unterdriicker durch Bildung bewaffneter Ädterlungen gegen die Japaner, durch Errichtung von Tele- grapbenleitungen, fowie Erschießung japanischer Telegraphisten. „Prawda" veröffentlicht einen von Swerloff unterzerP neten Aufruf an die Arbeiter, in dem er sie auffordert, sic6 ruhig zu Verhalten und in dem es heißt: „Wir Zweifel» nrcht daran daß die Spuren des Mordanschlags auf die rechten Sozialrevolutionäre sowie auf Mietlinge der Engländer und Franzosen führen werden. Auf Anschläge gegen chre Führer wird die Arbeiterklasse mit einem schonungs- losen Massentekror gegen alle Teile antworten." Nach einer Bekanntmachung des stellvertretenden Chefs der außerordentlichen Kommission Peters hat die Komnris- sion sofort nach dem Attentat auf Lenin alle Maßnahmen zur Feststellung der Schuldigen getroffen. Das erste Verhör soll ergeben haben, daß die Attentäterin eine Sozialrevolutionärin sei; die Kommission besitze angeblich Matenul welches auf einen Zusammenhang des Attentuts mit den bolschewikifeindlichen Elementen in Samara hinweist. Kiew, 31. A^lg. (MB.) Das Attentat gegen Lenin verübte die aus Kiew stammende bekannte Terroristin Dorar Kaplan. Sie hatte im Jahre 1917 in der Untersuchungshaft ber ihrer Vernehmung durch den allgemein gefürchteten und bei den Revolutionären verhaßten Gendarmerischef Nowitzki auf diesen mit einem Taschenmesser einen mißglückten Mordanschlag gemacht und wurde dafür zu 13 Jahren Zwangs- arbeit verurteilt. Z!I dk^ MfgNMgNfk!! ßüf KMlMiMl'l. Konstantmopel, 30. August. (WB.) Bei der Desprechurtz der wiederholten feindlichen Fliegerangriffe auf Konstantzinopel tritt das Blatt „Vukit" dafür ein, daß man zu Repressalien greife. So sollte man die Abreise von Zivilangehörigen derjenigen Mächte, mit denen Austauschvereinbarung-en abgoschlos. sen werden, nicht erlauben, bis die bestimmte Versicherung ein- getroffen sei. daß derartige Angriffe nicht crneu-ert werden wür- den. Ferner möge man die Angehörigen der feindlichen Mächte, die in der Türkei viel zu out behandelt würden, in Konzentra- tionslager außerhalb der Stadt schaffen und ihre Hauser de« von Luftangriffen Betroffenen zur Verfügung stellen. Dag dtllÜch-dvlMüche Äm Attentat auf Lenin. 10 000 Tonnen veefenüt. Berlin. Zg. August. (WB. Amtlich.) Im Sperrgebiet um England wurden von unseren U-Vooten 19 000 Vrt. versenkt. Der Chef des Adm trat stades der Marine. 9 Nnteryang eines amerikanischen Kriegsschiffes. Washington, 31. Aug. (WB.) Marin..'.kretär Daniels ordnete an, daß d^s Kohlen Schiff „Cl^clop" aus dem Marine- Wie beichtet wird, fuhr „Cyclop" 4. April von Barbados nach den Vereinigten Staaten ab. ^en Cyklon kam und sank. Ofjrzlece, —1 Mann und 27 Passagiere ertranken. Anßland. Die Kampfe in Ostasien. Basel. 31. August Havas meldet aus Wladiwostok: Der Feind grisi mit einer großen Streitmacht am 24. August die Us- suri-Front an. Alle Streitkräste der Alliierten, mit Ausnahme der Amerikaner, beteiligten sich am Kampfe. Der Feind hatte 300 Tote. Die Japaner hielten den Hauptstoß aus und erbeu. leien zwei Panzerzügc und mehrere Geschütze. Die Japaner wuroon wütend, ihre Kameraden verstümmelt zu sehen. Sie grrsfen den Feind entschieden an und schlugen ihn in die Flucht. lach einer Havasmcldung aus Charbin hat Oberst Se- menow sich bei seinem weiteren Vorrücken des Bahnhofs Daucia an der straße parallel von Hammer« bemächtigt. Der Feind Lenin verwundet, Volkskommissar