Unmmer 102 _ Samstag, den 13. JE 1918 _ 11 . Jahrgang. Dtf Ta.,e°?rttm,g« ».chemt ,«d«n Werkt-,. Regelinätzige Beilagen ,,S« |«nn r.m fcirra“, ..Die Spinn»-!,.-". Ke>u«spr-„- den Postanstalten o.er elrahrjtrfi 2 40 hinzu tritt noch das Bestellgeld: "ei den «oenten monatlich 85 Pfg, einschließlich Trügerlohn. Anreisen: Grundzeile 2k> Pfg.. lokale 20 P,g., Anzeigen non auswaris «erden durU Ponnacknadm« erhoben. Eriüllunoson s^riedberg. Schrlftlritnns nnd Nerlas ^riedbe^n f'öciferr) lanausritraße 12. iserninrscher 48. Po^tl Heck- 5o , 1 » 'ir. igzg. g,,, Keigrrns ZnkNnit. Annahme des MiMaidenkredUs. — Gin ganzes amerikanisches Lnfigefchmader nvgejcho^e». 30000 Tonnen nerjenkt. Der deutsche Ge?sera!stak Z==?===z=zzz meldet: .. M. T. Grsizes Hrrrr^r^«« risv. de» IS. Irr!L. Amtlich. Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht. Die Artillerietätigkeit lebte am Abend auf und steigerte sich während der Nacht zu kräftigen Feuerüberfällen auf Kampfstellungen und Hintergelände. Südwestlich von Dpern und Bailleul, sowie nördlich von Albert wurden stärkere Vorstöße, mehrfach Erkundungsabteilungen des Feindes abgewiefen. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. Zwischen Aisne und Marne blieb die Tätigkeit der Franzosen rege. In Vorfeldkämpfen am Walde von Vil- lers-Cotterets machten wir Gefangene. Oestlich von Neiins schlugen wir Erkundungsvorstöße des Feindes zurück. * Leutnant Necke! errang seinen 20. Lusisic^. Von dem gestern im Anflug auf Koblenz ^meldeten amerikanischen Geschwader fiel auch das sechste Flugzeug durch Abschuß in unsere Hand. Der Erste Generalquartiermcister: Ludendorsf. Abendbericht. Berit«, 12. $u«, abend?.' (WTB. Amtlich,)' Oertliche Kämpfe svilveftüch Baillenl und ans dem Westufer der Avre. Der österreichische Generalstak meldet: Wien. 12. Juli. (WTB. Nichtmutlich.) Amtlich wird verlautbart: Nirgends größere Kampfhandlungen. Der Chef des Generalstabes. Der bulgarische Generalstak meldet: -. Sofia, 10. Juli. (MB. Nichtamtlich.) Generalslabsbericht. Mazedonische Front: An mehreren Stellen der Front, besonders in der Gegend von Vitolia, im Gernabogen und an beid.n Seiten des Warüar war die Feuertätigteit beiderseits ziemlich heftig. Bei Altschak Mahle und Matschekowo zerstreuten unsere vorgeschobenen Einheiten durch Feuer feindliche Erkundungsabteilungen. Im Wardar-Tale lebhafte Lufttätigkeit des Feindes. Das türkische Hauptquartier ff »== meldet: Konstantinopcl, 11. Juli. (WB. Nichtamlich.) Generalstabsbericht. Palästinafront: In der Nacht vom 9. zum 10. Juli war im Küstenabschnitt und östlich der Küstenbahn die beider-. seitige Patrouillentätigkeit sehr rege. Während die feind- licheir Patronillen schon vor unseren Stellungen abgewiesen wurden, gelang es einer unserer Erknndnngsabteilungen i:a.ch Ueberwindung des feindlichen Drahthindernisses in die feindlichen Stellungen einzndringen und nach Erfüllung ihres Auftrages niit Beute zurückzukehren. Oestlich des Jordans stieß ain frühen Morgen des 10.. Juli eine eigene stärkere Erknndnngsabteilung zu beiden Seiten der Straße Teil Murin—Jericho nach dem feindlichen Brückenkopf vor. Der Feind warf unserer Abteilung eine Eskadron entgegen, die sich unter Zurücklassung von 30 Toten und 40 Pferden zurückziehen mußte. Der Führer der feindlichen Eskadron und ein Mann wurden als Gefangene eingebracht. Afrika: Nachträglich wird gemeldet, daß in Tripolis ver durch unsere Truppen eingeschlossene Feind am 7. Mai *>- Js. einen heftige« Ausfallsversuch unternommen baL Der Angriff wurde verlustreich zurückgeschlagen. — Am 18. Mai wurden die militärischen Anlagen der Stadt Hams durch unsere Artillerie stark beschossen. Am 19. Mai wurde ein aus der Gegend von Suwara vorgehender Kavallerie- zug durch unsere Truppen vertrieben. — Sonst keine besonderen Ereignisse. 30000 Tannen verdenkt. Berlin, 11. Juli. (WTB. Amtlich.) Von unseren U- Booten sind im Kanal neuerdings 4 bewaffnete Dampfer mit zusammen 20 000 Bruttoregistertonnen versenkt worden. Der Chef des Admirnlstabes der Marine. Der |ldMfu??let' Der Schien. Berlin, 12. Juli. (WB Amtlich.) Heber die Ausführungen, die der Reichskanzler heute vor dem Hauptausschuß über die belgische Frage gemacht hat, find in der Oeffentlichkeit Darstel. lungen verbreitet worden die Mißverständnisse Hervorrufen könnten. Mir geben daher nachstehend den in Betracht kommenden Teil der Kanzlcrrede ausführlich wieder. An- km'ipfend an seine gestrigen Darlegungen hat der Reichskanzler folgendes aiisgeführt'. Was die Zukunst Belgiens betrifft, so bedeutet, wie ich gestern schon sagte, die Okkupation und der gegenwärtige Besitz Belgiens nur, daß wir ein F a u st- p f a n d für die künftigen Verhandlungen haben. Im Begriff des Faustpfandes liegt es. daß man das, was man als Faustpfand in der Hand hat, nicht behalten will, wenn die Verhandlungen zu einem günstigen Resultat geführt haben. Wie brab- sichtigen nicht, Belgien in irgend einer Form zu behalten. Wir wünschen, genau so wie ich schon am 24 . Februar gesagt habe, daß das nach dem Kriege wiedererstandene Belgien als selbstständiges Staatswesen, keinem als Vasall unterworfen, mit uns in guten, freundschaftlichen Verhältniffen lebe. Das ist der Standpunkt, den ich zu dem belgischen Problem von Anfang an eingenommen habe und auch heute noch einnehme. Meine Herren! Diese Seite memc» Politik steht durchaus im Zusammenhang mit den allgemeinen Richtlinien, die ich Ihnen selbst dargelegt habe. Wir führen den Krieg als Ver. teidigungskrieg. Weil wir ihn als Verteidigungskrieg führen, weil uns von Anfang an jede imperialistische, jede auf die Weltherrschaft gerichtete Tendenz ferngelegen hat, darum werden auch unsere Friedensziele demenffprechen. Was wir wollen, das ist die Unversehrtheit unseres Territoriums, das ist fiele Luft für die Entwicklung unseres Volkes, insbesondere auf dem wirtschaftlichen Gebiete. Das ist natürlich auch die notwendige Sicherung für künftige schwierige Verhältnisse. Das trifft vollkommen auch für den Standpunkt zu, den ich Belgien gegenüber einnehme. Wie sich dieser Standpunkt aber im einzelnen festlegen läßt, das hängt von dorr künftigen Verhandlungen ab. Ich muß mich damit begnügen, diese allgemein maßgebenden Richtlinien hier nachdrücklich festgelegt zu haben. Die Kriegskredite bewilligt. Nach einer kurzen Aussprache, in der Abg. Warmuth (Deutsche Fraktion) seine Zustimmung und Ledebour (U. Soz.) sein Mißfallen über die Rede