Urizky ermordet. Berlin, 31. Aug. Die Petersburger Telegraphen- Agentur meldet: Heute nackt erhielten wir die telegraphische Mrttelhmg von einer neuen VerAweiflungstat der Bourgeoisie und ihrer Anhänger. Beim Verlassen einer Arber rerDersammlung der Fabrik von Michelson wurde der Führer des russischen Proletariats, Genosse Lenin, durch ztvei heimtückisch abgefeuerte Schüsse hinterrücks getroffen und' derwundet. D«r Volkskommissar für innere Angelegen- hcitcn der nördlichen Kommune. Genoss? Uritzkr, wurde er- mordet. -v>n Moskauer Arbeiter- und Soldatenkreisen herrscht ungeheure Erregung. Nachträglich wird mitgcteilt, daß k-in edles Organ der- letzt ist. Der Patient fühlt sich wohl und ist heiterer Stimmung. Die Attentäter sind verhaftet. Berlin, 31. Aug. Die Petersburger Telegraphen-Agen- tur meldet weiter über das Attentat auf Lenin aus Moskau: Bei eLnin sind zwei Schrlßwunden konstatiert worden. Die eine Kugel drang über das Schulterblatt in die Brusthöhle ein, wo sie die obere Lungenspitze verletzte und eine Blutung in der Br-usthöhle hervorrief. Die Kugel ist in der-rechten Halsseite über dem rechten Schlüsselbein stecken geblieben. Die andere Kugel drang in die linke Schuter ein, zersplitterte den Knocken und ist unter der Haut der linken Schulter sestgelanfen. Erscheinungen eines Blutergusses sind vorhanden. Puls 104. Der Verwundete ist bei voller Be- ffnnung. Moskau, 31. Aug. (WB.) Nach einer heutigen Meldung der ,Prawda" ist gestern abend um 9 Uhr gegen Lenin ein Attentat verübt worden. Er hatte in einer Arbeiterversammlung der Michelsonscken Fabrik in einem jenseits der Moskwa gelegenen Stadtviertel geredet. Als er die Versammlung verließ, wurde er von zwei Frauen cmfgchalten, die ibn in ein Gespräch über das letzte Dekret bezüglich der L^bensmitteleinfuhr nach Moskau verwickelten. Während des Gespräches sielen drei Schüsse, durch die Lenin am Arm i nd im Rücken verletzt wurde. Die Schüsse wurden von intelligenten Kreisen angehörenden jungen Mädchen abgegeben. Die . Mädchen sind festgenommen. Der Zustand Lenins, der im Kreml untergebracht wurde, verursacht nach Meinung der Aerzte keine Befürchtungen. Zur Behandlung wurden die besten Chirurgen herangezogen. Großes Haoptquartker, 30. August. (WV. Amtlich.) Der Kaiser wurde gestern bei seiner Ankunft in Nauheim vom König von Bulgarien und dem Pttnzen Kyrill am Bahnhof be. grüßt. Die Monarchen blieben bis zum Mittagessen allein und nahmen sodann die Mahlzeit gemeinsam mit den Kindern des Königs ein. Nach Tisch setzten sie ihre Besprechung unter vier Augen fort. Um %4 Uhr begaben sie sich im Kraftwagen nach dem Schloß Homburg v. d. H., von wo aus der Kaiser die Rück, reise antrat, bis Nauheim vom König begleitet. Die mehrstündige Aussprache der beiden hohen Verbünde, ten erstreckte sich auf die gesamte militärische und politische Lage. Die Aussprache war gettagen von dem festen Entschluß zum gemeinsamen Ausharren in dem Derteidigungskampfe des Dier- bundes und von dem Geiste treuen Festhaltens an dem bewähr- len Bündnissystem. Sie Lestätigte aufs neue die Uebereinstim- mung der beiden Monarchen in der Auffassung der schwebende» Fragen. Der Kaiser hat dem König seine -Bildnisstatuette und den Töchtern des Königs, den Prinzessinnen Eudoxia und Nadeschda von Bulgarien, den Luffenorden überreicht. Dem Militärbevoll- mächtigten Bulgariens im Großen Hauptquartier und General L 1a 8uite des