des Reichskanzlers ausgesprochen hatten, wurde der Nachtragsetat über die Kriegskredite von 15 Milliarden M ark bei Stimmenthaltung der Polen gegen die Stimmen der Unabhängigen Sozialdemokraten genehmigt. irr Rälhgkanjltt wieder tut DrtiijrfqtsarHrr. Berlin, 12. Juli. Reichskanzler Dr. Graf v. Hert-' li n g ist heute ins Große Hauptquartier zurückgekehrt. Admiral von Hinhe kehrt heute nach Kristiania zurück, rnn sich vom König zu verabschieden. Er wird wahrscheinlich im Verlaufe der nächsten Woche die Leitung der Geschäfte des Ans- wärügen Amtes übernehmen. Dcr Friede Dijchen RHand und der Türkei. Berlin, 12. Juli. (WTB. Amtlich.) Heute sind im Alts- wärtigen Amt in Berlin Livischen dem türkischen Botschafter Hakki Pascha und dem bevollmächtigten Vertreter der rus. fischen sozialistischen föderaüven Sowjetrepublik, Herrn Joffe, die Naüfikationsurkunden zu dem Friedensvertrag von Brest-Litowsk vom 3. März 1918 und zu dem türkisch- russischen Zusatzvertrag zu diesem Vertrage ausgetauschck worden. Ein sküridsleiegrWm des fjOimm an den pniffr Berlin, 12. Juli. Der Hetman der Ukraine, Skoro- padfki, hat anläßlich der Ermordung des Grafen Mirbach an den Kaiser folgendes Telegramm gerichtet: Euerer kaiserliche und königliche Majestät wollen mir allergnädigst gestatten, daß ich, gleichzeitig im Namen des ukrainischen Volkes, meinem tiefen Schmerz Ausdruck gebe über den feigen Mord, dem der Botschafter Eurer Majestät in Moskau zum Opfer fiel. Durch die mächtige Hilfe des Deutschen Reiches zum staatlichen Leben wiedererstanden, trauert das ukrainische Volk um den Verlust eines Mannes, der sich immer als Freund der Ukraine bewährt hat. Der Kaiser hat darauf folgendermaßen geantwortet? Euere Exzellenz bitte Ich, den Ausdruck Meines besten Dankes für die Teilnahme entgegenzunehmen, die Sie Mir, zugleich namens des ukrainischen Volkes, anläßlich des fluchwürdigen Verbrechens an Meinem Gesandten in Moskau ausgesprochen haben. Rnffrlche Enthüllungen. Karlsruhe, 12. Juli. Das „Berner Jntelligenzblatt* meldet: Nach der russischen Pressekorrespondenz gibt daS russische Kommissariat für das Auswärüge ein Blaubuch heraus, das die den Archiven des Ministeriums des Aeußern auf Indien bezüglichen Geheimdokumente enthält und als Motto das Wort trägt: Indien den Indern! Das Blaubuch soll den englischen Imperialismus bloßstellen. In den nächsten Tagen wird Tfchitfcherin, der Kommissar für Auswärtiges, den Briefwechsel Zwischen dem Zaren und Kaiser Wilhelm veröffentlichen. Dnruanien. Die Anklage gegen Bratianu. Bukarest, 12. Juli. (WV.) Aus Iaffy wirb amtlich gemeldet: Im Laufe der heutigen Kammersitzung verlas der Abg. Stroici einen parlamentarischen Initiativantrag auf Anklageerhebung gegen die früheren Minister Iouel Bratianu, Vintila Bratianu, Emil Costenescu, Alexandra Constantinescu, Bastle Mortzun Dr. Anghelescu und Tate Ianescu gemäß dem Gesetz über die ministerielle Verantwortlichkeit. Der Antrag ist begleitet von Anklagepunkten gegen die Regierung, die Rumänien in den unheilvollen Krieg verwickelt hat. Der Antrag war Gegenstand lebhaften Beifalls. Gemäß der Kammcrordnnng und dem Gesetz über die Ministevverantwortlichkeit wurde der Antrag den Bureaus der Versammlung überwiesen, die schnell die nötigen Formalitäten erledigen sollen. Mmr WinttiM gegen Conrad v. höhendorff. Aus Wiener hohen Militärkreisen wird der „Passauer Zeitung" gemeldet, daß die Wiener Hofklique, die gegen Conrad v. Hötzendorff intrigierte, weil er eine geschiedene Frau heiratete — was ihm die bigotte Ungnade einflußreichster Damen eintrug — neuerdings gegen ihn arbeitet und seine Entlassung betreibt. Erst erhielt der ftühere Generalstabschef ein undankbares Komnrando über wenig bewährte Truppen, und jetzt wird ihm die Schlappe in De- neüen zugeschoben. Die Angelegenheit Conrad soll im Parlament zur Sprache kommen, Interpellationen sind ange« kündigt« In Wien wird neuerdings, so rneldet die „Paffauev Zeitung", der Heeresgruppe Conrads völliges Versage« vorgeworfen, weil sie nicht rascher aus dem Gebirge herauA zur Ebene hinunter kam und damit die Heeresgruppe Bo- rovic an der Piavesront entlastete. Conrad v. Hötzendorff galt in Oesterreich — in Deutschland enthielt man sich eineK Urteils — als der .Zindenburg" unserer Verbündeten. Wir können und wollen auch heute noch kein Urteil üb" Conrad fällen. Besonders nicht, weit gegen ihn von l-' einflußreichsten Wiener Werberroöken seil langem intrigiert wird, was das Bild dieses Mannes leicht entstellen kann. Die militärisch-politische Unterrockpolitik, die so manchem Kriegers- und Staatsmann Verlegenheiten bereitete — man denke an gewisse Bismarcksche Erlebnisse — soll derzeit im Hause Habsburg in verhängnisvoller Blüte stehen. Die „Rettung" Venedigs im Herbst 1917, die Nichtverwendung von den einen Durchbruch erleichternden Gasgranaten und auch andere Dinge werden in der österreich-ungarischen Armee und im Volke der Donaumonarchie von sehr ernsten Leuten der Unterrockpolitik zugeschrieben. Im Reichstag wurde die zweite Lesung des Branntwein-Monopols beendet und das Gesetz angenommen. Es folgte die Beratung des Gesetzes über den Absatz von Kalisalzen. Es wird entgegen dem Antrag des Ausschusses mit den erhöhten Sätzen der Regierung angenommen. Dann wird das Gesetz über die Zusammensetzung des Reichstags angenommen und schließlich in dritter Lesung die sämtlichen Stcuergesetze. Kollchcrrnsmus von oben. Seit mehr als drei Jahren ist nun das deutsche Volk Ver- fuchskarnickel für Eisenbartkuren staatssozialistischer Art, auf deren fortgesetzte Bariierung auf den verschiedenen Gebieten eine Unsumme bureaukratischen Witzes verwandt wird. Wieviel Schweiß mußte nicht auf grüne Tische tropfen, bis das Ernährungsproblem dadurch „gelöst" war, daß man es — dank sozialdemokratischer Einwirkung — statt in der Förderung der Produktion in der Aeußerlichkeit der Verteilungsfrage erblickte, und bis die Verärgerung und Erbitterung der Landbevölkerung, Erregung und Enttäuschung der Stadtbewohner, die Verhetzung von Stadt gegen Land in dem Grade erreicht war, dessen man sich nun schon seit geraumer Zeit erfreut. In welchem Umfange und mit welchem Erfolge der behördliche Stimmungsmord draußen auf dem Lande betrieben worden ist, davon ist in den Parlamenten durch Vertreter der Landwirtschaft genügend Zeugnis abgelegt worden, aber der breitesten Oeffent- lichkett eignet noch nicht in hinreichendem Matze das Verständnis dafür Sie hört zwar von den Schikanen, von dem Durch- stebern auch der Bauernhäuser bis in den letzten Winkel, von Willkürakten und gelegentlich dabei vorfallenden direkten Sachbeschädigungen, aber sie leidet noch nicht mit, und es läßt sie darum relativ kühl. Daß der Bauer kein Privatleben mehr hat, daß er bis in die Wöchnerinnenstube sozusagen auf offenem Markte wohnt, daß ein ganzer Berufsstand fortgesetzt irgend einer Strafbarkeit „hinreichend verdächtig" ist, man nimmt es hin wegen der schön gemalten Potjemkinschen Theaterkulisse der „restlosen Erfassung." Es ist beinahe anzuerkennen, daß man jetzt behördlicher, feils daran geht, dieser Gleichgültigkeit der Stadtmenschheit ein Ende zu machen. Dadurch, daß wenigstens halbwegs für Parität gesorgt wird, daß man Maßnahmen trifft, um die städtische Bevölkerung ebenso zu verärgern wie das Land, wozu sich die sonstigen Kriegsverordnungen noch nicht als hinreichend erwiesen haben. Zu diesem Zweck soll zunächst der Gaul der Textilversorgung ebenso am Schwang auf gezäumt werden, wie der der Ernahrungsfrage. Bei der „Erfassung" ist man bereits wieder. Hinsichtlich der getragenen Märmerkleidung. Das heißt in diesem Zusammenhang: beim Eindringen in die Privatwohnung, beim Durchstöbern von Kisten und Kasten, beim Aufheben des störenden Begriffs „Privateigentum". Wehe dem — siehe den neuesten Ukas der Reichsentkleidungsftelle — der trotz allen Preiswuchers und aller bisherigen Bezugsschein- annehmlichkeiten das finanzielle Opfer einer Neuanschaffung sich glaubt zumuten zu müssen. Er ist von dem Augenblick dieses Entschlusses an hinreichend verdächtig" und etlichen „Prüfungskommissionen" vogelfret in seines Hauses Burg ausgelieferb Glaubt er, von solcher PerspÄtioe durch freiwillige Ablieferung sich loszukaufen, so droht ihm zu einem späteren Zeitpunkte erneute Razzia auf — nach Meinung der Reichsentkleidungsstelle — entbehrliche Stücke, fiir die chm dann der bereits sattsam bekannte „Uebernahmeprels" bezahlt wird, der sich mit Recht der Beliebtheit eines jeden erfreut, dem er schon einmal „gewährt" wurde. Auf diesem einmal beschrittenen Wege wird weiter gewandert werden; schon spricht man von in Aussicht stehender Wäscheabgabe, die nur von Leuten erwogen werden kann, die dem weiblichen Gefühl, wenigstens dem gesunden, hausfraulichen, völlig verständnislos gegenüberstehen. Man bleibt immer und in allem sorgfältig an der Oberfläche der Dinge, nimmt den Bedarf der Massen als eine vermeintlich feststehende Größe und deckt ihn auf dem bequemsten | Wege: durch Requisition.^ Ob nicht durch geeignete Maßnahmen eine erhebliche Reduktion des Bedarfs sich hätte erzielen lassen, ob nicht die ganze jetzt beliebte Art. ihn zu befriedigen, Raubbau an dem — allein tatsächlich feststehenden — vorhandenen Material darstellt, darüber hat man sich anscheinend nicht lange den Kopf zerbrochen. Statt systematisch sich einen Plan zu entwerfen, nachdem der Umfang der Rohstoffnot erkannt war. der vor allem dem Umstande Rechnung trug, daß Neuzufuhren an Rohstoffen in nennenswerter Menge nicht zu erwarten waren, und mit dem vorhandenen Material in rationellster Weise gewirtschaftet werden mußte, ließ man die Dinge treiben und hilft sich jetzt mit der obenerwähnten Eisenbartkur. Und die Debatten im Reichstag werden daran nichts mehr ändern. Denn wenn der kriegswirtschaftliche Amtsschimmel in Bewegung gesetzt ist, so wird er alsbald zwangsläufig. Die gleichen Wege völliger Aeußerlichkeit scheinen auch in der Wohnungsfrage eingeschlagen zu werden. Es wird von Zivileinquartierung gesprochen und in Braunsmweig hat sie in gewissem Sinne bereits Gesetzeskraft erlangt. Daß dem heimkehrenden Krieger mit einem Unterschlupf in fremder Wohnung ebensowenig gedient ist wie dem Arbeiter mit dem Jackettanzug eines Kaufmanns oder Oberlehrers, spielt keine Rolle angesichts des anderseitigen Ergebnisses, daß es gelingt, hier wie dort die mittelständischen Opfernden aufs gründlichste zu verärgern. Ueber Regelung des Zuzugs, großzügige Wohnungsbeschaffung, Verteilung des Stroms der Heimkehrenden in die verschiedenen Vedarfekanäle. darüber wird man sich angeblich erst später unterhalten können. Zunächst handelt es sich darum, den Gaul auch hier wieder am Schwänze aufzuzäumem Rur eine Maßnahme treffen, die den Massen die Meinung beibriugt, es geschähe etwas, und geschähe vor allem mit der bei ihnen stets populären Rücksichtslosigkeit und Mißachtung gegen die Rechte anderer. Jede neue Kriegsmaßnahme, mag sie an sich bereits ein erhebliches Opfer darstellen, wie die mannigfachen Enteignungen unb Beschlagnahmen bald dieses, bald jenes Materials, wird außerdem auch noch mit einer finanziellen Einbuße der Betroffenen verbunden. Niemand wird etwas gegen Metallbeschlagnahme und ähnliche Maßregeln sagen, insoweit sie für die Kriegführung notwendig sind. Daß aber dabei in kleinlichster Weise mit der Vergütung geknausert . gerade dem Mittelstände ein oft sehr empfindliches Opfer in barem Gelde zugemutet wird, das versteht man nicht in einer Zeit, wo Millionen leichten Herzens ausgegeben werden können, damit Munitionsarbeiter Sekt und „neue Reiche" Kreszenzweine für 120 Mark die Flasche trinken können. Und nach welcher Richtung wirken die Folgen dieser Unmöglichkeiten? Für ein Paar Strümpfe wird ein jeglicher in Lie Versuchung geführt, eine falsche eidesstattliche Versicherung abzugeben. Und für ein Taschentuch sinnt er, wie er der Behörde ein Schnippchen schlägt. Leute, die noch keine der Ernährungsverordnungen übertreten, noch nicht geschleichhandelt. noch kein frisches Brot gegessen haben, gibt es nicht. Kann die Mm nie durch Liebe Leid geschah. Roman von Courths-Mahler. 