Königs, General Ganichew, wurden vom Kaiser die Brillanten zum Kronenorden zweiter Klasse mit Stern und Schwertern verliehen. W\t dnMe An-MMt in) mit MknM-llnM?i. Berlin, 30. August. Zur Frage eines handelspolitischen Bündnisses mtt Oesterreich-Ungarn hat der Kriegsausschuß der deutschen Landwirtschaft folgenden Beschluß gefaßt: Die Verhandlungen über die Hcrbeifiihrung eines Wirt- fchaftsbiindnisses mit Oesterreich-Ungarn haben in der gesamten Landwirtschaft und besonders in Süddeutschlaud die größte Beunruhigung hervorgerufen. Daher steht sich der Kriegsausschuß der deutschen Landwirtschaft veranlaßt, erneut zu erklären, daß die Zweckmäßigkeit einer handelspolitischen Annäherung zwischen Deutschland und Oesterreich-Ungarn erst nach Klarlegrmg der sich aus dem gegenwärtigen Weltkrieg für die deutsche Handelspolitik ergebenden Folgen mit Sicherheit beurteilt werden kann. Die in weiser Voraussicht von den höchsten Stellen beabsichtigte Festigung und Stärkung des politischen und militärischen Bündnisses ist daher zu begrüßen. Zu weitgehende wirtschaftliche Vereinbarungen würden aber, abgesehen von den hier nicht MM erörternden rein politischen Folgen, bei der Ungleicharttgkett der wirtschaftlichen Interessen und der Verschiedenheit der nattonalen kulturellen und volkswirtschaftlichen Verhältnisse sowie der natür. lichen Produttionsbedingungen der beiden Reiche eher eine Ge. fährdung als eine Kräftigring eines solchen Bündnisses zur Folg« haben. Sie würden ferner die Neuregelung der deutschen weit, wirtschaftlichen Beziehungen zu anderen Staaten, die für den schnellen Wiederaufbau der deutschen Volkswirtschaft von höchster Wichtigkeit ist, in Frage stellen können. Allgemeine wirtschafts. politische Angelegenheiten wie Verkehrswesen, Handels- und Zoll^ recht, Patent- und Musterschutz. Sozialversicherung, Geldwährung- usw. können schon jetzt ohne Rücksicht auf die späteren Handels« politischen Bechältnisse geregelt werden. Vor allem erhebt der Kriegsausschuß der deutschen Landwirts schaft auf das entschiedenste dagegen Einspruch, daß das geplant« Wirtschaftsbündnis durch Zugeständnisse auf Kosten der deutschen Landwirtschaft erkauft werden soll. Gemäß dem in unserer Er- klürug vom 9. Januar dieses Jahres aufgestellten Grundsatz, daß die deutsche Landwirtschaft nach dem Kriege mindestens desselben Schutzes bedürfen wird, den sie vor dem Kriege genofz, müsse« auch Oestorreich-Ungarn aeaenüber die Zölle, vor allem fiir Ge- trewL, Malz. Hopfen, Vieh und' forstwirtschaftliche Erzeugnisse mindestens auf der jetzigen Höhe bleiben. Dieser Zollschutz ist sur die Erhaltung unserer Landwirtschaft und die Sicherung der Volksernährung durch die einheimische Erzeugung unbedingt notwendig. Dabei muß berücksichtigt werden, daß die Steigerung der Erzeugungskosten und die Entwertung des Geldes schon an sich eine Abschwächung der Wirkung des Zollschutzes zur Folge haben. Für die Ereignisse des Weinbaues ist ebenfalls ein den ungünstigen Produktionsbedingungen entsprechender Zollschutz erforderlich. Die Bestrebungen der ungarischen Mühlenindustrie, auf dem Wege des Einftchrscheinsystems die Mehlausfuhr zu begünstigen, sind als Gefährdung der Interessen unseres Getreidebaues und unserer Mühlenindusirie zu bekämpfen. Im In- tereffe des Viehstandes ist ferner auch jede Abschwächung des Viehseuchenschutzes unbedingt abzulehnen. Rkiie v. Muhrs nach Men. Berlin, 1. Sept.