54) Nachdruck verboten. Ich war sehr verlegen, wenn Tante Anna so zu mir sprach und hatte doch den innigen Wunsch, Dir zu gefallen. Ich bat Tante flehentlich, um Gotteswillen Dir nichts davon zu sagen, daß sie eine Verbindung zwischen uns wünschte. Aber sie hat es doch getan. Ich merkte zu meiner großen Verwirrung, daß Du Dich mehr mit mir zu beschäftigen begannst, wenn Du auch immer still und zurückhaltend bliebst. Helene fiel es wohl auch auf, daß Du nun mehr meine Gesellschaft suchtest, und es gefiel ihr nicht. Sie war oft sehr ausfallend und gehässig zu mir, machte mir direkt Vorwürfe, daß ich Dir nachlaufe, und einmal sagte sie ganz unverhohlen: „Du denkst wohl, ich merke nicht, daß Dich Tante Anna mit Heinz zusammenbcingen will, aber es wird Euch alles nichts helfen. — Heinz hat sein Herz schon anderweitig verschenkt." Ich war außer mir über diese häßlichen Worte und konnte sie doch nicht entschieden zurückweisen, weil ein Körnchen Wahrheit in ihren Worten war. Trotz allem kannte mein Herz in jenen Tagen nur eine Sehnsucht — mir Deine Liebe zu erringen. Aber ich verbarg diese Sehnsucht scheu vor Deinen Augen. In jener Zeit kam Fritz von Platen als Gast nach Frankenau. Ich lernte ihn kennen und merkte von Anfang an, daß ich einen tieren Eindruck auf ihn machte. Deshalb suchte ich ihm auszuweichen, ich wollte ihm keine Hoffnung machen. Aber eines Tages führte der Zufall ein Alleinsein zwischen uns herbei. Da gestand er mir seine Liebe und bat mich, seine Frau zu werden. Ich erwiderte ihm wahrheitsgemäß, daß mein Herz einem anderen gehöre, und daß ihm sicher nicht mit einer Frau gedient wäre, die ihn nicht liebe. Er antwortete mir, daß ihn meine Liebe unsagbar glücklich gemacht haben würde, daß er sich aber auch glücklich schätzen würde, wenn ich ohne dies ßeine Frau werden wolle, falls sich meine Liebe als hoffnungs. las erweisen würde. Er wollte sich in dieftrr Falle mit meiner Achtung und Freundschaft begnügen. Seine Liebe rührte mich, es tat mir leid, ihn abweisen zu müssen, aber ich konnte mich nicht entschließen. ihm anzugehöven. War doch meine ganze Seele bei Dir — nur bei Dir. Platen war sehr traurig, und ich war es auch, weil ich ihm nicht Helsen konnte. Aber dann kam ein großes, strahlendes Glück über mich, das mich alles andere auf eine kurze, selige Zeit vergessen ließ. Es war einige Tage später — Du weißt, wir kehrten zu Fuße von einem Besuch in Frankenau zurück. Ich hatte Frau Sabine ein Bild von mir gebracht, um das sie mich gebeten hatte, und Du warst zufällig am Frankenauer Herrenhause vor- bcigerilten und trafst mich dort. Um mich begleiten zu können, gingst Du zu Fuß mit mir zurück und führtest Dein Pferd am Zügel. Und unterwegs fragtest Du mich, ob ich Derne Frau werden wolle. Du sprachst nicht von Liebe, warbst um mich mit unsicheren, stockenden Worten. Ich war ja so glücklich, daß ich Deine Frau werden sollte. Erst später mußte ich darüber grübeln, weshalb Deine Werbung so stockend und unsicher gewesen war. und da dachte ich dann, daß Du nur unr mich geworben hattest, weil Tante Anna Dich dazu gedrängt hatte. Auch Dein ganzes zurückhaltendes Verhalten als mein Verlobter bestätigte mir das. Aber ich liebte Dich und hoffte mit gläubiger Inbrunst, daß es mir gelingen würde, mir Deine Liebe zu erwerben. Ich war trotz allem glücklich. Aber mein Glück sollte nur weni^ kurze Tage währen. Als Du am nächsten Tag bei Tisch unsere Verlobung verkündetest, gab es nur eine Person, die sich freute — das war Tante Anna. Helene und ihre Mutter wurden sehr bleich und Helene sah mich mit einem Blick an. daß ich erschauerte. Als sie mir mit kalten, erzwungenen Worten Glück wünschte, glühten mich ihre Augen haßerfüllt an. Wir hatten uns innerlich nie mchegeftanden, aber daß sie mich haßte, erkannte ich erst an jenem Tage. Seltsamerweise suchte sie aber in der nächsten Zeit meine Gesellschaft mehr als zuvor, und sobald ich mit ihr allein war, machte sie mir rätsel. hafte Andeutungen darüber, daß Dich Tante Anna in Dein Un- Achrung vor dem Gesetz und vor staatlicher Autorität überhaupt wirksamer systematisch ausgerottet werden als dadurch, daß morn an jede Alltäglichkeit eine Konfliktsmöglichkeit knüpft, alle 1• Minuten lang einen Anreiz nicht nur. fast eine Nötigung zu, Ueberlretung schafft? Der Geist der Unzuftiedenheit und be« (&eift der Unbotmätzigkeit sind die Ausstrahlungen dieses büro. kratlsierten Experimentaffozialismus. Leider sind die Leidtra- genden nicht die, denen wir zum erheblichen Teil diese Erbaulichkeiten verdanken, die Sozialisten selbst. Ihr Weizen steht bereits in Blüte,' hohe Behörden aber machen den Wind dazu zur Befruchtung. Und u»enn man den Aussichten für die weitere Entwicklung trauen darf, jo werden sie ob ihrer Erpichtheit auf Eisenbartkuren nicht einmal merken, wenn der Patient i* den letzten Zügen liegt. Die steuer-scheue Korse. Bon einem Parlamentarier erhalten wir folgende Ausführungen zu der Protestbewegung der Börsenkreise gegen geplante Erhöhung des Börsenumfatzstempels: Die Börse wird sich hoffentlich darüber klar sein, daß st, mit ihrem Verhalten in der letzten Woche ihr möglichstes getan hat, sich die öffentliche Sympathie zu verscherzen. Är lärm, volles, mit faustdicken Uebertreibungen und Schlagworten arbeitendes Auftreten in der Presse und in Versammlungen mochte noch hingehen, obwohl schon diese Art wenig geeignet war, Eindruck an den in Betracht kommenden Stellen z, machen. Daß sie aber dazu überging, den Streik zu proklamie- ren, und an verschiedenen Provinzplätzen tatsächlich den Verkehr einstellte, ist schlechterdings auch für die mildeste Beurteilung untentschuldbar. Und das Bild ward dadurch nicht erhebender, daß sie in aller Geschwindigkeit zur Vernunft zurückkehrt«. allergische Militärbefehlshaber ihren Angehörigen Schützen- grabenaussichten macken. Die Börse, in ihrem Verkehr während des Krieges von den Hemmungen und Kontrollen des Börsen- gesetzes befreit, ist reichlich üppig geworden, sie hat von ihren gewaltigen Spekulationsgewinnen bisher noch keine besonderen Abgaben zu den Kriegslasten zu machen gehabt,' umso mehr verdient ihr jetziges Verhalten Verurteilung. Worum handele es sich? Um eine steuerliche Belastung, die im Vergleich zu der manchen Gewerben auferlegten Steuerbürde. zu dem Umstaude, daß durch die Umsatzsteuer jeder Gegenstand so und so oft bis zum Konsumenten mit je 5 vom Tausend belastet ist, zu der Tatsache — worauf mit Recht die Sozial, demokratie hinweist — daß die indirekte Besteuerung wiederholß im Laufe des Krieges angezogen worden ist, wirklich keine Ungeheuerlichkeit darstellt. Der Stempel soll nach dem Antrag Eroeber künftig bei Publikumsgeschäften 2 vom'Tausend, während des Krieges 5 vom Tausend, bei Geschäften tm innere« Verkehr der Banken oder der Kulisse dagegen den zehnten Teil betragen Es ist bezeichnend, daß sich gegen den Friedensstempel die Protestaktion weniger richtet, ja daß die für ihn in der Regierungsvorlage vorgesehene Höhe von 3 vom Tausend nicht einmal allzu heftigen Widerspruch gefunden hatte, wah. rend die volle Wucht des Ansturmes dem für die Kriegszeit, und nur für sie, vorgesehenen Stempel von 5 vom Tausend gilt, obwohl er doch im Grunde den Charakter einer bescheidene« Ergänzung der Kriegsgewinnsteuer hat Die ganze Protestbewegung ist darauf eingestellt, es so erscheinen zu lassen, als handle es sich um eine dauernde Derssebzehnfachung des bisher!, gen Stempels, urrd hier und da ist gesagt worden, wenn erst einmal die 5 vom Tausend im Gesetz feien, so seien sie auch im Frieden nicht herauszubcingen. Demgegenüber ist zu sagen, daß sich niemand in den maßgebenden Stellen, insbesondere im Reichstag, dagegen sperren wird, eine entsprechende Sicherungs- klausel in das Gesetz aufzunehmen. Run ist aber mit dem höheren Stempel für die Kriegszeit neben dem fiskalischen ein stark erzieherischer Zweck verbunden; er m der Richtung eines Zurückschraubens der wilden Spe- glück Hineingetrieben habe. Sie sprach von Herzensirrungen und von sündhaften Einmischungen böser Menschen in das Schick- sal liebender Herzen. Eines Abends kam sie, sehr spät noch, auf mein Zimmer. Und da legte sie mir plötzlich die Frage vor: „Bist du wirklich so wenig feinfühlig, Maria, daß du nicht merfft, wie unglücklich Heinz geworden ist. seit er sich mit dir verlobt hat?" Ich erschrak bis ins tiefste Herz. Einen glücklichen Eindruck machtest Du allerdings nicht, das hatte ich schon voll Unruhe empfunden. Da es nun Helene aussprach, sah ich sie entsetzt an. „Heinz unglücklich? Warum sollte er unglücklich sein? fragte ich zitternd. Sie sah mich starr an, so daß ich fror und wie gebannt in ihre Augen blickte. „Das will ich dir sagen," erwiderte sie mit verhaltener Stimme. „Er ist unglücklich, weil er seine Hand ohne sein Herz verschenkt hat." Ich hätte laut aufweinen mögen. „Wie kannst du so etwas sagen, Helene?" fragte ich zitternd. Sie bohrte ihre Augen starr in die meine. „Stell dich doch nicht an, als wüßtest du nicht, daß Heinz dich mcht liebt. Aber Tante Anna, die mich haßt, hat gegen mich gehetzt und mich aus seinem Herzen zu drängen versucht, und du — du hast dich ihm aufgedrängt. hast ihm keine Ruhe gegeben, hast ihm Augen gemacht, als ob du ihn hypnotysieren wolltest — bis er dann gewaltsam von mir losgelöst war und um deine Hand anhielt." Ich sah sie groß und erschrocken an. „Helene, du tust mir weh!" sagte ich fassungslos. Da fuhr sie auf. „Hast du mir nicht tausendfach wehe getan, hast du mbk nicht das Herz gebrochen? Ich liebe Heinz, ttebe ihn, so lange ich denken kann — und er liebt mich. Aber ihr habt ihn mir entfremdet, habt ihn dazu gedrängt, sich mtt dir zu verloben.UnG nun er es getan hat. fft er Unglück!lch und sehnt ^ich nach mir. wie ich mich nach ihm. Mein Unglück wollte ich dir verzeihen, aber daß so Heinz so namenlos unglücklich machst — das ver-- öeihe ich dir me — ntemalsk Fortsetzung folgt.) fultittoit in Dividende npapievsv Wettm, Daß auf diesem Ges brete Auswüchse bestehe «r, daß von einer teilweije gewaltigen Ueberfpekulation gesprochen werden mutz, wird auch in fachlich denkenden Finanzkr-eisirn anerkannt und erregt dort Sorge für die daraus drohenden späteren Folgen. Es ist bezeichnend» daß euch ein der Börsenfeindschaft so wenig verdächtiges Organ wie das „Berliner Tageblatt" die mit dem Stempel verbundenen erzieherischen Momente in ihrer Berechtigung voll anerkennt. Es ist jedem mit den Verhältnissen Vertrauten bekannt, dah sich heute an dem Börsenfpisl in großer, wachsender Zahl Leute beteiligen, die weder ihrer finanziellen Fundamentierung noch ihrem Sachversiäirdnis nach dazu qualifiziert sind. Daß das durch den Krieg mit feinen wirtschaftlichen Folgen angesam« weite Geld sich in einem UmfaLg an der Börse betätigt, der für die Nachkriegszeit ernste Gefahren in sich birgt. Wir brauchen im Frieden sofort enorme Mengen barer Mittel, zur Umstellung und Durchführung der Uebergangswirtschaft. Und dann wird die notwendige Folge ein gewaltiges Angebot an der Börse sein. Kursrückgang. Publikumsverlust. Das breite Publikum gehört nicht in dem Umfang an die Börse, wie es jetzt der Fall ist. Wir brauchen nach dem Krieg nicht die spekulative. sondern die feste Kapitalsanlage und brauchen ein Volk, das an ernste Arbeit geht, statt nach leichtem, spekulativen Er- werb zu streben. Gewiß wird mit dem Kriegsstempel von 5 vom Tausend ein Rückgang der Umsätze in Dividendenpapieren verbunden sein, aber gerade die Proteste der Interessenten beweisen auch, daß die erzieherischen Zwecke erreicht werden. Wenn übrigens die Börse mit dem Hinweis operiert, daß durch die Steuer ihre Widerstandskraft und die Lage auf dem Kapitalmarkt erschüttert werde, so darf man vielleicht daran erinnern, daß diese Widerstandskraft an sich nicht allzu hoch ein- zuschätzen ist, wie die Erfahrungen bei Kriegsbeginn genügsam gezeigt haben, wo es doch schließlich notwendig war, um ein Zebu eie zu vermeiden, die Börsen überhaupt zu schließen. Eine Frage vielleicht könnke beim Antrag Eroeber noch aufgeworfen werden, und sie wird wohl auch von irgend einer Seite ausgenommen werden: ob die Spannung zwischen der Besteuerung der Publikumsgeschäfte und der der Kulisie nicht zu groß ist. Sicher ist wohl, daß die Bevorzugung der letzteren zu einer erheblichen Ausdehnung der sogenannten Kompensationsgeschäfte der Banken untereinander führen wird, und daß dieses Moment einen Vorteil für die großen Institute dar- stellt. Codaß davon in weiterer Folge eine Zunahme der Konzentrationsbestrebungen und der Aufsaugung kleineren Firmen ausgchen würde. Ob man dem durch eine Verminderung der Spannung in den Steuersätzen entgegenwirken soll, dürfte vielleicht noch zu erwägen sein. Im übrigen aber wird man erwarten dürfen, daß die Grundlinien des Antrages Groe- ber in ihren Hauptpunkten beibehallen werden, trotz des künstlichen Lärms und wegen der zu Grunde liegenden volkswirtschaftlichen gesunden Tendenz. ^ Hessischer Landtag. Zweite Kammer der Landstände. Darmstadt, 11. Juli. Zunächst gibt der Minister des Innern von Hombergk zu Vach eine Regierungserklärung über die Kohlenversorgung zur Kenntnis, die in der Hauptsache sagt: Die Lage der Kohlenversorgung bleibt andauernd außerordentlich schwierig infolge der ausgedehnten Anforderungen für die Bahn, für Heer und Marine und für die unentbehrlichen kriegswichtigen Industrien. Neuerdings hat der Reichskohlenkommissar, um die Versorgung der Landbezirke zu »verbessern, einer Reihe von Kommunalverbänden, nämlich Groß-Gerau, Bensheim, Friedberg-Land, Oppenheim, Alzey und Mainz.Land die Sommerlieferungen erhöht. Bei wirtschaftlicher Verwendung der zugete.tten Mengen, bei äußerster Sparsamkeit aller Verbraucher, so führt der Reichskohlentommistär aus, muffe es sicherlich durchaus möglich sein, eine Bevorratung im Laufe des Sommers zu erreichen. Sie werde nicht unerheblich fein und billiger und den Verhältniffen Rechnung tragen- den Anforderungen entsprechen. Abg. Köhler führt dazu aus: Die Kohlenversorgung in Stadt und Landest Gegenstand unserer ernststen Sorge für den Winter. Aus der Antwort der Regierung geht hervor, daß di« Regierung sich allen Ernstes dieser Lage bewußt ist. Ihr ist es aber nicht anders ergangen als allen anderen Gesuchen. Man hatte bei der letzten Tagung der Kammer die Hoffnung auf eine Besterung der Verhältnisie. Dies hat sich nicht erfüllt. Auch die Hausbrandversorgung ist sehr beschränkt in Stadt und Land. Es ist jetzt allerhöchste Zeit, mit der Belieferung zu beginnen. wenn überhaupt etwas zusammenkommen soll. Bei einer derartigen mangelhaften Zuteilung ist nicht abzusehen, wie in dem kommenden Winter überhaupt ein Zimmer geheizt werden soll. Die Zuteilung bedeutet den vollständigen Zusammenbruch unserer ganzen Lebenshaltung. Dabei sind die Bezirke, die nicht am Waffer liegen, noch übler daran. Abg Schott (Natl.) bespricht die unzureichende Kohlen- versovgung der Landgemeinden und den teuren Ersatz mit Holz-. brand. Er bittet um Unterstützung der Negierung bei der Koh- lenversorgnng des Landes, um die Befürchtungen bei der Landbevölkerung zu beseitigen. Abg. N e u m a n n (Soz.) schließt sich den Ausführungen des Abg. Köhler an. Abg. U r st a d t (Fortfchr.) bittet die Negierung, darauf hinzuwirken, daß die Zechen bei der Herstellung von Hüttenkoks sparsamer sind. Abg. Eißnert (Soz.): Rach den gemachten Erfahrungen kenn ich eigentlich an die Zusage der Regierung nicht glauben; wir gehen einer außerordentlich drückenden Zukunft entgegen. Abg. Dr. Dehlinger (Bbd.) bespricht die mißlichen Verhältnisie auf dem Lande und fordert die Lieferung von Druschkohlen. Minister von Hombergk verspricht sich aus der heutigen Aussprache eine um so größere Wirkung, als es gelungen fei, die Aussprache auf rein sachlicher Grundlage zu halten. ^ Abg Dr. Wer AYL (Bbd.) bittet Sfe Regierung um Be- Referung von Briketts. Dem Antrag des Ausschusses, den Antvcw Köhler anzn nehmen, wird zugefttmmt. Es folgt die Erledigung einer Reihe kleineren Vorlagen, darunter der Antrag der Abgeordneten Leun und Dr. F u l d a, Speckabgabe betreffend. Abg. Leun bittet darum, bei dem Kviegsernährungsamt in dem Sinne vorstellig zu werden, daß die Lohnarbeiter auch soweit es sich um Schwerarbeiter handelt und insofern sie nicht niehr als ein Schwein hausgefchlach- let haben, von der Speckabgabe aus der Hausschlachtung befrett werden. Der Antrag wird abgelehnt. Es folgt die Beratung des Antrages des Abg. Eißnert (Soz.), die Versorgung der Bevölkerung mit Schuhen. Abg. Dorsch (Bbd.) bittet um Belieferung der Landbevölkerung mit Lederschuhzeug im Hinblick auf die naßkalte Jahreszeit. Abg. Wolf ist der Ansicht, daß die Schnhfrage auf dem Lande wichtiger sei als die Lebensmittelfrage. Das Haus billigt den Ausschußantrag, den vier Forderungen des Antragstellers zuzustimmen. Bei dem Antrag des Abg. Fenchel, Festsetzung und Auszahlung der Preise für Brotgetreide. Gerste und Hafer wird dem Ausschußantrag, zu beschließen, daß in den Kommunalverbanden, in denen die Nachschau nicht bereits im Februar d. I. abgeschlossen war, fiir sämtliches Getreide, das nach dem 1. Mär? 1918 noch abgelie'ert wurde, der vor dem 1. Mürz 1918 gültige Höchstpreis nachbezahlt wird, zugestimmt. Eine Anfrage des Ebg. Dorsch betrifft den Verkauf der Güter Oppelshausen und Engeltal. Nach der Regierungserklärung haben die Gemeinden Oberau und Höchst a. d. Nidder mit der Standcsherrfchaft Solms-Laubach niemals Verhandlungen wegen Ankaufs dicser Güter geführt. Wohl dagegen die Großh. Bürgermeisterei Altenstadt vor mehreren Jahren. Weder dem Freihevrn von Heyl zu Herrneheim nach seiner Verwaltung war bekannt, daß etwa die angrenzenden Ortschaften Liebhaber für das Gut feien. Wenn das gewesen wäre, so wür^ dey sie doch da das Gut feit dem Jahre 1907 feil war, Erwerbs- Möglichkeiten gehabt haben. Abg. Stepban: Es dreht sich hier nicht um den Zusammenkauf von Grundbesitz, sondern um den Uebergang des Hübe, ren Eigentümers auf einen neuen. Die Güter bleiben in derselben Kulturverwaltung. Die Güter waren längst den betreslen- den Gemeinden zum Verkauf angetoten. Die Persönlichkeit des Aufkäufers durfte alle Gewähr dafür bieten, daß die Güter ihrer Bestimmung nicht entzogen werl>en. Gegen 1 Uhc sckloß der Präsident die Sitzung. Nächste Sitzung Freitag vormittag 9 Uhr. Versammlung. Auf Wunsch zahlreicher Interessenten findet am Mittwoch, den 17. Juli, nachmittags 1 / 2 3 Uhr, auf der Gehspitze zu Grog-Karben eine Versammlung statt, mit der Tagesordnung: Die diesjährige Drusch-Ernte und die Forderungen der Dreschmaschinenbesitzer. Alle Landwirte der Umgegend, ebenso die Dreschmaschinenbesitzer, find eingeladen. Vminigtk Landwirte son Frankfurt a. M. nnti UinM Zur Orlunchlenfrage. Mir erhalten folgende Zuschrift: An die Redaktion der „Reuen Tageszeitung" Dahier. , Friedberg, den 12. Juli 1918. Der in Nr. 158 vom 6. 7. 18 geschriebene Arttkel: Butzbach, 7. 7. 18 sttotzt voller Unrichtigkeiterr, die wirklich einer Richtigstellung verdienen. — Die Einrichtung einer Oelschlagmühle ist Sache von Privatpersonen. Wenn die Einrichtung einer Oelschlagmühle im Kreise Friedberg von dem jeweiligen Einrichter zu einem Zeitpuntt betrieben wird, wo die Ernte der Oelfrüchte vor sich geht und sonach die geernteten Mengen in diesem Jahre von diesem nicht geschlagen werden können, so ist dies eine Sache für sich und trägt das Kreisamt hieran keine Schuld. Die Ablieferung der Oelfrüchte gründet sich auf die Verordnung vom 7. 8. 1917. Rach dieser Verordnung werden die Erzeuger von Oelfrüch- ten in keiner Weise benachteiligt, sondern sich im Gegenteil hinsichtlich der Fettversorgung bei einer Ernte von mehr als 100 Kg. Oelfrucht erheblich bester als früher stehen. Die Ansichten des Artikelschreibers mögen wohl in der Hauptsache auf Unkenntnis der gesetzlichen Bestimmungen beruhen. Im Kreise Friedberg waren und sind gegenwärtig keine Oelschlagmühlcn. Demzufolge war auf Grund oben angeführter Verordnung der Kommunalverband im vorigen Jahre nicht berechtigt, Oelschlagjscheine auszustellen. Auf Antrag ist jedoch für dieses Jahr dem Kommunalverbcmd Friedberg eine Ausnahme von den Vorschriften des § 1 der Verordnung vom 7. 8. 17 mit der Maßgabe zugebilligt, daß die Schlagfcheine für Selbstversorger auf bereits zugelasiene Oelmühlen benachbarter Komnninalverbände ausgestellt werde« dürfen. Hiernach hat jeder Samenzieher entgegen den Behauptungen des Artikelschreibers da» Recht und die Freiheit, in einer ihm genehmen Schlagmühle des Nachbarkreises feine ihm zustehende und belasiene Oelfoucht schlagen zu lasten. Der Schlagschein wird hierzu vom Kreisamt auf vorgeschriebepem Formular ausgestellt und erfährt keinerlei Schwierigkeiten. Der Gesuchssteller kann seine'Oelschlagmühle selbst wählen und diese muß er bei Antragstellung aut Ausstellung eines Schlagfcheines namhaft machen. Der Artikelschreiber würde in gegenwärtiger Zeit bester tun, derartige unrichtige Mitteilungen zu Unterlasten, oder sich zuvor bester zu orientieren. Frhr. v. S ch e n ck. Nachschrift. Dem anschließend ersuchen wir die Mühlenbesitzer im Kreise Friedberg, die vielleicht noch im Besitz einer Einrichtung zum Oelschlagen sind, oder deren Mühlen sich Leicht dazu e-inrichten lasten, ihre Adresse an uns (Schriftleitung der „Neuen Tageszeitung" zu Friedberg) gelangen zu lasten. Der Ausschuß der Landwirtschaftskammer für Oberhesten hat dafür Interests, und es wäre wünschenswert, zu erfahren, ob sich im Kreise nicht noch eine derartige Mühle befindet. An« der Heimat. OSererlenbach. Gestern wurde die erste Frucht diesjähriger Ernte an die Bahn gebracht und verladen, nachdem tags zuvor der Ausdrusch erfolgt rvar. Es handelt sich um Wintergerste, deren Ernteergebnis im allgemeinen zufiieden- stellend war. FC. Hanau, 11. Juli. Der Präsident der preußischen Hauptverwaltung der Staatsschulden und der Reichsschuldenverwal- tung Alexander von Bischoffhausen beging am 8. Juli sein goldenes Dienstjubiläum. Exzellenz von Bischoffhausen wurde am 26. Oktober 1816 in Hanau geboren. Volkstümlich geworden ist der Name von Bischoffhausen in der Kriegszeit dadurch, daß er auf. sämtlichen Kriegsanleihen des Reichs und auf allen Darlehnskastenscheinen als erster aufgeführt ist. FC. Groß.Gerau, 11. Juli. Die Dreher Ludwig Kraft und Gustav Poth von Rüstelsheim wurden wegen unerlaubten Schlachtens und Nichtabgabe von Speck zu je 200 bezw. zu je .80 Mark Geldstrafe verurteilt. Der Gastwirt Jakob Bayer III. von Vischossheim erhielt wegen Nichtabgabe von Milch ein« Strafe von 150 Mark. Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinde. 7. Sonntag nach Trrrr. 14. Juli 1918. Gottesdienst in der Stadtkirche. Vormittags 9% Uhr: Herr Pfarrer Ritter. Abends 8*4 Uhr: Herr Pfarrer Diehl. Gottesdienst in der Burgkirche. Vormittags 8 Uhr: Militärgottesdienst. Herr Pfarrer Diehl. Vorm. 11 Uhr: Kindergottesdienst. Herr Pfarrer Diehl. Nachm. 2 Uhr: Katechismuslehre für die männliche Jugend. Herr Pfarrer Kleberger. Gottesdienst im Stadtteil Fauerbach. Vormittags 10 Uhr. Anschließend Katechismuslehre für die Jünglinge. Katholische Gemeinde. Samstag, 13. Juli 1918. Z/>10 Uhr Hochamt mit Predigt. (Rekrutenvereidigung.) Sonntag, 14. Juli 1918. 8. Sonntag nach Pfingsten. Beichtgelegenheit am Samstag von 5 Uhr cm und Sonntags früh von 6 Uhr an. %7 Uhr Frühmesse. 8 Uhr hl. Messe. Gemeinsame hl. Kommunion der Jünglinge und Jungfrauen. (6. Aloisian-Sonntag.) *^10 Uhr Hochamt mit Predigt. . Nachmittags 2*4 Uhr Herz-Mariä-Bruderschafts-Andacht mit Segen. Abends y 2 9 Uhr: Aloisius-Andacht mit Predigt Während der Woche: Um M>7 und 7 Uhr hl. Messe. Freitag, abends 8 Uhr: Kriegsandacht. Nach dem Hochamt keine Ausgabe von Büchern aus der Borroinäus-Bücherei. Rückgabe wegen der jährlichen Revision.__ GeZchäfiUches. Für die Hausfrauen bildet das Einmachen von Früchten ein ununterbrochenes Gesprächsthema. Immer kehrt dabei die Klage wieder, daß jetzt in der mißlichen Kriegszeit nicht so wie in der schönen Friedenszeit Einmachzucker in unbeschränkten Mengen zur Verfügung steht. Statt sich aber in zwecklosen Klagen zu ergehen, sollte die kluge Hausficm eifrig Umschau halten nach einer Möglichkeit, auch ohne Zucker Früchte einmachen zu können. Und in der Tat hat die unerreichte deutsche Chemie in den Neu--Gedrovan-Eiirmachtabletten ein wunderbares Ättttel zu finden verstanden, mit welchem man unter ganz geringen Kosten, Früchte in beliebiger Menge einkochen kann, wobei noch nach vielen Monaten eine Versüßung mit Zucker erfolgen kann. Eine Rolle mit 10 Tabletten fiir 20 Pfund Frucht ausreichend kostet nur 35 Pfg., sodaß also der Kostenpunkt beim Ein- machen nunmehr keine Rolle spielt. Die Neu-Gedrovan-Ein- machtabletten schützen mit Sicherheit Fruchtmus, Marmelade, Fruchtsast usw. vor dem Verderben. Die Reu-Eedrovan-Einmachtabletten find in den meisten Apotheken, Drogenhandlungen und Geschäfte der Lebensmittelbranche erhältlich, dieselben werden eigens von der bekannten Chemischen Fabrik Merck für die Firma K. U. Ruofi u. Eomp^ Stuttgart, Eberhardstraße 47, hergestellt und bilden eine sen- sattonelle Neuheit von der man sagen kann, daß sie mit Rücksicht aus die Wichtigkeit der Dolksernährung geradezu nationale Bedeutung besitzen. Man achte beim Einkauf cmf dev Name» „Gedrovan". i ■■■ " .i _j_ - _i . ■■ ■ » Verantwortlich für den politischen und lokalen Teil: Ott- Hirsch e l, Friedberg; für den Anzeigenteil: R H ev n er Friedberg. Druck und Verlag der „Neuen TageS-ettung*, A G., Friedberg i. H. ^etr.: Das Beschmutzen der Däuser in Friedberg. Bekeauntmnchuna Das Beschreiben und Ve- chmutzen der LLohnhäuser und sonstiger Gebäude, sowie der zu diesen gehörigen Einftiedftuuaei, m-t Kreide und Buntstift jc. durch Kinder innerhalb der Stadt, hat in letzter Zeit wieder einen derartigen Umfang genommen, datz diesem Treiben mit aller Schärfe entgegengetreten werden must. 8tn die Eltern, Vormünder und Erzieher von Kindern, die derartige Beschmutzungen absicht- nch ausiühren, riä'te ich die dringendste Bitte, darauf hinzu- Z"^U'.^dast denselben Kreide, Buntstift und dergl. abgenommen und durch fortgesetzte Ermahnung auf Unterlassung der geschllderten Vorkommnisse hingewiikt wird. 2ch Hab» angeordnet, dast gegen ,olche Kinder, die nunmehr als Tater ermittelt und im strafmundigen Alter stehen, nicht allern Strafanzeige wegen groben Unfugs erhoben, sondem auch da- ^-^bewirlt wird, daß die Ge- r^I 9 JS n -- .Strafantrag wegen Sachbeschädigung stellen werden .... Kinder, die derartige Eeaen- in Geschäften, in denen solche fcr gehalten werden, kaufen wollen, bitte ich auf die Folgen aunnerkam zu machen und sie ermahnend abzuweiien. Friedberg, den 12. Juli!918. Der Bürgermeister. 2. V.: Damm. If Dfö g-liJckliche Q«bar* «W kräftigem O C h t G f* Sfilgen hocherfreut an Hugo Veith, .. *>*»»** u. Frau Ottilie *•»». K8t>*w HeuchefheTm ?n der W.etterau, den 12 . Juli < 618 ., di 'tag, $tn 14, 3*1*, habe« KSHker und Viehl ihre Derjenige, welcher am Freitag ^l>rgen die Kanne mit Vollmilch vom Milchfuhrmann Kern aus Nieder-Florstadt mitgehen hieß, wird aufgefordert, wenigstens die ^anne zurückzubringen und diese auf dem Platz am Bahnhof zu Suche GruMeßtz! kleineres oder größeres Landgut, Hofgut, auch Mühle, Sägewerk mit Land oder Gastwirtschaft mit Oc- konorme bei hoher Anzahlung od. Barzahlung. Direkte Angebote an Carl Sauck. Neubrandenburg, Morgenlandstraste 38. Tüchtige zuverlä sige Arbeiter Lesucht. Gberhesfischc grrtfffnfffrjüfrbe ®. m b. H., Friedb erg. Zu Verkaufen. 1 put erhalt. Flügel, 1 Vett- «relle, 1 Kinderbett, 1 Herd, 1 Fahrrad, 1 Wäschemangel, 1 Arllooerdeck, verschiedene neue Wagenkasten fürKntsch- und CeschäftsNagen, Näder und Gestelle, starker Hand- leiLerwagen, Lehn- und Ka- stenschubkarren billigst Frik-brrz, gismar hUr. 4, Ein Pferd Mittleren Alters, zu verkaufen bei Khil. ?gh. Oh-urm-, Rendel. 6 acht Wochen alte Hühnchen hat zu verkaufen Frau Anita Bischoff, _Leidhecken 2 Erstlinger frischmelkende liegen hat zu verkaufen ,_Otto Otto, Södel. Gu te kräftige Fakrkuli hat zu verkaufen. Friedr. Kröll Wwe., __Bönstadt. EiilELchliM «och gut erhalten, steht zu verkaufen bei -cstph «»pp. Ober-Wöllstadt. Einen gut erhaltenen Leiterwagen zu verkaufen. Zal.Emmerich. Bruchenbrücken Versteigerung von zirka 76 Mmern, ä S(fiiifcii.Mcdiinincr (Cotswelds-Kreuzung) öus den oberhessischkn Etammfchäfereien Götzen, Vobenhausen II und der Fürstlichen Eutsverwallung Lich Donnerstag, den 18 . Juli, vormittags V2II Uhr, in Lich. ^m^rhessifche Steigerer müssen von ihrer Ortspolizeibehörde eine Bescheinigung beibringen, dast die Tiere die sie ersteigern wollen, zu Zuchtzwecken dienen sollen. ' ' ersteigern Cietzen, den 19. Juni 1918. Fnednchstr. 6, pt. Landw-rtschaftskammer-Ausschust für Ober-Hessen. Breidenbach. Euts-Verpachtnng. Größe vonr Eisenbahnstation Bad-Nauheim, in r _ iS© 9s n «1,5« 0 soll Mittwoch, den 24. Juli 1818, norm. 10 Uf,r in Rudesherm a. Nh., im Saalbau Rälz. Obersir. 16 fiir die Zeit vom 22. Februar 192>i bis dahin 1938 öffentlich meistbietend verpachtet werden. «jj?i!i unqSTC - ei ”L!! nö , ^ ackt-Bedingungen können Einsendung von Alk. 2 j{) von der Unterzeichneten Stelle bezoen worden. Büdesheim, den 18. Zuni 1918. Die Eütervcrwaltung der Freiherren von Ritter ,» Eruen-teyn. WWWWWW Friedberg. Unsere Kaffe bleibt von jetzt ab an den Samstag-Nachmittagen geschloffen. Wir ersuchen die Herren Bürgermeister, dies im Interesse ihrer Ortsangehorrgsn bekannt.nachen zu lassen. Friedberg, den 10. Juli 191L Der Vorstand. Karussells sowie Binjakewitz seine Schießhalle in Ober-Florstadt nachmittags non 3 bis 10 Uhr abends geöffnet. 05» laden zu zahlreichem Besuche ein _Die Besitzer. Hein Sesfliäft ist wieder Mil! Schlafzimmer, Speisezimmer, Küchen stehen zum Verkauf. 8 ° M. RcilO, Fricdberg, Kaiserstrasse 67, alte Post. tupften, linfmifto, Fkißrii, fntlifii, foifef, |liifri, nirgends besser, nirgends billiger wie bei Idolf llecfislein, Am alr.poßam'. Friedtocrg; i. 11. Srijalßr. 15. Telefon «fr. 450. Größt-» Kager am Platze ! Särge Schützenrain 11 Deutschen Rotklee und letzter Ernte möglichst vom Erzeuger zu erwerben bitten um Angebot. Kornhaus Hanau a. M. GtjWlsstelle der Komnuinalverirättde Kanau Sladt und jaud, Telefon 245, 216. 247. Ispetkn- und Unoleumhaus lean Heiler, a Nahe des Rathauses. Putzl Modistin, Angebote unter Nr. 1345 an die Geschäftsstelle der „Neuen Tageszeitung." i roiieri Eineetragene Eenossensdiait mit besciiränHier uuhl Gegr. 1864. Reicbsbank-Giro-Conto. Toi.-No. 15. silier Art! Reparaturen. — Ersatzteile. A. JT. Tröster. Butzbach. veschäftsstelle Frankfurt cu M., Kronprinzenstratze 41. (Kronprinzenbau.) — Fernruf Römer 4208. Äürostunden: Montag, Dienstag, Donnerstag, Freitag, nachmittag» osn 2—4 Uhr. — Geschäftsameigen in diesem Raum ««» fft» unsere Mitglieder; dieselben sind kostenlos, jedoch mutz bei Nnf- gäbe der Anzeige auf die Mitgliedschaft hingewiesen werde«. MWniM ist zu verkaufen bei PhU. Merz, Kaichen. Entgegennahme von Spar-Einlasen. zu den höchsten Zinssätzen. »e Provisionsfreier Checkverkehr. je Conto-Corrent-Credit- Gewährung. ae Diskontierung von Wechseln. 35« Verwahrung u. Verwaltung von Wertpapieren, Beleihung von Wertpapieren, An- und Verkauf von Wertpapieren. 3BCC Einlösung von Coupons etc. Vermittelung aller in das Bankfach einschlagen- den Geschäfte zu den mässigst. Bedingungen. Feuer- und diebessichere Stahlkammer, in der eiserne Schrankfächer (Safes) in verschied. Grössen vermietet werden. Btottrtinunffen auf alle an den deutschen Börsen zur Anf. Ia*e kommenden neuen Anleihen jeder Art werden von ans ca den Aasgabe^Bediagungen angenommen, ohne daß dies in den einzelnen Pallen beNonilerti bekannt gemacht wird. Strickgarne, schwarz, grau, braun. Stopfgarne. Stümpfe, Sodion. FHssHige, Wcisse Uniertailien und Schürzen. und Kiuderkorselts Hosenträger. Wir arbeiten Strümpfe nach dem neuen Verfahren um. li Friedberg i. H., Kaiserstrasse 51, gegenüb. d. Engelapotheke. la. Schmieröl für landwirtschaftliche und Dreschmaschinen. Ia. Cytinderöl Ia. Wassenfett Sa. Ijederfett empfiehlt Jos. Derfelt, Friedberg, Kaiserstraste 116. in versLkledenen Ausführungen hält vorrätig HeisÜifiClf Möller, Schreinermeister, Friedberg i. H. Schützenrain 11 Centrifugen f. Hand- u. Kraftbetrieb, Butter- m UasAinasdiinen sind trotz der schwierigen Verhältnisse immer noch billig zu haben bei Willi. Lohrey, Uhrmacher j.Niedkr-Florsta'dt., Durch Ankauf von Prwatwäl- dern liefert fortwährend und brllig E. See, Maffenbeim. Telefon 239, Amt Vilbel. m m e ■ a ia m KV««» i m & m m sa «SB« Briefbogen,^Briefumschläge, Postkarten, Rechnungen, Rundschreiben, Formulare oder sonstige andere für Ihren Geschäftsverkehr oder persönlichen Bedarf dann bestellen Sie diese dort, wo Sie die Gewissheit für einwandfreie Ausführung haben. Wir empfehlen uns bei eintretendem Bedarf und sichern schnellste und sauberste Anfertigung zu. Neue TaseszeilEEi Druckerei u. Verlag A.-G. Friedberg u H.